(19)
(11) EP 1 471 313 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.10.2004  Patentblatt  2004/44

(21) Anmeldenummer: 04008662.1

(22) Anmeldetag:  10.04.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F24F 13/08, F24F 13/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL HR LT LV MK

(30) Priorität: 25.04.2003 DE 20306453 U

(71) Anmelder: Zehnder Verkaufs- und Verwaltungs AG
5722 Gränichen (CH)

(72) Erfinder:
  • Kriesi, Ruedi, Dr.
    8820 Wädenswil (CH)

(74) Vertreter: Stenger, Watzke & Ring Patentanwälte 
Kaiser-Friedrich-Ring 70
40547 Düsseldorf
40547 Düsseldorf (DE)

   


(54) Gehäuse für die Luftdurchführung


(57) Mit der Erfindung wird ein Gehäuse (1) zur Be- und/oder Entlüftung eines Raums oder Bereichen hiervon vorgeschlagen. Um ein Gehäuse für die Luftdurchführung zur Be- und/oder Entlüftung eines Raums oder Bereichen hiervon bereitzustellen, welches über eine genügende Festigkeit verfügt, um ohne den Einsatz zusätzlicher Hilfskonstruktionen auch in Betonwände oder -decken eingegossen zu werden, wird mit der Erfindung ein Gehäuse (1) mit einem Anschlußstutzen (8) für die Anordnung eines strömungstechnisch mit dem Volumeninnenraum des Gehäuses in Verbindung stehenden Schlauches, Rohres oder dergleichen (9) sowie einem raumseitig ausgebildeten, größenvariablen Strömungsdurchlaß (5) mit integrierter Filteraufnahme (6) vorgeschlagen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für die Luftdurchführung zur Be- und/oder Entlüftung eines Raumes oder Bereichen hiervon.

[0002] Gehäuse der vorgenannten Art sind aus dem Stand der Technik an sich bekannt und werden sowohl in einer Überputz- als auch in einer Unterputzvariante eingesetzt. Sie dienen dazu, Wohn- und/oder Geschäftsräume oder Bereiche hiervon zu be- oder entlüften, wobei die Luft über in Wänden, Decken oder Böden installierte Blechgehäuse geführt wird. Für eine raumseitige Abdeckung der Gehäuse sind demontierbare Gitter vorgesehen, die mittels Schrauben, Stiften oder dergleichen am Blechgehäuse angeordnet sind.

[0003] Von Nachteil bei den vorbekannten Gehäusen ist jedoch der Umstand, daß diese ausschließlich für Zuluft oder für Abluft eingesetzt werden können, d. h. es sind unterschiedliche Gehäusetypen für die Verwendung als Zuluftgehäuse bzw. als Abluftgehäuse erforderlich. Zudem ist eine Montage der vorbekannten Gehäuse nur mit entsprechenden Hilfsvorrichtungen möglich, was den Einbau insbesondere zeit- und kostenaufwendig macht. Auch gibt es im Hinblick auf die eingesetzten Fliegengitter Nachteile, da diese aus Montagegründen nicht über ihre gesamte Fläche geschlossen ausgebildet sind, so daß Insekten trotz Anordnung eines Fliegengitters in das Gehäuseinnere gelangen können. Von Nachteil ist des weiteren, daß die aus dem Stand der Technik bekannten Gehäuse je nach Verwendungszweck zusätzlich verstärkt auszubilden sind. So sind beispielsweise Gehäuse, die in eine Betonwand eingegossen werden, mittels zusätzlicher Stützelemente zu verstärken, damit das Gehäuse infolge der einwirkenden Betonmassen nicht eingedrückt wird.

[0004] Ausgehend vom Vorgenannten ist es Aufgabe der Erfindung, ein Gehäuse bereitzustellen, das gleichermaßen sowohl für die Be- als auch für die Entlüftung eingesetzt werden kann und das über eine genügende Festigkeit verfügt, um ohne den Einsatz zusätzlicher Hilfskonstruktionen auch in Betonwände oder -decken eingegossen zu werden.

[0005] Zur Lösung der Aufgabe wird mit der Erfindung vorgeschlagen ein Gehäuse für die Luftdurchführung zur Be- und/oder Entlüftung eines Raumes oder Bereichen hiervon mit einem Anschlußstutzen für die Anordnung eines strömungstechnisch mit dem Volumeninnenraum des Gehäuses in Verbindung stehenden Schlauches, Rohres oder dergleichen sowie einem raumseitig ausgebildeten, größenvariablen Strömungsdurchlaß mit integrierter Filteraufnahme.

[0006] Das erfindungsgemäße Gehäuse vermag die vorgenannten Nachteile allesamt zu vermeiden. Erreicht wird dies durch einen neuartigen, als Rahmenteil ausgebildeten Strömungsdurchlaß, der in Blickrichtung frontseitig auf das Gehäuse aufgesetzt wird und einerseits der Anordnung eines keine Montageöffnungen aufweisenden Fliegengitters dient sowie andererseits in Kombination mit relativ verfahrbar angeordneten Abdeckelementen in Form von Schiebern eine einstellbare Luftmengenregulierung darstellt. Zudem bewirkt die Anordnung des Strömungsdurchlasses eine Verbesserung der statischen Festigkeit des Gehäuses, so daß es auch bei einem Einguß des Gehäuses in eine Betonwand einer zusätzlichen Verstärkung, wie dies bei aus dem Stand der Technik bekannten Gehäusen der Fall ist, nicht bedarf. Von besonderem Vorteil ist ferner, daß das erfindungsgemäße Gehäuse gleichermaßen für die Verwendung als Zuluftgehäuse wie auch als Abluftgehäuse eingesetzt werden kann, denn ist es bei einer geplanten Verwendung als Abluftgehäuse lediglich erforderlich, den Strömungsdurchlaß mit einem entsprechenden Filter zu versehen, weshalb der Strömungsdurchlaß erfindungsgemäß eine integrierte Filteraufnahme aufweist. Bei einer Verwendung des Gehäuses als Zuluftgehäuse ist die Anordnung eines Filters nicht erforderlich, so daß in diesem Falle die integrierte Filteraufnahme des Strömungsdurchlasses ungenutzt bleiben kann.

[0007] Gebildet ist das erfindungsgemäße Gehäuse aus einer einen Volumenraum umgebenden Wandung. Diese Wandung ist raumseitig offen ausgebildet und im Betriebszustand des Gehäuses nach Art eines Deckels mit dem größenvariablen Strömungsdurchlaß verschlossen. Zu- oder Abluft wird so über den Strömungsdurchlaß in das Gehäuseinnere bzw. aus diesem heraus in den zu be- oder entlüftenden Raum geführt. Erfindungsgemäß verfügt das Gehäuse über einen Anschlußstutzen für die Anordnung eines strömungstechnisch mit dem Volumeninnenraum des Gehäuses in Verbindung stehenden Schlauches, Rohres oder dergleichen. Zur Belüftung eines Raumes oder Bereichen hiervon kann also entsprechende Zuluft über den Schlauch in das Gehäuseinnere geführt und von dort aus über den Strömungsdurchlaß in den zu belüftenden Raum eingeführt werden. Im Falle der Verwendung des Gehäuses als Abluftgehäuse wird aus dem zu entlüftenden Raum die verbrauchte Raumluft abgesaugt, wobei diese zunächst über den Strömungsdurchlaß in das Gehäuseinnere gelangt, von wo aus die dann über den strömungstechnisch angeschlossenen Schlauch abgeführt werden kann. Bei der Verwendung des erfindungsgemäßen Gehäuses als Abluftgehäuse ist in die integrativ am Strömungsdurchlaß ausgebildete Filteraufnahme ein entsprechender Filter eingesetzt, so daß die aus dem zu entlüftenden Raum abzuführende Luft zunächst den Filter passiert, bevor sie in das Gehäuseinnere einströmen kann. Die Anordnung des Filters hat dabei den Vorteil, daß in der Raumluft etwaig vorhandene Verunreinigungen ausgefiltert werden können, bevor die angesogene Luft das Gehäuseinnere passiert und durch den strömungstechnisch angeschlossenen Schlauch abgeführt wird. Ungewünschte Verunreinigungen des Gehäuseinneren und des Abluftsystems können so vermieden werden.

[0008] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Strömungsdurchlaß ein mehrere Öffnungen aufweisendes Rahmenelement ist. Abgedeckt sind diese Öffnungen vollständig mit einem Fliegengitter, so daß Insekten wirkungsvoll daran gehindert werden können, in das Gehäuseinnere zu gelangen. Die Abmessungen des Rahmenelements sind derart bemessen, daß es in die die raumseitige Öffnung der Wandung des Gehäuses bildende Ausnehmung eingesetzt werden kann. Dabei sind vorzugsweise die Größe des Rahmenelements einerseits und die Größe der in der Wandung des Gehäuses vorgesehene Ausnehmung andererseits derart aufeinander abgestimmt, daß das Rahmenelement im wesentlichen spaltfrei in die Ausnehmung eingesetzt werden kann. Erreicht wird hierdurch in vorteilhafterweise eine randseitige Abdichtung des Rahmenelements gegenüber dem Gehäuse, so daß die durch den Strömungsdurchlaß hindurchströmende Luft ausschließlich über die hierfür im Strömungsdurchlaß vorgesehenen Öffnungen in das Gehäuseinnere bzw. aus diesem heraus gelangt.

[0009] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist der Strömungsdurchlaß Abdeckelemente auf, die zur zumindest teilweisen Abdeckung der im Strömungsdurchlaß vorgesehenen Öffnungen verschieblich angeordnet sind. Diese Abdeckelemente sind vorzugsweise als Schieber ausgebildet und dienen der Regulierung der durch den Strömungsdurchlaß hindurchströmenden Luftmenge bei gegebenem Druck. Auf diese Weise kann eine exakte Einstellung der vom Anwender wunschgemäß geforderten Luftmengenzirkulation vorgenommen werden.

[0010] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Filteraufnahme durch zwei am Strömungsdurchlaß ausgebildete Stege gebildet. Diese Stege befinden sich vorzugsweise längsseitig am den Strömungsdurchlaß bildenden Rahmenelement. Die Höhe der Stege entspricht dabei vorzugsweise der Höhe des Filters, so daß bei eingesetztem Filter eine im wesentlichen plane Abschlußfläche entsteht. Die Anordnung zweier Stege hat dabei den Vorteil, daß das Filterelement auf einfache Weise eingesetzt bzw. ausgetauscht werden kann. Die Handhabung des Gehäuses ist somit auch in Bezug auf die Anordnung des Filters denkbar einfach.

[0011] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Schlauch, das Rohr oder dergleichen im Anschlußstutzen des Gehäuses gesichert angeordnet. Ein ungewolltes Herausrutschen des in das Gehäuseinnere hineinragenden Schlauch- oder Rohrendes kann so in vorteilhafterweise vermieden werden. Vorzugsweise weist der verwendete Schlauch bzw. das Rohr gewellt ausgebildete Schlauch- bzw. Rohrwandungen auf, wodurch in vorteilhafterweise eine auch abgewinkelte Verlegung des Schlauches bzw. des Rohres ermöglicht wird. Zur Sicherung eines solch gewellt ausgebildeten Schlauches bzw. Rohres innerhalb des am Gehäuse angeordneten Anschlußstutzens kann ein Sicherungsstift in Form eines Bügels vorgesehen sein, der zur Sicherung gleichsam ein Wellental des wellenförmig ausgebildeten Schlauches bzw. Rohres einerseits als auch im Anschlußstutzen ausgebildete Ausnehmungen andererseits durchragt. Auf einfache Weise wird so eine sichere Anordnung des gehäuseseitigen Endes des Schlauches oder Rohres innerhalb des Anschlußstutzens gewährleistet.

[0012] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist das Gehäuse zumindest einen Montagewinkel auf. Dieser Montagewinkel ist außenseitig des Gehäuses verschieblich an diesem angeordnet und dient der Fixierung des Gehäuses im Einbauraum. Vorzugsweise verfügt das Gehäuse über zwei Montagewinkel, die jeweils an den gegenüberliegenden Längsseiten des Gehäuses angeordnet sind.

[0013] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind zur Schalldämmung Schalldämmelemente vorgesehen, die als schallabsorbierendes Material im Innenraum des Gehäuses angeordnet sind. Für eine weitere Schalldämmung kann vorgesehen sein, das in den Innenraum des Gehäuses hineinragende Ende des luftführendes Schlauches bzw. Rohres derart auszuformen, daß die über den Schlauch bzw. das Rohr einströmende Luft um 180° umgelenkt wird, bevor sie zur Austrittsöffnung des Gehäuses gelangt. Erreicht werden kann dies beispielsweise durch eine endseitig in den Schlauch oder das Rohr eingeformte Klinke oder treppenförmige Ausnehmung.

[0014] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ein Abdeckgitter vorgesehen, das frontseitig auf den Strömungsdurchlaß aufsetzbar ist. Je nach Ausgestaltung kann dabei das Abdeckgitter sowohl in Form einer Überputzvariante als auch in Form einer Unterputzvariante ausgebildet sein. Lösbar angeordnet ist das Abdeckgitter vorzugsweise mittels federelastischer Halteelemente. Diese federelastischen Halteelemente greifen in korrespondierend ausgebildete Aufnahmen ein, die gehäuseinnenseitig ausgebildet sind. Von besonderem Vorteil bei dieser Art der Anordnung ist der Umstand, daß keinerlei Montagelöcher oder Ausnehmungen innerhalb des Strömungsdurchlasses vorzusehen sind, durch die hindurch ungewollt Verunreinigungen, Insekten oder dergleichen in das Volumeninnere des Gehäuses eintreten könnten.

[0015] Die Rahmen zur Montage der Unterputzgitter sind vorzugsweise mit Schlitzen ausgebildet, so daß sie auf die bauseitigen Schenkel der Montagewinkel aufgeschraubt werden können und sich so beidseits gegenüber dem Gehäuse verdrehen bzw. verschieben lassen. Hierdurch wird erreicht, daß trotz einer unter Umständen unpräzise Montage des Gehäuses der Gitterrahmen präziser in Relation zur Montagewand ausgerichtet werden kann.

[0016] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ein zusätzlicher Anschlußstutzen für die Anordnung eines weiteren Schlauches, Rohres oder dergleichen vorgesehen. Die Ausgestaltung eines weiteren Anschlußstutzens ermöglicht den Direktanschluß des Gehäuses an eine WC-Schüssel oder ein Urinal. Die im Volumenraum eines Toilettenkörpers oder eines Urinals befindliche Luft kann auf diese Weise direkt über das erfindungsgemäße Gehäuse abgesaugt werden. Somit kann in vorteilhafterweise eine Vermischung der aus einem Toilettenkörper oder einem Urinal stammenden Luft mit der übrigen Raumluft vermieden werden, was insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Geruchsbelästigung von Vorteil ist.

[0017] lnnerhalb des Gehäuses kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung eine zusätzliche Filteraufnahme angeordnet sein. Diese dient dazu, einen weiteren Filter aufzunehmen, der die aus dem im zweiten Anschluß angeordneten Schlauch stammende Luft filtert, bevor diese in den Volumeninnenraum des Gehäuses eindringt. Die Anordnung einer solchen Filteraufnahme eignet sich insbesondere bei dem Anschluß des Gehäuses an einen Toilettenkörper oder ein Urinal.

[0018] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung anhand der nachfolgenden Figuren. Hierbei zeigen:
Fig. 1:
in einer schematischen, perspektivischen Darstellung das erfindungsgemäße Gehäuse;
Fig. 2:
in einer perspektivischen Darstellung ein Abdeckgitter gemäß einer alternativen Ausgestaltungsform;
Fig. 3:
in einer schematischen, perspektivischen Darstellung das erfindungsgemäße Gehäuse gemäß einer alternativen Ausgestaltungsform;
Fig. 4:
in einer teilgeschnittenen Seitenansicht das erfindungsgemäße Gehäuse gemäß Fig. 3;
Fig. 5:
in einer schematischen, perspektivischen Darstellung eine weitere Ausgestaltungsform des Gehäuses und
Fig. 6:
in einer schematischen, perspektivischen Darstellung das erfindungsgemäße Gehäuse in Seitenansicht.


[0019] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung das erfindungsgemäße Gehäuse 1, wobei die einzelnen Gehäusebestandteile explosionsartig dargestellt sind. Das Gehäuse 1 besteht aus einer einen Volumenraum 2 umgebenden Wandung 3. Gebildet ist diese Wandung vorzugsweise aus nicht rostendem Stahlblech. Raumseitig ist die Wandung 3 offen ausgeführt und weist eine Ausnehmung 4 auf. ln Form eines Deckels werden auf diese Ausnehmung 4 aufgesetzt ein Strömungsdurchlaß 5, ein Filter 6 sowie ein Abdeckgitter 7. In montiertem Zustand kann also Raumluft über das Abdeckgitter 7, den Filter 6 und den Strömungsdurchlaß 5 in den vom Gehäuse 1 umschlossenen Volumenraum 2 gelangen. lm Falle der Raumbelüftung erfolgt die Strömung der Luft in entgegengesetzter Richtung, d.h. aus dem Volumenraum 2 des Gehäuses 1 heraus strömt die Luft über den Strömungsdurchlaß 5, den Filter 6 sowie das Abdeckgitter 7 in den zu belüftenden Raum.

[0020] An der in Fig. 1 dargestellten unteren Seite des Gehäuses 1 ist ein Anschlußstutzen 8 vorgesehen, der der Anordnung eines luftführenden Schlauches 9 dient. lm Falle der Belüftung eines Raumes strömt die frische Zuluft durch den Schlauch 9 in den Volumenraum 2 des Gehäuses 1 hinein und verläßt diesen über die Ausnehmung 4, d.h. durchströmt den Strömungsdurchlaß 5, den Filter 6 sowie das Abdeckelement 7. lm Falle der Entlüftung eines Raumes gelangt die verbrauchte Abluft über die Ausnehmung 4 des Gehäuses 1 in den Volumenraum 2, wobei sich etwaig in der Abluft befindliche Fremdstoffe über den Filter 6 ausgefiltert werden, und wird sodann über den Schlauch 9 aus dem Gehäuseinneren abgesogen.

[0021] Zur sicheren Anordnung des Schlauches 9 innerhalb des Anschlußstutzens 8 ist ein Sicherungsbügel 10 vorgesehen. Dieser Sicherungsbügel wird in am Anschlußstutzen ausgebildete Ausnehmungen 11 eingeführt, wobei er im fertig montierten Zustand ein Wellental des wellenartig ausgebildeten Schlauches 9 durchragt. Erzielt wird durch diese Anordnung eine Sicherung des Schlauches 9 gegenüber dem Anschlußstutzen 8, womit dieser lagesicher fixiert ist.

[0022] Der Strömungsdurchlaß 5 verfügt über eine Mehrzahl von Durchtrittsöffnungen. Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 sind insgesamt vier Durchtrittsöffnungen 12 vorgesehen. Zur Regulierung der Luftmenge der durch die Durchtrittsöffnungen 12 des Strömungsdurchlasses 5 hindurchströmenden Luft sind relativ zum Strömungsdurchlaß 5 verschieblich angeordnete Abdeckelemente in Form von Schiebern 13 vorgesehen. Diese Schieber können wahlweise in eine vom Anwender gewünschte Position verschoben werden, womit dieser die Größe der für die Luft insgesamt zur Verfügung stehenden Durchtrittsöffnungen einstellen kann, was bei gleichbleibendem Druck zur Regulierung der durch das Gehäuse hindurchgeführten Luftmenge führt.

[0023] Vollständig verschlossen sind die Durchtrittsöffnungen 12 des Strömungsdurchlasses 5 mit einem Fliegengitter 14. Wirkungsvoll kann hindurch das ungewollte Eindringen von Fliegen, Insekten oder dergleichen in das Gehäuseinnere unterbunden werden.

[0024] Der in Fig. 1 beispielhaft dargestellte Strömungsdurchlaß 5 ist als Rahmenelement ausgebildet und weist insgesamt vier Durchtrittsöffnungen 12 auf, die jeweils durch ein Fliegengitter 14 abgedeckt sind. An den Längsseiten des Rahmenelements ist jeweils ein Steg 15 ausgebildet. Zusammen bilden diese Stege 15 eine am Strömungsdurchlaß 5 integriert ausgebildete Filteraufnahme, die der Anordnung des Filters 6 dient. Der Vorteil dieser Ausgestaltung ist in der besonders einfachen Handhabung zu sehen, denn ist es für eine Montage von Strömungsdurchlaß 5 und Filter 6 lediglich erforderlich, den Filter 6 zwischen die beiden am Strömungsdurchlaß 5 angeordneten Stege 15 zwischenzuordnen und den Strömungsdurchlaß 5 sodann samt Filter 6 in der Ausnehmung 4 des Gehäuses 1 zu positionieren. Verwendet wird der Filter 6 insbesondere bei einem Einsatz des Gehäuses 1 als Abluftgehäuse. ln diesem Fall wird nämlich die im Raum befindliche Abluft angesogen und zur Ausfilterung etwaig in der Abluft befindliche Fremdstoffe zunächst über den Filter 6 geleitet, bevor diese dann in den Innenraum des Gehäuses 1 gelangt. Bei der Verwendung des Gehäuses als Zuluftgehäuse ist die Anordnung eines Filters 6 nicht erforderlich, denn ist die in den zu belüftenden Raum einzuführende Frischluft frei von irgendwelchen Fremdstoffen.

[0025] Zur Anordnung des Gehäuses innerhalb einer in einer Wand oder einer Decke vorgesehenen Ausnehmung ist beidseitig des Gehäusekasten jeweils ein Montagewinkel 16 angeordnet. Dieser Montagewinkel ist vorzugsweise über in Langlöchern 17 geführte Befestigungsmittel 18 am Gehäuse 1 angeordnet, so daß zum Zweck einer Nachjustage eine Relativverschiebung zwischen Gehäuse 1 und Montagewinkel 16 vorgenommen werden kann.

[0026] Zur lagesicheren Anordnung des Abdeckgitters 7 verfügt dieses über federbelastete Halteelemente 19. lm montierten Zustand des Gehäuses 1 greifen diese Halteelemente 19 in korrespondierend im Gehäuseinneren ausgebildete Ausnehmungen 20 ein, die beispielsweise die Form hohl ausgebildeter Profilkörper aufweisen.

[0027] Das in Fig. 1 dargestellte Abdeckgitter 7 dient der Überputz-Verwendung. Für den Fall der Unterputzanordnung ist das in Fig. 2 dargestellte Abdeckgitter 7 zu verwenden. Dieses wird im Unterschied zu dem in Fig. 1 dargestellten Abdeckgitter unter Verwendung eines zusätzlichen Gitterrahmens 21 am Gehäuse 1 angeordnet. Die im Gitterrahmen 21 vorgesehen Längsschlitze 22 dienen dabei einer möglichen Nachjustage von Gitterrahmen 21 und Abdeckgitter 7 gegenüber dem Gehäuse 1.

[0028] Fig. 3 zeigt eine alternative Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen Gehäuses. Gezeigt ist hier eine Gehäuseanordnung, die derjenigen nach Fig. 1 entspricht, wobei ein zusätzlicher Anschlußstutzen 23 zur Anordnung eines weiteren Schlauches 24 vorgesehen ist. Diese Art der Ausgestaltung dient insbesondere dem Direktanschluß des erfindungsgemäßen Gehäuses an einen Toilettenkörper oder ein Urinal, womit in vorteilhafterweise unter Vermeidung einer Durchmischung mit der übrigen Raumluft die im Toilettenkörper oder dem Urinal befindliche Luft direkt über das Gehäuse 1 abgesogen werden kann. Zur Filtrierung der aus einem Toilettenkörper oder einem Urinal stammenden Luft ist innerhalb des Gehäuses 1 eine zusätzliche Filteraufnahme 25 vorgesehen, die der Aufnahme eines Filters 26 dient.

[0029] ln einer teilgeschnittenen Seitenansicht zeigt Fig. 4 das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3. Deutlich zu erkennen ist hier, daß der Innenraum des Gehäuses zur Schalldämmung mit einem schallabsorbierenden Material 27 ausgekleidet ist. Zudem ist zu erkennen, daß das gehäuseseitige Ende des Schlauches 9 mit einer treppenförmigen Ausnehmung 28 versehen ist. Erreicht wird hierdurch, daß die in den Gehäuseinnenraum durch den Schlauch 9 hineinströmende Luft zunächst um 180° umgelenkt wird, bevor sie über die Ausnehmung 4, d. h. den Strömungsdurchlaß 5, den Filter 6 und das Abdeckgitter 7 den Volumenraum 2 verläßt. Vorteil dieser 180° Luftumlenkung ist die sich zusätzlich einstellende Geräuschreduzierung.

[0030] Fig. 5 zeigt schematisch eine Doppelanordnung des erfindungsgemäßen Gehäuses. Dargestellt sind zwei Gehäuse 1, die über ein entsprechendes Verbindungselement 29 miteinander verbunden sind. Zur Abdeckung beider Gehäuseausnehmungen 4 kann entweder eine gemeinsame oder aber eine für jedes Gehäuse einzelne Abdeckung vorgesehen sein.

[0031] Zur Vermeidung von Korrosionsspuren können am Montagewinkel 16 Kunststoffdistanzhalter 30 angeordnet sein, wie dies Fig. 6 entnommen werden kann.

Bezugszeichenliste



[0032] 
1
Gehäuse
2
Volumenraum
3
Wandung
4
Ausnehmung
5
Strömungsdurchlaß
6
Filter
7
Abdeckgitter
8
Anschlußstutzen
9
Schlauch
10
Sicherungsbügel
11
Ausnehmung
12
Durchtrittsöffnung
13
Schieber
14
Fliegengitter
15
Steg
16
Montagewinkel
17
Langloch
18
Befestigungsmittel
19
Halteelement
20
Ausnehmung
21
Gitterrahmen
22
Längsschlitz
23
Anschlußstutzen
24
Schlauch
25
Filteraufnahme
26
Filter
27
schallabsorbierendes Material
28
Ausnehmung
29
Verbindungselement
30
Kunststoffdistanzhalter



Ansprüche

1. Gehäuse für die Luftdurchführung zur Be- und/oder Entlüftung eines Raums oder Bereichen hiervon, mit einem Anschlußstutzen für die Anordnung eines strömungstechnisch mit dem Volumeninnenraum des Gehäuses in Verbindung stehenden Schlauches, Rohres oder dergleichen sowie einem raumseitig ausgebildeten, größenvariablen Strömungsdurchlaß mit integrierter Filteraufnahme.
 
2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsdurchlaß ein mehrere Öffnungen aufweisendes Rahmenelement ist.
 
3. Gehäuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen mit einem Fliegengitter vollständig abgedeckt sind.
 
4. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsdurchlaß Abdeckelemente aufweist, die zur zumindest teilweisen Abdeckung der Öffnungen verschieblich angeordnet sind.
 
5. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Filteraufnahme durch zwei am Strömungsdurchlaß ausgebildete Stege gebildet ist.
 
6. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch im Anschlußstutzen gesichert angeordnet ist.
 
7. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens einen Montagewinkel.
 
8. Gehäuse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Montagewinkel gehäuseseitig Langlöcher aufweist.
 
9. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Schalldämmelemente.
 
10. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Abdeckgitter.
 
11. Gehäuse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckgitter federelastische Halteelemente zur auswechselbaren Anordnung am Gehäuse aufweist.
 
12. Gehäuse nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch korrespondierend zu den Halteelementen ausgebildete Aufnahmen.
 
13. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen weiteren Anschlußstutzen für die Anordnung eines Schlauches, Rohres oder dergleichen.
 
14. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine im Gehäuseinneren angeordnete Filteraufnahme.
 




Zeichnung













Recherchenbericht