[0001] Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für die Luftdurchführung zur Be- und/oder Entlüftung
eines Raumes oder Bereichen hiervon.
[0002] Gehäuse der vorgenannten Art sind aus dem Stand der Technik an sich bekannt und werden
sowohl in einer Überputz- als auch in einer Unterputzvariante eingesetzt. Sie dienen
dazu, Wohn- und/oder Geschäftsräume oder Bereiche hiervon zu be- oder entlüften, wobei
die Luft über in Wänden, Decken oder Böden installierte Blechgehäuse geführt wird.
Für eine raumseitige Abdeckung der Gehäuse sind demontierbare Gitter vorgesehen, die
mittels Schrauben, Stiften oder dergleichen am Blechgehäuse angeordnet sind.
[0003] Von Nachteil bei den vorbekannten Gehäusen ist jedoch der Umstand, daß diese ausschließlich
für Zuluft oder für Abluft eingesetzt werden können, d. h. es sind unterschiedliche
Gehäusetypen für die Verwendung als Zuluftgehäuse bzw. als Abluftgehäuse erforderlich.
Zudem ist eine Montage der vorbekannten Gehäuse nur mit entsprechenden Hilfsvorrichtungen
möglich, was den Einbau insbesondere zeit- und kostenaufwendig macht. Auch gibt es
im Hinblick auf die eingesetzten Fliegengitter Nachteile, da diese aus Montagegründen
nicht über ihre gesamte Fläche geschlossen ausgebildet sind, so daß Insekten trotz
Anordnung eines Fliegengitters in das Gehäuseinnere gelangen können. Von Nachteil
ist des weiteren, daß die aus dem Stand der Technik bekannten Gehäuse je nach Verwendungszweck
zusätzlich verstärkt auszubilden sind. So sind beispielsweise Gehäuse, die in eine
Betonwand eingegossen werden, mittels zusätzlicher Stützelemente zu verstärken, damit
das Gehäuse infolge der einwirkenden Betonmassen nicht eingedrückt wird.
[0004] Ausgehend vom Vorgenannten ist es
Aufgabe der Erfindung, ein Gehäuse bereitzustellen, das gleichermaßen sowohl für die Be-
als auch für die Entlüftung eingesetzt werden kann und das über eine genügende Festigkeit
verfügt, um ohne den Einsatz zusätzlicher Hilfskonstruktionen auch in Betonwände oder
-decken eingegossen zu werden.
[0005] Zur
Lösung der Aufgabe wird mit der Erfindung vorgeschlagen ein Gehäuse für die Luftdurchführung
zur Be- und/oder Entlüftung eines Raumes oder Bereichen hiervon mit einem Anschlußstutzen
für die Anordnung eines strömungstechnisch mit dem Volumeninnenraum des Gehäuses in
Verbindung stehenden Schlauches, Rohres oder dergleichen sowie einem raumseitig ausgebildeten,
größenvariablen Strömungsdurchlaß mit integrierter Filteraufnahme.
[0006] Das erfindungsgemäße Gehäuse vermag die vorgenannten Nachteile allesamt zu vermeiden.
Erreicht wird dies durch einen neuartigen, als Rahmenteil ausgebildeten Strömungsdurchlaß,
der in Blickrichtung frontseitig auf das Gehäuse aufgesetzt wird und einerseits der
Anordnung eines keine Montageöffnungen aufweisenden Fliegengitters dient sowie andererseits
in Kombination mit relativ verfahrbar angeordneten Abdeckelementen in Form von Schiebern
eine einstellbare Luftmengenregulierung darstellt. Zudem bewirkt die Anordnung des
Strömungsdurchlasses eine Verbesserung der statischen Festigkeit des Gehäuses, so
daß es auch bei einem Einguß des Gehäuses in eine Betonwand einer zusätzlichen Verstärkung,
wie dies bei aus dem Stand der Technik bekannten Gehäusen der Fall ist, nicht bedarf.
Von besonderem Vorteil ist ferner, daß das erfindungsgemäße Gehäuse gleichermaßen
für die Verwendung als Zuluftgehäuse wie auch als Abluftgehäuse eingesetzt werden
kann, denn ist es bei einer geplanten Verwendung als Abluftgehäuse lediglich erforderlich,
den Strömungsdurchlaß mit einem entsprechenden Filter zu versehen, weshalb der Strömungsdurchlaß
erfindungsgemäß eine integrierte Filteraufnahme aufweist. Bei einer Verwendung des
Gehäuses als Zuluftgehäuse ist die Anordnung eines Filters nicht erforderlich, so
daß in diesem Falle die integrierte Filteraufnahme des Strömungsdurchlasses ungenutzt
bleiben kann.
[0007] Gebildet ist das erfindungsgemäße Gehäuse aus einer einen Volumenraum umgebenden
Wandung. Diese Wandung ist raumseitig offen ausgebildet und im Betriebszustand des
Gehäuses nach Art eines Deckels mit dem größenvariablen Strömungsdurchlaß verschlossen.
Zu- oder Abluft wird so über den Strömungsdurchlaß in das Gehäuseinnere bzw. aus diesem
heraus in den zu be- oder entlüftenden Raum geführt. Erfindungsgemäß verfügt das Gehäuse
über einen Anschlußstutzen für die Anordnung eines strömungstechnisch mit dem Volumeninnenraum
des Gehäuses in Verbindung stehenden Schlauches, Rohres oder dergleichen. Zur Belüftung
eines Raumes oder Bereichen hiervon kann also entsprechende Zuluft über den Schlauch
in das Gehäuseinnere geführt und von dort aus über den Strömungsdurchlaß in den zu
belüftenden Raum eingeführt werden. Im Falle der Verwendung des Gehäuses als Abluftgehäuse
wird aus dem zu entlüftenden Raum die verbrauchte Raumluft abgesaugt, wobei diese
zunächst über den Strömungsdurchlaß in das Gehäuseinnere gelangt, von wo aus die dann
über den strömungstechnisch angeschlossenen Schlauch abgeführt werden kann. Bei der
Verwendung des erfindungsgemäßen Gehäuses als Abluftgehäuse ist in die integrativ
am Strömungsdurchlaß ausgebildete Filteraufnahme ein entsprechender Filter eingesetzt,
so daß die aus dem zu entlüftenden Raum abzuführende Luft zunächst den Filter passiert,
bevor sie in das Gehäuseinnere einströmen kann. Die Anordnung des Filters hat dabei
den Vorteil, daß in der Raumluft etwaig vorhandene Verunreinigungen ausgefiltert werden
können, bevor die angesogene Luft das Gehäuseinnere passiert und durch den strömungstechnisch
angeschlossenen Schlauch abgeführt wird. Ungewünschte Verunreinigungen des Gehäuseinneren
und des Abluftsystems können so vermieden werden.
[0008] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Strömungsdurchlaß ein mehrere Öffnungen aufweisendes
Rahmenelement ist. Abgedeckt sind diese Öffnungen vollständig mit einem Fliegengitter,
so daß Insekten wirkungsvoll daran gehindert werden können, in das Gehäuseinnere zu
gelangen. Die Abmessungen des Rahmenelements sind derart bemessen, daß es in die die
raumseitige Öffnung der Wandung des Gehäuses bildende Ausnehmung eingesetzt werden
kann. Dabei sind vorzugsweise die Größe des Rahmenelements einerseits und die Größe
der in der Wandung des Gehäuses vorgesehene Ausnehmung andererseits derart aufeinander
abgestimmt, daß das Rahmenelement im wesentlichen spaltfrei in die Ausnehmung eingesetzt
werden kann. Erreicht wird hierdurch in vorteilhafterweise eine randseitige Abdichtung
des Rahmenelements gegenüber dem Gehäuse, so daß die durch den Strömungsdurchlaß hindurchströmende
Luft ausschließlich über die hierfür im Strömungsdurchlaß vorgesehenen Öffnungen in
das Gehäuseinnere bzw. aus diesem heraus gelangt.
[0009] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist der Strömungsdurchlaß Abdeckelemente
auf, die zur zumindest teilweisen Abdeckung der im Strömungsdurchlaß vorgesehenen
Öffnungen verschieblich angeordnet sind. Diese Abdeckelemente sind vorzugsweise als
Schieber ausgebildet und dienen der Regulierung der durch den Strömungsdurchlaß hindurchströmenden
Luftmenge bei gegebenem Druck. Auf diese Weise kann eine exakte Einstellung der vom
Anwender wunschgemäß geforderten Luftmengenzirkulation vorgenommen werden.
[0010] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Filteraufnahme durch zwei am Strömungsdurchlaß
ausgebildete Stege gebildet. Diese Stege befinden sich vorzugsweise längsseitig am
den Strömungsdurchlaß bildenden Rahmenelement. Die Höhe der Stege entspricht dabei
vorzugsweise der Höhe des Filters, so daß bei eingesetztem Filter eine im wesentlichen
plane Abschlußfläche entsteht. Die Anordnung zweier Stege hat dabei den Vorteil, daß
das Filterelement auf einfache Weise eingesetzt bzw. ausgetauscht werden kann. Die
Handhabung des Gehäuses ist somit auch in Bezug auf die Anordnung des Filters denkbar
einfach.
[0011] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Schlauch, das Rohr oder dergleichen
im Anschlußstutzen des Gehäuses gesichert angeordnet. Ein ungewolltes Herausrutschen
des in das Gehäuseinnere hineinragenden Schlauch- oder Rohrendes kann so in vorteilhafterweise
vermieden werden. Vorzugsweise weist der verwendete Schlauch bzw. das Rohr gewellt
ausgebildete Schlauch- bzw. Rohrwandungen auf, wodurch in vorteilhafterweise eine
auch abgewinkelte Verlegung des Schlauches bzw. des Rohres ermöglicht wird. Zur Sicherung
eines solch gewellt ausgebildeten Schlauches bzw. Rohres innerhalb des am Gehäuse
angeordneten Anschlußstutzens kann ein Sicherungsstift in Form eines Bügels vorgesehen
sein, der zur Sicherung gleichsam ein Wellental des wellenförmig ausgebildeten Schlauches
bzw. Rohres einerseits als auch im Anschlußstutzen ausgebildete Ausnehmungen andererseits
durchragt. Auf einfache Weise wird so eine sichere Anordnung des gehäuseseitigen Endes
des Schlauches oder Rohres innerhalb des Anschlußstutzens gewährleistet.
[0012] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weist das Gehäuse zumindest einen Montagewinkel
auf. Dieser Montagewinkel ist außenseitig des Gehäuses verschieblich an diesem angeordnet
und dient der Fixierung des Gehäuses im Einbauraum. Vorzugsweise verfügt das Gehäuse
über zwei Montagewinkel, die jeweils an den gegenüberliegenden Längsseiten des Gehäuses
angeordnet sind.
[0013] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind zur Schalldämmung Schalldämmelemente
vorgesehen, die als schallabsorbierendes Material im Innenraum des Gehäuses angeordnet
sind. Für eine weitere Schalldämmung kann vorgesehen sein, das in den Innenraum des
Gehäuses hineinragende Ende des luftführendes Schlauches bzw. Rohres derart auszuformen,
daß die über den Schlauch bzw. das Rohr einströmende Luft um 180° umgelenkt wird,
bevor sie zur Austrittsöffnung des Gehäuses gelangt. Erreicht werden kann dies beispielsweise
durch eine endseitig in den Schlauch oder das Rohr eingeformte Klinke oder treppenförmige
Ausnehmung.
[0014] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ein Abdeckgitter vorgesehen, das frontseitig
auf den Strömungsdurchlaß aufsetzbar ist. Je nach Ausgestaltung kann dabei das Abdeckgitter
sowohl in Form einer Überputzvariante als auch in Form einer Unterputzvariante ausgebildet
sein. Lösbar angeordnet ist das Abdeckgitter vorzugsweise mittels federelastischer
Halteelemente. Diese federelastischen Halteelemente greifen in korrespondierend ausgebildete
Aufnahmen ein, die gehäuseinnenseitig ausgebildet sind. Von besonderem Vorteil bei
dieser Art der Anordnung ist der Umstand, daß keinerlei Montagelöcher oder Ausnehmungen
innerhalb des Strömungsdurchlasses vorzusehen sind, durch die hindurch ungewollt Verunreinigungen,
Insekten oder dergleichen in das Volumeninnere des Gehäuses eintreten könnten.
[0015] Die Rahmen zur Montage der Unterputzgitter sind vorzugsweise mit Schlitzen ausgebildet,
so daß sie auf die bauseitigen Schenkel der Montagewinkel aufgeschraubt werden können
und sich so beidseits gegenüber dem Gehäuse verdrehen bzw. verschieben lassen. Hierdurch
wird erreicht, daß trotz einer unter Umständen unpräzise Montage des Gehäuses der
Gitterrahmen präziser in Relation zur Montagewand ausgerichtet werden kann.
[0016] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ein zusätzlicher Anschlußstutzen für
die Anordnung eines weiteren Schlauches, Rohres oder dergleichen vorgesehen. Die Ausgestaltung
eines weiteren Anschlußstutzens ermöglicht den Direktanschluß des Gehäuses an eine
WC-Schüssel oder ein Urinal. Die im Volumenraum eines Toilettenkörpers oder eines
Urinals befindliche Luft kann auf diese Weise direkt über das erfindungsgemäße Gehäuse
abgesaugt werden. Somit kann in vorteilhafterweise eine Vermischung der aus einem
Toilettenkörper oder einem Urinal stammenden Luft mit der übrigen Raumluft vermieden
werden, was insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Geruchsbelästigung von Vorteil
ist.
[0017] lnnerhalb des Gehäuses kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung eine zusätzliche
Filteraufnahme angeordnet sein. Diese dient dazu, einen weiteren Filter aufzunehmen,
der die aus dem im zweiten Anschluß angeordneten Schlauch stammende Luft filtert,
bevor diese in den Volumeninnenraum des Gehäuses eindringt. Die Anordnung einer solchen
Filteraufnahme eignet sich insbesondere bei dem Anschluß des Gehäuses an einen Toilettenkörper
oder ein Urinal.
[0018] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung anhand
der nachfolgenden Figuren. Hierbei zeigen:
- Fig. 1:
- in einer schematischen, perspektivischen Darstellung das erfindungsgemäße Gehäuse;
- Fig. 2:
- in einer perspektivischen Darstellung ein Abdeckgitter gemäß einer alternativen Ausgestaltungsform;
- Fig. 3:
- in einer schematischen, perspektivischen Darstellung das erfindungsgemäße Gehäuse
gemäß einer alternativen Ausgestaltungsform;
- Fig. 4:
- in einer teilgeschnittenen Seitenansicht das erfindungsgemäße Gehäuse gemäß Fig. 3;
- Fig. 5:
- in einer schematischen, perspektivischen Darstellung eine weitere Ausgestaltungsform
des Gehäuses und
- Fig. 6:
- in einer schematischen, perspektivischen Darstellung das erfindungsgemäße Gehäuse
in Seitenansicht.
[0019] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung das erfindungsgemäße Gehäuse 1, wobei
die einzelnen Gehäusebestandteile explosionsartig dargestellt sind. Das Gehäuse 1
besteht aus einer einen Volumenraum 2 umgebenden Wandung 3. Gebildet ist diese Wandung
vorzugsweise aus nicht rostendem Stahlblech. Raumseitig ist die Wandung 3 offen ausgeführt
und weist eine Ausnehmung 4 auf. ln Form eines Deckels werden auf diese Ausnehmung
4 aufgesetzt ein Strömungsdurchlaß 5, ein Filter 6 sowie ein Abdeckgitter 7. In montiertem
Zustand kann also Raumluft über das Abdeckgitter 7, den Filter 6 und den Strömungsdurchlaß
5 in den vom Gehäuse 1 umschlossenen Volumenraum 2 gelangen. lm Falle der Raumbelüftung
erfolgt die Strömung der Luft in entgegengesetzter Richtung, d.h. aus dem Volumenraum
2 des Gehäuses 1 heraus strömt die Luft über den Strömungsdurchlaß 5, den Filter 6
sowie das Abdeckgitter 7 in den zu belüftenden Raum.
[0020] An der in Fig. 1 dargestellten unteren Seite des Gehäuses 1 ist ein Anschlußstutzen
8 vorgesehen, der der Anordnung eines luftführenden Schlauches 9 dient. lm Falle der
Belüftung eines Raumes strömt die frische Zuluft durch den Schlauch 9 in den Volumenraum
2 des Gehäuses 1 hinein und verläßt diesen über die Ausnehmung 4, d.h. durchströmt
den Strömungsdurchlaß 5, den Filter 6 sowie das Abdeckelement 7. lm Falle der Entlüftung
eines Raumes gelangt die verbrauchte Abluft über die Ausnehmung 4 des Gehäuses 1 in
den Volumenraum 2, wobei sich etwaig in der Abluft befindliche Fremdstoffe über den
Filter 6 ausgefiltert werden, und wird sodann über den Schlauch 9 aus dem Gehäuseinneren
abgesogen.
[0021] Zur sicheren Anordnung des Schlauches 9 innerhalb des Anschlußstutzens 8 ist ein
Sicherungsbügel 10 vorgesehen. Dieser Sicherungsbügel wird in am Anschlußstutzen ausgebildete
Ausnehmungen 11 eingeführt, wobei er im fertig montierten Zustand ein Wellental des
wellenartig ausgebildeten Schlauches 9 durchragt. Erzielt wird durch diese Anordnung
eine Sicherung des Schlauches 9 gegenüber dem Anschlußstutzen 8, womit dieser lagesicher
fixiert ist.
[0022] Der Strömungsdurchlaß 5 verfügt über eine Mehrzahl von Durchtrittsöffnungen. Gemäß
dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 sind insgesamt vier Durchtrittsöffnungen 12 vorgesehen.
Zur Regulierung der Luftmenge der durch die Durchtrittsöffnungen 12 des Strömungsdurchlasses
5 hindurchströmenden Luft sind relativ zum Strömungsdurchlaß 5 verschieblich angeordnete
Abdeckelemente in Form von Schiebern 13 vorgesehen. Diese Schieber können wahlweise
in eine vom Anwender gewünschte Position verschoben werden, womit dieser die Größe
der für die Luft insgesamt zur Verfügung stehenden Durchtrittsöffnungen einstellen
kann, was bei gleichbleibendem Druck zur Regulierung der durch das Gehäuse hindurchgeführten
Luftmenge führt.
[0023] Vollständig verschlossen sind die Durchtrittsöffnungen 12 des Strömungsdurchlasses
5 mit einem Fliegengitter 14. Wirkungsvoll kann hindurch das ungewollte Eindringen
von Fliegen, Insekten oder dergleichen in das Gehäuseinnere unterbunden werden.
[0024] Der in Fig. 1 beispielhaft dargestellte Strömungsdurchlaß 5 ist als Rahmenelement
ausgebildet und weist insgesamt vier Durchtrittsöffnungen 12 auf, die jeweils durch
ein Fliegengitter 14 abgedeckt sind. An den Längsseiten des Rahmenelements ist jeweils
ein Steg 15 ausgebildet. Zusammen bilden diese Stege 15 eine am Strömungsdurchlaß
5 integriert ausgebildete Filteraufnahme, die der Anordnung des Filters 6 dient. Der
Vorteil dieser Ausgestaltung ist in der besonders einfachen Handhabung zu sehen, denn
ist es für eine Montage von Strömungsdurchlaß 5 und Filter 6 lediglich erforderlich,
den Filter 6 zwischen die beiden am Strömungsdurchlaß 5 angeordneten Stege 15 zwischenzuordnen
und den Strömungsdurchlaß 5 sodann samt Filter 6 in der Ausnehmung 4 des Gehäuses
1 zu positionieren. Verwendet wird der Filter 6 insbesondere bei einem Einsatz des
Gehäuses 1 als Abluftgehäuse. ln diesem Fall wird nämlich die im Raum befindliche
Abluft angesogen und zur Ausfilterung etwaig in der Abluft befindliche Fremdstoffe
zunächst über den Filter 6 geleitet, bevor diese dann in den Innenraum des Gehäuses
1 gelangt. Bei der Verwendung des Gehäuses als Zuluftgehäuse ist die Anordnung eines
Filters 6 nicht erforderlich, denn ist die in den zu belüftenden Raum einzuführende
Frischluft frei von irgendwelchen Fremdstoffen.
[0025] Zur Anordnung des Gehäuses innerhalb einer in einer Wand oder einer Decke vorgesehenen
Ausnehmung ist beidseitig des Gehäusekasten jeweils ein Montagewinkel 16 angeordnet.
Dieser Montagewinkel ist vorzugsweise über in Langlöchern 17 geführte Befestigungsmittel
18 am Gehäuse 1 angeordnet, so daß zum Zweck einer Nachjustage eine Relativverschiebung
zwischen Gehäuse 1 und Montagewinkel 16 vorgenommen werden kann.
[0026] Zur lagesicheren Anordnung des Abdeckgitters 7 verfügt dieses über federbelastete
Halteelemente 19. lm montierten Zustand des Gehäuses 1 greifen diese Halteelemente
19 in korrespondierend im Gehäuseinneren ausgebildete Ausnehmungen 20 ein, die beispielsweise
die Form hohl ausgebildeter Profilkörper aufweisen.
[0027] Das in Fig. 1 dargestellte Abdeckgitter 7 dient der Überputz-Verwendung. Für den
Fall der Unterputzanordnung ist das in Fig. 2 dargestellte Abdeckgitter 7 zu verwenden.
Dieses wird im Unterschied zu dem in Fig. 1 dargestellten Abdeckgitter unter Verwendung
eines zusätzlichen Gitterrahmens 21 am Gehäuse 1 angeordnet. Die im Gitterrahmen 21
vorgesehen Längsschlitze 22 dienen dabei einer möglichen Nachjustage von Gitterrahmen
21 und Abdeckgitter 7 gegenüber dem Gehäuse 1.
[0028] Fig. 3 zeigt eine alternative Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen Gehäuses.
Gezeigt ist hier eine Gehäuseanordnung, die derjenigen nach Fig. 1 entspricht, wobei
ein zusätzlicher Anschlußstutzen 23 zur Anordnung eines weiteren Schlauches 24 vorgesehen
ist. Diese Art der Ausgestaltung dient insbesondere dem Direktanschluß des erfindungsgemäßen
Gehäuses an einen Toilettenkörper oder ein Urinal, womit in vorteilhafterweise unter
Vermeidung einer Durchmischung mit der übrigen Raumluft die im Toilettenkörper oder
dem Urinal befindliche Luft direkt über das Gehäuse 1 abgesogen werden kann. Zur Filtrierung
der aus einem Toilettenkörper oder einem Urinal stammenden Luft ist innerhalb des
Gehäuses 1 eine zusätzliche Filteraufnahme 25 vorgesehen, die der Aufnahme eines Filters
26 dient.
[0029] ln einer teilgeschnittenen Seitenansicht zeigt Fig. 4 das Ausführungsbeispiel nach
Fig. 3. Deutlich zu erkennen ist hier, daß der Innenraum des Gehäuses zur Schalldämmung
mit einem schallabsorbierenden Material 27 ausgekleidet ist. Zudem ist zu erkennen,
daß das gehäuseseitige Ende des Schlauches 9 mit einer treppenförmigen Ausnehmung
28 versehen ist. Erreicht wird hierdurch, daß die in den Gehäuseinnenraum durch den
Schlauch 9 hineinströmende Luft zunächst um 180° umgelenkt wird, bevor sie über die
Ausnehmung 4, d. h. den Strömungsdurchlaß 5, den Filter 6 und das Abdeckgitter 7 den
Volumenraum 2 verläßt. Vorteil dieser 180° Luftumlenkung ist die sich zusätzlich einstellende
Geräuschreduzierung.
[0030] Fig. 5 zeigt schematisch eine Doppelanordnung des erfindungsgemäßen Gehäuses. Dargestellt
sind zwei Gehäuse 1, die über ein entsprechendes Verbindungselement 29 miteinander
verbunden sind. Zur Abdeckung beider Gehäuseausnehmungen 4 kann entweder eine gemeinsame
oder aber eine für jedes Gehäuse einzelne Abdeckung vorgesehen sein.
[0031] Zur Vermeidung von Korrosionsspuren können am Montagewinkel 16 Kunststoffdistanzhalter
30 angeordnet sein, wie dies Fig. 6 entnommen werden kann.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Gehäuse
- 2
- Volumenraum
- 3
- Wandung
- 4
- Ausnehmung
- 5
- Strömungsdurchlaß
- 6
- Filter
- 7
- Abdeckgitter
- 8
- Anschlußstutzen
- 9
- Schlauch
- 10
- Sicherungsbügel
- 11
- Ausnehmung
- 12
- Durchtrittsöffnung
- 13
- Schieber
- 14
- Fliegengitter
- 15
- Steg
- 16
- Montagewinkel
- 17
- Langloch
- 18
- Befestigungsmittel
- 19
- Halteelement
- 20
- Ausnehmung
- 21
- Gitterrahmen
- 22
- Längsschlitz
- 23
- Anschlußstutzen
- 24
- Schlauch
- 25
- Filteraufnahme
- 26
- Filter
- 27
- schallabsorbierendes Material
- 28
- Ausnehmung
- 29
- Verbindungselement
- 30
- Kunststoffdistanzhalter
1. Gehäuse für die Luftdurchführung zur Be- und/oder Entlüftung eines Raums oder Bereichen
hiervon, mit einem Anschlußstutzen für die Anordnung eines strömungstechnisch mit
dem Volumeninnenraum des Gehäuses in Verbindung stehenden Schlauches, Rohres oder
dergleichen sowie einem raumseitig ausgebildeten, größenvariablen Strömungsdurchlaß
mit integrierter Filteraufnahme.
2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsdurchlaß ein mehrere Öffnungen aufweisendes Rahmenelement ist.
3. Gehäuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen mit einem Fliegengitter vollständig abgedeckt sind.
4. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsdurchlaß Abdeckelemente aufweist, die zur zumindest teilweisen Abdeckung
der Öffnungen verschieblich angeordnet sind.
5. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Filteraufnahme durch zwei am Strömungsdurchlaß ausgebildete Stege gebildet ist.
6. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch im Anschlußstutzen gesichert angeordnet ist.
7. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens einen Montagewinkel.
8. Gehäuse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Montagewinkel gehäuseseitig Langlöcher aufweist.
9. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Schalldämmelemente.
10. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Abdeckgitter.
11. Gehäuse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckgitter federelastische Halteelemente zur auswechselbaren Anordnung am Gehäuse
aufweist.
12. Gehäuse nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch korrespondierend zu den Halteelementen ausgebildete Aufnahmen.
13. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen weiteren Anschlußstutzen für die Anordnung eines Schlauches, Rohres oder dergleichen.
14. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine im Gehäuseinneren angeordnete Filteraufnahme.