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(11) |
EP 1 472 025 B9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Beschreibung |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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22.09.2010 Patentblatt 2010/38 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.04.2010 Patentblatt 2010/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.12.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/014753 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/061867 (31.07.2003 Gazette 2003/31) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINES TAFELANLAGESYSTEMS FÜR STANZPRESSEN UND TAFELANLAGESYSTEM
ZUR DURCHFÜHRUNG DES VERFAHRENS
METHOD FOR OPERATING A PLATE FEEDING SYSTEM FOR STAMPING PRESSES AND PLATE FEEDING
SYSTEM FOR CARRYING OUT SAID METHOD
PROCEDE D'UTILISATION D'UN SYSTEME D'ALIMENTATION DE TÔLES DESTINE A DES PRESSES DE
POINCONNAGE ET SYSTEME D'ALIMENTATION DESTINE A LA MISE EN OEUVRE DE CE PROCEDE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE DK ES FR IT LI |
| (30) |
Priorität: |
26.01.2002 DE 10202994
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.11.2004 Patentblatt 2004/45 |
| (73) |
Patentinhaber: Saeta GmbH & Co. KG |
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22880 Wedel (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HAAR, Stefan
25469 Halstenbek (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hauck Patent- und Rechtsanwälte |
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Neuer Wall 50 20354 Hamburg 20354 Hamburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 242 588 EP-A- 0 582 093 DE-A- 3 841 683
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EP-A- 0 539 669 EP-A- 0 616 860
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben eines Tafelanlage-systems
für Stanzpressen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Tafelanlagesystem
für Stanzpressen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 12.
[0002] Tafelanlagesysteme dienen dazu, Tafeln, beispielsweise aus Aluminium, positioniert
einer Stanzpresse zuzuführen, die eine vorgegebene Anzahl von Rohlingen aus der Tafel
ausstanzt. Aus dem gattungsbildenden
EP 0 539 669 ist ein Tafelanlagesystem bekannt geworden, bei dem erste Greifmittel eine Tafel
in einer Übergangsposition an gegenüberliegenden Seiten erfasst. In die Übergangsposition
wird die Tafel von zweiten Greifmitteln gebracht, welche an der hinteren Kante der
Tafel angreifen. Die Übergabeposition entspricht einer Position der Tafel, in welcher
die Stanze einen ersten Stanzhub an der Tafel ausführt. Der die zweiten Greifmittel
aufweisende Vorlageschlitten bringt die Tafel erst in die Übergabeposition, wenn die
ersten Greifmittel ihre Aufnahmeposition entlang beider Achsen erreicht haben. Die
ersten Greifmittel sind entlang zweier orthogonaler Achsen verstellbar, damit zwecks
günstiger Materialausnutzung eine versetzte Teilung der auszustanzenden Flächen gewählt
werden kann. Die Übergabe der Tafel in der Übergabeposition an die ersten Greifmittel
findet, wie erwähnt, während des ersten Stanzschnittes statt, während dem die Tafel
durch das Stanzwerkzeug fixiert ist. Nach dem Ende der Verarbeitung der vorangegangenen
Tafel fahren beide Achsen des Vorschubs für die ersten Greifmittel und der Vorschubschlitten
in die Ausgangs- und Aufnahmeposition, in der eine neue Tafel aufgenommen wird. Mit
Hilfe des beschriebenen Tafelanlagesystems lässt sich die Übergangszeit bei weiterlaufender
Presse für die Tafeln deutlich verringern. Gleichwohl liegt zumeist ein Leerhub zwischen
dem Stanzschritt einer voraufgegangenen Tafel und dem ersten Stanzschritt der nachfolgenden
Tafel. Dieser könnte unter Umständen vermieden werden, indem der Schnittring abgesenkt
wird. Der erreichbare Vorteil wird jedoch mit Positionierfehlern durch Herunterziehen
der Tafel beim letzten Schnitt erkauft.
[0003] Beim letzten Hub des bekannten Anlagesystems steht eine der beiden Vorschubzangen
direkt an einem der äußeren Werkzeuge. Falls sichergestellt werden soll, dass die
Oberkante des unteren Zangenmauls mit dem Schnittring eine Ebene bildet, damit beim
letzten Hub die Tafel nicht herumgezogen wird, steht die Zange bei kleineren Schnittdurchmessern
(<100 mm) in einer speziell ausgeformten Tasche des unteren Schnittrings. Die neu
einzufahrende Tafel muss unter den Vorschubzangen hindurchgeschoben werden. Dies kann
jedoch erst erfolgen, wenn die Zangen eine ausreichende Strecke zurückgefahren sind,
um genügend Platz für die einfahrende Tafel zu lassen. Die Vorderkante der neu einzufahrenden
Tafel muss auf die Höhe des Schnittrings hochgehoben werden. Selbst wenn bei größeren
Schnittdurchrnessern keine Taschen in den Schnittringen vorgesehen werden müssen,
ist es für die dann dickeren Bleche schwierig, zwischen Zangen und Schnittring hindurch
zu gelangen. Die Freigabe des Spalts zwischen Zange und Schnittring kann auch durch
Anheben der Zange erfolgen. Dieser Vorgang kostet jedoch Zeit. Es ist auch ein Tafelanlagesystem
bekannt, bei dem die Greifzangen an der hinteren Tafelkante angreifen. Aber auch bei
dieser Konstellation stehen die Greifzangen beim letzten Hub in einer identischen
Position zu einem Schnittring wie beim zuvor beschriebenen System. Eine genauere Betrachtung
beim Angriff an der hinteren Kante zeigt jedoch, dass beim Vorschub diagonal bei einem
Reihenwechsel nur die schiebende Zange wirkt. Dies führt zu einer punktuellen Einleitung
der Beschleunigung und zu einer diagonalen Wellenbildung, die, bis sie die ganze Tafel
durchlaufen hat, sehr lange Zeit benötigt. Erst wenn die Tafel wieder eben liegt,
kann genau gestanzt werden. Ein dynamischer Betrieb ist von dem Augenblick des Beginns
der Wellenbewegung nicht mehr möglich. Das Problem tritt insbesondere zu Beginn der
Tafelabarbeitung auf, wenn die Tafel noch ihre volle Größe hat und der Abstand der
Zangen zum Werkzeug maximal ist.
[0004] Die Stanzpresse läuft so schnell, wie dies der Vorschub erlaubt. Dann bleibt jedoch
für die Tafel keine Zeit übrig für zusätzliche Aktionen wie ein Hochheben oder Wegfahren.
Diese Zeit führt mithin zu einer Verringerung der möglichen Drehzahl der Presse und
damit zu einer Reduktion der Leistung des gesamten Systems. Ähnliches gilt für alle
bekannten Tafel-Vorschubsysteme.
[0005] Wie schon erwähnt, sind die bekannten Greifmittel von Zangen gebildet. Vor allen
Dingen beim Betrieb mit Tafeln aus verchromtem Stahlblech kommt es zu einem schnellen
Verschleiß der Zangen. Der Chrom bröckelt an den Tafelkanten ab und führt zu Einarbeitungen
in die Zangenmäuler. Ein Verschleiß findet auch in den Gelenken für die Zangen statt.
Da die Zangen klein bauen müssen, können nur konstruktiv einfache Lager vorgesehen
werden, was den Verschleiß weiterhin erhöht.
[0006] Beim Ausstanzen der letzten Reihe bricht die Stabilität des Restgitters üblicherweise
zusammen, weil die Restblechanteile nur noch in Stegen hängen und somit nur noch bedingt
mit den Spannzangen verbunden sind. Dies führt zu Maßabweichungen in Bezug auf die
Position der Tafel im Werkzeug.
[0007] Aus
EP 0 242 588 A3 ist eine Transport- und Sortiervorrichtung für eine rechnergesteuerte Winkelschere
bekannt geworden, bei der Blechplatten mit magnetischen oder als Saugglocken ausgebildeten
Greifern erfasst werden. Die Greifer sind an Hängeförderern angehängt. Mit Hilfe einer
derartigen Vorrichtung lassen sich Blechtafeln nicht durch eine Presse hindurch schieben.
[0008] Aus
DE 0 582 093 A1 ist eine Platinenzuführeinrichtung für eine Presse bekannt geworden, bei der eine
Querfördereinrichtung vorgesehen ist mit einem Schlitten und einer Hubeinheit und
einer daran befestigten Saugspinne. Mit letzterer werden die Platinen vom jeweiligen
Platinenstapel entstapelt und in einer Aufnahmestation an eine Längsfördereinrichtung
übergeben. Die Längsfördereinrichtung enthält zwei gegenläufig verfahrbare Schlitten.
Der erste Schlitten trägt eine nach oben gerichtete Saugspinne und ist unterhalb der
Transportebene gelagert. Der erste Schlitten übersteigt den Weg von der Aufnahmestation
bis zu einer Übergabestation, an der sich der erste Schlitten und der zweite Schlitten
überdecken. Der zweite Schlitten übersteigt den Weg von der Übergabestation bis zu
einer Abgabestation. Er trägt eine nach unten gerichtete Saugspinne. Auch mit einer
derartigen Vorrichtung lassen sich Blechtafeln nicht durch eine Presse hindurch bewegen.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betreiben eines Tafelanlagesystems
für Stanzpressen und ein Tafelanlagensystem für Stanzpressen zu schaffen, das bei
hoher Pressengeschwindigkeit jeden Leerhub vermeidet, eine stabile Führung der Tafel
ermöglicht und einen nahezu verschleißfreien Betrieb zulässt.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 bzw. 12 gelöst.
[0011] Beim erfindungsgemäßen Verfahren erfassen für den Vorschub erste Verbindungs-mittel
mit Greifabschnitten an einer Leiste die Tafel ausschließlich von dem hinteren Kantenbereich
einer Tafel, wobei der Kantenbereich zwischen der hinteren Kante und den auszustanzenden
Flächen der jeweils letzten Flächenreihe, bezogen auf die Vorschubrichtung, liegt.
Mit den auszustanzenden Flächen ist hier die letzte Reihe der auszustanzenden Flächen
zu verstehen, bezogen auf die Vorschubrichtung.
[0012] Das Erfassen des hinteren Kantenbereichs mit Hilfe der ersten Verbindungsmittel kann
auf verschiedene Art und Weise erfolgen. Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor,
dass die Verbindungsmittel den hinteren Kantenbereich mittels Vakuum erfassen. Eine
andere Möglichkeit besteht erfindungsgemäß darin, dass die Verbindungsmittel den hinteren
Kantenbereich elektromagnetisch erfassen.
[0013] Das Erfassen des hinteren Kantenbereichs mit Vakuum und/oder elektromagnetisch führt
zu einem Kraftschluss zwischen den Verbindungsmitteln und der Tafel. Um die Mitnahmemöglichkeit
zu verbessern, sieht eine Ausgestaltung der Erfindung vor, dass die Verbindungsmittel
die Tafel mit Hilfe von spitzen Vorsprüngen erfassen, die in den hinteren Kantenbereich
der Tafel eindringen, wenn die Verbindungsmittel den Kantenbereich erfassen. Hierdurch
wird ein Formschluss zwischen den Verbindungsmitteln und der Tafel hergestellt.
[0014] Die Vorsprünge der ersten Verbindungsmittel können von nadelartigen Domen gebildet
sein, die in die Tafel eindringen, wobei nach einer Ausgestaltung der Erfindung die
Dome in Ansaugöffnungen von Vakuumdüsen angeordnet sein können. In dem Augenblick,
in dem die Tafel gegen die Düse angedrückt wird, dringt ein Dorn der Düse ganz oder
teilweise in die Tafel ein. Selbst bei zweimal kaltgewalztem Stahl können die Dome
die Tafel von z.B. 0,18 mm Dicke durchdringen.
[0015] Die Verbindungsmittel sind an mindestens einer Leiste angebracht sein, die mit den
Greifabschnitten in die Zwickel eingreifen, die zwischen der hinteren Kante der Tafel
und den auszustanzenden Flächen gebildet sind. Die Leiste kann z.B. eine oder mehrere
Ansaugöffnungen aufweisen, die mit einer Vakuumquelle verbunden sind.
[0016] Zum Ineingriffbringen von Verbindungsmitteln und Tafel ist erforderlich, dass entweder
die Verbindungsmittel eine Hubbewegung ausführen, um gegen die Tafel abgesenkt und
anschließend wieder hochgefahren zu werden, damit die Tafel in der Schnittebene vorgeschoben
wird. Alternativ ist auch möglich, die Verbindungsmittel in der Höhe konstant zu halten
und statt dessen in der Übergabeposition die Tafel bzw. das hintere Ende der Tafel
anzuheben, um den Kraft- bzw. Formschluss mit den ersten Verbindungsmitteln herzustellen.
[0017] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden für das Erfassen mit den Verbindungsmitteln
Bereiche der Tafel verwendet, die nicht ausgestanzt werden. Üblicherweise handelt
es sich bei den in Rede stehenden Tafeln um solche, die Freiräume lassen zwischen
den meist runden oder nicht rechteckigen geformten Schnitten und der hinteren Kante.
Diese Freiflächen werden bei der Erfindung zum Erfassen und Verschieben der Tafeln
ausgenutzt.
[0018] Die Erfindung hat ferner den Vorteil, dass eine Tafel beim letzten Stanzschnitt nicht
herumgezogen wird, vielmehr kann die voraufgehende Tafel nach hinten herausgezogen
und eine neue Tafel problemlos darunter von einem Vorlageschlitten eingeschoben werden.
[0019] Das erfindungsgemäße Verfahren ist für alle bekannten Tafelvorschubsysteme einsetzbar.
Es ist anwendbar für Tafelanlagesysteme, die mit einem Vorlageschlitten arbeiten,
der die Tafeln aus einer Ausrichtstation zu einer Übergabestation transpor tiert,
in der sie von den Verbindungsmitteln des Vorschubschlittens erfasst und zur Stanzpresse
vorgeschoben wird. Die Erfindung ist auch verwendbar für so genannte Vierachssysteme,
bei denen die Vorschubschlitten die Tafeln direkt aus der Ausrichtstation holen und
zur Stanzpresse vorschieben. In diesem Falle sind zwei Vorschubschlitten vorgesehen,
welche abwechselnd die erfassten Tafeln zur Stanzpresse vorschieben. Wesentlich bei
allen Vorlagesystemen ist, wenn sie das erfindungsgemäße Verfahren verwenden, dass
die jeweils nächstfolgende Tafel ohne einen Leerhub in die Stanzpresse eingeschoben
wird, ohne dass die Drehzahl der Presse gegenüber ihrer möglichen Ausstanzgeschwindigkeit
reduziert werden muss oder sonstige Vorkehrungen zu treffen sind, um eine Zeitverzögerung
beim Einschub der nächstfolgenden Tafel nach dem Stanzen der letzten Öffnungsreihe
der vorangehenden Tafel zu vermeiden.
[0020] Der Zeitaufwand beim erfindungsgemäßen Verfahren für die Aufnahme bzw. Übernahme
einer Tafel ist außerordentlich kurz und ermöglicht den Wegfall jeglichen Leerhubs,
ohne die Drehzahl der Presse zu reduzieren.
[0021] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass über die Art des Erfassens
der Tafel eine bessere Führung möglich ist, insbesondere wenn die Tafel groß und dünn
ist. Bei der Fixierung der Tafel nach der Erfindung kann die Kraft über die gesamte
Tafelbreite eingeleitet und Wellenbewegungen oder dergleichen im dynamischen Betrieb
vermieden werden. Somit sind erheblich größere Beschleunigungen und höhere Leistungen
möglich.
[0022] Schließlich wird der Vorteil erhalten, dass durch das erfindungsgemäße Erfassen der
Tafel die Stabilität des Restgitters deutlich höher ist als bei bekannten Verfahren.
Maßabweichungen, die durch das Zusammenfallen der Restgitterbestandteile auftreten
können, werden vermieden.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine Draufsicht auf ein schematisch dargestelltes Tafelanlagesystem mit Mitteln
der Erfindung während der Übergabe von einem Vorlageschlitten auf eine Vorschubvorrichtung.
- Fig. 2
- zeigt eine ähnliche Darstellung wie Fig. 1 mit einer Tafel am Ende der Verarbeitung.
- Fig. 3
- zeigt einen Schnitt durch die Darstellung nach Fig. 1 entlang der Linie 3-3.
- Fig. 4
- zeigt die Ansicht 4 gemäß Fig. 1.
- Fig. 5
- zeigt die Ansicht 5 gemäß Fig. 2.
[0024] In den Figuren 1 und 2 ist mit 10 eine Stanzpresse herkömmlicher Bauart bezeichnet.
Sie weist drei Stanzwerkzeuge 12 auf, die mittels eines Stößels senkrecht zur Zeichenebene
bewegt werden. Ein Vorschubschlitten 16 ist entlang einer Führung 18 in Richtung des
Doppelpfeils 20 verstellbar. Der Vorschubschlitten 16 weist Halter 22, 24 auf für
eine Greifleiste. 25 als erstes Verbindungsmittel. Auf den Aufbau der Leisten 25 wird
nachfolgend noch näher eingegangen. Schlitten 16 und Halter 22, 24 werden durch geeignete
nicht gezeigte Verstellantriebe betätigt, die wiederum von einer geeigneten Steuervorrichtung
gesteuert werden.
[0025] Ein Vorlageschlitten 30 (nur in Fig. 1 dargestellt) mit zwei Spannzangen 32, 34 als
zweite Verbindungsmittel ist entlang einer Schlittenführung 36 in Richtung des Doppelpfeils
38 verstellbar. Der Antrieb für den Schlitten 30 ist ebenfalls nicht dargestellt.
Es ist jedoch ein kraftschlüssiges Erfassen durch den Vorlageschlitten denkbar, z.B.
durch Magnetkraft oder Vakuum.
[0026] Die Spannzangen 32, 34 können herkömmlichen Aufbaus sein, beispielsweise eine starre
Backe 35 als Untermaul und eine bewegliche Backe 37 als Obermaul aufweisen, wobei
die bewegliche Backe 37 durch einen geeigneten, nicht gezeigten Antrieb betätigt wird
(siehe Fig. 3).
[0027] Wie aus den Figuren 1 und 2 zu erkennen, ist die Leiste 25 vom Umriss derart, dass
sie mit Abschnitten in die Zwickel hineingreift, die zwischen den auszustanzenden
Flächen der jeweils hinteren Reihe und der hinteren Kante gebildet sind. Die Leiste
25 befindet sich jeweils oberhalb der Tafel 40a bzw. 40. Im Querschnitt ist sie in
den Figuren 4 und 5 dargestellt.
[0028] In den Figuren 4 und 5 erkennt man an der Unterseite der Leiste eine Ausnehmung 50,
zu der eine Leitung 52 über einen geeigneten nicht näher dargestellten Anschluss 54
geführt ist. Die Leitung 52 ist an eine nicht gezeigte Vakuumquelle angeschlossen,
sodass die Ausnehmung 50 unter Unterdruck steht. Mit Hilfe eines Unterdrucks kann
daher die Tafel 40 bzw. 40a von der Leiste 25 gehalten werden.
[0029] Mittig in der Ausnehmung 50 ist ein nadelartiger Dorn 56 angeordnet. Wird die Tafel
40 bzw. 40a gegen die Leiste 25 gehalten, dringt der Dorn 56 in das Material der Tafel
40a bzw. 40 ein, sodass die Tafel auch formschlüssig gehalten ist. Auf diese Weise
kann mit Hilfe des Vorschubschlittens 16 die Tafel 40a bzw. 40 in gewünschter Weise
zur Presse 10 vorgeschoben werden.
[0030] Die Leiste 25 kann eine Mehrzahl derartiger in den Figuren 4 und 5 dargestellter
Verbindungsmittel aufweisen, um die Tafel 40a bzw. 40 über eine große Breite sicher
zu erfassen.
[0031] Bezüglich Fign. 4 und 5 ist zu bemerken, dass in der Realität die hintere Tafelkante
sehr viel näher am Werkzeug endet als dargestellt. Ein Maß von 1 mm zwischen Kante
und Schnitt ist üblich. Danach liegt die gezeigte Fixierung dann nicht vor den, sondern
zwischen den Oberwerkzeugen.
[0032] Fig. 2 zeigt eine zu bearbeitende Tafel 40 in einer Position, in der der letzte Stanzschritt
ausgeführt wird. Sobald die Stanzwerkzeuge 12 mit der Tafel 40 in Eingriff sind, kann
die Leiste 25 mit der Tafel bzw. dem Restgitter außer Eingriff gebracht werden, z.B.
durch Umschalten von Vakuum auf Druckluft. Der Vorschubschlitten 16 fährt in eine
Übergabeposition zurück, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist. In dieser Zeit haben die
Spannzangen 32, 34 bereits eine neue Tafel erfasst. Hat die Leiste 25 ihre Position
entlang der Querachse 21 erreicht, ist die Aufnahmeposition auf dieser Achse gleichfalls
erreicht. Während mithin der Vorlageschlitten 30 die neue Tafel 40a entlang der Längsachse
20 in Richtung Stanzpresse 10 vorbewegt, bewegt sich die Leiste 25 aufgrund der Rückbewegung
des Vorschubschlittens 16, wobei die Tafel 40a ungehindert in die Presse 10 hinein
vorgeschoben wird. Die Übergabeposition entspricht derjenigen Position, in der die
Stanzwerkzeuge 12 den ersten Schnitt ausführen. Der Vorlageschlitten 30 kann die nächstfolgende
Tafel problemlos unterhalb der bearbeiteten Tafel vorschieben, wie sich aus den Figuren
4 und 5 ergibt. Man erkennt die Tischplatte 60, auf der die Tafel vorgeschoben wird.
Hat die Tafel gemäß Fig. 4 (Tafel 40a) die Übergabeposition erreicht, wird sie mit
Hilfe mindestens eines Hubstempels 62, der von einem nicht gezeigten Hubantrieb in
Richtung des Doppelpfeils 64 betätigt wird, angehoben gegen die Unterseite der Leiste
25, sodass der Dorn 56 die Tafel 40a durchdringen kann. Der Stempel 62 erstreckt sich
durch eine Öffnung 66 der Tischplatte und wird nach dem Hub sofort in die Ausgangslage
zurückverstellt. Nunmehr kann der Vorschubschlitten 16 in beschriebener Art und Weise
die Tafel zur Stanzpresse vorschieben bis zur Ausführung des letzten Schnittes, wie
in Fig. 5 gezeigt. Fig. 5 zeigt ein Oberwerkzeug 68 sowie ein Unterwerkzeug 70 der
Stanzwerkzeuge 12. Die Unterseite der Leiste 25 entspricht exakt der Schnittebene
der Werkzeuge 68, 70.
[0033] Ein Anheben der Tafel - zumindest über eine Teilbreite - kann auch mit Hilfe eines
Anhebens des Vorlageschlittens stattfinden.
[0034] In dem Augenblick, in dem die Stanzwerkzeuge 68, 70 die Tafel 40a schneiden und mithin
gleichzeitig fixieren, werden die Spannzangen 32, 34 geöffnet und der Stempel 62 hebt
die Tafel 40a gegen die Leiste 25 (Fig. 4), wodurch mithin die Übergabe vom Vorlageschlitten
30 auf den Vorschubschlitten 16 stattfindet.
[0035] Mit dem gezeigten Prinzip lässt sich der Vorschub der Tafeln ohne Leerhübe der Stanzpresse
bewerkstelligen. Die Tafeln 40 bzw. 40a werden durch die Leiste 25 mit den dargestellten
Verbindungsmitteln sicher erfasst, sodass Verformungen der Tafeln aufgrund der Vorschubbewegungen
nicht eintreten. Durch die breitflächige Erfassung der Tafeln im hinteren Kantenbereich
findet eine Stabilisierung des Restgitters auch beim letzten Stanzschritt statt.
[0036] Das Restgitter kann von der Leiste 25 z.B. dadurch gelöst werden, dass über die Düsen
50 ein Druckstoß erzeugt wird, der das Restgitter nach unten bewegt.
1. Verfahren zum Betreiben eines Tafelanlagesystems für Stanzpressen (10), bei dem ein
Vorschubschlitten (16) zwischen dem Stanzwerkzeug (12) der Stanzpresse (10) und einer
vor der Stanzpresse (10) liegenden Übernahmeposition bewegt wird, wobei erste Verbindungsmittel
des Vorschubschlittens (16) in der Übernahmeposition eine Tafel (40, 40a) im hinteren
Bereich erfassen, um sie nach Maßgabe des Takts der Stanzpresse (10) schrittweise
durch die Stanzpresse vorzuschieben, die jeweils eine Reihe von beabstandeten Flächen
ausstanzt, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Verbindungsmittel mit Greifabschnitten (50, 56) an einer Leiste (25) die
Tafel (40, 40a) ausschließlich von oben in Zwickeldes hinteren Kantenbereichs einer
Tafel breitflächig eingreifen und sie erfassen, wobei der Kantenbereich zwischen der
hinteren Kante und den auszustanzenden Flächen der jeweils letzten Flächenreihe, bezogen
auf die Vorschubrichtung, liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschubschlitten (16) von einer Schlittenführung (18) geführt und entlang einer
ersten Achse (20) in Richtung auf das Stanzwerkzeug (12) und von diesem fort in eine
Aufnahmeposition bewegt wird, bei dem ferner die ersten Verbindungsmittel vom Vorschubschlitten
(16) geführt und vorzugsweise entlang einer zweiten Achse (21) senkrecht zur ersten
Achse (21) verstellt werden und bei dem ein Vorlageschlitten (30) mit lösbaren zweiten
Verbindungsmitteln entlang der ersten Achse (20) zum Vorschub einer Tafel (40, 40a)
in eine Übergabeposition zwecks Übernahme durch die ersten Verbindungsmittel verstellt
wird, wobei eine Tafel (40, 40a) während eines Stanzschnittes der Stanzpresse (10)
durch die ersten Verbindungsmittel in der Übergabeposition, welche der Tafelposition
für den ersten Stanzschnitt der Stanzpresse (10) entspricht, an dem hinteren Kantenbereich
von oben erfasst wird und der Vorlageschlitten (30) eine nächstfolgende Tafel in die
Übergabeposition bringt, wenn die ersten Verbindungsmittel ihre Übernahmeposition
entlang der beiden Achsen (20,21) erreicht haben.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Vorschubschlitten (16) von jeweils einer Schlittenführung (18) geführt und entlang
einer ersten Achse zwischen dem Stanzwerkzeug (12) der Stanzpresse (10) und einer
Übergabe-position (20) verstellt werden, bei dem ferner die ersten Verbindungsmittel
vom jeweiligen Vorschubschlitten geführt und vorzugsweise entlang einer zweiten Achse
(21) senkrecht zur ersten Achse (20) verstellt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel den hinteren Kantenbereich mittels Vakuum erfassen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel den hinteren Kantenbereich elektromagnetisch erfassen.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils nächstfolgende Tafel mit den zweiten Verbindungsmitteln unterhalb der
ersten Tafel (40,40a) vorgeschoben wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Aufnahme der hintere Kantenbereich der Tafel (40,40a) gegen die Verbindungsmittel
angehoben wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Verbindungsmittel zum Erfassen des hinteren Kantenbereichs der Tafel (40,40a)
eine Senk- und Hubbewegung ausführen.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Tafel bzw. der hintere Kantenbereich der Tafel (40,40a) mit separaten Hubmitteln
gegen die ersten Verbindungsmittel angehoben wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Verbindungsmittel mit Hilfe von spitzen Vorsprüngen (56) in den hinteren
Kantenbereich der Tafel (40,40a) eindringen, wenn die Verbindungsmittel den Kantenbereich
erfasst haben und die Tafel (40,40a) formschlüssig erfassen.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel und das Restgitter mittels eines Gasstrahls voneinander getrennt
werden.
12. Tafelanlagesystem für Stanzpressen mit einem Vorlageschlitten (16), der zwischen einem
Stanzwerkzeug (12) der Stanzpresse (10) und einer vor der Stanzpresse (10) liegenden
Übernahmeposition beweglich gelagert ist, ersten Verbindungsmitteln am Vorschubschlitten
(16) zum Erfassen einer Tafel (40, 40a) in einem hinteren Bereich, einer Antriebsvorrichtung
für den Vorschubschlitten (16) und einer Steuervorrichtung für die Antriebsvorrichtung
und die ersten Verbindungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Verbindungsmittel mindestens eine Leiste (25) aufweisen mit Greifabschnitten
(50, 56) die so ausgelegt und angeordnet sind, daß sie von oben in Zwickel des hinteren
Kantenbereichs einer Tafel (40, 401) eingreifen, die zwischen den auszustanzenden
Flächen der Tafel (40, 40a) und der hinteren Kante gebildet sind.
13. Tafelanlagesystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (25) an eine Vakuumquelle angeschlossen ist und an der Unterseite mindestens
eine Ansaugöffnung (50) aufweist.
14. Tafelanlagesystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (25) einen oder mehrere Elektromagneten aufweist zur Erfassung der Tafel
von oben.
15. Tafelanlagesystem nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (25) an der Unterseite relativ scharfe Vorsprünge (56) aufweist, die in
das Material der Tafel oder eine die Tafel bedeckende Beschichtung eindringen, wenn
die Verbindungsmittel mit dem hinteren Kantenbereich in Eingriff sind.
16. Tafelanlagesystem nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass nadelartige Dome als Vorsprünge (56) vorgesehen sind, welche die Tafel durchdringen.
17. Tafelanlagesystem nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Dome in den Ansaugöffnungen (50) von Vakuumdüsen angeordnet sind.
1. A method for the operation of a panel placement system for punching presses (10) wherein
a feed slide (16) is moved between the punching die (12) of the punching press (10)
and a transfer position located in front of the punching press (10), wherein first
connection means of the feed slide (16), in the transfer position, seize a panel (40,
40a) in the rear area to advance it stepwise through said punching press in response
to the cycle of said punching press (10), which punches out a respective row of spaced
surfaces, characterized in that said first connection means, with gripping portions (50, 56) at a ledge (25), engage
in a wide area and seize said panel (40, 40a) exclusively from above in gores of the
rear edge area of a panel, wherein the edge area is located between the rear edge
and the surfaces to be punched out in the respective last row with respect to the
advance direction.
2. The method according to claim 1, characterized in that said feed slide (16) is guided by a slide guideway (18) and is moved along a first
axis (20) towards said punching die (12) and away therefrom to a pick-up position,
wherein said first connection means further are guided by the feed slide (16) and
are preferably dislocated along a second axis (21) perpendicular to the first axis
(20), and wherein an advancement slide (30) having releasable second connection means
is dislocated along the first axis (20) to feed a panel (40, 40a) to a transfer position
for a take-over by said first connection means with one panel (40, 40a) being seized
by said first connection means from above at the rear edge area during a punching
step of the punching press (10) in the transfer position which corresponds to the
panel position for the first punching step of said punching press (10) and the advancement
slide (30) brings a succeeding panel into the transfer position when said first connection
means have reached their take-over position along the two axes (20, 21).
3. The method according to claim 1, characterized in that two feed slides (16) are guided by a slide guideway (18) each and are dislocated
along a first axis (20) between said punching die (12) of said punching press (10)
and a transfer position, wherein said first connection means further are guided by
the respective feed slide and are preferably dislocated along a second axis (21) perpendicular
to the first axis (20).
4. The method according to any one of claims 1 to 3, characterized in that said connection means seize the rear edge area via a vacuum.
5. The method according to any one of claims 1 to 3, characterized in that said connection means seize the rear edge area electromagnetically.
6. The method according to claim 2, characterized in that by means of said second connection means each succeeding panel is advanced below
said first panel (40, 40a).
7. The method according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the rear edge area of the panel (40, 40a), when received, is lifted against said
connection means.
8. The method according to any one of claims 1 to 6, characterized in that said first connection means carry out a lowering and lifting motion to seize the
rear edge area of the panel (40, 40a).
9. The method according to claim 7, characterized in that said panel or said rear edge area of the panel (40, 40a) is lifted by separate lifting
means against said first connection means.
10. The method according to any one of claims 1 to 9, characterized in that said first connection means seize the panel in a positive fit by means of pointed
projections (56) which penetrate into the rear edge area of the panel (40, 40a) when
said connection means have seized said edge area.
11. The method according to any one of claims 1 to 10, characterized in that said connection means and the remaining grid are separated from each other by means
of a gas beam.
12. Panel placement system for punching presses having a feed slide (16) being moved between
a punching die (12) of the punching press (10) and a transfer position located in
front of the punching press (10), first connection means of the feed slide (16) for
seizing a panel (40, 40a) in the rear area, a drive means for the feed slide (16)
and a control means for the drive means and the first connection means, characterized in that the first connection means comprise at least one ledge (25) with gripping portions
(50, 56) being configured and arranged to engage gores of said rear edge area of a
panel (40, 40a) from above which are defined between the panel surfaces to be punched
out and said rear edge.
13. Panel placement system according to claim 12, characterized in that said ledge (25) is coupled to a vacuum source and has at least one suction port (50)
at the underside.
14. Panel placement system according to claim 12, characterized in that said ledge (25) has one or more electromagnets to seize the panel from above.
15. Panel placement system according to any one of claims 12 to 14, characterized in that said ledge (25) has relatively sharp projections (56) at the underside, which penetrate
into the material of said panel or a coat covering said panel when said connection
means are in engagement with said rear edge area.
16. Panel placement system according to claim 15, characterized in that pin-like spikes are provided as projections (56) which penetrate through said panel.
17. Panel placement system according to claim 16, characterized in that said spikes are disposed within the suction ports (50) of vacuum nozzles.
1. Procédé d'utilisation d'un système d'alimentation de tôles destiné à des presses de
poinçonnage (10), dans lequel un chariot d'alimentation (16) est déplacé entre l'outil
de poinçonnage (12) de la presse de poinçonnage (10) et une position de transfert
située à l'avant de la presse de poinçonnage (10), des premiers moyens de liaison
du chariot d'alimentation (16) dans la position de transfert saisissant une tôle (40,
40a) dans la partie arrière, pour l'amener progressivement, en respectant la cadence
de la presse de poinçonnage (10), à travers la presse de poinçonnage qui poinçonne
respectivement une rangée de surfaces séparées, caractérisé en ce que les premiers moyens de liaison dotés de parties de préhension (50, 56) contre une
barre (25) entrent en prise avec la tôle (40, 40a) sur toute la largeur exclusivement
par le haut dans des coins de la zone d'arête arrière d'une tôle et la saisissent,
la zone d'arête étant située entre l'arête arrière et les surfaces à poinçonner de
chaque dernière rangée de surface, par rapport au sens d'avancement.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le chariot d'alimentation (16) est guidé par un guidage de chariot (18), et est déplacé
le long d'un premier axe (20) en direction de l'outil de poinçonnage (12) d'où il
poursuit son mouvement vers une position de réception, dans lequel les premiers moyens
de liaison sont de plus guidés par le chariot d'alimentation (16), et sont déplacés
de préférence le long d'un second axe (21) perpendiculairement au premier axe (21),
et dans lequel un chariot de présentation (30) équipé de seconds moyens de liaison
détachables est déplacé le long du premier axe (20) en vue de l'alimentation d'une
tôle (40, 40a) dans une position de transfert à des fins de prise en charge par les
premiers moyens de liaison, une tôle (40, 40a) étant saisie, pendant un poinçonnage
de la presse de poinçonnage (10), par les premiers moyens de liaison dans la position
de transfert qui correspond à la position de la tôle pour le premier poinçonnage de
la presse de poinçonnage (10), par le haut contre la zone d'arête arrière, et le chariot
de présentation (30) amène une tôle suivante dans la position de transfert, une fois
que les premiers moyens de liaison ont atteint leur position de transfert le long
des deux axes (20, 21).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que deux chariots d'alimentation (16) sont guidés respectivement par un guidage de chariot
(18) et déplacés le long d'un premier axe entre l'outil de poinçonnage (12), la presse
de poinçonnage (10) et une position de transfert (20), dans lequel les premiers moyens
de liaison sont de plus guidés par le chariot d'alimentation respectif et sont déplacés
de préférence le long d'un second axe (21) perpendiculairement au premier axe (20).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les moyens de liaison saisissent la zone d'arête arrière par un procédé de vide.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les moyens de liaison saisissent la zone d'arête arrière de manière électromagnétique.
6. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la tôle suivante respective est avancée avec les seconds moyens de liaison en dessous
de la première tôle (40, 40a).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que lors de la réception, la zone d'arête arrière de la tôle (40, 40a) est soulevée contre
les moyens de liaison.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les premiers moyens de liaison exécutent un mouvement de levage et d'abaissement
pour saisir la zone d'arête arrière de la tôle (40, 40a).
9. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la tôle et/ou la zone d'arête arrière de la tôle (40, 40a) est soulevée avec des
moyens de levage séparés contre les premiers moyens de liaison.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les premiers moyens de liaison pénètrent à l'aide de saillies pointues (56) dans
la zone d'arête arrière de la tôle (40, 40a), une fois que les moyens de liaison ont
saisi la zone d'arête, et saisissent la tôle (40, 40a) par complémentarité de forme.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les moyens de liaison et la tôle perforée résiduelle sont séparés les uns des autres
au moyen d'un jet gazeux.
12. Système d'alimentation de tôles destiné à des presses de poinçonnage comprenant un
chariot de présentation (30), qui est logé de manière mobile entre un outil de poinçonnage
(12) de la presse de poinçonnage (10) et une position de transfert située à l'avant
de la presse de poinçonnage (10), des premiers moyens de liaison sur le chariot d'alimentation
(16) destinés à saisir une tôle (40, 40a) dans une zone arrière, un dispositif d'entraînement
pour le chariot d'alimentation (16) et un dispositif de commande pour le dispositif
d'entraînement et les premiers moyens de liaison, caractérisé en ce que les premiers moyens de liaison présentent au moins une barre (25) avec des parties
de préhension (50, 56) qui sont conçues et disposées de manière à entrer en prise
par le haut dans des coins de la zone d'arête arrière d'une tôle (40, 40a), qui sont
formés entre les surfaces à poinçonner de la tôle (40, 40a) et l'arête arrière.
13. Système d'alimentation de tôles selon la revendication 12, caractérisé en ce que la barre (25) est raccordée à une source de vide et présente sur la face inférieure
au moins un orifice d'aspiration (50).
14. Système d'alimentation de tôles selon la revendication 12, caractérisé en ce que la barre (25) présente un ou plusieurs électroaimants destinés à saisir la tôle par
le haut.
15. Système d'alimentation de tôles selon l'une des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que la barre (25) présente sur la face inférieure des saillies relativement pointues
(56) qui pénètrent dans le matériau de la tôle ou dans un revêtement recouvrant la
tôle, lorsque les moyens de liaison sont en prise avec la zone d'arête arrière.
16. Système d'alimentation de tôles selon la revendication 15, caractérisé en ce que des poinçons en forme d'aiguilles forment les saillies (56) qui traversent la tôle.
17. Système d'alimentation de tôles selon la revendication 16, caractérisé en ce que les poinçons sont disposés dans les orifices d'aspiration (50) de buses de vide.


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