[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung eines Betriebspunktes eines
Hybridantriebes eines Fahrzeuges, wobei der Hybridantrieb als Antriebsmaschinen eine
Verbrennungskraftmaschine und wenigstens zwei elektrische Maschinen umfasst und die
Abtriebswellen der Antriebsmaschinen mit einem Antriebsstrang des Fahrzeuges wirkverbindbar
sind.
Stand der Technik
[0002] Hybridantriebe für Fahrzeuge sind bekannt. Bei den hier angesprochenen Hybridantrieben
wird eine Verbrennungskraftmaschine mit wenigstens zwei elektrischen Maschinen kombiniert,
so dass mehrere Antriebsquellen für das Fahrzeug zur Verfügung stehen. Entsprechend
vorgegebener Anforderungen durch einen Fahrzeugführer können hierbei die Antriebsquellen
wahlweise ihre Antriebsmomente in einen Antriebsstrang des Fahrzeuges einspeisen.
Hierdurch ergeben sich in an sich bekannter Weise in Abhängigkeit konkreter Fahrsituationen
unterschiedliche Antriebsgestaltungsmöglichkeiten, die insbesondere der Verbesserung
eines Fahrkomforts und der Reduzierung eines Energieeinsatzes sowie der Reduzierung
einer Schadstoffemission dienen.
[0003] Bei Hybridantrieben für Fahrzeuge sind serielle Anordnungen, parallele Anordnungen
und gemischte Anordnungen von Verbrennungskraftmaschine und elektrischen Maschinen
bekannt. Je nach Anordnung sind die elektrischen Maschinen direkt oder indirekt in
den Antriebsstrang der Verbrennungskraftmaschine schaltbar. Zur Wirkverbindung der
Verbrennungskraftmaschine und/oder der elektrischen Maschinen ist bekannt, diese über
Getriebe, beispielsweise Planetengetriebe oder dergleichen, und Kupplungen miteinander
wirkverbindbar anzuordnen.
[0004] Um einen Fahrerwunsch nach einer Antriebsleistung des Hybridantriebes optimal umsetzen
zu können, ist eine koordinierte Ansteuerung der Antriebsmaschinen des Hybridantriebes
erforderlich, die bekanntermaßen durch ein so genanntes Motorsteuergerät erfolgt.
Hierbei muss in jeder Fahrsituation des Fahrzeuges der Fahrerwunsch in optimaler Weise
mit den vom Fahrzeug zur Verfügung gestellten Ressourcen befriedigt werden. Bekannte
Betriebsstrategien für Hybridantriebe zeichnen sich im Wesentlichen dadurch aus, dass
sie für die Verbrennungskraftmaschine in Abhängigkeit von spezifischen Eingangsgrößen
wie Antriebsleistungsforderung, Fahrzeuggeschwindigkeit, Fahrbahnsteigung und dergleichen,
einen optimierten Betriebspunkt definieren. Dabei wird angestrebt, die Verbrennungskraftmaschine
möglichst außerhalb des wirkungsgradungünstigen Teillastbereiches zu betreiben und
gegebenenfalls bei Kleinst-Wunschabtriebsleistungen abzuschalten. In diesen Fällen
übernimmt die wenigstens eine elektrische Maschine den Antrieb des Fahrzeuges. Bekannt
ist auch, die Verbrennungskraftmaschine entlang einer optimalen Verbrauchskennlinie
zu steuern. Bei diesen bekannten Betriebsstrategien ist nachteilig, dass die Wirkungsgrade
der elektrischen Antriebsmaschinen und die Auswirkungen des Betriebsverhaltens der
elektrischen Antriebsmaschinen auf elektrische Energiespeicher (Batterien) unberücksichtigt
bleiben.
[0005] Das Dokument DE10024235 offenbart ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
Vorteile der Erfindung
[0006] Das erfindungsgemäße Verfahren mit den in Anspruch 1 genannten Merkmalen bietet demgegenüber
den Vorteil, dass bei Hybridantrieben mit einer Verbrennungskraftmaschine und wenigstens
zwei elektrischen Maschinen zur Einstellung eines Betriebspunktes des Hybridantriebes
auch die Wirkungsgrade der elektrischen Antriebskompönenten und die Auswirkungen des
Betriebsverhaltens der elektrischen Antriebsmaschinen auf elektrische Energiespeicher
berücksichtigt sind. Dadurch, dass in Abhängigkeit eines Wunschabtriebsmomentes und
einer momentanen Fahrzeuggeschwindigkeit Betriebspunkte der elektrischen Maschinen
derart eingestellt werden, dass die Summe der mechanischen Leistungen und der elektrischen
Verluste aller elektrischen Maschinen des Hybridantriebes gleich Null ist, wird vorteilhaft
erreicht, dass bei stationären Fahrzuständen des Hybridantriebes die elektrischen
Energiespeicher unbeteiligt bleiben und deren Batterieleistung zu Null gesteuert wird.
Bei Hybridantrieben mit elektrischen Maschinen kommen Hochleistungsbatterien zum Einsatz,
die einen erheblichen Anschaffungsaufwand erfordern. Dadurch, dass durch die Betriebsstrategie
der elektrischen Maschinen die Batterieleistung in stationären Fahrzuständen zu Null
gesteuert wird, wird die Belastung der Hochleistungsbatterien vermindert und somit
deren Gesamtbetriebslebensdauer vergrößert. Insbesondere kann hierdurch die Betriebslebensdauer
der Hochleistungsbatterie an die Lebensdauer des Fahrzeuges, das den Hybridantrieb
aufweist, angeglichen werden. Somit ergeben sich ökonomische Einsparpotentiale, die
die Effektivität der Hybridantriebe wesentlich vergrößern. In dem Moment, wo die Summe
der mechanischen Leistungen und der elektrischen Verluste aller elektrischen Maschinen
gleich Null ist, werden motorisch arbeitende elektrische Maschinen durch wenigstens
eine generatorisch arbeitende,elektrische Maschine mit Energie versorgt, die darüber
hinaus auch alle elektrischen Verluste der elektrischen Maschinen abdeckt. Dies gestattet,
die Batterieleistung in stationären Fahrzuständen auf Null zu steuern.
[0007] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass bei Einstellung der
Betriebspunkte der elektrischen Maschinen wenigstens ein Optimierungskriterium, insbesondere
ein minimaler Kraftstoffmomentanverbrauch der Verbrennungskraftmaschine, berücksichtigt
wird. Hierdurch lässt sich der Betriebspunkt des Hybridantriebes derart wählen, dass
neben einer geringen Belastung der Hochleistungsbatterien über deren Gesamtlebensdauer
gleichzeitig ein möglichst minimaler Kraftstoffverbrauch und somit eine möglichst
minimale Schadstoffemission des Hybridantriebes erzielbar ist.
[0008] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen, in
den Unteransprüchen genannten Merkmalen.
Zeichnungen
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- schematisch einen Hybridantrieb;
- Figur 2
- ein Blockschaltbild eines Verfahrens zur Einstellung eines Betriebspunktes des Hybridantriebes;
- Figur 3
- ein Ersatzmodell des Hybridantriebes;
- Figur 4
- ein Blockschaltbild einer Betriebsstrategie für den Hybridantrieb;
- Figur 5
- Kennfelder für optimierte Betriebspunkte der Verbrennungskraftmaschine des Hybridantriebes
und
- Figur 6
- ein optimiertes Fahrstufenkennfeld des Hybridantriebes.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0010] Figur 1 zeigt schematisch einen insgesamt mit 10 bezeichneten Hybridantrieb eines
Kraftfahrzeuges. Der Hybridantrieb 10 umfasst eine Verbrennungskraftmaschine 12 sowie
eine erste elektrische Maschine 14 und eine zweite elektrische Maschine 16. Eine Kurbelwelle
18 der Verbrennungskraftmaschine 12 und Antriebswellen 20 beziehungsweise 22 der elektrischen
Maschinen 14 und 16 sind mit einer Getriebeanordnung 24 wirkverbunden. Hierbei ist
die Antriebswelle 20 mit einem ersten Planetengetriebe 26 und die Antriebswelle 22
mit einem zweiten Planetengetriebe 28 verbunden. Ein Hohlrad des Planetengetriebes
26 ist mit einem Schaltgetriebe 30 und ein Hohlrad des Planetengetriebes 28 mit einem
Schaltgetriebe 32 verbunden. Die Schaltgetriebe 30 und 32 wiederum sind mit einer
Abtriebswelle 34 der Getriebeanordnung 24 verbunden. Die Abtriebswelle 34 ist mit
einer Antriebsachse des nicht dargestellten Kraftfahrzeuges wirkverbunden.
[0011] Aufbau und Wirkungsweise eines derartigen Hybridantriebes 10 sind allgemein bekannt,
so dass im Rahmen der vorliegenden Beschreibung hierauf nicht näher eingegangen wird.
Insbesondere kann durch gezielte Ansteuerung der Verbrennungskraftmaschine 12 und/oder
der elektrischen Maschinen 14 und 16 von diesen ein unterschiedliches Antriebsmoment
auf die Abtriebswelle 34 abgefordert werden. Somit lassen sich verschiedene Betriebsmodi
des Hybridantriebes 10 einstellen. Die Schaltgetriebe 30 und 32 gestatten durch Betätigen
eines Schaltgebers in bekannter Weise das Einlegen unterschiedlicher Gänge, die hier
mit den Gängen 1, 2, 3, 4, 5 und 6 sowie einen Rückwärtsgang R bezeichnet sind. Die
elektrischen Maschinen 14 und 16 können jeweils im Generatorbetrieb oder Motorbetrieb
betrieben werden und dienen beispielsweise der Bereitstellung einer Bordnetzspannung
des Kraftfahrzeuges und dem Aufladen eines Akkumulators. Den elektrischen Maschinen
14 und 16 sind jeweils Bremseinrichtungen 36 und 38 zugeordnet, mit denen Rotoren
der elektrischen Maschinen 14 und 16 mechanisch gebremst werden können.
[0012] Figur 2 zeigt in einem Blockschaltbild einen Ausschnitt aus einem Motorsteuergerät
zur Ansteuerung des Hybridantriebes 10. Das Motorsteuergerät umfasst einen Koordinator
40 zur Festlegung einer kennfeldbasierten Betriebsstrategie für den Hybridantrieb
10. Die Betriebsstrategie dient der Einstellung eines optimalen Betriebspunktes des
Hybridantriebes 10, wie nachfolgend erläutert wird.
[0013] Der Koordinator 40 erhält von einem Geber 42 ein Signal 44, das der momentanen Geschwindigkeit
v des Fahrzeuges entspricht. Von einem Geber 46 erhält der Koordinator 40 ein Signal
48, das einem Wunschabtriebsmoment eines Fahrzeugführers entspricht. Der Geber 46
kann beispielsweise mit einem Fahrpedal, einem Bremspedal oder einem Fahrautomaten
des Fahrzeuges zusammenwirken.
[0014] Aus den Eingangssignalen 44 und 48 ermittelt der Koordinator 40 Signale 50, 52, 54,
56 zur Ansteuerung der Verbrennungskraftmaschine 12 der elektrischen Maschinen 14
und 16 und des Getriebes 24. Das Signal 50 beinhaltet eine Drehzahlvorgabe und eine
Momentvorgabe für die Verbrennungskraftmaschine 12, das Signal 52 eine Drehzahlvorgabe
und eine Momentvorgabe für die elektrische Maschine 14, das Signal 54 eine Drehzahlvorgabe
und eine Momentvorgabe für die elektrische Maschine 16 und das Signal 56 eine Fahrstufenvorgabe
für das Getriebe 24.
[0015] Der Koordinator 40 greift zur Durchführung der kennfeldbasierten Betriebsstrategie
auf Kennfelder zurück. Zur Ermittlung dieser Kennfelder wird zunächst von dem in Figur
3 dargestellten Ersatzmodell für den Hybridantrieb 10 ausgegangen. Der Hybridantrieb
10 umfasst die Verbrennungskraftmaschine 12 sowie die elektrischen Maschinen 14 und
16 und das Getriebe 24. Den elektrischen Maschinen 14 und 16 ist eine Hochleistungsbatterie
58 zugeordnet, die von den elektrischen Maschinen 14 und 16 im Generatorbetrieb gespeist
wird beziehungsweise die die elektrischen Maschinen 14 und 16 in deren Motorbetrieb
speist. Im Regelfall arbeitet eine elektrische Maschine im Motorbetrieb und eine elektrische
Maschine im Generatorbetrieb.
[0016] Zur Kraftstoffversorgung der Verbrennungskraftmaschine 12 ist ein Tank 60 vorgesehen,
wobei sich ein Momentanverbrauch 62 an Kraftstoff ergibt. Der Hybridantrieb 10 liefert
eine Abtriebsleistung P an die Abtriebswelle 34. Die Abtriebsleistung P ist hierbei
eine Funktion der Fahrzeuggeschwindigkeit v (Signal 44) und des Abtriebswunschmomentes
M (Signal 48).
[0017] Auf Basis dieses in Figur 3 gezeigten Ersatzmodells wird ein Optimierungskriterium
definiert, das beispielsweise in einem minimalen Kraftstoffmomentanverbrauch 62 liegt.
[0018] Ein Fahrzustand des Fahrzeuges ist über die Abtriebsleistung P und somit über die
Momentangeschwindigkeit v beziehungsweise das Wunschabtriebsmoment M definiert. Diese
Fahrzustände lassen sich durch Betriebspunkte des Antriebsstranges, das heißt durch
Betriebspunkte der Verbrennungskraftmaschine 12, der elektrischen Maschinen 14 und
16 sowie des Getriebes 24 realisieren.
[0019] Für die Erfindung ist vorgesehen, dass die Summe der mechanischen Leistungen der
elektrischen Maschinen 14 und 16 und der elektrischen Verluste der elektrischen Maschinen
14 und 16 gleich Null ist. Dies heißt, eine der elektrischen Maschinen 14 und 16 arbeitet
im generatorischen Betrieb und die andere der elektrischen Maschinen 14 und 16 im
motorischen Betrieb. Hierbei versorgt die im generatorischen Betrieb arbeitende elektrische
Maschine die im motorischen Betrieb arbeitende elektrische Maschine mit Energie und
deckt darüber hinaus alle elektrischen Verluste der beiden elektrischen Maschinen
14 und 16 ab. Hierdurch wird erreicht, dass für diesen angenommenen stationären Fahrzustand
die Leistung der Batterie 58 zu Null gesteuert ist.
[0020] Der Koordinator 40 ermittelt somit aus der Menge aller möglichen Antriebsstrangbetriebspunkte,
mit denen einer der über die Abtriebsleistung P definierten Fahrzustände realisiert
werden kann, zunächst alle Betriebspunkte der Verbrennungskraftmaschine 12 der elektrischen
Maschinen 14 und 16 sowie des Getriebes 24, die die Vorgabe erfüllen, dass die Summe
der mechanischen Leistungen und der elektrischen Verluste der elektrischen Maschinen
gleich Null ist.
[0021] Diese diese Randbedingungen erfüllenden optimierten Betriebspunkte der Verbrennungskraftmaschine
12, der elektrischen Maschinen 14 und 16 sowie des Getriebes 24 werden einem weiteren
Optimierungskriterium unterzogen, nämlich gemäß dem Beispiel einem möglichst minimalen
Kraftstoffmomentanverbrauch 62. Hierdurch ergeben sich verbrauchsoptimierte Betriebspunkte
der Verbrennungskraftmaschine 12, der elektrischen Maschinen 14 und 16 sowie des Getriebes
24. Diese verbrauchsoptimierten Betriebspunkte werden in Steuerkennfeldern abgelegt,
auf die der Koordinator 40 zurückgreift. Da diese Steuerkennfelder aus Betriebskennfeldern
der beteiligten Aggregate, das heißt der Verbrennungskraftmaschine 12, der elektrischen
Maschinen 14 und 16 und der Getriebe 24 hervorgeht, sind in diesen Steuerkennfeldern
implizit auch die Betriebsgrenzen dieser Aggregate, wie beispielsweise maximale Drehzahlen
oder Volllastkennlinien, berücksichtigt und müssen nicht extra abgefragt werden.
[0022] Figur 4 zeigt in einem Blockschaltbild das erfindungsgemäße Verfahren zur Einstellung
des Betriebspunktes des Hybridantriebes 10 durch den Koordinator 40. Zunächst werden
die Eingangssignale 44 (Momentangeschwindigkeit v) und 48 (Wunschabtriebsmoment) mit
einem Kennfeld 64 verknüpft, das eine optimale Fahrstufe für das Getriebe 24 bestimmt.
Dieses der optimalen Fahrstufe entsprechende Signal 66 wird einer Fahrstufenfreigabe
68 zugeführt, die die optimale Fahrstufe als Soll-Fahrstufe freigibt und das Steuersignal
56 ausgibt. Die Freigabe der Soll-Fahrstufe kann hierbei in Abhängigkeit weiterer
Parameter, beispielsweise zur Verhinderung von Schaltungen während einer Kurvenfahrt,
von Doppelschaltungen oder dergleichen erfolgen. Das Signal 56 wird einerseits dem
Getriebe 24 zur Einstellung der Schaltstufe bereitgestellt. Ferner wird das Signal
56 mit einem Kennfeld 70 zur Ermittlung eines Soll-Betriebspunktes der Verbrennungskraftmaschine
12 verknüpft. Das hieraus resultierende Signal 50 wird der Verbrennungskraftmaschine
12 sowie einem Baustein 72 zugeführt. Der Baustein 72 verknüpft das Signal 50 mit
dem Signal 56 und stellt die Signale 52 und 54 zur Ansteuerung der elektrischen Maschinen
14 und 16 bereit, die deren optimalen Betriebspunkten entsprechen.
[0023] Anhand der Darstellung in Figur 4 wird deutlich, dass das erfindungsgemäße Verfahren
sich in einfacher Weise realisieren lässt. Parallele Berechnungen der möglichen Betriebspunkte
der Aggregate des Hybridantriebes 10 für unterschiedliche Fahrstufen sind nicht erforderlich,
so dass hierfür kein großer Rechenaufwand benötigt wird. Die Freigabe der Schaltstufen
erfolgt unmittelbar nach der Bestimmung der optimalen Schaltstufe, so dass im Falle
einer Verhinderung der Freigabe der optimalen Fahrstufe die nachfolgenden Schritte
zur Ermittlung der Signale 50 sowie 52 und 54 nicht unnötig durchgeführt werden. Die
hierdurch nicht belegte Kapazität kann zur Suche nach einer Ausweichlösung, beispielsweise
eine andere Fahrstufe, genutzt werden. Durch diese kennfeldbasierte Betriebsstrategie,
in die die Kennfelder 64 und 70 einfließen, ergibt sich eine sehr zuverlässige Steuerkette,
bei der sich der Aufwand für die Überwachung der Aggregate des Hybridantriebes 10
auf ein Minimum beschränken lässt, da die Kennfelder der Betriebsstrategie bereits
dafür Sorge tragen, dass keine unzulässigen Betriebspunkte der Aggregate angefahren
werden.
[0024] Eine Anpassung an unterschiedliche Hybridantriebe 10, beispielsweise an Hybridantriebe
10 mit einer unterschiedlichen Anzahl an Schaltstufen, lässt sich durch den modularen
Aufbau der Steuerkette in einfacher Weise implementieren, indem lediglich eine Anpassung
des Steuerkennfeldes 64 und der Fahrstufenfreigabe. 68 erfolgen muss.
[0025] In Figur 5 sind beispielhaft Kennfelder 70 dargestellt, mittels denen die optimierten
Betriebspunkte der Verbrennungskraftmaschine 12 ermittelbar sind. Hierbei ist jedem
Fahrzustand, der durch die Fahrzeuggeschwindigkeit v (Signal 44) und das Abtriebswunschmoment
(Signal 48) gekennzeichnet ist, jeweils ein Soll-Moment M
Soll und eine Soll-Drehzahl n
Soll zugeordnet. Diese den optimierten Betriebspunkten entsprechenden Werte werden als
Signal 50 (Figur 4) der Verbrennungskraftmaschine 12 sowie dem Baustein 72 (Figur
4) zugeführt.
[0026] Figur 6 zeigt das Steuerkennfeld 64 zur Auswahl der optimalen Fahrstufe. Hierbei
lassen sich in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit v (Signal 44) und dem
Wunschmoment M (Signal 48) Fahrzustände realisieren, die mit unterschiedlichen Fahrstufen
angefahren werden können. Durch Verknüpfung mit der Verbrauchsoptimierung des Momentanverbrauches
62 erhält man das beispielsweise in Figur 6 dargestellte optimierte Fahrstufenkennfeld,
anhand dessen das Signal 66 (Figur 4) in Abhängigkeit der Geschwindigkeit v und des
Wunschabtriebselementes n ausgegeben wird.
[0027] Bezieht man die vorstehenden allgemeinen Erläuterungen auf den Hybridantrieb 10 in
der in Figur 1 dargestellten Ausführungsvariante, ergeben sich insgesamt sieben Systemvariablen,
nämlich jeweils Momente und Drehzahlen der beiden elektrischen Maschinen 14 und 16
sowie der Verbrennungskraftmaschine 12 sowie die Fahrstufe des Getriebes 24 als Kombination
zweier Gangstufen der Schaltgetriebe 30 und 32. Das Getriebe 24 als Kopplungselement
der Verbrennungskraftmaschine 12 der elektrischen Maschinen 14 und 16 und der Abtriebswelle
34 liefert vier Randbedingungen. Dies sind zwei kinematische Randbedingungen für die
Aggregatedrehzahlen und zwei dynamische Kopplungsbedingungen für die Aggregatemomente.
Unter Berücksichtigung einer Minimierung des Kraftstoffmomentanverbrauchs können diese
Randbedingungen zur Ermittlung der optimalen Fahrstufe für einen minimalen Momentanverbrauch
an Kraftstoff der Verbrennungskraftmaschine 12 und einer Steuerung der Leistung der
Batterie 58 zu Null berücksichtigt werden.
1. Verfahren zur Einstellung eines Betriebspunktes eines Hybridantriebs eines Fahrzeuges,
wobei der Hybridantrieb als Antriebsmaschinen eine Verbrennungskraftmaschine und wenigstens
zwei elektrische Maschinen umfasst und die Antriebswellen der Antriebsmaschinen mit
einem Antriebsstrang des Fahrzeugs wirkverbindbar sind, bei welchem Verfahren in Abhängigkeit
eines Wunschabtriebsmomentes (Signal 48) und einer momentanen Fahrzeuggeschwindigkeit
(Signal 44) Betriebspunkte der elektrischen Maschinen eingestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebspunkte derart eingestellt werden, dass die Summe der mechanischen Leistungen
und der elektrischen Verlustleistungen aller elektrischen Maschinen (14, 16) des Hybridantriebes
(10) gleich Null ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Einstellung der Betriebspunkte der elektrischen Maschinen (14, 16) wenigstens
ein Optimierungskriterium berücksichtigt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Optimierungskriterium ein minimaler Kraftstoffmomentanverbrauch (62) der Verbrennungskraftmaschine
(12) herangezogen wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebspunkte des Hybridantriebes (10) mit Hilfe einer kennfeldbasierten Betriebsstrategie
eingestellt werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl- und Momentvorgabe für die Verbrennungskraftmaschine (12) und die elektrischen
Maschinen (14, 16) sowie die Vorgabe einer Schaltstufe für ein Getriebe (24) erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst alle möglichen Antriebsstrangbetriebspunkte ermittelt werden und aus diesen
möglichen Antriebsstrangbetriebspunkten die das wenigstens eine Optimierungskriterium
berücksichtigenden Betriebspunkte ermittelt werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese optimierten Betriebspunkte in Kennfeldern abgelegt sind, auf die die Betriebsstrategie
zugreift.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine optimale Fahrstufe ermittelt wird und diese optimale Fahrstufe als Soll-Fahrstufe
in Abhängigkeit von definierten Betriebszuständen des Fahrzeuges freigegeben wird.
1. Method for adjusting an operating point of a hybrid drive for a vehicle, with the
hybrid drive having as drive machines an internal combustion engine and at least two
electrical machines, and in which case the drive shafts of the drive machines can
be operatively connected to a drive train in the vehicle, in which method operating
points of the electrical machines are adjusted as a function of a desired drive torque
(signal 48) and an instantaneous vehicle speed (signal 44), characterized in that the operating points are adjusted such that the sum of the mechanical powers and
of the electrical power losses of all the electrical machines (14, 16) in the hybrid
drive (10) is equal to zero.
2. Method according to Claim 1, characterized in that at least one optimization criterion is taken into account for the adjustment of the
operating points of the electrical machines (14, 16).
3. Method according to Claim 2, characterized in that the minimum instantaneous fuel consumption (62) of the internal combustion engine
(12) is used as the optimization criterion.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the operating points of the hybrid drive (10) are adjusted with the aid of an operating
strategy which is based on a family of characteristics.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the rotation speed and torque of the internal combustion engine (12) and of the electrical
machines (14, 16) as well as the gear selected for a gearbox (24) are preset.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that all of the possible drive train operating points are determined first of all, and
those operating points which take account of the at least one optimization criterion
are determined from these possible drive train operating points.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that these optimized operating points are stored in families of characteristics, which
are accessed by the operating strategy.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that an optimum driving gear is determined, and this optimum driving gear is enabled as
the nominal driving gear as a function of defined operating states of the vehicle.
1. Procédé de réglage d'un point de fonctionnement d'un entraînement hybride d'un véhicule,
l'entraînement hybride comprenant un moteur à combustion interne et au moins deux
moteurs électriques qui servent de moteurs d'entraînement dont les arbres d'entraînement
peuvent être reliés en fonctionnement à une chaîne cinématique du véhicule, et selon
lequel des points de fonctionnement des moteurs électriques sont réglés en fonction
d'un couple d'entraînement souhaité (signal 48) et d'une vitesse de véhicule instantanée
(signal 44),
caractérisé en ce que
les points de fonctionnement sont réglés de telle sorte que la somme des puissances
mécaniques et des puissances électriques dissipées de tous les moteurs électriques
(14, 16) de l'entraînement hybride (10) est égale à zéro.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
pendant le réglage des points de fonctionnement des moteurs électriques (14, 16),
on tient compte d'au moins un critère d'optimisation.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
comme critère d'optimisation on extrait une consommation instantanée minimale de carburant
(62) du moteur à combustion interne (12).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on règle les points de fonctionnement de l'entraînement hybride (10) à l'aide d'une
stratégie de fonctionnement basée sur des champs de caractéristiques.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on effectue une prédéfinition du régime et du couple pour le moteur à combustion interne
(12) et les moteurs électriques (14, 16), ainsi que d'un rapport de commutation pour
une boîte de vitesse (24).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
tout d'abord, on détermine tous les points de fonctionnement possibles dans la chaîne
cinématique et, à partir de ces points de fonctionnement possibles dans cette chaîne
cinématique, on détermine les points de fonctionnement tenant compte du critère d'optimisation.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on dépose ces points de fonctionnement optimisés dans des champs de caractéristiques
auxquels accède la stratégie de fonctionnement.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on détermine un rapport de conduite optimal, et ce rapport de conduite optimal, est
délivré, en fonction d'états de fonctionnement définis du véhicule comme rapport de
consigne.