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EP 1 472 501 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.2005 Patentblatt 2005/15 |
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Anmeldetag: 19.12.2003 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/014586 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/072571 (26.08.2004 Gazette 2004/35) |
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ABZUGSEINRICHTUNG FÜR HANDFEUERWAFFEN
TRIGGER MECHANISM FOR SMALL ARMS
SYSTEME DE DETENTE POUR ARMES A FEU DE POING
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
12.02.2003 DE 10305682
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.11.2004 Patentblatt 2004/45 |
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Patentinhaber: S.A.T. Swiss Arms Technology AG |
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8212 Neuhausen (CH) |
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Erfinder: |
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- THOMELE, Adrian
24631 Damendorf (DE)
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Vertreter: Schwarz, Thomas, Dipl.-Ing. et al |
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Charrier Rapp & Liebau,
Postfach 31 02 60 86063 Augsburg 86063 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 111 037 US-A- 3 722 358
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DE-A- 19 545 338
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Abzugseinrichtung für Handfeuerwaffen nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Eine solche Abzugseinrichtung ist aus der DE 3111037 bekannt.
[0002] Es sind bereits Abzugseinrichtungen der eingangs genannten Art bekannt, bei denen
der Schlaghammer bei jedem Schuss zunächst über den Abzug gespannt werden muss. Durch
diese sogenannten DAO-Abzugssysteme (Double Action Only) wird bei einer Waffe eine
hohe Sicherheit gewährleistet, da sie einen gleichbleibenden Abzugswiderstand aufweisen
und nach dem Schiessen ohne zusätzliches Entspannen weggesteckt oder abgelegt werden
können. Allerdings weisen die herkömmlichen DAO-Abzugssysteme einen unveränderlichen
Abzugsweg auf, so dass sowohl zur Abgabe eines ersten Schusses als auch zur Abgabe
weiterer Schüsse jeweils eine gleich große Bewegung des Abzuges erforderlich ist.
[0003] Aus der CH 685 262 A5 ist eine Abzugseinrichtung einer Handfeuerwaffe mit einem Hahn,
einem Abzug und einer mit diesem zusammenwirkenden Abzugsstange bekannt. Bei dieser
bekannten Abzugseinrichtung arbeitet die Abzugsstange mit einem Hahnhalter zusammen,
durch den der Hahn bei einem selbstspannenden Betrieb (single action) in einer gespannten
Stellung und bei einem Betrieb mit Spannabzug (double action) in einer teilvorgespannten
(precocked) Stellung gehalten wird. Beim Betrieb der Waffe mittels Spannabzug wird
der Hahn durch die Bewegung der Abzugsstange zunächst über einen Unterbrecher in die
Spannstellung bewegt, bis das hintere Ende der Spannstange über eine ortsfeste Abschrägung
nach unten bewegt wird. Gleichzeitig wird der Unterbrecher nach oben verschwenkt,
wodurch die Berührung zwischen der Abzugsstange und dem Unterbrecher unterbrochen
wird. Dadurch kann der Hahn zu Abfeuerung eines Schusses nach vorne schnellen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Abzugseinrichtung für Handfeuerwaffen zu schaffen,
deren Funktionsweise im wesentlichen der eines DAO-Abzugsystems (Double Action Only)
entspricht, jedoch die Möglichkeit bietet, ab dem zweiten Schuß mit einem wesentlich
verkürzten Abzugsweg zu schießen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Abzugseinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Abzugseinrichtung wird nach dem Auslösen des ersten Schusses
die Abzugsschiene bereits beim Repetieren des Verschlusses durch Verschiebung des
Steuerschiebers aus einer unteren Auslösestellung in eine obere Fangstellung gebracht.
Dadurch kann der beim Repetieren ebenfalls gespannte Schlaghammer bereits wieder gefangen
und über den Abzug gehalten werden, bevor er seine vollständig entspannte vordere
Ausgangsstellung zur Abgabe des nächsten Schusses erreicht. Wenn der Abzug vom Schützen
nach der Abgabe des Schusses nicht losgelassen wird, kann so der nächste Schuss mit
einem deutlich verkürzten Abzugsweg abgegebenen werden. Wir der Abzug hingegen nach
der Abgabe des Schusses freigegeben, bewegt sich dieser in seine Ausgangsstellung
zurück und zur Abgabe des nächsten Schusses ist wieder der vollständige Abzugsweg
erforderlich. Dadurch wird eine hohe Sicherheit gewährleistet, da die Waffe nach dem
Schießen ohne zusätzliches Entspannen weggesteckt werden kann.
[0007] In einer besonders zweckmäßigen Ausführung der Erfindung ist der Steuerschieber quer
zur Längsachse der Handfeuerwaffe verschiebbar zwischen zwei voneinander beabstandeten
Seitenteilen eines Trägerelements angeordnet. Der Steuerschieber enthält zweckmäßigerweise
einen unteren Steuerradius, durch den die Abzugsschiene in der Ausgangsstellung des
Steuerschiebers in ihre Auslösestellung zur Freigabe des Schlaghammers bewegt wird.
Der Steuerschieber enthält außerdem eine Ausfräsung, in welche die Abzugsschiene in
der nach innen gedrückten Funktionsstellung des Steuerschiebers eingreift. Dabei gelangt
die Abzugsschiene in eine Fangstellung, in welcher der beim Repetieren ebenfalls gespannte
Schlaghammer gefangen werden kann.
[0008] Zur Verschiebung des Steuerschiebers ist in einer bevorzugten Ausführung an einer
den Steuerschieber übergreifenden Seitenwand des Verschlusses eine Vertiefung vorgesehen,
in die der Steuerschieber bei geschlossenem Verschluss eingreift. Wenn der Verschluss
aufgrund des Rückstoßes bei der Schussabgabe verschoben wird, gelangt der Steuerschieber
außer Eingriff mit der Vertiefung und wird nach innen in seine Funktionsstellung gedrückt.
In dieser Stellung springt die Abzugsschiene in die dafür vorgesehene Ausfräsung des
Steuerschiebers ein, wodurch wieder eine Überlappung zwischen einer Fangrast der Abzugsschiene
und einer Feuerrast am Schlaghammer besteht. Gleichzeitig wird der Steuerschieber
durch die Abzugsschiene in seiner nach innen gedrückten Funktionsstellung gehalten.
Wenn der durch die Zurückwärtsbewegung des Verschlusses ebenfalls gespannte Schlaghammer
dann wieder in seine Ausgangsstellung zurückkehrt, gelangt er bereits vor Erreichen
seiner Ausgangsstellung wieder in Eingriff mit der Abzugsschiene und schiebt diese
zurück, so dass sich der Steuerschieber wieder in seine Ausgangsstellung bewegt. In
dieser Stellung ist eine erneute Schussauslösung mit erheblich verkürztem Abzugsweg
möglich.
[0009] Der Steuerschieber enthält einen Führungsstift und einen dazu rechtwinkligen Steuerzapfen,
der in einer entsprechenden Öffnung des zur Abzugsschiene gewandten Seitenteils des
Trägerelements nach außen vorstehend angeordnet ist. Auf dem Führungsstift ist eine
Druckfeder angeordnet, durch die der Steuerzapfen des Steuerschiebers an die angrenzende
Seitenwand des Verschlusses gedrückt wird.
[0010] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Abzugseinrichtung einer Handfeuerwaffe in einer Ausgangsposition
mit komplett entspanntem Schlaghammer in einer Seitenansicht, Unteransicht und einer
Schnittansicht entlang der Linie I-I;
- Figur 2
- die in Figur 1 gezeigte Abzugseinrichtung in einer Auslösestellung;
- Figur 3
- die in Figur 1 gezeigte Abzugseinrichtung beim Öffnen des Verschlusses;
- Figur 4
- die in Figur 1 gezeigte Abzugseinrichtung beim Zurückschwenken des Schlaghammers in
die Ausgangsposition;
- Figur 5
- die in Figur 1 gezeigte Abzugseinrichtung in einer Stellung zur Abgabe eines weiteren
Schusses mit verkürztem Abzugsweg;
- Figur 6
- den Schlaghammer der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Abzugseinrichtung in einer schematischen
Perspektive;
- Figur 7
- die Abzugschiene der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Abzugseinrichtung in einer schematischen
Perspektive und
- Figur 8
- den Steuerschieber der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Abzugeinrichtung in einer
schematischen Perspektive.
[0011] Die in den Figuren 1 bis 5 schematisch dargestellte Abzugseinrichtung einer Handfeuerwaffe
enthält einen Schlaghammer 1, einen Abzug 2 und eine mit diesem gelenkig verbundene
Abzugsschiene 3, über die der Schlaghammer 1 bei der Betätigung des Abzugs 2 zunächst
entgegen der Kraft einer nicht dargestellten Schlaghammerfeder gespannt und anschließend
zum Auslösen eines Schusses freigegeben wird.
[0012] Wie besonders aus Figur 6 hervorgeht, enthält der Schlaghammer 1 an seiner der Abzugsschiene
3 zugewandten Seite eine Freifräsung 4 mit einer Feuerrast 5. Der Schlaghammer 1 weist
außerdem eine oberhalb der Freifräsung 4 angeordnete Querbohrung 6 für eine Schlaghammerachse
7 auf, über die der Schlaghammer 1 zwischen zwei in Figur 1 gezeigten Seitenteilen
8 und 9 eines Trägerelements 10 verschwenkbar angeordnet ist. Über dem Trägerelement
10 ist ein nur in den Schnittansichten von Figur 1 und 3 dargestellter Verschluss
11 verschiebbar geführt. Der am Trägerelement 10 verschwenkbar angeordnete Abzug 2
enthält ein schräg nach oben weisendes seitliches Anlenkteil 12 mit einem seitlich
vorstehenden Gelenkzapfen 13, an dem das vordere Ende der Abzugsschiene 3 angelenkt
ist. Der Abzug 2 mit dem Anlenkteil 12 und dem Gelenkzapfen 13 ist einteilig ausgeführt.
[0013] Die in Figur 7 gesondert dargestellte Abzugsschiene 3 weist an ihrem nach oben abgewinkelten
vorderen Ende eine Bohrung 14 zum Aufstecken auf den seitlich vorstehenden Gelenkzapfen
13 des Abzugs 2 auf. An ihrem nach innen abgekröpften hinteren Ende enthält die Abzugsschiene
3 einen nach oben vorstehenden Steuernocken 15 und eine nach innen weisende Fangrast
16 mit einer Rastkante 17 zum Eingriff in die seitliche Freifräsung 4 des Schlaghammers
1. Bei der gezeigten Ausführung besteht die Fangrast 16 aus einem nach innen rechtwinklig
umgebogenen hinteren Abschnitt der Abzugsschiene 3. Vor dem Steuernocken 15 ist eine
abgerundete Anlagefläche 18 vorgesehen, mit der die Abzugsschiene 3 bei der in Figur
1 gezeigten Ausgangsstellung der Abzugseinrichtung zur Anlage an einem vom Seitenteil
7 nach außen vorstehenden Teil der Schlaghammerachse 7 kommt. Die Abzugsschiene 3
wird über eine den Abzug 2 in seine vordere Ausgangsstellung beaufschlagende - nicht
gezeigte - Abzugsfeder nach hinten und eine ebenfalls nicht gezeigte Abzugsschienenfeder
nach oben beaufschlagt.
[0014] Zwischen den beiden Seitenteilen 8 und 9 des Trägerelements 10 ist ferner ein in
Figur 8 einzeln dargestellter Steuerschieber 19 angeordnet. Dieser besteht aus einem
Führungsstift 20 und einen dazu rechtwinkligen ovalen Steuerzapfen 21, der an seiner
Unterseite einen Steuerradius 22 sowie eine Ausfräsung 23 enthält. An seiner Oberseite
weist der Steuerzapfen 21 eine Einfräsung 24 auf. Außerdem sind an der nach außen
vorstehenden Stirnfläche des Steuerzapfens 21 seitliche Auflaufschrägen 25 und 26
vorgesehen.
[0015] Wie aus Figur 1 hervorgeht, ist der ovale Steuerzapfen 21 des Steuerschiebers 19
in einer entsprechenden Öffnung 27 in dem zur Abzugsschiene 3 gewandten Seitenteil
8 nach außen vorstehend angeordnet. Der Führungsstift 20 des Steuerschiebers 19 ist
mit seinem freien Ende in einer entsprechenden Bohrung 28 des Seitenteils 9 geführt.
Auf dem Führungsstift 20 ist eine zwischen dem Seitenteil 9 und dem Steuerabschnitt
21 eingespannte Druckfeder 29 angeordnet, durch die der Steuerzapfen 21 des Steuerschiebers
19 mit seiner vom Seitenteil 8 nach außen vorstehenden Stirnfläche gegen eine Seitenfläche
30 des Verschlusses 11 gedrückt wird.
[0016] Im folgenden wird die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Abzugseinrichtung anhand
der Figuren 1 bis 5 erläutert.
[0017] Bei der in Figur 1 dargestellten Ausgangsposition der Abzugseinrichtung befindet
sich der Abzug 2 in seiner vorderen Ausgangsstellung. Das hintere Ende der nach oben
federbeaufschlagten Abzugsschiene 3 liegt mit der Anlagefläche 18 an einem seitlich
vorstehenden Teil der Schlaghammerachse 7 an. Der Schlaghammer 1 ist in dieser Stellung
vollständig entspannt und der Steuerschieber 19 nimmt eine im Schnitt I-I gezeigte
Ausgangsstellung ein. In dieser Ausgangsstellung greift der nach außen vorstehende
Steuerzapfen 21 des Steuerschiebers 19 in eine seitliche Vertiefung 31 an der Seitenwand
30 des Verschlusses 11 ein.
[0018] Bei der Betätigung des Abzugs 2 wird der Schlaghammer 1 über die Abzugsschiene 3
entgegen der nicht gezeigten Schlaghammerfeder gespannt. Sobald der Steuernocken 15
der Abzugsschiene 3 am Steuerradius 22 des in der Ausgangsstellung befindlichen Steuerschiebers
19 aufläuft wird die Abzugsschiene 3 gemäß Figur 2 in Richtung des Pfeils nach unten
bewegt, bis die Rastkante 17 der Abzugsschiene 3 in einer unteren Lösestellung aus
der Feuerrast 5 des Schlaghammers 1 austritt und dieser zur Auslösung eines Schusses
freigegeben wird.
[0019] Nach erfolgter Zündung wird der Verschluß 11 der Handfeuerwaffe aufgrund des Rückstoßes
in Richtung des Schlaghammers 1 beschleunigt. Dadurch wird der Schlaghammer 1 gespannt.
Gleichzeitig gelangt der nach außen vorstehende Steuerzapfen 21 des Steuerschiebers
19 aus der Vertiefung 31 der Seitenwand 30, wodurch der Steuerschieber 19 aus seiner
in Figur 1 gezeigten Ausgangsstellung nach innen in eine im Schnitt II-II von Figur
3 dargestellte Funktionsstellung gedrückt wird. In dieser Funktionsstellung des Steuerschiebers
19 springt die Abzugsschiene 3 in die untere Ausfräsung 23, so dass die Fangrast 16
der Abzugsschiene 3 in die Freifräsung 4 des Schlaghammers 1 steht und eine Überlappung
mit der Feuerrast 5 besteht. In dieser angehobenen Fangstellung der Abzugsschiene
3 kann der nach dem Repetieren in seine Ausgangsstellung zurückkehrende Schlaghammer
1 über die Abzugsschiene 3 gefangen werden, bevor er seine vollständig entspannte
vordere Ausgangsstellung erreicht. Gleichzeitig wird der Steuerschieber 19 in dieser
Funktionsstellung fixiert.
[0020] Nachdem sich das Verschlußstück 11 wieder in seiner Ausgangsstellung befindet, bewegt
sich der gespannte Schlaghammer 1 gemäß Figur 4 in Pfeilrichtung, bis er von der Fangrast
16 der Abzugsschiene 3, die sich noch in der in Figur 3 gezeigten Position befindet,
gefangen wird.
[0021] Durch die weitere Vorwärtsbewegung des gespannten Schlaghammers 1 in Pfeilrichtung
von Figur 5 wird der Steuernocken 15 der Abzugsschiene 3 aus der Ausfräsung 23 des
Steuerschiebers 19 geschoben, so dass sich der Steuerschieber 19 in seine Ausgangsstellung
bewegt. In dieser Stellung der Abzugseinrichtung ist die erneute Schussauslösung mit
erheblich verkürztem Abzugsweg möglich.
1. Abzugseinrichtung für Handfeuerwaffen mit einem Schlaghammer (1), einem Abzug (2)
und einer mit diesem zusammenwirkenden Abzugsschiene (3), die durch ein Steuerelement
aus einer Eingriffsstellung zum Spannen des Schlaghammers (1) in eine Lösestellung
zur Freigabe des gespannten Schlaghammers (1) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement ein durch die Bewegung eines Verschlusses (11) beim Repetieren
der Handfeuerwaffe verschiebbarer Steuerschieber (19) ist, durch den die Abzugsschiene
(3) aus ihrer Lösestellung in eine Fangstellung zum Auffangen des beim Repetieren
gespannten Schlaghammers (1) bewegbar ist.
2. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschieber (19) quer zur Längsachse der Handfeuerwaffe verschiebbar zwischen
zwei voneinander beabstandeten Seitenteilen (8, 9) eines Trägerelements (10) angeordnet
ist.
3. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschieber (19) einen Steuerradius (22) zur Bewegung der Abzugsschiene (3)
in ihre Lösestellung und eine Ausfräsung (23) zur Aufnahme der Abzugsschiene (3) in
der Fangstellung enthält.
4. Abzugseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite einer den Steuerschieber (19) übergreifenden Seitenwand (30) des
Verschlusses (11) eine Vertiefung (31) vorgesehen ist, in die der Steuerschieber (19)
bei geschlossenem Verschluss (11) eingreift.
5. Abzugseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschieber (19) einen Führungsstift (20) und einen vom Trägerelement (10)
nach außen vorstehenden Steuerzapfen (21) aufweist.
6. Abzugseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerzapfen (21) des Steuerschiebers (19) in einer Öffnung (27) des zur Abzugsschiene
gewandten Seitenteils (8) des Trägerelements (10) nach außen vorstehend angeordnet
ist.
7. Abzugseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerzapfen (21) an seiner nach außen vorstehenden Stirnfläche schräge Auflaufflächen
(25, 26) aufweist.
8. Abzugseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschieber (19) durch eine Druckfeder (29) gegen eine angrenzende Seitenwand
(30) des Verschlusses (11) gedrückt wird.
9. Abzugseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsschiene einen Steuernocken (15) zum Eingriff mit dem Steuerschieber (19)
ausweist.
10. Abzugseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlaghammer (1) eine seitliche Freifräsung (4) mit einer Feuerrast (5) zum Eingriff
einer Fangrast (16) an der Abzugsschiene (3) aufweist.
1. Trigger mechanism for hand firearms with a hammer (1), a trigger (2) and a trigger
rail (3) which cooperates with the latter and is displaceable by a control element
from an engagement position for cocking the hammer (1) into a release position for
releasing the cocked hammer (1), characterised in that the control element is a control slide (19) which is displaceable by the movement
of a breech (11) during repeat firing of the hand gun and through which the trigger
rail (3) is movable from its release position into a latching position for latching
the hammer (1) which is cocked during repeat firing.
2. Trigger mechanism according to claim 1, characterised in that the control slide (19) is arranged displaceable transversely to the longitudinal
axis of the hand firearm between two spaced side parts (8, 9) of a carrier element
(10).
3. Trigger mechanism according to claim 1 or 2, characterised in that the control slide (19) comprises a control radius (22) for movement of the trigger
rail (3) into its release position and a milled recess (23) for receiving the trigger
rail (3) in the latching position.
4. Trigger mechanism according to one of claims 1 to 3, characterised in that on the inside of a side wall (30) of the breech (11) fitting over the control slide
(19) there is a hollow (31) in which the control slide (19) engages when the breech
(11) is closed.
5. Trigger mechanism according to one of claims 2 to 4 [sic], characterised in that the control slide (19) exhibits a guide pin (20) and a control lug (21) which projects
outwards from the carrier element (10).
6. Trigger mechanism according to claim 5, characterised in that the control lug (21) of the control slide (19) is arranged so that it projects outwards
in an opening (27) of the side part (8) of the carrier element (10) facing towards
the trigger rail.
7. Trigger mechanism according to claim 5 or 6, characterised in that the control lug (21) exhibits bevelled thrust faces (25, 26) on its outwardly projecting
front face.
8. Trigger mechanism according to one of claims 1 to 7, characterised in that the control slide (19) is pressed against an adjoining side wall (30) of the breech
(11) by a compression spring (29).
9. Trigger mechanism according to one of claims 1 to 8, characterised in that the trigger rail exhibits a control cam (15) for engagement with the control slide
(19).
10. Trigger mechanism according to one of claims 1 to 9, characterised in that the hammer (1) exhibits a milled side opening (4) with a firing catch (5) for engagement
of a latching catch (16) on the trigger rail (3).
1. Système de détente pour armes à feu de poing comprenant un percuteur (1), une détente
(2) et un rail de détente (3) coopérant avec ladite détente, lequel rail peut être
déplacé par un élément de commande depuis une position de mise en prise destinée à
armer le percuteur (1) dans une position desserrée destinée à libérer le percuteur
(1) armé, caractérisé en ce que l'élément de commande est un curseur de commande (19) pouvant être déplacé par le
mouvement d'une culasse (11) à l'occasion de la répétition de l'arme à feu de poing,
curseur au moyen duquel le rail de détente (3) peut être déplacé de sa position desserrée
dans une position d'arrêt destinée à intercepter le percuteur (1) armé à l'occasion
de la répétition.
2. Dispositif de détente selon la revendication 1, caractérisé en ce que le curseur de commande (19) est disposé transversalement à l'axe longitudinal de
l'arme à feu de poing de manière à pouvoir se déplacer entre deux parties latérales
(8, 9) distantes l'une de l'autre d'un élément de support (10).
3. Dispositif de détente selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le curseur de commande (19) comprend un rayon de commande (22) destiné à déplacer
le rail de détente (3) dans sa position desserrée et une entaille (23) destinée à
recevoir le rail de détente (3) dans la position d'arrêt.
4. Dispositif de détente selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un creux (31) est prévu sur le côté intérieur d'une paroi latérale (30) de la culasse
(11) s'engageant au-dessus du curseur de commande (19), creux dans lequel se met en
prise le curseur de commande (19) lorsque la culasse (11) est fermée.
5. Dispositif de détente selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que le curseur de commande (19) comprend une goupille de guidage (20) et un tourillon
de guidage (21) dépassant vers l'extérieur de l'élément de support (10).
6. Dispositif de détente selon la revendication 5, caractérisé en ce que le tourillon de commande (21) du curseur de commande (19) est disposé en dépassant
vers l'extérieur dans un orifice (27) de la partie latérale (8) de l'élément de support
(10) tournée vers le rail de détente.
7. Dispositif de détente selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le tourillon de commande (21) comprend sur sa surface frontale dépassant vers l'extérieur
des surfaces inclinées obliques (25, 26).
8. Dispositif de détente selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le curseur de commande (19) est pressé par un ressort de pression (29) contre une
paroi latérale (30) adjacente de la culasse (11).
9. Dispositif de détente selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le rail de détente comprend une came de guidage (15) destinée à se mettre en prise
avec le curseur de commande (19).
10. Dispositif de détente selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le percuteur (1) comprend un fraisage libre latéral (4) avec un enclenchement de
tir (5) destiné à mettre en prise un cran d'arrêt (16) sur le rail de détente (3).