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EP 1 473 372 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.05.2006 Patentblatt 2006/22 |
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Anmeldetag: 11.04.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zum Transportieren metallischer Wekstücke
Apparatus for transporting metallic parts
Dispositif pour le transport de pièces métalliques
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.11.2004 Patentblatt 2004/45 |
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Patentinhaber: Ipsen International GmbH |
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47533 Kleve (DE) |
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Erfinder: |
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- Lemken, Karl-Heinz
47533 Kleve (DE)
- Duin, Johann
47551 Bedburg-Hau (DE)
- Cluse, Georg
47533 Kleve (DE)
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Vertreter: Stenger, Watzke & Ring |
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Kaiser-Friedrich-Ring 70 40547 Düsseldorf 40547 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 893 510 US-A- 5 567 381
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EP-A- 1 229 137
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transportieren metallischer Werkstücke,
insbesondere während eines Wärmebehandlungsprozesses.
[0002] Bekannt ist eine derartige Vorrichtung beispielsweise aus der EP 1 229 137. Sie dient
dem Transfer metallischer Werkstücke zwischen einzelnen Wärmebehandlungskammem, die
im Rahmen eines Wärmebehandlungsprozesses in vorgebbarer Reihenfolge angefahren und
über die Transportvorrichtung be- und entladen werden können.
[0003] Um sicherzustellen, daß nach Abschluß eines in einer Wärmebehandlungskammer durchgeführten
Behandlungsvorganges die Werkstücke nicht unplanmäßig und unkontrolliert abkühlen
und/oder der die Wärmebehandlungskammer umgebenden Atmosphäre ausgesetzt werden, ist
die Vorrichtung zum Transportieren mit einer Transportkammer ausgerüstet, die wärmeisoliert
und vakuumdicht ausgebildet ist. Wärmebehandelte Werkstücke können so ohne den störenden
Einfluß nicht kalkulierbarer Außeneinwirkungen aus der Wärmebehandlungskammer entnommen,
in die Transportkammer übergeben und zur Weiterbehandlung zu einer anderen Wärmebehandlungskammer
transportiert werden.
[0004] Gebildet ist die aus der EP 1 229 137 vorbekannte Vorrichtung zum Transportieren
aus einem relativ zu den einzelnen Wärmebehandlungskammern verfahrbar angeordneten
Fahrgestell, das eine wärmeisoliert und vakuumdicht ausgebildete Transportkammer trägt.
Mittels des Fahrgestells kann die Transportkammer bedarfsgerecht an die einzelnen
Wärmebehandlungskammern herangefahren werden, wobei die Transportkammer für ein exaktes
Ankoppeln an die Wärmebehandlungskammem relativ verfahrbar zum Fahrgestell angeordnet
ist, so daß die Transportkammer auch quer zur Fahrtrichtung des Fahrgestells ausgerichtet
werden kann.
[0005] Die Transportkammer der vorbeschriebenen Transporteinrichtung ist ausgelegt für den
Warmtransport wärmebehandelter Werkstücke. Um Kaltchargen unbeeinflußt, beispielsweise
zu Beginn eines Wärmebehandlungsprozesses zu transportieren, ist die Transportkammer
mittels eines dafür vorgesehenen Kühlgebläses zunächst abzukühlen. Zudem ist die Transportkammer
unter Atmosphärendruck zu setzen, damit die Kaltcharge in die Transportkammer eingeführt
werden kann. Sobald die Kaltcharge in die erste Wärmebehandlungskammer übergeben ist,
ist die Transportkammer sodann aufzuheizen und zu evakuieren, so daß nach einer Beendigung
des Behandlungsprozesses innerhalb der ersten Wärmebehandlungskammer ein von äußeren
Einflüssen befreiter Transport der behandelten Werkstücke zur nächsten Wärmebehandlungskammer
stattfinden kann. Sobald der Wärmebehandlungsprozeß insgesamt abgeschlossen ist muß
die Transportkammer für die erneute Aufnahme einer Kaltcharge entsprechend abgekühlt
und auf atmosphärischen Druck gebracht werden.
[0006] Die im Rahmen der Durchführung eines Wärmebehandlungsprozesses wiederholt durchzuführende
Erwärmung bzw. Abkühlung der Transportkammer ist in nachteiliger Weise sehr energieaufwendig
und kostenintensiv. Gleiches gilt für das Evakuieren und Fluten der Transportkammer,
was im Rahmen einer Verfahrensdurchführung gleichfalls wiederholt durchgeführt werden
muß. Dabei ist ferner von Nachteil, daß ein Evakuierungsvorgang als solcher ebenso
wie das Aufwärmen der Transportkammer sehr zeitintensiv ist, was zu einer insgesamt
verlängerten Verfahrensdurchführung führt.
[0007] Hiervon ausgehend stellt sich der Fachmann die
Aufgabe, eine Vorrichtung zum Transportieren metallischer Werkstücke bereitzustellen, die
unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile bei gleichzeitiger Kosteneinsparung eine
erhöhte Transportkapazität ermöglicht.
[0008] Zur
Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung vorgeschlagen eine Vorrichtung zum Transportieren
metallischer Werkstücke, insbesondere während eines Wärmebehandlungsprozesses, aufweisend
eine wärmeisoliert und vakuumdicht ausgebildete Transportkammer für Warmtransporte,
eine Transporteinrichtung für Kalttransporte, ein erstes verfahrbar angeordnetes Fahrgestell
für die Transportkammer und ein zweites verfahrbar angeordnetes Fahrgestell für die
Transporteinrichtung sowie einen gemeinsamen Antrieb für die Transportkammer und die
Transporteinrichtung, wobei die beiden Fahrgestelle miteinander koppelbar sind.
[0009] Erfindungsgemäß verfügt die vorgeschlagene Transportvorrichtung über eine Transportkammer
für Warmtransporte einerseits und eine Transporteinrichtung für Kalttransporte andererseits.
Zu transportierende Kaltchargen können so in vorteilhafterweise mittels der Transporteinrichtung
transferiert werden, so daß es für den Transport einer Kaltcharge nicht erforderlich
ist, die Transportkammer abzukühlen und auf Atmosphärendruck zu bringen. Energie-
und zeiteinsparend erlaubt die erfindungsgemäße Vorrichtung mithin sowohl den Transport
von Kalt- als auch von Warmchargen, wobei auch eine gleichzeitige Verwendung von Transportkammer
und Transporteinrichtung erfolgen kann.
[0010] Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt in der Möglichkeit
begründet, zwischen Warmtransport einerseits und Kalttransport andererseits unterscheiden
zu können. Lediglich kalt zu transportierende Werkstücke können so auf einfache Weise
transportiert werden, ohne daß es hierfür erforderlich wäre, eine aufgeheizte und
unter Vakuum stehende Transportkammer zunächst herunterzufahren, d. h. abzukühlen
und auf außenatmosphärischen Druck zu bringen. Dies spart insbesondere mit Blick auf
die im Anschluß an einen Kalttransport notwendigerweise durchzuführende Wiederaufheizung
und Evakuierung der Transportkammer nicht nur Energie sondern auch Zeit, so daß mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung insgesamt eine deutlich erhöhte Transportkapazität
erreicht wird. Zudem kann mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein gleichzeitiger
Transport von Warm- und Kaltcharge stattfinden, wodurch eine weitere Transportkapazitäterhöhung
erreicht werden kann.
[0011] Vorgesehen ist für die Transportkammer und die Transporteinrichtung ein gemeinsamer
Antrieb, so daß in vorteilhafterweise ein gleichzeitiges Verfahren sowohl der Transportkammer
als auch der Transporteinrichtung sichergestellt ist. Für ein Be- bzw. Entladen entweder
der Transportkammer oder der Transporteinrichtung ist es lediglich erforderlich, die
erfindungsgemäße Vorrichtung entsprechend weit zu verfahren, so daß bedarfsgerecht
die Transporteinrichtung oder die Transportkammer an die jeweilige Behandlungskammer
angekoppelt werden kann. Auch ist es natürlich möglich, in einem ersten Schritt eine
Behandlungskammer mit der Transportkammer zu koppeln und in einem zweiten Schritt
die Vorrichtung nur derart weit zu verfahren, daß ein und dieselbe Behandlungskammer
alsdann mit der Transporteinrichtung gekoppelt werden kann.
[0012] Erfindungsgemäß verfügt die Vorrichtung über ein erstes verfahrbar angeordnetes Fahrgestell
für die Transportkammer und über ein zweites verfahrbar angeordnetes Fahrgestell für
die Transporteinrichtung, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, daß das erste Fahrgestell
ein hierzu relativ verfahrbar angeordnetes Traggestell für die Transportkammer und
das zweite Fahrgestell ein hierzu relativ verfahrbar angeordnetes Traggestell für
die Transporteinrichtung aufweist. Bei dieser Ausgestaltungsform sind mithin zwei
separate Fahrgestelle vorgesehen. Vorteile dieser Ausgestaltungsform ist die Möglichkeit,
unterschiedliche Fahrgestelle durch Kombination aneinander koppeln zu können. Insbesondere
im Sinne einer Nachrüstung ist dies von Vorteil, denn erlaubt diese Art der Ausgestaltung
die Verbindung einer bereits bestehenden und lediglich eine Transportkammer für Warmtransporte
aufweisenden Vorrichtung mit einer Transporteinrichtung der vorbeschriebenen Art.
Auch kann durch die Möglichkeit der Aneinanderkopplung bedarfsgerecht eine Transportvorrichtung
zusammengestellt werden, die beispielsweise über eine Transportkammer und insgesamt
zwei Transporteinrichtungen verfügt, wobei die beiden Transporteinrichtungen links
wie rechts der Transportkammer angeordnet sind, so daß sich insgesamt eine Vorrichtung
zum Transportieren metallischer Werkstücke ergibt, die eine mittig zwischen zwei Transporteinrichtungen
angeordnete Transportkammer aufweist.
[0013] Gekoppelt werden können die einzelnen Fahrgestelle aneinander auf herkömmliche Art
und Weise, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, daß das die Transportkammer tragende
Fahrgestell über einen entsprechenden Antrieb verfügt.
[0014] Dieses Fahrgestell kann insofern als Zugeinrichtung bezeichnet werden, wohingegen
die angekoppelten und nicht über einen separaten Antrieb verfügenden Fahrgestelle
für die Transporteinrichtung als Anhängeeinrichtung dienen.
[0015] Alternativ zur vorbeschriebenen Ausgestaltungsform kann vorgesehen sein, daß die
Vorrichtung ein verfahrbar angeordnetes Fahrgestell aufweist. Gemäß dieser Ausgestaltungsform
verfügt die erfindungsgemäße Vorrichtung über ein gemeinsames Fahrwerk sowohl für
de Transportkammer als auch für die Transporteinrichtung. Das Fahrgestell bildet gemäß
dieser Ausführungsform mithin ein Gesamtgestell, das insbesondere kostengünstig hergestellt
werden kann. Angeordnet sind auf diesem gemeinsamen Gestell relativ verfahrbar ausgebildete
Traggestelle für die Transportkammer einerseits und die Transporteinrichtung andererseits.
Ermöglicht wird durch diese Art der Anordnung, daß die Transportkammer und die Transporteinrichtung
unabhängig voneinander relativ zum Fahrgestell verfahren werden können, wodurch eine
bedarfsgerechte Ausrichtung entweder der Transportkammer oder der Transporteinrichtung
gegenüber der jeweils anzufahrenden Transportkammer ermöglicht wird.
[0016] Für ein Verfahren der Transportkammer oder der Transporteinrichtung relativ gegenüber
dem Fahrgestell kann je nach Ausgestaltungsform entweder ein gemeinsamer Antrieb oder
ein jeweils separater Antrieb vorgesehen sein. Vorzugsweise ist im Falle der Verkopplung
einzelner Fahrgestelle ein jeweils separater Antrieb für ein Verfahren des Traggestells
gegenüber dem jeweiligen Fahrgestell vorgesehen, denn wird hierdurch eine vereinfachte
Ankopplungsmöglichkeit geschaffen.
[0017] Für ein Be- und Entladen sind die Transportkammer und die Transporteinrichtung gemäß
einem weiteren Merkmal der Erfindung jeweils mit einem separaten Ladesystem bestückt.
Beschrieben ist ein entsprechendes Ladesystem in der EP 1 229 137, auf die an dieser
Stelle ausdrücklich verwiesen wird.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Transporteinrichtung
eine Transportkammer ist. Insbesondere aus Kostengründen ist dies von Vorteil, denn
lassen sich der Einfachheit halber vorbeschriebene Transportkammern auch als Transporteinrichtung
verwenden, wobei sämtliche Einrichtungen zur Aufheizung oder Evakuierung der Transportkammer
entfallen können. Auch ist es nicht erforderlich, eine Antriebseinheit vorzusehen,
da die im weiteren als Transporteinrichtung für Kaltchargen dienende Transportkammer
an eine mit einem Antrieb versehene Transportkammer anzukoppeln ist.
[0019] Vorgeschlagen wird mit der Erfindung ferner eine Anlage zur Wärmebehandlung insbesondere
metallischer Werkstücke mit einer Mehrzahl von separat angeordneten Behandlungskammern,
wobei diese Anlage Transportvorrichtungen der vorgenannten Art umfaßt. Ermöglicht
wird durch derartige Anlagen eine vereinfachte und weniger zeit- wie kostenaufwendige
Verfahrensdurchführung zur Wärmebehandlung metallischer Werkstücke. Vorgesehen ist
dabei, daß die Transportkammer und die Transporteinrichtung unabhängig voneinander
be- und entladbar sind, so daß je nach Verfahrensdurchführung wahlweise entweder die
Transportkammer oder die Transporteinrichtung an eine Behandlungskammer herangefahren
und be- bzw. entladen werden kann.
[0020] Gemäß einem weiteren Merkmal der Anlage ist vorgesehen, daß die Transporteinrichtung
beidseitig be- und entladbar ausgebildet ist. Diese Ausgestaltungsform ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn beidseitig des Fahrweges für die Transportvorrichtung Behandlungskammem
angeordnet sind, so daß es ohne aufwendigen Rangieraufwand möglich ist, ein und dieselbe
Transporteinrichtung für das Be- bzw. Entladen der beidseitig jeweils angeordneten
Behandlungskammem zu verwenden.
[0021] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung anhand
der Fig. 1, die eine erfindungsgemäße Vorrichtung zeigt.
[0022] Dargestellt in Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Transportieren
insbesondere metallischer Werkstücke. Die Vorrichtung 1 umfaßt einerseits eine wärmeisoliert
und vakuumdicht ausgebildete Transportkammer 2 für Warmtransporte sowie andererseits
eine Transporteinrichtung 3 für Kalttransporte. Getragen sind die Transportkammer
2 von einem Fahrgestell 5 und die Transporteinrichtung 3 von einem Fahrgestell 4.
In einem gelenkigen Lospunkt 6 sind die beiden Fahrgestelle 4 und 5 miteinander gekoppelt,
so daß insgesamt eine gemeinsame Fahrgestell-Einheit entsteht. Der gelenkige Lospunkt
dient dabei dem Ausgleich von Schienenunebenheiten, so daß in jedem Fall gewährleistet
ist, daß die die Fahrgestelle 4 und 5 tragenden Rollen 7 in jedem Fall Kontakt zur
Schiene 8 haben.
[0023] Alternativ zur Verkopplung zweier Fahrgestelle 4 und 5 kann auch vorgesehen sein,
für die Transportkammer 2 und die Transporteinrichtung 3 ein gemeinsames Fahrgestell
vorzusehen, welches dann sowohl die Transportkammer 2 als auch die Transporteinrichtung
3 trägt.
[0024] Angetrieben wird die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 über einen in der Fig. 1 nicht
näher dargestellten Antrieb, der Bestandteil des die Transportkammer 2 tragenden Fahrgestells
5 ist. Dieses Fahrgestell 5 dient mithin als Zugeinrichtung für das Fahrgestell 4,
welches infolge der kraftübertragenden Ankopplung als Anhängereinrichtung bezeichnet
werden kann.
[0025] Bezüglich des genauen Aufbaus und der Funktionsweise der Transportkammer 2 sowie
des die Transportkammer 2 tragenden Fahrgestells 5 wird auf den Inhalt der europäischen
Patentanmeldung EP 1 229 137 A1 verwiesen.
[0026] Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß die Beiordnung
eines lediglich dem Kaltchargentransport dienenden Transporteinrichtung die Möglichkeit
schafft, die für Warmtransporte ausgelegte Transportkammer 2 nicht ständig aufheizen
und abkühlen zu müssen. Auch erübrigt sich mit der zusätzlichen Verwendung der Transporteinrichtung
3 ein wieder holtes Evakuieren der Transportkammer 2, was in vorteilhafterweise nicht
nur energie- sondern auch zeitsparend ist.
[0027] Für eine Be- und Entladung der Transporteinrichtung 3 ist ein Ladesystem in Form
einer Druckkette 9 vorgesehen. Diese ermöglicht in vorteilhafterweise ein einfach
durchzuführendes Beschicken der vorzugsweise nach Form eines Ladetisches ausgebildeten
Aufnahme der Transporteinrichtung 3. Dabei ist die Druckkette 9 vorzugsweise derart
angeordnet, daß ein beidseitiges Be- und Entladen der Transporteinrichtung 3 möglich
ist. Zur Sicherung der Charge auf der Transporteinrichtung 3 sind zudem Chargenführungen
10 mit Einlaufschrägen vorgesehen.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Transportvorrichtung
- 2
- Transportkammer
- 3
- TransporternrIchtung
- 4
- Fahrgestell
- 5
- Fahrgestell
- 6
- Lospunkt
- 7
- Rolle
- 8
- Schiene
- 9
- Druckkette
- 10
- Chargenführung
1. Vorrichtung zum Transportieren metallischer Werkstücke, insbesondere während eines
Wärmebehandlungsprozesses, aufweisend eine wärmeisoliert und vakuumdicht ausgebildete
Transportkammer (2) für Warmtransporte, eine Transporteinrichtung (3) für Kalttransporte,
ein erstes verfahrbar angeordnetes Fahrgestell (5) für die Transportkammer (2) und
ein zweites verfahrbar angeordnetes Fahrgestell (4) für die Transporteinrichtung (3)
sowie einen gemeinsamen Antrieb für die Transportkammer (2) und die Transporteinrichtung
(3), wobei die beiden Fahrgestelle (4, 5) miteinander koppelbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Fahrgestell (5) ein hierzu relativ verfahrbar angeordnetes Traggestell
für die Transportkammer (2) und das zweite Fahrgestell (4) ein hierzu relativ verfahrbar
angeordnetes Traggestell für die Transporteinrichtung (3) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Fahrgestell (5) für die Transportkammer (2) und das zweite Fahrgestell
(4) für die Transporteinrichtung (3) zu einem Gesamtgestell miteinander kombiniert
ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportkammer (2) und die Transporteinrichtung (3) jeweils über ein separates
Ladesystem verfügen.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung (3) einen Ladetisch aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung (3) eine Transportkammer ist.
7. Anlage zur Wärmebehandlung insbesondere metallischer Werkstücke mit einer Mehrzahl
von separat angeordneten Behandlungskammern, umfassend eine Transportvorrichtung (1)
nach einem der Ansprüche 1 bis 6.
8. Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportkammer (2) und die Transporteinrichtung (3) unabhängig voneinander be-
und entladbar sind.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung (3) beidseitig be- und entladbar ist.
1. Device for transporting metal workpieces, particularly during a heat treatment process,
comprising a transport chamber (2) which is constructed so as to be heat-insulated
and vacuum-tight for transport of hot products, a transport arrangement (3) for transport
of cold products, a first movably disposed carriage (5) for the transport chamber
(2) and a second movably disposed carriage (4) for the transport arrangement (3) as
well as a common drive for the transport chamber (2) and the transport arrangement
(3), wherein the two carriages (4, 5) can be coupled to one another.
2. Device as claimed in Claim 1, characterised in that the first carriage (5) has a supporting frame disposed so as to be movable relative
thereto for the transport chamber (2) and the second carriage (4) has a supporting
frame disposed so as to be movable relative thereto for the transport arrangement
(3).
3. Device as claimed in Claim 1 or 2, characterised in that the first carriage (5) for the transport chamber (2) and the second carriage (4)
for the transport arrangement (3) are constructed so that they are combined with one
another to form a complete chassis.
4. Device as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the transport chamber (2) and the transport arrangement (3) each have a separate
loading system.
5. Device as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the transport arrangement (3) has a loading table.
6. Device as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the transport arrangement (3) is a transport chamber.
7. Installation for the heat treatment in particular of metal workpieces, with a plurality
of separately disposed treatment chambers, comprising a transport (1) device as claimed
in any one of Claims 1 to 6.
8. Installation as claimed in Claim 7, characterised in that the transport chamber (2) and the transport arrangement (3) can be loaded and unloaded
independently of one another.
9. Installation as claimed in any one of Claims 7 or 8, characterised in that the transport arrangement (3) can be loaded and unloaded on both sides.
1. Dispositif pour le transport des pièces métalliques, en particulier pendant un processus
de traitement thermique, comprenant une chambre de transport (2) pour des transports
chauds, conçue en étant isolée thermiquement et étanche au vide, une installation
de transport (3) pour des transports chauds, un premier chariot (5) disposé de façon
mobile pour la chambre de transport (2) et un second chariot (4) disposé de façon
mobile pour l'installation de transport (3) ainsi qu'un entraînement commun pour la
chambre de transport (2) et le dispositif de transport (3), les deux chariots (4,
5) pouvant être couplés l'un à l'autre.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier chariot (5) comprend un bâti de support disposé de façon mobile par rapport
à celui-ci pour la chambre de transport (2) et le second chariot (4) comprend un bâti
de support disposé de façon mobile par rapport à celui-ci pour l'installation de transport
(3).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier chariot (5) pour la chambre de transport (2) et le second chariot (4)
pour l'installation de transport (3) sont conçus en étant combinés l'un à l'autre
pour former un bâti d'ensemble.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la chambre de transport (2) et l'installation de transport (3) disposent respectivement
d'un système de chargement séparé.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'installation de transport (3) comprend une table de chargement.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'installation de transport (3) est une chambre de transport.
7. Equipement destiné au traitement thermique en particulier de pièces métalliques avec
une pluralité de chambres de traitement disposées séparément, comprenant un dispositif
de transport (1) selon l'une des revendications 1 à 6.
8. Equipement selon la revendication 7, caractérisé en ce que la chambre de transport (2) et l'installation de transport (3) peuvent être chargées
et déchargées indépendamment l'une de l'autre.
9. Equipement selon l'une des revendications 7 à 8, caractérisée en ce que l'installation de transport (3) peut être chargée et déchargée des deux côtés.
