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<heading id="h0001">Stand der Technik</heading>
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung geht von einer Vorrichtung zur Steuerung des Drehmoments einer Antriebseinheit eines Fahrzeugs nach der Gattung des Hauptanspruchs aus.</p>
<p id="p0002" num="0002">Aus der <patcit id="pcit0001" dnum="DE4304779"><text>DE 43 04 779</text></patcit> ist bereits eine Vorrichtung zur Steuerung des Drehmoments einer Antriebseinheit eines Fahrzeugs bekannt. Diese umfasst Mittel, die einen Sollwert für das von der Antriebseinheit abzugebende Drehmoment ermitteln. Sie umfasst weiterhin Mittel, die den vorgegebenen Sollwert unter Berücksichtigung von Belastungen der Antriebseinheit einstellen. Ferner sind Korrekturmittel vorgesehen, die den Sollwert für das abzugebende Drehmoment wenigstens in Abhängigkeit von den Verlustmomenten der Antriebseinheit und/oder vom Drehmomentenbedarf zusätzlicher, die Antriebseinheit belastender Verbraucher korrigieren.</p>
<heading id="h0002">Vorteile der Erfindung</heading>
<p id="p0003" num="0003">Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Steuerung des Drehmoments einer Antriebseinheit eines Fahrzeugs mit den Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, dass die zweiten Mittel erste Verlustmomente der Antriebseinheit<!-- EPO <DP n="2"> --> und/oder ersten Drehmomentenbedarf der zusätzlichen, die Antriebseinheit belastenden Verbraucher in Abhängigkeit einer Motordrehzahl und eines Leerlauf-Drehzahlsollwertes einer Leerlaufdrehzahlregelung zur Korrektur des einzustellenden Drehmomentes gewichten, und zwar nur dann, wenn der zeitliche Verlauf der ersten Verlustmomente und/oder des ersten Drehmomentenbedarfs beim Betrieb der Antriebseinheit bzw. der Verbraucher frei von Sprüngen ist. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich solche Verlustmomente oder solcher Drehmomentenbedarf, deren zeitlicher Verlauf beim Betrieb der Antriebseinheit bzw. der Verbraucher sprungbehaftet ist, bei einem solchen Sprung über- oder unterproportional auf die Korrektur des einzustellenden Drehmomentes auswirken. Somit werden Komforteinbußen für den Fahrer weitgehend vermieden.</p>
<p id="p0004" num="0004">Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Vorrichtung möglich.</p>
<p id="p0005" num="0005">Besonders vorteilhaft ist es, wenn die zweiten Mittel die Gewichtung mittels eines Quotienten aus dem LeerlaufDrehzahlsollwert und der Motordrehzahl durchführen. Auf diese Weise wird ein Über- oder Unterschwingen der Antriebseinheit weitestgehend vermieden, ohne dass die Leerlaufdrehzahlregelung aktiviert werden muss.</p>
<p id="p0006" num="0006">Ein weiterer Vorteil ergibt sich, wenn die zweiten Mittel aus dem Quotienten mittels einer Kennlinie einen Wichtungsfaktor für die Gewichtung ableiten. Auf diese Weise lassen sich indirekt auch solche Verlustmomente und/oder solcher Drehmomentenbedarf bei der Verhinderung von Über- oder Unterschwingen der Antriebseinheit berücksichtigen, deren zeitlicher Verlauf beim Betrieb der Antriebseinheit bzw. der Verbraucher sprungbehaftet ist.<!-- EPO <DP n="3"> --></p>
<p id="p0007" num="0007">Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die zweiten Mittel zweite Verlustmomente der Antriebseinheit und/oder zweiten Drehmomentenbedarf der zusätzlichen, die Antriebseinheit belastenden Verbraucher nur additiv zur Korrektur des einzustellenden Drehmomentes berücksichtigen, wenn deren zeitlicher Verlauf beim Betrieb der Antriebseinheit bzw. der Verbraucher sprungbehaftet ist, insbesondere bei Schaltvorgängen. Auf diese Weise werden die zweiten Verlustmomente und/oder der zweite Drehmomentenbedarf mit dem Faktor 1 gewichtet berücksichtigt, so dass Sprünge im zeitlichen Verlauf der zweiten Verlustmomente und/oder des zweiten Drehmomentenbedarfs sich nicht über- oder unterproportional auf die Korrektur des einzustellenden Drehmoments auswirken.</p>
<heading id="h0003">Zeichnung</heading>
<p id="p0008" num="0008">Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 ein Blockschaltbild eines Fahrzeugs mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Steuerung des Drehmoments einer Antriebseinheit und Figur 2 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Vorrichtung.</p>
<heading id="h0004">Beschreibung des Ausführungsbeispiels</heading>
<p id="p0009" num="0009">In Figur 1 kennzeichnet 35 ein Fahrzeug, von dem der Übersichtlichkeit halber nur die zum Verständnis der Erfindung notwendigen Elemente dargestellt sind. Das Fahrzeug 35 umfasst dabei eine Antriebseinheit 5, insbesondere einen Motor. Dabei handelt es sich vorzugsweise um eine Brennkraftmaschine, in anderen vorteilhaften Ausführungsformen kann diese Antriebseinheit 5 auch auf der Basis alternativer Antriebskonzepte arbeiten und beispielsweise einen Elektromotor darstellen. Die Antriebseinheit 5 ist über eine erste Welle 40 mit einem Wandler 20 einer Getriebeeinheit 45 verknüpft. Die erste Welle 40 ist dabei prinzipiell mit einem<!-- EPO <DP n="4"> --> ersten Turbinenrad 50 verbunden, während ein zweites Turbinenrad 55 des Wandlers 20 mit einer zweiten Welle 60 verknüpft ist. Die zweite Welle 60 führt auf das Getriebe 65, dessen Ausgangswelle 70 die Abtriebswelle des Antriebsstranges des Fahrzeugs 35 darstellt. Der Antriebsstrang des Fahrzeugs 35 umfasst dabei im wesentlichen die Antriebseinheit 5, die Getriebeeinheit 45 und die Wellen 40, 60, 70. Zur Messung von Drehzahlen sind folgende Messeinrichtungen vorgesehen. Eine erste Messeinrichtung 75 erfasst die Drehzahl der ersten Welle 40 und damit die Drehzahl n_mot der Antriebseinheit 5. Eine erste Verbindungsleitung 76 führt von der ersten Messeinrichtung 75 zu einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, die im folgenden beispielhaft als elektronische Steuereinheit ausgebildet sein soll. Eine zweite Messeinrichtung 80 erfasst die Drehzahl der zweiten Welle 60 und damit die sogenannte Turbinendrehzahl n_turb des Wandlers 20. Eine zweite Verbindungsleitung 81 verknüpft die zweite Messeinrichtung 80 mit der elektronischen Steuereinheit 1. Eine dritte Messeinrichtung 85 erfasst die Drehzahl der Ausgangswelle 70 und damit die Abtriebsdrehzahl n_ab des Antriebsstranges. Eine dritte Verbindungsleitung 86 verbindet die dritte Messeinrichtung 85 mit der elektronischen Steuereinheit 1. Ferner führt vom Getriebe 65 eine vierte Verbindungsleitung 87 zur elektronischen Steuereinheit 1. Über die vierte Verbindungsleitung 87 wird gegebenenfalls ein die Getriebestellung repräsentierendes Signal Ü übertragen.</p>
<p id="p0010" num="0010">Eine fünfte Verbindungsleitung 88 verbindet die elektronische Steuereinheit 1 mit einem vom Fahrer des Fahrzeugs 35 betätigbaren Bedienelement 90, das beispielsweise als Fahrpedal ausgebildet sein kann. Ferner sind Eingangsleitungen 91 bis 93 vorgesehen, welche die elektronische Steuereinheit 1 mit Messeinrichtungen 95 bis 97 für Betriebsgrößen der Antriebseinheit 5, des Antriebsstranges und/oder des Fahrzeugs 35 verbinden. Eine Leitung 100 stellt symbolisch die Ausgangsleitungen der elektronischen Steuereinheit 1 dar, die<!-- EPO <DP n="5"> --> auf eine oder mehrere Stelleinrichtungen 105 geführt sind. Diese stellen die Leistungsparameter der Antriebseinheit 5 ein, was durch die sechste Verbindungsleitung 89 symbolisiert ist.</p>
<p id="p0011" num="0011">Ist die Getriebeeinheit 45 ein elektronisch steuerbares Getriebe mit elektronisch steuerbarem Wandler 20, so können weiter Ausgangsleitungen 101 und 102 der elektronischen Steuereinheit 1 vorgesehen sein, die die elektronische Steuereinheit 1 zu Steuerzwecken mit dem Getriebe 65 bzw. dem Wandler 20 verbinden.</p>
<p id="p0012" num="0012">Aus dem über die fünfte Verbindungsleitung 88 vom Bedienelement 90 übermittelten Fahrerwunsch bildet die elektronische Steuereinheit 1 einen Sollwert für das vom Antriebsstrang zur Erfüllung des Fahrerwunsches abzugebende Abtriebsmoment. Dieser Sollwert des Abtriebsmomentes wird von der elektronischen Steuereinheit 1 durch eine im Hinblick auf minimalen Kraftstoffverbrauch oder maximale Beschleunigung, und so weiter gewählte Kombination einer Einstellung der Getriebeeinheit 45 sowie eines bei dieser Einstellung der Getriebeeinheit 45 zur Bereitstellung des Abtriebssollmomentenwertes erforderliches, von der Antriebseinheit 5 an die erste Welle 40 abzugebende Drehmoment umgesetzt.</p>
<p id="p0013" num="0013">Dabei wird je nach Ausführung der Getriebeeinheit 45 die gewünschte Einstellung durch Einlegen eines vorbestimmten Übersetzungsverhältnisses des Getriebes 65 über die Ausgangsleitung 101 und gegebenenfalls eine Steuerung des Wandlers 20 über die Ausgangsleitung 102 vorgenommen. Zur Bereitstellung des im Ausgang der Antriebseinheit 5 erforderlichen Drehmoments berechnet die elektronische Steuereinheit 1 unter Berücksichtigung der erfassten Drehzahlwerte sowie weiterer, von den Messeinrichtungen 95 bis 97 erfassten Betriebsgrößen der Antriebseinheit 5 bzw. des Antriebsstranges und/oder des Fahrzeugs 35 einen Wert zur Einstellung der<!-- EPO <DP n="6"> --> Leistungsparameter der Antriebseinheit 5. Dieser Wert bzw. diese Werte werden über die Ausgangsleitung 100 an die Stelleinrichtung 105 übermittelt, welche über die symbolisierte sechste Verbindungsleitung 89 die vorgegebenen Leistungsparameterwerte einstellt. Bei Brennkraftmaschinen wird zur Leistungseinstellung die Luftzufuhr zur Brennkraftmaschine reguliert sowie die einzuspritzende Kraftstoffmenge bzw. der einzustellende Zündwinkel bestimmt. In anderen Ausführungsbeispielen, beispielsweise im Falle eines Elektroantriebs, bildet den Leistungsparameter der durch die Wicklung des Motors fließende Strom, wobei die Stelleinrichtung 105 in diesem Fall die entsprechenden Schaltungselemente zur Einstellung des durch die Motorwicklung fließenden Stroms repräsentieren.</p>
<p id="p0014" num="0014">Im Falle von Handschaltbetrieben bestimmt die elektronische Steuereinheit 1 das von der Antriebseinheit 5 abzugebende Drehmoment zur Einstellung des Abtriebsmomentensollwerts mittels eines Kennfelds abhängig vom Fahrerwunsch.</p>
<p id="p0015" num="0015">Wird diese erfindungsgemäße Vorgehensweise im Rahmen einer Leerlaufregelung angewendet, ohne dass der Fahrerwunsch ermittelt und in der oben beschriebenen Weise verarbeitet wird, erfolgt gegebenenfalls die Steuerung der Getriebeeinheit 45 abhängig von Faktoren wie Drehzahl und Last, wobei im Leerlauf- und leerlaufnahen Betrieb (Fahrpedal losgelassen, keine Schubabschaltung) eine Leerlaufregelung aktiv ist, bei der die Leistungsparameter des Motors im Sinne einer Annäherung der Ist-Drehzahl an eine Soll-Drehzahl gesteuert werden.</p>
<p id="p0016" num="0016">Alternativ kann der Sollwert für das vom Antriebsstrang abzugebende Abtriebsmoment auch im Rahmen einer Fahrgeschwindigkeitsregelung, beispielsweise unter Verwendung eines Tempomates, erfolgen. Für die Erfindung ist es letztlich unerheblich, von welcher Komponente oder Regelung der Sollwert<!-- EPO <DP n="7"> --> für das vom Antriebsstrang abzugebende Abtriebsmoment vorgegeben wird. Die diesbezüglich gemachten Angaben haben lediglich beispielhaften Charakter, die andere möglichen Anwendungen nicht ausgrenzen sollen.</p>
<p id="p0017" num="0017">Figur 2 zeigt ein Übersichtsblockschaltbild der elektronischen Steuereinheit 1 mit Blick auf die nachstehend beschriebene erfindungsgemäße Vorgehensweise, welche anhand des Ausführungsbeispiels für eine Brennkraftmaschine beschrieben wird, ohne andere mögliche Anwendungen auszugrenzen. Dabei werden die Elemente, die bereits anhand von Figur 1 beschrieben wurden, mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.</p>
<p id="p0018" num="0018">Die elektronische Steuereinheit 1 umfasst dabei erste Mittel 10, die den Sollwert für das von der Antriebseinheit 5 abzugebende Drehmoment ermitteln. Die ersten Mittel 10 sind dabei in diesem Ausführungsbeispiel eingangsseitig über die fünfte Verbindungsleitung 88 mit dem Bedienelement 90 verbunden, das den Fahrerwunsch erfasst. Ausgangsleitungen der ersten Mittel 10 stellen die Leitungen 101 und 102 zur Steuerung des Getriebes 65 und des Wandlers 20 der Getriebeeinheit 45 sowie eine Leitung 110 dar, die auf einen ersten Verknüpfungspunkt 115 führt. Ausgangsseitig ist der erste Verknüpfungspunkt 115 über die Ausgangsleitung 100 mit der Stelleinrichtung 105 verbunden.</p>
<p id="p0019" num="0019">Die erfindungsgemäße Vorgehensweise beruht auf den nachfolgend dargestellten allgemeinen physikalischen Überlegungen. Der auf der Leitung 110 übermittelte Sollwert für das von der Antriebseinheit 5 abzugebende Drehmoment stellt im Falle einer Brennkraftmaschine einen Sollwert für das sogenannte indizierte Motordrehmoment dar, mit anderen Worten, für das aufgrund des Verbrennungsvorgangs der Brennkraftmaschine erzeugte Motordrehmoment. Das zur Bereitstellung des gewünschten Abtriebsmomentes erforderliche Motordrehmoment erhöht<!-- EPO <DP n="8"> --> sich dadurch, dass ein Teil dieses Motordrehmomentes nicht zum Antrieb des Fahrzeugs zur Verfügung steht, sondern zum Betrieb von Nebenaggregaten sowie zur Kompensation von Verlusten aufzuwenden ist. Daher ergibt sich im ersten Verknüpfungspunkt 115 eine Addition des Sollwertes für das Motordrehmoment mit den aufgrund von Kennfeldern ermittelten, aktuellen Anteilen des Verlustmomentes und des Drehmomentenbedarfs der Nebenaggregate. Die Ermittlung der Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und des Drehmomentenbedarfs der Nebenaggregate, die zusätzliche, die Antriebseinheit 5 belastende Verbraucher darstellen, kann beispielsweise wie in der <patcit id="pcit0002" dnum="DE4304779A1"><text>DE 43 04 779 A1</text></patcit> beschrieben erfolgen, die bezüglich der Ermittlung der Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und des Drehmomentenbedarfs der Nebenaggregate Teil der Offenbarung ist.</p>
<p id="p0020" num="0020">Der erste Verknüpfungspunkt 115 ist somit Teil von zweiten Mitteln 15, die den Sollwert für das von der Antriebseinheit 5 abzugebende Drehmoment unter Berücksichtigung von Belastungen der Antriebseinheit 5 einstellen, wobei diese zweiten Mittel 15 das einzustellende Drehmoment in Abhängigkeit von den Verlustmomenten der Antriebseinheit 5 und/oder vom Drehmomentenbedarf der zusätzlichen, die Antriebseinheit 5 belastenden Verbraucher korrigieren. Die zweiten Mittel 15 umfassen dazu zusätzlich Momentenerfassungs- und -auswertemittel 120, die eingangsseitig über die Verbindungs- und Eingangsleitungen 76 bis 93 mit den Messeinrichtungen 75 bis 97 verbunden sind. In der grundsätzlich aus der <patcit id="pcit0003" dnum="DE4304779A1"><text>DE 43 04 779 A1</text></patcit> bekannten Weise ermitteln die Momentenerfassungs- und -auswertemittel 120 aus den zugeführten Messergebnissen der Messeinrichtungen 75 bis 97 beispielsweise anhand von Kennfeldern, die Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder den Drehmomentenbedarf der Nebenaggregate. Erfindungsgemäß unterscheiden die Momentenerfassungs- und -auswertemittel 120 die ermittelten Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder den ermittelten Drehmomentenbedarf der Nebenaggregate in erste Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder<!-- EPO <DP n="9"> --> ersten Drehmomentenbedarf der zusätzlichen, die Antriebseinheit 5 belastenden Verbraucher, deren zeitlicher Verlauf beim Betrieb der Antriebseinheit 5 bzw. der Verbraucher frei von Sprüngen ist, und in zweite Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder zweiten Drehmomentenbedarf der zusätzlichen, die Antriebseinheit 5 belastenden Verbraucher, deren zeitlicher Verlauf beim Betrieb der Antriebseinheit 5 bzw. der Verbraucher sprungbehaftet ist, insbesondere bei Schaltvorgängen. Die zweiten Verlustmomente und/oder der zweite Drehmomentenbedarf werden über eine Leitung 125 einem zweiten Verknüpfungspunkt 130 zugeführt. Der zweite Verknüpfungspunkt 130 ist ausgangsseitig über eine Leitung 135 mit dem ersten Verknüpfungspunkt 115 verbunden. Die ersten Verlustmomente und/oder der erste Drehmomentenbedarf sind über eine Leitung 140 einem dritten Verknüpfungspunkt 145 zugeführt, der ausgangsseitig über eine Leitung 150 mit dem zweiten Verknüpfungspunkt 130 verbunden ist.</p>
<p id="p0021" num="0021">Ferner ist ein Leerlaufdrehzahlregler 25 vorgesehen, dem über die erste Verbindungsleitung 76 die Drehzahl der Antriebseinheit 5 und über eine Leitung 155 ein Leerlaufdrehzahlsollwert n_soll zugeführt wird, welcher in einer Berechnungseinheit 160 aus Betriebsgrößen der Antriebseinheit 5 und/oder des Fahrzeugs 35, die über die Leitungen 91 bis 93 zugeführt werden und von den Messeinrichtungen 95 bis 97 erfasst werden, gebildet wird. Eine Ausgangsleitung 165 des Leerlaufdrehzahlreglers 25 ist ebenfalls dem zweiten Verknüpfungspunkt 130 zugeführt. Die Ermittlung des Leerlaufdrehzahlsollwertes n_soll erfolgt dabei ebenfalls in der aus der <patcit id="pcit0004" dnum="DE4304779A1"><text>DE 43 04 779 A1</text></patcit> bekannten Weise, die diesbezüglich ebenfalls Teil der Offenbarung ist.</p>
<p id="p0022" num="0022">Der Leerlaufdrehzahlsollwert n_soll wird von der Berechnungseinheit 160 auf einer weiteren Ausgangsleitung 170 auch einem vierten Verknüpfungspunkt 175 zugeführt. Dem vierten Verknüpfungspunkt 175 ist außerdem die Turbinendrehzahl über<!-- EPO <DP n="10"> --> die zweite Verbindungsleitung 81 zugeführt. Dabei soll der Klarstellung halber bezüglich Figur 2 erwähnt sein, dass die Verwendung gleicher Bezugszeichen für verschiedene Leitungen, wie beispielsweise im Fall der ersten Verbindungsleitung 76, der zweiten Verbindungsleitung 81 und der Eingangsleitungen 91 bis 93 verdeutlichen sollen, dass im Falle bezugszeichengleicher Leitungen die gleiche Eingangsgröße von der zugehörigen Messeinrichtung zugeführt wird.</p>
<p id="p0023" num="0023">Vom vierten Verknüpfungspunkt 175 führt eine Ausgangsleitung 180 auf dritte Mittel 185 zur Realisierung einer Kennlinie 30. Ausgangsseitig sind die dritten Mittel 185 über eine Leitung 190 mit dem dritten Verknüpfungspunkt 145 verbunden.</p>
<p id="p0024" num="0024">Im ersten Verknüpfungspunkt 115 wird eine Addition der Eingangsgrößen durchgeführt. Im dritten Verknüpfungspunkt 145 wird eine Multiplikation der Eingangsgrößen durchgeführt. Im vierten Verknüpfungspunkt 175 wird eine Division der Eingangsgrößen durchgeführt. Dabei wird der Leerlaufdrehzahlsollwert n_soll durch die Motordrehzahl n_mot geteilt. Durch die zweiten Mittel 15 werden die Belastungen der Antriebseinheit 5 durch die Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder vom Drehmomentenbedarf zusätzlicher Nebenaggregate bereits in Form einer Vorsteuerung berücksichtigt, so dass sie nicht später über den Leerlaufdrehzahlregler 25 kompensiert werden müssen. Das vom Fahrer gewünschte, von der Antriebseinheit 5 abzugebende Drehmoment kann auf diese Weise vergleichsweise genau und im wesentlichen konstant eingestellt werden. Durch Berücksichtigung der Belastungen der Antriebseinheit 5 mittels der Vorsteuerung können Über- oder Unterschwinger im zeitlichen Verlauf des von der Antriebseinheit 5 abgegebenen Drehmoments weitestgehend vermieden werden, ohne dass dazu der Leerlaufdrehzahlregler 25 eingreifen muss.<!-- EPO <DP n="11"> --></p>
<p id="p0025" num="0025">Im einfachsten Fall kann auf die dritten Mittel 185 verzichtet werden und die Ausgangsgröße des vierten Verknüpfungspunktes 175 direkt auf den dritten Verknüpfungspunkt 145 geführt werden. Deshalb sind die dritten Mittel 185 in Figur 2 gestrichelt dargestellt. Durch Multiplikation der ersten Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder des ersten Drehmomentenbedarfs der Nebenaggregate mit dem Quotienten aus dem Leerlaufdrehzahlsollwert n_soll und der Motordrehzahl n_mot, d.h. also mit dem Faktor<br/>
F = n_soll/n_mot, im dritten Verknüpfungspunkt 145 wird eine Selbststabilisierung der Antriebseinheit 5 erreicht. Wenn die Motordrehzahl n_mot größer als der Leerlaufdrehzahlsollwert n_soll ist, so werden die ersten Verlustmomente und/oder der erste Drehmomentenbedarf mit einem Faktor F &lt; 1 eingerechnet. Dies bewirkt eine reduzierte Vorsteuerung der ersten Verlustmomente und führt zu einem Absinken der Motordrehzahl n_mot in Richtung zum Leerlaufdrehzahlsollwert n_soll. Wenn die Motordrehzahl n_mot kleiner als der Leerlaufdrehzahlsollwert n_soll ist, so werden die ersten Verlustmomente und/oder der erste Drehmomentenbedarf mit einem Faktor F &gt; 1 eingerechnet. Dies bewirkt eine erhöhte Vorsteuerung der Verluste und führt zu einem Ansteigen der Motordrehzahl n_mot in Richtung des Leerlaufdrehzahlsollwertes n_soll.</p>
<p id="p0026" num="0026">Exakt im Leerlaufpunkt werden die ersten Verlustmomente und/oder der erste Drehmomentenbedarf mit dem Faktor F = 1 gewichtet voll eingerechnet, da in diesem Fall die Motordrehzahl n_mot gleich dem Leerlaufdrehzahlsollwert n_soll ist.</p>
<p id="p0027" num="0027">Die gewichteten ersten Verlustmomente und/oder der gewichtete erste Drehmomentenbedarf werden über die Leitung 150 dem zweiten Verknüpfungspunkt 130 zugeführt. Die zweiten Verlustmomente und/oder der zweite Drehmomentenbedarf werden ohne Multiplikation mit einem Faktor, d.h. mit der Gewichtung<!-- EPO <DP n="12"> --> 1 voll eingerechnet und über die Leitung 125 dem zweiten Verknüpfungspunkt 130 zugeführt. Ferner wird im zweiten Verknüpfungspunkt 130 das vom Leerlaufdrehzahlregler 25 geforderte Leerlaufdrehmoment über die Leitung 165 zugeführt. Im zweiten Verknüpfungspunkt 130 werden das vom Leerlaufdrehzahlregler 25 geforderte Leerlaufdrehmoment, die mit dem Faktor F gewichteten ersten Verlustmomente und/oder der mit dem Faktor F gewichtete erste Drehmomentenbedarf und die zweiten Verlustmomente und/oder der zweite Drehmomentenbedarf addiert. Als Summe ergibt sich ein gefordertes Gesamtleerlaufdrehmoment, das die Belastungen der Antriebseinheit 5 insbesondere durch die Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder den Drehmomentenbedarf von Nebenaggregaten berücksichtigt. Das geforderte Gesamtleerlaufdrehmoment wird über die Leitung 135 dem ersten Verknüpfungspunkt 115 zugeführt und dort mit dem ermittelten Sollwert für das an der Antriebseinheit 5 abzugebende Drehmoment addiert. Der bei dieser Addition resultierende korrigierte Sollwert für das von der Antriebseinheit 5 abzugebende Drehmoment wird über die Ausgangsleitung 100 an die Stelleinrichtung 105 zur Realisierung dieses korrigierten Sollwertes abgegeben.</p>
<p id="p0028" num="0028">Bei der erfindungsgemäßen elektronischen Steuereinheit 1 werden mit den ersten Verlustmomenten der Antriebseinheit 5 und/oder dem ersten Drehmomentenbedarf der Nebenaggregate nur solche Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder nur solcher Drehmomentenbedarf der Nebenaggregate mit dem Faktor F gewichtet, deren zeitlicher Verlauf beim Betrieb der Antriebseinheit 5 bzw. der Nebenaggregate frei von Sprüngen ist .Der durch diese Gewichtung bewusst gemachte Fehler bei der Einrechnung der ersten Verlustmomente und/oder des ersten Drehmomentenbedarfs in das geforderte Gesamtleerlaufdrehmoment wird zugunsten der Selbststabilisierung der Antriebseinheit 5 in Kauf genommen.<!-- EPO <DP n="13"> --></p>
<p id="p0029" num="0029">Die zweiten Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder der zweite Drehmomentenbedarf der Nebenaggregate weist einen zeitlichen Verlauf beim Betrieb der Antriebseinheit 5 bzw. der Nebenaggregate auf, der sprungbehaftet ist, insbesondere bei Schaltvorgängen. Eine Gewichtung der zweiten Verlustmomente und/oder des zweiten Drehmomentenbedarfs mit einem Faktor ungleich 1 würde bei einem Sprung im zeitlichen Verlauf der zweiten Verlustmomente und/oder des zweiten Drehmomentenbedarfs zu einer Überhöhung des Sprungs für F &gt; 1 oder zu einer Unterbewertung des Sprungs für F &lt; 1 führen und könnte zu einer vom Fahrer unerwarteten Änderung des Drehmoments an der Antriebseinheit 5 führen, vor allem dann, wenn der Fahrer keine Änderung im Fahrpedal 90 vornimmt und deshalb auch keine Momentenänderung erwartet. Auf diese Weise würde der Fahrkomfort für den Fahrer verringert. Deshalb werden die zweiten Verlustmomente und/oder der zweite Drehmomentenbedarf ungewichtet, d.h. mit der Gewichtung 1 bei der Addition im zweiten Verknüpfungspunkt 130 berücksichtigt. Sprünge im zeitlichen Verlauf der zweiten Verlustmomente und/oder des zweiten Drehmomentenbedarfs werden somit unverzerrt bei der Berechnung des geforderten Gesamtleerlaufdrehmoments im zweiten Verknüpfungspunkt 130 berücksichtigt. Zur Gruppe der zweiten Verlustmomente gehören beispielsweise Verlustmomente, die bei der Umschaltung von Homogen-in Schichtladebetrieb bei einer einen Ottomotor umfassenden Antriebseinheit 5 mit Direkteinspritzung, also beispielsweise bei Benzindirekteinspritzmotoren, auftreten. Eine sprunghafte Änderung dieser Verlustmomente ist dabei vor allem durch eine veränderte Ladungswechselarbeit bedingt.</p>
<p id="p0030" num="0030">Zur Gruppe der zweiten Verlustmomente gehören auch Verlustmomente, die bei einer Abschaltung von einzelnen Zylindern und/oder einzelnen Ventilen der Antriebseinheit 5 auftreten. Hier kommt es beispielsweise dann zu einem sprunghaften zeitlichen Verlauf der zweiten Verlustmomente, wenn ein oder mehrere Zylinder abgeschaltet werden. Dies ist ebenfalls mit<!-- EPO <DP n="14"> --> einer veränderten Ladungswechselarbeit und auch mit einer Reibarbeit verbunden.</p>
<p id="p0031" num="0031">Bei der Abschaltung von Zylindern entsteht auf den abgeschalteten Zylindern ein Druckverlust des eingeschlossenen Abgases über die Kolbenringe. Dieser tritt sprunghaft bei der Abschaltung der Zylinder auf.</p>
<p id="p0032" num="0032">Eine sprunghafte Veränderung im zeitlichen Verlauf der zweiten Verlustmomente ergibt sich auch bei Motoren mit elektromechanischem Ventiltrieb. Bei derartigen Konzepten wird jedes Ventil direkt über einen Aktuator betrieben. Damit ist eine zeitlich vollkommen freie Betätigung der Ventile möglich. Bei derartigen Konzepten werden verschiedene Vorteile, wie beispielsweise reduzierter Energieverbrauch oder erhöhter thermodynamischer Wirkungsgrad durch Abschaltung von einzelnen Zylindern und/oder einzelnen Ventilen erreicht. Die Energie zur Ansteuerung der Ventile wird dabei von einem Generator erbracht, dessen Verlustmoment direkt abhängig von der Anzahl der betriebenen Ventile ist. Zusätzlich ändert sich bei der Abschaltung eines oder mehrerer Ventile auch die Ladungswechselarbeit, wodurch die Summe der sich ändernden Verlustmomente groß ist und es zu entsprechenden Sprüngen im zeitlichen Verlauf dieser Verlustmomente kommen kann. Diese Verlustmomente gehören daher ebenfalls zu der Gruppe der zweiten Verlustmomente.</p>
<p id="p0033" num="0033">Zur Gruppe der ersten Verlustmomente und/oder des ersten Drehmomentenbedarfs gehören all jene Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder all jener Drehmomentenbedarf von Nebenaggregaten, deren zeitlicher Verlauf beim Betrieb der Antriebseinheit 5 bzw. der Nebenaggregate frei von Sprüngen ist, bei denen auch Schaltvorgänge im Betrieb zu keinen sprunghaften Änderungen im zeitlichen Verlauf führen. Dazu gehört beispielsweise der Drehmomentenbedarf einer Klimaanlage oder einer Servopumpe als Nebenaggregat. Erste Verlustmomente<!-- EPO <DP n="15"> --> können beispielsweise Wandlerverluste im Wandler 20 und gegebenenfalls damit verbundene Reibleistung sein.</p>
<p id="p0034" num="0034">Die gesamten Verlustmomente ergeben sich aus der Summe der ersten Verlustmomente und der zweiten Verlustmomente. Der gesamte Drehmomentenbedarf der Nebenaggregate ergibt sich aus der Summe des ersten Drehmomentenbedarfs und des zweiten Drehmomentenbedarfs.</p>
<p id="p0035" num="0035">Da gemäß Figur 2 nur ein Teil der gesamten Verluste und/oder nur ein Teil des gesamten Drehmomentenbedarfs mit dem Faktor F gewichtet wird, nämlich die ersten Verlustmomente und/oder der erste Drehmomentenbedarf, ist die genannte Selbststabilisierung der Antriebseinheit 5 geringer als wenn sämtliche Verlustmomente und/oder sämtlicher Drehmomentenbedarf mit dem Faktor F gewichtet würden. Um die fehlende Gewichtung der zweiten Verlustmomente und/oder des zweiten Drehmomentenbedarfs auszugleichen, können, wie in Figur 2 dargestellt, die dritten Mittel 185 optional vorgesehen sein, die die Kennlinie 30 realisieren. Dabei ist auf der Abszisse der Faktor F aufgetragen. Über die Kennlinie 30 ist jedem Faktor F &gt; 0 ein korrigierter Faktor Y zugeordnet. Der Verlauf der Kennlinie 30 ist dabei stetig, um Sprünge und damit eine ungewollte Momentenänderung für den Fahrer zu verhindern. Außerdem ist das Verhältnis von Y zu F für jedes F größer als 1. Auf diese Weise kann die Nichtberücksichtigung der zweiten Verlustmomente und/oder des zweiten Drehmomentenbedarfs bei der Gewichtung wieder ausgeglichen werden, wobei eine geeignete Bedatung der Kennlinie 30 erforderlich ist, um eine Überkompensation zu verhindern. Somit werden dann die ersten Verlustmomente und/oder der erste Drehmomentenbedarf im dritten Verknüpfungspunkt 145 mit dem korrigierten Faktor Y anstelle des Faktors F multipliziert.</p>
<p id="p0036" num="0036">Eine andere Möglichkeit, die geringere Selbststabilisierung zumindest teilweise auszugleichen, ist, nur das Delta des<!-- EPO <DP n="16"> --> Moments vor und nach dem Sprung ungewichtet einzurechnen. Auch sich sprunghaft ändernde Momente haben einen bekannten Grundwert, der nie unterschritten wird. Dieser Grundwert wird über den Faktor F gewichtet eingerechnet. Dieser bekannte Grundwert gehört somit zur Gruppe der ersten Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder des ersten Drehmomentenbedarfs der zusätzlichen, die Antriebseinheit 5 belastenden Verbraucher und lässt sich von der Gruppe der zweiten Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder des zweiten Drehmomentenbedarfs der zusätzlichen, die Antriebseinheit 5 belastenden Verbraucher durch die Momentenerfassungs- und -auswertemittel 120 unterscheiden. Nur der über den Grundwert hinausgehende Wert mit einer Änderung im Sprung wird ungewichtet eingerechnet, wodurch der Anteil der Momente am gesamten Verlustmoment, die nicht gewichtet werden, kleiner wird, und damit die Selbststabilisierung vergrößert wird. Der über den Grundwert hinausgehende Wert mit einer Änderung im Sprung gehört dann zu Gruppe der zweiten Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder des zweiten Drehmomentenbedarfs der zusätzlichen, die Antriebseinheit 5 belastenden Verbraucher.</p>
<p id="p0037" num="0037">Durch die Trennung der Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder des Drehmomentenbedarfs von Nebenaggregaten in die ersten Verlustmomente und/oder den ersten Drehmomentenbedarf einerseits und die zweiten Verlustmomente und/oder den zweiten Drehmomentenbedarf andererseits erlaubt die erfindungsgemäße elektronische Steuereinheit 1 zum einen eine Selbststabilisierung der Antriebseinheit 5 durch die Gewichtung der ersten Verlustmomente und/oder des ersten Drehmomentenbedarfs. Die zweiten Verlustmomente und/oder der zweite Drehmomentenbedarf wird jedoch insbesondere bei sprunghafter Änderung im zeitlichen Verlauf und in absoluter Höhe des Sprungs korrekt in das geforderte Gesamtleerlaufdrehmoment eingerechnet. Die beschriebene elektronische Steuereinheit 1 ermöglicht dabei auch eine Selbststabilisierung der Antriebseinheit<!-- EPO <DP n="17"> --> 5 im Leerlauffall, beispielsweise wenn das Fahrpedal 90 nicht betätigt wird und somit vom Fahrer kein Drehmoment angefordert wird und keine Fahrstufe eingelegt ist. Das geforderte Gesamtleerlaufdrehmoment, das über die Leitung 135 dem ersten Verknüpfungspunkt 115 zugeführt ist, entspricht dann auch dem von der Stelleinrichtung 105 einzustellenden Sollwert für das von der Antriebseinheit 5 abzugebende Drehmoment. Dabei wird auch im Leerlauffall eine korrekte Vorsteuerung der Verlustmomente der Antriebseinheit 5 und/oder des Drehmomentenbedarfs der Nebenaggregate erreicht, ohne dass sich Sprünge im zeitlichen Verlauf der zweiten Verlustmomente und/oder des zweiten Drehmomentenbedarfs beim Betrieb der Antriebseinheit 5 bzw. der Nebenaggregate nachteilig auf die Qualität des zugehörigen Schaltvorgangs und damit den Fahrkomfort auswirken. Sprünge im zeitlichen Verlauf der zweiten Verlustmomente und/oder des zweiten Drehmomentenbedarfs werden unverzerrt zur Bestimmung des geforderten Gesamtleerlaufdrehmoments eingerechnet, so dass sich keine vom Fahrer unerwartete Momentenänderung ergibt. Es sind somit keine weiteren funktionalen Änderungen nötig, um beispielsweise durch eine Zündwinkelverstellung den entsprechenden Schaltvorgang, der zu einem Sprung im zeitlichen Verlauf der zweiten Verlustmomente und/oder des zweiten Drehmomentenbedarfs beim Betrieb der Antriebseinheit 5 bzw. der Nebenaggregate führt, zu verbessern. Dadurch kann sowohl der Aufwand bei der Funktionsentwicklung der elektronischen Steuereinheit 1 als auch bei deren Applikation auf verschiedene Typen von Antriebseinheiten verringert werden.</p>
</description><!-- EPO <DP n="18"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-01-0001" num="0001">
<claim-text>Vorrichtung (1) zur Steuerung des Drehmoments einer Antriebseinheit (5) eines Fahrzeugs (35) mit ersten Mitteln (10), die einen Sollwert für das von der Antriebseinheit (5) abzugebende Drehmoment ermitteln, mit zweiten Mitteln (15), die den Sollwert unter Berücksichtigung von Belastungen der Antriebseinheit (5) einstellen, wobei diese zweiten Mittel (15) das einzustellende Drehmoment in Abhängigkeit von den Verlustmomenten der Antriebseinheit (5) und/oder vom Drehmomentenbedarf zusätzlicher, die Antriebseinheit (5) belastender Verbraucher korrigieren, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die zweiten Mittel (15) erste Verlustmomente der Antriebseinheit (5) und/oder ersten Drehmomentenbedarf der zusätzlichen, die Antriebseinheit (5) belastenden Verbraucher in Abhängigkeit einer Motordrehzahl (20) und eines Leerlaufdrehzahlsollwertes einer Leerlaufdrehzahlregelung (25) zur Korrektur des einzustellenden Drehmomentes gewichten, und zwar nur dann, wenn der zeitliche Verlauf der ersten Verlustmomente und/oder des ersten Drehmomentenbedarfs beim Betrieb der Antriebseinheit (5) bzw. der Verbraucher frei von Sprüngen ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0002" num="0002">
<claim-text>Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die zweiten Mittel (15) die Gewichtung mittels eines<!-- EPO <DP n="19"> --> Quotienten aus dem Leerlaufdrehzahlsollwert und der Motordrehzahl (20) durchführen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0003" num="0003">
<claim-text>Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die zweiten Mittel (15) aus dem Quotienten mittels einer Kennlinie (30) einen Wichtungsfaktor für die Gewichtung ableiten.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0004" num="0004">
<claim-text>Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die zweiten Mittel (15) die gewichteten ersten Verlustmomente und/oder den gewichteten ersten Drehmomentenbedarf zur Korrektur des einzustellenden Drehmomentes additiv berücksichtigen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0005" num="0005">
<claim-text>Vorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die zweiten Mittel (15) zweite Verlustmomente der Antriebseinheit (5) und/oder zweiten Drehmomentenbedarf der zusätzlichen, die Antriebseinheit (5) belastenden Verbraucher nur additiv zur Korrektur des einzustellenden Drehmomentes berücksichtigen, wenn der zeitliche Verlauf der zweiten Verlustmomente und/oder des zweiten Drehmomentenbedarfs beim Betrieb der Antriebseinheit (5) bzw. der Verbraucher sprungbehaftet ist, insbesondere bei Schaltvorgängen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0006" num="0006">
<claim-text>Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die zweiten Verlustmomente Verlustmomente umfassen, die z.B. bei einer Umschaltung von einem Homogen- in einen Schichtladebetrieb bei einer einen Ottomotor umfassenden Antriebseinheit (5) mit Direkteinspritzung auftreten.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-01-0007" num="0007">
<claim-text>Vorrichtung (1) nach Anspruch 5 oder 6, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die zweiten Verlustmomente Verlustmomente umfassen, die bei einer Abschaltung von einzelnen Zylindern<!-- EPO <DP n="20"> --> und/oder einzelnen Ventilen der Antriebseinheit (5) auftreten.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="21"> -->
<claims id="claims02" lang="en">
<claim id="c-en-01-0001" num="0001">
<claim-text>Device (1) for controlling the torque of a drive unit (5) of a vehicle (35) having first means (10) which determine a setpoint value for the torque which is to be output by the drive unit (5), having second means (15) which set the setpoint value taking into account loads of the drive unit (5), wherein the second means (15) correct the torque to be set, as a function of the loss torques of the drive unit (5) and/or of the torque requirement of additional loads which load the drive unit (5), <b>characterized in that</b> the second means (15) weight first loss torques of the drive unit (5) and/or the first torque requirement of the additional loads which load the drive unit (5), as a function of an engine speed (20) and an idling rotational speed setpoint value of an idling rotational speed regulator (25) in order to correct the torque to be set, specifically only if the time profile of the first loss torques and/or of the first torque requirement is free of jumps during operation of the drive unit (5) or of the loads.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0002" num="0002">
<claim-text>Device (1) according to Claim 1, <b>characterized in that</b> the second means (15) carry out the weighting by means of a quotient of the idling rotational speed setpoint value and the motor rotational speed (20).</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0003" num="0003">
<claim-text>Device (1) according to Claim 2, <b>characterized in that</b> the second means (15) derive a weighting factor<!-- EPO <DP n="22"> --> for the weighting from the quotient by means of a characteristic curve (30).</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0004" num="0004">
<claim-text>Device (1) according to Claim 1, 2 or 3, <b>characterized in that</b> the second means (15) take into account the weighted first loss torques and/or the weighted first torque requirement additively in order to correct the torque which is to be set.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0005" num="0005">
<claim-text>Device (1) according to one of the preceding claims, <b>characterized in that</b> the second means (15) only take into account additively the second loss torques of the drive unit (5) and/or the second torque requirement of the additional loads which load the drive unit (5) in order to correct the torque which is to be set if the time profile of the second loss torques and/or of the second torque requirement during operation of the drive unit (5) or of the loads is subject to jumps, in particular during switching processes.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0006" num="0006">
<claim-text>Device (1) according to Claim 5, <b>characterized in that</b> the second loss torques comprise loss torques which occur, for example, during switching over from a homogeneous mode into a stratified charge mode in a drive unit (5) which comprises a spark ignition engine and has direct injection.</claim-text></claim>
<claim id="c-en-01-0007" num="0007">
<claim-text>Device (1) according to Claim 5 or 6, <b>characterized in that</b> the second loss torques comprise loss torques which occur when individual cylinders and/or individual valves of the drive unit (5) are shut down.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="23"> -->
<claims id="claims03" lang="fr">
<claim id="c-fr-01-0001" num="0001">
<claim-text>Dispositif 1 de commande du couple d'une unité d'entraînement 5 d'un véhicule 35 comprenant des premiers moyens 10 déterminant une valeur de consigne du couple que doit fournir l'unité d'entraînement 5, des seconds moyens 15 qui règlent la valeur de consigne en tenant compte des charges de l'unité d'entraînement 5,<br/>
ces seconds moyens 15 corrigeant le couple à régler en fonction des couples de pertes de l'unité d'entraînement 5 et/ou de la demande de couple du consommateur supplémentaire chargeant l'unité d'entraînement 5,<br/>
<b>caractérisé en ce que</b><br/>
les seconds moyens 15 pondèrent les premiers couples de pertes de l'unité d'entraînement 5 et/ou la première demande de couple des consommateurs supplémentaires reliés à l'unité d'entraînement 5 en fonction de la vitesse de rotation 20 du moteur et d'une valeur de consigne de vitesse de ralenti d'une régulation de vitesse de ralenti 25 pour corriger le couple à régler et cela seulement si le chronogramme des premiers couples de pertes et/ou de la première demande de couple pendant le fonctionnement de l'unité d'entraînement 5 ou des utilisateurs ne subit pas de variation brusque.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0002" num="0002">
<claim-text>Dispositif 1 selon la revendication 1,<br/>
<b>caractérisé en ce que</b><br/>
les seconds moyens 15 effectuent la pondération à l'aide du quotient la valeur de consigne de la vitesse de ralenti pour la vitesse de rotation 20 du moteur.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0003" num="0003">
<claim-text>Dispositif 1 selon la revendication 2,<br/>
<b>caractérisé en ce que</b><br/>
les seconds moyens 15 déduisent un coefficient de pondération à partir du quotient à l'aide d'une courbe caractéristique 30.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0004" num="0004">
<claim-text>Dispositif 1 selon l'une quelconque des revendications 1, 2, 3,<br/>
<b>caractérisé en ce que</b><br/>
<!-- EPO <DP n="24"> -->les seconds moyens 15 tiennent compte des premiers couples de pertes, pondérés et/ou de la première demande de couple, pondéré pour corriger de manière additive le couple à régler.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0005" num="0005">
<claim-text>Dispositif 1 selon l'une quelconque des revendications précédentes,<br/>
<b>caractérisé en ce que</b><br/>
les seconds moyens 15 tiennent compte de seconds couples de pertes de l'unité d'entraînement 5 et/ou d'une seconde demande de couple des utilisateurs supplémentaires reliés à l'unité d'entraînement 5, seulement de manière additive pour corriger le couple à régler si l'évolution dans le temps, des seconds couples de pertes et/ou de la seconde demande de couple pendant le fonctionnement de l'unité d'entraînement 5 ou de l'utilisateur est sujet à variation brusque notamment lors des opérations de commutation.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0006" num="0006">
<claim-text>Dispositif 1 selon la revendication 5,<br/>
<b>caractérisé en ce que</b><br/>
les seconds couples de pertes comprennent les couples de pertes produits par exemple lors d'une commutation du mode de fonctionnement homogène au mode de fonctionnement stratifié dans le cas d'une unité d'entraînement 5 à moteur à essence, à injection directe.</claim-text></claim>
<claim id="c-fr-01-0007" num="0007">
<claim-text>Dispositif 1 selon l'une quelconque des revendications 5 ou 6,<br/>
<b>caractérisé en ce que</b><br/>
les seconds couples de pertes comprennent des couples de pertes produits lors de la coupure de différents cylindres et/ou de différentes soupapes de l'unité d'entraînement 5.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="25"> -->
<drawings id="draw" lang="de">
<figure id="f0001" num=""><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="152" he="222" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="26"> -->
<figure id="f0002" num=""><img id="if0002" file="imgf0002.tif" wi="148" he="227" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
</drawings>
<ep-reference-list id="ref-list">
<heading id="ref-h0001"><b>IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE</b></heading>
<p id="ref-p0001" num=""><i>Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.</i></p>
<heading id="ref-h0002"><b>In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente</b></heading>
<p id="ref-p0002" num="">
<ul id="ref-ul0001" list-style="bullet">
<li><patcit id="ref-pcit0001" dnum="DE4304779"><document-id><country>DE</country><doc-number>4304779</doc-number></document-id></patcit><crossref idref="pcit0001">[0002]</crossref></li>
<li><patcit id="ref-pcit0002" dnum="DE4304779A1"><document-id><country>DE</country><doc-number>4304779</doc-number><kind>A1</kind></document-id></patcit><crossref idref="pcit0002">[0019]</crossref><crossref idref="pcit0003">[0020]</crossref><crossref idref="pcit0004">[0021]</crossref></li>
</ul></p>
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</ep-patent-document>
