[0001] Die Erfindung betrifft eine hochfeste weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung,
die insbesondere für elektrische Generatoren, Motoren und magnetische Lager in Flugzeugen
eingesetzt werden kann. Elektrische Generatoren, Motoren und magnetische Lager in
Flugzeugen müssen neben eine möglichst kleinen Baugröße auch ein möglichst kleines
Gewicht haben. Deshalb kommen für diese Anwendungen weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierungen
eingesetzt, die eine hohe Sättigungsinduktion aufweisen.
[0002] Die binären Eisen-Kobalt-Legierungen mit einem Kobaltgehalt zwischen 33 und 55 Gew.%
sind außerordentlich spröde, was auf die Bildung einer geordneten Überstruktur bei
Temperaturen unterhalb 730°C zurückzuführen ist. Der Zusatz von ungefähr 2 Gew.% Vanadium
beeinträchtigt den Übergang in diese Überstruktur, so dass eine relativ gute Kaltverformbarkeit
nach Abschrecken auf Raumtemperatur von der Temperaturen oberhalb 730°C erreicht werden
kann.
[0003] Als ternäre Grundlegierung ist demnach eine Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung bekannt,
die 49 Gew.% Eisen, 49 Gew.% Kobalt und 2 Gew.% Vanadium enthält. Diese Legierung
ist seit langer Zeit bekannt und wird beispielsweise in "R. M. Bozorth, Ferromagnetism,
van Nostrand, New York (1951)" ausführlich beschrieben. Diese vanadiumhaltige Eisen-KobaltLegierung
zeichnet sich durch ihre sehr hohe Sättigungsinduktion von ca. 2,4 T aus.
[0004] Eine Weiterentwicklung dieser ternären vanadiumhaltigen Kobalt-Eisen-Grundlegierung
ist aus der US 3,634,072 bekannt. Dort wird bei der Herstellung von Legierungsbändern
ein Abschrecken des warmgewalzten Legierungsbandes von einer Temperatur oberhalb der
Phasenübergangstemperatur von 730°C beschrieben. Dieser Prozess ist notwendig, damit
die Legierung hinreichend duktil für das anschließende Kaltwalzen ist. Mit dem Abschrecken
wird die Ordnungseinstellung unterdrückt. Fertigungstechnisch ist das Abschrecken
jedoch sehr kritisch, da es bei den sogenannten Kaltwalzstichen sehr leicht zu Bandbrüchen
kommen kann. Deshalb wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Duktilität
der Legierungsbänder zu steigern und damit die Fertigungssicherheit zu erhöhen.
[0005] Die US 3,634,072 schlägt daher als duktilitätssteigernde Zusätze eine Zugabe von
0,02 bis 0,5 Gew.% Niob und/oder 0,07 bis 0,3 Gew.% Zirkon vor.
[0006] Niob, das im Übrigen auch durch das homologe Tantal ersetzt werden kann, hat im Eisen-Kobalt-Legierungssystem
nicht nur die Eigenschaft, den Ordnungsgrad stark zu unterdrücken, was beispielsweise
von R. V. Major und C. M. Orrock in "High saturation ternary cobalt-iron based alloys",
IEEE Trans. Magn. 24 (1988), 1856-1858, beschrieben worden ist, sondern es hemmt auch
das Kornwachstum.
[0007] Die Zugabe von Zirkon in den in der US 3,634,072 vorgeschlagenen Mengen von maximal
0,3 Gew.% hemmt ebenfalls das Kornwachstum. Beide Mechanismen verbessern wesentlich
die Duktilität der Legierung nach dem Abschrecken.
[0008] Neben dieser aus der US 3,634,072 bekannten hochfesten niob- und zirkonhaltigen Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung
sind des Weiteren noch zirkonfreie Legierungen aus der US 5,501,747 bekannt.
[0009] Dort werden Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierungen vorgeschlagen, die ihre Anwendung in
schnelldrehenden Flugzeuggeneratoren' und Magnetlagern finden. Die US 5,501,747 baut
auf der Lehre der US 3,364,072 auf und schränkt den dort gelehrten Niobgehalt auf
0,15 - 0,5 Gew.% ein. Des Weiteren wird dort eine besondere magnetische Schlussglühung
empfohlen, bei der die Legierung nicht länger als ungefähr vier Stunden, vorzugsweise
nicht länger als zwei Stunden, bei einer Temperatur von nicht über 740°C getempert
werden kann, um einen Gegenstand herzustellen, der eine Streckgrenze von mindestens
ungefähr 620 MPa aufweist. Dies ist sehr einschränkend und auch sehr ungewöhnlich,
da normalerweise die weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierungen bei Temperaturen
oberhalb 740°C und unterhalb 900°C geglüht werden.
[0010] Mit der Glühtemperatur lassen sich die magnetischen und mechanischen Eigenschaften
einstellen. Beide Eigenschaften sind für den Einsatz der Legierungen entscheidend.
Die gleichzeitige Optimierung dieser beiden Eigenschaften ist jedoch sehr schwierig,
da die Eigenschaften gegenläufig sind:
1. Wird die Legierung bei einer höheren Temperatur geglüht, so erhält man ein gröberes
Korn und damit gute weichmagnetische Eigenschaften. Die dabei erzielten mechanischen
Eigenschaften sind in der Regel jedoch relativ schlecht.
2. Glüht man die Legierung hingegen bei niedrigeren Temperaturen, so erzielt man bessere
mechanische Eigenschaften aufgrund eines feineren Korns. Das feinere Korn jedoch bewirkt
schlechtere magnetische Eigenschaften.
[0011] Ein großer Nachteil bei der in der US 5,501,747 gelehrten Legierungsauswahl liegt
in der Notwendigkeit der oben genannten Kurzzeitglühung, die lediglich ungefähr ein
bis zwei Stunden bei einer Temperatur in der Nähe der Phasengrenze ungeordnet/geordnet
durchgeführt werden darf, um brauchbare magnetische und mechanische Eigenschaften
zu erzielen.
[0012] Für eine große Menge an Glühgut ist aufgrund unterschiedlicher Aufheizzeiten und
aufgrund von Temperaturschwankungen innerhalb des Glühgutes eine Fertigungssicherheit
damit nur sehr schwer zu realisieren. Es kommt im großtechnischen Maßstab in der Regel
zu nicht tolerierbaren Streuungen in Bezug auf die die mechanischen Eigenschaften
charakterisierenden Streckgrenzen.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine neue hochfeste weichmagnetische
Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierungsauswahl bereitzustellen, die sich durch sehr gute
mechanische Eigenschaften, insbesondere durch sehr hohe Streckgrenzen auszeichnen.
[0014] Die Legierungen sollen ferner auch bei längeren Glühzeiten von mindestens zwei Stunden
mit einer hohen Fertigungssicherheit Streckgrenzen von über 600 MPa, vorzugsweise
von über 700 MPa, aufweisen.
[0015] Die Legierungen sollen darüberhinaus gleichzeitig hohe Sättigungsinduktionswerte
und möglichst niedrige Koerzitivfeldstärken aufweisen, d.h. ein hervorragendes weichmagnetisches
Verhalten zeigen.
[0016] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierungsauswahl
gelöst, welche im Wesentlichen aus
35,0 ≤ Co ≤ 55,0 Gew.%,
0,75 ≤ V ≤ 2,5 Gew.%,
0 ≤ (Ta + 2 x Nb) ≤ 0,8 Gew.%,
0,3 < Zr ≤ 1,5 Gew.%,
Ni ≤ 5,0 Gew.%, Rest Fe sowie erschmelzungsbedingten und/oder zufälligen Verunreinigungen
besteht.
[0017] Unter dem Begriff "besteht im Wesentlichen aus" wird hier und im Folgenden verstanden,
dass die erfindungsgemäße Legierungsauswahl neben den angegebenen Hauptbestandteilen
an Co, V, Zr, Nb, Ta und Fe lediglich erschmelzungsbedingte und/oder zufällige Verunreinigungen
in einer solchen Menge aufweisen kann, die weder die mechanischen noch die magnetischen
Eigenschaften signifikant beeinträchtigt.
[0018] Es hat sich völlig überraschend gezeigt, dass Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierungen mit
Zirkongehalten oberhalb 0,3 Gew.% wesentlich bessere mechanische Eigenschaften unter
gleichzeitiger Erzielung hervorragender magnetischer Eigenschaften aufweisen als die
eingangs genannten Legierungen aus dem Stand der Technik.
[0019] Dies lässt sich darauf zurückführen, dass es durch die Zugabe von Zirkon in Mengen
oberhalb 0,3 Gew.% innerhalb des Gefüges zur Ausbildung einer bisher nicht bekannten
hexagonalen Laves-Phase zwischen den einzelnen Körnern kommt, die einen sehr positiven
Einfluss auf die mechanischen und magnetischen Eigenschaften nimmt. Diese hexagonale
Laves-Phase ist vom Standpunkt der Metallurgie und der Kristallographie nicht mit
der in der US 5,501,747 beschriebenen kubischen Laves-Phase zu verwechseln. Es besteht
lediglich eine Namensteilidentität. Dieser signifikante Zirkonzusatz bewirkt insbesondere
im Zusammenspiel mit Niob und/oder Tantal eine signifikante Verbesserung in der Duktilität.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße weichmagnetische
Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung einen Zirkoniumgehalt von 0,5 ≤ Zr ≤ 1,0 Gew.%, idealerweise
einen Zirkoniumgehalt von 0,6 ≤ Zr ≤ 0,8 Gew.% auf.
[0021] Typischerweise beträgt der Kobaltgehalt 48,0 ≤ Co ≤ 50,0 Gew.%. Aber auch mit Legierungen,
deren Kobaltgehalt zwischen 45,0 ≤ Co ≤ 48,0 Gew.% liegt, sind sehr gute Ergebnisse
erzielbar. Der Gehalt an Nickel sollte Ni ≤ 1,0 Gew.%, idealerweise Ni ≤ 0,5 Gew.%
betragen.
[0022] In einer typischen Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung weist die erfindungsgemäße
weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung einen Vanadiumiumgehalt von 1,0 ≤
V ≤ 2,0 Gew.%, idealerweise einen Vanadiumgehalt von 1,5 ≤ V ≤ 2,0 Gew.% auf.
[0023] Zur Erzielung besonders guter Duktilitäten sind nach der vorliegnden Erfindung Niob-
und/oder Tantal-Gehalte von 0,04 ≤ (Ta + 2 x Nb) ≤ 0,8 Gew.%, idealerweise von 0,04
≤ (Ta + 2 x Nb) ≤ 0,3 Gew.%, vorgesehen.
[0024] Die erfindungsgemäßen weichmagnetischen hochfesten Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierungen
weisen außerdem dabei einen Gehalt an erschmelzungsbedingten und/oder zufälligen metallischen
Verunreinigungen von:
Cu ≤ 0,2, Cr ≤ 0,3, Mo ≤ 0,3, Si ≤ 0,5, Mn ≤ 0,3 und Al≤ 0,3;
vorzugsweise von:
Cu ≤ 0,1, Cr ≤ 0,2, Mo ≤ 0,2, Si ≤ 0,2, Mn ≤ 0,2 und Al≤ 0,2;
idealerweise von:
Cu ≤ 0,06, Cr ≤ 0,1, Mo ≤ 0,1, Si ≤ 0,1, Mn ≤ 0,1;
auf.
[0025] Des Weiteren liegen nichtmetallische Verunreinigungen typischerweise im Bereich von:
P ≤ 0,01, S ≤ 0,02, N ≤ 0,005, O ≤ 0,05 und C ≤ 0,05;
vorzugsweise im Bereich von:
P ≤ 0,005, S ≤ 0,01, N ≤ 0,002, O ≤ 0,02 und C ≤ 0,02;
idealerweise im Bereich von:
S ≤ 0,005, N ≤ 0,001, O ≤ 0,01 und C ≤ 0,01.
[0026] Die erfindungsgemäßen Legierungen können mittels verschiedener Verfahren erschmolzen
werden. Grundsätzlich sind alle gängigen Techniken, wie zum Beispiel das Erschmelzen
an der Luft oder Herstellen über Vakuuminduktionsschmelzen (VIM = Vacuum Induction
Melting) möglich.
[0027] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen weichmagnetischen Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierungen
wird jedoch das VIM-Verfahren bevorzugt, da die relativ hohen Zirkonium-Gehalte besser
einzustellen sind. Beim Schmelzen an der Luft weisen zirkoniumhaltige Legierungen
einen hohen Abbrand auf, so dass sich unerwünschte Zirkoniumoxide und andere Verunreinigungen
bilden. Insgesamt ist bei der Verwendung des VIM-Verfahrens der Zirkoniumgehalt besser
einzustellen.
[0028] Die Legierungsschmelze wird dann in Kokillen abgegossen. Nach dem Erstarren wird
der Schmelzblock abgedreht und anschließend bei einer Temperatur zwischen 900°C und
1300°C zu einer Bramme gewalzt.
Alternativ kann auch auf das Abdrehen der Oxidhaut auf der Oberfläche der Schmelzblöcke
verzichtet werden. Stattdessen muss dann die Bramme entsprechend an ihrer Oberfläche
bearbeitet werden.
[0029] Die resultierende Bramme wird danach bei ähnlichen Temperaturen, das heißt also bei
Temperaturen oberhalb 900°C, zu einem Band warmgewalzt. Das dann erhaltene warmgewalzte
Legierungsband ist für einen weiteren Kaltwalzprozess zu spröde. Demzufolge wird das
warmgewalzte Legierungsband von einer Temperatur oberhalb des Phasenübergangs geordnet/ungeordnet,
welches bekanntlich bei einer Temperatur von ungefähr 730°C liegt in Wasser, vorzugsweise
in Eissalzwasser, abgeschreckt.
[0030] Durch diese Behandlung ist das Legierungsband nun hinreichend duktil. Nach Entfernung
der Oxidhaut auf dem Legierungsband, welches beispielsweise durch Beizen oder Strahlen
erfolgen kann, wird das Legierungsband beispielsweise auf eine Dicke von ungefähr
0,35 mm kaltgewalzt.
[0031] Anschließend werden aus dem kaltgewalzten Legierungsband die gewünschten Formen gefertigt.
Diese Formbearbeitung erfolgt in der Regel durch Stanzen. Weitere Verfahren sind Laserschneiden,
Drahterodieren, Wasserstrahlschneiden oder dergleichen.
[0032] Nach dieser Formbearbeitung erfolgt die wichtige magnetische Schlussglühung, wobei
durch die Variation der Glühdauer und der Glühtemperatur die magnetischen Eigenschaften
und die mechanischen Eigenschaften des Endprodukts präzise eingestellt werden können.
[0033] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und Vergleichsbeispielen
erläutert. Die Unterschiede der einzelnen Legierungen bezüglich ihrer mechanischen
und magnetischen Eigenschaften werden anhand der Figuren 1 bis 8 veranschaulicht,
die jeweils die Koerzitivfeldstärke H
c als Funktion der Streckgrenze R
p0,2 zeigen.
[0034] Alle Ausführungsbeispiele und alle Vergleichsbeispiele wurden hergestellt, indem
Schmelzen unter Vakuum in Flachkokillen abgegossen wurden. Die auf den Schmelzblöcken
vorhandene Oxidhaut wurde anschließend abgefräst.
[0035] Anschließend wurden die Schmelzblöcke bei einer Temperatur von 1150°C zusammen mit
einer Dicke von d=3,5 mm warmgewalzt.
[0036] Die resultierenden Brammen wurden danach von einer Temperatur T=930°C in Eiswasser
abgeschreckt. Die abgeschreckten, warmgewalzten Brammen wurden schließlich auf eine
Dicke d'=0,35 mm kaltgewalzt. Anschließend wurden Zugproben und Ringe gestanzt. An
den entstandenen Zugproben und Ringen wurden die jeweiligen magnetischen Schlussglühungen
durchgeführt.
[0037] Sämtliche Legierungsparameter, magnetische Messergebnisse und mechanische Messergebnisse
sind in den Tabellen 1 bis 26 wiedergegeben.
[0038] Zur Untersuchung der mechanischen Eigenschaften wurden Zugversuche durchgeführt,
bei denen das Elastizitätsmodul E, die Streckgrenze R
p0,2, die Zugfestigkeit R
m, die Bruchdehnung A
L sowie die Härte HV gemessen wurden. Als wesentlicher mechanischer Parameter wurde
dabei die Streckgrenze R
p0,2 erachtet.
[0039] Die magnetischen Eigenschaften wurden an den gestanzten Ringen untersucht. An den
gestanzten Ringen wurde dabei die statische B-H-Neukurve sowie die statische Koerzitivfeldstärke
H
c bestimmt.
[0040] Im Folgenden werden anhand von den Tabellen 1 bis 33 sowie der Figuren 1 bis 15 Vergleichsbeispiele
und Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung eingehend erörtert. Dabei zeigen:
- Tabelle 1:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/5964 bis 93/6018 nach einstündiger
Schlussglühung bei 720°C unter H2
- Tabelle 2:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6289 nach einstündiger
Schlussglühung bei 720°C unter H2
- Tabelle 3:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6655 bis 93/6666 nach einstündiger
Schlussglühung bei 720°C unter H2
- Tabelle 4:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/5964 bis 93/6018 nach zweistündiger
Schlussglühung bei 720°C unter H2
- Tabelle 5:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6289 nach zweistündiger
Schlussglühung bei 720°C unter H2
- Tabelle 6:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6655 bis 93/6666 nach zweistündiger
Schlussglühung bei 720°C unter H2
- Tabelle 7:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6289 nach vierstündiger
Schlussglühung bei 720°C unter H2
- Tabelle 8:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6655 bis 93/6666 nach vierstündiger
Schlussglühung bei 720°C unter H2
- Tabelle 9:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6289 nach einstündiger
Schlussglühung bei 730°C unter H2
- Tabelle 10:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6289 nach zweistündiger
Schlussglühung bei 730°C unter H2
- Tabelle 11:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6289 nach einstündiger
Schlussglühung bei 740°C unter H2
- Tabelle 12:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6655 bis 93/6666 nach einstündiger
Schlussglühung bei 740°C unter H2
- Tabelle 13:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6289 nach zweistündiger
Schlussglühung bei 740°C unter H2
- Tabelle 14:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6655 bis 93/6666 nach zweistündiger
Schlussglühung bei 740°C unter H2
- Tabelle 15:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/5964 bis 93/6018 nach vierstündiger
Schlussglühung bei 740°C unter H2
- Tabelle 16:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6306 nach vierstündiger
Schlussglühung bei 740°C unter H2
- Tabelle 17:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6655 bis 93/6666 nach vierstündiger
Schlussglühung bei 740°C unter H2
- Tabelle 18:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6289 nach einstündiger
Schlussglühung bei 750°C unter H2
- Tabelle 19:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6289 nach einstündiger
Schlussglühung bei 770°C unter H2
- Tabelle 20:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6289 nach zweistündiger
Schlussglühung bei 770°C unter H2
- Tabelle 21:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/5964 bis 93/6018 nach vierstündiger
Schlussglühung bei 770°C unter H2
- Tabelle 22:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6284 nach vierstündiger
Schlussglühung bei 770°C unter H2
- Tabelle 23:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6655 bis 93/6666 nach vierstündiger
Schlussglühung bei 770°C unter H2
- Tabelle 24:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/5964 bis 93/6018 nach vierstündiger
Schlussglühung bei 800°C unter H2
- Tabelle 25:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6278 bis 93/6306 nach vierstündiger
Schlussglühung bei 800°C unter H2
- Tabelle 26:
- Eigenschaften von Sonderschmelzen der Chargen 93/6655 bis 93/6666 nach vierstündiger
Schlussglühung bei 800°C unter H2
- Tabelle 27:
- Gefügezustand der Sonderschmelzen 93/7179 bis 93/7183 nach Abschrecken von verschiedenen
Temperaturen
- Tabelle 28:
- Eigenschaften der Chargen 93/7180 bis 93/7184 sowie 74/5517 und 99/5278 nach einstündiger
Schlussglühung bei 720°C unter H2; Dicke: 0,35 mm
- Tabelle 29:
- Ummagnetisierungsverluste von Sonderschmelzen der Chargen 93/7180 bis 93/7184 sowie
74/5517 und 99/5278 für verschiedene Aussteuerungen und Frequenzen nach einstündiger
Schlussglühung bei 720°C unter H2; Dicke: 0,35 mm
- Tabelle 30:
- Eigenschaften der Chargen 93/7180 bis 93/7184 sowie 74/5517 und 99/5278 nach zweistündiger
Schlussglühung bei 750°C unter H2; Dicke: 0,35 mm
- Tabelle 31:
- Ummagnetisierungsverluste von Sonderschmelzen der Chargen 93/7180 bis 93/7184 sowie
74/5517 und 99/5278 für verschiedene Aussteuerungen und Frequenzen nach zweistündiger
Schlussglühung bei 750°C unter H2; Dicke: 0,35 mm
- Tabelle 32:
- Eigenschaften der Chargen 93/7180 bis 93/7184 sowie 74/5517 und 99/5278 nach vierstündiger
Schlussglühung bei 840°C unter H2; Dicke: 0,35 mm
- Tabelle 33:
- Ummagnetisierungsverluste von Sonderschmelzen der Chargen 93/7180 bis 93/7184 sowie
74/5517 und 99/5278 für verschiedene Aussteuerungen und Frequenzen nach vierstündiger
Schlussglühung bei 840°C unter H2; Dicke: 0,35 mm
Vergleichsbeipiele:
[0041] Es wurden unter den Bezeichnungen Chargen 93/5973 sowie unter den Bezeichnungen Charge
93/5969 und 93/5968 Legierung gemäß dem Stand der Technik hergestellt. Die Charge
93/5973 entspricht einer Legierung, wie sie der eingangs erwähnten US 3,634,072 (Ackermann)
entnehmbar ist, d. h. also einer hochfesten, weichmagnetischen Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung
mit einem geringen Zirkon-Zusatz unterhalb 0,3 Gew.%.
[0042] Der Zirkonzusatz betrug exakt 0,28 Gew.%.
[0043] Die Chargen 93/5969 sowie 93/5968 waren Legierungen, wie sie der eingangs erwähnten
US 5,501,747 (Masteller) entsprechen. Es handelte sich dabei um hochfeste, weichmagnetische
Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierungen, die zirkonfrei waren.
[0044] Die Eigenschaften dieser Legierungen sind den Tabellen 1, 4, 15, 21 sowie 24 zu entnehmen.
[0045] Diese Tabellen geben die Eigenschaften der erschmolzenen Legierungen unter verschiedenen
Schlussglühungen wieder.
[0046] Dabei wurden die Zeitdauer der Schlussglühungen sowie die Glühtemperaturen variiert.
Die Glühtemperaturen wurden von 720°C bis zu 800°C variiert. Die Dauer der Schlussglühungen
wurde von einer Stunde bis vier Stunden variiert.
[0047] Eine graphische Zusammenfassung der gefundenen Ergebnisse bei diesen drei Legierungen
aus dem Stand der Technik liefern die Figuren 1, 2 und 3. Wie diesen Figuren zu entnehmen
ist, ist mit diesen Legierungen eine hohe Streckgrenze, d. h. eine Streckgrenze R
p0,2 oberhalb 700 MPa nur dann erzielbar, wenn merkliche Einbußen im weichmagnetischen
Verhalten hingenommen werden. Alle drei Legierungen zeigen im Bereich von 700 MPa
und höher bereits ein halbhart-magnetisches Verhalten, d. h. eine Koerzitivfeldstärke
H
c von mehr als 6,0 A/cm.
Ausführungsbeispiele:
[0048] Als Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung wurden fünf verschiedene
Legierungschargen hergestellt, die unter den Chargenbezeichnungen 93/6279, 93/6284,
93/6285, 93/6655 sowie 93/6661 in den Tabellen 2, 3, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13,
14, 16, 17, 22, 23, 25 sowie 26 aufgelistet sind.
[0049] Bei den Legierungen wurde zum Einen der Zirkongehalt variiert, zum Anderen wurden
der Zirkongehalt zusammen mit den anderen für die Duktilität verantwortlichen Legierungsbestandteilen
Niob und Tantal variiert.
[0050] Auch mit diesen Legierungschargen wurden sowohl die Glühtemperaturen bei den magnetischen
Schlussglühungen als auch die Schlussglühzeiten variiert. Die Schlussglühzeiten wurden
zwischen einer Stunde und vier Stunden variiert. Die Schlussglühtemperaturen wurden
zwischen 720°C und 800°C variiert.
[0051] Eine graphische Zusammenfassung der einzelnen Ergebnisse ist den Figuren 4 bis 8
zu entnehmen. In diesen Figuren ist ebenfalls die Koerzitivfeldstärke H
c als Funktion der Streckgrenze R
p0,2 gezeigt. Im Gegensatz zu den Legierungen aus dem Stand der Technik, die oben unter
den Vergleichsbeispielen diskutiert wurden, zeigen die Legierungen gemäß der vorliegenden
Erfindung sehr hohe Streckgrenzen unter gleichzeitigem sehr guten weichmagnetischen
Verhalten.
[0052] Dies ist insbesondere den Figuren 7 und 8 zu entnehmen. Die dort gezeigten Legierungen
weisen im Bereich der Streckgrenze Werte von über 700 MPa auf bei Koerzitivfeldstärken
von ungefähr 5,0 A/cm.
[0053] Insbesondere aus der Figur 3 ist zu entnehmen, dass beim Einsatz von Zirkongehalten
unter 0,30 Gew.%, wie sie die US 3,634,072 lehrt, in der Tat keine wirklich hochfesten
Legierungen herstellbar sind.
[0054] Im Vergleich zu der Zusammensetzung 49,2 Co; 1,9 V; 0,16 Ta; 0,77 Zr; Rest Fe wurde
der V-Gehalt von 0-3 % und der Co-Gehalt von 10-49 % in Chargen 93/7179 bis 93/7184
variiert. Diese Ausführungsbeispiele sind in Figuren 9 bis 15 und Tabellen 26 bis
32 zusammengefasst. Die Charge 74/5517 99/5278 ist eine Vergleichslegierung des Stands
der Technik.
[0055] Tabelle 26 zeigt die Untersuchung der passenden Abstrecktemperatur für die Sonderschmelzen
versuche der Chargen 93/7179 bis 93/7183. Nur die Charge 93/7184 wurde ohne Abschrecken
kaltgewalzt. Nach dem Abschrecken bei den jeweils festgelegten Temperaturen, siehe
Tabelle 26, ließen sich die Bänder auf Enddicke kaltwalzen.
[0056] Figuren 9 bis 11 zeigen das Verhältnis zwischen Induktion und Feldstärke für die
Chargen 93/7179 bis 93/7184 nach einer Schlussglühung unter verschiedenen Glühparametern.
Induktionswerte sind luftflusskorrigiert gemäß ASTM A 341/A 341M und IEC 404-4. Diese
Ergebnisse sowie die Ergebnisse der Zugversuche sind in Tabellen 27, 29 und 31 aufgelistet.
[0057] Das Verhältnis zwischen Co-Gehalt bzw. V-Gehalt und Streckgrenze R
p0,2 ist in Figuren 12 und 13 graphisch dargestellt.
[0058] Die Tabellen 28, 30 und 32 zeigen den spezifischen Widerstand sowie die Ummagnetisierungsverluste
für die Chargen 93/7179 bis 93/7184. Das Verhältnis zwischen spezifischem elektrischem
Widerstand ρ
e1 und Co- bzw. V-Gehalt für verschiedene Glühparameter ist in Figuren 14 und 15 graphisch
dargestellt.
1. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung bestehend aus
35,0 ≤ Co ≤ 55,0 Gew.%,
0,75 ≤ V ≤ 2,5 Gew.%,
0 ≤ (Ta + 2 x Nb) ≤ 1,0 Gew.%,
0,3 < Zr ≤ 1,5 Gew.%,
Ni ≤ 5,0 Gew.%,
Rest Fe sowie erschmelzungsbedingten und/oder zufälligen Verunreinigungen.
2. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach Anspruch 1, wobei
der Zirkoniumgehalt 0,5 ≤ Zr ≤ 1,0 Gew.% beträgt.
3. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach Anspruch 2, wobei
der Zirkoniumgehalt 0,6 ≤ Zr ≤ 0,8 Gew.% beträgt.
4. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach einem der Ansprüche
1 bis 3, wobei der Kobaltgehalt zwischen 45,0 ≤ Co ≤ 50,0 Gew.% beträgt.
5. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach Anspruch 4, wobei
der Kobaltgehalt zwischen 48,0 ≤ Co ≤ 50,0 Gew.% beträgt.
6. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach einem der Ansprüche
1 bis 5, wobei der Vanadiumgehalt zwischen 1,0 ≤ V ≤ 2,0 Gew.% beträgt.
7. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach einem der Ansprüche
1 bis 6, wobei der Vanadiumgehalt zwischen 1,5 ≤ V ≤ 2,0 Gew.% beträgt.
8. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach einem der Ansprüche
1 bis 7, wobei der Gehalt an Niob und/oder Tantal zwischen 0,04 ≤ (Ta + 2 x Nb) ≤
0,8 Gew.% beträgt.
9. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach Anspruch 8, wobei
der Gehalt an Niob und/oder Tantal zwischen 0,04 ≤ (Ta + 2 x Nb) ≤ 0,5 Gew.% beträgt.
10. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach Anspruch 9, wobei
der Gehalt an Niob und/oder Tantal zwischen 0,04 ≤ (Ta + 2 x Nb) ≤ 0,3 Gew.% beträgt.
11. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach einem der Ansprüche
1 bis 10, wobei der Nickelgehalt Ni ≤ 1,0 Gew.% beträgt.
12. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach Anspruch 11, wobei
der Nickelgehalt Ni ≤ 0,5 Gew.% beträgt.
13. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach einem der Ansprüche
1 bis 12, wobei der Gehalt an erschmelzungsbedingten und/oder zufälligen metallischen
Verunreinigungen Cu ≤ 0, 2, Cr ≤ 0, 3, Mo ≤ 0,3, Si ≤ 0,5, Mn ≤ 0,3 und Al≤ 0,3 beträgt.
14. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach Anspruch 13, wobei
der Gehalt an erschmelzungsbedingten und/oder zufälligen metallischen Verunreinigungen
Cu ≤ 0,1, Cr ≤ 0,2, Mo ≤ 0,2, Si ≤ 0,2, Mn ≤ 0,2 und Al≤ 0,3 beträgt.
15. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach Anspruch 14, wobei
der Gehalt an erschmelzungsbedingten und/oder zufälligen metallischen Verunreinigungen
Cu ≤ 0,06, Cr ≤ 0,1, Mo ≤ 0,1, Si ≤ 0,1 und Mn ≤ 0,1 beträgt.
16. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach einem der Ansprüche
1 bis 15, wobei der Gehalt an erschmelzungsbedingten und/oder zufälligen nichtmetallischen
Verunreinigungen P ≤ 0,01, S ≤ 0,02, N ≤ 0,005, O ≤ 0,05 und C ≤ 0,05 beträgt.
17. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach Anspruch 16, wobei
der Gehalt an erschmelzungsbedingten und/oder zufälligen nichtmetallischen Verunreinigungen
P ≤ 0,005, S ≤ 0,01, N ≤ 0,002, O ≤ 0,02 und C ≤ 0,02 beträgt.
18. Hochfeste, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach Anspruch 17, wobei
der Gehalt an erschmelzungsbedingten und/oder zufälligen nichtmetallischen Verunreinigungen
S ≤ 0,005, N ≤ 0,001, O ≤ 0,01 und C ≤ 0,01 beträgt.
19. Verwendung einer hochfesten, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach
einem der Ansprüche 1 bis 18, als Werkstoff für Magnetlager.
20. Verwendung einer hochfesten, weichmagnetische Eisen-Kobalt-Vanadium-Legierung nach
einem der Ansprüche 1 bis 18, als Werkstoff für Rotoren.
1. A high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy, consisting of
35.0 ≤ Co ≤ 55.0% by weight,
0.75 ≤ V ≤ 2.5% by weight,
0 ≤ (Ta + 2 × Nb) ≤ 1.0% by weight,
0.3 < Zr ≤ 1.5% by weight,
Ni ≤ 5.0% by weight,
remainder Fe and melting-related and/or incidental impurities.
2. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to claim 1,
in which the zirconium content is 0.5 ≤ Zr ≤ 1.0% by weight.
3. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to claim 2,
in which the zirconium content is 0.6 ≤ Zr ≤ 0.8% by weight.
4. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to one of claims
1 to 3, in which the cobalt content is between 45.0 ≤ Co ≤ 50.0% by weight.
5. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to claim 4,
in which the cobalt content is between 48.0 ≤ Co ≤ 50.0% by weight.
6. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to one of claims
1 to 5, in which the vanadium content is between 1.0 ≤ V ≤ 2.0% by weight.
7. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to one of claims
1 to 6, in which the vanadium content is between 1.5 ≤ V ≤ 2.0% by weight.
8. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to one of claims
1 to 7, in which the niobium and/or tantalum content is between 0.04 ≤ (Ta + 2 × Nb)
≤ 0.8% by weight.
9. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to claim 8,
in which the niobium and/or tantalum content is between 0.04 ≤ (Ta + 2 × Nb) ≤ 0.5%
by weight.
10. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to claim 9,
in which the niobium and/or tantalum content is between 0.04 ≤ (Ta + 2 × Nb) ≤ 0.3%
by weight.
11. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to one of claims
1 to 10, in which the nickel content is Ni ≤ 1.0% by weight.
12. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to claim 11,
in which the nickel content is Ni ≤ 0.5% by weight.
13. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to one of claims
1 to 12, in which the content of melting-related and/or incidental metallic impurities
is Cu ≤ 0.2, Cr ≤ 0.3, Mo ≤ 0.3, Si ≤ 0.5, Mn ≤ 0.3 and Al ≤ 0.3.
14. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to claim 13,
in which the content of melting-related and/or incidental metallic impurities is Cu
≤ 0.1, Cr ≤ 0.2, Mo ≤ 0.2, Si ≤ 0.2, Mn ≤ 0.2 and Al ≤ 0.3.
15. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to claim 14,
in which the content of melting-related and/or incidental metallic impurities is Cu
≤ 0.06, Cr ≤ 0.1, Mo ≤ 0.1, Si ≤ 0.1 and Mn ≤ 0.1.
16. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to one of claims
1 to 15, in which the content of melting-related and/or incidental nonmetallic impurities
is P ≤ 0.01, S ≤ 0.02, N ≤ 0.005, O ≤ 0.05 and C ≤ 0.05.
17. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to claim 16,
in which the content of melting-related and/or incidental nonmetallic impurities is
P ≤ 0.005, S ≤ 0.01, N ≤ 0.002, O ≤ 0.02 and C ≤ 0.02.
18. The high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to claim 17,
in which the content of melting-related and/or incidental nonmetallic impurities is
S ≤ 0.005, N ≤ 0.001, O ≤ 0.01 and C ≤ 0.01.
19. The use of the high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to
one of claims 1 to 18 as a material for magnetic bearings.
20. The use of the high-strength, soft-magnetic iron-cobalt-vanadium alloy according to
one of claims 1 to 18 as a material for rotors.
1. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique, constitué
de :
35,0 ≤ Co ≤ 55,0 % en poids,
0,75 ≤ V ≤ 2,5 % en poids,
0 ≤ (Ta + 2 x Nb) ≤ 1,0 % en poids,
0,3 < Zr ≤ 1,5 % en poids,
Ni ≤ 5,0 % en poids,
le solde étant du Fe ainsi que les impuretés provoquées par la fusion et/ou accidentelle.
2. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
la revendication 1, dans lequel la teneur en zirconium est de 0,5 ≤ Zr ≤ 1,0 % en
poids.
3. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
la revendication 2, dans lequel la teneur en zirconium est de 0,6 ≤ Zr ≤ 0,8 % en
poids.
4. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
l'une des revendications 1 à 3, dans lequel la teneur en cobalt est de 45,0 ≤ Co ≤
50,0 % en poids.
5. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
la revendication 4, dans lequel la teneur en cobalt est de 48,0 ≤ Co ≤ 50,0 % en poids.
6. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
l'une des revendications 1 à 5, dans lequel la teneur en vanadium est de 1,0 ≤ V ≤
2,0 % en poids.
7. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
l'une des revendications 1 à 6, dans lequel la teneur en vanadium est de 1,5 ≤ V ≤
2,0 % en poids.
8. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
l'une des revendications 1 à 7, dans lequel la teneur en niobium et/ou en tantale
est de 0,04 ≤ (Ta + 2 x Nb) ≤ 0,8 % en poids.
9. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
la revendication 8, dans lequel la teneur en niobium et/ou en tantale est de 0,04
≤ (Ta + 2 x Nb) ≤ 0,5 % en poids.
10. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
la revendication 9, dans lequel la teneur en niobium et/ou en tantale est de 0,04
≤ (Ta + 2 x Nb) ≤ 0,3 % en poids.
11. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
l'une des revendications 1 à 10, dans lequel la teneur en Ni est de Ni ≤ 1,0 % en
poids.
12. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
la revendication 11, dans lequel la teneur en Ni est de Ni ≤ 0,5 % en poids.
13. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
l'une des revendications 1 à 12, dans lequel la teneur en impuretés métalliques provoquées
par la fusion et/ou accidentelles est de Cu ≤ 0,2, Cr ≤ 0,3, Mo ≤ 0,3, Si ≤ 0,5, Mn
≤ 0,3 et Al ≤ 0, 3.
14. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
la revendication 13, dans lequel la teneur en impuretés métalliques provoquées par
la fusion et/ou accidentelles est de Cu ≤ 0,1, Cr ≤ 0,2, Mo ≤ 0,2, Si ≤ 0,2, Mn ≤
0,2 et Al ≤ 0,3.
15. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
la revendication 14, dans lequel la teneur en impuretés métalliques provoquées par
la fusion et/ou accidentelles est de Cu ≤ 0,06, Cr ≤ 0,1, Mo ≤ 0,1, Si ≤ 0,1 et Mn
≤ 0,1.
16. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
l'une des revendications 1 à 15, dans lequel la teneur en impuretés non métalliques
provoquées par la fusion et/ou accidentelles est de P ≤ 0,01, S ≤ 0,02, N ≤ 0,005,
O ≤ 0,05 et C ≤ 0,05.
17. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
la revendication 16, dans lequel la teneur en impuretés non métalliques provoquées
par la fusion et/ou accidentelles est de P ≤ 0,005, S ≤ 0,01, N ≤ 0,002, O ≤ 0,02
et C ≤ 0,02.
18. Alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance mécanique selon
la revendication 17, dans lequel la teneur en impuretés non métalliques provoquées
par la fusion et/ou accidentelles est de S ≤ 0,005, N ≤ 0,001, O ≤ 0,01 et C ≤ 0,01.
19. Utilisation d'un alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance
mécanique selon l'une des revendications 1 à 18 comme matériau pour des paliers magnétiques.
20. Utilisation d'un alliage magnétique doux de fer, cobalt et vanadium à haute résistance
mécanique selon l'une des revendications 1 à 18 comme matériau pour rotors.