| (19) |
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(11) |
EP 1 476 262 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.06.2006 Patentblatt 2006/26 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.12.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/014468 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/057390 (17.07.2003 Gazette 2003/29) |
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GIESSWALZE UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER GIESSWALZE
CASTING ROLL AND A METHOD FOR PRODUCING A CASTING ROLL
CYLINDRE DE COULEE ET PROCEDE DE PRODUCTION D'UN CYLINDRE DE COULEE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
11.01.2002 AT 472002
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.11.2004 Patentblatt 2004/47 |
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Patentinhaber: Voest-Alpine Industrieanlagenbau GmbH & Co |
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4031 Linz (AT) |
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Erfinder: |
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- HOHENBICHLER, Gerald
A-4484 Kronstorf (AT)
- ECKERSTORFER, Gerald
A-4020 Linz (AT)
- REITER, Thomas
A-4810 Gmunden (AT)
- DAMASSE, Jean-Michel
F-62400 Bethune (FR)
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| (74) |
Vertreter: VA TECH Patente GmbH & Co |
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Stahlstrasse 21 a 4020 Linz 4020 Linz (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 246 188 DE-A- 4 130 202 US-A- 5 191 925
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DE-A- 4 027 225 US-A- 3 135 319
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 005, no. 039 (M-059), 14. März 1981 (1981-03-14) &
JP 55 165262 A (FUJI KOGYOSHO:KK), 23. Dezember 1980 (1980-12-23)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gießwalze für das Stranggießen von dünnen metallischen
Bändern, insbesondere Stahlbändern, in einer Zweiwalzen- oder Einwalzengießanlage,
mit einem Walzenkern mit einer äußeren Mantelfläche und einem diesen umgebenden, aufgeschrumpften,
ringförmigen Walzenmantel mit einer inneren Mantelfläche und mit einer zentrischen
Gießwalzenachse, sowie ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Gießwalze.
[0002] Gießwalzen dieser Art werden zur Herstellung von Metallband mit einer Banddicke bis
zu 10mm eingesetzt, wobei flüssiges Metall auf die Gießwalzenoberfläche mindestens
einer Gießwalze aufgebracht wird, dort zumindest teilweise erstarrt und in das gewünschte
Bandformat umgeformt wird. Wird die Metallschmelze vorwiegend auf eine Gießwalze aufgebracht,
spricht man von Einwalzengießverfahren. Wird die Metallschmelze in einen Gießspalt,
der von zwei im Abstand voneinander angeordneten Gießwalzen gebildet wird, eingebracht,
wobei die Metallschmelze an den beiden Gießwalzenoberflächen erstarrt und aus diesen
ein Metallband geformt wird, so spricht man von Zweiwalzengießverfahren. Bei diesen
Produktionsverfahren müssen in kurzer Zeit große Wärmemengen von der Gießwalzen-Oberfläche
in das Innere der Gießwalze abgeführt werden. Dies wird erreicht, indem die Gießwalze
mit einem äußeren Walzenmantel aus eine besonders wärmeleitfähigem Material, vorzugsweise
Kupfer oder einer Kupferlegierung, und einer Innenkühlung mit einem Kühlwasserkreislauf
ausgestattet ist. Derartige Gießwalzen sind beispielsweise bereits in der US-A 5,191,925
oder der DE-C 41 30 202 beschrieben.
[0003] Aus der US-A 5,191,925 ist eine Gießwalze zu entnehmen, bei der auf einem mit Kühlkanälen
ausgestatteten Walzenkern zwei ringförmige Walzenmäntel aufgezogen sind und die beiden
Walzenmäntel durch einer Schweißverbindung miteinander verbunden sind oder der eine
Walzenmantel durch elektrolytische Ablagerung auf dem anderen Walzenmantel hergestellt
wird.
[0004] Aus der DE-C 41 30 202 ist eine Gießwalze zu entnehmen, bei der eine Verbindung zwischen
einem Walzenkern und einem Walzenmantel durch Hartlöten hergestellt wird, wobei zwischen
dem Walzenkern und dem Walzenmantel vor dem Zusammenbau ein geeignetes Lötmittel,
vorzugsweise in Form eines Bandes aus diesem Lötmittel, aufgebracht und befestigt
werden muss. Der Walzenmantel wird durch einen thermischen Schrumpfprozess auf den
Walzenkern aufgezogen und solcherart eine provisorische Verbindung erzielt, dem das
zeitaufwendige Hartlötverfahren nachfolgt.
[0005] Bei konventionellen Stranggießanlagen sind im Anschluss an die Stranggießkokille
in der Strangführung thermisch wesentlich geringer belastete Stütz- und Führungsrollen
für die Stützung des gegossenen Strang bekannt (DE-C 40 27 225), bei denen ein Rollenmantel
durch eine Schrumpfverbindung auf einem Rollenkern aufgezogen ist, wobei zwischen
Rollenmantel und Rollenkern ein normgerechter Passsitz vorgesehen ist.
[0006] Aus der EP 0 246 188 A1 ist eine Gießwalze für eine Bandgießmaschine bekannt, bei
der zwischen einem Walzenkern und einem Walzenmantel Stäbe in Axialnuten des Walzenkerns
eingesetzt sind. Diese Stäbe bilden gemeinsam mit dem Walzenkern und dem Walzenmantel
eine Vielzahl von Kühlmittelkanälen. Um den Zusammenhalt der Bauteile zu gewährleisten
bildet die innere Walzenmantelfläche mit den radial nach außen gerichteten Flächen
der eingesetzten Stäbe eine Schrumpfverbindung.
[0007] Bei Gießwalzen zum direkten Bandgießen von Metallen und insbesondere wenn Stahl vergossen
wird, treten wegen der erforderlichen hohen Anlagenproduktivität extreme zyklische
Wärmebelastungen am Walzenmantel auf. Es ist bekannt, dass eine spezifische Wärmeabfuhr
von bis zu 15 MW/m
2, und mehr, durch den Walzenmantel erfolgen muss. Bei Gießwalzenkonstruktionen der
eingangs beschriebenen Art, die üblicherweise von einem auf einem Stahlkern aufgeschrumpften
Kupferrohr gebildet sind, kommt es durch die mit den thermischen Belastungen verbundenen
lokalen und zyklisch auftretenden Umfangsspannungsschwankungen zu Umfangskräften,
die zu einem Wandern des Kupfermantels auf dem Stahlkern führen können. Durch diese
Wanderbewegung kommt es an der Kontaktfläche von Kupfermantel und Stahlkern zu Adhäsions-Veränderungen,
die typischerweise zu einer raschen Alterung der Haftverbindung führen. Dadurch wird
die Lebensdauer des Kupfermantels bzw. der Haftverbindung deutlich herabgesetzt.
[0008] Auch die vorgeschlagene Hartlötverbindung ist neben deren aufwendigen Herstellung
bei den auftretenden, örtlich hohen thermischen Belastungen nicht geeignet, eine derartige
Wanderbewegung des Walzenmantels nachhaltig zu verhindern.
[0009] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diese beschriebenen Nachteile
des Standes der Technik zu vermeiden und eine Gießwalze und ein Verfahren zur Herstellung
einer derartigen Gießwalze vorzuschlagen, mit einer zwischen Walzenmantel und Walzenkern
den hohen thermischen und mechanischen Belastungen widerstehende Verbindung, wobei
Wanderbewegungen des Walzenmantels auf dem Walzenkern nachhaltig vermieden werden.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einer Gießwalze der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst,
dass zumindest eine der einander gegenüberliegenden eine Schrumpfverbindung bildenden
Mantelflächen Erhebungen und Vertiefungen in der Mantelfläche aufweist, die zumindest
teilweise in Richtung der Gießwalzenachse orientiert sind und deren radiale Erstreckung
mindestens 2µm beträgt und die Erhebungen und Vertiefungen an zumindest einer der
einander gegenüberliegenden Mantelflächen eine Oberflächenstruktur ausbilden, bei
der die Mantelfläche eine Rauigkeit R
z zwischen 2µm und 1500µm, vorzugsweise zwischen 10µm und 500µm, aufweist.
[0011] Die Erhebungen und Vertiefungen auf der Mantelfläche bilden Stützflächen, die überwiegend
im wesentlichen parallel zur Gießwalzenachse orientiert und eine radiale Mindesterstreckung
aufweisend, einen zusätzlichen Widerstand gegen eine Wanderbewegung des Walzenmantels
gegenüber dem Walzenkern in Umfangsrichtung erzeugen. Bei einer stochastischen Verteilung
dieser Stützflächen entspricht deren radiale Erstreckung einer definierten Rauigkeit
R
z von 2µm. Bei diesen Rauigkeitswerten ist bei Herstellung der Schrumpfverbindung ein
optimales Eindringen der Erhebungen in die gegenüberliegende Mantelfläche erzielbar,
sodass von den einzelnen Stützflächen eine ausreichend große Gesamtstützfläche einer
Mantelverdrehung entgegenwirkt.
[0012] Zur Vermeidung einer Wanderbewegung des Walzenmantels in Richtung der Gießwalzenachse
und um eine mittige Zentrierung des Walzenmantels auf dem Walzenkern zu gewährleisten,
weist zumindest eine der einander gegenüberliegenden Mantelflächen Erhebungen und
Vertiefungen in und unmittelbar um eine achsnormale Gießwalzen-Symmetrieebene weitgehend
entlang des gesamten Umfangs einer der beiden Mantelflächen auf, mit einer radialen
Erstreckung von mindestens 2 µm, vorzugsweise mindestens 0,2 mm, insbesondere 1 bis
15 mm, die vorzugsweise in Umfangsrichtung orientiert sind. Alternativ bilden diese
Erhebungen und Vertiefungen in und unmittelbar um eine achsnormale Gießwalzen-Symmetrieebene
an zumindest einer der einander gegenüberliegenden Mantelflächen eine Oberflächenstruktur
aus, bei der die Mantelfläche eine Rauigkeit Rz zwischen 2 µm und 1500 µm aufweist.
[0013] Dieser Effekt wird in optimaler Weise erreicht, wenn die Erhebungen und Vertiefungen
im wesentlichen radial und in Richtung der Gießwalzenachse gerichtete Stützflächen
mit einer Längserstreckung ausbilden, die kleiner oder gleich der Mantelflächenlänge
sind. Derartig ausgerichtete Stützflächen ergeben sich bei einer beispielsweise mechanischen
Bearbeitung der Mantelfläche in Richtung der Gießwalzenachse, wie beispielsweise durch
eine Rändelung. Die sich hierbei einstellende annähernd V-förmige Rillenbildung an
einer Mantelfläche ergibt eine feste Verbindung mit der weiteren Mantelfläche, wenn
der Abstand zwischen den Rillenspitzen vorzugsweise zwischen 0,1 und 1,7 mm und der
Abstand zwischen Tal und Spitze zwischen 0,06 und 0,8 liegt.
[0014] Weiters hat sich als günstig erwiesen, wenn der Walzenkern und der ringförmige Walzenmantel
im Bereich der einander gegenüberliegenden Mantelflächen aus Werkstoffen verschiedener
Härte gebildet sind und zumindest die Mantelfläche des die höheren Mantelfläche-Härtewerte
aufweisenden Bauteiles mit der vorbestimmten Rauigkeit versehen ist. Während des Aufschrumpfens
des Walzenmantels auf dem Walzenkern prägt sich das Rauigkeitsmuster der härteren
Mantelfläche in die weichere Mantelfläche ein, wodurch sich ein vollflächiger Mikro-Formschluss
ergibt, der dem beim üblichen Schrumpfvorgang erreichbaren Reibungsschluss deutlich
überlegen ist. Eine Härtedifferenz zwischen den Randschichten im Bereich der härteren
und der weichem Mantelflächen soll mindestens 20%, vorzugsweise aber mehr als 50%
betragen, wobei die Härte der weicheren Mantelfläche unter 220 HB, vorzugsweise unter
150 HB liegen soll.
[0015] Gleichermaßen wie bei den beschriebenen Gießwalzen nach dem Stand der Technik hat
es sich bewährt, den Walzenkern aus Stahl und den ringförmigen Walzenmantel aus Kupfer
oder einer Kupferlegierung herzustellen. Die Ausbildung des Walzenkernes aus Stahl
gibt der Gießwalzenkonstruktion die notwendige Betriebsfestigkeit und die Ausbildung
des Walzenmantels aus Kupfer oder einer Kupferlegierung ist für eine ausreichende
Wärmeabfuhr aus der auf sie aufgebrachten Metallschmelze zwingend notwendig.
[0016] Um unabhängig von den gewählten Materialien für den Walzenkern und den Walzenmantel,
sowie anderen Einflüssen, die Schrumpfverbindung in Hinblick auf die bestmögliche
Haftverbindung ausbilden zu können, ist zwischen dem Walzenkern und dem Walzenmantel
vorzugsweise eine Verbindungsschicht angeordnet und der die Verbindungsschicht bildende
Werkstoff auf einer der beiden einander zugeordneten Mantelflächen abgeschieden. Hierbei
ist eine der einander zugeordneten Mantelflächen mit der vorbestimmten Rauigkeit bzw.
Oberflächenstrukturierung versehen und auf der anderen Mantelfläche ist der die Verbindungsschicht
bildende Werkstoff abgeschieden. Vorzugsweise besteht die Verbindungsschicht aus einem
Metall oder einer Metalllegierung, wobei in diese Verbindungsschicht verschleißfeste
Granulate eingebettet sein können. Diese verschleißfesten Granulate bestehen aus Körnern
oder Lamellen von Metalloxiden, wie Aluminiumoxid, Zirkonoxid oder ähnlichen Werkstoffen
oder deren Gemenge. Die Granulate können auch aus Körnern oder Lamellen von Karbiden,
wie Titankarbid, Wolframkarbid, Siliziumkarbid oder ähnlichen Werkstoffen mit vergleichbaren
Eigenschaften oder deren Gemengen bestehen. Auch Mischungen von Metalloxiden und Karbiden
sind zweckmäßig. Durch die in eine Grundmatrix eingebetteten hohe Härte aufweisende
Karbide und Metalloxide wird die Verhakung zwischen den Mantelflächen zusätzlich verstärkt.
Die Verbindungsschicht kann auch von einem sehr harten Material, beispielsweise einer
Plasmakeramik gebildet sein, wobei dieses Material so auf eine der Mantelflächen aufgebracht
werden muss, dass sich gleichzeitig auch die gewünschte Rauigkeit einstellt. Die Verbindungsschicht
weist vorzugsweise eine Schichtdicke von 0,05 bis 1,2 mm auf. Die in sie eingebetteten
verschleißfesten Granulate haben eine Korngröße von kleiner als 40 µm, vorzugsweise
kleiner als 10µm.
[0017] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gießwalze besteht darin, dass
der Walzenkern parallel zur Gießwalzenachse an seiner Mantelfläche verteilt Nuten
aufweist, in die Sicherungsleisten eingesetzt sind, die die Mantelfläche des Walzenkernes
in radialer Richtung um mindestens 2 µm überragen. Die über die Mantelfläche des Walzenkernes
vorstehenden Sicherungsleisten drücken sich mit der Schrumpfverbindung in die Mantelfläche
des Walzenmantels ein und bilden selbst eine Stützfläche gegen die Mantelverdrehung
und erzeugen durch ihre Einprägung in den Walzenmantel eine gegengerichtete Stützfläche
in diesem. Vorzugsweise überragen diese Sicherungsleisten die Mantelfläche des Walzenkernes
nicht mehr als 1500 µm, da die Möglichkeiten der Einprägung in den Walzenmantel beschränkt
ist. Wenn allein durch das Einpressen der Sicherungsleisten in den Walzenmantel ein
sattes Aufeinanderliegen der beiden Mantelflächen nicht erreicht werden kann, besteht
vorzugsweise auch die Möglichkeit, seichte Einfräsungen mit geringer Tiefe im Walzenmantel
an den Stellen vorzunehmen, die den Nuten im Walzenkern gegenüber liegen.
[0018] Nach einer weiteren Ausführungsform überragen die Sicherungsleisten die Mantelfläche
des Walzenkernes in radialer Richtung zwischen 500 um und 15 mm. Hierbei sind auch
in die innere Mantelfläche des Walzenmantels Nuten eingefräst, die den Nuten in der
Mantelfläche des Walzenkernes gegenüberliegen und wobei einander gegenüberliegende
Nuten jeweils eine Sicherungsleiste aufnehmen. Die Flanken der Sicherungsleiste und
die Flanken der Nuten bilden entsprechende in Richtung der Gießwalzenachse orientierte
Stützflächen aus. Eine großflächige Schrumpfverbindung zwischen dem Walzenkern und
dem Walzenmantel ist dann möglich, wenn die Summentiefe zweier Nuten größer ist als
die Höhe der sie aufnehmenden Sicherungsleiste.
[0019] Typische Nutentiefen betragen im Walzenkern 2 bis 15 mm und im Walzenmantel 0,4 bis
5 mm. Die Breite der Sicherungsleiste liegt zwischen 4 und 45 mm, vorzugsweise zwischen
5 und 25 mm. Üblicherweise werden weniger als 16, vorzugsweise weniger als 8 Sicherungsleisten
bzw. Nuten auf dem Walzenkern an seinem Umfang vorzugsweise regelmäßig verteilt angeordnet.
Mindestens 3 Nuten sind für eine ausreichende Verdrehsicherung des Walzenmantels notwendig,
wenn gleichzeitig eine ungleichmäßige Kräfte- und Spannungsverteilung im Walzenmantel
vermieden werden soll. Die Länge der Nuten bzw. der Sicherungsleisten ist geringer
als die Mantelflächenlänge des Walzenkernes. Damit wird die Gefahr eines Herausgleitens
der Sicherungsleisten unter Betriebsbelastung vermieden.
[0020] Bei einem Verfahren zur Herstellung einer Gießwalze, die für das Stranggießen von
dünnen metallischen Bändern, insbesondere von Stahlbändern, nach dem Zweiwalzen- oder
Einwalzengießverfahren geeignet ist und die im wesentlichen aus einem Walzenkern mit
einer äußeren Mantelfläche und einem diesen umgebenden, aufgeschrumpften, ringförmigen
Walzenmantel mit einer inneren Mantelfläche und einer zentrischen Gießwalzenachse
besteht, wird die Mantelfläche des Walzenkernes und die innere Mantelfläche des Walzenmantels
für eine Schrumpfverbindung vorbereitet und der Walzenmantel mit einer gegenüber dem
Walzenkern erhöhten Temperatur auf dem Walzenkern aufgezogen. Die Erfindung besteht
darin, dass auf mindestens einer der einander zugeordneten eine Schrumpfverbindung
bildenden Mantelflächen zumindest teilweise in Richtung der Gießwalzenachse orientierte
Erhebungen und Vertiefungen mit einer radiale Erstreckung von mindestens 2µm durch
mechanische Bearbeitung hergestellt werden und die auf mindestens einer der einander
zugeordneten Mantelflächen hergestellten Erhebungen und Vertiefungen eine Oberflächenstruktur
ausbilden bei der die Mantelfläche eine Rauigkeit zwischen 2µm und 1500
µm aufweist. Anschließend erfolgt eine kontrollierte Abkühlung der Gießwalze auf Raumtemperatur.
[0021] Die Vorbereitungen für die Ausbildung einer Schrumpfverbindung bestehen im wesentlichen
darin, dass ein auf die Betriebsbedingungen der Gießwalze abgestimmter Passsitz gewählt
und der Walzenkern mit einem entsprechenden Außendurchmesser und der Walzenmantel
mit einem entsprechenden Innendurchmesser hergestellt wird. Die erfindungswesentliche
Maßnahme besteht hierbei in der Ausgestaltung einer der beiden zusammenwirkenden Mantelflächen
mit einer Oberflächenstruktur bei der Erhebungen und Vertiefungen Stützflächen bilden,
die überwiegend im wesentlichen parallel zur Gießwalzenachse orientiert sind und eine
radiale Mindesterstreckung aufweisen, um einen entsprechenden Widerstand gegen eine
Wanderbewegung des Walzenmantels in Umfangsrichtung zu gewährleisten. Vorzugsweise
wird eine orientierte Oberflächenstruktur in die Mantelfläche eingearbeitet, die eine
Rauigkeit R
z zwischen 10µm und 500µm, aufweist. Als besonders günstig hat sich hierbei die Ausbildung
einer Oberflächenstruktur erwiesen, bei der die auf mindestens einer der einander
zugeordneten Mantelflächen eingearbeiteten Erhebungen und Vertiefungen mit im wesentlichen
radial und in Richtung der Gießwalzenachse gerichtete Stützflächen hergestellt werden,
die eine Längserstreckung aufweisen, die kleiner oder gleich der Mantelflächenlänge
sind.
[0022] Die in eine der Mantelflächen eingearbeitete orientierte Oberflächenstruktur dringt
bei Herstellung der Schrumpfverbindung mit deutlich reduzierter Abplattungstendenz
in die Oberfläche der Gegen-Mantelfläche ein, wenn der Walzenkern und der ringförmige
Walzenmantel aus Werkstoffen verschiedener Härte hergestellt werden und der mit einem
höheren Mantelfläche-Härtewert ausgebildete Bauteil mit der vorbestimmten Rauigkeit
R
z versehen wird. Die Härtewerte des mit einem höheren Mantelfläche-Härtewert ausgebildeten
Bauteils kann zusätzlich durch eine Härtung, Nitrierung, Aufkohlung oder einem vergleichbaren
Verfahren erhöht werden. Damit kann auf die Haftverbindung verbessernde zusätzliche
Beschichtung auf einer der einander zugeordneten Mantelflächen weitgehend verzichtet
werden.
[0023] Die gerichtete Oberflächenstruktur bzw. die Rauhigkeit Rz wird in einfacher Weise
durch mechanische Bearbeitung der Manteloberfläche, wie Rändeln, Stoßen oder Fräsen
hergestellt. Insbesondere bei Stoß- oder Fräsbearbeitung in Richtung der Gießwalzenachse
ist in einfacher Weise eine entsprechend gerichtete Oberflächenstruktur mit vorbestimmter
Rauigkeit herstellbar, die überwiegend in Richtung der Gießwalzenachse orientierte
und einer Mantelverdrehung entgegenwirkende Stützflächen aufweist.
[0024] Die Haftverbindung zwischen dem Walzenkern und dem Walzenmantel können zusätzlich
verbessert werden, wenn auf einer der einander zugeordneten Mantelflächen eine Verbindungsschicht
abgeschieden wird, wobei vorteilhaft auf einer Mantelfläche die vorbestimmte Rauigkeit
aufgebracht wird und auf der anderen Mantelfläche die Verbindungsschicht in einer
Schichtdicke von 0,05 bis 1,2 mm abgeschieden wird. Die Verbindungsschicht aus einem
Metall oder einer Metalllegierung wird bevorzugt durch elektrolytische Abscheidung
oder durch Plasmaabscheidung auf der Mantelfläche aufgebracht. Zusätzlich können die
bereits zuvor beschriebenen Granulate in die Verbindungsschicht eingelagert werden.
[0025] Eine Variante des beschriebenen Verfahrens zur Herstellung einer Gießwalze mit einer
entsprechend stabilen Verdrehsicherung zwischen Walzenkern und Walzenmantel wird hergestellt,
indem die Mantelfläche des Walzenkernes und die innere Mantelfläche des Walzenmantels
für eine Schrumpfverbindung vorbereitet werden,dass auf der Mantelfläche des Walzenkernes
parallel zur Gießwalzenachse Nuten eingearbeitet und in diese Sicherungsleisten eingesetzt
werden, die die Mantelfläche des Walzenkernes in radialer Richtung mindestens 2µm
überragt, vorzugsweise zwischen 500 µm und 15 mm überragen,
und dass der Walzenmantel mit einer gegenüber dem Walzenkern erhöhten Temperatur auf
dem Walzenkern aufgezogen wird, wobei zwischen den Sicherungsleisten und dem Walzenmantel
eine Schrumpfverbindung und zwischen dem Walzenkern und dem Walzenmantel zumindest
eine dichte Verbindung hergestellt wird. Anschließend erfolgt eine kontrollierte Abkühlung
der Gießwalze auf Raumtemperatur.
[0026] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
nicht einschränkender Ausführungsbeispiele, wobei auf die beiliegenden Figuren Bezug
genommen wird, die folgendes zeigen:
- Fig. 1
- eine Gießwalze im Teilschnitt mit einer erfindungsgemäßen Ausbildung der Mantelfläche
des Walzenkernes nach einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- eine Gießwalze im Querschnitt mit einer erfindungsgemäßen Ausbildung der Mantelflächen
nach einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 3
- die in Fig. 2 verwendeten Sicherungsleisten in einem Schrägriss.
[0027] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Gießwalze für das Stranggießen von Stahlbändern
in einer Zweiwalzen-Stranggießanlagen schematisch in einemTeilschnitt dargestellt.
Sie besteht aus einem Walzenkern 1 aus Stahl, der in Walzenzapfen 1 a, 1 b zur Abstützung
in nicht dargestellten Gießwalzenlagern endet. Ein zylindrischer Walzenmantel 2 aus
einer Kupferlegierung umgibt den Walzenkern 1 und ist mit einer Schrumpfverbindung
3 drehfest auf diesem befestigt. Die Schrumpfverbindung 3 wird von der äußeren Mantelfläche
4 des Walzenkernes 2 und der inneren Mantelfläche 5 des Walzenmantels 2 gebildet,
wobei die beiden Mantelflächen 4 und 5 durch eine gerichtete Oberflächenstruktur einen
gegenüber gängigen Schrumpfverbindungen erhöhten Verdrehwiderstand erzielt. Beispielhaft
in Fig. 1 dargestellt, ist die Mantelfläche 4 mit einer Rändelung 6 ausgestattet,
wobei die durch die Rändelung erzeugten Nuten 7 in Richtung der Gießwalzenachse 8
orientiert sind und V-förmige im wesentlichen radial und in Richtung der Gießwalzenachse
8 erstreckte Stützflächen 9 bilden, die in großer Zahl als Widerstandsflächen gegen
ein relatives Verdrehen des Walzenmantels 2 zum Walzenkern 1 wirken. Auf der inneren
Mantelfläche 5 des Walzenmantels 2 ist eine metallische Verbindungsschicht 10 beispielsweise
elektrolytisch abgeschieden und bildet ein verhältnismäßig weiche, geringe Härte aufweisende
Schicht, in die die strukturierte äußere Mantelfläche 4 des Walzenkernes 1 bei der
Herstellung der Schrumpfverbindung, ohne seine Struktur wesentlich zu verändern, eindringt.
In die Verbindungsschicht können zusätzlich von verschiedenen Metalloxiden oder Karbiden
gebildete Granulate eingebettet sein, die die Haftwirkung zusätzlich erhöhen.
Die Gießwalze ist mit einer inneren zirkulierenden Flüssigkeitskühlung versehen, wobei
Kühlflüssigkeit über eine zentrale Zuleitung 11 und radialen Stichleitungen 12 zu
ringförmigen in die äußere Mantelfläche 4 des Walzenkern 1 eingefrästen Kühlmittelkanälen
13 zugeleitet und über weitere radiale Stichleitungen 14 und eine zentrale Ableitung
15 wieder abgeleitet wird. Mit dem durch die eingefrästen Kühlmittelkanäle 13 zirkulierende
Kühlmittel wird der auf die Gießwalzenoberfläche 16 aufgebrachten Stahlschmelze Wärme
entzogen und durch den Walzenmantel 2 in das Kühlmittel abgeführt.
[0028] In Fig. 2 ist die Gießwalze mit einer erfindungsgemäßen Schrumpfverbindung 3 nach
einer weiteren Ausführungsform in einem Querschnitt dargestellt. Der Walzenkern 1
ist analog wie in Fig. 1 mit einem Kühlmittelkreislauf ausgestattet, der aus einer
zentralen Zuleitung 11, radialen Stichleitungen 12, radialen Stichleitungen 14 und
einer zentralen Ableitung 15 ausgestattet. Die ringförmigen Kühlmittelkanäle 13 sind
bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform in den Walzenmantel 2 gedreht. Parallel
zur Gießwalzenachse 8 sind vier Nuten 7 in die äußere Mantelfläche 4 des Walzenkerns
1 eingefräst und in jede dieser Nuten 7 ist eine Sicherungsleiste 17 eingesetzt, die
die äußere Mantelfläche 4 des Walzenkerns 1 um ein kleines Stück überragt. Gleichermaßen
sind in die innere Mantelfläche 5 des Walzenmantels 2 Nuten 18 geringer Tiefe eingefräst,
die den Nuten 7 im Walzenkern 1 gegenüber liegen und gemeinsam die Sicherungsleisten
17 aufnehmen. Die seitlichen Flanken 19, 20 der Sicherungsleisten 17 und die seitlichen
Flanken 21, 22 der in die Umfangskühlrippen gefrästen Nuten 7, 18 im Walzenkern 1
und im Walzenmantel 2 (im Bereich der in Umfangsrichtung verlaufenden Kühlrippen 24)
wirken hierbei als Stützflächen gegen die Mantelverdrehung.
[0029] Die Sicherungsleiste 17 ist in Fig. 3 in einem Schrägriss dargestellt. die Sicherungsleiste
17 enthält Ausnehmungen 23 für die ungestörte Kühlmitteldurchführung, wobei diese
Ausnehmungen 23 in eingebauter Lage der Sicherungsleiste mit den ringförmigen Kühlmittelkanälen
13 fluchten. Im Abstand nebeneinander angeordnete Ausnehmungen 23 werden zur Gewährleistung
einer gleichmäßigen Walzenmantelkühlung jeweils bevorzugt in entgegegesetzter Richtung
durchströmt. Dies ist durch Pfeile angedeutet.
[0030] Der Schutzumfang des Gießwalze beschränkt sich nicht auf die detailliert dargestellten
Ausführungsformen, sondern umfasst insbesondere auch Gießwalzen mit einem Walzenmantel,
mit im wesentlichen mittig liegenden axialen Kühlbohrungen, sowie Gießwalzen mit in
den Walzenkern oder den Walzenmantel eingearbeiteten trapezgewindeartigen Kühlkanälen,
oder auf Gießwalzen mit in den Walzenkern eingearbeiteten Umfangskühlrippen.
1. Gießwalze für das Stranggießen von dünnen metallischen Bändern, insbesondere von Stahlbändern,
in einer Zweiwalzen- oder Einwalzengießanlage, mit einem Walzenkern (1) mit einer
äußeren Mantelfläche (4) und einem diesen umgebenden, aufgeschrumpften, ringförmigen
Walzenmantel (2) mit einer inneren Mantelfläche (5) und mit einer zentrischen Gießwalzenachse
(8), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der einander gegenüberliegenden eine Schrumpfverbindung bildenden
Mantelflächen (4, 5) Erhebungen und Vertiefungen in der Mantelfläche aufweist, die
zumindest teilweise in Richtung der Gießwalzenachse (8) orientiert sind und deren
radiale Erstreckung mindestens 2µm beträgt und dass die Erhebungen und Vertiefungen
an zumindest einer der einander gegenüberliegenden Mantelflächen (4, 5) eine Oberflächenstruktur
ausbilden, bei der die Mantelfläche eine Rauigkeit (Rz) zwischen 2µm und 1500µm aufweist.
2. Gießwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der einander gegenüberliegenden Mantelflächen eine Rauigkeit (Rz) zwischen 10µm und 500µm aufweist.
3. Gießwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der einander gegenüberliegenden Mantelflächen (4, 5) Erhebungen und
Vertiefungen in und unmittelbar um eine achsnormale Gießwalzen-Symmetrieebene weitgehend
entlang des gesamten Umfanges einer der Mantelflächen (4, 5) aufweist, mit einer radialen
Erstreckung von mindestens 2 µm, die bevorzugt in Umfangsrichtung orientiert sind.
4. Gießwalze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen und Vertiefungen in und um die achsnormale Gießwalzen-Symmetrieebene
an zumindest einer der einander gegenüberliegenden Mantelflächen (4, 5) eine Oberflächenstruktur
ausbilden, bei der die Mantelfläche eine Rauigkeit (Rz) zwischen 2µm und 1500µm aufweist.
5. Gießwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen und Vertiefungen im wesentlichen radial und in Richtung der Gießwalzenachse
(8) gerichtete Stützflächen (9) mit einer Längserstreckung ausbilden, die kleiner
oder gleich der Mantelflächenlänge (L) sind.
6. Gießwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenkern (1) und der ringförmige Walzenmantel (2) im Bereich der einander gegenüberliegenden
Mantelflächen (4, 5) aus Werkstoffen verschiedener Härte gebildet sind und zumindest
die Mantelfläche des die höheren Mantelfläche-Härtewerte aufweisenden Bauteiles mit
der vorbestimmten Rauigkeit (Rz) versehen ist.
7. Gießwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenkern (1) aus Stahl und der ringförmige Walzenmantel (2) aus Cu oder einer
Cu-Legierung besteht.
8. Gießwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Walzenkern (1) und dem Walzenmantel (2) eine Verbindungsschicht (10)
angeordnet ist und dass der die Verbindungsschicht (10) bildende Werkstoff auf einer
der beiden einander zugeordneten Mantelflächen (4, 5) abgeschieden ist.
9. Gießwalze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine der einander zugeordneten Mantelflächen (4 oder 5) mit der vorbestimmten Rauigkeit
(Rz) versehen ist und auf der anderen Mantelfläche der die Verbindungsschicht (10) bildende
Werkstoff abgeschieden ist.
10. Gießwalze nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsschicht (10) von einem Metall oder einer Metalllegierung gebildet
ist.
11. Gießwalze nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in die Verbindungsschicht (10) verschleißfeste Granulate eingebettet sind.
12. Gießwalze nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die verschleißfesten Granulate von Metalloxiden, wie Aluminiumoxid, Zirkonoxid oder
ähnlichen Werkstoffen bestehen.
13. Gießwalze nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die verschleißfesten Granulate von Karbidkörnern oder -lamellen, wie Titankarbid,
Wolframkarbid, Siliziumkarbid oder ähnlichen Werkstoffen gebildet sind.
14. Gießwalze nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Korngröße der verschleißfesten Granulate kleiner als 40 µm, vorzugsweise kleiner
als 10µm ist.
15. Gießwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenkern (1) parallel zur Gießwalzenachse (8) an seiner Mantelfläche (4) verteilt
Nuten (7) aufweist, in die Sicherungsleisten (17) eingesetzt sind, die die Mantelfläche
(4) des Walzenkernes (1) in radialer Richtung zwischen 2 µm und 1500 µm überragen
und in die Mantelfläche (5) des Walzenmantels (2) eingeprägt sind.
16. Gießwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenkern (1) parallel zur Gießwalzenachse (8) an seiner Mantelfläche (4) verteilt
Nuten (7) aufweist, in die Sicherungsleisten (17) eingesetzt sind, die die Mantelfläche
(4) des Walzenkernes (1) in radialer Richtung zwischen 500 µm und 15 mm überragen
und dass die innere Mantelfläche (5) des Walzenmantels (2) Nuten (18) enthält, die
zu den Nuten (7) in der Mantelfläche (4) des Walzenkernes (1) gegenüberliegen und
einander gegenüberliegende Nuten (7. 18) jeweils eine Sicherungsleiste (17) aufnehmen,
wobei die Summentiefe der gegenüberliegenden Nuten (7, 18) größer ist als die Höhe
der sie aufnehmenden Sicherungsleiste (17).
17. Gießwalze nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass weniger als 16, vorzugsweise weniger als acht Sicherungsleisten (17) bzw. Nuten (7)
auf dem Walzenkern (1) verteilt angeordnet sind.
18. Gießwalze nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Nuten (7) und der Sicherungsleisten (17) geringer ist als die Mantelflächenlänge
(L) des Walzenkernes (1).
19. Verfahren zur Herstellung einer Gießwalze für das Stranggießen von dünnen metallischen
Bändern, insbesondere von Stahlbändern, nach dem Zweiwalzen- oder Einwalzengießverfahren,
welche Gießwalze einen Walzenkern (1) mit einer äußeren Mantelfläche (4) und einen
diesen umgebenden, aufgeschrumpften, ringförmigen Walzenmantel (2) mit einer inneren
Mantelfläche (5) und einer zentrischen Gießwalzenachse (8) aufweist, wobei die Mantelfläche
(4) des Walzenkernes (1) und die innere Mantelfläche (5) des Walzenmantels (2) für
eine Schrumpfverbindung (3) vorbereitet werden und der Walzenmantel (2) mit einer
gegenüber dem Walzenkern (1) erhöhten Temperatur auf dem Walzenkern (1) aufgezogen
wird, dadurch gekennzeichnet, dass auf mindestens einer der einander zugeordneten eine Schrumpfverbindung bildenden
Mantelflächen (4, 5) zumindest teilweise in Richtung der Gießwalzenachse (8) orientierte
Erhebungen und Vertiefungen mit einer radialen Erstreckung von mindestens 2µm durch
mechanische Bearbeitung hergestellt werden, und die auf mindestens einer der einander
zugeordneten Mantelflächen (4, 5) hergestellten Erhebungen und Vertiefungen eine Oberflächenstruktur
ausbilden, bei der die Mantelfläche eine Rauigkeit (Rz) zwischen 2µm und 1500µm aufweist,
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die auf mindestens einer der einander zugeordneten Mantelflächen (4, 5) eingearbeiteten
Erhebungen und Vertiefungen eine Oberflächenstruktur ausbilden, bei der die Mantelfläche
eine Rauigkeit (Rz) zwischen 10µm und 500µm aufweist.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die auf mindestens einer der einander zugeordneten Mantelflächen (4, 5) eingearbeiteten
Erhebungen und Vertiefungen mit im wesentlichen radial und in Richtung der Gießwalzenachse
(8) gerichtete Stützflächen (9) hergestellt werden, die eine Längserstreckung aufweisen,
die kleiner oder gleich der Mantelflächenlänge (L) sind.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenkern (1) und der ringförmige Walzenmantel (2) aus Werkstoffen verschiedener
Härte, gegebenenfalls unter Anwendung einer zusätzlichen Härtung, Nitrierung oder
Aufkohlung, hergestellt werden und der mit einem höheren Mantelfläche-Härtewert ausgebildete
Bauteil mit der vorbestimmten Rauigkeit (Rz) versehen wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauigkeit (Rz) durch Rändeln, Stoßen oder Fräsen aufgebracht wird.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenkern (1) aus Stahl und der ringförmige Rollenmantel (2) aus Cu oder einer
Cu-Legierung hergestellt wird.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer der einander zugeordneten Mantelflächen (4, 5) eine Verbindungsschicht
(10) abgeschieden wird.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer der einander zugeordneten Mantelflächen (4, 5) eine vorgegebene Rauigkeit
(Rz) aufgebracht wird und auf der anderen Mantelfläche eine Verbindungsschicht (10) abgeschieden
wird.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 und 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsschicht (10) elektrolytisch abgeschieden wird.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 und 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsschicht (10) durch Plasmaabscheidung gebildet wird.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsschicht (10) von einem Metall oder einer Metalllegierung gebildet
wird.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass in die Verbindungsschicht (10) verschleißfeste Granulate eingelagert werden.
31. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass als verschleißfeste Granulate Metalloxiden, wie Aluminiumoxid, Zirkonoxid und ähnlichen
Werkstoffen in die Verbindungsschicht (10) eingelagert werden.
32. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass als verschleißfeste Granulate Karbidkörnern oder Karbidlamellen, wie Titankarbid,
Wolframkarbid, Siliziumkarbid oder ähnlichen Werkstoffen in die Verbindungsschicht
(10) eingelagert werden.
33. Verfahren nach Anspruch 31 oder 32, dadurch gekennzeichnet, dass verschleißfeste Granulate mit einer Korngröße kleiner als 40 µm, vorzugsweise kleiner
als 10µm in die Verbindungsschicht (10) eingelagert werden.
1. Casting roll for the continuous casting of thin metallic strips, in particular of
steel strips, in a two-roll or one-roll casting installation, having a roll core (1)
with an outer lateral surface (4) and an annular roll shell (2) which surrounds the
roll core, is shrunk on and has an inner lateral surface (5) and having a central
casting-roll axis (8), characterized in that at least one of the lateral surfaces (4, 5) which lie opposite one another and form
a shrink connection has elevations and depressions in the lateral surface, at least
some of which are oriented in the direction of the casting-roll axis (8) and the radial
extent of which is at least 2 µm, and in that the elevations and depressions form a surface structure on at least one of the lateral
surfaces (4, 5) which lie opposite one another, in which surface structure the lateral
surface has a roughness (Rz) of between 2 µm and 1500 µm.
2. Casting roll according to Claim 1, characterized in that at least one of the lateral surfaces which lie opposite one another has a roughness
(Rz) of between 10 µm and 500 µm .
3. Casting roll according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the lateral surfaces (4, 5) which lie opposite one another has elevations
and depressions in and directly around a casting-roll plane of symmetry which is normal
to the axis, substantially along the entire circumference of one of the lateral surfaces
(4, 5), with a radial extent of at least 2 µm, which are preferably oriented in the
circumferential direction.
4. Casting roll according to Claim 4, characterized in that the elevations and depressions in and around the casting-roll plane of symmetry which
is normal to the axis, on at least one of the lateral surfaces (4, 5) which lie opposite
one another, form a surface structure in which the lateral surface has a roughness
(Rz) of between 2 µm and 1500 µm.
5. Casting roll according to one of the preceding claims, characterized in that the elevations and depressions form supporting surfaces (9) which are directed substantially
radially and in the direction of the casting-roll axis (8) and have a longitudinal
extent less than or equal to the lateral-surface length (L).
6. Casting roll according to one of the preceding claims, characterized in that the roll core (1) and the annular roll shell (2), in the region of the lateral surfaces
(4, 5) which lie opposite one another, are formed from materials of different hardness,
and at least the lateral surface of the component which has the higher lateral surface
hardness is provided with the predetermined roughness (Rz).
7. Casting roll according to one of the preceding claims, characterized in that the roll core (1) consists of steel and the annular roll shell (2) consists of Cu
or a Cu alloy.
8. Casting roll according to one of the preceding claims, characterized in that a joining layer (10) is arranged between the roll core (1) and the roll shell (2),
and in that the material which forms the joining layer (10) is deposited on one of the two mutually
associated lateral surfaces (4, 5).
9. Casting roll according to Claim 6, characterized in that one of the mutually associated lateral surfaces (4 or 5) is provided with the predetermined
roughness (Rz), and the material which forms the joining layer (10) is deposited on the other lateral
surface.
10. Casting roll according to one of Claims 8 or 9, characterized in that the joining layer (10) is formed by a metal or a metal alloy.
11. Casting roll according to one of Claims 8 to 10, characterized in that wear-resistant granules are embedded in the joining layer (10).
12. Casting roll according to Claim 11, characterized in that the wear-resistant granules consist of metal oxides, such as aluminium oxide, zirconium
oxide or similar materials.
13. Casting roll according to Claim 11, characterized in that the wear-resistant granules are formed by carbide grains or platelets, such as titanium
carbide, tungsten carbide, silicon carbide or similar materials.
14. Casting roll according to Claim 12 or 13, characterized in that the grain size of the wear-resistant granules is less than 40 µm, preferably less
than 10 µm.
15. Casting roll according to one of the preceding claims, characterized in that the roll core (1), parallel to the casting-roll axis (8), has grooves (7) distributed
over its lateral surface (4), into which grooves securing bars (17) are fitted, which
project between 2 µm and 1500 µm above the lateral surface (4) of the roll core (1)
in the radial direction and are stamped into the lateral surface (5) of the roll shell
(2).
16. Casting roll according to one of Claims 1 to 14, characterized in that the roll core (1), parallel to the casting-roll axis (8), has grooves (7) distributed
over its lateral surface (4), into which grooves securing bars (17) are fitted, which
project between 500 µm and 15 mm above the lateral surface (4) of the roll core (1)
in the radial direction, and in that the inner lateral surface (5) of the roll shell (2) includes grooves (18) which lie
opposite the grooves (7) in the lateral surface (4) of the roll core (1), and grooves
(7, 18) which lie opposite one another accommodate in each case one securing bar (17),
the sum of the depth of the opposite grooves (7, 18) being greater than the height
of the securing bar (17) which they accommodate
17. Casting roll according to Claim 15 or 16, characterized in that fewer than 16, preferably fewer than eight securing bars (17) and grooves (7) are
distributed over the roll core (1).
18. Casting roll according to one of Claims 15 to 17, characterized in that the length of the grooves (7) and of the securing bars (17) is shorter than the lateral-surface
length (L) of the roll core (1).
19. Process for producing a casting roll for the continuous casting of thin metallic strips,
in particular of steel strips, using the two-roll or one-roll casting process, which
casting roll has a roll core (1) with an outer lateral surface (4), and an annular
roll shell (2) which surrounds the roll core, has been shrunk on and has an inner
lateral surface (5) and a central casting-roll axis (8), the lateral surface (4) of
the roll core (1) and the inner lateral surface (5) of the roll shell (2) being prepared
for joining by shrink-fitting and the roll shell (2) being drawn onto the roll core
(1) at a temperature which is higher than that of the roll core (1), characterized in that elevations and depressions, at least some of which are oriented in the direction
of the casting-roll axis (8) and the radial extent of which is at least 2 µm, are produced by machining on at least one of the mutually associated lateral surfaces
(4, 5) which form a shrink connection, and the elevations and depressions which are
produced on at least one of the mutually associated lateral surfaces (4, 5) form a
surface structure in which the lateral surface has a roughness (Rz) of between 2 µm and 1500 µm.
20. Process according to Claim 19, characterized in that the elevations and depressions which are formed on at least one of the mutually associated
lateral surfaces (4, 5) form a surface structure in which the lateral surface has
a roughness (Rz) of between 10 µm and 500 µm.
21. Process according to Claim 19 or 20, characterized in that the elevations and depressions which are formed on at least one of the mutually associated
lateral surfaces (4, 5) are produced with supporting surfaces (9) which are directed
substantially radially and in the direction of the casting-roll axis (8) and have
a longitudinal extent less than or equal to the lateral-surface length (L).
22. Process according to one of Claims 19 to 21, characterized in that the roll core (1) and the annular roll shell (2) are produced from materials of different
hardness, and the component which is formed with the higher lateral-surface hardness
is provided with the predetermined roughness (Rz).
23. Process according to Claim 22, characterized in that the roughness (Rz) is applied by knurling, forging or milling.
24. Process according to one of Claims 19 to 23, characterized in that the roll core (1) is produced from steel and the annular roll shell (2) is produced
from Cu or a Cu alloy.
25. Process according to one of Claims 19 to 21, characterized in that a joining layer (10) is deposited on one of the mutually associated lateral surfaces
(4, 5) .
26. Process according to one of Claims 19 to 25, characterized in that a predetermined roughness (Rz) is applied to one of the mutually associated lateral surfaces (4, 5), and a joining
layer (10) is deposited on the other lateral surface.
27. Process according to one of Claims 25 and 26, characterized in that the joining layer (10) is produced by electrodeposition.
28. Process according to one of Claims 25 and 26, characterized in that the joining layer (10) is formed by plasma deposition.
29. Process according to one of Claims 25 to 28, characterized in that the joining layer (10) is formed from a metal or a metal alloy.
30. Process according to one of Claims 25 to 29, characterized in that wear-resistant granules are incorporated in the joining layer (10).
31. Process according to Claim 30, characterized in that metal oxides, such as aluminium oxide, zirconium oxide and similar materials, are
incorporated in the joining layer (10) as wear-resistant granules.
32. Process according to Claim 30, characterized in that carbide grains or carbide platelets, such as titanium carbide, tungsten carbide,
silicon carbide or similar materials, are incorporated in the joining layer (10) as
wear-resistant granules.
33. Process according to Claim 31 or 32, characterized in that wear-resistant granules with a grain size of less than 40 µm, preferably less than 10 µm, are incorporated in the joining layer (10).
1. Cylindre de coulée pour la coulée continue de minces feuillards métalliques, en particulier
de feuillards en acier, dans une installation de coulée à deux cylindres ou à un cylindre,
qui présente une âme (1) de cylindre dotée d'une surface extérieure d'enveloppe (4)
et une enveloppe annulaire (2) de cylindre sertie sur la surface extérieure d'enveloppe
et dotée d'une surface intérieure d'enveloppe (5), le cylindre de coulée présentant
un axe central (8), caractérisé en ce qu'au moins l'une des surfaces d'enveloppe (4, 5) mutuellement opposées et formant une
liaison sertie présente dans sa surface des reliefs et des creux dont au moins une
partie est orientée dans la direction de l'axe (8) du cylindre de coulée et dont l'extension
radiale est d'au moins 2 µm et en ce que les reliefs et les creux forment sur au moins l'une des surfaces d'enveloppe (4,
5) opposées l'une à l'autre une structure de surface qui donne à la surface d'enveloppe
une rugosité (Rz) comprise entre 2 µm et 1 500 µm.
2. Cylindre de coulée selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins l'une des surfaces d'enveloppe opposées l'une à l'autre présente une rugosité
(Rz) comprise entre 10 µm et 500 µm.
3. Cylindre de coulée selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins l'une des surfaces d'enveloppe (4, 5) opposées l'une à l'autre présente des
reliefs et des creux dans le plan de symétrie perpendiculaire à l'axe du cylindre
de coulée et directement autour de ce plan sur toute la périphérie de l'une des surfaces
d'enveloppe (4, 5), et qui sont orientées de préférence dans le sens de la périphérie
avec une extension radiale d'au moins 2 µm.
4. Cylindre de coulée selon la revendication 3, caractérisé en ce que les reliefs et les creux formant dans le plan de symétrie perpendiculaire à l'axe
du cylindre de coulée et autour de ce plan sur au moins l'une des surfaces d'enveloppe
(4, 5) opposées l'une à l'autre une structure de surface grâce à laquelle la surface
d'enveloppe présente une rugosité (Rz) comprise entre 2 µm et 1 500 µm.
5. Cylindre de coulée selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les reliefs et les creux forment des surfaces d'appui (9) orientées essentiellement
radialement et dans la direction de l'axe (8) du cylindre de coulée et dont l'extension
longitudinale est inférieure ou égale à la longueur (L) de la surface d'enveloppe.
6. Cylindre de coulée selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'âme (1) du cylindre et l'enveloppe annulaire (2) du cylindre sont formées de matériaux
de duretés différentes dans la zone des surfaces d'enveloppe (4, 5) opposées l'une
à l'autre, la surface d'enveloppe du composant qui présente la plus haute valeur de
dureté étant dotée de la rugosité (Rz) prédéterminée.
7. Cylindre de coulée selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'âme (1) du cylindre est constituée d'acier et l'enveloppe annulaire (2) du cylindre
de Cu ou d'un alliage de Cu.
8. Cylindre de coulée selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une couche de liaison (10) est disposée entre l'âme (1) du cylindre et l'enveloppe
(2) du cylindre et en ce que le matériau qui forme la couche de liaison (10) est déposé sur l'une des deux surfaces
d'enveloppe (4, 5) associées l'une à l'autre.
9. Cylindre de coulée selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'une des surfaces d'enveloppe (4 ou 5) associées l'une à l'autre est dotée de la
rugosité (Rz) prédéterminée et en ce que le matériau qui forme la couche de liaison (10) est déposé sur l'autre surface d'enveloppe.
10. Cylindre de coulée selon l'une des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce que la couche de liaison (10) est formée d'un métal ou d'un alliage de métaux.
11. Cylindre de coulée selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que des granulés résistants à l'usure sont incorporés dans la couche de liaison (10).
12. Cylindre de coulée selon la revendication 11, caractérisé en ce que les granulés résistants à l'usure sont constitués d'oxydes de métaux, par exemple
d'oxyde d'aluminium, d'oxyde de zirconium ou de matériaux similaires.
13. Cylindre de coulée selon la revendication 11, caractérisé en ce que les granulés résistants à l'usure sont formés de lamelles ou de grains de carbures,
par exemple du carbure de titane, du carbure de tungstène, du carbure de silicium
ou de matériaux similaires.
14. Cylindre de coulée selon les revendications 12 ou 13, caractérisé en ce que la taille des grains des granulés résistants à l'usure est inférieure à 40 µm et
de préférence inférieure à 10 µm.
15. Cylindre de coulée selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que parallèlement à l'axe (8) du cylindre de coulée, l'âme (1) du cylindre présente des
rainures (7) réparties sur sa surface d'enveloppe (4) et dans lesquelles des languettes
de blocage (17) qui débordent dans la direction radiale de la surface d'enveloppe
(4) de l'âme (1) du cylindre sur une distance comprise entre 2 µm et 1 500 µm et qui sont enfoncées dans la surface d'enveloppe (5) de l'enveloppe (2) du cylindre.
16. Cylindre de coulée selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que parallèlement à l'axe (8) du cylindre de coulée, l'âme (1) du cylindre représente
sur sa surface d'enveloppe (4) des rainures (7) dans lesquelles sont insérées des
languettes de blocage (17) qui débordent de la surface d'enveloppe (4) de l'âme (1)
du cylindre de 500 µm à 15 mm dans la direction radiale et en ce que la surface intérieure d'enveloppe (5) de l'enveloppe (2) du cylindre contient des
rainures (18) qui sont situées face aux rainures (7) ménagées dans la surface d'enveloppe
(4) de l'âme (1) du cylindre, les rainures (7, 18) opposées deux à deux reprenant
chaque fois une languette de blocage (17), la somme des profondeurs des rainures (7,
18) opposées deux à deux étant supérieure à la hauteur de la languette de blocage
(17) qu'elles reprennent.
17. Cylindre de coulée selon les revendications 15 ou 16, caractérisé en ce que moins de 16 et de préférence moins de huit languettes de blocage (17) ou rainures
(7) sont réparties sur l'âme (1) du cylindre.
18. Cylindre de coulée selon l'une des revendications 15 à 17, caractérisé en ce que la longueur des rainures (7) et des languettes de blocage (17) est plus petite que
la longueur (L) de la surface d'enveloppe de l'âme (1) du cylindre.
19. Procédé de fabrication d'un cylindre de coulée pour la coulée continue de minces feuillards
métalliques, en particulier de feuillards en acier, par un procédé de coulée à deux
cylindres ou à un cylindre, lequel cylindre de coulée présente une âme (1) de cylindre
dotée d'une surface extérieure d'enveloppe (4) et une enveloppe annulaire (2) de cylindre
sertie sur la surface extérieure d'enveloppe et dotée d'une surface intérieure d'enveloppe
(5), le cylindre de coulée présentant un axe central (8), la surface d'enveloppe (4)
de l'âme (1) du cylindre et la surface intérieure d'enveloppe (5) de l'enveloppe du
cylindre (2) étant préparées pour une liaison sertie (3) et l'enveloppe du cylindre
(2) étant passée sur l'âme (1) du cylindre à une température plus élevée que celle
de l'âme (1) du cylindre, caractérisé en ce que des reliefs et des creux dont au moins une partie est orientée dans la direction
de l'axe (8) du cylindre de coulée et dont l'extension radiale est d'au moins 2 µm sont réalisés par usinage mécanique sur au moins l'une des surfaces d'enveloppe
(4, 5) mutuellement opposées et formant une liaison sertie et en ce que les reliefs et les creux forment sur au moins l'une des surfaces d'enveloppe (4,
5) opposées l'une à l'autre une structure de surface qui donne à la surface d'enveloppe
une rugosité (Rz) comprise entre 2 µm et 1 500 µm.
20. Procédé selon la revendication 19, caractérisé en ce que les reliefs et les creux ménagés sur au moins l'une des surfaces d'enveloppe (4,
5) associées l'une à l'autre forment une structure de surface grâce à laquelle la
surface d'enveloppe présente une rugosité (Rz) comprise entre 10 µm et 500 µm.
21. Procédé selon les revendications 19 ou 20, caractérisé en ce que les reliefs et les creux ménagés sur au moins l'une des surfaces d'enveloppe (4,
5) associées l'une à l'autre sont réalisés avec des surfaces d'appui (9) orientées
essentiellement radialement et dans la direction de l'axe (8) du cylindre de coulée
et ont une extension en longueur inférieure ou égale à la longueur (L) de la surface
d'enveloppe.
22. Procédé selon l'une des revendications 19 à 21, caractérisé en ce que l'âme (1) du cylindre et l'enveloppe annulaire (2) du cylindre sont formées de matériaux
de duretés différentes, si besoin est au moyen d'un durcissement, nitruration ou carburation
supplémentaire, la surface d'enveloppe du composant qui présente la plus haute valeur
de dureté étant dotée de la rugosité (Rz) prédéterminée.
23. Procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce que la rugosité (Rz) est réalisée par moletage, martelage ou fraisage.
24. Procédé selon l'une des revendications 19 à 23, caractérisé en ce que l'âme (1) du cylindre est constituée d'acier et l'enveloppe annulaire (2) du cylindre
de Cu ou d'un alliage de Cu.
25. Procédé selon l'une des revendications 19 à 24, caractérisé en ce qu'une couche de liaison (10) est déposée sur l'une des surfaces d'enveloppe (4, 5) associées
l'une à l'autre.
26. Procédé selon l'une des revendications 19 à 25, caractérisé en ce que l'une des surfaces d'enveloppe (4, 5) associées l'une à l'autre est dotée de la rugosité
(Rz) prédéterminée et en ce que le matériau qui forme la couche de liaison (10) est déposé sur l'autre surface d'enveloppe.
27. Procédé selon l'une des revendications 25 et 26, caractérisé en ce que la couche de liaison (10) est déposée par électrolyse.
28. Procédé selon l'une des revendications 25 et 26, caractérisé en ce que la couche de liaison (10) est formée par dépôt au plasma.
29. Procédé selon l'une des revendications 25 à 28, caractérisé en ce que la couche de liaison (10) est réalisée en métal ou en un alliage de métaux.
30. Procédé selon l'une des revendications 25 à 29, caractérisé en ce que des granulés résistants à l'usure sont incorporés dans la couche de liaison (10).
31. Procédé selon la revendication 30, caractérisé en ce que comme granulés résistants à l'usure, des oxydes de métaux, par exemple de l'oxyde
d'aluminium, de l'oxyde de zirconium ou des matériaux similaires sont incorporés dans
la couche de liaison (10).
32. Procédé selon la revendication 30, caractérisé en ce que comme granulés résistants à l'usure, des lamelles ou des grains de carbures, par
exemple de carbure de titane, de carbure de tungstène, de carbure de silicium ou de
matériaux similaires sont incorporés dans la couche de liaison (10).
33. Procédé selon les revendications 31 ou 32, caractérisé en ce que des granulés résistants à l'usure en grains d'une taille inférieure à 40 µm et de
préférence inférieure à 10 µm sont incorporés dans la couche de liaison (10).
