| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 476 353 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
12.12.2007 Patentblatt 2007/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.02.2003 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE2003/000479 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2003/070567 (28.08.2003 Gazette 2003/35) |
|
| (54) |
LINIENENTWURF UND PROPULSIONSANORDNUNG FÜR EIN KURSSTABILES, SEEGEHENDES SCHIFF MIT
RUDERPROPELLERANTRIEB
LINE DESIGN AND PROPULSION SYSTEM FOR A DIRECTIONALLY STABLE, SEAGOING BOAT WITH RUDDER
PROPELLER DRIVE SYSTEM
ETUDE ET DISPOSITION DE PROPULSION POUR UN NAVIRE HAUTURIER A BONNE TENUE DE CAP,
ENTRAINE PAR DES HELICES DE GOUVERNAIL
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT SE SI SK TR |
|
Benannte Erstreckungsstaaten: |
|
LT LV |
| (30) |
Priorität: |
18.02.2002 DE 10206669
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
17.11.2004 Patentblatt 2004/47 |
| (73) |
Patentinhaber: |
|
- SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)
- CENTRUM TECHNIKI OKRETOWEJ SHIP DESIGN AND
RESEARCH CENTRE
80-958 Gdansk (PL)
- SeaTrade AS
3257 Larvik (NO)
|
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- GRZONKA, Adam
80-177 Gdansk (PL)
- HENRIKSEN, Björn, A.
N-0253 Oslo (NO)
- KANAR, Jan
80-107 Gdansk (PL)
- LECH, Ryszard
80145 Gdansk (PL)
- TIGGES, Kay
21698 Harsefeld (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Berg, Peter et al |
|
Siemens AG
Postfach 22 16 34 80506 München 80506 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U- 29 913 498
|
FR-A- 1 425 538
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein durch zumindest zwei Ruderpropeller angetriebenes seegehendes
Schiff mit einem Rumpf zum Transport von Nutzlasten oder Passagieren, wobei die Ruderpropeller
als elektrische Ruderpropeller (PODS) ausgebildet sind und wobei der Rumpf mitschiffs
einen etwa rechteckigen Querschnitt aufweist, an den sich nach achtern Strömungsleitkörper
(Skegs) anschließen, zwischen denen ein Strömungskanal ausgebildet ist.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein derartiges Schiff weiter zu optimieren. Dabei soll
insbesondere das Seeverhalten des Schiffes verbessert werden und weiterhin eine besonders
günstige Anströmung der elektrischen Ruderpropeller erreicht werden.
[0004] Das vorbekannte Schiff ist speziell für den Einsatz von elektrischen Ruderpropellern
mit je einem Zug- und Druckpropeller am Ruderpropeller konzipiert worden und es ist
eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein derartiges Schiff so auszugestalten, dass
es mit Ruderpropellern mit nur je einem Propeller und auch mit verbessertem Propulsionswirkungsgrad
betrieben werden kann.
[0005] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Strömungskanal zwischen den Skegs keilförmig
mit einer vorzugsweise stetigen, leicht gekrümmten Erweiterung nach unten-achtern
ausgebildet ist, wobei die Seitenwände des Strömungskanals zumindest teilweise als
ebene Flächen ausgebildet sind und in flossenartige Stege auslaufen, die Verdrängungsvolumen
für das Wasser aufweisen und wobei der Strömungskanal derart ausgebildet ist, dass
er über seinen Kanaleffekt einen niedrigen Schiffswiderstand verursacht.
[0006] Durch die Schaffung des erfindungsgemäß optimierten Strömungskanals zwischen den
Skegs wird vorteilhaft ein geringer Abströmwiderstand und eine niedrige Anströmgeschwindigkeit
der elektrischen Ruderpropeller erreicht. Hierdurch verringert sich der Widerstand
des Schiffes bei der Fahrt durch das Wasser und der Propulsionswirkungsgrad kann erhöht
werden.
[0007] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Skegs als flossenartige Stege
ausgebildet sind, wobei die Verdrängungsvolumen der Skegs in nach hinten abgerundeten
Stummeln auslaufen, die achtern ohne vertikale Verbindung zum Rumpf bis kurz vor die
Ruderpropeller verlaufen. Durch diese Ausbildung wird vorteilhaft erreicht, dass sich
vor den Ruderpropellern durch den Druckunterschied zwischen der Innen- und der Außenseite
des Strömungskanals eine Umströmung der Enden der Skegs ergibt, die in Richtung der
von den Propellern induzierten Strömung verläuft. Hierdurch wird das Anströmverhalten
der Propeller vorteilhaft verbessert und der Wasserzustrom zu den Propellern vergleichmäßigt.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verdrängungsvolumen
der Skegs im wesentlichen an der Außenseite der flossenartigen Stege angeordnet sind.
Hierdurch ergibt sich vorteilhaft ein widerstandsarmer Strömungskanal zwischen den
Skegs mit einem beruhigten Abströmen des Wassers am Heck des Schiffes und in Folge
ein besonders günstiges Widerstandsverhalten des Hecks des Schiffes.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verdrängungsvolumen
an der Außenseite wulstförmig ausgebildet sind, wobei der Wulst derart ausgebildet
ist, dass sich eine asymmetrische Um- und Abströmung des Wassers im Drehsinn des jeweiligen
Ruderpropellers ergibt, wobei die derart beeinflußte Strömung eine vorteilhafte Propellerzuströmung
ergibt. So wird die vorteilhafte Wirkung des beruhigten Ausströmens des Wassers aus
dem Strömungskanal durch eine Rotationsbewegung des Wassers bereits vor den Propellern
ergänzt, so dass sich eine insgesamt vorteilhafte Anströmung der Propeller ergibt.
[0010] Es ist weiterhin vorgesehen, dass Form und Volumen des Strömungskanals an seinem
Auslauf im Bereich der Stummel so groß und die Verdrängungsvolumen so angeordnet und
dimensioniert sind, dass das um- und abströmende Wasser derart gerichtet wird, dass
sich eine Umströmung der Stummel im Drehsinn des jeweiligen Ruderpropellers ergibt.
So ergibt sich in Kombination mit der asymmetrischen Ausbildung der Verdrängungsvolumen
der Skegs eine vorteilhafte gleichmäßige und insbesondere wirbelarme Zuströmung zu
den Propellern in einer für die Vermeidung von Kavitation vorteilhaften Weise. Dabei
braucht auf die übliche Aufkimmung des Hecks mit seiner günstigen Auswirkung in Bezug
auf das Kursstabilitätsverhalten sowie auf das sogenannte "Slammingverhalten" des
Schiffes nicht verzichtet werden.
[0011] Es ist weiterhin vorgesehen, dass die Ruderpropeller zumindest einen Propeller aufweisen,
der als High Scew-Propeller ausgebildet ist und der auf die erfindungsgemäß manipulierte
Zuströmung des Wassers abgestimmt ist. So ergibt sich eine weitere Verbesserung des
vibrationsarmen Verhaltens der Propeller mit einer Minimierung der Kavitationsneigung.
Bei einem Ruderpropeller mit zwei gleichlaufenden Propellern kann bei dem Druckpropeller
auch ein herkömmlicher Propeller verwendet werden.
[0012] Des weiteren ist vorgesehen, dass die Einzelmaße des Schiffsrumpfes und der Skegs
und ihre Verbundmaße auf die Schiffsgeschwindigkeit abgestellt sind, insbesondere
als Resultat von Tankschleppversuchen. Das gleiche gilt für die Maße des High Skew-Propellers.
Die einzelnen Strömungsparameter, die sich am Heck ergeben, sind z.B. von der Schiffsgröße,
der Schiffsgeschwindigkeit, der Rauhheit der Rumpfoberfläche und weiteren von Schiff
zu Schiff variierenden Eigenschaften abhängig. Es versteht sich daher, dass für jeden
Schiffstyp unterschiedliche Einzelmaße für den Schiffsrumpf, die Skegs, den Strömungskanal
und die Propeller gewählt werden müssen. Diese variieren im Rahmen von Bereichen,
die in Schleppversuchen und Tanktests jeweils untersucht und optimiert werden müssen.
Dabei spielen auch Laderaumkapazität und die Kosten bei der Herstellung des Schiffes
eine Rolle, so dass sich eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten ergibt, von denen
nur Grenzmaße angegeben werden können. Diese werden vorteilhaft in Prozenten der Schiffsbreite,
der Schiffslänge, des Tiefgangs etc. angegeben.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist fernerhin vorgesehen, dass auch weitere
Einzelmaße des Hecks, z.B. die Aufkimmung und der Überstand über die Ruderpropeller
nach achtern sowie die Maße der Skegs, z.B. die Auswärtsstellung die Länge und die
Form derart optimiert sind, dass der Einfluß von Wellen, insbesondere der von achtern
auflaufenden Wellen auf das Heck (Seeschlag) verringert wird, vorzugsweise als Resultat
von Tankversuchen. Für ein seegehendes Schiff ist es nicht nur wichtig, dass der Schiffswiderstand
gering ist, sondern auch dass das Seeverhalten des Schiffes gut ist. Das Seeverhalten
des Schiffes kommt insbesondere bei einer von achtern auflaufenden See zum Tragen,
gegebenenfalls auch beim Liegen in unruhigen Häfen, so dass auch der Einfluß der Achterschiffsform
auf das Seeverhaltens berücksichtigt werden muß. Erfindungsgemäß ist dies der Fall.
Dabei wird auch die Vorschiffsform mit berücksichtigt, die sich auf das Geradeauslaufen
des Schiffes wesentlich auswirkt.
[0014] Zur Optimierung des Antriebssystems ist auch vorgesehen, dass die Ruderpropeller
mit Druckpropellern ausgerüstet sind; so wird erreicht, dass eine relativ lange Beruhigungsstrecke
für das Wasser vor Eintritt in den Propellerquerschnitt zur Verfügung steht. So können
die am Rumpf gebildeten Ablaufwirbel zumindest einen teilweisen Ausgleich erfahren.
Das Kavitationsverhalten der Propeller wird so erheblich verbessert, ohne dass High
Skew-Propeller notwendig wären. Dabei muß eventuell ein gewisser Wirkungsgradverlust
gegenüber einem Zugpropeller in Kauf genommen werden, dessen Nachstrom durch das Ruderpropellergehäuse,
gegebenenfalls hier angeordnete Flossen und den Schaft des Ruderpropellers gerichtet
wird. Dies ist eine Frage der Kosten und der Strömungsoptimierung und ebenfalls Gegenstand
von Tankversuchen.
[0015] Der Abstand der beiden Ruderpropeller voneinander wird vorteilhaft so bemessen, dass
die Ruderpropeller einerseits unabhängig voneinander um 360 Grad verschwenkt werden
können, dass aber andererseits der Skegabstand nicht zu groß wird. Die Skegs sind
ja fluchtend vor den Ruderpropellern angeordnet. Eine optimale Anordnung ergibt sich
bei einem Abstand der beiden Ruderpropeller von 1,1 bis 1,3 des Propellerdurchmessers.
[0016] Vorteilhaft für den Energieverbrauch bei Geradeausfahrt ist die Anordnung eines separaten
kleinen Geradeausfahrtruders, wie es aus der nicht vorveröffentlichten Patentanmeldung
DE 101 59 427.5 in verschiedenen Varianten ersichtlich ist. So können die Ruderpropeller stets in
der optimalen Anströmrichtung eingestellt werden und brauchen zur Kursstabilisierung
nicht laufend verschwenkt werden. Auch hierdurch ergibt sich eine Energieeinsparung
durch Vermeidung der Schubumleitung, die größer ist als der Widerstand des separaten
Ruders. Die optimale Anströmrichtung jedes Ruderpropellers ist je nach den Toleranzen
des Schiffsrumpfes, der Skegs und der Ruderpropellermontage unterschiedlich und wird
gegebenenfalls vorteilhaft bei Testfahrten des fertigen Schiffes ermittelt.
[0017] Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen und einer Parameterdefinition näher verdeutlicht,
aus denen ebenso wie aus den Unteransprüchen weitere, auch erfinderische, Einzelheiten
zu ersehen sind.
[0018] Im Einzelnen zeigen:
- FIG 1
- eine beispielhafte Skeg-Ruderpropelleranordnung;
- FIG 2
- ein Spantverlaufsschema von achtern gesehen mit eingezeichnetem POD entsprechend FIGUR
1;
- FIG 3
- ein Spantverlaufsschema von vorn;
- FIG 4
- die Darstellung eines erfindungsgemäßen Strömungskanals an einem Schlepptank-Modell;
- FIG 5
- das Modell mit dem Strömungskanal entsprechend FIGUR 4 von achtern;
- FIG 6
- die Skegs von der Seite mit dem Strömungskanal entsprechend den FIGUREN 4 und 5 und
- FIG 7
- das Prinzip der Anordnungen.
[0019] In FIGUR 1 ist in schiffbauüblicher Weise der Bereich des Hecks in Seitenansicht
gezeigt, in dem sich die elektrischen Ruderpropeller und die Skegs befinden. Mit 1
ist ein von der Seite gesehener Skeg bezeichnet, der in den rund ausgebildeten Wulst
2 ausläuft. 3 bezeichnet einen elektrischen Ruderpropeller; hier ist beispielsweise
ein elektrischer Ruderpropeller mit zwei Propellern 4 und 5 und seitlichen Flossen
gezeigt. Es versteht sich, dass ebenso ein Ruderpropeller mit einem Zug- oder ein
Ruderpropeller mit einem Druckpropeller, jeweils mit den dazu passenden Strömungsleitelementen
verwendet werden kann.
[0020] 6 bezeichnet die Konstruktionswasserlinie (CWL) und 7 den Abstand zwischen dem Ende
des Skegwulstes und dem Zugpropeller des elektrischen Ruderpropellers. Dieser Abstand
ist Gegenstand eines Optimierungsvorganges, da einerseits der Propeller 5 hinter dem
Auslauf des Wulstes 2 schwenkbar sein muss und andererseits der Abstand zum Wulst
2 gering sein soll.
[0021] Zur Vermeidung von Vibrationen und zur Verringerung der Kavitation kann bei manchen
Schiffen eine Strömungsvergleichmäßigungsstrecke vorteilhaft sein. Die Strömungsvergleichmäßigungsstrecke
ist am längsten, wenn ein POD mit einem Druckpropeller entsprechend dem Propeller
4 verwendet wird. Dann wirkt auch das Gehäuse des elektrischen Ruderpropellers 3 und
der Schaft des elektrischen Ruderpropellers als Strömungsvergleichmäßigungselement.
[0022] Der elektrische Ruderpropeller ist vorteilhaft um einen Winkel, z.B. 2 Grad, gegenüber
der Horizontalrichtung geneigt. Dieser Winkel ist mit 8 bezeichnet. Das Schiffsende
ist mit 9 bezeichnet; auch seine Länge ist ebenso wie die übrigen Komponenten am Heck
des Schiffes von der Ausgestaltung des Hecks und damit auch von dem Schiffstyp abhängig.
[0023] In FIGUR 2, in der die Schiffslinien (Spantverläufe) von Achtern gesehen gezeigt
sind, bezeichnet 10 einen typischen Spantverlauf und 12 den von achtern sichtbaren
elektrischen Ruderpropeller. Wie ersichtlich, befindet sich die Mitte 11 des Ruderpropellers
zwar, wie aus FIGUR 1 ersichtlich, hinter dem Ende des Stummels, ist jedoch asymmetrisch
zu dem Verdrängungsvolumen 15 angeordnet. Der Ruderpropeller selbst ist mit dem Abstand
13 gegenüber der Schiffsmitte angeordnet; die Länge von 13 beträgt etwa das 1,1-fache
des Propellerdurchmessers 16. Die erfindungsgemäße, im wesentlichen ebene, Ausgestaltung
der Innenseite des Strömungskanals, der zwischen den Skegs 1 aus FIGUR 1 ausgebildet
ist, ergibt sich deutlich aus dem Linienverlauf im Bereich 14.
[0024] In FIGUR 3, die den Schiffslinienverlauf (Spantverlauf) von vorn gesehen zeigt, bezeichnet
17 einen üblichen Spantverlauf und 18 den Verlauf am Bulb, der am Schiffsbug angeordnet
ist.
[0025] FIGUR 3 zeigt im wesentlichen einen üblichen Schiffslinienverlauf, wie er für kursstabile
und widerstandsarme seegehende Schiffe üblich ist.
[0026] Die FIGUREN 4, 5 und 6 zeigen Darstellungen eines optimierten Schleppmodells und
stellen das Unterteil des Rumpfendes des Schleppmodells eines relativ schnellen Fährschiffes
(28 Kn) mit einem Rumpf, der zur Aufnahme von Kraftfahrzeugen und Passagieren bestimmt
ist, dar. Derartige Schleppmodelle werden üblicherweise zur Ermittlung der optimalen
Rumpfformen von Schiffen verwendet und sind dem Fachmann allgemein bekannt.
[0027] In FIGUR 4 bezeichnet 20 den zwischen den Skegs 22 mit ihren nahezu ebenen, stetig
verlaufenden Seitenwänden 21 ausgebildeten Strömungskanal. Die Schiffsunterseite 23
ist ebenso stetig und nur leicht gekrümmt wie die Innenseite 21 des Strömungskanals
20.
[0028] In FIGUR 5 bezeichnet 25 den von achtern gesehenen Strömungskanal zwischen den Skegs
26, der unter dem Scheitelpunkt 24 der Aufkimmung 28 des Hecks des Schiffes angeordnet
ist. Die Skegs 26 sind nach achtern scharf flossenartig ausgebildet und laufen in
wulstartigen Enden 27 aus, die ohne Tragelemente über die flossenartigen Teile der
Skegs 26 hinausragen. Insgesamt ergibt sich eine sehr strömungsgünstige Heckform mit
guten Eigenschaften gegenüber von achtern auflaufenden Seen.
[0029] In FIGUR 6 ist der Strömungskanal zwischen den Skegs 30 mit 29 bezeichnet. Das flossenartige
Ende der Skegs ist mit 31 bezeichnet, das wulstförmige Verdrängungsvolumen mit 33.
Hinter den Skegs 30 ist zum Zwecke der Optimierung ein auswechselbares veränderbares
Heckteil 32 angeordnet, mit dem die optimale Länge und gegebenenfalls Neigung des
Schiffshecks ermittelt wird. Der Boden des Schiffs weist eine aus der Darstellung
deutlich zu ersehende schräg nach oben verlaufende Form auf, die etwa 1/3 der Schiffslänge
ausmacht. So ergibt sich am Schiffsheck eine beruhigte, relativ langsame Abströmung,
die zu einem niedrigen Schiffswiderstand führt.
[0031] Zu der erfindungsgemäßen Konstruktion, die zu einem insgesamt sehr niedrigen Schiffswiderstand
bei gutem Propulsionswirkungsgrad der elektrischen Ruderpropeller führt, sind die
Ruderpropeller, die Skegs und die Heckform miteinander verbunden wirkende Elemente.
Die elektrischen Ruderpropeller sind dabei so in der Abströmung der Skegs angeordnet,
dass die Drehachse der Propeller innerhalb der Region mit einer wesentlich herabgesetzten
axialen Komponente des Geschwindigkeitsfelds übereinstimmt. Dadurch, dass die elektrischen
Ruderpropeller hinter den Skegs angeordnet sind, wird eine Operation der Propeller
in dem Abströmfeld der Skegs ermöglicht. Der geformte Strömungskanal führt das abströmende
Wasser vorteilhaft gerichtet den Propellern zu. Die seitliche Ausstellung der Skegs
und die Form der Strömungsleitkörper beeinflusst das Geschwindigkeitsfeld innerhalb
der Propellerscheiben derart, dass die tangentialen Komponenten des Geschwindigkeitsfeldes
vorteilhaft günstig in den Propeller hinein verlaufen. Als Folge ergibt sich eine
Wirkungsgraderhöhung des Propulsionssystems bei verringerter Kavitation und verminderten
Schwingungen. Darüber hinaus ergeben die Skegs eine höhere Kursstabilität des Schiffes.
Im Endeffekt ergibt sich eine erhebliche Treibstoffersparnis.
[0032] Dazu kann auch die Verwendung eines Hilfsruders beitragen, das es erlaubt, die elektrischen
Ruderpropeller stets optimal zur Abströmung im Skegbereich einzustellen. Diese optimale
Stellung braucht durch Kurskorrekturbewegungen nicht verändert zu werden.
1. Durch zumindest zwei Ruderpropeller (3) angetriebenes, seegehendes Schiff mit einem
Rumpf zum Transport von Nutzlasten oder Passagieren, wobei die Ruderpropeller (3)
vorzugsweise als elektrische Ruderpropeller (PODS) ausgebildet sind und wobei der
Rumpf mitschiffs einen etwa rechteckigen Querschnitt aufweist, an den sich nach achtern
Strömungsleitkörper (Skegs) (26) anschließen, zwischen denen ein Strömungskanal (20)
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungskanal (20) keilförmig mit einer stetigen, vorzugsweise leicht gekrümmten,
Erweiterung nach untenachtern ausgebildet ist, wobei die Seitenwände (21) des Strömungskanals
(20) zumindest teilweise als ebene Flächen ausgebildet sind und in flossenartige Stege
(31) auslaufen, die Verdrängungsvolumen für das Wasser aufweisen und wobei der Strömungskanal
(20) über seinen Kanaleffekt einen niedrigen Schiffswiderstand erzeugend ausgebildet
ist sowie eine für das Propulsionsverhalten günstige Nachstrombeeinflussung bewirkt.
2. Schiff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Skegs (26) vals flossenartige Stege (31) ausgebildet sind, wobei die Verdrängungsvolumen
der Skegs (26) in nach hinten abgerundeten Stummeln auslaufen, die achtern ohne vertikale
Verbindung zum Rumpf bis kurz vor die Ruderpropeller (3) verlaufen.
3. Schiff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrängungsvolumen (33) des Skegs (26) im wesentlichen an der Außenseite der
flossenartigen Stege angeordnet sind.
4. Schiff nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrängungsvolumen (33) an der Außenseite wulstförmig ausgebildet sind, wobei
der Wulst derart geformt ist, dass sich eine asymmetrische Um- und Abströmung des
Wassers im Drehsinn des jeweiligen Ruderpropellers ergibt, damit die derart beeinflusste
Strömung eine vorteilhafte Propellerzuströmung ergibt.
5. Schiff nach Anspruche 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden des Schiffes eine etwa am Anfang des Strömungsleitkanals (20) beginnende
Aufkimmung aufweist.
6. Schiff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Form und Volumen des Strömungskanals (20) an seinem Auslauf im Bereich der Stummel
so groß und die Verdrängungsvolumen so angeordnet und dimensioniert sind, dass das
um- und abströmende Wasser derart gerichtet wird, dass sich eine Umströmung der Stummel
im Drehsinn des jeweiligen Ruderpropellers (3) ergibt.
7. Schiff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ruderpropeller (3) zumindest einen Propeller aufweisen, der als High Skew-Propeller
(4, 5) ausgebildet ist.
8. Schiff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der High Skew-Propeller (4, 5) derart auf die Eigenschaften des gerichtet zuströmenden
Wassers abgestimmt ist, dass hohe Druckschwankungen vermieden und das Kavitationsverhalten
optimiert wird.
9. Schiff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelmaße des Schiffsrumpfs und der Skegs (26) und ihre Verbundmaße auf die
Schiffsgeschwindigkeit abgestellt sind, insbesondere als Resultat von Tankschleppversuchen.
10. Schiff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Maße des High Skew-Propellers (4, 5) auf die gerichtete Anströmung optimiert
sind, insbesondere als Resultat von Tankversuchen.
11. Schiff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Anspfüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelmaße des Hecks (9), z.B. die Aufkimmung und der Überstand über die Ruderpropeller
(3) nach achtern sowie die Maße, z.B. die Auswärtsstellung, das Volumen und die Form
der Skegs (26) derart optimiert sind, dass der Einfluss von Wellen, insbesondere der
von achtern auflaufenden Wellen, auf das Heck (Seeschlag) verringert wird, vorzugsweise
als Resultat von Tankversuchen.
12. Schiff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Ruderpropeller (3) je einen Propeller aufweisen, der als Druckpropeller
ausgebildet ist.
13. Schiff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ruderpropeller (3) einen Abstand voneinander aufweisen, der das 1,1- bis 1,3-fache
des jeweiligen Propellerdurchmessers beträgt.
14. Schiff nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Heck (9) des Schiffes, insbesondere vor den Propellern der Ruderpropeller, ein
Hilfsruder für die Geradeausfahrt des Schiffes angeordnet ist, insbesondere in Spatenruderform.
1. Sea-going marine vessel which is propelled by at least two steering propellers (3)
and has a hull for transporting cargoes or passengers, with the steering propellers
(3) preferably being in the form of electrical steering propellers (PODS), and with
the hull having an approximately rectangular cross section midmarine vessels, adjacent
to which, toward the stern, there are flow guide bodies (skegs) (26), between which
a flow channel (20) is formed, characterized in that the flow channel (20) is wedge-shaped and widens continuously, preferably with slight
curvature, toward the area under the stern, with the side walls (21) of the flow channel
(20) being at least partially in the form of planar surfaces and running into fin-like
webs (31) which have displacement volumes for the water, and with the channel effect
of the flow channel (20) producing low marine vessel drag, and having an influence
on the wake which is advantageous for the propulsion response.
2. Marine vessel according to Claim 1, characterized in that the skegs (26) are in the form of fin-like webs (31), with the displacement volumes
of the skegs (26) running into stubs which, toward the stern, run to a point shortly
in front of the steering propellers (3), without any vertical connection to the hull.
3. Marine vessel according to Claim 1 or 2, characterized in that the displacement volumes (33) of the skeg (26) are arranged essentially on the outside
of the fin-like webs.
4. Marine vessel according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the displacement volumes (33) are in the form of beads on the outside, with the bead
being shaped such that the water flows around and away asymmetrically in the same
rotation direction as the respective steering propeller, in order that the flow that
is influenced in this way has an advantageous effect on the flow to the propeller.
5. Marine vessel according to Claims 1, 2, 3 or 4, characterized in that the bottom of the marine vessel has a rise which starts approximately at the start
of the flow guide channel (20).
6. Marine vessel according to one or more of the preceding claims, characterized in that the shape and volume of the flow channel (20) at its outlet in the area of the stub
are sufficiently large and the displacement volumes are arranged and are dimensioned
such that the water flowing around and away is directed in such a manner that it flows
around the stubs in the same rotation direction as the respective steering propeller
(3).
7. Marine vessel according to one or more of the preceding claims, characterized in that the steering propellers (3) have at least one propeller which is in the form of a
high-skew propeller (4, 5).
8. Marine vessel according to Claim 7, characterized in that the high-skew propeller (4, 5) is matched to the characteristics of the directed
incident water flow such that large pressure fluctuations are avoided and the cavitation
response is optimized.
9. Marine vessel according to one or more of the preceding claims, characterized in that the individual dimensions of the marine vessel's hull and of the skegs (26) and their
composite dimensions are matched to the speed of the marine vessel, in particular
as a result of tank towing trials.
10. Marine vessel according to one or more of the preceding claims, characterized in that the dimensions of the high-skew propeller (4, 5) are optimized for the directed incident
flow, in particular as a result of tank trials.
11. Marine vessel according to one or more of the preceding claims, characterized in that the individual dimensions of the stern (9), for example the rise and the projection
beyond the steering propellers (3) toward the stern as well as the dimensions, for
example the outward positioning, the volume and the shape of the skegs (26), are optimized
such that the influence of waves, in particular of waves striking the marine vessel
from astern, on the hull (sea impact) is reduced, preferably as a result of tank trials.
12. Marine vessel according to one or more of the preceding claims, characterized in that the electrical steering propellers (3) each have one propeller which is in the form
of a pusher propeller.
13. Marine vessel according to one or more of the preceding claims, characterized in that the distance between the steering propellers (3) corresponds to 1.1 to 1.3 times
the respective propeller diameter.
14. Marine vessel according to one or more of the preceding claims, characterized in that an auxiliary rudder for guiding the marine vessel straight ahead is arranged at the
stern (9) of the marine vessel, in particular in front of the propellers of the steering
propellers, and in particular is in the form of a blade rudder.
1. Navire marin entraîné par au moins deux hélices de gouvernail (3) et comportant une
coque pour le transport de charges utiles ou de passagers, les hélices de gouvernail
(3) étant avantageusement conformées en hélices de gouvernail électriques (PODS) et
la coque ayant au milieu une section rectangulaire à laquelle sont reliés des corps
de déflexion d'écoulement vers l'arrière (Skegs) (26) entre lesquels est ménagé un
canal d'écoulement (20), caractérisé en ce que le canal d'écoulement (20) a une conformation cunéiforme présentant un élargissement
continu, avantageusement légèrement incurvé, vers le bas et vers l'arrière, les parois
latérales (21) du canal d'écoulement étant conformées au moins partiellement en surfaces
planes et se terminant par des nervures de type ailerons (31) qui comportent des volumes
de déplacement de l'eau, le canal d'écoulement (20) étant conformé de façon à produire
par son effet de canal une petite résistance à l'avancement du navire et à influer
également sur le sillage de façon appropriée pour le comportement en propulsion.
2. Navire selon la revendication 1, caractérisé en ce que les skegs (26) sont conformés en nervures de type ailerons (31), les volumes de déplacement
des skegs (26) se terminent par des tronçons arrondis vers l'arrière qui s'étendent
en arrière jusqu'à peu avant les hélices de gouvernails (3) sans liaison verticale
avec la coque.
3. Navire selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les volumes de déplacement (33) du skeg (26) sont disposés essentiellement du côté
extérieur des nervures du type ailerons.
4. Navire selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que les volumes de déplacement (33) sont conformés en boudin du côté extérieur, le boudin
étant formé de façon à conférer à l'eau un écoulement de contournement ou d'éloignement
dans le sens horaire de l'hélice de gouvernail respective pour que l'écoulement ainsi
influencé produise un écoulement d'affluence avantageux pour l'hélice.
5. Navire selon les revendications 1, 2, 3 ou 4, caractérisé en ce que le fond du navire comporte un acculement commençant à peu près au début du canal
de déflexion d'écoulement (20).
6. Navire selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la forme et le volume du canal d'écoulement (20), en sortie de celui-ci, dans la
région des tronçons sont si grands et les volumes de déplacements sont disposés et
dimensionnés de telle sorte que l'eau qui circule avec un écoulement de contournement
et d'éloignement est orientée de façon à obtenir un écoulement de contournement des
tronçons dans le sens horaire de l'hélice de gouvernail respective (3).
7. Navire selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les hélices de gouvernail (3) comportent au moins une hélice qui est conformée en
hélice High Skew (4, 5).
8. Navire selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'hélice High Skew (4, 5) est adaptée aux propriétés de l'eau à écoulement affluent
orienté, de manière à éviter de fortes variations de pression et à optimiser le comportement
en cavitation.
9. Navire selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les dimensions individuelles de la coque du navire et des skegs (26) et leurs dimensions
combinées sont adaptées à la vitesse du navire, notamment à la suite d'essais de remorquage
de réservoirs.
10. Navire selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les dimensions de l'hélice High Skew (4, 5) sont optimisées pour l'écoulement affluent
orienté, notamment à la suite d'essais faits sur des réservoirs.
11. Navire selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les dimensions individuelles de la poupe (9), par exemple l'acculement et la saillie
au-dessus des hélices de gouvernail (3) vers l'arrière ainsi que les dimensions, par
exemple la position vers l'extérieur, le volume et la forme des skegs (26) sont optimisés
de façon à réduire l'influence des arbres, notamment des arbres venant de l'arrière,
sur la poupe, avantageusement à la suite d'essais faits sur des réservoirs.
12. Navire selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les hélices de gouvernail électriques (3) comportent chacune une hélice qui est conformée
en hélice propulsive.
13. Navire selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que les hélices de gouvernail (3) sont espacées d'une distance qui est égale à 1,1 à
1,3 fois le diamètre respectif des hélices.
14. Navire selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un gouvernail auxiliaire sortant directement du navire est disposé à l'arrière (9)
du navire, notamment en avant des hélices des hélices de gouvernail, ledit gouvernail
auxiliaire ayant notamment la forme d'un safran.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente