(19)
(11) EP 1 476 921 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.04.2007  Patentblatt  2007/16

(21) Anmeldenummer: 02776752.4

(22) Anmeldetag:  27.09.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01Q 19/17(2006.01)
H01Q 1/32(2006.01)
H01Q 21/28(2006.01)
H01Q 3/26(2006.01)
H01Q 21/06(2006.01)
H01Q 19/06(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2002/003696
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2003/067709 (14.08.2003 Gazette  2003/33)

(54)

VORRICHTUNG ZUM SENDEN UND EMPFANGEN ELEKTROMAGNETISCHER STRAHLUNG

DEVICE FOR EMITTING AND RECEIVING ELECTROMAGNETIC RADIATION

DISPOSITIF POUR EMETTRE ET RECEVOIR DU RAYONNEMENT ELECTROMAGNETIQUE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB

(30) Priorität: 09.02.2002 DE 10205379

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
17.11.2004  Patentblatt  2004/47

(73) Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH
70442 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • HIMMELSTOSS, Armin
    71554 Weissach Im Tal (DE)
  • MIOSGA, Klaus-Dieter
    71522 Backnang (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 831 551
US-A- 5 041 840
EP-A- 1 162 689
US-B1- 6 175 333
   
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 009, no. 131 (E-319), 6. Juni 1985 (1985-06-06) & JP 60 018004 A (NIPPON DENSHIN DENWA KOSHA), 30. Januar 1985 (1985-01-30)
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Strahlung, die zum Senden und zum Empfangen der elektromagnetischen Strahlung getrennte Antennen aufweist und bei der die Antennenkeulen der Sende- und Empfangsantennen mittels eines gemeinsamen fokussierenden Mittels fokussiert werden.

Stand der Technik



[0002] Aus der DE 197 19 764 A1 ist ein Kraftfahrzeugradarsensor bekannt, der eine Antennenanordnung aufweist, die aus einem fokussierenden Mittel und mindestens zwei ersten Antennenfeeds besteht, die entlang einer ersten Geraden angeordnet sind und eine erste Reihe von Antennenfeeds bilden, bei dem mindestens ein weiteres Antennenfeed vorhanden ist, das so angeordnet ist, dass entlang einer weiteren Geraden mindestens eine weitere Reihe von Antennenfeeds gebildet wird, wobei diese weitere Reihe durch eine Drehung um einen angenommenen Drehpunkt M kongruent auf die erste Reihe abbildbar ist. Dieses System sieht mehrere monostatische Antennenfeeds vor, die jeweils sowohl zum Senden als auch zum Empfangen verwendet werden.

[0003] Aus der EP 0 831 551 A2 ist eine Antennenanordnung bekannt, die eine Vielzahl an planaren Sende-Antennenelementen und eine Vielzahl an planaren Empfangs-Antennenelementen aufweist sowie eine Übertragungsauswahleinrichtung, mittels derer mindestens eine Sendeantenne zum Senden ausgewählt werden kann sowie eine Empfangsauswahleinrichtung, mittels derer mindestens eine Empfangsantenne zum Empfang ausgewählt wird. Die sende- bzw. Empfangsantennenelemente sind hierbei in Form eines rechtwinkligen Arrays angeordnet, wobei die Sendeelemente in der einen Hälfte und die Empfangselemente in der anderen Hälfte des Arrays angeordnet sind. Durch das wahlweise Aktivieren einzelner Sende- bzw. Empfangsantennen ist es möglich, die Sende- bzw. Empfangsrichtung der Antennenanordnung zu steuern. Dieses Dokument offenbart eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

[0004] Aus der EP 1 162 689 A1 ist eine Antenneneinrichtung für eine Satellitenübertragung bekannt, bei der mit einer zentral angeordneten Antenne in einem ersten Frequenzband elektromagnetische Strahlung abgestrahlt wird. Weiterhin wird mit einem ersten Antennenarray, das um die zentral angeordnete Antenne positioniert ist, elektromagnetische Strahlung in einem zweiten Frequenzband empfangen und mit einem zweiten Antennenarray, das ebenfalls um die zentral angeordnete Antenne so positioniert ist, dass die Antennenelemente des zweiten Antennenarrays in den Zwischenräumen der Antennenelemente des ersten Antennenarrays liegen und in einem dritten Frequenzband betrieben werden.

[0005] Aus der US 5,041,840 ist eine Speiseeinrichtung multibandfähige Parabolantennen bekannt, wobei zwei koaxial angeordnete Hohlleiterantennen vorgesehen sind, um die kreisförmig planare Antennenelemente angeordnet sind.

[0006] Die DE 197 31 085 A1 offenbart eine Einrichtung zum Senden und Empfangen von Radarwellen, insbesondere für einen Abstandsensor. Dabei ist mindestens ein Antennenelement vorgesehen, dem zu sendende Signale zuführbar und empfangene Signale entnehmbar sind, wobei die Antennenelemente zum Senden von zirkular polarisierten Radarwellen ausgebildet sind. Die zu sendenden Signale werden mindestens an einer Seite des Antennenelements so zugeführt, dass sie in einer ersten Polarisationsebene abgestrahlt werden. Die empfangenen Signale werden vom Antennenelement an einer zweiten Polarisationsebene abgegriffen, die zur ersten Polarisationsebene orthogonal steht. Auch bei diesem System handelt es sich um ein monostatisches Sende- und Empfangssystem.

Kern und Vorteile der Erfindung



[0007] Der Kern der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Strahlung bereit zu stellen, insbesondere für die Verwendung in einem Kraftfahrzeugradarsystem, bei dem ein möglichst großer Teil der Oszillatorleistung als Sendeleistung ausgestrahlt werden kann und bei dem eine hohe Trennschärfe bezüglich der detektierten Objekte erreicht wird und diese Bedingungen dennoch mittels eines kompakten Aufbaus mit einfachen Strukturen erreicht werden kann. Erfindungsgemäß wird dieses durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

[0008] Vorteilhafterweise handelt es sich bei dem gemeinsamen fokussierenden Mittel, dass die Antennenkeulen der Sende- und Empfangsantennen fokussiert, um eine dielektrische Linse. Eine derartige dielektrische Linse ist kostengünstig und kompakt herstellbar und zeichnet sich durch ausgezeichnete Strahlbündelungsqualität aus.

[0009] Weiterhin ist es vorteilhaft, dass die Antennen als Patchantennen ausgeführt sind. Patchantennen sind sehr klein und kostengünstig zu realisieren und besitzen eine gute Richtcharakteristik.

[0010] Weiterhin ist es vorteilhaft, dass jeder Sendeantenne mindestens zwei Empfangsantennen zugeordnet sind. Hierdurch läßt sich ein Sende- und Empfangssystem aufbauen, das zum einen über sehr einfache Leitungsstrukturen verfügt und zum anderen die Möglichkeit bietet, eine Winkelauflösung in azimutaler Richtung durchführen zu können.

[0011] Besonders vorteilhaft ist es, dass jede Empfangsantenne mit einem separatem Mischer verbunden ist, dem ein Sendesignal zugeführt wird, das mittels eines Leitungskopplers aus der Sendeantennenzuleitung ausgekoppelt wird. Mischer und Leitungskoppler lassen sich durch diese Ausführung besonders kostengünstig und einfach realisieren, wodurch dennoch eine hohe Signalqualität erreicht wird.

[0012] Vorteilhafterweise sind die Empfangsantennen im Wesentlichen auf einer ersten Geraden angeordnet. Durch diese Anordnung der Empfangsantennen ist es möglich, insbesondere bei einer derartigen Montage des Radarsystems, das diese erste Gerade horizontal angeordnet ist, eine azimutale Winkelauswertung ermöglicht wird. Insbesondere bei der Verwendung dieser Vorrichtung in einem Kraftfahrzeugradar ist es von besonderem Interesse, den mittels der elektromagnetischen Strahlung erkannten Objekten einen Azimutwinkel zuordnen zu können. Bei dieser Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es eher von untergeordneter Bedeutung, den erkannten Objekten einen Elevationswinkel zuzuordnen.

[0013] Weiterhin ist es vorteilhaft, dass die Sendeantennen im Wesentlichen auf einer zweiten Gerade angeordnet sind, die parallel zu der ersten Geraden ist, auf der die Empfangsantennen angeordnet sind. Insbesondere bei einer symmetrischen Sendeantennenzuleitungsstruktur strahlen die Sendeantennen die Sendeleistung zu gleichen Zeitpunkten ab. Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem Kraftfahrzeugradar ist es von besonderer Bedeutung, den erkannten Radarobjekten einen Azimutwinkel zuzuordnen. Durch diese Anordnung der Sendeantennen ergibt sich ein Erfassungsbereich, der in horizontaler Ausdehnung größer ist, als in vertikaler.

[0014] Es ist weiterhin vorteilhaft, dass die erste Gerade, auf der die Empfangsantennen angeordnet sind, und die zweite Gerade, auf der die Sendeantennen angeordnet sind, nicht identisch sind. Durch diese Verschiebung der Geraden, auf der die Sendeantennen angeordnet sind, erreicht man, dass Sende- und Empfangsantennen möglichst weit auseinander liegen, wodurch ein direktes Übersprechen von der Sendeantenne auf die Empfangsantenne vermieden werden kann. Gleichzeitig kann man den Abstand zwischen den einzelnen Empfangsantennen möglichst groß gestalten, so dass eine zuverlässige Phasenauswertung durchgeführt werden kann.

[0015] Vorteilhaft ist weiterhin, dass zwei Sendeantennen und vier Empfangsantennen vorgesehen sind. Hierdurch ist es möglich, die Zuleitung vom Oszillator zu den Sendeantennen so zu gestalten, dass die Sendeleistung mittels eines einfach herstellbaren und gut beherrschbaren 3dB-Leistungsteilers beiden Sendeantennen jeweils die gleiche Sendeleistung zugeführt werden kann. Um eine zuverlässige Phasenauswertung der empfangenen elektromagnetischen Strahlung durchführen zu können ist es wünschenswert, mehr als drei Empfangsantennen vorzusehen. Durch den symmetrischen Aufbau der Sendeantennen ist es weiterhin wünschenswert, eine geradzahlige Anzahl an Empfangsantennen vorzusehen. Diese beiden Bedingungen werden mittels vier Empfangsantennen optimal erreicht.

[0016] Weiterhin ist es vorteilhaft, dass ein erster Teil der Sendeantennen auf einer zweiten Geraden und ein zweiter Teil der Sendeantennen auf einer dritten Geraden angeordnet sind, wobei die zweite Gerade und die dritte Gerade parallel zu der ersten Geraden, auf der die Empfangsantennen angeordnet sind, angeordnet sind und die zweite Gerade und die dritte Gerade in gleichem Abstand beiderseites der ersten Geraden angeordnet sind. Durch die symmetrische Anordnung der Sendeantennen in Bezug auf die Empfangsantennen ergibt sich ein gemeinsames Richtdiagramm für die Sende- und Empfangsantennen, das auch in vertikaler Richtung, also senkrecht zu den Geraden, auf denen die Antennen angeordnet sind, symmetrisch ist. Hierdurch wird ein "Schielen" der Antennen in vertikaler Richtung vermieden, da die "Schielfehler" der Sendeantennen auf der zweiten Geraden und der Sendeantennen auf der dritten Geraden, der bezüglich der versetzten Empfangsantennen entsteht, gegenseitig aufgehoben wird.

[0017] Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt sind. Dabei bilden alle beschriebenen oder dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung sowie unabhängig von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung bzw. in den Zeichnungen.

Zeichnungen



[0018] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen erläutert. Es zeigen
Figur 1
eine schematische Frontansicht einer beispielsgemäßen Vorrichtung,
Figur 2
eine Seitenansicht der beispielsgemäßen Vorrichtung,
Figur 3
eine schematische Frontansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Beschreibung von Ausführungsbeispielen



[0019] In Figur 1 ist die Frontansicht einer beispielsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Zu erkennen ist das fokussierende Mittel 1, das in diesem Beispiel als dielektrische Linse ausgeführt ist und kreisförmig dargestellt ist. Hinter diesem fokussierenden Mittel verbirgt sich die weitere Sende- und Empfangsanordnung, die im Wesentlichen aus Antennen, Leitungen und Mischern besteht. Ein Oszillator 2 erzeugt elektrische Signale, die über die Sendeantennen 4 ausgestrahlt werden. Dieser Oszillator 2 kann in verschiedenen Varianten ausgeführt sein. So ist es denkbar, dass dieser Oszillator 2 beispielsweise ein Pulssignal erzeugt oder ein Dauerstrichsignal oder aber vorteilhafterweise ein frequenzmoduliertes Dauerstrichsignal erzeugt. Auch Kombinationen verschiedener Modulationsarten sind hierbei denkbar. Das Ausgangssignal des Oszillators 2 wird in einem Leistungsteiler 3 auf mehrere Sendezuleitungen aufgeteilt. Hierbei ist es wünschenswert, dass den verschiedenen Sendezuleitungen möglichst die gleiche Signalamplitude zugeführt wird, so dass die einzelnen Antennen 4 auch möglichst mit den gleichen Signalleistungen abstrahlen. Die Ausgänge des Leistungsteilers 3, der in diesem Beispiel als 3dB-Leistungsteiler ausgeführt ist, werden über Sendeantennenzuleitungen an die Sendeantennen 4 geleitet. Diese Sendeantennen liegen in dem dargestellten Beispiel auf einer gemeinsamen Geraden 9, die in Figur 1 als zweifach punktierte Linie ausgeführt ist. Auf einer weiteren Gerade 8, die in Figur 1 als einfach punktierte Linie ausgeführt ist und die parallel zur Geraden 9 angeordnet ist, sind die Empfangsantennen 5 angeordnet. Vorteilhafterweise sind Sendeantennen 4 und Empfangsantennen 5 als Patchantennen ausgeführt. Figur 1 zeigt eine vorteilhafte Anordnung der Sendeantennen 4 und der Empfangsantennen 5 auf zwei voneinander verschiedenen Geraden 8, 9 wodurch sich eine besondere Platzersparnis ergibt. Die elektromagnetische Strahlung, die von den Empfangsantennen 5 empfangen wird, werden am Antennenausgang jeweils auf einen Mischer 6 ausgegeben. Dieser Mischer 6 ist vorteilhafterweise in Mikrostreifenleitertechnik ausgeführt, wodurch dieser besonders kostengünstig hergestellt werden kann. Die Empfangsmischer 6 erhalten weiterhin ein Eingangssignal, das im Wesentlichen dem Sendesignal, das den Sendeantennen 4 zugeführt wird, entspricht. Hierzu sind an der Sendeantennenzuleitung Leitungskoppler 7 angeordnet, die einen Teil der Sendeleistung auskoppeln und dem Empfangsmischer 6 zuführen. In den Empfangsmischern 6 wird das Sendesignal, das im Wesentlichen dem Ausgangssignal des Oszillators 2 entspricht, mit dem Ausgangssignal der Empfangsantennen 5 gemischt wodurch ein Zwischenfrequenzsignal erzeugt wird. Dieses Zwischenfrequenzsignal wird am Ausgang des Empfangsmischers 6 entnommen und zur weiteren Verarbeitung einer Signalverarbeitungseinrichtung 14 zugeführt, die in den Figuren nicht dargestellt ist.

[0020] In Figur 2 ist eine Seitenansicht der beispielsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Diese Seitenansicht stellt den gleichen Gegenstand aus anderer Perspektive dar, der in Figur 1 beschrieben wurde. In Figur 2 ist wiederum das fokussierende Mittel 1 erkennbar, das in dem beschriebenen Beispiel als dielektrische Linse ausgeführt ist. Die Symmetrieachse des fokussierenden Mittels 1, die gleichzeitig die optische Achse des fokussierenden Mittels 1 bildet, ist mittels der Geraden 10 dargestellt. Hinter dem fokussierenden Mittel 1 ist im Abstand von etwa der Brennweite des fokussierenden Mittels 1 ein Antennenträger 11 angeordnet. Dieser Antennenträger ist vorteilhafterweise eine Leiterplatte, der neben den Sende- und Empfangsantennen 4, 5 weitere Schaltungselemente trägt, wie beispielsweise die Mischer 6, die Leitungskoppler 7, den Leistungsteiler 3 sowie die Antennenzuleitungen. Aus Vereinfachungsgründen wurde in Figur 2 auf dem Antennenträger 11 lediglich die Sendeantenne 4 und die Empfangsantenne 5 dargestellt. Weiterhin sind in Figur 2 die beiden Geraden 8, 9 erkennbar, entlang denen die Empfangsantennen 5 bzw. die Sendeantennen 4 angeordnet sind.

[0021] In Figur 3 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem die Empfangsantennen 5 im wesentlichen auf einer gemeinsamen ersten Geraden 8 angeordnet sind. Da in der Ausführungsform nach Figur 1 das Richtdiagramm der Sendeantennen 4 und das der Empfangsantennen 5 in vertikaler Richtung nicht exakt aufeinander ausgerichtet sind, bedingt durch die Verschiebung der ersten und der zweiten Geraden 8,9 kommt es zu einem Schielen der Antennenanordnung, da die Hauptstrahlungsrichtungen der Sende- und Empfangscharakteristiken leicht verschoben sind. Da mittels der vorliegenden Erfindung im wesentlichen horizontale Winkelauflösungen gemessen werden sollen ist dies jedoch von untergeordneter Bedeutung. Durch die Anordnung nach Figur 3 wird auch dieses Schielen verhindert. Hierzu sind im wesentlichen auf der ersten Geraden 8 die Empfangsantennen angeordnet. In etwa auf einer zweiten Geraden 9, die in Figur 3 als zweifach punktierte Linie dargestellt ist und die parallel zur ersten, einfach punktierten Geraden 8 verläuft befindet sich ein erster Teil der Sendeantennen 4. Ein zweiter Teil der Sendeantennen 4 befindet sich im wesentlichen auf einer dritten Geraden 12, die in Figur 3 als dreifach punktierte Linie dargestellt ist. Diese dritte Gerade 12 ist ebenfalls parallel zur ersten Geraden 8 ausgerichtet und befindet sich im gleichen Abstand 13 zur ersten Geraden 8, wie die zweite Gerade 9 zur ersten Geraden 8. Hierdurch schielt der erste Teil der Sendeantennen 4 auf der zweiten Geraden 8 in genau die entgegensetzte Richtung wie der zweite Teil der Sendeantennen 4 auf der dritten Geraden 12. Die gemeinsame Richtcharakteristik aller Sendeantennen 4 ist demnach exakt mit der Richtcharakteristik der Empfangsantennen ausgerichtet, da die beiden Teilfehler, die in entgegengesetzte Richtungen weisen, nivelliert werden die Schielfehler des ersten und zweiten Teils der Sendeantennen 4 sich gegenseitig aufheben. Die Zuleitungen der Antennen 4 und 5, die Mischer 6 sowie die Leitungskoppler 7 und Leistungsteiler 3 sind selbverständlich auch in dieser Ausführungsvariante in analoger Weise wie in Figur 1 vorgesehen, jedoch wurde auf deren Darstellung in Figur 3 aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet.

[0022] Die erfindungsgemäße Vorrichtung, die das fokussierende Mittel 1 sowie die dargestellte Antennenanordnung, die vorteilhafterweise auf einem Antennenträger oder einer Leiterplatte 11 aufgebracht ist, umfaßt, ist vorteilhafterweise in einem Gehäuse untergebracht das die Vorrichtungseinzelteile gleichzeitig fixiert. Weiterhin ist in diesem Gehäuse eine Vorrichtung zur Signalverarbeitung 14 vorgesehen, die die Zwischenfrequenzsignale der Ausgänge der Mischer 6 weiterverarbeitet und beispielsweise zum Betrieb einer adaptiven Abstands- und Geschwindigkeitsregelung in einem Kraftfahrzeug verwendet.

[0023] Gemäß der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Strahlung in einem Radarsensor zur adaptiven Fahrgeschwindigkeitsregelung eines Kraftfahrzeugs vorgesehen, wie beansprucht im Anspruch 1.


Ansprüche

1. Vorrichtung zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Strahlung in einem Radarsensor zur adaptiven Fahrgeschwindigkeitsregelung eines Kraftfahrzeugs, wobei zum Senden und zum Empfangen der elektromagnetischen Strahlung getrennte Antennen (4,5) vorgesehen sind und die Antennenkeulen der Sende- und Empfangsantennen (4,5) mittels eines gemeinsamen fokussierenden Mittels (1) fokussiert werden indem die Empfangsantennen (5) auf einer ersten Geraden (8) angeordnet sind, dass ein erster Teil der Sendeantennen (4) auf einer zweiten Geraden (9) und ein zweiter Teil der Sendeantennen (4) auf einer dritten Geraden (12) angeordnet sind, wobei die zweite Gerade (9) und die dritte Gerade (12) parallel zu der ersten Geraden (8), auf der die Empfangsantennen (5) angeordnet sind, angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Gerade (9) und die dritte Gerade (12) im gleichen Abstand (13) beiderseits der ersten Geraden (8) angeordnet sind, und dass jede Empfangsantenne (5) mit einem eigenen separaten Mischer (6) verbunden ist, dem ein Sendesignal zugeführt wird, das mittels eines separaten Leitungskopplers (7) aus der Sendeantennenzuleitung ausgekoppelt wird.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame fokussierende Mittel (1) eine dielektrische Linse ist.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antennen (4,5) als Patchantennen ausgeführt sind.
 
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Sendeantenne (4) mindestens zwei Empfangsantennen (5) zugeordnet sind.
 
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeantennen (4) im wesentlichen auf einer zweiten Geraden (9) angeordnet sind, die parallel zu der ersten Geraden (8) ist, auf der die Empfangsantennen (5) angeordnet sind.
 
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Gerade (8), auf der die Empfangsantennen (5) angeordnet sind, und die zweite Gerade (9), auf der die Sendeantennen (9) angeordnet sind, nicht identisch sind.
 
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass 2 Sendeantennen (4) und 4 Empfangsantennen (5) vorgesehen sind.
 


Claims

1. Apparatus for transmission and reception of electromagnetic radiation in a radar sensor for adaptive speed of travel control for a motor vehicle, with separate antennas (4, 5) being provided for transmission and reception of the electromagnetic radiation and with the antenna lobes of the transmitting and receiving antennas (4, 5) being focused by a common focusing means (1) in that the receiving antennas (5) are arranged on a first straight line (8), in that a first subgroup of the transmitting antennas (4) is arranged on a second straight line (9) and a second subgroup of the transmitting antennas (4) is arranged on a third straight line (12), with the second straight line (9) and the third straight line (12) being arranged parallel to the first straight line (8) on which the receiving antennas (5) are arranged, characterized in that the second straight line (9) and the third straight line (12) are arranged at the same distance (13) on both sides of the first straight line (8), and in that each receiving antenna (5) is connected to its own separate mixer (6) to which a transmission signal is supplied, which is emitted from the transmitting antenna supply line by means of a separate line coupler (7).
 
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the common focusing means (1) is a dielectric lens.
 
3. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the antennas (4, 5) are patch antennas.
 
4. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that each transmitting antenna (4) has at least two associated receiving antennas (5).
 
5. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the transmitting antennas (4) are arranged essentially on a second straight line (9), which is parallel to the first straight line (8) on which the receiving antennas (5) are arranged.
 
6. Apparatus according to Claim 5, characterized in that the first straight line (8) on which the receiving antennas (5) are arranged, and the second straight line (9) on which the transmitting antennas (9) are arranged, are not identical.
 
7. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that two transmitting antennas (4) and four receiving antennas (5) are provided.
 


Revendications

1. Dispositif pour émettre et recevoir un rayonnement électromagnétique dans un détecteur à radar pour une régularisation adaptative de la vitesse de circulation d'un véhicule automobile, dans lequel pour émettre et recevoir le rayonnement électromagnétique, il est prévu des antennes séparées (4, 5) dont les lobes de rayonnement sont focalisés par l'intermédiaire d'un moyen (1) de focalisation commun, les antennes de réception (5) étant disposées sur une première droite (8), tandis qu'une première partie des antennes d'émission (4) sont disposées sur une deuxième droite (9) et une seconde partie des antennes d'émission (4) sont disposées sur une troisième droite (12), la deuxième et la troisième droite (9, 12) étant parallèles à la première droite (8) sur lesquelles se trouvent les antennes de réception (5),
caractérisé en ce que
la deuxième droite (9) et la troisième droite (12) sont disposées de part et d'autre de la première droite (8) et à la même distance (13) de celle-ci, chaque antenne de réception (5) étant reliée à un mélangeur propre séparé (6) auquel est envoyé un signal d'émission qui par un coupleur de lignes (7) séparé est désaccouplé de la ligne d'alimentation de l'antenne d'émission.
 
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le moyen commun (1) de focalisation est une lentille diélectrique.
 
3. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les antennes (4,5) sont des antennes raccordées.
 
4. Dispositif selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
au moins deux antennes de réception (5) sont associées à chaque antenne d'émission (4).
 
5. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les antennes d'émission (4) sont disposées essentiellement sur une deuxième droite (9) parallèle à la première droite (8) sur laquelle se trouvent les antennes de réception (5).
 
6. Dispositif selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
la première droite (8) sur laquelle se trouvent les antennes de réception (5) n'est pas identique à la deuxième droite (9) sur laquelle se trouvent les antennes d'émission (4).
 
7. Dispositif selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est prévu deux antennes d'émission (4) et quatre antennes de réception (5).
 




Zeichnung