(19)
(11) EP 1 477 213 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.11.2004  Patentblatt  2004/47

(21) Anmeldenummer: 04008286.9

(22) Anmeldetag:  06.04.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A63H 33/14
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL HR LT LV MK

(30) Priorität: 13.05.2003 DE 20307510 U

(71) Anmelder: Artur Fischer TIP GmbH & Co. KG
72178 Waldachtal (DE)

(72) Erfinder:
  • Fischer, Artur, E.h.Prof.Dr.phil.h.c.Dr.-Ing.E.h.
    72178 Waldachtal (DE)

   


(54) Flexible Bahn


(57) Es sind Spielbauelemente bekannt, die durch Aufschäumen aus einem Stärkemehl hergestellt sind. Um ein flexibles Flächenelement mit derartigen Spielbausteinen zu schaffen, schlägt die Erfindung eine flexible Bahn mit einer Textilbahn als Träger vor, auf die die Spielbausteine aufgeklebt sind.


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine flexible Bahn.

[0002] Die DE 197 03 038 A1 offenbart Spielbauelemente, die durch Aufschäumen aus einem Stärkematerial hergestellt sind. Unter Stärkematerial ist ein Stärke aufweisendes Material oder Stärke zu verstehen. Die Spielbauelemente weisen beispielsweise eine zylinderähnliche Form auf, sie können eingefärbt sein. Durch Anfeuchten werden die Spielbauelemente klebend und sind miteinander verklebbar. Auch lassen sich die bekannten Spielbauelemente durch Anfeuchten auf eine Unterlage, beispielsweise auf eine Pappe als Träger kleben. Ein zusätzlicher Klebstoff ist nicht erforderlich. Der Träger ist steif und wird durch die aufgeklebten Elemente zusätzlich versteift.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein flexibles Flächenelement mit Spielbauelementen der vorstehend erläuterten Art oder ähnlichen Elementen vorzuschlagen.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die Erfindung sieht eine Textilbahn als Träger vor, auf die Elemente aus einem aufgeschäumten Stärkematerial geklebt sind. Unter Bahn soll ein flächenförmiges Gebilde wie beispielsweise ein Stoff verstanden werden. Der Begriff Textil soll umfassend verstanden werden und beispielsweise auch Gewebe oder Netze mit beispielsweise Kunststofffasern oder Kunststofffäden oder Kunststoffseilen umfassen. Notwendig ist dass sich das aufgeschäumte Stärkematerial durch Anfeuchten mit der Textilbahn verkleben lässt. Dabei haben Textilien den Vorteil, dass sich das Stärkematerial klettenartig mit der Textilbahn verankert. Die Erfindung schafft eine große Anzahl von Anwendungsmöglichkeiten für Elemente aus einem aufgeschäumten Stärkematerial, wie sie beispielsweise in der DE 197 03 038 A1 offenbart sind. Ein Herstellungsverfahren für derartige Elemente offenbart die DE 40 16 597 A1. Ein alternatives Herstellungsverfahren ist in der WO 99/11345 offenbart. Die genannten Druckschriften werden insoweit in Bezug genommen. Aus der erfindungsgemäßen, flexiblen Bahn lässt sich an sich alles herstellen, was auch aus Stoffen herstellbar ist, also beispielsweise Taschen, Geldbeutel, Kleidungsstücke, Stirnbänder. Durch Aufkleben verschiedenfarbig eingefärbter Elemente lassen sich Muster und Bilder herstellen. Die Erfindung ist insbesondere zu Spielzwecken gedacht, beispielsweise auch zur Herstellung von Spielzeugmodellen, allerdings ist die Erfindung nicht auf diese Anwendung beschränkt.

[0005] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht eine lichtdurchlässige Textilbahn als Träger vor. Die Lichtdurchlässigkeit resultiert insbesondere aus einer Grobheit eines Gewebes, Gewirkes oder dgl. der Textilbahn, d. h. daraus, dass Fäden der Textilbahn nicht lichtundurchlässig aneinander anliegen. Es können allerdings auch die Fäden selbst lichtdurchlässig sein. Beispiele lichtdurchlässiger Textilbahnen sind Leinen oder leinenartige Stoffe wie Rohnessel. Diese Ausgestaltung ergibt farbige Lichtwirkungen bei Tages- oder Kunstlichtdurchfall insbesondere wenn die Textilbahn mit verschieden farbigen Elementen aus Stärkematerial beklebt ist.

[0006] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es werden zylinderähnliche Elemente, die ,aus einem Stärkematerial aufgeschäumt sind, beispielsweise mit Hilfe eines Messers in Längsrichtung in Halbzylinder getrennt. Schnittflächen der Halbzylinder werden angefeuchtet und dadurch klebend. Sie werden auf einen Stoff (Textilbahn), beispielsweise Leinen, aufgeklebt. Die Elemente verankern sich klettenartig mit dem Stoff und lassen sich nach dem Aushärten nicht mehr zerstörungsfrei vom Stoff lösen. Es entsteht eine flexible Bahn mit dem Stoff als Träger. Durch Aufkleben verschiedenfarbiger Elemente lassen sich Muster und Bilder erzeugen. Die flexible Bahn lässt sich weiterverarbeiten.


Ansprüche

1. Flexible Bahn, mit einer Textilbahn als Träger, auf die Elemente aus einem aufgeschäumten Stärkematerial aufgeklebt sind.
 
2. Flexible Bahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilbahn lichtdurchlässig ist.
 





Recherchenbericht