[0001] Die Erfmdung betrifft ein Spielgerät.
[0002] Spielgeräte, wie Bälle, Ringe, Wurfscheiben, wie beispielsweise Frisbee®-Scheiben,
Bumerangs usw. erfreuen sich großer Beliebtheit. Ein Problem, das sich bei solchen
Wurfgeräten stellt, besteht darin, dass nur bei Helligkeit gespielt werden kann. Ringe
oder Reifen, die durch Gymnastik um den Körper oder ein Körperteil in umlaufender
Bewegung gehalten werden, Springseile usw. sind bei Dunkelheit nicht sichtbar, so
dass eine Rückkopplung über die Augen fehlt. Wurfgeräte, soweit sie gefangen werden,
können bei Dunkelheit nicht erkannt werden, oder, soweit sie nicht unmittelbar gefangen
werden, nicht wiedergefunden werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese bei herkömmlichen Spielgeräten bestehende
Problematik zu beseitigen.
[0004] Eine Lösung der vorgenannten Aufgabe wird mit einem Spielgerät gemäß dem Anspruch
1 erzielt.
[0005] Die Unteransprüche sind auf vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der
erfmdungsgemäßen Spielgeräte gerichtet.
[0006] Die Erfmdung ist auf weitgehend alle Arten von Spielgeräten anwendbar, bei denen
die Sicht-barkeit des Spielgerätes wichtig ist, beispielsweise auch für Bälle oder
Keulen, von denen gleichzeitig mehrere von einer Person gespielt werden, insbesondere
aber für Spiel- und Wurfgeräte, mit denen im Freien gespielt wird.
[0007] Die Erfindung wird im Folgenden anhand schematischer Zeichnungen beispielsweise und
mit weiteren Einzelheiten erläutert.
[0008] In den Zeichnungen stellen dar:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Wurfscheibe,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch den in Fig. 1 dargestellten Ausschnitt II,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch eine andere Ausführungsform einer Wurfscheibe,
- Fig. 4
- eine Aufsicht auf einen Bumerang,
- Fig. 5
- eine Aufsicht auf einen Reifen,
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch den Reifen gemäß Fig. 5, geschnitten in der Ebene VI-VI,
- Fig. 7
- ein Springseil,
- Fig. 8
- einen Ausschnitt aus der Fig. 7 in vergrößertem Maßstab und teilweise im Schnitt.
[0009] Wurfscheiben oder Bumerangs sind flächige Wurfgeräte, die mit Eigenrotation geworfen
werden. Wurfscheiben, wie Frisbee®-Scheiben, entwickeln infolge einer aerodynamisch
gestalteten Oberfläche bei ihrer translatorischen Bewegung einen Auftrieb. Die räumliche
Lage der Wurfscheibe wird durch ihre Rotationsenergie um ihre Symmetrieachse herum
stabilisiert, so dass sich die Wurfscheibe längs einer Flugbahn bewegt, die durch
ihren Auftrieb und ihre Rotationsachse als eine Kreiselachse bestimmt ist. Auch beim
Bumerang handelt es sich um ein Wurfgerät, das nach einem Abwurf unter Eigendrehung
eine durch aerodynamischen Auftrieb und dessen Zusammenwirken mit einer Rotationsachse
bestimmt wird. Der Auftrieb wird beim Bumerang maßgeblich durch dessen Eigenrotation
bestimmt, da die einzelnen Flügel des Bumerangs aerodynamisch profiliert sind. Dieser
Auftrieb ist unsymmetrisch um die Kreiselachse, so dass diese eine Präzessionsbewegung
ausführt.
[0010] Eine in Fig. 1 in Seitenansicht dargestellte Wurfscheibe besteht im Allgemeinen aus
elastischem, mehr oder weniger flexiblem Kunststoff, beispielsweise Polyuretan, und
hat einen Durchmesser von beispielsweise 28 cm bei einem Gewicht von etwa 200 Gramm.
Die insgesamt mit 10 bezeichnete Wurfscheibe, die kostengünstig in einem Formverfahren,
beispielsweise Spritzgussverfahren, herstellbar ist, weist einen flachen oder schwach
gewölbten radial inneren Flächenbereich 12 auf, der über einen radial nach außen zunehmend
gewölbten Übergangsbereich 13 in einen stärker gewölbten Umfangsbereich 14 übergeht,
der in einem Rand 16 endet, dessen Durchmesser kleiner ist als der größte Durchmesser
der Wurfscheibe 10. Die Außenseite der Wurfscheibe 10 ist vorteilhaft insgesamt konvex;
die Unterseite ist vorteilhaft insgesamt konkav. Die Wurfscheibe 10 ist vorteilhaft
an ihrer Oberseite im Übergangsbereich 13 mit Rippen versehen, wie in der US 3,359,678
dargestellt. Insgesamt weist die Wurfscheibe 10 eine aerodynamische Profilierung auf.
[0011] Der schraffierte Bereich, der um die Wurfscheibe 10 im Bereich von deren größtem
Durchmesser umläuft, ist ein Leuchtbereich 18. Dieser Leuchtbereich 18 wird durch
eine Elektrolumineszenzfolie, vorteilhafterweise Dünnschicht-Elektrolumineszenzfolie
gebildet, deren Technik beispielsweise in dem in der Zeitschrift "Werbetechnik", Ausgabe
4/2003, WNP Verlag GmbH, 81476 München, S. 58-59, erschienenen Aufsatz "EL-Folien:
heller als das Tageslicht" oder im Internet unter der Adresse
www.via-media.tv beschrieben ist. Elektrolumineszenz besteht darin, dass beispielsweise Phosphorpigmente
auf der Basis von Zink-Kupfer-Sulfat durch Anlegen einer Wechselspannung an zwei Elektroden,
von denen eine lichtdurchlässig ist, zum Leuchten angeregt werden. Für die Dünnschicht-Elektrolumineszenz,
die beispielsweise zur Herstellung von Displays eingesetzt wird, befinden sich die
Leuchtelemente in feiner Verteilung (hohe Pixelzahl) zwischen zwei Kunststofffolien,
auf denen die als Elektroden fungierenden Leiterbahnen ausgebildet sind. Die Dünnschicht-Elektrolumineszenzfolie
gleicht in ihrem Aufbau einem Sandwich, dessen Kern aus Phosphorpigmenten und einem
Lichtströmer aus Zink-Kupfer-Sulfat besteht, der zwischen zwei isolierenden Schichten
angeordnet ist, an denen die Elektroden ausgebildet sind. Durch Anlegen einer Wechselspannung
werden die Phosphorpigmente zum Schwingen gebracht, was vom menschlichen Auge als
Licht wahrgenommen wird. Die Elektrolumineszenzfolie wird beim Leuchten kaum erwärmt,
da annähernd die gesamte zugeführte elektrische Energie in Licht umgewandelt wird.
Die Dicke der Folie beträgt beispielsweise 0,5 mm. Es sind unterschiedliche Farbtöne
möglich, die mittels des zeitlichen Verlaufes und der Größe der anregenden Wechselspannung
oder durch Overlay-Folien erreicht werden können. Insgesamt sind mit Dünnschicht-Elektrolumineszenzfolien
weitgehend alle optischen Darstellungen möglich, wie sie beispielsweise aus Laptop-Bildschirmen
bekannt sind, von homogener Beleuchtung bis gezielter Anregung einzelner Pixel oder
auch der Erzeugung von Laufbildern, wobei unterschiedlichste Farben möglich sind.
Die Energieaufnahme von 1 m
2 Leuchtfolie liegt typischerweise bei 3,33 mW; die Leuchtdichte beträgt bis zu 300
cd/m
2 (abhängig von der Spannung U und deren Frequenz); die Frequenz liegt typischerweise
zwischen 50 Hz bis maximal 5 kHz; die Spannungsform ist sinusförmig oder rechteckig;
die Leistungsaufnahme für eine grün leuchtende Elektrolumineszenzfolie beträgt bei
einer Leuchtdichte von 108 cd/m
2 etwa 7 mVA/cm
2. Die Betriebsspannung beträgt beispielsweise 220 Volt Wechselspannung und kann über
einen DC/AC-Wandler beispielsweise aus 1,5 Volt Gleichspannung erzeugt werden.
[0012] Die sandwichartige Elektrolumineszenzfolie ist vorteilhafterweise zwischen transparenten,
mechanisch stabilen Schutzfolien eingepackt, die ggf. unmittelbar mit den kontaktierenden
Leiterbahnen versehen sind.
[0013] Fig. 2 zeigt den Ausschnitt II der Fig. 1 im Schnitt. Die Wurfscheibe 10 ist im dargestellten
Beispiel im Umfangsbereich 14 beidseitig des größten Durchmessers mit einem transparenten
Bereich 20 ausgebildet. Der einwärts eingezogene Rand 16 ist vorteilhafterweise verdickt,
so dass sich das Trägheitsmoment der Wurfscheibe um ihre Rotationsachse A'-A (Fig.
1) vergrößert. Es versteht sich, dass der gesamte Randbereich 14 gegenüber dem flächigen
Bereich zu diesem Zweck mit größerer Dicke ausgebildet sein kann.
[0014] Wie aus Fig. 2 weiter ersichtlich, ist die Wurfscheibe 10 im Übergangsbereich von
ihrem flächigen Bereich zum Umfangsrandbereich 14 innenseitig mit einem Fach 22 versehen,
in dem über einen Deckel 24 zugänglich eine Energiequelle 26, beispielsweise eine
Knopfzelle, und eine Steuerelektronik 28 aufgenommen sind. Die Steuerelektronik 28
ist über Leitungen 30 mit einer Dünnschicht-Elektrolumineszenzfolie 32 verbunden,
die im Bereich radial innerhalb des durchsichtigen Bereiches 20 auf eine dort vorgesehene
Umfangswand 34 aufgebracht ist. Zum In- und Außerbetriebsetzen der Elektrolumineszenzfolie
32 ist an dem Fach 22 ein Schalter 36, beispielsweise Näherungsschalter oder Folienschalter,
vorgesehen.
[0015] Vorteilhafterweise sind sich bezüglich der Achse A-A gegenüberliegend zwei Fächer
22 mit gleicher Gewichtsverteilung vorgesehen, so dass die Symmetrieeigenschaften
der Wurfscheibe 10 nicht beeinflusst werden. Durch das bezogen auf die Achse A-A radial
weit ausliegende Gewicht des Faches 22 mit dessen Inhalt sowie der Umfangswand 34
mit der Leuchtfolie 32 wird das Trägheitsmoment der Wurfscheibe 10 vorteilhaft beeinflusst,
so dass sich deren Flugeigenschaften verbessern.
[0016] Die beschriebene Anordnung kann in vielfältiger Weise geändert werden.
[0017] Die Elektrolumineszenzfolie 32 kann nicht nur an dem Umfangsrandbereich 32 vorgesehen
sein, sondern auch in Teilbereichen oder im Gesamtbereich der Fläche der Wurfscheibe
10, wobei diese Bereiche dann ebenfalls transparent ausgebildet sind, wenn die Fläche
auf der von der Sichtseite abgewandten Seite der Wurfscheibe angeordnet ist. Die Leuchtfolie
kann, bei entsprechend stabiler Ausbildung einer Schutzschicht, unmittelbar auf die
Außen- und/oder Innenseite der Wurfscheibe aufgebracht, beispielsweise aufgeklebt
sein.
[0018] Das Fach 22 kann als ein sich längs des gesamten Umfangs der Wurfscheibe 10 erstreckender
und diese stabilisierender Ringbereich ausgebildet sein, in dem vorteilhafterweise
sich diametral gegenüberliegend mehrere Energiequellen sowie ggf. Steuerelektroniken
angeordnet sind. Die Elektrolumineszenzfolie 32, die bei der Anordnung gemäß Fig.
2 in besonderer Weise mechanisch geschützt ist, kann unmittelbar auf die Innenseite
der in diesem Bereich durchsichtig ausgebildeten Wurfscheibe aufgebracht sein, beispielsweise
mittels eines Transparentklebers, wobei vorteilhafterweise innenseitig auf die Elektrolumineszenzfolie
32 eine mechanisch stabile Schutzfolie aufgebracht ist. Die Steuerelektronik und die
Knopfzelle können an der Innenseite der Wurfscheibe unmittelbar im Bereich der Rotationsachse
A-A angebracht sein, so dass das Fach 22 bzw. der das Fach bildende Ringbereich entfallen
kann.
[0019] Die Wurfscheibe 10 kann innenseitig ausgeschäumt sein, so dass in dem Schaum eine
oder mehrere Kammern zur Aufbewahrung von Batterien oder sonstigen Energiespeichern
ausgebildet sein können.
[0020] Durch den geringen Energieverbrauch und das geringe Gewicht des Elektrolumineszenzbeleuchtungssystems,
mit dem die unterschiedlichsten Beleuchtungsmuster erzeugt werden können, wird eine
strapazierfähige Wurfscheibe geschaffen, mit der auch bei Dunkelheit gespielt werden
kann. Durch die sichere Kontaktierung der Knopfzelle 26 unmittelbar an der Steuerelektronik
28 und einem für die Knopfzelle 26 vorgesehenen Gehäuse sowie deren sichere Halterung
mittels beispielsweise eines Schraubdeckels 24, wobei problemlos eine wasserdichte
Ausbildung möglich ist, wird die Funktionstüchtigkeit bzw. die Flugfähigkeit der Wurfscheibe
durch das Beleuchtungssystem in keiner Weise beeinträchtigt.
[0021] Die Elektrolumineszenzfolie muss nicht flächig ausgebildet sein. Sie kann auch band-
oder sogar schnurförmig sein, so dass verschiedenartige Leuchtbilder erzeugt werden
können.
[0022] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Wurfscheibe ist nur beispielhaft. Es sind vorwiegend
rotationssymmetrische Wurfscheiben mit unterschiedlichsten Querschnitten möglich;
beispielsweise sind Wurfscheiben bekannt, deren Rand nicht einwärts gezogen endet,
sondern deren leicht konvex gewölbte oder ebene Oberseite 40 (Fig. 3) nach außen nach
einer konkaven Wölbung 42 in einem Oberrand 44 endet, deren leicht konkav gewölbte
oder ebene Unterseite 46 nach außen nach einer stärkeren konkaven Wölbung 48 über
einen konvexen Bereich 50 in einem radial außerhalb des Oberrandes 44 liegenden Unterrand
52 endet und deren Ober- und Unterrand über einen schrägen und leicht konkav gewölbten
Außenbereich verbunden sind. Der gesamte Randbereich 58 besteht beispielsweise aus
undurchsichtigem Kunststoff, während der dünne Innenbereich 60 durchsichtig ist.
[0023] Die Elektrolumineszenzfolie 32 ist beispielsweise in einer im Außenbereich 54 ausgebildeten
Ausnehmung angeordnet und sicher unter einer transparenten Schutzschicht 62 angeordnet.
Die Elektrolumineszenzfolie 32, die auch in Form einzelner Schnüre ausgebildet sein
kann, ist über Leitungen 30 mit einer Steuerelektronik 28 verbunden, die ähnlich wie
bei der Ausführungsform gem. Fig. 2 in einem Fach 22 aufgenommen ist, das den konkav
gewölbten Bereich 48 überdeckt.
[0024] Die Herstellung der Wurfscheiben kann auf unterschiedlichste Weise erfolgen. Beispielsweise
kann die gesamte Wurfscheibe mit dem Fach 22 in einem mehrteiligen Spritz-Gieß-Werkzeug
hergestellt werden. Die Elektrolumineszenzfolie wird dann nachträglich aufgebracht
und in einem weiteren Arbeitsgang wird, wenn die Elektrolumineszenzfolie selbst nicht
mit einer dicken Schutzschicht versehen wird, der durchsichtige Bereich 20 (Fig. 2)
oder die Schutzschicht 62 (Fig. 3) aufgebracht. Innerhalb des Faches 22 wird die Steuerelektronik
angebracht und mit den von der Elektrolumineszenzfolie ausgehenden Leitungen verbunden.
Weiter werden der Schalter und die Batterie angebracht. Alternativ kann die Wurfscheibe
zunächst mit den durch die Elektrolumineszenzfolie notwendigen Modifizierungen in
einem Arbeitsgang ausgebildet werden, wobei unterschiedliche Spritzgussmaterialien
(durchsichtig, nicht durchsichtig, weich, hart usw.) verarbeitet werden können. Das
Fach 22 wird als Ringteil oder in Form einzelner Segmente beispielsweise ebenfalls
durch Spritzgießen hergestellt, und anschließend mit der Scheibe verbunden. Alternativ
kann die Scheibe oder das Fach in einem Werkzeug eingelegt werden, in dem anschließend
das Fach oder die Scheibe hergestellt wird.
[0025] Das Elektrolumineszenzsystem eignet sich für alle Arten der eingangs genannten Spielwurfgeräte,
beispielsweise Bälle, Wurfringe oder auch Bumerangs.
[0026] Fig. 4 zeigt in Aufsicht einen dreiflügeligen Bumerang 70, an dessen Flügeln im Bereich
der Vorderkanten und/oder der Flächen Elektrolumineszenzfolien ähnlich der Folie 34
der Fig. 2 angebracht werden können, wobei die Steuerelektronik und die Energieversorgung
vorteilhafterweise im Bereich des Symmetriezentrums bzw. der Rotationsachse angeordnet
werden, wie in Fig. 3 durch den Kreis 72 angedeutet.
[0027] Die Erfindung ist nicht auf Wurfgeräte beschränkt. Vielmehr eignet sie sich für alle
Arten von Spielgeräten, bei denen entweder eine Rückkopplung zwischen der Sicht des
Spielgerätes und dem Spielenden erforderlich ist, wie beispielsweise bei Jongleur-Spielgeräten,
wie Bällen, Keulen usw., von denen gleichzeitig mehrere geworfen werden, oder beispielsweise
bei Gymnastikgeräten, wie Ringen bzw. Reifen oder auch Springseilen. Weiter kann die
Erfindung für Spielgeräte verwendet werden, deren Bahnen durch Beleuchtung besonders
effektiv dargestellt werden.
[0028] Anhand der Figuren 5 und 6 wird im folgenden ein Gymnastikreifen beschrieben, der
beispielsweise durch entsprechende Bewegung des Körpers in permanenter Drehung um
den Körper gehalten werden kann.
[0029] Ein solcher Gymnastikreifen hat beispielsweise gemäß Fig. 5 einen Durchmesser D von
etwa 75 cm und eine Dicke d von beispielsweise 2 cm.
[0030] Der insgesamt mit 80 bezeichnete Reifen bzw. Ring ist vorzugsweise hohl (er kann
auch ausgeschäumt sein) und besteht gemäß Fig. 6 aus zwei Halbschalen 82 und 84, die
beispielsweise spritzgegossen sind und miteinander verklebt sind, so daß die Außenfläche
des Hohlrings im Bereich des Übergangs zwischen den Halbschalen 82 und 84 bündig verläuft.
[0031] Zumindest ein Teilbereich der Halbschalen ist durchsichtig bzw. durchscheinend ausgebildet,
so daß beim Leuchten einer längs zumindest eines Teils des Umfangs des Rings 80 laufenden
Elektrolumineszenzfolie 86 der durchsichtige Bereich des Rings 80 beleuchtet wird.
Zur Ansteuerung der Elektrolumineszenzschnur 86 ist in einem Segment der gemäß Fig.
6 oberen Halbschale 84 die Steuerelektronik 28 befestigt, zu deren Stromversorgung
eine Batterie 26 über einen Deckel 24 austauschbar ist. Zum An- und Ausschalten der
Energieversorgung für die Elektrolumineszenzschnur 86 dient der Schalter 36, der außenbündig
mit der oberen Halbschale 84 verläuft.
[0032] Die Elektrolumineszenzschnur 86 kann mittels unterschiedlichster Befestigungsvorrichtungen,
beispielsweise Klebefahnen, im Inneren des Rings 80 befestigt sein.
[0033] Damit der Ring 80 nicht unwuchtig wird, kann den Bauteilen 24, 26, 28 und 36 der
Fig. 6 genau diametral gegenüberliegend eine entsprechende Ausgleichsmasse vorgesehen
sein oder es kann eine weitere Energieversorgung diametral gegenüberliegend angeordnet
sein.
[0034] Die Elektrolumineszenzschnur 86 kann durch ein Elektrolumineszenzband oder eine Elektrolumineszenzfolie
ersetzt sein, das bzw. die unmittelbar auf die innere Oberfläche, vorzugsweise der
oberen Halbschale 84, aufgeklebt ist. Es versteht sich, daß die Form, das Leuchtmuster
usw. des Elektrolumineszenzbeleuchtungssystems in unterschiedlicher Weise abgeändert
und auf die Gestaltung des Rings 80 abgestimmt sein kann.
[0035] Fig. 7 zeigt ein insgesamt mit 90 bezeichnetes Springseil, das aus einem Seilbauteil
92 und Handgriffen 94 und 96 zusammengesetzt ist, an denen je ein Ende des Seilbauteils
92 befestigt ist. Die Länge des Seilbauteils 92 beträgt beispielsweise etwa 220 cm.
Die Länge eines Handgriffs beträgt beispielsweise etwa 15 cm.
[0036] Wie in Fig. 8 dargestellt, besteht das Seilbauteil 92 beispielsweise aus einer Hülle
98 aus Weichplastik, beispielsweise PVC, die eine Elektrolumineszenzschnur 86 umschließt.
Die Elektrolumineszenzschnur 86 ist über eine Anschlussleitung 100 an eine Steuerelektronik
28 angeschlossen, die im Handgriff 96 aufgenommen ist und zu deren Energieversorgung
eine Batterie 24 dient, die im Handgriff 96 über einen Deckel 102 auswechselbar ist.
Zum Anschalten des Elektrolumineszenzbeleuchtungssystems dient ein ebenfalls im Handgriff
96 ergonomisch günstig angeordneter Schalter 36.
[0037] Das Springseil kann in unterschiedlichster Weise abgeändert werden. Die Batterie
24 kann wegen des zur Verfügung stehenden Platzes durch kostengünstige, stabförmige
Batterien, beispielsweise Mignonzellen, ersetzt werden. Das Seilbauteil 92, das in
der dargestellten Ausführungsform in einer Dicke von etwa 1 cm hergestellt sein kann,
kann durch seilartig geflochtene Elemente ersetzt sein, wobei eines der Elemente durch
eine von einer entsprechend stabilen Folie umgebene Elektrolumineszenzschnur 86 gebildet
ist.
[0038] Insgesamt wird mit der Erfmdung eine Möglichkeit geschaffen, mit Spielgeräten unterschiedlichster
Art, insbesondere auch mit Wurfgeräten, die gefangen werden oder auf der Erde niedergehen,
ohne gefangen zu werden, auch bei Dunkelheit zu spielen. Zusätzlich wird die optische
Attraktivität der Spielgeräte und Spiele erhöht.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0039]
- 10
- Wurfscheibe
- 12
- Flächenbereich
- 13
- Übergangsbereich
- 14
- Umfangsbereich
- 16
- Rand
- 18
- Leuchtbereich
- 20
- durchsichtiger Bereich
- 22
- Fach
- 24
- Deckel
- 26
- Knopfzelle
- 28
- Steuerelektronik
- 30
- Leitungen
- 32
- Elektrolumineszenzfolie
- 34
- Umfangswand
- 36
- Schalter
- 40
- Oberseite
- 42
- konvexe Wölbung
- 44
- Oberrand
- 46
- Unterseite
- 48
- konkave Wölbung
- 50
- konvexer Bereich
- 52
- Unterrand
- 54
- Außenbereich
- 58
- Randbereich
- 60
- Innenbereich
- 62
- Schutzschicht
- 70
- Bumerang
- 72
- Kreis
- 80
- Ring
- 82
- Halbschale
- 84
- Halbschale
- 86
- Elektrolumineszenzschnur
- 90
- Springseil
- 92
- Seilbauteil
- 94
- Handgriff
- 96
- Handgriff
- 98
- Hülle
- 100
- Anschlußleitung
1. Spielgerät, insbesondere Wurfgerät, dadurch gekennzeichnet, dass das Spielgerät (10; 70; 80; 90) ein Elektrolumineszenzbeleuchtungssystem (26, 28,
32; 86) mit eigener Energiequelle (24) enthält.
2. Spielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrolumineszenzbeleuchtungssystem (26, 28, 32) eine Elektrolurnineszenzfolie
(32) enthält.
3. Spielgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrolumineszenzbeleuchtungssystem (26, 28, 86) eine Elektrolumineszenzschnur
(86) enthält.
4. Spielgerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Spielgerät (10; 70; 80; 90) in unterschiedlichen Bereichen unterschiedlich leuchtet.
5. Spielgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrolumineszenzsystem (26, 28, 32; 86) derart angeordnet ist, dass die dadurch
bedingten Zusatzmassen kein Kippmoment um eine auf einer Rotationssymmetrieachse (A-A)
des Spielgerätes (10) senkrecht stehende Achse hervorrufen.
6. Spielgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Spielgerät ein Wurfgerät (10; 70) ist.
7. Spielgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrolumineszenzsystem (26, 28, 32) derart angeordnet ist, dass die dadurch
bedingten Zusatzmassen das Trägheitsmoment des Spielgerätes (10) um dessen Rotationssymmetrieachse
(A-A) maximieren.
8. Spielgerät nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Spielgerät eine Wurfscheibe (10) ist.
9. Spielgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wurfscheibe (10) längs ihres Umfangsbereiches (14) mit einer Elektrolumineszenzfolie
(32) versehen ist.
10. Spielgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wurfscheibe (10) in ihrem Umfangsbereich aus transparentem Material (20) besteht
und die Elektrolumineszenzfolie (32) radial innerhalb des transparenten Umfangsbereiches
angeordnet ist.
11. Spielgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (12) der Wurfscheibe (10) zumindest teilweise mit einer Elektrolumineszenzfolie
bedeckt ist.
12. Spielgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite der Wurfscheibe (10) zumindest teilweise mit einer Elektrolumineszenzfolie
bedeckt ist.
13. Spielgerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Spielgerät ein Bumerang (70) ist.
14. Spielgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Spielgerät ein Ring (80) ist.
15. Spielgerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (80) ein zumindest teilweise aus durchscheinendem Kunststoff bestehender
Hohlring ist, der in seinem Inneren eine um zumindest einen Teil des Rings umlaufende
Elektrolumineszenzschnur (86) enthält.
16. Spielgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Spielgerät ein Springseil (90) ist.
17. Spielgerät nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Seilbauteil (92) des Springseils (90) ein Weichplastikelement (98) enthält, längs
dem ein Elektrolumineszenzelement (86) verläuft.
18. Spielgerät nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass ein Seilbauteil (92) des Springseils (90) an wenigstens einem Ende an einem Handgriff
(96) befestigt ist, der eine Steuerelektronik (28) für das Elektrolumineszenzelement
(86), die Energiequelle (26) und einen manuell betätigbaren Schalter (36) enthält.