[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter mit einem Gefach und ein aufhängbares Gefach,
das vorzugsweise für die Bildung eines hängenden Gefachs in einem Behälter verwendet
wird.
[0002] Um Stückgüter einzeln oder in Gruppen oder Schüttguter chargenweise in Behältern
transportieren und/oder lagern zu können, werden in den Behältern Gefache gebildet.
In den mehreren Fächern eines Gefachs können Stückgüter einzeln oder gruppenweise
schonend und Schüttgüter chargenweise eingelegt, transportiert und/oder gelagert und
wieder entnommen werden. Gefache werden im Allgemeinen relativ aufwendig vorwiegend
aus leichten Kunststoff-Hohlkammerplatten gefertigt. Dazu werden die Hohlkammerplatten
in unterschiedlichen Arbeitsschritten für die Bildung des Gefachs bearbeitet, beispielsweise
gestanzt und abgekantet, und anschließend miteinander verschweißt, so dass die Hohlkammerplatten
die horizontalen und vertikalen Stege des Gefachs bilden. Ein Problem solcher Gefache
ist der Belastungsfall des Knickens. Bei hohen Lasten neigen nämlich insbesondere
die unteren vertikalen Stege des Gefachs zum Knicken.
[0003] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, das Knickproblem von Gefachen, insbesondere von
Behältergefachen, zu entschärfen.
[0004] Die Erfindung betrifft einen Behälter mit einem Gefach, das Böden und Seitenteile
aufweist, die so miteinander verbunden sind, dass sie Fächer für die Aufnahme von
Gütern bilden.
[0005] Nach der Erfindung ist das Gefach in dem Behälter hängend angeordnet. Die Seitenteile
weisen zumindest im Wesentlichen in die vertikale Richtung, vorzugsweise weisen sie
exakt vertikal. Die Seitenteile übertragen aufgrund der Erfindung ausschließlich oder
zumindest im Wesentlichen nur Zugkräfte. Knickbelastungen werden gänzlich oder zumindest
soweit vermieden, dass sie keinen kritischen Lastfall darstellen.
[0006] Ein weiteres Problem herkömmlicher Gefache ist deren Verstauung, wenn die Behälter
leer gelagert oder zu einem neuen Einsatzort transportiert oder in einer Trarisportfunktion
ohne Gefach verwendet werden sollen.
[0007] In bevorzugten Ausführungen ist das erfindungsgemäße Gefach im verbundenen Zustand
zusammenlegbar. Besonders bevorzugt wird es, wenn die Seitenteile auf die Böden faltbar
und dadurch mehrere vertikal übereinander im hängenden Gefach gebildete Böden aufeinander
ablegbar sind. Die Faltbarkeit kann insbesondere dadurch erhalten werden, dass die
Seitenteile gänzlich oder zumindest in Verbindungsbereichen mit den Böden abschnittsweise
aus einem faltbaren Material gebildet sind. Alternativ wäre es jedoch auch möglich,
die Seitenteile aus steifen Stücken zu bilden, die mittels Klappgelenken mit den Böden
und gegebenenfalls auch miteinander verbunden sind. Falls die Seitenteile jedoch,
wie bevorzugt, abschnittsweise oder noch mehr bevorzugt gänzlich je aus einem faltbaren
Material bestehen, so können sie vorteilhafterweise ohne Unterbruch, den in der alternativen
Ausbildung die Klappgelenke jeweils bilden, durchgehend aus dem faltbaren Material
und daher besonders stabil und gleichzeitig flexibel, nämlich faltbar, und einfach
gebildet werden. Obgleich Taue, Ketten und dergleichen das faltbare Material bilden
können, wird es bevorzugt, wenn ein faltbares Bahnmaterial die Seitenteile bildet,
vorzugsweise über die gesamte Tiefe des Gefachs. Als Bahnmaterialien eignen sich beispielsweise
Kunststofffolien und insbesondere Gewebebahnen, vorzugsweise in der Art von festem
Segeltuch oder festen Planen. Falls die Seitenteile aus faltbarem Material gebildet
sind, sollte dessen Längsdehnung unter den in der Praxis auftretenden Zugkräften vernachlässigbar
klein sein, damit das Gefach im belasteten Zustand seine Form möglichst wenig verändert,
vorzugsweise auch nicht bei einer Belastung, die sich quer zu den Seitenteilen über
die Länge des Gefachs ändert.
[0008] Die Böden sind vorzugsweise biegesteif. Sie sind mit den Seitenteilen ausreichend
fest verbunden, um in Kombination mit einer ausreichenden Dehnsteifigkeit der Seitenteile
und ihrer eigenen Biegesteifigkeit die Formstabilität des Gefachs in den Lastfällen
der Praxis gewährleisten.
[0009] Bevorzugt sind die Böden mit den Seitenteilen klemmend verbunden. Die Seitenteile
sind je vorzugsweise zwischen einer Stirnseite eines Bodens und einem Verbindungselement,
das an der Stirnseite des Bodens mit dem Boden verbunden ist, geklemmt. Die durch
die Klemmverbindung erhaltene Klemmstelle kann insbesondere durch die Verbindung zweier
Böden erhalten werden. Falls das Gefach drei oder noch mehr Seitenteile nebeneinander
umfasst, bilden die Böden auch wechselseitig die Verbindungselemente für die Verbindung
miteinander und die Klemmverbindung mit dem dazwischen geklemmten Seitenteil. Falls
ein Boden ein- oder beidseitig nicht mit einem weiteren Boden verbunden ist, bildet
ein Abschlusselement oder beidseitig je ein Abschlusselement, das über die von dem
Boden abgewandte Seite des Seitenteils mit dem Boden verbunden ist, das Verbindungselement.
Das Abschlusselement kann insbesondere an einer Außenseite eines äußeren Seitenteils
angeordnet sein. Es kann aber auch an einem inneren Seitenteil angeordnet sein, wenn
an den Boden an der betreffenden Verbindungsstelle kein Nachbarboden grenzt, beispielsweise
um auf der Seite des Abschlusselements ein höheres Fach zu bilden.
[0010] Die Klemmverbindungen, die jeweils zwei Böden mit einem Seitenteil bilden, sollten
je gleich sein. Auch die Klemmverbindungen, die je einer der Böden und eines der Abschlusselemente
mit den Seitenteilen bildet, sind vorzugsweise gleich. Ferner sollten die Klemmverbindungen
von je zwei Böden mit einem der Seitenteile und die Klemmverbindungen von je einem
der Böden und einem der Abschlusselemente mit einem der Seitenteile gleich sein. Im
Ergebnis wird es bevorzugt, wenn sämtliche Klemmverbindungen des Gefachs gleich sind,
um diesbezüglich ein Höchstmaß an Standardisierung zu erhalten.
[0011] Jeder der Böden wird von einer Bodenflächenstruktur, vorzugsweise je der gleichen
Bodenflächenstruktur, und Verbindungselementen gebildet, die an gegenüberliegenden
Stirnseiten der Bodenflächenstruktur befestigt sind oder von der Bodenflächenstruktur
in einem Stück gebildet werden. Insbesondere kann eine Platte oder auch eine Schale
die Bodenflächenstruktur bilden. Die Bodenflächenstruktur einschließlich der daran
befestigten oder einstückig gebildeten Verbindungselemente ist im bereits genannten
Sinne vorzugsweise biegesteif, wobei dies für ihre Verbindungselemente zumindest dann
gilt, wenn der von der Bodenflächenstruktur gebildete Boden mit einem benachbarten
Boden oder einem Abschlusselement verbunden ist.
[0012] Separaten Verbindungselementen, die an den Bodenflächenstrukturen befestigt sind,
wird gegenüber der einstückigen Bildung der Böden der Vorzug gegeben, da hierdurch
die Herstellung der Böden vereinfacht und der Preis gesenkt werden kann. So lassen
sich Platten, insbesondere einfache Rechteckplatten, die vorzugsweise als Hohlkammerplatten,
insbesondere Mehrstegplatten, beispielsweise Doppelstegplatten, gebildet sind, preiswert
in unterschiedlichen Größen herstellen, vorzugsweise indem sie nach einem geeigneten
Verfahren der Urformung, vorzugsweise der Extrusion oder des Laminierens, auf die
im Gefach benötigte Größe gebracht werden, beispielsweise durch Schneiden, Sägen,
Abquetschen oder ein anderes geeignetes Trennverfahren. Die Bodenflächenstrukturen
bestehen vorzugsweise aus Kunststoff. Bevorzugte Stegplatten werden in der hier in
Bezug genommenen DE 102 12 401 offenbart. Besonders geeignet sind auch die Con Pearl®
Platten der Anmelderin.
[0013] Die vorzugsweise separat von den Bodenflächenstrukturen geformten Verbindungselemente
können sich insbesondere über die gesamte, in Richtung der Gefachtiefe gemessene Breite
der Bodenflächenstrukturen erstrecken, um so eine vorteilhaft große Verbindungsfläche
zum einen für die Verbindung von zwei benachbarten Böden oder einem Boden mit einem
Abschlusselement und zum anderen für die Klemmverbindung mit einem Seitenteil zu erhalten.
Die Verbindungselemente sind vorzugsweise Verbindungsprofile, die in einem Strang,
bevorzugt aus Kunststoff, endlos geformt und mittels eines geeigneten Trennverfahrens
auf die erforderliche Länge abgelängt sind. Die Verbindungselemente sind vorzugsweise
Extrusionsprofile oder Spritzgussprofile.
[0014] Die separat gefertigten Verbindungselemente sind an den Bodenflächenstrukturen vorzugsweise
klemmend befestigt, besonders bevorzugt kraft- und formschlüssig. Vorzugsweise umgreift
solch ein Verbindungselement die Bodenflächenstruktur, an der es befestigt ist, an
deren Stirnseite. In einer bevorzugten ersten Variante hintergreift das Verbindungselement
mit wenigstens einem von zwei die Bodenflächenstruktur umgreifenden Schenkeln die
Bodenflächenstruktur an ihrer Ober- oder Unterseite, so dass zusätzlich zu einem Kraftschluss
auch ein Formschluss erhalten wird. Für den Formschluss muss nicht unumgänglich das
Verbindungselement die Bodenflächenstruktur hintergreifen, es kann, obgleich weniger
bevorzugt, statt dessen auch die Bodenflächenstruktur das hintergreifende Element
des Formschlusses bilden. In einer anderen, ebenfalls bevorzugten Variante beruht
die Befestigung des Verbindungselements an der Bodenflächenstruktur allein auf der
Elastizitätskraft der beiden umgreifenden Schenkel und den Reibungskräften zwischen
den Schenkeln und der Bodenflächenstruktur. Die beiden Schenkel des Verbindungselements
oder nur einer der beiden Schenkel sind oder ist hierfür vorzugsweise mit einer besonderen
Oberfläche ausgestattet, die einen möglichst hohen Reibungskoeffizienten aufweist.
Anstatt einer Beschichtung können die Verbindungselemente auch mit abragenden, deformierbaren
Klemmelementen versehen sein, die zwar die Herstellung der Klemmverbindung ermöglichen,
aber nicht oder nur mit einem sehr viel größeren Kraftaufwand von den Böden wieder
abgezogen werden können. In diesen zweiten und dritten bevorzugten Varianten, die
mit der ersten kombinierbar sind, wird das Verbindungselement vorzugsweise ebenfalls
extrudiert, nämlich im Wege der Koextrusion von zwei Kunststoffinaterialien, von denen
das eine die Struktur des Verbindungselements als solches bildet und insbesondere
auch die beiden elastischen Schenkel und das andere Kunststoffmaterial nur eine oder
vorzugsweise beide einander zugewandten Innenflächen der Schenkel.
[0015] In besonders bevorzugter Ausführung werden die Seitenteile je in einem Verbindungseingriff
von zwei benachbarten Böden oder einem der Böden mit einem Abschlusselement in einer
Umschlingung eines in dem Verbindungseingriff befindlichen Verbindungselements geklemmt.
Noch bevorzugter ist das Seitenteil durch den Verbindungseingriff zweier Verbindungselemente
so geführt, dass es nacheinander beide Verbindungselemente umschlingt. Dabei sollte
wenigstens eines der Verbindungselemente des jeweiligen Verbindungseingriffs um einen
Winkel von mehr als 90° umschlungen werden. Die Rutschfestigkeit der Klemmverbindung
kann insbesondere dadurch noch gesteigert werden, dass durch die Umschlingung oder
im Falle mehrerer Umschlingungen im Verbindungseingriff wenigstens eine dieser Umschlingungen
so gebildet ist, dass im betreffenden Seitenteil eine Art Falz entsteht. Wenigstens
eines der Verbindungselemente bildet somit innerhalb der Umschlingung durch das betreffende
Seitenteil wenigstens eine Falzkante, die allerdings eine, wenn auch kleine Rundung
aufweisen sollte, um Beschädigung des Seitenteils im Klemmbereich auszuschließen.
Vorzugsweise bildet wenigstens eines der Verbindungselemente mehrere Falzkanten. Gegebenenfalls
können pro Verbindung die Verbindungselemente auch je eine oder mehrere Falzkanten
aufweisen. In den bevorzugten Ausführungen sind die Seitenteile durch den jeweiligen
Verbindungseingriff schlangenlinienförmig geführt mit besonders bevorzugt wenigstens
einer Falzkante.
[0016] Die Verbindung zwischen zwei benachbarten Böden und/oder die Verbindung der Böden
mit den Abschlusselementen ist vorzugsweise als Steckverbindung ausgebildet, in der
die Verbindungselemente wenigstens einen Stecker und wenigstens eine Buchse bilden.
Durch die Steckverbindung ist eines der Seitenteile vorzugsweise so hindurchgeführt,
dass es den Stecker der Steckverbindung umschlingt. Die Buchse bildet vorzugsweise
die genannte Falzkante. Der Stecker sollte in einem Querschnitt entlang einer Steckachse,
entlang er in die Buchse eingeführt wird, wenigstens über eine dickste Stelle hinweg
rund sein. Für eine vorteilhafterweise vollflächige Umschlingung ist er vorzugsweise
über einen Winkel von mehr als 180° rund. Er kann im Querschnitt in solch einer Ausbildung
jede ovale Form haben und über seine Länge vorteilhafterweise zylindrisch sein, vorzugsweise
ist er kreisrund und über seine Länge kreiszylindrisch.
[0017] Die Verbindung zwischen zwei benachbarten Böden und/oder die Verbindung der Böden
mit den Abschlusselementen ist vorteilhafterweise eine Rastverbindung. Falls die Verbindung
gleichzeitig auch eine Steckverbindung ist, bilden der Stecker und die Buchse der
Steckverbindung vorteilhafterweise gleichzeitig auch die miteinander verrastenden
Rastelemente der Rastverbindung.
[0018] Die Erfindung betrifft neben dem Behälter mit dem darin hängend angeordneten Gefach
auch ein aufhängbares Gefach als solches, vorzugsweise für die Bildung des Gefachs
in einem Behälter in der vorstehend beschriebenen Art. Das Gefach als solches umfasst
mehrere Böden, mit den Böden verbundene Seitenteile, die auf die Böden faltbar sind,
und eine Befestigungseinrichtung für die hängende Anordnung des Gefachs. Solch ein
Gefach, das im Weiteren vorzugsweise wie das vorstehend im Zusammenhang mit dem Behälter
beschriebene Gefach ausgebildet ist, kann insbesondere der Nachrüstung eines von Hause
aus nicht mit solch einem Gefach ausgerüsteten Behälters dienen.
[0019] Das Merkmal der Zusammenlegbarkeit des Gefachs ist vorteilhaft zwar nicht nur, aber
besonders in Verbindung mit zerlegbaren, vorzugsweise zusammenlegbaren Behältern.
In Verbindung mit einem zusammenlegbaren Behälter, der im zusammengelegten Zustand
ein handliches Paket bildet, sollte das Gefach innerhalb des von dem Behälter gebildeten
Pakets staubar sein, so dass Behälter und Gefach als Einheit im zusammengelegten Zustand
transportiert und/oder gelagert werden können.
[0020] Das Gefach kann, wie im Übrigen auch das Gefach des Behälters, nur aus zwei Seitenteilen
mit zwei an den Seitenteilen übereinander befestigten Böden oder aus drei Seitenteilen
mit zwei daran nebeneinander befestigten Böden gebildet werden, wobei in der zweiten
Ausführung die drei Seitenteile zwei äußere Seitenteile und ein Seitenzwischenteil
bilden. Vorzugsweise weist das Gefach jedoch nicht nur die in diesen beiden Minimalkonfigurationen
erhaltenen zwei Fächer, sondern mehr Fächer auf, entweder indem mehr als zwei Fächer
übereinander oder mehr als zwei Fächer nebeneinander oder besonders bevorzugt, indem
mehr als zwei Fächer übereinander und mehr als zwei Fächer nebeneinander erfindungsgemäß
gebildet werden.
[0021] Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung werden auch in den Unteransprüchen und durch
die Kombinationen der Unteransprüche beschrieben.
[0022] Nachstehend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Figuren
erläutert. An dem Ausführungsbeispiel offenbar werdende Merkmale bilden je einzeln
und in jeder Merkmalskombination die Gegenstände der Ansprüche und auch die vorstehend
beschriebenen Ausführungen vorteilhaft weiter. Es zeigen:
- Figur 1
- ein hängend angeordnetes Gefach aus hängenden Seitenteilen und mit den Seitenteilen
verbundenen Böden,
- Figur 2
- eine Bodenflächenstruktur der Böden,
- Figur 3
- ein erstes Verbindungselement der Böden,
- Figur 4
- ein zweites Verbindungselement der Böden,
- Figur 5
- ein drittes Verbindungselement, das ein Abschlusselement bildet,
- Figur 6
- eine Steck- Rast- und Klemmverbindung von zwei benachbarten Böden und einem Seitenteil
des Gefachs,
- Figur 7
- eine Steck- Rast- und Klemmverbindung von einem Boden, einem Abschlusselement und
einem Seitenteil des Gefachs,
- Figur 8
- einen zusammenlegbaren Behälter, in dem das Gefach hängend angeordnet ist,
- Figur 9
- den Behälter mit freigegebenem Blick in dessen Innenraum,
- Figur 10
- den Behälter im zusammengelegten Zustand und
- Figur 11
- zwei modifizierte Verbindungselemente.
[0023] Figur 1 zeigt ein Gefach, das in einem Transportbehälter an einer Befestigungseinrichtung
des Behälters hängend angeordnet ist. Mit V ist die vertikale und mit H ist die horizontale
Richtung bezeichnet. Von dem Behälter ist in Figur 1 nur ein Teil der Befestigungseinrichtung
dargestellt, nämlich mehrere Tragelemente 4, die sich an Seitenwänden des Behälters
abstützen. Die Tragelemente 4 des Ausführungsbeispiels sind Tragrohre oder -stangen,
die auf einer Oberkante der Seitenwände des Behälters abgestützt sind.
[0024] Das Gefach besteht aus vertikalen Seitenteilen 1 und horizontalen Böden 5 sowie Abschlusselementen
15. Ein flexibles Bahnmaterial bildet die Seitenteile 1. Im Ausführungsbeispiel ist
das Bahnmaterial ein zugfestes Gewebe in der Art von festem Segeltuch. Die Seitenteile
1 bilden an ihren oberen Enden je in einem Stück eine Befestigungseinrichtung 2 für
die hängende Befestigung bzw. Anordnung an den Tragelementen 4. Im Ausführungsbeispiel
bilden mehrere Schlaufen 2 an den oberen Enden der Seitenteile 1 die Befestigungseinrichtung
des Gefachs, d. h. eine Schlaufe 2 pro Seitenteil 1 und Trägerelement 4. Die Böden
5 sind an den Seitenteilen 1 befestigt. Je zwei benachbarte Böden 5 einer Ebene sind
miteinander verbunden und klemmen zwischen sich je eines der Seitenteile 1 ein. Durch
die Klemmverbindung mit den Seitenteilen 1 wird auf diese Weise je die Befestigung
von zwei benachbarten Böden an den Seitenteilen 1 erhalten. Die Klemmverbindung ist
rutschfest, insbesondere längs der Seitenteile 1 in vertikaler Richtung. Um die jeweils
äußeren Böden einer Ebene mit den beiden äußeren Seitenteilen 1 zu verbinden, sind
zusätzlich die Abschlusselemente 15 vorgesehen, die im Verbund mit dem jeweiligen
äußeren Boden 5 die gleiche Klemmverbindung mit dem jeweils äußeren Seitenteil bilden
wie zwei benachbarten Böden 5.
[0025] Die Seitenteile 1 sind langgestreckt rechteckig. Die Böden 5 sind plattenförmig und
ebenfalls rechteckig, im Ausführungsbeispiel in etwa quadratisch. Die Breite der Seitenteile
1 und die Breite der Böden 5 entsprechen der Tiefe des Gefachs.
[0026] Jeder der Böden 5 besteht aus einer einstückigen Bodenflächenstruktur 6 und zwei
Verbindungselementen 8 und 11. Die Bodenflächenstrukturen 6 sind im Ausführungsbeispiel
dünne Rechteckplatten, beispielsweise Doppelstegplatten mit zwei Deckflächen und die
beiden Deckflächen verbindenden Zwischenstegen. Die Verbindungselemente 8 sind je
an einer ersten Verbindungsseite der Bodenflächenstrukturen 6 und die Verbindungselemente
11 sind an der gegenüberliegenden, zweiten Verbindungsseite der Bodenflächenstrukturen
6 befestigt, d. h. je ein einziges Verbindungselement 8 und je ein einziges Verbindungselement
11 pro Bodenflächenstruktur 6. Die Anordnung der Verbindungselemente 8 und 11 ist
von Boden 5 zu Boden 5 so, dass je eines der Verbindungselemente 8 mit je einem der
Verbindungselemente 11 die Klemmverbindung für die Seitenteile 1 und die Verbindung
zweier Böden 5 miteinander bildet.
[0027] Im Ausführungsbeispiel ist die Verbindung zwischen jeweils benachbarten Böden 5 eine
Steckverbindung. Die Verbindungselemente 11 bilden je einen Stecker 10 und die Verbindungselemente
8 je eine Buchse 9 der Steckverbindungen. Im Ergebnis bilden die Verbindungselemente
8 und 11 Klemm-Steckverbindungen, nämlich zum einen Klemmverbindungen für die Befestigung
der Böden 5 an den Seitenteilen 1 und Steckverbindungen von je zwei Böden 5 miteinander.
Ferner ist die Steckverbindung zu einer Rastverbindung weitergebildet, indem die Verbindungselemente
8 und 11 beim Zusammenstecken miteinander verrasten. Im Ausführungsbeispiel bilden
sogar die Stecker 10 und Buchsen 9, also die Steckelemente, gleichzeitig auch die
miteinander verrastenden Rastelemente der Klemm-Rast-Steckverbindung.
[0028] Die Abschlusselemente 15 entsprechen nicht nur bezüglich der Klemmverbindung, sondern
auch bezüglich der Steckverbindung und der Rastverbindung den Verbindungselementen
11, bilden also in der jeweiligen Verbindung den Stecker zu der vom Verbindungselement
8 gebildeten Buchse 9.
[0029] Das Gefach des Ausführungsbeispiels weist insgesamt vier Seitenteile 1 und sechs
Böden 5 auf. Die Seitenteile 1 hängen parallel nebeneinander von den Tragelementen
4. Die Böden 5 sind in zwei horizontalen Ebenen zu jeweils drei Böden 5 angeordnet.
Das Gefach weist dementsprechend sechs Fächer, nämlich drei Fächer horizontal nebeneinander
und zwei Fächer vertikal übereinander auf, wobei jedes der Fächer ein Rechteckfach
ist. Von der Version des Ausführungsbeispiels lassen sich selbstverständlich bezüglich
der Anzahl der Fächer kleinere und größere Gefache ableiten mit mehr oder weniger
als vier Seitenteilen 1 nebeneinander und/oder mehr oder weniger Ebenen von Böden
5 übereinander. Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität in Bezug auf die Größe der
einzelnen Fächer, insbesondere hinsichtlich der Höhe der Fächer, da die Klemmverbindungen
längs der Seitenteile 1 auf jeder Höhe gebildet werden können. Um die Längen und/oder
Tiefen der einzelnen Fächer zu variieren, müssten allerdings unterschiedlich lange
und/oder tiefe Böden, insbesondere Bodenflächenstrukturen, gefertigt werden.
[0030] Die Böden 5 sind bezüglich den in der Praxis auftretenden Belastungen steif, d. h.
insbesondere biegesteif in Längsrichtung und in Richtung der Gefachtiefe. Die Seitenteile
1 sollten dehnsteif in dem Sinne sein, dass sie unter den Zugbelastungen, die sie
in der Praxis aufnehmen müssen, keine nennenswerten Längsdehnungen erfahren. Das Gefach
behält somit unter Last, d. h. mit in die einzelnen Fächer eingelegten Gütern, seine
Rechteckform im Ganzen und pro Fach bei. Die Verbindungselemente 8 und 11 und die
Abschlusselemente 15 sind so geformt, dass die durchgehende Gewebebahn des jeweiligen
Seitenteils 1 vertikal in den Klemmbereich einläuft und vertikal in der Flucht zum
Einlaufen wieder aus dem Klemmbereich ausläuft. Auch dies trägt zu einer günstigen
Lastverteilung und Aufrechterhaltung der Rechteckform bei.
[0031] Figur 2 zeigt eine der Bodenflächenstrukturen 6 stellvertretend für die anderen in
einem Querschnitt. Die Bodenflächenstruktur 6 ist eine einfache plane Platte. An ihren
beiden Verbindungsseiten ist sie je mit einer Aussparung 7 versehen, die parallel
zu der geraden Kante der jeweiligen Verbindungsseite weist und im Ausführungsbeispiel
als einfache, sich nach außen öffnende V-Nut gebildet ist. Die beiden Aussparungen
7 dienen der Befestigung der Verbindungselemente 8 und 11.
[0032] Die Verbindungselemente 8 und 11 sind jeweils einzeln in einem Querschnitt in den
Figuren 3 und 4 dargestellt. Die Verbindungselemente 8 und 11 weisen je den gleichen
Befestigungsabschnitt für ihre Befestigung an der Bodenflächenstruktur 6 auf und einen
Verbindungsabschnitt. Der Verbindungsabschnitt des Verbindungselements 8 ist als Buchse
9 und der Verbindungsabschnitt des Verbindungselements 11 ist als in die Buchse 9
passender Stecker 10 geformt, worauf bereits hingewiesen wurde. Sämtliche Verbindungselemente
8 sind gleich, und sämtliche Verbindungselemente 11 sind gleich.
[0033] Die in Längsrichtung des Gefachs weisende Horizontale H bildet die Steckachse, entlang
der der Stecker 10 in die Buchse 9 eingeführt wird. Die Steckachse H liegt in der
vertikalen Querschnittsebene der Figuren 3 und 4. Eingetragen ist auch die vertikale
Achse V. Bei jedem der Verbindungselemente 8 und 11 schneiden die beiden Achsen H
und V einander in einer zentralen Längsachse des jeweiligen Verbindungselements 8
und 11. Die Buchse 9 und der Stecker 10 sind bezüglich dieser jeweiligen Längsachse
je symmetrisch. Die Verbindungselemente 8 und 11 bilden ihren Befestigungsabschnitt
je in Form von zwei biegeelastischen Schenkeln 12 und 13, die bei dem Verbindungselement
8 von der Buchse 9 und bei dem Verbindungselement 11 von dem Stecker 10 entgegen der
jeweiligen Steckrichtung abragen, so dass zwischen den Schenkeln 12 und 13 je eine
Aufnahme gebildet wird, in die eine Bodenflächenstruktur 6 mit einer ihrer beiden
Verbindungsseiten eingeführt werden kann. Im Ausführungsbeispiel werden bzw. sind
die Verbindungselemente 8 und 10 an je einer der Verbindungsseiten einer Bodenflächenstruktur
6 klemmend befestigt. Der Befestigungsabschnitt des jeweiligen Verbindungselements
8 oder 11 bildet mittels seiner beiden Schenkel 12 und 13 einen Klemmbügel, der die
betreffende Bodenflächenstruktur 6 an einer ihrer beiden Verbindungsseiten umgreift
und zwischen seinen beiden Schenkeln 12 und 13 klemmt. Über diese Kraftschlussverbindung
hinaus besteht im verbundenen Zustand ferner ein Formschluss, indem der Schenkel 12
des jeweiligen Befestigungsabschnitts in eine der beiden Aussparungen 7 der betreffenden
Bodenflächenstruktur 6 eingreift. Für den Eingriff ragt von jedem Schenkel 12 der
Verbindungselemente 8 und 11 ein Vorsprung 14 in Richtung auf den gegenüberliegenden
Schenkel 13 vor. Der Vorsprung 14 ist komplementär zu der Aussparung 7 geformt.
[0034] Figur 5 zeigt eines der Abschlusselemente 15 in einem Querschnitt ebenfalls in einer
sich in Längsrichtung des Gefachs erstreckenden Vertikal-Ebene (H-V-Ebene). Die Abschlusselemente
15 sind untereinander identisch geformt. Das Abschlusselement 15 der Figur 5 weist
einen Stecker 16 auf, der die gleiche Form wie der Stecker 10 des Verbindungselements
11 hat. Im Vergleich zu dem Verbindungselement 11 fehlt dem Abschlusselement 15 allerdings
der Befestigungsabschnitt mit den beiden Schenkeln 12 und 13. Im Ergebnis entspricht
das Abschlusselement 15 dem Verbindungselement 11, wenn bei dem Verbindungselement
11 die Schenkel 12 und 13 entfernt werden. An seiner bezüglich der Steckachse H von
dem Stecker 16 abgewandten Rückseite ist das Abschlusselement 15 einfach plan, um
an der Seite des Seitenteils, an der das Abschlusselement 15 angeordnet wird, eine
möglichst plane Fläche zu erhalten.
[0035] Figur 6 zeigt ebenfalls in der H-V-Ebene einen Verbindungseingriff von zwei Böden
5 und einem Seitenteil 1. Figur 7 zeigt den Verbindungseingriff von einem der Böden
5 und einem der Abschlusselemente 15 mit einem der Seitenteile 1.
[0036] Die Buchse 9 und der Stecker 10 sowie der Stecker 16 haben im Querschnitt jeweils
eine kreisrunde Innenkontur bzw. Außenkontur, wobei sie zur Erfüllung ihrer Funktion
keine Vollkreise, sondern lediglich Teilkreise bilden. Die Teilkreise erstrecken sich
je über einen Winkel von mehr als 180°, so dass die Buchse 9 im verbundenen Zustand
den Stecker 10 oder den Stecker 16 mit ihren beiden freien Buchsenschenkeln umgreift
und hintergreift. Die Stecker 10 und 16 ragen von einem Zwischenabschnitt, der den
Stecker 10 mit dem Befestigungsabschnitt und im Falle des Abschlusselements 15 den
Stecker 16 mit einem Abschlussabschnitt verbindet, derart ab, dass von der Buchse
9 aus gesehen entlang der Steckachse H hinter dem Stecker 10 und dem Stecker 16 je
ein Hals geformt ist. Die beiden Schenkel der Buchse 9 schnappen bei der Bildung der
Steckverbindung in diesen Hals hinein vor und hintergreifen den jeweiligen Stecker
10 oder 16 auf diese Weise. Die Innenkontur der Buchse 9, d. h. der von der Buchse
9 gebildete, zu der Seite des Steckers 10 oder des Steckers 16 geöffnete Hohlraum
der Buchse 9, ist an die Außenkontur des Steckers 10 und des identischen Steckers
16 angepasst geformt, indem die Innenkontur der Buchse 9 der Außenkontur des Steckers
10 und des Steckers 16 in einem geringen Abstand folgt. Der Abstand ist so bemessen,
dass im Verbindungseingriff in dem Hohlraum der Buchse 9 einer der Stecker 10 und
16 und ein den Stecker 10 oder 16 eng umschlingendes Seitenteil 1 aufgenommen werden
und die beiden Schenkel der Buchse 9 den Stecker 10 oder 16 und das umschlingende
Seitenteil 1 zangenartig mit einer im Wesentlichen entlang der vertikalen Achse V
wirkenden Elastizitätskraft umgreifen und an den Stecker 10 oder 16 klemmen.
[0037] Das durch den Verbindungsbereich geschlungene Seitenteil 1 umschlingt in dem Verbindungseingriff
nicht nur den Stecker 10 im Falle der Verbindung zweier Böden 5 und den Stecker 16
im Falle der Verbindung eines Bodens 5 mit einem der Abschlusselemente 15, sondern
insbesondere auch die vorderen, einander zugewandten Kanten der Schenkel der Buchse
9. Die beiden Kanten sind zwar gerundet, so dass Beschädigungen des Seitenteils 1
nicht zu befürchten sind, sie zwingen dem Seitenteil 1 jedoch je eine scharfe Umlenkung
mit einem nur geringen Umlenkradius auf, so dass die Umschlingung der beiden Kanten
der Buchse 9 je wie ein Falz wirkt. Der Umschlingungswinkel der beiden Kanten beträgt
je mehr als 90°, d. h. die Kanten sind spitzwinklig. Im Ausführungsbeispiel beträgt
der Umschlingungswinkel etwa 120°. Umgekehrt drücken die Kanten der beiden Schenkel
der Buchse 9 das Seitenteil 1 in den hinter dem Stecker 10 gebildeten Hals des Verbindungselements
11 (Figur 6) oder in den Hals des Abschlusselements 15 (Figur 7).
[0038] Insbesondere diese wie eine Falzung wirkende Umschlingung der Buchsenschenkel fixiert
die Böden 5 jeweils rutschfest an den Seitenteilen 1.
[0039] Die Verbindungselemente 8 und 11 und das Abschlusselement 15 weisen über ihre gesamte,
in Richtung der Gefachtiefe gemessene Länge den gleichen, aus den Figuren ersichtlichen
Querschnitt auf. Sie können insbesondere endlos extrudierte, auf die der Gefachtiefe
entsprechende Länge abgelängte Extrusionsprofile sein, vorzugsweise aus Kunststoff.
Die Bodenflächenstrukturen 6 sind in Figur 2 zwar wie eine Platte aus vollem Material
abgebildet, sind jedoch vorzugsweise Hohlkammerplatten, beispielsweise Doppelstegplatten
mit zwei Deckschichten und dazwischen angeordneten Zwischenstegen oder Con Pearl®
Platten der Anmelderin, um bei möglichst geringem Gewicht eine möglichst hohe Steifigkeit
der Bodenflächenstruktur 6 und damit auch des gesamten Gefachs zu erhalten.
[0040] Figur 8 zeigt einen Behälter, in dem das Gefach hängend angeordnet ist. Der Behälter
ist aus mehreren Behälterbestandteilen zusammengesetzt. Die Behälterbestandteile sind
zerstörungsfrei von Hand ohne Hilfsmittel voneinander lösbar, um den in seine Bestandteile
zerlegten Behälter raumsparend lagern und/oder an einen neuen Einsatzort transportieren
zu können. Die voneinander lösbaren Behälterbestandteile werden mittels einer Spanneinrichtung
zusammengehalten.
[0041] Figur 9 zeigt den Behälter mit einem Blick in dessen Innenraum. Es fehlt in der Figur
9 lediglich die Spanneinrichtung, die die im zusammengesetzten Behälter aufeinander
sitzenden Behälterbestandteile zusammenhält.
[0042] Figur 10 zeigt die Behälterbestandteile im zusammengelegten Zustand. In diesem Zustand
nehmen die Behälterbestandteile einen im Vergleich zum zusammengebauten Behälter deutlich
kleineren Raum ein. Im Ausführungsbeispiel ist die Grundfläche im zusammengelegten
Zustand die gleiche wie die des zusammengebauten Behälters, aber die in Richtung der
vertikalen Achse V gemessene Höhe ist deutlich reduziert.
[0043] Der Behälter ist aus einem Boden 20, einem Deckel 21, einem Seitenwandring, einem
Multifunktionsprofil 23 und mehreren Zurrgurten 27 gebildet. Die Zurrgurte 27 sind
an dem Boden 20 und dem Deckel 21 befestigt und spannen den Boden 20 und den Deckel
21 in Richtung der Achse V über den Seitenwandring 22 und das Multifunktionsprofil
23 gegeneinander. Der Behälter umschließt einen quaderförmigen, im Ausführungsbeispiel
in etwa würfelförmigen Raum.
[0044] Der Seitenwandring 22 besteht je aus vier geraden, glattwandigen Seitenwänden. Die
Seitenwände bilden in ihren Kanten je paarweise ein Drehgelenk mit einer zu der Achse
V parallelen Drehachse, um die die an der betreffenden Kante zusammentreffenden Seitenwände
jeweils klappbar und der Seitenwandring 22 dadurch zusammenfaltbar ist. Zwei einander
gegenüberliegende Seitenwände sind je in ihrer Mitte unterteilt, indem sie dort je
ein weiteres Drehgelenk mit einer zu der Achse V parallelen Drehachse bilden. Der
Seitenwandring 22 kann mittels einer M-Faltung, in der beide Hälften der geteilten
Seitenwände die mittleren Schenkel des M bilden, vierlagig flach zusammengefaltet
werden. Im zusammengefalteten Zustand weist er die Länge und die Höhe der nicht geteilten
Seitenwände und eine Dicke auf, die der Summe der Dicken der vier Seitenwände entspricht.
[0045] Das Multifunktionsprofil 23 ist als rechteckiger, steifer Profilring gebildet. Das
Multifunktionsprofil 23 bildet zwei Verbindungsprofile, nämlich eines für die Herstellung
einer Steckverbindung mit dem Seitenwandring 22 und eines für eine Steckverbindung
mit dem Deckel 21. Im Ausführungsbeispiel bilden die beiden Verbindungsprofile zusammen
im Querschnitt ein H-Profil 24, in das von oben der Deckel 21 und von unten der Seitenwandring
22 eingesetzt wird und im zusammengebauten Behälter eingesetzt ist. Das Multifunktionsprofil
23 dient auch der Versteifung der Seitenwand. Insbesondere wird die Beulsteifigkeit
erhöht.
[0046] Soll der Behälter gelagert oder leer an einen neuen Einsatzort transportiert werden,
so werden zunächst die Behälterbestandteile vereinzelt. Der Seitenwandring 22 wird
vierlagig zusammengefaltet und auf dem Boden 20 abgelegt. Anschließend wird das Multifunktionsprofil
23 auf den Boden 21 gesetzt. Dann wird der Deckel 21 auf dem Multifunktionsprofil
23 abgelegt. Der Boden 20, der Deckel 21 und die Multifunktionsprofile 23 bilden einen
neuen Behälter, in dem der Seitenwandring 22 aufgenommen ist. Der Boden 20, das Multifunktionsprofil
23 und der Deckel 21 liegen im zusammengelegten Zustand Stoß an Stoß. Die Zurrgurte
27 werden im zusammengelegten Zustand über die Multifunktionsprofile 23 spannend an
dem Boden 20 und dem Deckel 21 befestigt und halten den zusammengelegten Behälter
zusammen.
[0047] Das Multifunktionsprofil 23 bildet in Verbindung mit den Trägerelementen 4 die Befestigungseinrichtung
des Behälters. Hierzu ist an der Innenseite des Multifunktionsprofils 23 umlaufend
ein vorstehender Steg 25 geformt, auf dem die Trägerelemente 4 regelmäßig voneinander
beabstandet entsprechend der Länge der einzelnen Fächer des Gefachs positioniert und
fixiert sind. Das Multifunktionsprofil 23 bildet für die Positionierung und Fixierung
der Trägerelemente 4 Positionier- und Fixierelemente 26 für eine Steck- oder vorzugsweise
Steck- und Rastverbindung. Grundsätzlich kann die Positionierung und Fixierung aber
auch anderweitig erzielt werden, beispielsweise mittels Schraubverbindung.
[0048] Um das Gefach von auf den Behälter wirkenden Beschleunigungskräften weitgehend zu
entkoppeln, können die Trägerelemente 4 - oder andersartig ausgebildete Trägerelemente
oder andere Trägerelemente einer gänzlich anderen Befestigungseinrichtung - federnd
am Behälter abgestützt sein.
[0049] Das erfindungsgemäße Gefach kann in dem zusammengelegten Behälter verstaut werden.
Beispielsweise kann es von den Trägerelementen 4 abgehängt und aufgrund seiner flexiblen,
nämlich faltbaren Seitenteile 1 flach zusammengefaltet werden. Vorteilhafterweise
kann es jedoch statt dessen auch an dem Multifunktionsprofil 23 hängend bei dem Ablegen
des Multifunktionsprofils 23 auf dem Boden 20 ganz einfach allein durch das Absenken
auf dem Boden 20 flach zusammengefaltet werden. Es bleibt dabei mit dem Multifunktionsprofil
23 verbunden, so dass beim erneuten Zusammenbau des Behälters das Multifunktionsprofil
und das Gefach gleich einheitlich gehandhabt werden können. Im zusammengefalteten
Zustand nimmt das Gefach eine Grundfläche entsprechend einer Fläche der von den Böden
5 im Gefach gebildeten Ebenen auf. Die Dicke bzw. Höhe entspricht im gefalteten Zustand
der Anzahl der Ebenen der Böden 5 plus im Wesentlichen der Dicke der zwischen je zwei
Bodenebenen eingefalteten Seitenteile 1.
[0050] Das Gefach wird bevorzugt vom Hersteller im fertigen, d. h. im verbundenen Zustand
seiner vorherigen Einzelteile, geliefert. Die Verbindungen des Gefachs können so gebildet
sein, dass der Verwender die Einzelteile, nämlich die Seitenteile 1, Böden 5 und Abschlusselemente
15 voneinander und gegebenenfalls sogar die Verbindungsprofile 8 und 11 von den Bodenflächenstrukturen
6 lösen kann. Bevorzugt wird es jedoch, wenn das Gefach nur vom Hersteller zerlegt
wird, beispielsweise im Falle einer Reparatur. Die für das Gefach gebildeten Verbindungen
seiner Einzelteile sind vorzugsweise so fest, dass sie maschinell hergestellt werden
müssen und auch nur mit entsprechender Ausrüstung wieder voneinander gelöst werden
können.
[0051] Über den durch die hängende Anordnung erhaltenen Vorteil der vergrößerten Lastaufnahmefähigkeit
und den ferner durch die Flexibilität der Seitenteile 1 erhaltenen Vorteil der Zusammenfaltbarkeit
hinaus bietet das Gefach den weiteren Vorteil, dass durch einfache Konfektionierung
der stets gleichen Grundelemente des Gefachs Gefache jeder gewünschten Abmessung und
Fächeranzahl gebildet werden können. Die Grundelemente, nämlich die Seitenteile 1,
die Bodenflächenstrukturen 6 und die Verbindungs- sowie Abschlusselemente 8, 11 und
15, können aus stets den gleichen Halbzeugen durch einfache Trennverfahren auf das
gewünschte Maß gebracht werden. Die Bevorratung des Halbzeugs und insbesondere die
Konfektionierung durch geeignete Trennverfahren sind einfach. Gegebenenfalls müsste
Halbzeug lediglich in wenigen, unterschiedlichen Stärken bevorratet werden. Im Bereich
der üblichen Behältergrößen sollte jedoch pro Grundelement stets das gleiche Halbzeug
verwendbar sein.
[0052] Figur 11 zeigt zwei miteinander verbundene Verbindungselemente 8 und 11 in einer
modifizierten Ausführung. Die modifizierten Verbindungselemente 8 und 11 unterscheiden
sich von den bereits beschriebenen Verbindungselementen 8 und 11 durch Klemmelemente
17, die an jedem der Schenkel 12 und 13 an dessen dem gegenüberliegenden Schenkel
12 oder 13 zugewandten Innenseite angeformt sind. Ansonsten sind die Innenseiten der
Schenkel 12 und 13 glatt. Die Klemmelemente 17 sind aus einem nachgiebigeren Material
als die Rastelemente 9 und 10 und die Schenkel 12 und 13 gebildet. Ein bevorzugtes
Material für die Klemmelemente 17 ist ABS. Die modifizierten Verbindungselemente 8
und 11 können beispielsweise in zwei Komponenten-Kunststoffspritzguss oder in Koextrusion
hergestellt sein, so dass die Klemmelemente 17 mit dem Restprofil, d.h. dem Hauptprofil,
der Verbindungselemente 8 und 11 stoffschlüssig verbunden sind.
[0053] Die Klemmelemente 17 sind materialelastisch oder/und gegebenenfalls plastisch deformierbar.
Die Schenkel 12 und 13 sind zumindest im wesentlichen nur formelastisch. Sie ragen
von ihrem Verbindungsbereich hinter dem Rastelement 9 im einen Fall und 10 im anderen
Fall ab und laufen zu ihren freien Enden hin aufeinander zu. In der Klemmverbindung
mit einer der Bodenflächenstruktur 6 wird diese somit zwischen den die Bodenflächenstruktur
6 beidseits umgreifenden Schenkeln 12 und 13 formelastisch und zusätzlich durch die
Deformation der Klemmelemente 17 geklemmt. Die Klemmelemente 17 ragen von der Innenseite
der Schenkel 12 und 13 hakenartig ab. Sie haben je die Form eines dicken Härchens,
das geneigt in Richtung auf das jeweilige Rastelement 9 oder 10 abragt. Beim Aufschieben
eines Verbindungselements 8 oder 9 auf eine der Bodenflächenstrukturen 6 werden die
Klemmelemente 17 zum einen zum jeweiligen Schenkel 12 oder 13 hingebogen und zum anderen
durch Quetschung deformiert, so dass eine besonders feste Klemmverbindung entsteht.
1. Behälter mit einem Gefach, dass Seitenteile (1) und Böden (5) aufweist, die so miteinander
verbunden sind, dass sie Fächer für die Aufnahme von Gütern bilden, wobei das Gefach
in dem Behälter hängend angeordnet ist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefach im verbundenen Zustand der Seitenteile (1) und Böden (5) zusammenlegbar
ist und dass die Seitenteile (1) vorzugsweise faltbar sind, wobei vorzugsweise faltbares
Bahnmaterial die Seitenteile (1) bildet.
3. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Böden (5) biegesteif sind.
4. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (1) mit den Böden (5) klemmend verbunden sind, wobei die Seitenteile
(1) vorzugsweise je zwischen einer Stirnseite eines Bodens (5) und einem Verbindungselement
(8; 11; 15), das vorzugsweise an der Stirnseite mit dem Boden (5) verbunden ist, geklemmt
sind.
5. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Bodenflächenstrukturen (6) und je an gegenüberliegenden Stirnseiten der Bodenflächenstrukturen
(6) befestigte oder von den Bodenflächenstrukturen (6) einstückig gebildete Verbindungselemente
(8, 11) die Böden (5) bilden oder mitbilden.
6. Behälter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (8, 11) an den Bodenflächenstrukturen (6) klemmend und/oder
formschlüssig befestigt sind und dass vorzugsweise je zwei benachbarte Böden (5) mittels
ihrer Verbindungselemente (8, 11) miteinander verbunden sind.
7. Behälter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Verbindungselemente (8, 11) eine der Bodenflächenstrukturen
(6) umgreifende Schenkel (12, 13) aufweist und dass an einer Innenseite von wenigstens
einem der Schenkel (12, 13) wenigstens ein nachgiebiges Klemmelement (17) geformt
ist, das in der Klemmverbindung mit der einen der Bodenflächenstrukturen (6) deformiert
ist.
8. Behälter nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Böden (5) mittels wenigstens eines seiner Verbindungselemente (8, 11) in
einem Verbindungseingriff mit einem Verbindungselement (8; 11; 15) verbunden ist,
das ein Verbindungselement (8; 11) eines benachbarten Bodens (5) oder ein Abschlusselement
(15) ist,
dass wenigstens eines der Seitenteile (1) wenigstens einen Abschnitt aus einem flexiblen
Material aufweist
und dass der Abschnitt aus dem flexiblen Material in dem Verbindungseingriff wenigstens
eines der Verbindungselemente (8, 11, 15) umschlingt, vorzugsweise mit einem Umschlingungswinkel
von mehr als 90°, und in der Umschlingung geklemmt ist.
9. Behälter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt aus dem flexiblen Material in dem Verbindungseingriff um eine Kante
geschlungen ist, die von wenigstens einem der Verbindungselemente (8, 11, 15) gebildet
wird.
10. Behälter nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (8, 11, 15) in dem Verbindungseingriff miteinander verrastete
Rastelemente (9, 10; 9, 16) einer Rastverbindung bilden.
11. Behälter nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (8, 11, 15) in dem Verbindungseingriff einen Stecker (10;
16) und eine Buchse (9) einer Steckverbindung bilden.
12. Behälter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (10; 16) und ein den Stecker (10; 16) aufnehmender Hohlraum der Buchse
(9) in einem Querschnitt entlang einer Steckachse (H), entlang der der Stecker (10;
16) in die Buchse (9) eingeführt wird, wenigstens über eine dickste Stelle hinweg
rund sind.
13. Behälter nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Stecker (10; 16) in einem Querschnitt entlang einer Steckachse (H),
entlang der der Stecker (10; 16) in die Buchse (9) eingeführt wird, über einen Winkel
von mehr als 180° rund ist und dass vorzugsweise ein den Stecker (10; 16) aufnehmender
Hohlraum der Buchse (9) der Kontur des Steckers (10; 16) in einem Abstand folgend
geformt ist, wobei der Abstand zumindest im Wesentlichen der Dicke der Seitenteile
(1) entspricht.
14. Aufhängbares Gefach umfassend:
a) mehrere Böden (5),
b) mit den Böden (5) verbundene Seitenteile (1), die auf die Böden (5) faltbar sind,
c) und eine Befestigungseinrichtung (2) für eine hängende Anordnung des Gefachs,
d) wobei die Böden (5) und Seitenteile (1) bei hängender Anordnung des Gefachs Fächer
für die Aufnahme von Gütern bilden.
15. Aufhängbares Gefach nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefach für die Bildung von Fächern in einem Behälter für den Transport und/oder
die Lagerung von Gütern verwendet wird.
16. Aufhängbares Gefach nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (1) Schlaufen (2) aufweisen, die die Befestigungseinrichtung bilden
oder mitbilden.
17. Aufhängbares Gefach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefach wenigstens eines der Merkmale des Gefachs nach einem der Ansprüche 2 bis
13 aufweist.