[0001] Die Erfindung betrifft eine Einstelleinrichtung für ein Gaskochgerät der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art sowie ein Gaskochgerät mit einer derartigen Einstelleinrichtung.
[0002] Eine derartige Einstelleinrichtung ist beispielsweise aus der DE 42 25 789A1 bekannt.
Die bekannte Einstelleinrichtung für ein Gaskochgerät zur Einstellung des Gasdurchsatzes,
weist eine Verteilereingangsleitung, die mit einer Gaszuleitung des Gaskochgeräts
in Strömungsverbindung steht, und eine Verteilerausgangsleitung, die mit einer Gasbrennerleitung
des Gaskochgeräts in Strömungsverbindung steht, auf, wobei zwischen der Verteilereingangsund
der Verteilerausgangsleitung über mehrere zueinander parallel geschaltete Strömungspfade
eine Strömungsverbindung herstellbar ist und in den einzelnen Strömungspfaden jeweils
ein über eine elektrische oder elektronische Steuerung des Gaskochgeräts betätigbares
Verschlussmittel und ein Durchflußbegrenzer in Reihe angeordnet sind. Das Verschlussmittel
wirkt mit dem Strömungspfad als Ventil zusammen. Die als Referenzdüsen ausgebildeten
Durchflußbegrenzer ermöglichen eine reproduzierbare und definierte Einstellung des
Gasdurchsatzes auf vorher festgelegte Gasdurchsätze, wobei die Einstellung dabei stufenweise
erfolgt. Durch wahlweises Parallelschalten mehrerer Referenzdüsen kann ein von dem
Gasdurchsatz einer einzelnen Referenzdüse abweichender Gasdurchsatz erreicht werden.
Ein Nachteil der bekannten Einstelleinrichtung ist, dass ein aufwendiges und ausgedehntes
Leitungsnetz erforderlich ist.
[0003] Der Erfindung stellt sich somit das Problem eine Einstelleinrichtung für ein Gaskochgerät
zu schaffen, bei dem das Leitungsnetz konstruktiv einfacher und platzsparender verwirklicht
ist.
[0004] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch eine Einstelleinrichtung für ein Gaskochgerät
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0005] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen neben einem konstruktiv einfacheren
und platzsparenden Leitungsnetz insbesondere in der einfacheren und damit kostengünstigeren
Herstellung der erfindungsgemäßen Einstelleinrichtung. Auch wird der Montageaufwand
zur Festlegung der Einstelleinrichtung bzw. des Leitungsnetzes an dem Gaskochgerät
wesentlich verringert. Ferner ist die Lagerhaltung für Montagematerial und Leitungen
deutlich reduziert.
[0006] Zwar ist aus der DE 43 26 945C2 eine als Ventilblock ausgebildete Regeleinrichtung
für die Gaszufuhr bekannt, wobei in den Ventilblock Düsen mit unterschiedlichen Öffnungsdurchmessern
zur Anpassung an verschiedene Gasarten einschraubbar sind.
[0007] Allerdings ist die bekannte Regeleinrichtung bzw. der bekannte Ventilblock weder
geeignet noch dazu bestimmt, das erfindungsgemäße Problem zu lösen. Der Ventilblock
stellt lediglich eine räumliche Zusammenfassung von voneinander verschiedenen Gaszuleitungen
zu ebenfalls voneinander verschiedenen Gasbrennern dar. Die in dem Ventilblock zusammengeführten
Gaszuleitungen stehen zueinander in keinem funktionalen Zusammenhang.
[0008] Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre sieht vor, dass der Grundkörper
einstückig ausgebildet ist. Auf diese Weise ist die Anzahl der Bauteile und der Montageaufwand
weiter verringert.
[0009] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass der Grundkörper aus einem
Gussmaterial hergestellt ist. Hierdurch ist eine einfache und damit kostengünstige
Herstellung des Grundkörpers und damit der erfindungsgemäßen Einstelleinrichtung ermöglicht,
da keine Nachbehandlung wie beispielsweise Bohren, Gewindeschneiden oder dergleichen
erforderlich ist.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die Verteilerkanäle und/oder
Verbindungskanäle einen kreisrunden Querschnitt aufweisen. Auf diese Weise ist die
Herstellung der erfindungsgemäßen Einstelleinrichtung weiter vereinfacht.
[0011] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass wenigstens ein Verschlussmittel
ein Außengewinde und eine Ausnehmung des Grundkörpers, in die das Verschlussmittel
bei zusammengebauter Einstelleinrichtung eingreift, ein entsprechendes Innengewinde
aufweist. Hierdurch ist der Zusammenbau der erfindungsgemäßen Einstelleinrichtung
weiter vereinfacht.
[0012] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre sieht vor,
dass wenigstens ein Durchflußbegrenzer einstellbar ausgebildet ist. Hierdurch ist
eine Anpassung der Einstelleinrichtung auf unterschiedliche Gasarten auf einfache
Weise ermöglicht sowie vorher festgelegte Gasdurchsätze mit einer hohen Genauigkeit
wiederholt einstellbar.
[0013] Eine Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass der Durchflußbegrenzer
als Stellschraube ausgebildet ist und der Verbindungskanal, in den der Durchflußbegrenzer
bei zusammengebauter Einstelleinrichtung eingreift, ein entsprechendes Innengewinde
aufweist. Hierdurch ist die Einstellbarkeit des Durchflußbegrenzers auf besonders
einfache Weise realisiert.
[0014] Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre sieht vor, dass wenigstens ein Verbindungskanal
als Sackloch ausgebildet ist und der dem Strömungspfad zugeordnete Durchflußbegrenzer
bei zusammengebauter Einstelleinrichtung von dem freien Ende des Sacklochs in dieses
eingreift. Auf diese Weise ist der Verbindungskanal selbst und dessen Verbindung mit
dem Durchflußbegrenzer einfach herstellbar.
[0015] Grundsätzlich ist die Anordnung und die Ausbildung der Strömungspfade in weiten geeigneten
Grenzen wählbar. Eine zweckmäßige Weiterbildung sieht jedoch vor, dass wenigstens
ein Strömungspfad einen ersten und einen zweiten Abschnitt aufweist, wobei der erste
Abschnitt mit der Verteilereingangsleitung und der zweite Abschnitt mit der Verteilerausgangsleitung
in Strömungsverbindung steht und der erste und der zweite Abschnitt als erster bzw.
zweiter Verbindungskanal ausgebildet sind.
[0016] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass
der erste und das zweite Verbindungskanal als Sacklöcher ausgebildet sind, wobei die
freien Enden der Sacklöcher derart angeordnet sind, dass bei zusammengebauter Einstelleinrichtung
mittels des dem Strömungspfad zugeordneten Verschlussmittels zwischen den beiden freien
Enden der Sacklöcher eine Strömungsverbindung herstellbar ist. Hierdurch ist die Verbindung
zwischen Verschlussmittel und Grundkörper auf einfache Weise ermöglicht.
[0017] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor,
dass der erste Verbindungskanal als Durchgangsloch und der zweite Verbindungskanal
als Sackloch ausgebildet ist oder umgekehrt, und das Durchgangsloch und das Sackloch
derart angeordnet sind, dass bei zusammengebauter Einstelleinrichtung mittels des
dem Strömungspfad zugeordneten Verschlussmittels zwischen dem einen freien Ende des
Durchgangslochs und dem freien Ende des Sacklochs eine Strömungsverbindung herstellbar
ist und der Durchflußbegrenzer von dem anderen freien Ende des Durchgangslochs in
dieses eingreift. Auf diese Weise ist die Herstellung der erfindungsgemäßen Einstelleinrichtung
weiter vereinfacht.
[0018] Eine weiteres Problem der Erfindung besteht darin, ein Gaskochgerät mit einer erfindungsgemäßen
Einstelleinrichtung anzugeben.
[0019] Dieses Problem wird durch die in Anspruch 12 angegebene Lehre gelöst.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Einstelleinrichtung mit Blick auf
die Verteilereingangsleitung,
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht der Einstelleinrichtung aus Fig. 1 mit Blick auf die
Verteilerausgangsleitung,
- Figur 3
- ein Längsschnitt durch die Einstelleinrichtung aus Fig. 1 und
- Figur 4
- ein Querschnitt durch die Einstelleinrichtung aus Fig.1.
[0021] In Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Einstelleinrichtung 2 für ein nicht dargestelltes
Gaskochgerät zur Einstellung des Gasdurchsatzes gezeigt. Die erfindungsgemäße Einstelleinrichtung
2 weist eine Verteilereingangsleitung 4 auf, die in dem Montagezustand der Einstelleinrichtung
2 mit einer nicht dargestellten Gaszuleitung des Gaskochgeräts in Strömungsverbindung
steht. Ferner weist die erfindungsgemäße Einstelleinrichtung 2 eine in Fig. 2 dargestellte
Verteilerausgangsleitung 6 auf, die in dem Montagezustand der Einstelleinrichtung
2 mit einer nicht dargestellten Gasbrennerleitung des Gaskochgeräts in Strömungsverbindung
steht. Wie aus der Fig. 1 in Verbindung mit der Fig. 4 hervorgeht, ist bei dem Ausführungsbeispiel
zwischen der Verteilereingangsleitung 4 und der Verteilerausgangsleitung 6 über vier
zueinander parallel geschaltete Strömungspfade eine Strömungsverbindung herstellbar,
wobei die einzelnen Strömungspfade des vorliegenden Ausführungsbeispiels jeweils einen
ersten Abschnitt 8.1 und einen zweiten Abschnitt 8.2 aufweisen.
[0022] Der erste Abschnitt 8.1 steht hierbei mit der Verteilereingangsleitung 4 und der
zweite Abschnitt 8.2 mit der Verteilerausgangsleitung 6 in Strömungsverbindung. Wie
ebenfalls aus Fig. 4 ersichtlich, ist in den einzelnen Strömungspfaden jeweils ein
über eine nicht dargestellte elektrische oder elektronische Steuerung des Gaskochgeräts
betätigbares Verschlussmittel 10 und ein als Stellschraube ausgebildeter und damit
einstellbarer Durchflußbegrenzer 12 angeordnet. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
weist das Verschlussmittel 10 eine nicht dargestellte Magnetspule und eine Ventilplatte
11 auf. Durch die Verwendung von einstellbaren Durchflußbegrenzern 12 ist eine einfache
Anpassung an unterschiedliche Gasarten ermöglicht. Alternativ hierzu ist es beispielsweise
auch möglich, anstelle der Stellschrauben auch Einschraubdüsen zu verwenden. Ferner
wäre es denkbar, die freien Querschnitte des ersten und/oder des zweiten Abschnitts
8.1 bzw. 8.2 für die einzelnen Gasarten entsprechend zu dimensionieren.
[0023] Die Einstelleinrichtung 2 weist erfindungsgemäß einen Grundkörper 14 auf, wobei die
Verteilereingangsleitung 4 und die Verteilerausgangsleitung 6 als Verteilerkanäle
und die ersten und zweiten Abschnitte 8.1 und 8.2 jeder der Strömungspfade als Verbindungskanäle
in bzw. an dem Grundkörper 14 ausgebildet sind, siehe Fig. 1 bis 4. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind die Verteilerkanäle als Sacklöcher ausgebildet. Grundsätzlich wären beispielsweise
auch Durchgangslöcher denkbar. Allerdings müssten diese dann an einem freien Ende
durch Blindstopfen verschlossen werden.
[0024] Der Grundkörper 14 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel einstückig ausgebildet
und als Kunststoffgussteil hergestellt. Dabei ist der Kunststoff in weiten geeigneten
Grenzen wählbar. Beispielsweise wären Kunststoffe mit Kohlefaserverstärkung oder dergleichen
denkbar. Um den Grundkörper 14 vor zu hohen Temperaturen zu schützen, ist der Grundkörper
14 in dem Betriebszustand des Gaskochgeräts von einer nicht dargestellten Isolierung
umhüllt. Grundsätzlich sind jedoch auch andere Gussverfahren und -materialien, beispielsweise
Druckguss und Aluminium, denkbar.
[0025] Ferner weisen die Verteiler- und Verbindungskanäle 4, 6, 8.1 und 8.2 einen kreisrunden
Querschnitt auf, der wahlweise bereits während des Gießprozesses oder durch nachfolgendes
Bohren hergestellt werden kann. Um die Verschlussmittel 10 und die Durchflußbegrenzer
12 auf einfache Weise mit dem Grundkörper 14 zu verbinden, weisen die Verschlussmittel
10 und die Durchflußbegrenzer 12 Außengewinde auf, die bei zusammengebauter Einstelleinrichtung
2 in entsprechend ausgebildete Innengewinde der in dem Grundkörper 14 ausgebildeten
Ausnehmungen 16 bzw. Verbindungskanäle 8.2 eingreifen, wobei in den Figuren nur die
Letzteren dargestellt sind. Hierfür ist der zweite Abschnitt 8.2 jedes Strömungspfads
als Durchgangsloch ausgebildet, in dessen einem freien Ende der Durchflußbegrenzer
12 einschraubbar ist. Das gegenüberliegende andere freie Ende des Durchgangslochs
und das freie Ende des als Sackloch ausgebildeten ersten Abschnitts 8.1 jedes Strömungspfads
sind in der Ausnehmung 16 angeordnet, so dass mittels des Verschlussmittels 10 zwischen
diesen beiden freien Enden eine Strömungsverbindung herstellbar ist. Bei dieser speziellen
Anordnung ist die Verwendung von Blindstopfen bei den Durchgangslöchern nicht erforderlich.
[0026] Alternativ zu dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist es denkbar, die Verschlussmittel
10 auf andere dem Fachmann bekannte Weise mit dem Grundkörper 14 lösbar oder unlösbar
zu verbinden. Eine besonders einfache Möglichkeit stellt dabei eine Schraubverbindung
dar. Hierfür weist das einzelne Verschlussmittel 10 wenigstens zwei weitere Durchgangslöcher
bzw. Durchgangsbohrungen auf. Handelsübliche Schrauben können dann durch die weiteren
Durchgangslöcher bzw. -bohrungen hindurchgesteckt und in weitere Innengewinde des
Grundkörpers 14 eingeschraubt werden.
[0027] Wie aus den Fig. 1 und 3 weiter hervorgeht, weist die Verteilereingangsleitung 4
des vorliegenden Ausführungsbeispiels eine zusätzliche Hülse 18 auf, die in den Grundkörper
14 hineingepresst ist. Die Hülse 18 ragt bei der Montage der Einstelleinrichtung 2
in eine Öffnung der Gaszuleitung des Gaskochgeräts, wobei die Gaszuleitung umfangsseitig
bündig an einer entsprechenden Vertiefung 20 des Grundkörpers 14 anliegt. Bei montierter
Einstelleinrichtung 2 ist in einer ringförmigen Ausnehmung 22 ein nicht dargestelltes
Dichtelement eingelegt, so dass der Übergang zwischen der Gaszuleitung und der Hülse
18 bzw. der Verteilereingangsleitung 4 gegenüber der Umgebung im Wesentlichen gasdicht
abgeschlossen ist. Die Verbindung der Einstelleinrichtung 2 mit der Gaszuleitung erfolgt
hier über eine Schelle, die um die Gaszuleitung herumgelegt und mittels nicht dargestellter
Schrauben mit dem Grundkörper 14 verschraubt wird.
[0028] Auf der gegenüberliegenden Seite des Grundkörpers 14 ist das freie Ende der Verteilerausgangsleitung
6 angeordnet. Die Verteilerausgangsleitung 6 weist an deren freien Ende eine stufenweise
Erweiterung auf. Bei der Verbindung der Einstelleinrichtung 2 mit der nicht dargestellten
Gasbrennerleitung wird diese in die Erweiterung eingesteckt. Die Abdichtung des Übergangs
zwischen der Einstelleinrichtung 2 und der Gasbrennerleitung kann auf ähnliche Weise
wie bei der Verteilereingangsleitung 4 erfolgen. Beispielsweise kann ein nicht dargestelltes
Dichtmittel bei montierter Einstelleinrichtung 2 zwischen einer Anlagefläche 24 und
der eingesteckten Gasbrennerleitung angeordnet sein. Ferner weist die Gasbrennerleitung
eine umlaufende Nut auf, die bei vollkommen eingesteckter Gasbrennerleitung derart
angeordnet ist, dass eine in die Löcher 26 eingesteckte Klammer die Gasbrennerleitung
in deren relativen Lage zu der Einstelleinrichtung 2 festlegt. Die Einstelleinrichtung
2 bzw. der Grundkörper 14 weist darüber hinaus Befestigungslöcher 28 auf. Mittels
nicht dargestellter Befestigungsschrauben und der Befestigungslöcher 28 kann die Einstelleinrichtung
2 an dem Rest des Gaskochgeräts festgelegt werden.
[0029] Die obigen Ausführungen beziehen sich auf eine Einstelleinrichtung zur Einstellung
des Gasdurchsatzes für einen einzigen Gasbrenner. Da ein herkömmlicher Gasherd in
der Regel vier Gaskochstellen hat, wären somit vier erfindungsgemäße Einstelleinrichtungen
für einen Gasherd erforderlich. Die einzelnen Einstelleinrichtungen können ebenfalls
zu einer Baueinheit zusammengefasst werden. Selbstverständlich ist die Erfindung nicht
auf die genannten Beispiele beschränkt.
[0030] Nachfolgend ist die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Einstelleinrichtung 2 des
obigen Ausführungsbeispiels anhand der Fig. 1 bis 4 näher erläutert:
[0031] Bei geschlossenen Verschlussmittel 10 kann das Gas von der Gaszuleitung über die
Verteilereingangsleitung 4 in die parallel geschalteten ersten Abschnitte 8.1 der
Strömungspfade einströmen. Die Ventilplatten 11 liegen auf Ventilsitzen 32 auf und
verschließen dabei die zweiten Abschnitte 8.2 der Strömungspfade. Wird eine oder mehrere
Magnetspulen der Verschlussmittel 10 über ein Steuersignal der elektrischen oder elektronischen
Steuerung betätigt, hebt sich die entsprechende Ventilplatte 11 von dem korrespondierenden
Ventilsitz 32 ab und eine Strömungsverbindung zwischen dem ersten und dem zweiten
Abschnitt 8.1 und 8.2 des Strömungspfads ist hergestellt. Das Gas kann dann von der
Ventileingangsleitung 4 über einen oder mehrere Strömungspfade in die Verteilerausgangsleitung
6 einströmen. Dabei wird der jeweilige Gasdurchsatz durch die einzelnen Strömungspfade
durch die werksseitige Einstellung des entsprechenden Durchflußbegrenzers 12 bestimmt.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Durchflußbegrenzer 12 auf voneinander
unterschiedliche Gasdurchsätze voreingestellt. Entsprechend des durch den Benutzer
gewünschten Gasdurchsatzes werden mittels der elektrischen bzw. elektronischen Steuerung
des Gaskochgeräts ein oder mehrere Magnetventile geöffnet, so dass eine stufenweise
Einstellung von unterschiedlichen Gasdurchsätzen ermöglicht ist.
1. Einstelleinrichtung für ein Gaskochgerät zur Einstellung des Gasdurchsatzes, mit einer
Verteilereingangsleitung, die mit einer Gaszuleitung des Gaskochgeräts in Strömungsverbindung
steht, und einer Verteilerausgangsleitung, die mit einer Gasbrennerleitung des Gaskochgeräts
in Strömungsverbindung steht, wobei zwischen der Verteilereingangs- und der Verteilerausgangsleitung
über mehrere zueinander parallel geschaltete Strömungspfade eine Strömungsverbindung
herstellbar ist und in den einzelnen Strömungspfaden jeweils ein über eine elektrische
oder elektronische Steuerung des Gaskochgeräts betätigbares Verschlussmittel und ein
Durchflußbegrenzer in Reihe angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einstelleinrichtung (2) einen Grundkörper (14) mit Verteilerkanälen als Verteilereingangs-
und ausgangsleitungen (4, 6) und Verbindungskanälen als Strömungspfade aufweist.
2. Einstelleinrichtung (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (14) einstückig ausgebildet ist.
3. Einstelleinrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (14) aus einem Gussmaterial hergestellt ist.
4. Einstelleinrichtung (2) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verteilerkanäle (4, 6) und/oder Verbindungskanäle einen kreisrunden Querschnitt
aufweisen.
5. Einstelleinrichtung (2) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Verschlussmittel (10) ein Außengewinde und eine Ausnehmung (16) des
Grundkörpers (14), in die das Verschlussmittel (10) bei zusammengebauter Einstelleinrichtung
(2) eingreift, ein entsprechendes Innengewinde aufweist.
6. Einstelleinrichtung (2) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Durchflußbegrenzer (12) einstellbar ausgebildet ist.
7. Einstelleinrichtung (2) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Durchflußbegrenzer (12) als Stellschraube ausgebildet ist und der Verbindungskanal,
in den der Durchflußbegrenzer (12) bei zusammengebauter Einstelleinrichtung (2) eingreift,
ein entsprechendes Innengewinde aufweist.
8. Einstelleinrichtung (2) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Verbindungskanal als Sackloch ausgebildet ist und der dem Strömungspfad
zugeordnete Durchflußbegrenzer (12) bei zusammengebauter Einstelleinrichtung (2) von
dem freien Ende des Sacklochs in dieses eingreift.
9. Einstelleinrichtung (2) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Strömungspfad einen ersten und einen zweiten Abschnitt (8.1, 8.2)
aufweist, wobei der erste Abschnitt (8.1) mit der Verteilereingangsleitung (4) und
der zweite Abschnitt (8.2) mit der Verteilerausgangsleitung (6) in Strömungsverbindung
steht und der erste und der zweite Abschnitt (8.1, 8.2) als erster bzw. zweiter Verbindungskanal
ausgebildet sind.
10. Einstelleinrichtung (2) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste und das zweite Verbindungskanal (8.1, 8.2) als Sacklöcher ausgebildet sind,
wobei die freien Enden der Sacklöcher (8.1, 8.2) derart angeordnet sind, dass bei
zusammengebauter Einstelleinrichtung (2) mittels des dem Strömungspfad zugeordneten
Verschlussmittels (10) zwischen den beiden freien Enden der Sacklöcher (8.1, 8.2)
eine Strömungsverbindung herstellbar ist.
11. Einstelleinrichtung (2) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Verbindungskanal als Durchgangsloch und der zweite Verbindungskanal als
Sackloch ausgebildet ist oder umgekehrt (8.2, 8.1), und das Durchgangsloch (8.2) und
das Sackloch (8.1) derart angeordnet sind, dass bei zusammengebauter Einstelleinrichtung
(2) mittels des dem Strömungspfad zugeordneten Verschlussmittels (10) zwischen dem
einen freien Ende des Durchgangslochs (8.2) und dem freien Ende des Sacklochs (8.1)
eine Strömungsverbindung herstellbar ist und der Durchflußbegrenzer (12) von dem anderen
freien Ende des Durchgangslochs (8.2) in dieses eingreift.
12. Gaskochgerät mit einer Gaszuleitung, einer Einstelleinrichtung (2) nach mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 11, einer Gasbrennerleitung zu einem Gasbrenner und einer
elektrischen oder elektronischen Steuerung, mittels der die Verschlussmittel (10)
betätigbar sind.