(19)
(11) EP 1 478 886 B2

(12) NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT
Nach dem Einspruchsverfahren

(45) Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den Einspruch:
10.06.2015  Patentblatt  2015/24

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.04.2007  Patentblatt  2007/15

(21) Anmeldenummer: 03708146.0

(22) Anmeldetag:  26.02.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F24C 14/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2003/001979
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2003/073002 (04.09.2003 Gazette  2003/36)

(54)

VERFAHREN ZUM REINIGEN EINES GARGERÄTS MIT EINEM REINIGUNGSMITTEL IN TABFORM

METHOD FOR CLEANING A COOKING DEVICE BY WAY OF A CLEANING AGENT IN TABLET FORM

PROCEDE DE NETTOYAGE D'UN APPAREIL DE CUISSON AVEC UN AGENT DE NETTOYAGE SOUS FORME DE COMPRIME


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 26.02.2002 DE 10208025

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.11.2004  Patentblatt  2004/48

(73) Patentinhaber: Rational AG
86899 Landsberg/Lech (DE)

(72) Erfinder:
  • BREUNIG, Manfred
    86956 Schongau (DE)
  • IMGRAM, Judith
    63456 Hanau (DE)
  • HERNER, Michael
    85221 Dachau (DE)
  • GEIGER, Kerstin
    86899 Landsberg (DE)
  • KOHLSTRUNG, Peter
    86916 Kaufering (DE)
  • MAAS, Bruno
    86916 Kaufering (DE)
  • JUNKER, Elmar
    82110 Germering (DE)
  • WIEDEMANN, Peter
    86836 Klosterlechfeld (DE)

(74) Vertreter: Weber-Bruls, Dorothée et al
Jones Day Nextower Thurn-und-Taxis-Platz 6
60313 Frankfurt am Main
60313 Frankfurt am Main (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 979 866
EP-A- 1 209 419
WO-A1-02/068876
DE-A- 19 963 570
EP-A- 1 103 599
WO-A-02/04588
DE-A- 10 060 204
DE-C- 19 730 610
   
       


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Reinigungsmittel wie ein Reinigungsmittelkit und einen Mehrphasentab zum Reinigen von Gargeräten, Verfahren zum Reinigen eines Gargerätes, bei dem zumindest der Garraum während mindestens eines Reinigungszyklus mit einer Reinigungsflüssigkeit gereinigt wird, sowie ein Gargerät.

    [0002] Zum Reinigen von Gargeräten werden zur Zeit im wesentlichen flüssige Reinigungsmittel verwendet, die aus einem Flüssigkeitsreservoir in den Garraum eines Gargerätes bedarfsweise pumpbar bzw. spritzbar sind.

    [0003] Für Waschmaschinen und Spülmaschinen sind flüssige sowie feste Reinigungsmittel bekannt.

    [0004] Feste Reinigungsmittel erlauben eine einfache Handhabung sowie gezielte Dosierung, er möglichen den Verzicht auf Flüssigkeitsreservoirs, was platzsparend ist, und dienen der Sicherheit.

    [0005] Eine besonders kostengünstige und einfache Reinigung von Gargeräten soll sich gemäß DE 100 60 204 AI dadurch bewerkstelligen lassen, dass man ein Reinigungssystem verwendet mit einem Behälter zur Aufnahme von Reinigungsmittel, der mit dem Innenraum in Wirkverbindung steht und mindestens eine Austrittsöffnung für das Reinigungsmittel aufweist, wobei ein Reinigungseinsatz in den Behälter einsetzbar und in Wasser auflösbar ist. Dabei hat man die Art, Menge und Löslichkeit des Reinigungseinsatzes, die Form und Größe der Austrittsöffnung, den Ort der Anbringung des Behälters, die Zuführmittel zum Zuführen von Flüssigkeit und eine Steuereinrichtung derart aufeinander abzustimmen, dass der Reinigungsmitteleinsatz während eines Reinigungszyklus durch Wasserzufuhr in den Innenraum weitgehend rückstandsfrei auflösbar ist. Auf diese Weise soll ein Reinigungsmitteleinsatz verwendet werden können, der genau für die für einen Reinigungszyklus notwendige Menge dosiert ist und der in einen dafür vorgesehenen Behälter, der im Innenraum vorgesehen ist, eingeführt und dort aufgelöst wird. Dabei kann der Reinigungsmitteleinsatz auch in einer wasserlöslichen Umhüllung aufgenommen sein. Neben einem Reinigungsmitteleinsatz kann auch ein Klarspüleinsatz zum Einsatz kommen, wobei empfohlen wird, den Klarspüleinsatz auf einem Niveau oberhalb des Behälters für den Reinigungseinsatz anzubringen, damit der Klarspüleinsatz erst zu einem späteren Zeitpunkt aufgelöst wird. Demgemäß darf der Flüssigkeitspiegel im Reinigungsschritt auch ein durch die Anbringung des Behälters für den Klarspüleinsatz vorgegebene Höhe nicht überschreiten. Von Nachteil ist hierbei, dass bestimmte Areale des Garraums nicht, jedenfalls nicht mit der gewünschten Gründlichkeit gereinigt werden können, will man nicht zu einem frühen Zeitpunkt die Auflösung des Klarspülers veranlassen. Zudem ist es für den Benutzer umständlich und unter dem Aspekt der Sicherheit zumindest bedenklich, vor jedem Reinigungsgang Reinigungsmittel an nicht ohne weiteres zugänglichen Orten im Garraum deponieren zu müssen. Gemäß DE 100 60 204 AI kann der Klarspüleinsatz z. B. mit einer Hülle versehen werden, so dass der Klarspüleinsatz erst bei einer höheren Temperatur auflösbar ist als der Reinigungsmitteleinsatz. Weitergehende Angaben, z. B. hinsichtlich der Art geeigneter Folien, sind der DE 100 60 204 AI nicht zu entnehmen.

    [0006] Gemäß EP 1 209 419 A2 soll eine ein Reinigungsmittel enthaltende Reinigungsmittelkartusche, die in eine Aufnahmeeinheit einzusetzen ist, chemisch und/oder thermisch aktivierbar sein, um darin enthaltenes Reinigungsmittel in den Innenraum eines Gargeräts freizusetzen. In gleicher Weise soll mit einer Klarspülmittelkartusche verfahren werden können, wobei über den Ort der Anbringung der Aufnahmeeinheit für die Klarspülmittelkartusche, die Wahl des Zuführmittels oder die Steuerung der Heizeinrichtung eine zeitlich gegenüber der Auflösung der Reinigungsmittelkartusche verzögerte Auflösung bzw. Freisetzung stattfinden soll. Wie bei der DE 100 60 204 AI wird vorgeschlagen, die Klarspülmittelkartusche auf einem Niveau oberhalb der Aufnahme für die Reinigungsmittelkartusche anzuordnen, so dass das Klarspülmittel erst bei Erreichen eines höheren Flüssigkeitsniveaus aktiviert wird.

    [0007] Für Wasch-und Reinigungsmittel wird in der DE 199 57 737 AI vorgeschlagen, zumindest einzelne Komponenten desselben mit einem Hüllmaterial zu umgeben, das wiederum in einer wasserlöslichen Umfassung eingeschlossen ist. Auf diese Weise soll eine Wechselwirkung bestimmter Substanzen der waschaktiven Zubereitung mit der wasserlöslichen Umfassung, die zu einer Trübung und Versprödung des Materials führt, vermieden werden.

    [0008] Aus der US 6,057, 281 geht ein Reinigungstab enthaltend eine Säure, eine Base, Polyvinylalkohol und eine oberflächenaktive Substanz hervor, mit dem sich in einem Waschprozess insbesondere Glas und andere Objekte mit harter Oberfläche reinigen lassen. Abgesehen von Details betreffend die genaue Zusammensetzung sind der US 6,057, 281 keine weiteren Herstellangaben zu entnehmen.

    [0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, verbesserte Verfahren zum Reinigen des Innenraums eines Garraums eines Gargerätes zur Verfügung zu stellen, die nicht mit den Nachteilen des Standes der Technik behaftet sind und eine zeitlich gesteuerte Auflösung von insbesondere festem Reinigungsmittel ermöglichen.

    [0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren nach Patentanspruch 1 gelöst.

    [0011] Dabei kann vorgesehen sein, dass das Reinigungsmittel als Reinigungstab und das Klarspül- und/oder Entkalkungsmittel zeitlich verzögert als Flüssigkeit, Gel, Pulver oder Paste; oder das Entkalkungsmittel als Flüssigkeit, Gel, Pulver oder Paste und das Reinigungsmittel zeitlich verzögert als Reinigungstab oder das Reinigungs-und das Entkalkungsmittel als Reinigungs-und Entkalkungstab oder als Mehrphasentab und das Klarspülmittel zeitlich verzögert als Klarspültab, Flüssigkeit, Gel, Pulver oder Paste bereitgestellt wird bzw. werden. Überraschend wurde gefunden, dass sich ohne Verwendung eines Klarspülmittels, d.h. allein mit einem Entkalkungsmittel nach oder in Zusammenwirkung mit einem Reinigungsmittel bereits sehr zufriedenstellende Resultate einstellen, die z. B. hinsichtlich des Glanzeffektes der Reinigung unter Mitverwendung eines Klarspülmittels in nichts nachstehen.

    [0012] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Klarspülmittel und das Entkalkungsmittel als sphärischer Mehrphasentab vorliegen, wobei das Klarspülmittel oder das Entkalkungsmittel den innen liegenden Phasen-Bestandteil bildet, und/oder das Reinigungsmittel und das Entkalkungsmittel als sphärischer Mehrphasentab vorliegen, wobei das Reinigungsmittel oder das Entkalkungsmittel den innen liegenden Phasen-Bestandteil bildet.

    [0013] Des weiteren ist vorgesehen, dass Reinigungs-, Klarspül-und/oder Entkalkertab oder mittelbar und unmittelbar benachbarte Phasen-Bestandteile des Mehrphasentabs durch sich in ihrem Auflöse-oder Abbauverhalten unterscheidende Folien, Beschichtungen und/oder chemische Verzögerer voneinander getrennt sind.

    [0014] Vorgesehen ist ebenfalls, wenn flüssiges und/oder pulverförmiges Reinigungs-, Klarspül-oder Entkalkungsmittel zwischen zwei abbaubaren oder auflösbaren Folien, insbesondere PVA- Folien, vorliegend bereitgestellt wird.

    [0015] Weiterhin ist vorgesehen, dass mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- oder Entkalkertab mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkungsmittel in flüssiger und/oder Pulverform enthält.

    [0016] Von Vorteil ist auch, wenn das flüssige und/oder pulverförmige Reinigungs-, Klarspül-oder Entkalkungsmittel von mindestens einer auflösbaren Folie, insbesondere PVA-Folie, umschlossen ist.

    [0017] Ein Verfahren kann zum Reinigen eines Innenraums eines Gargerätes genutzt werden, bei dem zumindest der Garraum während mindestens eines Reinigungszyklus mit einer Reinigungsflüssigkeit gereinigt wird, wobei die Reinigungsflüssigkeit bereitgestellt wird unter Einsatz mindestens eines Reinigungsmittels bzw. Reinigers, eines Klarspülmittels und/oder eines Entkalkungsmittels, das oder die fest, in einer Flüssigkeit auflösbar und in Form zumindest eines Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs gepresst ist bzw. sind oder die in Form mindestens eines Mehrphasentabs gepresst sind, wobei über den Pressdruck und/oder die Pressdauer das Auflöseverhalten in der Flüssigkeit bestimmt wird.

    [0018] Dabei kann vorgesehen sein, dass mindestens zwei Tabs, ausgewählt aus Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs, oder mindestens zwei Phasen-Bestandteile eines Mehrphasentabs, enthaltend ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkungsmittel, bei unterschiedlichen Pressdrücken und/oder mit unterschiedlichen Pressdauer hergestellt worden sind.

    [0019] Als vorteilhaft hat sich ebenfalls herausgestellt, wenn mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs, zumindest in Teilbereichen, mit einer Presskraft von mindestens 18, insbesondere mindestens 40 kN, bevorzugt mindestens 60 lcN, hergestellt worden ist bzw. sind. Besonders geeignete Presskräfte für die Herstellung von Tabs und Mehrphasentabs liegen im Bereich von 60 bis 600, insbesondere 60 bis 400 kN. In einer Ausführungsform werden die Presskräfte auf Tab- oder Mehrphasentabflächen im Bereich von etwa 1 cm2 bis etwa 50 cm2 aufgebracht. Bevorzugte Pressdrücke liegen demgemäß bei etwa mindestens 36 bar, insbesondere bei mindestens 80 bar.

    [0020] Eine Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass der Mehrphasentab für jede Phase ausgewählte Reinigungscharakteristiken, bestimmt insbesondere durch die Materialzusammensetzung, aufweist, ausgewählt aus zumindest einem Reiniger, einem Klarspüler und/oder einem Entkalker, und/oder die Geometrie und/oder die Pressung.

    [0021] Es kann vorgesehen sein, dass mehrere Reinigungstabs, mehrere Klarspültabs und/oder mehrere Entkalkertabs und/oder dass mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab und/oder dass die Phasen-Bestandteile des Mehrphasentabs enthaltend mindestens einen Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkerphasen-Bestandteil bei graduierlich oder stufenweise steigenden Pressdrücken und/oder mit graduierlich oder stufenweise zunehmender Pressdauer hergestellt worden sind, wobei vorzugsweise der Auflösevorgang um so schneller vonstatten geht, je geringer der Pressdruck und/oder je kürzer die Pressdauer bei der Herstellung gewesen ist.

    [0022] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass die Phasen-Bestandteile eines Mehrphasentabs zumindest teilweise konzentrisch zueinander angeordnet sind, vorzugsweise unter Ausbildung eines im wesentlichen sphärischen Mehrphasentabs.

    [0023] Geeigneterweise kommt dabei erfindungsgemäß in Betracht, dass mindestens ein innen liegender Phasen-Bestandteil bei einem höheren Pressdruck hergestellt worden ist als ein außen liegender Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs.

    [0024] Dabei kann gemäß einer Weiterentwicklung auch vorgesehen sein, dass jeder innen liegende Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs bei einem höheren Pressdruck hergestellt worden ist als der unmittelbar benachbarte, äußere Phasen-Bestandteil.

    [0025] Ein bevorzugtes Verfahren zeichnet sich auch dadurch aus, dass bei einem Mehrphasentab mindestens ein Phasen-Bestandteil, enthaltend ein Entkalkungsmittel, zumindest bereichsweise von mindestens einem Phasen-Bestandteil, enthaltend ein Klarspülmittel und/oder ein Reinigungsmittel, und/oder mindestens ein Phasen-Bestandteil, enthaltend ein Klarspülmittel und/oder Entkalkungsmittel, zumindest bereichsweise von mindestens einem Phasen- Bestandteil, enthaltend ein Reinigungsmittel, umgeben ist.

    [0026] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist zu berücksichtigen, dass der Reinigungstab bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringer Pressdauer hergestellt worden ist als der Klarspültab und/oder der Entkalkertab, und/oder dass der Klarspültab bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringerer Pressdauer hergestellt worden ist als der Entkalkertab.

    [0027] In entsprechender Weise kann für einen Mehrphasentab vorgesehen sein, dass der Phasen-Bestandteil enthaltend das Reinigungsmittel bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringerer Pressdauer hergestellt worden ist als der Phasen-Bestandteil enthaltend das Klarspülmittel und/oder das Entkalkungsmittel, und/oder dass der Phasenbestandteil enthaltend das Klarspülmittel bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringer Pressdauer hergestellt worden ist als der Phasen-Bestandteil enthaltend das Entkalkungsmittel.

    [0028] Eine Weiterentwicklung sieht nun ebenfalls vor, dass mindestens ein Reinigungstab oder mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs mindestens zwei Reinigungsmittel für unterschiedliche Schmutzarten, wie Proteine, Kohlenhydrate, Carbonate, Zucker und/oder Fette, umfasst.

    [0029] In entsprechender Weise ist vorgesehen, dass der Mehrphasentab mindestens zwei Phasen-Bestandteile enthaltend Reinigungsmittel umfasst, wobei die in unterschiedlichen Phasen-Bestandteilen vorliegenden Reinigungsmittel für unterschiedliche Schmutzarten, wie Proteine, Kohlenhydrate, Carbonate, Zucker und/oder Fette, vorgesehen sind.

    [0030] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Reinigungsmittel, insbesondere mindestens ein Reinigungstab oder mindestens ein Reinigungsmittel-, Klarspülmittel- und/oder Entkalkungsmittelphasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs, mindestens ein Enzym, insbesondere mindestens eine Protease, Amylase und/oder Lipase, umfasst.

    [0031] Des weiteren ist vorgesehen, dass mindestens zwei Reinigungsmittel, insbesondere mindestens zwei Reinigungstabs oder mindestens zwei Reinigungsphasen-Bestandteile eines Mehrphasentabs jeweils mindestens ein unterschiedliches Enzym enthalten.

    [0032] Eine Ausführungsform des Verfahrens berücksichtigt ferner, dass mindestens ein Reinigungstab, Klarspültab und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab und/oder Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs und/oder ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkerpulverpaste und/oder-flüssigkeit in einem Beutel angeordnet ist, und der Beutel oder Bestandteile oder Nähte des Beutels sich, insbesondere während eines Reinigungszyklus, in einer Flüssigkeit auflösen oder zersetzen, um den darin aufgenommenen Inhalt freizugeben.

    [0033] Ein weitere Ausgestaltung sieht vor, dass mindestens ein Reinigungstab, Klarspültab und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab und/oder Phasen- Bestandteil eines Mehrphasentabs und/oder ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkerpulver, -paste und/oder -flüssigkeit von zumindest einer ersten Folie und/oder zweiten Folie umschlossen ist bzw. sind und diese erste oder zweite Folie sich, insbesondere während eines Reinigungszyklus, in einer Flüssigkeit auflöst oder zersetzt, um den darin aufgenommenen Inhalt freizugeben.

    [0034] Ein Verfahren zum Reinigen eines Innenraums eines Gargerätes kann vorgesehen sein, bei dem sich das Reinigungstab, Klarspültab, Entkalkertab, die Phasen-Bestandteile des Mehrphasentabs, die erste Folie, die zweite Folie und/oder der Beutel in Abhängigkeit von der Temperatur, der Zeitdauer, der das Reinigungsmittel und/oder die Reinigungsflüssigkeit einer bestimmten Temperatur ausgesetzt ist, dem pH-Wert und/oder den Strömungscharakteristiken einer das Reinigungsmittel umgebenden Flüssigkeit und/oder dem Pressdruck des Reinigungsmittels in der Flüssigkeit auflöst, wobei sich vorzugsweise unterschiedliche Phasen des Mehrphasenreinigungstabs und/oder unterschiedliche Folien unterschiedlich schnell auflösen.

    [0035] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch mitgelöst, dass mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab und/oder mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs eingesetzt wird bzw. werden, enthaltend als Zusatz zur Einstellung des Auflöseverhaltens einen Bestandteil ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus PVA, PVAL, Glycerin, Alkylenglycol (e) und deren Polymere und/oder nichtionische Tenside, Polyalkylenglykole, Wachse, langkettige Fettderivate, Polyacrylate, Polyacrylatcopolymere, PVP, Polyvinylacetat, Fettsäuren, Alkohole, Diole, Ester, Äther und Paraffine. Indem Tabs oder Tabbestandteile mit einem der genannten Zusätze versehen werden, gelingt es, deren Auflöseverhalten in einer Reinigungsflüssigkeit zu beeinflussen bzw. zu verzögern. Beispielsweise lässt sich über die Menge an Zusatz die Auflösung fester Tabs verlang- samen, was z. B. genutzt werden kann, um Klarspültabs zu einem späteren Zeitpunkt sich auflösen zu lassen als Reinigungstabs. Der Effekt der mit der Beimengung der genannten Zusätze einhergeht, ist auch besonders ausgeprägt bzw. wird ergänzt, gefördert oder vergrößert, wenn, wie vorhergehend beschrieben, die jeweiligen Tabs oder Phasenbestandteile bei unterschiedlichen bzw. hohen Drücken hergestellt worden sind.

    [0036] Bei dem Verfahren zum Reinigen eines Innenraums eines Gargerätes kann mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab und/oder mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs oder ein Mehrphasentab zur Einstellung des Auflöseverhaltens mit einer Folie umschlossen sein und/oder eine Beschichtung aufweisen aus einem Material, enthaltend PVA, PVAL, Glycerin, Alkylenglycol (e) und deren Polymere und/oder nichtionische Tenside, Stärke und deren Derivate (bevorzugt Dextrine), Polyalkylenglykole, Wachse, langkettige Fettderivate, Polyacrylate, Polyacrylatcopolymere, PVP, Polyvinylacetat, Fettsäuren, Alkohole, Diole, Ester, Äther, Dicarbonsäuren und/oder Paraffine, insbesondere PVA und Polyglycol.

    [0037] Ferner wird vorgeschlagen, dass mindestens für eine Folie oder Umhüllung eines Reinigungs-, Klarspül- oder Entkalkertabs oder eines Phasen-Bestandteils eines Mehrphasentabs eine Hochtemperaturfolie, insbesondere eine PVA-Hochtemperaturfolie, eingesetzt wird. Besonders geeignet sind solche Hochtemperaturfolien, die im Bereich von 80 C oder darüber, insbesondere im Bereich von 60 bis 90 C, keine merkliche Zersetzung oder Abbau zeigen. Als geeignete Folien mit gestaffelter thermischer Stabilität kommen z. B. auch solche in Frage, die sich erst bei oder oberhalb von 50, 70 oder 85 C auflösen oder zersetzen.

    [0038] Dabei kann vorgesehen sein, dass für mindestens zwei Umhüllungen oder Folien von Reinigungs-, Klarspül-oder Entkalkertabs oder von Phasen-Bestandteilen eines Mehrphasentabs Folien, insbesondere PVA-Folien ausgewählt werden, die sich bei unterschiedlichen Temperaturen auflösen.

    [0039] Auch wird vorgeschlagen, dass die Phasen-Bestandteile eines Mehrphasentabs durch mindestens eine Folie voneinander getrennt sind.

    [0040] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass der Entkalkertab mit einer dickeren, temperaturbeständigeren, flüssigkeitsbeständigeren und/oder gegenüber pH-Wert-Änderungen unempfindlicheren, insbesondere laugenbeständigeren Folie und/oder einer größeren Anzahl an, insbesondere solchen, Folien umhüllt ist als der Klarspültab und/oder der Reinigungstabs, und/oder dass der Klarspültab mit einer dickeren, temperaturbeständigeren, flüssigkeitsbeständigeren und/oder gegenüber pH-Wert-Änderungen unempfindlicheren, ins- besondere laugenbeständigeren, Folie und/oder größeren Anzahl an, insbesondere solchen, Folien umhüllt ist als der Reinigungstab.

    [0041] In einer Ausführungsform ist der Reinigungs-, Klarspül-und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs mit mindestens einer pH-Wertempfindlichen Folie umhüllt.

    [0042] Ferner wird vorgeschlagen, dass mindestens zwei Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs oder mindestens zwei Phasen-Bestandteile eines Mehrphasentabs mit pH-Wertempfindlichen Folien umhüllt sind, deren Abbau oder Auflösung bei unterschiedlichen pH-Werten einsetzt. Auf diese Weise gelingt es, den Auflösevorgang pH-Wert-gesteuert zu triggern. Beispielsweise kann für den Entkalkertab eine Hülle gewählt werden, die sich erst aufzulösen beginnt, wenn die Waschflotte sich aus dem alkalischen Milieu dem Neutralpunkt nähert, beispielsweise pH-Werte kleiner 8 annimmt, während die Hülle für den Klarspültab sich bereits im schwach alkalischen oder alkalischen Milieu aufzulösen beginnt.

    [0043] In entsprechender Weise wird vorgeschlagen, dass bei dem Mehrphasentab der Phasenbestandteil enthaltend das Entkalkungsmittel mit einer dickeren, temperaturbeständigeren, flüssigkeitsbeständigeren und/oder laugenbeständigeren Folie und/oder einer größeren Anzahl an, insbesondere solchen, Folien umhüllt ist als der Phasen-Bestandteil enthaltend das Klarspülmittel und/oder das Reinigungsmittel, und/oder dass der Phasen- Bestandteil enthaltend das Klarspülmittel mit einer dickeren, temperaturbeständigeren, flüssigkeitsbeständigeren und/oder laugenbeständigeren Folie und/oder größeren Anzahl an, insbesondere solchen, Folien umhüllt ist als der Phasen-Bestandteil enthaltend das Reinigungsmittel.

    [0044] Ferner kann vorgesehen sein, dass bei dem Mehrphasentab der Phasenbestandteil enthaltend das Entkalkungsmittel mit einer dickeren, temperaturbeständigeren, flüssigkeitsbeständigeren und/oder laugenbeständigeren Folie und/oder einer größeren Anzahl an, insbesondere solchen, Folien von dem Phasen-Bestandteil enthaltend das Klarspülmittel und/oder das Reinigungsmittel separiert ist, und/oder dass der Phasen-Bestandteil enthaltend das Klarspülmittel mit einer dickeren, temperaturbeständigeren, flüssigkeitsbeständigeren und/oder laugenbeständigeren Folie und/oder größeren Anzahl an, insbesondere solchen, Folien von dem Phasen-Bestandteil enthaltend das Reinigungsmittel separiert ist.

    [0045] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich auch dadurch aus, dass das Reinigungs-, Klarspül-und/oder Entkalkertab und/oder zumindest ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs im Garraum platziert wird bzw. werden.

    [0046] Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass der Reinigungs-, Klar- spül-und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs in einem ersten Schritt des Auflöseprozesses, insbesondere wenn mit einer Folie oder einem Beutel umschlossen oder mit einer Beschichtung versehen, mit einem Fluid benetzt wird.

    [0047] Dabei kommt auch in Betracht, dass der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs, insbesondere wenn ohne Folienumhüllung, Beutel oder Beschichtung vorliegend, mit einem Fluidstrahl beaufschlagt wird, so dass der Auflöseprozess vonstatten geht.

    [0048] Außerdem wird erfindungsgemäß direkt in den Garraum bei geschlossener Garraumtür von außerhalb des Garraums, über insbesondere mindestens einen Behälter, mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab eingebracht.

    [0049] Dabei kann vorgesehen sein, dass der Behälter als Überlaufbehälter vorliegt. Der Überlaufbehälter ist regelmäßig nur oben offen, wodurch angelöste Tabsubstanz durch gesteuerte Wasserzugabe als Überlauf in den Innenraum gelangt. Über die eingesetzte Wassermenge ist die Menge an freigesetztem Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkermittel steuerbar.

    [0050] Bevorzugt ist erfindungsgemäß ebenfalls, dass der Garraum mindestens eine Dosieranlage und/oder Klappe aufweist, über die von außen Reinigungsmittel als Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder als Mehrphasentab eingebracht wird bzw. werden.

    [0051] Von Vorteil ist auch, dass zumindest durch Teile der Dosieranlage oder Klappe Flüssigkeit, insbesondere Wasser, durchgeleitet wird, so dass das Reinigungsmittel in den Garraum gelangt.

    [0052] Es kann vorgesehen sein, dass der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab über eine Chemieschublade und/oder über einen Klapp- oder Andockmechanismus in ein Behältnis in dem Garraum gebracht wird, insbesondere durch reversibles Andocken einer Klappe oder Schale, wobei das Behältnis im auf- und zugeklappten Zustand der Klappe oder Schale in Wirkverbindung mit dem Garraum steht.

    [0053] Dabei kann ferner vorgesehen sein, dass die Klappe oder Schale des Klapp- oder Andockmechanismus im Garraum arretiert oder angedockt wird.

    [0054] Ferner wird vorgeschlagen, dass mindestens ein Behälter, enthaltend mindestens eine Klappe zur Aufnahme eines Reinigungsmittels in den Garraum eingehängt wird.

    [0055] Auch kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Klappe in Abhängigkeit von einer Zeitsteuerung, dem Verschmutzungsgrad, insbesondere bestimmt über mindestens einen Trübungssensor, dem pH-Wert, insbesondere bei Unterschreitung eines vorgegebenen pH-Wertes, der Leitwertbestimmung, der Bilderkennung, dem Gewicht, insbesondere der Waschflotte und/oder an Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkermittel, dem, insbesondere elektrischen, Widerstand, der Reflexion, dem Schäumungsgrad, der Luftbestandteile und/oder der Eintrübung der Garraumleuchte geöffnet und geschlossen wird. Beispielsweise kann ein Öffnen der Klappe dann veranlasst werden, wenn ein vorgegebener maximaler pH-Wert um ca. 10 % unterschritten wird.

    [0056] Alternativ zur Erfindung kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab derart im Garraum, Belüftungsrohr, Entlüftungsrohr, Technikraum oder Ablöschkasten auf einer Unterlage angeordnet wird, dass dieser erst bei gezielter Beaufschlagung mit einem Fluid, insbesondere bei Anwendung eines Fluiddruckstrahls, vorzugsweise unter Einsatz einer Beschwadungsdüse, von dieser Unterlage in den Innenraum überführt wird.

    [0057] Ferner kann alternativ vorgesehen sein, dass mindestens ein Reinigungs-, Klarspül-und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab in ein Rohr oder Magazin, insbesondere ein Rohrmagazin, das sich im Garraum, im Belüftungsrohr, im Entlüftungsrohr, im Technikraum oder im Ablöschkasten befindet, eingeführt und durch mindestens eine Öffnung des Rohrs oder Magazins im angelösten oder teilweise angelösten Zustand freigegeben wird.

    [0058] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Öffnung sich im unteren Bereich und/oder entlang der Längs- und/oder Querseite des Rohrs oder Magazins befindet.

    [0059] Vorgesehen ist weiterhin, dass das Rohr oder Magazin, insbesondere Rohrmagazin, an einem Luftleitblech fest installiert oder reversibel anbringbar ist und vorzugsweise einen abnehmbaren Deckel aufweist.

    [0060] Hierbei kann vorgesehen sein, dass das Rohr oder Magazin vor Beginn des Reinigungszyklus in den Garraum, das Belüftungsrohr, das Entlüftungsrohr, den Technikraum oder den Ablöschkasten eingerührt, insbesondere eingehängt, wird.

    [0061] Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens kommt in Betracht, dass der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab in Form eines Kegels, eines Kegelstumpfes, eines Stabs, eines Zylinders, einer Kugel, einer Pyramide, eines Pyramidenstumpfes oder eiförmig ausgeführt ist.

    [0062] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Spitze oder die Basis von Kegel, Kegelstumpf, Pyramide oder Pyramidenstumpf der Öffnung des Rohrs oder Magazins zugewandt ist.

    [0063] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass an der Spitze oder dem sich verjüngenden Ende, insbesondere von Kegel, Kegelstumpf, Pyramide oder Pyramidenstumpf, des Mehrphasentabs ein Klarspülmittel und/oder Entkalkungsmittel, und/oder an der Basis von Kegel, Kegelstumpf, Pyramide oder Pyramidenstumpf ein Reinigungsmittel und/oder Entkalkungsmittel vorliegt bzw. vorliegen.

    [0064] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass an der Spitze oder dem sich verjüngenden Ende von Kegel, Kegelstumpf, Pyramide oder Pyramidenstumpf des Mehrphasentabs ein Klarspülmittel und/oder Entkalkungsmittel, und/oder an der Basis von Kegel, Kegelstumpf, Pyramide oder Pyramidenstumpf ein Reinigungsmittel und/oder Entkalkungsmittel vorliegt bzw. vorliegen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass z. B. zunächst das Reinigungsmittel an der Basis in Kontakt mit der Flüssigkeit gelangt und sich auflöst, während zeitlich verzögert der gegenüber der Waschflotte höher angebrachte Entkalker und/oder Klarspüler aufgelöst wird. In dieser Weise kann je nach gewünschter Abfolge von Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkungsmittel ein Mehrphasentab mit dazu korrespondierender Phasen-Bestandteilfolge konstruiert und eingesetzt werden. Selbstverständlich kann sich auch der Klarspüler und/oder der Entkalker an der Basis obiger Formkörper befinden und das Reinigungsmittel an der Spitze. Werden die Formkörper beispielsweise durch ein Magazin mit verengter unterer Austrittsöffnung gehalten, durch die die Basis erst im angelösten Zustand vollständig hindurchgelangen kann, wird ebenfalls eine zeitlich verzögerte Freigabe erreicht.

    [0065] Des weiteren kann vorgesehen sein, dass die Spitze von Kegel, Kegelstumpf, Pyramide oder Pyramidenstumpf der Öffnung des Rohrs oder Magazins zugewandt ist oder durch diese hindurchragt, wenn Flüssigkeit von durch das Rohr oder Magazin geleitet wird.

    [0066] Ebenso wird vorgeschlagen, dass die Basis von Kegel, Kegelstumpf, Pyramide oder Pyramidenstumpf der Öffnung des Rohres oder Magazins zugewandt ist, wenn die Öffnung des Rohres oder Magazins in Flüssigkeit eingetaucht wird.

    [0067] Ferner ist erfindungsgemäß gefordert, dass zumindest ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder ein Mehrphasentab am oder benachbart zu mindestens einem Luftleitblech oder an einem Zubehör, ausgewählt aus Einhängeleiter, Hordengestellwagen, Garblech, Fettauffangwanne und Garprozessfühlerhalterung, insbesondere in einem Behälter, platziert wird bzw. werden.

    [0068] Dabei kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das Luftleitblech mit dem Reinigungs-, Klarspül-und/oder Entkalkertab oder dem Mehrphasentab, insbesondere in dem Behälter, direkt unter oder über zumindest einem Wassereinlauf, insbesondere einer Beschwadungsdüse, und/oder über oder unter einer Ansaugöffnung im Luftleitblech platziert wird.

    [0069] Erfindungswesentlich wird der Grad der Auflösung oder der Auflösegeschwindigkeit des Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs oder des Mehrphasentabs über die Drehzahl eines Lüfterrades im Garraum gesteuert.

    [0070] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Beaufschlagung des Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs oder des Mehrphasentabs mit einem Fluid und/oder der Grad der Auflösung oder der Auflösegeschwindigkeit des Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs oder des Mehrphasentabs über das Ausmaß der, insbesondere über mindestens eine Pumpe vorgenommenen, Fluid- oder Flüssigkeitsumwälzung gesteuert wird bzw. werden.

    [0071] Ferner wird vorgeschlagen, dass zur Beaufschlagung des Reinigungs-, Klar- spül-und/oder Entkalkertabs oder des Mehrphasentabs mit einem Fluid, alternativ oder zusätzlich, eine Beschwadungsdüse eingesetzt wird.

    [0072] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Behälter am Luftleitblech fest installiert ist oder eingehängt wird.

    [0073] Zudem kommt in Betracht, dass der Beutel oder die Folie eine permeable oder semipermeable Membran umfasst, insbesondere Goretex-Material.

    [0074] Gemäß einem weiteren alternativen Aspekt kann es vorgesehen sein, dass mindestens ein Reinigungstab und/oder Klarspültab und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab oder ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkungsmittel in Form eines Granulats über eine von außen betätigbare oder vorprogrammierte Beschleunigungsvorrichtung, insbesondere eine unter Vorspannung setzbare Feder, und/oder mindestens ein Reinigungstab und/oder Klarspültab und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab oder ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkungsmittel in Form eines Gels, Pulvers, Paste, einer Flüssigkeit, eines Granulats oder eines Sols über eine manuelle oder automatische Pressvorrichtung, insbesondere Tubendrückvorrichtung, in den Innenraum, insbesondere unter mechanischer Zerteilung, transportiert wird. Diese Ausgestaltung bringt Tabs in das Gargerät ein ähnlich dem von sogenannten Flipper-Spielgeräten bekannten Mechanismus, mit dem Kugeln in ein Spielfeld geschleudert werden. In entsprechender Weise können beispielsweise kugelförmige Tabs aus einem Reservoir oder Magazin nachrutschen, sobald der Beschleunigungsmechanismus betätigt worden ist. Als Beschleunigungsvorrichtung kann jede dem Fachmann bekannte Einrichtung zum Einsatz kommen, mit der Gegenstände aus ihrer Ruhelage bewegt werden können. Beispielsweise lassen sich bei einer Feder über unterschiedliche Federwege unterschiedliche Beschleunigungen bzw. Endgeschwindigkeiten erreichen, mit denen die Tabs in den Garraum eingebracht werden.

    [0075] Dabei kann vorgesehen sein, dass durch das Betätigen der Beschleunigungsvorrichtung das Reinigungsverfahren oder ein Abschnitt eines Reinigungsverfahrens ausgelöst wird. Auf diese Weise wird der gesamte Verfahrensablauf beim Reinigen vereinfacht. Auch ist sichergestellt, dass das Reinigungsverfahren nicht ohne einen Reinigungstab im Innenraum abläuft.

    [0076] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Beschleunigungsvorrichtung in oder an einem Ende eines Rohres platziert ist, über das der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab in den Innenraum gelangen. Durch die Verwendung eines Rohres gelingt es, die Tabs geführt in den Innenraum einzubringen, so dass eine willkürlich Verteilung von Tabs oder Tabbestandteilen vermieden werden kann und empfindliche Geräte oder Sensoren nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

    [0077] Als vorteilhaft hat sich dabei erwiesen, wenn der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab über die Beschleunigungsvorrichtung und/oder das Rohr gegen ein Objekt, insbesondere eine Wand-oder Aufprallfläche, im Innenraum geschleudert werden. Über die Beschleunigungsvorrichtung wird dem Tab eine kinetische Energie zuteil, die ausreicht, den Tab in eine Vielzahl an Einzelbruchstücken zu zerteilen beim Auftreffen auf eine Aufprallfläche. Über das Ausmaß ein kinetischer Energie, d. h. über die Voreinstellung der Beschleunigungsvorrichtung gelingt es, den Umfang an mechanischer Vorzerkleinerung festzulegen. Auf diese Weise kann bereits mit der Einführung der Tabs in den Innen- raum das Auflöseverhalten in der Reinigungsflüssigkeit gesteuert werden. Je mehr Einzelteile gebildet werden und je kleiner diese sind, um so schneller ist in der Regel der Auflösevorgang in einer Flüssigkeit.

    [0078] Es kommt ferner in Betracht, dass das Ausmaß der Kraft, mit der der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab in den Innenraum transportiert wird, vor oder bei der Betätigung der Beschleunigungsvorrichtung ausgewählt wird.

    [0079] Als vorteilhaft hat sich herausgestellt, dass die Wand- oder Aufprallfläche strukturiert ist und/oder Öffnungen aufweist.

    [0080] Beispielsweise führen Kanten, Stifte oder Einbuchtungen auf der Aufprallfläche zu einem höheren Zerteilungsgrad der Tabs beim Aufprall.

    [0081] Dabei kann ferner vorgesehen sein, dass der Zerteilungsgrad und/oder die Auflösegeschwindigkeit von Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder von Mehrphasentab über die Kraft bestimmt wird, mit der der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab in den Innenraum auf die Wand- oder Aufprallfläche beschleunigt wird.

    [0082] Auch wird vorgeschlagen, dass der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab vor der Einführung in den Innenraum und/oder die Reihenfolge der Einführung derselben ausgewählt werden.

    [0083] Es ist des weiteren vorgesehen, dass der Reinigungs-, Klarspül-und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab nach dem Kontakt mit der Wand-oder Aufprallfläche von einer Flüssigkeit angelöst oder gelöst wird.

    [0084] Eine vorteilhafte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs oder die Phasen-Bestandteile des Mehrphasentabs, insbesondere in Form, Farbe und/oder Größe, unterscheidbar gemacht sind. Hierbei ist von Vorteil, dass Fehler bei der Beschickung des Innenraums mit Tabs weitestgehend unterbunden werden, da eine einfache und überschaubare Zuordnung zwischen Tabart und dessen Farbe, Form und/oder Größe geschaffen werden kann.

    [0085] Es kann ein Mehrphasentab eingesetzt werden, enthaltend mindestens einen in einer Flüssigkeit auflösbaren Reinigungsphasen-Bestandteil, umfassend mindestens ein Reinigungsmittel, mindestens einen in einer Flüssigkeit auflösbaren Klarspülphasen-Bestandteil, umfassend mindestens ein Klarspülmittel, und/oder mindestens einen in einer Flüssigkeit auflösbaren Entkalkerphasen-Bestandteil, umfassend mindestens ein Entkalkungsmittel, zur Verwendung in einem der voranstehend geschilderten erfindungsgemäßen Verfahren.

    [0086] Das erfindungsgemäße Verfahren kann in einem Gargerät zum Wärmebehandeln von Gargut durchgeführt werden, umfassend zumindest einen Innenraum und eine Heizeinrichtung, wobei das Gargerät eine von außen betätigbare oder vorprogrammierte Beschleunigungsvorrichtung, insbesondere enthaltend eine unter Vorspannung setzbare Feder, und ein Rohr in den Innenraum und/oder eine manuell oder automatisch betätigbare Pressvorrichtung, insbesondere Tubendrückvorrichtung, aufweist, über die mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab in den Innenraum, ins- besondere unter mechanischer Zerteilung, transportierbar ist bzw. sind.

    [0087] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Beschleunigungsvorrichtung in oder an einem Ende eines Rohres platziert ist, über das das Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab in den Innenraum transportierbar ist bzw. sind.

    [0088] Vorteilhafter Weise verfügt das Gargerät in einer Ausführungsform über mindestens eine Wand-oder Aufprallfläche, gegen die das Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab schleuderbar ist bzw. sind.

    [0089] In einer weiteren Ausgestaltung ist eine mit Flüssigkeit befüllbare Auffangvorrichtung für von der Wand- oder Aufprallvorrichtung abprallende Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs oder Mehrphasentabs oder Teile derselben vorgesehen. Diese Auffangvorrichtung lässt sich z. B. mit einer Flüssigkeit befüllen, beispielsweise bevor der gesamte Innenraum oder Garraum geflutet wird, um den Anlösevorgang in Gang zu setzen. Dabei kann in einer Variante, der konzentrierte Reinigungsmittelinhalt der Auffangvorrichtung durch Anheben des Flüssigkeitsspiegels in dem Innenraum geflutet werden.

    [0090] Eine besonders vorteilhafte mechanische Vorzerkleinerung der Tabs gelingt auch dann, wenn die Wand- oder Aufprallfläche strukturiert ist und/oder Öffnungen aufweist. Die Öffnungen oder Durchlässe sind dabei vorteilhafter Weise derart dimensioniert, dass Tabs in ursprünglicher Größe durch sie nicht hindurchpassen.

    [0091] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung verfügt das einzusetzende Gargerät über mindestens eine, insbesondere auf, an oder in der Außenwand des Gargeräts vorliegende und/oder von außerhalb des Gargeräts zugängliche, Befüll- und/oder Lagereinrichtung für Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs oder Mehrphasentabs, die zum Be- oder Nachfüllen in Verbindung mit der Beschleunigungsvorrichtung steht oder bringbar ist.

    [0092] Die Befüll- und/oder Lagereinrichtung kann zumindest in Teilen transparent und/oder von außen einsehbar sein.

    [0093] Von Vorteil ist weiterhin, wenn die Beschleunigungsvorrichtung in Wirkverbindung mit einer Steuereinrichtung des Gargeräts steht. Auf diese Weise kann z. B. über die Betätigung der Beschleunigungsvorrichtung, d. h. parallel zu der Einbringung eines Tabs in den Innenraum der Reinigungsprozess oder ein bestimmter Abschnitt des Reinigungsprozesses gestartet bzw. eingeleitet werden.

    [0094] Schließlich kann vorgesehen sein, dass über die Beschleunigungsvorrichtung die Kraft, mit der der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab in den Innenraum auf die Wand-oder Aufprallfläche schleuderbar ist, variierbar ist. Dieses hat den Vorteil, dass die Geschwindigkeit des Auflöseprozesses über den Grad der mechanischen Vorzerkleinerung direkt gesteuert werden kann.

    [0095] Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, anstelle von bislang zur Gargerätereinigung üblichen flüssigen Reinigungsmitteln nunmehr feste, in Tabform gepresste Reinigungsmittel zum Reinigen eines Gargerätes zu verwenden, wobei sich die Reinigungstabs in einem Reinigungsverfahren durch Umspülung mit einer Flüssigkeit, wie beispielsweise Frischwasser und/oder einer Waschflotte, gezielt auflösen.

    [0096] Des weiteren wurde überraschend gefunden, dass sich der Auflöseprozess von in Tabform eingesetzten Reinigungsmitteln bereits dadurch effektiv steuern lässt, dass die während eines Reinigungszyklus zum Einsatz kommenden Tabs bei unterschiedlichen Pressdrücken und/oder mit unterschiedlicher Pressdauer gefertigt worden sind. Beispielsweise sind zwei oder mehrere Reinigungsmitteltabs, die bei unterschiedlichen Pressdrücken hergestellt worden sind, gleichzeitig in ein Gargerät einbringbar und zu unterschiedlichen Zeiten während des Reinigungsprozesses auflösbar. Dabei ist es nicht mehr notwendig, Vorsorge zu treffen, dass ein Reinigungstab, der sich zu einem späteren Zeitpunkt auflösen soll, auf einem Niveau im Garraum zu platzieren, das in einem anfänglichen Reinigungsschritt von der Reinigungsflüssigkeit nicht erreicht wird. In gleicher Weise können nebeneinander Reinigungsmittel-und Klarspültabs verwendet werden, ohne befürchten zu müssen, dass der Klarspültab sich zu einem zu frühen Zeitpunkt im Reinigungsprozess auflöst. Soll der Reinigungsprozess mit einem Entkalkungsschritt abgeschlossen werden, ist auch ein Entkalkertab, der bei einem höheren Pressdruck als der Klarspültab hergestellt worden ist, unmittelbar zu Beginn des Reinigungsprozesses einsetzbar. Damit entfällt für das Bedienpersonal die Notwendigkeit, je nach erreichter Verfahrensstufe des Reinigungsverfahrens ein zweites Reinigungstab, einen Klarspüler oder einen Entkalker in den Garraum zu geben. Auch kann darauf verzichtet werden, Behälter für z. B. Klarspüler oder Entkalker vorzusehen, die auf einem höheren Niveau im Garraum angebracht zu sein haben, um erst bei höherer Befüllung von der Reinigungsflüssigkeit aufgenommen zu werden. Auf diese Weise ist es möglich, den gesamten Garraum bereits beim ersten Reinigungsgang einer Komplettreinigung zu unterziehen. Als besonders vorteilhaft haben sich auch Mehrphasentabs erwiesen, bei denen die einzelnen Phasen-Bestandteile bei unterschiedlichen Pressdrücken hergestellt worden sind. Insbesondere solche Mehrphasentabs haben sich dabei als sehr geeignet herausgestellt, bei denen die einzelnen Phasen in Spähren umeinander angeordnet sind. Beispielsweise kann im Inneren eines Mehrphasentabs eine Entkalkerkugel vor- liegen, die von einer Schicht aus Klarspülmittel konzentrisch umgeben ist, welche wiederum von einer oder mehreren Reinigungsmittelschichten konzentrisch umgeben ist. Bevorzugt ist dabei die innere Entkalkerphase bei einem höheren Pressdruck hergestellt worden als die Klarspülphase und die Klarspülphase bei einem geringeren Pressdruck als die Reinigungsphase. Auf diese Weise kann der zeitliche Ablauf beim Auflösen der einzelnen Phasen eines Reinigungsverfahrens gezielt eingestellt werden. Auch lassen sich beispielsweise für gerätebedingt vorprogrammierte Reinigungsverläufe oder für individuell einprogrammierbare Reinigungsverläufe abgestimmte Mehrphasenreinigungstabs einsetzen. Dabei kann jedem individuellen Reinigungsverlauf eine Farbe zugeordnet werden, mit der dann auch der Mehrphasenreinigungstab und/oder dessen Verpackung kenntlich gemacht ist, so dass eine zuverlässige und fehlerfreie Handhabung gewährleistet ist. Ferner ist es selbstverständlich möglich, die einzelnen Phasen eines Mehrphasentabs durch eine oder mehrere Folien zu trennen, um den vorhergehend geschilderten Effekt zu erzielen.

    [0097] Ferner wurde gefunden, dass mit Gargeräten enthaltend eine mechanische Zerteil- oder Zerkleinerungsvorrichtung das Auflöseverhalten von Tabs vorteilhaft beeinflusst werden kann und zudem eine effektive Steuerung des Reinigungsprozesses gelingt.

    [0098] In der nachfolgenden Beschreibung werden zwei erfindungsgemäß einsetzbare Reinigungsmittel anhand einer schematischen Zeichnung im einzelnen dargestellt sind. Dabei zeigt
    Figur 1
    eine Schnittansicht durch ein erstes Reinigungsmittel;
    Figur 2
    eine Schnittansicht durch ein zweites Reinigungsmittel;
    Figur 3
    eine Schnittansicht durch ein drittes Reinigungsmittel; und
    Figur 4
    eine Schnittansicht eines Gargeräts.


    [0099] Das Reinigungsmittel der Figur 1 ist ein sphärisches Reinigungstab 1, das von innen nach außen einen Klarspüler 2, eine Folie 3, einen Reiniger 4 und eine weitere Folie 5 umfasst. Die verschiedenen Komponenten 2, 3, 4 und 5 des Reinigungstabs 1 sind dabei konzentrisch umeinander angeordnet. Darüber hinaus kann das Auflöseverhalten auch dadurch beeinflusst werden, dass der Reiniger 4 bei einem geringeren Pressdruck hergestellt worden ist als der Klarspüler, was der Zeichnung nicht unmittelbar zu entnehmen ist.

    [0100] Verwendet man den Reinigungstab 1 in einem Reinigungsverfahren eines nicht dargestellten Gargerätes, so löst sich die Folie 5 bei bestimmten Bedingungen, beispielsweise einer bestimmten Temperatur, auf, so dass dann der Reiniger 4 seine Wirkung entfalten kann. Nachdem der Reiniger 4 aufgebraucht worden ist, löst sich die Folie 3 nach einer bestimmten Zeit- dauer auf, so dass schließlich der Klarspüler 2 seine Wirkung entfalten kann.

    [0101] Figur 2 zeigt einen sphärischen Mehrphasentab, bei dem der innen liegende Klarspüler 2 bei einem höheren Pressdruck hergestellt worden ist als der außen liegende Reiniger 4. Die Phasen-Bestandteile 2 und 4 sind dabei nicht durch eine Folie voneinander getrennt. Hierdurch gelingt eine noch bessere und saubere Unterteilung der einzelnen Wirkphasen. Insbesondere tritt nicht mehr auf, dass, wenn der Reiniger 4 nahezu vollständig aufgelöst ist, sich gleichzeitig bereits Klarspüler löst und im Reinigungsschritt mit verwendet wird. Mit einem Tab gemäß Figur 2 wird jetzt eine sehr saubere Trennung zwischen dem Reinigungsschritt und dem Klarspülschritt erreicht, da der Klarspüler sich erst anzulösen beginnt, wenn der Reinigungsschritt abgeschlossen ist und das Reinigungsabwasser aus dem Innenraum entfernt worden ist. Auf diese Weise wird die Klarspülwirkung nochmals verbessert. Selbstverständlich werden die vorgenannten Effekte ebenfalls in entsprechender Weise beobachtet, wenn im Inneren des sphärischen Tabs eine Entkalkerphase vorgesehen ist, die bei einem höheren Pressdruck hergestellt worden ist als die Klarspülerphase.

    [0102] Das in Figur 3 dargestellte Reinigungsmittel ist ebenfalls ein sphärisches Reinigungstabs 10, das in einem Beutel 11 angeordnet ist. Das Reinigungstab 10 seinerseits umfasst, von innen nach außen, einen Entkalker 12, einen Klarspüler 13, einen ersten Reiniger 14 und einen zweiten Reiniger 15, wobei die verschiedenen Komponenten 11, 12, 13, 14 und 15 konzentrisch zueinander angeordnet sind. In der dargestellten Ausgestaltung sind die Reiniger-, Klarspüler-und Entkalkerphasen bei unterschiedlichen Drücken herstellt worden, was der Figur 3 nicht unmittelbar zu entnehmen ist, wobei die jeweils innen liegenden Phase bei einem höheren Druck hergestellt worden ist als die benachbarte äußere Phase.

    [0103] Wird der Beutel 11 beispielsweise in ein Waschflottenreservoir eines nicht gezeigten Gargerätes, aus dem eine Waschflotte in einen Garraum gepumpt wird und in den eine Waschflotte aus dem Garraum abfließt, eingehüllt, so löst sich der Beutel 11 nach einer vorherbestimmten Zeitdauer auf, so dass dann der zweite Reiniger 15 seine Wirkung entfalten kann, beispielsweise zum Abbau von Fetten. Sobald der zweite Reiniger 15 verbraucht ist, kann der erste Reiniger 14 damit anfangen, die sonstigen Verschmutzungen im Garraum zu lösen. Nach Verbrauch des ersten Reinigers 14 kann es dann unter Einsatz des Klarspülers 13 zu einem Spülvorgang kommen. Ist auch der Klarspüler 13 verbraucht, wird schließlich ein Entkalken des Gargerätes mittels des Entkalkers 12 durchgeführt.

    [0104] Mit den Mehrphasen-Reinigungstabs 1 und 10 ist es möglich, auf einfache Weise, ohne zusätzlich Flüssigkeitsreservoirs und ohne Unterbrechung eines Reinigungsverlaufs, bestimmte Reinigungsverfahren durchlaufen zu lassen, voll automatisiert. Dabei können für unterschiedliche Reinigungsverfahren auch unterschiedliche Reinigungstabs verwendet haben, so dass hier eine genaue Abstimmung erfolgen kann. Die Reinigungsverfahren können z. B. in Abhängigkeit vom Verschmutzungsgrad zusammen mit dazugehörigen Reinigungstabs ausgewählt werden.

    [0105] In Figur 4 ist schematisch ein Gargerät 16 mit einer Beschleunigungsvorrichtung 17, einem Rohr 18 und einer Aufprallfläche 19 wiedergegeben. Die Beschleunigungsvorrichtung 17 umfasst einen Betätigungsgriff 20 und eine Feder 21 sowie einen zylinderförmigen Stempel 22, der im Grundzustand sowohl die Beschleunigungsvorrichtung gegenüber dem Garraum des Gargeräts 16 verschließt, als auch bewirkt, dass die in dem Vorratsbehältnis 24 befindlichen Tabs 23 nicht in das Rohr 18 gelangen. Erst durch Bewegen des Stempels 22 gegen die Federkraft wird ein Tab 23 freigegeben und kann aus seiner Ruhelage durch einfaches Loslassen des Griffs 20 gegen die Aufprallfläche 19 beschleunigt werden. Die Aufprallfläche 19 ist vorzugsweise, wie abgebildet, strukturiert, wodurch die mechanische Zerkleinerung der auftreffenden Tabs unterstützt wird. Die Einzelteile der Tabs können sodann, z. B. über eine Düse oder einen Wasserauslass, besprüht oder angestrahlt werden. Auch können sie in einen mit Flüssigkeit gefüllten Behälter fallen, der unterhalb der Aufprallfläche 19 angeordnet ist (nicht abgebildet). Indem man das Vorratsbehältnis 24 transparent ausgestaltet, lässt sich die gewünschte Reinigungsfolge durch Verwendung entsprechend farblich gekennzeichneter Reinigungstabs deutlich machen, so dass zu jedem Zeitpunkt des Reinigungsverfahrens von außen zu erkennen ist, welche Reinigungsstufe vorliegt. Selbstverständlich kann der beschriebene Zugabemodus auch automatisiert werden.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Reinigen eines Innenraums eines Gargerätes, bei dem der Garraum während mindestens eines Reinigungszyklus mit einer Reinigungsflüssigkeit gereinigt und zum Ende des Reinigungszyklus mit einer Flüssigkeit gespült wird, dadurch gekennzeichnet, dass
    mindestens ein Reinigungstab und/oder Klarspültab und/oder Entkalkertab und/oder mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs eingesetzt wird bzw. werden, enthaltend als Zusatz zur Einstellung des Auflöseverhaltens einen Bestandteil ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus PVA, PVAL, Glycerin, Alkylenglycol (e) und deren Polymere und/oder nicht-ionische Tenside, Polyalkylenglykole, Wachse, langkettige Fettderivate, Polyacrylate, Polyacrylatcopolymere, PVP, Polyvinylacetat, Fettsäuren, Alkohole, Diole, Ester, Äther und Paraffine, wobei der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab und/oder zumindest ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs im Garraum und am oder benachbart zu mindestens einem Luftleitblech oder an einem Zubehör, ausgewählt aus Einhängeleiter, Hordengestellwagen, Garblech, Fettauffangwanne und Garprozessfühlerhalterung, plaziert wird bzw. werden und der Grad der Auflösung oder der Auflösegeschwindigkeit des Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs oder des Mehrphasentabs über die Drehzahl eines Lüfterrades im Garraum gesteuert wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
    der zumindest eine Reinigungstab und/oder Klarspültab und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab am oder benachbart zu dem mindestens einen Luftleitblech oder am Zubehör in einem Behälter plaziert wird bzw. werden.
     
    3. Verfahren nach Anspruch einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
    das Luftleitblech mit dem Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder dem Mehrphasentab, insbesondere in dem Behälter, direkt unter oder über zumindest einem Wassereinlauf, insbesondere einer Beschwadungsdüse, und/oder über oder unter einer Ansaugöffnung im Luftleitblech plaziert wird.
     
    4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
    direkt in den Garraum bei geschlossener Garraumtür von außerhalb des Garraums über mindestens einen Behälter, mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab eingebracht wird bzw. werden.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
    der Behälter am Luftleitblech fest installiert ist oder eingehängt wird.
     
    6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Reinigungsflüssigkeit bereitgestellt wird unter Einsatz mindestens eines Reinigungsmittels und/oder eines Klarspülmittels und/oder eines Entkalkungsmittels, das oder die fest, in einer Flüssigkeit auflösbar und in Form zumindest eines Reinigungstabs und/oder Klarspültabs und/oder Entkalkertabs gepresst ist bzw. sind oder die in Form mindestens eines Mehrphasentabs gepresst sind, wobei mindestens zwei Tabs, ausgewählt aus Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs, oder mindestens zwei Phasen-Bestandteile eines Mehrphasentabs, enthaltend ein Reinigungs-, Klarspül- under/oder Entkalkungsmittel, bei unterschiedlichen Pressdrücken und/oder mit unterschiedlichen Pressdauern hergestellt worden sind.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Phasen-Bestandteile eines Mehrphasentabs zumindest teilweise konzentrisch zueinander angeordnet sind, vorzugsweise unter Ausbildung eines im wesentlichen sphärischen Mehrphasentabs, wobei mindestens ein innen liegender Phasen-Bestandteil bei einem höheren Pressdruck hergestellt worden ist als ein außen liegender Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs.
     
    8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass
    der Reinigungstab bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringer Pressdauer hergestellt worden ist als der Klarspültab und/oder der Entkalkertab, und/oder dass der Klarspültab bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringerer Pressdauer hergestellt worden ist als der Entkalkertab; oder dass der Phasen-Bestandteil enthaltend das Reinigungsmittel bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringerer Pressdauer hergestellt worden ist als der Phasen-Bestandteil enthaltend das Klarspülmittel und/oder das Entkalkungsmittel, und/oder dass der Phasenbestandteil enthaltend das Klarspülmittel bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringer Pressdauer hergestellt worden ist als der Phasen-Bestandteil enthaltend das Entkalkungsmittel.
     
    9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
    der Garraum mindestens eine Dosieranlage und/oder Klappe aufweiset, über die von außen Reinigungsmittel als Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder als Mehrphasentab, eingebracht wird bzw. werden.
     
    10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Klappe in Abhängigkeit von einer Zeitsteuerung, dem Verschmutzungsgrad, insbesondere bestimmt über mindestens einen Trübungssensor, dem pH-Wert, insbesondere bei Unterschreitung eines vorgegebenen pH-Wertes, der Leitwertbestimmung, der Bilderkennung, dem Gewicht der Waschflotte und/oder an Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkermittel, dem elektrischen Widerstand, der Reflexion, dem Schäumungsgrad, der Luftbestandteile und/oder der Eintrübung der Garraumleuchte geöffnet und geschlossen wird.
     


    Claims

    1. A method for cleaning an interior of a cooking device, in which the cooking chamber is cleaned with a cleaning liquid during at least one cleaning cycle and is rinsed with a liquid at the end of the cleaning cycle, characterized in that
    at least one cleaning tablet and/or clear-rinsing tablet and/or decalcifying tablet and/or at least one phase constituent of a multi-phase tablet is and/or are inserted, containing, as an additive for initiating the dissolving behaviour, a component selected from the group comprising PVA, PVAL, glycerol, alkylene glycol(s) and polymers thereof, and/or nonionic surfactants, polyalkylene glycols, waxes, long-chain fat derivatives, polyacrylates, polyacrylate copolymers, PVP, polyvinyl acetate, fatty acids, alcohols, diols, esters, ethers and paraffins, the cleaning, clear-rinsing and/or decalcifying tablet and/or at least one phase constituent of a multi-phase tablet being placed in the cooking chamber and on the or adjacent to at least one air-guiding plate or on an accessory, selected from among a suspension rack, tray-type rack carriage, baking sheet, fat drip trough and cooking-process sensor holder, and the degree of dissolution or the dissolving speed of the cleaning, clear-rinsing and/or decalcifying tablet or of the multi-phase tablet being controlled via the rotational speed of a fan wheel in the cooking chamber.
     
    2. The method according to Claim 1, characterized in that
    the at least one cleaning tablet and/or clear-rinsing tablet and/or decalcifying tablet or the multi-phase tablet is and/or are placed in a container on the or adjacent to the at least one air-guiding plate or on the accessory.
     
    3. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that
    the air-guiding plate is placed together with the cleaning, clear-rinsing and/or decalcifying tablet or the multi-phase tablet, in particular in the container, directly below or above at least one water inlet, in particular a steaming nozzle, and/or above or below a suction opening in the air-guiding plate.
     
    4. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that
    at least one cleaning , clear-rinsing and/or decalcifying tablet or at least one multi-phase tablet is and/or are inserted, via at least one container, directly into the cooking chamber from outside the cooking chamber when the cooking chamber door is closed.
     
    5. The method according to any one of Claims 2 to 4, characterized in that
    the container is permanently installed on the air-guiding plate or is attached to it.
     
    6. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that
    the cleaning liquid is prepared using at least one cleaning agent and/or clear-rinsing agent and/or decalcifying agent which is and/or are in solid form, dissolvable in a liquid and pressed into the form of at least one cleaning tablet and/or clear-rinsing tablet and/or decalcifying tablet or which are pressed into the form of at least one multi-phase tablet, at least two tablets, selected from among cleaning, clear-rinsing and/or decalcifying tablets, or at least two phase constituents of a multi-phase tablet, containing a cleaning, clear-rinsing and/or decalcifying agent, having been produced at different pressing pressures and/or with different durations of pressing.
     
    7. The method according to Claim 6, characterized in that
    the phase constituents of a multi-phase tablet are arranged at least partially concentrically with respect to one another, preferably forming a substantially spherical multi-phase tablet, with at least an inner phase constituent having been produced at a higher pressing pressure than an outer phase constituent of a multi-phase tablet.
     
    8. The method according to Claim 6 or 7, characterized in that
    the cleaning tablet has been produced at a lower pressing pressure and/or with a lower duration of pressing than the clear-rinsing tablet and/or the decalcifying tablet, and/or in that the clear-rinsing tablet has been produced at a lower pressing pressure and/or with a lower duration of pressing than the decalcifying tablet; or in that the phase constituent containing the cleaning agent has been produced at a lower pressing pressure and/or with a lower duration of pressing than the phase constituent containing the clear-rinsing agent and/or the decalcifying agent, and/or in that the phase constituent containing the clear-rinsing agent has been produced at a lower pressing pressure and/or with a lower pressing duration than the phase constituent containing the decalcifying agent.
     
    9. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that
    the cooking chamber has at least one metering system and/or flap used to introduce cleaning agents in the form of a cleaning, clear-rinsing and/or decalcifying tablet or as a multi-phase tablet from the outside.
     
    10. The method according to Claim 9, characterized in that
    the flap is opened and closed as a function of a timer, the degree of soiling, in particular determined via at least one turbidity sensor, the pH value, in particular if the pH falls below a predetermined value, the determination of the conductance, the image analysis, the weight of the detergent solution and/or cleaning, clear-rinsing and/or decalcifying agent, the electrical resistance, the reflection, the degree of foaming, the air constituents and/or the clouding of the cooking chamber light.
     


    Revendications

    1. Procédé de nettoyage d'un compartiment intérieur d'un appareil de cuisson, dans lequel le compartiment intérieur est nettoyé pendant au moins un cycle de nettoyage à l'aide d'un liquide de nettoyage, et est rincé à la fin du cycle de nettoyage à l'aide d'un liquide, caractérisé en ce que
    au moins une tablette de nettoyage et/ou une tablette de rinçage et/ou une tablette de détartrage et/ou au moins un composant de phase d'une tablette à plusieurs phases est ou sont utilisés, contenant, comme additif pour l'ajustement du comportement de dissolution, un composant choisi dans le groupe comprenant PVA, PVAL, de la glycérine, des alkylèneglycols et leurs polymères et/ou des tensioactifs non ioniques, des polyalkylèneglycols, des cires, des produits dérivés de matière grasse à longue chaîne, des polyacrylates, des copolymères de polyacrylate, PVP, de l'acétate de polyvinyle, des acides gras, des alcools, des diols, des esters, des éthers et des paraffines, la tablette de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage et/ou au moins un composant de phase d'une tablette à plusieurs phases étant placés dans le compartiment de cuisson et sur au moins un déflecteur de ventilation, ou au voisinage de celui-ci, ou sur un accessoire choisi parmi une échelle d'accrochage, une grille coulissante, une plaque de cuisson, une lèchefrite et un support de capteur du processus de cuisson, et le degré de dissolution ou la vitesse de dissolution de la tablette de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage ou de la tablette à plusieurs phases étant commandé(e) par l'intermédiaire de la vitesse de rotation d'une roue de ventilateur dans le compartiment de cuisson.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tablette de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage et/ou le composant de phase étant placés sur au moins un déflecteur de ventilation, ou au voisinage de celui-ci, ou sur un accessoire dans un conteneur.
     
    3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le déflecteur de ventilation est placé, avec la tablette de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage ou la tablette à plusieurs phases, en particulier dans le conteneur, directement sous ou sur au moins une entrée d'eau, en particulier une tuyère d'étuvage, et/ou sur ou sous une ouverture d'aspiration dans le déflecteur de ventilation.
     
    4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une tablette de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage ou au moins une tablette à plusieurs phases est ou sont introduites directement dans le compartiment de cuisson dans le cas d'une porte de compartiment de cuisson fermée de l'extérieur du compartiment de cuisson, par l'intermédiaire d'au moins un réservoir.
     
    5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que le réservoir est installé ou est accroché de manière fixe sur le déflecteur de ventilation.
     
    6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le liquide de nettoyage est préparé avec utilisation d'au moins un agent de nettoyage et/ou un agent de rinçage et/ou un agent de détartrage soluble(s) dans un liquide et comprimé(s) de manière solide sous forme d'au moins une tablette de nettoyage et/ou une tablette de rinçage et/ou une tablette de détartrage, ou comprimé(s) sous forme d'au moins une tablette à plusieurs phases, dans lequel au moins deux tablettes, choisies parmi une tablette de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage, ou au moins deux composants de phase d'une tablette à plusieurs phases, contenant un agent de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage, sont fabriquées à des pressions de compression différentes et/ou avec des durées de compression différentes.
     
    7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que les composants de phase d'une tablette à plusieurs phases sont agencés au moins partiellement de manière concentrique l'un par rapport à l'autre, de manière préférée avec formation d'une tablette à plusieurs phases principalement sphérique, dans lequel au moins un composant de phase situé à l'intérieur est fabriqué avec une force de compression plus élevée qu'un composant de phase d'une tablette à plusieurs phases située à l'extérieur.
     
    8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la tablette de nettoyage est fabriquée avec une force de compression plus faible et/ou avec une durée de compression plus faible que la tablette de rinçage et/ou la tablette de détartrage, et/ou en ce que la tablette de rinçage est fabriquée avec une force de compression plus faible et/ou avec une durée de compression plus faible que la tablette de détartrage ; ou en ce que le composant de phase contenant l'agent de nettoyage est fabriqué avec une force de compression plus faible et/ou avec une durée de compression plus faible que le composant de phase contenant l'agent de rinçage et/ou l'agent de détartrage, et/ou en ce que le composant de phase contenant l'agent de rinçage est fabriqué avec une force de compression plus faible et/ou avec une durée de compression plus faible que le composant de phase contenant l'agent de détartrage.
     
    9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le compartiment de cuisson présente au moins un dispositif de dosage et/ou un clapet, par l'intermédiaire duquel de l'agent de nettoyage est introduit depuis l'extérieur en tant que tablette de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage, ou en tant que tablette à plusieurs phases.
     
    10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le clapet est ouvert et fermé en fonction d'un minuteur, du degré de saleté, déterminé en particulier par l'intermédiaire d'au moins un capteur d'opacification, de la valeur de pH, en particulier lors du dépassement négatif d'une valeur de pH prédéfinie, de la détermination de la conductance, de l'analyse d'image, du poids du détergent et/ou du poids de l'agent de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage, de la résistance électrique, de la rétrodiffusion, du degré de formation de mousse, des composants de la ventilation et/ou de l'opacification des lampes du compartiment de cuisson.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente