[0001] Die Erfindung betrifft ein Reinigungsmittel wie ein Reinigungsmittelkit und einen
Mehrphasentab zum Reinigen von Gargeräten, Verfahren zum Reinigen eines Gargerätes,
bei dem zumindest der Garraum während mindestens eines Reinigungszyklus mit einer
Reinigungsflüssigkeit gereinigt wird, sowie ein Gargerät.
[0002] Zum Reinigen von Gargeräten werden zur Zeit im wesentlichen flüssige Reinigungsmittel
verwendet, die aus einem Flüssigkeitsreservoir in den Garraum eines Gargerätes bedarfsweise
pumpbar bzw. spritzbar sind.
[0003] Für Waschmaschinen und Spülmaschinen sind flüssige sowie feste Reinigungsmittel bekannt.
[0004] Feste Reinigungsmittel erlauben eine einfache Handhabung sowie gezielte Dosierung,
er möglichen den Verzicht auf Flüssigkeitsreservoirs, was platzsparend ist, und dienen
der Sicherheit.
[0005] Eine besonders kostengünstige und einfache Reinigung von Gargeräten soll sich gemäß
DE 100 60 204 AI dadurch bewerkstelligen lassen, dass man ein Reinigungssystem verwendet mit einem
Behälter zur Aufnahme von Reinigungsmittel, der mit dem Innenraum in Wirkverbindung
steht und mindestens eine Austrittsöffnung für das Reinigungsmittel aufweist, wobei
ein Reinigungseinsatz in den Behälter einsetzbar und in Wasser auflösbar ist. Dabei
hat man die Art, Menge und Löslichkeit des Reinigungseinsatzes, die Form und Größe
der Austrittsöffnung, den Ort der Anbringung des Behälters, die Zuführmittel zum Zuführen
von Flüssigkeit und eine Steuereinrichtung derart aufeinander abzustimmen, dass der
Reinigungsmitteleinsatz während eines Reinigungszyklus durch Wasserzufuhr in den Innenraum
weitgehend rückstandsfrei auflösbar ist. Auf diese Weise soll ein Reinigungsmitteleinsatz
verwendet werden können, der genau für die für einen Reinigungszyklus notwendige Menge
dosiert ist und der in einen dafür vorgesehenen Behälter, der im Innenraum vorgesehen
ist, eingeführt und dort aufgelöst wird. Dabei kann der Reinigungsmitteleinsatz auch
in einer wasserlöslichen Umhüllung aufgenommen sein. Neben einem Reinigungsmitteleinsatz
kann auch ein Klarspüleinsatz zum Einsatz kommen, wobei empfohlen wird, den Klarspüleinsatz
auf einem Niveau oberhalb des Behälters für den Reinigungseinsatz anzubringen, damit
der Klarspüleinsatz erst zu einem späteren Zeitpunkt aufgelöst wird. Demgemäß darf
der Flüssigkeitspiegel im Reinigungsschritt auch ein durch die Anbringung des Behälters
für den Klarspüleinsatz vorgegebene Höhe nicht überschreiten. Von Nachteil ist hierbei,
dass bestimmte Areale des Garraums nicht, jedenfalls nicht mit der gewünschten Gründlichkeit
gereinigt werden können, will man nicht zu einem frühen Zeitpunkt die Auflösung des
Klarspülers veranlassen. Zudem ist es für den Benutzer umständlich und unter dem Aspekt
der Sicherheit zumindest bedenklich, vor jedem Reinigungsgang Reinigungsmittel an
nicht ohne weiteres zugänglichen Orten im Garraum deponieren zu müssen. Gemäß
DE 100 60 204 AI kann der Klarspüleinsatz z. B. mit einer Hülle versehen werden, so dass der Klarspüleinsatz
erst bei einer höheren Temperatur auflösbar ist als der Reinigungsmitteleinsatz. Weitergehende
Angaben, z. B. hinsichtlich der Art geeigneter Folien, sind der
DE 100 60 204 AI nicht zu entnehmen.
[0006] Gemäß
EP 1 209 419 A2 soll eine ein Reinigungsmittel enthaltende Reinigungsmittelkartusche, die in eine
Aufnahmeeinheit einzusetzen ist, chemisch und/oder thermisch aktivierbar sein, um
darin enthaltenes Reinigungsmittel in den Innenraum eines Gargeräts freizusetzen.
In gleicher Weise soll mit einer Klarspülmittelkartusche verfahren werden können,
wobei über den Ort der Anbringung der Aufnahmeeinheit für die Klarspülmittelkartusche,
die Wahl des Zuführmittels oder die Steuerung der Heizeinrichtung eine zeitlich gegenüber
der Auflösung der Reinigungsmittelkartusche verzögerte Auflösung bzw. Freisetzung
stattfinden soll. Wie bei der
DE 100 60 204 AI wird vorgeschlagen, die Klarspülmittelkartusche auf einem Niveau oberhalb der Aufnahme
für die Reinigungsmittelkartusche anzuordnen, so dass das Klarspülmittel erst bei
Erreichen eines höheren Flüssigkeitsniveaus aktiviert wird.
[0007] Für Wasch-und Reinigungsmittel wird in der
DE 199 57 737 AI vorgeschlagen, zumindest einzelne Komponenten desselben mit einem Hüllmaterial zu
umgeben, das wiederum in einer wasserlöslichen Umfassung eingeschlossen ist. Auf diese
Weise soll eine Wechselwirkung bestimmter Substanzen der waschaktiven Zubereitung
mit der wasserlöslichen Umfassung, die zu einer Trübung und Versprödung des Materials
führt, vermieden werden.
[0008] Aus der
US 6,057, 281 geht ein Reinigungstab enthaltend eine Säure, eine Base, Polyvinylalkohol und eine
oberflächenaktive Substanz hervor, mit dem sich in einem Waschprozess insbesondere
Glas und andere Objekte mit harter Oberfläche reinigen lassen. Abgesehen von Details
betreffend die genaue Zusammensetzung sind der
US 6,057, 281 keine weiteren Herstellangaben zu entnehmen.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, verbesserte Verfahren zum Reinigen des
Innenraums eines Garraums eines Gargerätes zur Verfügung zu stellen, die nicht mit
den Nachteilen des Standes der Technik behaftet sind und eine zeitlich gesteuerte
Auflösung von insbesondere festem Reinigungsmittel ermöglichen.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren nach Patentanspruch 1 gelöst.
[0011] Dabei kann vorgesehen sein, dass das Reinigungsmittel als Reinigungstab und das Klarspül-
und/oder Entkalkungsmittel zeitlich verzögert als Flüssigkeit, Gel, Pulver oder Paste;
oder das Entkalkungsmittel als Flüssigkeit, Gel, Pulver oder Paste und das Reinigungsmittel
zeitlich verzögert als Reinigungstab oder das Reinigungs-und das Entkalkungsmittel
als Reinigungs-und Entkalkungstab oder als Mehrphasentab und das Klarspülmittel zeitlich
verzögert als Klarspültab, Flüssigkeit, Gel, Pulver oder Paste bereitgestellt wird
bzw. werden. Überraschend wurde gefunden, dass sich ohne Verwendung eines Klarspülmittels,
d.h. allein mit einem Entkalkungsmittel nach oder in Zusammenwirkung mit einem Reinigungsmittel
bereits sehr zufriedenstellende Resultate einstellen, die z. B. hinsichtlich des Glanzeffektes
der Reinigung unter Mitverwendung eines Klarspülmittels in nichts nachstehen.
[0012] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Klarspülmittel und das Entkalkungsmittel als
sphärischer Mehrphasentab vorliegen, wobei das Klarspülmittel oder das Entkalkungsmittel
den innen liegenden Phasen-Bestandteil bildet, und/oder das Reinigungsmittel und das
Entkalkungsmittel als sphärischer Mehrphasentab vorliegen, wobei das Reinigungsmittel
oder das Entkalkungsmittel den innen liegenden Phasen-Bestandteil bildet.
[0013] Des weiteren ist vorgesehen, dass Reinigungs-, Klarspül-und/oder Entkalkertab oder
mittelbar und unmittelbar benachbarte Phasen-Bestandteile des Mehrphasentabs durch
sich in ihrem Auflöse-oder Abbauverhalten unterscheidende Folien, Beschichtungen und/oder
chemische Verzögerer voneinander getrennt sind.
[0014] Vorgesehen ist ebenfalls, wenn flüssiges und/oder pulverförmiges Reinigungs-, Klarspül-oder
Entkalkungsmittel zwischen zwei abbaubaren oder auflösbaren Folien, insbesondere PVA-
Folien, vorliegend bereitgestellt wird.
[0015] Weiterhin ist vorgesehen, dass mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- oder Entkalkertab
mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkungsmittel in flüssiger und/oder
Pulverform enthält.
[0016] Von Vorteil ist auch, wenn das flüssige und/oder pulverförmige Reinigungs-, Klarspül-oder
Entkalkungsmittel von mindestens einer auflösbaren Folie, insbesondere PVA-Folie,
umschlossen ist.
[0017] Ein Verfahren kann zum Reinigen eines Innenraums eines Gargerätes genutzt werden,
bei dem zumindest der Garraum während mindestens eines Reinigungszyklus mit einer
Reinigungsflüssigkeit gereinigt wird, wobei die Reinigungsflüssigkeit bereitgestellt
wird unter Einsatz mindestens eines Reinigungsmittels bzw. Reinigers, eines Klarspülmittels
und/oder eines Entkalkungsmittels, das oder die fest, in einer Flüssigkeit auflösbar
und in Form zumindest eines Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs gepresst
ist bzw. sind oder die in Form mindestens eines Mehrphasentabs gepresst sind, wobei
über den Pressdruck und/oder die Pressdauer das Auflöseverhalten in der Flüssigkeit
bestimmt wird.
[0018] Dabei kann vorgesehen sein, dass mindestens zwei Tabs, ausgewählt aus Reinigungs-,
Klarspül- und/oder Entkalkertabs, oder mindestens zwei Phasen-Bestandteile eines Mehrphasentabs,
enthaltend ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkungsmittel, bei unterschiedlichen
Pressdrücken und/oder mit unterschiedlichen Pressdauer hergestellt worden sind.
[0019] Als vorteilhaft hat sich ebenfalls herausgestellt, wenn mindestens ein Reinigungs-,
Klarspül- und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs,
zumindest in Teilbereichen, mit einer Presskraft von mindestens 18, insbesondere mindestens
40 kN, bevorzugt mindestens 60 lcN, hergestellt worden ist bzw. sind. Besonders geeignete
Presskräfte für die Herstellung von Tabs und Mehrphasentabs liegen im Bereich von
60 bis 600, insbesondere 60 bis 400 kN. In einer Ausführungsform werden die Presskräfte
auf Tab- oder Mehrphasentabflächen im Bereich von etwa 1 cm
2 bis etwa 50 cm
2 aufgebracht. Bevorzugte Pressdrücke liegen demgemäß bei etwa mindestens 36 bar, insbesondere
bei mindestens 80 bar.
[0020] Eine Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass der Mehrphasentab für jede Phase
ausgewählte Reinigungscharakteristiken, bestimmt insbesondere durch die Materialzusammensetzung,
aufweist, ausgewählt aus zumindest einem Reiniger, einem Klarspüler und/oder einem
Entkalker, und/oder die Geometrie und/oder die Pressung.
[0021] Es kann vorgesehen sein, dass mehrere Reinigungstabs, mehrere Klarspültabs und/oder
mehrere Entkalkertabs und/oder dass mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder
Entkalkertab und/oder dass die Phasen-Bestandteile des Mehrphasentabs enthaltend mindestens
einen Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkerphasen-Bestandteil bei graduierlich
oder stufenweise steigenden Pressdrücken und/oder mit graduierlich oder stufenweise
zunehmender Pressdauer hergestellt worden sind, wobei vorzugsweise der Auflösevorgang
um so schneller vonstatten geht, je geringer der Pressdruck und/oder je kürzer die
Pressdauer bei der Herstellung gewesen ist.
[0022] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass die Phasen-Bestandteile eines
Mehrphasentabs zumindest teilweise konzentrisch zueinander angeordnet sind, vorzugsweise
unter Ausbildung eines im wesentlichen sphärischen Mehrphasentabs.
[0023] Geeigneterweise kommt dabei erfindungsgemäß in Betracht, dass mindestens ein innen
liegender Phasen-Bestandteil bei einem höheren Pressdruck hergestellt worden ist als
ein außen liegender Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs.
[0024] Dabei kann gemäß einer Weiterentwicklung auch vorgesehen sein, dass jeder innen liegende
Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs bei einem höheren Pressdruck hergestellt worden
ist als der unmittelbar benachbarte, äußere Phasen-Bestandteil.
[0025] Ein bevorzugtes Verfahren zeichnet sich auch dadurch aus, dass bei einem Mehrphasentab
mindestens ein Phasen-Bestandteil, enthaltend ein Entkalkungsmittel, zumindest bereichsweise
von mindestens einem Phasen-Bestandteil, enthaltend ein Klarspülmittel und/oder ein
Reinigungsmittel, und/oder mindestens ein Phasen-Bestandteil, enthaltend ein Klarspülmittel
und/oder Entkalkungsmittel, zumindest bereichsweise von mindestens einem Phasen- Bestandteil,
enthaltend ein Reinigungsmittel, umgeben ist.
[0026] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist zu berücksichtigen,
dass der Reinigungstab bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringer Pressdauer
hergestellt worden ist als der Klarspültab und/oder der Entkalkertab, und/oder dass
der Klarspültab bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringerer Pressdauer
hergestellt worden ist als der Entkalkertab.
[0027] In entsprechender Weise kann für einen Mehrphasentab vorgesehen sein, dass der Phasen-Bestandteil
enthaltend das Reinigungsmittel bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringerer
Pressdauer hergestellt worden ist als der Phasen-Bestandteil enthaltend das Klarspülmittel
und/oder das Entkalkungsmittel, und/oder dass der Phasenbestandteil enthaltend das
Klarspülmittel bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringer Pressdauer hergestellt
worden ist als der Phasen-Bestandteil enthaltend das Entkalkungsmittel.
[0028] Eine Weiterentwicklung sieht nun ebenfalls vor, dass mindestens ein Reinigungstab
oder mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs mindestens zwei Reinigungsmittel
für unterschiedliche Schmutzarten, wie Proteine, Kohlenhydrate, Carbonate, Zucker
und/oder Fette, umfasst.
[0029] In entsprechender Weise ist vorgesehen, dass der Mehrphasentab mindestens zwei Phasen-Bestandteile
enthaltend Reinigungsmittel umfasst, wobei die in unterschiedlichen Phasen-Bestandteilen
vorliegenden Reinigungsmittel für unterschiedliche Schmutzarten, wie Proteine, Kohlenhydrate,
Carbonate, Zucker und/oder Fette, vorgesehen sind.
[0030] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Reinigungsmittel, insbesondere mindestens ein
Reinigungstab oder mindestens ein Reinigungsmittel-, Klarspülmittel- und/oder Entkalkungsmittelphasen-Bestandteil
eines Mehrphasentabs, mindestens ein Enzym, insbesondere mindestens eine Protease,
Amylase und/oder Lipase, umfasst.
[0031] Des weiteren ist vorgesehen, dass mindestens zwei Reinigungsmittel, insbesondere
mindestens zwei Reinigungstabs oder mindestens zwei Reinigungsphasen-Bestandteile
eines Mehrphasentabs jeweils mindestens ein unterschiedliches Enzym enthalten.
[0032] Eine Ausführungsform des Verfahrens berücksichtigt ferner, dass mindestens ein Reinigungstab,
Klarspültab und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab und/oder Phasen-Bestandteil
eines Mehrphasentabs und/oder ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkerpulverpaste
und/oder-flüssigkeit in einem Beutel angeordnet ist, und der Beutel oder Bestandteile
oder Nähte des Beutels sich, insbesondere während eines Reinigungszyklus, in einer
Flüssigkeit auflösen oder zersetzen, um den darin aufgenommenen Inhalt freizugeben.
[0033] Ein weitere Ausgestaltung sieht vor, dass mindestens ein Reinigungstab, Klarspültab
und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab und/oder Phasen- Bestandteil
eines Mehrphasentabs und/oder ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkerpulver,
-paste und/oder -flüssigkeit von zumindest einer ersten Folie und/oder zweiten Folie
umschlossen ist bzw. sind und diese erste oder zweite Folie sich, insbesondere während
eines Reinigungszyklus, in einer Flüssigkeit auflöst oder zersetzt, um den darin aufgenommenen
Inhalt freizugeben.
[0034] Ein Verfahren zum Reinigen eines Innenraums eines Gargerätes kann vorgesehen sein,
bei dem sich das Reinigungstab, Klarspültab, Entkalkertab, die Phasen-Bestandteile
des Mehrphasentabs, die erste Folie, die zweite Folie und/oder der Beutel in Abhängigkeit
von der Temperatur, der Zeitdauer, der das Reinigungsmittel und/oder die Reinigungsflüssigkeit
einer bestimmten Temperatur ausgesetzt ist, dem pH-Wert und/oder den Strömungscharakteristiken
einer das Reinigungsmittel umgebenden Flüssigkeit und/oder dem Pressdruck des Reinigungsmittels
in der Flüssigkeit auflöst, wobei sich vorzugsweise unterschiedliche Phasen des Mehrphasenreinigungstabs
und/oder unterschiedliche Folien unterschiedlich schnell auflösen.
[0035] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch mitgelöst, dass mindestens
ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab und/oder mindestens ein Phasen-Bestandteil
eines Mehrphasentabs eingesetzt wird bzw. werden, enthaltend als Zusatz zur Einstellung
des Auflöseverhaltens einen Bestandteil ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus PVA,
PVAL, Glycerin, Alkylenglycol (e) und deren Polymere und/oder nichtionische Tenside,
Polyalkylenglykole, Wachse, langkettige Fettderivate, Polyacrylate, Polyacrylatcopolymere,
PVP, Polyvinylacetat, Fettsäuren, Alkohole, Diole, Ester, Äther und Paraffine. Indem
Tabs oder Tabbestandteile mit einem der genannten Zusätze versehen werden, gelingt
es, deren Auflöseverhalten in einer Reinigungsflüssigkeit zu beeinflussen bzw. zu
verzögern. Beispielsweise lässt sich über die Menge an Zusatz die Auflösung fester
Tabs verlang- samen, was z. B. genutzt werden kann, um Klarspültabs zu einem späteren
Zeitpunkt sich auflösen zu lassen als Reinigungstabs. Der Effekt der mit der Beimengung
der genannten Zusätze einhergeht, ist auch besonders ausgeprägt bzw. wird ergänzt,
gefördert oder vergrößert, wenn, wie vorhergehend beschrieben, die jeweiligen Tabs
oder Phasenbestandteile bei unterschiedlichen bzw. hohen Drücken hergestellt worden
sind.
[0036] Bei dem Verfahren zum Reinigen eines Innenraums eines Gargerätes kann mindestens
ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab und/oder mindestens ein Phasen-Bestandteil
eines Mehrphasentabs oder ein Mehrphasentab zur Einstellung des Auflöseverhaltens
mit einer Folie umschlossen sein und/oder eine Beschichtung aufweisen aus einem Material,
enthaltend PVA, PVAL, Glycerin, Alkylenglycol (e) und deren Polymere und/oder nichtionische
Tenside, Stärke und deren Derivate (bevorzugt Dextrine), Polyalkylenglykole, Wachse,
langkettige Fettderivate, Polyacrylate, Polyacrylatcopolymere, PVP, Polyvinylacetat,
Fettsäuren, Alkohole, Diole, Ester, Äther, Dicarbonsäuren und/oder Paraffine, insbesondere
PVA und Polyglycol.
[0037] Ferner wird vorgeschlagen, dass mindestens für eine Folie oder Umhüllung eines Reinigungs-,
Klarspül- oder Entkalkertabs oder eines Phasen-Bestandteils eines Mehrphasentabs eine
Hochtemperaturfolie, insbesondere eine PVA-Hochtemperaturfolie, eingesetzt wird. Besonders
geeignet sind solche Hochtemperaturfolien, die im Bereich von 80 C oder darüber, insbesondere
im Bereich von 60 bis 90 C, keine merkliche Zersetzung oder Abbau zeigen. Als geeignete
Folien mit gestaffelter thermischer Stabilität kommen z. B. auch solche in Frage,
die sich erst bei oder oberhalb von 50, 70 oder 85 C auflösen oder zersetzen.
[0038] Dabei kann vorgesehen sein, dass für mindestens zwei Umhüllungen oder Folien von
Reinigungs-, Klarspül-oder Entkalkertabs oder von Phasen-Bestandteilen eines Mehrphasentabs
Folien, insbesondere PVA-Folien ausgewählt werden, die sich bei unterschiedlichen
Temperaturen auflösen.
[0039] Auch wird vorgeschlagen, dass die Phasen-Bestandteile eines Mehrphasentabs durch
mindestens eine Folie voneinander getrennt sind.
[0040] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass der Entkalkertab mit einer dickeren, temperaturbeständigeren,
flüssigkeitsbeständigeren und/oder gegenüber pH-Wert-Änderungen unempfindlicheren,
insbesondere laugenbeständigeren Folie und/oder einer größeren Anzahl an, insbesondere
solchen, Folien umhüllt ist als der Klarspültab und/oder der Reinigungstabs, und/oder
dass der Klarspültab mit einer dickeren, temperaturbeständigeren, flüssigkeitsbeständigeren
und/oder gegenüber pH-Wert-Änderungen unempfindlicheren, ins- besondere laugenbeständigeren,
Folie und/oder größeren Anzahl an, insbesondere solchen, Folien umhüllt ist als der
Reinigungstab.
[0041] In einer Ausführungsform ist der Reinigungs-, Klarspül-und/oder Entkalkertab oder
mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs mit mindestens einer pH-Wertempfindlichen
Folie umhüllt.
[0042] Ferner wird vorgeschlagen, dass mindestens zwei Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs
oder mindestens zwei Phasen-Bestandteile eines Mehrphasentabs mit pH-Wertempfindlichen
Folien umhüllt sind, deren Abbau oder Auflösung bei unterschiedlichen pH-Werten einsetzt.
Auf diese Weise gelingt es, den Auflösevorgang pH-Wert-gesteuert zu triggern. Beispielsweise
kann für den Entkalkertab eine Hülle gewählt werden, die sich erst aufzulösen beginnt,
wenn die Waschflotte sich aus dem alkalischen Milieu dem Neutralpunkt nähert, beispielsweise
pH-Werte kleiner 8 annimmt, während die Hülle für den Klarspültab sich bereits im
schwach alkalischen oder alkalischen Milieu aufzulösen beginnt.
[0043] In entsprechender Weise wird vorgeschlagen, dass bei dem Mehrphasentab der Phasenbestandteil
enthaltend das Entkalkungsmittel mit einer dickeren, temperaturbeständigeren, flüssigkeitsbeständigeren
und/oder laugenbeständigeren Folie und/oder einer größeren Anzahl an, insbesondere
solchen, Folien umhüllt ist als der Phasen-Bestandteil enthaltend das Klarspülmittel
und/oder das Reinigungsmittel, und/oder dass der Phasen- Bestandteil enthaltend das
Klarspülmittel mit einer dickeren, temperaturbeständigeren, flüssigkeitsbeständigeren
und/oder laugenbeständigeren Folie und/oder größeren Anzahl an, insbesondere solchen,
Folien umhüllt ist als der Phasen-Bestandteil enthaltend das Reinigungsmittel.
[0044] Ferner kann vorgesehen sein, dass bei dem Mehrphasentab der Phasenbestandteil enthaltend
das Entkalkungsmittel mit einer dickeren, temperaturbeständigeren, flüssigkeitsbeständigeren
und/oder laugenbeständigeren Folie und/oder einer größeren Anzahl an, insbesondere
solchen, Folien von dem Phasen-Bestandteil enthaltend das Klarspülmittel und/oder
das Reinigungsmittel separiert ist, und/oder dass der Phasen-Bestandteil enthaltend
das Klarspülmittel mit einer dickeren, temperaturbeständigeren, flüssigkeitsbeständigeren
und/oder laugenbeständigeren Folie und/oder größeren Anzahl an, insbesondere solchen,
Folien von dem Phasen-Bestandteil enthaltend das Reinigungsmittel separiert ist.
[0045] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich auch dadurch aus, dass das Reinigungs-,
Klarspül-und/oder Entkalkertab und/oder zumindest ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs
im Garraum platziert wird bzw. werden.
[0046] Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass der Reinigungs-, Klar- spül-und/oder Entkalkertab
oder mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs in einem ersten Schritt
des Auflöseprozesses, insbesondere wenn mit einer Folie oder einem Beutel umschlossen
oder mit einer Beschichtung versehen, mit einem Fluid benetzt wird.
[0047] Dabei kommt auch in Betracht, dass der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab
oder mindestens ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs, insbesondere wenn ohne
Folienumhüllung, Beutel oder Beschichtung vorliegend, mit einem Fluidstrahl beaufschlagt
wird, so dass der Auflöseprozess vonstatten geht.
[0048] Außerdem wird erfindungsgemäß direkt in den Garraum bei geschlossener Garraumtür
von außerhalb des Garraums, über insbesondere mindestens einen Behälter, mindestens
ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab
eingebracht.
[0049] Dabei kann vorgesehen sein, dass der Behälter als Überlaufbehälter vorliegt. Der
Überlaufbehälter ist regelmäßig nur oben offen, wodurch angelöste Tabsubstanz durch
gesteuerte Wasserzugabe als Überlauf in den Innenraum gelangt. Über die eingesetzte
Wassermenge ist die Menge an freigesetztem Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkermittel
steuerbar.
[0050] Bevorzugt ist erfindungsgemäß ebenfalls, dass der Garraum mindestens eine Dosieranlage
und/oder Klappe aufweist, über die von außen Reinigungsmittel als Reinigungs-, Klarspül-
und/oder Entkalkertab oder als Mehrphasentab eingebracht wird bzw. werden.
[0051] Von Vorteil ist auch, dass zumindest durch Teile der Dosieranlage oder Klappe Flüssigkeit,
insbesondere Wasser, durchgeleitet wird, so dass das Reinigungsmittel in den Garraum
gelangt.
[0052] Es kann vorgesehen sein, dass der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder
der Mehrphasentab über eine Chemieschublade und/oder über einen Klapp- oder Andockmechanismus
in ein Behältnis in dem Garraum gebracht wird, insbesondere durch reversibles Andocken
einer Klappe oder Schale, wobei das Behältnis im auf- und zugeklappten Zustand der
Klappe oder Schale in Wirkverbindung mit dem Garraum steht.
[0053] Dabei kann ferner vorgesehen sein, dass die Klappe oder Schale des Klapp- oder Andockmechanismus
im Garraum arretiert oder angedockt wird.
[0054] Ferner wird vorgeschlagen, dass mindestens ein Behälter, enthaltend mindestens eine
Klappe zur Aufnahme eines Reinigungsmittels in den Garraum eingehängt wird.
[0055] Auch kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Klappe in Abhängigkeit von einer
Zeitsteuerung, dem Verschmutzungsgrad, insbesondere bestimmt über mindestens einen
Trübungssensor, dem pH-Wert, insbesondere bei Unterschreitung eines vorgegebenen pH-Wertes,
der Leitwertbestimmung, der Bilderkennung, dem Gewicht, insbesondere der Waschflotte
und/oder an Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkermittel, dem, insbesondere elektrischen,
Widerstand, der Reflexion, dem Schäumungsgrad, der Luftbestandteile und/oder der Eintrübung
der Garraumleuchte geöffnet und geschlossen wird. Beispielsweise kann ein Öffnen der
Klappe dann veranlasst werden, wenn ein vorgegebener maximaler pH-Wert um ca. 10 %
unterschritten wird.
[0056] Alternativ zur Erfindung kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Reinigungs-, Klarspül-
und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab derart im Garraum, Belüftungsrohr,
Entlüftungsrohr, Technikraum oder Ablöschkasten auf einer Unterlage angeordnet wird,
dass dieser erst bei gezielter Beaufschlagung mit einem Fluid, insbesondere bei Anwendung
eines Fluiddruckstrahls, vorzugsweise unter Einsatz einer Beschwadungsdüse, von dieser
Unterlage in den Innenraum überführt wird.
[0057] Ferner kann alternativ vorgesehen sein, dass mindestens ein Reinigungs-, Klarspül-und/oder
Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab in ein Rohr oder Magazin, insbesondere
ein Rohrmagazin, das sich im Garraum, im Belüftungsrohr, im Entlüftungsrohr, im Technikraum
oder im Ablöschkasten befindet, eingeführt und durch mindestens eine Öffnung des Rohrs
oder Magazins im angelösten oder teilweise angelösten Zustand freigegeben wird.
[0058] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Öffnung sich im unteren Bereich und/oder entlang
der Längs- und/oder Querseite des Rohrs oder Magazins befindet.
[0059] Vorgesehen ist weiterhin, dass das Rohr oder Magazin, insbesondere Rohrmagazin, an
einem Luftleitblech fest installiert oder reversibel anbringbar ist und vorzugsweise
einen abnehmbaren Deckel aufweist.
[0060] Hierbei kann vorgesehen sein, dass das Rohr oder Magazin vor Beginn des Reinigungszyklus
in den Garraum, das Belüftungsrohr, das Entlüftungsrohr, den Technikraum oder den
Ablöschkasten eingerührt, insbesondere eingehängt, wird.
[0061] Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens kommt in Betracht, dass der Reinigungs-,
Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab in Form eines Kegels, eines
Kegelstumpfes, eines Stabs, eines Zylinders, einer Kugel, einer Pyramide, eines Pyramidenstumpfes
oder eiförmig ausgeführt ist.
[0062] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Spitze oder die Basis von Kegel, Kegelstumpf,
Pyramide oder Pyramidenstumpf der Öffnung des Rohrs oder Magazins zugewandt ist.
[0063] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass an der Spitze oder dem sich verjüngenden Ende,
insbesondere von Kegel, Kegelstumpf, Pyramide oder Pyramidenstumpf, des Mehrphasentabs
ein Klarspülmittel und/oder Entkalkungsmittel, und/oder an der Basis von Kegel, Kegelstumpf,
Pyramide oder Pyramidenstumpf ein Reinigungsmittel und/oder Entkalkungsmittel vorliegt
bzw. vorliegen.
[0064] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass an der Spitze oder dem sich
verjüngenden Ende von Kegel, Kegelstumpf, Pyramide oder Pyramidenstumpf des Mehrphasentabs
ein Klarspülmittel und/oder Entkalkungsmittel, und/oder an der Basis von Kegel, Kegelstumpf,
Pyramide oder Pyramidenstumpf ein Reinigungsmittel und/oder Entkalkungsmittel vorliegt
bzw. vorliegen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass z. B. zunächst das
Reinigungsmittel an der Basis in Kontakt mit der Flüssigkeit gelangt und sich auflöst,
während zeitlich verzögert der gegenüber der Waschflotte höher angebrachte Entkalker
und/oder Klarspüler aufgelöst wird. In dieser Weise kann je nach gewünschter Abfolge
von Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkungsmittel ein Mehrphasentab mit dazu korrespondierender
Phasen-Bestandteilfolge konstruiert und eingesetzt werden. Selbstverständlich kann
sich auch der Klarspüler und/oder der Entkalker an der Basis obiger Formkörper befinden
und das Reinigungsmittel an der Spitze. Werden die Formkörper beispielsweise durch
ein Magazin mit verengter unterer Austrittsöffnung gehalten, durch die die Basis erst
im angelösten Zustand vollständig hindurchgelangen kann, wird ebenfalls eine zeitlich
verzögerte Freigabe erreicht.
[0065] Des weiteren kann vorgesehen sein, dass die Spitze von Kegel, Kegelstumpf, Pyramide
oder Pyramidenstumpf der Öffnung des Rohrs oder Magazins zugewandt ist oder durch
diese hindurchragt, wenn Flüssigkeit von durch das Rohr oder Magazin geleitet wird.
[0066] Ebenso wird vorgeschlagen, dass die Basis von Kegel, Kegelstumpf, Pyramide oder Pyramidenstumpf
der Öffnung des Rohres oder Magazins zugewandt ist, wenn die Öffnung des Rohres oder
Magazins in Flüssigkeit eingetaucht wird.
[0067] Ferner ist erfindungsgemäß gefordert, dass zumindest ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder
Entkalkertab oder ein Mehrphasentab am oder benachbart zu mindestens einem Luftleitblech
oder an einem Zubehör, ausgewählt aus Einhängeleiter, Hordengestellwagen, Garblech,
Fettauffangwanne und Garprozessfühlerhalterung, insbesondere in einem Behälter, platziert
wird bzw. werden.
[0068] Dabei kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das Luftleitblech mit dem Reinigungs-,
Klarspül-und/oder Entkalkertab oder dem Mehrphasentab, insbesondere in dem Behälter,
direkt unter oder über zumindest einem Wassereinlauf, insbesondere einer Beschwadungsdüse,
und/oder über oder unter einer Ansaugöffnung im Luftleitblech platziert wird.
[0069] Erfindungswesentlich wird der Grad der Auflösung oder der Auflösegeschwindigkeit
des Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs oder des Mehrphasentabs über die
Drehzahl eines Lüfterrades im Garraum gesteuert.
[0070] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Beaufschlagung des Reinigungs-, Klarspül-
und/oder Entkalkertabs oder des Mehrphasentabs mit einem Fluid und/oder der Grad der
Auflösung oder der Auflösegeschwindigkeit des Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs
oder des Mehrphasentabs über das Ausmaß der, insbesondere über mindestens eine Pumpe
vorgenommenen, Fluid- oder Flüssigkeitsumwälzung gesteuert wird bzw. werden.
[0071] Ferner wird vorgeschlagen, dass zur Beaufschlagung des Reinigungs-, Klar- spül-und/oder
Entkalkertabs oder des Mehrphasentabs mit einem Fluid, alternativ oder zusätzlich,
eine Beschwadungsdüse eingesetzt wird.
[0072] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Behälter am Luftleitblech
fest installiert ist oder eingehängt wird.
[0073] Zudem kommt in Betracht, dass der Beutel oder die Folie eine permeable oder semipermeable
Membran umfasst, insbesondere Goretex-Material.
[0074] Gemäß einem weiteren alternativen Aspekt kann es vorgesehen sein, dass mindestens
ein Reinigungstab und/oder Klarspültab und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab
oder ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkungsmittel in Form eines Granulats
über eine von außen betätigbare oder vorprogrammierte Beschleunigungsvorrichtung,
insbesondere eine unter Vorspannung setzbare Feder, und/oder mindestens ein Reinigungstab
und/oder Klarspültab und/oder Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab oder
ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkungsmittel in Form eines Gels, Pulvers,
Paste, einer Flüssigkeit, eines Granulats oder eines Sols über eine manuelle oder
automatische Pressvorrichtung, insbesondere Tubendrückvorrichtung, in den Innenraum,
insbesondere unter mechanischer Zerteilung, transportiert wird. Diese Ausgestaltung
bringt Tabs in das Gargerät ein ähnlich dem von sogenannten Flipper-Spielgeräten bekannten
Mechanismus, mit dem Kugeln in ein Spielfeld geschleudert werden. In entsprechender
Weise können beispielsweise kugelförmige Tabs aus einem Reservoir oder Magazin nachrutschen,
sobald der Beschleunigungsmechanismus betätigt worden ist. Als Beschleunigungsvorrichtung
kann jede dem Fachmann bekannte Einrichtung zum Einsatz kommen, mit der Gegenstände
aus ihrer Ruhelage bewegt werden können. Beispielsweise lassen sich bei einer Feder
über unterschiedliche Federwege unterschiedliche Beschleunigungen bzw. Endgeschwindigkeiten
erreichen, mit denen die Tabs in den Garraum eingebracht werden.
[0075] Dabei kann vorgesehen sein, dass durch das Betätigen der Beschleunigungsvorrichtung
das Reinigungsverfahren oder ein Abschnitt eines Reinigungsverfahrens ausgelöst wird.
Auf diese Weise wird der gesamte Verfahrensablauf beim Reinigen vereinfacht. Auch
ist sichergestellt, dass das Reinigungsverfahren nicht ohne einen Reinigungstab im
Innenraum abläuft.
[0076] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Beschleunigungsvorrichtung in oder an einem Ende
eines Rohres platziert ist, über das der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab
oder der Mehrphasentab in den Innenraum gelangen. Durch die Verwendung eines Rohres
gelingt es, die Tabs geführt in den Innenraum einzubringen, so dass eine willkürlich
Verteilung von Tabs oder Tabbestandteilen vermieden werden kann und empfindliche Geräte
oder Sensoren nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.
[0077] Als vorteilhaft hat sich dabei erwiesen, wenn der Reinigungs-, Klarspül- und/oder
Entkalkertab oder der Mehrphasentab über die Beschleunigungsvorrichtung und/oder das
Rohr gegen ein Objekt, insbesondere eine Wand-oder Aufprallfläche, im Innenraum geschleudert
werden. Über die Beschleunigungsvorrichtung wird dem Tab eine kinetische Energie zuteil,
die ausreicht, den Tab in eine Vielzahl an Einzelbruchstücken zu zerteilen beim Auftreffen
auf eine Aufprallfläche. Über das Ausmaß ein kinetischer Energie, d. h. über die Voreinstellung
der Beschleunigungsvorrichtung gelingt es, den Umfang an mechanischer Vorzerkleinerung
festzulegen. Auf diese Weise kann bereits mit der Einführung der Tabs in den Innen-
raum das Auflöseverhalten in der Reinigungsflüssigkeit gesteuert werden. Je mehr Einzelteile
gebildet werden und je kleiner diese sind, um so schneller ist in der Regel der Auflösevorgang
in einer Flüssigkeit.
[0078] Es kommt ferner in Betracht, dass das Ausmaß der Kraft, mit der der Reinigungs-,
Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab in den Innenraum transportiert
wird, vor oder bei der Betätigung der Beschleunigungsvorrichtung ausgewählt wird.
[0079] Als vorteilhaft hat sich herausgestellt, dass die Wand- oder Aufprallfläche strukturiert
ist und/oder Öffnungen aufweist.
[0080] Beispielsweise führen Kanten, Stifte oder Einbuchtungen auf der Aufprallfläche zu
einem höheren Zerteilungsgrad der Tabs beim Aufprall.
[0081] Dabei kann ferner vorgesehen sein, dass der Zerteilungsgrad und/oder die Auflösegeschwindigkeit
von Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder von Mehrphasentab über die Kraft
bestimmt wird, mit der der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab
in den Innenraum auf die Wand- oder Aufprallfläche beschleunigt wird.
[0082] Auch wird vorgeschlagen, dass der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder
der Mehrphasentab vor der Einführung in den Innenraum und/oder die Reihenfolge der
Einführung derselben ausgewählt werden.
[0083] Es ist des weiteren vorgesehen, dass der Reinigungs-, Klarspül-und/oder Entkalkertab
oder der Mehrphasentab nach dem Kontakt mit der Wand-oder Aufprallfläche von einer
Flüssigkeit angelöst oder gelöst wird.
[0084] Eine vorteilhafte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Reinigungs-,
Klarspül- und/oder Entkalkertabs oder die Phasen-Bestandteile des Mehrphasentabs,
insbesondere in Form, Farbe und/oder Größe, unterscheidbar gemacht sind. Hierbei ist
von Vorteil, dass Fehler bei der Beschickung des Innenraums mit Tabs weitestgehend
unterbunden werden, da eine einfache und überschaubare Zuordnung zwischen Tabart und
dessen Farbe, Form und/oder Größe geschaffen werden kann.
[0085] Es kann ein Mehrphasentab eingesetzt werden, enthaltend mindestens einen in einer
Flüssigkeit auflösbaren Reinigungsphasen-Bestandteil, umfassend mindestens ein Reinigungsmittel,
mindestens einen in einer Flüssigkeit auflösbaren Klarspülphasen-Bestandteil, umfassend
mindestens ein Klarspülmittel, und/oder mindestens einen in einer Flüssigkeit auflösbaren
Entkalkerphasen-Bestandteil, umfassend mindestens ein Entkalkungsmittel, zur Verwendung
in einem der voranstehend geschilderten erfindungsgemäßen Verfahren.
[0086] Das erfindungsgemäße Verfahren kann in einem Gargerät zum Wärmebehandeln von Gargut
durchgeführt werden, umfassend zumindest einen Innenraum und eine Heizeinrichtung,
wobei das Gargerät eine von außen betätigbare oder vorprogrammierte Beschleunigungsvorrichtung,
insbesondere enthaltend eine unter Vorspannung setzbare Feder, und ein Rohr in den
Innenraum und/oder eine manuell oder automatisch betätigbare Pressvorrichtung, insbesondere
Tubendrückvorrichtung, aufweist, über die mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder
Entkalkertab oder mindestens ein Mehrphasentab in den Innenraum, ins- besondere unter
mechanischer Zerteilung, transportierbar ist bzw. sind.
[0087] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Beschleunigungsvorrichtung in oder an einem
Ende eines Rohres platziert ist, über das das Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab
oder der Mehrphasentab in den Innenraum transportierbar ist bzw. sind.
[0088] Vorteilhafter Weise verfügt das Gargerät in einer Ausführungsform über mindestens
eine Wand-oder Aufprallfläche, gegen die das Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab
oder der Mehrphasentab schleuderbar ist bzw. sind.
[0089] In einer weiteren Ausgestaltung ist eine mit Flüssigkeit befüllbare Auffangvorrichtung
für von der Wand- oder Aufprallvorrichtung abprallende Reinigungs-, Klarspül- und/oder
Entkalkertabs oder Mehrphasentabs oder Teile derselben vorgesehen. Diese Auffangvorrichtung
lässt sich z. B. mit einer Flüssigkeit befüllen, beispielsweise bevor der gesamte
Innenraum oder Garraum geflutet wird, um den Anlösevorgang in Gang zu setzen. Dabei
kann in einer Variante, der konzentrierte Reinigungsmittelinhalt der Auffangvorrichtung
durch Anheben des Flüssigkeitsspiegels in dem Innenraum geflutet werden.
[0090] Eine besonders vorteilhafte mechanische Vorzerkleinerung der Tabs gelingt auch dann,
wenn die Wand- oder Aufprallfläche strukturiert ist und/oder Öffnungen aufweist. Die
Öffnungen oder Durchlässe sind dabei vorteilhafter Weise derart dimensioniert, dass
Tabs in ursprünglicher Größe durch sie nicht hindurchpassen.
[0091] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung verfügt das einzusetzende Gargerät
über mindestens eine, insbesondere auf, an oder in der Außenwand des Gargeräts vorliegende
und/oder von außerhalb des Gargeräts zugängliche, Befüll- und/oder Lagereinrichtung
für Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs oder Mehrphasentabs, die zum Be-
oder Nachfüllen in Verbindung mit der Beschleunigungsvorrichtung steht oder bringbar
ist.
[0092] Die Befüll- und/oder Lagereinrichtung kann zumindest in Teilen transparent und/oder
von außen einsehbar sein.
[0093] Von Vorteil ist weiterhin, wenn die Beschleunigungsvorrichtung in Wirkverbindung
mit einer Steuereinrichtung des Gargeräts steht. Auf diese Weise kann z. B. über die
Betätigung der Beschleunigungsvorrichtung, d. h. parallel zu der Einbringung eines
Tabs in den Innenraum der Reinigungsprozess oder ein bestimmter Abschnitt des Reinigungsprozesses
gestartet bzw. eingeleitet werden.
[0094] Schließlich kann vorgesehen sein, dass über die Beschleunigungsvorrichtung die Kraft,
mit der der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder der Mehrphasentab in
den Innenraum auf die Wand-oder Aufprallfläche schleuderbar ist, variierbar ist. Dieses
hat den Vorteil, dass die Geschwindigkeit des Auflöseprozesses über den Grad der mechanischen
Vorzerkleinerung direkt gesteuert werden kann.
[0095] Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, anstelle von bislang zur
Gargerätereinigung üblichen flüssigen Reinigungsmitteln nunmehr feste, in Tabform
gepresste Reinigungsmittel zum Reinigen eines Gargerätes zu verwenden, wobei sich
die Reinigungstabs in einem Reinigungsverfahren durch Umspülung mit einer Flüssigkeit,
wie beispielsweise Frischwasser und/oder einer Waschflotte, gezielt auflösen.
[0096] Des weiteren wurde überraschend gefunden, dass sich der Auflöseprozess von in Tabform
eingesetzten Reinigungsmitteln bereits dadurch effektiv steuern lässt, dass die während
eines Reinigungszyklus zum Einsatz kommenden Tabs bei unterschiedlichen Pressdrücken
und/oder mit unterschiedlicher Pressdauer gefertigt worden sind. Beispielsweise sind
zwei oder mehrere Reinigungsmitteltabs, die bei unterschiedlichen Pressdrücken hergestellt
worden sind, gleichzeitig in ein Gargerät einbringbar und zu unterschiedlichen Zeiten
während des Reinigungsprozesses auflösbar. Dabei ist es nicht mehr notwendig, Vorsorge
zu treffen, dass ein Reinigungstab, der sich zu einem späteren Zeitpunkt auflösen
soll, auf einem Niveau im Garraum zu platzieren, das in einem anfänglichen Reinigungsschritt
von der Reinigungsflüssigkeit nicht erreicht wird. In gleicher Weise können nebeneinander
Reinigungsmittel-und Klarspültabs verwendet werden, ohne befürchten zu müssen, dass
der Klarspültab sich zu einem zu frühen Zeitpunkt im Reinigungsprozess auflöst. Soll
der Reinigungsprozess mit einem Entkalkungsschritt abgeschlossen werden, ist auch
ein Entkalkertab, der bei einem höheren Pressdruck als der Klarspültab hergestellt
worden ist, unmittelbar zu Beginn des Reinigungsprozesses einsetzbar. Damit entfällt
für das Bedienpersonal die Notwendigkeit, je nach erreichter Verfahrensstufe des Reinigungsverfahrens
ein zweites Reinigungstab, einen Klarspüler oder einen Entkalker in den Garraum zu
geben. Auch kann darauf verzichtet werden, Behälter für z. B. Klarspüler oder Entkalker
vorzusehen, die auf einem höheren Niveau im Garraum angebracht zu sein haben, um erst
bei höherer Befüllung von der Reinigungsflüssigkeit aufgenommen zu werden. Auf diese
Weise ist es möglich, den gesamten Garraum bereits beim ersten Reinigungsgang einer
Komplettreinigung zu unterziehen. Als besonders vorteilhaft haben sich auch Mehrphasentabs
erwiesen, bei denen die einzelnen Phasen-Bestandteile bei unterschiedlichen Pressdrücken
hergestellt worden sind. Insbesondere solche Mehrphasentabs haben sich dabei als sehr
geeignet herausgestellt, bei denen die einzelnen Phasen in Spähren umeinander angeordnet
sind. Beispielsweise kann im Inneren eines Mehrphasentabs eine Entkalkerkugel vor-
liegen, die von einer Schicht aus Klarspülmittel konzentrisch umgeben ist, welche
wiederum von einer oder mehreren Reinigungsmittelschichten konzentrisch umgeben ist.
Bevorzugt ist dabei die innere Entkalkerphase bei einem höheren Pressdruck hergestellt
worden als die Klarspülphase und die Klarspülphase bei einem geringeren Pressdruck
als die Reinigungsphase. Auf diese Weise kann der zeitliche Ablauf beim Auflösen der
einzelnen Phasen eines Reinigungsverfahrens gezielt eingestellt werden. Auch lassen
sich beispielsweise für gerätebedingt vorprogrammierte Reinigungsverläufe oder für
individuell einprogrammierbare Reinigungsverläufe abgestimmte Mehrphasenreinigungstabs
einsetzen. Dabei kann jedem individuellen Reinigungsverlauf eine Farbe zugeordnet
werden, mit der dann auch der Mehrphasenreinigungstab und/oder dessen Verpackung kenntlich
gemacht ist, so dass eine zuverlässige und fehlerfreie Handhabung gewährleistet ist.
Ferner ist es selbstverständlich möglich, die einzelnen Phasen eines Mehrphasentabs
durch eine oder mehrere Folien zu trennen, um den vorhergehend geschilderten Effekt
zu erzielen.
[0097] Ferner wurde gefunden, dass mit Gargeräten enthaltend eine mechanische Zerteil- oder
Zerkleinerungsvorrichtung das Auflöseverhalten von Tabs vorteilhaft beeinflusst werden
kann und zudem eine effektive Steuerung des Reinigungsprozesses gelingt.
[0098] In der nachfolgenden Beschreibung werden zwei erfindungsgemäß einsetzbare Reinigungsmittel
anhand einer schematischen Zeichnung im einzelnen dargestellt sind. Dabei zeigt
- Figur 1
- eine Schnittansicht durch ein erstes Reinigungsmittel;
- Figur 2
- eine Schnittansicht durch ein zweites Reinigungsmittel;
- Figur 3
- eine Schnittansicht durch ein drittes Reinigungsmittel; und
- Figur 4
- eine Schnittansicht eines Gargeräts.
[0099] Das Reinigungsmittel der Figur 1 ist ein sphärisches Reinigungstab 1, das von innen
nach außen einen Klarspüler 2, eine Folie 3, einen Reiniger 4 und eine weitere Folie
5 umfasst. Die verschiedenen Komponenten 2, 3, 4 und 5 des Reinigungstabs 1 sind dabei
konzentrisch umeinander angeordnet. Darüber hinaus kann das Auflöseverhalten auch
dadurch beeinflusst werden, dass der Reiniger 4 bei einem geringeren Pressdruck hergestellt
worden ist als der Klarspüler, was der Zeichnung nicht unmittelbar zu entnehmen ist.
[0100] Verwendet man den Reinigungstab 1 in einem Reinigungsverfahren eines nicht dargestellten
Gargerätes, so löst sich die Folie 5 bei bestimmten Bedingungen, beispielsweise einer
bestimmten Temperatur, auf, so dass dann der Reiniger 4 seine Wirkung entfalten kann.
Nachdem der Reiniger 4 aufgebraucht worden ist, löst sich die Folie 3 nach einer bestimmten
Zeit- dauer auf, so dass schließlich der Klarspüler 2 seine Wirkung entfalten kann.
[0101] Figur 2 zeigt einen sphärischen Mehrphasentab, bei dem der innen liegende Klarspüler
2 bei einem höheren Pressdruck hergestellt worden ist als der außen liegende Reiniger
4. Die Phasen-Bestandteile 2 und 4 sind dabei nicht durch eine Folie voneinander getrennt.
Hierdurch gelingt eine noch bessere und saubere Unterteilung der einzelnen Wirkphasen.
Insbesondere tritt nicht mehr auf, dass, wenn der Reiniger 4 nahezu vollständig aufgelöst
ist, sich gleichzeitig bereits Klarspüler löst und im Reinigungsschritt mit verwendet
wird. Mit einem Tab gemäß Figur 2 wird jetzt eine sehr saubere Trennung zwischen dem
Reinigungsschritt und dem Klarspülschritt erreicht, da der Klarspüler sich erst anzulösen
beginnt, wenn der Reinigungsschritt abgeschlossen ist und das Reinigungsabwasser aus
dem Innenraum entfernt worden ist. Auf diese Weise wird die Klarspülwirkung nochmals
verbessert. Selbstverständlich werden die vorgenannten Effekte ebenfalls in entsprechender
Weise beobachtet, wenn im Inneren des sphärischen Tabs eine Entkalkerphase vorgesehen
ist, die bei einem höheren Pressdruck hergestellt worden ist als die Klarspülerphase.
[0102] Das in Figur 3 dargestellte Reinigungsmittel ist ebenfalls ein sphärisches Reinigungstabs
10, das in einem Beutel 11 angeordnet ist. Das Reinigungstab 10 seinerseits umfasst,
von innen nach außen, einen Entkalker 12, einen Klarspüler 13, einen ersten Reiniger
14 und einen zweiten Reiniger 15, wobei die verschiedenen Komponenten 11, 12, 13,
14 und 15 konzentrisch zueinander angeordnet sind. In der dargestellten Ausgestaltung
sind die Reiniger-, Klarspüler-und Entkalkerphasen bei unterschiedlichen Drücken herstellt
worden, was der Figur 3 nicht unmittelbar zu entnehmen ist, wobei die jeweils innen
liegenden Phase bei einem höheren Druck hergestellt worden ist als die benachbarte
äußere Phase.
[0103] Wird der Beutel 11 beispielsweise in ein Waschflottenreservoir eines nicht gezeigten
Gargerätes, aus dem eine Waschflotte in einen Garraum gepumpt wird und in den eine
Waschflotte aus dem Garraum abfließt, eingehüllt, so löst sich der Beutel 11 nach
einer vorherbestimmten Zeitdauer auf, so dass dann der zweite Reiniger 15 seine Wirkung
entfalten kann, beispielsweise zum Abbau von Fetten. Sobald der zweite Reiniger 15
verbraucht ist, kann der erste Reiniger 14 damit anfangen, die sonstigen Verschmutzungen
im Garraum zu lösen. Nach Verbrauch des ersten Reinigers 14 kann es dann unter Einsatz
des Klarspülers 13 zu einem Spülvorgang kommen. Ist auch der Klarspüler 13 verbraucht,
wird schließlich ein Entkalken des Gargerätes mittels des Entkalkers 12 durchgeführt.
[0104] Mit den Mehrphasen-Reinigungstabs 1 und 10 ist es möglich, auf einfache Weise, ohne
zusätzlich Flüssigkeitsreservoirs und ohne Unterbrechung eines Reinigungsverlaufs,
bestimmte Reinigungsverfahren durchlaufen zu lassen, voll automatisiert. Dabei können
für unterschiedliche Reinigungsverfahren auch unterschiedliche Reinigungstabs verwendet
haben, so dass hier eine genaue Abstimmung erfolgen kann. Die Reinigungsverfahren
können z. B. in Abhängigkeit vom Verschmutzungsgrad zusammen mit dazugehörigen Reinigungstabs
ausgewählt werden.
[0105] In Figur 4 ist schematisch ein Gargerät 16 mit einer Beschleunigungsvorrichtung 17,
einem Rohr 18 und einer Aufprallfläche 19 wiedergegeben. Die Beschleunigungsvorrichtung
17 umfasst einen Betätigungsgriff 20 und eine Feder 21 sowie einen zylinderförmigen
Stempel 22, der im Grundzustand sowohl die Beschleunigungsvorrichtung gegenüber dem
Garraum des Gargeräts 16 verschließt, als auch bewirkt, dass die in dem Vorratsbehältnis
24 befindlichen Tabs 23 nicht in das Rohr 18 gelangen. Erst durch Bewegen des Stempels
22 gegen die Federkraft wird ein Tab 23 freigegeben und kann aus seiner Ruhelage durch
einfaches Loslassen des Griffs 20 gegen die Aufprallfläche 19 beschleunigt werden.
Die Aufprallfläche 19 ist vorzugsweise, wie abgebildet, strukturiert, wodurch die
mechanische Zerkleinerung der auftreffenden Tabs unterstützt wird. Die Einzelteile
der Tabs können sodann, z. B. über eine Düse oder einen Wasserauslass, besprüht oder
angestrahlt werden. Auch können sie in einen mit Flüssigkeit gefüllten Behälter fallen,
der unterhalb der Aufprallfläche 19 angeordnet ist (nicht abgebildet). Indem man das
Vorratsbehältnis 24 transparent ausgestaltet, lässt sich die gewünschte Reinigungsfolge
durch Verwendung entsprechend farblich gekennzeichneter Reinigungstabs deutlich machen,
so dass zu jedem Zeitpunkt des Reinigungsverfahrens von außen zu erkennen ist, welche
Reinigungsstufe vorliegt. Selbstverständlich kann der beschriebene Zugabemodus auch
automatisiert werden.
1. Verfahren zum Reinigen eines Innenraums eines Gargerätes, bei dem der Garraum während
mindestens eines Reinigungszyklus mit einer Reinigungsflüssigkeit gereinigt und zum
Ende des Reinigungszyklus mit einer Flüssigkeit gespült wird, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Reinigungstab und/oder Klarspültab und/oder Entkalkertab und/oder mindestens
ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs eingesetzt wird bzw. werden, enthaltend
als Zusatz zur Einstellung des Auflöseverhaltens einen Bestandteil ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus PVA, PVAL, Glycerin, Alkylenglycol (e) und deren Polymere
und/oder nicht-ionische Tenside, Polyalkylenglykole, Wachse, langkettige Fettderivate,
Polyacrylate, Polyacrylatcopolymere, PVP, Polyvinylacetat, Fettsäuren, Alkohole, Diole,
Ester, Äther und Paraffine, wobei der Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab
und/oder zumindest ein Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs im Garraum und am oder
benachbart zu mindestens einem Luftleitblech oder an einem Zubehör, ausgewählt aus
Einhängeleiter, Hordengestellwagen, Garblech, Fettauffangwanne und Garprozessfühlerhalterung,
plaziert wird bzw. werden und der Grad der Auflösung oder der Auflösegeschwindigkeit
des Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertabs oder des Mehrphasentabs über die
Drehzahl eines Lüfterrades im Garraum gesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest eine Reinigungstab und/oder Klarspültab und/oder Entkalkertab oder der
Mehrphasentab am oder benachbart zu dem mindestens einen Luftleitblech oder am Zubehör
in einem Behälter plaziert wird bzw. werden.
3. Verfahren nach Anspruch einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Luftleitblech mit dem Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder dem Mehrphasentab,
insbesondere in dem Behälter, direkt unter oder über zumindest einem Wassereinlauf,
insbesondere einer Beschwadungsdüse, und/oder über oder unter einer Ansaugöffnung
im Luftleitblech plaziert wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
direkt in den Garraum bei geschlossener Garraumtür von außerhalb des Garraums über
mindestens einen Behälter, mindestens ein Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab
oder mindestens ein Mehrphasentab eingebracht wird bzw. werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
der Behälter am Luftleitblech fest installiert ist oder eingehängt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungsflüssigkeit bereitgestellt wird unter Einsatz mindestens eines Reinigungsmittels
und/oder eines Klarspülmittels und/oder eines Entkalkungsmittels, das oder die fest,
in einer Flüssigkeit auflösbar und in Form zumindest eines Reinigungstabs und/oder
Klarspültabs und/oder Entkalkertabs gepresst ist bzw. sind oder die in Form mindestens
eines Mehrphasentabs gepresst sind, wobei mindestens zwei Tabs, ausgewählt aus Reinigungs-,
Klarspül- und/oder Entkalkertabs, oder mindestens zwei Phasen-Bestandteile eines Mehrphasentabs,
enthaltend ein Reinigungs-, Klarspül- under/oder Entkalkungsmittel, bei unterschiedlichen
Pressdrücken und/oder mit unterschiedlichen Pressdauern hergestellt worden sind.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Phasen-Bestandteile eines Mehrphasentabs zumindest teilweise konzentrisch zueinander
angeordnet sind, vorzugsweise unter Ausbildung eines im wesentlichen sphärischen Mehrphasentabs,
wobei mindestens ein innen liegender Phasen-Bestandteil bei einem höheren Pressdruck
hergestellt worden ist als ein außen liegender Phasen-Bestandteil eines Mehrphasentabs.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass
der Reinigungstab bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringer Pressdauer
hergestellt worden ist als der Klarspültab und/oder der Entkalkertab, und/oder dass
der Klarspültab bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringerer Pressdauer
hergestellt worden ist als der Entkalkertab; oder dass der Phasen-Bestandteil enthaltend
das Reinigungsmittel bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringerer Pressdauer
hergestellt worden ist als der Phasen-Bestandteil enthaltend das Klarspülmittel und/oder
das Entkalkungsmittel, und/oder dass der Phasenbestandteil enthaltend das Klarspülmittel
bei einem geringeren Pressdruck und/oder mit geringer Pressdauer hergestellt worden
ist als der Phasen-Bestandteil enthaltend das Entkalkungsmittel.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Garraum mindestens eine Dosieranlage und/oder Klappe aufweiset, über die von außen
Reinigungsmittel als Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkertab oder als Mehrphasentab,
eingebracht wird bzw. werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die Klappe in Abhängigkeit von einer Zeitsteuerung, dem Verschmutzungsgrad, insbesondere
bestimmt über mindestens einen Trübungssensor, dem pH-Wert, insbesondere bei Unterschreitung
eines vorgegebenen pH-Wertes, der Leitwertbestimmung, der Bilderkennung, dem Gewicht
der Waschflotte und/oder an Reinigungs-, Klarspül- und/oder Entkalkermittel, dem elektrischen
Widerstand, der Reflexion, dem Schäumungsgrad, der Luftbestandteile und/oder der Eintrübung
der Garraumleuchte geöffnet und geschlossen wird.
1. A method for cleaning an interior of a cooking device, in which the cooking chamber
is cleaned with a cleaning liquid during at least one cleaning cycle and is rinsed
with a liquid at the end of the cleaning cycle, characterized in that
at least one cleaning tablet and/or clear-rinsing tablet and/or decalcifying tablet
and/or at least one phase constituent of a multi-phase tablet is and/or are inserted,
containing, as an additive for initiating the dissolving behaviour, a component selected
from the group comprising PVA, PVAL, glycerol, alkylene glycol(s) and polymers thereof,
and/or nonionic surfactants, polyalkylene glycols, waxes, long-chain fat derivatives,
polyacrylates, polyacrylate copolymers, PVP, polyvinyl acetate, fatty acids, alcohols,
diols, esters, ethers and paraffins, the cleaning, clear-rinsing and/or decalcifying
tablet and/or at least one phase constituent of a multi-phase tablet being placed
in the cooking chamber and on the or adjacent to at least one air-guiding plate or
on an accessory, selected from among a suspension rack, tray-type rack carriage, baking
sheet, fat drip trough and cooking-process sensor holder, and the degree of dissolution
or the dissolving speed of the cleaning, clear-rinsing and/or decalcifying tablet
or of the multi-phase tablet being controlled via the rotational speed of a fan wheel
in the cooking chamber.
2. The method according to Claim 1, characterized in that
the at least one cleaning tablet and/or clear-rinsing tablet and/or decalcifying tablet
or the multi-phase tablet is and/or are placed in a container on the or adjacent to
the at least one air-guiding plate or on the accessory.
3. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that
the air-guiding plate is placed together with the cleaning, clear-rinsing and/or decalcifying
tablet or the multi-phase tablet, in particular in the container, directly below or
above at least one water inlet, in particular a steaming nozzle, and/or above or below
a suction opening in the air-guiding plate.
4. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that
at least one cleaning , clear-rinsing and/or decalcifying tablet or at least one multi-phase
tablet is and/or are inserted, via at least one container, directly into the cooking
chamber from outside the cooking chamber when the cooking chamber door is closed.
5. The method according to any one of Claims 2 to 4, characterized in that
the container is permanently installed on the air-guiding plate or is attached to
it.
6. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that
the cleaning liquid is prepared using at least one cleaning agent and/or clear-rinsing
agent and/or decalcifying agent which is and/or are in solid form, dissolvable in
a liquid and pressed into the form of at least one cleaning tablet and/or clear-rinsing
tablet and/or decalcifying tablet or which are pressed into the form of at least one
multi-phase tablet, at least two tablets, selected from among cleaning, clear-rinsing
and/or decalcifying tablets, or at least two phase constituents of a multi-phase tablet,
containing a cleaning, clear-rinsing and/or decalcifying agent, having been produced
at different pressing pressures and/or with different durations of pressing.
7. The method according to Claim 6, characterized in that
the phase constituents of a multi-phase tablet are arranged at least partially concentrically
with respect to one another, preferably forming a substantially spherical multi-phase
tablet, with at least an inner phase constituent having been produced at a higher
pressing pressure than an outer phase constituent of a multi-phase tablet.
8. The method according to Claim 6 or 7, characterized in that
the cleaning tablet has been produced at a lower pressing pressure and/or with a lower
duration of pressing than the clear-rinsing tablet and/or the decalcifying tablet,
and/or in that the clear-rinsing tablet has been produced at a lower pressing pressure and/or with
a lower duration of pressing than the decalcifying tablet; or in that the phase constituent containing the cleaning agent has been produced at a lower
pressing pressure and/or with a lower duration of pressing than the phase constituent
containing the clear-rinsing agent and/or the decalcifying agent, and/or in that the phase constituent containing the clear-rinsing agent has been produced at a lower
pressing pressure and/or with a lower pressing duration than the phase constituent
containing the decalcifying agent.
9. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that
the cooking chamber has at least one metering system and/or flap used to introduce
cleaning agents in the form of a cleaning, clear-rinsing and/or decalcifying tablet
or as a multi-phase tablet from the outside.
10. The method according to Claim 9, characterized in that
the flap is opened and closed as a function of a timer, the degree of soiling, in
particular determined via at least one turbidity sensor, the pH value, in particular
if the pH falls below a predetermined value, the determination of the conductance,
the image analysis, the weight of the detergent solution and/or cleaning, clear-rinsing
and/or decalcifying agent, the electrical resistance, the reflection, the degree of
foaming, the air constituents and/or the clouding of the cooking chamber light.
1. Procédé de nettoyage d'un compartiment intérieur d'un appareil de cuisson, dans lequel
le compartiment intérieur est nettoyé pendant au moins un cycle de nettoyage à l'aide
d'un liquide de nettoyage, et est rincé à la fin du cycle de nettoyage à l'aide d'un
liquide, caractérisé en ce que
au moins une tablette de nettoyage et/ou une tablette de rinçage et/ou une tablette
de détartrage et/ou au moins un composant de phase d'une tablette à plusieurs phases
est ou sont utilisés, contenant, comme additif pour l'ajustement du comportement de
dissolution, un composant choisi dans le groupe comprenant PVA, PVAL, de la glycérine,
des alkylèneglycols et leurs polymères et/ou des tensioactifs non ioniques, des polyalkylèneglycols,
des cires, des produits dérivés de matière grasse à longue chaîne, des polyacrylates,
des copolymères de polyacrylate, PVP, de l'acétate de polyvinyle, des acides gras,
des alcools, des diols, des esters, des éthers et des paraffines, la tablette de nettoyage,
de rinçage et/ou de détartrage et/ou au moins un composant de phase d'une tablette
à plusieurs phases étant placés dans le compartiment de cuisson et sur au moins un
déflecteur de ventilation, ou au voisinage de celui-ci, ou sur un accessoire choisi
parmi une échelle d'accrochage, une grille coulissante, une plaque de cuisson, une
lèchefrite et un support de capteur du processus de cuisson, et le degré de dissolution
ou la vitesse de dissolution de la tablette de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage
ou de la tablette à plusieurs phases étant commandé(e) par l'intermédiaire de la vitesse
de rotation d'une roue de ventilateur dans le compartiment de cuisson.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tablette de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage et/ou le composant de phase
étant placés sur au moins un déflecteur de ventilation, ou au voisinage de celui-ci,
ou sur un accessoire dans un conteneur.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le déflecteur de ventilation est placé, avec la tablette de nettoyage, de rinçage
et/ou de détartrage ou la tablette à plusieurs phases, en particulier dans le conteneur,
directement sous ou sur au moins une entrée d'eau, en particulier une tuyère d'étuvage,
et/ou sur ou sous une ouverture d'aspiration dans le déflecteur de ventilation.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une tablette de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage ou au moins une
tablette à plusieurs phases est ou sont introduites directement dans le compartiment
de cuisson dans le cas d'une porte de compartiment de cuisson fermée de l'extérieur
du compartiment de cuisson, par l'intermédiaire d'au moins un réservoir.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que le réservoir est installé ou est accroché de manière fixe sur le déflecteur de ventilation.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le liquide de nettoyage est préparé avec utilisation d'au moins un agent de nettoyage
et/ou un agent de rinçage et/ou un agent de détartrage soluble(s) dans un liquide
et comprimé(s) de manière solide sous forme d'au moins une tablette de nettoyage et/ou
une tablette de rinçage et/ou une tablette de détartrage, ou comprimé(s) sous forme
d'au moins une tablette à plusieurs phases, dans lequel au moins deux tablettes, choisies
parmi une tablette de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage, ou au moins deux
composants de phase d'une tablette à plusieurs phases, contenant un agent de nettoyage,
de rinçage et/ou de détartrage, sont fabriquées à des pressions de compression différentes
et/ou avec des durées de compression différentes.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que les composants de phase d'une tablette à plusieurs phases sont agencés au moins partiellement
de manière concentrique l'un par rapport à l'autre, de manière préférée avec formation
d'une tablette à plusieurs phases principalement sphérique, dans lequel au moins un
composant de phase situé à l'intérieur est fabriqué avec une force de compression
plus élevée qu'un composant de phase d'une tablette à plusieurs phases située à l'extérieur.
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la tablette de nettoyage est fabriquée avec une force de compression plus faible
et/ou avec une durée de compression plus faible que la tablette de rinçage et/ou la
tablette de détartrage, et/ou en ce que la tablette de rinçage est fabriquée avec une force de compression plus faible et/ou
avec une durée de compression plus faible que la tablette de détartrage ; ou en ce que le composant de phase contenant l'agent de nettoyage est fabriqué avec une force
de compression plus faible et/ou avec une durée de compression plus faible que le
composant de phase contenant l'agent de rinçage et/ou l'agent de détartrage, et/ou
en ce que le composant de phase contenant l'agent de rinçage est fabriqué avec une force de
compression plus faible et/ou avec une durée de compression plus faible que le composant
de phase contenant l'agent de détartrage.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le compartiment de cuisson présente au moins un dispositif de dosage et/ou un clapet,
par l'intermédiaire duquel de l'agent de nettoyage est introduit depuis l'extérieur
en tant que tablette de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage, ou en tant que
tablette à plusieurs phases.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le clapet est ouvert et fermé en fonction d'un minuteur, du degré de saleté, déterminé
en particulier par l'intermédiaire d'au moins un capteur d'opacification, de la valeur
de pH, en particulier lors du dépassement négatif d'une valeur de pH prédéfinie, de
la détermination de la conductance, de l'analyse d'image, du poids du détergent et/ou
du poids de l'agent de nettoyage, de rinçage et/ou de détartrage, de la résistance
électrique, de la rétrodiffusion, du degré de formation de mousse, des composants
de la ventilation et/ou de l'opacification des lampes du compartiment de cuisson.