(19)
(11) EP 1 479 315 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
24.11.2004  Patentblatt  2004/48

(21) Anmeldenummer: 03405370.2

(22) Anmeldetag:  23.05.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A47B 81/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(71) Anmelder: PEKA-METALL AG
6295 Mosen (CH)

(72) Erfinder:
  • Weber, Peter
    5712 Beinwil am See (CH)

(74) Vertreter: BOVARD AG - Patentanwälte 
Optingenstrasse 16
3000 Bern 25
3000 Bern 25 (CH)

   


(54) Schrankauszugvorrichtung


(57) Eine Schrankauszugvorrichtung ist in einen durch ein Bodenteil (2), zwei Seitenwände (3) und (4), einer Rückwand (5) und einer Abdeckung gebildeten Eckschrank (1) einsetzbar. Der hintere Teil (6) ist durch ein benachbartes Schrankelement (7) verdeckt. Im zugänglichen vorderen Teil (8) des Eckschrankes (1) ist ein äusserer Einbauteil (10) ausziehbar gelagert und im ausgezogenen Zustand um eine vertikale Schwenkachse (12) ausschwenkbar. In den dadurch freigegebenen vorderen Teil (8) ist ein innerer Einbauteil (15) verschiebbar, der sonst im hinteren Teil (6) des Eckschrankes (1) untergebracht ist. Der innere Einbauteil (15) ist mit zusätzlichen Führungsmitteln (19) ausgestattet, entlang welcher ein Auszugelement (18), an welchen die Ablagefächer angebracht sind, aus dem Eckschrank ausziehbar ist. Durch diese Ausgestaltung wird ein optimaler Zugang auch auf die Ablagefächer des inneren Einbauteils (15) eines Eckschrankes ermöglicht.







Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schrankauszugvorrichtung, welche in einem durch ein Bodenteil, zwei Seitenwänden, einer Rückwand und einer Abdeckung gebildeten Eckschrank einsetzbar ist, bei welchem ein hinterer Teil durch ein benachbartes Schrankelement verdeckt ist und der zugängliche vordere Teil durch ein Türelement verschliessbar ist, umfassend einen mit Ablagefächern versehenen äusseren Einbauteil, der entlang von im Eckschrank befestigbaren Führungsmitteln in den vorderen Teil des Eckschrankes einschiebbar und aus diesem herausziehbar ist und im ausgezogenen Zustand um eine Vertikalachse ausschwenkbar ist und den zugänglichen vorderen Teil frei gibt, und einen mit Ablagefächern versehenen inneren Einbauteil, der vom hinteren Teil bei ausgezogenem und ausgeschwenktem äusseren Einbauteil entlang weiteren Führungsmitteln in den vorderen Teil des Eckschrankes verschiebbar ist.

[0002] Derartige Schrankauszugvorrichtungen sind bekannt. Mit diesen wird insbesondere erreicht, dass das Raumangebot von derartigen Eckschränken, wie sie beispielsweise bei Kücheneinrichtungen zur Anwendung kommen, voll ausgenützt werden kann, wobei die Zugänglichkeit zu den Ablagefächern, auf welchen die Utensilien untergebracht werden, für eine Person gewährleistet ist.

[0003] Eine derartige Schrankauszugvorrichtung ist beispielsweise in der EP-A-0 441 919 dargestellt. Diese Einrichtung ist mit einem Hebelsystem ausgestattet, welche bewirkt, dass während des Ausschwenkens des ausgezogenen äusseren Einbauteils um die Vertikalachse der innere Einbauteil in den vorderen zugänglichen Teil des Eckschrankes verschoben wird und umgekehrt.

[0004] Es sind auch Einrichtungen bekannt, bei welchen der innere Einbauteil entlang den weiteren Führungsmitteln von Hand in die zugängliche Position verschoben werden, wenn der äussere Einbauteil sich in der ausgezogenen und ausgeschwenkten Lage befindet.

[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Zugänglichkeit auf die Ablagefächer des inneren Einbauteils noch zu verbessern.

[0006] Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe dadurch, dass der innere verschiebbare Einbauteil mit zusätzlichen Führungsmitteln ausgestattet ist, die im wesentlichen senkrecht zu den weiteren Führungsmitteln ausgerichtet sind, in welchem inneren Einbauteil ein Auszugelement, an welchem die Ablagefächer angebracht sind, gehalten ist, welches im ausgeschwenkten Zustand des äusseren Einbauteils und wenn der innere verschiebbare Einbauteil in den vorderen Teil des Eckschrankes verschoben ist, aus dem Eckschrank ausziehbar ist.

[0007] Mit dieser zusätzlichen Ausziehmöglichkeit des Auszugelementes des inneren Einbauteils wird erreicht, dass sich die entsprechenden Ablagefächer mindestens teilweise ausserhalb des Eckschrankelementes befinden, wodurch ein optimaler Zugang auch auf die hinteren Bereiche der entsprechenden Ablagefächer ermöglicht wird.

[0008] In vorteilhafter Weise sind die weiteren Führungsmittel, entlang welchen der innere Einbauteil geführt verschiebbar ist, aus einer Schiene gebildet, welche mit am inneren Einbauteil angebrachten Rollen zusammenwirken, und wobei am inneren Einbauteil mindestens eine Abstützrolle angebracht ist. Neben dem einfachen Aufbau und der einfachen Montage dieser Schiene wird neben der guten Führung durch die Abstützrolle auch eine optimale Stabilität erreicht.

[0009] Besonders einfach wird die Befestigung dieser Schiene durch den Einsatz von Distanzstücken, mit welchen die Schiene im hinteren Bereich des Eckschrankes am Bodenteil befestig wird und die Schiene parallel zur Rückwand verläuft.

[0010] Die Abstützrolle ist im vorderen Bereich des Eckschrankes am Bodenteil abstützbar, wodurch ein sehr einfacher Aufbau erreicht wird, da hierzu keine weiteren zusätzlichen Führungselemente erforderlich sind.

[0011] Eine einfache und effiziente Führung wird dadurch erreicht, dass die Schiene aus einem Vierkantrohr besteht, und am inneren Einbauteil drei Rollen angebracht sind, wovon zwei auf der einen Seitenfläche des Vierkantrohres abrollen, während die dritte Rolle zwischen den zwei Rollen auf der der einen Seitenfläche gegenüberliegenden Seitenfläche abrollt und einstellbar ist. Dadurch lässt sich das Spiel zwischen Vierkantrohr und Rollen optimal einjustieren.

[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass am inneren Einbauteil eine Verriegelungseinrichtung angebracht ist, welche mit dem äusseren Einbauteil zusammenwirkt und mit welchen vermeidbar ist, dass der ausgeschwenkte äussere Einbauteil zurückschwenkbar ist, wenn sich der innere Einbauteil in der ausgezogenen Position befindet. Dadurch werden Kollisionsrisiken zwischen den beiden Einbauteilen vermieden.

[0013] Ein besonders einfacher Aufbau wird dadurch erreicht, dass der innere Einbauteil einen im wesentlichen ebenen Rahmen umfasst, welcher im wesentlichen senkrecht zu den weiteren Führungsmitteln ausgerichtet ist. Um eine optimale Führung bezüglich der weiteren Führungsmittel zu erreichen, ist am ebenen Rahmen im Bereich der weiteren Führungsmittel ein Ausleger befestigt, der im wesentlichen senkrecht zum ebenen Rahmen ausgerichtet ist und an welchem die drei Rollen angebracht sind.

[0014] Durch das Ausbilden des Auszugelementes als flacher Rahmen, der am ebenen Rahmen durch die zusätzlichen Führungsmittel, die als Linearführungen ausgebildet sind, gehalten ist und in welchem die Ablagefächer des inneren Einbauteils einhängbar sind, wird ein einfacher Aufbau erreicht, der leicht zu montieren ist.

[0015] Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung beispielhaft näher erläutert.

[0016] Es zeigt

Fig. 1 in räumlicher Darstellung die erfindungsgemässe Schrankauszugvorrichtung, eingesetzt in einem Eckschrank, bei welchem übersichtshalber die Wände teilweise und die Abdeckung vollständig weggelassen sind;

Fig. 2 eine Ansicht von oben auf die Schrankauszugvorrichtung mit teilweise ausgezogenem äusseren Einbauteil;

Fig. 3 eine Ansicht von oben auf die Schrankauszugvorrichtung mit vollständig ausgezogenem und um die Vertikalachse ausgeschwenkten äusseren Einbauteil, wobei der innere Einbauteil in die zugängliche Position verschoben worden ist;

Fig. 4 eine Ansicht von oben auf die Schrankauszugvorrichtung gemäss Fig. 3, wobei das Auszugelement des inneren Einbauteils im ausgezogenen Zustand dargestellt ist;

Fig. 5 eine räumliche Darstellung des inneren Einbauteils, von hinten gesehen;

Fig. 6 eine räumliche Darstellung des inneren Einbauteils, von vorne gesehen;

Fig. 7 eine Ansicht auf die weiteren Führungsmittel mit der Führung des inneren Einbauteils; und

Fig. 8 in räumlicher Darstellung den Bereich der Schrankauszugvorrichtung mit dem Auszugelement des inneren Einbauteils, in ausgezogenem Zustand.



[0017] Aus Fig. 1 ist ersichtlich, wie eine erfindungsgemässe Schrankauszugvorrichtung in einen Eckschrank 1 eingesetzt ist. Dieser Eckschrank 1 wird gebildet durch einen Bodenteil 2, zwei Seitenwänden 3 und 4, wobei die Seitenwand 4 aus Übersichtsgründen nur teilweise dargestellt ist, und einer Rückwand 5. Die Abdeckung, die diesen Eckschrank 1 abdecken würde, ist ebenfalls aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt. Der hintere Teil 6 des Eckschrankes ist durch ein benachbartes Schrankelement 7, das ebenfalls auch nur teilweise dargestellt ist, verdeckt. Der vordere Teil 8 des Eckschrankes ist von der Türseite her, dargestellt mit Pfeil 9, zugänglich. Dieser vordere Teil 8 kann durch ein Türelement, das nicht dargestellt ist, verschlossen werden, dieses Türelement kann am äusseren Einbauteil 10 befestigt sein, es kann aber auch am die Zugangsöffnung seitlich begrenzenden Seitenteil des Eckschrankes schwenkbar befestigt sein.

[0018] Dieser äussere Einbauteil 10 besteht in bekannter Weise aus einem ebenen Rahmen 11, der um eine Schwenkachse 12 schwenkbar ist, wie später noch im Detail ersichtlich wird. An diesen ebenen Rahmen sind Führungsmittel 13 angebracht, mit welchen in bekannter Weise der Auszugrahmen 14 gehalten wird, welcher aus dem Eckschrank 1 ausgezogen werden kann. An diesem Auszugrahmen 14 können die Ablagefächer eingehängt werden.

[0019] Der innere Einbauteil 15 ist, geführt durch weitere Führungsmittel 16, im hinteren Teil 6 des Eckschrankes 1 untergebracht. Der innere Einbauteil 15 besteht im wesentlichen aus einem ebenen Rahmen 17, an welchem ein Auszugelement 18 angebracht ist, welches über zusätzliche Führungsmittel 19 bezüglich des ebenen Rahmens 17 ausziehbar ist. Hierzu ist das Auszugelement 18 als flacher Rahmen 20 ausgebildet.

[0020] Der äussere Einbauteil 10 und der innere Einbauteil 15 sind über ein Hebelsystem 21 in bekannter Weise miteinander verbunden.

[0021] Zum Öffnen des Eckschrankes, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist, wird der Auszugrahmen 14 zusammen mit dem nicht dargestellten Türelement aus dem äusseren Einbauteil 12 ausgezogen. Der innere Einbauteil 15 befindet sich im hinteren Teil 6 des Eckschrankes 1. Wenn die voll ausgezogene Position des Auszugrahmens 14 erreicht ist, kann der äussere Einbauteil 10 um die vertikale Schwenkachse in die ausgeschwenkte Position ausgeschwenkt werden, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Über die mitschwenkende Grundschiene 22 des äusseren Einbauteils 10 wird das Hebelsystem 21 derart betätigt, dass der innere Einbauteil 15 entlang den weiteren Führungsmitteln 16 in die in Fig. 3 dargestellte vorgeschobene Position gebracht. Der innere Einbauteil 15 befindet sich nun auf der Höhe des freien Zugangs.

[0022] Wenn der äussere Einbauteil 10 und der innere Einbauteil 15 die in Fig. 3 dargestellten Positionen eingenommen haben, kann aus dem inneren Einbauteil 15 das als flacher Rahmen 20 ausgebildete Auszugelement 18 entlang der zusätzlichen Führungsmittel 19 ausgezogen werden, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. Dadurch werden die nicht dargestellten Ablagefächer, die am Auszugelement 18 eingehängt werden können, in optimaler Weise zugänglich, auch deren hinteren Bereiche.

[0023] Das Zurückführen des inneren Einbauteils 15 und des äusseren Einbauteils 10 in den Eckschrank 1 und somit das Verschliessen dieses Eckschrankes 1 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge zum vorgängig beschriebenen Vorgang.

[0024] In Fig. 8 ist die Situation der Schrankauszugvorrichtung ersichtlich, die der Situation gemäss Fig. 4 entspricht, das heisst, der äussere Einbauteil 10 befindet sich in der ausgeschwenkten Position, der innere Einbauteil 15 befindet sich im vorderen Teil 8 des Eckschrankes, das Auszugelement 18 ist in der ausgezogenen Lage. Um zu vermeiden, dass bei ausgezogenem Auszugelement 18 des inneren Einbauteils 15 der äussere Einbauteil 10 um die vertikale Schwenkachse 12 zurückgeschwenkt werden kann, ist eine Verriegelungseinrichtung 23 vorgesehen, die am inneren Einbauteil 15 befestigt ist, und die auch in den Fig. 1 bis 4 ersichtlich ist. Diese Verriegelungseinrichtung 23 umfasst einen schwenkbaren Hebel 24, der mit einer Anschlagfläche 25 versehen ist. In der voll geöffneten Position der Schrankauszugvorrichtung, wie sie in Fig. 8 dargestellt ist, befindet sich der schwenkbare Hebel 24 in der abgesenkten Position, das bedeutet, dass die Anschlagfläche 25 hinter die Grundschiene 22 zu liegen kommt und somit vermieden wird, dass diese Grundschiene 22 und demzufolge der äussere Einbauteil 10 zurückgeschwenkt werden kann.

[0025] Am vorderen Endbereich des Auszugelementes 18 ist eine Steuerkurve 26 angebracht, beim Einschieben dieses Auszugelementes 18 kommt diese Steuerkurve 16 in den Bereich der Verriegelungseinrichtung 23 und fährt auf die am schwenkbaren Hebel 24 angebrachte Rolle 27 auf. Diese Rolle 27 ist bezüglich der Anschlagfläche 25 hinter dem Schwenkpunkt des schwenkbaren Hebels 24 angeordnet, durch die Steuerkurve 26 wird somit der schwenkbare Hebel gegen den Uhrzeigersinn in der Darstellung gemäss Fig. 8 verdreht, die Anschlagfläche 25 wird angehoben, die Grundschiene 22 wird freigegeben und kann unter der Anschlagfläche 25 hindurch eingeschwenkt werden. Das Einschwenken des äusseren Einbauteils 10 kann somit erst eingeleitet werden, wenn das Auszugelement 18 praktisch voll in den inneren Einbauteil 15 eingeschoben ist. Dadurch wird jegliche Kollisionsmöglichkeit zwischen äusserem Einbauteil 10 und innerem Einbauteil 15 bzw. den entsprechend angebrachten Ablagefächern vermieden.

[0026] In den Fig. 5 und 6 ist der innere Einbauteil 15 ersichtlich. Wie bereits erwähnt worden ist, umfasst dieser innere Einbauteil 15 einen ebenen Rahmen 17, der mit den zusätzlichen Führungsmitteln 19 ausgestattet ist, die als eine obere und eine untere Linearführung 28 bzw. 29 ausgebildet sind. Diese beiden Linearführungen 28 und 29 können als Kugelführungen gebildet sein, selbstverständlich sind aber auch andere Linearführungen denkbar. Über diese obere und untere Linearführung 28 und 29 ist das Auszugelement 18, das als flacher Rahmen 20 ausgebildet ist, bezüglich dem ebenen Rahmen 17 ausziehbar gehalten.

[0027] Am hinteren Ende des ebenen Rahmens 17 ist ein Ausleger 30 befestigt, der senkrecht zum ebenen Rahmen 17 steht. An diesem Ausleger 30 sind auf der oberen Seite am vorderen und hinteren Endbereich zwei Führungsrollen 31 angebracht. Diese oberen Führungsrollen 31 rollen auf der oberen Seitenfläche 32 eines Vierkantrohres 33 ab, welches Vierkantrohr 33 als Schiene wirkt, die die weiteren Führungsmittel 16 bilden.

[0028] Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, ist zwischen den beiden Rollen 31 am Ausleger 30 eine weitere Rolle 34 angebracht, welche auf der der Seitenfläche 32 gegenüberliegenden Seitenfläche 35 des Vierkantrohres 33 abrollt. Diese untere Führungsrolle 34 ist jeweils in einer schlitzförmigen Ausnehmung 36 im Ausleger 30 gelagert, die zur Seitenfläche 35 der Vierkantrohres 33 geneigt ist. Durch Verschieben der Achsen der unteren Führungsrollen 34 entlang dieser schlitzförmigen Ausnehmungen 36 kann die untere Führungsrolle bezüglich des Vierkantrohres 33 eingestellt und arretiert werden, das erforderliche Spiel zwischen oberen Führungsrollen 31 und unterer Führungsrolle 34 bezüglich des Vierkantrohres 33 kann somit optimal eingestellt werden.

[0029] Gegenüberliegend zum Ausleger 30 und demzufolge zum Vierkantrohr 33 ist am unteren Teil des ebenen Rahmens 17 ein Fuss 37 befestigt, in welchem eine Abstützrolle 38 drehbar gelagert ist. Diese Abstützrolle 38 stützt sich auf dem Bodenteil 2 (Fig. 1) des Eckschrankes 1 ab, beim Verschieben des inneren Einbauteils 15 entlang der weiteren Führungsmittel 16 rollt die Abstützrolle 38 auf dem Bodenteil 2 ab. Durch die oberen Führungsrollen 31, die untere Führungsrolle 34 und die Abstützrolle 38 wird eine stabile Halterung des verschiebbaren inneren Einbauteils 15 erreicht.

[0030] Aus Fig. 7 sind die oberen Führungsrollen 31 und die untere Führungsrolle 34, die am Ausleger 30 des inneren Einbauteils 15 befestigt sind, im Eingriff mit dem Vierkantrohr 33 ersichtlich. Dieses Vierkantrohr 33, das die weiteren Führungsmittel 16 zum Verschieben des inneren Einbauteils 15 innerhalb des Eckschrankes 1 bildet, ist vom Bodenteil 2 und von der Rückwand 5 des Eckschrankes 1 beabstandet befestigt. Hierzu sind an den beiden Enden des Vierkantrohres 33 Distanzstücke 39 angebracht, wovon das eine insbesondere in Fig. 6 sichtbar ist. Die Distanzstücke 39 bestehen aus einem Winkelstück 40, das durch zwei rechtwinklig zueinander stehenden Schenkel 41 und 42 gebildet ist. Diese Schenkel 41 und 42 werden an der jeweiligen Seitenwand 3 bzw. 4 und am Bodenteil 2 verschraubt. Am senkrecht stehenden Schenkel 41 ist ein Einschubstück 43 befestigt, welches in das innere des Vierkantrohres 33 hineinragt. Dadurch lässt sich die Länge des Vierkantrohres 33 mit den Distanzstücken 39 an die Länge des Eckschrankes 1 in einen gewissen Bereich anpassen.

[0031] Mit dieser erfindungsgemässen Schrankauszugvorrichtung lässt sich der zur Verfügung stehende Platz in einem Eckschrank 1 in optimaler Weise ausnützen, die Zugänglichkeit auf den äusseren Einbauteil und auf den inneren Einbauteil ist in optimalster Weise gewährleistet, die Montage dieser Schrankauszugvorrichtung in einem Eckschrank ist in einfachster Weise möglich.


Ansprüche

1. Schrankauszugvorrichtung, welche in einem durch ein Bodenteil (2), zwei Seitenwänden (3, 4), einer Rückwand (5) und einer Abdeckung gebildeten Eckschrank (1) einsetzbar ist, bei welchem ein hinterer Teil (6) durch ein benachbartes Schrankelement (7) verdeckt ist und der zugängliche vordere Teil (8) durch ein Türelement verschliessbar ist, umfassend einen mit Ablagefächern versehenen äusseren Einbauteil (10), der entlang von im Eckschrank (1) befestigbaren Führungsmitteln (13) in den vorderen Teil (8) des Eckschrankes (1) einschiebbar und aus diesem herausziehbar ist und im ausgezogenen Zustand um eine vertikale Schwenkachse (12) ausschwenkbar ist und den zugänglichen vorderen Teil (8) freigibt, und einen mit Ablagefächern versehenen inneren Einbauteil (15), der vom hinteren Teil (6) bei ausgezogenem und ausgeschwenktem äusserem Einbauteil (10) entlang weiteren Führungsmitteln (16) in den vorderen Teil (8) des Eckschrankes (1) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der innere verschiebbare Einbauteil (15) mit zusätzlichen Führungsmitteln (19) ausgestattet ist, die im wesentlichen senkrecht zu den weiteren Führungsmitteln (16) ausgerichtet sind, in welchem inneren Einbauteil (15) ein Auszugelement (18), an welchem die Ablagefächer angebracht sind, gehalten ist, welches im ausgeschwenkten Zustand des äusseren Einbauteils (10) und wenn der innere verschiebbare Einbauteil (15) in den vorderen Teil (8) des Eckschrankes (1) verschoben ist, aus dem Eckschrank (1) ausziehbar ist.
 
2. Schrankauszugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Führungsmittel (16), entlang welchen der innere Einbauteil (15) geführt verschiebbar ist, aus einer Schiene (33) gebildet sind, welche mit am inneren Einbauteil (15) angebrachten Rollen (31, 34) zusammenwirken, und dass am inneren Einbauteil (15) mindestens eine Abstützrolle (38) angebracht ist.
 
3. Schrankauszugvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (33) im hinteren Bereich des Eckschrankes (1) am Bodenteil (2) mit Distanzstücken (39) befestigbar ist und parallel zur Rückwand (5) verläuft.
 
4. Schrankauszugvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützrolle (38) im vorderen Bereich des Eckschrankes (1) am Bodenteil (2) abstützbar ist.
 
5. Schrankauszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene aus einem Vierkantrohr (33) besteht, und am inneren Einbauteil (15) drei Rollen (31, 34) angebracht sind, wovon zwei (31) auf der einen Seitenfläche (32) des Vierkantrohres (33) abrollen, während die dritte Rolle (34) zwischen den zwei Rollen (31) auf der der einen Seitenfläche (32) gegenüberliegenden Seitenfläche (35) abrollt und einstellbar ist.
 
6. Schrankauszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am inneren Einbauteil (15) eine Verriegelungseinrichtung (23) angebracht ist, welche mit dem äusseren Einbauteil (10) zusammenwirkt und mit welchen vermeidbar ist, dass der ausgeschwenkte äussere Einbauteil (10) zurückschwenkbar ist, wenn sich der innere Einbauteil (15) in der ausgezogenen Position befindet.
 
7. Schrankauszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Einbauteil (15) einen im wesentlichen ebenen Rahmen (17) umfasst, welcher im wesentlichen senkrecht zu den weiteren Führungsmitteln (16) ausgerichtet ist.
 
8. Schrankauszugvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass am ebenen Rahmen (17) im Bereich der weiteren Führungsmittel (16) ein Ausleger (30) befestigt ist, der im wesentlichen senkrecht zum ebenen Rahmen (17) ausgerichtet ist und an welchen die drei Rollen (31, 34) angebracht sind.
 
9. Schrankauszugvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Auszugelement (18) als flacher Rahmen (20) ausgebildet ist, der am ebenen Rahmen (17) durch die zusätzlichen Führungsmittel (19), die als Linearführungen (28, 29) ausgebildet sind, gehalten ist und dass die Ablagefächer des inneren Einbauteils (15) an diesem flachen Rahmen (20) einhängbar sind.
 




Zeichnung




























Recherchenbericht