(19)
(11) EP 1 479 316 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
24.11.2004  Patentblatt  2004/48

(21) Anmeldenummer: 03405371.0

(22) Anmeldetag:  23.05.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A47B 88/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(71) Anmelder: PEKA-METALL AG
6295 Mosen (CH)

(72) Erfinder:
  • Weber, Peter
    5712 Beinwil am See (CH)

(74) Vertreter: BOVARD AG - Patentanwälte 
Optingenstrasse 16
3000 Bern 25
3000 Bern 25 (CH)

   


(54) Schrankauszug mit auf einer Seite angeordneten Führungsmitteln


(57) Ein Schrankauszug (1) mit auf einer Seite übereinander angeordneten Linearführungen (3 und 4), die an einem in einen Schrank eingesetzten Halteteil (5) befestigbar sind, ist von einer eingeschobenen Position in eine ausgezogene Position und umgekehrt verschiebbar. An diesem Auszugelement (2) sind Ablagefächer oder dergleichen anbringbar. An der einen Linearführung (3) sind Halteelemente (11) angebracht, in welche das Auszugelement (2) einhängbar ist. Am einen Teil (16) der anderen Linearführung (4) sind zapfenförmige Fürhrungsstücke (20,21) befestigt, welche im eingesetzten Zustand des Auszugelementes (2) in die Linearführungen (3 und 4) in eine schlitzförmige Ausnehmung (18) des anderen Teils (19) der anderen Linearführung (4) hineinragen. Dadurch wird ein leicht montierbarer Schrankauszug erhalten, bei welchem das Auszugelement (2) in einfachster Weise in die Linearführungen (3 und 4) eingehängt und aus diesen herausgenommen werden kann.







Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Schrankauszug mit auf einer Seite angeordneten Führungsmitteln, umfassend ein Auszugelement, welches durch die Führungsmittel, bestehend aus übereinander angeordneten Linearführungen, die an einem in einen Schrank eingesetzten Halteteil befestigbar sind, geführt von einer eingeschobenen Position in eine ausgezogene Position und umgekehrt verschiebbar ist, und an welchem Auszugelement Ablagefächer oder dergleichen anbringbar sind.

[0002] Derartige Schrankauszüge sind bekannt. Vielfach werden sie in Schränken eingesetzt, auf welchen man nur einseitig die Möglichkeit hat, die Führungsmittel zu befestigen, wobei der zur Verfügung stehende Platz, beispielsweise in Schränken von Küchen, optimal ausgenützt werden soll.

[0003] Bei diesen bekannten Schrankauszügen mit auf einer Seite angeordneten Führungsmitteln bestehen die Führungsmittel vielfach aus Kugelführungen, die als einfache Auszüge oder als Teleskopauszüge ausgebildet sein können. Die Montage dieser Kugelführungen muss sehr genau erfolgen, da die Toleranzen sehr klein sind. Demzufolge ist der Montageaufwand relativ gross.

[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, einen Schrankauszug mit auf einer Seite angeordneten Führungsmitteln zu schaffen, bei welchen die Montage an einem in einen Schrank eingesetzten Halteteil vereinfacht wird. Ferner soll das Auszugelement in einfacher Weise in die Führungsmittel eingesetzt und wieder aus diesen entnommen werden können.

[0005] Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe dadurch, dass die eine Linearführung, die am Halteteil befestigbar ist, mit Halteelementen ausgestattet ist, in welche das Auszugelement einhängbar ist und dass der eine Teil der anderen Linearführung mit mindestens einem zapfenförmigen Führungsstück versehen ist, das im eingesetzten Zustand des Auszugelementes in die Linearführungen in eine schlitzförmige Ausnehmung des anderen Teils der anderen Linearführung hineinragt. Beim Einhängen des Auszugelementes in die Halteelemente der einen Linearführung wird das mindestens eine zapfenförmige Führungsstück in die schlitzförmige Ausnehmung der anderen Linearführung eingesteckt. Je nach Länge dieses zapfenförmigen Führungsstücks und der Höhe der schlitzförmigen Ausnehmung ist die Toleranz, innerhalb welcher die eine Linearführung am Halteteil zu befestigen ist, relativ gross, ohne dass die Führungsqualität darunter leidet.

[0006] Um zu erreichen, dass das Auszugelement vollständig aus dem Schrank herausgezogen werden kann, ist das mindestens eine zapfenförmige Führungsstück an einem bezüglich des Halteteils verschiebbaren Teil der anderen Linearführung angeordnet.

[0007] Um eine optimale Führung und einen langen Auszugweg des Auszugelementes zu erreichen, ist es vorteilhaft, dass zwei zapfenförmige Führungsstücke auf einem ersten Profil der anderen Linearführung befestigt sind, welches erste Profil längs eines zweiten Profils verschiebbar ist, das am Halteteil bzw. am Auszugelement befestigt ist, während ein die schlitzförmige Ausnehmung enthaltendes drittes Profil am Auszugteil bzw. am Halteteil befestigt ist. Durch diese Anordnung wird ein Teleskopauszug erhalten.

[0008] Einen einfachen Aufbau der anderen Linearführung erhält man dadurch, dass das zweite Profil am Halteteil befestigt ist, das erste Profil längsverschiebbar am zweiten Profil gehalten ist und das dritte Profil mit einem Bereich versehen ist, der als U-Profil ausgebildet ist, das die schlitzförmige Ausnehmung bildet und am Auszugelement angeordnet ist, in welche die zapfenförmigen Führungsstücke hineinragen. Als drittes Profil kann somit ein Bestandteil des Auszugelementes verwendet werden.

[0009] Um zu vermeiden, dass die zapfenförmigen Führungsstücke aus der schlitzförmigen Ausnehmung ausfahren können, ist an den Endbereichen jeweils ein Anschlagstück vorgesehen, durch welche der Verschiebeweg begrenzt wird.

[0010] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Halteelemente der einen Linearführung aus zwei mit Köpfen versehenen Bolzen gebildet sind, die am ausziehbaren Element der einen Linearführung befestigt sind, und dass am Auszugelement Durchbrüche mit Schlitzen angebracht sind, mit welchen das Auszugelement an den mit Köpfen versehenen Bolzen einhängbar sind. Dadurch wird ein sehr einfaches Einhängen des Auszugelementes an der einen Linearführung erreicht.

[0011] Um zu vermeiden, dass das Auszugelement im eingehängten Zustand in der einen Linearführung beim Verschieben herausspringen kann, sind Verriegelungsmittel vorgesehen, mit welchen das Einhängen verriegelbar ist.

[0012] Ein besonders einfacher Aufbau der Verriegelungsmittel wird dadurch erreicht, indem diese jeweils aus einer am ausziehbaren Element der einen Linearführung befestigten federnden Lasche gebildet sind, an deren federndem Ende ein Steg angebracht ist, welcher in eine entsprechende Ausnehmung am Auszugelement einklinkbar ist. Beim Einsetzen des Auszugelementes federn diese Laschen zurück, bei Erreichen der richtigen Position klinkt der Steg durch die Federwirkung in die Ausnehmung ein, zum Lösen dieser Verriegelung können die federnden Laschen in einfacher Weise zurückgedrückt werden.

[0013] In vorteilhafter Weise ist die jeweilige federnde Lasche mit dem Steg und jeweils ein Bolzen gemeinsam über ein Befestigungselement am ausziehbaren Element der einen Linearführung befestigt. Dadurch ergibt sich ein vereinfachtes Herstellverfahren.

[0014] Um das Einhängen und das Aushängen des Auszugelementes in den Führungen möglichst zu vereinfachen, ist es vorteilhaft, dass die eine Linearführung mit den Halteelementen oberhalb der anderen Linearführung mit der schlitzförmigen Ausnehmung für die zapfenförmigen Führungsstücke am Halteteil befestigt ist.

[0015] Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung beispielhaft näher erläutert.

[0016] Es zeigt:

Fig. 1 in räumlicher Darstellung ein erfindungsgemässer Schrankauszug im eingeschobenen Zustand;

Fig. 2 in räumlicher Darstellung den erfindungsgemässen Schrankauszug gemäss Fig. 1 im ausgezogenen Zustand;

Fig. 3 in räumlicher Darstellung die Linearführungen für den Schrankauszug;

Fig. 4 eine Ansicht von vorn auf einen im Halteteil befestigten Schrankauszug;

Fig. 5 eine Schnittdarstellung durch die eine Linearführung mit den Halteelementen und eingehängtem Auszugelement;

Fig. 6 in räumlicher Darstellung eine Verriegelungseinrichtung; und

Fig. 7 eine Ansicht auf das Auszugelement mit den Führungen, wobei ein Teil der anderen Linearführung aus Übersichtlichkeitsgründen weggelassen ist.



[0017] Aus Fig. 1 ist der Schrankauszug 1 ersichtlich, der aus einem Auszugelement 2 gebildet ist, welches durch eine obere Linearführung 3 und eine untere Linearführung 4 ausziehbar in einem Halteteil 5 gehalten ist. Dieser Halteteil 5 kann eine Seitenwand eines Schrankelementes, beispielsweise einer Kücheneinrichtung, sein, dieser Halteteil 5 kann aber auch ein Seitenteil eines in einem Schrankelement untergebrachten verschiebbaren Bauteils sein, welches quer zur Auszugrichtung des Auszugelementes 2 verschoben werden kann, und insbesondere Anwendung findet bei Eckschränken.

[0018] Das Auszugelement 2 ist als ebener Rahmen aufgebaut und setzt sich zusammen aus einem oberen Profil 6 und einem unteren Profil 7, die über zwei Seitenprofile 8 und 9 miteinander verbunden sind. An diesen Seitenprofilen 8 und 9 sind Haken 10 angebracht, an welchen die nicht dargestellten Ablagefächer, beispielsweise in Form von Körben, in bekannter Weise eingehängt werden können.

[0019] An der oberen Linearführung 3 sind Halteelemente 11 und Verriegelungsmittel 12 angeordnet, durch welche das Auszugelement 2 an der oberen Linearführung 3 gehalten ist, wie später im Detail noch beschrieben wird.

[0020] In Fig. 2 ist der Schrankauszug mit voll ausgezogenem Auszugelement 2 dargestellt. Wie insbesondere auch aus Fig. 3 ersichtlich ist, bei welcher Darstellung das Auszugelement 2 weggenommen ist, besteht die obere Linearführung 3 aus einer ersten Schiene 13, die am Halteteil 5 befestigt ist, einer zweiten Schiene 14, die geführt in der ersten Schiene verschiebbar gelagert ist, sowie einer dritten Schiene 15, die ihrerseits geführt in der zweiten Schiene verschiebbar gelagert ist. Die Halteelemente 11 und die Verriegelungsmittel 12 zum Halten des Auszugelementes 2 sind an dieser dritten Schiene 15 angeordnet. In bekannter Weise sind zwischen den einzelnen Schienen 13, 14 und 15 Kugelführungen vorgesehen. Selbstverständlich könnten an Stelle von Kugelführungen auch andere bekannte Führungen verwendet werden.

[0021] Die untere Linearführung 4 weist ein erstes Profil 16 auf, das längs eines zweiten Profils 17 geführt verschiebbar gelagert ist, welches zweite Profil 17 am Halteteil 5 befestigt ist. Auch hier können die Führungen zwischen dem ersten Profil 16 und dem zweiten Profil 17 als Kugelführungen ausgebildet sein. Auch hier könnten an Stelle der Kugelführungen andere bekannte Führungen eingesetzt werden. Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich ist, sind am ersten Profil 16 zwei vertikal angeordnete, zapfenförmige Führungsstücke 20 und 21 befestigt. Diese beiden vertikalen zapfenförmigen Führungsstücke 20 und 21 ragen, wie später noch im Detail beschrieben wird, in eine schlitzförmige Ausnehmung 18, die im unteren Profil 7 des Auszugelementes 2 angebracht ist, welches untere Profil 7 somit als drittes Profil für die untere Linearführung 4 dient, entsprechend der dritten Schiene 15 der oberen Linearführung 3.

[0022] Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, weist das untere Profil 7 des Auszugelementes 2 einen Bereich auf, der als U-Profil 19 ausgebildet ist, welcher die schlitzförmige Ausnehmung 18 bildet. In diese schlitzförmige Ausnehmung 18 hinein ragen die beiden zapfenförmigen Führungsstücke 20 und 21, wenn sich das Auszugelement 2 im eingesetzten Zustand befindet, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. Diese zapfenförmigen Führungsstücke 20 und 21 können in bekannter Weise mit einer Rolle ausgestattet sein.

[0023] Die zapfenförmigen Führungsstücke 20 und 21 sind, wie bereits erwähnt, auf dem ersten Profil 16 befestigt, das bezüglich des zweiten Profils 17, welches am Halteteil 5 befestigt ist, über Kugelführungen geführt längsverschiebbar ist.

[0024] Insbesondere der Bereich des ersten Profils 16, der mit den zapfenförmigen Führungsstücken 20 und 21 versehen ist, wird durch eine Abdeckung 22 abgedeckt, welche Abdeckung 22 als Verlängerung des einen Schenkels des U-Profils 19 ausgebildet ist.

[0025] Aus dieser Fig. 4 ist auch die obere Linearführung 3 mit ihrer ersten Schiene 13, der zweiten Schiene 14 und der dritten Schiene 15 ersichtlich, an welcher dritten Schiene 15 die Halteelemente 11 und die Verriegelungsmittel 12 angebracht sind.

[0026] Das Auszugelement 2 kann von den Linearführungen 3 und 4 weggenommen werden, indem die Verriegelungsmittel 12 gelöst werden, wie später noch beschrieben wird, das Auszugelement 2 kann angehoben werden, bis die Halteelemente 11 freigegeben werden, wie ebenfalls später noch beschrieben wird, das Auszugelement 2 wird leicht vom Halteteil 5 weggeneigt und kann aus den zapfenförmigen Führungsstücken 20 und 21 ausgefahren werden. Das Einsetzen des Auszugelementes 2 in die Linearführungen 3 und 4 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge der vorgängig beschriebenen Schritte.

[0027] Hieraus ist ersichtlich, dass die Masstoleranzen, innerhalb welcher insbesondere die obere Linearführung 3 am Halteteil 5 montiert werden muss, relativ gross sein kann, es muss lediglich gewährleistet sein, dass die zapfenförmigen Führungsstücke 20 und 21 genügend tief in die schlitzförmige Ausnehmung 18 hineinragen und dadurch die Führung gewährleistet ist.

[0028] Selbstverständlich wäre es auch denkbar, dass die zapfenförmigen Führungsstücke 20, 21 am unteren Profil 7 des Auszugelementes 2 befestigt wären, die schlitzförmige Ausnehmung 18 könnte dann am ersten Profil 16 vorgesehen sein, (dieses Profil 16 könnte mit einem U-Profil versehen sein, das nach oben offen ist), das erste Profil 16 könnte im gleichen Masse bezüglich des zweiten Profils 17 verschiebbar sein. Selbstverständlich wären auch andere Führungen als Kugelführungen denkbar, beispielsweise Gleitführungen.

[0029] Wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich ist, besteht ein jeweiliges Halteelement 11, die an der dritten Schiene 15 der oberen Linearführung 3 befestig sind, aus mit Köpfen 22 versehenen Bolzen 23. Diese Bolzen 23 sind über einen Stift 24 mit der dritten Schiene 15 der oberen Linearführung 13 verbunden, beispielsweise durch Vernietung. Das obere Profil 6 des Auszugelementes 2 ist im Bereich dieser Halteelemente 11 jeweils mit einem Durchbruch 25 mit einem daran anschliessenden Schlitz versehen. Der Durchbruch 25 ist so gross gestaltet, dass der Kopf 22 hindurchgeführt werden kann, während der nach oben gerichtete Schlitz eine Breite aufweist, die im wesentlichen dem Durchmesser des Bolzens 23 entspricht. Zum Einhängen des Auszugelementes 2 in die obere Linearführung 3 werden die Köpfe 22 der Halteelemente 11 durch die Durchbrüche 25, die im Seitenprofil 9 angebracht sind, eingeführt, danach wird das Auszugelement 2 abgesenkt, der jeweilige Schlitz gelangt hinter den Kopf 22 des Halteelementes 11 in den Bereich des Bolzens 23 und stützt sich dann darauf ab.

[0030] Zusammen mit dem Bolzen 23 des Halteelementes 11 ist jeweils ein Verriegelungsmittel 12 an der dritten Schiene 15 der oberen Linearführung 3 befestigt. Dieses Verriegelungsmittel 12 besteht aus einer federnden Lasche 26, die nach oben gerichtet ist, an deren federndem Ende ein Steg 27 angebracht ist. Dieser Steg 27 klinkt sich bei in die obere Linearführung 3 eingesetztem Auszugelement in eine entsprechende Ausnehmung 28 ein, die am oberen Profil 6 des Auszugelementes 2 vorgesehen ist, wie dies insbesondere in Fig. 5 ersichtlich ist. Zum Aushängen des Auszugelementes 2 wird der obere Teil 29 der federnden Lasche 26 zurückgedrückt, der Steg 27 gibt die Ausnehmung 28 frei, das Auszugelement 2 kann angehoben werden, bis der Kopf 22 des Halteelementes 11 in den Bereich des Durchbruchs 25 gelangt, das Auszugelement 2 kann vom Halteelement 11 weggenommen werden.

[0031] Eine einfache Möglichkeit zur Herstellung und insbesondere zur Montage der Halteelemente 11 und der Verriegelungsmittel 12 wird dadurch erreicht, dass Halteelement 11 und Verriegelungsmittel 12 aus einem Stück aus einem elastischen Material geformt werden. Mit dem einen Stift 24 kann dann in einfacher Weise sowohl das Halteelement 11 wie auch das Verriegelungsmittel 12 in einem Durchgang an der dritten Schiene 15 der oberen Linearführung 3 befestigt werden.

[0032] In der Ansicht gemäss Fig. 7 ist ersichtlich, dass die schlitzförmige Ausnehmung 18, die durch das U-Profil 19 im unteren Profil 7 des Auszugelementes 2 gebildet ist, beidseits mit jeweils einem Anschlagstück 30 bzw. 31 versehen ist. Dadurch wird vermieden, dass die zapfenförmigen Führungsstücke 20 und 21 beim Ausziehen des Auszugelementes 2 bzw. beim Einschieben des Auszugelementes 2 aus der schlitzförmigen Ausnehmung 18 ausfahren können. Dadurch wird gewährleistet, dass die Führung immer optimal ist.

[0033] In diesem Ausführungsbeispiel ist das Auszugelement 2 mit den beiden Linearführungen 3 und 4 rechtsseitig am Halteteil 5 montiert. Die gleichen Bauteile können auch für eine linksseitige Montage am Halteteil 5 verwendet werden. Die untere Linearführung 4 kann unverändert auf die linke Seite verschoben werden, bei der oberen Linearführung können die Laschen 26 mit Steg 27 mit den Bolzen 23 mit Köpfen 22 um den jeweiligen Stift 24 um 180° gedreht werden, um auch linksseitig verwendet werden zu können. Das unveränderte Auszugelement 2 kann dann gedreht und auf der linken Seite eingehängt werden. Dadurch wird die Herstellung und Lagerhaltung vereinfacht, da nur eine Art von Auszügen vorhanden sein muss.

[0034] Es wäre auch denkbar, die beiden Linearführungen 3 und 4 zu vertauschen, so dass die Halteelemente 11 und die Verriegelungsmittel 12 an der unteren Linearführung angebracht wären, während die zapfenförmigen Führungsstücke 20 in der oberen Linearführung angeordnet wären.

[0035] Mit dieser erfindungsgemässen Anordnung wird eine einfache und stabile Führung eines seitlichen Auszugelementes 2 erhalten, welches sehr einfach an einem seitlichen Halteteil 5 montiert werden kann, und welches in einfachster Weise aus den Linearführungen 3 und 4 ausgehängt und wieder eingehängt werden kann.


Ansprüche

1. Schrankauszug mit auf einer Seite angeordneten Führungsmitteln, umfassend ein Auszugelement (2), welches durch die Führungsmittel, bestehend aus übereinander angeordneten Linearführungen (3, 4), die an einem in einen Schrank eingesetzten Halteteil (5) befestigbar sind, geführt von einer eingeschobenen Position in eine ausgezogene Position und umgekehrt verschiebbar ist, und an welchem Auszugelement (2) Ablagefächer oder dergleichen anbringbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Linearführung (3), die am Halteteil (5) befestigbar ist, mit Halteelementen (11) ausgestattet ist, in welche das Auszugelement (2) einhängbar ist und dass der eine Teil (16) der anderen Linearführung (4) mit mindestens einem zapfenförmigen Führungsstück (20, 21) versehen ist, das im eingesetzten Zustand des Auszugelementes (2) in die Linearführungen (3, 4) in eine schlitzförmige Ausnehmung (18) des anderen Teils (19) der anderen Linearführung (4) hineinragt.
 
2. Schrankauszug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zapfenförmige Führungsstück (20, 21) an einem bezüglich des Halteteils (5) verschiebbaren Teil (16) der anderen Linearführung (4) angeordnet ist.
 
3. Schrankauszug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei zapfenförmige Führungsstücke (20, 21) auf einem ersten Profil (16) der anderen Linearführung (4) befestigt sind, welches erste Profil (16) längs eines zweiten Profils (17) verschiebbar ist, das am Halteteil (5) bzw. am Auszugelement (2) befestigt ist, während ein die schlitzförmige Ausnehmung (18) enthaltendes drittes Profil am Auszugelement (2) bzw. am Halteteil (5) befestigt ist.
 
4. Schrankauszug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Profil (17) am Halteteil (5) befestigt ist, das erste Profil (16) längsverschiebbar am zweiten Profil (17) gehalten ist und das dritte Profil mit einem Bereich versehen ist, der als U-Profil (19) ausgebildet ist, das die schlitzförmige Ausnehmung (18) bildet und am Auszugelement (2) angeordnet ist, in welche die zapfenförmigen Führungsstücke (20, 21) hineinragen.
 
5. Schrankauszug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der als U-Profil (19) ausgebildete Bereich des dritten Profils, der als schlitzförmige Ausnehmung (18) für die zapfenförmigen Führungsstücke (20, 21) dient, an den Endbereichen mit jeweils einem Anschlagstück (30, 31) versehen ist.
 
6. Schrankauszug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (11) der einen Linearführung (3) aus zwei mit Köpfen (22) versehenen Bolzen (23) gebildet sind, die am ausziehbaren Element (15) der einen Linearführung (3) befestigt sind, und dass am Auszugelement (2) Durchbrüche (25) mit Schlitzen angebracht sind, mit welchen das Auszugelement (2) an den mit Köpfen (22) versehenen Bolzen (23) einhängbar sind.
 
7. Schrankauszug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Auszugelement (2) im in die Bolzen (23) eingehängten Zustand über Verriegelungsmittel (12) verriegelbar ist.
 
8. Schrankauszug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsmittel (12) jeweils aus einer am ausziehbaren Element (15) der einen Linearführung (3) befestigten federnden Lasche (26) gebildet sind, an deren federndem Ende ein Steg (27) angebracht ist, welcher in eine entsprechende Ausnehmung (28) am Auszugelement (2) einklinkbar ist.
 
9. Schrankauszug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige federnde Lasche (26) mit dem Steg (27) und jeweils ein Bolzen (23) gemeinsam über ein Befestigungselement (24) am ausziehbaren Element (15) der einen Linearführung (3) befestigt sind.
 
10. Schrankauszug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Linearführung (3) oberhalb der anderen Linearführung (4) am Halteteil (5) befestigbar ist.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht