[0001] Die Erfindung betrifft eine Auszugsvorrichtung für Schrankauszüge, insbesondere einen
Hochschrankauszug gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei allgemein bekannten und als Apothekerschrank bezeichneten Hochschränken ist ein
in einer Mittellängsebene des Schrankkorpus durch Auszugsschienen o. dgl. geführtes
Trägerteil als ein weitgehend geschlossenes Rahmengestell ausgebildet, zwischen dessen
vertikalen Längsträgern jeweilige Auflageböden gehalten sind, so daß deren Zugänglichkeit
in einer Vollauszugsstellung von zwei Seiten gewährleistet ist. Zur Entnahme von Gegenständen
aus gegenüberliegenden Bereichen der Aufbögen ist für die Bedienperson ein zusätzliches
Herumgehen um den in Vollauszugsstellung befindlichen Schrankauszug erforderlich,
so daß insbesondere bei vollständiger Beladung der Auflageböden eine störungsfreie
Entnahme nur mit höherem Zeitaufwand gewährleistet ist.
[0003] Bei einer Auszugsvorrichtung für Schrankauszüge gemäß DE 9300364.1 U1 ist der Schrankauszug
nur teilweise aus dem Schrankkorpus herausziehbar, wobei für eine dabei zwangsgeführte
Schwenkung des Schrankauszuges eine zusätzliche boden- bzw. deckenseitige Führungsbaugruppe
erforderlich ist, um die Stabilität des Schrankauszuges zu gewährleisten. Mit dieser
Führungsbaugruppe sind die Möglichkeiten erreichbarer Schwenkstellungen begrenzt und
ein im Schrankkorpus verbleibender Teilbereich des Schrankauszuges ist für Benutzer
unbequem zugänglich. Eine Auszugsvorrichtung gemäß EP 0 821 899 A1 schlägt ebenfalls
eine zwangsgekuppelte Auszieh- und Schwenkverlagerung des Schrankauszuges vor. Bei
diesem wird der Trägerteil ebenfalls so verlagert, daß ein Teilbereich der Auflageböden
jeweils in einer schwer zugänglichen Position innerhalb des Schrankkorpusses verbleibt.
[0004] Die Erfindung befaßt sich mit dem Problem, eine Auszugsvorrichtung für eine Hochschrankauszug
zu schaffen, die mit geringem technischen Aufwand eine verbesserte Nutzung von Apothekerschränken
ermöglicht, mit der hohe Gewichtsbelastungen des Schrankauszuges sicher aufnehmbar
sind und die im Bereich des einfacher zugänglichen Schrankauszuges einen zuverlässigen
Fingerschutz für Bedienpersonen gewährleistet.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Auszugsvorrichtung für insbesondere Hochschrankauszüge
mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen
wird auf die Ansprüche 2 bis 14 verwiesen.
[0006] Die erfindungsgemäße Auszugsvorrichtung ist im Bereich ihrer das Rahmengestell führenden
Bauteile als eine funktional erweiterte Baueinheit ausgebildet, mit der der Schrankauszug
über den üblicherweise an Apothekerschränken vorgesehenen Auszugsweg eines Vollauszuges
hinaus bis in eine Langauszugsstellung herausziehbar ist, in dieser die Auflageböden
verbessert zugänglich sind und danach der Schrankauszug sicher rückführbar ist. Diese
Langauszugsstellung ist so konzipiert, daß der gesamte Schrankauszug mit den Auflageböden
in hinreichenden Abstand vor die Öffnungsebene des Schrankkorpusses gelangt, damit
in dessen Bereich eine Schwenkverlagerung der Baugruppe möglich ist und mit einem
dabei vorgesehenen Abstandsspalt zur Öffnungsebene hin die Anforderungen an eine zuverlässig
wirksame Klemmsicherheit (Fingerschutz) gewährleistet sind.
[0007] Mit dieser Schwenkbarkeit des vollständig aus dem Schrankkorpus herausgezogenen Schrankauszuges
ist eine wesentliche Vereinfachung bei der Entnahme von Gegenständen aus den Auflageböden
erreicht, da durch beispielsweise eine jeweilige 90º-Schwenkung in bzw. entgegen dem
Uhrzeigersinn die Auflageböden beiderseits erreichbar sind und ein Herumgehen um den
herausgezogenen Schrankauszug nicht mehr erforderlich ist.
[0008] Anstelle der beiden durch entsprechende Verriegelungen, Anschläge oder dgl. vorgegebenen
und jeweils von einer mittleren Null-Stellung entsprechend der Ein- und Ausschubebene
ausgehenden 90º-Schwenkstellungen ist ebenso denkbar, die Abstützung des Schrankauszuges
so zu gestalten, daß dessen Rahmengestell eine 360º-Drehung ermöglicht oder in beliebige
Zwischenstellung stufenlos verlagerbar ist.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich
aus den Zeichnungen sowie der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. In der Zeichnung
zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Prinzipdarstellung eines Schrankkorpus, insbesondere eines Hochschrankes,
mit in Auszugsstellung verlagertem Schrankauszug,
- Fig. 2
- eine Perspektivdarstellung ähnlich Fig. 1 mit geschwenktem Schrankauszug,
- Fig. 3 bis 5
- jeweilige Draufsichten auf den Schrankkorpus gemäß Fig. 1 mit unterschiedlichen Schwenkstellungen
des Schrankauszuges,
- Fig. 6
- eine vergrößerte Seitenansicht des Schrankkorpus ähnlich Fig. 1,
- Fig. 7
- eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung des Schrankauszuges im Bereich seiner unteren
Führungsteile,
- Fig. 8
- eine Ausschnittsdarstellung ähnlich Fig. 7 mit dem Schrankauszug in Anlagestellung
im Bereich der Federungsteile, und
- Fig. 9 bis 11
- eine jeweilige Draufsicht ähnlich Fig. 3 mit den oberen Führungsteilen des Schrankauszuges
in unterschiedlichen Funktionsstellungen.
[0010] In Fig. 1 ist in einer Perspektivdarstellung ein insgesamt mit 1 bezeichneter Schrankkorpus
dargestellt, der die Form eines als Apothekerschrank bezeichneten Hochschrankes aufweist.
Im Innenraum des Schrankkorpus 1 ist ein im Bereich einer Bodenplatte 2 und einer
Deckenplatte 3 abgestützter Schrankauszug 4 vorgesehen. Dieser Schrankauszug 4 weist
ein Rahmengestell 5 auf, dessen vorderseitiger vertikaler Längsträger 6 eine Schranktür
7 trägt, so daß bei Verlagerung des Schrankauszuges 4 in die nicht dargestellte Ruhestellung
innerhalb des Schrankkorpuses 1 dessen vordere Öffnungsebene E (Fig. 3) verschlossen
ist. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist das jeweilige Auflageböden 8 tragende Rahmengestell
5 in Richtung einer senkrecht zur vorderen Öffnungsebene E verlaufenden Mittellängsebene
M aus seiner innenliegenden Verwahrstellung in die dargestellte Auszugsstellung herausziehbar.
Bei bekannten Apothekerschränken ist das Rahmengestell 5 insbesondere mittels eine
obere und eine untere Auszugsschiene bildender Führungsbauteile 9 bzw. 10 verlagerbar.
Bei diesen Schränken wird eine Vollauszugsstellung erreicht, in der das Rahmengestell
5 mit seinem hinteren vertikalen Längsträger 11 im wesentlichen mit der Öffnungsebene
E des Schrankkorpus 1 gleichebenig verläuft.
[0011] Bei der erfindungsgemäßen Ausführung der Auszugsvorrichtung für den in einem Hochschrank
1 vorgesehenen Schrankauszug 4 ist eine Abstützung vorgesehen, bei der das vollständig
herausgezogene Rahmengestell 5 rückseitig einen Abstandsspalt S (Fig. 3) zur Öffnungsebene
E bildet, so daß damit eine gegenüber dem bekannten Vollauszug erweiterte Langauszugsstellung
des Schrankauszuges 4 definiert wird.
[0012] In dieser Langauszugsstellung ist der Schrankauszug 4 schwenkbar (Bewegungspfeil
B, Fig. 2), wobei insbesondere eine Schwenkung des Rahmengestells 5 um eine Hochachse
H vorgesehen ist. Das Rahmengestell 5 ist dabei über jeweilige Lager 12, 13 mit den
vorzugsweise als Auszugsschienen ausgebildeten oberen und unteren Führungsbauteilen
9 und 10 verbunden. Damit ist die vertikale, mit der Mittellängsebene M' des Rahmengestells
5 bzw. der Mittellängsebene M zusammenfallende Hochachse H gebildet. Um diese Hochachse
H ist das Rahmengestell 5 in oder entgegen dem Uhrzeigersinn (Pfeil D, D'; Fig. 4,
5) in eine Entnahmestellung schwenkbar und aus dieser rückschwenkbar.
[0013] Mit der Langauszugsstellung ist dem Schrankauszug 4 im Bereich des Abstandsspaltes
S ein definiertes Abstandsmaß vorgegeben, das so bemessen ist, daß bei einer Handhabung
des Schrankauszuges 4 ein zuverlässiger Finger- bzw. Klemmschutz erreicht ist. In
der Langauszugsstellung kann die Schrankbewegung auch ohne Beeinträchtigung nebengeordneter
Apothekerschränke o. dgl. Einbauteile erfolgen, da auch zu diesen hin der Finger bzw.
Klemmschutz gewährleitstet ist.
[0014] Mit dieser Konstruktion ist der Schrankauszug 4 in jeweilige definiert gestufte 90º-Schwenkstellungen
(Fig. 4, Fig. 5) verlagerbar. Ebenso ist denkbar, daß der Schrankauszug 4 stufenlos
verlagerbar ist. In einer weiteren Ausführung kann vorgesehen sein, daß der Schrankauszug
4 nach Verlagerung in die Langauszugsstellung in oder entgegen dem Uhrzeigersinn frei
drehbar ist. Entsprechend den bekannten Ausführungen verlagerbarer Schrankauszüge
ist sowohl die Auszugsbewegung (Pfeil Z) als auch die Schwenk- bzw. Drehbewegung (D,
D') von Hand auszuführen. Denkbar ist dabei auch, einen gesonderten Antrieb (nicht
dargestellt) vorzusehen.
[0015] Die Zusammenschau von Fig. 2 bis 5 zeigt jeweilige definierte Schwenkstellungen des
Schrankauszuges 4, wobei dieser in der Draufsicht gemäß Fig. 3 in seine eine Null-Stellung
definierende Auszugs- bzw. Einschubstellung (Z, Z') verlagert ist, in Fig. 4 eine
Schwenkbewegung D' entgegen dem Uhrzeigersinn in eine erste 90º-Stellung erfolgte
und in der Darstellung gemäß Fig. 5 ist die auch in Fig. 2 gezeigte 90º-Schwenkstellung
D im Uhrzeigersinn verdeutlicht.
[0016] In Fig. 6 ist in einer vergrößerten Seitenansicht ähnlich Fig. 1 der Aufbau der Führungsbauteile
9 bzw. 10 verdeutlicht, mit denen der vergrößerte Abstandsspalt S verwirklicht wird.
Die Führungsbauteile 9, 10 sind in dieser Ausführung mit entsprechenden Auszugsschienen
14, 15 versehen, an deren Stelle auch andere Führungs- und Tragbaugruppen denkbar
sind.
[0017] In den vergrößerten Ausschnittsdarstellungen gemäß Fig. 7 und 8 ist das Führungsbauteil
12 im Bereich der unteren Abstützung beispielhaft näher dargestellt, wobei die Abstützung
des Rahmengestells 5 im Bereich eines Axiallagers 16 deutlich wird. In dieser Ausführungsform
ist das Axiallager 16 mit einer zusätzlichen Stützstreben 18 verbunden, die rückseitig
im Bereich des Führungsbauteiles 9 mit einer Verriegelungsvorrichtung 19 zusammenwirkt.
Mit dieser Verriegelungsvorrichtung 19 wird der Schrankauszug 4 nach Erreichen seiner
Langauszugsstellung (Fig. 6, Fig. 8) so blockiert, daß eine ungewollte Rückverlagerung
(Pfeil Z') sicher vermieden ist. Die dargestellte Verriegelungsvorrichtung 19 wirkt
mechanisch, wobei ebenso denkbar ist, eine elektrische, hydraulische, pneumatisch
und/oder magnetische Betätigung (nicht dargestellt) vorzusehen.
[0018] Die Verriegelungsvorrichtung 19 gemäß Fig. 7 und 8 ist als eine Wippe 20 ausgebildet,
die mittels eines Druckstiftes 21 so verlagerbar ist (Pfeil C, Fig. 8), daß im Bereich
des Führungsbauteiles 9 durch eine Anlage im Punkt P die Bewegungsblockierung erfolgt.
[0019] Ausgehend von der in Fig. 3 prinzipiell dargestellten Verriegelungsstellung des Schrankauszuges
4 nach dessen Verlagerung aus dem Schrankkorpus 1 heraus kann die Verriegelungsvorrichtung
19 im Bereich des unteren Führungsbauteiles 9 dadurch entriegelt werden, daß in einem
Abstand A zur Hochachse H eine im wesentlichen in Richtung der Mittellängsebene M
am Rahmengestell 5 angreifende Stellkraft F, insbesondere von Hand, erzeugt wird und
damit die entsprechende Schwenkung D' erfolgt. Bei Erreichen der vorgesehenen 90º-Schwenkstellung
wird der Stift 21 in eine entsprechende nicht näher dargestellte Anlagestellung verbracht,
so daß eine ungewollte Rückschwenkung vermieden wird. Bei nachfolgender Einleitung
einer Gegenkraft F' am Rahmengestell 5 (Fig. 4) ist das Rahmengestell 5 in die der
Auszugs- bzw. Einschubstellung entsprechende mittlere Riegelstellung (Fig. 3) rückführbar
und kann ausgehend von dieser auch in die nächste 90º-Stellung D weitergeschwenkt
werden (Fig. 5). Damit weist das Rahmengestell 5 prinzipiell drei vorgegebene Riegelstellungen
auf.
[0020] In Fig. 9 bis 11 ist in einer Draufsicht der Aufbau des Führungsbauteiles 10 im Bereich
der Deckenplatte 3 dargestellt. In diesem Bereich ist eine zweite Verriegelungsvorrichtung
23 vorgesehen, mit der bei Erreichen einer jeweiligen 90º-Schwenkstellung (Fig. 11)
die Bewegungsmöglichkeit (Pfeil Z') des Rahmengestells 5 in Einschubrichtung blockiert
wird. Damit ist im Zusammenspiel mit der unteren Verriegelungsvorrichtung 19 eine
sichere Festlegung dadurch erreicht, daß die Vorrichtung 19 und 23 gemeinsam wirksam
sind.
[0021] Vorteilhaft ist die Verriegelungsvorrichtung 23 bei der Schwenk-Verlagerung des Rahmengestells
5 (Fig. 10) so gesteuert, daß mittels jeweiliger Spann- und Anlageteile im Bereich
des Führungsbauteiles 10 das für die Z, Z'-Verlagerung notwendige Bewegungsspiel ausgeglichen
wird und damit die gesamte Baugruppe 10 eine Aussteifung erfährt, so daß seitliche
Kippungen des verschwenkten Rahmengestells 5 auch bei hohen Gewichtskräften sicher
vermieden sind.
[0022] In Fig. 9 ist die Verlagerung des Führungsbauteiles 10 in die Langauszugsstellung
verdeutlicht, wobei ein das Lager 13 tragendes U-Profilteil 24 mittels des Führungsbauteiles
10 in der Auszugsstellung gehalten ist. In einem bodenseitigen Schenkel 25 des U-Profils
24 ist dabei eine Nut 26 vorgesehen, in die mit konstantem Abstand K ein Arretierungsbolzen
21 des Führungsbauteils 10 und eine Exenterbaugruppe 27 eingreifen. Die Exenterbaugruppe
27 weist dabei einen in der Hochachse H mit dem Rahmengestell 5 verbundenen Bolzenteil
28 auf, der gleichzeitig den Drehpunkt des Rahmengestells 5 bildet.
[0023] In der Stellung gemäß Fig. 9 ist die Exenterbaugruppe 27 in Richtung der Nut 26 bis
in eine die Nut 26 erweiternde Führungsöffnung 29 verlagert, so daß bei Einleitung
der Schwenkbewegung D (Fig. 10) mittels des Bolzenteils 28 eine Schwenkkraft auf das
U-Profil 24 eingeleitet wird. Dabei kann das U-Profil 24 im Bereich des zum Führungsbauteil
10 gerichteten Arretierungsbolzens 21 schwenken (Pfeil W). Gleichzeitig erfolgt eine
geringfügige Rückverlagerung (Pfeil R) des U-Profilteiles 24 zu dem hinteren Führungsbauteil
10 hin und eine Rückseite 30 des U-Profilteiles 24 wird aufgrund dessen Schrägstellung
(Winkel W) gegen ein hinteres Anlageteil 32, 32' so verlagert, daß ein Bewegungsspalt
T geschlossen wird und das U-Profilteil 24 am Führungsbauteil 10 in eine Spannstellung
(T=O, Fig. 11) gelangt.
1. Auszugsvorrichtung für Schrankauszüge, insbesondere Hochschrankauszüge (4), mit einem
im Innenraum eines Schrankkorpus (1) befindlichen und vorderseitig an einem vertikalen
Längsträger (6) eine Schranktür (7) o. dgl. tragenden Rahmengestell (5), wobei das
jeweilige Auflageböden (8) tragende Rahmengestell (5) in Richtung einer senkrecht
zur vorderen Öffnungsebene (E) des Schrankkorpus (1) verlaufenden Mittellängsebene
(M) aus seiner innenliegenden Verwahrstellung in eine vor dem Schrankkorpus (1) befindliche
Vollauszugsstellung soweit herausziehbar ist, daß das insbesondere eine obere und
eine untere Auszugschiene als jeweiliges Führungsbauteil (9, 10) aufweisende Rahmengestell
(5) mit seinem hinteren vertikalen Längsträger (11) im wesentlichen mit der Öffnungsebene
(E) des Schrankkorpus (1) gleichebenig verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß die Auszugsvorrichtung mit einer Abstützung versehen ist, die für den Schrankauszug
(4) eine Langauszugsstellung definiert, derart, daß das vollständig herausgezogene
Rahmengestell (5) rückseitig einen Abstandsspalt (S) zur Öffnungsebene (E) bildet.
2. Auszugsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrankauszug (4) nach Verlagerung in die Langauszugsstellung (S) schwenkbar
(Pfeil D, D') ist.
3. Auszugsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandsspalt (S) ein als Finger- bzw. Klemmschutz definiertes Maß aufweist.
4. Auszugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rahmengestell (5) über Lager (12, 13) mit den als Auszugsschienen ausgebildeten
oberen und unteren Führungsbauteilen (9, 10) verbunden ist, diese eine vertikale,
mit der Mittelachse (M') des Schrankauszuges (4) zusammenfallende Hochachse (H) bilden
und um diese das Rahmengestell (5) in oder entgegen dem Uhrzeigersinn (B) in eine
Entnahmestellung schwenkbar und aus dieser rückschwenkbar ist.
5. Auszugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrankauszug (4) in jeweilige definiert gestufte Schwenkstellungen verlagerbar
ist.
6. Auszugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrankauszug (4) stufenlos schwenkbar ist.
7. Auszugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrankauszug (4) nach Verlagerung in die Langauszugsstellung (S) in oder entgegen
dem Uhrzeigersinn (B) frei drehbar ist.
8. Auszugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrankauszug (4) von Hand oder mittels eines Antriebes schwenkbar bzw. drehbar
ist.
9. Auszugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrankauszug (4) zumindest eine nach Erreichen der Langauszugsstellung (S) eine
Rückverlagerung (Z') des Rahmengestells (5) blockierende Verriegelungsvorrichtung
(19, 23) aufweist.
10. Auszugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrankauszug (4) im Bereich der unteren und der oberen Führungsbauteile (9,
10) des Rahmengestells (5) jeweils eine Verriegelungsvorrichtung (19 und 23) aufweist,
derart, daß diese gemeinsam eine Blockierung der Schub- bzw. Schwenkbewegung (Z';
D; D') bewirken.
11. Auszugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schrankauszug (4) im Bereich seiner Verriegelungsvorrichtung(en) (19, 23) eine
mechanische, hydraulische, pneumatische, elektrische und/oder magnetische Betätigung
aufweist.
12. Auszugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtung (19) im Bereich des unteren Führungsbauteiles (9) durch
eine im Abstand (A) zur Hochachse (H) und im wesentlichen senkrecht zur Mittellängsebene
(M') des Rahmengestells (5) wirkende Stellkraft (F) entriegelbar, das Rahmengestell
(5) in der vorgesehen Schwenkstellung (D, D') verriegelbar und durch eine entsprechende
Gegenkraft (F') das Rahmengestell (5) in die der Auszugs- bzw. Einschubstellung entsprechende
Riegelstellung rückführbar ist.
13. Auszugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtung (23) Bereich des oberen Führungsbauteiles (10) mit jeweiligen
bei Erreichen einer Schwenkstellung die Bewegungsmöglichkeit des Rahmengestells (5)
in Einschubrichtung (Z') blockierenden und dabei das Bewegungsspiel (T) des oberen
Führungsbauteiles (10) ausgleichenden Spann- und Anlagenteilen (24, 32) versehen ist,
die in eine Aussteifungsstellung gegeneinander verlagerbar sind.
14. Auszugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Verriegelungsvorrichtungen (19, 23) ausgehend von der eine Null-Stellung
definierenden Auszugs- bzw. Einschubstellung jeweils bei Erreichen einer 90º-Schwenkstellung
(D, D') wirksam sind, derart, daß das Rahmengestell drei vorgegebene Riegelstellungen
aufweist.