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(11) |
EP 1 479 415 B9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Zeichnungen |
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Corrigendum ausgegeben am: |
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19.11.2008 Patentblatt 2008/47 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.01.2008 Patentblatt 2008/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.05.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Künstliche Surfanlage und dafür besonders geeignetes Surfbrett
Artificial surfing installation and suitable surfboard
Installation artificiel d'essais pour surf et planche convenable
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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| (30) |
Priorität: |
23.05.2003 DE 20308248 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.11.2004 Patentblatt 2004/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Action Team Veranstaltungs GmbH |
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82152 Martinsried (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Klimaschewski, Rainer
82152 Martinsried (DE)
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| (74) |
Vertreter: Wiese, Gerhard |
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Wiese Konnerth Fischer
Patentanwälte Partnerschaft
Schertlinstrasse 18 81379 München 81379 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
AU-B- 617 940 FR-A- 1 086 010 US-A- 1 608 000
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DE-U- 8 801 579 FR-A- 2 254 354 US-A- 3 489 408
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine mobil oder auch stationär einsetzbare künstliche Surfanlage
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine derartige Surfanlage ist aus der
US 5 171 101 A bekannt. Bei dieser bildet eine von unten nach oben mit einem Wasserstrom angeströmte
Schrägfläche eine Surffläche, auf der mittels eines Surfbretts oder eines ähnlichen
Wellenreitbretts gefahren werden kann. Obwohl eine derartige Surfanlage natürlichen
Surf-Bedingungen relativ nahe kommt, ist eine solche Anlage wegen der großen zu bewegenden
Wassermengen sehr aufwendig und schwer und weist hohe Betriebskosten auf. Für mobile
Einsatzzwecke, wie ein- oder mehrtägige Feste oder Events ist eine derartige Anlage
wegen des logistischen Aufwands kaum geeignet. Es sind auch bereits Anlagen zum Skifahren,
Rodeln oder für andere Wintersportarten bekannt, bei denen ein rotierendes Band die
Gleitfläche bildet. Als Beispiele hierfür seien die
US-A-3 489 408,
FR 2 254 354 A1,
DE 679 032 C,
US 4,087,088 A,
US 4,148,477 A,
WO 01/34256 A1 oder die
WO 02/094396 A1 genannt. Ferner ist aus der
WO 00/78417 A2 eine Anlage mit einer rotierenden Gleitfläche bekannt, die aus einzelnen terrassenförmigen,
mit Wasser gefüllten trogförmigen Elementen gebildet wird. Eine derartige Anlage ist
extrem aufwändig, da ständig eine sehr große Wassermenge in den Elementen vorhanden
sein muss, welche auch mit entsprechend hoher Antriebsleistung in Umlauf gehalten
werden muss. Der Aufwand ist daher ähnlich groß wie bei der eingangs genannten
US 5 171 101 A.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine künstliche Surfanlage zu schaffen, deren Herstellung
günstiger ist, bei der der logistische Aufwand deutlich reduziert wird und die sehr
gute Fahreigenschaften aufweist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Surfanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den jeweils darauf rückbezogenen
Unteransprüchen angegeben.
[0005] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der rotierende Belag mit vorzugsweise
aus Kunststoff, insbesondere Polyester bestehenden Borsten versehen und als Endlos-Band
über eine untere Walze und eine obere Walze geführt, wie dies für künstliche Wintersportanlagen
aus dem eingangs genannten Stand der Technik an sich bekannt ist.
[0006] Die erfindungsgemäße Surfanlage ist wahlweise in trockenem Zustand oder auch mit
einer geringen, variablen Menge von Wasser zu betreiben, welches vorzugsweise mit
derselben Geschwindigkeit wie die Rotationsgeschwindigkeit des Belages auf den Belag
aufgesprüht wird.
[0007] Ein insbesondere zur Verwendung auf einer erfindungsgemäßen Surfanlage vorgesehenes
Surfbrett weist eine Einschnürung bezüglich der Breite auf, die vorzugsweise im hinteren
Bereich angeordnet ist. Eine derartige Taillierung, wie sie zwar von Carving-Ski bekannt
ist, wurde bislang bei Surfbrettern nicht angewendet. Sie führt überraschender Weise
auch bei diesen zu einer verbesserten Drehfreudigkeit und einem insgesamt besseren
Fahrverhalten, insbesondere in Verbindung mit den Kunststoff-Borsten der erfindungsgemäßen
Surfanlage. Als Gleitbelag für das Surfbrett ist insbesondere Polyethylen geeignet,
welches im Zusammenwirken mit Borsten aus Polyester der Surfanlage eine hervorragende
Gleitpaarung bildet. Durch eine entsprechende Profilierung des Surfbrett-Korpus, welche
durchgehend einheitlich sein kann, bevorzugt jedoch unterschiedliche Profile in verschiedenen
Bereichen aufweist, können die Fahreigenschaften des Surfbretts in Abstimmung mit
dem jeweiligen Können des Fahrers weiter optimiert werden.
[0008] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Surfanlage und eines
dafür besonders geeigneten Surfbretts unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
Das Surfbrett gemäß den Fign. 7 bis 11 ist dabei nicht Gegenstand dieser Erfindung.
Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Ansicht einer Surfanlage;
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch die Surfanlage gemäß Fig. 1
- Fig. 3
- eine vergrößerte Detaildarstellung der untere Walzenlagerung;
- Fig. 4
- ein Bürstensegment mit sternförmigen Borsten;
- Fig. 5
- ein Bürstensegment mit geraden Borsten;
- Fig. 6
- einen Längsschnitt durch eine Doppel-Surfanlage
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf ein insbesondere für die Surfanlage geeignetes Surfbrett,
- Fig. 8
- einen ersten Querschnitt durch das Surfbrett gemäß Fig. 7,
- Fig. 9
- einen zweiten Querschnitt durch das Surfbrett gemäß Fig. 7,
- Fig.10
- einen dritten Querschnitt durch das Surfbrett gemäß Fig. 7,
- Fig.11
- einen Längsschnitt durch das Surfbrett gemäß Fig. 7, und
- Fig.12
- eine vergrößerte Darstellung der oberen Walze und der Vorderkante der oberen Plattform
gemäß Fig. 2.
[0009] In dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel einer Surfanlage
1 ist ein Gestell 2 dargestellt, an dem eine obere Walze 5 und eine untere Walze 6
gelagert sind. Über beide Walzen 5 bzw. 6 ist ein endloser Belag 4 nach Art eines
umlaufenden Bandes geführt. Der Belag 4 wird mittels eines Antriebs 7, der am Gestell
2 gelagert und der mittels eines Antriebsriemens 8 mit der obere Walze 5 verbunden
ist, in Rotation versetzt, so dass sich seine Oberfläche kontinuierlich von der unteren
Walze 6 zur oberen Walze 5 bewegt. Die Oberfläche bildet dabei eine geneigte und gewölbte
Surffläche 3, die der einer natürlichen Welle nachgebildet ist. Der Belag 4 weist
eine gleitfähige Oberfläche auf, auf der ein Surfbrett 25 gleiten kann.
[0010] Am Gestell 2 ist hinter der Oberkante der oberen Walze 5 eine obere Plattform 9.
gelagert, deren Seiten und deren Rückseite durch ein vorzugsweise gepolstertes Geländer
10 gesichert sind. Die obere Plattform 9 kann, wie in Fig. 1 und 6 dargestellt, in
einer ersten Variante, die den Start auf die Surffläche erleichtert, etwa in Höhe
der Oberkante der oberen Walze 5 angeordnet sein und mit einem minimalen Spalt bis
nahe an den Belag 4 heranreichen. In Fig. 2 - mit einer Detailvergrößerung in Fig.
12 - ist in einer zweiten Variante eine obere Plattform 9 mit verbesserter Sicherheit
dargestellt. Dort ist die obere Plattform 9 etwa in Höhe der unteren Mantellinie der
oberen Walze 5 angeordnet und untergreift mit ihrer Vorderkante 29 den hinteren Rand
der oberen Walze 5 so weit als möglich. Bei einem Durchmesser d
5 der oberen Walze von etwa 36 bis 40 cm beträgt der Vorsprung X vom hinteren Rand
der oberen Walze bis zur Vorderkante 29 der Plattform 9 etwa 10 cm. An der Vorderkante
29 ist bevorzugt zusätzlich ein an die Kontur des Belags 4 angepasstes Sicherheitsblech
28 angeordnet, das sich nach oben erstreckt und verhindert, das Körperteile oder Gegenstände
in den Spalt zwischen Plattform 9 und rotierendem Belag 4 hineingezogen werden.
[0011] Zu beiden Seiten des Belags 4 ist an dessen Neigung angepasst eine seitliche Rampe
11 vorgesehen, die ebenfalls mittels eines gepolsterten Geländers 12 gesichert ist.
In Figur 1 ist nur die linke seitliche Rampe 11 dargestellt. Am Gestell 2 ist ferner
vor der Oberkante der unteren Walze 6 eine untere Plattform 17 gelagert, die in Fig.
2 verkürzt dargestellt ist, und deren Länge in etwa der der oberen Plattform 9 entspricht.
Der jeweilige Spalt, den die obere Plattform 9 und die untere Plattform 17 mit dem
rotierenden Belag 4 bilden, ist durch einen nicht dargestellten Rechen überdeckt,
durch dessen Zahnung die Borsten 14 des Belags 4 hindurchtreten können, so dass weder
Körperteile noch Gegenstände in den Spalt hineingeraten können.
[0012] Der Belag 4 ist vorzugsweise über seine gesamte Fläche mit nach oben hervorragenden
Borsten 14 versehen, die wegen der guten Rückstelleigenschaften dieses Materials vorzugsweise
aus Polyester bestehen und von ihrer Dichte und ihrer Steifigkeit her so ausgelegt
sind, dass auch ein von einer schweren erwachsenen Person gefahrenes Surfbrett 25
nicht soweit einsinkt, dass es mit dem Belag 4 selbst in Berührung kommt. Die Borsten
14 können vollflächig integral mit dem Belag 4 ausgebildet sein. Gemäß einer anderen
Variante dient der Belag 4 als Träger für einzelne Bürsten-Segmente 26 bzw. 27, die
in geringem Abstand aneinander liegend mit dem Belag 4 beispielsweise durch Schrauben
verbunden sind. In Figur 4 sind die Borsten 14 eines Bürsten-Segments 26 sternförmig
angeordnet, während die Borsten 14 eines Bürsten-Segments 27 in Figur 5 gerade, d.
h. senkrecht zum Belag 4 angeordnet sind. Die Ausführungsform mit einzelnen Bürsten-Segmenten
26 bzw. 27 hat den Vorteil, dass diese bei Beschädigung oder vorzeitiger Abnutzung
einzeln ausgetauscht werden können.
[0013] In Fig. 3 ist eine Lagerung der unteren Walze 6 vergrößert dargestellt. Die Achse
der Walze 6 ist zu beiden Seiten in je einem Walzenlager 18 gelagert. Das Walzenlager
18 ist oben und unten in einer verschiebbaren Lagerung 23 an quer verlaufenden Streben
des Gestells 2 gelagert. Das Walzenlager 18 ist mit einem Anschlussstück 19 mit einer
Spindel 20 gekoppelt, die ihrerseits längsverschiebbar in einem Spindellager 22 am
Gestell 2 gelagert ist. Eine ebenfalls am Gestell 2 drehbar gelagerte Spindelmutter
21 ermöglicht durch deren Verdrehung eine axiale Verschiebung des Walzenlagers 18
in horizontaler Richtung entsprechend dem Pfeil A. Die Spindelmutter 21 ist durch
einen nicht dargestellten Antrieb angetrieben. Dieser ist vorzugsweise als Schrittschaltmotor
oder als Linearmotor ausgebildet und erlaubt dadurch eine sehr feine Verstellung des
Walzenlagers 18. Der parallele Gleichlauf des Belags 4 über die Walzen 5 bzw. 6 wird
durch nicht dargestellte Sensoren überwacht. Bei Abweichungen vom Gleichlauf werden
durch die Sensoren entsprechende Stellimpulse an den bzw. die Antrieb(e) der Spindelmutter(n)
21 übermittelt, so dass durch eine Verschiebung des bzw. der Walzenlager(s) 18 der
Gleichlauf unmittelbar wieder hergestellt werden kann.
[0014] Optional kann der Belag 4 bzw. können die Borsten 14 in seiner bzw. ihrer Gleitfähigkeit
durch Ansprühen mit Wasser verbessert werden. Hierzu sind, wie in Fig. 2 dargestellt,
nahe der Oberkante der unteren Walze 6 in geringem Abstand zu den Borsten 14 Sprühdüsen
15 vorgesehen, die von einer Wasserpumpe 16 mit einem zugehörigen Vorratsbehälter
mit Wasser versorgt werden.
[0015] In Fig. 6 ist eine Doppel-Surfanlage dargestellt, bei der der rechte Teil im Wesentlichen
der Fig. 2 entspricht und der linke Teil einen spiegelbildlichen Aufbau aufweist,
wobei alle Bezugszahlen für gleiche Teile mit einem Apostroph versehen sind. Zwischen
beiden Teilen der Doppel-Surfanlage ist an Stelle der unteren Plattform 17 ein Zwischenstück
24 vorgesehen, das an der Oberfläche einen Belag aus gut gleitfähigem Kunststoff aufweist.
Die Doppel-Surfanlage bildet eine Half-Pipe, die ein wechselweises Befahren beider
Surfflächen 3 bzw. 3' oder ein gleichzeitiges Befahren durch mehrere Surfer ermöglicht.
[0016] Die Borsten 14 bestehen vorzugsweise aus Polyester, alternativ dazu aber auch aus
Polyamid oder Vinyl. Der Durchmesser der einzelnen Borsten 14 beträgt etwa 0,6 bis
1 Millimeter. Die Dichte der Borsten 14 beträgt etwa sechs bis zehn Borsten je cm
2. Die Länge der Borsten 14 beträgt etwa 5 bis 15 Zentimeter, vorzugsweise etwa 8 bis
10 Zentimeter. Die Steifigkeit bzw. die Elastizität der Borsten 14 wird so gewählt,
dass sich beim Surfen ein ähnliches Gefühl wie beim Surfen auf Wasser einstellt.
[0017] Der Antrieb 7 kann an Stelle des Antriebsriemens 8 auch mit einer Kette mit der oberen
Walze 5 verbunden sein oder er ist direkt über ein Getriebe an diese angekoppelt.
An Stelle der verschiebbaren Lagerung der Walzenlager 18 kann auch vorgesehen sein,
dass der Belag 4 an seiner Innenseite bzw. Unterseite mit mehreren umlaufenden Ketten
verbunden ist, die mit Kettenrädern im Bereich der oberen Walze 5 in Eingriff stehen
und dadurch einen zwangsweisen Gleichlauf gewährleisten. Der Belag 4 kann eine hinreichend
große Eigensteifigkeit aufweisen, um die Belastungen auf der Surffläche 3 aufzunehmen.
Der Belag 4 kann sich jedoch auch im Bereich der Surffläche 3 mit seiner Unterseite
gleitend auf einer Tragrampe 13 abstützen, die am Gestell 2 gelagert ist, und deren
Form einer natürlichen Welle nachempfunden ist.
[0018] Der Untergrund der Surffläche 3 mit dem Belag 4 und den Borsten 14 sowie die rampenförmige,
geneigte und gewölbte Form der Surffläche 3 ermöglichen dem Benutzer beim Surfen ein
Gefühl, das dem einer natürlichen Welle sehr nahe kommt. Durch Aufkanten des Surfbretts
25 und durch Gewichtsverlagerung kann auf der Surffläche 3 ein Gleichgewichtszustand
der Bewegung erreicht werden, der bei rotierendem Belag 4 ein endloses Surfen ermöglicht.
Die Geschwindigkeit des rotierenden Bürstenbelages kann variiert werden, so dass die
Surfanlage 1 an die Fähigkeiten und die Ausrüstung des Surfers angepasst werden kann.
Optional ist auch die Position der oberen Walze 5 gegenüber dem Gestell 2 variierbar,
so dass die Surffläche 3 eine unterschiedliche Neigung annehmen kann. Eine Sicherheitseinrichtung
ermöglicht bei einem Sturz ein sofortiges Stillsetzen des Antriebs 7. Die Steifigkeit
der Borsten 14 ist aber so gewählt, dass ein Sturz keineswegs als schmerzhaft empfunden
wird.
[0019] Als weitere Option ist vorgesehen, dass auf den rotierenden Belag 4 von der unteren
Walze 6 her Wasser, vorzugsweise mit der Rotationsgeschwindigkeit des Belags 4, die
etwa 2...3 m/s beträgt, aufgepumpt bzw. aufgesprüht wird, so dass das Surf-Erlebnis
durch das aufspritzende Wasser noch echter wird. Das Wasser fällt oben durch Schlitze
in einen geschlossenen Behälter, von welchem es erneut auf den Belag 4 gepumpt wird.
Die Menge des aufgepumpten bzw. aufgesprühten Wassers ist variabel, so dass von einem
Betreiben im Trockenzustand bis hin zu einem Betrieb mit einer Wassermenge, die etwa
der Höhe der Borsten 14 entspricht, vielfältige Variationsmöglichkeiten bestehen.
[0020] Die Surfanlage 1 wird normalerweise über die obere Plattform 9 betreten. Der Benutzer
rutscht mit dem Surfbrett 25 über die obere Walze 5 in die Surffläche 3 hinein. Der
Ausstieg ist sowohl nach oben oder unten als auch zu den Seiten möglich. Bei der Doppel-Surfanlage
gemäß Fig. 6 ist durch Überfahren des Zwischenstücks 24 auch eine Benutzung der gegenüberliegenden
Surffläche 3' möglich.
[0021] In den Fign. 7 bis 11 ist ein insbesondere zum Befahren der vorstehend beschriebenen
Surfanlage 1 geeignetes Surfbrett 25 dargestellt. Wie in der Draufsicht in Fig. 7
erkennbar, weist dessen Surfbrett-Korpus 30 ausgehend von einem spitz zulaufenden,
mit einer leichten Abrundung versehenen vorderen Ende 31 zunächst eine zunehmende
Breite auf, welche dann in eine in der hinteren Hälfte liegende Einschnürung 32 mit
der geringsten Breite übergeht, anschließend zum hinteren Ende 32 zunächst wieder
eine zunehmende Breite aufweist, die dann wieder mit abnehmender Breite in das abgerundete
hintere Ende 32 übergeht. Der Surfbrett-Korpus 30 ist an seiner Unterseite mit einem
Gleitbelag aus Polyethylen (PE) versehen, welches in Verbindung mit Borsten 14 aus
Polyester am Belag 4 hervorragende Gleiteigenschaften aufweist.
[0022] Wie in Fig. 11 dargestellt, weist der Surfbrett-Korpus 30 in der Seitenansicht am
vorderen Ende 31 eine stärkere Aufbiegung Z
1 gegenüber dem Mittelteil auf, als die Aufbiegung Z
2 am hinteren Ende 33 beträgt, wobei letztere nur als Option vorhanden ist. In Fig.
7 sind verschiedene Querschnitte A-A, B-B, C-C, D-D und E-E eingezeichnet, die mit
den Darstellungen in Fig. 8 bis 10 in folgender Weise korrespondieren:
Variante 1:
[0023] Der Surfbrett-Korpus 30 weist durchgehend ein im Querschnitt trapezförmiges Profil
gemäß Fig. 8 auf, d. h. alle Querschnitte A-A, B-B, C-C, D-D und E-E sind im Bereich
der Seitenkanten gleich profiliert.
Variante 2:
[0024] Der Surfbrett-Korpus 30 weist durchgehend ein im Querschnitt rechteckförmiges Profil
gemäß Fig. 9 auf, d. h. alle Querschnitte A-A, B-B, C-C, D-D und E-E sind im Bereich
der Seitenkanten gleich profiliert.
Variante 3:
[0025] Der Surfbrett-Korpus 30 weist durchgehend ein im Querschnitt aus zwei mit ihrer breiteren
Basislinie aufeinander liegenden Trapezen gebildetes Doppeltrapez-Profil gemäß Fig.
10 auf, d. h. alle Querschnitte A-A, B-B, C-C, D-D und E-E sind im Bereich der Seitenkanten
gleich.
Variante 4:
[0026] Der Surfbrett-Korpus 30 weist im vorderen Bereich, d. h. bei den Querschnitten A-A
und B-B ein trapezförmiges Profil gemäß Fig. 8 auf und im hinteren Bereich, d. h.
im Bereich der Querschnitte C-C, D-D und E-E ein rechteckförmiges Profil gemäß Fig.
9.
Variante 5:
[0027] Der Surfbrett-Korpus 30 weist in den Bereichen größerer Breite, d. h. im vorderen
Bereich bei den Querschnitten A-A und B-B und im hinteren Bereich beim Querschnitt
D-D ein trapezförmiges Profil gemäß Fig. 8 auf. Im schmaleren Bereich der Einschnürung
32 und im Bereich des hinteren Endes 33, d. h. im Bereich der Querschnitte C-C und
E-E weist der Surfbrett-Korpus 30 dagegen ein rechteckförmiges Profil gemäß Fig. 9
auf.
[0028] Alternativ kann bei den Varianten 4 und 5 der Bereich mit dem trapezförmigen Profil
gemäß Fig. 8 auch durch ein Doppeltrapez-Profil gemäß Fig. 10 ersetzt sein.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Surfanlage
- 2
- Gestell
- 3
- Surffläche
- 4
- Belag
- 5
- obere Walze
- 6
- untere Walze
- 7
- Antrieb
- 8
- Antriebsriemen
- 9
- obere Plattform
- 10
- Geländer
- 11
- seitliche Rampe
- 12
- Geländer
- 13
- Tragrampe
- 14.
- Borsten
- 15
- Sprühdüsen
- 16
- Wasserpumpe
- 17
- untere Plattform
- 18
- Walzenlager
- 19
- Anschlußstück
- 20
- Spindel
- 21
- Spindelmutter
- 22
- Spindellager
- 23
- Lagerung
- 24
- Zwischenstück
- 25
- Surfbrett
- 26
- Bürsten-Segment
- 27
- Bürsten-Segment
- 28
- Sicherheitsblech
- 29
- vordere Kante (von 9)
- 30
- Surfbrett-Korpus
- 31
- vorderes Ende (von 30)
- 32
- Einschnürung (an 30)
- 33
- hinteres Ende (von 30)
- X
- Vorsprung (von 9 unter 5)
- Z1
- Aufbiegung (bei 31)
- Z2
- Aufbiegung (bei 33)
1. Künstliche Surfanlage mit einer geneigten Surffläche und einem Gestell (2) zur Lagerung
der geneigten Surffläche (3), dadurch gekennzeichnet, dass die gewölbte Surffläche (3) von einem gegen die ansteigende Neigung bewegten gleitfähigen
Belag (4) gebildet wird, der mit Borsten (14) versehen ist, die von ihrer Dichte und
ihrer Steifigkeit her so ausgelegt sind, dass sie ein Einsinken und in Berührung kommen
eines auf ihnen gefahrenen Surfbretts (25) mit dem Belag (4) selbst verhindern.
2. Surfanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag (4) als Endlos-Band über eine untere Walze (6) und eine obere Walze (5)
geführt ist.
3. Surfanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Walze (5) mittels eines Antriebs (7) angetrieben wird.
4. Surfanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (7) gegebenenfalls über ein Getriebe mit unterschiedlicher Drehzahl betreibbar
ist.
5. Surfanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Belag (4) mit Wasser beaufschlagt wird.
6. Surfanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des Wassers variierbar ist.
7. Surfanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (14) aus Kunststoff bestehen.
8. Surfanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (14) aus Polyethylen bestehen.
9. Surfanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (14) unmittelbar mit dem Belag (4) verbunden sind.
10. Surfanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (14) über Bürsten-Segmente (26, 27) mit dem Belag (4) verbunden sind.
11. Surfanlage nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Walzen (5, 6) mit einem einstellbaren Walzenlager (18) versehen
ist.
12. Surfanlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der unteren Walze (6) mittels eines einstellbaren Walzenlagers (18)
horizontal einstellbar ist.
13. Surfanlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der oberen Walze (5) vertikal bzw. auf einer bogenförmigen Bahn einstellbar
ist.
14. Surfanlage nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (2) im Bereich der oberen Walze (5) mit einer Plattform (9) versehen
ist, deren vordere Kante (29) unterhalb der oberen Walze (5) angeordnet ist.
15. Surfanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass spiegelbildlich gegenüberliegend zwei geneigte Surfflächen (3, 3') vorgesehen sind.
1. Artificial surfing installation having an inclined surfing area and a framework (2)
for mounting the inclined surfing area (3), characterized in that the curved surfing area (3) is formed by a slippery cover (4) which is moved counter
to the rising inclination and which is provided with bristles (14) which, in terms
of their density and their rigidity, are designed in such a way that they prevent
a surfboard (25) moved on them from sinking in and coming into contact with the cover
(4) itself.
2. Surfing installation according to Claim 1, characterized in that the cover (4) is guided over a lower roll (6) and an upper roll (5) as an endless
belt.
3. Surfing installation according to Claim 2, characterized in that the upper roll (5) is driven by means of a drive (7).
4. Surfing installation according to Claim 3, characterized in that the drive (7) can, if appropriate, be driven at a different speed of rotation via
a gear mechanism.
5. Surfing installation according to one of Claims 1 to 4, characterized in that water is applied to the cover (4).
6. Surfing installation according to Claim 5, characterized in that the amount of water can be varied.
7. Surfing installation according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the bristles (14) consist of plastic.
8. Surfing installation according to Claim 7, characterized in that the bristles (14) consist of polyethylene.
9. Surfing installation according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the bristles (14) are joined directly to the cover (4).
10. Surfing installation according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the bristles (14) are joined to the cover (4) via bristle segments (26, 27).
11. Surfing installation according to one of Claims 2 to 10, characterized in that at least one of the rolls (5, 6) is provided with an adjustable roll bearing (18).
12. Surfing installation according to Claim 11, characterized in that the position of the lower roll (6) can be adjusted horizontally by means of an adjustable
roll bearing (18).
13. Surfing installation according to Claim 11, characterized in that the position of the upper roll (5) can be adjusted vertically or on a curved path.
14. Surfing installation according to one of Claims 2 to 13, characterized in that the frame (2) in the region of the upper roll (5) is provided with a platform (9),
whose front edge (29) is arranged underneath the upper roll (5).
15. Surfing installation according to one of the preceding claims, characterized in that two inclined surfing areas (3, 3') are provided opposite each other in mirror-image
fashion.
1. Installation artificielle pour la pratique du surf comprenant une surface de surf
inclinée et un bâti (2) destiné à loger la surface de surf inclinée (3), caractérisée en ce que la surface de surf courbée (3) est formée par une garniture glissante (4) mobile
dans le sens inverse de l'inclinaison croissante, laquelle garniture est pourvue de
brosses (14), qui sont dimensionnées par rapport à leur densité et leur rigidité de
sorte qu'elles empêchent un affaissement et une venue en contact d'une planche de
surf (25) déplacée ou glissant sur celles-ci avec la garniture (4) elle-même.
2. Installation de surf selon la revendication 1, caractérisée en ce que la garniture (4) est guidée en tant que bande sans fin au-dessus d'un rouleau inférieur
(6) et d'un rouleau supérieur (5).
3. Installation de surf selon la revendication 2, caractérisée en ce que le rouleau supérieur (5) est entraîné au moyen d'un entraînement (7).
4. Installation de surf selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'entraînement (7) peut être actionné éventuellement par l'intermédiaire d'une transmission
à vitesse de rotation différente.
5. Installation de surf selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la garniture (4) est mouillée à l'eau.
6. Installation de surf selon la revendication 5, caractérisée en ce que la quantité d'eau est variable.
7. Installation de surf selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les brosses (14) sont constituées de matière synthétique ou matière plastique.
8. Installation de surf selon la revendication 7, caractérisée en ce que les brosses (14) sont constituées de polyéthylène.
9. Installation de surf selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que les brosses (14) sont reliées directement à la garniture (4).
10. Installation de surf selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que les brosses (14) sont reliées par des segments de brosse (26, 27) à la garniture
(4).
11. Installation de surf selon l'une quelconque des revendications 2 à 10, caractérisée en ce qu'au moins un des rouleaux (5, 6) est pourvu d'un palier à rouleaux réglable (18).
12. Installation de surf selon la revendication 11, caractérisée en ce que la position du rouleau inférieur (6) peut être réglée horizontalement au moyen d'un
palier à rouleaux réglable (18).
13. Installation de surf selon la revendication 11, caractérisée en ce que la position du rouleau supérieur (5) peut être réglée verticalement respectivement,
sur une bande ou piste en forme d'arc.
14. Installation de surf selon l'une quelconque des revendications 2 à 13, caractérisée en ce que le bâti (2) est pourvu dans la zone du rouleau supérieur (5) d'une plateforme (9),
dont l'arête avant (29) est disposée au-dessous du rouleau supérieur (5).
15. Installation de surf selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que deux surfaces de surf inclinées (3, 3') sont prévues en se faisant face de manière
symétriquement opposée.
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