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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
10.05.2003 DE 10321036
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.11.2004 Patentblatt 2004/48 |
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Patentinhaber: Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft |
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80809 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Kellermann, Helmut, Dr.
85764 Oberschleissheim (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 959 479 WO-A-00/28192 DE-A1- 19 805 455 US-A- 5 884 591 US-B1- 6 427 651
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EP-A- 1 073 183 DE-A- 19 722 632 US-A- 5 868 108 US-B1- 6 373 678 US-B2- 6 499 447
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- H.M.HIERSIG: 'Lexikon Ingenieurwissen Grundlag', 01 Januar 1995, VDI VERLAG, DÜSSELDORF,
ISBN 3-18-401371-5
- DR.-ING U.TIETZE, DR.-ING C.SCHENK: 'HALBLEITER-SCHALTUNGSTECHNIK', 01 Januar 1978,
SPRINGER VERLAG, BERLIN, ISBN 3-540-08628-5
- K.KÜPFMÜLLER: 'EINFÜHRUNG IN DIE THEORETISCHE E', Bd. 13, 01 Januar 1990, SPRINGER
VERLAG, BERLIN, ISBN 3-540-51620-4
- J.GREHN, J.KRAUSE: 'METZLER PHYSIK', Bd. 3, 01 Januar 1998, SCHROEDEL VERLAG, HANNOVER,
ISBN 3-507-10700-7
- U.KILIAN, C.WENER: 'LEXIKON DER PHYSIK IN 6 BÄNDEN', 01 Januar 2000, SPEKTRUM, HEIDELBERG,
ISBN 3-86025-295-X
- PROF.DE.ING W. BEITZ: 'TASCHENBUCH FÜR DEN MASCHINENBAU', Bd. 16, 01 Januar 1987,
SPRINGER VERLAG, BERLIN, ISBN 3-540-18009-5
- A.EHRHARDT, H.FRANKE: 'LEXIKON DER TECHNIK', 01 Januar 1960, DEUTSCHE VERLAGSANSTAL,
STUTTGART
- BROCKHAUS: 'NATURWISSENSCHAFT&TECHNIK', Bd. 1, 01 Januar 1983, BROCKHAUS, WIESBADEN,
ISBN 3-7653-0357-7
- 'LEXIKON ELEKTRONIK&MIKROELEKTRON', 01 Januar 1990, VDI VERALG, DÜSSELDORF, ISBN 3-18-400896-7
- 'KRAFTFAHRTECHNISCHES TASCHENBUCH', 01 Januar 1998, SPRINGER VERLAG, BERLIN, ISBN
3-540-62219-5
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen Ventiltrieb für Verbrennungsmotoren
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Ein derartiger Ventiltrieb ist aus der
DE 197 22 632 A1 bekannt. Bei herkömmlichen Motoren werden die Ventile durch eine von der Kurbelwelle
angetriebene Nockenwelle mechanisch gesteuert. Seit geraumer Zeit werden elektrisch
gesteuerte Ventiltriebe erforscht, da diese eine höhere Leistungsausbeute bei geringem
Spritverbrauch versprechen. Bei elektrischen Ventiltrieben unterscheidet man zwei
grundsätzliche Varianten, nämlich sogenannte Hubaktuatoren, bei denen die Aktuatoren
zur Ventilsteuerung durch Elektromagnete betätigt werden und sogenannte Drehaktuatoren,
bei denen zur Ventilbetätigung ein auf einen Nocken wirkender Elektromotor vorgesehen
ist. Bei elektrischen Ventiltrieben mit Hubaktuatoren ist ein axial verschieblicher
Anker vorgesehen, der eine Ankerplatte aufweist. Auf beiden Seiten der Ankerplatte
ist jeweils ein Elektromagnet angeordnet. Durch Bestromen des einen oder des anderen
Elektromagneten kann jeweils ein Magnetfeld erzeugt werden, das den Anker in die eine
bzw. in die andere Richtung zieht.
[0003] Ein Problem bei derartigen Hubaktuatoren besteht darin, dass der Anker beim Anziehen
eines Elektromagneten mit relativ hoher Geschwindigkeit auf den anziehenden Elektromagnet
auftrifft. Aus Gründen der Akustik und des Fahrkomforts ist es aber unbedingt erforderlich,
dass die Ankerplatte möglichst sanft aufsetzt. Zwar versucht man, durch entsprechende
Ansteuerung der Elektromagneten ein möglichst sanftes Aufsetzen der Ankerplatte auf
den anziehenden Elektromagneten zu erreichen. Die Steuerung der Ankerbewegung ist
jedoch regelungstechnisch bislang nur sehr schwer beherrschbar. Für die Regelung jedes
der Hubaktuatoren eines Motors ist ein teurer Sensor zur Messung der Ankerbewegung
erforderlich, der eine hohe Wegauflösung und eine große Signalbandbreite haben muss.
Erforderlich ist ferner eine hohe Rechenleistung für die Ventilsteuerung, eine Sensorauswerteelektronik,
eine abgeschirmte Verkabelung der Sensoren sowie eine auf die jeweiligen Hubaktuatoren
abgestimmte Reglerparametrierung. All dies ist mit hohen Kosten verbunden ist.
[0004] Zur Verringerung des Aufwands für die Regelung der Aufsetzbewegung des Ankers wäre
es wünschenswert, die Geschwindigkeit des Ankers durch "passive" oder "aktive" mechanische
Maßnahmen kurz vor dem Auftreffen auf eine geringere Geschwindigkeit abzubremsen.
Dann könnte nämlich auf einen Bewegungssensor verzichtet werden und die Ankerbewegung
durch Messung des Spulenstroms der Elektromagneten geregelt oder gesteuert werden.
Zudem würden sich die Anforderungen an die erforderliche Rechenleistung und ggf. an
die "Qualität" des Sensors verringern.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen elektrischen Ventiltrieb mit einem Hubaktuator
zu schaffen, bei dem die Geschwindigkeit des Ankers kurz vor dem Auftreffen der Ankerplatte
in technisch einfacher Weise reduziert und der Aufwand für die Regelung bzw. Steuerung
der Ankerbewegung entsprechend verringert wird.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0007] Ausgangspunkt der Erfindung ist ein nach dem Hubaktuatorprinzip arbeitender elektrischen
Ventiltrieb. Der Ventiltrieb weist einen verschieblich angeordneten Anker mit einer
Ankerplatte auf. Die Ankerplatte ist zwischen einem ersten und einem zweiten Elektromagneten
angeordnet. Durch Bestromen des einen bzw. des anderen Elektromagneten ist ein Magnetfeld
erzeugbar, das den Anker in die eine bzw. andere Richtung zieht.
[0008] Der Kern der Erfindung besteht darin, dass im Magnetfeldbereich mindestens eines
der Elektromagneten ein "Wirbelstromkreis" vorgesehen ist. In dem Wirbelstromkreis
wird bei der Bewegung des Ankers zu dem zugeordneten Elektromagneten ein Wirbelstrom
induziert. Gemäß der Lenz'schen Regel erzeugt der Wirbelstrom ein magnetisches Wirbelfeld
(Magnetfeld), das der Ursache seiner Enstehung, nämlich der durch die Ankerbewegung
hervorgerufenen Änderung des magnetischen Flusses im Magnetkreis, entgegenwirkt. Durch
das magnetische Wirbelfeld wird der Anker also kurz vor dem Auftreffen der Ankerplatte
auf den zugeordneten Elektromagneten verschleißfrei auf eine geringere Geschwindigkeit
abgebremst. Der Wirbelstromkreis erzeugt somit eine auf den Anker wirkende "Bremskraft".
In der letzten Phase vor dem Aufsetzen der Ankerplatte kann die Ankerbewegung dann
aktiv durch entsprechende Steuerung bzw. Regelung der Spulenströme der Elektromagneten
gesteuert bzw. geregelt werden. Da die Geschwindigkeit des Ankers in dieser letzten
Phase vor dem Aufsetzen geringer ist als beim Stand der Technik, ist die anschließende
Steuerung bzw. Regelung der Ankerbewegung technisch besser beherrschbar.
[0009] Für eine stillstehende Ankerplatte sind bei konstanter Bestromung des Elektromagneten
die Wirbelströme identisch Null und haben somit keinen Einfluss.
[0010] Da die magnetischen Feldlinien immer in geschlossenen Bahnen verlaufen (Quellenfreiheit
des Magnetfelds), bestehen hinsichtlich der Anordnung des Wirbelstromkreises gewisse
Freiheiten. Wesentlich ist, dass der Wirbelstromkreis so angeordnet ist, dass er möglichst
den maximalen Magnetfluss umfasst.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Wirbelstromkreis unmittelbar an der
Spule des zugeordneten Elektromagneten angeordnet.
[0012] In dem Wirbelstromkreis ist ein "Schalterelement" vorgesehen, das Wirbelströme nur
in einer vorgegebenen Stromrichtung fließen lässt und das in der entgegengesetzten
Stromrichtung sperrt. Dies hat den Vorteil, dass der Anker lediglich bei einer Bewegung
zum Elektromagneten hin durch Wirbelströme abgebremst wird und ein Ablösen der Ankerplatte
vom Elektromagneten, das grundsätzlich ebenfalls Wirbelströme hervorrufen würde, nicht
behindert wird. Ohne ein derartiges Schalterelement würden nämlich auch beim Ablösen
der Ankerplatte vom Elektromagneten Wirbelströme im Wirbelstromkreis induziert werden.
Diese Wirbelströme würden der Verschiebung des Ankers beim Ablösen vom Elektromagneten
entgegenwirken. Der Ablösevorgang wäre also relativ träge. Um dies zu verhindern,
wird vorzugsweise ein Wirbelstromkreis mit einem Schalterelement verwendet, das Strom
lediglich in einer Richtung fließen lässt.
[0013] Das Schalterelement ist eine Diode. Wichtig hierbei ist, dass die Diode so geschaltet
ist, dass bei einer Annäherung der Ankerplatte an den Elektromagneten Wirbelströme
im Wirbelstromkreis fließen können und beim Ablösen der Ankerplatte vom Elektromagneten
Wirbelströme durch die Diode gesperrt werden.
[0014] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Wirbelstromkreis als "Kurzschlussring"
ausgebildet. Der Kurzschlussring kann ein ebenes, plattenförmiges, geschlitztes, ringförmiges
Bauteil sein, dessen Enden über die Diode elektrisch miteinander verbunden sind.
[0015] Die Diode kann zusammen mit der Spule des Elektromagneten und dem Kurzschlussring
verbaut sein. Da die Verlustspannung an der Diode aufgrund der Sperrschichtspannung
des Halbleitermaterials immer gleich ist, bietet es sich an, den Kurzschlussring aus
mehreren Windungen (Kurzschlussspule) auszuführen, da damit der Strom verringert wird,
die Spannung an der Diode aber gleich bleibt und somit die Verlustleistung in der
Diode verringert wird.
[0016] Vorzugsweise ist jedem der beiden Elektromagneten ein separater Wirbelstromkreis
zugeordnet.
[0017] Die Realisierung der Erfindung ist einfach und kostengünstig und nach heutigen Erkenntnissen
dauerhaltbar. Der Magnetkreis wird durch den Wirbelstromkreis nicht, zumindest nicht
wesentlich beeinflusst. Die Anordnung eines Wirbelstromkreises an den Elektromagneten
beansprucht wenig bzw. keinen zusätzlichen Bauraum. Ein Vorteil gegen herkömmlichen
Hubaktuatoren besteht darin, dass der Sensor zur Sensierung der Ankerbewegung entfallen
kann bzw. die Anforderungen an den Sensor reduziert werden, da die Ankerplatte passiv
durch den Wirbelstromkreis abgebremst wird. Somit sinken die Anforderungen an die
erforderliche Rechenleistung des Steuergeräts, was Kosten für das Gesamtsystem spart.
[0018] Im Folgenden wird die Erfindung im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- Einen der Elektromagneten des Ventiltriebs, wobei der Anker einen großen Abstand vom
Elektromagneten hat;
- Figur 2
- den Elektromagneten der Figur 1 kurz vor dem Aufsetzen der Ankerplatte;
- Figur 3
- den Elektromagneten in vergrößerter Darstellung (nicht erfindungsgemäß); und
- Figur 4
- den Kurzschlussring.
[0019] Die Figuren 1 und 2 zeigen einen elektromagnetischen Ventiltrieb 1 mit einem Anker,
der durch einen Ankerschaft 2 und eine Ankerplatte 3 gebildet ist. Der Anker ist mit
seiner Ankerplatte 3 axial verschieblich zwischen zwei Elektromagneten 4, 5 angeordnet,
die hier nur schematisch dargestellt sind. Durch Bestromen des Elektromagneten 4 wird
der Anker aus der in Figur 1 dargestellten Mittel- bzw. Neutralstellung nach oben
in Richtung des Pfeils 6 verschoben. Durch Bestromen des Elektromagneten 5 wird der
Anker in die entgegengesetzte Richtung in Richtung des Pfeils 7 verschoben. Der Anker
bzw. der Ankerschaft wirkt auf ein zu steuerndes Ventil (nicht dargestellt) des Verbrennungsmotors
ein. Jeder der beiden Elektromagneten 4, 5 weist eine Magnet- bzw. Erregerspule 8
auf. In Fig. 1 ist die Situation dargestellt, dass der Elektromagnet 4 abgeschaltet
und der Elektromagnet 5 erregt ist, was durch Magnetfeldlinien 9 angedeutet ist. Der
Magnet 5 zieht also den Anker gerade an, wodurch der Anker bzw. die Ankerplatte 3
in Richtung des Elektromagneten 5 gezogen wird. Figur 2 zeigt eine Stellung des Ankers
kurz vor dem Aufsetzen der Ankerplatte 3 auf dem Magneten 5.
[0020] Der Kern der Erfindung besteht darin, dass am Elektromagneten 5 ein "Wirbelstromkreis"
in Form eines Kurzschlussringes 10 vorgesehen ist, was besser aus Figur 4 ersichtlich
ist.
[0021] Figur 3 zeigt eine perspektivische Darstellung des Elektromagneten 5. Der Elektromagnet
5 weist ein Joch bzw. einen Eisenkern 11 mit einem mittleren Schenkel 12 und zwei
äußeren Schenkeln 13, 14 auf. An dem mittleren Schenkel 12 ist die Erregerspule bzw.
Erregerwicklung 8 des Elektromagneten 8 angeordnet, welche zwei elektrische Anschlüsse
15, 16 aufweist.
[0022] Auf dem mittleren Abschnitt 12 des Jochs 11 bzw. auf der Erregerspule 8 ist der plattenförmige
Kurzschlussring 10 angeordnet.
[0023] Wenn die Erregerspule 8 bestromt wird und sich der Anker zu dem Elektromagneten 5
hin bewegt, dann ändert sich der magnetische Fluss im Magnetkreis (vgl. Figuren 1,
2). Die Änderung des magnetischen Flusses bewirkt, dass im Kurzschlussring 10 Wirbelströme
erzeugt werden, die so gerichtet sind, dass das aus den Wirbelströmen resultierende
magnetische Feld (Induktionsfeld) der Bewegung des Ankers entgegenwirkt. Bei einer
Bewegung des Ankers in Richtung des Elektromagneten 5 wird der Anker durch das Induktionsfeld
abgebremst. In der letzten Phase der Ankerbewegung kurz vor dem Aufsetzen der Ankerplatte
können die Spulenströme der Elektromagneten mit vergleichsweise geringem Aufwand so
gesteuert bzw. geregelt werden dass die Ankerplatte 3 sanft aufsetzt.
[0024] Figur 4 zeigt ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines Kurzschlussringes 10.
Der Kurzschlussring 10 weist einen Schlitz 17 auf. Die beiden Schenkel 18, 19 des
Kurzschlussrings 10 sind über elektrische Leitungen 20, 21 und eine Diode 22 elektrisch
miteinander verbunden. Der Kurzschlussring 10, die elektrischen Leitungen 20, 21 und
die Diode 22 bilden einen Wirbelstromkreis. Wesentlich ist, dass in dem "Wirbelstromkreis"
Wirbelströme nur in einer Stromrichtung fließen können und in der entgegengesetzten
Stromrichtung durch die Diode 22 gesperrt sind. Die Diode 22 ist so gestaltet, dass
bei einer Bewegung des Ankers bzw. der Ankerplatte (vgl. Figuren 1, 2) auf den Elektromagneten
5 hin Wirbelströme fließen können. Die Wirbelströme erzeugen ein Induktionsfeld, das
der Ankerbewegung entgegenwirkt und den Anker abbremst. Beim Abheben der Ankerplatte
vom Elektromagneten 5 würden zwar prinzipiell ebenfalls Wirbelströme induziert werden,
da sich auch beim Abheben der magnetische Fluss ändert. Diese Wirbelströme würden
aufgrund der entgegengesetzten Ankerbewegung in die entgegengesetzte Richtung fließen.
Ein Stromfluss im Kurzschlussring 10 in entgegengesetzter Richtung wird jedoch durch
die Diode 22 gesperrt. Somit wird beim Abheben des Ankers bzw. der Ankerplatte vom
Elektromagneten ein Entstehen von Wirbelströmen im Wirbelstromkreis 10, d.h. ein "Klebenbleiben"
der Ankerplatte verhindert.
1. Elektrischer Ventiltrieb (1) für Verbrennungsmotoren, mit
einem verschieblich angeordneten Anker (2, 3), der eine Ankerplatte (3) aufweist,
einem ersten Elektromagneten (4), der auf der einen Seite der Ankerplatte (3) angeordnet
ist, und einem zweiten Elektromagneten (5), der auf der anderen Seite der Ankerplatte
(3) angeordnet ist, wobei durch Bestromen des einen Elektromagneten (4) ein Magnetfeld
erzeugbar ist, das den Anker (2, 3) in eine erste Richtung (6) zieht und durch Bestromen
des anderen Elektromagneten (5) ein Magnetfeld erzeugbar ist, das den Anker (2, 3)
in eine der ersten Richtung (6) entgegengesetzte zweite Richtung (7) zieht, wobei
im Magnetfeldbereich (9) mindestens eines der Elektromagneten (4, 5) ein Stromkreis
(10) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Stromkreis (10) ein Wirbelstromkreis (10) ist, in dem bei der Bewegung des Ankers
(2, 3) zu diesem Elektromagneten (4, 5) hin ein Wirbelstrom induziert wird, dessen
Magnetfeld der Ankerbewegung entgegenwirkt, wobei in dem Wirbelstromkreis (10) ein
Schalterelement (22) vorgesehen ist, das Wirbelströme nur in eine vorgegebene Stromrichtung
fließen lässt und das in der entgegengesetzten Stromrichtung sperrt, wobei das Schalterelement
(22) eine Diode ist.
2. Elektrischer Ventiltrieb (1) nach Anspruch 1, wobei das Schalterelement (22) so geschaltet
ist, dass der Wirbelstromkreis (10) geschlossen ist, wenn sich der Anker (2, 3) auf
den dem Wirbelstromkreis (10) zugeordneten Elektromagneten (4, 5) zubewegt und unterbrochen
ist, wenn sich der Anker (2, 3) von dem dem Wirbelstromkreis zugeordneten Elektromagneten
(4, 5) wegbewegt.
3. Elektrischer Ventiltrieb (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Wirbelstromkreis
(10) die Form einer ringförmigen ebenen Platte hat.
4. Elektrischer Ventiltrieb (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Wirbelstromkreis
(10) unmittelbar an dem zugeordneten Elektromagneten (4, 5) angeordnet ist.
5. Elektrischer Ventiltrieb (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei jedem der beiden
Elektromagneten (4) ein separater Wirbelstromkreis (10) zugeordnet ist.
1. An electric valve drive (1) for internal combustion engines, comprising
a movable armature (2, 3) with a retaining plate (3),
a first electromagnet (4) disposed on one side of the retaining plate (3) and a second
electromagnet (5) disposed on the other side of the retaining plate (3), wherein a
magnetic field can be generated by energising one electromagnet (4) and pulls the
armature (2, 3) in a first direction (6) and the other electromagnet (5) can be energised
to produce a magnetic field which pulls the armature (2, 3) in a second direction
(7) opposite to the first direction (6), wherein a circuit (10) is provided in the
magnetic field area (9) of at least one electromagnet (4, 5),
characterised in that the circuit (10) is an eddy-current circuit (10) in which, when the armature (2,
3) moves towards the electromagnet (4, 5), an eddy-current is induced and the resulting
magnetic field opposes the movement of the armature, wherein a switch element (22)
is provided in the eddy-current circuit (10) and allows eddy-currents to flow in a
preferred direction only and is blocked in the opposite direction, wherein the switch
element (22) is a diode.
2. An electric valve drive (1) according to claim 1, wherein the switch element (22)
is so connected that the eddy-current circuit (10) is closed when the armature (2,
3) moves towards the electromagnet (4, 5) associated with the eddy-current circuit
(10) and is broken when the armature (2, 3) moves away from the electromagnet (4,
5) associated with the eddy-current circuit.
3. An electric valve drive (1) according to claim 1 or claim 2, wherein the eddy-current
circuit (10) is in the form of a flat annular plate.
4. An electric valve drive (1) according to any of claims 1 to 3, wherein the eddy-current
circuit (10) is disposed immediately on the associated electromagnet (4, 5).
5. An electric valve drive (1) according to any of claims 1 to 4, wherein a separate
eddy-current circuit (10) is associated with each of the two electromagnets (4).
1. Entraînement électrique de soupape (1) pour des moteurs à combustion interne, comportant
:
- un induit (2, 3) coulissant et ayant une plaque d'induit (3),
- un premier électroaimant (4) placé sur l'un des côtés de la plaque d'induit (3)
et un deuxième électroaimant (5) placé de l'autre côté de la plaque d'induit (3),
- un champ magnétique qui attire l'induit (2, 3) dans une première direction (6) produit
quand le courant traverse un électroaimant (4) et
- un champ magnétique qui attire l'induit (2, 3) dans une deuxième direction (7) contraire
à la première direction (6) produit quand le courant traverse l'autre électroaimant
(5),
- un circuit de courant (10) dans la zone de champ magnétique (9) d'au moins l'un
des électroaimants (4, 5),
caractérisé en ce que
le circuit de courant (10) est un circuit de courants de Foucault (10) dans lequel
sont induits des courants de Foucault dont le champ magnétique s'oppose au mouvement
de l'induit, lorsque l'induit (2, 3) se déplace par rapport à cet électroaimant (4,
5),
le circuit de courants de Foucault (10) comportant un élément de commutation (22)
qui laisse passer les courants de Foucault que dans une direction prédéfinie et bloque
les courants dans la direction opposée,
l'élément de commutation (22) étant une diode.
2. Entraînement électrique de soupape (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément de commutation (22) est monté de telle manière que le circuit de courants
de Foucault (10) est fermé lorsque l'induit (2, 3) se déplace vers l'électroaimant
(4, 5) associé au circuit de courants de Foucault (10) et il est ouvert lorsque l'induit
(2, 3) s'éloigne de l'électroaimant (4, 5) associé au circuit de courants de Foucault.
3. Entraînement électrique de soupape (1) selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le circuit de courants de Foucault (10) a la forme d'une plaque plane, annulaire.
4. Entraînement électrique de soupape (1) selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le circuit de courants de Foucault (10) est placé directement sur l'électroaimant
(4, 5) associé.
5. Entraînement électrique de soupape (1) selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'
un circuit de courants de Foucault (10) distinct est associé à chacun des deux électroaimants
(4).