[0001] Die Erfindung betrifft eine Labor-Pumpeinheit mit einer Pumpe, die saug- und/oder
druckseitig mit einer Pipette oder dergleichen Fluidaufnahme lösbar verbindbar ist,
zum Ansaugen oder Ausstoßen eines Fluids.
[0002] Aus der DE 41 19 680 A1 kennt man bereits ein automatisches Analysegerät, das ein
zum Tragen einer großen Anzahl von Reaktionsgefäßen bestimmtes Reaktionskarussell
hat. Seitlich neben diesem Reaktionskarussell ist ein Probenkarussell vorgesehen,
das ebenfalls um seine vertikale Achse drehbar ist. Um einerseits die aus einer Probe
und dem Reaktionsmittel gebildete Reaktionsflüssigkeit und andererseits das zur Reinigung
des Reaktionsgefäßes bestimmte Wasser in ein Ausschussflüssigkeitsreservoir fördern
zu können, ist eine Flüssigkeitsfördereinrichtung vorgesehen, die eine in die Reaktionsgefäße
eintauchbare Saugdüse hat. Diese Saugdüse ist mit einer zum Ausschussflüssigkeitsreservoir
führenden Abführleitung verbunden, in welche Abführleitung ein Vakuumtank zwischengeschaltet
ist. Innerhalb des Vakuumtanks wird das mit der Reaktionsflüssigkeit vermischte Gas
abgetrennt und mittels einer Vakuumpumpe angesaugt. Da das im abgetrennten Gas enthaltene
Aerosol eventuell infektiös sein kann, ist an der Abluftseite der Vakuumpumpe ein
hocheffizientes Partikelluftfilter vorgesehen, das einen unerwünschten Austrag des
Aerosols über die Vakuumpumpe in die Atmosphäre verhindern soll. Dieses Partikelluftfilter
ist in einem Filtergehäuse angeordnet, welches auf das freie Schlauchende eines mit
der Vakuumpumpe druckseitig verbundenen Abluftschlauches aufgesetzt ist. Das Filtergehäuse
weist dazu einen Anschlussstutzen auf, auf dem das Schlauchende des Abluftschlauches
aufgeschoben ist. Der druckseitig von der Vakuumpumpe vorgesehene und mit dem Partikelluftfilter
verbundene Abluftschlauch stellt die zur Atmosphäre führende Druckleitung der Vakuumpumpe
selbst dar. Diese Druckleitung vermag die angesaugte oder ausgestoßene Luftmenge der
im vorbekannten Analysegerät verwendeten Vakuumpumpe nicht zu begrenzen.
[0003] Während es sich bei dem aus DE 41 19 680 A1 vorbekannten Stand der Technik um ein
automatisches Analysegerät handelt, hat man auch bereits Labor-Pumpeinheiten geschaffen,
die vor allem zum Ansaugen oder Ausstoßen eines Fluids bestimmt sind. Labor-Pumpeinheiten
der eingangs erwähnten Art sind bereits bekannt, um in den Labors Bakterien, Viren
und sonstige Krankheitserreger und andere, mit lebensgefährlichen Inhaltsstoffen kontaminierten
Flüssigkeiten zum Zwecke weiterer Untersuchungen beispielsweise in eine Pipette saugen
zu können, ohne das Leben und die Gesundheit des untersuchenden Laborpersonals zu
gefährden.
[0004] So ist beispielsweise bereits eine Labor-Pumpeinheit bekannt, bei der die Pumpe,
die dazugehörige netzunabhängige Stromversorgung und die zur Steuerung der Pumpe und
des Ansaugvorgangs benötigten Bedienelemente in einem pistolengriffartigen Gehäuse
untergebracht sind. Diese vorbekannte Pumpeinheit ist jedoch derart schwer, dass das
untersuchende Laborpersonal mit dieser Pumpeinheit nicht über einen längeren Zeitraum
ständig hantieren kann.
[0005] Man hat daher auch bereits eine Labor-Pumpeinheit geschaffen, die in ein Hand- und
einen Pumpenteil funktional aufgeteilt ist, um dabei das Handteil möglichst leicht
und entsprechend bedienungsfreundlich ausgestalten zu können.
[0006] Bei einigen der vorbekannten Labor-Pumpeinheiten wird die Pumpleistung durch eine
Querschnittsveränderung in der Saugleitung an das vergleichsweise geringe maximale
Aufnahmevolumen der verwendeten Pipette oder dergleichen Fluidaufnahme angepasst.
Eine solche Querschnittsverengung lässt anschließend jedoch nur wenig Spielraum, um
mittels eines in die Saugleitung zwischengeschalteten Regelventils eine Feinregulierung
vorzunehmen.
[0007] Labor-Pumpeinheiten, deren Bestandteile in einem pistolengriffartigen Gehäuse zusammengefasst
sind, haben darüber hinaus den Nachteil, dass die in der Pipette angesaugte Flüssigkeit
nach Durchführung der Untersuchungen aus der Pipette entfernt und probeweise getrennt
von der Labor-Pumpeinheit jeweils einzeln entsorgt werden müssen.
[0008] Es besteht daher insbesondere die Aufgabe, eine gegebenenfalls auch leistungsstarke
Labor-Pumpeinheit der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die erforderlichenfalls
auch mit geringen Pipettiergeschwindigkeiten betrieben werden kann.
[0009] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht in den Merkmalen des geltenden
Patentanspruchs 1.
[0010] Durch die zumindest eine erfindungsgemäß vorgesehene Nebenleitung wird die Ansaug-
und/oder Ausstoßgeschwindigkeit in der Saug- und/oder Druckleitung auf einen maximalen
Wert begrenzt. Zum genauen Pipettieren darf nämlich die Ansauggeschwindigkeit einen
maximalen Wert nicht überschreiten; deshalb wird bei der erfindungsgemäßen Labor-Pumpeinheit
der zum Ansaugen erforderliche Unterdruck auf einen maximalen Wert begrenzt. Dieser
Unterdruck kann mittels der Drosselstelle erzeugt und konstant gehalten werden, die
in der zur Saugleitung führenden Nebenleitung vorgesehen ist. Um auch beim Entleerungsvorgang
insbesondere eine flüssige Probe nicht in die Umgebung spritzen zu lassen, darf auch
die Ausstoßgeschwindigkeit einen maximalen Wert nicht überschreiten. Deshalb wird
auch der zum Ausstoßen erforderliche Überdruck auf einen maximalen Wert begrenzt.
Dieser Überdruck wird mittels der Drosselstelle erzeugt und konstant gehalten, die
in der von der Druckleitung abgehenden Nebenleitung vorgesehen ist. Die Pumpe der
erfindungsgemäßen Labor-Pumpeinheit wird somit saug- und druckseitig im "offenen"
Pumpenbetrieb mit einem genau eingestellten Leitungsdruck in der Saug- und/oder der
Druckleitung betrieben, der von der Pumpe nicht über- beziehungsweise unterschritten
werden kann.
[0011] Um beim Pipettieren die Ansauggeschwindigkeit an die verschiedenen Größen der Pipetten
oder dergleichen Fluidaufnahmen anpassen zu können, ist es vorteilhaft, wenn in die
Saugleitung in Strömungsrichtung vor dem mit der Nebenleitung verbundenen Leitungsknoten
ein Regelventil angeordnet ist, welches als Drosselventil eine Querschnittsveränderung
in der Saugleitung erlaubt.
[0012] Um auch beim Entleeren der Pipette die Ausstoßgeschwindigkeit an die verschiedenen
Größen der Pipetten oder dergleichen Fluidaufnahmen anpassen zu können, ist es zweckmäßig,
wenn in die Druckleitung in Strömungsrichtung nach dem mit der Nebenleitung verbundenen
Leitungsknoten ein Regelventil angeordnet ist, welches als Drosselventil eine Querschnittsveränderung
im Bereich der Druckleitung erlaubt. So kann die Pipettiergeschwindigkeit exakt zwischen
Null und einem, durch die Drosselstelle eingestellten Maximal- oder Minimalwert eingeregelt
werden.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn im Bereich des zur Atmosphäre hin offenen Leitungsendbereiches
der Nebenleitung(en) ein Luftfilter und/oder Geräuschdämpfer vorgesehen ist. Im Laborbereich
empfiehlt sich insbesondere eine Geräuschdämpfer, um das zu untersuchende Laborpersonal
nicht durch einen hohen Lärmpegel unnötig zu stören.
[0014] Nach einem weiteren Lösungsvorschlag von eigener schutzwürdiger Bedeutung ist insbesondere
vorgesehen, dass die Pumpe saugseitig wahlweise mit der Pipette oder dergleichen Fluidaufnahme
oder mit einer Absaugleitung verbindbar ist, die mit einem Sammelbehälter und/oder
mit einer Filtriereinrichtung verbunden ist. Mit Hilfe dieser erfindungsgemäßen Labor-Pumpeinheit
kann nicht nur ein Pipettieren, d.h. ein Ansaugen der Probe in die Pipette und ein
Entleeren der Probe aus der Pipette, erfolgen, - vielmehr lassen sich diese Proben
nach der Untersuchung im Sammelbehälter zwischenlagern und anschließend bequem entsorgen.
[0015] Sehr oft müssen gerade im bio-chemischen Labor Nährlösungen gereinigt, d.h. filtriert
werden. Bei entsprechender pneumatischer Verschaltung kann daher die erfindungsgemäße
Labor-Pumpeinheit auch als Vakuumeinheit für Filtrationsprozesse benutzt werden, wenn
die Absaugleitung mit einer dazu benötigten Filtriereinrichtung verbunden wird. Danach
wird die Nährlösung beispielsweise pipettiert und auf eine Probenlösung gebracht,
um anhand dieser Probe beispielsweise die Wirksamkeit verschiedener Antibiotika oder
anderer Wirkstoffe zu testen.
[0016] Die einfache Handhabbarkeit der erfindungsgemäßen Labor-Pumpeinheit wird begünstigt,
wenn in die Saugleitung ein Zwei- oder Mehrwegeventil zwischengeschaltet ist, welches
die Pumpe saugseitig wahlweise entweder mit der Pipette oder dergleichen Fluidaufnahme
oder mit der Absaugleitung verbindet.
[0017] Um die Handhabbarkeit der erfindungsgemäßen Labor-Pumpeinheit noch zusätzlich zu
vereinfachen, ist es zweckmäßig, wenn die Ansaugöffnung der Saugleitung und die Auslassöffnung
der Druckleitung in einem mit der Pipette oder dergleichen Fluidaufnahme verbindbaren
und vorzugsweise pistolengriffförmig ausgestalteten Adapter angeordnet sind und wenn
der Adapter zumindest ein Ventil hat zur wahlweisen Verbindung der Pipette oder dergleichen
Fluidaufnahme mit der Saug- oder der Druckleitung.
[0018] Eine bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung sieht vor, dass die Pumpe als
Membranpumpe, insbesondere als Formmembranpumpe, ausgestaltet ist. Eine solche Membranpumpe
zeichnet sich durch ihren geräuscharmen Lauf aus und eignet sich daher besonders für
den Laborbereich.
[0019] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Ansprüchen sowie der
Zeichnung. Die einzelnen Merkmale können je für sich oder zu mehreren bei einer Ausführungsform
gemäß der Erfindung verwirklicht sein.
[0020] In der einzigen Figur ist eine Labor-Pumpeinheit 1 dargestellt, die funktional in
ein pistolengriffförmiges Handteil 2 und ein Pumpenteil aufgeteilt ist. Durch diese
funktionale Aufteilung kann das Handteil 2 besonders leicht ausgestaltet und bequem
zu handhaben sein.
[0021] Die hier dargestellte Labor-Pumpeinheit 1 ist zum Absaugen eines insbesondere mit
Krankheitserregern oder anderen lebensgefährlichen Inhaltsstoffen kontaminierten,
gasförmigen oder flüssigen Fluids bestimmt; sie weist dazu eine vorzugsweise als Membranpumpe
und insbesondere als Formmembranpumpe ausgestaltete Pumpe 3 auf, die saugseitig mit
einer Pipette 4 oder dergleichen Fluidaufnahme lösbar verbindbar ist.
[0022] Die hier dargestellte Labor-Pumpeinheit 1 hat eine mit der Saugseite der Pumpe 3
verbundene Saugleitung 6 und eine an die Druckseite der Pumpe 3 angeschlossene Druckleitung
7. Sowohl die Ansaugöffnung der Saugleitung 6 als auch die Auslassöffnung der Druckleitung
7 sind in dem als Adapter dienenden Handteil 2 angeordnet, das mit der Pipette 4 oder
dergleichen Fluidaufnahme lösbar verbindbar ist. In den im Handteil geführten Leitungsabschnitten
der Saug- und der Druckleitung 6, 7 ist jeweils ein Sperrventil zwischengeschaltet,
welches Sperrventile wechselweise betätigbar sind.
[0023] Wird das in die Saugleitung 6 zwischengeschaltete Sperrventil im Handteil 2 geschlossen,
ist gleichzeitig die Druckleitung 7 freigeschaltet, um das in der Pipette 4 oder dergleichen
Fluidaufnahme befindliche Fluid auszustoßen. Ist demgegenüber das in der Druckleitung
7 angeordnete Sperrventil geschlossen, wird gleichzeitig die Saugleitung 6 freigeschaltet,
um eine flüssige oder gasförmige Probe in die Pipette 4 oder dergleichen Fluidaufnahme
ansaugen zu können. An die jeweils mit der Pipette 4 einerseits und der Pumpe 3 andererseits
verbundenen Saug- und Druckleitungen 6, 7 sind Nebenleitungen 9, 10 angeschlossen,
die zur Atmosphäre hin offen ausgebildet sind und die zur Begrenzung der angesaugten
oder ausgestoßenen Luftmenge jeweils eine Drosselstelle 11, 12 aufweisen. Durch diese
Nebenleitungen 9, 10 und die darin vorgesehenen Drosselstellen 11, 12 wird die Ansauggeschwindigkeit
in der Saugleitung 6 beziehungsweise die Ausstoßgeschwindigkeit in der Druckleitung
7 auf einen maximalen Wert begrenzt. Zum genauen Pipettieren darf nämlich die Ansauggeschwindigkeit
in der Saugleitung 6 einen maximalen Wert nicht überschreiten, so dass der zum Ansaugen
erforderliche Unterdruck auf einen maximalen Wert (x bis y mbar), zum Beispiel auf
100 mbar zu begrenzen ist. Dieser Unterdruck in der Saugleitung wird mittels der Drosselstelle
11 erzeugt und konstant gehalten.
[0024] Damit beim Entleerungsvorgang die in der Pipette befindliche Fluid-Probe nicht in
die Umgebung spritzen kann, darf die Ausstoßgeschwindigkeit in der Druckleitung 7
einen maximalen Wert nicht überschreiten. Deshalb wird auch der zum Ausstoßen erforderliche
Überdruck auf einen maximalen Wert (x-y mbar), zum Beispiel auf 50 mbar, begrenzt.
Dieser Überdruck in der Druckleitung 7 wird mittels der Drosselstelle 12 erzeugt und
konstant gehalten.
[0025] Während des Ansaugvorganges wird die zu untersuchende Flüssigkeit über die Saugleitung
6 in die Pipette 4 gesaugt, wobei die dabei angesaugte Luft über die Druckleitung
7 und die Nebenleitung 10 durch die Drosselstelle 12 und den Geräuschdämpfer 15 ausgestoßen
wird. Während des Entleerens der Pipette 4 wird die zum Entleeren benötigte Luft durch
die Drosselstelle 11 und den ihr zugeordneten Geräuschdämpfer 15 durch die Nebenleitung
9 und die Saugleitung 6 angesaugt und durch die Druckleitung 7 in die mit dem Handteil
2 lösbar verbundene Pipette 4 eingeblasen.
[0026] In die Saugleitung 6 ist in Strömungsrichtung vor dem mit der Nebenleitung 9 verbundenen
Leitungsknoten ein Regelventil 13 angeordnet. Über das Regelventil 13 lässt sich der
Querschnitt in der Saugleitung 6 derart verändern, dass die Ansauggeschwindigkeit
in der Saugleitung 6 an die verschiedenen Größen der Pipetten oder dergleichen Fluidaufnahmen
anzupassen ist oder angepasst werden kann.
[0027] Auch in die Druckleitung 7 ist in Strömungsrichtung nach dem mit der Nebenleitung
10 verbundenen Leitungsknoten ein Regelventil 14 angeordnet, dass zur Querschnittsveränderung
in der Druckleitung 7 und zur Anpassung der Ausstoßgeschwindigkeit an die verschiedenen
Pipettengrößen bestimmt ist.
[0028] Im Bereich der zur Atmosphäre hin offenen Leitungsendbereiche der Nebenleitungen
9, 10 ist sind die Geräuschdämpfer 15 vorgesehen, die auch als Luftfilter ausgestaltet
sein können.
[0029] Mit Hilfe eines in die Saugleitung 6 zwischengeschalteten Mehrwege-Ventils 5 kann
die Pumpe 3 saugseitig wahlweise entweder mit der Pipette 4 oder dergleichen Fluidaufnahme
oder mit einer Absaugleitung 8 verbunden werden, in die ein Tropfenabscheider und/oder
Sammelbehälter 16 zwischengeschaltet ist. Bei entsprechender Verschaltung des Mehrwege-Ventils
5 kann die Labor-Pumpeinheit 1 auch als Vakuumeinheit für allgemeine Filtrationsprozesse
benutzt werden, wenn die Absaugleitung 8 an ihrem der Pumpe 3 abgewandten Leitungsende
mit einer Filtriereinrichtung verbunden ist. Durch die strichpunktierten Linien ist
angedeutet, dass diese Filtriereinrichtung bedarfsweise auch in Strömungsrichtung
vor dem Sammelbehälter 16 angeordnet sein kann. Zweckmäßig ist es, wenn zwischen dem
Sammelbehälter 16 und der Filtriereinrichtung ein hier nicht weiter dargestelltes
Regelventil zwischengeschaltet ist.
[0030] Die Ansaugöffnung der Saugleitung 6 und die Auslassöffnung der Druckleitung 7 sind
in dem als pistolengriffförmigen Handteil 2 ausgestalteten Adapter angeordnet. Durch
Umschalten der im Handteil 2 vorgesehenen und über zwei Druckknöpfe betätigbaren Ventile
kann wahlweise entweder der Ansaugvorgang oder der Entleerungsvorgang begonnen oder
abgeschlossen werden.
[0031] Während das pistolengriffförmige Handteil 2 leicht ausgestaltet und bequem zu handhaben
ist, kann das Pumpenteil beispielsweise unter dem Labortisch integriert und/oder als
fahrbare mobile Station ausgestaltet werden. Durch eine übersichtliche Funktionsanzeige
und durch vorteilhaft ausgestaltete und platzierte Bedienelemente wird die leichte
Bedienbarkeit der Labor-Pumpeinheit 1 sowohl für Rechts- als auch für Linkshändler
begünstigt. Durch die der Saug- und der Druckleitung 6, 7 zugeordneten Nebenleitungen
9, 10 und den darin angeordneten Drosselstellen 11, 12 lässt sich bei der hier dargestellten
Labor-Pumpeinheit 1 die Pipettiergeschwindigkeit besonders leicht und exakt in einem
vergleichsweise großen Einstellbereich variieren.
[0032] Dabei ist die Pipettiergeschwindigkeit auf jede Größe der verwendeten Pipetten oder
dergleichen Flüssigkeitsaufnahmen individuell derart einstellbar, dass stets die optimale
Füll- und Ausstoßgeschwindigkeit schnell und bequem zu finden ist. Die hohe Leistungsfähigkeit
der Labor-Pumpeinheit 1 und die leichte Ausgestaltung ihres Handteiles 2 ohne eine
im Handteil 2 integrierte Pumpe oder Batterie begünstigt ein ermüdungsfreies Arbeiten.
[0033] Da das Pumpenteil der Labor-Pumpeinheit unter dem Labortisch integriert und beispielsweise
auch am Netz angeschlossen werden kann, sind keine Ladephasen zum Aufladen einer Batterie
erforderlich. Da die Labor-Pumpeinheit 1 ein Entsorgen der untersuchten Proben im
Sammelbehälter 16 erlaubt, ist ein hoher Sicherheitsstandard erreichbar. Dieser hohe
Sicherheitsstandard wird noch begünstigt, wenn der Sammelbehälter 16 als ausschüttsichere
und/oder autoklavierbare Glasflasche ausgestaltet ist. Vorteilhaft ist es, wenn die
Labor-Pumpeinheit 1 einen Sterilfilter hat, der ein Einsaugen von Flüssigkeit in die
Labor-Pumpeinheit 1 und insbesondere in dessen Pumpenteil verhindert.
[0034] Bevorzugt wird eine Ausführungsform, bei der die Labor-Pumpeinheit 1 eine chemiefeste
und entsprechend langlebige Membranpumpe 2 aufweist, die sich auch durch ihre leise
Betriebsweise auszeichnet. Es ist ein besonderer Vorteil der hier dargestellten Labor-Pumpeinheit
1, dass diese sowohl das Pipettieren als auch das Ausstoßen der verwendeten Flüssigkeitsproben
und das Entsorgen dieser Proben nach durchgeführter Untersuchung erlaubt und somit
drei Geräte in einer Geräteeinheit zusammenfasst.
[0035] Dabei wird die Labor-Pumpeinheit 1 saug- und druckseitig im "offenen" Pumpenbetrieb
mit einem genau eingestellten Leitungsdruck in der Saug- und/oder Druckleitung (6,
7) betrieben, der von der Pumpe (3) nicht über- oder unterschritten werden kann.
1. Labor-Pumpeinheit (1) mit einer Pumpe (3), die saug- und/oder druckseitig mit einer
Pipette (4) oder dergleichen Fluidaufnahme lösbar verbindbar ist zum Ansaugen oder
Ausstoßen eines Fluids, wobei an die mit der Pipette (4) oder dergleichen Fluidaufnahme
einerseits und der Pumpe (3) andererseits verbundene Saug- und/oder Druckleitung (6,
7) eine Nebenleitung (9, 10) angeschlossen ist, die zur Atmosphäre hin offen ausgebildet
ist und wobei die Nebenleitung (9,10) zur Begrenzung der angesaugten oder ausgestoßenen
Luftmenge eine Drosselstelle (11,12) aufweist, wodurch ein Betrieb der Pumpe im offenen
Pumpenbetrieb ermöglicht ist.
2. Pumpeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Saugleitung (6) in Strömungsrichtung vor dem mit der Nebenleitung (9) verbundenen
Leitungsknoten ein Regelventil (13) angeordnet ist.
3. Pumpeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in die Druckleitung (7) in Strömungsrichtung nach dem mit der Nebenleitung (10) verbundenen
Leitungsknoten ein Regelventil (14) angeordnet ist.
4. Pumpeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des zur Atmosphäre hin offenen Leitungsendbereiches der Nebenleitung(en)
(9, 10) ein Luftfilter und/oder Geräuschdämpfer (15) vorgesehen ist.
5. Pumpeinheit nach dem Obergriff von Anspruch 1, insbesondere nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (3) saugseitig wahlweise mit der Pipette (4) oder dergleichen Fluidaufnahme
oder mit einer Absaugleitung (8) verbindbar ist, die mit einem Sammelbehälter (16)
und/oder mit einer Filtriereinrichtung verbunden ist.
6. Pumpeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in die Ansaugleitung (6) ein Zwei- oder Mehrwegeventil (5) zwischengeschaltet ist,
welches die Pumpe (3) saugseitig wahlweise entweder mit der Pipette (4) oder dergleichen
Fluidaufnahme oder mit der Absaugleitung (8) verbindet.
7. Pumpeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansaugöffnung der Saugleitung (6) und die Auslassöffnung der Druckleitung (7)
in einem mit der Pipette (4) oder dergleichen Fluidaufnahme verbindbaren und vorzugsweise
pistolengriffförmig ausgestalteten Adapter (2) angeordnet sind, und dass der Adapter
(2) zumindest ein Ventil hat zur wahlweisen Verbindung der Pipette (4) oder dergleichen
Flüssigkeitsaufnahme mit der Saug- oder der Druckleitung (6,7).
1. Laboratory pump unit (1) having a pump (3) which can be releasably connected on the
intake and/or compression side to a pipette (4) or similar fluid uptake means for
taking in or expelling a fluid, wherein connected to the intake and/or compression
line (6, 7), which is in turn connected to the pipette (4) or similar fluid uptake
means on the one hand and to the pump (3) on the other hand, is a secondary line (9,
10) which is constructed to be open to the atmosphere, the secondary line (9, 10)
comprising a constriction (11, 12) for limiting the amount of air taken in or expelled,
thus enabling the pump to be operated in open mode.
2. Pump unit according to claim 1, characterised in that a regulating valve (13) is mounted in the intake line (6) in the direction of flow
in advance of the pipe connector connected to the secondary line (9).
3. Pump unit according to claim 1 or 2, characterised in that a regulating valve (14) is mounted in the compression line (7) in the direction of
flow after the pipe connector connected to the secondary line (10).
4. Pump unit according to one of claims 1 to 3, characterised in that an air filter and/or noise suppressor (15) is or are provided in the region of the
end region of the secondary line or lines (9, 10) which is open to the atmosphere.
5. Pump unit according to the preamble of claim 1, particularly according to one of claims
1 to 4, characterised in that the pump (3) can be connected, as desired, on the intake side to the pipette (4)
or similar fluid uptake means or to an intake line (8) which is connected to a collector
(16) and/or to a filtering device.
6. Pump unit according to claim 5, characterised in that a two-way or multi-way valve (5) is interposed in the intake line (6), said valve
connecting the pump (3) on the intake side either to the pipette (4) or similar fluid
uptake means or to the intake line (8), as desired.
7. Pump unit according to one of claims 1 to 6, characterised in that the intake opening of the intake line (6) and the outlet opening of the compression
line (7) are provided in an adaptor (2) which is connectable to the pipette (4) or
similar fluid uptake means and is preferably constructed in the manner of a pistol
handle, and in that the adaptor (2) has at least one valve for selectively connecting the pipette (4)
or similar fluid uptake means to the intake or compression line (6, 7).
1. Unité de pompage (1) de laboratoire équipée d'une pompe (3) pouvant être reliée amoviblement,
côté aspiration et/ou pression, à une pipette (4) ou à un réceptacle similaire à fluide,
en vue d'aspirer ou d'expulser un fluide, sachant qu'un conduit auxiliaire (9, 10),
raccordé au conduit (6, 7) d'aspiration et/ou de pression relié, d'une part, à la
pompe (3) et, d'autre part, à la pipette (4) ou au réceptacle similaire à fluide,
est de réalisation ouverte vers l'atmosphère ; et sachant que ledit conduit auxiliaire
(9, 10) présente une zone d'étranglement (11, 12) en vue de limiter la quantité d'air
aspirée ou expulsée, rendant ainsi possible un fonctionnement de la pompe en mode
pompage ouvert.
2. Unité de pompage selon la revendication 1, caractérisée par le fait qu'une soupape de régulation (13) est intégrée dans le conduit d'aspiration (6), plus
précisément, dans la direction de l'écoulement, en amont de la jonction tubulaire
reliée au conduit auxiliaire (9).
3. Unité de pompage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait qu'une soupape de régulation (14) est intégrée dans le conduit de pression (7), plus
précisément, dans la direction de l'écoulement, en aval de la jonction tubulaire reliée
au conduit auxiliaire (10).
4. Unité de pompage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par le fait qu'un filtre à air et/ou un amortisseur sonore (15) est (sont) prévu(s) dans la région
de la zone d'extrémité du (des) conduit(s) auxiliaire(s) (9, 10) ouverte vers l'atmosphère.
5. Unité de pompage selon le préambule de la revendication 1, en particulier selon l'une
des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que la pompe (3) peut être sélectivement reliée, côté aspiration, à la pipette (4) ou
au réceptacle similaire à fluide, ou bien à un conduit (8) d'évacuation par aspiration
qui est relié à un récipient collecteur (16) et/ou à un dispositif de filtration.
6. Unité de pompage selon la revendication 5, caractérisée par le fait qu'un sélecteur (5) à deux ou plusieurs voies, interposé dans le conduit d'aspiration
(6), relie sélectivement la pompe (3), côté aspiration, soit à la pipette (4) ou au
réceptacle similaire à fluide, soit au conduit (8) d'évacuation par aspiration.
7. Unité de pompage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée par le fait que l'orifice d'aspiration du conduit d'aspiration (6) et l'orifice de sortie du conduit
de pression (7) sont situés dans un adaptateur (2) pouvant être relié à la pipette
(4) ou au réceptacle similaire à fluide et configuré, de préférence, en une poignée
de pistolet ; et par le fait que ledit adaptateur (2) comporte au moins une vanne en vue de relier sélectivement,
au conduit (6, 7) d'aspiration ou de pression, la pipette (4) ou le réceptacle similaire
à fluide.