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(11) |
EP 1 479 986 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.12.2010 Patentblatt 2010/52 |
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Anmeldetag: 12.05.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Anlaufspur für Skisprungschanzen
Starting track for ski jump
Piste de départ pour un tremplin de saut à ski
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
22.05.2003 DE 10323250
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.11.2004 Patentblatt 2004/48 |
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Patentinhaber: Riedel, Peter |
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08355 Rittersgrün OT Tellerhäuser (DE) |
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Erfinder: |
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- Riedel, Angelika
08355 Rittersgrün OT Tellerhäuser (DE)
- Riedel, Peter Joachim
08355 Rittersgrün OT Tellerhäuser (DE)
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Vertreter: Kirchner, Veit et al |
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Lorenz Seidler Gossel
Widenmayerstrasse 23 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 275 665 DE-A- 3 003 069
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EP-A- 0 304 008 GB-A- 876 979
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlaufspur für Skisprungschanzen. Solche Anlaufspuren
sehen regelmäßig ein Paar von Spurrinnen vor, so daß für jeden Sprungski des Skispringers
eine Spurrinne vorhanden ist.
[0002] Vorbekannt sind Anlaufspuren, bei denen die beiden Spurrinnen in eine durchgängige,
auf der Schanzenoberfläche befindliche Schnee- bzw. Eisdecke eingeformt sind. Weiterhin
ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster
200 11 567 eine Anlaufspur bekannt, bei der der Boden der Spurrinnen aus metallischen Gleitspurschindeln
gebildet ist. Die Oberflächengestaltung und -beschichtung der Gleitspurschindeln erlaubt
es, daß die Skispringer ähnlich wie auf Schnee die Anlaufspur hinabgleiten.
[0003] Bekannt ist ferner aus der
DE 198 43 901 C2 ein Verfahren zur Haltbarmachung von Schnee und eine Kühlmatteneinrichtung zur Durchführung
dieses Verfahrens. Verfahren und Vorrichtung dienen der Haltbarmachung von Schnee
auf Berghängen und Skipisten. Die
DE 196 38 714 A1 offenbart einen mattenartigen Wärmetauscher für Kühl- und/oder Heizzwecke. Aus der
CH 174 772 und der
CH 174 551 sind Gefriereinrichtungen für künstliche Eisbahnen bekannt.
[0004] Die vorbekannten Anlaufspuren für Skisprungschanzen haben den Nachteil, daß sie nur
eingeschränkt nutzbar sind. Die in die geschlossene Schneedecke eingeformte Anlaufspur
setzt zunächst voraus, daß ausreichende Schneemengen vorhanden sind. Ist die Schanze
aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse nicht mit ausreichend Naturschnee bedeckt,
muß mit teilweise erheblichem Aufwand Naturschnee und/oder Kunstschnee herangeschafft
und auf die Schanze aufgebracht werden. Bei ungünstigen, insbesondere wechselnden
Witterungsverhältnissen ist die Schneedecke auf der Sprungschanze zudem nur sehr begrenzt
haltbar. Auch in den Wintermonaten steigen die Temperaturen in der Umgebung der meist
in den Tälern gelegenen Sprungschanzen teilweise deutlich und für längere Dauer über
den Gefrierpunkt. Dauerhaft konstante Schnee- bzw. Eisbedingungen können daher auf
den vorbekannten Sprungschanzen selbst über die Wintermonate regelmäßig nicht bereitgestellt
werden.
[0005] Die aus dem deutschen Gebrauchsmuster 200 11 567 bekannte schneelose Anlaufspur kann
für offizielle Wettkämpfe nicht genutzt werden, da die Wettkampfbedingungen einen
Anlauf auf Schnee oder Eis erfordern. Die schneelose Anlaufspur kann daher nur für
Trainingszwecke eingesetzt werden.
[0006] Aus der Offenlegungsschrift
DE 3003069 A1 ist ein Skispurelement bekannt, welches Abkühlrohre zur Abkühlung der Skispur umfaßt.
[0007] Ausgehend vom vorbekannten Stand der Technik ist es daher Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine verbesserte Anlaufspur für Skisprungschanzen vorzuschlagen. Insbesondere
soll die erfindungsgemäße Anlaufspur über einen längeren Zeitraum authentische und
möglichst gleichbleibende Anlaufbedingungen auf Schnee oder Eis gewährleisten. Vor
allen Dingen soll der Einfluß der Witterung auf die Schnee- bzw. Eisverhältnisse in
der Anlaufspur eingeschränkt werden. Weiterhin soll die erfindungsgemäße Anlaufspur
einfach und kostengünstig hergestellt und betrieben werden können.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Anlaufspur mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Die erfindungsgemäße Anlaufspur umfaßt eine Kühlanlaufspur mit mindestens
zwei im wesentlichen senkrechten Seitenwänden. Nach unten ist die Kühlanlaufspur beispielsweise
durch einen horizontal verlaufenden Boden abgeschlossen, nach oben ist sie offen.
Die Kühlanlaufspur kann aufgrund ihres kasten- bzw. wannenförmigen Profils mit Schnee,
und zwar mit Naturschnee oder mit Kunstschnee oder mit einer Mischung von beidem,
gefüllt werden. Weiterhin ist erfindungsgemäß eine Kühleinrichtung vorgesehen, mit
der die Kühlanlaufspur zur Erhaltung des in ihr befindlichen Schnees gekühlt werden
kann. Die Kühleinrichtung kann beispielsweise durch ein von einem Kühlmittel durchströmtes
Rohrwerk realisiert werden.
[0009] Zusätzlich zu der Kühlanlaufspur ist eine Alternativanlaufspur vorgesehen, die ohne
Schnee- bzw. Eisauflage nutzbar ist. Erreicht wird dies dadurch, daß die Anlaufspur
eine Gleitoberfläche aufweist. Die Gleitoberfläche kann eine Noppenstruktur aufweisen.
Das Gleitmaterial kann aus Metall und/oder Keramik und/oder Glas und/oder anderen
geeigneten Werkstoffen bestehen.
[0010] Vorzugsweise wird die Höhe der Seitenwände, d.h. die Tiefe der Kühlanlaufspur so
gewählt, daß eine Schneehöhe bis 25 cm in der Kühlanlaufspur erreicht werden kann.
Um einem Abrutschen des Schnees in der Kühlanlaufspur entgegenzuwirken, ist es günstig,
am Boden der Kühlanlaufspur Querstege in der Höhe von einigen Zentimetern anzubringen,
die den Schnee halten. Die Querstege können gleichzeitig Bestandteil der Kühleinrichtung
sein. Die Breite der Kühlanlaufspur sollte so gewählt werden, daß sie die für zwei
Spurrinnen erforderliche Breite nicht wesentlich übersteigt. Dafür wird regelmäßig
eine Breite von ca. 45 cm ausreichen. Die Kühlanlaufspur kann zusätzlich isoliert
werden, um den Kühlaufwand zu reduzieren.
[0011] Mit der Erfindung werden die erwünschten Vorteile erreicht. Durch die Kühlung können
die Schnee- bzw. Eisverhältnisse in der Kühlanlaufspur auch bei wechselnden Witterungsverhältnissen
über eine vergleichsweise lange Dauer kostant gehalten werden. Da nur die vorzugsweise
ca. 45 cm breite Kühlanlaufspur gekühlt werden muß, ist die zu kühlende Schnee- bzw.
Eismenge und damit auch der Kühlauf wand vergleichsweise gering. Damit lassen sich
die konstanten Bedingungen vergleichsweise kostengünstig herstellen. Die Erfindung
gewährt auf diese Weise Unabhängigkeit von Witterungseinflüssen und damit die von
Wettkampfveranstaltern erwünschte hohe Veranstaltungssicherheit.
[0012] Durch die Gleitoberfläche wird ermöglicht, daß die Skispringer in der Alternativanlaufspur
ohne Schneeauflage aber ähnlich wie auf Schnee die Anlaufspur hinabgleiten können.
Die Kombination einer Kühlanlaufspur mit einer Alternativanlaufspur erlaubt eine multifunktionelle
Nutzung bei verschiedensten Witterungsverhältnissen und in den verschiedenen Jahreszeiten.
In der Wintersaison (November bis März) kann aufgrund der niedrigeren Durchschnittstemperaturen
der Schnee bzw. das Eis in der Kühlanlaufspur so erhalten werden, daß die Kühlanlaufspur
auch bei Wetterschwankungen durchgehend genutzt werden kann. In der warmen Sommersaison
kann die Alternativspur zu Trainingszwecken genutzt werden. Damit kann die gleiche
Schanze ganzjährig zum Skispringen genutzt werden. Insbesondere ist ohne bauliche
Veränderungen ein Wechsel vom Winter- zum Sommerbetrieb möglich.
[0013] In einer weiter vorteilhaften Ausgestaltung wird die Kühlanlaufspur aus einem Paar
von parallel nebeneinander verlaufenden Kühlspurrinnen gebildet. Jede der beiden Kühlspurrinnen
hat zwei Seitenwände, die zusammen mit dem dazwischenliegenden Boden den nach oben
geöffneten Kühlspurrinnen einen insgesamt im wesentlichen U-förmigen Querschnitt verleihen.
Aufgrund ihres Kastenprofils können die Kühlspurrinnen mit Schnee, und zwar mit Naturschnee
oder mit Kunstschnee oder mit einer Mischung aus beidem, gefüllt werden. Bei dieser
Ausgestaltung reicht es aus, nur die Kühlspurrinnen zu kühlen, wodurch die zu kühlende
Schnee- bzw. Eismenge weiter reduziert wird.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung erfolgt die Kühlung am Boden der Kühlspurrinnen,
insbesondere dadurch, daß der Boden der Kühlspurrinnen als Kühlboden ausgestaltet
ist, der von einem Kühlmittel durchströmt wird. In einer anderen Ausgestaltung erfolgt
die Kühlung an den Seitenwänden der Kühlspurrinnen, wobei die Wände als Kühlwände
ausgestaltet sein können, die von einem Kühlmittel durchströmt werden. Ebenso kann
die Kühlung sowohl am Boden als auch an den Wänden der Kühlspurrinnen erfolgen, insbesondere
dadurch, daß ein Kühlboden und Kühlwände vorgesehen sind, die von einem Kühlmittel
durchströmt werden. Durch die Kühlung nur am Boden können die Kühlkosten gesenkt werden.
Durch eine Kühlung am Boden und an den Seitenwänden kann die Schneemetamorphose von
Schnee zu Eis verzögert werden, so daß die Schneebedingungen über eine längere Dauer
konstant bleiben.
[0015] Vorteilhafterweise wird die Breite der Kühlspurrinnen so gewählt, daß sie die Breite
eines Sprungskis etwas übersteigt. Dadurch kann der Sprungski einerseits mit seitlichem
Spiel in der Kühlspurrinne aufgenommen werden, andererseits wird durch die Begrenzung
der Breite der Kühlspurrinnen die erforderliche Schneemenge reduziert. Besonders geeignet
ist eine Breite der Kühlspurrinnen von 13,5 cm. Vorteilhafterweise wird der Abstand
zwischen den Mittelachsen der Kühlspurrinnen so gewählt, daß er ungefähr dem Abstand
der Sprungskier beim Anlauf auf der Schanze entspricht. Am geeignetsten ist der bei
Skisprungwettbewerben übliche Abstand von 32 cm.
[0016] Mit der vorbeschriebenen besonderen Ausgestaltung werden die erfindungsgemäßen Vorteile
verstärkt. Die für das Skispringen erforderliche Schneeunterlage wird auf die erforderliche
Mindestbreite, nämlich auf die Breite zweier Sprungskier zuzüglich etwas seitlichem
Spiel reduziert. Dadurch wird die erforderliche Schneemenge reduziert und der Kühlaufwand
minimiert.
[0017] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung besteht die Alternativanlaufspur aus einem
Paar von parallel nebeneinander verlaufenden Alternativspurrinnen, deren Böden als
Gleitoberfläche ausgestaltet sind.
[0018] Besonders vorteilhaft ist es, wenn Schneeoberfläche in der Kühlanlaufspur und der
Boden der Alternativanlaufspur auf gleicher Höhe sind, da sich dann die Anlaufparabel
für die Skispringer beim Wechsel von der Kühlanlaufspur zur Alternativanlaufspur nicht
ändert. Die Anlaufparabel bestimmt die geometrische Charakteristik des Anlaufs. Für
eine unveränderte Anlaufparabel sollten daher Kühlanlaufspur und Alternativanlaufspur
relativ zueinander so angeordnet sein, daß die Schneeoberfläche in der Kühlanlaufspur
in gefülltern Zustand auf gleicher Höhe ist wie der Boden der Alternativanlaufspur.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, wenn Kühlanlaufspur und Alternativanlaufspur ineinander
versetzt angeordnet sind, d.h. wenn die beiden Typen von Spurrinnen, also Kühlspurrinnen
und Alternativspurrinnen, abwechselnd angeordnet sind, so daß im Zwischenraum zwischen
den beiden Kühlspurrinnen eine Alternativspurrinne zu liegen kommt und im Zwischenraum
zwischen den beiden Alternativspurrinnen eine Kühlspurrinne. Dadurch kann die Gesamtbreite
der Anlaufspur gering gehalten werden, so daß die zusätzliche Anlaufspur nur zur Verbreiterung
um die Breite einer Spurrinne führt. Dadurch wird es teilweise möglich, die vorteilhafte
Kombination von Kühlanlaufspur und Alternativanlaufspur auf bestehenden Schanzenanlagen
ohne große Umbaumaßnahmen zu installieren.
[0020] Vorteilhafterweise ist die aus Kühlanlaufspur und Alternativanlaufspur bestehende
Anlaufspur als Modul ausgestaltet, das in die Oberfläche der Schanzendeckplatte eingelassen
werden kann. Wird die Anlaufspur so weit versenkt, daß ihre Oberkante bündig mit der
Oberfläche der Schanzendeckplatte abschließt, so kann man die Anlaufspur mit einer
Abdeckung abdecken und erhält eine ebene Schanzenoberfläche. Diese ebene Oberfläche
kann mit Schnee bedeckt werden, so daß die Schanze auch auf herkömmliche Art und Weise
genutzt werden kann, das heißt durch vollständige Abdeckung der Schanzenoberfläche
mit Natur- und/oder Kunstschnee und Einformung der Anlaufspur in die geschlossene
Schneedecke. Auf diese Weise erlaubt die erfindungsgemäße Anlaufspur eine multifunktionelle
Nutzung der Schanzenanlage.
[0021] In einer weiter vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind im Absprungbereich
der Anlaufspur, vorzugsweise auf den letzten elf Metern vor dem Absprung, Dynamometrieplatten
unter den Böden der Alternativspurrinnen angebracht. Die Dynamometrieplatten dienen
der Messung der vom Skispringer entwickelten Sprungkraft. Dadurch, daß sich die Dynamometrieplatten
unter jeder der beiden Alternativspurrinnen befinden, kann die von jedem Bein entwickelte
Sprungkraft getrennt ermittelt werden.
[0022] Um möglichst gute Meßergebnisse für diese Kraftmessung zu erzielen, ist es vorteilhaft,
die Böden der Alternativspurrinnen und die darunter befindlichen Dynamometrieplatten
von der seitlichen Einfassung der Alternativspurrinnen mechanisch zu entkoppeln. Dies
kann dadurch erreicht werden, daß der Boden der Alternativspurrinnen und die Dynamometrieplatten
nicht mit der Seitenwand der Alternativspur verbunden werden, sondern sich in vertikaler
Richtung zwischen den Wänden der Alternativspurrinnen frei bewegen können.
[0023] Dies kann vorteilhafterweise durch eine entsprechende Ausgestaltung der Dynamometrieplatten
erreicht werden. Diese bevorzugten Dynamometrieplatten bestehen aus einer Bodenplatte
und einer Deckplatte, zwischen denen sich die Kraftsensoren, z.B. piezoelektrische
Elemente, befinden. Die Bodenplatte wird mit dem Schanzenbaukörper bzw. mit dem Einbaumodul
fest verbunden. Auf diese Bodenplatte sind die Kraftsensoren befestigt, die wiederum
mit der Deckplatte fest verbunden sind. Besonders günstig ist es, wenn Bodenplatte
und Deckplatte weitgehend die Breite der Alternativspurrinne einnehmen, so daß lediglich
ein schmaler Spalt zu der seitlichen Einfassung der Alternativspurrinnen verbleibt.
Auf den Deckplatten der Dynamometrieplatten wird dann der Boden der Alternativspurrinnen
befestigt. Damit ist der Boden der Alternativspurrinnen nur von den Dynamometrieplatten
getragen und kann sich frei zwischen der seitlichen Einfassung der Alternativspurrinnen
auf und ab bewegen.
[0024] Soweit Teile der Kühleinrichtung, insbesondere Kühlleitungen durch die Dynamometrieplatten
geführt werden, kann auch für diese eine mechanische Entkopplung vorgesehen werden.
[0025] Bei versetzt angeordneter Kühl- und Alternativanlaufspur, also wenn sich zwischen
den Spurrinnen der Kühlanlaufspur eine Alternativspurrinne und zwischen den Spurrinnen
der Alternativanlaufspur eine Kühlspurrinne befindet, können die für das gleiche Sprungbein
vorgesehenen Kühl- und Alternativspurrinnen auch mit einer gemeinsamen Dynamometrieplatte
unterlegt werden. Dies wird erreicht durch Dynamometrieplatten, die einer äußeren
und der jeweils benachbarten inneren Spurrinne gemeinsam zugeordnet sind. Die mechanische
Entkopplung muß dann in der Mitte der vier Spurrinnen also zwischen den beiden innenliegenden
Spurrinnen erfolgen. Die Entkopplung kann beispielsweise durch einen Spalt erfolgen.
Da die beiden rechten und die beiden linken Spurrinnen dem gleichen Sprungbein zugeordnet
sind, kann auch mit dieser Ausgestaltung der Dynamometrieplatten die von jedem Bein
des Skispringers entwickelte Sprungkraft getrennt ermittelt werden.
[0026] In einer weiter vorteilhaften Ausgestaltung werden die Dynamometriepatten in Anlaufrichtung
in regelmäßige Abständen, vorzugsweise im Abstand von einem Meter mechanisch entkoppelt.
Dies erlaubt es, die Kraftentwicklung des Skispringers in der Absprungphase zeitlich
und örtlich aufzuschlüsseln. Auch diese Entkopplung kann durch einen Spalt zwischen
aufeinanderfolgenden Dynamometrieplatten erreicht werden.
[0027] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der nachstehenden Figuren im Einzelnen
erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1:
- eine konventionelle Anlaufspur, bestehend aus einer mit Schnee gefüllten Kühlanlaufspur,
bei der die Spurrinnen in den eingefüllten Schnee eingeformt sind,
- Fig. 2:
- eine Anlaufspur bestehend aus einer Kühlanlaufspur und ei- ner daneben angebrachten
Alternativanlauspur,
- Fig. 3:
- eine aus einem Paar von Kühlspurrinnen gebildete Kühlan- laufspur, wobei sich die
Kühleinrichtung am Boden der Kühl- spurrinnen befindet,
- Fig. 4:
- eine aus einem Paar von Kühlspurrinnen gebildete Kühlan- laufspur, wobei sich die
Kühleinrichtung am Boden und an den Wänden der Kühlspurrinnen befindet,
- Fig. 5:
- eine aus einer Kühlanlaufspur und einer Alternativanlaufspur bestehende Anlaufspur,
wobei die Kühlspurrinnen und die Al- temativspurrinnen ineinander versetzt angeordnet
sind,
- Fig. 6:
- einen Schanzenbaukörper mit einem Anlauf-Kanal in der Schanzendeckplatte, in den das
Anlaufspurmodul eingelassen ist,
- Fig. 7:
- Querschnitt durch ineinander versetzt angeordnete Kühlan- laufspur und Alternativanlaufspur,
wobei die Alternativanlauf- spur mit Dynamometrieplatten unterlegt ist,
- Fig. 8:
- Längsschnitt durch eine Alternativspurrinne, die mit Dynamo- metrieplatten unterlegt
ist,
- Fig. 9:
- Querschnitt durch ineinander versetzt angeordnete Kühlan- laufspur und Alternativanlaufspur,
wobei die beiden linken und die beiden rechten Spurrinnen von jeweils einer gemeinsamen
Dynamometrieplatte unterlegt sind,
- Fig. 10:
- Längsschnitt durch eine Alternativanlaufspur in einer Anlauf- spur entsprechend Figur
9.
[0028] Figur 1 zeigt eine Anlaufspur 1 für Skisprungschanzen, die nur aus einer Kühlanlaufspur
20 besteht. Boden 24 und Seitenwände 22 der Kühlanlaufspur 20 bilden ein kastenförmiges
Profil. In die Kühlanlaufspur 20 kann Schnee 60, und zwar Naturschnee oder Kunstschnee
oder eine Mischung aus beidem, eingefüllt werden.
[0029] Der Abstand der Seitenwände 22 ist so gewählt, daß in den eingefüllten Schnee zwei
Spurrinnen im für das Skispringen erforderlichen Abstand eingeformt werden können.
Andererseits sollte der Abstand der Seitenwände 22 nicht deutlich über das erfordliche
Maß hinausgehen, um die kühlende Schneemenge möglichst gering zu halten. Ideal erscheint
für die Seitenwände 22 ein Abstand von etwa 50 cm. Am Boden der Kühlanlaufspur ist
die Kühleinrichtung 26 vorgesehen, die beispielsweise durch ein von einem Kühlmittel
durchströmtes Rohrwerk realisiert werden kann.
[0030] Figur 2 zeigt eine Anlaufspur 1 bestehend aus einer Kühlanlaufspur 20 und einer direkt
daneben angeordneten Alternativanlaufspur 40. Die Kühlanlaufspur 20 entspricht der
in Figur 1 gezeigten. Die Alternativspurrinnen 50 und 51 der Alternativanlaufspur
40 weisen eine Gleitoberfläche auf, so daß die Alternativanlaufspur schneelos betrieben
werden kann. Breite und Abstand der Alternativanlaufspurrinnen werden entsprechend
den Erfordernissen des Skispringens gewählt. Bevorzugt wird eine Spurrinnenbreite
von etwa 13,5 cm und ein Abstand zwischen den Mittellinien der Spurrinnen von 32 cm
gewählt.
[0031] Figur 3 zeigt eine Anlaufspur 1, die aus einer Kühlanlaufspur 20 besteht, wobei die
Kühlanlaufspur 20 aus zwei parallel nebeneinander verlaufenden Kühlspurrinnen 30 und
31 gebildet ist. Die beiden Kühlspurrinnen 30 und 31 werden ihrerseits aus den Wänden
22 und dem Boden 24 gebildet. Der Abstand b der Wände 22 einer Kühlspurrinne 30 oder
31 wird so gewählt, daß die Kühlspurrinne einen Sprungski so aufnehmen kann, daß seitlich
für die Zwecke des Skispringens ausreichend Spiel verbleibt. Besonders günstig ist
eine Breite b von 13 bis 14 cm.
[0032] Die Kühlspurrinnen 30 und 31 werden mit Natur- und/oder Kunstschnee 60 gefüllt. Da
nur die vorzugsweise 13 bis 14 cm breiten Kühlspurrinnen 30 und 31, nicht aber der
Zwischenraum zwischen den beiden Kühlspurrinnen mit Schnee 60 gefüllt werden muß,
ist der Bedarf an Schnee 60 vergleichsweise gering. Die in Figur 3 gezeigte Kühlanlaufspur
20 erlaubt also eine Minimierung der für zwei Sprungskier erforderlichen Schneemenge,
da nur die beiden, für jeweils einen Sprungski vorgesehenen Kühlanlaufspurrinnen 30
und 31, mit Schnee gefüllt werden müssen. Auf dem Boden 24 der Kühlspurrinnen 30 und
31 befindet sich die Kühleinrichtung 26, die dafür sorgt, daß der in den Kühlspurrinnen
30 und 31 befindliche Schnee 60 auch bei wechselnden Außentemperaturen erhalten bleibt.
[0033] Figur 4 zeigt eine Anlaufspur 1, die aus einer Kühlanlaufspur 20 ähnlich der in Figur
3 gezeigten besteht. Im Unterschied zu Figur 3 ist in den Kühlspurrinnen 30 und 31
in Figur 4 die Kühleinrichtung 26 nicht nur am Boden 24, sondern am Boden 24 und an
den Seitenwänden 22 angebracht. Dadurch wird eine noch bessere Kühlung des in den
Kühlspurrinnen 30 und 31 befindlichen Schnees 60 erreicht. Auf diese Weise kann die
Schneemetamorphose von Schnee zu Eis verzögert werden. Die Kühlspurrinnen 30 und 31
haben vorzugsweise eine Tiefe von 25 cm und eine Breite b von 13 cm sowie einen gegenseitigen
Abstand d von 32 cm.
[0034] Figur 5 zeigt eine Anlaufspur, die eine Kombination einer Kühlanlaufspur 20 und einer
Alternativanlaufspur 40 darstellt. Kühlanlaufspur 20 und Alternativanlaufspur 40 sind
ineinander versetzt angeordnet, das heißt in horizontaler Richtung wechseln sich Kühlspurrinnen
30 und 31 und Alternativspurrinnen 50 und 51 ab. In Figur 5 befindet sich links eine
Kühlspurrinne 30, rechts daneben eine Alternativspurrinne 50, rechts daneben folgt
eine Kühlspurrinne 31 und ganz rechts befindet sich wieder eine Alternativspurrinne
51. Natürlich ist auch die umgekehrte Abfolge möglich.
Die ineinander versetzte Anordnung von Kühlanlaufspur 20 und Altemativanlaufspur 40
erlaubt es, die beiden Anlaufspuren auf minimaler Breite unterzubringen.
[0035] Figur 6 zeigt einen Schanzenbaukörper 2 mit einer Schanzendeckplatte 3 in die ein
Anlaufkanal 4 eingelassen ist. In dem Anlaufkanal 4 kann die als Modul ausgebildete
Anlaufspur 1 versenkt werden. So kann erreicht werden, daß die Schneeoberfläche in
den Kühlspurrinnen 30 und 31 bzw. der Boden 44 der Alternativspurrinnen 50 und 51
auf gleicher Höhe ist wie die Oberfläche der Schanzendeckplatte 3. Dies hat zur Folge,
daß die für die Sprungschanze charakteristische Anlaufparabel für die Anlaufspur 1
die gleiche ist wie die für die Oberfläche des Schanzendeckplatte 3. Dadurch wird
die Anlaufparabel durch die Verwendung der Anlaufspur 1 gegenüber der normalen Schanzenoberfläche
nicht verändert.
[0036] Figur 7 zeigt eine Anlaufspur 1 mit ineinander versetzt angeordneter Kühl- und Alternativanlaufspur
im Querschnitt. Dabei sind die Böden 44 der Alternativspurrinnen 50 und 51 mit Dynamometrieplatten
46 unterlegt. Mit den Dynamometrieplatten 46 können die von den Skispringern entwickelten
Kraftimpulse gemessen werden, und zwar getrennt für jedes Sprungbein. Die Messung
kann beispielsweise durch in die Dynamometrieplatten 46 integrierte piezoelektrische
Elemente erfolgen. Eine genaue Messung erfordert eine mechanische Entkopplung der
Böden 44 der Alternativspurrinnen 50 und 51 sowie der Dynamometrieplatten 46 von der
seitlichen Einfassung der Alternativspurrinnen 50 und 51. Diese mechanische Entkopplung
kann beispielsweise durch einen schmalen Spalt 48 zwischen Dynamometrieplatte 46 und
den Wänden 22 und 42 erreicht werden. Der Spalt ist vorzugsweise 2,5 mm breit. Die
vollständige mechanische Entkopplung der Dynamometrieplatten erfordert auch eine mechanische
Entkopplung 47 von durch die Dynamometrieplatte gegebenenfalls hindurchführenden Kühlmittelleitungen.
Die Entkopplung 47 kann beispielsweise durch flexible Kühlmittelleitungen erreicht
werden.
[0037] Figur 8 zeigt einen Längsschnitt durch eine Alternativspurrinne 50 oder 51, wobei
der Boden 44 der Alternativspurrinne 50 von Dynamometrieplatten 46 unterlegt ist.
Figur 8 zeigt in der Mitte eine vollständige Dynamometrieplatte 46 und rechts und
links benachbarte Dynamometrieplatten 46 jeweils zur Hälfte. Die Dynamometrieplatten
46 bestehen aus einer Bodenplatte 55, einer Deckplatte 56 und dazwischen angebrachten
Kraftsensoren 57. Die Kraftsensoren können beispielsweise piezoelektrische Elemente
enthalten. Die Bodenplatte 55 wird auf der Schanzenoberfläche oder am Modulträger
befestigt. Die Deckplatte wird kraftschlüssig mit dem Boden der Alternativspurrinne
verbunden. Die Dynamometrieplatten werden in Anlaufrichtung in regelmäßigen Abständen
mechanisch entkoppelt. Die mechanische Entkopplung kann durch einen schmalen Spalt
49 zwischen zwei aufeinander folgenden Dynamometrieplatten 46 erreicht werden. Vorzugsweise
ist der Spalt einige Millimeter breit. Die mechanische Entkopplung in Anlaufrichtung
erlaubt eine nach Zeit und Ort aufgelöste Analyse der vom Springer entwickelten Sprungkraft.
[0038] Figur 9 zeigt eine ineinander versetzt angeordnete Kühl- und Alternativanlaufspur
20, 40. Die linke Kühlspurrinne 30 und die linke Alternativspurrinne 50 sind von einer
gemeinsamen Dynamometrieplatte 46 unterlegt. Ebenso haben die rechte Kühlspurrinne
31 und die rechte Alternativspurrinne 51 eine gemeinsame Dynamometrieplatte 46. Die
mechanische Entkopplung erfolgt zwischen den mittleren Spurrinnen 50 und 31 durch
den Spalt 48. Mit dieser Anordnung können die vom Skispringer entwickelten Kraftimpulse
getrennt für jedes Sprungbein gemessen werden, unabhängig davon, ob die Kühlanlaufspur
20 oder die Alternativanlaufspur 40 benutzt wird.
[0039] Figur 10 zeigt einen Längsschnitt entlang einer Alternativspurrinne 50 oder 51 in
einer Anlaufspur gemäß Figur 9. Durch die erforderliche Tiefe der Kühlspurrinnen 30
und 31 wird der Gesamtaufbau entsprechend höher. Auch bei dieser Konstruktion werden
die Dynamometrieplatten 46 in Längsrichtung durch schmale Spalte 49 mechanisch entkoppelt.
[0040] Durch die vorbeschriebene Erfindung werden eine Reihe von Vorteilen erreicht. Auf
einfach und kostengünstige Weise wird eine Anlaufspur aus Schnee oder Eis zur Verfügung
gestellt, die von Witterungseinflüssen weit weniger abhängig ist als vorbekannte Anlaufspuren.
Dadurch wird für die Veranstalter ein wesentlich höheres Maß an Veranstaltungssicherheit
erreicht. Die Kombination mit der Altemativanlaufspur macht die Anlaufspur auch ohne
Schnee und damit ganzjährig nutzbar. Aufgrund des geringen Raumbedarfs, insbesondere
der geringen erforderlichen Breite kann die erfindungsgemäße Anlaufspur auch in bestehende
Schanzenanlagen integriert werden, insbesondere wenn die erfindungsgemäße Anlaufspur
als Modul ausgestaltet ist. Die Verbindung mit den Dynamometrieplatten erlaubt eine
besonders genaue Analyse der vom Skispringer entwickelten Kraftimpulse. Damit ist
die erfindungsgemäße Anlaufspur insbesondere für Trainingszwecke sehr gut geeignet.
1. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen, wobei die Anlaufspur (1) mindestens eine Kühlanlaufspur
(20) umfasst, wobei die Kühlanlaufspur mindestens zwei Wände (22) und mindestens einen
Boden (24) aufweist, wobei in die Kühlanlaufspur (20) Schnee (60), insbesondere Kunstschnee
oder eine Mischung aus Kunst- und Naturschnee, einbringbar ist, und wobei eine Kühleinrichtung
(26) zur Kühlung der Kühlanlaufspur (20) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu der mindestens einen Kühlanlaufspur (20) eine Alternativanlaufspur
(40) vorgesehen ist, wobei die Alternativanlaufspur (40) eine Gleitoberfläche, insbesondere
Gleitnoppen, aus Metall und/oder Keramik und/oder Glas und/oder anderen Werkstoffen
aufweist, so dass die Alternativanlaufspur (40) ohne Schneeauflage nutzbar ist.
2. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Kühlanlaufspur (20) ein Paar von parallel nebeneinander verlaufenden
Kühlspurrinnen (30, 31) umfaßt, wobei die Kühlspurrinnen (30, 31) einen im wesentlichen
U-förmigen Querschnitt aufweisen, wobei der Schnee (60) in die Kühlspurrinnen (30,
31) einbringbar ist, und wobei die Kühlspurrinnen (30, 31) durch die Kühleinrichtung
(26) kühlbar sind.
3. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung (26) an den Böden (24) und/oder an den Wänden (22) der Kühlspurrinnen
(30, 31) vorgesehen ist, insbesondere dass die Kühleinrichtung (26) in die Böden (24)
und/oder in die Wände (22) integriert ist.
4. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (b) der Kühlspurrinnen (30, 31) so gewählt ist, dass die Kühlspurrinnen
(30, 31) jeweils einen Sprungski aufnehmen können.
5. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Alternativanlaufspur (40) ein Paar von parallel nebeneinander verlaufenden Alternativspurrinnen
(50, 51) umfaßt, wobei die Böden (44) der Alternativspurrinnen (50, 51) die Gleitoberfläche,
insbesondere die Gleitnoppen aus Metall und/oder Keramik und/oder Glas und/oder anderen
Werkstoffen, aufweisen.
6. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in die Kühlanlaufspur (20) Schnee in solcher Höhe einbringbar ist, dass die Schneeoberfläche
auf gleicher Höhe ist wie der Boden (44) der Alternativanlaufspur (40).
7. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kühlanlaufspur (20), bestehend aus zwei Kühlspurrinnen (30, 31), und eine Alternativanlaufspur
(40), bestehend aus zwei Alternativspurrinnen (50, 51), vorgesehen sind, und dass
Kühlanlaufspur (20) und Alternativanlaufspur (40) ineinander versetzt angeordnet sind,
so dass sich zwischen den Kühlspurrinnen (30, 31) eine Alternativspurrinne (50) und
zwischen den Alternativspurrinnen (50, 51) eine Kühlspurrinne (31) befindet.
8. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlaufspur (1) als Modul in einem Spurkanal (4) in der Schanzendeckplatte (3)
versenkbar ist.
9. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Absprungbereich der Anlaufspur (1), vorzugsweise auf den letzten 11 Metern vor
dem Absprung, Dynamometrieplatten (46) unter den Böden (44) der Alternativspurrinnen
(50, 51) angebracht sind, wobei mit den Dynamometrieplatten (46) die vom Skispringer
entwickelte Kraft messbar ist.
10. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Böden (44) der Alternativspurrinnen (50, 51) und die darunter angebrachten Dynamometrieplatten
(46) seitlich mechanisch entkoppelt sind, wobei die mechanische Entkopplung vorzugsweise
durch einen Spalt (48) auf beiden Seiten der Böden (44) und Dynamometrieplatten (46)
erreicht wird.
11. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen nach einem der beiden vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dynamometrieplatten (46) eine Bodenplatte (55), eine Deckplatte (56) und dazwischen
befindliche Kraftsensoren (57) umfassen, wobei die Bodenplatte (55) mit der Schanze
(2) festverbunden ist, wobei die Deckplatte (56) mit dem Boden (44) der Alternativanlaufspurrinnen
fest verbunden ist, wobei sich die Deckplatten (56) vorzugsweise annähernd über die
gesamte Breite des Böden (44) der Alternativspurrinnen (50, 51) erstrecken.
12. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Absprungbereich der Anlaufspur, vorzugsweise auf den letzten 11 Metern, unter
den Spurrinnen (30, 31, 50, 51) Dynamometrieplatten (46) angebracht sind, die einer
außenliegenden Spurrinne (30, 51) und der jeweils benachbarten innenliegenden Spurrinne
(31, 50) gemeinsam zugeordnet sind, wobei zwischen den innenliegenden Spurrinnen (31,
50) eine mechanische Entkopplung (58) vorgesehen ist, die vorzugsweise durch einen
Spalt (58) hergestellt wird.
13. Anlaufspur (1) für Skisprungschanzen nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Dynamometrieplatten (46) in Anlaufrichtung in regelmässigen Abständen, vorzugsweise
im Abstand von einem Meter, mechanisch entkoppelt sind, wobei die Entkopplung vorzugsweise
durch jeweils einen Spalt (49) hergestellt wird.
1. An inrun track (1) for ski jumping hills, wherein the inrun track (1) includes at
least one cooling inrun track (20), wherein the cooling inrun track has at least two
walls (22) and at least one base (24), wherein snow (60), in particular artificial
snow or a mixture of artificial snow and natural snow, can be introduced into the
cooling inrun track (20), and wherein a cooling device (26) for cooling the cooling
inrun track (20) is provided, characterised in that, in addition to the at least one cooling inrun track (20), an alternative inrun track
(40) is provided, with the alternative inrun track (40) having a sliding surface,
in particular sliding naps, made of metal and/or ceramic material and/or glass and/or
other materials so that the alternative inrun track (40) can be used without a snow
cover.
2. An inrun track (1) for ski jumping hills in accordance with claim 1, characterised in that the at least one cooling inrun track (20) includes a pair of cooling track grooves
(30, 31) extending parallel next to one another, with the cooling track grooves (30,
31) having a substantially U-shaped cross-section, with the snow (60) being able to
be introduced into the cooling track grooves (30, 31), and with the cooling track
grooves (30, 31) being able to be cooled by the cooling device (26).
3. An inrun track (1) for ski jumping hills in accordance with claim 2, characterised in that the cooling device (26) is provided at the bases (24) and/or at the walls (22) of
the cooling track grooves (30, 31); and in particular in that the cooling device (26)
is integrated into the bases (24) and/or into the walls (22).
4. An inrun track (1) for ski jumping hills in accordance with one of the claims 2 or
3, characterised in that the width (b) of the cooling track grooves (30, 31) is selected so that the cooling
track grooves (30, 31) can each receive a jumping ski.
5. An inrun track (1) for ski jumping hills in accordance with one of the preceding claims,
characterised in that the alternative inrun track (40) includes a pair of alternative track grooves (50,
51) extending in parallel next to one another, with the bases (44) of the alternative
track grooves (50, 51) having the sliding surface, in particular the sliding naps
made of metal and/or ceramic material and/or glass and/or other materials.
6. An inrun track (1) for ski jumping hills in accordance with one of the preceding claims,
characterised in that snow can be introduced into the cooling inrun track (20) to such a height that the
snow surface is at the same level as the base (44) of the alternative inrun track
(40).
7. An inrun track (1) for ski jumping hills in accordance with either of claims 5 or
6, characterised in that a cooling inrun track (20) is provided which comprises two cooling track grooves
(30, 31) and an alternative inrun track (40) which comprises two alternative track
grooves (50, 51); and in that the cooling inrun track (20) and the alternative inrun track (40) are arranged offset
into one another so that an alternative track groove (50) is located between the cooling
track grooves (30, 31) and a cooling track groove (31) is located between the alternative
track grooves (50, 51).
8. An inrun track (1) for ski jumping hills in accordance with one of the preceding claims,
characterised in that the inrun track (1) can be lowered as a module in a track channel (4) in the jump
cover plate (3).
9. An inrun track (1) for ski jumping hills in accordance with one of the claims 5 to
8, characterised in that dynamometric plates (46) are attached beneath the bases (44) of the alternative track
grooves (50, 51) in the takeoff region of the inrun track (1), preferably over the
last 11 meters before takeoff, with the force developed by the ski jumper being measurable
by the dynamometric plates (46).
10. An inrun track (1) for ski jumping hills In accordance with the preceding claim, characterised in that the bases (44) of the alternative track grooves (50, 51) and the dynamometric plates
(46) attached thereunder are laterally mechanically decoupled, with the mechanical
decoupling preferably being achieved by a gap (48) on both sides of the bases (44)
and of the dynamometric plates (46).
11. An inrun track (1) for ski jumping hills in accordance with one of the two preceding
claims, characterised in that the dynamometric plates (46) include a base plate (55), a cover plate (56) and force
sensors (57) located therebetween, with the base plate (55) being fixedly connected
to the jump (2), with the cover plate (56) being fixedly connected to the base (44)
of the alternative inrun track grooves, and with the cover plates (56) preferably
extending approximately over the whole width of the bases (44) of the alternative
track grooves (50, 51).
12. An inrun track (1) for ski jumping hills in accordance with claim 7, characterised in that dynamometric plates (46) are attached beneath the track grooves (30, 31, 50, 51)
in the takeoff region of the inrun track, preferably over the last 11 meters, which
are jointly associated with an outwardly disposed track groove (30, 51) and the respective
adjacent inwardly disposed track groove (31, 50), with a mechanical decoupling (58)
which is preferably established by a gap (58) being provided between the inwardly
disposed track grooves (31, 50).
13. An inrun track (1) for ski jumping hills in accordance with one of the claims 9 to
12, characterised in that the dynamometric plates (46) are mechanically decoupled in the inrun direction at
regular intervals, preferably at an interval of one meter, with the decoupling preferably
being established by a respective gap (49).
1. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski, la piste d'élan (1) comportant au moins
une piste d'élan réfrigérante (20), ladite piste d'élan réfrigérante comportant au
moins deux parois (22) et au moins un fond (24), la neige (60), en particulier de
la neige artificielle ou un mélange de neige artificielle et de neige naturelle, pouvant
être déposée dans la piste d'élan réfrigérante (20), et un dispositif de refroidissement
(26) étant prévu pour le refroidissement de la piste d'élan réfrigérante (20), caractérisée en ce qu'en plus de ladite au moins une piste d'élan réfrigérante (20), il est prévu une piste
d'élan alternative (40), ladite piste d'élan alternative (40) comportant une surface
de glissement, en particulier des poils de glissement, en métal et/ou en céramique
et/ou en verre et/ou dans d'autres matériaux, de telle sorte que la piste d'élan alternative
(40) peut être utilisée sans couche de neige.
2. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski selon la revendication 1, caractérisée en ce que ladite au moins une piste d'élan réfrigérante (20) comporte une paire de goulottes
(30, 31) qui s'étendent parallèlement l'une à côté de l'autre, les goulottes (30,
31) de la piste réfrigérante ayant une section sensiblement en forme de U, la neige
(60) pouvant être déposée dans les goulottes (30, 31) de la piste réfrigérante, et
lesdites goulottes (30, 31) pouvant être refroidies par le dispositif de refroidissement
(26).
3. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski selon la revendication 2, caractérisée en ce que le dispositif de refroidissement (26) est prévu sur les fonds (24) et/ou sur les
parois (22) des goulottes (30, 31) de la piste réfrigérante, en particulier en ce que le dispositif de refroidissement (26) est intégré dans les fonds (24) et/ou dans
les parois (22).
4. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que la largeur (b) des goulottes (30, 31) de la piste réfrigérante est choisie de telle
sorte que les goulottes (30, 31) de la piste réfrigérante peuvent recevoir chacune
un ski de saut.
5. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que la piste d'élan alternative (40) comporte une paire de goulottes (50, 51) qui s'étendent
parallèlement l'une à côté de l'autre, les fonds (44) desdites goulottes (50, 51)
comportant la surface de glissement, en particulier les poils de glissement en métal
et/ou en céramique et/ou en verre et/ou dans d'autres matériaux.
6. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que la neige peut être déposée dans la piste d'élan réfrigérante (20) sur une hauteur
telle que la surface de la neige est à la même hauteur que le fond (44) de la piste
d'élan alternative (40).
7. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce qu'il est prévu une piste d'élan réfrigérante (20), formée par deux goulottes (30, 31),
et une piste d'élan alternative (40), formée par deux goulottes (50, 51), et en ce que la piste d'élan réfrigérante (20) et la piste d'élan alternative (40) sont disposées
en étant décalées l'une dans l'autre, de telle sorte qu'une goulotte (50) de la piste
alternative se situe entre les deux goulottes (30, 31) de la piste réfrigérante, et
une goulotte (31) de la piste réfrigérante se situe entre les deux goulottes (50,
51) de la piste alternative.
8. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que la piste d'élan (1) en forme de module peut être enfoncée dans un canal de piste
(4), ménagé dans la plaque de recouvrement (3) du tremplin.
9. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski selon l'une quelconque des revendications
5 à 8, caractérisée en ce que dans la zone de saut de la piste d'élan (1), de préférence sur les derniers 11 mètres
avant le saut, des plaques dynamométriques (46) sont mises en place en dessous des
fonds (44) des goulottes (50, 51) de la piste alternative, la force développée par
le sauteur pouvant être mesurée par les plaques dynamométriques (46).
10. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski selon la revendication précédente, caractérisée en ce que les fonds (44) des goulottes (50, 51) de la piste alternative et les plaques dynamométriques
(46), disposés en dessous desdits fonds, sont découplés latéralement par voie mécanique,
le découplage mécanique étant obtenu de préférence par une fente (48) sur les deux
côtés des fonds (44) et des plaques dynamométriques (46).
11. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski selon l'une quelconque des deux revendications
précédentes, caractérisée en ce que les plaques dynamométriques (46) comportent une plaque de fond (55), une plaque de
recouvrement (56) et des capteurs de force (57) situés entre celles-ci, la plaque
de fond (55) étant assemblée de manière fixe au tremplin (2), la plaque de recouvrement
(56) étant assemblée de manière fixe au fond (44) des goulottes de la piste alternative,
les plaques de recouvrement (56) s'étendant de préférence à peu près sur toute la
largeur des fonds (44) des goulottes (50, 51) de la piste alternative.
12. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski selon la revendication 7, caractérisée en ce que dans la zone de saut de la piste d'élan, de préférence sur les derniers 11 mètres,
des plaques dynamométriques (46) sont mises en place en dessous des goulottes (30,
31, 50, 51) des pistes et sont associées conjointement à une goulotte extérieure (30,
51) et à la goulotte intérieure (31, 50) respectivement adjacente, un découplage (58)
mécanique étant prévu entre les goulottes intérieures (31, 50), lequel est réalisé
par une fente (58).
13. Piste d'élan (1) pour tremplins de saut à ski selon l'une quelconque des revendications
9 à 12, caractérisée en ce que les plaques dynamométriques (46), disposées à distances régulières les unes des autres
dans la direction de l'élan, de préférence à des distances d'un mètre, sont découplées
mécaniquement, le découplage étant réalisé de préférence dans chaque cas par une fente
(49).
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