[0001] Die Erfindung betrifft die Senkung der Anteile von Lactaten im menschlichen bzw.
tierischen Organismus durch die orale Verabreichung von Zeolithen.
[0002] Die Adsorptionsfähigkeit von Zeolithen ist beispielsweise aus der
DE 44 03 987 A bekannt. Diese Druckschrift offenbart die Abtrennung von Hydroxymonocarbonsäuren
bzw. Hydroxytricarbonsäuren aus wässerigen Lösungen durch derartige Adsorption.
[0003] In der
US 5,149,435 wird Zeolith als Mittel zur Aufnahme unerwünschter Partikel in wässrigen Medien,
darunter auch Blut und Blut-Plasma, angesehen, wodurch ein Filtereffekt erzielt werden
soll. In der Publikation von Boranic M.: "What a physician should know about zeolites",
Lijec Vjesn. 2000 Nov-Dec; 122(11-12):292-8., wird davon ausgegangen, dass Zeolith
bei physiologischen pH-Werten eine nur geringe Löslichkeit aufweist. Davon ausgehend
wird in dieser Druckschrift die Ansicht vertreten, dass nur geringe Mengen an freiem
Aluminium oder Silizium vom Darm resorbiert werden.
[0004] Aus der
US 4,537,771 A ist die Verwendung von Zeolithen als Antiacidum zur Behandlung von überschüssiger
Magensäure und damit einher gehender Beschwerden bekannt.
[0005] Aus dem Abstract der
JP 4013633 A ist es bekannt, zur Vermeidung von Verdauungsproblemen und zur Verbesseung der Schönheit
der Haut, der Nahrung Zeolithe zuzusetzen.
[0006] Aus dem Abstract der
JP 56155644 A ist es bekannt, zur Schaffung eines Adsorbents mit verbesserter Verträglichkeit,
das Adsorbens mit einer Schichte aus einem speziellen, wasserlöslichem Polymer zu
überziehen. Über die Natur des Adsorbens wird in dieser Druckschrift aber nichts ausgeführt.
[0007] Aus dem Abstract der
JP 62145022 A ist die Verwendung von Zeolithen als Medikament zur Behandlung von Lebensmittelvergifiungen
bekannt.
[0008] Aus dem Abstract der
JP 11116507 A ist die Verwendung modifizierter Zeolithe zur Herstellung von Medikamenten, welcher
Art wird aber nicht genannt, bekannt.
[0009] Aus dem Abstract der
JP 03012172 A ist bekannt, dass zur Behandlung hyperammonischer Personen Zeolithe mit einer Körnung
zwischen 0,2 und 5 mm verwendet werden können. Eine kleinere Körnung wird als nachteilig
angesehen.
[0010] Aus der
GB 1 057 044 A ist bekannt, dass Zeolithe verwendet werden können, um Härtemittel für das Aushärten
organischer Harze in die Reaktionszone zu transportieren und dort freizusetzen.
[0014] Von verschiedenen sogenannten Verzehrprodukten (Nahrungsergänzungen), nämlich gemahlenen
Zeolithen, insbesondere Klinoptilolith, ist deren allgemeine Ad- bzw. Absorptionseingenschaft
und die Fähigkeit, gepufferte Systeme zu neutralisieren, bekannt.
[0015] Es wurde von den Erfindern bei Verabreichung an befreundete Hobby- und Profisportler
festgestellt, dass sich die Leistungsfähigkeit, Ausdauer und Regeneration nach Anstrengung
durch die Einnahme von Zeolithen in Form von Pulver und Kapseln deutlich verbessert
hat.
[0016] Es wurde in der Folge mit Sportwissenschaftern Kontakt aufgenommen und dabei konnte
in ersten Anwendungsbeobachtungen festgestellt werden, dass sich die Messwerte bei
der Ergometrie betreffend des Lactatanteiles überraschend stark verbessert haben.
[0017] Es ist allgemein bekannt, dass ein hoher Lactat- bzw. Ammoniumanteil im Organismus
(Blut) sich negativ auf die Leistungsfähigkeit von Mensch und Tier auswirkt.
[0018] Lactate sind die Salze der Milchsäure. Milchsäure: 2-Hydroxypropionsäure, aliphatische
Hydroxycarbonsäure, CH3-CH(OH)-COOH; hat ein asymmetrisches Kohlenstoffatom und tritt
deshalb in zwei optisch aktiven Formen (D- und L-Milchsäure) auf. Im menschlichen
Körper wird die rechtsdrehende L(+)-Milchsäure sehr schnell umgesetzt, während die
linksdrehende D(-)-Milchsäure nur langsam umgebaut wird. Lediglich im Stoffwechsel
des Säuglings kann D(-)-Milchsäure noch nicht abgebaut werden und sich deshalb anreichern.
Man kennt die Gärungsmilchsäure, die bei der Milchsäuregärung von saurer Milch (aus
dem Milchzucker), aus Stärke und Traubenzucker sowie bei der Säuerung pflanzlichen
Materials (in Silos und bei der Sauerkrautherstellung) unter Mithilfe von Milchsäurebakterien
entsteht.
[0019] Die Fleischmilchsäure wird aus dem Reservekohlenhydrat im arbeitenden Muskel durch
Glykolyse erzeugt (Glykogen). Bei körperlichen Anstrengungen tritt Milchsäure vermehrt
im Blut auf. Erhöhte Lactatwerte kommen zustande, wenn, z.B. durch körperliche Anstrengung,
eine sogenannte Sauerstoffschuld in der Blutbahn zustande kommt. Ab einer Konzentration
von 2 Millimol pro Liter kommt der Organismus von der Fettverbrennung in die Zuckerverbrennung.
Ab einer Konzentration von 4 Millimol pro Liter beginnt die Eiweißverbrennung. Je
höher die Herzfrequenz, desto höher wird die Konzentration der Lactate. Der Körper
greift auf die Verbrennung von Zucker zurück um die (Herz-) Muskulatur zu versorgen.
Die Änderung der Lactatwerte und der Ammoniumwerte steht zumeist in einem Zusammenhang.
[0020] Ziel der Erfindung ist Senkung der Anteile von Lactaten bzw. Ammonium bei Menschen
und Tieren.
[0021] Dieses Ziel wird erfindungsgemäß durch die orale Verabreichung von sowohl natürlichen
als auch künstlichen Mineralien der Gruppe der Zeolithe erreicht. So kommt es zur
Absorption, Adsorption und Neutralisierung sowie Senkung der Anteile von Lactaten
bei Menschen und Tieren. Die Erfindung umfasst sowohl durch herkömmliche Mineral-
bzw. Steinmühlen zerkleinerte Zeolithe als auch insbesondere durch spezielle Mikronisierungsverfahren,
wie unter anderem dem Verfahren der sogenannten "Tribomechanischen Aktivierung", gemahlene
Zeolithe.
[0022] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert, wobei
die Fig. 1 ein Zeolithpartikel in perspektivischer Ansicht, und
die Fig. 2 bis 17 die bei den Tests von Versuchspersonen gemessenen Werte zeigt.
[0023] Grundsätzlich eignen sich folgende Zeolithe zur erfindungsgemäßen Verwendung:
Natürliche Zeolithe: Klinoptilolith, Silberzeolith, Mordenit, Phillipsit, Analcim.
Künstliche Zeolithe: Zeolith A, Zeolith W, Zeolith X.
[0024] Weitere natürliche Zeolithe sind vermutlich ebenfalls geeignet, müssen aber diesbezüglich
noch auf ihre Eigenschaften untersucht werden.
[0025] Die beschriebenen Wirkungen werden durch orale Verabreichung (Kapseln zum Schlucken
oder Pulver trocken eingenommen bzw. in Flüssigkeit gelöst und getrunken) erzielt.
Für die orale Verabreichung eignen sich neben Tabletten, Kapseln oder Pulver auch
Nahrungs- bzw. Futtermittel aus oder auf Basis von Zeolithen herzustellen.
[0026] Mögliche Einsatzgebiete neben der pharmazeutischen und verzehrproduktgemäßen Anwendung
sind die Lebensmittelindustrie und die Landwirtschaft sowie der Bereich Sport (körperliche
Ertüchtigung bzw. Leistungssteierung) für Mensch und Tier.
Informationen zum Mineralstoff Zeolith:
[0027] Ein Zeolith ist eine kristalline Substanz, deren Struktur durch ein Kristallgitter
aus miteinander verbundenen Tetraedern, jeder bestehend aus einem Kation und vier
SauerstoffAtomen, charakterisiert wird. Eine solche Struktur ist in Fig. 1 beispielhaft
dargestellt. Dieses Kristallgitter enthält offene Hohlräume in Form von Käfigen und
Kanälen. Diese sind gewöhnlich durch H2O- Moleküle und zusätzliche Kationen, welche
austauschbar sind, besetzt. Die Kanäle sind groß genug um Gastmoleküle passieren zu
lassen. Wasserreiche Phasen können dehydrieren; die Entwässerung erfolgt meist bei
Temperaturen unter etwa 400 °C und ist größtenteils umkehrbar. Das Kristallgitter
kann durch (OH,F)-Gruppen unterbrochen sein; diese besetzen eine Tetraederspitze,
die nicht mit einem benachbarten Tetraeder verbunden ist.
Struktur und Eigenschaften des Klinoptilolithes:
[0028] Die Struktur des Klinoptiloliths beruht auf dem dreidimensionelen Gitter von Tetraedern
(SiO
4)
4-, die durch Sauerstoffatome miteinander gebunden werden, wobei ein Teil von Siliziumatomen
durch Aluminiumatome (AlO
4)
5- ersetzt wird. Partielle Ersetzung von Ionen Si
4+ durch Ionen Al
3+ erregt Ladungsdefizit und dieses wird durch die Kationen (der Alkali- und Erdalkalimetalle)
kompensiert, die bestimmte Stellungen im Netz von Kanälen und Poren besetzen. Ausmasse
von Kanälen sind gross genug, damit in sie Moleküle von Grösse ein paar Zehntel von
Nanometer hineindringen können und adsorbiert werden. Das Totalvolumen dieser Hohlkanäle
beträgt 24-32 % des Gesamtvolumens.
[0029] Die Eigenschaften von Zeolithen folgen aus den Besonderheiten ihrer kristallischer
Struktur. Diese Besonderheit liegt darin, dass der räumliche Molekülaufbau Kanäle
und Höhlen mit konstanter Grösse bildet. In diesen Kanälen können die Stoffe vom festen,
tropfbarflüssigen und gasförmigen Aggregatzustand aufgefangen werden. Wie die überwiegende
Zahl von Silikaten ist auch der vorliegende Naturstoff inert, d.h. er reagiert weder
mit Nahrungskomponenten oder deren Metaboliten noch mit Sekreten oder symbiotischen
Stoffwechselprodukten im chemischen Sinne. Seine Wirkungen beruhen auf physikalischen
Kräften (Oberflächen-Adhäsion, elektromagnetisches Kraftfeld der Einzelkristalle,
Van der Waal'sche Kraft u.a.)
Abbau und Verarbeitung des Rohstoffes:
[0030] Der geologische Aufbau der bevorzugt genutzen Lagerstätte in der Sedimentationsschichte
des Flachlandes in der Ostslowakei ist einfach. Sie besteht aus einer Lage des Teolith-Tuffs
mit einer Stärke von 90-115 m. Auf der Oberfläche tritt sie in einer Länge von ca.
520 m aus. Die hydrogeologischen Verhältnisse der Lagerstätte sind ebenfalls einfach.
Der überwiegende Teil der Lagerstätte ist bewässert. Der Grossteil der Vorräte kann
im Wandbruch-Verfahren abgebaut werden, die Abwässerung kann dabei mittels Schwerkraftleitung
erfolgen, ein kleiner Teil der Vorräte ist nur mittels Schachtbau-Verfahrens abbaubar.
[0031] Der Träger der Gebrauchseigenschaften des Rohstoffes ist das Zeolith-Mineral Klinoptilolith,
der Durchschnittswert der Lagerstätte beträgt 59,8 Gew.%. Der grundlegende Qualitätsparameter
nach den Bedingungen der Nutzbarkeit ist die Teil-Ionenaustauschkapazität, festgestellt
mit 0,15 Molar-Lösung NH
4Cl nach STN 72 10 76 (Feststellung der Austauschkapazität und Austausch-Kationen toniger
Böden).
[0032] Die Qualität des Zeoliths aus dieser Lagerstätte wird nach dem prozentuellen Anteil
des Klinoptiloliths bestimmt:
| % vom Klinoptilolith |
Anteil des Rohstoffes |
| 70 - 80 |
16,4 % |
| 55 - 70 |
73,0 % |
| 35 - 55 |
10,6 % |
[0033] Der Zeolith-Abbau wird qualitativ anhand der Analysenergebnisse gesteuert, die im
Rahmen der geologischen Erforschung der Lagerstätte und regelmässiger Bernusterung
der Bruchstelle vor dem Abbau durchgeführt werden. Die Analysenergebnisse werden aufgezeichnet
und in Grubenkarten gezeichnet.
[0034] Der Abbau erfolgt in Sinne der Bedingungen, die durch die Entscheidung über die Genehmigung
der bergbaulichen Tätigkeit und der Sprengarbeiten vom kleinen Umfang, die Bergbauzulassung,
den Plan des Aufschlusses, der Vorbereitung und Förderung (POPD) festgelegt werden.
[0035] Der Zeolith-Abbau im Bruch erfolgt im bergbaulichen Verfahren unter Anwendung von
Sprengarbeiten vom kleineren Umfang. Das gelöste Material wird mittels Baggers an
LKW aufgeladen und an eine Brechanlage direkt in dem Bruch, transportiert. Mit einem
Wagenbeschicker wird das Material an die Lehmabschneider-Grobsortieranlage zugeführt,
die aus 2 Sieben mit ø 120 mm und ø 25 mm besteht.
[0036] Der Siebrückstand über 120 mm wird mit Schwerkraftleitung an einen Maulbrecher mit
einem Ausstrittschlitz von 100 mm zugeführt. Der auf diese Weise aufbereitete Rohstoff
wird mittels Bandförderer in zwei stählerne Behälter mit Inhalt von 2 x 300 m
3 transportiert. Die Fraktion 25-120 mm fällt direkt an einen kurzen Bandförderer zu
dem zerkleinerten Material. Die absortierte Fraktion 0-25 mm (Ton, kleine Zeolith-Partikeln)
wird mit einem Förderbandsystem ausserhalb des Bereich der Brechanlage an eine freiliegende
Berghalde abtransportiert.
[0037] Der zerkleinerte Zeolith wird aus den Behältern vom Bruch mit LKW an einen überdachten
Lagerplatz transportiert.
Trocknung des Zeoliths:
[0038] Der Zeolith aus dem überdachten Lagerplatz wird an die Brechlinie transportiert,
wo er mit einem Hammerbrecher auf eine Fraktion bis zu 50 mm zerkleinert wird. Aus
dem Hammerbrecher wird Zeolith in die Mahlgutbehälter für die Trocknungslinie 2 und
3 gefördert. Der zerkleinerte Zeolith wird aus dem Behälter mit einem Schuppen- und
Gurnmibandförderer in den Trockenzylinder gefördert.
[0039] In dem rotierenden Trockenzylinder wird das Material mit dem Trocknungsmedium gleichströmig
weiter gefördert. Die Einbauten in dem Trockenzylinder sorgen dafür, das das Material
gut verschüttet und gleichmässig in dem gesamten Zylinder verteilt wird, wodurch die
gleichmässige Trocknung unterstützt wird. Das Trocknungsmedium wird in einer Verbrennungskammer
durch die Verbrennung der Staubkohle an einem beweglichen Rost zubereitet.
[0040] Für den Zug des Trocknungsmediums sorgt ein hinter dem Elektro-Abscheider aufgestellter
Ventilator. Die Verbrennungsluft wird mit dem Ventilator unter den beweglichen Rost
eingetrieben. Die Temperatur des Trocknungsmediums am Einritt in den Trockenzylinder
liegt bei 400-500°C und am Austritt bei 95-105°C. Die Trocknungstemperatur ist sehr
wichtig. Höhere Temperaturen würden zu der fortlaufenden Zerstörung der Kristallstruktur
vom Klinoptilolith führen und zu einem teilweisen Verlust der Gebrauchseigenschaften.
Der Zeolith wird standardmässig auf eine Austrittsfeuchtigkeit von 4 % getrocknet
(bei Bedarf auch weniger). Das Material nach dem Passieren des Trockenzylinders fällt
durch eine Rutsche in eine Sammelgrube hinein. Kleinere Materialpartikeln werden in
einen Zyklon gezogen, der als ein Grobabschneider dient. Feinste Fraktionen, die im
Zyklon nicht erfasst werden, werden von einem Elektrofilter erfasst, wo sie infolge
hoher E-lektrospannnung an den Elektroden haften bleiben. Das von dem Zyklon und Elektroabschneider
abgefangene Staubmaterial wird in einem Behälter zugeführt.
Mahlung des Zeoliths:
[0041] Für die Mahlung des Zeoliths ist eine Mühle vorgesehen. Beim Bedarf besteht die Möglichkeit,
auch weitere Mühlen gleicher Bauweise und Leistungsparameter für die Mahlung des Zeoliths
zu verwenden.
[0042] Der getrocknete Zeolith wird aus der Sammelgrube unter den Trocknungslinien mittels
eines Brückenkrans in einen gekennzeichneten Behälter, situiert über die entsprechende
Mühle, gefördert, aus welchem der Zeolith mit einem Harding-Beschicker entnommen und
in die Mühle geführt wird. Die Dosiermenge wird so geregelt, dass die Leistungs -
und
[0043] Güteparameter des Mahlens eingehalten werden. Die Mühlen sind 2-Kammer-Mühlen. Die
Füllung der ersten Kammer bilden die Mahlkugeln von Durchmesser 30-100 mm, die Füllung
der zweiten Kammer bilden die Mahlkörper - Cylpebse.
[0044] Die Kammern sind gegenseitig durch eine Trennwand abgetrennt, die den Durchgang der
ungenügend gelösten Materialstücken in die zweite (Nachmahl-) Kammer verhindert. Das
Material wird bei dem Durchgang der Mühle mitels Stössen der Mahlkörper auf die gewünschte
Feinheit zerkleinert. Das Mahlgut fällt aus der Mühle durch ein Rüttelsieb und flachen
Verschluss in den Behälter, aufgestellt über der Füller-Pumpe. Ein Ventilator sorgt
für die Belüftung der Mühle, wobei die gelöste Feuchtigkeit des Eingangsmaterials
und die durch die Reibung der Mahlkörper freigesetzte Wärme abgeführt wird. Mit der
Fuller-Pumpe wird das Mahlgut durch eine Rohrleitung in die Beton-Silos gefördert.
Versuche:
[0045] Bei einem ersten Versuch wurden 9 Personen unterschiedlichsten Alters und aus den
verschiedensten Sportarten getestet. Davon konnten 8 Tests ausgewertet werden. Eine
Testperson konnte den zweiten Test, der am Laufband ausgeführt wird, wegen einer Fußverletzung
nicht mehr durchführen. Bei sieben von neun Testpersonen waren binnen einer Woche
signifikante Senkungen des Lactatanteils im Blut zu erkennen. Das heißt, insbesondere
für Sportler: Kürzere Regenerationszeit, längere Trainingseinheiten und somit einen
schnellerer und besserer Trainingserfolg. Details zu den Testpersonen und die Testergebnisse
sind in den nachfolgenden Tabellen 1 bis 23 angeführt. Aus den entsprechenden Figuren
2 bis 17 sind die Testverläufe ersichtlich, die die Wirkung der Verabreichung des
Zeoliths belegen.
Verabreichung - Dosierung:
[0046] Der Zeolith wird bevorzugt oral verabreicht, die Dosierung für Erwachsene liegt im
Bereich zwischen 2 und 30 g, in extrem fein gemahlener Form auch darunter, bei gröberer
Mahlung und extremer Anstrengung auch darüber. Die Verabreichung kann in Pulverform
oder in Gelatinekapseln od.dergl. erfolgen, um einen geschützten Durchgang durch einen
Teil des Verdauungssystems sicherzustellen. Die Auswirkungen dieser unterschiedlichen
Verabreichungsform auf die Wirksamkeit sind noch nicht erforscht. Für Kinder sollten
entsprechend dem Körpergewicht herabgesetzte Dosierungen angewandt werden. Nebenwirkungen
oder unerwünschte Effekte konnten nicht festgestellt werden.
Messergebnisse:
[0047] Die Probanden erhielten nach dem ersten der beiden Tests 3 mal täglich 2 Teelöffel,
insgesamt somit etwa 12 g des oben beschriebenen Zeolithen, nämlich gemahlenen Klinoptilolith,
oral verabreicht. Um eventuelle Beeinträchtigungen der Wirksamkeit beim Durchgang
durch den Verdauungskanal zu kompensieren, wurde den Probanden auch 3 mal täglich
3 Gelatinekapseln mit jeweils 400 mg gemahlenen Klinoptilolith (genau das gleiche
Material wie in Pulverform verabreicht), somit weitere 3,6 g, verabreicht.
[0048] Die Messergebnisse sind im folgenden für jeden der Probanden für zwei Tests angegeben.
Dabei ist auch das wöchentliche Training des Probanden, versehen mit dem Vermerk "GA1"
für "Grundlagenausdauer 1" und "GA2" für "Cardio- bzw. Herzkreislaufbelastung im Zuckerverbrennungsbereich",
in der Sportmedizin übliche Bezeichnungen, angegeben. Die Diagramme zeigen die Herzfrequenz
(oberste, stark schwankende Kurve), die Lactatbelastung (mittlere Kurve, gemittelt
aus den einzelnen, durch kleine Kreise eingetragenen Messungen) und ganz unten die
Angabe der Geschwindigkeitsstufen während des jeweiligen Tests. Aus dem Vergleich
der jeweils beiden Tests geht die Wirkung des verabreichten Zeolithen deutlich hervor.
[0049] Ein weiterer Versuch wurde von Dr. med. Gerhard Stingl, einem Sportarzt in Klagenfurt,
Österreich, an zehn Probanden durchgeführt. Dabei wurde jedem der Probanden während
3-er Monate regelmäßig Klinoptilolith wie oben erläutert, verabreicht und sichergestellt,
dass die Trainings- und Ernährungsgewohnheiten in dieser Zeit nicht verändert wurden.
Die Wirkung wurde am Laufbandergometer überprüft, die Laktatgewinnung erfolgte aus
dem hyperämisierten rechten Ohrläppchen, die Messung wurde mit einem Biosen-Laktatmessgerät
durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten bei allen Probanden eine Absenkung des Laktatwertes
bei jeder der Belastungsstufen und ein signifikantes Ansteigen der Leistungsfähigkeit.
LACTAT-TEST BEZOGEN AUF DAS MEGAMIN
[0050]
TABELLE 1
| Proband 1 |
Test 1 |
Test 2 |
|
| Lactat 1 |
1,22 |
1,0 |
|
| Lactat 2 |
1,38 |
0,9 |
|
| Lactat 3 |
1,73 |
2,09 |
|
| Lactat 4 |
2,19 |
2,74 |
|
| Lactat 5 |
4,11 |
4,23 |
|
| Lactat 6 |
|
|
|
| Lactat 7 |
|
|
|
| Lactat 8 |
|
|
|
| Lactat 9 |
|
|
|
Training / Woche:
4 Stunden Eislaufen ( 2x2 ) = GA1
4 Stunden Hipp-Hopp ( 2x2 ) = GA1/2
5 Stunden Turnen |

LACTAT-TEST BEZOGEN AUF DAS MEGAMIN
[0051]
TABELLE 3
| Proband 2 |
Test 1 |
Test 2 |
|
| Lactat 1 |
1,14 |
0,99 |
|
| Lactat 2 |
1,75 |
1,03 |
|
| Lactat 3 |
2,45 |
2,29 |
|
| Lactat 4 |
3,29 |
3,08 |
|
| Lactat 5 |
4,19 |
4,15 |
|
| Lactat 6 |
6,32 |
6,25 |
|
| Lactat 7 |
|
|
|
| Lactat 8 |
|
|
|
| Lactat 9 |
|
|
|
Training / Woche:
6 Stunden GA1
12 Stunden GA1/2 |

LACTAT-TEST BEZOGEN AUF DAS MEGAMIN
[0052]
TABELLE 6
| Proband 3 |
Test 1 |
Test 2 |
|
| Lactat 1 |
0,8 |
0,76 |
|
| Lactat 2 |
0,89 |
0,70 |
|
| Lactat 3 |
1,92 |
1,24 |
|
| Lactat 4 |
2,11 |
1,58 |
|
| Lactat 5 |
2,31 |
1,73 |
|
| Lactat 6 |
3,1 |
2,38 |
|
| Lactat 7 |
|
|
|
| Lactat 8 |
|
|
|
| Lactat 9 |
|
|
|
Training/ Woche:
2 Stunden GA1
1 Stunde GA1/2
Schnee 4 Tage je 4 Stunden |

LACTAT-TEST BEZOGEN AUF DAS MEGAMIN
[0053]
TABELLE 9
| Proband 4 |
Test 1 |
Test 2 |
|
| Lactat 1 |
0.88 |
0.79 |
|
| Lactat 2 |
1,51 |
0,84 |
|
| Lactat 3 |
1,61 |
0,94 |
|
| Lactat 4 |
227 |
1,57 |
|
| Lactat 5 |
3,27 |
2,62 |
|
| Lactat 6 |
|
|
|
| Lactat 7 |
|
|
|
| Lactat 8 |
|
|
|
| Lactat 9 |
|
|
|
Training / Woche:
2x2 Stunden GA1
2x45 Minuten GA1/2
1.Tag starker Durchfall
Völlegefühl |

LACTAT-TEST BEZOGEN AUF DAS MEGAMIN
[0054]
TABELLE 12
| Proband 5 |
Test 1 |
Test 2 |
|
| Lactat 1 |
1,62 |
1,60 |
|
| Lactat 2 |
1,63 |
1,76 |
|
| Lactat 3 |
1,69 |
1,85 |
|
| Lactat 4 |
1,76 |
2,19 |
|
| Lactat 5 |
2,67 |
2,52 |
|
| Lactat 6 |
|
|
|
| Lactat 7 |
|
|
|
| Lactat 8 |
|
|
|
| Lactat 9 |
|
|
|
Training / Woche : Keines
kein Training, zu kalt
Schlafstörung |

LACTAT-TEST BEZOGEN AUF DAS MEGAMIN
[0055]
TABELLE 15
| Proband 6 |
Test 1 |
Test 2 |
|
| Lactat 1 |
1,11 |
1,07 |
|
| Lactat 2 |
1,41 |
1,34 |
|
| Lactat 3 |
1,55 |
1,44 |
|
| Lactat 4 |
2,3 |
1,62 |
|
| Lactat 5 |
4,11 |
3,32 |
|
| Lactat 6 |
7,68 |
6,24 |
|
| Lactat 7 |
11,41 |
10,67 |
|
| Lactat 8 |
|
|
|
| Lactat 9 |
|
|
|
Training / Woche:
3 x GA1 90 min
2x GA ½ 40 min |

LACTAT-TEST BEZOGEN AUF DAS MEGAMIN
[0056]
TABELLE 18
| Proband 7 |
Test 1 |
Test 2 |
|
| Lactat 1 |
1,11 |
0,80 |
|
| Lactat 2 |
1,59 |
1,07 |
|
| Lactat 3 |
1,51 |
1,14 |
|
| Lactat 4 |
2,16 |
1,84 |
|
| Lactat 5 |
4,64 |
3,64 |
|
| Lactat 6 |
7,4 |
7,3 |
|
| Lactat 7 |
|
|
|
| Lactat 8 |
|
|
|
| Lactat 9 |
|
|
|
Training / Woche:
3 x 90 min GA 1
1 x 60 min GA 1/2 |

LACTAT-TEST BEZOGEN AUF DAS MEGAMIN
[0057]
TABELLE 21
| Proband 8 |
Test 1 |
Test 2 |
|
| Lactat 1 |
1,06 |
0,93 |
|
| Lactat 2 |
0,87 |
0,74 |
|
| Lactat 3 |
0,68 |
0,6 |
|
| Lactat 4 |
0,87 |
0,73 |
|
| Lactat 5 |
1,52 |
1,24 |
|
| Lactat 6 |
3,01 |
2,21 |
|
| Lactat 7 |
5,99 |
5,12 |
|
| Lactat 8 |
7,89 |
6,98 |
|
| Lactat 9 |
|
|
|
Training / Woche :
min 11 Stunden
1.Test leicht verkühlt |
