[0001] Die Erfindung betrifft eine Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1 und ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge
nach dem Obergriff des Anspruches 12.
[0002] Aus der
EP 0 733 646 B1 ist eine Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge bekannt, bei der eine schwere
Flüssigkeitsphase aus Getreidekleber und Feinstärke und eine leichte Flüssigkeitsphase
aus Wasser und löslichen Bestandteilen aus dem Schleuderraum ausgetragen werden. Dabei
wird die schwere Flüssigkeitsphase über ein Schälsystem aufgeschlossen, während das
Wasser der weiteren leichteren Flüssigkeitsphase über ein weiteres Trennsystem, insbesondere
ein zweites Schälsystem abgeleitet wird. Alternativ kann die leichtere Flüssigkeitsphase
über Wehreinrichtungen die Vollmantel-Schneckenzentrifuge in freiem Gefälle verlassen.
Zwischen einer verstellbaren Schälscheibe des ersten Schälsystems und der Zentrifugentrommel
wird eine hohe Differenz der Relativgeschwindigkeit eingestellt.
[0003] Dieser Stand der Technik bringt verschiedene Probleme mit sich. Die zwei Schälsysteme
sind zusammen relativ teuer. Darüber hinaus existieren Produkte, welche mit Schälscheiben
nur bedingt verarbeitbar sind, z.B. da sie die beiden Schälscheiben zusetzen. Problematisch
ist aber vor allem, dass mit den beiden Schälscheiben eine Regelbarkeit der beiden
Phasen hinsichtlich der Durchsatzmengen, insbesondere der schwereren Phase, nur eingeschränkt
gegeben ist.
[0004] Die Erfindung hat gegenüber diesem Stand der Technik der
EP 0 733 646 B1 die Aufgabe, die Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge derart weiterzubilden,
daß auf einfache und wartungsarme Weise ein präzises Einstellen der Ablaufmenge der
schwereren Flüssigkeitsphase realisierbar ist. Es soll ferner ein vorteilhaftes und
einfaches Verfahren zum Betreiben dieser Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge
geschaffen werden.
[0005] Zum Stand der Technik wird noch die
DE 41 30 759 A1 genannt. In der Schrift wird eine Zweiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge vorgestellt,
die von einem Schließorgan verschließbare Restentleerungsöffnungen im äußeren Trommelmantel
aufweist.
[0006] Aus der
WO 97/20634 ist es ferner bekannt, einer Vollmantel-Schneckenzentrifuge einen Steuerungsrechner
zuzuordnen.
[0007] Die Erfindung erreicht dieses Ziel in Hinsicht auf die Dreiphasen-Vollmantel-Schnekkenzentrifuge
durch den Gegenstand des Anspruches 1 und in Hinsicht auf das Verfahren durch den
Gegenstand des Anspruches 12.
[0008] In Hinsicht auf die Dreiphasenzentrifuge ist vorgesehen, daß das zweite Wehr zum
Ableiten der schweren Flüssigkeitsphase einen Durchlaß aufweist, dem eine Drosseleinrichtung
zugeordnet ist, deren Abstand zum Durchlaß veränderlich ist.
[0009] In Hinsicht auf das Verfahren wird eine erste leichtere Flüssigkeitsphase über ein
erstes, inneres Wehr und eine zweite, schwerere Flüssigkeitsphase über ein zweites,
äußeres Wehr abgeleitet, wobei zum Verändern der Menge der ablaufenden schwereren
Flüssigkeitsphase der Abstand einer Drosseleinrichtung zu einem Durchlass des zweiten
Wehres verändert wird.
[0010] Vorzugsweise ist die Drosseleinrichtung als im Betrieb der Zentrifuge stillstehendes
Teil ausgebildet, und zwar vorzugsweise als Drosselscheibe, die sich nicht mit der
Trommel mitdreht und relativ zum Auslaß radial verstellbar ist.
[0011] Eine Drosseleinrichtung dieser Art ist zwar prinzipiell bereits aus der
DE 43 20 265 A1 bekannt. Die in dieser Schrift offenbarte Vollmantel-Schneckenzentrifuge ist an der
Flüssigkeitsaustrittsseite mit einem Wehr versehen, welches einen Durchlaß aufweist,
der durch mehrere vom Innendurchmesser des Wehres ausgehende Nuten oder durch in den
Wandungen des Wehres vorgesehene Öffnungen gebildet sein kann. Dem Durchlaß ist eine
während des Drehens der Trommel relativ zu dieser stillstehende Drosselscheibe zugeordnet,
die über eine Gewindebuchse axial verschiebbar ist. Durch Verdrehen der Gewindebuchse
kann der Abstand zwischen dem Wehr und der Drosselscheibe verändert werden. Dadurch
verändert sich für die aus der Schleudertrommel ablaufende Flüssigkeit der Abflussquerschnitt,
welcher sich auf den Flüssigkeitspegel in der Zentrifuge auswirkt.
[0012] Dieser Effekt spielt im Rahmen der Erfindung allerdings keine oder nur eine vemachlässigbare
Rolle. Es gelingt vielmehr wider Erwarten, mit der Drosseleinrichtung auf einfache
Weise lediglich eine Einstellung der Ablaufmenge der zweiten Flüssigkeitsphase bei
einer Dreiphasenzentrifuge vorzunehmen. Denkbar ist es aber, ebenfalls das innere
Wehr z.B. nach Art dieser Schrift auszubilden, d.h. den Abstand einer Drosseleinrichtung
zu einem Durchlass des zweiten Wehres veränderlich zu gestalten.
[0013] Mit der Erfindung wird es daher möglich, auch auf besonders einfache Weise durch
Einstellung der Drosseleinrichtung die Austrittsmenge der schweren Flüssigkeitsphase
zu regeln, z.B. in Abhängigkeit von der Dekanterzulaufmenge und/oder vom Drehmoment
der Schnecke und/oder von der Differenzdrehzahl zwischen Schnecke und Trommel und/oder
vom Motorstrom. Diese Regelung wird insbesondere automatisch und vorzugsweise mit
einem der Zentrifuge zugeordneten Steuerungsrechner durchgeführt.
[0014] Mit der Erfindung können dagegen durch die Regelung der schweren Flüssigkeitsphase
auf besonders einfache Weise Schwankungen in der Zusammensetzung des zulaufenden Produktes
ausgeglichen werden. Dies ist insbesondere bei Naturprodukten von Vorteil, da sich
bei diesen Produkten häufig die Zusammensetzung des Inhaltsstoffe wie Stärke, Kleber,
Schleimstoffe (Pentosane) usw. verändert.
[0015] Während eine Anpassung der Differenzdrehzahl beim Betrieb der Zentrifuge an sich
bekannt ist, musste zur Veränderung der Ablaufmenge der schweren Flüssigkeitsmenge
z.B. beim Einsatz von Düsen die Zentrifuge gestoppt werden und eine andere Düse eingesetzt
werden. Auch beim Einsatz eines zweiten Schälsystems für die schwerere Flüssigkeitsphase
war eine Variation der Ablaufmenge der schweren Flüssigkeitsphase nur eingeschränkt
möglich. Diese Variation kann jetzt in einfacherer und genauerer Weise und insbesondere
auch unmittelbar während des Betriebes der Zentrifuge erfolgen.
[0016] Dies hat im Betrieb erhebliche Vorteile, da gerade die Drei-Phasentechnik darauf
abzielt, die Inhaltsstoffe der schweren Flüssigkeitsphase (z.B. Kleber, Feinstärke)
von den Inhaltsstoffen der leichten Phase (z.B. Schleimstoffe, Pentosane) zu trennen.
Da bisher keine zufriedenstellende automatische Regelung der schwereren Flüssigkeitsphase
möglich war, gelangten bei einer Änderung der Produktbeschaffenheit während des Betriebs
zu viele Inhaltsstoffe der einen (z.B. der leichten) Flüssigkeitsphase mit in die
andere (z.B. schwerere Flüssigkeitsphase). Dies wird mit der Erfindung vermieden.
[0017] Insbesondere von Vorteil ist die Erfindung und die mit ihr gegebene Regelbarkeit
der schweren Flüssigkeitsphase bei der Verarbeitung von Produkten, bei welchen die
Trägerflüssigkeit keine große Dichteunterschiede aufweist (im Gegensatz zum Beispiel
zu Wasser/Öl), so dass sich oftmals keine deutliche Trennzone ausbildet.
[0018] Die
DE 100 21 983 A1 schlägt bei einer verschwenkbaren, nichtmitrotierenden Drosselscheibe für eine Zweiphasenzentrifuge,
welche auf dem Prinzip der Drosselscheibe der
DE 43 20 265 A1 beruht, ergänzend vor, die Drosselscheibe mit einer ringförmigen Nut zu versehen,
welche als "Ringtasse" bezeichnet wird.
[0019] Nach einer weniger bevorzugten Varianten, die konstruktiv aufwendiger ist, ist es
auch denkbar, daß die Drosseleinrichtung als eine sich mit der Trommel mitrotierende
Drosseleinrichtung, insbesondere Drosselscheibe, ausgebildet ist, deren Abstand zum
Durchlass verstellbar ist. Aus der
EP 0 586 382 B1, Fig. 5 ist es bekannt, bei einer Dreiphasenzentrifuge mit zwei abzuleitenden Flüssigkeitsphasen
dem inneren Wehr einen mitrotierenden, aufblasbaren Damm zuzuordnen. Ein aufpump-
oder -blasbarer Damm ist zu diesem Zweck auch aus der
DE 199 62 645 A1 bekannt.
[0020] Die Erfindung schafft ferner nach einem weiteren, auch unabhängig zu betrachtenden
Gedanken eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit wenigstens einem Wehr zum Ableiten
einer Flüssigkeitsphase aus der Schleudertrommel, wobei das wenigstens eine Wehr einen
Durchlass aufweist, dem eine Drosseleinrichtung zugeordnet ist, deren Abstand bzw.
Position relativ zum Durchlass veränderlich ist, wobei die Drosseleinrichtung einen
Drosselring aufweist, der über einer radial nach außen gerichteten Durchlassöffnung
des Durchlasses derart beweglich, insbesondere verschieblich, geführt ist, daß durch
Verstellen der Position des Drosselringes relativ zur Durchlassöffnung der Auslassquerschnitt
an der Durchlassöffnung veränderlich ist.
[0021] Diese Anordnung mit dem verschieblichen Drosselring (insbesondere auch ein zylindrisches,
hülsenartiges Teil) über der einen oder mehreren im wesentlichen radial nach außen
gerichteten Durchlassöffnung(en) eignet sich sowohl für die Ableitung der schwereren
Phase aus einer Dreiphasenzentrifuge als auch zur Regelung des Flüssigkeitspegels
in einer Zweiphasenzentrifuge mit nur einem einzigen Ablaufwehr.
[0022] Besonders vorteilhaft ist, dass mit dem Drosselring eine besonders kompakte - insbesondere
in Richtung der Trommellängsachse kurz bauende - Bauform einer Drosseleinrichtung
realisiert wird.
[0023] Der Drosselring wird vorteilhaft als im Betrieb relativ zur sich drehenden Trommel
stillstehendes Teil ausgebildet. Diese Ausführungsform ist konstruktiv besonders einfach.
[0024] Alternativ ist es bei einer weniger optimalen, da konstruktiv aufwendigeren Ausführungsform
auch denkbar, dass der Drosselring als sich im Betrieb mit der Trommel mitdrehendes
Teil ausgebildet ist.
[0025] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.
[0026] Vorzugsweise wird die Austrittsmenge der schweren Flüssigkeitsphase automatisch geregelt.
[0027] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigt:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Vollmantel-Schneckenzentrifuge;
- Figur 2
- den Bereich des Wehres der Vollmantel-Schneckenzentrifuge aus Figur 1;
- Figur 3
- den Bereich des Wehres einer zweiten erfindungsgemäßen Vollmantel- Schneckenzentrifuge;
- Figur 4
- den Bereich des Wehres einer dritten erfindungsgemäßen Vollmantel- Schneckenzentrifuge
und
- Figur 5
- den Bereich des Wehres einer vierten erfindungsgemäßen Vollmantel- Schneckenzentrifuge.
[0028] Figur 1 zeigt eine Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge 1 mit einer Trommel
3, in der eine Schnecke 5 angeordnet ist. Die Trommel 3 und die Schnecke 5 weisen
jeweils einen im wesentlichen zylindrischen Abschnitt und einen sich hier konisch
verjüngenden Abschnitt auf.
[0029] Ein sich axial erstreckendes zentrisches Einlaufrohr 7 dient zur Zuleitung des Schleudergutes
über einen Verteiler 9 in den Schleuderraum 11 zwischen der Schnecke 5 und der Trommel
3.
[0030] Wird beispielsweise ein schlammiger Brei in die Zentrifuge geleitet, setzen sich
an der Trommelwandung gröbere Feststoffpartikel ab. Weiter nach innen hin bildet sich
eine Flüssigkeitsphase aus.
[0031] Die Schnecke 5 rotiert mit einer etwas kleineren oder größeren Geschwindigkeit als
die Trommel 3 und fördert den ausgeschleuderten Feststoff zum konischen Abschnitt
hin aus der Trommel 3 zum Feststoffaustrag 13. Die Flüssigkeit strömt dagegen zum
größeren Trommeldurchmesser am hinteren Ende des zylindrischen Abschnittes der Trommel
3 und wird dort durch ein erstes inneres - d.h. näher zur Rotationsachse liegendes
- Wehr 15 und ein äußeres zweites Wehr 17 in zwei getrennten Flüssigkeitsphasen L1
und L2 abgeleitet.
[0032] Der Bereich der Wehre 15 und 17 ist in Fig. 2 vergrößert dargestellt.
[0033] Nach Figur 2 weist das erste innere, d.h. das näher zur Rotationsachse liegende Wehr
15 einen Durchlass 19 in einem axialen Deckel 21 der Trommel 3 auf, dem in Ausflußrichtung
eine Schälscheibe 23 nachgeordnet ist.
[0034] Die Schälscheibe 23 ist in einem inneren Ringraum 25 eines Ringstückes 27 mit einem
zylindrischen Ansatz 29 angeordnet, wobei die Ableitung der Flüssigkeit durch die
Schälscheibe 23 in einem Kanal 33 zwischen dem Innenumfang eines ebenfalls zylindrischen
Ansatzes 31 der Schälscheibe 23 und dem Außenumfang des Zulaufrohres 7 erfolgt.
[0035] Hier liegt die Innenkante des Durchlasses 19 in radialer Richtung des Deckels 21
relativ zum Innenumfang des Schleuderraumes bzw. relativ zum Außenumfang des Schneckenkörpers
radial weiter nach innen hin versetzt.
[0036] Durch die Schälscheibe 23 wird die erste Flüssigkeitsphase in vorteilhafter Weise
unter Druck abgeleitet. Durch Einstellen des ersten Wehres kann - in gewissen Grenzen
- ergänzend der Flüssigkeitsspiegel eingestellt werden (Androsseln). Ein Steuerungsverfahren
für Dekanter beschreibt die
EP 0 868 215 B1. Der Einsatz von schälscheibenartigen Ableitungsorganen (Schälkopf) bei Dekantern
ist prinzipiell aus der
DE 33 44 432 bekannt, nicht aber in der hier gewählten Merkmalskombination mit einstellbaren äußeren
Wehren.
[0037] Die Ableitung der zweiten Flüssigkeitsphase L2 erfolgt durch das weitere Wehr 17,
das eine verstellbare Drosseleinrichtung 35 aufweist, welche einem in radialer Richtung
weiter außen im Deckel 21 angeordneten Durchlaß 37 nachgeordnet ist, der sowohl den
Deckel 21 als auch das Ringstück 27 axial durchsetzt.
[0038] Die verstellbare Drosseleinrichtung 35 weist eine Drosselscheibe 39 auf, deren Abstand
zum Durchlaß 29 beispielsweise auf die in der
DE 43 20 265 A1 beschriebene Art und Weise mit verschiedensten Antriebseinrichtungen veränderlich
ist.
[0039] Nach Fig. 1 ist die Drosselscheibe 39 an einem Ende wenigstens eines Bolzens 41 befestigt,
der hier beispielhaft axial mittels eines Motors 43 verschieblich geführt ist (auch
von Hand denkbar), so daß der Abstand zwischen der im Betrieb stillstehenden Drosselscheibe
39 und dem wenigstens einen (oder mehreren) Durchlaß 37 durch axiales Bewegen, insbesondere
durch ein axiales Verschieben (auch realisierbar durch ein Verschwenken) der Drosselscheibe
39 relativ zur sich im Betrieb drehenden Trommel 3 veränderlich ist wird.
[0040] Hervorzuheben ist, dass anders als nach der Lehre der
DE 43 20 265A1 hier die Drosseleinrichtung überraschenderweise nicht zur Einstellung der Flüssigkeitsspiegel
in der Trommel sondern in erster Linie zur Einstellung der Ablaufmenge der zweiten
Flüssigkeitsphase L2 dient.
[0041] Das Ausführungsbeispiel der Figur 3 entspricht weitgehend dem der Figur 1 und 2,
allerdings ist dem ersten Wehr 15 keine Schälscheibe zugeordnet, sondern es ist als
einfaches einstellbares Überlaufwehr ausgebildet und weist lediglich den (im Querschnitt
z.B. durch eine Klappe) einstellbaren, hier nicht erkennbar) Durchlaß 19 im Deckel
21 auf, von dem die erste Flüssigkeitsphase L1 frei - und nicht unter Druck - abläuft,
so dass ggf. noch eine Pumpe zur Ableitung der ersten Flüssigkeitsphase L 1 vorzusehen
ist.
[0042] Das Ausführungsbeispiel der Figur 4 unterscheidet sich von dem der Figur 3 dadurch,
daß die Drosselscheibe 51 zwar axial verstellbar ist, aber mit der Trommel mitrotiert.
Anders als bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 2 muß sich hier der Antrieb (nicht
dargestellt) zum axialen Verstellen der Drosselschiebe 51 relativ zu ihrer Halterung
45 mit der Trommel 3 mitdrehen, was den konstruktiven Aufwand und insbesondere auch
den Wartungsaufwand gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Figur 2 deutlich erhöht,
wobei aber die Möglichkeit zur Regelung der schweren Flüssigkeitsphase erhalten beleibt.
Zum axialen Verschieben der Drosselscheibe 51 ist beispielsweise ein Feder- und/oder
Hydrauliksystem (nicht dargestellt) nutzbar.
[0043] Nach Figur 5 ist der Durchlaß 37 (mit beliebigem Querschnitt) im Ringstück 27 axial
nach außen geführt, wobei anstelle einer Drosselscheibe ein bevorzugt Drosselring
47 vorgesehen ist, welcher über der radial nach außen gerichteten Durchlassöffnung
49 axial verschieblich geführt ist (wiederum mittels einer Anordnung aus axial verstellbarem
Bolzen 41 und Motor 43). Damit wird durch Verstellen der Position des Drosselringes
- der nicht zylindrisch sein muss sondern eine andere Form z.B. auch mit angeschrägtem
oder angefasten inneren Umfang aufweisen kann - relativ zur Durchlassöffnung 49 der
Querschnitt der Durchlassöffnung 49 mehr oder weniger freigegeben und die Ablaufmenge
der zweiten Flüssigkeitsphase L2 verändert.
Bezugszeichenliste
[0044]
| Vollmantel-Schneckenzentrifuge |
1 |
| Trommel |
3 |
| Schnecke |
5 |
| Einlaufrohr |
7 |
| Verteiler |
9 |
| Schleuderraum |
11 |
| Feststoffaustrag |
13 |
| Wehr |
15 |
| Wehr |
17 |
| Durchlaß |
19 |
| Deckel |
21 |
| Schälscheibe |
23 |
| Ringraum |
25 |
| Ringstück |
27 |
| Ansatz |
29 |
| Durchlaß |
29 |
| Ansatz |
31 |
| Kanal |
33 |
| Drosseleinrichtung |
35 |
| Durchlass |
37 |
| Drosselscheibe |
39 |
| Bolzen |
41 |
| Motor |
43 |
| Halterung |
45 |
| Drosselring |
47 |
| Durchlassöffnung |
49 |
| Drosselscheibe |
51 |
| Durchlassöffnung |
53 |
| |
|
| Flüssigkeitsphase |
L1 |
| Flüssigkeitsphase |
L2 |
1. Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit einem ersten, relativ zur Trommellängsachse
inneren Wehr (15) zum Ableiten einer ersten, leichteren Flüssigkeitsphase (L1) sowie
mit einem zweiten, äußeren Wehr (17) zum Ableiten einer zweiten, schwereren Flüssigkeitsphase
(L2) aus der Schleudertrommel (3),
dadurch gekennzeichnet, daß
a) das zweite Wehr (17) einen Durchlaß (37) aufweist, dem eine Drosseleinrichtung
(35) zugeordnet ist, deren Abstand zum Durchlaß (37) veränderlich ist,
b) der Zentrifuge ein Steuerungsrechner zugeordnet ist, welcher dazu ausgelegt ist,
durch Einstellung der Drosseleinrichtung die Austrittsmenge der schweren Flüssigkeitsphase
rechnergesteuert zu regeln.
2. Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung automatisch in Abhängigkeit von der Dekanterzulaufmenge und/oder vom
Drehmoment der Schnecke und/oder von der Differenzdrehzahl zwischen Schnecke und Trommel
und/oder vom Motorstrom erfolgt.
3. Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosseleinrichtung (35) eine relativ zum Durchlaß (37) verstellbare Drosselscheibe
(39 aufweist, die als im Betrieb der Zentrifuge stillstehendes Teil ausgebildet ist.
4. Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Drosselscheibe (39) zum Durchlaß (37) durch axiales Verschieben der
Drosselscheibe (39) relativ zum Durchlaß (37) veränderlich ist.
5. Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosseleinrichtung (35) eine sich mit der Trommel (3) mitrotierende Drosseleinrichtung,
insbesondere eine Drosselscheibe (51) aufweist, deren Abstand zum Durchlaß (37) verstellbar
ist.
6. Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosseleinrichtung einen Drosselring (47) aufweist, der über einer radial nach
außen gerichteten Durchlassöffnung (53) des Durchlasses (37) beweglich, insbesondere
verschieblich, geführt ist.
7. Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste, näher zur Rotationsachse der Trommel (3) liegende Wehr (15) einen inneren
Durchlaß (19) in einem axialen Deckel (21) der Trommel (3) aufweist.
8. Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des inneren und/oder äußeren Durchlasses (19, 37) veränderlich ist.
9. Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Durchlaß (19) in Ausflußrichtung eine Schälscheibe (23) nachgeordnet ist oder
eine Drosseleinrichtung, deren Abstand relativ zum Durchlass (19) veränderlich ist.
10. Verfahren zum Betreiben einer Dreiphasen-Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem
der Ansprüche 1 bis 9, bei dem eine erste leichtere Flüssigkeitsphase (L1) über ein
erstes, inneres Wehr (15) und eine zweite, schwerere Flüssigkeitsphase über ein zweites,
äußeres Wehr (17) abgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verändern der Menge der ablaufenden schwereren Flüssigkeitsphase (L2) der Abstand
einer Drosseleinrichtung (35) zu einem Durchlaß (37) des zweiten Wehres (17) verändert
wird, wobei der Zentrifuge ein Steuerungsrechner zugeordnet ist, welcher dazu verwendet
wird, durch Einstellung der Drosseleinrichtung die Austrittsmenge der schweren Flüssigkeitsphase
rechnergesteuert zu regeln.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsmenge der schweren Flüssigkeitsphase automatisch geregelt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsmenge der schweren Flüssigkeitsphase in Abhängigkeit von der Dekanterzulaufmenge
und/oder vom Drehmoment der Schnecke und/oder in Abhängigkeit von der Differenzdrehzahl
zwischen der Schnecke und der Trommel und/oder in Abhängigkeit vom Motorstrom geregelt
wird.
1. Three-phase solid-wall helical centrifuge, with a first weir (15), internal in relation
to the drum longitudinal axis, for discharging a first, lighter liquid phase (L1)
out of the centrifugal drum (3) and with a second, outer weir (17) for discharging
a second, heavier liquid phase (L2) out of the said centrifugal drum (3),
characterized in that
a) the second weir (17) has a passage (37) which is assigned a throttle device (35),
of which the distance from the passage (37) is variable,
b) the centrifuge is assigned a control computer which is designed for regulating
the outlet quantity of the heavy liquid phase by computer control as a result of the
setting of the throttle device.
2. Three-phase solid-wall helical centrifuge according to Claim 1, characterized in that regulation takes place automatically as a function of the decanter inflow quantity
and/or of the torque of the helix and/or of the differential rotational speed between
the helix and drum and/or of the motor current.
3. Three-phase solid-wall helical centrifuge according to Claim 1 or 2, characterized in that the throttle device (35) has a throttle disc (39) which is adjustable in relation
to the passage (37) and which is designed as a part which is stationary when the centrifuge
is in operation.
4. Three-phase solid-wall helical centrifuge according to Claim 3, characterized in that the distance of the throttle disc (39) from the passage (37) is variable as a result
of the axial displacement of the throttle disc (39) in relation to the passage (37)
.
5. Three-phase solid-wall helical centrifuge according to Claim 1 or 2, characterized in that the throttle device (35) has a throttle device, in particular a throttle disc (51),
which corotates with the drum (3) and of which the distance from the passage (37)
is adjustable.
6. Three-phase solid-wall helical centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that the throttle device has a throttle ring (47) which is guided movably, in particular
displaceably, via a radially outward-directed passage orifice (53) of the passage
(37).
7. Three-phase solid-wall helical centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that the first weir (15) lying nearer the axis of rotation of the drum (3) has an inner
passage (19) in an axial cover (21) of the drum (3).
8. Three-phase solid-wall helical centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that the cross section of the inner and/or outer passage (19, 37) is variable.
9. Three-phase solid-wall helical centrifuge according to one of the preceding claims,
characterized in that the passage (19) is followed in the outflow direction by a skimming disc (23) or
by a throttle device, of which the distance from the passage (19) is variable.
10. Method for operating a three-phase solid-wall helical centrifuge according to one
of Claims 1 to 9, in which a first, lighter liquid phase (L1) is discharged via a
first, inner weir (15) and a second, heavier liquid phase is discharged via a second,
outer weir (17), characterized in that, to vary the quantity of the heavier liquid phase (L2) running out, the distance
of a throttle device (35) from a passage (37) of the second weir (17) is varied, the
centrifuge being assigned a control computer which is used for regulating the outflow
quantity of the heavy liquid phase by computer control as a result of the setting
of the throttle device.
11. Method according to Claim 10, characterized in that the outlet quantity of the heavy liquid phase is regulated automatically.
12. Method according to Claim 11, characterized in that the outlet quantity of the heavy liquid phase is regulated as a function of the decanter
inflow quantity and/or of the torque of the helix and/or as a function of the differential
rotational speed between the helix and the drum and/or as a function of the motor
current.
1. Centrifugeuse à vis sans fin, à bol plein et à trois phases, comprenant un premier
déversoir (15), intérieur par rapport à l'axe longitudinal de tambour, pour évacuer
une première phase liquide (L1) plus légère, ainsi qu'un deuxième déversoir (17) extérieur
pour évacuer une deuxième phase liquide (L2) plus lourde hors du tambour centrifuge
(3),
caractérisée en ce que
a) le deuxième déversoir (17) présente un passage (37) auquel est attribué un dispositif
d'étranglement (35) dont l'espacement par rapport au passage (37) est variable,
b) la centrifugeuse se voit attribuée un ordinateur de commande qui est conçu pour
réguler de façon commandée par ordinateur la quantité de sortie de la phase liquide
lourde par un réglage du dispositif d'étranglement.
2. Centrifugeuse à vis sans fin, à bol plein et à trois phases selon la revendication
1, caractérisée en ce que la régulation s'effectue automatiquement en fonction de la quantité d'amenée du décanteur
et / ou du couple de rotation de la vis sans fin et / ou de la vitesse de rotation
différentielle entre la vis sans fin et le tambour et / ou du courant moteur.
3. Centrifugeuse à vis sans fin, à bol plein et à trois phases selon la revendication
1 ou 2, caractérisée en ce que le dispositif d'étranglement (35) présente un disque d'étranglement (39) réglable
par rapport au passage (37) et qui est réalisé comme une pièce stationnaire en cours
de fonctionnement de la centrifugeuse.
4. Centrifugeuse à vis sans fin, à bol plein et à trois phases selon la revendication
3, caractérisée en ce que l'espacement du disque d'étranglement (39) par rapport au passage (37) est variable
par un déplacement axial du disque d'étranglement (39) par rapport au passage (37).
5. Centrifugeuse à vis sans fin, à bol plein et à trois phases selon la revendication
1 ou 2, caractérisée en ce que le dispositif d'étranglement (35) présente un dispositif d'étranglement tournant
avec le tambour (3), en particulier un disque d'étranglement (51) dont l'espacement
par rapport au passage (37) est réglable.
6. Centrifugeuse à vis sans fin, à bol plein et à trois phases selon l'une quelconque
des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif d'étranglement présente une bague d'étranglement (47) qui est guidée
de façon mobile, en particulier de façon déplaçable, au-dessus d'une ouverture de
passage (53) du passage (37), orientée radialement vers l'extérieur.
7. Centrifugeuse à vis sans fin, à bol plein et à trois phases selon l'une quelconque
des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier déversoir (15) situé plus près de l'axe de rotation du tambour (3) présente
un passage intérieur (19) dans un couvercle axial (21) du tambour (3).
8. Centrifugeuse à vis sans fin, à bol plein et à trois phases selon l'une quelconque
des revendications précédentes, caractérisée en ce que la section transversale du passage intérieur et / ou extérieur (19, 37) est variable.
9. Centrifugeuse à vis sans fin, à bol plein et à trois phases selon l'une quelconque
des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un disque de séparation (23) est placé en aval du passage (19) dans la direction d'écoulement,
ou bien un dispositif d'étranglement dont l'espacement par rapport au passage (19)
est variable.
10. Procédé d'exploitation d'une centrifugeuse à vis sans fin, à bol plein et à trois
phases selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, dans lequel une première phase
liquide (L1) plus légère est évacuée par l'intermédiaire d'un premier déversoir intérieur
(15) et une deuxième phase liquide plus lourde est évacuée par l'intermédiaire d'un
deuxième déversoir extérieur (17), caractérisé en ce que pour modifier la quantité de la phase liquide plus lourde (L2) qui s'écoule, l'espacement
d'un dispositif d'étranglement (35) par rapport à un passage (37) du deuxième déversoir
(17) est modifié, dans lequel la centrifugeuse se voit attribuer un ordinateur de
commande qui est utilisé pour réguler de façon commandée par ordinateur la quantité
de sortie de la phase liquide lourde par un réglage du dispositif d'étranglement.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que la quantité de sortie de la phase liquide lourde est régulée automatiquement.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que la quantité de sortie de la phase liquide lourde est régulée en fonction de la quantité
d'amenée du décanteur et / ou du couple de rotation de la vis sans fin et / ou de
la vitesse de rotation différentielle entre la vis sans fin et le tambour et / ou
en fonction du courant moteur.