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(11) |
EP 1 481 574 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.12.2008 Patentblatt 2008/51 |
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Anmeldetag: 05.03.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2003/000763 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/075621 (12.09.2003 Gazette 2003/37) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES ELEKTRODENELEMENTES FÜR PLASMABRENNER
METHOD FOR THE PRODUCTION OF ELECTRODE ELEMENT FOR A PLASMA TORCH
PROCEDE DE FABRICATION D'UN ELEMENT ELECTRODE POUR CHALUMEAU A PLASMA
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
06.03.2002 DE 10210421
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.12.2004 Patentblatt 2004/49 |
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Patentinhaber: |
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- Kjellberg Finsterwalde Plasma und Maschinen GmbH
03238 Finsterwalde (DE)
- Fraunhofer-Gesellschaft zur
Förderung der angewandten Forschung e.V.
80686 München (DE)
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Erfinder: |
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- KRINK, Volker
03238 Finsterwalde (DE)
- LAURISCH, Frank
03238 Finsterwalde (DE)
- MÖHLER, Wolfram
09599 Freiberg (DE)
- LOTZE, Gerd
01219 Dresden (DE)
- LÖBL, Helmut
01187 Dresden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Pfenning, Meinig & Partner GbR |
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Patent- und Rechtsanwälte
Gostritzer Strasse 61-63 01217 Dresden 01217 Dresden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 334 981 US-A- 5 767 478
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EP-A- 0 437 915 US-A- 6 130 399
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Herstellungsverfahren für Elektrodenelemente für Plasmabrenner.
Ein solches Elektrodenelement ist besonders für das Plasmaschneiden, bei dem als Plasmagas
Sauerstoff Verwendung findet, geeignet.
[0002] Solche Elektroden sind beim Einsatz in Plasmabrennern thermisch und elektrisch sehr
hoch beansprucht, so dass sie nur begrenzte Lebensdauern erreichen und ein kostenaufwändiger
Austausch der Elektroden in mehr oder weniger langen Zeitabständen erforderlich ist.
[0003] Insbesondere die hohe thermische Belastung durch Temperaturen bis zu 50000 Kelvin
erfordern eine geeignete Konstruktion und eine geeignete Auswahl der für eine solche
Elektrode verwendeten Materialien.
[0004] So werden bisher für das Plasmaschneiden, unter Verwendung von Sauerstoff als Plasmagas,
Elektroden, die im Wesentlichen aus Hafnium bestehen, mit einer Schmelztemperatur
im Bereich von 2220 °C eingesetzt. Hafnium weist eine im Gegensatz zu vielen anderen
elektrisch leitenden Metallen niedrige Austrittsarbeit auf, so dass es für den Einsatz
besonders geeignet ist.
[0005] In der Regel werden solche stiftförmigen Hafniumelektroden mit einer Kupferfassung
eingesetzt und dabei die hohe thermische und elektrische Leitfähigkeit des Kupfers
ausgenutzt.
[0006] Bei einer solchen Ausbildung muss jedoch die elektrische Stromkorrosion (Elektromigration)
und Diffusion, die den Übergangswiderstand zwischen dem Hafnium und dem Kupfer dann
vergrößert, klein gehalten werden.
[0007] Insbesondere beim Plasmaschneiden mit oxidierenden Gasen, wie dies der bereits erwähnte
Sauerstoff ist, tritt beim Kupfer eine Oxidation auf, so dass die thermische Leitfähigkeit
und der elektrische Übergangswiderstand zwischen Kupfer und Hafnium negativ beeinflusst
werden.
[0008] Infolge einer hohen Stromkorrosion und Oxidation ergibt sich eine erhöhte Leistungsumsetzung
an den Grenzen zwischen dem Hafnium und dem Kupfer, so dass die Prozesse der Alterung
beschleunigt fortschreiten.
[0009] Durch die verstärkte Bildung von Kupferoxid auf dem Kupfermantel bei höheren Temperaturen
in unmittelbarer Nähe des Hafniumkerns wird zusätzlich die Austrittsarbeit des Kupfers
verringert und es können demzufolge auch aus dem Kupferelektronen emittiert werden.
Dadurch kommt es zu einem örtlichen Aufschmelzen des Kupfers und demzufolge zur Unbrauchbarkeit
einer solchen Plasmaelektrode.
[0010] Um diesen Problemen entgegen zu wirken, wird nach dem Stand der Technik Silber oder
eine Silberlegierung eingesetzt. Silber weist ebenfalls gute thermische und elektrische
Leitfähigkeiten sowie eine höhere Austrittsarbeit auf. Insbesondere ist die oxidbildung
bei Silber gegenüber Kupfer bei höheren Temperaturen geringer.
[0011] Eine entsprechende Lösung ist in
EP 0 980 197 A2 beschrieben. Dabei soll ein Kupferhalter Verwendung finden, in den in eine als Sackloch
ausgebildete Aufnahme eine Silberhülse, die aus einer ausgewählten Silberlegierung
besteht und einen in das Innere des Kupferhalters weisenden geschlossenen Boden aufweist,
eingepresst werden.
[0012] In diese Silberhülse wird dann wieder eine stiftförmige Elektrode aus Hafnium eingepresst.
[0013] Ein solcher Aufbau weist mehrere Nachteile auf. Dies betrifft zum einen die aufwendige
Herstellung, bei der die einzelnen Elemente gesondert und teilweise durch zerspanende
Bearbeitung gefertigt werden müssen. Die drei einzelnen Teile müssen dann zu einem
Element zusammengefügt werden, wobei hohe Anforderungen beim Fügen und dem Handling
wegen der relativ kleinformatigen Silberhülse und dem Hanfniumstift erfüllt werden
müssen. Außerdem muss das mechanische Einpressen der Silberhülse und des Hafniumstiftes
sehr sorgfältig durchgeführt werden.
[0014] Eine ähnliche Lösung ist auch aus
EP 0 437 915 A2 bekannt. Dabei ist an der Elektrode ein die Kathode bildender Einsatz aus einem Metall
oder einer Metall-legierung mit niedrigerer Austrittsarbeit von einer Hülse aus einem
Metall oder Metalllegierung mit höherer Austrittsarbeit vorhanden, die metallurgisch
miteinander verbunden sind. Eine analog ausgebildete Elektrode ist auch aus
EP 1 272 013 A2 bekannt. Auch hier ist ein Element als Kathode aus einem Metall oder Metalllegierung
mit niedriger Austrittsarbeit von einem Metall (Ag, Au, Cu, Al) oder einer Metalllegierung
mit höherer Austrittsarbeit hülsenförmig umschlossen. Eine zylinderförmige Aufnahme
für das Element kann im hülsenförmigen Element durch Bohren oder bei einer Extrusion
ausgebildet werden.
[0017] Trotzdem kann lediglich ein lokal begrenzter Kontakt/ zwischen Kupfer, Silber und
Hafnium erreicht werden, so dass sich insbesondere diese punktförmigen Berührungen
negativ in Bezug auf die bereits erwähnte Stromkorrosion auswirken und selbstverständlich
auch die Wärmeleitfähigkeit entsprechend negativ beeinflusst wird.
[0018] Dementsprechend werden mit einer solchen Lösung die gegenüber bis dahin bekannten
für Plasmabrenner genutzten Elektroden geringfügig erhöhte Lebensdauer durch deutlich
höhere Herstellungskosten weitestgehend kompensiert.
[0019] Es ist daher Aufgabe der Erfindung ein geeignetes Herstellungsverfahren vorzuschlagen,
mit dem die Herstellungskosten bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebensdauer reduziert
werden können.
[0020] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem Elektrodenelement, das die Merkmale
des Anspruchs 1 aufweist, gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen und Weiterbildungen
der Erfindung können mit den in den untergeordneten Ansprüche bezeichneten Merkmalen
erreicht werden.
[0021] Das erfindungsgemäß hergestellte Elektrodenelement für die in Rede stehenden Plasmabrenner
weist mindestens einen Kern aus einem Metall oder einer Metall-Legierung mit kleinerer
Austrittsarbeit als ein Metall oder eine Metalllegierung, aus dem/der ein den mindestens
einen Kern einfassendes Mantelteil gebildet ist, wobei der eine bzw. auch mehrere
Kern(e) die eigentliche als Katode geschaltete Elektrode bilden.
[0022] Zwischen den unterschiedlichen Materialien, also der Kernoberfläche und dem Mantelteil
ist in einer erfinderischen Alternative eine in gradierter Form ausgebildete Grenzschicht
vorhanden, die aus Mischkristallen der jeweiligen Metalle bzw. Metall-Legierungen
gebildet ist.
[0023] In einer zweiten Alternative für ein erfindungsgemäß hergestelltes Elektrodenelement
ist eine Zwischenschicht zwischen der Kernoberfläche und dem Mantelteilmaterial aus
einem weiteren Metall oder einer Metall-Legierung mit größerer Austrittsarbeit, als
der des Kernmaterials ausgebildet, wobei die Zwischenschicht in Richtung Kern und
Mantelteil jeweils einen gradierten Übergang in Form von entsprechend ausgebildeten
Grenzschichten bildet.
[0024] Als besonders geeignetes Material für den Kern kann Hafnium bzw. eine Hafniumlegierung
eingesetzt werden, wobei der Anteil von Legierungskomponenten relativ klein gehalten
werden sollte.
[0025] Neben dem Hafnium bzw. dessen Legierungen können aber auch Wolfram, Zirkonium oder
Tantal bzw. Legierungen dieser Elemente als Kernmaterialien eingesetzt werden.
[0026] Ein bevorzugtes Material für das Mantelteil ist Kupfer bzw. eine Kupferlegierung.
[0027] Die Zwischenschicht kann wiederum aus Silber oder einer Silberlegierung ausgebildet
werden.
[0028] Die erfindungsgemäß bei einem Elektrodenelement vorhandenen Grenzschichten, die jeweils
gradierte Übergänge der unterschiedlichen Materialien bilden, sind bei den aus dem
Stand der Technik bekannten Lösungen, wie z.B. bei der in
EP 0 980 197 A2 beschriebenen nicht vorhanden, da dies konstruktiv und herstellungs bedingt nicht
möglich ist.
[0029] Überraschenderweise hat sich herausgestellt, dass die erfindungsgemäßen Elektrodenelemente
einfach und kostengünstig durch ein Formgebungs- und Fügeverfahren bei Ausnutzung
von Druckkräften (Presskräften) hergestellt werden können, wobei die entsprechenden
Grenzschichten mit den gradierten Übergängen ohne zusätzliche technologische Verfahrensschritte
ausgebildet werden können. Die Herstellung erfolgt dabei durch Strangpressen.
[0030] So ist die Ausbildung von Mischkristallen in einer Grenzschicht zwischen den bezeichneten
Kern- und Mantelteilmaterialien (z.B. Cu und Hf) nicht ohne weiteres zu erwarten gewesen,
da die Differenz zwischen den jeweiligen Schmelztemperaturen der beiden hierfür eingesetzten
Metalle erheblich ist und bei ca. 1000 °K liegt. Bei der erfindungsgemäßen Lösung
können bei Verzicht einer Zwischenschicht gemäß einer Alternative eines erfindungsgemäßen
Elektrodenelementes Mischkristalle aus Kupfer und Hafnium gebildet werden, so dass
ein gradierter Übergang, insbesondere für die elektrische- und die thermische Leitfähigkeit
nicht nur punktuell, sondern über die gesamte zu verfügende Fläche erreicht werden
kann.
[0031] Als Vorprodukte für den einen oder auch mehrere Kern(e), das Mantelteil und/oder
eine Zwischenschicht können entsprechende stab-, draht- oder hülsenförmige Elemente
aus den jeweiligen Metallen bzw. Metall-Legierungen eingesetzt werden, die dann mittels
Strangpressen zu einem erfindungsgemäßen Elektrodenelement verformt werden.
[0032] Es besteht aber auch die Möglichkeit, für diese Elemente das jeweilige Metall bzw.
die Metall-Legierung in Pulverform einzusetzen. Insbesondere für die Ausbildung der
Zwischenschicht ist die Verwendung von pulverförmigen, beispielsweise Silber besonders
günstig. So kann der Zwischenraum zwischen einem hülsenförmigen Kupferteil und mindestens
einem den Kern bildenden stab- bzw. drahtförmigen Element mit einem Silberpulver befüllt
werden und sich die entsprechende Zwischenschicht mit einem jeweiligen gradierten
Übergang in Richtung Kernoberfläche und in Richtung Mantelteil infolge der beim Strangpressen
wirkenden Druckkräfte ausbilden kann. In den Grenzschichten wird ein durch die einzelnen
Körner des Pulverausgangsmaterials erreichbare Mischzone aus den jeweiligen beiden
Metallen bzw. Metall-Legierungen ausgebildet, die über die gesamte zur Verfügung stehende
Fläche homogen ist.
[0033] Eine andere Möglichkeit besteht darin, für Kern und Mantelteil ebenfalls entsprechende
Pulver einzusetzen. Die verwendeten Ausgangspulver können dann mittels eines Pressverfahrens,
bevorzugt durch kaltisostatisches Pressen jeweils einzeln bzw. sukzessive nacheinander
zu Vorprodukten, die für eine für das nachfolgende Strangpressverfahren eine ausreichende
Festigkeit gewährleisten, hergestellt und nachfolgend durch Strangpressen ein erfindungsgemäßes
Elektrodenelement ausgebildet werden.
[0034] Für den einen oder auch mehrere Kern(e) können als Vorprodukt stabförmige einen kreisförmigen
Querschnitt aufweisende Elemente eingesetzt werden.
[0035] Es besteht aber auch die Möglichkeit, solche Elemente mit kreisförmigen Querschnitten
einzusetzen, die im Inneren hohl und demzufolge hülsenförmig ausgebildet sind. Dieser
Hohlraum kann dann wiederum mit einem Pulver eines Metalls bzw. einer Metall-Legierung,
das/die eine höhere Austrittsarbeit als das Kernmaterial aufweist, vor dem Strangpressen
befüllt werden.
[0036] Zur Ausbildung der die eigentlichen Elektroden bildenden Kerne können aber auch Elemente,
deren Querschnitte kreuz- oder sternförmig sind, eingesetzt werden. Ein solches Element
kann dann drei oder auch mehrere Stege, die jeweils in gleichen Winkelabständen zueinander
ausgerichtet sind, aufweisen und es ist dadurch eine Vergrößerung der jeweiligen Übergangsflächen
mit den damit verbundenen niedrigen elektrischen und thermischen Übergangswiderständen
zwischen Kern und Mantelteil bzw. Zwischenschicht erreichbar.
[0037] Ein Kern kann aber auch aus mehreren drahtförmigen miteinander verdrillten Elementen
gebildet sein, ähnlich wie bei elektrischen Leitungen häufig verwendete Litzen. Ein
so durch Verdrillung von drahtförmigen Elementen gebildeter Kern vergrößert ebenfalls
die Berührungsfläche und gleichzeitig den vorteilhaften Gradierungseffekt.
[0038] Sollen bei einem erfindungsgemäßen Elektrodenelement mehrere Kerne vorhanden sein,
so ist es vorteilhaft diese diskret und äquidistant zueinander anzuordnen, wobei sie
jeweils in das Mantelteilmaterial, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Zwischenschicht
eingebettet sind.
[0039] Vor dem Strangpressen soll eine Vorwärmung auf eine Temperatur von mindestens 400
°C durchgeführt werden, um insbesondere die Beanspruchung des Strangpresswerkzeuges
zu reduzieren. Eine solche Vorwärmung wirkt sich aber auch günstig auf die Mischkristallbildung
bzw. Diffusionsvorgänge aus, die so mit großer Sicherheit bei den gleichzeitig wirkenden
relativ hohen Druckkräften während des Strangpressens erfolgen kann. Ein erfindungsgemäßes
Elektrodenelement weist durch den innigeren Verbund mit den gradierten Übergängen
der verschiedenen Metalle bzw. Metall-Legierungen der einzelnen Elemente niedrige
thermische und elektrische Übergangswiderstände auf, so dass dem Problem der Stromkorrosion
entgegen gewirkt und die Lebensdauer deutlich erhöht werden kann. Demzufolge sind
nicht nur die Herstellungskosten für die Elektrodenelemente an sich, sondern auch
die Betriebskosten eines entsprechend ausgestatteten Plasmabrenners beim Endnutzer
deutlich reduziert.
[0040] Auch die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Elektrodenelemente, bei
denen Zwischenschichten aus Silber bzw. Silberlegierungen eingesetzt werden, können
kostengünstiger hergestellt werden, da solche Zwischenschichten mit deutlich geringerer
Schichtdicke ausgebildet werden können, so dass der kostenintensive Silbereinsatz
entsprechend verringert werden kann.
[0041] Wie bereits angedeutet, kann ein hülsenförmiges Kupferelement für die Ausbildung
eines Mantelteiles Verwendung finden. Dabei kann mindestens ein stabförmiges Element
aus beispielsweise Hafnium über die gesamte Länge der Kupferhülse reichend, in deren
Inneres eingeführt werden. Dabei kann eine solche Kupferhülse einen Außendurchmesser
von beispielsweise 12 mm und der freie Querschnitt im Inneren einer solchen Kupferhülse
einen Durchmesser von 1,5 mm aufweisen. Nach einer entsprechenden Vorwärmung wird
dann durch Strangpressen ein Profil für erfindungsgemäße Elektrodenelemente hergestellt,
das lediglich noch auf Länge geschnitten werden muss und weitere Füge-und Montageprozesse
nicht mehr erforderlich sind. Ein so erhaltenes Elektrodenelement muss dann nur noch
in einen entsprechenden Plasmabrenner eingesetzt werden, wobei ein solcher Plasmabrenner
auch so ausgebildet werden kann, dass ein gewisser, im Inneren eines Plasmabrenners
angeordneter Teil eines solchen Elektrodenelementes von einem Kühlmedium zum Abführen
von Wärme unmittelbar umströmt werden kann.
[0042] Anstelle eines stabförmigen Hafniumelementes können aber auch mehrere, bevorzugt
miteinander verdrillte Hafniumdrähte in eine solche Kupferhülse eingeführt werden,
wobei Kupferhülseninnendurchmesser und die größte Ausdehnung eines solchen Kernvorelementes
so dimensioniert sein sollten, dass ein mit einem Silberpulver bzw. einer Silberpulverlegierung
befüllbaren Zwischenraum verbleibt.
[0043] Ein solches eine Zwischenschicht bildendes Silberpulver sollte möglichst auch eingesetzt
werden, wenn ein Kern mit einer nicht rotationssymmetrischen Querschnittsform oder
ein hülsenförmiger Kern ausgebildet werden sollen.
[0044] Es besteht aber auch die Möglichkeit, beispielsweise ein stabförmiges Element aus
Hafnium an seiner äußeren Oberfläche in Richtung zum Mantelteilmaterial mit einer
im Wesentlichen aus Silberpulver gebildeten Schicht zu versehen. Ein solches Pulver
kann beispielsweise in Form einer Suspension aufgebracht und beispielsweise durch
ein Pressverfahren auf der Oberfläche des stabförmigen Hafniumelementes verfestigt
oder einer Sinterung unterzogen werden. Im letztgenannten Fall kann dann in der das
Silberpulver enthaltenden Suspension auch ein organischer Binder enthalten sein, der
thermisch beim Sintern ausgetrieben werden kann.
[0045] Ein mit einer solchen Silberschicht versehenes stabförmiges Element kann dann wieder
in ein hülsenförmiges Kupferelement eingeführt und ein erfindungsgemäßes Elektrodenelement
durch Strangpressen hergestellt werden.
[0046] Das erfindungsgemäße Elektrodenelement kann aber auch dahingehend weitergebildet
werden, indem durch Ausbildung einer entsprechenden Kontur, wobei bevorzugt ein Außengewinde
gewählt werden kann, dieses mit einem hülsenförmigen Element verbinden zu können.
Ein solches hülsenförmiges Element, das bevorzugt aus Kupfer besteht, kann dann mehrfach
wieder verwendet werden und es ist so lediglich ein Austausch des entsprechend kleiner
dimensionierten Elektrodenelementes in mehr oder weniger großen Abständen erforderlich.
Dabei wird das Elektrodenelement mit dem an seiner äußeren Mantelfläche ausgebildeten
Gewinde, als eine Konturform einfach in ein hülsenförmiges Element herein- bzw. herausgeschraubt.
[0047] Da, wie im allgemeinen Teil der Beschreibung bereits erwähnt, eine hohe thermische
Belastung auftritt und eine intensive Kühlung erforderlich ist, kann das erfindungsgemäße
Element auch so ausgebildet und hergestellt werden, dass innerhalb des Mantelteiles
ein einseitig offener Hohlraum ausgebildet worden ist. Dieser Hohlraum kann mit dem
Füllsystem eines Plasmabrenners in Verbindung gesetzt werden, so dass das Kühlmedium,
bevorzugt Wasser für die Wärmeabfuhr unmittelbar in diesen Hohlraum gelangen kann.
[0048] Vorteilhaft kann die Ausbildung eines solchen Hohlraumes durch ein Rückwärtsfließpressen
ausgebildet werden. Mit diesem Verfahren kann ebenfalls eine zerspanende Bearbeitung
vermieden werden. Das Rückwärtsfließpressen ist ein nachfolgender Verarbeitungsschritt
an einem Elektrodenelement, dessen Herstellung vorab beschrieben worden ist. Dabei
wird ein Elektrodenelement, als Vorprodukt hergestellt, das in seiner Länge kürzer
als das fertige Elektrodenelement mit dem Hohlraum und in seinem äußeren Durchmesser
größer als dieses gehalten ist. Beim Rückwärtsfließpressen wird ein Werkzeug mit einem
die Form und Größe des jeweiligen Hohlraumes vorgebenden Dornes verwendet und wegen
der deutlich höheren Fließfähigkeit nahezu ausschließlich das Kupfermantelteil verformt
wird.
1. Verfahren zur Herstellung eines Elektrodenelementes für Plasmabrenner, mit einem ein
Mantelteil bildenden hülsenförmigen Teil aus einem Metall oder einer Metalllegierung
mit höherer Austrittsarbeit und höherer thermischer elektrischer Leitfähigkeit, in
das mindestens ein die eigentliche als Kathode geschaltete Elektrode bildendes Kernelement
aus einem Metall oder einer Metalllegierung mit niedrigerer Austrittsarbeit eingeführt
worden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrodenelement nach einer Vorwärmung auf mindestens 400 ° C durch Strangpressen
hergestellt wird.
2. verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Strangpressen der Hohlraum zwischen hülsenförmigen Teil und Kernelement zur
Ausbildung einer Zwischenschicht mit einem weiteren pulverförmigen Metall oder einer
Metalllegierung, das/die eine höhere Austrittsarbeit, thermische und elektrische Leitfähigkeit
als das Kernmaterial aufweist, befüllt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung eines Kernes mehrere drahtförmige Elemente miteinander verdrillt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum eines in Hülsenform ausgebildeten Kernelementes vor dem Strangpressen
mit einem Pulver eines Metalls oder einer Metalllegierung, die eine höhere Austrittsarbeit
als das Kernmaterial auf weist, befüllt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Mantelteil, Kern und/oder Zwischenschicht aus einem Pulver mittels eines Pressverfahrens
jeweils ein oder ein gemeinsames Vorprodukt bilden und aus einem oder mehreren Vorprodukt(en)
durch Strangpressen das Elektrodenelement hergestellt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das/die Vorprodukt(e) durch kalt-isostatisches Pressen hergestellt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf der äußeren Mantelfläche des Mantelteils für eine formschlüssige Verbindung mit
einem hülsenförmigen Kupferteil eine Kontur ausgebildet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Mantelteiles durch Rückwärtsfließpressen ein einseitig offener Hohlraum
ausgebildet wird.
9. verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Grenzschicht zwischen Kernoberfläche und Mantelteil in gradierter Form aus Mischkristallen
der beiden Metalle oder Metalllegierungen gebildet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine aus einem weiteren Metall oder einer Metalllegierung mit größerer Austrittsarbeit,
als der des Kernmaterials gebildete Zwischenschicht zur Kernoberfläche und zum Mantelteil
jeweils Grenzschichten mit gradierten übergängen ausgebildet werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass für die Herstellung des Kernes Hafnium oder eine Hafniumlegierung eingesetzt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass für die Herstellung des Kerns Wolfram, Zirkonium, Tantal oder eine Legierung dieser
Elemente eingesetzt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass für die Zwischenschicht Silber oder eine Silberlegierung eingesetzt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern mit sternförmigem, kreisringförmigem Querschnitt oder einem Querschnitt
in Kreuzform hergestellt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode mit mehreren separat angeordneten Kernen hergestellt wird.
1. A method of producing an electrode element for plasma torches, with a part in the
form of a sleeve of a metal or of a metallic alloy which forms a jacket part and has
a higher work function and a higher thermal electrical conductivity and into which
at least one core element of a metal or of a metallic alloy having a lower work function
and forming the actual electrode connected as a cathode has been introduced, characterized in that the electrode element is produced by extrusion moulding after a pre-heating to at
least 400°C.
2. A method according to Claim 1, characterized in that prior to the extrusion moulding the cavity between the part in the form of a sleeve
and the core element is filled with a further metal in the form of a powder or with
a metallic alloy, which has a higher work function and thermal and electrical conductivity
than the core material, in order to form an intermediate layer.
3. A method according to Claim 1 or 2, characterized in that a plurality of elements in the form of wires are twisted together in order to form
a core.
4. A method according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that prior to the extrusion moulding the cavity of a core element designed in the form
of a sleeve is filled with a powder of a metal or of a metallic alloy which has a
higher work function than the core material.
5. A method according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the jacket part, the core and/or the intermediate layer forms or form in each case
one preliminary product or a common preliminary product from a powder by means of
a pressing process, and the electrode element is produced from one or more preliminary
products by extrusion moulding.
6. A method according to Claim 5, characterized in that the preliminary product or products is or are produced by cold-isostatic pressing.
7. A method according to any one of Claims 1 to 6, characterized in that a contour is formed on the outer face of the jacket part for connexion in a positively
locking manner to a copper part in the form of a sleeve.
8. A method according to any one of Claims 1 to 7, characterized in that a cavity open on one side is formed inside the jacket part by backward impact extrusion.
9. A method according to any one of Claims 1 to 8, characterized in that the boundary layer between the surface of the core and the jacket part is formed
in a graduated mould from mixed crystals of the two metals or metallic alloys.
10. A method according to any one of Claims 1 to 8, characterized in that an intermediate layer formed from a further metal or a metallic alloy with a higher
work function than that of the core material is formed towards the core surface and
boundary layers with graduated transitions are formed towards the jacket part in each
case.
11. A method according to any one of Claims 1 to 10, characterized in that hafnium or an alloy of hafnium is used for the production of the core.
12. A method according to any one of Claims 1 to 11, characterized in that tungsten, zirconium, tantalum or an alloy of the said elements is used for the production
of the core.
13. A method according to any one of Claims 1 to 12, characterized in that silver or an alloy of silver is used for the Intermediate layer.
14. A method according to any one of Claims 1 to 13, characterized in that the core is produced with a star-shaped, annular cross-section or with a cross-section
in the form of a cross.
15. A method according to any one of Claims 1 to 14, characterized in that the electrode is produced with a plurality of cores arranged separately.
1. Procédé de fabrication d'un élément d'électrode pour un chalumeau à plasma comportant
une partie en forme de douille formant une partie de gainage, constituée d'un métal
ou d'un alliage de métal avec un travail de sortie élevé et une conductibilité électrique
thermique élevée, dans lequel au moins un élément de coeur formant l'électrode en
fait connectée en tant que cathode, constitué d'un métal ou d'un alliage de métal
est mis en place avec un travail de sortie inférieur,
caractérisé en ce que l'élément d'électrode est fabriqué par extrusion après un préchauffage à au moins
400 °C.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que, avant l'extrusion, la cavité entre la partie en forme de douille et l'élément de
coeur est remplie pour former une couche intermédiaire avec un autre métal pulvérulent
ou un alliage de métal ayant un travail de sortie supérieur à celui du matériau de
coeur et une conductibilité thermique et électrique supérieure à celle du matériau
de coeur.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, pour former un coeur, plusieurs éléments filiformes sont torsadés ensemble.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la cavité d'un élément de coeur en forme de douille est remplie, avant l'extrusion,
avec une poudre d'un métal ou d'un alliage de métal ayant un travail de sortie supérieur
à celui du matériau de coeur.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la partie de gainage, le coeur et/ou la couche intermédiaire constitués d'une poudre
forment, au moyen d'un procédé de pressage, chacun un produit préliminaire ou un produit
préliminaire commun, et sont fabriqués à partir d'un ou plusieurs produits préliminaires
par extrusion de l'élément d'électrode.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le/les produit(s) préliminaire(s) est/sont fabriqué(s) par pressage isostatique à
froid.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que sur la surface de gainage externe de la partie de gainage, un contour est formé pour
une connexion à forme finale avec une partie en cuivre en forme de douille.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que, à l'intérieur de la partie de gainage, une cavité ouverte d'un côté est formée par
extrusion en arrière.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la couche frontière entre la surface de coeur et la partie de gainage est formée
avec des gradations de cristaux mixtes des deux métaux ou alliages de métaux.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que une couche intermédiaire de la surface de coeur et de la partie de gainage, constituée
d'un autre métal ou alliage de métal avec un travail de sortie supérieur formant le
matériau de coeur, est formée de couches frontières ayant des transitions graduées.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que de l'hafnium ou un alliage d'hafnium est utilisé pour la fabrication du coeur.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que du tungstène, du zirconium, du tantale ou un alliage de ces éléments est utilisé
pour la fabrication du coeur.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que de l'argent ou un alliage d'argent est utilisé pour la couche intermédiaire.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le coeur est fabriqué avec une section transversale en forme de couronne circulaire,
en forme d'étoile, ou en forme de croix.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'électrode est fabriquée avec plusieurs coeurs agencés séparément.
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