[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Flüssigreinigen von Gegenständen gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft weiter eine Vorrichtung zum Durchführen
des Verfahrens.
[0002] Aus der WO 96/28535 ist ein Flüssigreinigungsverfahren bekannt, bei dem die zu reinigenden
Gegenstände zunächst mit einer Reinigungsflüssigkeit in Berührung gebracht werden,
die zwischen 0,01 und 80 Gew% Wasser und zwischen 99,99 und 20 Gew% eines organischen
Lösungsmittels enthält, das mit dem Wasser ein Azeotrop bildet und nach azeotropischer
Destillation eine getrennte Phase bildet. Anschliessend werden die gereinigten Gegenstände
mit einer Spülflüssigkeit in Berührung gebracht, die zwischen 99,99 - 60 Gew% Wasser
und zwischen 0,01 und 40 Gew% des gleichen organischen Lösungsmittels enthält, wobei
der Wassergehalt der Spülflüssigkeit größer ist als der der Reinigungsflüssigkeit.
Wenigstens ein Teil der für die Reinigung verwendeten Reinigungsflüssigkeit wird mit
wenigstens einem Teil der zum Spülen verwendeten Spülflüssigkeit zusammengeführt und
die vermischte Reinigungs- und Spülflüssigkeit wird einer azeotropen Destillation
unterworfen. Das Destillat separiert in eine wasserreiche Phase und eine lösungsmittelreiche
Phase. Wenigstens ein Teil der lösungsmittelreichen Phase wird der Reinigungsflüssigkeit
zugeführt und wenigstens ein Teil der wasserreichen Phase wird der Spülflüssigkeit
zugeführt. Das beschriebene Verfahren ist sowohl in seiner Durchführung als auch bezüglich
der notwendigen Vorrichtung verhältnismäßig aufwendig, da die Zusammensetzung der
lösungsmittelreichen Reinigungsflüssigkeit und der lösungsmittelarmen bzw. wasserreichen
Spülflüssigkeit, die in zumindest teilweise voneinander getrennten Kreisläufen geführt
werden, getrennt kontrolliert werden muß. Des weiteren wird für die Reinigungsflüssigkeit
eine verhältnismäßig hohe Lösungsmittelkonzentration benötigt, was zu erhöhten Kosten
führt.
[0003] In der DE 297 24 628 U1, von der im Oberbegriff des Anspruchs 1 ausgegangen wird,
ist eine Reinigungsvorrichtung beschrieben, bei der Reinigungsflüssigkeit aus einem
Vorratsbehälter einem Reinigungsbehälter bzw. einer Reinigungsvorrichtung zugeführt
wird, in der die Reinigung eines Gegenstandes erfolgt. Aus der Reinigungsvorrichtung
wird die Reinigungsflüssigkeit durch einen Filter hindurch abgezogen und einer dem
Vorratstank vorgeschalteten Abscheidekammer zugeführt. Für eine Dampfreinigung wird
die Reinigungsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter einem Verdampfer zugeführt, aus
der der Dampf in die Reinigungsvorrichtung gelangt. Der in der Reinigungsvorrichtung
kondensierende Dampf wird durch das Filter der Abscheidekammer zugeführt, von wo aus
die Flüssigkeit in den Vorratstank gelangt. Während der Zeitdauer, während der keine
Dampfreinigung erfolgt, kann die Flüssigkeit aus dem Vorratstank durch den Verdampfer
und die Kondensiervorrichtung hindurch der Abscheidekammer zugeführt und dadurch aufbereitet
werden. Eine Eigenart der bekannten Vorrichtung liegt darin, dass die Flüssigreinigung
und gegebenenfalls die Spülung aus dem gleichen Vorratstank heraus in demselben Kreislauf
erfolgen und dass die jeweils zur Reinigung bzw. Spülung verwendete Flüssigkeit unmittelbar
in einem Kreislauf geführt wird, der die Filtervorrichtung und die Abscheidekammer
enthält. Somit ist der Durchsatz an Reinigungs- bzw. Spülflüssigkeit bzw. deren Umlaufgeschwindigkeit
durch die Kapazität der Filtervorrichtung und der Abscheidevorrichtung begrenzt.
[0004] In der US 2003/0040456 A1 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem Gegenstände in einem
ersten Behälter mit einer ersten Reinigungsflüssigkeit vorgereinigt werden. Die vorgereinigten
Gegenstände kommen dann in einen zweiten Behälter, in dem sie mit einer anderen Reinigungsflüssigkeit,
gegebenenfalls unter Einwirkung von Ultraschall, nachgereinigt werden. Die zur Nachreinigung
verwendete Flüssigkeit wird durch einen Separator hindurch umgepumpt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Reinigungsverfahren und eine Vorrichtung
zu dessen Durchführung zu schaffen, das bei hoher Reinigungswirkung einfach und kostengünstig
durchführbar ist.
[0006] Der das Verfahren betreffende Teil der Erfindungsaufgabe wird mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß sind drei unterschiedliche Flüssigkeitskreisläufe vorgesehen, so
dass der Umlauf der jeweils zum Reinigen verwendeten Flüssigkeit oder der jeweils
zum Spülen verwendeten Flüssigkeit völlig unabhängig von dem Umlauf der Flüssigkeit
im dritten Kreislauf, in dem die in der Flüssigkeit enthaltene Verschmutzung entfernt
wird, gewählt werden kann. Des weiteren steht bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
ständig hochreine Spülflüssigkeit unmittelbar zur Verfügung, so dass ohne Zeitverlust
zwischen Reinigen und Spülen umgeschaltet werden kann. Die Flüssigkeitskreislaufgeschwindigkeiten
können unabhängig voneinander gewählt werden, wobei die Durchsatzkapazität der Verschmutzungsentfernungseinrichtung
kleiner sein kann als beispielsweise der Durchsatz des Reinigungskreislaufes oder
des Spülkreislaufes.
[0008] Der Anspruch 2 ist auf eine besonders vorteilhafte Flüssigkeit gerichtet.
[0009] Mit den Merkmalen der Ansprüche 3 und 4 ist eine Wiederaufbereitung der Flüssigkeit
durch Verdampfung besonders vorteilhaft möglich.
[0010] Der Anspruch 5 ist auf eine vorteilhaft in der Verschmutzungsentfernungseinrichtung
enthaltene Absetzeinrichtung gerichtet, wobei gemäß dem Anspruch 6 ein Teil der in
der Absetzeinrichtung gereinigten Flüssigkeit unmittelbar dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter
wieder zugeführt werden kann.
[0011] Mit den Merkmalen des Anspruchs 7 ist eine besonders wirksame Schmutzentfernung aus
der Reinigungsflüssigkeit möglich.
[0012] Die Ansprüche 8 bis 10 kennzeichnen vorteilhafte reinigungsaktive Flüssigkeiten.
[0013] Der die Vorrichtung betreffende Teil der Erfindungsaufgabe wird mit den Merkmalen
des Anspruchs 11 gelöst.
[0014] Die Ansprüche 12 bis 14 kennzeichnen vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0015] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der einzigen Figur dargestellten
Blockdiagramms eines Ausführungsbeispiels beispielsweise und mit weiteren Einzelheiten
erläutert.
[0016] Gemäß der einzigen Figur ist eine Reinigungskammer 10 vorgesehen, in der zu reinigende
Gegenstände 12 mittels einer Sprüheinrichtung 14 intensiv mit Flüssigkeit besprühbar
sind. Die Gegenstände 12 können während ihres Besprühens mittels geeigneter Vorrichtungen
gedreht oder sonstwie verschwenkt werden. Des weiteren kann die Reinigungskammer 10
derart gestaltet sein, dass die Gegenstände vollständig in die Flüssigkeit eintauchen
und dabei beispielsweise mit Ultraschall bestrahlt werden. Insgesamt kann die Reinigungskammer
10 jedwelchen geeigneten Aufbau haben, bei dem sichergestellt ist, dass zu reinigende
Gegenstände intensiv mit Flüssigkeit in Berührung kommen und die Flüssigkeit anschließend
einwandfrei von den zu reinigenden Gegenständen abläuft.
[0017] Weiter ist ein Reinigungsflüssigkeitsbehälter 16 vorgesehen, in dem Reinigungsflüssigkeit
18 enthalten ist. Vom Reinigungsflüssigkeitsbehälter 16 führt eine Leitung 20 über
ein erstes Ventil, eine Reinigungspumpe 22, ein weiteres Ventil und ein Durchflußmeßgerät
23 zu einem Dreiwegeventil 24, von dem aus eine Zuleitung 26 in die Reinigungskammer
10 führt.
[0018] Aus der Reinigungskammer 10 führt eine Ableitung 28 über ein weiteres Dreiwegeventil
30 zu einer Leitung 32, die über ein Filter 34 mit einer Feinheit von beispielsweise
je nach Anwendung zwischen 3 und 50 µm in den Reinigungsflüssigkeitsbehälter 16 führt.
[0019] Ein Spülflüssigkeitsbehälter 36, der Spülflüssigkeit 38 enthält, ist über eine Leitung
40, die durch ein erstes Ventil, eine Spülpumpe 42, ein weiteres Ventil, ein Feinfilter
44, beispielsweise ein Kartuschenfilter mit einer Feinheit von 25 µ, und ein Durchflußmeßgerät
46 mit dem Dreiwegeventil 24 verbunden. Von dem Dreiwegeventil 30 führt eine Leitung
47 durch ein Filter 48 mit einer Feinheit von beispielsweise 500 µ in den Spülflüssigkeitsbehälter
36. Der Spülflüssigkeitsbehälter 36 ist zusätzlich über eine im Bereich seines Flüssigkeitspegels
aus ihm führende Verbindungsleitung 49 mit dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter 16 verbunden.
[0020] Der Druck in den Leitungen 20 bzw. 40 kann mit Druckmeßgeräten 50 bzw. 51 gemessen
werden.
[0021] Der Druckabfall im Feinfilter 44 kann mittels eines Differenzdruckgebers 52 gemessen
werden, so dass das Filter überwacht und rechtzeitig ausgetauscht werden kann.
[0022] Aus dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter 16 führt über zwei in unterschiedlicher Höhe
angeordnete, mit jeweils einem Ventil ausgerüstete Anschlüsse eine Rückleitung 54
durch eine Rücklaufpumpe 56 und ein Teilchenfilter 58 mit einer Feinheit von beispielsweise
10 µ und ein weiteres Ventil in einen Absetz- bzw. Abscheidebehälter 60 an sich bekannten
Aufbaus mit einer Zulaufkammer 62, einer Absetzkammer 64, einer Vorkammer 66 und einer
Überlaufkammer 68. Aus der Überlaufkammer 68 führt im dargestellten Beispiel, in dem
sich der Abscheidebehälter 60 auf einem Niveau oberhalb des Reinigungsflüssigkeitsbehälters
16 befindet, eine Umlaufleitung 70 in den Reinigungsflüssigkeitsbehälter 16. Eine
weitere Leitung 72 führt durch ein Ventil und eine Pumpe 74 in einen Verdampfer 76
mit einer Verdampfungskammer 78 und einer Destillationskammer 80. Eine in der Verdampfungskammer
78 enthaltene Heizeinrichtung ist nicht dargestellt.
[0023] Aus der Destillatkammer 80 führt eine Leitung 82 durch ein Ventil und eine Pumpe
84 in den Spülflüssigkeitsbehälter 36.
[0024] Ein Nachfüllbehälter 86 ist mit dem Spülflüssigkeitsbehälter 38 über eine ein Ventil
enthaltende Leitung 88 verbunden.
[0025] Aus der Absetzkammer 64 führt eine Leitung 88 und aus der Verdampfungskammer 78 führt
eine Leitung 90 in einen Schmutzflüssigkeitsbehälter 92.
[0026] Zur Steuerung der Pumpen und Ventile dient eine elektronische Steuereinrichtung 94
mit einem Mikroprozessor 96 und Speichereinrichtungen 98 und 100, deren Eingänge 102
mit in dem beschriebenen System enthaltenen Sensoren, wie den Druckmeßgeräten 48,
50 und 52, den Durchflußmeßgeräten 23 und 46 sowie weiteren, nicht dargestellten Sensoren,
wie Temperatursensoren usw., verbunden sind, und dessen Ausgänge 104 mit den Ventilen
und Pumpen verbunden sind.
[0027] Die beschriebene Vorrichtung bzw. das beschriebene System arbeitet beispielsweise
folgendermaßen:
[0028] Der Spülflüssigkeitsbehälter 38 wird mit reinigungsaktiver Flüssigkeit gefüllt, bis
durch die den Spülflüssigkeitsbehälter 36 mit dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter 16
verbindende Verbindungsleitung 49 hindurch auch der Reinigungsflüssigkeitsbehälter
16 mit der reinigungsaktiven Flüssigkeit gefüllt ist. Als reinigungsaktive Flüssigkeit
dient vorzugsweise eine Flüssigkeit, die mehr als 60% Wasser und wenigstens eine organische
Komponente mit wenigstens einer Art von Molekülen mit lipophilen und hydrophilen Komponenten
enthält.
[0029] Die gesamte Befüllung kann über den Nachfüllbehälter 86 geschehen, in dem ein Nachfüllvorrat
an reinigungsaktiver Flüssigkeit verbleibt.
[0030] Durch Ansteuerung der Pumpe 22 sowie der optional vorgesehenen nichtbezifferten Ventile
und der Dreiwegeventile 24 und 28 wird aus dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter 16 Reinigungsflüssigkeit
18 zur Reinigung der Gegenstände 12 der Reinigungskammer 10 zugeführt. Diese Reinigungsflüssigkeit
läuft während des Reinigungsprozesses um. Der Umlauf wird mittels des Durchflußmeßgerätes
23 und des Druckmeßgerätes 50 überwacht, so dass in der Reinigungskammer 10 ein zweckentsprechender
Flüssigkeitsdurchsatz vorhanden ist.
[0031] Nach Beendigung der Reinigung, die abhängig von den Gegenständen und deren Verschmutzung
zeitgesteuert erfolgen kann, werden die Dreiwegeventile 24 und 28 umgeschaltet und
wird unter entsprechender Öffnung der nicht bezifferten Ventile die Spülpumpe 42 in
Betrieb gesetzt, woraufhin die gereinigten Gegenstände 12 intensiv gespült werden.
Die Spülflüssigkeit läuft zwischen dem Spülflüssigkeitsbehälter 36 und der Spülkammer
10 um. Die Spülung wird mittels des Durchflußmeßgerätes 46 und der Druckgeber 5 und
52 kontrolliert. Das Feinfilter 44 wird ausgewechselt, wenn der Druckgeber 52 einen
über einem Schwellwert liegenden Differenzdruck, der von dem mit dem Durchflußmeßgerät
46 gemessenen Flüssigkeitsdurchsatz abhängt, einen Schwellwert übersteigt.
[0032] Vorteilhafterweise auch während der Reinigung und/oder Spülung erfolgt eine Wiederaufbereitung
der Reinigungsflüssigkeit 18, indem diese mit einem zweckentsprechenden Durchsatz
aus dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter 16 mittels der Pumpe 56 abgepumpt wird und
nach Vorreinigung in dem Teilchenfilter 58 (das bei Bedarf ersetzt wird) dem Abscheidebehälter
60 zugeführt wird. In dem Abscheidebehälter 60 läuft sich oben in der Zulaufkammer
62 absetzende schmutzreiche Flüssigkeit über und sammelt sich in der Absetzkammer
64, aus der sie dem Schmutzflüssigkeitsbehälter 92 zugeführt wird. Es versteht sich,
dass der Abscheidebehälter 60 bei Schmutz, der gravimetrisch schwerer ist als die
reinigungsaktive Flüssigkeit ist, derart konstruiert sein kann, dass sich am Boden
des Abscheidebehälters absetzender Schmutz abgezogen wird. Ein Teil der sich in der
Überlaufkammer 68 sammelnden, von gravimetrisch abscheidbarem Schmutz befreiten Flüssigkeit
gelangt durch die Umlaufleitung 70 zurück in den Reinigungsflüssigkeitsbehälter 16.
[0033] Zu weiteren Reinigung der in der Überlaufkammer 68 befindlichen Flüssigkeit von gravimetrisch
nicht absetzbarem Schmutz wird die Flüssigkeit dem Destillator bzw. Verdampfer 76
zugeführt, von wo aus das Kondensat nach Verdampfung dem Spülflüssigkeitsbehälter
36 erneut zugeführt wird.
[0034] Mit der beschriebenen Vorrichtung wird eine einzige reinigungsaktive Flüssigkeit
für die Reinigung und Spülung zu reinigender Gegenstände verwendet, wobei die Reinigungsflüssigkeit
in einem vom Reinigungs- und Spülprozess getrennten Kreisprozess von Verschmutzung
befreit und einer erneuten Verwendung zugeführt wird. Es versteht sich, dass die Art
und Konzentration der organischen Komponente(n) derart ist, dass nach Abtropfen und
Abtrocknen der Spülflüssigkeit zumindest annähernd keine Rückstände auf den gereinigten
Oberflächen verbleiben.
[0035] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann in unterschiedlichster Weise abgeändert werden,
wobei der beschriebene Prozeß dann entsprechend modifiziert abläuft. Beispielsweise
kann die Umlaufleitung 70 entfallen, so dass die gesamte von Verschmutzung befreite
reinigungsaktive Flüssigkeit zunächst dem Spülflüssigkeitsbehälter 36 zugeführt wird
und von dort über die Verbindungsleitung 93 in den Reinigungsflüssigkeitsbehälter
16 strömt. Die Absetzeinrichtung kann entfallen oder umgangen werden, indem eine Leitung
direkt vom Reinigungsflüssigkeitsbehälter zum Destillator bzw. Verdampfer 76 führt.
[0036] Je nach Niveau, auf dem sich die unterschiedlichen Behälter befinden, müssen in den
zwischen ihnen geführten Leitungen Pumpen vorgesehen sein. Einzelne der Filter können
fehlen oder es können zusätzliche Filter vorgesehen sein. Das vorteilhaft aus dem
Abscheidebehälter 60 und dem Verdampfer bzw. Destillator 76 zusammengesetzte Schmutzentfernungssystem
kann jedwelchen anderen geeigneten Aufbau haben. Der Energiebedarf des Destillators
76 kann dadurch herabgesetzt werden, dass unter Unterdruck gearbeitet wird. Ein dafür
notwendiges Vakuumsystem ist nicht eingezeichnet.
[0037] Die Reinigungskammer 10 kann mit einer Temperiereinrichtung versehen sein, so dass
die Reinigungstemperatur und die Spültemperatur unterschiedlich eingestellt werden
können. Es kann auch eine von der Reinigungskammer getrennte Spülkammer vorhanden
sein, so dass beispielsweise bereits gereinigte Gegenstände gespült werden können,
während ungereinigte Gegenstände gereinigt werden.
[0038] Die geschlossene Prozessführung und der geschlossene Umlauf insgesamt nur einer Flüssigkeit
(die unverschmutzte Reinigungsflüssigkeit und die unverschmutzte Spülflüssigkeit haben
im wesentlichen identische Zusammensetzungen) ermöglicht eine einfache Prozeßführung
und das Arbeiten mit geringstmöglichen Flüssigkeitsverlusten. Unvermeidlicher Verlust
an reinigungsaktiver Flüssigkeit dadurch, dass der in den Filtern abgeschiedene Schmutz
und die in den Schmutzflüssigkeitsbehältern 92 gelangende verschmutzte Flüssigkeit
auch Wasser und die organische Komponente der reinigungsaktiven Flüssigkeit enthält,
werden aus dem Nachfüllbehälter 86 heraus ersetzt. Es versteht sich, dass die Zusammensetzung
der in Umlauf befindlichen reinigungsaktiven Flüssigkeit kontrolliert werden kann,
so dass im Bedarfsfall nur die organische Komponente der reinigungsaktiven Flüssigkeit
oder das Wasser ersetzt werden kann. Der Nachfüllbehälter 86 wird dazu entsprechend
modifiziert und beispielweise durch einen Behälter mit Organik und einen weiteren
Behälter mit Wasser ergänzt.
[0039] Für den Reinigungsflüssigkeitsbehälter 16 und den Spülflüssigkeitsbehälter 36 können
getrennte Schmutzentfernungskreisläufe vorgesehen sein. Ebenso können der Reinigungsflüssigkeitsbehälter
16 und der Spülflüssigkeitsbehälter 36 getrennt voneinander mit der gleichen Reinigungsflüssigkeit
beschickt werden.
[0040] Von entscheidendem Einfluß auf die Wirksamkeit der Reinigung ist die Zusammensetzung
der reinigungsaktiven Flüssigkeit. Hier hat sich als besonders vorteilhaft die Verwendung
einer reinigungsaktiven Flüssigkeit erwiesen, die aus Wasser und einer organischen
Komponente mit Molekülen mit lipophilen und hydrophilen Gruppen erwiesen, wobei die
organische Komponente im Hinblick auf eine gute Lösung der entsprechenden Schmutzanteile
an den zu reinigenden Gegenständen 12 gewählt ist. Die organische Komponente kann
aus unterschiedlichen Bestandteilen bzw. Molekülen zusammengesetzt sein. Weiter ist
die organische Komponente vorteilhafterweise derart, dass sie in Wasser innerhalb
bestimmter Konzentrationsbereiche und Temperaturbereiche vollständig löslich ist,
in der vorhandenen Konzentration bei der in der Reinigungskammer 10 herrschenden Temperatur
jedoch mit Wasser nicht mischbar ist, so dass die reinigungsaktive Flüssigkeit während
der Reinigung im Zustand einer Mischungslücke vorhanden ist, so dass in einer wasserreichen
kontinuierlichen Phase Tröpfchen einer organikreichen Phase vorliegen. Die erfindungsgemäß
vorteilhaft verwendete reinigungsaktive Flüssigkeit bildet somit bei entsprechender
mechanischer Agitation eine Emulsion Organik in Wasser, d.h., sie enthält insgesamt
mehr Wasser als Organik. Dieser Zustand wird während der Reinigung und der Spülung
bevorzugt aufrechterhalten, indem bei in die Flüssigkeit eintauchenden Gegenständen
intensiv gerührt, umgewälzt, mit Ultraschall beaufschlagt oder sonst wie agitiert
wird. Eine solche reinigungsaktive Flüssigkeit hat überraschenderweise eine Reinigungskraft,
die erheblich höher ist als es der geringen Konzentration der organischen Komponente
entspricht. Das ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass die organikreichen
Tröpfchen aufgrund ihrer Oberflächenspannung beim Aufprall auf die zu reinigende Oberfläche
eine mechanische Wirkung entfalten und zusätzlich an der Oberfläche wirken wie eine
100%ige organische Komponente. Insgesamt wird die Oberflächenspannung der Flüssigkeit
durch die organikreichen Tröpfchen abgesenkt und besitzt die reinigende Flüssigkeit
aufgrund der kleinen Tröpfchen eine sehr grosse Gesamtoberfläche. Der hohe Wasseranteil
der reinigungsaktiven Flüssigkeit löst zusätzlich anorganische Schmutzkomponenten.
[0041] Die Abscheidung des Schmutzes aus der reinigungsaktiven Flüssigkeit erfolgt besonders
wirksam, wenn die reinigungsaktive Flüssigkeit in dem Abscheidebehälter 60 infolge
einer dort von der in der Reinigungskammer 10 herrschenden Temperatur unterschiedlichen
Temperatur nicht im Zustand der Mischungslücke vorliegt. Der von dem organikreichen
Tröpfchen gelöste Schmutz setzt sich dann insgesamt an der Oberfläche der echten Mischung
bzw. Lösung ab (oder, wenn er gravimetrisch schwerer ist als die reinigungsaktive
Flüssigkeit am Boden des Behälters 60), so dass er wirksam abgezogen werden kann.
Je nachdem, ob die Mischungslücke bei einer Temperaturabsenkung oder einer Temperaturerhöhung
endet, ist der Abscheidebehälter 60 und/oder die Reinigungskammer 10 mit einer zweckentsprechenden
Temperiereinrichtung versehen.
[0042] Für die Destillationsreinigung in dem Verdampfer 76 ist es besonders vorteilhaft,
wenn die organische Komponente mit dem Wasser ein Azeotrop bildet und der Gehalt der
organischen Komponente in dem Wasser der von dem bei der Verdampfung herrschenden
Druck abhängigen azeotropen Zusammensetzung entspricht. In diesem Fall hat der Dampf
die gleiche Zusammensetzung wie die Flüssigkeit, so dass bei der Verdampfung keine
Konzentrationsänderung erfolgt, also die Flüssigkeit in der Verdampfungskammer 78
die gleiche Zusammensetzung hat wie die sich in der Destillatkammer 80 bildende Flüssigkeit.
Der Verdampfer 76 kann dann kontinuierlich arbeiten. Aus Energieeinsparungsgründen
ist es vorteilhaft, wenn die Verdampfung bei unter dem Atmosphärendruck liegenden
Druck durchgeführt wird, auf den die Konzentrationen abgestimmt sind.
[0043] Folgende organische Komponenten haben sich als vorteilhaft herausgestellt:
R
1 - [X
n] - R
3
wobei
R
1 und R
3 jeweils unabhängig von einander steht für H, CH
3, C
2H
5, geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte C
3 bis C
18 Alkylgruppen, in denen eine oder mehrere nicht benachbarte CH
2-, CHR- oder CR
2-Gruppen durch - O - ersetzt sein können, Hydroxy, Imido, worin der Wasserstoff durch
gesättigte oder ungesättigte C
1 bis C
8 Alkylgruppen ersetzt sein kann, gesättigte oder ungesättigte cyclische C
3 bis C
6-Gruppen, in denen eine oder mehrere nicht benachbarte CH
2-, CHR- oder CR
2-Gruppen durch - O - ersetzt sein können;
[X
n] steht für - O -, - C(=O) -, - C(=O)-O -, - C(=O)-R -, - NH -; NR-, - N(OH) -, geradkettige
oder verzweigte C
2 bis C
8 Alkylgruppen, in denen eine oder mehrere nicht benachbarte CH
2-, CHR- oder CR
2-Gruppen durch - O - ersetzt sein können;
n für ganze Zahlen von 1, 2, 3, etc. steht.
[0044] Vorteilhaft wird mit Konzentrationen zwischen etwa 5 und etwa 40 Gew. % Organik gearbeitet;
noch vorteilhafter mit Konzentrationen zwischen 10 und 20 Gew. %. Die in der Reinigungskammer
10 herrschenden Temperaturen liegen vorteilhafterweise zwischen 30°C und 60°C, noch
vorteilhafter zwischen 40°C und 50°C.
[0045] Folgende Verschmutzungen werden mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beispielsweise
sehr wirksam entfernt:
[0046] Fette, Öle, Metallbearbeitungsfluids, Bohr- und Schneidöle, Lepp- und Polierpasten,
Trennmittel, Harze, Flussmittel, Salze, Aktivatoren, Korrosionschutzfluids, Silikonöle,
Wachse, Konservierungsmittel. Löthilfsmittel, Kühl- und Schmierstoffe usw., wobei
die organische(n) Komponente(n) auf diese Verschmutzungen abgestimmt werden.
[0047] Zu reinigende Gegenstände sind beispielsweise:
[0048] Präzisionsteile, feinmechanische Bauteile, elektronische Baugruppen, optische Präzisionsteile
(z.B. Linsen), Motorenteile, Steuerungen, Bauteile aus Luft- und Raumfahrt, Oberflächen
zur Vorbereitung von Löt-, Klebe- und Bondverbindungen usw.
[0049] Vorteilhaft wird beispielsweise mit einer reinigungsaktiven Flüssigkeit entsprechend
der nachfolgenden Tabelle gearbeitet, in der der bei der Verdampfung herrschende Druck
der jeweiligen organischen Komponente (Stoff) in mbar, die jeweilige Verdampfungstemperatur
in °C, und der jeweilige der azeotropen Zusammensetzung entsprechende Gehalt des Stoffes
in Wasser in Gewichtsprozenten angegeben ist.
| Druck [mbar] |
Stoff |
Temperatur [°C] |
Gehalt [%] |
| 100 |
PnP |
44 |
34,5 |
| |
PnB |
44 |
14,3 |
| |
DPnP |
45 |
2,6 |
| |
DPnB |
45 |
0,9 |
| |
| 1013 |
PnP |
97 |
40,1 |
| |
PnB |
98 |
30,3 |
| |
DPnP |
99 |
8,9 |
| |
DPnB |
99 |
3,7 |
[0050] Dabei bedeutet:
PnP Propylenglycolmono-n-propylether
PnB Propylenglycolmono-n-butylether
DPnP Dipropylenglycolmono-n-propylether
DPnB Dipropylenglycolmono-n-butylether
[0051] Erfindungsgemäß kann mit reinigungsaktiven Flüssigkeiten gearbeitet werden, die vollständig
frei von Tensiden oder sonstigen reinigungsaktiven Bestandteilen sind, die sich infolge
einer chemischen Reaktion mit zu entfernendem Schmutz verbrauchen und daher nicht
durch einfache physikalisch chemische Vorgänge rezykliert bzw. aufbereitet werden
können. Es versteht sich, dass der reinigungsaktiven Flüssigkeit geringe Mengen an
Korrosionsinhibitoren, Entschäumern, Ablaufadditiven und/oder Reinigungsboostern von
beispielsweise weniger als insgesamt 2 Gewichtsprozenten zugesetzt sein können.
[0052] Für die beschriebenen Verfahrens- und Vorrichtungsmerkmale wird Schutz sowohl einzeln
als auch in unterschiedlichen Kombinationen beansprucht. Dort wo Bereiche angegeben
oder beansprucht werden, wird auch jeder Teilbereich der angegebenen Bereiche beansprucht.
Bei Verbindungsklassen wird auch jedes Element beansprucht. Die Anmelderin behält
sich vor, für die energetisch günstige Unterdruckverdampfung Schutz an sich zu beanspruchen.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 10
- Reinigungskammer
- 12
- Gegenstände
- 14
- Sprüheinrichtung
- 16
- Reinigungsflüssigkeitsbehälter
- 18
- Reinigungsflüssigkeit
- 20
- Leitung
- 22
- Reinigungspumpe
- 23
- Durchflußmeßgerät
- 24
- Dreiwegeventil
- 26
- Zuleitung
- 28
- Ableitung
- 30
- Dreiwegeventil
- 32
- Leitung
- 34
- Filter
- 36
- Spülflüssigkeitsbehälter
- 38
- Spülflüssigkeit
- 40
- Leitung
- 42
- Spülpumpe
- 44
- Feinfilter
- 46
- Durchflußmeßgerät
- 47
- Leitung
- 48
- Filter
- 49
- Verbindungsleitung
- 50
- Druckmeßgerät
- 51
- Druckmeßgerät
- 52
- Differenzdruckgeber
- 54
- Rückleitung
- 56
- Rücklaufpumpe
- 58
- Teilchenfilter
- 60
- Abscheidebehälter
- 62
- Zulaufkammer
- 64
- Absetzkammer
- 66
- Vorkammer
- 68
- Überlaufklammer
- 70
- Umlaufleitung
- 72
- Leitung
- 74
- Pumpe
- 76
- Verdampfer
- 78
- Verdampfungskammer
- 80
- Destillationskammer
- 82
- Leitung
- 84
- Pumpe
- 86
- Nachfüllbehälter
- 88
- Leitung
- 90
- Leitung
- 92
- Schmutzflüssigkeitsbehälter
- 93
- Verbindungsleitung
- 94
- Steuereinrichtung
- 96
- Mikroprozessor
- 98
- Speicher
- 100
- Speicher
- 102
- Eingänge
- 104
- Ausgänge
1. Verfahren zum Flüssigreinigen von Gegenständen, bei welchem Verfahren die Gegenstände
in einem Reinigungsschritt mit einer Reinigungsflüssigkeit und in einem nachfolgenden
Spülschritt mit einer Spülflüssigkeit in Berührung gebracht werden, wobei die Reinigungsflüssigkeit
und die Spülflüssigkeit zumindest annähernd gleich zusammengesetzt sind, die Reinigungsflüssigkeit
und die Spülflüssigkeit umlaufend geführt und nach Entfernen von Verschmutzungen den
Gegenständen erneut zugeführt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Reinigungsflüssigkeit in einem ersten Kreislauf zum Flüssigreinigen einem Reinigungsflüssigkeitsbehälter
entnommen und nach der Flüssigreinigung der Gegenstände dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter
wieder zugeführt wird,
die Spülflüssigkeit einem zweiten Kreislauf zum Spülen einem Spülflüssigkeitsbehälter
entnommen und nach Spülung der gereinigten Gegenständen dem Spülflüssigkeitsbehälter
wieder zugeführt wird, und
die Reinigungsflüssigkeit in einem dritten Kreislauf dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter
entnommen, durch eine Verschmutzungsentfernungseinrichtung (60, 76) hindurchgleitet
und zumindest teilweise dem Spülflüssigkeitsbehälter zugeführt und aus diesem dem
Reinigungsmittelbehälter zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsund die Spülflüssigkeit durch eine reinigungsaktive Flüssigkeit gebildet
sind, die Wasser und eine organische Komponente mit Molekülen mit lipophilen und hydrophilen
Gruppen derart und in einer Konzentration enthält, dass die organische Komponente
in gewissen Konzentrationen in Wasser löslich ist und die reinigungsaktive Flüssigkeit
bei der bei der Reinigung herrschenden Temperatur im Zustand einer Mischungslücke
mit einer wasserreichen kontinuierlichen Phase und darin enthaltenen Tröpfchen einer
organikreichen Phase vorliegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die reinigungsaktive Flüssigkeit azeotrop ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die reinigungsaktive Flüssigkeit zur Entfernung von in ihr enthaltenen Verschmutzungen
verdampft wird und die Zusammensetzung der von dem bei der Verdampfung herrschenden
Druck abhängigen azeotropen Zusammensetzung entspricht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die reinigungsaktive Flüssigkeit zur Entfernung von in ihr enthaltenen Verschmutzungen
durch eine Absetzeinrichtung (60) geführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der reinigungsaktiven Flüssigkeit nach Durchströmen der Absetzeinrichtung
(60) unmittelbar dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter (16) zugeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die reinigungsaktive Flüssigkeit beim Durchströmen der Absetzeinrichtung (60) eine
Temperatur hat, bei der sie eine echte Mischung bildet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die reinigungsaktive Flüssigkeit einen Wassergehalt von wenigstens 60 Gew% hat.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Komponente wenigstens einen der durch die nachfolgende allgemeine
Formel beschriebenen Bestandteile hat:
R1 - [Xn] - R3
wobei
R1 und R3 jeweils unabhängig von einander steht für H, CH3, C2H5, geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte C3 bis C18 Alkylgruppen, in denen eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-, CHR- oder CR2-Gruppen durch - O - ersetzt sein können, Hydroxy, Imido, worin der Wasserstoff durch
gesättigte oder ungesättigte C1 bis C8 Alkylgruppen ersetzt sein kann, gesättigte oder ungesättigte cyclische C3 bis C6 Gruppen, in denen eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-, CHR- oder CR2-Gruppen durch - O - ersetzt sein können;
[Xn] steht für - O -, - C(= O) -, - C(=O)-O, - C(=O)-R -, - NH -, NR -, - N(OH) -, geradkettige
oder verzweigte C2 bis C8 Alkylgruppen, in denen eine oder mehrere nicht benachbart CH2-, CHR- oder CR2-Gruppen durch - O - ersetzt sein können;
n für ganze Zahlen von 1, 2, 3, etc. steht.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Komponente wenigstens einen der Bestandteile PnP, PnB, DPnP und DPnB
enthält.
11. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, enthaltend
eine Reinigungskammer (10),
eine Spülkammer (10)
einen Reinigungsflüssigkeitsbehälter (16),
einen Spülflüssigkeitsvorratsbehälter (36),
eine Verschmutzungsentfernungseinrichtung (60, 76) zum Entfernen von Verschmutzungen
aus der reinigungsaktiven Flüssigkeit,
eine Reinigungspumpe (22) zum Pumpen von Reinigungsflüssigkeit aus dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter
in die Reinigungskammer,
eine Spülpumpe (42) zum Pumpen von Spülflüssigkeit aus dem Spülflüssigkeitsvorratsbehälter
in die Spülkammer (10),
eine Einrichtung (30, 32, 47) zum Leiten der reinigungsaktiven Flüssigkeit aus
der Reinigungskammer (10) in den Reinigungsflüssigkeitsbehälter (16) während des Reinigens
und aus der Spülkammer (10) in den Spülflüssigkeitsbehälter (36) während des Spülens,
eine Einrichtung (56; 74) zum Leiten von Reinigungsflüssigkeit aus dem Reinigungsflüssigkeitsbehälter
durch eine Verschmutzungsentfernungseinrichtung (60, 76) und Rückleiten wenigstens
eines Teils der gereinigten Flüssigkeit in den Spülflüssigkeitsbehälter und von dort
in den Reinigungsflüssigkeitsbehälter.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungskammer (10) und die Spülkammer (10) identisch sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine vom Spülflüssigkeitsbehälter (36) zum Reinigungsflüssigkeitsbehälter (16) führende
Leitung (49) als Überlaufleitung ausgebildet ist und in der Verschmutzungsentfernungseinrichtung
vom Schmutz befreite reinigungsaktive Flüssigkeit zumindest teilweise dem Spülflüssigkeitsbehälter
(36) zugeführt wird.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, gekennzeichnet durch eine Nachfülleinrichtung (86, 88) zum Ersetzen von verbrauchter reinigungsaktiver
Flüssigkeit oder von deren Bestandteilen.