[0001] Die Erfindung betrifft einen Eisenbahn-Silowagen fur den Transport von schüttbaren
Lebensmitteln, wie z.B. Getreide, Reis, Kaffee etc. mit mehreren in Fahrtrichtung
hintereinander auf einem Untergestell angeordneten, die Lebensmittel aufnehmenden
Silos, die jeweils mit verschließbaren Beladeoffnungen und Auslaufstutzen versehen
sind
[0002] Derartige Eisenbahn-Silowagen sind mit Silos versehen, die aus normalem, nicht rostfreien
Stahl oder aus NE-Metallen hergestellt sind und deren Innenräume mit lebensmitteltauglichen
Beschichtungen versehen sind, die verhindern sollen, dass die Lebensmittel mit dem
Werkstoff der Silos unmittelbar in Berührung kommen. Es hat sich aber gezeigt, dass
beispielsweise beim Entladen der Silos die Lebensmittel nicht vollstandig aus dem
Auslaufstutzen auslaufen, sondern von Bedienungspersonal mit schweren Hammerschlagen
auf die Seitenwände der Silos verbleibende Lebensmittelreste von den Wandungen der
Silos losgeklopft werden. Hierdurch entstehen Risse und Abblatterungen in den Innenbeschichtungen
der Silos, wodurch die Lebensmittel verunreinigt werden. An denjenigen Stellen, wo
die Beschichtungen beschädigt worden sind, entsteht Korrosion, wodurch ebenfalls die
Qualität der Lebensmittel verschlechtert werden kann Das Ergebnis ist, dass mit vergleichsweise
hohem Wartungsaufwand die Innenbeschichtungen der Silos immer wieder erneuert bzw.
repariert werden mussen, um die darstellten Nachteile zu vermeiden.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Eisenbahn-Silowagen der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei dem während der gesamten Einsatzdauer des Siloswagens
eine Verunreinigung der Lebensmittel durch Bestandteile einer Innenbeschichtung oder
durch Rost von den Innenwänden der Silos zuverlässig vermieden werden kann
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemaß dadurch gelöst, dass die Silos, die Bestandteile
der Beladeöffnungen und die Auslaufstutzen aus lebensmitteltauglichem Edelstahl bestehen.
[0005] Durch diesen Materialeinsatz ist von vorn herein jegliche Korrosion an denjenigen
Teilen, die mit den Lebensmitteln in Berührung kommen, ausgeschlossen Hierdurch wird
eine Innenbeschichtung der Silos entbehrlich, so dass insoweit auch kein erhöhter
Wartungs- oder Reparaturaufwand fur die Instandhaltung einer Beschichtung anfallt,
da sämtliche mit den Lebensmitteln in Berührung kommenden Teile der Silos keinerlei
Korrosion unterliegen
[0006] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in denen einer bevorzugte Ausfuhrungsform
der Erfindung beispielsweise veranschaulicht ist.
[0007] In den Zeichnungen zeigen
- Fig 1:
- Ein Eisenbahn-Silowagen in Seitenansicht;
- Fig 2
- eine Draufsicht auf einen Eisenbahn-Silowagen;
- Fig. 3:
- einen Schnitt entlang der Linie A-A in Fig 2
- Fig 4:
- einen Ausschnitt aus einem Randbereich einer Einfüllöffnung mit Deckel;
- Fig 5
- einen Schnitt durch einen unteren Bereich des Silos im Bereich seiner Auslauföffnung
und seines Auslaufstutzens und
- Fig. 6.
- eine Seitenansicht eines Auslaufstutzens mit der Betätigungsmechanik des Auslaufschiebers.
[0008] Ein Eisenbahn-Silowagen 1 besteht aus mehreren in Fahrtrichtung hintereinander auf
einem Untergestell 2 angeordneten, Lebensmittel aufnehmenden Silos 3, die jeweils
mit verschließbaren Beladeöffnungen 4 und Auslaufstutzen 5 versehen sind, wobei die
Silos 3, die Bestandteile der Beladeöffnungen 4 und die Auslaufstutzen 5 aus lebensmitteltauglichem
Edelstahl bestehen Sämtliche mit den Lebensmitteln während des Beladens, des Transportes,
der Lagerung und der Entladung der Silos 3 in Berührung gelangenden Bestandteile der
Silos 3 bestehen aus lebensmitteltauglichem Edelstahl.
[0009] Die Silos 3 sind in ihren Querschnitten in ihren oberen Bereichen 6 im wesentlichen
quadratisch oder rechteckig gestaltet In ihren unteren Bereichen 7 sind die Silos
3 rund ausgebildet.
[0010] Die Beladeöffnungen 4 sind rechteckig gestaltet und verlaufen in Längsrichtung des
Eisenbahn-Silowagens 1. Die Beladeöffnungen 4 sind mit Leitblechen 8 versehen, über
die die Lebensmittel in den Innenräumen 9 der Silos 3 gleichmäßig verteilt werden.
Die Beladeöffnungen 4 sind mit ihnen angepassten Deckeln 10 versehen, die die Beladeöffnungen
4 in geschlossenem Zustand abdichten und mit einer umlaufenden Gummidichtung 11 überkragen.
Die Deckel 10 sind ihrerseits mit Lüftungsöffnungen 12 zur Vermeidung von Schwitzwasser
versehen. Die Beladeöffnungen 4 sind allseitig von begehbaren Gitterrosten 13 umgeben,
die mit einer Aufstiegsleiter 14 verbunden sind Jeder Silo 3 ist mit einer in ihn
bis in seinen unteren Bereich 7 hineinragenden Innenleiter 15 versehen.
[0011] Die Silos 3 sind an ihren Unterseiten 16 mit Auslauföffnungen 17 versehen, die ihrerseits
einen ihre lichte Weite regelnden Auslaufschieber 18 aufweist. An den Auslauföffnungen
17 sind die Auslaufstutzen 5 angeordnet, die um mindestens 180° schwenkbar an einem
Drehkranz 19 gelagert sind. Jeder Auslaufschieber 18 ist mit jeweils zwei anderer
gegenüber an den Längsseiten des Eisenbahn-Silowagens 1 angeordneten Handrädern 20
zu betätigen, die über ein Getriebe 21 mit dem Auslaufschieber 18 verbunden sind.
Jeder Auslaufstutzen 5 ist an seinem äußeren Ende mit einem Schmutzschutzdeckel 22
versehen, der in seiner Verschlussstellung mit einer Sperrklinke 23 gehaltert ist
Sowohl die Schmutzschutzdeckel 22 wie auch die Deckel 10 der Beladeöffnungen 4 können
mit Vorrichtungen zur Aufnahme von Plomben versehen sein, um gegen eine Öffnung durch
Unbefugte gesichert zu sein. Ferner kann auch die Aufstiegsleiter 14 mit einem verschließbaren
Sperrgitter ausgestattet sein, um einen Aufstieg von Unbefugten auf den Eisenbahn-Silowagen
1 zu verhindern
[0012] Zum Beladen des Silowagens 1 werden die Deckel 10 der Beladeöffnungen 4 geöffnet
und das jeweilige Lebensmittel in die Silos 3 eingefüllt. Dabei verteilen die Leitbleche
8 die einlaufenden Lebensmittel gleichmäßig in den Innenräumen 9 der Silos 3, bis
diese vollständig gefüllt sind. Danach werden die Deckel 10 wieder geschlossen und
die Lebensmittel an ihren Bestimmungsort verbracht. Zum Entladen der Silos 3 werden
über die Handräder 20 die Auslaufschieber 18 soweit betätigt, dass die Lebensmittel
aus den Auslaufstutzen 5 in der gewunschten Menge auslaufen. Die Auslaufschieber 18
konnen stufenlos die Auslauföffnungen von ganz geschlossen bis ganz geöffnet steuern
Durch die Schwenkbarkeit der Auslaufstutzen 5 kann das auslaufende Lebensmittel in
die gewünschte Richtung gesteuert werden. Wenn beim Entladen Reste der Lebensmittel
in den Silos 3 hangen bleiben, kann das Bedienungspersonal über die Innenleitern 15
in die Silos einsteigen und eine vollständige Entleerung und Reinigung herbeiführen
1. Eisenbahn-Silowagen fur den Transport von schüttbaren Lebensmitteln wie z.B. Getreide,
Reis, Kaffee etc. mit mehreren in Fahrtrichtung hintereinander auf einem Untergestell
angeordneten, die Lebensmittel aufnehmenden Silos, die jeweils mit verschließbaren
Beladeöffnungen und Auslaufstutzen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Silos (3), die Bestandteile der Beladeoffnungen (4) und die Auslaufstutzen (5)
aus lebensmitteltauglichem Edelstahl bestehen.
2. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche mit den Lebensmitteln während des Beladens, des Transportes, der Lagerung
und der Entladung der Silos (3) in Berührung gelangenden Bestandteile der Silos (3)
aus lebensmitteltauglichem Edelstahl bestehen
3. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Silos (3) in ihren Querschnitten in ihren oberen Bereichen (6) im wesentlichen
quadratisch oder rechteckig und in ihren unteren Bereichen (7) rund ausgebildet sind.
4. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beladeöffnungen (4) rechteckig ausgebildet sind und in Längsrichtung des Eisenbahn-Silowagens
(1) verlaufen
5. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beladeöffnungen (4) mit die Lebensmittel in den Silos (3) verteilenden Leitblechen
(8) versehen sind
6. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Beladeöffnungen (4) mit angepassten Deckeln (10) versehen sind, die die Beladeöffnungen
(4) in geschlossenem Zustand abdichtend und mit einer umlaufenden Gummidichtung (11)
versehen überkragen.
7. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckel (10) mit schwitzwasservermeidenden Lüftungsöffnungen (12) versehen sind.
8. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Beladeöffnungen (4) allseitig von begehbaren Gitterrosten (13) umgeben sind,
die mit einer Aufstiegsleiter (14) verbunden sind.
9. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Silo (3) mit einer in ihn hineinragenden Innenleiter (15) versehen ist.
10. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Silos (3) an ihren Unterseiten (16) Auslauföffnungen (17) mit eine lichte Weite
jeder Auslauföffnung (17) regelnden Auslaufschiebern (18) versehen sind.
11. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an den Auslauföffnungen (17) die Auslaufstutzen (5) um mindestens 180° schwenkbar
an einem Drehkranz (19) gelagert sind.
12. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Auslaufschieber (18) mit Handrädern (20) verbunden ist, die an den jeweils
gegenüber liegenden Längsseiten des Eisenbahn-Silowagens (1) angeordnet sind.
13. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Handräder (20) über ein Getriebe (21) mit dem ihnen jeweils zugeordneten Auslaufschieber
(18) verbunden sind.
14. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Auslaufstutzen (5) an seinem äußeren Ende mit einem Schmutzschutzdeckel (22)
versehen ist.
15. Eisenbahn-Silowagen nach Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schmutzschutzdeckel (22) über eine Sperrklinke (23) in seiner Verschlussstellung
gehaltert ist.