[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen wasserundurchlässigen Keller mit Doppelwandelementen
als Außenwände, die sich mit der inneren Wandplatte auf der Bodenplatte abstützen
und mit wasserundurchlässigem Beton zusammen mit der Bodenplatte hergestellt und ausgegossen
sind. Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Herstellung eines wasserundurchlässigen
Kellers mittels Doppelwandelementen.
[0002] Aus der EP 1 046 758 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung einer Platte und einer
davon aufgehenden Verbundschalungswand sowie ein vorfabriziertes Verbundschalungselement
bekannt. Bei den vorfabrizierten Verbundschalungselementen werden für das Gießen der
darunter vorgesehenen Platte notwendige Teile bereits bei der Vorfabrikation in das
Verbundschalungselement integriert und die Verbundschalung vor dem Gießen der Platte
versetzt. Dies dient dazu eine Kollision von Anschlussbewehrungen mit Distanzhaltern
der Verbundschalungselemente zu vermeiden, Gefahren durch aufstehende Bewehrungsstäbe
auf der Baustelle zu reduzieren und das Versetzen der Verbundschalung zu vereinfachen.
[0003] Aus der DE 202 19 324 U1 ist bekannt, Doppelwandelemente auf als Bodenplatte wirkende
Doppelwandelemente aufzusetzen und den Zwischenraum mit Beton in einem Guss auszugießen.
Zusätzlich können gleichzeitig auch noch Deckenelemente vor dem Ausgießen aufgelegt
und damit das Geschoss in einem Betonguss hergestellt werden. Bei diesem Kellergeschoss
geht es auch darum, ein Kellergeschoss herzustellen, das wasserundurchlässig ist;
eine sogenannte "Weiße Wanne". Die Doppelwandelemente bestehen, wie es im Stand der
Technik ausführlich diskutiert wird, aus vorgefertigten Fertigplatten, die durch Gitterträger
werksseitig zu einem Doppelelement mit verbleibendem Zwischenraum verbunden sind.
Im nachfolgenden werden die innere Wandplatte als Innenplatte und die äußere Wandplatte
als Außenplatte bezeichnet. Es ist bekannt, dass ein Keller oder ein Geschoss aus
mehreren derartigen Doppelwandelemente als Außenwandsegmente zusammengesetzt ist.
Im Nachfolgenden wird jedoch zur Vereinfachung der Beschreibung nur der Singular verwendet.
[0004] Die Herstellung aus einem Guss ist eine wesentliche Maßnahme zur Herstellung eines
wasserundurchlässigen Kellers. Mit den heute üblichen wasserundurchlässigen Betonarten
kann ein Eindringen von Wasser in den Beton über eine Tiefe von 1,5 cm hinaus, verhindert
werden.
[0005] Das in dem Stand der Technik beschriebene Gebäudegeschoss stellt bereits einen enormen
Fortschritt im Hinblick auf die Herstellung eines wasserundurchlässigen Kellers dar.
Für derartige Keller besteht ein erhöhter Bedarf, da einerseits diese Keller in Feuchtgebiete
oder in Grundwassergebiete gebaut werden können und andererseits die übliche Drainage
um diese Keller weggelassen werden kann. Letzteres ist seitens der Behörden, zumindest
in Deutschland, erwünscht.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung derartiger
Keller weiter zu optimieren, so dass die Fertigung der Keller bei hoher Qualität gegenüber
herkömmlichen, nicht als wasserundurchlässig bezeichneten Keller kostengünstiger erfolgen
kann.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen wasserundurchlässigen Keller mit den
Merkmalen des Vorrichtungsanspruchs und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des
unabhängigen Verfahrensanspruchs gelöst. Weitere Vorteilhafte Ausgestaltungen sind
den jeweiligen rückbezogenen Unteransprüchen zu entnehmen.
[0008] Gemäß der Erfindung stützt sich die Außenplatte auf eine lastabtragende Schicht als
Fundament und die Innenplatte auf der Bewehrung der Bodenplatte ab. Dies stellt gegenüber
dem Stand der Technik, bei dem noch Doppelwandelemente als Gerüst für die Bodenplatte
verwendet werden, einen erheblichen Fortschritt hinsichtlich der für den Bau verwendeten
Bauelemente als auch für die Herstellung der aus einem Guss hergestellten Verbindung
zwischen der Bodenplatte und der Seitenwand dar.
[0009] Ein weiteres bevorzugtes Merkmal des erfindungsgemäßen wasserundurchlässigen Kellers
ist das Fundament, das als ein unter den Außenwänden umlaufender Fundamentstreifen
ausgebildet ist, wobei der Zwischenraum zwischen diesem umlaufenden Streifen als Fundament
mit einer Füllschicht, beispielsweise aus Schotter, Erde oder Magerbeton, gefüllt
ist. Bei der Herstellung von isolierten Kellern wird zweckmäßigerweise der Untergrund
für die Bodenplatte durch eine lastabtragende Dämmplatte gebildet.
[0010] Da gleichzeitig mit den Seitenwänden und der Bodenplatte auch die Decke ausgegossen
werden soll, müssen eventuelle Zwischenwände als Fertigelemente vor dem Auflegen von
Deckenelementen eingesetzt werden. Hierzu sind besondere Auflagen für die Zwischenwände
vorgesehen, die unter den Zwischenwänden angeordnet, sich auf zusätzlichen Betonblöcken
als Fundament oder der lastabtragenden Dämmplatte abstützen. Im Bereich der Bodenplatte,
dienen vorgefertigte Stützelemente zwischen den Seitenwänden und dem Fundament als
Träger der Zwischenwände bis zum Aushärten des Betons.
[0011] Besonders wichtig für einen wasserundurchlässigen Keller ist, das Eindringen von
Wasser in sich doch immer wieder bildenden Haarrissen zwischen dem eingegossenen Beton
und den vorgefertigten Betonteilen, wie insbesondere der Außenplatte, zu verhindern.
Hierzu wird die Außenwandplatte derart ausgebildet, dass nahe des unteren Endes ein
parallel zum Boden verlaufendes bitumenbeschichtetes Blech in die Außenwandplatte
eingegossen wird. Das bitumenbeschichtete Blech ragt aus der Oberfläche der Außenwandplatte
heraus und in den betongefüllten Zwischenraum hinein. Sofern eine Doppelwand mit Innendämmung
verwendet wird, überragt dieses bitumenbeschichtete Blech die Innendämmung. Damit
wird zuverlässig und auf einfache Art und Weise verhindert, dass Feuchtigkeit, die
zwischen der Außenwand und dem Fundament bzw. der lastabtragenden Dämmplatte aufsteigt,
weiter in die Wand eindringen kann. Alternativ, jedoch aufwendiger und nicht ganz
so wirkungsvoll, besteht die Möglichkeit, zwischen der Außenwand und dem Fundament
bzw. der lastabtragenden Dämmplatte eine entsprechende Schicht aus Bitumenkautschuk
vor dem Aufsetzen der Doppelwand auszubringen, wobei diese Schicht, entsprechend der
Breite des Bleches auch entsprechend weit in den Zwischenraum hineinragen muss.
[0012] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt die Herstellung mit den folgenden Schritten:
A Betonieren eines umlaufenden Randes als Fundamentsreifen;
B Füllen des Zwischenraumes mit einer Füllung und glätten derselben;
C Anordnen von Mattenkörben auf dem Fundament und der Füllung entlang dem Fundament
ohne dabei das Fundament vollständig zu verdecken;
D Einbringen von Bewehrungen in den verbleibenden Zwischenraum und Auflegen einer
oberen Bewehrung auf die Mattenkörbe;
E Aufsetzen von Doppelwandelementen mit einer größeren Außenplatte und einer kleineren
Innenplatte mit der Außenplatte auf dem Fundament und mit der Innenplatte auf den
Mattenkörben;
F Anbringen einer umlaufenden Sperrschicht, die größer ist als das Ausbreitungsmaß
des verwendeten Betons angrenzend an die den Kellerraum zugewandten Innenwände der
Innenplatten auf den Mattenkörben;
G Füllen des Zwischenraumes zwischen den Außenplatten und den Innenplatten der Doppelwandelemente
mit wasserundurchlässigem Beton und gleichzeitig der Mattenkörbe und der dazwischen
angeordneten Bewehrung zur Herstellung einer Bodenplatte;
H Glätten der Oberfläche der Bodenplatte.
[0013] Um auch die Decke zusammen mit den Außenwänden und der Bodenplatte in einem Guss
herstellen zu können, werden zweckmäßigerweise vor Schritt G zumindest auf die Innenplatten
Fertigdeckenelemente aufgelegt.
[0014] Anstelle von Schritt F werden vorzugsweise auf die Mattenkörbe Streckmetall aufgelegt
oder vor dem auf dem Fundament aufliegenden Ende eine Sperrschicht aus Streckmetall
angeordnet wird.
[0015] Bei der Herstellung eines gedämmten Kellers erübrigen sich die Verfahrensschritte
A und B, da an diese Stelle dann eine lastabtragende Dämmplatte aufgelegt wird.
[0016] Mit dem erfindungsgemäß ausgestalteten Keller und dem Herstellungsverfahren wird
eine Möglichkeit geschaffen, die eine wesentlich (kosten)günstigere Herstellung erlaubt.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen und
verschiedenen Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es stellen dar:
- Figur 1
- die Draufsicht auf den Untergrund unter einer zu fertigenden Bodenplatte, bzw. Keller;
- Figur 2
- die Teilschnittdarstellung durch einen vorbereiteten Fertigkeller für den Ausguss
mit Beton;
- Figur 3
- die Schnittdarstellung durch die für den Ausguss mit Beton vorbereitete Bodenplatte
im Bereich der Innenwände;
- Figur 4
- verschiedene Ansichten eines Stützelementes für die Innenwände;
- Figur 5
- eine Darstellung entsprechend Figur 2 für einen gedämmten wasserundurchlässigen Keller;
und
- Figur 6
- die Seitenansicht auf zwei aneinanderstoßende Außenplatten von zwei Doppelwandelementen
mit einem bitumenbeschichteten Band.
[0018] Figur 1 zeigt einen umlaufenden Fundamentstreifen 1, der auf den vorbereiteten Untergrund
in einer Baugrube betoniert wird. Des Weiteren werden an den Stellen, an denen Innenwände
2 errichtet werden sollen, auf dem Untergrund ebenfalls Betonblöcke 3 betoniert, die
der späteren Auflage für die Innenwände dienen. Üblicherweise sind zwei derartige
Betonblöcke 3 ausreichend. Der Zwischenraum 4 zwischen dem umlaufenden Fundamentstreifenrand
1 wird mit einer Füllschicht aus Schotter, Erde oder Magerbeton gefüllt. Sofern ein
damit isolierter Keller hergestellt wird, werden an dieser Stelle lastabtragende Dämmplatten
verlegt. Dieser entsprechende Aufbau ist im Zusammenhang mit der Figur 5 gezeigt.
[0019] Figur 2 zeigt das Fundament 1 und den mit einer Füllschicht 32 gefüllten Zwischenraum
4. Auf diesen vorbereiteten Untergrund werden umlaufende Mattenkörbe 5 für die Bodenplatte
30 gelegt. Diese Mattenkörbe sind vorzugsweise, wie in der Figur dargestellt, U-förmig
ausgebildet und werden derart auf dem Fundament 1 positioniert, dass sie mit dem verstärkten
Steg 6 auf dem Fundament liegen. Unter dem Mattenkorb 5 werden noch allgemein bekannte
Abstandshalter 8 untergelegt, um den Mattenkorb 5 anzuheben und insbesondere im Bereich
des Steges 6 Last aufnehmen zu können. Auf diese Mattenkörbe 5 und in dem verbleibenden
inneren Bodenplattenbereich wird eine obere Bewehrung 9 aufgelegt. Weitere Bewehrung
kann je nach Anwendungsfall im Inneren eingebracht werden, so wie es dem Fachmann
geläufig und zweckmäßig bzw. erforderlich ist.
[0020] Die vertikale Außenwand 31 wird durch ein Doppelwandelement 10 gebildet, das eine
größere Außenplatte 11 und eine kleinere Innenplatte 12 aufweist, die über eine Bewehrung
13 miteinander verbunden sind. Das Doppelwandelement 10 wird derart angeordnet, dass
die Außenplatte 11 sich auf das Fundament 1 und die Innenplatte 12 auf den Schenkel
7 des Mattenkorbes 5 aufliegt und sich über den Schenkel 6 abstützt. Damit nach dem
Aufstellen des Doppelwandelements 10 dieses nicht umfallen kann, ist in der Figur
ein in das Fundament eingegossene Montageeisen 14 dargestellt, so dass in den Zwischenraum
zwischen dem Montageeisen 14 und der Außenplatte 11 eine Verkeilung, beispielsweise
über einen Holzkeil 15, vorgenommen werden kann. Zur Verbesserung der Bewehrung innerhalb
des Doppelwandelements 10 ist in der Figur außerdem ein in das Fundament 1 eingegossenes
Anschlusseisen 16 dargestellt. Derartige Maßnahmen sind dem Fachmann geläufig und
gehören zu den üblichen handwerklichen Maßnahmen.
[0021] In der Figur ist außerdem ein Fertigdeckenelement 17 dargestellt, das als selbsttragende
Decke auf der Innenplatte 12 aufliegt und über besonders ausgestaltete nicht dargestellte
Träger gehalten wird.
[0022] Damit kann das Ausgießen des Zwischenraumes 18 in dem Doppelwandelement 10 gleichzeitig
mit dem Bodenbereich und der Decke grundsätzlich erfolgen. Da jedoch der in den Zwischenraum
18 eingegossene Beton die Eigenschaft hat, sich auf der anderen Seite der Innenplatte
12 aufzuwölben, sind hiergegen Maßnahmen zu treffen. Dies kann einerseits derart verhindert
werden, dass durch ein entsprechend ausgestaltetes, und hier nicht dargestelltes Winkelelement,
oder einfacher durch winklig angeordnete Schaltafeln, die einerseits an der Innenplatte
12 und andererseits auf der oberen Bewehrung 9 aufliegen, vorgesehen werden. Wesentlich
dabei ist, dass die Abdeckung parallel zu dem Mattenkorb größer ist als das Ausbreitmaß
des verwendeten wasserundurchlässigen Betons. Üblicherweise ist das Ausbreitmaß des
Betons bei derartigen Bauten nicht größer als 60 cm. Sofern die Vorgabe für das Ausbreitmaß
des Betons geringer ist, kann auch die Abdeckung geringer sein. In dem Ausführungsbeispiel
ist vorzugsweise ein Streckmetall 19 eingearbeitet, das auf dem Mattenkorb 5 aber
unter der oberen Bewehrung 9 liegt, damit es nicht hochgedrückt werden kann. Eine
andere grundsätzliche Möglichkeit besteht darin, ein entsprechendes Streckmetall (nicht
dargestellt), in den Zwischenraum 18 vor dem Steg 6 umlaufend anzubringen. Dann sind
allerdings für eine ordnungsgemäße Verbindung Stecheisen, ebenfalls nicht dargestellt
hindurch zu stecken, da aufgrund des Streckmetalls der Beton im Wesentlichen nicht
durch dieses hindurchdringen kann.
[0023] Figur 2 zeigt außerdem noch eine besondere Maßnahme zur Verhinderung von Eindringenden
von Feuchtigkeiten durch Haarrisse, die zwischen dem neu eingegossenen Beton in dem
Zwischenraum 18 und der bereits bestehenden und ausgehärteten Außenplatte 11 entstehen
können. Um das Eindringen von Feuchtigkeit hier hundertprozentig zu verhindern, wird
eine Außenplatte 11 verwendet, in die bereits ein bitumenbeschichtetes Blech 20 eingegossen
ist, das sich aus der Oberfläche heraus erstreckt. Da dieses Blech in den wasserundurchlässigen
Beton in dem Zwischenraum 18 eingegossen wird, kann Feuchtigkeit lediglich bis zu
diesem Blech aufsteigen und von dort nicht weiter an der Außenplatte 11 entlang hoch
kriechen. Eine alternative, jedoch aufwendigere Möglichkeit besteht darin, zwischen
die Außenplatte 11 und das Fundament 1 eine umlaufende Bitumenkautschukschicht anzubringen,
die ebenfalls in den Zwischenraum 18 hineinragt und damit den Aufstieg von Feuchtigkeit
verhindert. Diese Bitumenkautschuksicht 21 ist ebenfalls in der Figur dargestellt,
wobei es sich um Alternativen handelt, die üblicherweise beide nicht gleichzeitig
angewendet werden, obwohl sie hier in einer Figur dargestellt sind. Dies dient lediglich
der Veranschaulichung.
[0024] Nach dem Einbringen des Betons kann in den Bereich 24 oberhalb der oberen Bewehrung
9 eine Glattstrich des Betons durchgeführt werden, so dass die Oberfläche in einen
Zustand gebracht wird, dass ein Estrich nicht notwendig ist. Dies ist insbesondere
deshalb auch möglich, weil durch das Betonieren in einem Guss bereits eine Decke vorhanden
ist, die auch bei ungünstiger Witterung diesen Glattstrich ermöglicht.
[0025] Figur 3 zeigt einen Betonblock 3 mit den entsprechend gefüllten Zwischenräumen 4.
Auf dem Betonblock 3 befindet sich ein Stützelement 21, das aus einer vorgefertigten
Betonplatte 22 und einem darin eingegossenen Doppel-T-Träger 23, auch IPE-Träger genannt,
besteht. Dieses Stützelement 21 stützt die darauf zu positionierende Innenwand 2 als
Fertigteil ab. Das Stützelement 21 ist so ausgebildet, dass es unter dem Bereich 24
bleibt und bei dem Glattstrich ein sauberer Anschluss zu der Innenwand 2 ergibt.
[0026] Figur 4 zeigt die Draufsicht in Figur 4a und die Stirnansicht in der Figur 4b. Sofern
der Keller in einem Grundwasserbereich gebaut wird, so werden umlaufend um die Platte
21 Dichtbänder 25 angeklebt. Zusätzlich befindet sich noch ein Dichtband 26 längs
des Steges des IPE-Trägers 23. Alternativ kann auch ein bitumenbeschichtetes Blech
(ähnlich dem Blech 20) auf der Oberseite der Platte 21, aus dieser herausragend, angeordnet
werden.
[0027] Figur 5 zeigt entsprechend Figur 2 einen Schnitt durch den Keller, wobei jedoch hier
ein innen gedämmtes Doppelwandelement 10 verwendet wird, das auf der Innenseite der
Außenplatte 11 ein Dämmmaterial 27 enthält. Anstelle des Fundaments 1 sowie des gefüllten
Zwischenraums 4 sowie der Betonblöcke 3 ist hier als Untergrund eine lastabtragende
Dämmplatte 28 angeordnet. Die übrigen Maßnahmen sind die gleichen, wie sie im Zusammenhang
mit der Figur 2 diskutiert wurden. Es ist zu beachten, dass das bitumenbeschichtete
Blech 20 in diesem Fall entsprechend weit aus dem Material 27 herausragt, bzw. eine
Bitumenkautschuksicht 29 entsprechend weit in den wasserundurchlässigen Beton hineinragt.
[0028] In den Figuren 2, 3 und 5 ist der Beton, der in einem Guss für die Herstellung der
Decke, der Außenwände und der Bodenplatte eingebracht wird, aus Übersichtlichkeitsgründen
nicht dargestellt.
[0029] Die Abdichtung zwischen den einzelnen Außenplatten 11 auf der Außenseite wird in
üblicher Art und Weise durch eine Bitumenschicht und ein geeignetes Abdeckprofil erreicht.
Figur 6 zeigt zwei Außenplatten 11 jedoch von der Innenseite mit dem daraus hervorstehenden
bitumenbeschichteten Blech 20. Der Abstand zwischen den Außenplatten 11 beträgt ca.
1 cm. Damit eine dichte Verbindung der Bleche 20 in den beiden Außenplatten 11 möglich
ist, weisen sie eine Aussparung 33 auf, in die vor dem Ausgießen mit Beton eine die
beiden Bleche 20 verbindende Lasche 34 eingeklebt wird.
[0030] Durch diese vorstehend beschriebenen Maßnahmen wird somit ein wasserundurchlässiger
Keller bereitgestellt, der in einem Grundwasserbereich aufgebaut werden kann, wobei
nun auch endlich ein thermisch isolierter Keller mit einer innen liegenden Dämmung
an der Außenwand kostengünstig herstellbar ist.
1. Wasserundurchlässiger Keller mit Doppelwandelementen (10) als Außenwände (31), die
sich mit der inneren Wandplatte (12) (Innenplatte) auf der Bodenplatte abstützen und
mit wasserundurchlässigem Beton zusammen mit der Bodenplatte (30) hergestellt und
ausgegossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Wandplatte (11) (Außenplatte) sich auf einer lastabtragenden Schicht (1,
28) als Fundament und die Innenplatte (12) auf der Bewehrung (5, 9) der Bodenplatte
abstützt.
2. Wasserundurchlässiger Keller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Fundament ein unter den Außenwänden umlaufender Fundamentstreifen (1) angeordnet
und der Zwischenraum (4) mit einer Füllschicht (32) gefüllt ist.
3. Wasserundurchlässiger Keller nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abstützung der Innenwände (2) unter der Bodenplatte einzelne Betonblöcke (3)
als Fundament, vorzugsweise zwei pro Innenwand, angeordnet sind.
4. Wasserundurchlässiger Keller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Fundament eine lastabtragende Dämmplatte (28), die auf einer Ausgleichsschicht
aufliegt, vorgesehen ist.
5. Wasserundurchlässiger Keller nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abstützung der Innenwände (2) im Bereich der Bodenplatte auf dem Fundament (1,
28) einzelne vorgefertigte Stützelemente (21) angeordnet sind, die in die Bodenplatte
von einer dünnen Betonschicht (24) überdeckt, eingegossen sind.
6. Wasserundurchlässiger Keller, nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützelemente (21) aus einer Betonplatte (22) mit eingegossenem Doppel-T-Träger
(23) bestehen.
7. Wasserundurchlässiger Keller nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewehrung (5, 9) der Bodenplatte angrenzend an die Innenplatte (12) eine umlaufende
Fläche aus Streckmetall (19) aufweist.
8. Wasserundurchlässiger Keller nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenplatte (11) nahe des unteren Endes ein bitumenbeschichtetes Blech (20) aufweist,
das aus der Oberfläche der Außenplatte (11) in den mit Beton gefüllten Zwischenraum
(18) zwischen der Außenplatte (11) und der Innenplatte (12) ragt und entlang der Außenplatte
(11) parallel zum Untergrund verläuft.
9. Wasserundurchlässiger Keller nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Decke Fertigdeckenelemente (17), die auf der Innenplatte (12) aufliegen und zusammen
mit den Außenwänden (31) und der Bodenplatte (30) betoniert ist, aufweist.
10. Verfahren zum Herstellen eines wasserundurchlässigen Kellers mittels Doppelwandelementen
(10) als Außenwände (31), die nach dem Aufsetzen auf die Bodenplatte oder Teilen der
Bodenplatte und/oder Bodenfundament mit wasserundurchlässigem Beton ausgegossen und
gleichzeitig mit der Bodenplatte in einem Verbund hergestellt werden,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
A Betonieren eines umlaufenden Randes als Fundamentsreifen (1);
B Füllen des Zwischenraumes (4) mit einer Füllung (32) und glätten derselben;
C Anordnen von Mattenkörben (5) auf dem Fundament (1) und der Füllung (32) entlang
dem Fundament (1) ohne dabei das Fundament (1) vollständig zu verdecken;
D Einbringen von Bewehrungen in den verbleibenden Zwischenraum und Auflegen einer
oberen Bewehrung (9) auf die Mattenkörbe (5);
E Aufsetzen von Doppelwandelementen (10) mit einer größeren Außenplatte (11) und einer
kleineren Innenplatte (12) mit der Außenplatte (11) auf dem Fundament (1) und mit
der Innenplatte (12) auf den Mattenkörben (5);
F Anbringen einer umlaufenden Sperrschicht, die größer ist als das Ausbreitungsmaß
des verwendeten Betons angrenzend an die den Kellerraum zugewandten Innenwände der
Innenplatten (12) auf den Mattenkörben (5);
G Füllen des Zwischenraumes (18) zwischen den Außenplatten (11) und den Innenplatten
(12) der Doppelwandelemente (10) mit wasserundurchlässigem Beton und gleichzeitig
der Mattenkörbe (5) und der dazwischen angeordneten Bewehrung zur Herstellung einer
Bodenplatte (30);
H Glätten der Oberfläche der Bodenplatte (30).
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass vor Schritt G zumindest auf die Innenplatten (12) Fertigdeckenelemente (17) aufgelegt
und zusammen mit dem Zwischenraum (18) und der Bodenplatte (30) betoniert werden.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle von Schritt F auf die Mattenkörbe (5) Streckmetall (19) aufgelegt oder vor
dem auf dem Fundament (1) aufliegenden Ende eine Sperrschicht aus Streckmetall (19)
angeordnet wird.
13. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass für die Anordnung von Zwischenwänden (2) in Schritt A zusätzlich in dem Zwischenraum
(4) zwischen den Fundamentstreifen (1) pro Zwischenwand (2) mindestens zwei Fundamentklötze
(3) betoniert werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Fundamentklötze (3) in Schritt D vorgefertigte Stützelemente (21) mit eingegossenem
Doppel-T-Träger (23) aufgesetzt werden.
15. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche (10 bis 14), dadurch gekennzeichnet, dass Doppelwandelemente (10) mit Außenplatten (11) verwendet werden, die nahe des unteren
Endes ein bitumenbeschichtetes Blech (20) aufweisen, das aus der Oberfläche der Außenplatte
(11) in Richtung der Innenplatte (12) herausragt.
16. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass Doppelwandelemente (10) mit innen angeordneter Dämmung (27) verwendet und anstelle
der Schritte A und B lastabtragende Dämmplatten (28) auf den ebenen Untergrund aufgelegt
werden.