[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Axialkolbenmaschine nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 oder 2.
[0002] Eine Axialkolbenmaschine dieser Art ist in der DE-OS 21 01 213 beschrieben. Bei dieser
vorbekannten Axialkolbenmaschine ist die Rückhalteeinrichtung zum Stützen der Rückzugeinrichtung
durch Haltestößel gebildet, die in radialen Führungslöchern im Gehäuse radial verschiebbar
gelagert und durch Federn radial einwärts vorgespannt sind, wobei sie an ihren inneren
Enden Schrägflächen aufweisen, die bezüglich der zugehörigen Radialebene zur benachbarten
Rückzugeinrichtung hin geneigt sind und mit diesen Schrägflächen den äußeren Rand
einer die Rückzugeinrichtung bildenden Lochscheibe hintergreifen. Diese bekannte Rückhalteeinrichtung
ist aufgrund der Schrägflächen mit folgenden Nachteilen behaftet. Wenn die Neigung
der Schrägflächen zu groß ist, besteht die Gefahr, daß die Lochscheibe die Haltestößel
aufgrund der axialen Zugkraft der Kolben nach außen drückt, wodurch die Haltestößel
ihre Stabilität verlieren und keine oder nur eine verminderte Rückhaltekraft auf die
Lochscheibe ausüben können. In einem solchen Fall besteht die Gefahr, daß die Lochscheibe
durch die axiale Zugkraft der Kolben überbeansprucht und z. B. verbogen wird. Dabei
ist zu berücksichtigen, daß aufgrund von im Funktionsbetrieb der Axialkolbenmaschine
vorhandenen Vibrationen und den an den Schrägflächen wirksamen Radialkraftkomponenten
die Haltestößel besonders geneigt sind, radial nach außen auszuweichen. Wenn dagegen
die Neigung der Schrägflächen zu gering ist, besteht die Gefahr, daß die Haltestößel
an der Lochscheibe verklemmen, wodurch der Drehbetrieb beeinträchtigt wäre und wegen
Verschleiß mit einer unzureichenden Lebensdauer zu rechnen wäre.
[0003] Ein anderer wesentlicher Nachteil der bekannten Axialkolbenmaschine besteht darin,
daß die Haltestößel aufgrund ihres Vorsprungs in den Gehäuseinnenraum die Montage
oder Demontage der im Gehäuseinnenraum angeordneten Bauteile beeinträchtigen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rückhalteeinrichtung der Eingangs
angegebenen Art so auszugestalten, daß eine sichere Funktion und eine lange Lebensdauer
erreichbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 oder 2 gelöst.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung nach Anspruch 1 wirkt die Rückhalteeinrichtung
mit einem nicht rotierenden Bauteil, nämlich der Schrägscheibe zusammen, wobei die
Rückzugeinrichtung mit einer sie hintergreifenden Stützeinrichtung zusammenwirkt,
die mit der Schrägscheibe verbunden ist. Hierdurch ergibt sich eine andere Abstützung
für die Rückzugeinrichtung, nämlich an der Schrägscheibe, an der sich eine gegenseitige
Abstützung in einfacher und stabiler Weise mit verhältnismäßig großen Stützflächen
verwirklichen läßt, wodurch auch bei einer rotierenden Rückzugeinrichtung ein geringer
Verschleiß bei sicherer Abstützung gewährleistet ist.
[0007] Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 2 ist die Rückhalteeinrichtung nicht am Gehäuse,
sondern an der Schrägscheibe gelagert. Hierdurch lassen sich ebenfalls die vorbeschriebenen
Vorteile erreichen, wobei außerdem eine einfache Herstellung möglich ist, weil die
Ausgestaltungsmerkmale für die Anordnung und Lagerung der Rückhalteeinrichtung an
der Schrägscheibe sich an letzterer einfach und kostengünstig ausbilden lassen. Dies
ist nicht nur darauf zurückzuführen, daß es sich bei der Schrägscheibe um ein verhältnismäßig
kleines Bauteil handelt, sondern es handelt sich auch um ein Bauteil mit hohem Bearbeitungsgrad,
an dem sich die zusätzlichen Merkmale zur Anordnung der Rückhalteeinrichtung in einem
Zuge rationell realisieren lassen.
[0008] Die Ansprüche 3 bis 25 beinhalten vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
[0009] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird die Rückhalteeinrichtung im Funktionsbetrieb
der Axialkolbenmaschine selbsttätig bzw. automatisch aus einer die Rückzugeinrichtung
freigebenden Freigabestellung in eine die Rückzugeinrichtung hintergreifende Arbeitsstellung
verschoben und nach Abschaltung des Funktionsbetriebs automatisch wieder in ihre Freigabestellung
verschoben, wobei die Verschiebung in die Arbeitsstellung durch den Druck von einem
vorhandenen, angrenzenden oder benachbarten Druckraum oder einer Druckleitung erfolgt
und die Verschiebung in die Freigabestellung durch die Kraft einer Feder erfolgt.
Durch die Beaufschlagung der Rückhalteeinrichtung mit einem im Funktionsbetrieb der
Axialkolbenmaschine vorhandenen Eigendruck oder einem Fremddruck, z. B. von einer
benachbarten Axialkolbenmaschine, läßt sich in einfacher Weise eine Einschubkraft
erzeugen, die größer ist als die erforderliche Rückzug- oder Anschubkraft, so daß
im Funktionsbetrieb die Stellung der Rückhalteeinrichtung in ihrer Arbeitsstellung
sicher gewährleistet ist. Aufgrund der automatischen Verstellung der Rückhalteeinrichtung
in ihre Freigabestellung muß bei einer Montage bzw. Demontage keine besondere Aufmerksamkeit
und auch keine Verstellarbeit aufgebracht werden, um die Rückhalteeinrichtung in ihre
Freigabestellung zu bewegen. Hierdurch ist bei Gewährleistung einer stabilisierten
Rückzugeinrichtung und eines sicheren Funktionsbetriebs eine einfache und schnelle
Montage bzw. Demontage gewährleistet.
[0010] Bei einer Axialkolbenmaschine der vorliegenden Art wirken im Pumpenbetrieb oder dann,
wenn die Axialkolbenmaschine im Motorbetrieb eine Bremsfunktion ausführt, an den Kolben
Saugkräfte, die die Gleitschuhe und somit die Rückzugeinrichtung von der Schrägscheibe
abzuheben suchen. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung sind solche Axialbelastungen
selbst dann unschädlich, wenn Sie die Rückzugeinrichtung überlasten, da letztere an
der Rückhalteeinrichtung eine zusätzliche Abstützung und Stabilisierung findet und
die Belastungen unschädlich aufzunehmen vermag.
[0011] Die Rückzugeinrichtung ist im Bereich der Seitenhälfte der Axialkolbenmaschine anzuordnen,
in deren Bereich die Kolben einen Saughub ausführen, wobei dieser Bereich sich annähernd
über 180° erstreckt. Eine im Bereich dieser Seitenhälfte, vorzugsweise mittig angeordnete
Rückhalteeinrichtung, oder mehrere auf dieser Seitenhälfte angeordnete Rückhalteeinrichtungen
sind bei einer für den Pumpenbetrieb eingerichteten Axialkolbenmaschine auch dann
funktionsfähig, wenn die Axialkolbenmaschine aufgrund einer Bremsfunktion einen Motorbetrieb
ausführt. Bei in beide Drehrichtungen verstellbaren Axialkolbenmaschinen sind jeweils
eine oder mehrere Rückhalteeinrichtungen im Bereich beider Seitenhälften anzuordnen.
[0012] Es ergibt sich eine besonders stabile Abstützung für die Rückzugeinrichtung, wenn
die für die Abstützung vorgesehene Fläche an der Rückhalteeinrichtung eine bezüglich
der Drehachse der Axialkolbenmaschine radiale Fläche ist.
[0013] Eine vorteilhafte Ausgestaltungsform für eine Rückhalteeinrichtung ist ein im Querschnitt
vorzugsweise kreisrunder Anschlagzapfen, der in einem radialen Führungsloch im Gehäuse
zwischen der Arbeitsstellung und der Freigabestellung verschiebbar gelagert ist. Es
ist vorteilhaft, den Stift in seinem äußeren Endbereich mit einem Flansch zu versehen,
an den eine zwischen letzterem und einer inneren Lochschulter angeordnete Feder, insbesondere
eine Wendelfeder, anzugreifen und den Anschlagzapfen in seine Freigabestellung zu
beaufschlagen vermag. Zur pneumatischen oder hydraulischen Verschiebung des Stiftes
in seine Arbeitsstellung kann der bezüglich des Anschlagzapfens radial außen gelegene
Lochraum durch einen Kanal mit dem Gehäuseinnenraum oder mit einem im Funktionsbetrieb
der Axialkolbenmaschine einen Druck aufweisenden Raum verbunden sein. Dann, wenn der
Lochraum mit dem Gehäuseinnenraum verbunden ist, kann der Kanal in der Gehäusewand
oder längs im Anschlagzapfen verlaufen. Um eine doppelte Funktionssicherheit vorzugeben
oder um den Lochraum wahlweise entweder mit dem Gehäuseinnenraum oder mit dem Druckraum
verbinden zu können, ist es vorteilhaft, zwei entsprechende Kanäle vorzusehen, in
denen jeweils ein Rückschlagventil angeordnet ist, das unter der Wirkung des sich
jeweils im Druckraum einstellenden Druckes oder einer Schließfeder selbsttätig schließt.
[0014] Es ist im weiteren vorteilhaft, auf der betreffenden Seitenhälfte oder auf beiden
Seitenhälften der Axialkolbenmaschine jeweils nur einen Anschlagzapfen parallel zur
Schwenkachse der Schrägscheibe anzuordnen. Eine solche Gehäuseausbildung kann wahlweise
für unverstellbare oder verstellbare Schrägscheiben benutzt werden. Dabei ist es auch
vorteilhaft, den Anschlagzapfen an seiner der Rückzugeinrichtung zugewandten Seite
konvex zu runden, damit bei einer verschwenkbaren Schrägscheibe keine Zwängungen entstehen.
[0015] Es ist auch vorteilhaft, den Anschlagzapfen so anzuordnen, daß zwischen ihm und der
Rückzugeinrichtung ein kleiner Abstand besteht, der nur so groß bemessen ist, daß
bei einer Überlastung und Verformung der Rückzugeinrichtung in ihrem elastischen Bereich
die Rückzugeinrichtung am Anschlagzapfen anschlägt, bevor sie über ihre Streckgrenze
hinaus verformt wird.
[0016] Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Stützeinrichtung von der Rückhalteeinrichtung
so betätigt wird, daß die Stützeinrichtung die Rückzugeinrichtung nur dann hintergreift,
wenn sich die Rückhalteeinrichtung in ihrer Arbeitsstellung befindet, und ansonsten
freigibt. Beim Betätigen der Rückhalteeinrichtung wird deshalb nicht nur die Schrägscheibe
in dem Gehäuse verankert, sondern zusätzlich gewährleistet, daß die Rückzugeinrichtung
an der Schrägscheibe gesichert ist. In der Demontagestellung, bei welcher die Rückhalteeinrichtung
nicht betätigt ist, wird dann nicht nur die Schrägscheibe bezüglich dem Gehäuse freigegeben,
sondern zusätzlich die Sicherung der Rückzugeinrichtung gegenüber der Schrägscheibe
freigegeben. Auf diese Weise kann die Demontage problemlos erfolgen. Bei dieser Ausgestaltung
kann die Stützeinrichtung beispielsweise eine mit der Rückhalteeinrichtung verzahnte
Drehachse aufweisen, die beim Betätigen der Rückhalteeinrichtung gedreht wird. An
der Drehachse kann ein exzentrischer Fortsatz angeordnet sein, der je nach Drehstellung
der Drehachse die Rückzugeinrichtung hintergreift oder freigibt.
[0017] Nachfolgend werden die Erfindung und weitere durch sie erzielbare Vorteile anhand
von mehreren vorteilhaften Ausführungsbeispielen und vereinfachten Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Axialkolbenmaschine im axialen Teilschnitt;
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Axialkolbemaschine in abgewandelter Ausgestaltung im axialen
Teilschnitt;
- Fig. 3
- den Schnitt III-III in Fig. 2;
- Fig. 4
- den Teilschnitt IV-IV in Fig. 3;
- Fig. 5
- einen hydraulischen Schaltplan für eine Einzelheit der erfindungsgemäßen Axialkolbenmaschine;
- Fig. 6
- eine erfindungsgemäße Axialkolbenmaschine in weiter abgewandelter Ausgestaltung im
axialen Teilschnitt;
- Fig. 7
- den Schnitt VII-VII in Fig. 6;
- Fig. 8
- den Teilschnitt VIII-VIII in Fig. 7;
- Fig. 9
- den Ausschnitt IX in Fig. 8 in einer vergrößerten Darstellung; und
- Fig. 10
- den Ausschnitt X in Fig. 7 in einer vergrößerten Darstellung.
[0018] Die Hauptteile der allgemein mit 1 bezeichneten Axialkolbenmaschine sind ein Gehäuse
2 mit einer in der Zeichnung im Schnitt sichtbaren Gehäusewand 2a, die einen Gehäuseinnenraum
3 umschließt, in dem auf einer Welle 4 eine Zylindertrommel 5 mit mehreren, vorzugsweise
auf einem Teilkreis verteilten und längs gerichteten Zylinderbohrungen 6 angeordnet
sind, mit mehreren Kolben 7, die in den Zylinderbohrungen 6 axial verschiebbar gelagert
sind, mehreren Gleitschuhe 8, die schwenkbar, jedoch axial fixiert mit kugelförmigen
Kolbenköpfen 9 am einen Ende der Kolben 7 verbunden sind, mit einer Schrägscheibe
11, an deren Schrägfläche 12 die Gleitschuhe 8 anliegen und axial abgestützt sind,
wobei die Schrägscheibe 11 um eine rechtwinklig zur Längsmittelachse der Axialkolbenmaschine
1 oder der Drehachse 13 der Welle 4 verlaufenden Schwenkachse 14 in einem nicht dargestellten
Schwenklager schwenkbar gelagert und in der jeweiligen Schwenkstellung feststellbar
ist, mit einer Rückzugeinrichtung 15, deren Zweck es ist, die Anlage der Gleitschuhe
8 an der Schrägfläche 12 zu sichern, eine Rückhalteeinrichtung 16, die zur Stabilisierung
der Rückzugeinrichtung 15 vorgesehen ist und mit einer Steuerscheibe 17, die an der
der Schrägscheibe 11 abgewandten Seite an der Zylindertrommel 5 anliegt und mittels
in der Steuerscheibe 17 angeordneten Steuerschlitzen 18 sowie damit zusammenwirkenden
Zylinderbohrungslöchern 19 in der Zylindertrommel 5 die Förderung des im vorliegenden
Falle hydraulischen Mediums der Axialkolbenmaschine 1 steuert. Durch eine die Zylindertrommel
5 gegen die Steuerscheibe 17 vorspannende Feder 21 ist eine dichte Anlage zwischen
der Zylindertrommel 5 und der Steuerscheibe 17 gewährleistet.
[0019] Die Rückzugeinrichtung 15 ist durch eine Lochscheibe 22 mit für die Gleitschuhe 8
vorhandenen Löchern 23 gebildet, deren Lochränder die Gleitschuhe im Bereich von verjüngten
Gleitschuhköpfen mit Bewegungsspiel umgeben und mit ihrer der Schrägscheibe 11 zugewandten
Seite an einem Fußflansch 24 des zugehörigen Gleitschuhs 8 anliegen, so daß der Fußflansch
24 mit geringem Bewegungsspiel zwischen der Schrägfläche 12 und der Lochscheibe 22
gehalten ist. Die Lochscheibe 22 selbst liegt an ihrer der Schrägscheibe 11 abgewandten
Seite an einer Schulterfläche der Welle 4 oder eines Anbauteils oder der Zylindertrommel
5 an, wodurch sie in der der Schrägscheibe 11 abgewandten Achsrichtung abgestützt
ist. Die Schulterfläche 25 kann auch an einem auf der Welle 4 fixierten Stützring
26 ausgebildet sein. Bei einer schwenkbar gelagerten Schrägscheibe 11 ist die Schulterfläche
25 eine kugelringabschnittförmige Fläche, an der die Lochscheibe 22 mit einem inneren
Stützring 27 abgestützt ist, der mit einer tangentialen oder konkaven kugelringabschnittsförmigen
Anlagefläche an der Schulterfläche 25 anliegt.
[0020] Die Rückhalteeinrichtung 16 ist durch einen zylindrischen oder stufenzylindrischen
Anschlagsstift oder -zapfen 31 gebildet, der mit geringem Bewegungsspiel in einem
radialen Führungsloch oder einer Führungsbohrung 32 in der Gehäusewand 2a radial verschiebbar
gelagert ist, deren radiale Mittelachse 33 rechtwinklig zur Drehachse 13 und parallel
zur Schwenkachse 14 verläuft und bezüglich letzterer zur der Steuerscheibe 17 gegenüberliegenden
Seite versetzt ist. Der Anschlagzapfen 31 ist zwischen einer radial eingeschobenen
und in der Zeichnung dargestellten Arbeitsstellung, in der sein radial inneres Stiftende
34 eine der Steuerscheibe 17 zugewandte Schulterfläche 11a an der Schrägscheibe 11
überlappt und somit die Schrägscheibe 11 axial zu stützen vermag, und einer radial
ausgeschobenen Freigabestellung, in der das Stiftende 34 aus dem Gehäuseinnenraum
3 herausgeschoben ist oder die Schrägscheibe 22 zur axialen Montage oder Demontage
freigibt, verstellbar. Die radiale Schulterfläche 11a wird beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
durch eine Ausnehmung 11b, hier eine Sackbohrung, in der Schrägscheibe 11 gebildet.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel befindet sich die Ausnehmung 11b im mittleren
Bereich der Schrägscheibe 11, wobei die Tiefe t der Ausnehmung 11b einige Millimeter,
z. B. etwa 3 bis 5 mm, betragen kann. Die Querschnittsgröße der Ausnehmung 11b ist
unter Berücksichtigung eines Bewegungsspiels b größer bemessen, als die Querschnittsgröße
des Anschlagzapfens 31, so daß dieser mit Bewegungsspiel b in die Ausnehmung 11b einfaßt,
wie es in Fig. 1 dargestellt ist. Vorzugsweise ist die Mittelachse 33 des Anschlagzapfens
31 koaxial zur Schwenkachse 14 angeordnet, wobei die Ausnehmung 11b kreisrund ausgebildet
werden kann. Wenn die Mittelachse 33 bezüglich der Schwenkachse 14 axial und ggf.
auch radial versetzt ist, bedarf es einer kreisbogenförmig um die Schwenkachse 14
gekrümmten Form der Schulterfläche 11a, wobei die Ausnehmung 11b durch ein kreisbogenförmig
gekrümmtes Langloch gebildet sein kann. In der eingeschobenen Arbeitsstellung kann
der Anschlagzapfen 31 mit seiner Stirnfläche am Grund der Ausnehmung 11b anliegen
und dadurch die Schrägscheibe 11 radial stützen oder einen kleinen Abstand im Sinne
eines Bewegungsspiels davon aufweisen.
[0021] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1, bei der die Rückhalteeinrichtung 16 die Schrägscheibe
11 direkt stützt und an der Schrägscheibe 11 direkt angreift, bedarf es einer Fixierung
der Lochscheibe 22 an der Schrägscheibe 11, um die Rückhaltewirkung der Rückhalteeinrichtung
16 auch auf die Gleitschuhe 8 wirksam werden zu lassen. Bei der vorliegenden Ausgestaltung
ist deshalb zur Fixierung der Gleitschuhe 8 an der Schrägscheibe 11 eine zusätzliche
Rückhalteeinrichtung, nämlich eine Stützeinrichtung 16a vorgesehen, die die Lochscheibe
22 unter Berücksichtigung eines Bewegungsspiels a formschlüssig daran hindert, von
der Gleitfläche 12 abzuheben. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die Stützeinrichtung
16a durch zwei einander diametral gegenüberliegend, spiegelbildlich angeordnete und
mit der Schrägscheibe 11 verbundene Stützteile 16b gebildet, die beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel mit einem axialen Stützteilschenkel 16c, der radial neben der
Rückzugeinrichtung 15 bzw. neben der Lochscheibe 22 angeordnet ist, und einem vom
Stützteilschenkel 16c radial nach innen ragenden Stützteilschenkel 16d gebildet, die
einteilig miteinander verbunden sind. Die Stützteile 16b können auch einteilig mit
der Schrägscheibe 11 verbunden sein und von dieser z. B. axial vorragen. Bei der vorliegenden
Ausgestaltung sind die Stützteile 16b separate Teile, die mit einer ebenen Grundfläche
16e an der ebenen Gleitfläche 12 der Schrägscheibe 11 anliegen und durch Kopfschrauben
16f mit der Schrägscheibe 11 verschraubt sind, die jeweils den Stützteilschenkel 16c
in einem Durchgangsloch durchfassen und in ein Gewindeloch in der Schrägscheibe 11
einfassen. Die radialen Abstände zwischen dem Stützteilschenkel 16c und der Lochscheibe
22 einerseits sowie der Gehäusewand 2a andererseits sind jeweils so groß zu bemessen,
daß auch in Schräglagen der Schrägscheibe 11 jeweils ein radialer Abstand vorhanden
ist. Zwischen dem Stützteilschenkel 16d und der Rückzugeinrichtung 15, hier der Lochscheibe
22, ist ein kleiner axialer Abstand a vorhanden. Die Anlagefläche des Stützteilschenkels
ist eine ebene Fläche, wodurch eine geringe Flächenpressung und ein geringer Verschleiß
sowie eine lange Lebensdauer gewährleistet sind.
[0022] Wie aus Fig. 3 zu entnehmen ist, können die Stützteile 16b - längs der Drehachse
13 gesehen - entsprechend dem Umfangsrand der runden Lochscheibe 22 gekrümmt sein,
wodurch eine größere Übergriffsfläche am Stützteilschenkel 16d erreicht wird. Aus
Fig. 3 läßt sich auch entnehmen, daß jedes Stützteil 16b mit mehreren, insbesondere
zwei, Kopfschrauben 16f verschraubt sein kann.
[0023] Die radial einwärts gerichteten Bewegungen des Anschlagzapfens 31 sind durch einen
Anschlag 35 begrenzt. Diese Arbeitsstellung ist durch eine Stufenfläche 37 der stufenförmig
ausgebildeten Führungsbohrung 32 und einer Stufenfläche 38 des radial auswärts divergent
stufenförmig ausgebildeten Anschlagszapfens 31 bestimmt. Ein Verschlußstopfen 39 ist
in die von außen eingearbeitete Führungsbohrung 32 eingeschraubt und abgedichtet.
Zur Abdichtung des Anschlagzapfens 31 ist eine oder sind zwei Ringdichtungen 41 vorgesehen,
die zwischen der Wandung der Führungsbohrung 32 und der Außenmantelfläche des Anschlagzapfens
31 in einer Ringnut auf einer oder auf beiden Seiten der Stufenflächen 37, 38 angeordnet
und wirksam sind.
[0024] Der Anschlagzapfen 31 ist durch die Kraft einer Feder 40 in seine Freigabestellung
vorgespannt, die beim vorliegenden Ausführungsbeispiel durch eine Wendelfeder gebildet
ist, die an einem Flansch 31a am äußeren Ende des Anschlagzapfens 31 angreift und
die an einer Stufenfläche 32a einer äußeren Bohrungserweiterung 32b der Führungsbohrung
32 anliegt.
[0025] Es ist der Zweck der Rückhalteeinrichtung 16 und der Stützeinrichtung 16a, die Rückzugeinrichtung
15 gegen Überlastungen axial zu stützen, die aus in der Zeichnung nach rechts gerichteten
Zugkräften resultieren, die die Kolben 7 bei einem Saughub erzeugen und deren Resultierende
mit dem Pfeil Fr verdeutlicht ist. Für eine hinreichende Abstützung reicht es deshalb
aus, wenn die Rückhalteeinrichtung 16 - axial gesehen - auf der Seite der Axialkolbenmaschine
1 angeordnet ist, auf der die Kolben 7 die Saughübe ausführen. Bei einer Axialkolbenmaschine
1 mit einer schwenkbaren Schrägscheibe 11, wie es beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
der Fall ist, ist die Rückhalteeinrichtung 16, hier der Anschlagzapfen 31 - längs
der Drehachse 13 gesehen - im Bereich der Schwenkachse 14 angeordnet. Dabei kann sich
die in der Arbeitsstellung des Anschlagsstifts 31 der Rückzugeinrichtung 15 gegenüberliegende
und sich vorzugsweise bezüglich der Drehachse 13 radial erstreckende Stützfläche 31b
am Anschlagzapfen 31 in Flucht mit der Schwenkachse 14 befinden. Um beim Schwenken
der Schrägscheibe 11 Zwängungen am Anschlagsstift 31 zu vermeiden, ist es vorteilhaft,
die Stützfläche 31b bezüglich der Mittelachse 33 des Anschlagsstifts 31 konvex zu
runden. Diese Merkmale erfüllt eine zylindrische Form des Anschlagsstifts 31 in einfacher
Weise sehr vorteilhaft. Die axiale Stützkraft des Gehäuses ist mit Fg bezeichnet.
[0026] Im Rahmen der Erfindung kann der Abstand b auch entfallen, da keine wesentliche Relativbewegung
zwischen den Schrägscheiben 11 und dem Anschlagzapfen 31 stattfindet. Der Abstand
a und/oder b ist maximal so groß, daß bei einer großen axialen Belastung die Rückzugeinrichtung
15 gegen die Stützfläche 31b stößt und die Schulterfläche 11a gegen den Anschlagstift
31 stößt, bevor die Rückzugeinrichtung 15 über ihren elastischen Verformungsbereich
hinaus bzw. über ihre Streckgrenze hinaus verformt wird. Hierdurch ist gewährleistet,
daß nur bei Belastungsspitzen die Rückzugeinrichtung 15, hier die Lochscheibe 22,
in Kontakt mit dem Stützteilschenkel 16d und mittelbar über die Schrägscheibe 11 in
Kontakt mit der Stützfläche 31b kommen und dann wirksam über den Anschlagzapfen 31
am Gehäuse 2 abgestützt werden kann. Wenn die Überlastung aufhört, kehrt die Rückzugeinrichtung
15 aufgrund ihrer Elastizität wieder in ihre Ausgangsstellung zurück. Hierdurch ist
jeweils eine Reibung insbesondere zwischen der Rückzugeinrichtung 15 und dem Stützteilschenkel
16d und zwischen der Schulterfläche 11a und der Stützfläche 31b bei normalen Belastungen
der Axialkolbenmaschine 1 vermieden, wodurch Reibungsverschleiß vermindert oder dann,
wenn Belastungsspitzen nicht auftreten, vermieden wird.
[0027] Bei einer Axialkolbenmaschine 1 deren Schrägscheibe 11 über die Nullstellung hinaus
verschwenkbar ist, ist auf der gegenüberliegenden Seite eine Rückhalteeinrichtung
16 entsprechend spiegelbildlich anzuordnen, die bei Drehrichtungsumkehr in Funktion
kommt.
[0028] Der radial außen vom Anschlagzapfen 31 befindliche Lochraum bildet im Funktionsbetrieb
der Axialkolbenmaschine 1 einen sekundären Druckraum 42, der durch einen Kanal 43,
44 mit einem primären Druckraum verbunden ist, in dem im Funktionsbetrieb der Axialkolbenmaschine
1 ein Druck herrscht, der sich durch den Kanal 43, 44 in den Druckraum 42 fortpflanzt
und am äußeren Ende des Anschlagzapfens 31 eine radial einwärts gerichtete Schubkraft
erzeugt, die die Kraft der Feder 40 überwindet und den Anschlagzapfen 31 in seine
Arbeitsstellung verschiebt.
[0029] Bei dem primären Druckraum kann es sich z. B. um den Gehäuseinnenraum 3 handeln,
in dem sich im Funktionsbetrieb der Axialkolbenmaschine 1 ein ausreichender Leckdruck
einstellt, der die vorgenannte Schubkraft zu erzeugen vermag. Dabei ist zu berücksichtigen,
daß dieser Innenraumdruck an der Stirnfläche des Stiftendes 34 eine Gegenkraft erzeugt
und deshalb die wirksame Differenzfläche zwischen der äußeren und der inneren Stirnfläche
des Anschlagstiftes 31 oder der Innenraumdruck entsprechend groß zu bemessen ist.
In diesem Falle bedarf es einer Kanalverbindung zwischen dem sekundären Druckraum
42 und dem Gehäuseinnenraum 3, die durch einen in der Gehäusewand 2a verlaufenden
Kanal oder durch eine längs durch den Anschlagzapfen 31 verlaufende Bohrung 43a gebildet
sein kann. Bei einer anderen Ausgestaltung kann der Druckraum 42 durch einen in der
Gehäusewand 2a verlaufenden, z. B. durch eine Längsbohrung gebildeten Kanal 44 mit
einer im Funktionsbetrieb einen Arbeits- oder Steuerdruck aufweisenden Druckleitung
der Axialkolbenmaschine oder einem benachbarten hydraulischen Aggregat (Fremddruck)
verbunden sein, wobei auch dieser Arbeits- oder Steuerdruck oder Fremddruck so groß
sein soll, daß er die die Kraft der Feder 40 überwindende Schubkraft erzeugt. Auch
in diesem Fall ist die vom Innenraumdruck an der inneren Stirnfläche des Anschlagzapfens
31 erzeugte Gegenkraft zu berücksichtigen und die Differenzfläche zwischen der äußeren
und inneren Stirnfläche des Anschlagzapfens 31 oder der Arbeits- oder Steuer- oder
Fremddruck entsprechend groß zu bemessen.
[0030] Für einen sicheren Funktionsbetrieb reicht jeweils einer der beiden Kanäle 43, 44
aus. Zwecks Verbesserung der Anpaßbarkeit der Axialkolbenmaschine 1 an beide vorgenannten
Druckquellen, können beide Kanäle 43, 44 zugleich vorhanden sein, wobei nur einer
oder beide Kanäle an die zugehörige Druckquelle angeschlossen sein können. Im letzteren
Fall ist in beiden Kanälen 43, 44 ein Rückschlagventil 45, 46 anzuordnen, dessen Ventilkörper
47, 48 in Richtung auf die zugehörige Druckquelle schließt. Die Ventilkörper 47, 48
können durch eine Feder in ihre Schließstellung vorgespannt sein oder sie können ohne
Feder frei beweglich angeordnet sein.
[0031] Wenn der Kanal 44 nicht angeschlossen ist und der Gehäuseinnenraum 3 als primärer
Druckraum 49 benutzt wird, pflanzt sich im Funktionsbetrieb der im Gehäuseinnenraum
3 vorhandene Druck durch den Kanal 43 in den sekundären Druckraum 42 fort, wo er am
äußeren Ende des Anschlagzapfens 31 die Einschubkraft zum Verschieben des Anschlagzapfens
31 in seine Arbeitsstellung erzeugt. Dabei schließt das Rückschlagventil 46 selbsttätig,
indem sein Ventilkörper 48 sich unter dem vorhandenen Druck gegen den zugehörigen
Ventilsitz 51 bewegt. Ist dagegen der Kanal 44 an einen primären Druckraum angeschlossen,
dann wird der Anschlagzapfen 31 durch diesen Druck in seine Arbeitsstellung verschoben,
wobei der Ventilkörper 47 des Rückschlagventils 45 am zugehörigen Ventilsitz 52 selbsttätig
schließt, wodurch der Druck im Gehäuseinnenraum 3 unbeeinträchtigt bleibt und keine
Leckverluste auftreten.
[0032] Die Rückschlagventile 45, 46 begrenzen ein geschlossenes Druckraumsystem, in dem
der Druck entspannt werden muß, bevor z. B. für eine Demontage der Schrägscheibe 11
oder der Rückzugeinrichtung 15 der Anschlagstift 31 in seine Freigabestellung verschiebbar
ist. Dies kann z. B. durch ein wenigstens geringfügiges Öffnen des Verschlußstopfens
39 erfolgen. Eine andere Maßnahme zum selbsttätigen Entspannen bzw. verzögerten Entspannen
des Druckraumsystems besteht darin, das Druckraumsystem durch einen kleinen oder gedrosselten
Kanal mit dem Rücklaufsystem oder dem Tank zu verbinden, wobei die Drossel zwecks
Vermeidung von Leistungsverlusten möglichst klein bemessen sein soll. Ein solcher
Entspannungskanal 53 mit einer Drossel 54 kann z. B. im Verschlußstopfen 39 angeordnet
sein, wie es die Zeichnung andeutungsweise zeigt.
[0033] Es ist im übrigen insbesondere bei einem größeren Bewegungshub des Anschlagstifts
31 vorteilhaft, den Ringraum zwischen den Stufenflächen 37, 38 zu be- und entlüften
oder durch einen Kanal mit einer im wesentlichen drucklosen Leitung für das hydraulische
Medium zu verbinden. Dies kann durch einen andeutungsweise dargestellten Kanal 55
erfolgen, der sich vom Ringraum z. B. zum Tank für das hydraulische Medium erstreckt.
[0034] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2, bei dem gleiche oder vergleichbare Teile mit
gleichen Bezugszeichen versehen sind, ist die Stützeinrichtung 16a gleich ausgebildet
wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, jedoch ist die Rückhalteeinrichtung 16 im
Unterschied zur Fig. 1 nicht am Gehäuse 2, sondern an der Schrägscheibe 11 angeordnet
und zwischen einer radial eingeschobenen Freigabestellung und einer radial ausgeschobenen
Arbeitsstellung, in der der Anschlagzapfen 31 eine Schulterfläche 2b am Gehäuse 2
hintergreift und dadurch axial in Richtung auf die Kolben 7 abgestützt ist, verschiebbar
gelagert. Auch hier ist der wenigstens eine Anschlagzapfen 31 durch eine Feder 40
in seine Freigabestellung vorgespannt und durch einen Druck in einem an den Anschlagzapfen
31 angrenzenden Druckraum 42 in seine Arbeitsstellung beaufschlagbar. Auch bei dieser
Ausgestaltung ist der runde Anschlagzapfen 31 mit einem Kolben 56 und einem von diesem
radial nach außen ragenden Kolbenschaft 57 als Stufenkolben ausgebildet. Der Kolben
56 ist in einer etwa radial und im mittleren Bereich der Schrägscheibe 11 angeordneten
sowie an deren Umfangsfläche austretenden Sackbohrung 58 verschiebbar gelagert und
jeweils durch die als den Kolbenschaft 57 umgebende Wendelfeder ausgebildete Feder
40 in Richtung auf den Grund der Sackbohrung 58 vorgespannt. Die Feder 40 wirkt einerseits
gegen die Kolbenringfläche und andererseits gegen eine Widerlagerschulter 59, die
z. B. durch einen Sicherungsring gebildet sein kann, der in eine Innennut in der Wandung
der Sackbohrung 58 eingesetzt ist. Die Tiefe der Sackbohrung 58 und die Längen des
Kolbens 56 und des Kolbenschaftes 57 sind so aufeinander abgestimmt, daß in der eingeschobenen
Freigabestellung (Fig. 3 oben) der Anschlagzapfen 31 einen Abstand von der Innenfläche
der Gehäusewand 2a aufweist und in der ausgeschobenen Arbeitsstellung der Anschlagzapfen
31 eine etwa radiale Schulterfläche 2b hintergreift, die den Kolben 7 in axialer Richtung
abgewandt ist und dadurch ein die Stützkraft Fg bereitstellendes Widerlager für die
Kolbenkräfte Fr bilden kann. Auch bei dieser Ausgestaltung kann die Schulterfläche
2b durch eine Ausnehmung 2c bzw. Sackbohrung in der Innenmantelfläche der Gehäusewand
2a gebildet sein. Wie bereits beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist auch bei der
Ausgestaltung nach Fig. 2 bis 4 die Stützkraft des Gehäuses 2 mit F bezeichnet, die
aufgrund der Übertragungswirkung der Stützeinrichtung 16a auch am Stützteilschenkels
16d wirksam ist.
[0035] Der im Grund der Sackbohrung 58 angeordnete sekundäre Druckraum 42 ist durch wenigstens
einen oder bei der vorliegenden Ausgestaltung ebenfalls zwei Kanäle 61, 62 jeweils
mit einem primären Druckraum verbunden. Es erstreckt sich ein für beide vorgenannten
Kanäle 61, 62 gemeinsamer Kanal 63 z. B. sekantial durch die Schrägscheibe 11, wobei
dieser Kanal einen erweiterten quer bzw. axial verlaufenden Kanalabschnitt 64 schneidet,
in den eine Ventilpatrone 65 fest eingesetzt ist, z. B. eingeschraubt ist. Die Kanäle
61, 62 erstrecken sich einander entgegengesetzt vom Ventilraum eines Wechselventils
66, in dem ein Ventilkörper, z. B. eine Ventilkugel 67, koaxial zu den Kanälen 61,
62 bewegbar gelagert ist und deren Öffnungen zu den Kanälen 61, 62 wechselseitig zu
schließen und zu öffnen vermag. Der mit 61 bezeichnete Kanal mündet in den Gehäuseinnenraum
3, während der mit 62 bezeichnete Kanal durch eine gedrosselte Kanalverbindung 68,
die einen zugehörigen Gleitschuh 8 und einen Kolbenkopf 9 axial durchsetzt, mit dem
zugehörigen Kolbenraum und somit mit einer an sich bekannten hydrostatischen Druckentlastung
für den Gleitschuh 8 und den zugehörigen Kolbenkopf 9 verbunden ist. Die Kolben 7
sind vorzugsweise als Hohlkolben ausgebildet. Bei der vorbeschriebenen Ausgestaltung
kann der Anschlagzapfen 31 sowohl vom Arbeitsdruck als auch vom Gehäuseinnenraumdruck
wahlweise beaufschlagt und in seine Arbeitsstellung ausgeschoben werden, wobei der
Ventilkörper 67 jeweils den einen niedrigeren Druck enthaltenden Kanal 61, 62 selbsttätig
schließt. Im Funktionsbetrieb kann der Arbeitsdruck die Beaufschlagung des Druckraums
42 übernehmen. Dagegen kann der Gehäuseinnenraumdruck die Beaufschlagung übernehmen,
wenn der Arbeitsdruck abfällt, z. B. unmittelbar nach einer Abschaltung der Axialkolbenmaschine
1, wobei ein auch nach Abschaltung eine gewisse Zeit noch bestehender Gehäuseinnenraumdruck
den Anschlagzapfen 31 in seiner ausgeschobenen Arbeitsstellung halten kann.
[0036] In der ausgeschobenen Arbeitsstellung ist die Ausschubbewegung des oder der Anschlagzapfen
31 durch Anschlag am Widerlager 59 so begrenzt, das die Anschlagzapfen 31 einen radialen
Abstand c vom Grund der Ausnehmung 2b aufweist und somit keine radialen Spannungen
zwischen der Schrägscheibe 11 und der Gehäusewand 2b bestehen.
[0037] Nach längerer Stillstandszeit oder im Fall einer Demontage der Axialkolbenmaschine
1 kann die Feder 40 den Anschlagszapfen 31 in seine Freigabestellung verschieben,
in der die Schrägscheibe 11 problemlos demontierbar ist.
[0038] Wie bezüglich des ersten Ausführungsbeispiels bereits erklärt, reicht es für eine
wirksame axiale Rückhalterung der Rückzugeinrichtung 15 aus, wenn ein Anschlagszapfen
31 vorzugsweise im mittleren Bereich des Saug- bzw. Druckhubabschnitts der Kolben
7 vorhanden ist. Zwecks symmetrischer Abstützung oder bei solchen Axialkolbenmaschinen,
bei denen die Schrägscheibe 11 über ihre O-Stellung hinaus verstellbar ist, z. B.
zwecks Drehrichtungsumkehr, ist es vorteilhaft, zu beiden Seiten der Drehachse 13
eine Rückhalteeinrichtung 16 und auch eine Stützeinrichtung 16a vorzusehen, wie es
in Fig. 2 dargestellt ist. In diesem Falle schneiden beide Kanäle 63 den die Ventilpatrone
65 enthaltenden Kanal 64 zwecks Verbindung mit den Kanälen 61, 62. Die Ventilpatrone
65 weist im Bereich des Ventilraums ein oder mehrere radiale Verbindungslöcher auf,
die in den bzw. die Kanäle 63 münden.
[0039] Fig. 5 zeigt die hydraulische Steuerung des oder der Rückhaltevorrichtungen schematisch,
wobei in den Kanälen 61, 62 jeweils eine Drossel 69, 71 zwecks Drosselung des Arbeitsdrucks
oder des Gehäuseinnendrucks angeordnet ist.
[0040] Im Rahmen der Erfindung kann die Rückhalteeinrichtung 16 oder können die Rückhalteeinrichtungen
16 mittig oder - wie aus Fig. 3 zu entnehmen ist - um ein Maß d versetzt und somit
außermittig angeordnet sein. Dabei ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, daß
die Schwenkachse 14 und die Mittelachse 31 der Rückhalteeinrichtung 16 koaxial zueinander
angeordnet sind (nicht dargestellt). Des weiteren ist es im Rahmen der Erfindung auch
möglich, daß zwei einander gegenüberliegend angeordnete runde Anschlagszapfen 31 das
Schwenklager der Schrägscheibe 11 bilden können, wenn die die Anschlagzapfen 31 aufnehmenden
Ausnehmungen 2c, 11b Lagerausnehmungen sind und insbesondere durch Lagerbohrungen
gebildet sind. Dies gilt sowohl für die Ausgestaltung nach Fig. 1 als auch für die
nach Fig. 2 bis 4.
[0041] Es ist im Rahmen der Erfindung auch möglich (Fig. 3), das von der Welle 4 durchfaßte
Loch 66 in der Schrägscheibe 11 zu der Seite exzentrisch siehe (c) im Gehäuse 2 anzuordnen,
zu der die Schwenkachse 14 und/oder die Mittelachse 31 versetzt ist. Dabei kann diese
Exzentrizität c kleiner als das Versatzmaß d sein und vorzugsweise etwa halb so groß
sein.
[0042] Bei der Ausgestaltung nach Fig. 4 weist die Schrägscheibe 11 auf ihrer Rückseite
2 einen stumpfen Winkel W miteinander einschließende Anlageflächen 11c, 11d auf, die
vorzugsweise eben sind, und mit denen sie in ihrer Stellung minimalen und maximalen
Schwenkwinkels an der gegenüberliegenden Stirnwand 2d des Gehäuses 2 anliegt. Dabei
kann die Schrägscheibe 11 nicht nur in ihren Schwenkendstellungen, sondern mit dem
Scheitel 67 auch in wahlweisen Zwischenstellungen an der Stirnwand 2d anliegen und
axial abgestützt sein, wodurch das Schwenklager gebildet oder die zu beiden Seiten
vorhandenen Schwenklager der Schrägscheibe 11 entlastet sind und somit weniger stabil
ausgebildet werden können. Die Anlage der Anlageflächen 11c, 11d ist insbesondere
dann vorteilhaft, wenn zwei Anschlagzapfen 31 das Schwenklager bilden, wie es Fig.
4 andeutungsweise zeigt.
[0043] Die Fig. 6 bis 10 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Axialkolbenmaschine 1. Dieses Ausführungsbeispiel stimmt weitgehend mit dem anhand
der Fig. 2 bis 4 beschriebenen Ausführungsbeispiele überein. Für gleiche oder gleichwirkende
Teile wurden übereinstimmende Bezugszeichen vergeben, so daß sich insoweit eine wiederholende
Beschreibung erübrigt.
[0044] Der Unterschied zu dem anhand der Fig. 2 bis 4 erläuterten Ausführungsbeispiel besteht
darin, daß die Stützeinrichtung 16a die Rückzugeinrichtung 15 nicht fortwährend hintergreift,
sondern nur dann hintergreift, wenn sich die Rückhalteeinrichtung 16 in ihrer ausgefahrenen
Arbeitsstellung befindet. Wenn sich die Rückhalteeinrichtung 16 hingegen in ihrer
nicht ausgefahrenen Grundstellung befindet, gibt die Stützeinrichtung 16a die Rückzugeinrichtung
15 frei. Dies erleichtert die Demontage der Axialkolbenmaschine 1 wesentlich.
[0045] Bei dem in den Fig. 6 bis 10 dargestellten Ausführungsbeispiel umfaßt die Stützeinrichtung
16a jeweils eine Drehwelle 80. An der Drehwelle 80 ist ein exzentrischer, im Ausführungsbeispiel
plattenförmiger, Fortsatz 81 angeordnet bzw. einstückig mit der Drehwelle 80 ausgebildet.
Die Drehwelle 80 befindet sich im Eingriff mit dem Anschlagzapfen 31 der Rückhalteeinrichtung
16. Wenn der Anschlagzapfen 31 von der in Fig. 7 dargestellten Grundstellung in die
in Fig. 6 dargestellte Arbeitsstellung verschoben wird, so bewirkt diese Translationsbewegung
des Anschlagzapfens 31 eine Drehbewegung der Drehwelle 80 und somit eine Drehung des
exzentrischen Fortsatzes 81 an jeder Drehwelle 80. Der exzentrische Fortsatz 81 ist
dabei so angeordnet, daß er nur dann die Rückzugeinrichtung 15 hintergreift, wenn
sich der Anschlagzapfen 31 der Rückhalteeinrichtung 16 in seiner Arbeitsstellung befindet,
so wie dies in Fig. 6 dargestellt ist. Wenn sich der Anschlagzapfen 31 hingegen in
seiner in Fig. 7 dargestellten Grundstellung befindet, so hintergreift der exzentrische
Fortsatz 81 der beiden Drehwellen 80 die Rückzugeinrichtung 15 nicht, so daß die Rückzugeinrichtung
15 und die damit verbundenen Bauteile problemlos demontiert werden können.
[0046] Wie sich dies sowohl aus der Fig. 9, die den Ausschnitt IX in Fig. 8 vergrößert darstellt,
als auch aus Fig. 10, die den Ausschnitt X in Fig. 7 vergrößer darstellt, ergibt,
hat der Anschlagzapfen 31 eine Verzahnung 82, die mit einer Verzahnung 83 an der Drehwelle
80 kämmt. Im Ausführungsbeispiel ist die Verzahnung 82 des Anschlagzapfens 31 an einer
Abflachung 84 des Anschlagzapfens 31 in Art einer Zahnstange ausgebildet. Die Verzahnung
82 könnte alternativ jedoch auch durch an der Mantelfläche des Anschlagzapfens 31
umlaufende Nuten ausgebildet sein. Die Drehwelle 80 ist in dem Bereich, in welchem
sie im Eingriff mit dem Anschlagzapfen 31 steht, als Zahnrad mit umfänglich verteilt
angeordneten Zähnen 85 ausgebildet. Durch die Verzahnung 83 steht die Drehwelle 80
mit dem zugeordneten Anschlagzapfen 31 so in Wirkverbindung, daß bei einer Verschiebung
bzw. Translationsbewegung des Anschlagzapfens 31 die Drehwelle 80 eine Drehbewegung
ausführt.
[0047] Bei dem anhand der Fig. 6 bis 10 beschriebenen Ausführungsbeispielen ist besonders
vorteilhaft, daß durch die Betätigung der Rückhalteeinrichtung 16 sowohl eine Verankerung
der Schrägscheibe 11 an dem Gehäuse 2, als auch der Rückzugeinrichtung 15 an der Schrägscheibe
11 automatisch bzw. selbsttätig bewirkt wird. Sobald sich in dem Gehäuseinnenraum
3 ein Gehäuseinnendruck einstellt oder über die Kanalverbindung 68 ein Systemdruck
ansteht, wird die erfindungsgemäße Rückhalteeinrichtung 16 betätigt und bewirkt die
beschriebene Verankerung. Bei der Demontage wird diese Verankerung automatisch zurückgesetzt,
wodurch Wartungsarbeiten erheblich vereinfacht werden.
1. Axialkolbenmaschine (1) mit einem Gehäuse (2), mit einer in einem Gehäuseinnenraum
(3) drehbar angeordneten Zylindertrommel (5), in welcher mehrere Zylinderbohrungen
(6) ausgebildet sind, in welchen Kolben (7) bewegbar geführt sind, die sich über Gleitschuhe
(8) an einer Schrägscheibe (11) abstützen, mit einer Rückzugeinrichtung (15), an welcher
sich die Gleitschuhe (8) bei der Rückzugbewegung der Kolben (7) abstützen, und mit
einer gegen eine Feder (40) bewegbaren Rückhalteeinrichtung (16) zum Stützen der Rückzugeinrichtung
(15) an dem Gehäuse (2),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückzugeinrichtung (15) auf ihrer der Schrägscheibe (11) abgewandten Seite von
einer mit der Schrägscheibe (11) verbundenen Stützeinrichtung (16a) hintergriffen
ist und
daß die Rückhalteeinrichtung (16) an der Schrägscheibe (11) im wesentlichen radial bewegbar
angeordnet ist und in eine Arbeitsstellung bewegbar ist, in der sie eine Schulterfläche
(2b) am Gehäuse (2) hintergreift.
2. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückhalteeinrichtung (16) von einem angrenzenden Druckraum (42) so beaufschlagt
ist, daß die Rückhalteeinrichtung (16) in die Arbeitsstellung geschoben wird, wenn
in dem Druckraum (42) ein Druck ansteht, wobei der Druckraum (42) mit dem Gehäuseinnenraum
(3) und/oder einer im Betriebszustand der Axialkolbenmaschine Druck führenden Leitung
(44) verbunden ist, und
daß die Rückhalteeinrichtung (16) durch die Feder (40) so beaufschlagt ist, daß die Rückhalteeinrichtung
(16) in eine die Schulterfläche (11a; 2b) freigebende Freigabestellung verschoben
wird, wenn der Druckraum (42) im wesentlichen drucklos ist.
3. Axialkolbenmaschine nach einer der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückhalteeinrichtung (16) bezüglich der Längsmittelachse (13) der Axialkolbenmaschine
(1) auf der Seite angeordnet ist, auf der die Kolben (7) jeweils einen Saughub ausführen,
oder auf beiden Seiten eine Rückhalteeinrichtung (16) angeordnet ist.
4. Axialkolbenmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückhalteeinrichtung (16) durch einen oder mehrere in Umfangsrichtung des Gehäuses
(2) beabstandet angeordnete Anschlagzapfen (31) gebildet ist, die jeweils in einer
etwa radialen Führung (32, 58) im Gehäuse (2) oder an der Schrägscheibe (11) zwischen
ihrer die Schulterfläche (11a; 2b) hintergreifenden Arbeitsstellung und einer diese
freigebende Freigabestellung verschiebbar sind.
5. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führung ein Führungsloch (32), insbesondere ein Stufenloch, ist und der Anschlagzapfen
(31) ein insbesondere stufenförmiger Stift oder Zapfen ist.
6. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Anschlag oder eine Stufenfläche (37, 38) die Bewegung des Anschlagzapfens (31)
in seine Arbeitsstellung begrenzt.
7. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlagzapfen (31) in seiner Arbeitsstellung stirnseitig einen Abstand (c) von
einer gegenüberliegenden Fläche des Gehäuses (2) oder der Schrägscheibe (11) aufweist.
8. Axialkolbenmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schrägscheibe (11) um eine quer verlaufende Schwenkachse (14) schwenkbar in einem
Schwenklager gelagert ist.
9. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückhalteeinrichtung (16) durch einen Anschlagzapfen (31) gebildet ist, der in
einer die Schwenkachse (14) enthaltenden Axialebene der Axialkolbenmaschine (1) bezüglich
der Drehachse (13) der Axialkolbenmaschine (1) auf einer oder auf beiden Seiten der
Axialkolbenmaschine (1) angeordnet ist.
10. Axialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
der Anschlagzapfen (31) an seiner der Schulterfläche (11a, 2b) zugewandten Seite konvex
gerundet ist, vorzugsweise eine zylindrische Querschnittsform aufweist.
11. Axialkolbenmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schulterfläche (11a; 2b) an der Schrägscheibe (11) oder am Gehäuse (2) durch
eine Ausnehmung (11b; 2c), insbesondere durch eine Sackbohrung, gebildet ist.
12. Axialkolbenmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützeinrichtung (16a) durch ein ringförmiges oder wenigstens zwei einander radial
gegenüberliegende Stützteile (16c) gebildet ist, von denen jedes sich von der Schrägscheibe
(11) axial in Richtung auf die Zylindertrommel (5) erstreckt und dabei die Rückzugeinrichtung
(15) überund hintergreift.
13. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß das oder die Stützteile (16c) jeweils durch ein separates Bauteil gebildet ist bzw.
sind, das an der der Zylindertrommel (5) axial zugewandten Seite der Schrägscheibe
(11) befestigt ist, vorzugsweise durch wenigstens eine Schraube (16f).
14. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das oder die Stützteile (16c) bezüglich der Mittelachse der Zylindertrommel (5) kreisförmig
oder kreisbogenförmig gekrümmt ist bzw. sind.
15. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei einander gegenüberliegend angeordnete Rückhalteeinrichtungen (16) das Schwenklager
für die Schrägscheibe (11) bilden.
16. Axialkolbenmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückhalteeinrichtung (16) bezüglich einer Längsmittelebene der Zylindertrommel
(5) um ein Maß (d) quer versetzt ist.
17. Axialkolbenmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Rückhalteeinrichtung (16) und der Schulterfläche (11a; 2b) und/oder
zwischen der Stützeinrichtung (16a) und der Rückzugeinrichtung (15) ein axialer Abstand
(a und/oder b) vorgesehen ist, der so groß bemessen ist, daß im Funktionsbetrieb der
Axialkolbenmaschine (1) die Rückzugeinrichtung (15) gegen die Rückhalteeinrichtung
(16) stößt, bevor die Rückzugeinrichtung (15) über ihre elastische Verformungsgrenze
hinaus verformt wird.
18. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckraum (42) durch einen in der zugehörigen Gehäusewand (2a) oder in der Schrägscheibe
(11) oder längs im Anschlagzapfen (31) verlaufenden ersten Verbindungskanal (43) mit
dem Gehäuseinnenraum (3) verbunden ist.
19. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druck führende Leitung einen in den Druckraum (42) mündenden zweiten Verbindungskanal
(44) in der Gehäusewand (2a) aufweist.
20. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß in jedem der Verbindungskanäle (43, 44) ein Rückschlagventil (45, 46) angeordnet
ist.
21. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß das von den Rückschlagventilen (45, 46) begrenzte und den Druckraum (42) enthaltende
Druckraumsystem durch eine gedrosselte Leitung (53) mit einer Leitung entsprechend
niedrigen Druckes (Rücklaufleitung, Leckleitung oder Tank) verbunden ist.
22. Axialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützeinrichtung (16a) von der Rückhalteeinrichtung (16) so betätigt wird, daß
die Stützeinrichtung (16a) die Rückzugeinrichtung (15) nur dann hintergreift, wenn
sich die Rückhalteeinrichtung (16) in ihrer Arbeitsstellung befindet, und ansonsten
freigibt.
23. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützeinrichtung (16a) eine oder mehrere Drehachsen (80) umfaßt, an welchen jeweils
ein exzentrischer Fortsatz (81) angeordnet ist, der je nach Drehstellung der Drehachse
(80) die Rückzugeinrichtung (15) hintergreift oder freigibt.
24. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückhalteeinrichtung (16) einen oder mehrere in Umfangsrichtung des Gehäuses
(2) beabstandet angeordnete Anschlagzapfen (31) umfaßt, wobei die Anschlagzapfen (31)
eine Verzahnung (82) aufweisen, in die jeweils eine Verzahnung (83) der Drehachsen
(80) der Stützeinrichtung (16a) eingreift.