[0001] Die Erfindung betrifft eine Kompressorvorrichtung gemäss dem Oberbegriff von Anspruch
1. Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Betrieb einer Kompressorvorrichtung
gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 15.
[0002] Es ist bekannt zum Fördern und/oder Verdichten von Gasen eine Kompressorvorrichtung
umfassend einen Radialverdichter sowie einen diesen antreibenden Elektromotor zu verwenden.
Wird die Kompressorvorrichtung bei einem höheren Prozessdruck betrieben, so ist es
zudem bekannt, die Kompressorvorrichtung innerhalb eines Druckgehäuses. insbesondere
eines gemeinsamen Druckgehäuses anzuordnen, wobei das Druckgehäuse mit Gaseinlass-
und Gasauslassleitungen versehen ist.
[0003] Nachteilig an einer derartigen, bei einem höheren Prozessdruck betriebenen Kompressorvorrichtung
ist die Tatsache, dass diese zum Verdichten von kontaminierten Gasen oder Gasen mit
korrosiven Anteilen weniger geeignet sind, weil gewisse Komponenten der Kompressorvorrichtung
einer erhöhten Abnützung unterliegen.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Kompressorvorrichtung sowie ein Verfahren
zum Betrieb einer Kompressorvorrichtung zu schaffen, die insbesondere zum Fördern
von kontaminierten und/oder korrosiven Gasen geeignet ist.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Kompressorvorrichtung aufweisen die Merkmale
von Anspruch 1. Die Unteransprüche 2 bis 14 betreffen weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen.
Die Aufgabe wird weiter gelöst mit einem Verfahren zum Betrieb einer Kompressorvorrichtung
aufweisend die Merkmale von Anspruch 15. Die Unteransprüche 16 und 18 betreffen weitere,
vorteilhafte Verfahrensschritte.
[0006] Die Aufgabe wird insbesondere gelöst mit einer Kompressorvorrichtung umfassend einen
Radialverdichter zum Komprimieren eines Gases sowie einen Elektromotor zum Antrieb
des Radialverdichters, wobei der Radialverdichter und der Elektromotor in einem Druckgehäuse
angeordnet sind, welches mit einer Gaseinlassleitung sowie eine Gasauslassleitung
versehen ist, sowie umfassend eine im Druckgehäuse angeordnete, gekapselte Vorrichtung,
deren Innenraum Fluid leitend mit einer Druckminderungsvorrichtung verbunden ist.
[0007] In einer einfachen Ausführungsform ist die Druckminderungsvorrichtung als eine Fluid
leitende Verbindungsleitung zum Raum ausserhalb des gasdichten Druckgehäuses ausgestaltet.
Das Fluid ist vorzugsweise ein Gas, könnte jedoch auch eine Flüssigkeit umfassen oder
im wesentlichen aus einer Flüssigkeit bestehen.
[0008] Die erfindungsgemässe Kompressorvorrichtung weist eine gekapselte Vorrichtung auf,
innerhalb welcher empfindliche Komponenten wie beispielweise der Stator des Elektromotors
von den geförderten Gasen, beispielsweise Sauergase mit Anteilen an H
2S und/oder CO
2, geschützt sind. Die gekapselte Vorrichtung umfass eine Kapselung, im Englischen
auch als "can" bezeichnet, sowie darin angeordnete Komponenten. Die Kapselung ist
vorzugsweise gasdicht oder annähernd gasdicht ausgestaltet. Als Kapselung werden,
beispielweise für den Stator, vorzugsweise sehr dünne, nichtmagnetisierbare Bleche
oder faserverstärkte Kunststoffe verwendet, welche eine Dicke im Millimeterbereich,
beispielsweise eine Dicke im Bereich zwischen 0,1 mm bis 5 mm aufweisen. Es hat sich
überraschenderweise gezeigt, dass sich während dem Betrieb der Kompressorvorrichtung
unter einem höheren Prozessdruck, beispielsweise beim Fördern eines Gases im Bereich
zwischen 1 und 150 Bar, innerhalb der gekapselten Vorrichtung ein Druck aufbauen kann,
da das Prozessgas durch Ritzen, Spalten oder Diffusion in die gekapselte Vorrichtung
hineindringt bzw. hineinströmt. Aus diesem schleichenden Druckaufbau in der gekapselten
Vorrichtung kann ein äusserst gefährlicher Betriebszustand entstehen, dann nämlich,
wenn der Druck des Prozessgases sehr schnell reduziert wird, beispielsweise wenn die
Kompressorvorrichtung abgeschaltet werden muss. Dabei könnte es vorkommen, dass der
Druck in der gekapselten Vorrichtung den Druck des Prozessgases übersteigt, was zur
Folge hätte, dass die Kapselung beschädigt oder zerstört wird, indem sich die beispielsweise
äusserst dünnen Bleche verbiegen, was die Kompressorvorrichtung beschädigen oder zerstören
könnte. Um einen sicheren Betrieb der Kompressorvorrichtung zu gewährleisten muss
daher die gekapselte Vorrichtung zumindest mechanisch geschützt werden. Dies geschieht
dadurch, dass sichergestellt wird, dass der Druck des Prozessgases zumindest gleich
ist, vorzugsweise jedoch immer höher ist, als der Druck innerhalb der gekapselten
Vorrichtung. Hierzu wird der Innenraum der gekapselten Vorrichtung Fluid leitend mit
einer Druckminderungsvorrichtung verbunden, insbesondere über eine Fluid leitende
Verbindungsleitung mit dem Raum ausserhalb des gasdichten Druckbehälters. In einer
einfachen Ausführungsform mündet diese Verbindungsleitung direkt in die Atmosphäre,
sodass sichergestellt ist, dass der Druck im Innenraum der gekapselten Vorrichtung
gleich dem Atmosphärendruck ist oder nicht wesentlich über Atmosphärendruck ansteigt.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform mündet die genannte Verbindungsleitung
in ein ansteuerbares Ventil, um den Druckabbau, beispielsweise zur Atmosphäre, über
das Ventil zu steuern. Mit Hilfe von Sensoren und einer Regelvorrichtung kann der
Druck im Innenraum der gekapselten Vorrichtung und der Druck im Innenraum des Druckbehälters
gemessen werden, und das Ventil beispielsweise derart betätigt werden, dass der Druck
im Innenraum der gekapselten Vorrichtung immer tiefer liegt als der Druck des Prozessgases
im Innenraum des Druckbehälters und beispielsweise eine konstante Druckdifferenz aufweist.
In diesem Betriebsmodus ist es beispielsweise möglich, dass der Druck im Innenraum
der gekapselten Vorrichtung 100 Bar beträgt, ohne dass bei einer Reduktion des Prozessdrucks
das Risiko einer Explosion der gekapselten Vorrichtung besteht. Falls beispielsweise
die Kompressorvorrichtung abgeschaltet werden muss, kann ein gesteuerter Dekompressionsvorgang
durchgeführt werden, indem beispielsweise der Prozessdruck mit 20 Bar / Minute entlastet
wird, und der Druck in der gekapselten Vorrichtung über die Druckminderungsvorrichtung
ebenfalls mit dieser Rate entlastet wird, oder zumindest derart, dass der Druck innerhalb
der gekapselten Vorrichtung ständig geringer ist als der Prozessdruck.
[0009] Eine Druckerhöhung in einer gekapselten Vorrichtung kann nebst dem Eindringen von
Gas auch durch eine Erwärmung entstehen. Wird beispielsweise ein magnetisches Radiallager,
das in einer gekapselten Vorrichtung angeordnet ist, während dem Betrieb erwärmt,
so steigt der Druck in der gekapselten Vorrichtung an. Sollte sich noch Flüssigkeit,
z.B. Wasser, in der gekapselten Vorrichtung befinden, so kann der Innendruck durch
die Erwärmung beträchtlich ansteigen. Die erfindungsgemässe Kompressionsvorrichtung
umfassend eine Druckminderungsvorrichtung sorgt auch in diesem Falle dafür, dass keine
mechanische Beschädigung der gekapselten Vorrichtung auftritt.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungbeispiele im Detail erläutert.
Es zeigen schematisiert:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine Kompressorvorrichtung, welche in einem Druckgehäuse
angeordnet ist;
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch ein weiteres Druckgehäuse mit einer gekapselten Vorrichtung;
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch ein elektromagnetisches Radiallager;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch das in Fig. 3 dargestellte Radiallager entlang der Schnittlinie
A-A;
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch eine gekapselte Vorrichtung;
- Fig. 6
- einen Längsschnitt mit einem Detailaspekt eines Axiallagers.
[0011] Figur 1 zeigt eine Kompressorvorrichtung umfassend einen Radialverdichter 35 sowie
eine Elektromotor 31, welche über eine gemeinsame rotierbare Welle 21 miteinander
verbunden sind, welche durch Radialmagnetlager 32 drehbar gelagert sind, und welche
innerhalb eines gemeinsamen Druckgehäuses 1 mit Innenraum 1a angeordnet sind. Das
Druckgehäuse 1 ist vorzugsweise gasdicht und weist eine Gaseinlassleitung 2 sowie
eine Gasauslassleitung 3 auf, durch welche das geförderte Gas fliesst. Im Innenraum
1a des Druckgehäuses 1 entsteht während dem Betrieb ein Prozessdruck, welcher zwischen
einem Gaseinlassdruck in der Gaseinlassleitung 2 und einem Gasauslassdruck in der
Gasauslassleitung 3 liegt. Ein Teil des von den Kompressorschaufeln 34 verdichteten
Gases wird zur Kühlung der Kompressorvorrichtung über die Leitungen 33 dem Druckgehäuse
1 seitlich zugeleitet, und strömt innerhalb des Druckgehäuses 1 in axialer Richtung
durch den Gasspalt 22 des Magnetlagers 32 bzw. des Elektromotors 31. Somit liegt am
Magnetlager 32 und am Stator 31a im wesentlichen der Prozessdruck an, welcher das
geförderte Gas aufweist. Zum Schutz des Stators 31a bzw. dessen schematisch dargestellten
Statorspulen 6b vor einem aggressiven Gas ist dieser in einem Innenraum 6 einer gekapselten
Vorrichtung 4 angeordnet. Die gekapselte Vorrichtung 4 umfasst den Innenraum 6 sowie
eine dichtende Kapselung 5. Der Innenraum 6 der gekapselten Vorrichtung 4 bildet eine
druckstabile Trägerstruktur, welche beispielsweise durch die Statorspulen 6b selbst
ausgebildet ist, oder indem die Statorspulen 6b beispielsweise in ein druckfestes
Medium eingegossen sind. Elektrokabel 28 sind über eine Kabeldurchführung 29 zur Energieversorgung
der Statorspulen 6b vorgesehen. An der Oberfläche der druckstabilen Trägerstruktur
liegt die Kapselung 5 auf, welche vorzugsweise aus einem dünnen Blech besteht. Das
entlang des Luftspaltes 22 verlaufende Blech ist nicht magnetisierbar und weist eine
Dicke im Millimeterbereich auf. Die seitlich angeordneten, radial nach aussen verlaufenden
Bleche 5 können auch einen grössere Dicke, z.B. mehr als 5 mm aufweisen und stabiler
ausgebildet sein. Der Innenraum 6 der gekapselten Vorrichtung 4 ist durch die Kapselung
5 sowie das Druckgehäuse 1 begrenzt und bezüglich dem Prozessgas gasdicht oder im
wesentlichen gasdicht. Der Innenraum 6 ist über eine Fluid leitende Verbindungsleitung
8 mit dem Raum ausserhalb des Druckgehäuses 1 verbunden. Sollte sich im Innenraum
6 ein Innendruck aufbauen, indem das sich im Druckraum 1a befindliche Prozessgas durch
Ritzen, schadhafte Stellen oder Diffusion über die Kapselung 5 in den Innenraum 6
eindringt, so kann dieser Druck dadurch abgebaut werden, dass das Gas über die Druckminderungsvorrichtung
34, in dieser Ausführung ausgestaltet als eine Verbindungsleitung 8, nach aussen zum
Raum ausserhalb des Druckgehäuses 1 geleitet wird.
Nebst oder an Stelle des Elektromotors 31 können auch andere Komponenten wie die Magnetlager
32 in der bereits erläuterten gekapselten Vorrichtung 4 angeordnet sein, wobei in
Figur 1 weder die elektrische Zuleitung noch die beispielsweise in ein Medium eingegossenen
elektromagnetischen Spulen der Radialmagnetlager 32 dargestellt sind. Auch diese gekapselten
Vorrichtungen 4 weisen eine Druckminderungsvorrichtung 34, hier als Verbindungsleitung
8 dargestellt, auf, um den Druck in der gekapselten Vorrichtung 4 zu begrenzen. Die
in Figur 1 dargestellten Verbindungsleitungen 8 münden beispielsweise in die Atmosphäre.
[0012] Das in Figur 2 schematisch dargestellte Druckgehäuse 1 umfasst unterschiedliche Ausführungsformen
von Druckminderungsvorrichtungen 37 zur Begrenzung des Druckes im Innenraum 6 der
gekapselten Vorrichtung 4. Die Druckminderungsvorrichtung 37 umfasst ein ansteuerbares,
betätigbares Ventil 9, um den Druck im Innenraum 6 ansteuerbar zu reduzieren. Eine
einfache Möglichkeit ein Eindringen von Prozessgas in den Innenraum 6 der gekapselten
Vorrichtung 4 festzustellen besteht darin, im Innenraum 6 einen Gassensor 15 anzuordnen,
dessen Signal über eine elektrische Leitung 13 einer Regelvorrichtung 14 zugeführt
ist. Sobald der Gassensor 15 das Prozessgas detektiert, ist zu erwarten, dass im Innenraum
6 ein Druckanstieg erfolgte. Die Regelvorrichtung 14 könnte beispielsweise ein Alarmsignal
auslösen um das Ventil 9 manuell zu öffnen, oder das Ventil 9 automatisch öffnen,
und den an der Verbindungsleitung 8 anstehenden Druck über die Leitung 10 abzulassen.
Der Leitung 10 könnte auch ein Vent oder Flair nachgeordnet sein, um das unter Druck
stehende Gas in die Atmosphäre abzugeben.
Eine weitere Möglichkeit ein Eindringen von Prozessgas in den Innenraum 6 der gekapselten
Vorrichtung 4 festzustellen besteht darin, im Innenraum 6 den Druck mit einem Sensor
11 zu messen. In einer weiteren Ausführungsform könnte zusätzlich noch mit einem Sensor
12 der Prozessdruck und/oder mit einem Sensor 26 der Umgebungsdruck gemessen und der
Regelvorrichtung 14 zugeführt werden. Das Ventil 9 wird von der Regelvorrichtung 14
beispielsweise derart betätigt, dass der Druck im Innenraum 6 der gekapselten Vorrichtung
4 immer unterhalb dem im Innenraum 1a des Druckgehäuses 1 anliegenden Prozessdruck
liegt, bzw. dass der Druck im Innenraum 6 tiefer ist als im Innenraum 1a.
Eine weitere Möglichkeit den Druck im Innenraum 6 der gekapselten Vorrichtung 4 zu
reduzieren besteht darin, einen Pufferbehälter 16 vorzusehen, welcher über die Druckminderungsvorrichtung
37 Fluid leitend mit dem Innenraum 6 verbindbar ist. Der Pufferbehälter 16 könnte
innerhalb oder ausserhalb des Druckgehäuses 1 angeordnet sein. Im Beispiel gemäss
Figur 2 könnte die Druckminderungsvorrichtung 37 die Verbindungsleitungen 8 und 10,
das Ventil 9 sowie die Leitung 20 und den Pufferbehälter 16 umfassen, welche Fluid
leitend verbindbar sind. Der Pufferbehälter 16 weist zudem eine flexible und dichte
Membran 17 auf, und ist über eine Leitung 19 und eine Durchbrechung 18 mit dem Innenraum
1a des Druckgehäuses 1 verbunden ist. Mit dieser Druckminderungsvorrichtung 37 kann
durch eine entsprechende Ansteuerung des Ventils 9 sichergestellt werden, dass der
Druck innerhalb des Innenraumes 6 nicht über den Druck im Innenraum 1a ansteigt sondern
maximal den gleichen Wert wie im Innenraum 1a aufweist. Dies ist insbesondere wichtig,
wenn der Druck im Innenraum 1a sinkt.
Das Ventil 9 oder auch die gesamte Druckminderungsvorrichtung 37 kann innerhalb des
Druckgehäuses 1 angeordnet sein, oder wie in Figur 2 dargestellt, im wesentlichen
ausserhalb des Druckgehäuses 1 angeordnet sein.
Die Leitung 19 des Pufferbehälters 16 könnte auch, an Stelle der Verbindung in den
Druckbehälter 1, einen Auslass in die Umgebung bilden, beispielsweise in die Atmosphäre
oder in das den Druckbehälter 1 umgebende Wasser. Der Druckbehälter 1 sowie die darin
angeordneten Komponeten sind insbesondere auch zum Betrieb unter Wasser geeignet.
[0013] Figur 3 zeigt eine gekapselte Vorrichtung 4 welche im wesentlichen ein Radialmagnetlager
32 umfasst, welches im Innenraum 6 angeordnet ist und von der Kapselung 5 umgeben
ist. Der Innenraum 6 ist über die als Verbindungsleitung 8 ausgestaltete Druckminderungsvorrichtung
37 und die Durchbrechung 7 mit dem Raum ausserhalb des Druckgehäuses 1 verbunden.
Die rotierbare Welle 21 ist unter Ausbildung eines Gasspaltes 22 berührungslos vom
Radialmagnetlager 32 gehalten.
[0014] Figur 4 zeigt das mit Figur 3 beschriebene Radialmagnetlager 32 in einem Querschnitt
entlang der Schnittlinie A-A.
[0015] Figur 5 zeigt eine gekapselte Vorrichtung 4 mit einer Druckminderungsvorrichtung
37 umfassend zwei getrennten Verbindungsleitungen 8. Mit Hilfe eines Vorratsbehälters
27 wird über die eine Verbindungsleitung 8 ein Spühlgas, zum Beispiel Stickstoff,
dem Innenraum 6 zugeleitet, und über die zweite Verbindungsleitung 8 wieder abgezogen
und beispielsweise an die Umgebung entlassen. Der Innenraum 6 weist nicht dargestellte
Fluidleitkanäle auf, welche vorzugsweise derart angeordnet und ausgestaltet sind,
dass der Innenraum 6 homogen durchströmt wird. Dieses Spühlen dient dazu schädliche
chemische Substanzen aus dem Innenraum 6 zu entfernen, um beispielsweise die sich
im Innenraum 6 befindlichen elektrischen Spulen und Magnete vor chemischen Einwirkungen
zu schützen.
[0016] Figur 6 zeigt schematisch ein sich im Druckgehäuse 1 befindliches Axiallager mit
einer Scheibe 36, welches zwischen zwei gekapselten Vorrichtungen 4 enthaltend Elektromagnete
angeordnet ist, um die rotierbare Welle 21 in einer vorgebbaren Position zu halten.
Die gekapselte Vorrichtung 4 ist vollständig innerhalb des druckbeaufschlagten Raumes
1a angeordnet, d.h. dem Prozessgas ausgesetzt, wobei auch diese gekapselte Vorrichtung
4 über als Verbindungsleitungen 8 ausgestaltete Druckminderungsvorrichtungen 37 Fluid
leitend mit dem Raum ausserhalb des Druckgehäuses 1 verbunden ist.
[0017] Die in den Figuren 1 und 3 bis 6 dargestellten Druckminderungsvorrichtungen 37 könnten
natürlich auch in den unterschiedlichen, in Figur 2 dargestellten Ausführungsformen
ausgebildet sein.
[0018] Das erfindungsgemässe Verfahren zum Betrieb einer Kompressionsvorrichtung mit einem
Radialverdichter 35 zum Komprimieren eines Gases, einem Elektromotor 31 zum Antrieb
des Radialverdichters 35 sowie einer gekapselten Vorrichtung 4 wird derart durchgeführt,
dass der Druck im Innenraum 6 der gekapselten Vorrichtung 4 derart beeinflusst wird,
dass dieser in allen Betriebszuständen der Kompressionsvorrichtung kleiner oder gleich
des innerhalb des Druckgehäuses 1 anliegenden Prozessdruckes der Kompressionsvorrichtung
gehalten wird.
1. Kompressorvorrichtung umfassend einen Radialverdichter (35) zum Komprimieren eines
Gases sowie einen Elektromotor (31) zum Antrieb des Radialverdichters (35), wobei
der Radialverdichter (35) und der Elektromotor (31) in einem Druckgehäuse (1) angeordnet
sind, welches mit einer Gaseinlassleitung (2) sowie eine Gasauslassleitung (3) versehen
ist, sowie umfassend eine im Druckgehäuse (1) angeordnete, gekapselte Vorrichtung
(4), deren Innenraum (6) Fluid leitend mit einer Druckminderungsvorrichtung (37) verbunden
ist.
2. Kompressorvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckminderungsvorrichtung (37) zumindest aus einer Verbindungsleitung (8) zum
Raum ausserhalb des Druckgehäuses (1) besteht.
3. Kompressorvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckminderungsvorrichtung (37) eine in die Atmosphäre mündende, Fluid leitende
Verbindung aufweist.
4. Kompressorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckminderungsvorrichtung (37) einen Pufferbehälter (16) umfasst, welcher Fluid
leitend mit dem Innenraum (6) verbindbar ist.
5. Kompressorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckminderungsvorrichtung (37) ein betätigbares Ventil (9) umfasst, um den Druck
im Innenraum (6) ansteuerbar zu reduzieren.
6. Kompressorvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckminderungsvorrichtung (37) einen Sensor (11,13) zum Erfassen des Druckes
in der gekapselten Vorrichtung (4) sowie eine Regelungsvorrichtung (14) umfasst, wobei
die Regelvorrichtung (14) einen Sensorwert erfasst, diesen mit einem Sollwert vergleicht,
und das Ventil (9) falls erforderlich betätigt und/oder einen Alarm auslöst.
7. Kompressorvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zudem ein Sensor (12) zum Messen eines Prozessdruckes angeordnet ist, und/oder dass
ein Sensor (26) zum Messen eines Umgebungsdruckes angeordnet ist, und dass der Sensor
(12,26) mit der Regelungsvorrichtung (14) verbunden ist.
8. Kompressorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gekapselte Vorrichtung (4) eine druckstabile Trägerstruktur aufweist, auf welcher
eine Kapselung (5) aufliegt.
9. Kompressorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der gekapselten Vorrichtung (4) ein Stator (31a) des Elektromotors (31) oder ein
Stator eines Magnetlagers (32) angeordnet ist.
10. Kompressorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gekapselte Vorrichtung (4) teilweise durch die Innenwand des Druckgehäuses (1)
begrenzt ist.
11. Kompressorvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die gekapselte Vorrichtung (4) vollständig innerhalb eines druckbeaufschlagten Raumes
(1a) angeordnet ist.
12. Kompressorvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Pufferbehälter (16) ausserhalb des Druckgehäuses (1) angeordnet ist.
13. Kompressorvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Pufferbehälter (16) mit dem Innenraum (1a) des Druckgehäuses (1) Fluid leitend
verbunden ist.
14. Kompressorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckminderungsvorrichtung (37) zumindest zwei getrennte Verbindungsleitungen
(8) aufweist, welche zum Raum ausserhalb des gasdichten Druckgehäuses (1) münden,
um ein Spühlgas durch die gekapselte Vorrichtung (4) zu leiten.
15. Verfahren zum Betrieb einer Kompressionsvorrichtung welche einen Radialverdichter
(35) zum Komprimieren eines Gases sowie einen Elektromotor (31) zum Antrieb des Radialverdichters
(35) umfasst, wobei der Radialverdichter (35) und der Elektromotor (31) in einem Druckgehäuse
(1) angeordnet sind, wobei das Druckgehäuse (1) mit einer Gaseinlassleitung (2) sowie
eine Gasauslassleitung (3) versehen ist, und wobei innerhalb des Druckgehäuses (1)
eine gekapselte Vorrichtung (4) mit einem Innenraum (6) angeordnet ist, wobei der
Druck im Innenraum (6) der gekapselten Vorrichtung (4) derart beeinflusst wird, dass
dieser in allen Betriebszuständen der Kompressionsvorrichtung kleiner oder gleich
des innerhalb des Druckgehäuses (1) anliegenden Prozessdruckes der Kompressionsvorrichtung
gehalten wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck in der gekapselten Vorrichtung (4) auf einem kleineren Wert als der anliegende
Prozessdruck gehalten wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck im Innenraum der gekapselten Vorrichtung (4) sowie der Prozessdruck gemessen
wird, und der Druck im Innenraum der gekapselten Vorrichtung (4) durch ein entsprechendes
Ansteuern eines Ventils (9) in einer vorgebbaren Beziehung zum Prozessdruck geregelt
wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der gekapselten Vorrichtung (4) ein Spühlgas zugeführt wird, um deren Innenraum von
chemischen Verunreinigungen zu reinigen.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Kompressorvorrichtung umfassend einen Radialverdichter (35) zum Komprimieren eines
Gases sowie einen Elektromotor (31) zum Antrieb des Radialverdichters (35), wobei
der Radialverdichter (35) und der Elektromotor (31) in einem Druckgehäuse (1) angeordnet
sind, welches mit einer Gaseinlassleitung (2) sowie eine Gasauslassleitung (3) versehen
ist, sowie umfassend eine im Druckgehäuse (1) angeordnete, gekapselte Vorrichtung
(4) mit einem Innenraum (6), dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum (6) Fluid leitend mit einer Druckminderungsvorrichtung (37) verbunden
ist, welche derart ausgestaltet ist, dass diese im Innenraum (6) eine Druckreduzierung
bewirken kann.
2. Kompressorvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckminderungsvorrichtung (37) zumindest aus einer Verbindungsleitung (8) zum
Raum ausserhalb des Druckgehäuses (1) besteht.
3. Kompressorvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckminderungsvorrichtung (37) eine in die Atmosphäre mündende, Fluid leitende
Verbindung aufweist.
4. Kompressorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckminderungsvorrichtung (37) einen Pufferbehälter (16) umfasst, welcher Fluid
leitend mit dem Innenraum (6) verbindbar ist.
Druckminderungsvorrichtung (37) zumindest zwei getrennte Verbindungsleitungen (8)
aufweist, welche zum Raum ausserhalb des gasdichten Druckgehäuses (1) münden, um ein
Spühlgas durch die gekapselte Vorrichtung (4) zu leiten.
15. Verfahren zum Betrieb einer Kompressionsvorrichtung welche einen Radialverdichter
(35) zum Komprimieren eines Gases sowie einen Elektromotor (31) zum Antrieb des Radialverdichters
(35) umfasst, wobei der Radialverdichter (35) und der Elektromotor (31) in einem Druckgehäuse
(1) angeordnet sind, wobei das Druckgehäuse (1) mit einer Gaseinlassleitung (2) sowie
eine Gasauslassleitung (3) versehen ist, und wobei innerhalb des Druckgehäuses (1)
eine gekapselte Vorrichtung (4) mit einem Innenraum (6) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck im Innenraum (6) der gekapselten Vorrichtung (4) derart beeinflusst wird,
dass dieser in allen Betriebszuständen der Kompressionsvorrichtung kleiner oder gleich
des innerhalb des Druckgehäuses (1) anliegenden Prozessdruckes der Kompressionsvorrichtung
gehalten wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck in der gekapselten Vorrichtung (4) auf einem kleineren Wert als der anliegende
Prozessdruck gehalten wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck im Innenraum der gekapselten Vorrichtung (4) sowie der Prozessdruck gemessen
wird, und der Druck im Innenraum der gekapselten Vorrichtung (4) durch ein