[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abziehen eines in einer Strang- oder
Rohrpresse erzeugten Strangs, die mindestens einen angetriebenen, linearbeweglichen
Schlitten aufweist, der in Abziehrichtung des Strangs bewegbar ist und der auf den
Strang eine Zugkraft ausüben kann.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der EP 0 300 262 B1 bekannt. Zur Herstellung
eines Strangs hoher Qualität in einer Strang- oder Rohrpresse ist es als notwendig
erkannt worden, den Strang von der Matrize der Strang- oder Rohrpresse mit definierter
Abzugskraft abzuziehen. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Strangbildung in der
Matrize nicht negativ beeinflusst wird. Zur Gewährleistung einer hohen Qualität des
Strangs wird eine Abziehvorrichtung beschrieben, bei der das Ende des abzuziehenden
Strangs auf einem auf einer Schiene beweglich angeordneten Schlitten befestigt ist.
Der Schlitten steht mit Antriebsmitteln in Verbindung, so dass eine Zugkraft auf den
Strang ausgeübt werden kann. Zum Erzielen eines optimalen Fertigungsergebnisses wird
die Zugkraft aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt, wobei insbesondere eine
Komponente in Abhängigkeit der ausgepressten Stranglänge ermittelt wird.
[0003] Damit wird erreicht, dass die Querschhittstoleranzen des aus der Strangpresse abgezogenen
Strangs vermindert werden, so dass der Strang die gewünschte Güte aufweist. Hierbei
wird von der Überlegung ausgegangen, dass der Strang mit zunehmendem Abstand von der
Matrize infolge der Ankühlung mit zunehmender Zugkraft belastet werden kann, ohne
dass sich Querschnittsveränderungen einstellen.
[0004] Aus der GB 2 174 516 A ist eine Einrichtung zum Regeln einer Ausziehvorrichtung bekannt,
mit der ein aus einer Strangpresse austretendes Strangpressprofil ausgezogen wird.
Die Ausziehvorrichtung wird dabei mittels eines Antriebes in Ausziehrichtung bewegt,
bei der die Ist-Geschwindigkeit, mit der sich das Strangpressprofil bewegt, mittels
eines Geschwindigkeitsaufnehmers erfasst und einem Geschwindigkeitsregler als Sollwert
zugeführt wird, der die Geschwindigkeit des Antriebs der Ausziehvorrichtung regelt,
wobei eine Zugkraftregelung mit einstellbarem Sollwert vorgesehen ist. Weiterhin ist
bei der Abzieheinrichtung eine von der ausgeübten Zugkraft beeinflusste Mitnahmevorrichtung
zwischen die Ausziehvorrichtung und deren Antrieb eingeschaltet, welche von einem
Stellzylinder beaufschlagt wird und eine Relativbewegung zwischen einem Antriebsglied
des Antriebes und des Ausziehvorrichtung gestattet. Ferner ist ein Wegaufnehmer vorgesehen,
über den diese Relativbewegung dem Geschwindigkeitsregler als Störgröße aufgeschaltet
ist. Die Antriebe der Ausziehvorrichtung und der Mitnahmevorrichtung befinden sich
in einer regelungstechnischen Koppelung.
[0005] Als problematisch hat es sich in diesem Zusammenhang erwiesen, dass auf den Abziehschlitten
über den Abzugsweg verschiedene Kräfte wirken, die es sehr schwer machen, eine definierte
Abzugskraft - gegebenenfalls gemäß einer vorgegebenen Funktion - auf das Strangende
einzuleiten. Der Schlitten (Pullerwagen) weist eine Masse auf und wird von einem Motor
angetrieben. Die Drehzahl und das Drehmoment des Motors können durch eine Steuerung
vorgegeben werden. Damit wirken auf den Schlitten die Motorkraft, die auf das stranggepresste
Profil ausgeübte Abzugskraft, die Reibungskraft aufgrund der Lagerung des Schlittens
sowie die Massenkraft, die von der aktuellen Beschleunigung des Schlittens abhängig
ist. Lediglich im statischen Fall gilt - weil hier die Geschwindigkeit und damit auch
die Reibung gleich Null sind -, dass die Motorkraft der Abzugskraft entspricht. Bewegt
sich indes das Profil, wirken die Reibungskraft und die Massenkraft auf den Schlitten,
wobei der Reibkoeffizient aufgrund der Umgebungsbedingungen (Temperatur, Verschmutzung)
nicht konstant ist. Es fällt deshalb sehr schwer, eine definiert vorgegebene Abzugskraft
auf den abzuziehenden Strang aufzubringen. Wird der Schlitten bei Beginn des Abzugsvorgangs
beschleunigt, wird infolge der dadurch auftretenden Massenkraft das Kräftegleichgewicht
gestört, so dass es besondere Schwierigkeiten macht, eine definierte Abzugskraft zu
halten. Bei leichten und empfindlichen Profilen führt dies häufig zu Qualitätsproblemen
bzw. zu einem erhöhten Schrottanteil bei der Produktion. Der Erfindung liegt daher
die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Abziehen eines Strangs so fortzubilden,
dass die vorgenannten Nachteile überwunden werden, insbesondere leichte Profile ohne
Qualitätsverlust herstellen lassen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass auf dem ersten Schlitten
ein zweiter Schlitten angeordnet ist, der relativ zum ersten Schlitten in Abziehrichtung
bewegbar ist, wobei der abzuziehende Strang am zweiten Schlitten festlegbar ist, wobei
der zweite Schlitten relativ zum ersten Schlitten mittels eines zweiten Motormittels
bewegbar ist und wobei das zweite Motormittel unabhängig vom ersten Motormittel steuerbar
oder regelbar ist
[0007] Durch diese Maßnahme wird die gesamte Schlittenmasse in zwei Anteile aufgeteilt.
Der erste Schlitten wird wie bekannt bewegt. Abweichungen von der vorgegebenen Abzugskraft
auf den Strang, die konstant sein oder gemäß einer vorgegebenen Funktion verlaufen
kann, werden über eine entsprechende dynamische Ansteuerung des zweiten Schlittens
ausgeglichen, insbesondere ausgeregelt. Da hierfür nur die relativ kleine Masse des
zweiten Schlittens bewegt werden muss, weist das System eine wesentlich höhere Dynamik
auf, was es ermöglicht, die vorgegebene Abzugskraft wesentlich präziser einzuhalten.
Die auf den Strang ausgeübte Abzugskraft wird stets gemäß einem vorgegebenen Profil
bzw. Wert gehalten.
[0008] Gemäß einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Motormittel bevorzugt als regelbarer
Motor ausgebildet sind, insbesondere als Servomotor.
[0009] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Motormittel über Getriebemittel den ersten und
den zweiten Schlitten miteinander verbinden. Bei den Getriebemitteln handelt es sich
mit Vorteil um ein Ritzel-Zahnstange-System, ein Kettenrad-Ketten-System, ein Riemenrad-Zahnriemen-System
oder ein Seilrad-Seil-System.
[0010] Damit sich ein geschlossener Regelkreis für die Bewegung des zweiten Schlittens schaffen
läßt, kann vorgesehen werden, dass auf dem ersten und/oder zweiten Schlitten mindestens
ein Sensor angeordnet ist Als Sensor kommt insbesondere ein solcher zur Messung der
Beschleunigung des zweiten Schlittens in Frage (Beschleunigungsmesser). Dieser sollte
Beschleunigungen in einem Genauigkeitsbereich von +/- 1 g messen können. Weiterhin
kann ein Sensor vorgesehen werden, der die Position des zweiten Schlittens relativ
zum ersten Schlitten erfasst (Wegmesser). Weiterhin kann ein Sensor vorgesehen werden,
der die vom zweiten Schlitten auf das Ende des Strangs bzw. auf den Strang ausgeübte
Kraft erfasst (Kraftmesser).
[0011] Das von dem Sensor gemessene Signal bzw. die von den Sensoren gemessenen Signale
können in Steuer- und/oder Regelmittel eingespeist werden, die abhängig von dem vom
Sensor bzw. abhängig von den von den Sensoren ermittelten Messwerten zur Beeinflussung
der auf den Strang ausgeübten Abzugskraft auf die Motormittel einwirken. Hierbei ist
vor allem daran gedacht, dass die Steuer- und/oder Regelmittel das Drehmoment der
Motormittel beeinflussen.
[0012] Eine genaue Regelung der Abzugskraft kann sichergestellt werden, wenn die Masse des
ersten Schlittens mindestens das Doppelte, vorzugsweise mindestens das Fünffache bis
mindestens das Zehnfache, der Masse des zweiten Schlittens beträgt.
[0013] Die Vorrichtung kann mehr als einen ersten Schlitten mit jeweiligem zweiten Schlitten
aufweisen. Die ersten Schlitten können dabei in Abziehrichtung hintereinander angeordnet
sein.
[0014] Mit der vorgeschlagenen Ausgestaltung wird erreicht, dass die Abzugskraft, die auf
den Strang ausgeübt wird, präzise gemäß einem vorgegebenen Wert bzw. einem vorgegebenen
Verlauf aufgebracht werden kann, da das erfindungsgemäße System eine hohe Dynamik
ermöglicht, die ein genaues Nachfolgen des Ist-Wertes gemäß einem vorgegebenen Soll-Wert
zulässt.
[0015] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und
der Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Abziehvorrichtung für einen in einer Strang- oder
Rohrpresse erzeugten Strang;
- Fig. 2
- die Abziehvorrichtung in dreidimensionaler Ansicht;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der Abziehvorrichtung;
- Fig. 4
- die Abziehvorrichtung nach Fig. 3 in der Draufsicht; und
- Fig. 5
- die Abziehvorrichtung nach Fig. 3 in der Vorderansicht.
[0016] In Fig. 1 ist nur sehr schematisch der konzeptionelle Aufbau einer Abziehvorrichtung
1 dargestellt. In einer nicht näher dargestellten, hinlänglich bekannten Strang- oder
Rohrpresse 2 wird ein Strang 3 gepreßt, der die Strang- oder Rohrpresse 2 in Abziehrichtung
L verlässt. Zur Sicherstellung einer hohen Qualität des Strangs 3 wird dieser durch
die Abziehvorrichtung 1 in Abziehrichtung L mit einer vorgegebenen Abzugskraft gezogen.
Die Abzugskraft kann konstant sein, sich jedoch auch gemäß einem funktionalen Verlauf
über den Abziehweg aufbauen (vgl. EP 0 300 262 B1).
[0017] Damit insbesondere auch leichte Profile in hoher Qualität gefertigt werden können,
die noch mehr erfordern, daß die Abzugskraft, die die Abziehvorrichtung 1 auf den
Strang 3 ausübt, möglichst präzise eingehalten wird, weist die Abziehvorrichtung 1
folgenden Aufbau auf:
[0018] Ein erster Schlitten 4 wird auf einer Linearführung 11 in Abziehrichtung L verschoben.
Zur Aufbringung der Abzugskraft ist ein Motor 12 vorgesehen, der beispielsweise über
einen Riemen 13 und eine Umlenkrolle 14 für die Linearbewegung des ersten Schlittens
4 sorgt.
[0019] Auf dem ersten Schlitten 4 ist eine Linearführung 15 angeordnet, auf der ein zweiter
Schlitten 5 relativ zum ersten Schlitten 4 in Abziehrichtung L linearverschieblich
angeordnet ist. Das vordere Ende 6 des abzuziehenden Strangs 3 ist mit dem zweiten
Schlitten 5 verbunden. Der zweite Schlitten 5 wird relativ zum ersten Schlitten 4
durch Motormittel 7 und Getriebemittel 8 bewegt. Das Motormittel 7 ist bevorzugt ein
regelbarer Synchron-Servomotor. Als Getriebemittel 8 hat sich ein Ritzel-Zahnstangen-System
bewährt.
[0020] Die Abziehvorrichtung 1 ist mit Sensoren 9 ausgestattet, die es ermöglichen, Prozessgrößen
zu ermitteln, die Einfluss auf die Abzugskraft haben, die von der Abziehvorrichtung
1 auf das vordere Ende 6 des Strangs 3 wirkt. Im Ausführungsbeispiel ist insbesondere
ein Beschleunigungssensor 9' vorhanden, der die Beschleunigung des zweiten Schlittens
5 erfaßt. Weiterhin ist ein Wegsensor 9" vorgesehen, der die relative Lageposition
des ersten Schlittens 4 zum zweiten Schlitten 5 misst. Ein Kraftsensor 9''' erfasst
die auf das Ende 6 des Strangs 3 ausgeübte Abzugskraft.
[0021] Die von den Sensoren 9', 9" und 9''' erfassten Daten werden einem Steuer- oder Regelmittel
10 zugeleitet. In diesem wird insbesondere die Soll-Abzugskraft gespeichert, die auf
das Ende 6 des Strangs 3 ausgeübt werden soll. Diese Abzugskraft kann als Funktion
über den Abzugsweg variabel vorgegeben werden.
[0022] Das Steuer- und/oder Regelmittel 10 wirkt auf das Motormittel 7 ein und beeinflusst
hier insbesondere das Drehmoment, das vom Motormittel 7 ausgeübt wird.
[0023] Der erste Schlitten 4 weist eine Masse M auf, die Masse des zweiten Schlittens ist
mit m bezeichnet. Um eine hohe Dynamik des Regelsystems zu erreichen, beträgt die
Masse M des ersten Schlittens 4 mindestens das Fünffache, vorzugsweise mindestens
das Zehnfache, der Masse m des zweiten Schlittens 5; die Masse m des zweiten Schlittens
5 ist somit vorzugsweise eine Größenordnung kleiner als die Masse M des ersten Schlittens
4. Eine hohe Dynamik des Systems wird dadurch begünstigt, dass das Massenträgheitsmoment
des Motormittels 7 (Servomotor) klein gehalten wird. Weiterhin wird das dynamische
Verhalten des Systems durch eine steife Ausbildung des Getriebemittels 8 in Form eines
Ritzel-Zahnstangen-Systems positiv beeinflusst.
[0024] Die Reibkraft zwischen erstem Schlitten 4 und zweitem Schlitten 5 kann durch eine
exakt arbeitende Linearführung 15 sowie deren Abschirmung von Schmutz nahezu proportional
zur Geschwindigkeit gehalten werden. Sie kann deshalb durch die Steuer- und/oder Regelmittel
10 rechnerisch ausgeglichen werden.
[0025] Die Massenkraft ist durch die gering gehaltene Masse m des zweiten Schlittens 5 entsprechend
niedrig, so dass die Einhaltung der Abzugskraft sehr viel leichter regelbar ist als
bei herkömmlichen Systemen.
[0026] Der erste Schlitten 4 kann in bekannter Weise in Lageregelung betrieben werden. Dabei
wirken sich die Reibung zwischen erstem Schlitten 4 und Linearführung 11 bzw. die
relativ große Masse M des ersten Schlittens 4 nicht mehr negativ auf die Abzugskraft
am Strangs aus, da die Einhaltung vorgegebener Werte für die Abzugskraft durch entsprechende
Ansteuerung der Motormittel 7 und damit der Bewegung des zweiten Schlittens 5 eingehalten
werden kann.
[0027] In Fig. 2 ist die Abziehvorrichtung 1 nochmals in perspektivischer Ansicht skizziert;
die Figuren 3, 4 und 5 zeigen die Abziehvorrichtung in Seitenansicht, Draufsicht bzw.
Vorderansicht. Die eingetragenen Bezugsziffern stimmen mit den vorstehend bezifferten
Bauteilen bzw. Mitteln überein.
[0028] Das System kann insbesondere auch als Doppel-Abziehvorrichtung ausgebildet werden,
um ein- oder mehrsträngig auslaufende Leichtmetallprofile abziehen und führen zu können.
Hierzu werden zwei erste Schlitten 4 unabhängig voneinander auf der Linearführung
11 (s. Fig. 1) geführt, so dass ein übergreifendes Arbeiten (sog. Wechselbetrieb)
auch mit "fliegender Säge" oder ein konventioneller Betrieb mit einem ersten Schlitten
4 möglich ist. Die Linearführung kann seitlich neben der Auslaufbahn des Strangs 3
auf Hallenflur montiert sein.
[0029] Die Doppel-Abziehvorrichtung kann je eine Fahrbahn (Linearführung) für die ersten
Schlitten aufweisen, wobei auch eine Befestigung an einer Tragkonstruktion seitlich
neben der Auslaufbahn des Strangs möglich ist. Auf den jeweiligen zweiten Schlitten
können pneumatisch arbeitende Profilklemmeinrichtungen mit Klemmsegmenten zur Anpassung
an die Profilkontur vorgesehen werden, um ein sicheres Greifen des vorderen Endes
6 des Strangs 3 zu gewährleisten.
[0030] Die Abziehvorrichtung mit dem erläuterten Prinzip kann auch dahingehend verfeinert
werden, dass auf dem zweiten Schlitten ein dritter Schlitten (und ggf. weitere Schlitten)
angeordnet wird, der wie der zweite Schlitten separat angetrieben wird.
1. Vorrichtung (1) zum Abziehen eines in einer Strang- oder Rohrpresse (2) erzeugten
Strangs (3), die mindestens einen angetriebenen, linearbeweglichen ersten Schlitten
(4) aufweist, der in Abziehrichtung (L) des Strangs (3) mittels eines ersten Motormittels
(12) bewegbar ist und auf den Strang (3) eine Zugkraft ausübt,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf dem ersten Schlitten (4) ein zweiter Schlitten (5) angeordnet ist, der relativ
zum ersten Schlitten (4) in Abziehrichtung (L) bewegbar ist, wobei der abzuziehende
Strang (3) am zweiten Schlitten (5) festlegbar ist, wobei der zweite Schlitten (5)
relativ zum ersten Schlitten (4) mittels eines zweiten Motormittels (7) bewegbar ist
und wobei das zweite Motormittel (7) unabhängig vom ersten Motormittel (12) steuerbar
oder regelbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Motormittel (7) ein regelbarer Motor, insbesondere ein Servomotor, sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Motormittel (7) über Getriebemittel (8) den ersten und den zweiten Schlitten
(4, 5) miteinander verbinden.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf dem ersten und/oder zweiten Schlitten (4, 5) mindestens ein Sensor (9) angeordnet
ist
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sensor (9') die Beschleunigung des zweiten Schlittens (5) erfasst.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sensor (9") Position des zweiten Schlittens (5) relativ zum ersten Schlitten
(4) erfasst.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sensor (9''') die vom zweiten Schlitten (5) auf das Ende (6) des Strangs (3)
ausgeübte Kraft erfasst.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
gekennzeichnet durch
Steuer- und/oder Regelmittel (10), die abhängig von den ermittelten Messwerten zur
Beeinflussung der auf das Ende (6) des Strangs (3) ausgeübten Abzugskraft auf die
Motormittel (7) einwirken.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuer- und/oder Regelmittel (10) das Drehmoment der Motormittel (7) beeinflussen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Masse (M) des ersten Schlittens (4) mindestens das Doppelte der Masse (m) des
zweiten Schlittens (5) beträgt.
1. A device (1) for drawing off a strand (3) created in an extrusion or pipe press (2),
having at least one driven carriage (4) capable of linear motion, that is movable
in the drawing direction (L) of the strand (3) via a first motor means (12) and exerts
a tractive force on the strand (3),
characterised in that
a second carriage (5) is disposed on the first carriage (4), and is movable in drawing
direction (L) relative to the first carriage (4), wherein the strand (3) to be drawn
off can be immobilised on the second carriage (5), wherein the second carriage (5)
is movable relative to the first carriage (4) via a second motor means (7), and wherein
the second motor means (7) can be controlled or regulated independently of the first
motor means (12).
2. The device in accordance with claim 1,
characterised in that
motor means (7) is an adjustable motor, particularly a servomotor.
3. The device in accordance with either of claims 1 or 2,
characterised in that
the motor means (7) connect the first and second carriages (4, 5) with each other
via a gearing mechanism (8).
4. The device in accordance with any of claims 1 to 3,
characterised in that
at least one sensor (9) is arranged on the first and/or second carriage(s) (4, 5).
5. The device in accordance with claim 4,
characterised in that
the sensor (9') records the acceleration of the second carriage (5).
6. The device in accordance with claim 4,
characterised in that
the sensor (9") records the position of the second carriage (5) relative to the first
carriage (4).
7. The device in accordance with either claim 5,
characterised in that
the sensor (9") records the force exerted on the end (6) of the strand (3) by the
second carriage (5).
8. The device in accordance with any of claims 4 to 7,
characterised by
control and/or regulating means (10), which act on the motor means (7) to influence
the drawing force exerted on the end (6) of the strand (3) depending on the measurement
values determined.
9. The device in accordance with claim 8,
characterised in that
the control and/or regulating means (10) influence the turning torque of the motor
means (7).
10. The device in accordance with any of claims 1 to 9,
characterised in that
the masse (M) of the first carriage (4) is at least double the mass (m) of the second
carriage (5).
1. Dispositif (1) pour l'enlèvement d'une barre (3) générée dans une extrudeuse ou une
boudineuse à tuyaux (2), qui présente au moins un premier chariot (4) entraîné et
mobile dans le sens linéaire, lequel peut être déplacé dans le sens d'enlèvement (L)
de la barre (3) au moyen d'un premier moyen à moteur (12) et exerce une force de traction
sur la barre (3),
caractérisé en ce que
sur le premier chariot (4) est disposé un second chariot (5), qui peut être déplacé
par rapport au premier chariot (4) dans le sens d'enlèvement (L), la barre (3) à enlever
pouvant être fixée sur le second chariot (5), le second chariot (5) pouvant être déplacé
par rapport au premier chariot (4) au moyen d'un second moyen à moteur (7) et le second
moyen à moteur (7) pouvant être commandé ou réglé indépendamment du premier moyen
à moteur (12).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les moyens à moteur (7) sont un moteur réglable, en particulier un servomoteur.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les moyens à moteur (7) relient par le biais de moyens d'engrenage (8) le premier
et le second chariots (4, 5).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
au moins un capteur (9) est disposé sur le premier et/ou le second chariots (4, 5).
5. Dispositif selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
le capteur (9') détecte l'accélération du second chariot (5).
6. Dispositif selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
le capteur (9'') détecte la position du second chariot (5) par rapport au premier
chariot (4).
7. Dispositif selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
le capteur (9'') détecte la force exercée par le second chariot (5) sur l'extrémité
(6) de la barre (3).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 7,
caractérisé par
des moyens de commande et/ou de réglage (10), qui agissent sur les moyens à moteur
(7) en fonction des valeurs mesurées déterminées pour influencer la force de traction
exercée sur l'extrémité (6) de la barre (3).
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
les moyens de commande et/ou de réglage (10) influencent le couple des moyens à moteur
(7).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
la masse (M) du premier chariot (4) correspond au moins au double de la masse (m)
du second chariot (5).