[0001] Die Erfindung betrifft eine Schneidvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Eine solche Schneidvorrichtung wird z. B. eingesetzt, um in einer Rollenrotationsdruckmaschine
bedruckte Papierbahnen in einzelne Signaturen zu zerlegen.
[0003] Die DE 25 17 000 C2 und die AT 222 671 zeigen Zylinder mit Schneidmesser und Punkturen,
die mit Gegenzylinder einen einzigen Schneidspalt bilden.
[0004] Die DE 35 27 710 A1 offenbart einen Falzapparat, bei dem zwei Falzmesserzylinder
mit einem Falzklappenzylinder zusammen wirken. Jedem Falzmesserzylinder wird eine
eigene Bahn zugeführt.
[0005] Die DE 239 837 C beschreibt eine Schneidvorrichtung zum Querschneiden von Materialbahnen
mit einem Schneid- und Transportzylinder, der mit zwei Gegenzylindern jeweils einen
Schneidspalt bildet.
[0006] Durch die DE 34 04 170 A1 ist ein Falzapparat bekannt, bei dem ein Schneid- und Transportzylinder
ein Schneidmesser aufweist und von einer Materialbahn umschlungen ist.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schneidvorrichtung zu schaffen.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die
Schneidvorrichtung die Gefahr eines erneuten Beschneidens bereits vereinzelter Signaturen
bei einem erneuten Durchgang durch einen Schneidspalt beseitigt, ohne dafür aufwendige
Verschiebungsvorrichtungen oder eine ungewöhnlich hohe Präzision bei der Steuerung
der Drehungen der einzelnen Zylinder der Schneidvorrichtung zu erfordern. Da der Schneidzylinder
bei der Schneidvorrichtung auch die Funktion eines Transportzylinders für die vereinzelten
Produkte übernimmt, befindet sich eine einzelne Signatur, solange sie am Schneid-
bzw. Transportzylinder gehalten wird, zwischen den zwei Schneidmessern, von denen
sie geschnitten worden ist, und es genügt, dass die Schneidmesser und die Signatur
in dieser Zeit sich nicht in Bezug aufeinander bewegeri, um zu gewährleisten, dass
die Signatur bei einem erneuten Durchgang durch einen Schneidspalt nicht erneut beschnitten
wird.
[0010] Als Halteeinrichtung kann insbesondere eine Punkturleiste dienen. Ein Gegenzylinder,
der als Widerlager für die Schneidmesser des Schneidzylinders beim Schneiden erforderlich
ist, kann dann vorteilhafterweise mit wenigstens einer Aussparung zum Aufnehmen der
von der Punkturleiste getragenen Punkturnadeln ausgestattet sein.
[0011] Ein weiterer Vorteil der Schneidvorrichtung liegt insbesondere darin, dass sie das
Zusammenfügen von zwei Materialbahnen, die auf den zwei Transportwegen dem Transportzylinder
zugeführt werden, zu einem gemeinsamen Produkt ermöglicht bzw. die Verarbeitung einer
Materialbahn mit einer sehr großen Zahl von Lagen durch Zusammenfügen aus zwei Teilbahnen
erlaubt. So können Produkte mit hoher Seitenzahl zweimal schneller hergestellt werden
als im Sammelbetrieb unter Einsatz eines einzigen Schneidspalts.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben.
[0013] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines Falzapparats mit einer Schneidvorrichtung;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung eines Details aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Darstellung einer Betriebsweise;
- Fig. 4
- eine Darstellung einer anderen Betriebsweise.
[0014] Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Falzapparates. Dieser Falzapparat
weist zwei Einläufe 01; 02 für mehrlagige Materialbahnen 03; 04, insbesondere Papierbahnen
03; 04 auf, die im folgenden als innere bzw. äußere Bahn 03; 04 bezeichnet werden.
Beide Bahnen 03; 04 durchlaufen jeweils ein Zugwalzenpaar 06; 07 zum Einstellen ihrer
Spannung und treffen auf einen Schneid- und Transportzylinder 11 jeweils in Höhe von
Schneidspalten 08; 09 zwischen dem Schneid- und Transportzylinder 11 einerseits und
einem von zwei Gegenzylindem 12; 13 andererseits. Anstelle von zwei Einläufen 01;
02 und zwei Schneidspalten 08; 09 können auch drei oder mehr vorgesehen sein. Dabei
kontaktieren die Bahnen 03; 04 vorzugsweise jeweils zuerst den jeweiligen Gegenzylinder
12; 13 und danach den Schneid- und Transportzylinder 11, d. h. die Bahnen 03; 04 umschlingen
zuerst den Gegenzylinder 12; 13 und dann den Schneid- und Transportzylinder 11.
[0015] Der Umfang des Schneid- und Transportzylinders 11 entspricht mehr als fünf, vorzugsweise
sieben Längen der Signatur. Er trägt gleichmäßig um seinen Umfang verteilt mehr als
fünf, vorzugsweise sieben Schneidmesser 14 und, in seiner Bewegungsrichtung (Drehung
im Gegenuhrzeigersinn in Fig. 1) kurz hinter jedem Schneidmesser 14, eine Halteeinrichtung
16, z. B. eine Punkturleiste 16. Eine solche Punkturleiste 16, die um eine Welle 22
schwenkbar ist und Punkturnadeln 23 trägt, ist in Fig. 2 vergrößert im Moment ihres
Durchgangs durch den Schneidspalt 08 am Gegenzylinder 12 gezeigt.
[0016] Jeder der zwei identisch aufgebauten Gegenzylinder 12 bzw.13 hat einen Umfang entsprechend
mindestens einer, vorzugsweise zweier Längen der aus den Bahnen 03; 04 herzustellenden
Signaturen. Er trägt mindestens einen, vorzugsweise zwei in seine Umfangsfläche eingelassene
Gegenschneidleisten, z. B. Hartgummistreifen, die beim Schneiden der Bahnen 03 bzw.
04 als Widerlager 15 der Schneidmesser 14 dienen, sowie in Bewegungsrichtung kurz
hinter jedem Widerlager 15, eine Nut 24 zum Aufnehmen der beim Durchgang durch den
Schneidspalt 08 oder 09 über den Umfang des Schneid- und Transportzylinders 11 ausgefahrenen
Spitzen der Punkturnadeln 23 der Punkturleisten 16.
[0017] In der in Fig. 1 gezeigten Stellung durchlaufen ein Schneidmesser 14 des Schneid-
bzw. Transportzylinders 11 und ein Widerlager 15 des Gegenzylinders 12 soeben den
Schneidspalt 08 und durchtrennen dabei die innere Bahn 03. Der beim Schneiden entstandene
führende Rand der inneren Bahn 03 ist an den Punkturnadeln 23 einer kurz vor Erreichen
des Schneidspalts 08 ausgefahrenen Punkturleiste 16 aufgespießt, die ihn auch beim
weiteren Transport fest an der Oberfläche des Schneid- und Transportzylinders 11 halten.
[0018] Die auf diese Weise von der inneren Bahn 03 abgeschnittene Signatur wird am Schneid-
und Transportzylinders 11 weiter gefördert zum Schneidspalt 09, wo sich die äußere
Bahn 04 darüber legt, ebenfalls von den Punkturnadeln 23 der Punkturleiste 16 aufgespießt
und von dem gleichen Schneidmesser 14 geschnitten wird. Da die Schneidmesser 14 und
die Punkturleisten 16 sich zwischen dem Durchgang durch den Schneidspalt 08 und dem
Durchgang durch den Schneidspalt 09 in Bezug auf den Schneid- und Transportzylinder
11 nicht bewegen, besteht keine Gefahr, dass die im Schneidspalt 08 von der Bahn 03
abgeschnittenen Signaturen beim Durchgang durch den Schneidspalt 09 erneut beschnitten
werden.
[0019] Die Spitzen der Punkturnadeln 23 (siehe Fig. 2) stehen am Ort der Schneidspalte 08
und 09 weiter über den Umfang des Schneid- und Transportzylinders 11 vor als die Schneidmesser
14, um zu gewährleisten, dass sie die Bahn 03 bzw. 04 bereits durchstoßen haben, bevor
diese vom Schneidmesser 14 geschnitten wird.
[0020] Der Winkelabstand zwischen den zwei Schneidspalten 08; 09 beträgt beim hier gezeigten
Beispiel ca. 50°. Dieser Winkelabstand kann vom Winkelabstand der Punkturleisten 16
voneinander (51,5°) oder einem Vielfachen davon abweichen damit nicht an den beiden
Schneidspalten 08; 09 gleichzeitig geschnitten wird; auch ein halbzahliges Vielfaches
dieses Werts ist unter dem Gesichtspunkt der Schwingungsvermeidung ungünstig.
[0021] Nach dem Durchgang durch den Schneidspalt 09 trägt jede Punkturleiste 16 ein Gesamtprodukt,
das jeweils aus von der inneren Bahn 03 abgeschnittenen Signaturen und von der äußeren
Bahn 04 abgeschnittenen Signaturen zusammengesetzt ist. Mit jeder Umdrehung des Schneid-
und Transportzylinders 11 werden sieben Signaturen erzeugt, genauso, wie wenn beide
Bahnen 03; 04 in herkömmlicher Weise über einen gemeinsamen Einlauf zugeführt würden.
Da sich allerdings das Abschneiden jeder einzelnen Signatur auf zwei Schneidschritte
an den Spalten 08; 09 verteilt, ist die in jedem Schneidschritt aufzubringende Kraft
geringer, ein befriedigender Gleichlauf der Maschine ist leichter aufrechtzuerhalten,
und auch die Anforderungen an die mechanische Belastbarkeit der Schneidvorrichtung
sind niedriger als bei der Zuführung über einen gemeinsamen Einlauf.
[0022] Am Schneid- und Transportzylinder 11 sind ferner mindestens fünf, vorzugsweise sieben
in der Figur nicht gezeigte Falzmesser angebracht, die jeweils bei Erreichen eines
Spalts 17 zwischen dem Schneid- und Transportzylinder 11 und einem Falzklappenzylinder
18 ausgefahren werden, um die am Schneid- und Transportzylinder 11 transportierten
Produkte an den Falzklappenzylinder 18 in an sich bekannter Weise zu übergeben und
zu falzen. Die gefalzten Produkte werden vom Falzklappenzylinder 18 an ein Schaufelrad
19 übergeben und von diesem auf ein Förderband 21 ausgelegt.
[0023] Eine abgewandelte Ausgestaltung der Schneidvorrichtung unterscheidet sich von der
in Fig. 1 gezeigten dadurch, dass sie nur einen einzigen Einlauf 02 für eine einzige
zu schneidende Bahn 04 aufweist. Zu Ihrer Beschreibung wird auf Fig. 1 Bezug genommen,
wobei der Einlauf 01, die Bahn 03 und der Gegenzylinder 12 als nicht vorhanden angenommen
werden.
[0024] Die über den Einlauf 02 zugeführte, altemierende Muster C und D aufweisende, z. B.
bedruckte Bahn 04 trifft am Schneidspalt 09 auf den Schneid- und Transportzylinder
11, dessen Punkturleisten 16 bei Eintritt in den Schneidspalt 09 jeweils abwechselnd
ein zuvor von der Bahn 04 abgeschnittene Signatur mit Muster C oder keine Signatur
tragen. Da die Zahl der Punkturleisten 16 ungerade ist, trifft eine freie Punkturleiste
16 am Schneidspalt 09 jeweils mit einem Muster C der Bahn 04 und eine mit Signatur
mit Muster C bestückte Punkturleiste 16 mit einem Muster D der Bahn 04 zusammen. Da
die Schneidmesser 14 am Schneid- und Transportzylinder 11 starr befestigt sind und
die Punkturleisten 16 sich zwischen dem ersten Durchgang durch den Schneidspalt 09,
in dem sie mit der Signatur mit Muster C beladen werden, und dem zweiten Durchgang
in Bezug auf den Schneid- und Transportzylinder 11 nicht bewegen, besteht keine Gefahr,
dass die Signaturen mit Muster C beim zweiten Durchgang durch den Schneidspalt 09
erneut beschnitten werden.
[0025] Jedes Mal, wenn eine mit zwei Signaturen C und D bestückte Punkturleiste 16 den Spalt
17 passiert, wird das so erhaltene Gesamtprodukt in an sich bekannter Weise an den
Falzklappenzylinder 18 übergeben.
[0026] Anstelle des Falzklappenzylinders 18 kann in allen Betriebsweisen auch ein weiterer
Transportzylinder zur Übernahme der Signaturen nachgeschalten sein, dem wiederum ein
Falzklappenzylinder oder ein Bändersystem nachgeschaltet sein kann.
[0027] Auch ist es möglich das jede der Bahnen 03; 04 gleiche Muster A bzw. B hintereinander,
d. h. in Transportrichtung aufweist. Diese Muster A und B werden vorzugsweise mit
mindestens einem Formzylinder einer Druckeinheit bedruckt, der am Umfang zwei gleiche
Muster A oder B trägt. Die Bahnen 03; 04 werden übereinander geführt, so dass Signaturen
mit übereinanderliegenden Muster A und B entstehen, die jeweils im Spalt 17 zu den
nachfolgenden Falklappenzylinder 18 übergehen. Dazu muß der Schneid- und Transportzylinder
11 nicht zwingend eine ungeradzahlige Teilung aufweisen, sondem kann auch eine geradzahlige
Teilung, vorzugsweise größer 4 oder 6 aufweisen.
[0028] Die Muster A, B, C, D bezeichnen vorzugsweise jeweils zwei Zeitungsseiten, wobei
A1, A2; B1, B2; C1, C2; D1, D2 jeweils eine Zeitungsseite bezeichnen.
[0029] Unter der Bezeichnung Bahn 03; 04 ist mindestens eine Bahn 03; 04 zu verstehen, vorzugsweise
ist darunter jedoch jeweils ein aus mehreren aufeinanderliegenden Bahnen 03; 04 bestehender
Strang zu verstehen.
[0030] Dabei können die Bahnen 03; 04 jeweils mit Formzylindern von Druckeinheiten bedruckt
werden, die entweder ein Muster A bzw. B am Umfang tragen (Einfach-Umfang) oder zwei
Muster A bzw. B am Umfang (Doppel-Umfang) tragen. Bei Doppel-Umfang-Formzylinder können
zwei gleiche Muster A, A und B, B oder zwei verschiedene Muster A, B am Umfang angeordnet
sein.
[0031] Es sind daher vier Betriebsweisen möglich.
[0032] In einer ersten und zweiten Betriebsweise werden beide Bahnen 03; 04 vor dem ersten
Einlauf 01; 02 auf dem Schneid- und Transportzylinder 11 zusammengeführt und mittels
eines einzigen Schneidvorgangs getrennt.
[0033] Dabei tragen die Bahnen 03; 04 in einer ersten Betriebsweise hintereinander gleiche
Muster A bzw. C und es werden auf dem Schneid- und Transportzylinder 11 hintereinander
bei jeder Umdrehung gleiche Produkte gebildet und direkt an den nachfolgenden Falzklappenzylinder
18 abgegeben.
[0034] In einer zweiten Betriebsweise tragen die Bahnen 03; 04 hintereinander altemierende
Muster A, B bzw. C, D die bei einer ersten Umdrehung des mit einer ungeraden Anzahl
von Feldern versehenen Schneid- und Transportzylinders 11 (= Sammelzylinder) alternierend
auf den Schneid- und Transportzylinder 11 abgelegt werden und bei der zweiten Umdrehung
zusätzlich mit einer zweiten Lage des falzenden Produktteiles versehen werden.
[0035] In einer dritten und vierten Betriebsweise werden zwei Bahnen 03; 04 getrennt zugeführt,
wobei in der dritten Betriebsweise die Bahnen 03; 04 hintereinander alternierend Muster
A, B bzw. C, D tragen.
[0036] Dabei werden bei einer ersten Umdrehung der Schneid- und Transportzylinder 11 (=
Sammelzylinder) auf allen und jeder zweiten Punkturleiste 16 erst Signaturen mit Muster
A, C jeder Bahn 03; 04 geführt, so dass jetzt jede zweite Punkturleiste 16 einer Signatur
mit Muster A; C trägt und bei der zweiten Umdrehung werden dann nochmals von jeder
Bahn 03; 04 zwei Signaturen mit Muster B, D auf die Punkturleisten 16 geführt.
[0037] Bei der zweiten Umdrehung der Schneid- und Transportzylinder 11 sind daher Signaturen
A, C, B, D auf den Punkturleisten 16 alternierend mit Punkturleisten 16, die lediglich
Signaturen mit Muster A, C tragen, wobei die Signaturen, d. h. das Produkt mit Muster
A, C, B, D jedes zweiten Feldes und den Falzklappenzylinder 18 übergeben werden.
[0038] In einer vierten Betriebsweise weisen die Bahnen 03; 04 hintereinander gleiche Muster
A, A bzw. C, C auf, so dass bei jeder Umdrehung der Schneid- und Transportzylinder
11 jede Punkturleiste 16 Signaturen mit Muster A, C trägt, die bei Erreichen des Falzklappenzylinders
18 direkt an diesen übergeben werden.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 01
- Einlauf
- 02
- Einlauf
- 03
- Materialbahn, Papierbahn, innere Bahn
- 04
- Materialbahn, Papierbahn, äußere Bahn
- 05
- -
- 06
- Zugwalzenpaar
- 07
- Zugwalzenpaar
- 08
- Schneidspalt
- 09
- Schneidspalt
- 10
- -
- 11
- Schneid- und Transportzylinder
- 12
- Gegenzylinder
- 13
- Gegenzylinder
- 14
- Schneidmesser
- 15
- Widerlager
- 16
- Halteeinrichtung, Punkturleiste
- 17
- Spalt
- 18
- Falzklappenzylinder
- 19
- Schaufelrad
- 20
- -
- 21
- Förderband
- 22
- Welle
- 23
- Punkturnadeln
- 24
- Nut
- A
- Muster, Signatur mit Muster, Produkt mit Muster
- B
- Muster, Signatur mit Muster, Produkt mit Muster
- C
- Muster, Signatur mit Muster, Produkt mit Muster
- D
- Muster, Signatur mit Muster, Produkt mit Muster
1. Schneidvorrichtung zum Querschneiden wenigstens einer ersten Materialbahn (03), mit
einem Schneid- und Transportzylinder (11) und einem ersten Gegenzylinder (12), die
gemeinsam drehbar sind und einen ersten Schneidspalt (08; 09) begrenzen, durch den
ein erster Transportweg für die erste Materialbahn (03; 04) verläuft, wobei der Schneid-
und Transportzylinder (11) wenigstens ein Schneidmesser (14) zum Abschneiden eines
Produkts von der ersten Materialbahn (03) beim Durchgang des Schneidmessers (14) durch
den ersten Schneidspalt (08) trägt, und der Gegenzylinder (12) ein mit dem Schneidmesser
(14) zusammenwirkendes Widerlager (15) aufweist, wobei der Schneid- und Transportzylinder
(11) eine Halteeinrichtung (16) zum Halten eines abgeschnittenen Produkts und Transportieren
des Produkts durch den ersten Schneidspalt (08) aufweist, wobei ein zweiter Gegenzylinder
(13) mit dem Schneid- und Transportzylinder (11) einen zweiten, in Umfangsrichtung
zum ersten Schneidspalt (08) versetzten Schneidspalt (09) bildend angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schneid- und Transportzylinder (11) als Falzmesserzylinder ausgebildet ist.
2. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Materialbahn (03) den ersten Gegenzylinder (12; 13) im Eingang des ersten
Schneidspalts (08; 09) umschlingt.
3. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (16) eine Punkturleiste (16) ist.
4. Schneidvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Gegenzylinder (12; 13) wenigstens eine Nut (24) zum Aufnehmen von Punkturnadeln
(23) der Punkturleiste (16) aufweist.
5. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang des Schneid- und Transportzylinders (11) wenigstens fünf, vorzugsweise
sieben Produktlängen beträgt.
6. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Materialbahn (03; 04) ein Einlauf (01; 02) zugeordnet ist.
7. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schneid- und Transportzylinder (11) ein Falzklappenzylinder (18) direkt nachgeordnet
ist.
1. A cutting apparatus for the transverse cutting of at least one first web of material
(03), with a cutting and conveying cylinder (11) and a first counter cylinder (12),
which are jointly rotatable and bound a first cutting gap (08; 09) through which a
first conveying path for the first web of material (03; 04) extends, wherein the cutting
and conveying cylinder (11) carries at least one cutting blade (14) for cutting a
product off from the first web of material (03) during the passage of the cutting
blade (14) through the first cutting gap (08), and the counter cylinder (12) has an
abutment (15) co-operating with the cutting blade (14), wherein the cutting and conveying
cylinder (11) comprises a retaining device (16) for retaining a cutoff product and
for conveying the product through the first cutting gap (08), and wherein a second
counter cylinder (13) is arranged so as to form, with the cutting and conveying cylinder
(11), a second cutting gap (09) offset in the peripheral direction with respect to
the first cutting gap (08), characterized in that the cutting and conveying cylinder (11) is constructed in the form of a folding-blade
cylinder.
2. A cutting apparatus according to Claim 1, characterized in that the first web of material (03) is wrapped around the first counter cylinder (12;
13) in the inlet of the first cutting gap (08; 09).
3. A cutting apparatus according to Claim 1, characterized in that the retaining device (16) is a puncturing strip (16).
4. A cutting apparatus according to Claim 3, characterized in that the first counter cylinder (12; 13) comprises at least one groove (24) for receiving
puncturing needles (23) of the puncturing strip (16).
5. A cutting apparatus according to Claim 1, characterized in that the periphery of the cutting and conveying cylinder (11) amounts to least five, and
preferably seven, product lengths.
6. A cutting apparatus according to Claim 1, characterized in that a run-in (01; 02) is associated with each web of material (03; 04).
7. A cutting apparatus according to Claim 1, characterized in that a folding-jaw cylinder (18) is arranged directly downstream of the cutting and conveying
cylinder (11).
1. Dispositif de coupe pour la coupe transversale d'au moins une première bande de matériau
(03), comprenant un cylindre de coupe et de transport (11) et un premier contre-cylindre
(12), qui peuvent tourner ensembles et délimitent une première fente de coupe (08
; 09), par laquelle passe une première course de transport pour la première bande
de matériau (03 ; 04), le cylindre de coupe et de transport (11) portant au moins
un couteau de coupe (14) pour le découpage d'un produit de la première bande de matériau
(03) lors du passage du couteau de coupe (14) par la première fente de coupe (08),
et le contre-cylindre (12) présentant une butée (15) coopérant avec le couteau de
coupe (14), le cylindre de coupe et de transport (11) portant un dispositif de retenue
(16) pour le maintien d'un produit et le transport du produit par la première fente
de coupe (08), un second contre-cylindre (13) étant disposé avec le cylindre de coupe
et de transport (11) en formant une seconde fente de coupe (09) décalée dans le sens
périphérique par rapport à la première fente de coupe (08), caractérisé en ce que le cylindre de coupe et de transport (11) est conçu comme un cylindre de pliage à
mâchoires.
2. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première bande de matériau (03) entoure le premier contre-cylindre (12 ; 13) dans
l'entrée de la première fente de coupe (08 ; 09).
3. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de retenue (16) est une baguette de pointure (16).
4. Dispositif de coupe selon la revendication 3, caractérisé en ce que le premier contre-cylindre (12 ; 13) présente au moins une rainure (24) pour la réception
d'aiguilles de pointure (23) de la baguette de pointure (16).
5. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé en ce que le pourtour du cylindre de coupe et de transport (11) représente au moins cinq, de
préférence sept longueurs de produit.
6. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé en ce que une entrée (01 ; 02) est attribuée à chaque bande de matériau (03 ; 04).
7. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un cylindre de pliage à mâchoires (18) est disposé directement en aval du cylindre
de coupe et de transport (11).