| (19) |
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(11) |
EP 1 483 436 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.09.2006 Patentblatt 2006/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.07.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/007971 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/076704 (18.09.2003 Gazette 2003/38) |
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| (54) |
PNEUMATISCHER FADENSTRECKER UND FADENVERARBEITUNGSSYSTEM
PNEUMATIC THREAD TENSIONER AND THREAD HANDLING SYSTEM
ETIREUR DE FIL PNEUMATIQUE ET SYSTEME DE TRAITEMENT DE FIL
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE IT LI SE TR |
| (30) |
Priorität: |
12.03.2002 SE 0200745
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.12.2004 Patentblatt 2004/50 |
| (73) |
Patentinhaber: IROPA AG |
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6340 Baar (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- JOSEFSSON, Pär
S-502 51 Boras (SE)
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| (74) |
Vertreter: Grünecker, August |
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Patentanwälte
Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Partner
Maximilianstrasse 58 80538 München 80538 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-00/15532 US-A- 4 637 229
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GB-A- 1 469 533 US-A- 5 816 296
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 017, no. 655 (C-1136), 6. Dezember 1993 (1993-12-06)
-& JP 05 209343 A (NORIMASA SHODA;OTHERS: 01), 20. August 1993 (1993-08-20)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 014, no. 115 (C-0696), 5. März 1990 (1990-03-05) -&
JP 01 314762 A (SADAO SAWADA), 19. Dezember 1989 (1989-12-19)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen pneumatischen Fadenstrecker gemäß Oberbegriff des Anspruchs
1 und ein Fadenverarbeitungssystem gemäß Oberbegriff des Anspruchs 7.
[0002] In dem Fadenverarbeitungssystem gemäß GB 14 69 533 ist stromab einer mit Schlupf
arbeitenden Fadenliefervorrichtung und stromauf eines Stricksystems einer Flachstrickmaschine
der pneumatische Fadenstrecker so angeordnet, dass der aus dem Ausblasende seines
Rohrkörpers austretende Luftstrom der Fadenlaufrichtung entgegengesetzt ist. In Ausblasrichtung
ist in beträchtlichem Abstand vor dem Ausblasende des Rohrkörpers ein Zylinder mit
quer zur Fadenlaufrichtung orientierter Zylinderachse angeordnet, dessen Außenumfang
in etwa die Verlängerung der Achse des Rohrkörpers tangiert. Der aus dem Ausblasende
entlang des Fadens austretende Luftstrom wird am Außenumfang des Zylinders von der
verlängerten Rohrkörperachse weg abgelenkt, wobei er im Faden eine streckende Schlaufe
bildet. Die Strömungsrate und der Druck des Luftstroms sind einstellbar. Der pneumatische
Fadenstrecker arbeitet kontinuierlich. Er ist auch in einem Fadenverarbeitungssystem
mit einer Webmaschine brauchbar. Der kontinuierliche Betrieb des pneumatischen Fadenstreckers
resultiert nicht nur wegen des sich auf dem Zylinder seitlich ausbreitenden Luftstroms
in hohem Luftverbrauch, sondern der Faden kann in seiner Ruhephase durch die Strömungsdynamik
der Luftströmung beschädigt werden. Ferner besteht die permanente Gefahr, dass der
am Ausblasende austretende Luftstrom vor dem Zylinder durch den Zwischenraum zwischen
dem Ausblasende und dem Zylinder abströmt, so dass der Faden in diesem Zwischenraum
eine falsche Schlaufe bilden kann, die sich leicht verhängt, oder auf dem Zylinder
seitlich ausweicht, wodurch beim Strecken durch Zug der Textilmaschine der Faden reißen
kann.
[0003] Bei dem aus US 5 816 296 bekannten Fadenverarbeitungssystem mit einer Webmaschine
ist im Fadenlaufweg ein rohrartiges Gebilde angeordnet, das der Faden durchsetzt.
In dem rohrartigen Gebilde sind zwei Düsen angeordnet, von denen die eine gegen die
Laufrichtung und die andere in Laufrichtung bläst. Die beiden Düsen werden über Magnetventile
in Abhängigkeit vom Operationszyklus der Webmaschine beaufschlagt und/oder von der
Druckversorgung abgetrennt.
[0004] Ein pneumatischer Fadenstrecker gemäß US 6 009 915 A arbeitet mit zwei unter einem
spitzen Winkel zueinander arbeitenden Düsen, um einen sich entspannenden Faden durch
Formen einer Schlaufe zu strecken.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen pneumatischen Fadenstrecker der eingangs
genannten Art anzugeben, der baulich einfach ist und den Faden effektiv streckt, relativ
geringen Luftverbrauch hat, und keine Gefahr für den Faden erzeugt. Ferner ist es
Aufgabe der Erfindung, ein Fadenverarbeitungssystem mit wenigstens einem pneumatischen
Fadenstrecker anzugeben, in dem der Fadenstrecker mit relativ geringem Luftverbrauch
arbeitet und keine Gefährdung für den Faden erzeugt.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und
den Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst.
[0007] Da im Fadenstrecker die Luftstrom-Ablenkfläche einer übergangslose und seitlich begrenzte
Verlängerung der Innenwand des Führungskanals ist, wird im Wesentlichen die gesamte
Energie des Luftstroms zum Strecken des Fadens genutzt. Anteile des Luftstroms können
vor der Ablenkfläche nicht ungenutzt seitlich verschwinden. Es entsteht eine relativ
laminare Strömung, die den Coanda-Effekt optimal ausspielt, in dem sie an der Ablenkfläche
haftet und den Faden von der Rohrkörperachse seitlich in die Schlaufe zieht und damit
den Faden streckt, sofern der Faden zu diesem Zeitpunkt nachgeben sollte. Die seitliche
Begrenzung der Ablenkfläche vermeidet Druckluftverluste und wirkt im Sinne einer effektiven
und definierten Kontrolle des Fadens bei der Schlaufenbildung.
[0008] Im Fadenverarbeitungssystem wird durch die Umstellung der Strömungsrate oder des
Drucks des Luftstroms entlang der Ablenkfläche zwischen wenigstens zwei unterschiedlichen
Niveaus und in Zuordnung zum Operationszyklus der Textilmaschine nicht nur der Luftverbrauch
reduziert, sondern vor allem in Ruhephasen des Fadens die Gefahr einer Fadenbeschädigung
durch die Strömungsdynamik der Luftströmung minimiert. Bei dem niedrigen Niveau ist
die mechanische Belastung für den Faden unkritisch. Das hohe Niveau wird in Zuordnung
zum Operationszyklus der Textilmaschine dann eingestellt, und nur zeitweise, wenn
eine zusätzliche Streckwirkung durch den pneumatischen Fadenstrecker für eine ordnungsgemäße
Fadenlaufsteuerung erforderlich ist.
[0009] Baulich einfach ist im Fadenstrecker die Luftstrom-Ablenkfläche mit dem Rohrkörper
einstückig. Es wird dadurch keine separate Halterung für die Ablenkfläche benötigt.
[0010] Zweckmäßig wird die Verlängerung nach Art einer Halfpipe ausgebildet, die beidseitig
von Führungswänden begrenzt ist, so dass der Luftstrom, sobald er der Ablenkfläche
folgt, sauber geführt wird, und auch der Faden in kontrollierter Weise in die streckende
Schlaufe verformt wird.
[0011] Die Seitenwände können ausgehend von der Luftstromablenkfläche divergieren oder konvergieren
oder auch zueinander parallel verlaufen. Sie sollten voneinander so weit beabstandet
sein, dass der Faden bei gestrecktem, normalem Fadenlauf die Seitenwände nicht kontaktiert.
[0012] Herstellungstechnisch einfach ist die Verlängerung aus einer Überlänge des Rohrkörpers
gebildet, die in Längsrichtung aufgeschnitten wird, so dass sich die Rohrwände nach
außen biegen bzw. öffnen und die ganze Überlänge zu einer Seite der Rohrkörperachse
wegbiegen lassen.
[0013] Zum Fadenstrecker gehört in der Kommunikation mit der Druckversorgung ein Verstellglied,
mit dem die Strömungsrate bzw. der Druck des entlang der Ablenkfläche erzeugten Luftstroms
zwischen mindestens zwei unterschiedlichen Einstellwerten umstellen lässt, zweckmäßigerweise
ferngesteuert, so dass der Fadenstrecker nur dann einen signifikanten Streckeffekt
im Faden erzeugt, wenn dieser Effekt für die Fadenlaufsteuerung benötigt wird. In
Phasen, in denen kein Streckeffekt benötigt wird, z.B. in einer Ruhrphase des Fadens,
wird auf dem niedrigen Niveau gearbeitet, bei dem die Luftströmung ausreichend schwach
ist und keine schädliche Wirkung auf den Faden nimmt. Würde nämlich in der Ruhephase
des Fadens mit unverminderter Strömungsrate oder unvermindertem Druck geblasen, dann
ließe sich nicht vermeiden, dass der Faden in der Strömung tanzt und durch die Strömung
aufgelöst wird oder sogar den Rohrkörper oder die Ablenkfläche schlagend kontaktiert
und beschädigt wird.
[0014] In dem Fadenverarbeitungssystem ist in der Kommunikation des Fadenstreckers mit der
Druckluftversorgung wenigstens ein Verstellglied mit einem elektrischen Stellantrieb
enthalten, vorzugsweise ein Magnetventil, um zwischen mindestens zwei unterschiedlichen
Niveaus der Strömungsrate bzw. des Drucks umzustellen. Die Operation des Fadenstreckers
lässt sich auf diese Weise abhängig von dem Operationszyklus der Textilmaschine steuern.
Die Signale, die die Umstellung zwischen den Niveaus bewirken, werden über eine Signalverbindung
übertragen, und zwar entweder von einer Steuervorrichtung der Textilmaschine oder
des Fadenliefergeräts, oder aus einem Kommunikationssystem, in das die Textilmaschine
und/oder das Fadenliefergerät eingegliedert ist (sind). Im Falle eines Kommunikationssystems,
z.B. eines Datenbussystems (CAN oder dgl.), ist oftmals ein Steuerkasten vorgesehen,
aus dem unterschiedliche Funktionseinheiten angesteuert oder überwacht werden. Die
Signale zum Betätigung des Stellantriebs des Fadenstreckers können vorzugsweise aus
diesem zentralen Steuerkasten abgeleitet werden, z.B. mittels eines Nachrichten übersetzenden
Prozessors.
[0015] Wird mit der Textilmaschine ein gemustertes Produkt hergestellt, z.B. in einer Webmaschine
mit Schussfäden unterschiedlicher Qualitäten oder Farben in mehreren Fadenkanälen,
oder in einer Strickmaschine mit mehreren Stricksystemen, dann ist es zweckmäßig,
die Einrichtung so auszubilden, dass sie den Fadenstrecker abhängig vom Muster zwischen
den Niveaus umstellt. Dies bedeutet, dass beispielsweise nur der Fadenstrecker eines
aktivierten Fadenkanals auf dem hohen Strömungsraten- oder Druckniveau operiert, während
die Fadenstrecker in den nicht aktivierten Fadenkanälen passiviert sind oder nur auf
dem niedrigen Niveau operieren. Der Fadenstrecker eines aktivierten Fadenkanals kann
von der Einrichtung darüber angepasst an den Operationszyklus der Textilmaschine in
diesem Fadenkanal zwischen den hohen und niedrigen Niveaus umgestellt werden. Das
hohe Niveau wird z.B. jeweils dann eingestellt, wenn durch eine zusätzliche Fadenstreckung
verhindert werden soll, dass sich zeitweise der Faden zu sehr entspannt wird, oder
um einer Komponente der Textilmaschine durch erhöhten Fadenzug zu assistieren, die
zur ordnungsgemäßen Funktion vorübergehend einen stärkeren Zug im Faden braucht.
[0016] In einem Fadenverarbeitungssystem mit einer Greiferschützenwebmaschine kann die Einrichtung
so ausgebildet sein, dass die starke Strömungsrate oder der hohe Druck in dem Fadenstrecker
jeweils dann bei einem Eintragvorgang zeitweise eingestellt ist, wenn der Bringergreifer
die Fadenspitze übernimmt, und/oder die Fadenspitze an den Nehmergreifer übergibt,
und/oder der Eintragvorgang beendet wird. In den anderen Phasen des Eintragvorgangs
wird hingegen das niedrige Niveau eingestellt, weil dann ein signifikanter Zug im
Faden sicher übersetzt ist. Die Umstellung wird von der Einrichtung mittels Signalen
vorgenommen, die bestimmte Drehwinkel oder -bereiche der Hauptwelle der Greiferschützenwebmaschine
in den vorerwähnten Operationsphasen repräsentieren.
[0017] In einem Fadenverarbeitungssystem mit einer Greiferschützenwebmaschine mit mehreren,
webmusterabhängig abwechselnd aktivierbaren Fadenkanälen ist in jeden Fadenkanal ein
pneumatischer Fadenstrecker vorgesehen. Die Einrichtung ist so ausgebildet, dass sie
die Strömungsrate oder den Druck jeweils dann auf das niedrige Niveau umstellt, wenn
der Fadenkanal mit diesem Fadenstrecker nicht aktiviert ist und der Faden z.B. in
einer Ruhephase verharrt. Dies erfolgt vorzugsweise mittels Signalen, z.B. abgeleitet
von der Steuerung eines Fadenselektors, die den wenigstens einen nicht aktivierten
Fadenkanal repräsentieren.
[0018] Optimale Ergebnisse werden mit dem gesteuerten pneumatischen Fadenstrecker erzielt,
wenn der Fadenstrecker stromab des Fadenliefergeräts im Fadenlaufweg funktionell mit
einem stationären Fadenbremsring, vorzugsweise einem weichen, Borstenbremsring kombiniert
wird, der im Fadenliefergerät ein Abzugsende einer stationären Speichertrommel kontaktiert.
Der Borstenbremsring erzeugt eine relativ konstante, geringe Grundspannung im Faden,
der der Fadenstrecker eine zusätzliche Zugbelastung überlagert, und zwar auf dem niedrigen
Niveau gar nicht oder nicht signifikant, hingegen auf dem hohen Niveau signifikant.
Der Borstenbremsring verhindert auch, dass sich der Faden gegebenenfalls stromauf
der gebildeten Schlaufe bis zurück auf die Speichertrommel entspannen kann, was die
dort bereitgehaltenen Fadenwindungen gestört würden.
[0019] Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes werden anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Gesamtansicht eines Fadenverarbeitungssystems, wobei mehrere Detailvarianten
angedeutet sind,
- Fig. 2
- einen Teillängsschnitt eines pneumatischen Fadenstreckers, und
- Fig. 3
- eine Ansicht des Fadenstreckers von Fig. 2 von der linken Seite.
[0020] Ein fadenverarbeitendes System S in Fig. 1 umfasst u.a. eine Textilmaschine R, beispielsweise
eine Greiferschützenwebmaschine oder auch eine Strickmaschine, wenigstens ein Fadenliefergerät
F, und einen pneumatischen, gesteuerten Fadenstrecker T im Fadenlaufweg stromab des
Fadenliefergeräts.
[0021] Die am Beispiel einer Greiferschützenwebmaschine erläuterte Textilmaschine R besitzt
ein Webfach D und antreibbare Bringer- und Nehmergreifer B, N zum Eintragen wenigstens
eines Fadens Y, Y1 aus wenigstens einem Fadenkanal. Der Bringergreifer B übernimmt
die Fadenspitze in einer Eintrag- und Fadenselektorvorrichtung 2 und zieht den Faden
bis in die Mitte des Webfaches D, wo er die Fadenspitze in einem Bereich 1 an den
Nehmergreifer N übergibt, der den Faden dann gänzlich durch das Webfach zieht und
den Eintrag beendet.
[0022] Das Fadenliefergerät F weist ein Gehäuse 3 mit einer stationären Speichertrommel
4 auf, der der Faden Y mittels eines Wickelelementes 5 in aufeinanderfolgenden Windungen
zugeführt wird. An einem Gehäuseausleger 6 ist eine Abzugsöse 7 positioniert. Ferner
ist am Gehäuseausleger 6 eine Fadenbremse A in Form eines, vorzugsweise weichen, Borstenbremsringes
8 gehaltert, die ein Abzugsende 9 der Speichertrommel 4 von außen und entgegen der
Abzugsrichtung des Fadens kontaktiert.
[0023] Der pneumatische Fadenstrecker T weist ein Gehäuse 10 und einen in Richtung des Fadenlaufweges
verlaufenden Rohrkörper 11 auf, der entgegengesetzt zur Fadenlaufrichtung eine seitlich
gekrümmt abgebogene Verlängerung 12 besitzt. Die Detailausbildung des Fadenstreckers
T wird später anhand der Fig. 2 und 3 erläutert. Am Gehäuse 10 ist ein Anschluss 13
vorgesehen, der mit einer Druckversorgung P für Druckluft verbunden oder verbindbar
ist. Eine Einrichtung mit einem Strömungsraten- oder Druckeinstellglied 14, z.B. einem
Magnetventil mit einem elektrischen Stellantrieb M (z.B. einem Schaltmagneten oder
einem Proportionalmagneten), dient zum Umstellen der Strömungsrate bzw. des Drucks
zwischen mindestens zwei verschiedenen Einstellwerten. Die Umstellung wird mit der
Einrichtung H ferngesteuert vorgenommen durch Signale, die über eine Signalverbindung
15 entweder von einer Steuervorrichtung C des Fadenliefergeräts oder einer Steuervorrichtung
CU der Textilmaschine R oder einem Kommunikationssystem K stammen. Im Falle eines
Kommunikationssystems K, in welches das Fadenliefergerät F und die Textilmaschine
R eingegliedert sind, kann ein zentraler Steuerkasten CB vorgesehen sein, in dem aus
Nachrichten in dem Kommunikationssystem K (z.B. ein CAN-Bussystem) die Signale für
den Stellantrieb M generiert werden. Das hohe Niveau und das niedrige Niveau sind
nominal einstellbar. Das niedrige Niveau ist zweckmäßigerweise so gewählt, dass der
Faden kaum oder überhaupt nicht belastet wird. Das hohe Niveau ist so eingestellt,
dass der Faden eine zweckmäßige Zugbelastung durch einen Luftstrom erfährt und, entlang
der Verlängerung 12 aus dem geraden Fadenweg in eine seitliche Schlaufe L abgelenkt
und dabei von stromab her gestreckt wird.
[0024] Im Falle der Greiferschützenwebmaschine ist es zweckmäßig, das hohe Strömungsraten-
oder Druckniveau zeitweise genau dann einzustellen, z.B. in Abhängigkeit vom abgegriffenen
Drehwinkel der Hauptwelle der Greiferschützenwebmaschine, wenn der Bringergreifer
B die Fadenspitze übernimmt, und/oder sobald der Bringergreifer B die Fadenspitze
an den Nehmergreifer N übergibt, und/oder schließlich am Ende des Eintragvorganges.
Dazwischen operiert der Fadenstrecker T auf dem niedrigen Niveau.
[0025] Wenn, wie häufig der Fall, die Greiferschützenwebmaschine R mit mehreren Fadenkanälen
(Fäden Y, Y1) arbeitet, dann ist jedem Fadenkanal ein pneumatischer Fadenstrecker
B zugeordnet. Zusätzlich ist die Einrichtung H, die für die Steuerung der Fadenstrecker
T verantwortlich ist, so ausgebildet, dass sie den Fadenstrecker eines nicht aktivierten
Fadenkanals auf das niedrige Strömungsraten- oder Druckniveau einstellt. Die Einrichtung
H kann allen Fadenstreckern gemeinsam zugeordnet sein, oder es wird für jeden Fadenstrecker
eine entsprechende Einrichtung H vorgesehen.
[0026] In analoger Weise wird eine Strickmaschine in ihren Fadenkanälen mit pneumatischen
Fadenstreckem T der hier gezeigten Art ausgestattet, und ist eine Einrichtung H vorgesehen,
mit der die Fadenstrecker in Abhängigkeit vom Operationszyklus der Strickmaschine
zwischen unterschiedlichen Strömungsraten- und Druckniveaus gesteuert werden.
[0027] Gemäß Fig. 2 definiert der gerade Rohrkörper 11 einen Luftstrom- und Fadenführungskanal
20. Die Luftströmung wird über eine im Gehäuse 10 untergebrachte, nicht näher dargestellte
Düseneinrichtung aus dem Anschluss 13 entgegen der Fadenlaufrichtung erzeugt. Die
Verlängerung 12 bildet eine von der gedachten Verlängerung der Rohrkörperachse seitlich
konvex weggebogene Luftstrom-Ablenkfläche 19, die beiderseits durch Führungswände
17 begrenzt wird. Diese Ausbildung wird herstellungstechnisch einfach z.B. dadurch
realisiert, dass der Rohrkörper 11 mit einer der Verlängerung 12 entsprechenden Überlänge
gefertigt und dann die Überlänge bis zu einem Ansatz 16 längs aufgeschnitten wird.
Dann werden die Rohrwände zu den Führungswänden 17 auseinander gebogen und wird die
Verlängerung 12 in die gekrümmte Form gebracht. Die Innenränder der Führungswände
17 können innenseitige Phasen 18 besitzen oder abgerundet sein, um dem Faden nicht
gefährlich zu werden. Die Führungswände 17 der im Grundzug U-förmigen Verlängerung
12 können ausgehend von der Ablenkfläche 19 divergieren oder konvergieren oder auch
parallel verlaufen. Der Fadenstrecker T arbeitet mit dem sogenannten Coanda-Effekt.
Das bedeutet, dass die entlang des Führungskanals 20 gerichtete, relativ laminare
Luftströmung an der Ablenkfläche 19 haftet und dieser folgt und dabei den Faden (wie
in Fig. 1 angedeutet) in die Schlaufe L verformt und streckt, sofern der Faden gerade
unter niedriger Eigenspannung steht. In Fig. 3 ist angedeutet, dass sich der Abstand
zwischen den Führungswänden 17 allmählich verbreitert.
[0028] Alternativ könnte der Rohrkörper 11 mit seiner Verlängerung 12 auch ein Kunststoff-Formteil,
z.B. ein Spritzgussteil, sein.
[0029] Das in Fig. 1 gezeigte Strömungsraten- und Druckeinstellglied 14 ist zweckmäßigerweise
ein schnell ansprechendes pneumatisches Magnetventil. Die Düsenvorrichtung im Gehäuse
10 ist zweckmäßigerweise eine sogenannte Ejektordüse, die in den Fig. 1 und 2 den
Luftstrom nach links richtet, und dabei auch Luft aus dem rechten Ende des Gehäuses
10 mit ansaugen kann. Im Fadenlaufweg stromab des Fadenstreckers können weitere, den
Fadenlauf überwachende oder kontrollierende Einrichtungen vorgesehen sein, wie dies
bei Greiferschützenwebmaschinen konventioneller Standard ist.
1. Pneumatischer Fadenstrecker (T), insbesondere für eine Greiferwebmaschine (R) oder
eine Strickmaschine, mit einem im Wesentlichen geraden Rohrkörper (11), der ein mit
einer Druckluftversorgung (P) kommunizierendes Ende und diesem abgewandt ein Ausblasende
aufweist und einen Faden- und Luftstrom-Führungskanal (20) definiert, und mit einer
vor dem Ausblasende in etwa angrenzend an eine gedachte Verlängerung der Rohrkörperachse
angeordnete Luftstrom-Ablenkfläche (19), die in Ausblasrichtung aus dem Ausblasende
gekrümmt von der Rohrkörperachse weg gebogen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftstrom-Ablenkfläche (19) eine übergangslose, seitlich begrenzte Verlängerung
der Innenwand (20) des Führungskanals ist.
2. Pneumatischer Fadenstrecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftstrom-Ablenkfläche (19) mit dem Rohrkörper (11) einstückig ist.
3. Pneumatischer Fadenstrecker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftstrom-Ablenkfläche (19) in der nach Art einer Halfpipe ausgebildeten Verlängerung
(12) angeordnet und beidseitig von Führungswänden (17) begrenzt ist.
4. Pneumatischer Fadenstrecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Verlängerung (12) annähernd U-förmig ist, mit Seitenwänden (17),
die von der Luftstrom-Führungsfläche (19) ausgehend divergieren oder konvergieren
oder parallel verlaufen.
5. Pneumatischer Fadenstrecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (12) aus einer Überlänge des Rohrkörpers (11) durch Aufschneiden,
Aufbiegen der Rohrwände nach außen und Wegbiegen der Überlänge zu einer Seite der
Rohrkörperachse gebildet ist.
6. Pneumatischer Fadenstrecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kommunikation mit der Druckversorgung (P) wenigstens ein, vorzugsweise fernsteuerbares,
Verstellglied (14, M) enthalten ist, mit dem die Strömungsrate bzw. der Druck eines
entlang der Luftstrom-Ablenkfläche (19) erzeugten Luftstroms einstellbar und/oder
zwischen mindestens zwei unterschiedlichen Einstellwerten umstellbar ist.
7. Fadenverarbeitungssystem (S), mit einer fadenverbrauchenden Textilmaschine (R); insbesondere
einer Greiferschützenwebmaschine oder einer Strickmaschine, wenigstens einem Fadenliefergerät
(F), und wenigstens einem stromab des Fadenliefergeräts im Fadenlaufweg angeordneten
pneumatischen Fadenstrecker (T), welcher einen mit einer Druckluftversorgung (P) kommunizierenden
Führungskanal und ein gegen die Fadenlaufrichtung weisendes Ausblasende aufweist,
vor dem in Ausblasrichtung eine Luftstrom-Ablenkfläche (19) die eine übergangslose,
seitlich begrenzte Verlängerung der Innenwand (20) des Führungskanal ist, angeordnet
ist, entlang der der Faden mit einem Luftstrom aus dem geraden Laufweg in eine Schlaufe
auslenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (H) zum Umstellen der Strömungsrate oder des Drucks des Luftstroms
entlang der Ablenkfläche (19) zwischen wenigstens zwei unterschiedlichen Niveaus und
in Zuordnung zum Operationszyklus der Textilmaschine (R) vorgesehen ist.
8. Fadenverarbeitungssystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Kommunikation mit der Druckluftversorgung (P) wenigstens ein Strömungsraten-
oder Druckverstellglied (14) mit einem elektrischen Stellantrieb (M), vorzugsweise
ein Magnetventil, vorgesehen ist, und dass zwischen dem Stellantrieb (M) und einer
Steuervorrichtung (CU)der Textilmaschine (R) und/oder des Fadenliefergeräts (F) und/oder
einem Kommunikationssystem (K) des Fadenverarbeitungssystems (S), vorzugsweise mit
einem zentralen Steuerkasten (CB) innerhalb des Kommunikationssystems, eine Signalverbindung
(15) vorgesehen ist.
9. Fadenverarbeitungssystem nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine vom Muster des in der Textilmaschine (R) hergestellten Produkts abhängig umstellbare
Einrichtung (H), die pneumatischen Fadenstreckem (T) in mehreren Fadenkanälen gemeinsam
zugeordnet ist.
10. Fadenverarbeitungssystem nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine abhängig vom Operationszyklus der Textilmaschine in einem Fadenkanal abhängig
umstellbare Einrichtung (H), die einem pneumatischen Fadenstrecker (T) eines Fadenkanals
zugeordnet ist.
11. Fadenverarbeitungssystem nach wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Fadenverarbeitungssystem (S) mit einer Greiferschützenwebmaschine (R) mit
der Einrichtung (H) die Strömungsrate oder der Druck jeweils bei einer Fadenübernahme
durch den Bringergreifer (B) und/oder bei der Fadenübergabe vom Bringergreifer (B)
an den Nehmergreifer (N) und/oder am Eintragende auf das hohe Niveau umstellbar ist,
vorzugsweise mittels Signalen, die den Drehwinkel der Greiferschützenwebmaschine bei
der Fadenübernahme und/oder der Fadenübergabe und/oder beim Eintragsende repräsentieren.
12. Fadenverarbeitungssystem nach wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Fadenverarbeitungssystem (S) mit einer Greiferschützenwebmaschine (R) mit
mehreren, webmusterabhängig abwechselnd aktivierbaren Fadenkanälen jedem Fadenkanal
ein pneumatischer Fadenstrecker (T) zugeordnet ist, und dass mit der Einrichtung (H)
die Strömungsrate oder der Druck für den pneumatischen Fadenstrecker (T) eines nicht
aktivierten Fadenkanals auf das niedrige Niveau umstellbar ist, vorzugsweise mittels
Signalen, die wenigstens einen nicht aktivierten Fadenkanal (Y, Y1) repräsentieren.
13. Fadenverarbeitungssystem nach wenigsten einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der pneumatische und gesteuerte Fadenstrecker (T) funktionell mit einem stationären
Fadenbremsring, vorzugsweise einem weichen Borstenbremsring (8), kombiniert ist, der
im Fadenliefergerät (F) ein Abzugsende (9) einer stationären Speichertrommel (4) kontaktiert.
1. Pneumatic thread stretcher (T), in particular for a rapier weaving machine (R) or
a knitting machine, comprising a substantially straight tube body (11) having one
end communicating with a pressurised air supply (P) and remote from the one end a
blow-out end which defines a thread guiding channel and air current guiding channel
(20), and an air current deflection surface (19) arranged in front of the blow-out
end substantially in the vicinity of a theoretical extension of the axis of the tube
body, the air current deflection surface (19) being bent in blowing direction from
the blow-out end in curved fashion away from the axis of the tube body, characterised in that the air current deflection surface (19) is a seamless, sidewardly limited prolongation
of the inner wall (20) of the guiding channel.
2. Pneumatic thread stretcher as in claim 1, characterised in that the air current deflection surface (19) is integrally formed with the tube body (11).
3. Pneumatic thread stretcher as in claim 1 or 2, characterised in that the air current deflection surface (19) is arranged in the prolongation which is
formed like a half pipe limited at both sides by guiding walls (17).
4. Pneumatic thread stretcher as in claim 1, characterised in that the cross-section of the prolongation (12) is substantially U-shaped including side
walls (17) which, starting from the air current deflection surface (19) diverge or
converge or extend in parallel.
5. Pneumatic thread stretcher as in claim 1, characterised in that the prolongation (12) is formed from an excessive length of the tube body (11) by
cutting open and bending the tube walls outwardly and bending away of the excessive
length to one side of the axis of the tube body.
6. Pneumatic thread stretcher as in claim 1, characterised in that in the communication with the pressured air supply (P) at least one, preferably remotely
controlled, adjustment member (14, M) is contained with which the flow rate or the
pressure of an air current produced along the air current deflection surface (19)
is adjustable and/or switchable between at least two different values.
7. Thread processing system (S) comprising a thread consuming textile machine (R), in
particular a rapier weaving machine or a knitting machine, at least one thread feeding
device (F) and at least one pneumatic thread stretcher (T) arranged in the thread
run path downstream of the thread feeding device, which thread stretcher includes
a guiding channel communicating with a pressurised air supply (P) and has a blow-out
end directed counter to the thread running direction, and an air current deflection
surface (19) situated in blowing direction in front of the blow-out end for deflecting
the thread by an air current from the straight running path into a loop, which deflection
surface (19) is a transition-free, laterally bounded prolongation of the inner wall
(20) of the guiding channel, characterised in that an assembly (H) is provided for switching the flow rate or the pressure of the air
current along the deflection surface (19) between at least two different levels and
in association with the operation cycle of the textile machine (R).
8. Thread processing system as in claim 7, characterised in that in the communication with the pressurised air supply (P) at least one adjustment
member (14) including an electric adjusting drive (M) is provided, preferably a magnet
valve, and that between the adjustment drive (M) and a control device (CU) of the
textile machine (R) and/or of the thread feeding device (F) and/or a communication
system (K) of the thread processing system (S) a signal connection (15) is provided,
preferably extending to a control box (CB) within the communication system.
9. Thread processing system as in claim 8, characterised by an assembly (H) which commonly is associated to pneumatic thread stretchers (T) is
several thread channels and which is switchable depending on the pattern of the product
produced in the textile machine (R).
10. Thread processing system as in claim 8, characterised by an assembly (H) associated to a pneumatic thread stretcher (T) of one thread channel,
the assembly (H) being switchable depending on the operation cycle of the textile
machine in the one thread channel.
11. Thread processing system as in at least one of claims 7 to 10, characterised in that in a thread processing system (S) having a rapier weaving machine (R) the flow rate
or the pressure is switched to the high level by the assembly (H) respectively when
the bringer gripper (B) takes the thread and/or when the bringer gripper (B) transfers
the thread to the taker gripper (N) and/or at the end of the insertion, preferably
by means of signals representing the rotational angle of the rapier weaving machine
when the thread is taken and/or when the thread is transferred and/or at the insertion
end.
12. Thread processing system as in at least one of claims 7 to 10, characterised in that in a thread processing system (S) comprising a rapier weaving machine (R) having
several thread channels which are alternatingly activated depending on the weaving
pattern a pneumatic thread stretcher (T) is associated to each thread channel, and
that the flow rate or the pressure for the pneumatic thread stretcher (T) of a not
activated thread channel is adjusted by the assembly (H) to the low level, preferably
by means of signals representing at least one not activated thread channel (Y, Y1).
13. Thread processing system as in at least one of claims 7 to 12, characterised in that the pneumatic and controlled thread stretcher (T) is functionally combined with a
stationary thread braking ring, preferably a soft bristle braking ring (8) which contacts
in the thread feeding device (F) a withdrawal end (9) of a stationary storage drum
(4).
1. Étireur de fil pneumatique (T), en particulier pour un métier à tisser à pinces (R)
ou une machine à tricoter, avec un corps tubulaire (11) essentiellement droit qui
présente une extrémité communiquant avec une alimentation en air comprimé (P) et une
extrémité d'échappement opposée à celle-ci et qui définit un canal de guidage du fil
et du courant d'air (20) et avec une surface de déviation du courant d'air (19) qui
est disposée avant l'extrémité d'échappement de manière approximativement contiguë
à un prolongement imaginaire de l'axe du corps tubulaire et qui étant arquée dans
le sens d'échappement de l'extrémité d'échappement est incurvée en s'éloignant de
l'axe du corps tubulaire, caractérisé en ce que la surface de déviation du courant d'air (19) est un prolongement sans transition,
latéralement limité de la paroi intérieure (20) du canal de guidage.
2. Étireur pneumatique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface de déviation du courant d'air (19) est d'un seul tenant avec le corps
tubulaire (11).
3. Étireur pneumatique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la surface de déviation du courant d'air (19) est disposée à la manière d'un prolongement
(12) en forme de demi tuyau et est limitée des deux côtés par des parois de guidage
(17).
4. Étireur pneumatique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section transversale du prolongement (12) est approximativement en forme de U,
avec des parois latérales (17) qui divergent ou convergent ou s'étendent parallèlement
en partant de la surface de guidage du courant d'air (19).
5. Étireur pneumatique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le prolongement (12) est formé d'une surlongueur du corps tubulaire (11) par découpage,
dépliage des parois tubulaires vers l'extérieur et flexion de la surlongueur vers
un côté de l'axe du corps tubulaire.
6. Étireur pneumatique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la communication avec l'alimentation en pression (P) contient au moins un membre
de réglage (14, M), pouvant de préférence être télécommandé, avec lequel le débit
ou encore la pression d'un courant d'air produit le long de la surface de déviation
du courant d'air (19) peut être ajusté et / ou être permuté entre deux valeurs de
réglage différentes.
7. Système de traitement de fil (S), avec une machine textile utilisant du fil (R), en
particulier un métier à tisser à pinces - fausses navettes ou une machine à tricoter,
avec au moins un dispositif fournisseur de fil (F) et au moins un étireur de fil pneumatique
(T) qui est disposé sur le parcours du fil en aval du dispositif fournisseur de fil
et qui présente un canal de guidage communiquant avec une alimentation en air comprimé
(P) et une extrémité d'échappement tournée dans le sens inverse au sens de progression
du fil avant laquelle est disposée, dans le sens d'échappement, une surface de déviation
du courant d'air (19) qui est un prolongement sans transition, latéralement limité
de la paroi intérieure (20) du canal de guidage, le long de laquelle le fil peut être
dévié par un courant d'air de sa course droite en une boucle, caractérisé en ce qu'un dispositif (H) pour modifier le débit ou la pression du courant d'air le long de
la surface de déviation (19) est prévu entre au moins deux niveaux différents et en
association avec un cycle opérationnel de la machine textile (R).
8. Système de traitement de fil selon la revendication 7, caractérisé en ce que dans la communication avec l'alimentation en air comprimé (P), il est prévu au moins
un membre de réglage du débit ou de la pression (14) avec un mécanisme de commande
électrique (M), de préférence une électrovanne, et en ce qu'entre le mécanisme de commande (M) et une unité de commande (CU) de la machine textile
(R) et / ou du dispositif fournisseur de fil (F) et / ou un système de communication
(K) du système de traitement de fil (S), il est prévu une liaison par signal, de préférence
avec une armoire de commande centrale (CB) dans le système de communication.
9. Système de traitement de fil selon la revendication 8, caractérisé par un dispositif (H) ajustable en fonction du modèle du produit fabriqué dans la machine
textile (R), lequel dispositif est associé à des étireurs de fil pneumatiques (T)
dans plusieurs canaux de fils.
10. Système de traitement de fil selon la revendication 8, caractérisé par un dispositif (H) qui est ajustable en fonction du cycle opérationnel de la machine
textile dans un canal de fil et qui est associé à un étireur de fil pneumatique (T)
d'un canal de fil.
11. Système de traitement de fil selon au moins une des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que dans un système de traitement de fil (S) avec un métier à tisser à pinces - fausses
navettes (R) avec le dispositif (H), le débit ou la pression peut chaque fois être
réglé sur le niveau élevé lors d'une prise de fil par la pince émettrice (B) et /
ou lors d'un transfert du fil de la pince émettrice (B) à la pince réceptrice (N)
et / ou à la fin de l'insertion, de préférence au moyen de signaux qui représentent
l'angle de rotation du métier à tisser à pinces - fausses navettes lors de la prise
du fil et / ou du transfert du fil et / ou à la fin de l'insertion.
12. Système de traitement de fil selon au moins une des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que dans un système de traitement de fil (S) avec un métier à tisser à pinces (R) avec
plusieurs canaux de fil activables en alternance en fonction du modèle de tissage,
un étireur pneumatique (T) est associé à chaque canal de fil, et en ce qu'avec le dispositif (H), le débit ou la pression pour l'étireur pneumatique (T) d'un
canal de fil non activé peut être réglé sur le niveau bas, de préférence au moyen
de signaux qui représentent au moins un canal de fil (Y, Y1) non activé.
13. Système de traitement de fil selon au moins une des revendications 7 à 12, caractérisé en ce que l'étireur de fil pneumatique et commandé (T) est combiné fonctionnellement avec une
bague stationnaire de freinage de fil, de préférence une bague de freinage à poils
(8), qui entre en contact dans le dispositif fournisseur de fil (F) avec une extrémité
de dévidage (9) d'un tambour de stockage stationnaire (4).
