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(11) |
EP 1 483 450 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.08.2006 Patentblatt 2006/32 |
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Anmeldetag: 20.08.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/009226 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/067843 (12.08.2004 Gazette 2004/33) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER FESTEN SCHIENENFAHRBAHN SOWIE FESTE SCHIENENFAHRBAHN
METHOD FOR PRODUCTION OF A FIXED RAILWAY TRACK AND FIXED RAILWAY TRACK
PROCEDE DE FABRICATION D'UNE VOIE FERREE FIXE ET VOIE FERREE FIXE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK |
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Priorität: |
28.01.2003 DE 10303279 12.03.2003 DE 10310754
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.12.2004 Patentblatt 2004/50 |
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Patentinhaber: Naumburger Bauunion GmbH & Co. Bauunternehmung KG |
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06618 Görschen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KÜRBS, Rüdiger
06618 Naumburg (DE)
- PIETSCHMANN, Dieter
06618 Naumburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Maiwald Patentanwalts GmbH |
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Elisenhof,
Elisenstrasse 3 80335 München 80335 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 219 811 DE-A- 19 604 887 US-A- 3 361 351
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DE-A- 2 347 636 DE-A- 19 822 178
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer festen Schienenfahrbahn
und insbesondere ein Verfahren, bei dem die Schienen nicht in üblicher Weise mit Schwellen
auf einer bewehrten Betontragplatte oder in einem Betontrog befestigt werden, sondern
bei dem die Schienen direkt mit geeigneten Schienenbefestigungen auf einer Betontragplatte
fixiert werden. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung eine feste Schienenfahrbahn
sowie eine Betontragplatte für solch eine feste Schienenfahrbahn, die unter Herstellung
des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellt werden kann.
[0002] Bei einigen der bisher bekannten Herstellungsverfahren für feste Schienenfahrbahnen
und insbesondere festen Schienenfahrbahnen für Hochgeschwindigkeitsstrecken, wie sie
im Folgenden eingehender beschrieben werden, wird beispielsweise nach Herstellung
eines Betontroges ein Gleisrost, bestehend aus Schwellen und Schienen aufgebracht,
montiert, justiert und mit Füllbeton vergossen. Bei diesen aus dem Stand der Technik
bekannten Herstellungsverfahren muss der Gleisrost meist sehr aufwendig und umständlich
justiert und anschließend, wie bereits erwähnt, mit Füllbeton vergossen werden. Diese
aus dem Stand der Technik bekannten Herstellungsverfahren für feste Schienenfahrbahnen
sind aufgrund der Vielzahl an erforderlichen Herstellungsschritten sehr zeitintensiv
in der Herstellung und infolge dessen sehr teuer.
[0003] Darüber hinaus bestehen die aus dem Stand der Technik bekannten festen Schienenfahrbahnen
aus einer Vielzahl unterschiedlicher Konstruktionselemente wie beispielsweise Schiene,
Betonschwelle, Füllbeton, Betontrog und Schwellenbefestigung bestehend aus Grundplatte,
Zwischenplatte und Winkelführungsplatte, die alle einzeln montiert, ausgerichtet und
justiert werden müssen, was zu einem enorm aufwendigen Montageaufwand führt. Durch
diese Vielzahl unterschiedlicher Konstruktionselemente wird die Justierung des zu
erstellenden Gleises erheblich erschwert, da jedes Konstruktionselement einzeln relativ
zu den anderen Elemente korrekt ausgerichtet sein muss, um die erforderliche Spurweite
und Höhenlage zu gewährleisten.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0004] Bereits Ende der 60-iger Jahren kam die Idee auf, bei Hochgeschwindigkeitsstrecken
den Schotter des Schotteroberbaus durch Beton oder Asphalt zu ersetzen. Die im Laufe
der weiteren Entwicklung dieser Idee gewonnenen Erkenntnisse führten letztendlich
zum Entwurf einer festen Fahrbahn. So wurde 1972 ein erster Erprobungsabschnitt für
eine feste Fahrbahn im Bahnhof von Rheda Wiedenbrück gebaut. Der Name des Ortsteils
Rheda gab dabei dem System seinen Namen "Festes Fahrbahnsystem Rheda". Das System
"Rheda" hat sich in den vergangenen dreißig Jahren vielfach bewährt und ist mehrfach
weiterentwickelt worden.
[0005] Bei dem System "Rheda" wird mit Hilfe eines Gleitschalungsfertigers auf dem Erdplanum
ein Betontrog hergestellt, in dem ein Gleisrost hergestellt wird. Der Gleisrost erhält
eine zusätzliche Längsbewehrung und wird mittels Spindelvorrichtungen in die korrekte
Lage gebracht. Nachdem der Gleisrost in dem Trog korrekt ausgereichtet ist, erfolgt
das Einbringen des Füllbetons in den Trog, der den Gleisrost in seiner Lage fixieren
soll. Dieses System zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass kürzere und flachere
Stahlbetonschwellen verwendet werden können als dies beim Schotteroberbau üblich ist.
[0006] Wie bereits erwähnt, wurde das System "Rheda" in der Folgezeit mehrfach überarbeitet
und modifiziert. Einige dieser Abwandlungen sollen im Folgenden kurz erläutert werden.
Eine Abwandlung des Systems "Rheda" stellt beispielsweise das System Heitkamp dar.
Bei diesem System wird ebenfalls ein Betontrog hergestellt, in dem jedoch, wie beim
bekannten Schotteroberbau ein Gleisrost eingeschottert wird, dessen Höhen- und Seitenlage
konventionell hergestellt wird. Das eingeschotterte Gleis wird durch Verguss des Schotters
mit einem Zementmörtel dauerhaft stabilisiert.
[0007] Eine weitere Abwandlung des Systems "Rheda" stellt ferner beispielsweise das System
"Getrac" dar, bei dem Stahlschwellen oder konventionelle Stahlbetonschwellen auf einer
höhengenau hergestellten Asphalttragschicht verlegt werden. Bei dem System "Getrac"
erfolgt die Fixierung der Schwellen mit Hilfe von Dübelsteinen, die in Ausnehmungen
in der Tragschicht eingelagert sind und an der Unterseite der Schwelle in Neoprenschuhe
eingreifen.
[0008] Die bisher beschriebenen Systeme zählen zu den stützpunktgelagerten Systemen, zu
denen es eine Vielzahl weiterer Abwandlungen gibt, die jedoch jeweils auf der gleichen
Grundidee des Systems "Rheda" basieren. Eine andere, aus dem Stand der Technik bekannte
Bauart stellt die kontinuierliche Lagerung der Schienen dar, bei der eine kontinuierliche
Lagerung der Schienen entlang des Schienenfußes erfolgt. Da bei diesem System die
punktuelle Elastizität der Stützpunkte fehlt, muss die Schiene stetig elastisch gelagert
werden. Die Bauart mittels kontinuierlicher Lagerung der Schiene sieht vor, eine bewehrte
Betontragschicht mit zwei symmetrischen, rechteckigen "Gräben" fugenlos herzustellen.
In diese Ausnehmungen werden die Schienenstränge auf einer elastische Unterlage eingelegt.
Der verbleibende Freiraum seitlich der Stege der Schienen in den "Gräben" wird mit
einer dauerhaft elastischen Vergussmasse ausgegossen. Derartige Systeme werden bevorzugt
für den innerstädtischen Schienenverkehr wie beispielweise Straßen- oder Schnellbahnen
eingesetzt. Für den Hochgeschwindigkeitseinsatz sind derartige Systeme mittels kontinuierlicher
Lagerung jedoch nicht geeignet.
[0009] Eine weitere mögliche Bauform stellen die monolithisch hergestellten Systeme dar.
Diese Systeme weisen die Gemeinsamkeit auf, dass deren Betontragschicht, die die Funktion
einer Fahrbahnplatte übernimmt, mit Gleitschalungsfertigungen hergestellt werden.
So wird beispielsweise bei dem System "FFC" (feste Fahrbahn Crailsheim) eine durchgehende
Betontragschicht gefertigt, die im Querschnitt das Profil einer herkömmlichen Schwelle
aufweist. Für die Schienenbefestigung werden in den Frischbeton Ankerdübel eingerüttelt
oder nachträglich eingebohrt und dann verklebt.
[0010] Bei dem System der Firma Heilit & Wömer wird ähnlich verfahren wie bei dem System
FFC, jedoch mit dem Unterschied, dass die Schienenbefestigungen in eine exakt hergestellte
Betontragschicht eingebettet oder mittels vorgebohrter und eingeklebter Dübel befestigt
werden.
[0011] In der DE 196 04 887 A1 wird ein schotterloser Oberbau vorgeschlagen, bei dem eine
Schiene mit einem daran einstückig angeformten widerhakenförmigen Schienenfuß in einer
längs einer Tragplatte verlaufenden Rille mittels eines Profilelements aus einem elastischen
Material verankert ist. Aufgrund der rudimentären Verankerung der Schiene in der Tragplatte
eignet sich dieser Aufbau jedoch nur für den Einsatz im Nahverkehrsbereich mit Geschwindigkeiten
von maximal etwa 60 km/h und ist somit für den Einsatz im Hochgeschwindigkeitsbereich
nicht geeignet.
[0012] Fernerhin wird in der DE 23 47 636 ein Verfahren zur Herstellung einer Schienenfahrbahn
beschrieben, bei dem eine Fahrbahnplatte aus Beton in bzw. auf einer Tragschicht gefertigt
wird. Die Tragschicht besitzt zwei in Längsrichtung verlaufende Aussparungen, welche
über eine Breite Ausnehmung miteinender verbinden sind, worin die eigentliche Fahrbahnplatte
gefertigt wird. Die Tragschicht selbst kann aus Kies, Leicht- oder Magerbeton, Gastbeton,
gebundenen Abfallstoffen oder dergleichen hergestellt sein und übernimmt zum einen
die Funktion einer lastverteilenden Zwischenschicht und dient zum anderen als eine
Art Schalung in der die eigentliche Fahrbahnplatte gefertigt wird.
[0013] Aus der EP 0 219 811 ist ferner ein Schienenunterbau mit zwei parallel zueinander
verlaufenden Längskanälen bekannt. Die Längskanäle dienen dazu, um darauf eine Schiene
unter Verwendung einer aufwändigen Tragplattenkonstruktion mit einem angeformten trapezförmigen
Profil zu befestigen. Da die Längskanäle nicht optimal passgenau gefertigt werden
können, müssen sie mit einem Ausgleichmörtelbett ausgekleidet werden, um eine Profileinlage
aufnehmen zu können, welche ihrerseits das trapezförmigen Profil der Tragplattenkonstruktion
für die Schiene aufnimmt. Um eine Geräuschdämpfung zu erzielen, müssen zusätzlich
zwischen Profileinlage und das trapezförmigen Profil der Tragplattenkonstruktion Dämpferelemente
eingelegt werden.
[0014] Es gibt eine Vielzahl weiterer Verfahren zur Herstellung fester Fahrbahnen, deren
Beschreibung jedoch den Rahmen der vorliegenden Anmeldung sprengen würde. Anstatt
dessen wird an dieser Stelle auf Heft 70 "Beiträge zum Bau von Landverkehrswegen;
Festschrift anlässlich der Emeritierung von Herrn Univ.-Prof. Dr.-Ing. Joseph Eisenmann"
der Schriftenreihe "Mitteilungen des Prüfanites für Bau von Landverkehrswegen der
Technischen Universität München" aus dem Jahre 1997 verwiesen, in dem die wichtigsten
Systeme beschrieben sind.
[0015] Die aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur Herstellung einer festen Fahrbahn
weisen in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht eine Vielzahl an Vorteilen auf.
Hierzu zählen insbesondere die erreichbare hohe Qualität der Gleislage, wodurch ein
besonders ruhiger Fahrzeuglauf gewährleistet wird. Aufgrund des schubfesten seitlichen
Verbundes des Gleisrostes lassen sich außerdem dank der festen Fahrbahn bei der Trassierung
kleinere Radien und größere Überhöhungen realisieren, was zum einen zu einer besser
an die Topografie angepasste Gradiente und zum anderen zu einem besseren Fahrkomfort
führt.
[0016] Darüber hinaus erweist sich die feste Fahrbahn dank ihrer langen Lebensdauer und
einem sehr geringen Instandhaltungsaufwand als wirtschaftlich sehr interessant. Die
allseits bekannten Vorteile der festen Fahrbahn gegenüber dem Schotteroberbau sind
allgemein bekannt und werden lediglich durch die höheren Investitionskosten und durch
längere Bauzeiten geschmälert. Besonders jedoch die längeren Bauzeiten rühren von
der Vielzahl an Konstruktionselementen her, aus denen die feste Schienenfahrbahn,
wie eingehend erläutert, aufgebaut ist. Diese Vielzahl unterschiedlicher Konstruktionselemente
muss beim Bau einer festen Fahrbahn stets einzeln justiert und ausgerichtet werden,
so dass die aus dem Stand der Technik bekannten Herstellungsverfahren zur Herstellung
einer festen Schienenfahrbahn nicht optimal automatisiert werden können, wie dies
beim Schotteroberbau der Fall ist. Bei den bekannten Verfahren werden stets relativ
umständliche und aufwendige Justierungsvorgänge zur Ausrichtung der einzelnen Konstruktionselemente
erforderlich, die den Bauaufwand vergrößern und damit zu einer geringeren Tagesleistung
führen. Ebenso problematisch stellt sich das Einbringen des Füllbetons und dessen
dauerhafter Verbund mit dem Trogbeton dar.
[0017] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Herstellungsverfahren
für eine feste Schienenfahrbahn zur Verfügung zu stellen, das eine einfachere, zeitoptimierte
und exaktere Herstellung der Schienenfahrbahn ermöglicht. Des Weiteren soll mit der
vorliegenden Erfindung ein System für eine feste Schienenfahrbahn sowie eine Betontragplatte
für eine feste Schienenfahrbahn zur Verfügung gestellt werden, die einfacher und exakter
herstellbar sind als die aus dem Stand der Technik bekannten Systeme.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0018] Im Hinblick auf die den bekannten Herstellungsverfahren für feste Fahrbahnen anhaftenden
Herstellungsprobleme einschließlich des damit verbundenen umständlichen Justierungsaufwandes
der Gleisroste wird gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Verfahren
für die Herstellung einer festen Schienenfahrbahn bereitgestellt, bei dem in einem
ersten Herstellungsschritt eine Betontragplatte mit zumindest zwei äquidistant zueinander
verlaufenden Längskanälen hergestellt wird. Die Betontragplatte kann dabei beispielsweise
direkt auf dem Erdplanum oder einer Frostschutzschicht hergestellt werden. Alternativ
ist es jedoch ebenfalls möglich, die Betontragplatte auf einer hydraulisch gebundenen
Tragschicht zu fertigen. Um den Herstellungsaufwand möglichst gering zu halten, wird
die Betontragplatte in diesem ersten Schritt mit einem Gleitschalungsfertiger hergestellt.
Die Betontragplatte selbst kann in einer einfachen Ausführungsform schlaff bewehrt
ausgeführt werden. Um bessere Festigkeitseigenschaften der Betontragplatte zu erzielen
kann der Beton jedoch auch als Faserbeton ausgeführt werden, wobei als Fasern beispielweise
Stahlfasern, Kunststofffasern, Glasfasern oder ähnliche zum Einsatz kommen können.
Um eine weitere Verbesserung der Betoneigenschaften, insbesondere der Zugfestigkeit
und der Widerstandsfähigkeit des Beton in chemisch aggressiven Umgebungen zu verbessern,
kann der Beton mit einer Kunstharzvergütung versehen oder ein Kunstharz als Bindemittel
dem Beton beigegeben werden.
[0019] Während dieses ersten Schrittes werden zugleich auf der Oberfläche der Betontragplatte
zumindest zwei äquidistant zueinander verlaufende Längskanäle mitgefertigt, die zueinander
etwa im Abstand der Spurweite der herzustellenden festen Fahrbahn beabstandet sind.
Wie später noch eingehend erläutert wird, dienen diese Kanäle, nachdem sie mit einer
Vergussmasse vergossen worden sind, zur Befestigung der Schienenbefestigungen, die
ihrerseits die Gleise tragen.
[0020] Sobald die Betontragplatte mit den zumindest zwei äquidistant zueinander verlaufenden
Längskanälen hergestellt ist, können in einem zweiten Herstellungsschritt die zumindest
zwei Längskanäle mit einer Vergussmasse vergossen werden. Damit in einem weiteren
Herstellungsschritt, sobald die Vergussmasse ausgehärtet ist, die Schienenbefestigungen
auf der mit der Vergussmasse verfüllten Längskanälen fixiert werden können, muss die
Vergussmasse derartige Materialeigenschaften aufweisen, dass eine problemlose Montage
der Schienenbefestigungen möglich ist.
[0021] So erweisen sich beispielsweise für die Vergussmasse Polymermassen als sehr geeignet,
da auf derartige Materialien im ausgehärteten Zustand die Schienenbefestigungen leicht,
beispielsweise mit selbstschneidenden Schwellenschrauben, aufgeschraubt werden können.
Vor allem erweisen sich hierbei Polyurethane und Polyethylen als besonders geeignet.
Zwar kann es auch im Falle einer Polymermasse als Vergussmaterial erforderlich werden,
Löcher in der ausgehärteten Vergussmasse zum Aufschrauben der Schienenbefestigungen
vorzubohren, jedoch lassen sich diese Bohrungen aufgrund der Materialeigenschaften
der Vergussmasse wesentlich einfacher herstellen, als wenn direkt in Beton gebohrt
werden müsste. Bei besonders hohen Anforderungen an die Widerstandsfähigkeit und die
Festigkeit der Vergussmasse können sich beispielweise auch Epoxidharze als sehr geeignet
erweisen. Ein weiterer Vorteil in der Verwendung von Polymermassen besteht beispielsweise
darin, dass diese eine gewisse Elastizität und eine sehr günstige Temperaturdehnzahl
α
T aufweisen, so dass sich das fertiggestellte Gleis im Lastfall Temperatur in kurvenreichen
Strecken verformen kann, so dass keine oder zumindest nur begrenzte Zwangsspannungen
in den Schienen auftreten. Anstelle synthetischer Polymere, ist es ebenso möglich,
Vergussmassen polymerer Art wie beispielsweise Bitumen oder andere viskoelastische
Materialien zu verwenden. Die Vergussmassen können bei Bedarf auch mit Füllern versehen
werden, wodurch sich zum einen die Materialeigenschaften variieren lassen und zum
anderen eine Verringerung an erforderlicher Vergussmasse möglich ist.
[0022] Wie bereits angedeutet, kann unverzüglich nach dem Aushärten damit begonnen werden,
mit Schienenbefestigungen versehene Schienen auf der ausgehärteten Vergussmasse aufzubringen,
anschließend zu justieren und dann auf der ausgehärteten Vergussmasse beispielsweise
mit Hilfe von selbstschneidenden Schwellenschrauben aufzuschrauben. Vorzugweise können
auch kombinierte Schwellenschraubenanker zur Aufschraubbefestigung der Schienenbefestigungen
verwendet werden, die nicht wie übliche Schwellenschrauben einen festen Schraubenkopf
aufweisen, sondern anstatt dessen ein kopfseitiges Gewinde aufweisen, auf das eine
Gewindemutter aufschraubbar ist. Die Verwendung solcher kombinierter Schwellenschraubenanker
erweist sich insbesondere dadurch als sehr vorteilhaft, dass mit diesen sehr leicht
eine Höhenkorrektur der Gleislage vorgenommen werden kann. Hierzu müssen lediglich
die kopfseitigen Gewindemuttern etwas gelöst werden, so dass anschließend die Schienenbefestigung
angehoben und mit einem Futter unterlegt werden kann. Anschließend werden die Gewindemuttern
wieder angezogen.
[0023] Um einen möglichst zeitoptimierten Bauablauf zu gewährleisten, können beispielsweise
während des Aushärtens der Vergussmasse die Schienen in regelmäßigen Abständen mit
den Schienenbefestigungen versehen werden und anschließend mit Spurstangen zu einem
provisorischen Gleisrost verbunden werden, der dann auf die Betontragplatte aufgebracht
und mit Hilfe einer Richtmaschine ausjustiert und dann auf der ausgehärteten Vergussmasse
fixiert werden kann.
[0024] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform kann zur Verfüllung der
Längskanäle, um die mit Schienenbefestigungen versehenen Schienen aufzunehmen, als
Vergussmasse auch selbstverständlich Beton oder Mörtel verwendet werden. Bei der Verwendung
von Beton oder Mörtel können sich jedoch gegenüber dem bereits beschriebenen Verfahren
unter Verwendung von Polymermassen die Verfahrensschritte unwesentlich ändern.
[0025] Bei der Verwendung von Beton oder Mörtel werden nach dem ersten Herstellungsschritt
(Herstellen einer Betontragplatte mit zumindest zwei äquidistant zueinander verlaufenden
Längskanälen) zunächst die zwei Längskanäle mit Beton oder Mörtel vergossen, in die
in einem weiteren Schritt, solange der Beton oder Mörtel noch nicht ausgehärtet ist,
die Ankerbolzen, die die Schienenbefestigungen samt Schienen halten, eingedrückt werden.
Abschließend werden die Schienen ausgerichtet.
[0026] Anstelle in dem zweiten Schritt die zwei Längskanäle mit Beton oder Mörtel zu vergießen,
ist es ebenso möglich, im zweiten Schritt zunächst die mit Ankerbolzen versehenen
Schienenbefestigungen, die ihrerseits die Schienen tragen, auf der Betontragplatte
so aufzubringen, dass die Ankerbolzen in die Längskanäle ragen. Anschließend können
dann die Längskanäle mit Beton oder Mörtel vergossen und die Schienen ausgerichtet
werden.
[0027] Diese Ausrichtung der Schienen und hierbei vor allem die Ausrichtung der Höhenlage
der Schienen kann alternativ zu der bereits zuvor beschriebenen Ausrichtung mit Hilfe
von untergelegten Futtern erfolgen, indem während des Ausrichtvorgangs die Schienen
von der Richtmaschine zunächst in ihre korrekten Höhenlage gebracht werden. Im Falle,
dass in dieser korrekten Höhenlage die Unterseite der Schienenbefestigung nicht auf
der Oberseite der Betontragplatte aufliegt, werden die Längskanäle mit der Vergussmasse
so weit vergossen, dass diese über den jeweiligen Längskanal überquillt und satt mit
der Unterseite der Schienenbefestigung in Anlage gelangt. In dieser Stellung wird
der Gleisrost von der Richtmaschine ausgerichtet und anschließend über Spurstangen
gehalten bis die Vergussmasse ausgehärtet ist. Um diese Haltezeit zu minimieren eignen
sich vor allem schnellabbindende Vergussmassen.
[0028] Als Betone oder Mörtel eignen sich vor allem Spezialbetone und Spezialmörtel mit
einer maximalen Körngröße von 6 mm. Besonders eignen sich wie bereits genannt Mörtel
und Betone mit geringen Abbindezeiten. Zu bevorzugen sind insbesondere Mörtel und
Betone, die in etwa 30 Minuten oder schneller abbinden. Damit das Material beim Vergießen
auch kleinste Hohlräume ausfüllt, ist es wünschenswert, dass der Mörtel oder die Betone
möglichst gute Fließeigenschaften aufweisen. Insbesondere sind Mörtel oder Betone
zu bevorzugen, die gute selbstverdichtende Eigenschaften aufweisen. Als besonders
geeignet erweisen sich Betone oder Mörtel mit einem Ausbreitmaß von bis zu etwa 55
cm. Um mit den als Vergussmasse verwendeten Betonen oder Mörteln besondere Eigenschaften
zu erzielen, können diese selbstverständlich mit entsprechenden Zusatzstoffen versetzt
werden. Beispielsweise können Glas- oder Stahlfasern zugegeben werden um die Zugfestigkeit
zu erhören.
[0029] Als besonders bevorzugtes Material kann beispielsweise der Vergussmörtel MAPEFILL®
von der Firma MAPEI® verwendet werden, der eine maximale Korngröße von 2,5 mm aufweist.
Dieser Vergussmörtel eignet sich insbesondere wegen seiner hervorragenden Fließeigenschaften,
so dass ein nachträgliches Verdichten weitestgehend entfallen kann. Um auch bei der
Verwendung von derartigen Spezialbetonen bzw. Spezialmörteln die Kosten möglichst
gering zu halten, ist es möglich auch hier geeignete Zuschlagskömungen zu verwenden.
Beispielsweise kann der Ausgangsstoff von MAPEFILL® mit einem Füller oder einer Zuschlagskörnung
von 8-10 mm versetzt werden. Der Anteil des Zuschlags sollte jedoch nicht mehr als
30 % des Grundstoffes MAPEFILL® betragen.
[0030] Wie sich den vorhergehenden Ausführungen entnehmen lässt, erweist sich das erfindungsgemäße
Herstellungsverfahren für eine feste Schienenfahrbahn dadurch als besonders vorteilhaft,
dass mit dem Verfahren umständliche Justierungsvorgänge des Gleisrostes, wie es aus
dem Stand der Technik bekannt ist, und aufwendiges Aufbringen von Füllbeton vermieden
werden kann. Darüber hinaus werden mit der vorliegenden Erfindung die Herstellungsschritte
zur Herstellung einer festen Fahrbahn weitgehend minimiert.
[0031] Wie bereits oben beschrieben, können die Schienenbefestigungen auf die Vergussmasse
mit Hilfe selbstschneidender Schrauben aufgeschraubt werden, was die aus dem Stand
der Technik erforderlichen Justiervorgänge weitgehend überflüssig macht. Selbstverständlich
können zur Befestigung der Schienenbefestigungen auf der Vergussmasse auch andere
Befestigungselemente vorgesehen werden, die in die Vergussmasse getrieben werden ohne
vorher vorgebohrt werden zu müssen. Hierzu zählen beispielsweise die Ankerbolzen,
die in den noch nicht ausgehärteten Beton oder Mörtel eingepresst werden oder damit
vergossen werden. Sobald die Betontragplatte einschließlich der ausgehärteten Vergussmasse
hergestellt ist, können beispielweise die provisorisch über Spurstangen zusammengehaltenen
Schienen aufgebracht und in ihre Endlage gerückt werden, in sie dann mit Hilfe selbstschneidender
Schrauben in der Vergussmasse fixiert werden. Das aufwendige Vorbohren und Einkleben
von Gewindebolzen zur Befestigung der Schienenbefestigungen kann somit entfallen.
[0032] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird zur Befestigung jeder Schiene nicht
nur ein Längskanal, sondern zwei Längskanäle vorgesehen, die ebenfalls mit der Vergussmasse
vergossen werden. Die beiden Längskanäle sind dabei etwa um die Fußbreite der zu verlegenden
Schiene parallel voneinander beabstandet. Anders ausgedrückt, befindet sich zwischen
beiden Längskanälen ein Betonsockel, der eine ungefähre Breite des zu befestigenden
Gleisfußes aufweist. Diese Ausführungsform erweist sich durch die damit ermöglichte
Materialersparnis an Vergussmasse als besonders vorteilhaft, da hierdurch etwa ein
Drittel des erforderlichen Vergussmaterials eingespart werden kann. Da derartige Vergussmaterialien
meist teuer sind, birgt diese Ausführungsform aufgrund der Materialersparnis einen
erheblichen wirtschaftlichen Vorteil in sich. Um zusätzlich Vergussmaterial einsparen
zu können, kann, wie bereits beschreiben, die Vergussmasse mit geeigneten Füllern
versehen werden.
[0033] Gemäß einem weiteren Aspekt werden bei dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
die Seitenwandungen der Längskanäle mit einer Profilierung versehen, die gewährleistet,
dass die fixierten Schienen gegen abhebende Kräfte gesichert sind. Neben dem dieser
Profilierung immanenten Eigenschaft der Sicherung der Schienen gegen abhebende Kräfte,
erweist sich die Profilierung zudem in wirtschaftlicher Hinsicht als sehr vorteilhaft.
Um bei den aus dem Stand der Technik bekannten Systemen mittels eingeklebter Dübel
eine Sicherung gegen abhebende Kräfte zu erzielen, müssen nämlich die Dübellöcher
erst sehr aufwendig gebohrt werden, in die dann anschließend die Dübel eingeklebt
werden. Dieses aufwendige Betonbohren und Einkleben kann hier entfallen, da mit dem
Einschrauben der selbstschneidenden Schrauben in der erstarrten Vergussmasse, die
ihrerseits mit der Betontragplatte über die seitliche Profilierung formschlüssig verbunden
ist, die Sicherung gegen abhebende Kräfte quasi von selbst gewährleistet wird. Der
gleiche Effekt wird selbstverständlich auch bei dem Verfahren unter Verwendung von
Mörtel oder Beton erzielt, bei dem die Ankerbolzen in das noch nicht ausgehärtete
Material eingepresst oder durch Verguss umhüllt werden.
[0034] Gemäß noch einem weiteren Aspekt der Erfindung werden die Schienen bevor sie aufgebracht
werden mit Hilfe von Spurstangen auf Spurabstand gebracht, um dann mit Hilfe einer
Richtmaschine auf die Betontragplatte aufgebracht, anschließend justiert und verschraubt
zu werden. Dieses Vorgehen mittels einer Richtmaschine erweist sich dabei als besonders
vorteilhaft, da hierdurch händisches Ausrichten weitgehend vermieden und der gesamte
Vorgang weitgehend automatisiert durchgeführt werden kann. Sobald die auf Spurabstand
vormontierten Schienen einmal von der Richtmaschine aufgenommen worden sind, kann
das anschließende Aufbringen und Aufschrauben des Gleises weitgehend automatisiert
erfolgen. Dies erweist sich vor allem dadurch als sehr vorteilhaft, dass mit Hilfe
der Richtmaschine die Schienen in gewissen Grenzen, die durch die Breite der Längskanäle
vorgegeben sind, in die optimale Lage ausjustiert werden können, in der sie dann,
sobald die korrekte Lage erreicht ist, sofort mit Hilfe der selbstschneidenden Schrauben
fixiert werden können.
[0035] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung werden die Schienenbefestigungen
nicht direkt auf der Betontragplatte bzw. den vergossenen Längskanälen aufgelagert.
Anstatt dessen werden die Schienenbefestigungen auf schwingungsabsorbierenden, elastischen
Dämpferelementen gelagert. Diese schwingungsabsorbierende Lagerungsart erweist sich
dadurch besonders vorteilhaft, dass durch sie die Induzierung von Wellen in den Halbraum
unter der festen Fahrbahn weitgehend vermieden werden kann. Eine derartige Schwingungsisolierung
ist vor allem dann von Vorteil, wenn sich die feste Fahrbahn im Bereich bewohnter
Gebiete befmdet, in denen die durch vorbeifahrende Züge in den Untergrund induzierten
Schwingungen als meist sehr störend empfunden werden.
[0036] Im Hinblick auf die eingangs beschriebenen, den aus dem Stand der Technik bekannten
festen Schienenfahrbahnen anhaftenden Probleme wird gemäß einem weiteren Aspekt der
vorliegenden Erfindung eine feste Schienenfahrbahn vorgeschlagen, die aus einer Betontragplatte
besteht, auf deren Oberseite zumindest zwei äquidistant zueinander verlaufende Längskanäle
vorgesehen sind. Die Betontragplatte selbst besteht im Regelfall aus einem Beton mit
einer Betongüte B 35 gemäß ZTV Beton, der mit gewöhnlichem Betonstahl BSt 500 schlaff
bewehrt sein kann. Selbstverständlich ist es auch möglich, beispielsweise im Falle
höherer Beanspruchungen Betone höherer Festigkeitsklasse, oder im Falle geringerer
Beanspruchungen minderwertigere Betone zu verwenden.
[0037] Die zwei äquidistant zueinander laufenden Längskanäle sind etwa in Spurweite des
zu erstellenden Gleises voneinander beabstandet und sind mit einer Vergussmasse vergossen.
Die Längskanäle weisen eine derartige Breite auf, dass eine auf der Vergussmasse zu
befestigende Schienenbefestigung bis zu ihrer korrekten Position justiert werden kann,
in der sie dann zusammen mit der Schiene fixiert wird. Sollte einmal eine Schienenbefestigung
aus der Vergussmasse ausreißen, so erweist sich die erfindungsgemäße Konstruktion
besonders vorteilhaft dadurch, dass die Befestigungselemente der losen Schienenbefestigung
lediglich vollständig gelöst werden brauchen und die gelöste Schienenbefestigung in
einer in Längsrichtung leicht verschobenen Position wieder auf der Vergussmasse fixiert
werden kann. Ebenso ist auf diese Art und Weise selbstverständlich auch eine problemlose
Verschiebung der Schienenbefestigung in Querrichtung möglich.
[0038] Die Längskanäle werden mit einer Vergussmasse verfüllt, die derartige Materialeigenschaften
aufweist, dass auf die mit der Vergussmasse verfüllten Längskanäle eine von Schienebefestigungen
in regelmäßigen Abständen gehaltene Schiene leicht fixiert werden kann. So erweisen
sich beispielsweise für die Vergussmasse Polymermassen als sehr geeignet, da auf diese
im ausgehärteten Zustand die Schienenbefestigungen leicht, beispielsweise mit selbstschneidenden
Schwellenschrauben, aufgeschraubt werden können. Vor allem erweisen sich hierbei Polyurethane
und Polyethylen als besonders geeignet. Bei besonders hohen Anforderungen an die Widerstandsfähigkeit
und die Festigkeit der Vergussmasse können sich beispielweise auch Epoxidharze als
sehr geeignet erweisen. Ein weiterer Vorteil in der Verwendung von Polymermassen besteht
beispielsweise darin, dass diese eine gewisse Elastizität und eine sehr günstige Temperaturdehnzahl
α
T aufweist, so dass sich das fertiggestellte Gleis im Lastfall Temperatur in kurvenreichen
Strecken verformen kann, so dass keine oder zumindest nur begrenzte Zwangsspannungen
in den Schienen auftreten. Anstelle synthetischer Polymere, ist es ebenso möglich,
Vergussmassen polymerer Art wie beispielsweise Bitumen oder andere viskoelastische
Materialien zu verwenden. Die Vergussmassen können bei Bedarf auch mit Füllern versehen
werden, wodurch sich zum einen die Materialeigenschaften variieren lassen und zum
anderen eine Verringerung an erforderlicher Vergussmasse möglich ist.
[0039] Gemäß einer weiteren besonders zu bevorzugenden Aufrührungsform kann zur Verfüllung
der Längskanäle, um die mit Schienenbefestigungen versehenen Schienen aufzunehmen,
als Vergussmasse auch selbstverständlich Beton oder Mörtel verwendet werden. Bei der
Verwendung von Beton oder Mörtel nehmen die zwei mit Beton oder Mörtel vergossen Längskanäle
die Ankerbolzen, die die Schienenbefestigungen samt Schienen halten, auf. Um mit den
als Vergussmasse verwendeten Betonen oder Mörteln besondere Eigenschaften zu erzielen,
können diese selbstverständlich mit entsprechenden Zusatzstoffen versetzt werden.
Beispielsweise können Glas- oder Stahlfasern zugegeben werden um die Zugfestigkeit
zu erhören.
[0040] Als besonders bevorzugtes Material kann beispielsweise der Vergussmörtel MAPEFILL®
von der Firma MAPEI® verwendet werden, der eine maximale Korngröße von 2,5 mm aufweist.
Dieser Vergussmörtel eignet sich insbesondere wegen seiner hervorragenden Fließeigenschaften,
so dass ein nachträgliches Verdichten weitestgehend entfallen kann. Um auch bei der
Verwendung von derartigen Spezialbetonen bzw. Spezialmörteln die Kosten möglichst
gering zu halten, ist es möglich auch hier geeignete Zuschlagskörnungen zu verwenden.
Beispielsweise kann der Ausgangsstoff von MAPEFILL® mit einer Zuschlagskörnung von
8 - 10 mm versetzt werden. Der Anteil des Zuschlags sollte jedoch nicht mehr als 30
% des Grundstoffes MAPEFILL® betragen.
[0041] Gemäß einem weiteren Aspekt ist jede Schiene zwischen jeweils zwei mit Vergussmasse
ausgegossenen Längskanälen angeordnet und auf diesen fixiert. Bei dieser Ausführungsform
ist es vorgesehen, die Schiene nicht etwa auf einem breiten, mit Vergussmasse verfüllten
Kanal zu befestigen, sondern jede Schiene auf jeweils zwei einzelnen Kanälen zu fixieren,
die sich rechts und links des Schienenfußes der jeweiligen Schiene in Längsrichtung
erstrecken. Die beiden Längskanäle sind dabei durch einen Betonsockel voneinander
getrennt, der etwa die Breite des Schienenfußes aufweist. Der Vorteil dieser Ausführungsform
besteht darin, dass durch die durch den Betonsockel voneinander getrennten Längskanäle
der erforderliche Materialaufwand an Vergussmasse um etwa ein Drittel reduziert werden
kann. Diese Materialersparnis erweist sich aufgrund des sehr kostenintensiven Vergussmaterials
als wirtschaftlich sehr günstig.
[0042] Gemäß eines noch weiteren Aspektes der vorliegenden Erfindung werden die Schienen
mit selbstschneidenden Schwellenschrauben rechts und links der jeweiligen Schiene
auf jeweils einem vergossenen Längskanal aufgeschraubt. Durch dieses Einschrauben
mit Hilfe von selbstschneidenden Schwellenschrauben wird das aus dem Stand der Technik
sehr aufwendige Verankern der Schienen mittels eingebohrter und verklebter Schwellenanker
umgangen. Diese herkömmliche meist sehr aufwendige und teure Befestigungsart mittels
verklebter und vorgebohrter Schwellenanker kann ebenfalls durch die Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung unter Verwendung von Beton oder Mörtel als Vergussmasse
vermieden werden, bei der die Ankerbolzen der Schienenbefestigungen vergossen oder
in die Vergussmasse eingepresst werden.
[0043] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der festen Schienenfahrbahn wird
die Betontragplatte mit Hilfe eines Gleitschalungsfertigers hergestellt. Aufgrund
des in Längsrichtung der Betontragplatte im wesentlichen gleichbleibenden Querschnitts
erweist es sich als besonders vorteilhaft, zur Fertigung der Betontragplatte einen
Gleitschalungsfertiger einzusetzen, da dadurch der erforderliche Fertigungsaufwand
minimiert werden kann. Die Herstellungsweise der Betontragplatte mittels eines Gleitschalungsfertigers
erweist sich außerdem dadurch als vorteilhaft, dass bei dieser Herstellungsmethode
in den Seitenwandungen der Längskanäle gleichzeitig Profilierungen vorgesehen werden
können. Durch diese Profilierung wird sichergestellt, dass die auf der ausgehärteten
Vergussmasse fixierten Schienen gegen abhebende Kräfte gesichert sind.
[0044] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die Schienenbefestigungen
zur Befestigung der Schienen auf der Betontragplatte auf schwingungsabsorbierenden,
elastischen Dämpferelementen auf der Betontragplatte gelagert. Diese Ausführungsformen
der festen Schienenfahrbahn eignet sich insbesondere bei Trassen in der Umgebung bewohnter
Gegenden, da durch eine derartige schwingungsabsorbierende Lagerung die Induzierung
von Schwingungen in den Untergrund weitgehend vermieden werden kann.
[0045] Die eingangs der vorliegenden Anmeldung beschriebenen Probleme, die den aus dem Stand
der Technik bekannten Systemen anhaften, können weiterhin erfindungsgemäß mit einer
Betontragplatte für eine feste Schienenfahrbahn beseitigt werden, die aus einer bewehrten
Betongrundplatte besteht, auf deren Oberseite paarweise Aussparungen vorgesehen sind.
Diese Aussparungen sind jeweils mit einer Vergussmasse ausgegossen, so dass auf diese
Aussparungen nach der Aushärtung der Vergussmasse eine Schiene unter Verwendung entsprechender
Schienenbefestigungen fixiert werden kann. Gemäß einer besonderen Ausführungsform
können die Aussparungen zunächst mit einer Vergussmasse vergossen werden, auf der
dann eine Schiene unter Verwendung entsprechender Schienenbefestigungen mit Hilfe
von Ankerbolzen fixiert wird, indem die Ankerbolzen in die noch nicht ausgehärtete
Vergussmasse gedrückt werden.
[0046] Gemäß einer besonderen Ausführungsform dieser Betontragplatte sind die Aussparungen
auf der Oberseite der Betontragplatte als Längskanäle gestaltet, so dass die Betontragplatte
durchgehend in einem Arbeitsschritt mit einem Gleitschalungsfertiger gefertigt werden
kann. Selbstverständlich ist es jedoch auch möglich, anstelle der Längskanäle als
Aussparungen punktuelle sacklochförmige Ausnehmungen durch Bohren oder Fräsen auf
der Oberseite der Betontragplatte vorzusehen, auf die nach deren Verguss mit einer
entsprechenden Vergussmasse und nach deren Aushärtung die Schienen unter Verwendung
von Schienenbefestigungen aufschraubbar sind.
[0047] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die Betontragplatte
auf ihrer Oberseite jeweils zwei Längskanäle zur Befestigung jeweils einer Schiene
auf. Die beiden Aussparungen zur Befestigung jeweils einer Schiene sind dabei so angeordnet,
dass die zu befestigenden Schienen rechts und links ihres Schienenfußes über eine
entsprechende Schienenbefestigung auf der Vergussmasse in den Aussparungen fixiert
werden können. Konstruktionsbedingt müssen hierbei die paarweisen Aussparungen einen
gegenseitigen Abstand aufweisen, der etwa der Fußbreite des verwendeten Schieneprofils
entspricht. Da für die Fixierung der Schienen gemäß dieser Ausführungsform paarweise
je zwei Aussparungen vorgesehen werden, die voneinander durch einen Betonsockel getrennt
sind, kann der Verbrauch der erforderlichen Vergussmasse um ein Drittel etwa reduziert
werden, was aufgrund des meist sehr teuren Vergussmaterial in wirtschaftlicher Hinsicht
sehr vorteilhaft ist.
[0048] Gemäß noch einem weiteren Aspekt der Erfindung ist es vorgesehen, die Aussparungen
- Längskanäle oder sacklochförmige Aussparungen - an ihren Seitenwandungen mit einer
Profilierung zu versehen. Diese Ausführungsform gewährleistet, dass eine feste Fahrbahn
unter Verwendung solch einer Betontragplatte gegen abhebende Gleiskräfte gesichert
ist, indem sich die Vergussmasse, beispielsweise eine Polymermasse, mit der Profilierung
verzahnt, so dass die aus den Schienen herrührenden abhebenden Kräfte auf die Betontragplatte
sicher abgeleitet werden können.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0049] Im Folgenden werden zum besseren Verständnis und zur weiteren Erläuterung mehrere
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen näher beschrieben.
- Fig. 1
- ist ein Ablaufdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung einer festen
Schienenfahrbahn;
- Fig. 2
- ist ein Grundriss eines Ausschnittes einer festen Schienenfahrbahn gemäß einer ersten
Ausführungsform;
- Fig. 3
- ist ein Querschnitt entlang der Linie A-A der Fig. 2;
- Fig. 4
- ist ein Grundriss eines Ausschnittes einer festen Schienenfahrbahn gemäß einer zweiten
Ausführungsform;
- Fig. 5
- ist ein Querschnitt entlang der Linie A-A der Fig. 4 der zweiten Ausführungsform;
- Fig. 6
- ist ein Querschnitt einer weiteren Ausführungsform unter Verwendung eines schwingungsabsorbierenden
elastischen Dämpferelementes;
- Fig. 7
- zeigt eine feste Schienenfahrbahn im Querschnitt.
[0050] In allen Figuren hinweg sind gleiche Teile mit übereinstimmenden Bezugszeichen gekennzeichnet.
BESCHREIBUNG DER BEISPIELHAFTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
[0051] Die Fig. 1 zeigt in einem Ablaufdiagramm die einzelnen Verfahrensschritte, die zur
Herstellung einer festen Schienefahrbahn 7 erforderlich sind. In einem ersten Herstellungsschritt
11 wird eine Betontragplatte 1 mit zumindest zwei äquidistant zueinander verlaufenden
Längskanälen 2 hergestellt. Die Betontragplatte 1 wird hierbei vorzugsweise mit einem
Gleitschalungsfertiger hergestellt, so dass in diesem ersten Schritt auch gleichzeitig
die äquidistant zueinander verlaufenden Längskanäle 2 in der Betontragplatte 1 gefertigt
werden können. Die Längskanäle 2 in der Betontragplatte 1 werden vorgesehen, damit
auf diese nach deren Verfüllung mit einer Vergussmasse 3 in einem der weiteren Schritte
die Schienen 5 fixiert werden können.
[0052] In einem zweiten Herstellungsschritt 12 werden die im ersten Herstellungsschritt
11 hergestellten Längskanäle 2 der Betontragplatte 1 mit einer Vergussmasse 3 und
hierbei vorzugsweise mit einem Polyurethan vergossen. Sobald diese Vergussmasse 3
erhärtet ist, kann in einem dritten Schritt 13 eine mit Schienenbefestigungen 4 versehene
Schiene auf jeweils zumindest einem vergossenen Längskanal 2 aufgebracht werden. In
einem vierten und letzten Schritt 14 wird schließlich die zumindest eine Schiene 5
auf der ausgehärteten Vergussmasse 3 ausjustiert und fixiert. Mit diesem vierten Verfahrensschritt
14 ist die Herstellung der erfindungsgemäßen festen Schienenfahrbahn 7 abgeschlossen.
[0053] Alternativ kann vor dem hier beschriebenen dritten Verfahrensschritt 13 auf die Betontragplatte
1 an den Stellen, an denen die Schienenbefestigungen 4 zusammen mit den Schienen 5
auf die ausgehärtete Vergussmasse 3 fixiert werden sollen, schwingungsabsorbierende,
elastische Dämpferelemente 9 aufgebracht werden, auf die dann die Schienenbefestigungen
4 zusammen mit den Schienen 5 fixiert werden.
[0054] Anstelle des hier detailliert beschriebenen Verfahrens ist es wie eingangs schon
beschrieben auch möglich als Vergussmasse 3 einen Beton oder Mörtel zu verwenden.
In diesem Falle werden die Ankerbolzen 6 der Schienenbefestigungen 4, die die Schienen
5 halten, in den noch weichen Beton oder Mörtel eingepresst. Alternativ können die
Ankerbolzen 6 auch erst nach der Aufbringung der Schienen 5 auf den Längskanälen 2
mit der Vergussmasse vergossen werden.
[0055] Die Fig. 2 zeigt im Grundriss einen Ausschnitt einer festen Fahrbahn 7, bestehend
aus einer Betontragplatte 1 und einer darauf aufgeschraubten Schiene 5. Wie im Querschnitt
entlang der Linie A-A gemäß Fig. 3 besser zu sehen ist, ist die Betontragplatte 1
sowohl in Quer- als auch in Längsrichtung mit Betonstahl 8, beispielweise mit BSt
500 bewehrt. Die Betontragplatte 1 weist eine Aussparung 2 mit etwa rechteckförmigem
Querschnitt auf, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch als Längskanal 2 bezeichnet
wird. Wie sich der Fig. 2 entnehmen lässt, erstreckt sich der Längskanal 2 in Längsrichtung
der festen Fahrbahn 7 parallel zu dem herzustellenden Gleis. Die Seitenwandungen des
Längskanals 2 sind, wie sich der Fig. 3 entnehmen lässt, seitlich profiliert. Der
Längskanal 2 ist mit einer Vergussmasse 3 bis zur Oberkante der Betontragplatte 1,
vorzugsweise mit einem Polyurethan oder einem Vergussmörtel bündig vergossen.
[0056] Auf der ausgehärteten Vergussmasse 3 ist eine Schiene 5 mit Hilfe von Schienenbefestigungen
4 fixiert. Als Schienenprofil kommt beispielsweise bei Hochgeschwindigkeitsstrecken
bevorzugt das Profil UIC 60 zum Einsatz. Das von den Schienenbefestigungen 4 getragene
Schienenprofil 5 ist über selbstschneidende Schwellenschrauben 6 in die ausgehärtete
Vergussmasse 3 eingeschraubt. Im dem Falle, dass die Vergussmasse beispielweise ein
Vergussmörtel ist, sind die Ankerbolzen 6 zur Fixierung der Schienenbefestigungen
4 in die noch weiche Vergussmasse gepresst oder mit dieser vergossen worden.
[0057] Sollte einmal eine Schienenbefestigung 4 beschädigt sein oder aus dem Vergussmaterial
3 ausgerissen sein, so erweist sich die vorliegende Erfindung als sehr vorteilhaft
dadurch, dass die ausgerissene Schienenbefestigung 4 in Längsrichtung, nachdem die
Schwellenschrauben 6 gelöst worden sind, einfach verschoben werden kann und an leicht
versetzter Stelle in der Vergussmasse 3 wieder fixiert werden kann.
[0058] Die Figs. 4 und 5 zeigen im Grundriss bzw. im Querschnitt einen Ausschnitt einer
modifizierten Ausführungsform gemäß der Figs. 2 und 3. Wie sich aus der Fig. 4 und
insbesondere aus der Fig. 5 entnehmen lässt, unterscheidet sich diese Ausführungsform
zu der zuvor beschriebenen Ausführungsform dadurch, dass in der Betontragplatte 1
anstelle eines breiten Längskanals 2 zwei etwas schmalere Längskanäle 2' vorgesehen
sind. Wie sich der Fig. 5 entnehmen lässt, sind diese beiden Längskanäle 2' durch
einen Betonsockel getrennt, der etwa die Breite des Schienenfußes der zu befestigenden
Schiene 5 aufweist. Diese Ausführungsform erweist sich aufgrund der Materialersparnis
an Vergussmasse 3 sehr vorteilhaft, da die Vergussmasse 3 zumeist sehr teuer ist.
Aus diesem Grunde ist es wünschenswert, möglichst viel Vergussmasse 3 einsparen zu
können, wie dies mit der vorliegenden Ausführungsform gewährleistet wird. Um noch
mehr Vergussmaterial einsparen zu können, wäre es beispielsweise denkbar, keine durchgehenden
Längskanäle 2' vorzusehen, sondern lediglich punktuell an den Schienenbefestigungsstellen
sacklochartige Aussparungen vorzusehen, die mit Vergussmasse vergossen werden, worauf
dann die Schienenbefestigungen aufgeschraubt werden.
[0059] Die Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen festen Schienenfahrbahn
7 mit einer Betontragplatte 1 und einem darin vorgesehenen Längskanal 2, der mit Vergussmaterial
3 vergossen ist. Das Charakteristische an dieser Ausführung besteht darin, dass die
Schienenbefestigung 4 nicht direkt auf der Vergussmasse 3 aufgeschraubt ist, sondern
von dieser durch ein schwingungsabsorbierendes, elastisches Dämpferelement 9 getrennt
ist. Dieses Dämpferelement 9 kann entweder ein separates Bauteil, wie beispielsweise
eine Elastomerplatte sein, die vor der Verschraubung der Schienenbefestigung 4 an
den jeweiligen Verschraubungsstellen auf die ausgehärtete Vergussmasse 3 punktuell
ausgelegt wird. Ebenfalls ist es aber auch möglich, dass das Dämpferelemente 9 Teil
der Schienenbefestigung 4 ist, so dass kein separates Anordnen der Dämpferelemente
9 erforderlich ist, wodurch eine weitere Reduzierung des Arbeitsaufwandes zur Herstellung
einer festen Schienenfahrbahn 7 möglich ist. Anstelle das Dämpferelement 9 unterhalb
der Schienenbefestigung anzuordnen, ist es selbstverständlich ebenfalls möglich, dieses
zwischen Unterkannte Schienenfuß und der Oberseite der Schienenbefestigung 4 zu platzieren.
[0060] Die Fig. 7 zeigt schließlich die feste Schienenfahrbahn 1 im Querschnitt. Wie hier
gut ersichtlich ist, sind in der Betontragplatte 1 je Schiene 5 je zwei separate Längskanäle
2' vorgesehen, die etwa spiegelsymmetrisch zur Längsachse der jeweiligen Schiene 5
angeordnet sind. Anstelle der hier dargestellten, je Schiene 5 vorgesehenen je zwei
Längskanäle 2' ist es gemäß der Ausführungsform der Fig. 2 und 3 jedoch auch möglich,
je Schiene lediglich einen breiten Längskanal 2 vorzusehen. Die Betontragplatte 1
selbst besteht in dieser Ausführungsform aus einem Beton mit einer Betongüte B 35
gemäß ZTV Beton, der mit gewöhnlichem Betonstahl BSt 500 schlaff bewehrt ist. Selbstverständlich
ist es auch möglich, beispielsweise im Falle höherer Beanspruchungen Betone höherer
Festigkeitsklasse, oder im Falle geringerer Beanspruchungen, minderwertigere Betone
zu verwenden. Da mit der vorliegenden Erfindung eine qualitativ sehr hochwertige feste
Schienenfahrbahn zur Verfügung gestellt wird, eignet sich diese insbesondere für den
Einsatz im Hochgeschwindigkeitsverkehr, so dass als Schienenprofil 5 zumindest im
Bereich der Deutschen Bundesbahn die Schienenprofile UIG 60 und S 54 zum Einsatz kommen.
Für Trassen geringerer Belastung ist es jedoch selbstverständlich auch möglich, weniger
widerstandsfähige Profile, wie beispielsweise die Profile S 49 oder S 41 einzubauen.
1. Verfahren zur Herstellung einer festen Schienenfahrbahn mit den Schritten
- Herstellen einer Betontragplatte (1) mit zumindest zwei äquidistant zueinander verlaufenden
Längskanälen (2),
- Vergießen der zumindest zwei Längskanäle (2) mit einer Vergussmasse (3),
- Aufbringen zumindest einer mit Schienenbefestigungen (4) versehenen Schiene (5)
auf jeweils zumindest einem der Längskanäle (2), so dass die Befestigungselemente
(6) der Schienenbefestigungen (4) in die vergossenen Längskanäle ragen,
- Ausjustieren und Fixieren der zumindest einen mit Schienenbefestigungen (4) versehenen
Schiene auf der ausgehärteten Vergussmasse (3).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Vergießen der zumindest zwei Längskanäle (2) mit einer Vergussmasse (3) vor dem
Aufbringen der zumindest einen mit Schienenbefestigungen (4) versehenen Schiene (5)
erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (5) gemeinsam in Form eines mit Spurstangen provisorisch verbundenen
Gleisrostes aufgebracht werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (5) zwischen jeweils zwei mit Vergussmasse (3) ausgegossenen Längskanälen
(2') angeordnet und beiderseits auf diesen beiden vergossenen Längskanälen (2') fixiert
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Fixierung der Schienen (5) Befestigungselemente (6) in die Vergussmasse (3) eingetrieben
werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (5) mit Schwellenschrauben (6) beiderseits der jeweiligen Schiene (5)
auf jeweils einem vergossenen Längskanal (2, 2') aufgeschraubt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (5) mit selbstschneidenden Schwellenschrauben (6) aufgeschraubt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufschraubbefestigung der Schienen (5) kombinierte Schwellenschraubenanker verwendet
werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (5) mit Ankerbolzen (6) beiderseits der jeweiligen Schiene (5) auf jeweils
zumindest einem vergossenen Längskanal (2, 2') fixiert werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerbolzen (6) in die noch weiche Vergussmasse (3) gepresst werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanäle (2, 2') an ihren Seitenwandungen mit einer Profilierung versehen
sind, die die fixierten Schienen (5) gegen abhebende Kräfte sichert.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanäle (2, 2') mit einer Polymermasse vergossen werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymermasse aus zumindest einem der Materialien aus der Gruppe Polyurethan,
Polyethylen, Epoxidharz und Bitumen besteht.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Betontragplatte (1) mit einem Gleitschalungsfertiger hergestellt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Aufbringen und das Ausjustieren der Schienen (5) mit Hilfe einer Richtmaschine
erfolgt.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass das Fixieren der Schienen (5) im gleichen Schritt wie das Aufbringen und das Ausjustieren
mit Hilfe der Richtmaschine erfolgt.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenbefestigungen (4) auf schwingungsabsorbierenden, elastischen Dämpferelementen
(9) gelagert werden.
18. Verfahren zur Herstellung einer festen Schienenfahrbahn mit den Schritten
- Herstellen einer Betontragplatte (1) mit zumindest zwei äquidistant zueinander verlaufenden
Längskanälen (2),
- Aufbringen zumindest einer mit Schienenbefestigungen (4) versehenen Schiene (5)
auf jeweils zumindest einem der Längskanäle (2), so dass die Befestigungselemente
(6) der Schienenbefestigungen (4) in die Längskanäle (2) ragen,
- Ausjustieren der zumindest einen mit Schienenbefestigungen (4) versehenen Schiene
(5),
- Vergießen der zumindest zwei Längskanäle (2) mit einer Vergussmasse (3), wobei die
Befestigungselemente (6), mit denen die zuvor aufgebrachten Schienenbefestigungen
(4) versehen sind, in den zumindest zwei Längskanälen (2) eingegossen werden.
19. Verfahren nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass das Vergießen der zumindest zwei Längskanäle (2) mit einer Vergussmasse (3) nach
dem Aufbringen der zumindest einen mit Schienenbefestigungen (4) versehenen Schiene
(5) erfolgt.
20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (5) gemeinsam in Form eines mit Spurstangen provisorisch verbundenen
Gleisrostes aufgebracht werden.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanäle (2, 2') an ihren Seitenwandungen mit einer Profilierung versehen
sind, die die fixierten Schienen (5) gegen abhebende Kräfte sichert.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanäle (2, 2') mit einer Polymermasse vergossen werden.
23. Verfahren nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymermasse aus zumindest einem der Materialien aus der Gruppe Polyurethan,
Polyethylen, Epoxidharz und Bitumen besteht.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanäle (2) mit einem Beton oder Mörtel vergossen werden.
25. Verfahren nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mörtel ein Vergussmörtel ist.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, dass die Betontragplatte (1) mit einem Gleitschalungsfertiger hergestellt wird.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 26,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Aufbringen und das Ausjustieren der Schienen (5) mit Hilfe einer Richtmaschine
erfolgt.
28. Verfahren nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet, dass das Fixieren der Schienen (5) im gleichen Schritt wie das Aufbringen und das Ausjustieren
mit Hilfe der Richtmaschine erfolgt.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 28,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenbefestigungen (4) auf schwingungsabsorbierenden, elastischen Dämpferelementen
(9) gelagert werden.
30. Feste Schienenfahrbahn bestehend aus einer Betontragplatte (1), auf deren Oberseite
zumindest zwei separate, äquidistant zueinander verlaufende Längskanäle (2) vorgesehen
sind, die mit einer Vergussmasse (3) ausgegossen sind, und zwei Schienen (5), von
denen jede Schiene (5) mittels separater Befestigungselementen (6), welche in die
ausgegossenen Längskanäle (2) ragen, auf zumindest einem der mit Vergussmasse (3)
ausgegossen Längskanälen (2) fixiert ist.
31. Feste Schienenfahrbahn nach Anspruch 30,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Schiene (5) zwischen jeweils zwei mit Vergussmasse (3) ausgegossenen Längskanälen
(2') angeordnet und beiderseits auf diesen beiden vergossenen Längskanälen (2') fixiert
ist.
32. Feste Schienenfahrbahn nach einem der Ansprüche 30 oder 31,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Schienen (5) auf der Vergussmasse (3) mittels Befestigungselementen (6) fixiert
ist, die unmittelbar in die Vergussmasse (3) getrieben werden.
33. Feste Schienenfahrbahn nach einem der Ansprüche 30 oder 31,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Schiene (5) mit selbstschneidenden Schwellenschrauben (6) beiderseits der jeweiligen
Schiene (5) auf jeweils einem vergossenen Längskanal (2, 2') aufgeschraubt ist.
34. Feste Schienenfahrbahn nach Anspruch 33,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Schiene (5) mit kombinierten Schwellenschraubenankern aufgeschraubt ist.
35. Feste Schienenfahrbahn nach Anspruch 34,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Schiene (5) mit Schienenbefestigungen (4) auf jeweils einem vergossenen Längskanal
(2, 2') aufgeschraubt ist.
36. Feste Schienenfahrbahn nach einem der Ansprüche 30 bis 35,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Schiene (5) mit Ankerbolzen (6) beiderseits der jeweiligen Schiene (5) auf jeweils
einem vergossenen Längskanal (2, 2') fixiert ist.
37. Feste Schienenfahrbahn nach einem der Ansprüche 30 bis 36,
dadurch gekennzeichnet, dass die Betontragplatte (1) mit einem Gleitschalungsfertiger hergestellt wird.
38. Feste Schienenfahrbahn nach einem der Ansprüche 30 bis 37,
dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanäle (2, 2') an ihren Seitenwandungen mit einer Profilierung versehen
sind, die die fixierten Schienen (5) gegen abhebende Kräfte sichern.
39. Feste Schienenfahrbahn nach einem der Ansprüche 30 bis 38,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vergussmasse (3) eine Polymermasse ist.
40. Feste Schienenfahrbahn nach Anspruch 39,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymermasse aus zumindest einem der Materialien aus der Gruppe Polyurethan,
Polyethylen, Epoxidharz und Bitumen besteht.
41. Feste Schienenfahrbahn nach einem der Ansprüche 30, 31, 32 oder 36,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vergussmasse (3) ein Mörtel oder Beton ist.
42. Feste Schienenfahrbahn nach Anspruch 41,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vergussmasse (3) ein Vergussmörtel ist.
43. Feste Schienenfahrbahn nach Anspruch 41 oder 42,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mörtel eine maximale Korngröße von 10 mm aufweist.
44. Feste Schienenfahrbahn nach Anspruch 41 bis 43,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mörtel ein Ausbreitmaß von bis zu etwa 55 cm aufweist.
45. Feste Schienenfahrbahn nach einem der Ansprüche 30 bis 44,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenbefestigungen (4) auf schwingungsabsorbierenden, elastischen Dämpferelementen
(9) gelagert sind.
1. A method for manufacturing a fixed rail trackway involving the following steps:
- manufacturing a concrete support slab (1) with a least two longitudinal channels
(2) running equidistantly to each other,
- pouring of at least two longitudinal channels (2) with a pourable sealing compound
(3),
- installation of at least one rail (5) provided with rail fastenings (4) on at least
one of the longitudinal channels (2) so that the fixing elements (6) of the rail fastenings
(4) project into the poured longitudinal channels,
- adjustment and fixing of at least one rail provided with rail fastenings (4) on
the set sealing compound (3).
2. The method according to Claim 1, characterised in that the pouring of at least longitudinal channels (2) is carried out with a pourable
sealing compound (3) before installation of at least one rail (5) provided with rail
fastenings (4).
3. The method according to Claim 1 or 2, characterised in that the rails (5) are installed together in the form of a track grid connected provisionally
to tie rods.
4. The method according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the rails (5) are each arranged between two longitudinal channels (2' poured with
sealing compound (3), and are fixed on both sides on both these poured longitudinal
channels (2').
5. The method according to one of Claims 1 to 4, characterised in that fixing elements (6) are driven into the sealing compound (3) for fixing the rails
(5).
6. The method according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the rails (5) are screwed onto a poured longitudinal channel (2, 2') with coach screws
(6) on both sides of each rail (5).
7. The method according to Claim 6, characterised in that the rails (5) are screws on with self-tapping coach screws (6).
8. The method according to one of Claims 6 or 7, characterised in that combined coach screw anchors are used for the screw fastening of the rails (5).
9. The method according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the rails (5) are fixed with anchor bolts (6) on both sides of each rail (5) on at
least one poured longitudinal channel (2, 2').
10. The method according to Claim 9, characterised in that the anchor bolts (6) are pressed into the sealing compound (3) which is still soft.
11. The method according to one of Claims 1 to 10, characterised in that the longitudinal channels (2, 2') are provided on their lateral walls with profiling
which protects the fixed rails (5) against lifting forces.
12. The method according to one of Claims 1 to 11, characterised in that the longitudinal channels (2, 2') are poured with a polymer compound.
13. The method according to Claim 12, characterised in that the polymer compound consists of at least one of the materials from the group polyurethane,
polyethylene, epoxy resin and bitumen.
14. The method according to one of Claims 1 to 13, characterised in that the concrete support slab (1) is manufactured with a sliding form maker.
15. The method according to one of Claims 1 to 14, characterised in that at least the installation and adjustment of the rails (5) are carried out by means
of a straightening machine.
16. The method according to Claim 15, characterised in that the rails (5) are fixed in the same step as the application and adjustment by means
of the straightening machine.
17. The method according to one of Claims 1 to 16, characterised in that the rail fastenings (4) are mounted on vibration absorbing, elastic damper elements
(9).
18. The method for manufacturing a permanent rail trackway in the following steps:
- manufacturing a concrete support slab (1) with at least two longitudinal channels
(2) running equidistantly to each other,
- installation of at least one rail (5) provided with rail fastenings (4) on at least
one of the longitudinal channels (7) so that the fixing elements (6) of the rail fastenings
(4) project into the longitudinal channels (2),
- adjustment of at least one rail provided with rail fastenings (4),
- pouring of at least two longitudinal channels (2) with a pourable sealing compound
(3), wherein the fixing elements (6) with which the pre-fitted rail fastenings (4)
are provided are poured into at least two longitudinal channels (2).
19. The method according to Claim 18, characterised in that at least two longitudinal channels (2) are poured with a sealing compound (3) after
the installation of at least one rail provided with rail fastenings (4).
20. The method according to Claim 18 or 19, characterised in that the rails (5) are installed together in the form of a track grid connected provisionally
connected to tie rods.
21. The method according to one of Claims 18 to 20, characterised in that the longitudinal channels (2, 2') are provided on their lateral walls with profiling
which protects the fixed rails (5) from lifting forces.
22. The method according to one of Claims 18 to 21, characterised in that the longitudinal channels (2, 2') are poured with a polymer compound.
23. The method according to Claim 22, characterised in that the polymer compound consists of at least one of the materials in the group polyurethane,
polyethylene, epoxy resin and bitumen.
24. The method according to one of Claims 18 to 21, characterised in that the longitudinal channels (2) are poured with a concrete or mortar.
25. The method according to Claim 24, characterised in that the mortar is a sealing mortar.
26. The method according to Claims 18 to 25, characterised in that the concrete support slab (1) is manufactured with a sliding form maker.
27. The method according to Claims 18 to 26, characterised in that at least the application and adjustment of the rails (5) are carried out by means
of a straightening machine.
28. The method according to Claim 27, characterised in that the rails (5) are fixed in the same step as the application and adjustment by means
of the straightening machine.
29. The method according to Claims 18 to 28, characterised in that the rail fastenings (4) are mounted on vibration absorbing damper elements (9).
30. A fixed rail trackway consisting of a concrete support slab (1) on whose upper side
are provided at least two separate longitudinal channels (2) running equidistantly
to each other, which are poured with a sealing compound (3), and two rails (5), each
rail (5) of which is fixed on at least one of the longitudinal channels (2) poured
with sealing compound (3) by means of separate fixing elements (6)which project into
the poured longitudinal channels (2).
31. The fixed rail trackway according to Claim 30, characterised in that each rail (5) is arranged between two longitudinal channels (2') poured with sealing
compound (3), and is fixed on both sides on both these poured longitudinal channels
(2').
32. The fixed rail trackway according to one of Claims 30 or 31, characterised in that each rail (5) is fixed on the sealing compound (3) by means of fixing elements (6)
which are drive directly into the sealing compound (3).
33. The fixed rail trackway according to one of Claims 30 or 31, characterised in that each rail (5) is screwed with self-tapping coach screws (6) on both sides of each
rail (5) on a poured longitudinal channel (2, 2').
34. The fixed rail trackway according to Claim 33, characterised in that each rail (5) is screwed on with combined coach screw anchors.
35. The fixed rail trackway according to Claim 34, characterised in that each rail (5) is screwed onto a poured longitudinal channel (2, 2') with rail fastenings
(4).
36. The fixed rail trackway according to one of Claims 30 to 35, characterised in that each rail (5) is fixed on a poured longitudinal channel (2, 2') with anchor bolts
(6) on both sides of each rail (5).
37. The fixed rail trackway according to one of Claims 30 to 36, characterised in that the concrete support slab (1) is manufactured with a sliding form maker.
38. The fixed rail trackway according to one of Claims 30 to 37, characterised in that the longitudinal channels (2, 2') are provided on their lateral walls with profiling
which protect the fixed rails (5) against lifting forces.
39. The fixed rail trackway according to one of Claims 30 to 38, characterised in that the sealing compound (3) is a polymer compound.
40. The fixed rail trackway according to Claim 39, characterised in that the polymer compound consists of at least one of the materials from the group polyurethane,
polyethylene, epoxy resin and bitumen.
41. The fixed rail trackway according to one of Claims 30, 31, 32 or 36, characterised in that the sealing compound (3) is a mortar or concrete.
42. The fixed rail trackway according to Claim 41, characterised in that the sealing compound (3) is a sealing mortar.
43. The fixed rail trackway according to Claim 41 or 42, characterised in that the mortar has a maximum grain size of 10 mm.
44. The fixed rail trackway according to Claim 41 to 43, characterised in that the mortar has a spreading capacity of up to approx. 55 cm.
45. The fixed rail trackway according to one of Claims 30 to 44, characterised in that the rail fastenings (4) are mounted on vibration absorbing damper elements (9).
1. Procédé de fabrication d'une voie ferrée fixe, comprenant les étapes consistant à
- fabriquer une dalle de support en béton (1) avec au moins deux canaux longitudinaux
(2) s'étendant de façon équidistante l'un à l'autre,
- couler lesdits au moins deux canaux longitudinaux (2) avec une masse de coulage
(3),
- appliquer au moins un rail (5) muni de fixations de rail (4), respectivement sur
au moins l'un des canaux longitudinaux (2), de sorte que les éléments de fixation
(6) des fixations de rail (4) font saillie dans les canaux longitudinaux coulés,
- régler et fixer ledit au moins un rail muni de fixations de rail (4) sur la masse
de coulage durcie (3).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le coulage desdits au moins deux canaux longitudinaux (2) s'effectue avec une masse
de coulage (3) avant l'application dudit au moins un rail (5) muni de fixations de
rail (4).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les rails (5) sont appliqués ensemble sous la forme d'un châssis relié provisoirement
par des barres d'accouplement.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les rails (5) sont disposés respectivement entre deux canaux longitudinaux (2') coulés
avec une masse de coulage (3) et fixés des deux côtés de ces deux canaux longitudinaux
(2') coulés.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que pour la fixation des rails (5), des éléments de fixation (6) sont enfoncés dans la
masse de coulage (3).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les rails (5) sont vissés avec des tire-fonds (6) des deux côtés du rail respectif
(5), respectivement sur un canal longitudinal (2, 2') coulé.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que les rails (5) sont vissés avec des tire-fonds autotaraudeurs (6).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que pour la fixation par vissage des rails (5), des tire-fonds d'ancrage combinés sont
utilisés.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les rails (5) sont fixés par des boulons d'ancrage (6) des deux côtés du rail respectif
(5), respectivement sur au moins un canal longitudinal (2, 2') coulé.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que les boulons d'ancrage (6) sont pressés dans la masse de coulage (3) encore souple.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les canaux longitudinaux (2, 2') sont munis sur leurs parois latérales d'un profilage
qui protège les rails fixés (5) contre des forces d'arrachage.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les canaux longitudinaux (2, 2') sont coulés avec une masse polymère.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que la masse polymère se compose au moins d'un des matériaux du groupe polyuréthane,
polyéthylène, résine époxyde et bitume.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que la dalle de support en béton (1) est fabriquée par un finisseur à coffrage glissant.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'au moins l'application et le réglage des rails (5) s'effectuent à l'aide d'une planeuse.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que la fixation des rails (5) s'effectue à la même étape que l'application et le réglage
a l'aide de la planeuse.
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que les fixations de rail (4) sont logées sur des éléments amortisseurs élastiques, absorbant
des vibrations (9).
18. Procédé de fabrication d'une voie ferrée fixe, comprenant les étapes consistant à
- fabriquer une dalle de support en béton (1) avec au moins deux canaux longitudinaux
(2) s'étendant de façon équidistante l'un à l'autre,
- appliquer au moins un rail (5) muni de fixations de rail (4), respectivement sur
au moins l'un des canaux longitudinaux (2), de sorte que les éléments de fixation
(6) des fixations de rail (4) font saillie dans les canaux longitudinaux (2),
régler ledit au moins un rail (5) muni de fixations de rail (4),
- couler lesdits au moins deux canaux longitudinaux (2) avec une masse de coulage
(3), les éléments de fixation (6), dont sont munies les fixations de rail (4) appliquées
au préalable, étant coulés dans lesdits au moins deux canaux longitudinaux (2).
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que le coulage desdits au moins deux canaux longitudinaux (2) avec une masse de coulage
(3) est effectué après l'application dudit au moins un rail (5) muni de fixations
de rail (4).
20. Procédé selon la revendication 18 ou 19, caractérisé en ce que les rails (5) sont appliqués ensemble sous la forme d'un châssis relié provisoirement
par des barres d'accouplement.
21. Procédé selon l'une quelconque des revendications 18 à 20, caractérisé en ce que les canaux longitudinaux (2, 2') sont munis sur leurs parois latérales d'un profilage
qui protège les rails fixés (5) contre des forces d'arrachage.
22. Procédé selon l'une quelconque des revendications 18 à 21, caractérisé en ce que les canaux longitudinaux (2, 2') sont coulés avec une masse polymère.
23. Procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce que la masse polymère se compose au moins d'un des matériaux du groupe polyuréthane,
polyéthylène, résine époxyde et bitume.
24. Procédé selon l'une quelconque des revendications 18 à 21, caractérisé en ce que les canaux longitudinaux (2) sont coulés avec du béton ou du mortier.
25. Procédé selon la revendication 24, caractérisé en ce que le mortier est un mortier liquide.
26. Procédé selon l'une quelconque des revendications 18 à 25, caractérisé en ce que la dalle de support en béton (1) est fabriquée par un finisseur à coffrage glissant.
27. Procédé selon l'une quelconque des revendications 18 à 26, caractérisé en ce qu'au moins l'application et le réglage des rails (5) s'effectuent à l'aide d'une planeuse.
28. Procédé selon la revendication 27, caractérisé en ce que la fixation des rails (5) s'effectue à la même étape que l'application et le réglage
à l'aide de la planeuse.
29. Procédé selon l'une quelconque des revendications 18 à 28, caractérisé en ce que les fixations de rail (4) sont logées sur des éléments amortisseurs élastiques, absorbant
des vibrations (9).
30. Voie ferrée fixe, composée d'une dalle de support en béton (1) sur le côté supérieur
de laquelle au moins deux canaux longitudinaux (2) séparés, s'étendant de façon équidistante
l'un à l'autre, sont prévus, qui sont coulés avec une masse de coulage (3), et de
deux rails (5) dont chaque rail (5) est fixé au moyen d'éléments de fixation séparés
(6) qui font saillie dans les canaux longitudinaux coulés (2) sur au moins l'un des
canaux longitudinaux (2) coulés avec une masse de coulage (3).
31. Voie ferrée fixe selon la revendication 30, caractérisée en ce que chaque rail (5) est disposé respectivement entre deux canaux longitudinaux (2') coulés
avec une masse de coulage (3) et fixé des deux côtés de ces deux canaux longitudinaux
coulés (2').
32. Voie ferrée fixe selon l'une quelconque des revendications 30 ou 31, caractérisée en ce que chaque rail (5) est fixé sur la masse de coulage (3) au moyen d'éléments de fixation
(6) qui sont enfoncés directement dans la masse de coulage (3).
33. Voie ferrée fixe selon l'une quelconque des revendications 30 ou 31, caractérisée en ce que chaque rail (5) est vissé avec des tire-fonds autotaraudeurs (6) des deux côtés du
rail respectif (5) respectivement sur un canal longitudinal (2, 2') coulé.
34. Voie ferrée fixe selon la revendication 33, caractérisée en ce que chaque rail (5) est vissé avec des tire-fonds d'ancrage combinés.
35. Voie ferrée fixe selon la revendication 34, caractérisée en ce que chaque rail (5) est vissé avec des fixations de rail (4) respectivement sur un canal
longitudinal (2, 2') coulé.
36. Voie ferrée fixe selon l'une quelconque des revendications 30 à 35, caractérisée en ce que chaque rail (5) est fixé par des boulons d'ancrage (6) des deux côtés du rail respectif
(5) respectivement sur un canal longitudinal (2, 2') coulé.
37. Voie ferrée fixe selon l'une quelconque des revendications 30 à 36, caractérisée en ce que la dalle de support en béton (1) est fabriquée par un finisseur à coffrage glissant.
38. Voie ferrée fixe selon l'une quelconque des revendications 30 à 37, caractérisée en ce que les canaux longitudinaux (2, 2') sont munis sur leurs parois latérales d'un profilage
qui protège les rails fixés (5) contre des forces d'arrachage.
39. Voie ferrée fixe selon l'une quelconque des revendications 30 à 38, caractérisée en ce que la masse de coulage (3) est une masse polymère.
40. Voie ferrée fixe selon la revendication 39, caractérisée en ce que la masse polymère se compose au moins d'un des matériaux du groupe polyuréthane,
polyéthylène, résine époxyde et bitume.
41. Voie ferrée fixe selon l'une quelconque des revendications 30, 31, 32 ou 36, caractérisée en ce que la masse de coulage (3) est du mortier ou du béton.
42. Voie ferrée fixe selon la revendication 41, caractérisée en ce que la masse de coulage (3) est un mortier liquide.
43. Voie ferrée fixe selon la revendication 41 ou 42, caractérisée en ce que le mortier présente une grosseur de grain maximale de 10 mm.
44. Voie ferrée fixe selon les revendications 41 à 43, caractérisée en ce que le mortier présente un degré d'étalement jusqu'à environ 55 cm.
45. Voie ferrée fixe selon l'une quelconque des revendications 30 à 44, caractérisée en ce que les fixations de rail (4) sont logées sur des éléments amortisseurs élastiques, absorbant
des vibrations (9).