[0001] Die Erfindung betrifft eine Sonnenschutzanordnung mit waagerechten Lamellen, die
im festen gegenseitigen Abstand, d.h. der Lamellenteilung, durch gekoppelte Antriebselemente
drehbar einstellbar sind.
[0002] Bei einer derartigen aus der Praxis bekannten Anordnung sind die Lamellen unter einem
oberen waagerechten Kasten zwischen zwei zu diesem rechtwinklig, d.h. vertikal orientierten
hohlen Seitenprofilabschnitten angeordnet. Antriebselemente einschließlich eines Elektromotors
sind in dem oberen waagerechten Kasten untergebracht und stehen mit den Lamellen,
die streifenförmig aus Kunststoff oder Metall ausgebildet sind, an deren Enden über
schnurförmige Aufhängungen in Verbindung. An jeder der Aufhängungen kann ein zusätzliches
Trägerband frei durch die Lamellen hindurchreichen, welches ebenfalls mit der Antriebseinrichtung
in Verbindung steht und mit einem unteren waagerechten Profil verbunden ist, welches
mit den Trägerbändern anhebbar und absenkbar ist. Die Lamellen sind in den Seitenprofilabschnitten
mittels der schnurförmigen Aufhängungen ebenfalls anhebbar und absenkbar, aber auch
drehbar. - Eine solche Sonnenschutzanordnung ist in der Regel jeweils einem Fenster
zugeordnet. Wenn mehrere Fenster, die nebeneinander liegen, mit solchen Sonnenschutzanordnungen
abgedeckt werden sollen, sind diese - ggfls. abgesehen von einer Steuerung der Antriebe
- unabhängig voneinander ausgebildet. Hieraus kann sich ein erheblicher Bauaufwand
für die separaten Sonnenschutzanordnungen ergeben, die in der Regel individuell vorzufertigen
sind. Bei starker Beanspruchung, auch durch Umwelteinflüsse wie höhere Windstärken,
sind solche Sonnenschutzanordnungen nicht immer genügend widerstandsfähig, insbesondere
wegen der leichten streifenförmigen Lamellen und der schnurförmigen Aufhängungen.
[0003] Zum Stand der Technik gehört auch ein Lamellenfenster mit Rahmenteilen, welche jeweils
ein äußeres und ein inneres Aluminium-Strangpreßprofil aufweisen (EP 0 477 955 A2).
Die beiden Aluminium-Strangpreßprofile sind durch zwei Kunststoffstege miteinander
verbunden. Die Lamellen werden in endseitigen Lamellenhalterungen gehalten, denen
jeweils einer der Kunststoffstege zugewandt ist. Die Strangpreßprofile der Seitenteile
weisen an der den Lamellenhalterungen zugewandten Seiten und an der demgegenüber abgewandten
Seite leistenförmige Vorsprünge auf, die Paare von Nuten zur Aufnahme jeweils eines
der Kunststoffstege bilden. Die Vorsprünge bilden ferner nach außen T-Nuten, die bürstenförmige
Dichtungsstreifen aufnehmen. Das innere Aluminium-Strangpreßprofil weist eine Nut
auf, in der eine Schubstange verschiebbar gelagert ist, die mit einem Zahnstangenstück
verbunden ist. Letzteres kämmt mit einem Zahnsegment, welches auf einem Lagerzapfen
der Lamellenhalterung sitzt. Der Lagerzapfen reicht durch eine Buchse, die in einer
Bohrung des der Lamellenhalterung zugewandten Kunststoffsteges sitzt, und ist in dieser
Bohrung drehbar gelagert. Ein Ende des Lagerzapfens erstreckt sich in ein Sechskantloch
in einem Ansatz des Zahnsegments, der in einem Loch in dem zweiten Kunststoffsteg
drehbar gelagert ist. Wenn eine Fenstereinheit mit den obigen Bestandteilen mit einer
zweiten, benachbarten Fenstereinheit gekoppelt werden soll, so daß die Lamellen beider
Fenstereinheiten gemeinsam betätigt werden, so wird hierzu ein Kuppelstück an Ende
des Zahnsegments verwendet, welches mit einem entsprechenden Kuppelstück der benachbarten
Fenstereinheit verbunden wird. Die benachbarte Fenstereinheit umfaßt wiederum ein
Rahmenteil, bestehend aus einem äußeren und einem inneren Aluminium-Strangpreßprofil
wie das entsprechende Rahmenteil der ersten Fenstereinheit. - Die Konstruktion der
Rahmenseitenteile und ihre Herstellung sollen zwar vereinfacht sein, dieses Ziel ist
aber im Hinblick auf die verhältnismäßig komplizierte Ausbildung der zusammengesetzten
Rahmenteile, deren Anzahl bei zwei nebeneinander angeordneten Fenstereinheiten zu
verdoppeln ist, nicht völlig erreicht. Außerdem lassen sich die Rahmenseitenteile
- abgesehen von einer doppelten Anordnung bei zwei benachbarten Fenstereinheiten -
nicht ohne weiteres in anderen Konfigurationen verwenden.
[0004] Bekannt ist auch ein Lamellenfenster mit einem rechteckigen Lamellenrahmen, der aus
einem unteren Querteil, einem oberen Querteil und zwei Seitenteilen zusammengesetzt
ist (DE 197 24 404 C1). In dem Rahmen können zwei Lamellen um horizontale Achsen drehbar
gelagert sein. Die Seitenteile sind baugleich aus zwei gleichen, spiegelbildlich angeordneten
Profilstäben und zwei gleichen Stegen gebildet. Die Profilstäbe weisen auf der Innenseite
Paare von Längsnuten für die Aufnahme der Stege auf. Zur drehbaren Lagerung der Lamellen
sind die Seitenteile mit Stufenbohrungen versehen, deren kleinere Stufen zur Rahmeninnenseite
weist. In diese ist jeweils eine Lagerhülse mit einem Flansch eingesetzt, durch den
sie in axialer Richtung in der kleinen Stufe fixiert ist. In den Lagerhülsen sind
Lagerzapfen drehbar gelagert, die in die Lamellen drehfest eingreifen. Andererseits
sind die Lagerzapfen mit jeweils einem Zahnrad drehfest verbunden, wobei die Zahnräder
in der großen Stufe der Stufenbohrungen angeordnet sind. Die Zahnräder stehen mit
einer Zahnstange in Verbindung, die z.B. motorisch verschoben werden kann, um die
einzelnen Lamellen synchron zu drehen. - Die Profile sollen zwar einfach gestaltet
und ohne besondere Schwierigkeiten herstellbar und montierbar sein, jedoch ist ihre
Einsatzmöglichkeit beschränkt. Es ist insbesondere nicht ersichtlich, ob und wie zwei
benachbarte Fenstereinheiten mit einem gemeinsamen Seitenteil verbunden und gemeinsam
angetrieben werden können.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine robuste Sonnenschutzanordnung
zu schaffen, die unter Verwendung weitgehend identischer Elemente bzw. Module vielfältig
baukastenartig modifizierbar ist. Die Sonnenschutzanordnung soll weitgehend aus Profilabschnitten
bestehen, die von Profilen individuell zugeschnitten werden können und nach Bearbeitung
bzw. Ergänzung leicht zusammengebaut werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird für eine Sonnenschutzanordnung mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst.
[0007] Wesentlich bei der Sonnenschutzanordnung sind die Seitenprofilabschnitte, die mit
den innen ausgeformten Nutenpaaren zur Aufnahme wenigstens einer Lagermontageplatte
mit wenigstens einem Radiallager geeignet sind. Diese Seitenprofilabschnitte werden
vor ihrer Montage an einem Bauwerk vorbereitet: Zur drehbaren Lagerung je einer der
steif ausgebildeten Lamellen der Sonnenschutzanordnung wird der Seitenprofilabschnitt
weiter durch Einsatz wenigstens einer ersten vertikalen Reihe bzw. Kolonne Lagerhülsen
vorbereitet, von denen jede in einem der Radiallager in dem Seitenprofilabschnitt
bzw. der in ihn eingeschobenen Lagermontageplatte gelagert wird. Dabei reicht jede
Lagerhülse auf wenigstens einer Seite des Seitenprofilabschnitts aus einer Bohrung
in einer Seitenwand des Seitenprofilabschnitts heraus, um außerhalb des Seitenprofilabschnitts
einfach mit je einem Ende einer der Lamellen verbindbar zu sein.
[0008] In Variation der vorstehenden Grundausführung des zur Montage vorbereiteten Seitenprofilabschnitts
kann dieses weiterhin ein Axiallager der Lagerhülsen und/oder Antriebselemente der
Lagerhülsen, die miteinander gekoppelt sind, einschließen. Die Lagerhülsen können
auch so ausgebildet und in den Seitenprofilabschnitten gelagert sein, daß zwei entgegengesetzte
Endabschnitte der Lagerhülsen aus den Seitenprofilabschnitt hervorstehen, um beidseitig
je einen Endabschnitt einer Lamelle von zwei vertikalen Lamellenreihen zu verbinden.
Damit können insbesondere parallele vertikale Lamellenanordnungen mit wenigen Bauelementen
zusammengesetzt aufgebaut werden.
[0009] Die Lamellen können dazu in vielfältiger Weise geformt sein, solange sie an all ihren
Enden zur Verbindung mit der einer Lagerhülse geeignet sind, also z.B. aus abgekanteten
Blechen oder Kunststoffplatten ebenso wie bedruckte Glasscheiben genügender Steifigkeit,
bevorzugt jedoch nach Anspruch 17 mit jeweils einer in Längsrichtung der Lamelle orientierten
Welle, die an ihren beiden Enden mit je einer Lagerhülse verbindbar ist und hierzu
insbesondere als Hohlwelle ausgebildet ist. Die Hohlwelle hat bei geringem Gewicht
den Vorteil einer hohen mechanischen Widerstandsfähigkeit.
[0010] Dabei kann die Lamelle mit der Welle gemäß Anspruch 18 vorteilhaft aus einem Lamellenprofilabschnitt
bestehen, der entsprechend der erforderlichen Breite von einem fortlaufenden Lamellenprofil
abgetrennt ist.
[0011] Die Lamelle ist weiter vorteilhaft gemäß Anspruch 19 mit einer Lamellenhauptfläche
geformt, die sich im seitlichen Abstand zu der Welle im wesentlichen unterhalb der
Welle erstreckt. Damit kann die Lamelle dicht vor einem Bauwerkteil angeordnet werden,
ohne die Drehbarkeit der Welle zur Einstellung der Abdeckwirkung der Lamellenhauptfläche
gegenüber einem Fenster oder dergleichen Bauwerköffnung zu beeinträchtigen. Die Lamellenhauptfläche
bewegt sich nämlich bei einem Drehen der Lamelle im wesentlichen außen und nicht zwischen
der Sonnenschutzanordnung und dem Bauwerkteil. Die Lamellen sind dabei in einem solchen
festen gegenseitigen Abstand, d.h. der Lamellenteilung in vertikaler Richtung angeordnet,
daß gemäß Anspruch 20 jeweils der untere Abschnitt der Lamellenhauptfläche, der sich
unterhalb der Welle der Lamelle erstreckt, im geschlossenen Zustand der Lamellen in
Anlage an einen oberen Abschnitt der Lamellenhauptfläche der nächst tiefer angeordneten
Lamelle gelangt. Damit können die Lamellen eine weitgehend lichtdichte Fläche bilden,
welche eine Bauwerköffnung bzw. ein Fenster abdeckt.
[0012] Zur Verbindung je eines aus einem Seitenprofilabschnitt herausragenden Endes einer
Lagerhülse mit einer hohlen Welle als Lamellenbestandteil dient gemäß Anspruch 21
als Verbindungsprofilabschnitt vorteilhaft eine Hohlwelle mit einem Außendurchmesser,
der in dem Innendurchmesser der hohlen Welle der Lamelle und der Lagerhülse gemäß
Anspruch 21 haftend paßt. Eine Sicherung der Verbindung kann durch nut/federförmige
Ausbildung in Längsrichtung dieses Verbindungsprofilabschnitts, der hohlen Welle der
Lamelle und der Lagerhülse erzielt werden.
[0013] Der für den Aufbau der Sonnenschutzanordnung wesentliche Seitenprofilabschnitt ist
universell verwendbar und im einzelnen gemäß Anspruch 2 ausgebildet. Der im Querschnitt
rechteckförmige hohle Seitenprofilabschnitt ist außer an seinen Enden durch die Seitenwände
und Längswände geschlossen, so daß die in ihm angeordneten Elemente geschützt sind.
Die geschlossenen Seitenwände sind lediglich an den Stellen mit Bohrungen zu versehen,
aus denen die Lagerhülsen zur Aufnahme je eines Endes einer Lamelle nach außen herausragen
sollen. Die Bohrungen in den Seitenwänden des Seitenprofilabschnitts sind also in
einem gegenseitigen Abstand gleich der Lamellenteilung angeordnet. Mit den eingesetzten
Lagerhülsen sind die Bohrungen in dem Profilabschnitt ebenfalls weitgehend verschlossen.
- Innen ist das Seitenprofil bzw. der aus ihm abgetrennte Seitenprofilabschnitt zur
Lagerung der Lagerhülsen vorgeformt. Hierzu stehen von den beiden einander gegenüberliegenden
Längswänden des Seitenprofils innen drei Nutenpaare ab, die nach innen offen sind.
In jedes dieser Nutenpaare kann eine Platte eingeschoben werden, und zwar in zwei
der Nutenpaare Lagermontageplatten mit wenigstens einem Radiallager und in ein drittes
mittleres Nutenpaar wenigstens eine Axiallageraufnahmeplatte. Weiterhin ist ein viertes
bzw. fünftes Nutenpaar in je einer der beiden Seitenwände innen, d.h. in dem Innenraum
des Seitenprofils, ausgeformt. Das vierte und das fünfte Nutenpaar sind geeignet,
wahlweise ein Axiallagerelement an einem Ende der Lagerhülse aufzunehmen, welches
im einfachsten Fall aus einem runden Lagerblech besteht, das seitlich von den Nuten
eines Nutenpaars umfaßt werden kann. Hierzu sind die Nuten des vierten und fünften
Nutenpaars zweckmäßig im engeren Abstand zueinander angeordnet als die Nuten der ersten
bis dritten Nutenpaare, damit das Axiallagerelement bzw. Lagerblech massearm mit nur
wenig größerem Durchmesser als der Durchmesser der Lagerhülse ausgebildet werden kann.
Zur alternativen Aufnahme des Axiallagerelements in der Axiallageraufnahmeplatte weist
diese wenigstens auf einer Seite ein weiteres Nutenpaar auf, dessen Nuten in verhältnismäßig
dichtem Abstand wie die Nuten des vierten bzw. fünften Nutenpaars angeordnet sind.
- Sämtliche Nuten in dem Seitenprofil erstrecken sich - in Einbaulage eines hieraus
gebildeten Seitenprofilabschnitts - in vertikaler Richtung durchgehend. Es ist möglich,
daß in jedes der Nutenpaare, die innen in dem Seitenprofil aus dessen Seitenwänden
ausgeformt sind, nur jeweils eine durchgängige Lagermontageplatte bzw. Axiallageraufnahmeplatte
eingesetzt wird, welches alle Radiallager in dem betreffenden Seitenprofilabschnitt
umfaßt bzw. sämtliche Axiallager in dem Seitenprofilabschnitt mitbildet. Es ist aber
auch möglich, für jedes Radiallager und für jedes Axiallager eine einzelne Lagermontageplatte
bzw. Axiallageraufnahmeplatte in den Seiteprofilabschnitt einzustecken, also die Lagermontageplatten
bzw. Axiallageraufnahmeplatten übereinander zwischen den Nuten der Nutenpaare zu stapeln.
[0014] Die Lagermontageplatten können vorzugsweise als Laserzuschnitte oder als Stanz/Nippelteile
gefertigt werden.
[0015] In dem Seitenprofilabschnitt sind - bevorzugt zu dessen vertikaler Mittelebene -
das erste und das zweite Nutenpaar jeweils benachbart zu einer der beiden Seitenwände
angeordnet und das dritte Nutenpaar dazwischen im wesentlichen in der Mitte des Seitenprofilabschnitts.
Damit wird eine symmetrische Ausbildung des Seitenprofilabschnitts erreicht. Infolge
der Symmetrie auch des vierten und des fünften Nutenpaars in den beiden Seitenwänden
ist es möglich, die Seitenwandprofile ohne weiteres auf jeder der beiden Seiten der
Sonnenschutzanordnung zu montieren, wobei die Bohrungen in den Seitenwänden der Seitenwandprofilabschnitte
einzubringen sind, die den Lamellen zugewandt sind.
[0016] Weiterhin kann gemäß Anspruch 5 in den Seitenwänden der Profilabschnitte wenigstens
eine vertikale Aufnahmenut einer Dichtungsbürste ausgeformt sein. Eine in die Aufnahmenut
einzusetzende bandförmige Dichtungsbürste dient dazu, zusammen mit den in die geschlossene
Stellung gedrehten Lamellen eine wirksame Abdichtung der von den Lamellen abgedeckten
Fläche zu gewährleisten.
[0017] Die oben erwähnten Radiallager können in den Lagermontageplatten als Gleitlagerbuchse
gemäß Anspruch 6 ausgebildet sein.
[0018] Das Axiallagerelement an einem Ende der Lagerhülse kann, wie erwähnt, in ein viertes
bzw. fünftes Nutenpaar im inneren des Seitenprofilabschnitts eingesetzt werden oder
aber an eine Axiallageraufnahmeplatte angesetzt werden, die in das dritte Nutenpaar
eingesteckt ist. Dabei ragt die Lagerhülse an ihrem dem Axiallager entgegengesetzten
Ende aus einer der Seitenwände des Seitenprofilabschnitts gemäß Anspruch 7 heraus.
[0019] Gemäß Anspruch 8 kann aber ein Seitenprofilabschnitt nicht nur eine Gruppe bzw. vertikale
Reihe Lagerhülsen aufnehmen, die aus einer der beiden Seitenwände herausragt, sondern
zwei Gruppen, wobei die Lagerhülsen je eine der beiden Gruppen aus einer der beiden
Seitenwände hervorstehen. Ein solcher vormontierter Seitenprofilabschnitt ist für
zusammengesetzte Sonnenschutzanordnungen vorgesehen, die zwei nebeneinander liegende
vertikale Lamellenreihen oder Lamellenkolonnen aufweisen. Darin ist der Seitenprofilabschnitt
mit den beiden Gruppen Lagerhülsen in der Mitte zwischen zwei anderen Seitenprofilabschnitten
angeordnet. Dabei können die beiden Lamellenkolonnen unabhängig voneinander betätigt
werden. Hierzu können Antriebselemente in einem oder beiden der anderen Seitenprofilabschnitte
vorgesehen sein.
[0020] Gemäß Anspruch 9 kann aber ein Seitenprofilabschnitt auch nur eine Gruppe Lagerhülsen
aufweisen, die vertikal übereinander angeordnet sind und beidseitig des Seitenprofilabschnitts
aus je einer dessen beiden Seitenwänden herausragen. In diesem Seitenprofilabschnitt
sind die Lagerhülsen in jeweils zwei parallelen Radiallagern in parallelen Lagermontageplatten
gelagert. Bei Verbindung dieser Lagerhülsen mit je einer Lamelle an jedem der beiden
Enden werden die nebeneinander liegenden Lamellen zwangsweise in gleicher Weise, d.h.
synchron gedreht. Der Antrieb hierzu kann in dem gleichen Seitenprofilabschnitt angeordnet
sein wie die oben beschriebene Lagerung der beiden Lagerhülsen oder aber auch in einem
der beidseitig außen gegenüber liegenden weiteren Seitenprofilabschnitte.
[0021] Die in dem Seitenwandprofilabschnitt angeordneten Antriebselemente, die mit den Lagerhülsen
gekoppelt sind, umfassen jeweils aus einen Elektromotor vorzugsweise mit einem Stirnrad-
und Schneckengetriebe. (Der Elektromotor wird in dieser Anmeldung weiter nur einfach
als Motor bezeichnet.)
[0022] Generell kann in dem Seitenprofilabschnitt der Motor gemäß Anspruch 11 mit einem
Antriebszahnrad in getriebetechnischer Verbindung stehen, welches mit einer der Lagerhülsen
verbunden ist, die demgemäß wenigstens die eine an ihr angebrachte Lamelle drehen
kann. Die weiteren Lamellen, die im Abstand der Lamellenteilung in dem Seitenprofilabschnitt
angeordnet sind, werden über je ein Abtriebszahnrad auf der ihnen jeweils zugeordneten
Lagerhülse sowie Getriebeelemente in Drehbewegung versetzt, welche die Abtriebszahnräder
mit dem Antriebszahnrad in dem Seitenprofil verbinden. Die Übertragung eines Drehmoments
von dem Motor auf die Lamellen kann durch die oben genannten Nut-Feder-Verbindungen
in den Lagerhülsen gesichert sein. Somit ist die Drehbewegung der genannten Lamellen
in diesem Fall gekoppelt.
[0023] Gemäß Anspruch 15 sind in einer ersten Alternative das Antriebszahnrad und die Abtriebszahnräder,
welche eine Gruppe Lagerhülsen bzw. die mit ihnen verbundenen Lamellen dreht, über
Zwischenräder mit einander gekoppelt.
[0024] Alternativ dazu kann zur Kopplung gemäß Anspruch 16 eine Zahnstange dienen.
[0025] Gemäß Anspruch 12 sind die Lagerhülsen, die nur an einem ihrer beiden Enden seitlich
aus dem Seitenprofilabschnitt hervorstehen, nicht nur in diesem angetrieben und miteinander
gekoppelt, sondern auch axial in der Axiallageraufnahme in einer der Seitenwände des
Seitenprofilabschnitts gehalten. Ein solches Seitenwandprofil kann eine Sonnenschutzanordnung
mit den Lamellen seitlich abschließen, die auf ihrer anderen Seite nur radial gelagert
zu sein brauchen.
[0026] Alternativ können gemäß Anspruch 13 die Lagerhülsen auch an ihren beiden Enden aus
dem Seitenprofilabschnitt hervorstehen und in diesem mit dem Antriebszahnrad bzw.
einem der Abtriebszahnräder verbunden sein, um Lamellen auf beiden Seiten des Seitenprofilabschnitts
synchron zu drehen.
[0027] In einer Weiterbildung des Seitenprofilabschnitts gemäß Anspruch 14 können in diesem
vorzugsweise achsgleich mit den Lagerhülsen der ersten Gruppe, die aus einer Seitenwand
des Seitenprofilabschnitts herausragen, Lagerhülsen einer zweiten Gruppe angeordnet
sein, die aus einer zweiten Seitenwand des Seitenprofilabschnitts hervorstehen. Dazwischen
ist im Innern des Seitenprofilabschnitts die Axiallageraufnahmeplatte eingesetzt,
welche je ein Axiallagerelement an je einer der Lagerhülsen der zweiten Gruppe aufnimmt.
Dabei werden nur die erste Gruppe Lagerhülsen und die mit ihnen verbunden Lamellen
durch das Getriebe und den Motor angetrieben, die in dem Seitenprofilabschnitt angeordnet
sind, während die zweite Gruppe Lagerhülsen und die mit ihnen verbundenen Lamellen
nur axial und radial gelagert sind. Letztere Lamellen können durch einen Motor und
ein Getriebe in einem daneben angeordneten weiteren Seitenprofilabschnitt unabhängig
von der ersten Gruppe Lamellen angetrieben werden.
[0028] Zur vollständigen Montage wenigstens einer Kolonne bzw. vertikalen Reihe Lamellen
ist gemäß Anspruch 22 ein Montageprofilabschnitt an einem Bauwerkteil oberhalb einer
mit den Lamellen abzudeckenden Flächen montiert. Auf diesem Montageprofilabschnitt
ist ein Deckprofilabschnitt aufgeklemmt bzw. aufgeschnappt und ggfls. zusätzlich mit
Blindnieten oder Blechtreibschrauben fixiert. Der Deckprofilabschnitt trägt den oberen
waagerechten Profilabschnitt, in den die beiden im horizontalen Abstand zueinander
angeordneten Seitenprofilabschnitte einschließlich Radial- bzw. Axiallagern, Lagerhülsen
und ggfls. Antriebselementen vormontiert, eingehängt sind. Die beiden oben eingehängten
Seitenprofilabschnitte sind mit den Lamellenprofilabschnitten verbunden. Außerdem
sind dann die Seitenprofilabschnitte unten mit einem unteren waagerechten Profilabschnitt
verbunden, beispielsweise verschraubt, wodurch ein Lamellenkasten aus dem oberen waagerechten
Profilabschnitt, den Seitenprofilabschnitten, den Lamellen und dem unteren waagerechten
Profilabschnitt gebildet ist und die gesamte Konstruktion fixiert ist.
[0029] Vorteilhaft weist nach Anspruch 23 der obere Profilabschnitt einen zylindrischen
Aufhängeabschnitt auf, der in einem pfannenförmigen Aufnahmeabschnitt in dem Deckprofil
schwenkbar aufgehängt ist. Damit kann der Lamellenkasten gegenüber dem Bauwerk bei
jeder beliebigen Einstellung der Lamellen von einer Fassade des Bauwerks um einen
erheblichen Winkel von beispielsweise 40° weggeschwenkt werden, um beispielsweise
ein problemloses Reinigen von Fenstern zu ermöglichen.
[0030] Um den Lamellenkasten vollständig zu schließen, kann in diesem gemäß Anspruch 24
oben und/oder unten ein Anschlagprofilstück angeordnet sein, an dem die oberste und/oder
unterste der Lamellen zur dichten Anlage gelangt.
[0031] Weiterhin kann nach Anspruch 25 die Rückseite des Lamellenkastens an dem Bauwerkteil,
dem sie zugewandt ist, abgedichtet sein, um einen nach außen abgeschlossenen Zwischenraum
zwischen einem Fenster und den Lamellen zu bilden, der eine zusätzliche Wärmeisolierung
ergibt. Die Wirksamkeit der Wärmeisolierung kann durch die oben genannten Anschlagprofilstücke
erhöht werden.
[0032] Gemäß Anspruch 26 können die Lamellen zusätzlich Bohrungen aufweisen, durch die ein
flüssiger Wärmeträger eines Solarkollektors zirkuliert.
[0033] Ebenfalls zur Nutzung der Sonnenenergie können Solarzellen dienen, welche die Lamellen
alternativ tragen.
[0034] Weitere konstruktive Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0035] In der Zeichnung mit 14 Figuren zeigen:
Figuren 1-7 je einen Querschnitt durch eine 1. bis 7. Ausführungsform eines Seitenprofilabschnitts
mit angebrachten Lamellen, die abgebrochen dargestellt sind,
Figur 8 einen vertikalen Schnitt durch eine Antriebsseite eines vereinfacht dargestellten
Seitenprofilabschnitts mit einer ersten Variante des Antriebs,
Figur 9 einen Querschnitt in der Schnittebene A-A durch den Seitenprofilabschnitt
nach Figur 8,
Figur 10 einen vertikalen Schnitt durch eine Antriebsseite eines vereinfacht dargestellten
Seitenprofilabschnitts mit einer zweiten Variante des Antriebs,
Figur 11 einen vertikalen Schnitt durch eine montierte Lamellenanordnung in Form einer
vertikalen Reihe oder Kolonne in geöffnetem Zustand,
Figur 12 einen vertikalen Schnitt durch die montierte Lamellenanordnung gemäß Figur
11 in geschlossenem Zustand,
Figur 13 einen vertikalen Schnitt durch die montierte Lamellenanordnung gemäß Figur
12 in geschwenkter Stellung und
Figur 14 einen Längsschnitt durch eine aus zwei vertikalen Reihen oder Kolonnen zusammengesetzte
Lamellenanordnung in kleinerer Darstellung.
[0036] Übereinstimmende Teile werden in sämtlichen Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0037] Ein Seitenprofilabschnitt eines in sämtlichen Varianten der Sonnenschutzanordnung
gleichen Profils ist in Figur 1 mit 1 bezeichnet. Er hat einen rechteckförmigen Querschnitt
mit zwei außen gegenüber liegenden Seitenwänden 2, 3 sowie dazwischen zwei Längswänden
4, 5, die ebenfalls einander gegenüber liegen.
[0038] Symmetrisch zu einer nicht dargestellten vertikalen Mittelebene in dem Seitenprofilabschnitt
1 sind in dessen Inneren mehrere Nutenpaare sich jeweils einander gegenüberstehender
offener Nuten aus den Längswänden ausgeformt, und zwar wie in Figur 1 dargestellt,
ein erstes Nutenpaar 6, 6a, benachbart zu der Seitenwand 2, und ein zweites Nutenpaar
7, 7a, benachbart zu der Seitenwand 3. In der Mitte zwischen den beiden Nutenpaaren
6, 6a und 7, 7a befindet sich ein drittes Nutenpaar 8, 8a in den Längswänden 4, 5.
Weiterhin sind aus den Seitenwänden 2, 3 jeweils ein viertes Nutenpaar 9, 9a und ein
fünftes Nutenpaar 10, 10a ausgeformt, wobei sich deren Nuten in geringerem gegenseitigen
Abstand zueinander befinden als die Nuten der ersten bis dritten Nutenpaare. Auf den
Außenseiten der Seitenwände 2, 3 ist jeweils eine vertikale schwalbenschwanzähnliche
Aufnahmenut 11 bzw. 12 offen.
[0039] Sämtliche Nuten verlaufen in vertikaler Richtung des Seitenprofilabschnitts, d.h.
senkrecht zur Zeichenebene.
[0040] Das erste Nutenpaar 6, 6a und das dritte Nutenpaar 7, 7a sind zur Aufnahme je einer
Lagermontageplatte, z.B. 13, vorgesehen, die ein als Gleitlager ausgeführtes Radiallager
14 zentral hält. Hingegen dient das dritte mittlere Nutenpaar 8, 8a zum Einschub einer
Axiallageraufnahmeplatte, wie sie z.B. in den Figuren 3 und 6 bei 15 schematisch dargestellt
ist. Die Axiallageraufnahmeplatte dient zur Aufnahme bzw. zum Bilden eines Axiallagers,
ähnlich wie die Nuten des vierten Nutenpaars 9, 9a bzw. 10, 10a, die aus einer der
Seitenwände 2, 3 als Axiallageraufnahme ausgeformt sind.
[0041] Das genannte Radiallager und das Axiallager dienen zur Lagerung einer Lagerhülse,
z.B. 16, wobei mehrere Lagerhülsen in einer Reihe in festem gegenseitigen vertikalen
Abstand der Lamellenteilung entsprechend den Abständen der übereinander angeordneten
Lamellen angeordnet sind. Die endseitige Lagerhülse 16 ist als Abschnitt einer Hohlwelle
ausgebildet, die zur Realisierung des Radiallagers an einem ihrer Enden mit einer
radial überstehenden runden Platte, welche ein Axiallagerelement 17 darstellt, fest
verbunden ist. Die Lagerhülse ist, wie in Figur 1 dargestellt, in diesem Fall durch
das eine Radiallager 14 in der Nähe der Seitenwand 3 gelagert, aus der sie herausragt.
Hierzu ist der Seitenprofilabschnitt mit einer Bohrung 18 versehen. Dem entsprechend
gehört zu jeder der vertikal übereinander angeordneten Lagerhülsen eine Bohrung in
der Seitenwand 3. Das Anbringen der Bohrung stellt im wesentlichen die einzige Nachbearbeitung
dieses Seitenprofilabschnitts dar.
[0042] Jede Lagerhülse, z.B. 16, dient zur Lagerung einer Lamelle, z.B. 19, an deren der
Lagerhülse 16 zugewandten Ende. Hierzu dient eine in Längsrichtung der Lamelle orientierte
hohle Welle 20, die Bestandteil eines Lamellenprofilabschnitts ist, aus dem die Lamelle
besteht. Weitere Merkmale der Lamellenausbildung werden weiter unten insbesondere
im Blick auf Figur 11 erörtert.
[0043] Die hohle Weile 20 der Lamelle wird mit der Lagerhülse 16 durch einen Verbindungsprofilabschnitt
21 verbunden, der als Hohlwelle ausgebildet ist, die einerseits in die Lagerhülse
16 und andererseits in die hohle Welle 20 der Lamelle 19 reicht. Zur sicheren Verbindung
können der Verbindungsprofilabschnitt 21, die hohle Welle 20 der Lamelle sowie die
Lagerhülse 16 innen zur Bildung einer Nut-Feder-Verbindung mit in Längsrichtung verlaufenden
parallelen Nuten und Federn ausgebildet sein, die in der Zeichnung nicht dargestellt
sind.
[0044] Aus Figur 1 ist noch ersichtlich, daß in die vertikale Aufnahmenut 12 eine Dichtungsbürste
22 eingesteckt ist, an der jeweils eine der vertikal übereinander angeordneten Lamellen,
z.B. 19, in geschlossenem Zustand der Lamellen zur Anlage gelangen kann, um den Abschluß
der Lamelle an deren seitlichen Ende zu vervollkommnen.
[0045] In Figur 2 ist ein seitliches Ende der Lamelle 19 dargestellt, welches dem seitlichen
Ende der Figur 1 gegenüberliegen kann. Der an dieser Seite vorgesehene Seitenprofilabschnitt
23 kann ein Abschnitt des gleichen Profils sein, aus dem auch der Seitenprofilabschnitt
1 gebildet ist. Der Seitenprofilabschnitt 23 hat daher die gleichen Formmerkmale wie
der Profilabschnitt 1, die mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
[0046] In dem Seitenprofilabschnitt 23 sind wiederum im Abstand der Lamellenteilung vertikal
übereinander Lagerhülsen, z.B. 24, eingebracht, die aus je einer Bohrung - dargestellt
ist in Figur 2 die Bohrung 25 - der Seitenwände des zweiten Profilabschnitts 23 herausragen.
An ihrem entgegengesetzten Ende ist die Lagerhülse 24 wiederum mit einem runden scheibenförmigen
Axiallagerelement 17 versehen, welches von den Nuten des Nutenpaars 10, 10a aufgenommen
wird. Zur Radiallagerung ist hier außer der Lagermontageplatte 13 in dem Nutenpaar
7, 7a eine weitere Lagermontageplatte 26 in das Nutenpaar 6, 6a eingeschoben. Die
Lagerplatten tragen die Radiallager 14 bzw. 27.
[0047] Die derart gelagerten Lagerhülsen, z.B. 24, stehen wiederum mit je einem Ende der
Lamellen, z.B. 19, über einen Verbindungsprofilabschnitt 28 in Verbindung. Der Verbindungsprofilabschnitt
28 kann, wie zu dem Verbindungsprofilabschnitt 21 oben beschrieben, Formmerkmale einer
Nut-Feder-Verbindung aufweisen, um ein Drehmoment eines Antriebs sicher auf die Lamelle
19 zu übertragen.
[0048] Hierzu ist in dem Inneren des Seiten profil abschnitts 23 zwischen und an den Lagermontageplatten
13 und 26 ein aus Figur 2 nicht ersichtlicher Motor, ein Elektromotor, mit einem Getriebe
untergebracht, welches Getrieberäder 29 - 32 umfaßt, von denen das Getrieberad 32
mit einem Antriebsrad 33 kämmt, welches drehfest auf der Lagerhülse 24 sitzt.
[0049] Zum Antrieb der in dem gleichen Seitenprofilabschnitt 23 wie die Lagerhülse 24 angeordneten
Lagerhülsen ist das beschriebene Getriebe mit den anderen Lagerhülsen über Getriebemittel
gekoppelt:
Hierzu ist aus Figur 8 ersichtlich, wie das Antriebszahnrad 33 über eine Zahnstange
34 mit den darunter angeordneten Abtriebszahnrädern, von denen das Abtriebszahnrad
35 erkennbar ist, gekoppelt ist. Dabei ist jedes Abtriebszahnrad, wie oben zu dem
Antriebszahnrad 33 beschrieben, mit einer Lagerhülse drehfest verbunden, die an einem
Ende eine Lamelle aufnimmt, z.B. die Lamelle 36 in Figur 8.
[0050] In Figur 8 ist weiterhin der Motor 36a, ein Elektromotor, erkennbar, der mit dem
Getriebe über eine Schnecke in Verbindung stehen kann.
[0051] Aus Figur 9 ergibt sich die Getriebeanordnung mit der Zahnstange im horizontalen
Schnitt in der Schnittebene A-A in Figur 8.
[0052] In einer zweiten Ausführungsform des Antriebs gemäß Figur 10 ist die Zahnstange ersetzt
durch eine Anordnung von Zwischenrädern, z.B. dem Zwischenrad 37, welches das Antriebszahnrad
33 mit dem benachbarten Abtriebszahnrad 35 verbindet. In entsprechender Weise können
die Abtriebszahnräder auf den weiteren Lagerhülsen miteinander mit Zwischenrädern
gekoppelt sein.
[0053] Eine weitere Ausführungsform des vormontierten Seitenprofilabschnitts ist in Figur
3 dargestellt. Der Seitenprofilabschnitt ist hier mit 38 bezeichnet. Er kann aus dem
gleichen Seitenprofil abgetrennt sein wie die Seitenprofilabschnitte 1 und 23. Der
Seitenprofilabschnitt 38 nimmt hier jeweils zwei Lagerhülsen 24 und 39 auf, die je
ein Ende einer der Lamellen 19 bzw. 40 achsgleich aufnehmen. Die Lagerhülsen 24, 39
können in der Axiallageraufnahmeplatte 15 axial gelagert sein. Es wird jedoch nur
die Lagerhülse 24 über das Antriebszahnrad 33 angetrieben. Weiterhin ist die Hülse
24 in einem Radiallager 27 radial gelagert, die Lagerhülse 39 in einem Radiallager
41. - Die Anordnung der Lagerhülsen 24 und 39 ist also abgesehen von dem Antrieb symmetrisch
zu der Axiallageraufnahmeplatte 15. Die im Abstand der Lamellenteilung außerhalb der
Zeichenebene angeordneten Lagerhülsen sind entsprechend gelagert, und die in Figur
3 links der Axiallageraufnahmeplatte 15 angeordneten Lagerhülsen sind wiederum, wie
in Verbindung mit den Figuren 2 und 8 bis 10 beschrieben, über Abtriebszahnräder,
eine Zahnstange oder statt dessen Zwischenräder gekoppelt.
[0054] Die Anordnung der Lagerhülsen gemäß Figur 3 gestattet es somit, zwei vertikale Reihen
oder Kolonnen übereinander angeordneter Lamellen unabhängig voneinander zu betätigen,
d.h. zu drehen, wenn die in Figur 3 rechts des Seitenprofilabschnitts 38 angeordneten
Lamellen in einem weiteren Profilabschnitt angetrieben sind, welches gemäß Figur 2
ausgebildet sein kann.
[0055] In einem Seitenwandprofilabschnitt 42 gemäß Figur 4, der wiederum aus dem gleichen
Seitenwandprofil wie die Seitenwandprofilabschnitte 1, 23 und 38 gebildet sein kann,
ist zur Verbindung zweier Lamellen 19 und 40, die achsgleich angeordnet sind, nur
eine Lagerhülse 43 vorgesehen, die beidseitig aus dem Seitenwandprofilabschnitt herausragt.
Die Lagerhülse steht mit dem Antriebszahnrad 33 in fester Verbindung, so daß ein Antrieb,
der in dem Seitenwandprofilabschnitt angeordnet ist, die beiden Lamellen 19 und 40
synchron antreiben und verstellen kann. Lamellenpaare, die in gegenseitigem Abstand
der Lamellenteilung angeordnet sind, stehen paarweise über je eine weitere Lagerhülse
miteinander in Verbindung, auf der wiederum ein Abtriebszahnrad sitzen kann, welches
mit einem benachbarten Abtriebszahnrad und/oder dem Antriebszahnrad 33 über eine Zahnstange
oder Zwischenräder gekoppelt ist.
[0056] Die Lagerhülse 43 ist in der Ausführungsform nach Figur 4 nicht axial geführt, vielmehr
wird diese Führung in einem oder zwei Seitenprofilabschnitten erreicht, die entsprechend
Figur 1 oder Figur 7 vorgefertigt sind.
[0057] Das Seitenwandprofil gemäß Figur 7 ist dabei das gleiche wie gemäß Figur 1, wobei
lediglich die Bohrungen in den Seitenwänden vertauscht sind. Es beherbergt die Lagerhülse
24, die hier nicht angetrieben ist, sondern mit dem Axiallagerelement 17 axial nicht
verschiebbar gelagert ist. Ein Verbindungsprofilabschnitt 44 verbindet die Lagerhülse
24 mit dem rechten Ende der Lamelle 40. Zur radialen Lagerung dient ein Radiallager
27 in der Lagermontageplatte 26 nahe einer der beiden Seitenwände des Seitenprofilabschnitts
1.
[0058] In dem Seitenprofilabschnitt 45 gemäß Figur 5, welcher wiederum aus dem gleichen
Seitenwandprofil wie die Seitenwandprofilabschnitte 1, 23, 38 und 43 entstanden sein
kann, ist ähnlich wie in Figur 4 eine Lagerhülse 46 gelagert, die beidseitig aus den
nicht bezeichneten Seitenwänden des Seitenprofilabschnitts 45 herausragt. In dem Seitenprofilabschnitt
45 ist die Lagerhülse 46 nur radial mit zwei Radiallagern 14, 27 gelagert, die Bestandteil
der Lagermontageplatten 13 und 26 sind. Letztere sind wiederum in Nutenpaare sich
gegenüberstehender Nuten 6, 6a; 7, 7a eingeschoben. - Die Lagerhülse 46 lagert zwei
gleichachsig durch die Lagerhülse 46 verbundene Lamellen 19 und 40, die zumindest
an einer ihrer nicht dargestellten äußeren Seiten axial gelagert sind und angetrieben
sind. Hierzu kann ein vorgefertigter Seitenprofilabschnitt gemäß Figur 1 ohne Antrieb
bzw. ein Seitenprofilabschnitt gemäß Fig. 2 mit Antrieb dienen.
[0059] Eine weitere Ausführungsform des Seitenprofilabschnitts 47 gemäß Figur 6 kann wiederum
aus dem gleichen Seitenprofil wie die Seitenprofilabschnitte 23, 38, 42, 45 und 48
abgetrennt sein. Ähnlich wie der Seitenprofilabschnitt 38 in Figur 3 nimmt der Seitenprofilabschnitt
47 in Figur 2 zwei Lagerhülsen 39 und 48 auf, von denen jedoch nicht nur die Lagerhülse
39 axial in der Axiallageraufnahmeplatte 15 gelagert ist, sondern auch die zweite
Lagerhülse 48. Die radiale Lagerung der Lagerhülsen 48 und 39 erfolgt wiederum mit
Radiallagern 27 und 14 in eingeschobenen Lagermontageplatten 26 und 13. Die mit den
Lagerhülsen 48, 39 jeweils verbundene Lamelle 19 bzw. 40 ist wiederum auf ihrem in
der Zeichnung nicht dargestellten entgegengesetzten Ende mit Lagerhülsen verbunden,
die aus Seitenprofilabschnitten mit Antrieben zum nicht synchronen Antrieb der beiden
Lamellen bzw. Lamellenkolonnen dienen wie der Seitenprofilabschnitt 23 mit Antrieb
gemäß Figur 2 zu der Lamelle 40 bzw. einem entsprechenden seitenvertauscht ausgebildeten
Seitenprofilabschnitt zur Verbindung mit der Lamelle 19.
[0060] Aus Figur 14 geht thematisch ein Längsschnitt durch eine aus zwei vertikalen Reihen
bzw. Lamellenkolonnen zusammengesetzte Lamellenanordnung hervor. Die erste Kolonne
wird aus der Lamelle 19 und darunter im festen gegenseitigen Abstand d.h. der Lamellenteilung
angeordneten weiteren Lamellen gebildet. Die zweite Kolonne besteht aus der Lamelle
40 und den darunter im Abstand der Lamellenteilung angeordneten weiteren, nicht bezeichneten
Lamellen. Die Lamellen der beiden Kolonnen sind dabei jeweils so ausgerichtet, daß
ihre unterbrochen dargestellten Längsachsen, die jeweils durch die hohle Welle, z.B.
20, der Lamellen verlaufen, miteinander fluchten. Nicht bezeichnete Lagerhülsen, die
mit den Enden der Lamellen verbunden sind, sind in insgesamt drei Seiten profil abschnitten
gelagert, und zwar in Bereichen A, B, C, die in Figur 14 für die obersten Lamellen
eingekreist sind. Auf der linken Seite der zusammengesetzten Lamellenanordnung befindet
sich der Seitenprofilabschnitt 1 gemäß Figur 1. Die Seitenprofilabschnitte in den
Bereichen B und C sind je nach der gewünschten Ausführung der zusammengesetzten Sonnenschutzanordnung
gewählt. Dabei können nachfolgende Kombinationen auftreten:
| |
A |
B |
C |
| Grundform |
Fig. 1 |
-- |
Fig. 2 |
| Variante 1 |
Fig. 1 |
Fig. 3 |
Fig. 2 |
| Variante 2 |
Fig. 1 |
Fig. 4 |
Fig. 7 |
| Variante 3 |
Fig. 1 |
Fig. 5 |
Fig. 2 |
| Variante 4 |
Fig. 2 (umgekehrt) |
Fig. 6 |
Fig. 2 |
[0061] Es bestehen also vielfältige Kombinationsmöglichkeiten unter weitgehender Verwendung
von identischen oder ähnlichen Profilabschnitten, wobei insbesondere die Seitenprofilabschnitte
gemäß dem vorgesehenen Einsatz einfach durch Einschieben von Lagermontageplatten mit
oder ohne Antrieb sowie ggfls. eines Axiallagerelements gestaltet werden können. Danach
ist es möglich, die Lamellen der beiden Kolonnen entweder synchron oder unabhängig
voneinander mittels der Motoren, nämlich Elektromotoren, zu verstellen. Die Sonnenschutzanordnung
kann dabei sowohl an Einzelfenstern als auch an Reihenfenstern bzw. Industrieverglasungen
oder aber an vollständigen Fassaden eingesetzt werden. Besonders eignet sich für gewerblich
industrielle Bauten.
[0062] Durch die in der obigen Tabelle angegebenen verschiedenen Kombinationen von Mittelantrieb,
siehe Figur 4, durchgehender Mittellagerung, siehe Figur 5, sowie getrennter Lagerung,
siehe Figur 6, ist es insbesondere möglich, mehrere Felder bzw. Kolonnen der zusammengesetzten
Sonnenschutzanordnung zu synchronisieren oder in einzeln betätigte Abschnitte aufzuteilen.
Die Synchronisation erfolgt dabei zuverlässig mechanisch.
[0063] Zur Darstellung der vollständigen Montage der Sonnenschutzanordnung wird auf die
Figuren 11 - 13 Bezug genommen.
[0064] Zu Beginn der Montage wird an einer Fassade eines Bauwerks, die bei 49 angedeutet
ist, beispielsweise oberhalb eines abzudeckenden Fensters bei 50 ein Montageprofilabschnitt
51 waagerecht montiert. Auf das Montageprofil 51 wird ein Deckprofilabschnitt 52 aufgeklemmt,
d.h. aufgeschnappt, wo er mit Blindnieten oder Blechtreibschrauben fixiert werden
kann. In das Deckprofil wird ein oberer waagerechter Profilabschnitt 53 eingeschoben.
Anschließend können zwei je nach der gewünschten Anwendung vormontierte Seitenprofilabschnitte,
z.B. 1, welche radial bzw. axial Lagerhülsen lagern, und ggfls. Antriebselemente einschließen,
in dem oberen waagerechten Profilabschnitt eingehängt werden. Anschließend werden
auf Verbindungsprofilabschnitte in den Lagerhülsen die Lamellenprofilabschnitte z.B.
19, 36 aufgeschoben, die auch kurz als Lamellen bezeichnet sind. Die Lamellen werden
vorzugsweise zunächst mit je einem Ende in die Lagerhülsen in dem einen eingehängten
Seitenprofilabschnitt aufgeschoben, woran anschließend der weitere Seitenprofilabschnitt
in den oberen waagerechten Profilabschnitt eingehängt wird und dessen Lagerhülsen
mit den anderen Enden der Lamellen bzw. Lamellenprofilabschnitte verbunden werden.
[0065] Anschließend können die Seitenprofilabschnitte mit einem unteren waagerechten Profilabschnitt
54 verschraubt werden. Damit ist aus dem oberen waagerechten Profilabschnitt 53, den
Seitenprofilabschnitten 1 und dem unteren waagerechten Profilabschnitt 54 ein Lamellenkasten
entstanden, der die drehbaren Lamellen bzw. Lamellenprofilabschnitte umfaßt.
[0066] Wie insbesondere in Figur 13 dargestellt, ist der nicht bezeichnete Lamellenkasten
mit dem Seitenprofilabschnitt 1 schwenkbar aufgehängt, indem der obere waagerechte
Profilabschnitt 53 einen zylindrischen Aufhängeabschnitt 55 hat, der in dem Deckprofilabschnitt
52 schwenkbar aufgehängt ist. Hierdurch ist es möglich, den Lamellenkasten in ca.
40° von der Fassade bzw. dem Bauwerk wegzuschwenken, um beispielsweise Fenster problemlos
zu reinigen, die sich sonst von außen schwer zugänglich hinter dem Lamellenkasten
befinden.
[0067] Zum vollständigen Abschluß des Lamellenkastens kann im oberen waagerechten Profilabschnitt
53 ein Anschlagprofil 56 befestigt sein, an dem die oberste Lamelle 19 zur Anlage
gelangt, wenn sie in die geschlossene Stellung gedreht ist.
[0068] Eine zusätzliche Dichtung der Seitenprofilabschnitte, insbesondere Seitenprofilabschnitts
1 und des unteren waagerechten Profilabschnitts 54 zu der Fassade 49 hin ist möglich,
um eine gute zusätzliche Wärmeisolierung durch thermisch dichten Abschluß eines Zwischenraums
zwischen Lamellenkasten und dem Fenster 50 zu ermöglichen.
[0069] Aus den Figuren 8 und 10 sind weitere Einzelheiten erkennbar, wie das Lamellenprofil
im Querschnitt zweckmäßig ausgebildet ist. Bei der insgesamt als 19 bezeichneten Lamelle,
die einen Lamellenprofilabschnitt darstellt, ist die zentrale hohle Welle 20 erkennbar,
die der Verbindung mit den Lagerhülsen dient. Im Abstand zu dieser hohlen Welle ist
aus dem Profil eine sogenannte Lamellenhauptfläche 57 ausgeformt, deren größter Flächenabschnitt
sich nach unten in einem Abstand zu der hohlen Welle 20 erstreckt. Nur ein kleinerer
Abschnitt der Lamellenhauptfläche ragt im geschlossenen Zustand der Lamelle nach oben
und kann dort an dem Anschlagprofilstück bei 56 anliegen, siehe Figur 12. Die nächst
tiefer angeordneten Lamellen, beispielsweise die Lamelle 36, kann an der oberen Lamelle,
beispielsweise 19, anliegen.
[0070] Die Lamellen, z.B. 19, 36 der Sonnenschutzanordnung können durch eine nicht dargestellte
Steuerungsautomatik mittels eines Dämmerungsschalters bei Dunkelheit automatisch geschlossen
werden, womit eine zusätzliche Energieersparnis erreicht werden kann.
[0071] In den Lamellen können Bohrungen vorhanden sein, um einen flüssigen Wärmeträger zu
führen, der die von den Lamellen aufgenommene Sonnenwärme abführt.
[0072] Ebenfalls zur Energiegewinnung können die Lamellen Solarzellen tragen, die das aufgenommene
Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandeln, der beispielsweise gespeichert und zur
Speisung des Antriebs und/oder der Steuerung des Antriebs der Sonnenschutzanordnung
genutzt werden kann.
| Bezugszeichen |
| 1 |
Seitenprofilabschnitt |
41 |
Radiallager |
| 2 |
Seitenwand |
42 |
Seitenprofilabschnitt |
| 3 |
Seitenwand |
43 |
Lagerhülse |
| 4 |
Längswand |
44 |
Verbindungsprofilabschnitt |
| 5 |
Längswand |
45 |
Seitenprofilabschnitt |
| 6, 6a |
1. Nutenpaar |
46 |
Lagerhülse |
| 7, 7a |
2. Nutenpaar |
47 |
Seitenprofilabschnitt |
| 8, 8a |
3. Nutenpaar |
48 |
Lagerhülse |
| 9, 9a |
4. Nutenpaar |
49 |
Fassade |
| 10, 10a |
5. Nutenpaar |
50 |
Fenster |
| 11 |
vertikale Aufnahmenut |
51 |
Montageprofilabschnitt |
| 12 |
vertikale Aufnahmenut |
52 |
Deckprofilabschnitt |
| 13 |
Lagermontageplatte |
53 |
oberer waag. Profilabschnitt |
| 14 |
Radiallager |
54 |
unterer waag. Profilabschnitt |
| 15 |
Axiallageraufnahmeplatte |
55 |
zylindrischer Aufhängeabschnitt |
| 16 |
Lagerhülse (endseitig) |
56 |
Anschlagprofilstück |
| 17 |
Axiallagerelement |
57 |
Lamellenhauptfläche |
| 18 |
Bohrung |
|
|
| 19 |
Lamelle |
|
|
| 20 |
hohle Welle |
|
|
| 21 |
Verbindungsprofilabschnitt |
|
|
| 22 |
Dichtungsbürste |
|
|
| 23 |
Seitenprofilabschnitt |
|
|
| 24 |
Lagerhülse |
|
|
| 25 |
Bohrung |
|
|
| 26 |
Lagermontageplatte |
|
|
| 27 |
Radiallager |
|
|
| 28 |
Verbindungsprofilabschnitt |
|
|
| 29 |
Getrieberad |
|
|
| 30 |
Getrieberad |
|
|
| 31 |
Getrieberad |
|
|
| 32 |
Getrieberad |
|
|
| 33 |
Antriebszahnrad |
|
|
| 34 |
Zahnstange |
|
|
| 35 |
Antriebszahnrad |
|
|
| 36 |
Lamelle |
|
|
| 36a |
Motor |
|
|
| 37 |
Zwischenrad |
|
|
| 38 |
Seitenprofilabschnitt |
|
|
| 39 |
Lagerhülse |
|
|
| 40 |
Lamelle |
|
|
1. Sonnenschutzanordnung mit waagerechten Lamellen (19, 36, 40), die in festem gegenseitigen
Abstand, d.h. der Lämellenteilung, durch gekoppelte Antriebselemente drehbar einstellbar
sind,
wobei die Lamellen (19, 36, 40) zwischen einem oberen waagerechten Profilabschnitt
53) und einem unteren waagerechten Profilabschnitt (54) sowie zwischen mindestens
zwei zu dem oberen Profilabschnitt und dem unteren Profilabschnitt rechtwinklig orientierten
hohlen Seitenprofilabschnitten (1, 2, 3, 38,42, 45, 46, 47) angeordnet sind,
wobei in dem Seitenprofilabschnitt jeweils wenigstens ein erstes Nutenpaar (6, 6a)
sich paarweise gegenüberstehender vertikaler Nuten ausgeformt ist,
wobei wenigstens eines der Nutenpaare wenigstens eine Lagermontageplatte (13) mit
wenigstens einem Radiallager (14) aufnimmt,
wobei Lagerhülsen (16, 24, 43, 46, 48) in jeweils wenigstens einem der Radiallager
(14) in dem Seitenprofilabschnitt gelagert sind und wenigstens einseitig aus je einer
Bohrung (18, 25) in einer Seitenwand des Seitenprofilabschnitts herausragen und wenigstens
mit je einem Ende einer der steif ausgebildeten Lamellen in (19, 36, 40) Verbindung
stehen.
2. Sonnenschutzanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Seitenprofilabschnitt (1 , 23, 38, 42, 45, 46, 47) im Querschnitt rechteckig
mit zwei sich gegenüberstehenden Seitenwänden (2, 3) und
zwei Längswänden (4, 5) ausgebildet ist, welche die beiden Seitenwände miteinander
verbinden,
daß von den beiden Längswänden (4, 5) das erste Nutenpaar (6, 6a) und ein zweites Nutenpaar
(7, 7a) nach innen abstehen, die mindestens eine Lagermontageplatte (13, 26) mit wenigstens
einem Radiallager (14, 27) aufnehmen, und ein drittes Nutenpaar (8, 8a) nach innen
absteht, in welche wenigstens eine Axiallageraufnahmeplatte (15) einsteckbar ist,
daß ein viertes bzw. fünftes Nutenpaar (9, 9a; 10, 10a) in je einer der beiden Seitenwände
(2, 3) innen ausgeformt ist, daß die Axiallageraufnahmeplatte (15) und das vierte
und fünfte Nutenpaar (9, 9a; 10, 10a) geeignet sind, wahlweise ein Axiallagerelement
(17) an einem Ende der Lagerhülse (16) aufzunehmen,
und daß die Nuten des vierten bzw. fünften Nutenpaars (9, 9a; 10, 10a) in engerem Abstand
zueinander angeordnet sind als die Nuten der ersten bis dritten Nutenpaare (6, 6a;
7, 7a; 8, 8a).
3. Sonnenschutzanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Seitenprofilabschnitt (1) das erste und das zweite Nutenpaar (6, 6a; 7, 7a)
jeweils benachbart zu je einer der beiden Seitenwände (2, 3) angeordnet sind und daß
das dritte Nutenpaar (8, 8a) dazwischen im wesentlichen in der Mitte des Seitenprofilabschnitts
(1) ausgeformt ist.
4. Sonnenschutzanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 - 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nuten (6, 6a; 7, 7a; 8, 8a; 9, 9a; 10, 10a) symmetrisch zu einer vertikalen Mittelebene
des Seitenprofilabschnitts (1) angeordnet sind.
5. Sonnenschutzanordnung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß außen in den Seitenwänden (2, 3) der Seitenprofilabschnitte (1, 23, 38, 42, 45, 46,
47) wenigstens eine vertikale Aufnahmenut (11, 12) einer Dichtungsbürste (22) ausgeformt
ist.
6. Sonnenschutzanordnung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagermontageplatten (13, 26) mindestens je eine Gleitlagerbuchse als Radiallager
(14, 27) aufweisen.
7. Sonnenschutzanordnung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerhülse (16) an einem Ende ein Axiallagerelement (17) aufweist und mit ihrem
dem Axiallager entgegengesetzten Ende aus einer der Seitenwände (2, 3) des Seitenprofilabschnitts
(1) herausragt.
8. Sonnenschutzanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 - 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß aus jeder der beiden Seitenwände des Seitenprofilabschnitts (38, 47) Lagerhülsen
(24, 39; 48, 39) jeweils einer ersten Gruppe bzw. einer zweiten Gruppe herausragen,
die in dem Seitenprofilabschnitt (38; 47) angeordnet sind, und daß die Lagerhülsen
wenigstens einer der beiden Gruppen mit ihren endseitigen Axiallagerelementen in die
Axiallageraufnahmeplatte (15) eingreifen, welche in das dritte Nutenpaar (8, 8a) eingesteckt
ist.
9. Sonnenschutzanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 2 - 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerhülsen (43, 46) jeweils beidseitig aus je einer Bohrung in den beiden Seitenwänden
des Seitenprofilabschnitts (42, 45) herausragen und in dieser in zwei parallelen Lagermontageplatten
mit Radiallagern (14, 27) gelagert sind.
10. Sonnenschutzanordnung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Seitenprofilabschnitt (23, 38, 42) mit den Lagerhülsen (24, 39, 43) gekoppelte
Antriebselemente, die einen Motor (36a) und ein Getriebe umfassen, angeordnet sind.
11. Sonnenschutzanordnung nach Anspruch 10 und mindestens einem der Ansprüche 1 - 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Seitenprofilabschnitt (23) der Motor (36a) mit einem Antriebszahnrad (33)
in getriebetechnischer Verbindung steht, welches mit einer der Lagerhülsen in Verbindung
steht, die mindestens an einem Ende mit einer der Lamellen (19, 36) außerhalb des
Seitenprofilabschnitts (23) verbunden ist,
und daß die weiteren Lamellen (36), die im Abstand der Lamellenteilung in dem Seitenprofilabschnitt
(23) angeordnet sind, über je ein Abtriebszahnrad (35) auf der ihnen jeweils zugeordneten
Lagerhülse und Getriebeelemente, welche die Abtriebszahnräder mit dem Antriebszahnrad
in dem Seitenprofilabschnitt verbinden, drehbar sind.
12. Sonnenschutzanordnung nach Anspruch 11 und wenigstens einem der Ansprüche 1-10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerhülsen (24) einer ersten Gruppe, die mit dem Antriebszahnrad (33) bzw. einem
der Abtriebszahnräder (35) verbunden sind, nur an einem ihrer beiden Enden aus dem
Seitenprofilabschnitt (23) hervorstehen und an dem anderen ihrer beiden Enden das
Axiallagerelement (17) aufweisen, welches in der Axiallageraufnahme, dem fünften Nutenpaar
(10, 10a) in einer der Seitenwände des Seitenprofilabschnitts gehalten ist.
13. Sonnenschutzanordnung nach den Ansprüchen 9, 10, 11 sowie wenigstens einem der Ansprüche
1 - 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerhülsen (43), die an ihren beiden Enden aus dem Seitenprofilabschnitt (42)
hervorstehen, jeweils mit dem Antriebszahnrad (33) bzw. einem der Abtriebszahnräder
(35) verbunden sind.
14. Sonnenschutzanordnung nach den Ansprüchen 8 und 10 und wenigstens einem der Ansprüche
1 - 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Seitenprofilabschnitt (38) vorzugsweise achsgleich mit den Lagerhülsen (24)
der ersten Gruppe, die aus einer Seitenwand des Seitenprofilabschnitts herausragen
und in dem Seitenprofilabschnitt mit dem Getriebe und dem Motor gekoppelt sind, Lagerhülsen
(39) einer zweiten Gruppe angeordnet sind, die aus einer zweiten Seitenwand des Seitenprofilabschnitts
hervorstehen,
und daß in dem Seitenprofilabschnitt die Axiallageraufnahmeplatte (15) eingesetzt ist, welche
je ein Axiallagerelement an je einer der Lagerhülsen der zweiten Gruppe aufnimmt.
15. Sonnenschutzanordnung nach Anspruch 11 und wenigstens einem der Ansprüche 1 - 10,
12 - 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Antriebszahnrad (33) und die Abtriebszahnräder (35) über Zwischenräder (37) miteinander
in Verbindung stehen.
16. Sonnenschutzanordnung nach Anspruch 11 und wenigstens einem der Ansprüche 1 - 10,
12 - 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Antriebszahnrad (33) und die Abtriebszahnräder (35) über eine Zahnstange (34)
miteinander in Verbindung stehen.
17. Sonnenschutzanordnung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lamelle (19) jeweils eine in ihrer Längsrichtung orientierte Welle (20) umfaßt,
die an ihren beiden Enden mit je einer Lagerhülse (6, 24) in Verbindung steht, die
aus einem der Seitenprofilabschnitte (1, 23) hervorragt.
18. Sonnenschutzanordnung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lamelle (19) mit der Welle (20) aus einem Lamellenprofilabschnitt besteht.
19. Sonnenschutzanordnung nach Anspruch 7 und wenigstens einem der Ansprüche 1 - 6, 8
- 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich eine Lamellenhauptfläche (57) der Lamelle (19) in seitlichem Abstand zu der
Welle (20) im wesentlichen unterhalb der Welle erstreckt.
20. Sonnenschutzanordnung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Abschnitt der Lamellenhauptfläche (57), der sich unterhalb der Welle (20)
erstreckt, in geschlossenem Zustand der Lamellen in Anlage an einem oberen Abschnitt
der Lamellenhauptfläche der nächst tiefer angeordneten Lamelle (36) gelangt.
21. Sonnenschutzanordnung nach Anspruch 17 und wenigstens einem der Ansprüche 1 - 16,
18 - 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (20) der Lamelle (19) hohl ist und daß die Verbindungsprofilabschnitte
(21, 28, 44) als Hohlwelle ausgebildet sind, die in die hohle Welle (20) der Lamelle
und in eine der Lagerhülsen (24, 39, 43, 46, 48) gesteckt ist.
22. Sonnenschutzanordnung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Montageprofilabschnitt (51) an einem Bauwerkteil (49) oberhalb einer mit den
Lamellen abzudeckenden Fläche waagerecht montiert ist,
daß auf den Montageprofilabschnitt (51) ein Deckprofilabschnitt (52) aufgeklemmt ist,
daß der Deckprofilabschnitt (52) den oberen waagerechten Profilabschnitt (53) trägt,
daß in dem oberen waagerechten Profilabschnitt (53) wenigstens die beiden Seitenprofilabschnitte
(1) einschließlich Radial- bzw. Axiallagern, Lagerhülsen und gegebenenfalls Antriebselementen
eingehängt sind,
daß die oben eingehängten Seitenprofilabschnitte (1) mit Lamellenprofilabschnitten (19,
36) verbunden sind,
und daß die Seitenprofilabschnitte (1) unten mit einem unteren waagerechten Profilabschnitt
(54) verbunden sind,
wodurch ein Lamellenkasten aus dem oberen waagerechten Profilabschnitt (54) , den
Seitenprofilabschnitten (1), den Lamellenprofilabschnitten (19, 36, 40) und dem unteren
waagerechten Profilabschnitt (54) gebildet ist.
23. Sonnenschutzanordnung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß der obere waagerechte Profilabschnitt (53) einen zylindrischen Aufhängabschnitt (55)
aufweist, der in einen pfannenförmigen Aufnahmeabschnitt in dem Deckprofilabschnitt
(52) schwenkbar aufgehängt ist.
24. Sonnenschutzanordnung nach Anspruch 22 oder 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Lamellenkasten oben und/oder unten ein Anschlagprofilstück (56) angeordnet
ist, an dem die oberste (19) und/oder unterste der Lamellen zur dichten Anlage gelangt.
25. Sonnenschutzanordnung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche 22 - 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lamellenkasten an einem Bauwerkteil (49), dem er zugewandt ist, abgedichtet ist.
26. Sonnenschutzanordnung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lamellen (19, 36, 40) Bohrungen aufweisen, die einen flüssigen zirkulierenden
Wärmeträger aufnehmen.
27. Sonnenschutzanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 - 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lamellen (19, 36, 40) Solarzellen tragen.