| (19) |
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(11) |
EP 1 485 895 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.05.2008 Patentblatt 2008/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.09.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2002/003603 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/077220 (18.09.2003 Gazette 2003/38) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR DATENÜBERTRAGUNG VON EINEM SENSOR ZU EINER STEUEREINHEIT, SENSOR UND
STEUEREINHEIT
METHOD FOR TRANSMITTING DATA FROM A SENSOR TO A CONTROL UNIT, AND A CORRESPONDING
SENSOR AND CONTROL UNIT
PROCEDE DE TRANSMISSION DE DONNEES D'UN CAPTEUR A UNE UNITE DE COMMANDE, CAPTEUR ET
UNITE DE COMMANDE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR IT SE |
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Priorität: |
08.03.2002 DE 10210131
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.12.2004 Patentblatt 2004/51 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- OTTERBACH, Jens
57482 Wenden (DE)
- OHL, Christian
72793 Pfullingen (DE)
- KOCHER, Pascal
70839 Gerlingen (DE)
- NITSCHE, Gerald
72501 Gammertingen (DE)
- SCHOMACKER, Jochen
72762 Reutlingen (DE)
- ULMER, Michael
72116 Moessingen (DE)
- AIDAM, Rolf
79346 Endigen (DE)
- ADAM, Boris
71126 Gäufelden (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 058 975 US-A- 5 870 695
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US-A- 5 691 714
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Datenübertragung von einem Sensor zu einer
Steuereinheit sowie einen entsprechenden Sensor und eine entsprechende Steuereinheit
für Rückhaltesysteme.
[0002] Aus den deutschen Patentanmeldungen 101 14 504.7 vom 23.03.2001 (veröffentlicht am
02.10.2002 und somit Kein Stand der Technik) und 101 49 332.0 vom 06.10.2001 (veröffentlicht
am 30.04.2003 und somit Kein Stand der Technik) sind Verfahren zur Übertragung von
Daten von wenigstens einem Sensor zu einem Steuergerät insbesondere in Verbindung
mit Rückhaltesystemen bekannt, bei welchem die Daten mittels Strommodulation über
eine Zweidrahtleitung von den Sensoren zu einem Steuergerät nach Maßgabe eines vorgegebenen
Formats übertragen werden. Das Format der Datenübertragung sieht eine feste Zuordnung
von Teilen des zur Verfügung stehenden Wertebereichs für die Datenübertragung zu den
Sensorwerten vor, wobei ein erster Teil des Wertebereichs für Sensorwerte, d.h. Nutzdaten,
ein zweiter Teil für Status- und Fehlermeldungen und ein dritter Teil für Sensoridentifikationsdaten
verwendet wird. Diese Teile sind voneinander getrennt und folgen aufeinander bei der
Übertragung.
[0003] Ferner ist in einer Vielzahl von Anwendungen, insbesondere auch in Verbindung mit
Rückhaltesystemen, die Verwendung von Drucksensoren bekannt, welche verteilt im Fahrzeug
angeordnet sind und über eine solche oder eine andere Schnittstelle mit einer zentralen
Steuereinheit verbunden sind.
[0004] Aus
US 5,691,714 ist eine Datenübertragung von einem peripher angeordneten Sensor zu einer Auswerteeinheit
bekannt. Dabei werden absolute Werte und inkrementelle Änderungswerte vom Sensor zur
Auswerteeinheit übertragen. Von der Auswerteeinheit wird anhand des Absolutwerts und
der inkrementellen Änderungswerte eine Wiederherstellung von Absolutwerten für die
weitere Auswertung vorgenommen.
Vorteile der Erfindung
[0005] Durch die Übertragung eines Absolutdruckwertes bei Drucksensoren, welche als Nutzdaten
einen Differenzdruck übermitteln, wird es in vorteilhafter Weise ermöglicht, eine
Funktionsverifikation dieser Drucksensoren und damit eine Fehlererkennung in einem
System durchzuführen, welches aus mindestens zwei Sensoren und einem Zentralsteuergerät
besteht.
[0006] Von besonderem Vorteil ist, dass eine fehlerfreie Funktion aller im System sich befindenden
Drucksensoren bei kostengünstiger Softwarerealisierung ohne zusätzlichen Hardwareaufwand
bereitgestellt wird. Eine Einführung einer Fehlererkennung bei einem solchen Sensorsystem
wird somit ohne Systemänderung allein durch Softwareänderung möglich.
[0007] Besonders vorteilhaft ist es, die Übertragung des Absolutdruckwerts anstelle des
Differenzdruckmeßwertes im Rahmen der Initialisierungsphase des Systems zu übermitteln.
Auf diese Weise wird vor Beginn des Betriebs des Systems eine Überprüfung der Drucksensoren
ermöglicht.
[0008] Im besonders einfacher Weise wird zur Datenübertragung die bekannte strombasierte
Zweidrahtschnittstelle verwendet.
[0009] In besonders vorteilhafter Weise wird gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung eine
Überprüfung von Drucksensoren in einem Sensorsystem mit zentraler Steuereinheit während
des laufenden Betriebs ermöglicht, wenn die Übertragung von Absolutdruckwerten während
des laufenden Betriebs des Systems mit der Übertragung von Differenzdruckwerten gemischt
werden.
[0010] Als besonders vorteilhaft hat sich dabei herausgestellt, die Absolutdruckwerte bei
einer Schnittstelle, deren Wertebereich für die Datenübertragung in wenigstens zwei
Teile aufgeteilt ist, in dem Teil des Wertebereichs vorzunehmen, der nicht für die
Sensormeßwerte, d.h. die Differenzdruckwerte, zur Verfügung steht. Dadurch wird eine
gegenseitige Beeinflussung von Meßwert und Absolutdruckwert wirksam vermieden.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, die Absolutdruckwerte bei dem im eingangs genannten
Stand der Technik beschriebenen Datenformats in einen Wertebereich zu codieren, der
außerhalb des Nutzsignalwertebereichs liegt, wobei den Absolutdruckwerte zusätzlich
Identifikationscodes zugeordnet werden. Sowohl der Identifikationscode als auch das
Datenwort befinden sich außerhalb des Wertebereichs der Differenzdruckmeßwerte, so
dass vorteilhafter Weise eine Verwechslung der einzelnen Druckwerte nicht stattfinden
kann.
[0012] In vorteilhafter Weise erfolgt eine Übertragung der Absolutdruckwerte nur so lange,
solange keine signifikante Signaländerung des Differenzdrucks vorhanden ist. Sobald
eine solche erfolgt, wird die laufende Absolutdruckübertragung gestoppt und auf Differenzdruckübertragung
umgeschaltet. Dadurch wird, insbesondere bei Anwendung in Verbindung mit Rückhaltesystemen,
der Systembetrieb und der damit bezweckte Erfolg nicht beeinträchtigt.
[0013] Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
bzw. aus den abhängigen Patentansprüchen.
Zeichnung
[0014] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen
näher erläutert. Figur 1 zeigt dabei ein Übersichtsbild eines Sensorsystems mit zentraler
Steuereinheit, während in den Figuren 2 bis 4 anhand von Flußdiagrammen die Vorgehensweise
zur Datenübertragung in Verbindung mit Drucksensoren, vorzugsweise bei Rückhaltesystemen,
skizziert ist.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0015] Figur 1 zeigt eine zentrale Steuereinheit 10, welche mit dezentral angeordneten Sensoren
12, 14, 16, 18, 20, 22 verbunden ist. Die Sensoren bestehen dabei jeweils aus einem
Sensorelement (vgl. 12a, etc.) und einem Schnittstellenbaustein (vgl. 12b, etc.),
welcher in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel als ASIC ausgeführt ist und in dem
als Programm oder Ablaufsteuerung die nachfolgend geschilderte Vorgehensweise zur
Datenübertragung implementiert ist. Die im bevorzugten Ausführungsbeispiel unidirektionale
Datenübertragung von den Sensoren zur zentralen Steuereinheit erfolgt über Zweidrahtleitungen
24 bis 34, welche im Rahmen einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit der zentralen Steuereinheit
10 und den dezentralen Sensoren verbunden sind. In anderen Ausführungsbeispielen wird
eine Busverbindung eingesetzt.
[0016] Eine bevorzugte Anwendungen des in Figur 1 dargestellten Systems, wobei sich die
Anzahl der Sensoren von der in Figur 1 dargestellten unterscheiden kann, ist in Verbindung
mit Rückhaltesystemen für Automobile. Bei den Sensoren handelt es sich dabei um Drucksensoren,
die einen auf sie ausgeübten Druck erfassen. Auf der Basis dieses gemessenen Absolutdruckes
ist es einem einzelnen Drucksensor nicht möglich, zu bewerten, ob die gewonnene Druckinformation
korrekt ist. Auf der anderen Seite verfügt bei einem wie in Figur 1 ausgestalteten
System die Zentralsteuereinheit über mehrere Druckinformationen von mehreren Drucksensoren,
die untereinander nicht kommunizieren, jedoch alle ihre Druckwerte an die zentrale
Steuereinheit übertragen. Daher ist diese in der Lage, auf der Basis der Absolutdruckwerte
der einzelnen Sensoren diese miteinander auf Plausibilität zu vergleichen und Fehlfunktionen
abzuleiten. Da das Druckgefälle innerhalb des Systems, insbesondere innerhalb eines
Kraftfahrzeugs, vernachlässigbar gering ist, müssen bei korrekter Funktion die Absolutdruckwerte
der einzelnen Sensoren in einem definierten Toleranzband zueinander liegen. Auf dieser
Basis lassen sich also bei Rückhaltesystemen die Absolutdruckwerte in der zentralen
Steuereinheit vergleichen und auf Plausibilität prüfen.
[0017] Eine mögliche Vorgehensweise für die Realisierung dieser Plausibilitätsüberprüfung
ist anhand des Flußdiagramms der Figur 3 dargestellt. Dieses skizziert das Programm
eines in der zentralen Steuereinheit 10 enthaltenen Mikrocomputers. Das Programm wird
in vorgegebenem Takt durchlaufen. Zunächst wird in Schritt 100 die von den Sensoren
gelieferten Absolutmeßwerte PABS1 bis PABSn (n ist die Sensorenanzahl) eingelesen.
Danach wird in Schritt 102 ein Druckreferenzwert Pref gebildet. Je nach Ausführung
ist dieser entweder einer der Sensordruckwerte oder ein Mittelwert von Sensordruckwerte,
etc. Im darauf folgenden Schritt 104 werden die einzelnen Drucksensorwerte mit dem
Referenzwert verglichen. Daraufhin wird im Schritt 106 überprüft, ob eine unzulässige
Abweichung zwischen einem Sensorwert und dem Referenzwert besteht. Ist dies der Fall,
so wird gemäß Schritt 108 ein Fehler in dem betroffenen Drucksensor ermittelt, während
bei fehlender unzulässiger Abweichung, das heißt wenn alle Sensorsignale innerhalb
eines vorgegebenen Toleranzbands liegen, ein fehlerfreier Betrieb angenommen wird.
[0018] Andere Vorgehensweise, z.B. Vergleiche der Druckwerte untereinander, zur Plausibilisierung
werden in anderen Ausführungen ebenfalls eingesetzt.
[0019] In vielen Anwendungen hat es sich als geeignet erwiesen, nicht Absolutdruckwerte
zur Durchführung der Steuerungsaufgaben zu übertragen, sondern Differenzdruckwerte,
beispielsweise den Differenzwert zwischen einem Referenzdruck und dem aktuellen gemessenen
Druck. Auf diese Weise werden Umgebungsparameter bereits im Sensor berücksichtigt,
so dass die übertragenen Druckmeßwerte in der zentralen Steuereinheit nicht zusätzlich
bewertet werden müssen. In diesen Fällen ist im Rahmen der oben geschilderten Funktionsüberprüfung
der Sensoren dafür zu sorgen, dass neben oder anstelle der Differenzdruckübertragung
eine Übertragung der Absolutdruckwerte erfolgt.
[0020] In einem ersten Ausführungsbeispiel hat es sich als geeignet erwiesen, die Absolutdruckübertragung
in der Initialisierungsphase durchzuführen, nach Abschluß der Initialisierungsphase
auf eine Differenzdruckübertragung überzugehen. Die Überprüfung der Sensoren in diesem
Fall erfolgt daher in der Initialisierungsphase anhand der übertragenen Absolutdruckwerte.
[0021] Diese Ausführung ist anhand des Flußdiagramms der Figur 2 skizziert. Dieses beschreibt
den Ablauf im Schnittstellenbaustein eines Drucksensors. Mit Einschalten des Systems
(INIT-Phase) wird im ersten Schritt 200 der Druckmeßwert eingelesen. Dieser wird dann
gemäß Schritt 202 an die zentrale Steuereinheit übertragen. Danach wird im Schritt
204 überprüft, ob die Initialisierungsphase beendet ist. Ist dies nicht der Fall,
werden die Schritte 200 und 202 wiederholt. Im anderen Fall wird im Schritt 206 der
Druckmeßwert eingelesen und in Schritt 208 der Differenzdruckwert Pdiff gebildet.
Dies erfolgt beispielsweise durch Differenzenbildung des Druckmeßwertes und einem
Referenzdruckwert, beispielsweise einem Mittelwert auf früher gemessenen Druckwerten.
Danach wird in Schritt 210 der Differenzdruckwert übertragen. Die Schritte 206 bis
210 werden so lange wiederholt, bis der Betriebszyklus, beispielsweise durch Abschalten
der Versorgungsspannung beendet ist. Dadurch wird eine kontinuierliche Übertragung
des Differenzdruckwertes sichergestellt.
[0022] Als Schnittstelle zwischen Sensoren und zentraler Steuereinheit ist je nach Ausführungsbeispiel
eine Punkt-zu-Punkt-Schnittstelle zu jedem Sensor oder ein alle Komponenten verbundenes
Bussystem vorgesehen. Bei einer Punkt-zu-Punkt-Schnittstelle hat es sich in einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel als geeignet erwiesen, eine wie im eingangs genannten
Stand der Technik skizzierte strombasierte Zweidrahtschnittstelle vorzusehen.
[0023] Das oben skizzierte, erste Ausführungsbeispiel beschreibt die Übertragung von Absolutdruckwerten
in der Initialisierungsphase. Eine Überprüfung der Sensorfunktion während des laufenden
Betriebs ist bei einer solchen Realisierung nicht möglich. Daher ist im Rahmen eines
zweiten Ausführungsbeispiels alternativ oder ergänzend vorgesehen, eine Übertragung
des Absolutdruckwertes auch im laufenden Betrieb zuzulassen und dadurch eine Fehlererkennung
in dem Sensorsystem auf die oben aufgezeigt Art und Weise auch im laufenden Betrieb
des Systems zu ermöglichen.
[0024] Wird wie oben erwähnt eine Übertragung von Druckdifferenzwerten bzw. normierten Differenzdruckwerten
durchgeführt, um unabhängig vom Umgebungsdruck und damit unabhängig von der aktuellen
Höhe oder wetterbedingten Druckschwankungen zu sein, sind Maßnahmen zu ergreifen,
die es erlauben, zusätzlich zu diesen Differenzdruckwerten auch Absolutdruckwerte
zu übertragen. Unter normierten Druckwerten sind dabei Druckwerte zu verstehen, die
derart normiert sind, dass nur bei dynamischen Druckschwankungen ein Signal ungleich
0 gesendet wird. Das heißt bei stationären Druckwerte ist der Signalwert 0. Auch hier
können Fehler im Sensor, die sich durch ein zeitlich konstantes Ausgangssignal auszeichnen,
nicht erkannt werden.
[0025] Somit ist vorgesehen, während des normalen Betriebs des Systems bei der Übertragung
vom Sensor zur zentralen Steuereinheit in die Übertragung des normierten Differenzdruckwertes
zusätzlich Absolutdruckwerte zu mischen. Die übermittelten Absolutdruckwerte werden
dann von der zentralen Steuereinheit wie oben dargestellt miteinander verglichen und
daraus Indizien für eine korrekte bzw. fehlerhafte Funktion der einzelnen Sensoren
abgeleitet.
[0026] Eine Übertragung von Absolutdruckwerten erfolgt dabei nur so lange, solange keine
signifikante Signaländerung auf dem Differenzdruck vorhanden ist. Sobald eine solche
Differenzdruckänderung erkannt wird, stoppt der Sensor sofort die möglicherweise laufende
Absolutdruckübertragung und schaltet auf Differenzdruckübertragung um. Durch diese
Maßnahme wird gewährleistet, dass keine Systemperformance durch das zusätzliche Übertragen
von Absolutdruckwerten verlorengeht.
[0027] Ferner ist eine Datenvermischung oder Verwechslung nicht möglich, da die unterschiedlichen
Datentypen (Absolutdruck, Differenzdruck) über ihren Wertebereich eindeutig zuordenbar
sind.
[0028] Im bevorzugten Ausführungsbeispiel stellt die Schnittstelle zwischen Sensor und zentraler
Steuereinheit eine strombasierten Zweidrahtschnittstelle wie aus dem eingangs genannten
Stand der Technik bekannt dar. Hier erfolgt die Unterscheidung zwischen Absolutdruckdaten
und Differenzdruckdaten einmal durch eine entsprechende Kennzeichnung der Daten mit
unterschiedlichen Identifikationscodes. Zum anderen wird der Absolutdruckwert in ein
Datenwort codiert, dessen Wertebereich außerhalb des Wertbereichs der Nutzdaten (Differenzdruck)
liegen.
[0029] In anderen Ausführungen reicht eine der dargestellten Maßnahmen aus.
[0030] Die Absolutdruckwerte bestehen also aus einer Kombination aus Identifikationscode
und Datenwort, wobei sich sowohl der Identifikationscode als auch das Datenwort außerhalb
des Datenbereichs der Differenzdruckwerte befindet. Damit ist gewährleistet, dass
die Absolutdruckwerte nicht mit regulären Differenzdruckwerten verwechselt werden.
[0031] Dabei ist im bevorzugten Ausführungsbeispiel der Wertebereich für die Datenübertragung
wie im eingangs genannten Stand der Technik genannt im wesentlichen dreigeteilt, wobei
ein mittlerer Bereich die Nutzdaten umfaßt, im vorliegenden Fall die Differenzdruckdaten,
die Bereiche außerhalb des Nutzdatenbereichs Statusangaben, Identifikationsdaten etc.
umfassen. Zur Übertragung der Absolutdruckwerte und zum Ausschließen von Kollisionen
ist vorgesehen, den Absolutdruckwerten einen eigenen Identifier vorzuschalten und
die Absolutdruckwerte als Datenwort zu senden, welches einen Wertebereich aufweist,
der außerhalb des Nutzdatensignals, beispielsweise also im Statusangabenbereich, liegt.
In Folge der geringen Wortlänge in diesen Bereichen ist das Absolutdruckdatenwort
aufgeteilt und wird versehen mit einem entsprechenden Identifier in mehreren Portionen
gesendet.
[0032] Unter Absolutdruckwert wird der aktuelle gemessene Druckwert verstanden, während
zur Bildung des Differenzdruckwertes ein Mittelwert aus vergangenen gemessenen Druckwerten,
der zum aktuell gemessenen Druckwert in Beziehung gesetzt wird, verwendet wird.
[0033] Figur 4 zeigt ein Ablaufdiagramm, in welchem der sensorseitige Ablauf zur Übertragung
von Differenzdruckwerten und Absolutdruckwerten während des laufenden Betriebs skizziert
ist. Der in Figur 4 skizzierte Ablauf erfolgt in vorbestimmten Zeitintervallen. Zunächst
wird im ersten Schritt 300 der aktuelle Druckmeßwert PMess eingelesen. Daraufhin wird
in Schritt 302 auf der Basis vergangener Werte der Referenzdruckwert PREF gebildet
und in Schritt 304 auf der Basis des aktuell gemessenen sowie des Referenzdruckwertes
der Differenzdruckwert PDIFF gebildet. Dieser kann in einem Ausführungsbeispiel ferner
einer zusätzlichen Normierung zugeführt werden, welcher den Differenzdruckwert z.B.
auf einen Mittelwert aus vergangenen Differenzdruckwerten normiert. Daraufhin wird
in Schritt 306 auf der Basis des aktuellen Differenzdruckwertes und eines oder mehrerer
vergangener Differenzdruckwerte festgestellt, ob eine signifikante Signaländerung
vorliegt. Ist dies der Fall, so wird im Schritt 308 eine gegebenenfalls laufende Übertragung
von Absolutdruckwerten gestoppt, der aktuelle Differenzdruckwert im ersten Wertebereich,
der für die Datenübertragung zur Verfügung steht, als Datenwort codiert, der entsprechende
Identifier ausgewählt und Identifier samt Datenwort gemäß Schritt 310 abgesendet.
[0034] Wurde im Schritt 306 keine signifikante Signaländerung erkannt, so wird gemäß Schritt
312 der Absolutmeßwert PMESS in einem zweiten Wertebereich, der für die Datenübertragung
zur Verfügung steht, als Datenwort codiert. Ist in der jeweiligen Anwendung die Wortbreite
eingeschränkt, so wird das Datenwort in mehrere Teilabschnitte zerlegt, die entsprechenden
Identifier ausgewählt und die Datenübertragung gemäß Schritt 314 bestehend aus Identifier
und Datenwort in mehreren Abschnitten durchgeführt. Danach wird im nächsten Zeitintervall
der beschriebene Vorgang wiederholt.
[0035] Die dargestellt Vorgehensweise findet insbesondere in Verbindung mit Rückhaltesystemen
Anwendung, kann jedoch auch in anderen Systemen mit verteilten Drucksensoren Verwendung
finden.
[0036] Ferner ist die Anwendung der am Beispiel von Drucksensoren geschilderten Vorgehensweise
nicht auf Drucksensoren beschränkt, sondern wird überall dort angewendet, wo dezentrale
Sensoren gleicher Art Differenzwerte als Nutzdaten zu einer gemeinsamen Zentralen
senden ohne der Möglichkeit einer Eigenprüfung.
1. Verfahren zur Datenübertragung von einem Sensor (12, 14, 16, 18, 20, 22) zu einer
Steuereinheit (10), wobei die vom Sensor (12, 14, 16, 18, 20, 22) gemessene Größe
als Differenzwerte an die Steuereinheit (10) übertragen werden, wobei ferner in wenigstens
einem Betriebszustand zusätzlich Absolutmesswerte derselben Größe übertragen werden,
dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von einer Signaländerung der Differenzwerte die laufende Übertragung
der Absolutmesswerte gestoppt wird und auf die Übertragung der Differenzwerte umgeschaltet
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Betriebszustand die Initialisierungsphase des den Sensor (12, 14, ..., 22) und
die Steuereinheit (10) umfassenden Systems ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gemessene Größe Druckwerte sind.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Datenübertragung vorgesehene Wertebereich in mehrere Wertebereiche unterteilt
ist, wobei die Differenzdaten in einem ersten Wertebereich, die Absolutdaten in einem
zweiten Wertebereich codiert sind.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Datenübertragung Identifier vorgesehen sind, die einem jeweiligen Datenwort vorangestellt
sind, und die sich bei Differenzdaten und Absolutdaten unterscheiden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung über eine strombasierte Zweidrahtschnittstelle erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung von Absolutwerten und von Differenzwerten während des laufenden Betriebs
erfolgt.
8. Sensor (12, 14, 16, 18, 20, 22), mit einer Schnittstelle (12b, 14b, 16b, 18b, 20b,
22b) zur Übertragung von Daten an eine zentrale Steuereinheit (10), wobei der Sensor
(12, 14, 16, 18, 20, 22) erste Mittel zur Messwerterfassung aufweist, der Sensor ferner
einen Baustein enthält, welcher zweite Mittel aufweist, die die erfassten Messwerte
zur Bildung eines Differenzmesswerts auf einen Referenzwert beziehen, der Baustein
(12b, 14b, 16b, 18b, 20b, 22b) ferner dritte Mittel für eine Übertragung der Differenzwerte
und in wenigstens einem vorgegebenen Betriebszustand zusätzlich der Absolutmesswerte
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Baustein (12b, 14b, 16b, 18b, 20b, 22b) eine Ablaufsteuerung aufweist, die in
Abhängigkeit von einer Signaländerung der Differenzwerte die laufende Übertragung
der Absolutmesswerte stoppt und auf die Übertragung der Differenzwerte umschaltet.
9. Sensor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um einen Drucksensor (12, 14, 16, 18, 20, 22) in einem Rückhaltesystem für
Automobile handelt.
1. Method for transmitting data from a sensor (12, 14, 16, 18, 20, 22) to a control unit
(10), the variable measured by the sensor (12, 14, 16, 18, 20, 22) being transmitted
to the control unit (10) in the form of difference values, absolute measured values
of the same variable also additionally being transmitted in at least one operating
state, characterized in that the current transmission of the absolute measured values is stopped and the method
changes over to the transmission of the difference values on the basis of a signal
change in the difference values.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the operating state is the initialization phase of the system comprising the sensor
(12, 14, 16, 18, 20, 22) and the control unit (10).
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the measured variables are pressure values.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the range of values provided for the purpose of transmitting data is subdivided into
a plurality of ranges of values, the difference data being coded in a first range
of values, and the absolute data being coded in a second range of values.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that identifiers which are placed in front of a respective data word and differ in the
case of difference data and absolute data are provided for the purpose of transmitting
data.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that transmission is effected using a current-based two-wire interface.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that absolute values and difference values are transmitted during ongoing operation.
8. Sensor (12, 14, 16, 18, 20, 22) having an interface (12b, 14b, 16b, 18b, 20b, 22b)
for transmitting data to a central control unit (10), the sensor (12, 14, 16, 18,
20, 22) having first means for detecting the measured values, the sensor also containing
a module having second means which relate the detected measured values to a reference
value in order to form a difference measured value, the module (12b, 14b, 16b, 18b,
20b, 22b) also having third means for transmitting the difference values and, in at
least one predefined operating state, additionally the absolute measured values, characterized in that the module (12b, 14b, 16b, 18b, 20b, 22b) has a sequence controller which stops the
current transmission of the absolute measured values and changes over to the transmission
of the difference values on the basis of a signal change in the difference values.
9. Sensor according to Claim 8, characterized in that it is a pressure sensor (12, 14, 16, 18, 20, 22) in a restraint system for automobiles.
1. Procédé de transmission de données à partir d'un capteur (12, 14, 16, 18, 20, 22)
vers une unité de commande (10), les grandeurs mesurées par le capteur (12, 14, 16,
18, 20, 22) étant transmises comme valeurs de différence vers l'unité de commande
(10),
et en outre dans au moins un état de fonctionnement, on transmet en plus, des valeurs
de mesure absolues des mêmes grandeurs,
caractérisé en ce qu'
en fonction d'une variation de signal des valeurs de différence, on arrête la transmission
en cours, des valeurs de mesure absolues et on commute sur la transmission des valeurs
de différence.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'état de fonctionnement est la phase d'initialisation du système comprenant les capteurs
(12, 14, 16, 18, 20, 22) et l'unité de commande (10).
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les grandeurs mesurées sont des valeurs de pression.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la plage des valeurs prévues pour la transmission des données est subdivisée en plusieurs
plages de valeurs,
les données de différence étant codées dans une première plage de valeurs et les données
absolues dans une seconde plage de valeurs.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par
des identificateurs prévus pour la transmission des données qui précèdent le mot de
données respectif et qui se distinguent par les données de différence et les données
absolues.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la transmission se fait par l'intermédiaire d'une interface à deux fils fonctionnant
par passage de courant.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la transmission des valeurs absolues et des valeurs de différence se fait pendant
le fonctionnement courant.
8. Capteur (12, 14, 16, 18, 20, 22) comportant une interface (12b, 14b, 16b, 18b, 20b,
22b) pour la transmission des données vers une unité de commande centrale (10),
le capteur (12, 14, 16, 18, 20, 22) comportant des premiers moyens pour saisir des
valeurs de mesure,
le capteur comportant en outre un composant qui comporte des seconds moyens rapportant
les valeurs de mesure saisies à une valeur de référence pour former une valeur de
mesure de différence,
le composant (12b, 14b, 16b, 18b, 20b, 22b) comportant en outre des troisièmes moyens
pour une transmission des valeurs de différence et dans au moins un état de fonctionnement
prédéfini il comporte en plus des valeurs de mesure absolues,
caractérisé en ce que
le composant (12b, 14b, 16b, 18b, 20b, 22b) a une commande de déroulement qui, en
fonction d'une variation de signal des valeurs de différence, arrête la transmission
en cours des valeurs de mesure absolues et commute sur la transmission des valeurs
de différence.
9. Capteur selon la revendication 8,
caractérisé en ce qu'
il s'agit d'un capteur de pression (12, 14, 16, 18, 20, 22) dans un système de retenue
pour véhicule automobile.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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