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EP 1 486 588 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.12.2017 Patentblatt 2017/50 |
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Anmeldetag: 10.10.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Hydratisieren von Metalloxidschichten aufweisendende Metallteilen
Process for hydrating metal oxide layers on metal parts
Procédé pour hydrater l'oxyde de métal pose sur des pièces en métal
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
10.10.2002 DE 20220540 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.12.2004 Patentblatt 2004/51 |
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Patentinhaber: Süddeutsche Aluminium Manufaktur GmbH |
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89558 Böhmenkirch (DE) |
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Erfinder: |
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- Schabel, Wolfgang
73113 Ottenbach (DE)
- Binder, Hans
89558 Böhmenkirch (DE)
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Vertreter: Grosse, Rainer et al |
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Gleiss Große Schrell und Partner mbB
Patentanwälte Rechtsanwälte
Leitzstrasse 45 70469 Stuttgart 70469 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 965 837 US-A- 3 440 150
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GB-A- 1 467 184
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Hydratisieren von Metalloxidschichten aufweisenden
Metallteilen, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Liegt als Metallteil ein Aluminiumbauteil vor, so bildet sich unter atmosphärischen
Bedingungen an der Oberfläche spontan eine dünne, sogenannte natürliche Aluminiumoxidschicht,
die dem Aluminiumbauteil einen relativ guten Korrosionsschutz gibt. Durch eine anodische
(elektrolytische) Oxidation des Aluminiumbauteils lässt sich an der Oberfläche eine
poröse anodische Aluminiumoxidschicht bilden, die sehr hart und verschleißfest ist.
Aufgrund ihrer Porenstruktur weist die anodische Aluminiumoxidschicht eine sehr große
Oberfläche auf. Bei einem der Anodisation anschließenden Verdichtungsprozess wird
die Aluminiumoxidschicht hydratisiert. Dabei wird Wasser in Form von Kristallwasser
in die anfangs amorphe Aluminiumoxidschicht eingelagert. Das Volumen dieses Aluminiumoxidhydrats
ist größer als jenes des Aluminiumoxids, so dass die Poren der Aluminiumoxidschicht
aufgefüllt und verschlossen werden. Hierdurch ist eine gute Korrosionsbeständigkeit
erreicht. Anodisch oxidierte Aluminiumbauteile widerstehen aufgrund ihrer Aluminiumoxidschicht
vielen mechanischen und chemischen Beanspruchungen. Aufgrund des amphoteren Charakters
von Aluminium und Aluminiumoxid werden anodische Oxidschichten jedoch sowohl in alkalischen,
als auch in sauren Lösungen angegriffen. Derartige Lösungen werden zunehmend bei der
Reinigung von Aluminiumbauteilen eingesetzt. Um die anodischen Aluminiumoxidschichten
vor einem Korrosionsangriff bei der Reinigung zu schützen, wird die Oberfläche mit
hochtransparenten Beschichtungen abgedeckt. Besonders geeignet sind sogenannte SolGel-Lacke
auf der Basis von SiO
2. Solche Beschichtungssysteme werden nach dem Auftrag durch Tauchen, Spritzen, Walzen
oder Gießen in einem Ofen bei Temperaturen bis 300°C eingebrannt. Bei diesem Einbrennen
vernetzt sich das SiO
2, so dass die Schicht hierdurch ihre schützenden Eigenschaften entfalten kann.
[0003] Es hat sich gezeigt, dass bei der Temperaturbeanspruchung durch den Einbrennvorgang
Mikrorisse auftreten, die aufgrund der unterschiedlichen thermischen Ausdehnungkoeffizienten
des Aluminiumkörpers und seiner Aluminiumoxidschicht entstehen. Durch die visuell
sichtbaren Mikrorisse wird das optische Erscheinungsbild des dekorativen Bauteils
gestört. Es hat sich gezeigt, dass hydratisierte, also verdichtete Aluminiumoxidschichten
bei thermischer Beanspruchung rissanfälliger als nicht hydratisierte, also nicht verdichtete
Aluminiumoxidschichten sind. Werden allerdings nicht verdichtete Aluminiumoxidschichten
eingesetzt, so können niedrigmolekulare Beschichtungssysteme vollständig in die poröse
Aluminiumoxidschicht eindringen. Dadurch werden die optischen Eigenschaften des Aluminiumbauteils
aber derart verändert, dass die dekorative Wirkung verloren geht. Außerdem lassen
sich nicht verdichtete, anodische Aluminiumbauteile aufgrund der porösen Oberflächenstruktur
und dem damit zusammenhängenden großen Absorptionsvermögen industriell nur schwierig
handhaben.
[0004] Aus der
US 3440150 A ist ein Verfahren bekannt, mit dem eine teilweise Verdichtung durch Hydratisieren
von porösen Aluminiumoxidschichten auf Aluminiumteilen erfolgt. Die Aluminiumoxidschichten
werden durch Anodisieren erzeugt. Danach wird Dampf oder kochendes Wasser eingesetzt.
Anschließend wird eine Oberflächenbeschichtung durchgeführt.
[0005] Aus der
US 965837 A ist ein Verdichtungsverfahren entsprechend der
US 3440150 A bekannt, jedoch erfolgt hier eine Oberflächenbeschichtung mit Silikaten.
[0006] Aus der
GB 1467184 A ist es bekannt, mittels einer Wasserbehandlung ein Hydratisieren und Verdichten von
Poren im oberen Bereich einer porösen anodisierten Aluminiumoxidschicht vorzunehmen.
Es erfolgt eine Beschichtung mittels amorphen Selenium.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannten Nachteile
zu vermeiden.
[0008] Erfindungsgemäß ist zur Lösung dieser Aufgabe ein Verfahren zum Hydratisieren von
Metalloxidschichten aufweisenden Metallteilen gemäß Anspruch 1 vorgesehen, bei dem
das Hydratisieren nur im Bereich einer gegenüber der Dicke der Metalloxidschicht dünneren,
außen liegenden Oberflächenschicht durch Abbruch des Hydratisier-Prozesses für den
Erhalt einer nur teilweisen hydratisierten Metalloxidschicht durchgeführt wird. Demnach
wird ein derartiges Metallteil, das eine Metalloxidschicht aufweist, die insbesondere
durch Anodisieren erzeugt sein kann, nicht "vollständig" hydratisiert, so dass sich
die Poren der Oxidschicht nicht vollständig auffüllen, sondern sie werden nur im Bereich
der Oberfläche, also in der genannten Oberflächenschicht verschlossen. Die Oberflächenschicht
bildet nur einen Teil der Dicke der gesamten Metalloxidschicht. Damit liegt also nur
eine teilweise erfolgte Verdichtung beziehungsweise Hydratisierung vor. Es hat sich
gezeigt, dass hierdurch die insbesondere bei thermischer Beanspruchung entstehende
Rissanfälligkeit beseitigt ist. Damit bleibt das optisch attraktive Erscheinungsbild,
was insbesondere bei Aluminiumteilen vorliegt, erhalten. Aufgrund des erfindungsgemäßen
Vorgehens dringt ein Beschichtungsmaterial nicht oder nur geringfügig in die anodische
Aluminiumoxidschicht ein, so dass sich das optische Erscheinungsbild dieser Beschichtung
nicht oder nur unwesentlich verändert, so dass auch die dekorativen Eigenschaften
dieser Beschichtung und damit des Bauteils nicht verloren gehen. Es ist vorgesehen,
dass dem für das teilweise erfolgende Hydratisieren verwendeten Wasser, Dampf oder
Wasserbad Zusätze zugegeben werden. Bei den Zusätzen handelt es sich um Polycarbonate,
Polyhydroxiverbindungen, Polyhydroxicarboxylate, Polyphosphonate und/oder Polycarbonsäuren.
[0009] Wie bereits erwähnt, ist es vorteilhaft, wenn die Metalloxidschicht durch Anodisieren
erzeugt wird. Hierunter ist insbesondere eine elektrolytische Behandlungsmethode zu
verstehen.
[0010] Das Metallteil kann aus Reinmetall bestehen oder aber aus einer Legierung. Insbesondere
ist vorgesehen, dass es sich bei dem Metallteil um ein Aluminiumteil oder Aluminiumlegierungsteil
mit einer die Metalloxidschicht bildenden Aluminiumoxidschicht beziehungsweise Aluminiumlegierungsoxidschicht
handelt.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das teilweise erfolgende
Hydratisieren durch Heißverdichten durchgeführt wird. Dieser Heißverdichtungsvorgang
erfolgt somit unter Temperaturbeaufschlagung und wird erfindungsgemäß nicht zu Ende
geführt, so dass nicht die gesamte Metalloxidschicht verdichtet ist, sondern nur eine
Oberflächenschicht der Metalloxidschicht.
[0012] Das teilweise erfolgende Hydratisieren kann bevorzugt mit heißem Wasser oder mit
heißem Dampf durchgeführt werden. Insbesondere wird ein heißes Wasserbad angewendet.
[0013] Das teilweise erfolgende Hydratisieren wird bevorzugt mit einer Temperatur kleiner
100°C, insbesondere mit einer Temperatur von 65°C bis 99°C, durchgeführt.
[0014] Wird das Hydratisieren in dem erwähnten Wasserbad vorgenommen, so weist das Wasserbad
eine Temperatur kleiner 100°C, insbesondere eine Temperatur von 65°C bis 99°C, auf.
[0015] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das teilweise erfolgende
Hydratisieren bei einer Temperatur kleiner 100°C, insbesondere bei einer Temperatur
von 65°C bis 99°C, und einer Dauer von weniger als 3 Minuten Behandlungsdauerzeit
pro µm Schichtdicke der Metalloxidschicht. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass
das teilweise erfolgende Hydratisieren sich über eine Behandlungszeitdauer von 0,5
bis 120 Minuten erstreckt. Diese Werte gelten insbesondere für Aluminiumbauteile.
[0016] Das teilweise hydratisierte Metallteil beziehungsweise seine teilweise hydratisierte
Metalloxidschicht wird bevorzugt mit einer Oberflächenbeschichtung versehen. Hierbei
handelt es sich insbesondere um eine transparente, insbesondere eine hochtransparente
Oberflächenbeschichtung. Bevorzugt kann eine keramische Oberflächenbeschichtung aufgebracht
werden. Diese keramische Oberflächenbeschichtung wird als dünnkeramische Beschichtung
ausgebildet, das heißt, sie weist eine Dicke von 0,2 bis 7 µm, insbesondere von 0,5
bis 5 µm auf. Die Oberflächenbeschichtung kann durch Spritzen, Walzen, Gießen oder
Tauchen, bevorzugt mit elektrostatischer Unterstützung, aufgebracht werden. Die Oberflächenbeschichtung
wird insbesondere durch Erwärmung ausgehärtet.
[0017] Als Oberflächenbeschichtung wird insbesondere Siliciumdioxid verwendet oder eine
Beschichtung, die Siliciumdioxid aufweist.
[0018] Die Metalloxidschicht ist nur im Bereich einer gegenüber ihrer Dicke dünneren, außen
liegenden Oberflächenschicht durch Abbruch des Hydratisier-Prozesses für den Erhalt
einer nur teilweisen hydratisierten Metalloxidschicht hydratisiert. Als Metallteil
liegt ein Aluminiumteil oder Aluminiumlegierungsteil vor. Dessen Aluminiumoxidschicht
beziehungsweise Aluminiumlegierungsoxidschicht ist bevorzugt eine anodisierte Aluminiumoxidschicht
beziehungsweise Aluminiumlegierungsoxidschicht. Auf der Oberfläche
dieser Schicht befindet sich bevorzugt eine keramische Beschichtung, insbesondere
eine dünnkeramische Beschichtung.
[0019] Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
und zwar zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Schnittansicht durch ein mit anodisierter Aluminiumoxidschicht versehenes
Aluminiumteil und
- Figur 2
- das Aluminiumteil der Figur 1 mit teilweise hydratisierter Aluminiumoxidschicht und
auf die Oberfläche der Alumiumoxidschicht aufgebrachter dünnkeramischer Beschichtung.
[0020] Bei dem Verfahren zum Hydratisieren von Metalloxidschichten aufweisenden Metallteilen
wird nachstehend auf ein Aluminiumteil eingegangen, das eine Aluminiumoxidschicht
aufweist.
[0021] Der Prozessablauf beim Anodisieren, Hydratisieren und Beschichten, insbesondere einem
Beschichten mit einem SolGel-System, stellt sich wie folgt dar: Das Aluminiumteil
wird entfettet. Optional kann es vor dem Entfetten mechanisch poliert werden. Nach
dem Entfetten erfolgt eine Spülung. Wenn nach dem Entfetten optional eine Beizung
vorgesehen ist, so wird zunächst gespült, dann gebeizt und anschließend nochmals gespült.
Als nächstes erfolgt ein saures Dekapieren. An dieser Stelle kann auch vorgesehen
sein: Optional Spülen, optional chemisch oder elektrochemisch Glänzen, optional Spülen,
optional alkalisch Dekapieren, optional Spülen, optional sauer Dekapieren, wobei alle
oder einige dieser Vorgänge nacheinander oder nur einer dieser Vorgänge durchgeführt
werden/wird.
[0022] Anschließend wird das Aluminiumteil anodisiert, was insbesondere auf elektrolytischem
Wege erfolgt. Danach wird ein Spüldurchgang durchgeführt.
[0023] Nunmehr erfolgt das Hydratisieren nur im Bereich einer gegenüber der Dicke der Aluminiumoxidschicht
dünneren, außen liegenden Oberflächenschicht durch Abbruch des Hydratisier-Prozesses
für den Erhalt einer nur teilweise hydratisierten Aluminiumoxidschicht. Das Hydratisierverfahren
wird in einem heißen Wasserbad bei einer Temperatur von 65°C bis 99°C und einer Behandlungsdauer
von weniger als 3 Minuten pro µm der Aluminiumoxidschicht durchgeführt. Es werden
dem Wasserbad Zusätze wie Polycarbonate, Polyhydroxiverbindungen, Polyhydroxicarboxylate,
Polyphosphonate und/oder Polycarbonsäuren zugesetzt. Anschließend wird die Oberfläche
des nur teilweise hydratisierten Aluminiumteils mit einer keramischen Oberflächenbeschichtung
mit einer Dicke von 0,5 bis 5 µm versehen. Anschließend wird durch eine Wärmebehandlung,
insbesondere im Bereich von 150 bis 300°C, die Beschichtung vernetzt. Bei der Beschichtung
handelt es sich um ein SolGel-System oder um andere niedrigmolekulare Lacksysteme.
Die Oberflächenbeschichtung weist insbesondere Siliciumdioxid auf.
[0024] Es hat sich insbesondere gezeigt, dass durch das erfindungsgemäße Vorgehen die Rissbildung
beim Einbrennen der Beschichtung wirksam unterdrückt ist.
[0025] Die Figur 1 zeigt einen Schnitt durch das erwähnte Aluminiumteil 1, das eine Aluminiumoxidschicht
2 aufweist. Die Dicke der Aluminiumoxidschicht 2 ist mit D gekennzeichnet. Es ist
erkennbar, dass die Aluminiumoxidschicht 2 eine Vielzahl von an der Oberfläche 3 offenen
Poren 4 aufweist. Die Aluminiumoxidschicht 2 des Aluminiumteils 1 wurde durch Anodisieren,
also elektrolytische Behandlung, erzeugt.
[0026] Aus der Figur 2 ist erkennbar, dass das Aluminiumteil 1 der Figur 1 teilweise hydratisiert
ist. Die Behandlung erfolgte in einem heißen Wasserbad und wurde nicht zu Ende geführt,
sondern abgebrochen. Hierdurch haben sich die Poren 4 nicht ganz aufgefüllt und verschlossen,
sondern die Hydratisierung hat nur im Bereich einer Oberflächenschicht 5 der Aluminiumoxidschicht
2 derart stattgefunden, dass die Poren 4 nur im oberen Bereich aufgefüllt und verschlossen
sind, sich jedoch nach wie vor innerhalb der Aluminiumoxidschicht 2, nunmehr jedoch
mit einer verkürzten Länge, befinden. Die Aluminiumoxidschicht 2 setzt sich somit
aus einer Poren 4 aufweisenden Grundschicht 6 der Dicke X und der darüber liegenden,
äußeren, hydratisierten Oberflächenschicht 5 der Dicke Y zusammen. Es gilt: D = X+Y.
[0027] Nachfolgend wurde auf die Oberfläche 3 der teilweise hydratisierten Aluminiumoxidschicht
2 -gemäß Figur 2- eine Oberflächenbeschichtung 7 aufgebracht. Hierbei handelt es sich
um eine dünnkeramische Oberflächenbeschichtung, die -aufgrund der verschlossenen Poren
4- nicht oder nur geringfügig in die teilweise hydratisierte Aluminiumoxidschicht
2 eindringen kann. Durch Wärmebehandlung wurde die aufgebrachte keramische Oberflächenschicht
7 vernetzt. Die Oberflächenbeschichtung ist 5 bis 7 µm dick und weist SiO
2 auf.
[0028] Insbesondere ist vorgesehen, das erfindungsgemäße Verfahren bei Aluminiumteilen für
den Kraftfahrzeugbau einzusetzen. So ist es insbesondere möglich, beispielsweise Zierleisten
und dergleichen mittels der genannten Verfahrensschritte optisch sehr ansprechend
auszubilden. Das Verfahren kann ferner für Haushaltsgegenstände, beispielsweise Kuchenformen,
Kochtöpfen, Pfannen und dergleichen eingesetzt werden. Als Beschichtungsmaterial wird
ein SolGel-System eingesetzt.
1. Verfahren zum Hydratisieren von porösen Metalloxidschichten aufweisenden Metallteilen,
wobei das Hydratisieren nur im Bereich einer gegenüber der Dicke der Metalloxidschicht
dünneren, außenliegenden Oberflächenschicht durch Abbruch des Hydratisier-Prozesses
für den Erhalt einer nur teilweisen hydratisierten Metallloxidschicht durchgeführt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass dem für das teilweise erfolgende Hydratisieren verwendeten Wasser, Dampf oder Wasserbad
Zusätze zugegeben werden, wobei als Zusätze Polycarbonate, Polyhydroxiverbindungen,
Polyhydroxicarboxylate, Polyphosphonate und/oder Polycarbonsäuren verwendet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metalloxidschicht durch Anodisieren erzeugt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Metallteil bestehend aus Reinmetall oder bestehend aus einer Legierung verwendet
wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Metallteil ein Aluminiumteil oder Aluminiumlegierungsteil mit einer die Metalloxidschicht
bildenden Aluminiumoxidschicht beziehungsweise Aluminiumlegierungsoxidschicht verwendet
wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das teilweise erfolgende Hydratisieren durch Heißverdichten durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das teilweise erfolgende Hydratisieren mit heißem Wasser oder heißem Dampf durchgeführt
wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das teilweise erfolgende Hydratisieren in einem heißen Wasserbad durchgeführt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das teilweise erfolgende Hydratisieren mit einer Temperatur < 100°C, insbesondere
mit einer Temperatur von 65 bis 99°C, durchgeführt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das teilweise erfolgende Hydratisieren in einem Wasserbad mit einer Temperatur <
100°C, insbesondere mit einer Temperatur von 65 bis 99°C, durchgeführt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das teilweise erfolgende Hydratisieren bei einer Temperatur < 100°C, insbesondere
bei einer Temperatur von 65 bis 99°C, und einer Dauer von weniger als drei Minuten
Behandlungszeitdauer pro µm Schichtdicke der Metalloxidschicht durchgeführt wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das teilweise erfolgende Hydratisieren sich über eine Behandlungszeitdauer von 0,5
bis 120 Minuten erstreckt.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die teilweise hydratisierte Metalloxidschicht mit einer Oberflächenbeschichtung versehen
wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine transparente, insbesondere eine hochtransparente Oberflächenbeschichtung verwendet
wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine keramische Oberflächenbeschichtung aufgebracht wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die keramische Oberflächenbeschichtung bis zu einer Dicke von 0,2 bis 7 µm, insbesondere
von 0,5 bis 5 µm zur Erzeugung einer dünnkeramischen Beschichtung aufgebracht wird.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbeschichtung durch Spritzen, Walzen, Gießen oder Tauchen, bevorzugt
mit elektrostatischer Unterstützung, aufgetragen wird.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbeschichtung durch Erwärmung ausgehärtet wird.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberflächenbeschichtung verwendet wird, die Siliciumdioxid aufweist oder aus
Siliciumdioxid besteht.
1. Method for hydrating metal parts having porous metal oxide layers, the hydration being
carried out merely in the region of an outer surface layer, which is thinner than
the thickness of the metal oxide layer, by interrupting the hydration process to obtain
a metal oxide layer which is hydrated merely in part, characterised in that additives are added to the water, steam or water bath used for the partial hydration,
wherein polycarbonates, polyhydroxy compounds, polyhydroxycarboxylates, polyphosphonates
and/or polycarboxylic acids are used as the additives.
2. Method according to claim 1, characterised in that the metal oxide layer is produced by anodisation.
3. Method according to any of the preceding claims, characterised in that a metal part consisting of pure metal or consisting of an alloy is used.
4. Method according to any of the preceding claims, characterised in that an aluminium part or aluminium alloy part, comprising an aluminium oxide layer or
aluminium alloy oxide layer forming the metal oxide layer, is used as the metal part.
5. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the partial hydration is carried out by heat-sealing.
6. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the partial hydration is carried out using hot water or hot steam.
7. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the partial hydration is carried out in a hot water bath.
8. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the partial hydration is carried out at a temperature of < 100 °C, in particular
at a temperature of 65 to 99 °C.
9. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the partial hydration is carried out in a water bath having a temperature of < 100
°C, in particular having a temperature of 65 to 99 °C.
10. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the partial hydration is carried out at a temperature of < 100 °C, in particular
at a temperature of 65 to 99 °C, and for a duration of less than three minutes treatment
time per µm layer thickness of the metal oxide layer.
11. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the partial hydration extends over a treatment time of 0.5 to 120 minutes.
12. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the partially hydrated metal oxide layer is provided with a surface coating.
13. Method according to any of the preceding claims, characterised in that a transparent, in particular a highly transparent surface coating is used.
14. Method according to any of the preceding claims, characterised in that a ceramic surface coating is applied.
15. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the ceramic surface coating is applied to a thickness of 0.2 to 7 µm, in particular
of 0.5 to 5 µm, to produce a thin ceramic coating.
16. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the surface coating is applied by spraying, rolling, pouring or dipping, preferably
with electrostatic assistance.
17. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the surface coating is hardened by heating.
18. Method according to any of the preceding claims, characterised in that a surface coating comprising silicon dioxide or consisting of silicon dioxide is
used.
1. Procédé d'hydratation de pièces métalliques présentant des couches d'oxydes métalliques
poreuses, dans lequel l'hydratation est effectuée uniquement dans la région d'une
couche superficielle située vers l'extérieur, plus mince par rapport à l'épaisseur
de la couche d'oxyde métallique, par une interruption du processus d'hydratation pour
l'obtention d'une couche d'oxyde métallique uniquement partiellement hydratée, caractérisé en ce que des additifs sont ajoutés à l'eau, à la vapeur ou au bain aqueux employés pour l'hydratation
partielle en cours, dans lequel, en tant qu'additifs, des polycarbonates, des composés
polyhydroxylés, des polyhydroxycarboxylates, des polyphosphonates et/ou des acides
polycarboniques sont employés.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche d'oxyde métallique est créée par anodisation.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une pièce métallique constituée d'un métal pur ou constituée d'un alliage est employée.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'en tant que pièce métallique, une pièce en aluminium ou une pièce en alliage d'aluminium
avec une couche d'oxyde d'aluminium, respectivement, une couche d'oxyde d'alliage
d'aluminium, formant la couche d'oxyde métallique, est employée.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'hydratation effectuée partiellement est effectuée par compression à chaud.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'hydratation effectuée partiellement est effectuée avec de l'eau chaude ou de la
vapeur chaude.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'hydratation effectuée partiellement est effectuée dans un bain aqueux chaud.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'hydratation effectuée partiellement est effectuée à une température < 100 °C, notamment
à une température de 65 à 99 °C.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'hydratation effectuée partiellement est effectuée dans un bain aqueux à une température
< 100 °C, notamment à une température de 65 à 99 °C.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'hydratation effectuée partiellement est effectuée à une température < 100 °C, notamment
à une température de 65 à 99 °C, et en une durée inférieure à trois minutes de temps
de traitement par µm d'épaisseur de couche de la couche d'oxyde métallique.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'hydratation effectuée partiellement s'étend sur une durée de traitement de 0,5
à 120 minutes.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche d'oxyde métallique partiellement hydratée est munie d'un revêtement de
surface.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un revêtement de surface transparent, notamment hautement transparent est employé.
14. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un revêtement de surface en céramique est rapporté.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement de surface en céramique est rapporté jusqu'à une épaisseur de 0,2 à
7 µm, notamment de 0,5 à 5 µm pour la création d'un revêtement en céramique mince.
16. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement de surface est rapporté par une pulvérisation, un laminage, une coulée
ou une immersion, de préférence avec le concours d'un procédé électrostatique.
17. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement de surface est durci par un chauffage.
18. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on emploie un revêtement de surface qui présente du dioxyde de silicium ou est constitué
de dioxyde de silicium.


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