[0001] Die Erfindung betrifft eine höhenverstellbare Kunststoff-Straßenkappe, bestehend
aus einem Oberteil und einem Unterteil, wobei das Oberteil in einer Öffnung des Unterteils
durch einen Pressdruck stufenlos auf eine bestimmte Höheneinstellung innerhalb des
Unterteils fixierbar ist.
[0002] Straßenkappen werden in Straßen eingebaut und dienen dazu, Armaturen von unter den
Straßen verlegten Versorgungsleitungen zugänglich zu machen. Sie werden dazu über
die entsprechende Armatur gestellt. Dann werden sie z.B. mit Asphalt umgossen, so
dass ihre Oberfläche mit dem Straßenniveau plan ist. Der Deckel ist abnehmbar, um
an die Armatur heranzukommen, und wird dabei meist von einem Bolzen gegen Wegnahme
gesichert. Ursprünglich wurden Straßenkappen aus Gusseisen hergestellt, die jedoch
rostanfällig und wegen ihres Gewichts schwer zu handhaben sind. Deshalb ist man dazu
übergegangen, sie aus Kunststoff herzustellen.
[0003] Meist werden Straßenbeläge in mehreren Schichten aufgebracht, und es besteht oft
die Notwendigkeit, eine Straße nach der Aufbringung des Grundbelags vorübergehend
in Betrieb zu nehmen, und sei es nur für den Baustellenverkehr. Daher muss die Höheneinstellung
der Straßenkappe flexibel gestaltet sein, um darüber verlaufenden Verkehr durch herausragende
Oberteile nicht zu gefährden. Die gleiche Situation kann sich auch bei Reparaturarbeiten
an Straßen ergeben, wenn alte Beläge abgetragen werden, um sie durch neue zu ersetzen.
Problematisch bei einer stufenlosen Verstellbarkeit, welche für eine exakte Niveauangleichung
zweckmäßig ist, war die Fixierung der Höheneinstellung.
[0004] Eine erste Lösungsmöglichkeit bestand darin, dass die Fixierung der Höheneinstellung
manuell durch Festhalten des Oberteils während des Aufbringens der Abschlussschicht
vorgenommen wurde. Dies hatte den Nachteil, dass dazu zwei Personen gleichzeitig beschäftigt
waren und die haltende Person gefährdet war, von dem aufzubringenden Belag, der Temperaturen
bis zu 200° C aufweisen kann, Verbrennungen zu erleiden. Das Halten des Oberteils
von Hand schloss wegen der vorgenannten Gefahr eine maschinelle Belagaufbringung im
Bereich der Straßenkappe praktisch aus.
[0005] Bei einer Höheneinstellung vor Aufbringung der Abschlussschicht musste eine solche
Straßenkappe ebenfalls von einer Person gehalten und von einer anderen Person, beispielsweise
mit Teer, einem Keil oder in sonstiger Weise, fixiert werden. Dann bestand aber die
Gefahr, dass die Höheneinstellung nicht stimmte.
[0006] Eine weitere Lösungsmöglichkeit sieht die
DE 196 35 648 A1 bzw.
CH 692 708 A5 vor, bei der Abstandshalter zwischen dem Oberteil und einem nach innen ragenden Randvorsprung
des Unterteils eingebracht werden. Dies hat den Nachteil, dass die Handhabung mehrere
Handgriffe erfordert, da zunächst das Oberteil aus dem Unterteil herausgezogen werden
muss, damit die Abstandhalter eingebracht werden können. Auch ist damit keine stufenlose
Verstellung möglich, da die Verstellmöglichkeiten durch die vorhandenen Abstandhalterbemessungen
vorgegeben sind. Eine exakte Niveaugleichheit ließ sich auf diese Weise schlecht erreichen.
[0007] Die gleichen Nachteile würden sich aus der Verwendung von Distanzringen ergeben,
die im Zusammenhang mit verstellbaren Straßenkappen verschiedentlich genannt werden.
Dies gilt ebenfalls für die in der
AT 408 106 B vorgeschlagene Abstützungen, die zwischen dem herauskragenden oberen Rands des Oberteils
und dem oberen Rand des Unterteils angebracht sind.
[0008] Dasselbe gilt für die Straßenkappe der
WO 099/36633, der
FR 1 592 110 A und der
DE 72 04 914 U, bei welchen in verschiedenen Höhen Rastpositionen vorgesehen sind, in denen das
Oberteil durch Relativdrehung gegenüber dem Unterteil verrastet werden kann. Bei solchen
Straßenkappen kann das Oberteil nicht nachgeben, wenn eine Straßenwalze zur Glättung
einer aufgebrachten Schicht darüberfährt. Ist eine solche Straßenkappe zu hoch eingestellt,
wird sie zerstört.
[0009] Für eine stufenlose Einstellmöglichkeit sehen die
DE 196 18 431,
DE 296 23 845 und die
CH 692 709 A5 vor, dass das Oberteil durch Gewindegänge in Ober- und Unterteil in das Unterteil
hineinschraubbar ist. Ein solches Gewinde ist jedoch in seiner Herstellung aufwendig,
da das Oberteilteil durch längsgeteilte Formhälften hergestellt und beim Unterteil
der Spritzgusskern durch eine Schraubbewegung entfernt werden muss oder das Gewinde
spanabhebend einzuarbeiten ist. Ferner kann die Höheneinstellung nur durch Drehung
verändert werden. Wird eine solche Straßenkappe zu hoch eingestellt, so kommt es bei
einem Überfahren mit einer Straßenwalze zu einer Zerstörung, da das Gewinde nicht
nachgibt.
[0010] Die
EP 0 462 036 A1 offenbart eine Straßenkappe der eingangs genannten Art. Bei dieser Straßenkappe ist
das Oberteil in dem Unterteil frei und mit Spiel gleitbar gelagert. Es befindet sich
auf dem Oberteil ein dehnbarer Ring mit einer den Durchmesser aufweitenden Vorspannung,
derart, dass er zur Verstellung seiner vertikalen Position rollbar ist. Dadurch wird
die Höhe der Straßenkappe vorgegeben und erst danach wird das Oberteil in das Unterteil
eingefügt, Zur Erzielung des Pressdrucks wirkt dieser Ring bei der Einfügung mit einer
Auskehlung am oberen Ende des Unterteils zusammen, wobei diese Auskehlung einen Außendurchmesser
aufweist, welcher den Ring von außen gegen die Wandung des Oberteils zusammengedrückt.
Dadurch wird das Feststellen des Oberteils relativ zum Unterteil in der voreingestellten
vertikalen Position garantiert. Da der Ring zwischen dem Oberteil und der Auskehlung
eingekeilt ist, ist eine Verstellung des Oberteils nach unten nicht oder nur unter
erheblicher Kraftaufwendung möglich. Dagegen ist es nicht möglich, das Oberteil durch
Herausziehen in eine andere Höheneinstellung zum Unterteil zu bringen, da der Ring
dabei die Auskehlung unter Ausführung einer Rollbewegung zwischen Oberteil und Auskehlung
verlassen würde und kein Pressdruck und damit auch keine Höheneinstellung mehr vorhanden
wäre.
[0011] Dies bedeutet, dass, wenn das Oberteil gegenüber dem Unterteil in eine höhere Position
gebracht werden soll, das Oberteil nicht nur hochgezogen, sondern herausgenommen werden
muß, um den Ring durch eine Rollbewegung neu zu positionieren und danach die oben
beschriebene Klemmung wieder neu herbeizuführen. Dies ist umständlich und zeitraubend,
insbesondere wenn durch die Aufbringung mehrerer Belagschichten auf die Straßenoberfläche
dieser Vorgang mehrmals erforderlich ist. Dies kann jedoch unter Umständen auch gar
nicht mehr möglich sein, wenn der aufgebrachte Straßenbelag den Ring beim Hochziehen
blockiert oder wenn der Straßenbelag nachgibt, der Ring seine Lage in der Auskehlung
verläßt und möglicherweise beim weiteren Herausziehen des Oberteils von dem Straßenbeleg
abgestreift wird. Dann müßte man einen Teil des Straßenbelags entfernen und die Auskehlung
säubern, um das Oberteil mit dem neue aufgebrachten und eingestellten Ring weder einsetzten
zu können, ohne dass dieser durch Reste des Straßenbelags verstellt wird. Insbesondere
dann, wenn mit einer ersten Höheneinstellung der Grundbelag einer Straßendecke aufgebracht
und die Straßenkappen auf dieses Niveau eingestellt wurden, ist eine weitere Erhöhung
aus den oben genannten Gründen nur noch unter erheblichem Aufwand möglich. Dies wird
der Praxis des Straßenbaus nicht gerecht, da Straßen in der Regel nach der Aufbringung
des Grundbelags schon vorläufig in Betrieb genommen werden, was eine vorläufige Höheneinstellung
einer Straßenkappe voraussetzt, um danach noch den obersten Deckbelag aufzubringen,
was eine nachträgliche Höherstellung der Straßenkappen erfordert.
[0012] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Kunststoff-Straßenkappe der
eingangs genannten Art derart auszubilden, dass sie einfach herzustellen und einzubauen
ist und sich ohne Aufwand auf exaktes Straßenniveau einstellen insbesondere nach einer
tieferen Einstellung für eine provisorische Nutzung einer noch nicht völlig fertigen
Straße für eine Aufbringung eines weiteren Deckbelags nochmals höher einstellen lässt.
[0013] Dies wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 erreicht.
[0014] Die Erfindung hat den Vorteil, dass Oberteile, die aus der Straßenoberfläche herausragen
oder entsprechend der Höhe einer zukünftigen Straßenoberfläche eingerichtet werden
sollen, auf einfachste Weise von einer Person durch einer Relativbewegung, die sich
aus einer Kombination von Bewegung in horizontaler und vertikaler Richtung zusammensetzt,
auf die vorbestimmte Höhe gebracht werden können. Wesentlich dabei ist, dass der Halt
des Oberteils im Unterteil über einen Pressdruck erzielt wird, der eine überwindbare
Fixierung vom Oberteil zum Unterteil erzeugt. Dadurch bewirkt ein entsprechender Druck
auf das Oberteil immer eine Aufhebung der Fixierung, ehe es zu einer Zerstörung der
Straßenkappe kommt.
[0015] Am zweckmäßigsten wird die Höhe leicht über dem angestrebten Straßenniveau eingestellt,
und die Straßenwalze drückt dann das Oberteil bei der Fertigstellung des obersten
Belags exakt auf Straßenniveau. Dies ist möglich, da die Höheneinstellung lediglich
durch den Pressdruck von Flächenbereichen von Ober- und Unterteil fixiert ist und
dieser Pressdruck derart gewählt ist, dass die Höheneinstellung durch eine Straßenwalze
auf jeden Fall mittels eines Abwärtsdrückens des Oberteils vermindert werden kann,
diese Abwärtsbewegung jedoch sofort aufhört, wenn die Straßenwalze über den gewalzten
Belag gefahren, also das endgültige Straßenniveau erreicht ist. Damit lässt sich eine
absolut exakte Niveaueinstellung ohne jeglichen zusätzlichen Arbeitsaufwand erreichen.
Auch kann eine Straßenwalze keine Schäden an herausstehenden Kappen hervorrufen. Die
erfindungsgemäßen Ober- und Unterteile sind einfach herstellbar, da sie bei leicht
konischer Ausgestaltung aus der Spritzgussform heraus- bzw. vom Formkern abgezogen
werden können.
[0016] Eine Möglichkeit sieht vor, dass die Relativbewegung eine Kombination aus einer Horizontalbewegung
als Drehbewegung und einer Vertikalbewegung ist. Dazu ist vorgesehen, dass die Außenfläche
des Oberteils und die im eingeschobenen Zustand korrespondierende Fläche der Öffnung
des Unterteils derart ausgebildet sind, dass in mindestens einer durch eine Relativdrehung
erzielbaren Zuordnung von Oberteil und Unterteil in mindestens zwei Bereichen der
Flächen ein Pressdruck herrscht, der die Höheneinstellung fixiert und in anderen durch
eine Relativdrehung erzielbaren Zuordnungen die Höheneinstellung durch die Stellbewegung
leichtgängig einstellbar ist.
[0017] Diese Straßenkappe hat den Vorteil, dass sich ihre Höhe noch einfacher von Hand einstellen
lässt. Im Gegensatz zu einer Straßenkappe, die unabhängig von der Zuordnung von Oberteil
und Unterteil immer den gleichen Pressdruck aufweist, ist nunmehr vorgesehen, dass
es abhängig von der Relativdrehung des Oberteils im Unterteil mindestens einen Einstellbereich
ohne diesen Pressdruck gibt. Dieser Einstellbereich dient dazu, dass eine einfache
Einstellung der Höhe von Hand erfolgen kann, wobei sowohl ein Spiel, als auch ein
verminderter Pressdruck möglich sind. Danach dreht die handhabende Person das Oberteil
in eine Position, in der sich ein Pressdruck zur sicheren Fixierung des Oberteils
gegenüber dem Unterteil einstellt. Dies hat gegenüber der vorgenannten Möglichkeit
mit immer gleichem Pressdruck einerseits den Vorteil einer leichteren Höheneinstellung,
die nicht unter Überwindung eines Pressdrucks oder des vollen Pressdrucks für die
Fixierung erfolgen muss, da dieser erst nach der Höheneinstellung durch die Relativbewegung
erzeugt wird. Andererseits können auf diese Weise die Bereiche zur Erzielung des Pressdrucks
so ausgebildet sein, dass dieser höher ist, da es bei der Drehbewegung nicht mehr
wie bei der Höheneinstellung auf die Erreichung einer exakten Position ankommt. Daher
kann man die Höhe in einem leichtgängigen Bereich einfacher und exakter einstellen
und nachfolgend wird durch die Drehbewegung eine wesentlich sicherere Fixierung des
Oberteils erzielt als bei der oben genannten Straßenkappe mit zuordnungsunabhängigem
Pressdruck. Selbstverständlich muss ein derart erhöhter Pressdruck jedoch auch eine
Absenkung des Oberteils in oben genannter Weise zulassen.
[0018] Bei dieser Auführungsform wird die Höhe am zweckmäßigsten leicht über dem angestrebten
Straßenniveau eingestellt, und die Straßenwalze drückt dann das Oberteil bei der Fertigstellung
des obersten Belags exakt auf Straßenniveau. Damit lässt sich eine absolut exakte
Niveaueinstellung ohne jeglichen zusätzlichen Arbeitsaufwand erreichen. Auch dabei
kann eine Straßenwalze, wie oben schon beschrieben, keine Schäden an herausstehenden
Kappen hervorrufen.
[0019] Die Bereiche der Flächen, in denen der Pressdruck herrscht, können auf verschiedene
Weise ausgebildet werden. So können auf den Flächen, also auf der Außenfläche des
Oberteils und der korrespondierenden Fläche der Öffnung des Unterteils, Erhöhungen,
beispielsweise als Buckel, angeordnet werden, welche durch die Relativdrehung aufeinandergleiten
und dadurch in ihrem Bereich den Pressdruck ausüben. Vorzugsweise ist jedoch vorgesehen,
dass die beiden Flächen mindestens teilweise eine Unrundheit aufweisen, wobei das
Zusammentreffen kleiner Radien des Unterteils mit großen Radien des Oberteils den
Pressdruck erzeugt und das Zusammentreffen der jeweiligen kleinen Radien und der jeweiligen
großen Radien des Unterteils und des Oberteils eine leichtgängige Stellbewegung zur
Höheneinstellung ermöglicht. Dabei sollte im wesentlichen eine Säulenform des Oberteils
und der Öffnung des Unterteils über die gesamten korrespondierenden Flächen gewahrt
sein, um Pressdruck und Leichtgängigkeit immer in den gleichen Winkelstellungen zu
erzielen. Wird diese Säulenform gegebenenfalls mit einer leichten Konizität ausgestattet,
so ist die Produktion einfacher, da diese ein einfaches Abziehen von der Spritzgussform
bzw. dem Spritzgusskern erlaubt. Selbstverständlich muss trotz dieser Konzizität ein
ausreichender Pressdruck für die Fixierung in allen möglichen Höheneinstellungen gewährleistet
sein. Gleichzeitig wird durch die Säulenform erreicht, dass eine Höheneinstellung
in einem Bereich möglich ist, der von dem völligen Einschieben des Oberteils in das
Unterteil bis zu einem Herausziehen reicht, welches gerade noch genug Flächen korrespondieren
lässt, um die Fixierung zu gewährleisten.
[0020] Vorzugsweise werden dabei die Übergänge von kleineren zu großen Radien oder umgekehrt
fließend ausgestaltet. Derart fließende Übergänge schaffen bei der Relativdrehung
eine Keilwirkung, durch welche ein besonders hoher Pressdruck ohne allzu großen Kraftaufwand
erzeugbar ist. Dabei ist es dann auch nicht erforderlich, dass der kleinste Radius
des Unterteils mit dem größten Radius des Oberteils exakt in Deckung gebracht werden.
Die Relativdrehung kann auch etwas früher beendet werden, wenn der Pressdruck ausreichend
groß ist oder, wenn er so stark ist, dass eine Weiterdrehung von Hand oder auch mittels
eines Werkzeugs nicht mehr möglich ist. Durch diesen Effekt sind auch keine so großen
Anforderungen an die Toleranzen gestellt. Die Toleranz muss lediglich gewährleisten,
dass ein leichtes Einschieben und die Erzielung eines ausreichenden Pressdrucks durch
die Relativdrehung möglich sind.
[0021] Die Unrundheit kann auf verschiedenste Weise ausgestaltet sein. Beispielsweise können
die Flächen derart ausgebildet sein, dass bei jeder der Flächen die kleinen und die
großen Radien bezüglich der Mittellinie gegenüberliegen. Damit weist der Querschnitt
des Oberteils, beziehungsweise der Querschnitt der Öffnung des Unterteils eine ovale,
elliptische oder ähnliche Form auf. Vorzugsweise ist jedoch vorgesehen, dass die Flächen
derart ausgebildet sind, dass bei jeder der Flächen die kleineren und die großen Radien
am Umfang gleichmäßig verteilt jeweils dreimal angeordnet sind. Diese Anordnung garantiert
einen sicheren Sitz des Oberteils im Unterteil und verhindert eine Instabilität durch
eine Kippbewegung, wie sie bei zwei gegenüberliegenden Anlageflächen möglich ist.
In Kombination mit den fließenden Übergängen von kleineren zu großen Radien, liegt
zwischen der Position größter Leichtgängigkeit und der Position des größten Pressdrucks
eine Umdrehung von 60°. Innerhalb dieser Drehbewegung von 60° kann zuerst eine Spielpassung
vorhanden sein. Nach kurzer Drehbewegung kommt es zum Einsetzen des Pressdrucks, der
sich dann schließlich bei 60° bis zu seinem Maximum steigert. Statt der dreimaligen
Anordnung der kleinen und großen Radien am Umfang ist es natürlich auch möglich, sie
viermal oder öfter anzuordnen.
[0022] Die Handhabung lässt sich noch dadurch erleichtern, dass die Relativpositionen von
Oberteil und Unterteil für die Höheneinstellung und für die Fixierung durch Markierungen
kenntlich gemacht sind. So kann eine Markierung am Oberteil vorgesehen sein, die zum
Einschieben und zur Höheneinstellung einer ersten Markierung am Unterteil zugeordnet
wird, um dann nach Erreichung der Höhe auf eine weitere Markierung durch die Drehbewegung
zubewegt zu werden, welche die Position maximaler Fixierung anzeigt. Selbstverständlich
könnten diese Markierungen auch umgekehrt angeordnet werden.
[0023] Da Straßendecken in der Regel geneigt sind, um für Wasserablauf zu sorgen oder um
eine Kurvenerhöhung zu gestalten, ist es zweckmäßig, wenn die Bereiche für einen Pressdruck
derart ausgestaltet sind, dass sie eine leichte Neigung des Oberteils gegenüber dem
Unterteil zulassen. Dies ist unabhängig davon möglich, welche der beiden oben genannten
prinzipiellen Ausführungsformen gewählt wird, also unabhängig davon, ob die Relativbewegung
eine reine Vertikalbewegung oder eine kombinierte Dreh- und Vertikalbewegung ist.
Auf diese Weise kann das Unterteil auf einen geraden Untergrund gestellt werden und
es ist möglich, durch die leichte Neigung des Oberteils dessen obere Seite mit einer
geneigten Straßenoberfläche in Übereinstimmung zu bringen. Eine solche Neigung des
Oberteils gegenüber dem Unterteil kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass
an einer der Flächen die Bereiche für einen Pressdruck gegenüber den Bereichen der
korrespondierenden Fläche in ihrer höhenmäßigen Ausdehnung derart verkürzt ausgestaltet
sind, dass die leichte Neigung möglich ist. Eine weitere Möglichkeit wäre es, diesen
Bereich in vertikaler Richtung leicht konvex auszubilden, oder man könnte auch beide
Maßnahmen miteinander kombinieren. Eine noch bessere Fixierung lässt sich erreichen,
wenn die Bereiche, in denen in der Fixierstellung der Pressdruck herrscht, eine aufgerauhte
Oberfläche aufweisen. Da auch die Einstellung einer Neigung unter Überwindung einer
Haltekraft, welche durch den Pressdruck und Flächenreibung bestimmt wird, erfolgt,
lässt sich die Neigung genauso wie die endgültige Höheneinstellung durch ein Überwalzen
mit der Straßenwalze auf das endgültige Straßenniveau einstellen.
[0024] Bei der Ausführungsform ist es möglich, dass die Bereiche für den Pressdruck auf
der Fläche der Öffnung des Unterteils eine geringfügig konkavere Form als die übrigen
Teile dieser Fläche in Richtung der Horizontalen aufweisen. Wobei diese konkavere
Form derart ausgestaltet ist, dass sich die korrespondierenden Bereiche der Außenfläche
des Oberteils mit gleichmäßiger Flächenpressung an die konkavere Form der Öffnung
des Unterteils anlegen können. Auf diese Weise werden die mit dem Pressdruck beaufschlagten
Flächen vergrößert, was ebenfalls zu einer besseren Fixierung dient. Eine derartige
Ausgestaltung führt auch dazu, dass es am Übergang der konkaver ausgebildeten Fläche
zur übrigen Fläche zu einer leichten Erhabenheit im Flächenverlauf kommt. Deren Überwindung
nimmt die die Relativdrehung zwischen Ober- und Unterteil vollziehende Person durch
ein leichtes Einrasten wahr, welches ihr das Erreichen der Fixierstellung signalisiert.
Danach liegen die konvexen Flächen des Oberteils mit den größeren Radien an der geringfügig
konkaveren Form der korrespondierenden Flächen des Unterteils an.
[0025] Selbstverständlich gibt es noch andere Möglichkeiten, die Fixierung zu verbessern,
beispielsweise können die Bereiche für den Pressdruck von mindestens einer der Flächen
als federnde Elemente ausgebildet sein. Dies führt bei beiden Ausführungsformen zu
einer besseren Leichtgängigkeit, wobei diese bei der ersten Ausführungsform die Vertikalbewegung
und bei der zweiten Ausführungsform auch die Drehbewegung betrifft. Eine weitere Möglichkeit
für beide Ausführungsformen besteht darin, dass eine der Flächen in den Bereichen
für den Pressdruck leichte Vorsprünge aufweist, die sich bei der Beaufschlagung mit
dem Pressdruck in die korrespondierende Fläche hineindrücken. Bei den Vorsprüngen
kann es sich beispielsweise um eine leichte Noppenstruktur einer der Flächen handeln.
[0026] Zweckmäßig kann es auch sein, dass auf der Außenfläche des Oberteils eine Höhenskala
angebracht ist, damit es möglich ist, das Oberteil auf eine Höhe zu bringen, die einem
aufzubringenden Straßenbelag entspricht oder in eingangs genannter Art und Weise leicht
darüber liegt, um die Oberfläche des Oberteils dann mit der Straßenwalze auf die exakte
Höhe zu bringen, wobei sich auch eine eventuelle Neigung der Straße von selbst auf
die obere Seite des Oberteils überträgt.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen
erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Darstellung der Erfindung in Schnitt,
- Fig. 2
- eine Prinzipskizze der Ausführungsform mit einer Ausgestaltungsmöglichkeit der korrespondierenden
Flächen von Oberteil und Unterteil,
- Fig. 3
- eine Prinzipskizze der Ausführungsform mit einer weiteren Ausgestaltungsmöglichkeit
der korrespondierenden Flächen von Oberteil und Unterteil,
- Fig. 4
- ein für die Ausführungsform mögliches Ausführungsbeispiel einer Neigbarkeit des Oberteils
im Schnitt,
- Fig. 5
- eine für die Ausführungsform mögliche Ausgestaltung korrespondierender Bereiche für
den Pressdruck,
- Fig. 6
- die Anordnung einer Höhenskala und
- Fig. 7
- eine Ausgestaltungsmöglichkeit eines Bereiches für den Pressdruck.
[0028] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Straßenkappe 1 im Schnitt. Diese
besitzt ein Oberteil 2, das in die Öffnung 4 eines Unterteils 3 einfügbar ist. Das
Unterteil 3 wird beim Straßenbau im Bereich einer verlegten Armatur auf einen Grundbelag,
meist das Schotterbett, gestellt, dann wird durch eine Stellbewegung 11 die Höhe 8
des Oberteils 2 eingestellt, so dass dieses Oberteil 2 mit der Straßenoberfläche abschließt,
wenn die noch aufzubringenden Deckbeläge aufgebracht sind. Auch ist es möglich, wenn
der letzte Deckbelag noch nicht aufgebracht ist, das Oberteil 2 zuerst tiefer einzustellen,
um schon eine provisorisch nutzbare Straßenebene zu erhalten und das Oberteil 2 dann
vor Aufbringung der letzten Schicht nochmals höher einzustellen. Damit die Einstellung
des Oberteils 2 in dem Unterteil 3 möglich ist, muss zwischen der Außenfläche 12 des
Oberteils 2 und der korrespondierenden Fläche 13 der Öffnung 4 des Unterteils 3 ein
durch die Doppelpfeile 9 veranschaulichter Pressdruck 9 herrschen.
[0029] Nach einer Ausführungsform der Erfindung wird die Stellbewegung 11 zur Höheneinstellung
8 dadurch vorgenommen, dass durch eine Relativdrehung 6' ein Bereich leichtgängiger
Stellbewegung 11 einstellbar ist und dass nach Auffinden der richtigen Höheneinstellung
8 durch die Stellbewegung 11 mittels einer Relativdrehung 6 eine Fixierung des Oberteils
2 in dem Unterteil 3 herbeigeführt werden kann. Dazu ist eine Ausgestaltung des Oberteils
2 und des Unterteils 3 erforderlich, wie sie beispielhaft anhand der
Fig. 2 oder 3 veranschaulicht ist.
[0030] Fig. 2 zeigt eine Prinzipskizze einer Ausgestaltungsmöglichkeit von Oberteil 2 und Unterteil
3, wobei lediglich die Außenfläche 12 des Oberteils 2 und die korrespondierende Fläche
13 der Öffnung 4 des Unterteils 3 dargestellt sind. Hier sind diese Flächen 12 und
13 als eine etwas größere und eine wenig kleinere Ellipse ausgebildet und zwar derart,
dass bei gleicher Ausrichtung der Ellipsen die Fläche 12 des Oberteils 2 mit der Fläche
13 des Unterteils 3 eine Spielpassung für die Höheneinstellung 8 bildet und bei einer
Relativdrehung 6 um ungefähr 90° eine Presspassung erzielbar ist. Dieser Zustand ist
hier dargestellt, wobei der große Radius 7' des Unterteils 3 und der kleine Radius
7" des Oberteils 2 miteinander korrespondieren ebenso wie der kleine Radius 7 des
Unterteils 3 und der große Radius 7''' des Oberteils 2. Bezüglich der letzteren ist
der große Radius 7''' des Oberteils 2 etwas größer als der kleine Radius 7 des Unterteils
3, so dass sich in den Bereichen 5 und 5' ein Pressdruck 9 einstellt. Dieser Pressdruck
9 erlaubt die Fixierung der Höheneinstellung 8. Dabei ist durch die jeweiligen Übergänge
14 von kleinen zu großen Radien oder umgekehrt dafür gesorgt, dass bei Vornahme einer
Relativdrehung 6, die erfolgt, wenn die Radien 7 und 7"'aufeinandergebracht werden,
eine Keilwirkung eintritt, durch welche leicht ein hoher Pressdruck 9 erzielbar ist.
Da die gezeichnete Position die Fixierung zeigt, führen die eingezeichneten Relativdrehungen
6' in beiden Richtungen zu einer Lösung der Fixierung.
[0031] Fig. 3 zeigt eine Prinzipskizze einer weiteren Ausgestaltungsmöglichkeit der korrespondierenden
Flächen 12 und 13 des Oberteils 2 und der Öffnung 4 des Unterteils 3. Hier sind für
die beiden Flächen 12 und 13 Formen vorgesehen, bei denen große 7', 7''' und kleine
7, 7'' Radien am Umfang gleichmäßig verteilt angeordnet sind. Dadurch wechseln sich
in einer 60°-Folge kleine Radien 7, 7" und große Radien 7', 7''' jeweils ab. Auf diese
Weise entstehen drei Bereiche 5, 5', 5" für die Erzeugung eines Pressdrucks 9. Die
Unterschiede zwischen den Radien 7, 7" sowie 7', 7''' sind hier zur besseren Erkennbarkeit
übertrieben dargestellt.
[0032] In der gezeichneten Position ist dieser Pressdruck 9 bereits erzielt, kann jedoch
durch eine Relativdrehung 6 noch gesteigert werden bis die großen Radien 7''' des
Oberteils 2 mit den kleinen Radien 7 der Öffnung 4 des Unterteils 3 korrespondieren.
Werden dagegen die großen Radien 7''' des Oberteils 2 mit den großen Radien 7' des
Unterteils 3 in Deckung gebracht, ebenso natürlich die kleinen Radien 7 und 7", so
entsteht auch hier eine Spielpassung, welche eine Höheneinstellung 8 leichtgängig
zulässt. Selbstverständlich könnte das Oberteil 2 und die Öffnung 4 des Unterteils
3 auch derart ausgestaltet werden, dass an die Stelle dieser Spielpassung eine leichtgängige
Presspassung tritt und sich zur Fixierung ein in Vergleich zu letzterem wesentlich
erhöhter Pressdruck 9 einstellen lässt.
[0033] Auch bei dieser Ausgestaltung sind die Übergänge 14 von kleinen Radien 7, 7" zu großen
Radien 7', 7''' - und umgekehrt - so ausgestaltet, dass diese Übergänge 14 allmählich
sind und dadurch die oben bereits beschriebene Keilwirkung erzielt wird.
[0034] Bei den Ausführungsformen gem. Fig. 2 und 3 erfolgt die oben beschriebene endgültige
Höheneinstellung 8 mittels der Straßenwalze in der Fixiereinstellung, also unter Überwindung
der Flächenreibung durch den Pressdruck 9.
[0035] Fig. 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Straßenkappe 1 im Schnitt,
wobei bezüglich der identischen Bezugszeichen auf die Fig. 1 verwiesen wird. Dieses
Ausführungsbeispiel, das der Erzielung einer Neigbarkeit des Oberteils 2 gegenüber
dem Unterteil 3 dient, lässt sich für beide Ausführungsformen realisieren. Bei der
ersten Ausführungsform sind die beiden Flächen 12 und 13 rund und bilden eine Presspassung.
Bei der zweiten Ausführungsform sind die Außenfläche 12 des Oberteils 2 und die korrespondierende
Fläche 13 der Öffnung 4 des Unterteils 3 in einer Weise ausgestaltet, wie dies zu
Fig. 2 oder 3 beschrieben wurde oder in einer entsprechenden anderen Weise.
[0036] Im Unterschied zu Fig. 1 ist hier vorgesehen, dass die Bereiche 5, 5', 5" für den
Pressdruck 9 an einer der Flächen 12 oder 13 - hier an der Fläche 13 des Unterteils
3 - in der Höhe derart verringert ist, dass eine leichte Neigung 10 des Oberteils
2 in Richtung der Pfeile 10 möglich ist, um auf diese Weise eine Neigung der Oberseite
des Oberteils 2 gegenüber der Standfläche des Unterteils 3 einstellen zu können. Dadurch
ist es nicht notwendig, dass die Standfläche des Unterteils 3 und die Straßenoberfläche
parallel liegen müssen, sondern es kann bei der Aufbringung der Straßedeckschichten
noch eine Neigung der Straßenoberfläche gebaut werden, die so auf dem Untergrund,
auf dem das Unterteil 3 steht, nicht vorhanden ist. Dies ist auch die Regel, da die
genaue Modellierung der Straßenoberfläche, insbesondere für den Wasserablauf, in der
Regel bei der Aufbringung der Deckschichten erfolgt.
[0037] Fig. 5 zeigt für die zweite Ausführungsform eine mögliche Ausgestaltung der Bereiche 5,
5' oder 5" der Außenfläche 12 des Oberteils 2 und der korrespondierenden Fläche 13
der Öffnung 4 des Unterteils 3 als Ausschnitt. Diese Ausgestaltung der Bereiche 5,
5', 5'' für den Pressdruck 9 besteht darin, dass eine Fläche 15 der Öffnung 4 des
Unterteils 3 im Verhältnis zur übrigen Fläche 13 eine leicht konkavere Form aufweist.
Dadurch entsteht auch eine leichte Erhabenheit 17 an den Begrenzungen dieser Bereiche
5, 5', 5" in Relation zum weiteren Verlauf der Fläche 13. Auf diese Weise werden zum
einen relativ große Flächen für die Bereiche 5, 5', 5" (Fig. 3) oder 5, 5' (Fig. 2)
oder in anderer Art verfügbar gemacht, auf denen die Flächen 12 und 13 in den Bereichen
5, 5', 5" mit gleich hohem Pressdruck 9 aufeinanderliegen. Außerdem wird durch die
leichte Erhabenheit 17 an beiden Begrenzungen dieser Bereiche 5, 5', 5" bei der Vornahme
einer Relativdrehung 6 zur Fixierung ein leichtes Einrasten des Oberteils 2 bei der
Drehbewegung 6 in der Öffnung 4 des Unterteils 3 erzielt, so dass die handhabende
Person weiß, wann die Fixierstellung erreicht ist.
[0038] Fig. 6 zeigt eine Prinzipskizze mit der Anordnung einer Höhenskala 16 auf der Außenfläche
12 des Oberteils 2, damit eine Voreinstellung der Höheneinstellung 8 des Oberteils
2 vor Aufbringung einer Straßendeckschicht möglich ist, ohne einen Meterstab verwenden
zu müssen.
[0039] Fig. 7 zeigt in Form eines Ausschnitts eine Ausgestaltung der Bereiche 5, 5', 5'' für den
Pressdruck 9 einer der Flächen 12, 13 als federndes Element 18. Die Federwirkung wird
hier durch einen Hinterschnitt 19 erzielt. Länge, Dicke, Winkel und Elastizität des
nasenartigen Vorsprungs des federnden Elements 18 bestimmen dabei die spezifische
Federkraft. Diese Parameter sind daher bei der konkreten Herstellung den spezifischen
Erfordernissen anzupassen, wie sie sich aus der gewünschten Verstellbarkeit und Fixierwirkung
ergeben. Um eine Federwirkung zu erzielen, lassen sich die federnden Elemente 18 selbstverständlich
auch noch anders ausgestalten, beispielsweise durch eine brückenartige Form.
[0040] Die Darstellungen sind selbstverständlich nur beispielhafter Natur. Weitere Ausführungsformen,
insbesondere der korrespondierenden Flächen 12 und 13 sind möglich. So könnte auch
vorgesehen sein, dass diese Flächen 12, 13 mit ihren Bereichen 5, 5', 5" derart ausgestaltet
sind, dass bei einer Relativdrehung 6 zur Fixierung ein Anschlag erreicht wird und
zur Lösung der Fixierung eine Relativdrehung 6' weg von diesem Anschlag erforderlich
ist. Dazu müssten ansteigende Bereiche mit jeweiligen Endanschlägen für die Flächen
vorgesehen sein. Selbstverständlich sind natürlich weitere beliebige Ausgestaltungen
denkbar.
Höhenverstellbare Straßenkappe
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Straßenkappe
- 2
- Oberteil
- 3
- Unterteil
- 4
- Öffnung des Unterteils
- 5, 5', 5"
- Bereiche für Pressdruck
- 6
- Pfeil: Relativdrehung - Fixierung
- 6'
- Pfeil: Relativdrehung - Fixierung lösen
- 7
- kleiner Radius des Unterteils
- 7'
- großer Radius des Unterteils
- 7''
- kleiner Radius des Oberteils
- 7'''
- großer Radius des Oberteils
- 8
- Höheneinstellung
- 9
- Doppelpfeile: Pressdruck
- 10
- Pfeile: Neigungsrichtungen / Neigung
- 11
- Pfeile: Stellbewegung zur Höheneinstellung
- 12
- Außenfläche des Oberteils
- 13
- korrespondierende Fläche der Öffnung des Unterteils
- 14
- Übergänge von kleinen zu großen Radien
- 15
- leicht konkavere Form von Bereichen für Pressdruck
- 16
- Höhenskala
- 17
- leichte Erhabenheit in Relation zum Verlauf der Fläche 13
- 18
- federndes Element
- 19
- Hinterschnitt
1. Höhenverstellbare Kunststoff-Straßenkappe (1), bestehend aus einem Oberteil (2) und
einem Unterteil (3), wobei das Oberteil (2) in eine Öffnung (4) des Unterteils (3)
hineingeschoben und wieder herausgezogen werden kann und das Oberteil (2) auf eine
bestimmte Höheneinstellung (8) innerhalb des Unterteils (3) fixierbar ist,
wobei zwischen Oberteil (2) und Unterteil (3) ein derartiger Pressdruck (9) herrscht,
dass die Höheneinstellung (8) in einer durch Relativbewegung zwischen Oberteil (2)
und Unterteil (3) überwindbaren Weise fixiert ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Außenfläche (12) des Oberteils (2) und die im eingeschobenen Zustand korrespondierende
Fläche (13) der Öffnung (4) des Unterteils (3) derart ausgebildet sind, dass in mindestens
einer durch eine Relativdrehung (6) erzielbaren Zuordnung von Oberteil (2) und Unterteil
(3) in mindestens zwei Bereichen (5, 5', 5") der Außenfläche (12) des Oberteils (2)
und der Fläche (13) des Unterteils (3) ein Pressdruck (9) herrscht, der die Höheneinstellung
(8) fixiert und in anderen durch eine Relativdrehung (6') erzielbaren Zuordnungen
die Höheneinstellung (8) durch eine Stellbewegung (11) leichtgängig einstellbar ist,
wobei
diese beiden Flächen (12, 13) mindestens teilweise eine Unrundheit aufweisen, wobei
das Zusammentreffen kleiner Radien (7) des Unterteils (3) mit großen Radien (7''')
des Oberteils (2) den Pressdruck (9) erzeugt und das Zusammentreffen der jeweiligen
kleine Radien (7, 7") und der jeweiligen großen Radien (7', 7''') des Unterteils (3)
und des Oberteils (2) eine leichtgängige Stellbewegung (11) zur Höheneinstellung (8)
ermöglicht.
2. Straßenkappe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Übergänge (14) von kleinen (7, 7") zu großen Radien (7', 7''') fließend ausgestaltet
sind.
3. Straßenkappe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Flächen (12, 13) derart ausgebildet sind, dass bei jeder der Flächen (12, 13)
die kleinen (7, 7") und die großen Radien (7', 7''') gegenüberliegen.
4. Straßenkappe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Flächen (12, 13) derart ausgebildet sind, dass bei jeder der Flächen (12, 13)
die kleinen (7, 7") und die großen Radien (7', 7''') am Umfang gleichmäßig verteilt
jeweils dreimal angeordnet sind.
5. Straßenkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Relativpositionen von Oberteil (2) und Unterteil (3) für die Stellbewegung (11)
und für die Fixierung durch den Pressdruck (9) mittels Markierungen kenntlich gemacht
sind.
6. Straßenkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bereiche (5, 5', 5") für einen Pressdruck (9) derart ausgestaltet sind, dass
sie eine leichte Neigung (10) des Oberteils (2) gegenüber dem Unterteil (3) zulassen.
7. Straßenkappe nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einer der Flächen (12 oder 13) die Bereiche (5, 5', 5'') für einen Pressdruck
(9) gegenüber den entsprechenden Bereichen (5, 5', 5''') der korrespondierenden Fläche
(13 oder 12) in ihrer höhenmäßigen Ausdehnung derart verkürzt ausgestaltet sind, dass
die leichte Neigung (10) des Oberteils (2) gegenüber dem Unterteil (3) möglich ist.
8. Straßenkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bereiche (5, 5', 5") eine aufgerauhte Oberfläche aufweisen.
9. Straßenkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bereiche (5, 5', 5'') auf der Fläche (13) der Öffnung (4) des Unterteils (3)
in horizontaler Richtung gesehen eine geringfügig konkavere Form (15) als die übrige
Fläche (13) aufweisen, derart, dass sich die Bereiche (5, 5', 5") der Außenfläche
(12) des Oberteils (2) mit gleichmäßiger Flächenpressung an die geringfügig konkavere
Form (15) anlegen können.
10. Straßenkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bereiche (5, 5', 5'') für den Pressdruck (9) von mindestens einer der Flächen
(12, 13) als federnde Elemente (18) ausgebildet sind
11. Straßenkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine der Flächen (12 oder 13) in den Bereichen (5, 5', 5'') leichte Vorsprünge aufweist,
die sich durch den Pressdruck (9) in die korrespondierende Fläche (13 oder 12) hineindrücken.
12. Straßenkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der Außenfläche (12) des Oberteils (2) eine Höhenskala (16) angebracht ist.
1. A vertically adjustable plastic road manhole cover (1) comprising a top part (2) and
a bottom part (3), said top part (2) being adapted to move into and out of an opening
(4) in said bottom part (3) and to be locked in a defined vertical position (8) within
said bottom part (3), and a force-fit pressure (9) can be achieved between said top
part (2) and said bottom part (3) such that said vertical position (8) can be overcomably
set by relative movement between said top part (2) and said bottom part (3),
characterized in that
an outer surface (12) of said top part (2) and a surface (13) of said opening (4)
in said bottom part (3), which surface (13) faces said outer surface (12) in the inserted
state thereof, are formed in such a manner that in at least one arrangement of said
top part (2) in said bottom part (3), obtainable by relative rotation (6), a force-fit
pressure (9) is achieved in at least two regions (5, 5', 5") of said outer surface
(12) of said top part (2) and said surface (13) of said bottom part (3), which force-fit
pressure locks said vertical position (8), and in other arrangements, obtainable by
relative rotation (6'), said vertical position (8) can be set by a low-effort adjustment
movement (11), which surfaces (12, 13) are at least partially non-circular in cross-section
such that the force-fit pressure (9) is produced when small radii (7) of the bottom
part (3) coincide with large radii (7"') of the top part (2) and a low-effort adjustment
movement (11) can be carried out to adjust said vertical position (8) when the respective
small radii (7, 7") coincide with the respective large radii (7', 7"') of said bottom
part (3) and said top part (2) respectively.
2. The road manhole cover as defined in claim 1,
characterized in that
the transitions (14) from said small radii (7, 7") to said large radii (7', 7"') are
smooth.
3. The road manhole cover as defined in claim 1 or claim 2,
characterized in that
said surfaces (12, 13) are arranged in such a manner that the small radii (7, 7")
of each of said surfaces (12, 13) are opposite the large radii (7', 7"').
4. The road manhole cover as defined in claim 1 or claim 2,
characterized in that
said surfaces (12, 13) are designed in such a manner that said small radii (7, 7")
and said large radii (7', 7"') are each present three times on each of said surfaces
(12, 13) and are regularly distributed over the periphery thereof.
5. The road manhole cover as defined in any one of claims 1 to 5,
characterized in that
the relative positions of said top part (2) and said bottom part (3) are distinguished
by marks for said adjustment movement (11) and for locking by said force-fit pressure
(9).
6. The road manhole cover as defined in any one of claims 1 to 5,
characterized in that
said regions (5, 5', 5") for a force-fit pressure (9) are designed in such a manner
that they allow for slight inclination (10) of said top part (2) relatively to said
bottom part (3).
7. The road manhole cover as defined in claim 6,
characterized in that
on one of said surfaces (12 or 13) said regions (5, 5', 5") for a force-fit pressure
(9) relatively to the corresponding regions (5, 5', 5"') of said corresponding surface
(13 or 12) are vertically discontinued in such a manner that said slight inclination
(10) of said top part (2) relatively to said bottom part (3) is made possible.
8. The road manhole cover as defined in any one of claims 1 to 7,
characterized in that
said regions (5, 5', 5") have a roughened surface.
9. The road manhole cover as defined in any one of claims 1 to 8,
characterized in that
said regions (5, 5', 5") on said surface (13) of said opening (4) of said bottom part
(3) have a slightly more concave form (15) than the rest of said surface (13), as
regarded in the horizontal direction, such that said regions (5, 5', 5") of said outer
surface (12) of said top part (2) can bear against said slightly more concave form
(15) with a uniform surface pressure.
10. The road manhole cover as defined in any one of claims 1 to 9,
characterized in that
said regions (5, 5, 5") for said force-fit pressure (9) are formed as resilient elements
(18) on at least one of said surfaces (12, 13).
11. The road manhole cover as defined in any one of claims 1 to 10,
characterized in that
one of said surfaces (12 or 13) in said regions (5, 5', 5") exhibits small protrusions,
which are pressed against said corresponding surface (13 or 12) on the occurrence
of said force-fit pressure (9).
12. The road manhole cover as defined in any one of claims 1 to 11,
characterized in that
a vertical scale (16) is provided on said outer surface (12) of said top part (2).
1. Couvercle de regard de chaussée réglable en hauteur (1), se composant d'une partie
supérieure (2) et d'une partie inférieure (3), la partie supérieure (2) pouvant être
insérée et être retirée de l'ouverture (4) de la partie inférieure (3) et la partie
supérieure(2) pouvant être fixée à un réglage en hauteur définie (8) à l'intérieur
de la partie inférieure (3), une pression de compression régnant entre la partie supérieure
(2) et la partie supérieure (3), et le réglage en hauteur (8) étant fixable de manière
surmontable par mouvement relatif entre la partie supérieure (2) et la partie inférieure
(3),
caractérisé en ce qu'une surface externe (12) de la partie supérieure (2) et la surface correspondante
(13) de l'ouverture (4) de la partie inférieure (3) sont réalisées de sorte qu'il
règne une pression de compression (9) dans au moins une répartition réalisable par
une rotation relative (6) de la partie supérieure (2) et de la partie inférieure (3)
dans au moins deux zones (5, 5', 5") de la surface externe (12) de la partie supérieure
(2) et de la surface (13) de la partie inférieure (3), pression qui fixe le réglage
en hauteur (8) et permet de régler facilement la hauteur (8) par un mouvement de commande
(11) dans d'autres répartitions réalisables par une rotation relative (6'), ces deux
surfaces (12, 13) présentant au moins partiellement un faux-ronds, la confrontation
de petits rayons (7) de la partie inférieure (3) avec de grands rayons (7"') de la
partie supérieure (2) générant la pression de compression (9) et la confrontation
des petits rayons (7, 7") et des grands rayons (7', 7"') de la partie inférieure (3)
et de la partie supérieure (2) permettant un mouvement de commande (11) pour le réglage
en hauteur (8).
2. Couvercle de regard de chaussée selon la revendication 1, caractérisé en ce que les transitions (14) des petits (7, 7") aux grand rayons (7', 7"') sont réalisées
dans la continuité.
3. Couvercle de regard de chaussée selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les surfaces (12, 13) sont réalisées de sorte que pour chacune des surfaces (12,
13), les petits (7, 7'') et les grands rayons (7', 7"') sont opposées.
4. Couvercle de regard de chaussée selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les surfaces (12, 13) sont réalisées de sorte que pour chacune des surfaces (12,
13), les petits (7, 7'') et les grands rayons (7', 7"') sont répartis régulièrement
sur la périphérie respectivement trois fois.
5. Couvercle de regard de chaussée, selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les positions relatives de la partie supérieure (2) et de la partie inférieure (3)
pour le mouvement de commande (11) et pour la fixation par la pression de compression
(9) sont signalés au moyen de marques.
6. Couvercle de regard de chaussée, selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les zone (5, 5', 5") sont configurées pour une pression de compression (9) de sorte
qu'elles autorisent une légère inclinaison (10) de la partie supérieure (2) par rapport
à la partie inférieure (3).
7. Couvercle de regard de chaussée selon la revendication 6, caractérisé en ce que pour l'une des surfaces (12 ou 13), les zones (5, 5', 5") pour une pression de compression
(9) sont réalisées plus courte par rapport aux zones correspondantes (5, 5', 5"')
de la surface correspondante (13 ou 12) dans leur extension en hauteur de sorte que
la légère inclinaison (10) de la partie supérieure (2) par rapport à la partie inférieure
(3) est possible.
8. Couvercle de regard de chaussée, selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les zones (5, 5', 5") présentent une surface supérieure rugueuse.
9. Couvercle de regard de chaussée, selon l'une des revendications 1 à 8 , caractérisé en ce que les zones (5, 5', 5") présentent sur la surface (13) de l'ouverture (4) (3) vue dans
le sens horizontal une forme légèrement plus concave (15) que le reste de la surface
(13) de sorte que les zones (5, 5', 5") de la surface externe (12) de la partie supérieure
(2) peuvent s'appliquer avec une pression de compression homogène contre la forme
(15) légèrement plus concave.
10. Couvercle de regard de chaussée, selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les zones (5, 5', 5") pour la pression de compression (9) sont formées (9) par au
moins l'une des surfaces (12, 13) comme élément élastique (18).
11. Couvercle de regard de chaussée, selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'une des surfaces (12 ou 13) présente dans les zones (5, 5', 5") de légère saillies,
qui s'enfoncent dans la surface correspondante (13 ou 12) par la pression de compression
(9).
12. Couvercle de regard de chaussée, selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'une échelle graduée (16) est placée sur la surface externe (12) de la partie supérieure
(2).