2. Stichwort
[0001] Papier- und Folienbeschichtung
3. Stand der Technik
[0002] Vernetzbare Silicone werden auf kontinuierlich betriebenen Anlagen mit Spezialauftragswerken,
wie z. B. mit Rasterwalzen nach dem direkten oder indirektem Tiefdruckverfahren, oder
mit einem 5 bis 6 Walzen Auftragwerk, oder mit einer Stahlwalze und anschließender
Luftbürste, oder mit einer Kombination aus einer Stahlwalze und einer mit Gummi überzogenen
Walze, auf die Substratbahn aufgetragen.
[0003] Vorzugsweise werden lösemittelfreie 100%ige Silicone ,aufgetragen', es können aber
auch Silicone aus der Lösemittelphase oder auch als wässrige Emulsionen aufgetragen
werden.
[0004] Die Menge des aufgetragenen Silicons liegt ja nach der Saugfähigkeit des Substrates
zwischen (0,3 bis 2)
g/
m2. In Ausnahmefällen bis (3 - 5)
g/
m2.
[0005] Das Ziel der Beschichtungstechnologie besteht darin, das unvernetzte Silicon gleichmäßig
und lückenlos auf dem Substrat zu verteilen und anschließend durch Energiezufuhr einen
vollständig vernetzten, migrationsfreien Siliconkautschukfilm zu erzeugen. Somit wird
das Substrat in einen Releaseliner umgewandelt.
[0006] Die Energiezufuhr erfolgt in beheizbaren Trocknerkanälen mit erwärmter Luft, in einzelnen
Fällen auch über die Einwirkung energiereicher Strahlen, wie UV-Strahlen, Infrarotstrahlen
oder Elektronenstrahlen. Die Erwärmung des Substrates und des Siliconfilms erfolgt
dadurch, dass Luft mit Hilfe von Gebläsen über einen mit Öl erhitzten Wärmetauscher
erwärmt wird und anschließend über Düsen auf die Materialbahn geblasen wird. Die Heißluft
kann aber auch dadurch erzeugt werden, dass die angesaugte Luft direkt mit einer Gasflamme
erhitzt wird. Zur Aushärtung des thermisch vernetzenden Siliconfilms sind Materialbahntemperaturen
von mindestens + 80°C erforderlich; im allgemeinen werden je nach der thermischen
Belastbarkeit des Substrates Temperaturen von +100°C - +200°C angewandt. Im Bereich
der Folienbeschichtung können bei Polyolefinfolien Temperaturen bis maximal 130°C
angewandt werden, um das Silicon auszuhärten, ohne dass dabei die Folie schrumpft,
bei Polyesterfolien können Temperaturen bis 180°C angewandt werden.
[0007] Gemäß dem Stand der Technik werden Kunststofffolien in Materialstärken von 12µ bis
250µ mit einem 0,3µ bis 2,0µ starken Siliconfilm überzogen. Das Siliconauftragsgewicht
beträgt 0,3
g/
m2 - 2,0
g/
m2. Bei den zu beschichtenden Folien handelt es sich um Blasfolien, Flachfolien oder
um co-extrudierte Folien. Die zu beschichtenden Folien sind LDPE, LLPE, PP, BOPP,
OPP, PET, PC, PVC, PU, Mehrschichtfolien, co-extrudierte Mehrschichtfolien, ferner
gefüllte und ungefüllte Folien, transparente Folien, eingefärbte Folien, strukturierte
Folien, Kunststoffgewebe, kunststoffbeschichtete Gewebe, geprägte Folien.
[0008] Als faserhaltige Materialien kommen für das Siliconisieren in Frage: Alle Papiere,
die geeignet sind, wie Glassinepapiere, claygestrichene Papiere, supercalandered Kraftpapiere,
Alluminiumsulfatpapiere, vorgestrichene Kraftpapiere, kunststoffbeschichtete Papiere,
die sowohl einseitig als auch beidseitig mit dem Kunststofffilm, wie PE oder PP, überzogen
sind.
[0009] Für die Aushärtung des Silicons können auf dem Papier Lufttemperaturen von 80°C bis
230°C angewandt werden, da die Papiere nicht so temperaturempfindlich sind wie die
Folien. Allerdings verlieren die Papiere einen Teil ihrer natürlichen Feuchte, die
normalerweise bei (5-6)% liegt, sie müssen nach der Siliconisierung rückgefeuchtet
werden.
[0010] Die kunststoffbeschichteten Papiere dürfen nur schonend mit Temperatur belastet werden
insbesondere dann, wenn die Kunststoffbeschichtung (ca. 2 x 20µ) beidseitig ist.
[0011] Bei der Aushärtung thermisch vernetzbarer Silicone gilt, dass sich die Zeiten zur
Aushärtung mit zunehmender Temperatur verkürzen. In welchem Bereich die zur Aushärtung
benötigten Zeiten liegen, hängt davon ab, ob es sich um kondensationsvernetzende oder
additionsvernetzende Silicone handelt, ob sie mit Lösemittel oder als wässrige Emulsionen
oder Lösemittelfrei verarbeitet werden. Ferner hängt bei additionsvernetzenden Siliconen
die Aushärtungsgeschwindigkeit davon ab, wie viel Edelmetallkatalysator, vornehmlich
als Platinkatalysator, eingesetzt wird. Weiterhin hat die Menge des eingesetzten Inhibitors,
der durch seine topfzeitverlängernde Eigenschaft die Verarbeitung additionsvemetzender
Silicone erst ermöglicht, einen erheblichen Einfluss auf die Aushärtegeschwindigkeit
des Silicons. Insbesondere bei lösemittelfreien Siliconen, die nach dem chemischen
Mechanismus der Additonsvernetzung aus 100%iger Konzentration vernetzt werden;

spielt die chemische Zusammensetzung und die Menge des eingesetzten Inhibitors in
Bezug auf die reaktionsfähige Mischung eine wichtige Rolle. Der Inhibitor muss in
der Siliconmischung löslich sein, er darf die Wirksamkeit des Katalysators bei erhöhten
Temperaturen nicht beeinträchtigen, soll während der Verarbeitungszeit bei Raumtemperatur
einerseits seine Wirkung nicht verlieren, andererseits die Reaktionsfähigkeit der
Mischung nicht zum Erliegen bringen.
[0012] Die inhibierte Siliconmischung soll auch nach mehreren Stunden Topfzeit bei erhöhten
Temperaturen rasch aushärten.
[0013] Die Inhibitoren dürfen während des Beschichtungsprozesses im Auftragswerk nicht vorzeitig
verdunsten, da sonst bei einer vorzeitig eintretenden Reaktion die Walzen mit einem
angelierten Silicon überzogen werden und somit unbrauchbar sind.
[0014] Der Inhibitor darf nicht in den Vormischgefäßen und Vormischeinrichtungen verdunsten
und darf sich auch nicht chemisch zersetzen, um ein vorzeitiges Ausgelieren des Silicons
zu verhindern.
[0015] Der Inhibitor darf durch seine chemische Beschaffenheit den Edelmetallkomplex nicht
chemisch verändern wie z.B. durch Umkomplexieren oder durch Oxidationsund Reduktionsprozesse.
Insbesondere sind es organische Amine, organische Schwefelverbindungen wie Thiocarbamat,
Merkaptane oder Disulfide, organische Zinnverbindungen, wie z.B. Dibutylzinndiacetat;
Dibutylzinndilaurat; Dioctylzinnmaleinat, oder organische Phosphorverbindungen, wie
z. B. Phosphorsäureester, Polyphosphate, die eine solche chemische Veränderung herbeiführen
und die Additionsreaktion selbst bei erhöhten Temperaturen vollständig inhibieren.
[0016] Reaktive Edelmetallkatalysatoren sind vorzugsweise solche, die man aus Hexachloroplatinsäure
gewinnt, also Umsetzungsprodukte aus Hexachloroplatinsäure mit Divinyltetramethyldisiloxan
oder Cyclopentadiën, Norbonadien, Cyclohexanol oder Octanol.
[0017] Geeignete Inhibitoren sind chem. Verbindungen mit einer acetylenischen Dreifachbindung,
wie z.B. Äthinylcyclohexanol, Methyl-2-butinol-2, Äthinyl-Methyl-2-butin, Äthinyltoulin.
[0018] Die Wirkung des Inhibitors besteht darin, dass unter Aufspaltung der Dreifachbindung,
das Platin oder der Platinkomplex an der Doppelbindung stabilisiert wird und somit
eine Reaktionsverzögerung erreicht wird.
[0019] Je mehr Inhibitor eingesetzt wird, umso stärker ist die Reaktionsverzögerung und
umso länger ist die Topfzeit.
[0020] Mit abnehmendem Inhibitorgehalt verkürzt sich die Topfzeit, die Reaktivität der Siliconmischung
nimmt deutlich zu.


[0021] Bei der Differentialthermoanalyse sind sowohl der Reaktionsbeginn als auch der Abschluss
der exothermen Reaktion kennzeichnend für die Reaktivität einer Siliconmischung, bestehend
aus einem Polymer, einem Vernetzer, einem Katalysator und einem Inhibitor.
[0022] Die höchste Reaktivität hat eine praktisch inhibitorfreie Mischung die sofort in
die Temperaturzone gelangt, was aber praktisch nicht möglich ist, da das Silicon im
Auftragswerk ausgeliert.
[0023] Das molare Verhältnis des Inhibitors zum Platinkatalysator beträgt 5:1 bis 13:1,
das Gewichtsverhältnis beträgt 10:1 bis 30:1. Eine weitere Klasse von Inhibitoren
sind solche, die bereits schon eine Doppelbindung haben, wie Divinyltetramethyldisiloxan,
Maleinsäurediallylester (Pat. GE), Maleinsäuredi- (Methyl-, Äthyl-, Propyl-) Ester,
Maleinsäuremonoester und Ester der Fumarsäure (Pat. DC).
[0024] Hier wird zur Verlängerung der Topfzeit das aktive Platin an der Doppelbindung stabilisiert.
[0025] Das molare Verhältnis der Inhibitoren zum Platinkatalysator beträgt 2:1 bis 10:1,
das Gewichtsverhältnis beträgt 8:1 bis 25:1. Alle Inhibitoren außer dem Divinyltetramethyldisiloxan
haben Siedepunkte von 170°C und höher und gewährleisten Topfzeiten bis zu 24 Stunden
bei Raumtemperatur ohne vorzeitig zu verdunsten und ohne dass dabei die Viskosität
der Siliconmischung spürbar ansteigt.
[0026] Die Materialbahn, die selbst frei von inhibierenden Bestandteilen sein muss, wird
mit einem der beschriebenen Auftragsorgane beschichtet und durchläuft zur Aushärtung
des Silicons einen Trockenkanal, der unmittelbar nach dem Auftragswerk angebracht
ist.
[0027] Bei der Auslegung des Trockners kommen gemäß dem Stand der Technik zwei verschiedene
Verfahren zur Anwendung.
a. Der Düsentrockner
[0028] Hierbei wird durch eine sich verjüngende Breitschlitzdüse, die zur Aushärtung des
Silicons benötigte Heißluft senkrecht auf die Materialbahn geblasen. Der Abstand der
Düse zur Materialbahn beträgt 2 -8 cm, der Abstand der Düsen untereinander beträgt
10 - 15 cm, die Luftgeschwindigkeit beträgt (10 - 50)
m/
sec. Die Materialbahn wird durch Leitwalzen gestützt, die den Düsen gegenüber liegen.
Die auf die Materialbahn geblasene Luft entweicht im Trockner entweder zur Wiederaufbereitung
oder ins Freie.

b. Der Schwebetrockner
[0029] Bei diesem Trockner wird die erwärmte Luft parallel zur Laufrichtung der Materialbahn
geblasen und zwar beidseitig. Durch die beidseitige Erwärmung der Materialbahn und
durch den längeren Kontakt der Heißluft mit dem Substrat wird eine intensivere Trocknung
und Aushärtung erreicht.
[0030] Durch die versetzte Anordnung der Düsen oberhalb und unterhalb der Materialbahn wird
erreicht, dass diese berührungsfrei also schwebend durch die Trockneranordnung gezogen
werden kann. Unmittelbar am Düsenaustritt ist die Luftgeschwindigkeit am größten,
der Staudruck am geringsten, die Bahn wird nach oben gedrückt. Je weiter sich die
Luft von der Düse entfernt, umso langsamer die Geschwindigkeit, umso größer der Staudruck,
die Bahn wird nach unten gedrückt.
[0031] Somit wird die Materialbahn durch ein Luftpolster gezogen, dass durch die Düsen oberhalb
und unterhalb des Substrates erzeugt wird.

[0032] Beide Trockner sind Universaltrockner, die dazu dienen, Aufstriche zu trocknen oder
chemische Reaktionen herbeizuführen.
[0033] So werden z.B. Klebstoffdispersionen entwässert, um auf dem Substrat einen Klebstofffilm
zu erzeugen, es werden z.B. Haftmittel, die mit Lösemittel aufgetragen, werden vom
Lösemittel befreit, es werden Polyurethandispersionen vom Lösemittel befreit und so
werden auch Silicone mit ölartiger Konsistenz in mechanisch stabile Siliconkautschukfilme
überführt.
[0034] Der spezifische Unterschied zwischen Trocknung und Durchführung einer chemischen
Reaktion wird bei keinem dieser Verfahren berücksichtigt und bei allen Prozessen wird
die Materialbahn beim Eintreten in den Trockner gleich erhitzt.
4. Gegenstand der Erfindung
[0035] Der Gegenstand der Erfindung liegt darin, ein Verfahren anzuwenden, das auf den Ablauf
der eintretenden chemischen Prozesse, wie z.B. beim Siliconisieren, eingeht. Dabei
wird der eingesetzte Inhibitor und alle inhibierend wirkenden Bestandteile im Silicon,
wie cyclische Vinylsiloxane, extrem kurzkettige Siloxane, Katalysatorreste vom Herstellungsprozess,
während des Beschichtungsprozesses entfernt oder zumindest soweit reduziert, dass
der chemische Aushärtungsprozess schneller und vollständiger abläuft, als es dem Stand
der Technik entspricht.
[0036] Der Abtransport des Inhibitors und aller inhibierend wirkenden Bestandteile erfolgt
erfindungsgemäß durch Zwangskonvektion, vorzugsweise noch an der unvernetzten Siliconmischung
bzw. an der unvernetzten Kunststoffmischung unmittelbar nach dem Auftrag. Dieses Verfahren
wird noch dadurch begünstigt, dass das Verhältnis von der beschichteten Oberfläche
zur eingesetzten vollflächig verteilten Siliconmenge sehr groß ist; um z.B. aus 10g
Siliconpolymer alle inhibierend wirkenden Bestandteile konvektiv zu entfernen steht
eine (beschichtete) Fläche von 10m
2 zur Verfügung.
[0037] Gegenstand des Verfahrens ist, die Düsen vorzugsweise in den ersten Trocknersektionen
so anzuordnen und die Luftgeschwindigkeit beim Düsenaustritt so einzustellen und die
Geometrie der Düsen so auszulegen und den Abstand der Düsen zur Materialbahn so zu
wählen, dass ein Höchstmaß an Turbulenzen oberhalb der Materialbahn erzeugt wird.
[0038] Gegenstand des Verfahrens ist, die Strömungsverhältnisse zwischen Düsen und der Materialbahn
am Bildschirm zu simulieren mit der Maßgabe, dass die höchsten Turbulenzen und die
wirksamste Konvektion zum Entfernen inhibierender Bestandteile aus dem Silicon dargestellt
werden.
[0039] Gegenstand des Verfahrens ist, die aus der Simulation gewonnenen Erkenntnisse auf
die Auslegung des Trockners zu übertragen.
[0040] Gegenstand des Verfahrens ist, durch die richtige Temperaturführung der Materialbahn
einen vorzeitigen Viskositätsanstieg durch vorzeitiges Aushärten des Silicons zu verhindern,
damit genügend Zeit bleibt im konvektiven Teil des Trockners inhibierend wirkende
Bestandteile zu entfernen. Zur Prüfung des Inhibitorgehaltes wird die IR und ATR Technik
herangezogen.
[0041] Die Extinktion der inhibitortypischen Absorptionsbande wird über die Konzentration
des Inhibitors im Siliconpolymer als Eichkurve dargestellt. Je höher die Konzentration
des Inhibitors, umso größer die Extinktion. Zur Messung des Inhibitorgehaltes werden
während des Beschichtungsprozesses Proben genommen, im Auftragswerk, nach dem Auftrag
von der Materialbahn und mehrmals hintereinander im konvektiven Teil des Trockners.
[0042] Diese Proben werden bei unterschiedlichen Bahngeschwindigkeiten und Luftgeschwindigkeiten
entnommen, die Extinktion gemessen und der Inhibitorgehalt anhand der der Eichkurve
ermittelt.
[0043] Gegenstand des Verfahrens ist mit der Aushärtung des Silicons in der inhibitorfreien/-armen
Zone des Trockners zu beginnen. Die Reaktivität des Silicons kann auch durch Probenentnahme
von der Materialbahn mit der Differentialthermoanalyse gemessen werden. Die Aushärtung
des Silicons erfolgt dann durch Heißluft in einem Düsentrockner oder Schwebetrockner
oder durch Einwirkung von warmen UV-Strahlen oder, durch die gleichzeitige Einwirkung
von Warmluft aus Düsen- oder Schwebetrocknem in Verbindung mit UV-Energie oder IR-Energie.
5. Neue Vorrichtungen zur Entfernung inhibierender Bestandteile
[0044] Die Verwendung schwenkbarer Trocknerdüsen, die über der laufenden mehrfach gestützten
Materialbahn ihren Anstellungswinkel kontinuierlich ändern.
[0045] Die Verwendung von Gebläsen, die am Austritt der Düsen eine Luftgeschwindigkeit bis
zu 80
m/
sec ermöglichen.
[0046] Die Verwendung von Prallblechen zwischen den in Reihe angeordneten Düsen, um eine
anhaltende Turbulenz oberhalb der Materialbahn zu erhalten. Die Verwendung von Absaugvorrichtungen
im Trockner, um den Luftdurchsatz über der Materialbahn zu erhöhen.
[0047] Verwendung von Düsen konvexer Struktur, die sich beim Lufteintritt verjüngen und
beim Luftaustritt vergrößem, zur Erhöhung der Turbulenzen. Messung der Turbulenzen
mit einem Mengenstrom-Messgerät.
5.1. - Was soll geschützt werden? -
[0048] Ein Verfahren zur Freisetzung und Entfernung inhibierender Bestandteile aus dem Siliconfilm/
Kunststofffilm während des Beschichtungsprozesses mittels konvektiver Luftströmung,
bevor die anschließende Aushärtung des Silicons/Kunststoffes einsetzt. Ein Verfahren
zur Entfernung jeglicher niedermolekularer Verbindungen aus dem Kunststoffpolymerfilm.
[0049] Ein Verfahren zur besseren Energieübertragung im Trockner.
5.2. - Neuheit und erfinderische Tätigkeit -
[0050] Die Neuheit wird in den Beispielen erläutert und unterscheidet sich vom Stand der
[0051] Technik, bei dem die inhibierten Siliconmischungen/ Kunststoffmischungen durch Energieeinwirkung
ausgehärtet werden, dadurch dass der Siliconfilm durch die konvektiv wirkenden Luftströme
zunächst vom Inhibitor und anderen Bestandteilen befreit wird und anschließend dem
Aushärtungsprozess unterzogen wird.
[0052] Die Übergänge zwischen dem konvektiv durchgeführten Reinigungsprozess und der eigentlichen
Aushärtung können fließend sein.
5.3. - Worin liegen die Vorteile der Erfindung? -
[0053] Die Vorteile liegen in der wirtschaftlicheren Aushärtung der Beschichtung, den geringeren
Investitionskosten durch kürzere Trockenkanäle, die Schonung des Substrates durch
die Anwendung niedrigerer Temperaturen und durch den geringeren Anteil extrahierbarer
Bestandteile im Siliconfilm oder Kunststofffilm. Ein weiterer Vorteil ist die geringere
Abhängigkeit der Aushärtegeschwindigkeit in Abhängigkeit vom Gewicht der zu beschichtenden
Materialbahn.
[0054] Ein weiterer Vorteil ist die wirtschaftliche Aushärtung mit geringerem Platinkatalysatoranteil.
5.4. - Warum lag die Erfindung gegenüber dem Stand der Technik nicht nahe? -
[0055] Die Erfindung war nicht abzusehen, da bisher die Siliconisierung von Papier und Folien
in der Praxis, mit Produktionsgeschwindigkeiten bis 500
m/
min, durchgeführt wird. Das entspricht einer relativen Änderung der Luftgeschwindigkeit
von + 8,3
m/
sec im Gegenstrom und - 8,3
m/
sec im Gleichstrom zur Materialbahn. Die dadurch erzeugten Turbulenzen reichen nicht
aus, um den Inhibitor und andere Verunreinigungen aus dem Silicon-/ Kunststofffilm
zu entfernen.
[0056] Das erfindungsgemäße Verfahren wird noch nicht genützt und wurde an Außenstehende
nicht weitergegeben.
6. Charakterisierung der Erfindung
[0057] Verfahren zur Entfernung inhibierend wirkender Bestandteile aus dem Silicon während
des Beschichtungsprozesses durch Erzeugung hoher Strömungsbewegung der Luft, oberhalb
und gegebenenfalls unterhalb der Materialbahn und durch Absaugen der inhibitorhaltigen
Abluft.
[0058] Die hohen Turbulenzen werden erzeugt durch hohe Luftgeschwindigkeiten z.B. (40 -
80)
m/
sec; die Luft kann sowohl gegen als auch senkrecht, oder in Bahnlaufrichtung oder im
ständigen Richtungswechsel zur Materialbahn geblasen werden. Erzeugung hoher Konvektion
durch die am Simulator ermittelte Anordnung und Geometrie der luftführenden Düsen.
[0059] Die Temperatur der Luftströmung und die Kontaktzeit zwischen Luft und Substrat sollen
so niedrig sein, dass ein vorzeitiges Aushärten des Silicons/ Kunststoffes vermieden
wird.
[0060] Die Energie zum Aushärten des Silicons wird da eingesetzt, wo die Siliconschicht
inhibitorarm bzw. inhibitorfrei ist. Die Länge der Konvektionszone und die Länge der
Aushärtezone werden experimentell bestimmt.
[0061] Dies gilt auch für die Aushärtung siliconfremder Kunststoffe, die zur Topfverlängerung
einen Inhibitor enthalten.
6.1. Charakterisierung des neuen Verfahrens
[0062] Die Beschichtung und Aushärtung erfolgt in folgenden Schritten:
[0063] Auftrag des Silicons auf die Substratbahnen (0,8 - 2,0)
g/
m2 entsprechend (0,8 - 2,0)µ Schichtdicke; Einlauf in die Konvektionszone im niedrigen
Temperaturbereich bei hoher Luftgeschwindigkeit und/ oder hohen Turbulenzen und Einlauf
in die Energiezone (Temperatur - Energiestrahlen) bei Luftgeschwindigkeiten von (20
- 60)
m/
sec. Nach dem Verlassen des Trockners wird die Materialbahn gekühlt.
[0064] Die Viskosität der auszuhärtenden Siliconmassen kann zwischen 100 m·Pa·sec und 3000
m·Pa·sec bei 23°C liegen, der Gehalt an inhibierenden Stoffen kann zwischen Gew. 0,1‰
und Gew. 5 ‰. betragen, bezogen auf die Siliconmasse/Kunststoffmasse.
6.2. Charakterisierung der neuen Vorrichtung
[0065] Die Anordnung und die Geometrie, der für das erfindungsgemäße Verfahren notwendigen
Form der Düsen, die Luftgeschwindigkeit und die Strömungsrichtung, der Abstand der
Düsen zum Substrat zur Erzeugung höchster Turbulenzen wird auf dem Bildschirm in Abhängigkeit
der Zielgrößen simuliert und dargestellt.
[0066] Zielgrößen sind die Produktionsgeschwindigkeit, die Zusammensetzung und das Gewicht
des Substrates und die erlaubte Temperatur zur Aushärtung des Silicons.
7. Ausführungsbeispiele
[0067] Die angeführten Beispiele sollen die Erfindung erläutern aber nicht einschränken.
Beispiel Nº 1
[0068] Auf einer kontinuierlich betriebenen Anlage wurde eine 70µ starke, Corona vorbehandelte
Polypropylenfolie, die absolut frei von inhibierend wirkenden Bestandteilen ist, mit
Hilfe eines 5 Walzenauftragswerkes, lösemittelfrei siliconisiert. Die Menge des aufgetragenen
Silicons betrug über die Bahnbreite von 1,60m (0,9 - 1,2)
g/
m2.
[0069] Zur Aushärtung des Silicons wurden die ersten 8m des 12m langen Trockenkanals, der
durchwegs mit Pralldüsen und gegenüber liegenden Stützwalzen ausgelegt ist, temperiert,
die letzten 4m des Trockners bei Raumtemperatur belassen.
[0070] Die im temperierten Teil des Trockners erwärmte Luft betrugt am Düsenspalt 123°C
und auf der Materialbahn (114 - 118)°C. Die Temperatur im untemperierten Teil des
Kanals betrug 28°C.
[0071] Die Luftgeschwindigkeit beträgt im ganzen Kanal 20
m/
sec jeweils am Düsenaustritt.
[0072] Die eingesetzte vernetzbare Siliconmasse war mit 100 ppm Pt katalysiert und mit 2,5‰
Äthinylcyclohexanol inhibiert.
[0073] Die höchste Bahngeschwindigkeit bei der das Silicon noch aushärtete, betrug 70
m/
min.
[0074] Das Ziel der Aushärtung wird definitionsgemäß dann erreicht, wenn der Siliconfilm
abriebfest auf der Materialbahn verankert ist und wenn der Anteil extrahierbarer Bestandteile
aus dem Silicon 5% nicht überschreitet.
[0075] Der gleiche Versuch wurde wiederholt, jedoch mit der Maßnahme, die Luftgeschwindigkeit
im untemperierten Teil des Trocknerkanals um jeweils 10
m/
sec zu erhöhen. Dabei wurden gemäß den Aushärtekriterien folgende Bahngeschwindigkeiten
erreicht:


[0076] Die Versuche wurden inner halb einer Topfzeit von 1 Stunde durchgeführt.
Beispiel Nº 2
[0077] In der gleichen Anordnung wurde nun wie folgt verfahren:
[0078] Die ersten 4m des 12m langen Trockners wurden bei Raumtemperatur belassen und die
restlichen 8m des Trockners wurden gemäß Beispiel 1 auf 123°C Luftaustrittstemperatur
gebracht, so dass die Materialbahn eine Temperatur von (114 -118)°C annahm.
[0079] Es wurde die gleiche Siliconmischung auf die gleiche Polypropylenfolie aufgetragen.
Das Auftragsgewicht betrug 0,9
g/
m2 - 1,2
g/
m2. Beim ersten Versuch betrug die Luftgeschwindigkeit über den gesamten Trockner 20
m/
sec.
[0080] Die maximale Bahngeschwindigkeit, bei der das Silicon aushärtete, betrug 80
m/
min.
[0081] Der gleiche Versuch wurde wiederholt jedoch mit dem Unterschied, dass die Luftgeschwindigkeit
im untemperierten Teil des Trockners um je 10
m/
sec erhöht wurde. Die Temperatur im unbeheizten Teil des Trockners betrug + 24°C. Gemäß
den Aushärtekriterien für das Silicon wurden folgende Bahngeschwindigkeiten in Abhängigkeit
von der Luftgeschwindigkeit erzielt:


Beispiel Nº 3
[0082] Bei diesem Versuch wurde der effektive Inhibitorgehalt an der laufenden Materialbahn
in Abhängigkeit von der Luftgeschwindigkeit gemessen. Ein 100%iges Siliconpolymer
mit einem Inhibitorgehalt von 2,5 ‰ Gew.TL und einer Viskosität von 480 m·Pa·sec,
wurde auf eine 50µ starke Polyäthylenfolie aufgetragen und der Inhibitorgehalt nach
Probenentnahme an folgenden Stellen gemessen:
1. Im Walzenspalt
2. Unmittelbar nach dem Auftrag vor dem Eintritt in die Konvektionszone
3. In der Konvektionszone in Abständen von 0,5m und je 1 m.
| VLuft = 20 m/sec |
| VBahn m/min |
Walzenspalt |
nach dem Auftrag |
0,5m |
1,0m |
2,0m |
3,0m |
4,0m |
| 40 |
2,4 ‰ |
2,2 ‰ |
1,5 ‰ |
0,5 ‰ |
- |
- |
- |
| 80 |
2,5 ‰ |
2,2 ‰ |
2‰ |
1,3 ‰ |
0,5 ‰ |
- |
- |
| 120 |
2.4 ‰ |
2,4 ‰ |
2,4 ‰ |
2,1 ‰ |
1,9 ‰ |
0,7 ‰ |
0,3 ‰ |
| VLuft=40 m/sec |
| VBahnm/min |
Walzenspalt |
nach dem Auftrag |
0,5m |
1,0m |
2,0m |
3,0m |
4,0m |
| 40 |
2,5 ‰ |
2,3 ‰ |
1,3 ‰ |
0,3 ‰ |
- |
- |
- |
| 80 |
2.3 ‰ |
2,3 ‰ |
1,6 ‰ |
1,0 ‰ |
0,3 ‰ |
- |
- |
| 120 |
2,5 ‰ |
2,5 ‰ |
2,1 ‰ |
1,7 ‰ |
1.2 ‰ |
0.2 ‰ |
- |
Beispiel Nº 4
[0083] Eine additionsvemetzende Siliconmischung mit einer Viskosität von 520 m·Pa·sec, bestehend
aus einem α-Ω-vinylgruppenhaltigen Dimethylpolysiloxan, einem Wasserstoffsiloxan als
Vernetzer, einem Tetramethyl-divinyl-disiloxan-Platinkatalysatorkomplex und einem
Äthinylcyclohexanolinhibitor, wurde auf ein 62
g/
m2 schweres Glassinepapier aufgetragen. Der Platinanteil in der Mischung betrug 0,01
Gew-% und der Inhibitoranteil betrug 0,25 Gew-% bezogen auf das Gewicht der Siliconmischung.
Der erste 6m lange Abschnitt des Trockners, hier als Konvektionsabschnitt gekennzeichnet,
wurde bei 80°C betrieben, der zweite 6m lange Abschnitt eines Schwebetrockners, hier
als Reaktionsabschnitt bezeichnet, wurde mit 200°C Luftaustrittstemperatur betrieben.
Die Luftgeschwindigkeit im Reaktionskanal, dem Schwebetrockner betrug 36
m/
sec, die Luftgeschwindigkeit im Konvektionstrockner wurde variiert.
[0084] Die Aushärtung, des Silicons wurde an der laufenden Maschine gemäß dem Migrationstest
gemessen.
[0085] Dabei wird eine sich drehende offene Klebefläche mit dem Silicon kontaktiert und
anschließend festgestellt, ob der Kleber noch seine Klebrigkeit hat. Bei einem Übertrag
von unvernetztem Silicon lässt die Klebfähigkeit deutlich nach. Es wird jeweils die
Bahngeschwindigkeit angegeben, bei der das Klebeband noch intakt ist.
| VLuft im Konvektionsteil |
Bahngeschwindigkeit |
| 10 m/sec |
380 m/sec |
| 50 m/sec |
480 m/sec |
[0086] Der Geschwindigkeitszuwachs betrug 26,3 %
Beispiel Nº 5
[0087] Eine vernetzbare Siliconmischung wurde gemäß Beispiel Nº 3 auf eine 70µ starke, Corona
vorbehandelte Polypropylenfolie aufgetragen. Die Mischung wurde mit 100 ppm Pt katalysiert
und mit 2,5 ‰ Äthinylcyclohexanol inhibiert.
[0088] Die Düsen im konvektiven Teil des Trockners wurden, zum Unterschied des Beispiels
Nº 2, gegen die Laufrichtung der Materialbahn gestellt. Ansonsten wurde so verfahren
wie in Beispiel Nº 2.
Beispiel Nº 6
[0090] Es wurde verfahren gemäß Beispiel Nº 5, jedoch mit der Maßnahme, dass an der Stelle
der sich verjüngenden Düse ein Trockner verwendet wurde, dessen Düsen für einen konvexen
Einlauf und Auslauf der Luft sorgen und gegen die Laufrichtung der Materialbahn gestellt
sind. Der Abstand zwischen Düse und
[0091] Bahn betrug 2,5 cm. wie in der Computersimulation dargestellt, erzeugt die Düse schon
bei V
Luft = 20
m/
sec hohe Turbulenzen.
[0092] Die zur Aushärtung des Silicons erreichten Geschwindigkeiten betrugen:


Beispiel Nº 7
[0093] Es wurde verfahren wie in Beispiel Nº2, jedoch mit der Maßnahme, dass in die zur
Aushärtung des Silicons, 8m lange Trocknerstrecke mit Düsentrocknern zusätzlich 4
Quecksilbermitteldrucklampen eingebaut wurden. Die UV Lampen mit einer Leistung von
120
w/
cm wurden vom Anfang der Trocknerstrecke, also hinter dem Konvektionsteil, im Abstand
von 30 cm untereinander und im Abstand von 25 cm über die Materialbahn platziert.
[0094] Um eine Überhitzung des Substrates zu vermeiden, wurde die aus den Düsen entweichende
Luft auf nur 80 °C erwärmt und zur Kühlung der UV Lampen verwendet. die Substratoberflächentemperatur
betrug dann 120 °C. Die Luftgeschwindigkeit in der 8m langen Trocknerstrecke betrug
am Düsenaustritt 20
m/
sec. In dem 4 m langen vorgeschalteten Konvektivtrockner betrug die Luftgeschwindigkeit
am Düsenaustritt 20
m/
sec und wurde jeweils um 10
m/
sec gesteigert. Zur vollständigen Aushärtung des Silicons konnten folgende Grenzgeschwindigkeiten
gefahren werden:



Beispiel N° 8
[0095] Es wurde verfahren wie in Beispiel Nº 1, jedoch mit der Maßnahme, den gesamten Trockenkanal
auf 114 °C - 118 °C (Substratoberflächentemperatur) zu erwärmen und das Silicon bei
v = 100
m/
min auszuhärten. Die Luftgeschwindigkeit im gesamten Trockner betrug 30
m/
sec. Die an der Siliconfolie gemessene extrahierbaren Bestandteile betrugen über die
Bahnbreite: 5,8%, 4,2%, 4,5%, 5,1%; im Durchschnitt 4,8%.
[0096] Der gleiche Versuch wurde wiederholt mit dem Unterschied, dass die ersten zwei Segmente,
das entspricht 4m Trocknerstrecke, mit den Düsen gemäß Beispiel Nº 5 ausgestattet
wurden. Die Temperatur in diesem Konvektionsabschnitt betrug 28°C und die Luftgeschwindigkeit
30
m/
sec. Die Bahngeschwindigkeit wurde auf 100
m/
min eingestellt.
[0097] Die an der Siliconfolie gemessenen extrahierbaren Anteile betrugen über die Bahnbreite:
3,9%, 2,4%, 2,9%, 3,2% also 3,1% im Durchschnitt. Trotz der geringeren Temperaturbelastung
lagen die Extractables um 1,7% niedriger.
Beispiel N°9
[0098] Es wurde verfahren gemäß Beispiel N° 2, mit der Maßgabe, dass die Luft durch Schlitzdüsen
5 cm oberhalb der Materialbahn im ∢45° Winkel in Bahnlaufrichtung geblasen wird. Die
nächste darauf folgende Düse 5 cm oberhalb der Materialbahn im Abstand von 10 cm zur
vorhergehenden Düse wurde ∢45° gegen die Bahnlaufrichtung gestellt und damit die Luft
wieder abgesaugt. Die ersten 4m des Trockners wurden als konvektiver Trocknerteil
bei 28°C betrieben, die restlichen 8m des Trockners wurden zur Aushärtung des Silicons
auf 120°C Düsenaustrittstemperatur entsprechend einer Folienoberflächentemperatur
von 115°C gebracht.
[0099] Nach diesem Verfahren wurden folgende maximale Bahngeschwindigkeiten zur Aushärtung
des Silicons erreicht.


1. Verfahren zur Vemetzung und Aushärtung von Kunststoffen auf einer laufenden Materialbahn
dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Abschnitt des Trockners alle Verunreinigungen niedermolekulare und inhibierend
wirkenden Bestandteile aus dem Kunststoffpolymer/Polymermischung konvektiv im Luftstrom
entfernt werden.
1. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Kunststoffpolymer um vernetzbare Siliconpolymere handelt.
2. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass alle inhibierend wirkenden Bestandteile aus dem Silicon weitgehend entfernt werden.
3. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Inhibitoren um Alkinole,Alkinolgemische, Malein/Fumarsäure Mono-
und/oder Di-ester, und deren Gemische handelt und um Gemische aus Alkinole und Malein/Fumarsäureester.
4. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Beschichtungssiliconen um Formulierungen, mit und ohne Controlled
Release Additiv, handelt.
6. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die Aushärtung des Silicons in der inhibitorfreien/-armen Zone beginnt.
7. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die Konvektionszone bei Raumtemperatur, durch Kühlen, oder bei erhöhter Temperatur
betrieben wird.
8. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die Zwangskonvektion bei hohen Luftgeschwindigkeiten durchgeführt wird, die bis zur
Grenze des Verblasens des aufgetragenen Kunststoffes reicht.
9. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Austragen inhibierend wirkender Bestandteile durch hohe Luftturbulenzen an der
Grenzfläche des Kunststoffüberzugs erfolgt.
10. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung der Düsen zur Materialbahn und die geometrische Form zur Erzeugung
höchster Turbulenzen am PC simuliert und auf die Praxis übertragen wird.
11. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass der konvektiv wirkende Luftstrom gegen die Materialbahn, senkrecht zur Materialbahn
oder in Laufrichtung zur Materialbahn, verwirbelt wird.
12. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass der Anstellwinkel der Düsen zur Materialbahn während des Prozesses kontinuierlich
geändert wird.
13. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass der konvektiv wirkende Luftstrom sofort abgesaugt wird.
14. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung höchster Turbulenzen, Düsen mit konvexem Lufteinlauf und Luftauslauf
verwendet werden.
15. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass im Konvektionsteil zur Aufrechterhaltung der Turbulenzen zwischen Luftzufuhr und
Absaugung vertikal verstellbare Rückhaltebleche angebracht werden.
16. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim Substrat um alle siliconisierbaren Rohpapiere mit allen Flächengewichten
handelt.
17. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim Substrat um alle siliconisierbare Folien mit allen Flächengewichten
handelt.
18. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim Substrat um kunststoffüberzogene Papiere handelt, die sowohl einseitig
als auch beidseitig mit einem Kunststoffilm überzogen worden sind.
19. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim Substrat um Papiere Kunststoffgewebe, Textilien und Vliese aller Art
handelt.
20. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass es sowohl beim Inline-Prozess als auch beim Offline-Prozess zur Anwendung kommt.
21. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die im Konvektionsteil eingebauten Düsen sowohl durchgehende Breitschlitzdüsen sind,
oder solche, die über die ganze Länge mit verstellbaren Einzeldüsen ausgestattet sind,
um jede Zone der Bahn mit einem eigenen Luftstrom zu versehen.
22. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung hoher Turbulenzen zum Austragen der inhibierend wirkenden Bestandteile
mehrere Gebläse eingesetzt werden.
23. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass zur Aushärtung der Kunststoffe und der Silicone, der Konvektionsteil gemeinsam mit
einem Schwebetrockner betrieben wird.
24. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass der Konvektionsteil vor dem Schwebetrockner angebracht wird.
25. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass zur Aushärtung der Kunststoffe und der Silicone, der Reaktionsteil mit energiereichen
Strahlern betrieben wird.
26. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die energiereichen Strahler UVund/oder IR-Strahler sind.
27. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass der Konvektionsteil vor den Strahlern angebracht wird.
28. Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass der Konvektionsteil vor einem Thermotrockenkanal mit integrierten Strahlern betrieben
wird.