[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schreib- oder Zeichengerät gemäß Oberbegriff Patentanspruch
1 sowie auf ein Gehäuse oder eine Schutzhülse gemäß Oberbegriff Patentanspruch 12
oder 13.
[0002] Bekannt sind u. a. Schreib- und Zeichenstifte, die vielfach auch als "Filzstifte"
im weitesten Sinne bezeichnet werden und im wesentlichen aus einem langgestreckten,
hülsenartigen Stiftkörper, aus einer an einem Ende des Stifftkörpers vorgesehenen
Schreib- und Zeichenspitze sowie aus einem die Schreib- oder Zeichenspitze mit einer
Schreib- bzw. Zeichenflüssigkeit, beispielsweise Tinte versorgenden Reservoir im Inneren
des Stiftkörpers bestehen. Die Zeichen- oder Schreibspitze ist aus einem porösen,
aber dennoch ausreichend harten Material hergestellt, beispielsweise aus einem porösen
Kunststoff oder Verbundmaterial. Ein Stift dieser Art ist z.B. unter der Markenbezeichnung
"edding" auf dem Markt erhältlich.
[0003] Nachteilig bei derartigen Schreib- und Zeichenstiften ist u.a., daß sie leicht austrocknen,
und zwar dann, wenn das die Schreib- und Zeichenspitze aufweisende Ende des Stiftes
bei Nichtgebrauch nicht durch Aufstecken einer Verschlußkappe ordnungsgemäß verschlossen
wird, was aber in vielen Fällen entweder aus Bequemlichkeit oder aber deswegen unterbleibt,
weil die Verschlußkappe verloren gegangen ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu vermeiden. Zur Lösung dieser Aufgabe
ist ein Schreib- oder Zeichengerät entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet.
[0005] Das erfindungsgemäße Zeichen- oder Schreibgerät besteht im wesentlichen aus dem Schreib-
oder Zeichenstift herkömmlicher Art und aus einer diesen Stift zumindest teilweise,
d h. im Bereich seiner Schreib- und Zeichenspitze aufnehmenden Schutzhülse, die an
dem der Schreib- und Zeichenspitze benachbarten Ende einen Verschluß mit einer Verschlußöffnung
aufweist. Im Nichtgebrauchszustand befindet sich die Schreib- und Zeichenspitze innerhalb
der Schutzhülse, und zwar bei geschlossener Verschlußöffnung, und ist dadurch u.a.
auch gegen Austrocknen geschützt. Aus dieser Nichtgebrauchsstellung kann der Stift
innerhalb der Schutzhülse und relativ zu dieser axial in die Gebrauchsstellung bewegt
werden. Hierbei wird durch den Stift die Verschlußöffnung der Schutzhülse geöffnet,
so daß in der Gebrauchsstellung die Schreib- und Zeichenspitze des Stiftes durch die
geöffnete Verschlußöffnung aus der Schutzhülse vorsteht. Beim Zurückbewegen des Stiftes
2 in die Nichtgebrauchsstellung wird die Schreib- oder Zeichenspitze wiederum in die
Schutzhülse zurückbewegt, wobei die Verschlußöffnung selbsttätig schließt, so daß
sich der Stift wieder geschützt in der Schutzhülse befindet.
[0006] Unter "Nichtgebrauchszustand" ist im Sinne der Erfindung derjenige Zustand zu verstehen,
in welchem der Stift (Faserstift) im äußeren Gehäuse bzw. in der Schutzhülse derart
zurückbewegt ist, daß die Schreib- und/oder Zeichenspitze des Stiftes in dem durch
den verschlossenen Verschluß nach außen hin abgeschlossenen Schutzraum aufgenommen
ist und somit der Stift bzw. dessen Schreib- und/oder Zeichenspitze gegen ein Austrocknen
geschützt ist.
[0007] Unter "Gebrauchsstellung" ist dementsprechend im Sinne der Erfindung die Stellung
des Stiftes innerhalb des äußeren Gehäuses zu verstehen, in der die Schreib- und/oder
Zeichenspitze durch den geöffneten Verschluß bzw. durch die von dem geöffneten Verschluß
gebildete Verschlußöffnung nach außen vorsteht.
[0008] Bei der Erfindung bildet der geschlossene Verschluß bzw. dessen Verschlußelement
ein haubenartiges, beispielsweise kegel- oder kegelstumpfartiges Gehäuseende, in dem
auch der Schutzraum gebildet ist.
[0009] Das erfindungsgemäße Gerät kann weiterhin in unterschiedlichster Form ausgebildet
sein. So ist es beispielsweise möglich,
daß das äußere Gehäuse eine Hülse ist,
und/oder
daß der Verschluß von einer Spreizeinrichtung gebildet ist,
und/oder
daß die Spreizeinrichtung innen liegende Steuerflächen bildet, die zum Spreizen
des Spreizelementes und zum Öffnen der Verschlußöffnung mit einem Abschnitt des Stiftes
außerhalb der Schreib- oder Zeichenspitze zusammenwirken, und/oder
daß die Steuerflächen der Spreizeinrichtung mit der Achse der Schutzhülse oder
des Stiftes einen spitzen Winkel einschließen bzw. auf einer gedachten Kegelfläche
um diese Achse angeordnet sind,
und/oder
daß die Verschlußöffnung in einem aus einem gummielastischen Material gefertigten
und zum Öffnen der Verschlußöffnung durch die Spreizeinrichtung dehnbaren Teil des
Verschlusses vorgesehen ist,
und/oder
daß die Verschlußöffnung zumindest von einer Verschlußlippe begrenzt ist, die aus
einem gummielastischen Material gefertigt ist und über die Spreizeinrichtung zum Öffnen
und Schließen der Verschlußöffnung betätigt wird,
und/oder
daß die Spreizeinrichtung von mehreren Stegen gebildet ist, die um die Längsachse
der Schutzhülse oder des Stiftes verteilt vorgesehen sind und in einem nicht gespreizten
Zustand der Spreizeinrichtung jeweils mit der Längsachse einen Winkel kleiner als
90° einschließen und die mit ihren freien Enden bis in die Nähe der Verschlußöffnung
reichen,
und/oder
daß die Verschlußöffnung im Boden einer an den Stegen vorgesehenen und die Schutzhülse
im Bereich dieser Stege verschließenden Kappe aus einem gummielastischen Material
vorgesehen ist,
und/oder
daß die Spreizeinrichtung aus einem Material besteht, welches eine größere Materialhärte
aufweist als das die Verschlußöffnung umschließende und/oder abdichtende dauerelastische
Material,
und/oder
daß die Stege bzw. die von diesen Stegen gebildeten Steuerflächen innerhalb der
Kappe aus dem gummielastischen Material frei liegend vorgesehen sind, und/oder
daß sich die Kappe aus dem gummielastischen Material auf den Stegen bzw. auf radial
außen liegenden Flächen dieser Stege abstützt,
und/oder
daß die Spreizeinrichtung bzw. die dieses Spreizelement bildenden Stege einstückig
mit der Schutzhülse hergestellt sind, vorzugsweise aus Kunststoff, und/oder
daß der die Verschlußöffnung aufweisende Teil des Schutzhülsenverschlusses aus
dem gummielastischen Material an das Spreizelement oder an die dieses Spreizelement
bildende Stege angespritzt ist,
und/oder
daß zwischen der Schutzhülse und dem Stift wirkende Federmittel vorgesehen sind,
mit denen der Stift in seine Nichtgebrauchsstellung vorgespannt ist, und/oder
Mittel vorgesehen sind, vorzugsweise Rastmittel zum Verriegeln des Stiftes in seiner
Gebrauchsstellung,
und/oder
daß der Verschluß bzw. die diesen Verschluß bildenden Spreizeinrichtung von mehreren
Verschlußelementen gebildet ist, die im geschlossenen Zustand das hauben- oder kegelartige
Gehäuseende bilden und die jeweils an dem äußeren Gehäuse oder an einem Abschnitt
dieses Gehäuses gelenkig vorgesehen sind, und/oder
daß die Verschlußelemente einstückig mit dem äußeren Gehäuse oder dem Gehäuseabschnitt
hergestellt sind,
und/oder
daß die Gelenke durch eine Reduzierung des das äußere Gehäuse oder den Gehäuseabschnitt
bildenden Materials gebildet sind, und das in der jeweiligen, durch die Reduzierung
der Wanddicke erzeugten Raum ein Material aufgenommen ist, welches eine gegenüber
dem Material des äußeren Gehäuses höhere Elastizität aufweist,
und/oder
daß die Verschlußelemente an ihren einander benachbarten Randbereichen mit einer
elastischen Randdichtung versehen sind,
und/oder
daß die Randdichtungen von einem die Verschlußelemente an ihrem benachbarten Randbereichen
verbindenden Materialsteg oder -streifen aus einem elastischen Material mit einer
parallel zu den benachbarten Randbereichen verlaufenden Sollbruchlinie gebildet sind,
an der der Materialsteg eine reduzierte Wandstärke aufweist,
und/oder
daß wenigstens eine Dichtung vorgesehen ist, die das die Schreib- und/oder Zeichenspitze
aufweisende Ende des Stiftkörpers sowohl in der Gebrauchsstellung als auch in der
Nichtgebrauchsstellung umschließt und den Raum auch an der der Verschlußöffnung gegenüberliegenden
Seite, d. h. zum restlichen Innenraum des äußeren Gehäuses hin abschließt,
und/oder
daß eine den Stift in die Nichtgebrauchsstellung vorspannende Rückstellfeder vorgesehen
ist, die sich mit einem Ende an dem Stift und mit ihrem anderen Ende an der Ringdichtung
abstützt und diese gegen einen Bund an der Innenseite des äußeren Gehäuses andrückt,
und/oder
daß der Stiftkörper an seinem die Schreib- und/oder Zeichenspitze aufweisenden
Ende einen im Außenquerschnitt vergrößerten Abschnitt aufweist, der in der Nichtgebrauchsstellung
gegen die Ringdichtung anliegt,
und/oder
daß ein Rastmechanismus zum wieder lösbaren Verriegeln des Stiftes in der Gebrauchsstellung
vorgesehen ist,
und/oder
daß der Rastmechanismus von einer Steuerfläche an einem Halteklipp und von einem
mit dieser Steuerfläche zusammen wirkenden Rast- oder Steuerelement an dem Stift oder
an einem mit dem Stift verbundenen Element gebildet ist, und/oder
daß das äußere Gehäuse in der Nähe des Verschlusses außen liegend eine Grifffläche
aus einem Material bildet, welches weicher ist als das Material des äußeren Gehäuses,
und/oder
daß das äußere Gehäuse mit der Grifffläche und/oder den elastischen Materialeinsätzen
und/oder der wenigstens einen Ringdichtung und/oder den Randdichtungen und/oder den
diese Randdichtungen bildenden Materialstegen im Mehrkomponentenspritzgießverfahren
hergestellt ist.
[0010] Die vorgenannten Merkmale sind jeweils einzeln, aber auch in beliebiger Kombination
möglich.
[0011] Ein Gehäuse oder Schutzhülse für ein Schreib- und/oder Zeichenelement oder Stift
ist Gegenstand des Anspruchs 12 oder 13, wobei dieses Gehäuse in der selben Weise
ausgebildet sein kann wie dies vorstehend für das Schreib- und/oder Zeichengerät angegeben
wurde, also beispielsweise so ausgeführt ist,
daß das äußere Gehäuse eine Hülse ist,
und/oder
daß der Verschluß von einer Spreizeinrichtung gebildet ist,
und/oder
daß die Spreizeinrichtung innen liegende Steuerflächen bildet, die zum Spreizen
des Spreizelementes und zum Öffnen der Verschlußöffnung mit einem Abschnitt des Stiftes
außerhalb der Schreib- oder Zeichenspitze zusammenwirken,
und/oder
daß die Steuerflächen der Spreizeinrichtung mit der Achse der Schutzhülse oder
des Stiftes einen spitzen Winkel einschließen bzw. auf einer gedachten Kegelfläche
um diese Achse angeordnet sind,
und/oder
daß die Verschlußöffnung in einem aus einem gummielastischen Material gefertigten
und zum Öffnen der Verschlußöffnung durch die Spreizeinrichtung dehnbaren Teil des
Verschlusses vorgesehen ist,
und/oder
daß die Verschlußöffnung zumindest von einer Verschlußlippe begrenzt ist, die aus
einem gummielastischen Material gefertigt ist und über die Spreizeinrichtung zum Öffnen
und Schließen der Verschlußöffnung betätigt wird,
und/oder
daß die Spreizeinrichtung von mehreren Stegen gebildet ist, die um die Längsachse
der Schutzhülse oder des Stiftes verteilt vorgesehen sind und in einem nicht gespreizten
Zustand der Spreizeinrichtung jeweils mit der Längsachse einen Winkel kleiner als
90° einschließen und die mit ihren freien Enden bis in die Nähe der Verschlußöffnung
reichen,
und/oder
daß die Verschlußöffnung im Boden einer an den Stegen vorgesehenen und die Schutzhülse
im Bereich dieser Stege verschließenden Kappe aus einem gummielastischen Material
vorgesehen ist,
und/oder
daß die Spreizeinrichtung aus einem Material besteht, welches eine größere Materialhärte
aufweist als das die Verschlußöffnung umschließende und/oder abdichtende dauerelastische
Material,
und/oder
daß die Stege bzw. die von diesen Stegen gebildeten Steuerflächen innerhalb der
Kappe aus dem gummielastischen Material frei liegend vorgesehen sind, und/oder
daß sich die Kappe aus dem gummielastischen Material auf den Stegen bzw. auf radial
außen liegenden Flächen dieser Stege abstützt,
und/oder
daß die Spreizeinrichtung bzw. die dieses Spreizelement bildenden Stege einstückig
mit der Schutzhülse hergestellt sind, vorzugsweise aus Kunststoff, und/oder
daß der die Verschlußöffnung aufweisende Teil des Schutzhülsenverschlusses aus
dem gummielastischen Material an das Spreizelement oder an die dieses Spreizelement
bildende Stege angespritzt ist,
und/oder
daß zwischen der Schutzhülse und dem Stift wirkende Federmittel vorgesehen sind,
mit denen der Stift in seine Nichtgebrauchsstellung vorgespannt ist, und/oder
Mittel vorgesehen sind, vorzugsweise Rastmittel zum Verriegeln des Stiftes in seiner
Gebrauchsstellung,
und/oder
daß der Verschluß bzw. die diesen Verschluß bildenden Spreizeinrichtung von mehreren
Verschlußelementen gebildet ist, die im geschlossenen Zustand das hauben- oder kegelartige
Gehäuseende bilden und die jeweils an dem äußeren Gehäuse oder an einem Abschnitt
dieses Gehäuses gelenkig vorgesehen sind, und/oder
daß die Verschlußelemente einstückig mit dem äußeren Gehäuse oder dem Gehäuseabschnitt
hergestellt sind,
und/oder
daß die Gelenke durch eine Reduzierung des das äußere Gehäuse oder den Gehäuseabschnitt
bildenden Materials gebildet sind, und das in der jeweiligen, durch die Reduzierung
der Wanddicke erzeugten Raum ein Material aufgenommen ist, welches eine gegenüber
dem Material des äußeren Gehäuses höhere Elastizität aufweist,
und/oder
daß die Verschlußelemente an ihren einander benachbarten Randbereichen mit einer
elastischen Randdichtung versehen sind,
und/oder
daß die Randdichtungen von einem die Verschlußelemente an ihrem benachbarten Randbereichen
verbindenden Materialsteg oder -streifen aus einem elastischen Material mit einer
parallel zu den benachbarten Randbereichen verlaufenden Sollbruchlinie gebildet sind,
an der der Materialsteg eine reduzierte Wandstärke aufweist,
und/oder
daß wenigstens eine Dichtung vorgesehen ist, die das die Schreib- und/oder Zeichenspitze
aufweisende Ende des Stiftkörpers sowohl in der Gebrauchsstellung als auch in der
Nichtgebrauchsstellung umschließt und den Raum auch an der der Verschlußöffnung gegenüberliegenden
Seite, d. h. zum restlichen Innenraum des äußeren Gehäuses hin abschließt,
und/oder
daß eine den Stift in die Nichtgebrauchsstellung vorspannende Rückstellfeder vorgesehen
ist, die sich mit einem Ende an dem Stift und mit ihrem anderen Ende an der Ringdichtung
abstützt und diese gegen einen Bund an der Innenseite des äußeren Gehäuses andrückt,
und/oder
daß der Stiftkörper an seinem die Schreib- und/oder Zeichenspitze aufweisenden
Ende einen im Außenquerschnitt vergrößerten Abschnitt aufweist, der in der Nichtgebrauchsstellung
gegen die Ringdichtung anliegt,
und/oder
daß ein Rastmechanismus zum wieder lösbaren Verriegeln des Stiftes in der Gebrauchsstellung
vorgesehen ist,
und/oder
daß der Rastmechanismus von einer Steuerfläche an einem Halteklipp und von einem
mit dieser Steuerfläche zusammen wirkenden Rast- oder Steuerelement an dem Stift oder
an einem mit dem Stift verbundenen Element gebildet ist, und/oder
daß das äußere Gehäuse in der Nähe des Verschlusses außen liegend eine Grifffläche
aus einem Material bildet, welches weicher ist als das Material des äußeren Gehäuses,
und/oder
daß das äußere Gehäuse mit der Grifffläche und/oder den elastischen Materialeinsätzen
und/oder der wenigstens einen Ringdichtung und/oder den Randdichtungen und/oder den
diese Randdichtungen bildenden Materialstegen im Mehrkomponentenspritzgießverfahren
hergestellt ist.
[0012] Die vorgenannten Merkmale sind wiederum jeweils einzeln, aber auch in beliebiger
Kombination möglich. Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schreib- bzw. Zeichengerät in Seitenansicht sowie teilweise im Schnitt, und zwar
bei eingezogener Schreib- oder Zeichenspitze;
- Fig. 2
- eine ähnliche Darstellung wie Figur 1, jedoch bei ausgefahrener Schreib- oder Zeichenspitze;
- Fig. 3 und 4
- jeweils in vergrößerter Teildarstellung eine Einzelheit der Figuren 1 und 2;
- Fig. 5
- einen Schnitt entsprechend der Linie I - I der Figur 3;
- Fig. 6 und 7
- jeweils in Schnittdarstellungen ähnlich Figur 1 eine weitere mögliche Ausführungsform
der Erfindung, und zwar bei eingezogener Schreib- und/oder Zeichenspitze sowie bei
ausgefahrener Schreib- und/oder Zeichenspitze;
- Fig. 8
- in vergrößerter Teildarstellung zwei Verschließelemente;
- Fig. 9
- einen Schnitt entsprechend der Linie I - I der Figur 8.
[0013] Das in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Schreib- oder Zeichengerät besteht
im wesentlichen aus einem inneren Stift 2 herkömmlicher Ausbildung und einem äußeren,
den Stift 1 umschließenden hülsenartigen Gehäuse oder Hülse 3.
[0014] Der Stift 2 ist im weitesten Sinne als Faser- oder Filzstift ausgeführt und besteht
im wesentlichen aus einem kreiszylinderförmigen oder hülsenartigen Stiftkörper 4,
der an seinen beiden Enden verschlossen ist, und zwar an dem in den Figuren oberen
Ende durch ein Verschlußelement 5 und an seinen in den Figuren unteren Ende durch
eine auf den Stiftkörper mit einem Abschnitt 6.1 aufgeschraubte, sich zu ihrem freien
Ende hin verjüngende Verschlußkappe 6. In dieser ist eine Schreib- oder Zeichenspitze
7 gehalten ist, die mit einem Ende in den Innenraum des Stiftkörpers 4 hineinreicht
und mit ihrem anderen Ende über das freie Ende der Verschlußkappe 6 vorsteht sowie
als poröser Körper aus einem ausreichend harten Verbundmaterial gefertigt ist. Die
Verschlußkappe 6 ist so geformt, daß sie an den mit dem Stiftkörper 5 verschraubbaren,
im wesentlichen kreiszylinderförmigen Abschnitt 6.1 anschließend einen sich konisch
verjüngenden Abschnitt 6.2 und daran anschließend einen Abschnitt 6.3 aufweist, der
das freie Ende der Verschlußkappe 6 bildet und zumindest an seiner Außenfläche im
wesentlichen kreiszylinderförmig ausgebildet ist.
[0015] Der Stiftkörper 4 dient zur Aufnahme eines Vorrats an einer Schreib- oder Zeichenflüssigkeit
(Tinte), die beim Schreiben oder Zeichnen kontinuierlich an die Schreibspitze 7 abgegeben
wird.
[0016] Die Hülse 2 dient u. a. dazu, diesen Stift bzw. dessen Schreib- oder Zeichenspitze
7 im Nichtgebrauchszustand vor einem Austrocknen zu schützen.
[0017] Die Hülse 3 besteht im wesentlichen aus einem kreiszylinder- bzw. hohlzylinderförmigen
Hülsenkörper 8, in welchem der Stift 2 axial verschiebbar aufgenommen ist. An seinem
in den Figuren oberen Ende ist der Hülsenkörper 8 offen, und zwar derart, daß bei
in die Hülse 3 eingesetztem Stift 2 dieser mit seinem von dem Verschlußelement 5 gebildeten
Ende aus der Schutzhülse 3 vorsteht und der Stift 2 mit seiner Längsachse achsgleich
mit der Längsachse L der Schutzhülse 3 angeordnet ist.
[0018] An dem in den Figuren unteren Ende ist der Hülsenkörper 8 der Schutzhülse 3 verschlossen,
und zwar dadurch, daß der Hülsenkörper 8 dort einen kegelstumpfförmigen Abschnitt
8.1 bildet, der an einer Öffnung 9 endet, die achsgleich mit der Längsachse L angeordnet
ist und deren Durchmesser etwas größer ist als der Außendurchmesser, den der im wesentlichen
kreiszylinderförmige Abschnitt 6.3 der Verschlußkappe 6 aufweist.
[0019] Am Rand der Öffnung 9 sind mit jeweils einem Ende in gleichmäßigen Winkelabständen
um die Längsachse L verteilt mehrere Finger oder Stege 8.2 angeformt, die auf einer
gedachten, gemeinsamen, achsgleich mit der Längsachse L angeordneten Kegelfläche vorgesehen
sind, und zwar derart, daß sich der radiale Abstand jedes Steges 8.2 von der Längsachse
L mit zunehmendem Abstand von dem Abschnitt 8.1 verringert. Die Stege 8.2 schließen
mit der Längsache L jeweils einen Winkel ein, der deutlich kleiner ist als der halbe
Kegelwinkel des Abschnittes 8.1. Weiterhin befinden sich die freien Enden der Stege
8.2 auf einem gedachten Kreislinie um die Längsachse L und mit einem Durchmesser,
der in etwa gleich dem maximalen Durchmesser des aus der Verschlußkappe 6 vorstehenden
Teils der Schreib- oder Zeichenspitze 7 ist.
[0020] Auf dem von den Stegen 8.2 gebildeten Teil (Spreizelement) des Hülsenkörpers 8 ist
eine Kappe 10 aus einem gummielastischen Material aufgebracht, und zwar derart, daß
diese Kappe 10 den Hülsenkörper 8 am Abschnitt 8.1 und im Bereich der Stege 8.2 dicht
abschließt, die Stege 8.2 aber innerhalb der Kappe 10 frei liegen. Die Kappe 10 besitzt
somit einen dem Verlauf der Stege 8.2 entsprechenden, sich zum unteren freien Ende
der Schutzhülse 3 im Querschnitt kegelstumpfförmig verjüngenden Wandabschnitt 10.1
und einen in einer Ebene senkrecht zur Längsachse L angeordneten Boden 10.2. An diesem
Boden 10.2 bildet die Kappe 10 eine Öffnung, 11 die allerdings in dem in den Figuren
1 und 3 dargestellten Zustand durch den Boden 10.2 bzw. durch an die Öffnung 11 angrenzende,
vom Boden 10.2 gebildete lippenartige Abschnitte verschlossen ist. Die Stege 8.2 sind
federnd ausgebildet.
[0021] In der Schutzhülse 3 ist weiterhin eine Druckfeder 12 untergebracht, die die Verschlußkappe
6 bzw. deren Abschnitt 6.2 und 6.3 zumindest auf einer Teillänge umschließt und die
sich mit ihrem in den Figuren oberen Ende gegen einen Bund abstützt, der an der Verschlußkappe
6 am Übergang zwischen den Abschnitten 6.1 und 6.2 gebildet ist und mit ihrem unteren
Ende an einem Bund abstützt, der an der Innenseite der Schutzkappe 3 am Übergang von
dem Hülsenkörper 8 und dem Abschnitt 8.1 gebildet ist. Durch die Feder 12 wird der
Stift 2 in seiner in den Figuren 1 und 3 dargestellten Nichtgebrauchsstellung gehalten,
in der sich die Schreib- oder Zeichenspitze 7 geschützt innerhalb des durch die Kappe
10 verschlossenen Raumes befindet.
[0022] Wird nun der Stift 2 gegen die Wirkung der Feder 12 axial innerhalb der Schutzhülse
3 verschoben, so kommt zunächst der freie Rand 6.4 des Abschnittes 6.3 der Verschlußkappe
6 gegen die der Längsachse L zugewandten Flächen der Stege 8.2 zur Anlage, so daß
mit zunehmendem Weiterbewegen des Stiftes 2 aus der Nichtgebrauchsstellung in die
Gebrauchsstellung die Stege 8.2 zunehmend federnd radial auseinanderbewegt oder -gespreizt
werden und dadurch die Kappe 10 aus dem gummielastischen Material derart spannen,
daß die Öffnung 11 für die Schreibspitze 7 geöffnet wird, und zwar ohne daß die Schreibspitze
7 selbst auf die Kappe 10 bzw. deren Boden 10.2 einwirken muß.
[0023] Durch eine geeignete Rasteinrichtung, die in der Figur 1 allgemein mit 13 bezeichnet
ist, kann der Stift 2 in seiner in den Figuren 2 und 4 dargestellten Schreib- und
Zeichenposition verriegelt werden, in der die Schreib- und Zeichenspitze 7 durch die
Öffnung 11 aus der Schutzhülse 3 bzw. deren Kappe 10 vorsteht. Nach dem Lösen der
Verriegelung 13 wird der Stift 2 durch die Feder 12 wieder in seine Nichtgebrauchsstellung
zurückbewegt. Hierbei kehren die Stege 8.2 in ihre Ausgangsstellung zurück und ermöglichen
damit, daß sich die Öffnung 11 wieder verschließt.
[0024] Der Hülsenkörper 8 ist mit seinen Abschnitten einstückig aus einem geeigneten, federelastischen
Material hergestellt, beispielsweise aus einem geeigneten Kunststoff. Die Kappe 10
besteht, wie ausgeführt, aus einem weicheren gummielastischen Material, beispielsweise
aus einem elastomeren Kunststoff und ist vorzugsweise durch Anspritzen an dem Abschnitt
8.1 und den Stegen 8.2 vorgesehen.
[0025] Die Öffnung 11, die bei der dargestellten Ausführungsform kreuzförmig ausgeführt
ist, aber auch eine andere, geeignete Ausbildung aufweisen kann, ist beispielsweise
durch Stanzen gefertigt. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, diese Öffnung
11 beispielsweise als schlitzförmige Öffnung beim Herstellen der Kappe 10 werkzeugmäßig
zu erzeugen, wobei in diesem Fall beim Anspritzen der Kappe 10 die Stege 8.2 etwas
auseinandergespreizt werden, um sicherzustellen, daß nach dem Formen der Kappe 10
durch die in ihrer Ausgangsstellung zurückkehrenden federnden Stege 8.2 die betreffende
im Spriztwerkzeug hergestellte Öffnung 11 sich schließt bzw. durch die an die Öffnung
11 angrenzenden lippenartigen Bereiche des Bodens 10.2 verschlossen wird.
[0026] Die Figur 6 - 9 zeigen ein Schreib- und/oder Zeichengerät 1a, welches ebenso wie
das Schreib- und/oder Zeichengerät 1 aus einem inneren Stift 2a und aus einer äußeren,
den Stift 2 umschließenden Hülse oder Hohlkörper 3a besteht. Der Stift 2a ist wiederum
im weitesten Sinne als Faser- oder Filzstift ausgeführt und besteht im Wesentlichen
aus einem kreiszylinderförmigen oder hülsenartigen Stiftkörper 15, der an seinem in
den Figuren 6 und 7 oben liegenden Ende 15.1 verschlossen ist und dort einen aus dem
oberen Ende des der äußeren Hülse 14 vorstehenden Drücker bildet. Der Stiftkörper
15 enthält einen mit einer Tinte getränkten Faserstab, an den im Bereich des unteren
Endes des Stiftes 2a eine achsgleich mit dem Stiftkörper 15 angeordnete Schreibspitze
16 mit einem Ende 16.1 anschließt, die mit ihrem anderen Ende 16.2 aus dem unteren
Ende des Stiftkörpers 15 vorsteht und mit diesem Ende 16.2 die eigentliche Schreib-
und/oder Zeichenspitze bildet. In dem die Schreibspitze 16 umschließenden Bereich
15.2 weist der Stiftkörper 15 einen etwas reduzierten Außendurchmesser auf. Weiterhin
ist der Stiftkörper 15 an seinem unteren Ende, d. h. dort wo die Schreib- und/oder
Zeichenspitze 16 aus dem Stiftkörper 15 heraufgeführt ist, einen geringfügig über
die übrige Umfangsseite wegstehenden und die Achse des Stiftkörpers konzentrisch umschließenden
ringartigen Wulst 15.3.
[0027] Bei der dargestellten Ausführungsform sind das äußere Gehäuse bzw. die äußere Hülse
14 zweiteilig ausgebildet, d. h. sie besteht aus einem in den Figuren 6 und 7 oberen
Hülsenabschnitt 14.1, der an seinem Ende auch die Öffnung für das Ende 15.1 des Stiftkörpers
aufweist, sowie aus einem in den Figuren unteren Hülsenabschnitt 14.2, der mit dem
Hülsenabschnitt 14.1 überlappend verbunden ist und der an seiner Außenfläche im Bereich
des unteren Endes des Schreibgerätes mit einer die Achse des Schreibgerätes 1a konzentrisch
umschließenden Außenschicht 17 aus einem weichen, elastomeren Material versehen ist,
welches die Griffigkeit des Schreib- und/oder Zeichengerätes an diesem Griffbereich
erhöht, an dem das Schreib- und Zeichengerät bei normaler Verwendung gefasst wird.
Für eine verbesserte Handhabung ist das Schreib- und/oder Zeichengerät 1a weiterhin
an der Außenfläche der Schicht 17 leicht tailliert.
[0028] Der Abschnitt 14.2 bildet an dem unteren Ende des Schreibgerätes mehrere, um die
Achse L dieses Schreibgerätes erteilte, klappenartige Verschlußelement 18, die bei
in die äußere Hülse 14 eingezogener bzw. bei zurückbewegter Schreibspitzte 16 einen
nach außen hin geschlossenen Schutzraum 19 bilden, in welchem die aus dem unteren
Ende des Stiftkörpers 15 herausragende Teil der Schreib- und/oder Zeichenspitze 16
vollständig aufgenommen ist und in den auch das untere Ende des Stiftkörpers bzw.
des Abschnittes 15.2 dieses Stiftkörpers hineinreicht. Die klappenartigen Verschlußelemente
18 ergänzen sich in diesem zurückgezogenen Zustand des Stiftes 2a zu einer den Raum
19 nach außen hin abschließenden kegelförmigen Wand oder Haube, wie dies in der Figur
6 dargestellt ist.
[0029] Beim Vorbewegen des Stiftes 2a bzw. beim Herausbewegen der Schreib- und Zeichenspitze
16 aus dem unteren Ende der äußeren Hülse 14 kommt zunächst der Ringwulst 15a gegen
die Innenfläche der Verschlußelemente 18 zur Anlage, sodass diese jeweils um Achsen
tangential zur Achse des Schreib- und/oder Zeichengerätes 1a nach außen geschwenkt
werden (und zwar ohne Berührung mit der Schreib- und/oder Zeichenspitze) und somit
die Schreib- und/oder Zeichenspitze aus der nunmehr von den Verschließelementen freigegebenen
Öffnung nach Außen vorsteht. Diese Gebrauchsstellung ist in Figur 7 wiedergegeben.
[0030] Die Verschließelemente 18, die einstückig mit dem Hülsenabschnitt 14.2 aus einem
Kunststoff hergestellt sind, schwenken dabei jeweils in einem in den Figuren mit 20
angegebenen Bereich, an dem bei geschlossenem Raum 19 bzw. in der Nichtgebrauchsstellung
die dann schräg zur Längsachse des Schreib- und/oder Zeichengerätes orientierten Verschlußelemente
in den die Längsachse L konzentrisch umschließenden, im Wesentlichen kreiszylinderförmigen
Teil des Hülsenabschnittes 14.2 übergehen. Die Scharnierbereiche 20 sind jeweils von
Abschnitten gebildet, an denen die Wandstärke des den Hülsenabschnitt 14.2 außen reduziert
ist. In die dadurch gebildeten Nuten oder Außnehmungen ist zur Erhöhung der Rückstell-
und Schließkraft der Verschließelemente 18 ein im Vergleich zum Material des Hülsenabschnittes
14.2 weicheres, elastomeres Material eingebracht ist, wie dies mit 21 dargestellt
ist.
[0031] Die Randbereiche18.1 der Verschließelemente 18, an denen diese in ihrem den Raum
19 verschließenden Zustand dicht aneinander anschließen und die entsprechend einer
Mantelfläche eines Kegels verlaufen, sind bei der dargestellten Ausführungsform jeweils
mit einer Randschicht oder -dichtung 22 aus einem elastomeren Kunststoff versehen,
sodass ein tatsächlich dichter Abschluss des Raumes 19 durch die Verschließelemente
18 möglich ist.
[0032] Wie in der Figur 9 angedeutet ist, sind die Randschichten 22 dadurch hergestellt,
daß zwischen den Rändern der Verschließelemente 18 jeweils ein Materialabschnitt oder
-streifen 22' aus dem elastomeren Kunststoff angeformt ist und dieser Streifen 22'
in der Mitte und parallel zu den angrenzenden Rändern der benachbarten Verschließelemente
18 verlaufend einen in der Wandstärke sehr reduzierten dünnen Abschnitt oder eine
Sollbruchlinie 23 aufweist, an dem der Materialstreifen 22' beim ersten Öffnen des
Raumes 19, d. h. beim ersten Auseinanderbewegen der Verschließelemente 18 reißt, sodass
hierdurch auch ein Originalitäts-Verschluß gegeben und insbesondere auch bei der Lagerung
und bei dem Transport des Schreibund/oder Zeichengerätes 1 vor der ersten Verwendung
durch ein hermetisches Verschließen des Raumes 19 im Bereich der Schließelemente 18
ein Austrocknen des Stiftes 2a ausgeschlossen ist.
[0033] Im Raum 19 ist eine den Abschnitt 15.2 außen umschließende Ringdichtung 24 vorgesehen,
die sich mit einer Seite, d. h. mit der den Verschließelement 18 zugewandten an einem
Bund 25 abstützt, der an der Innenfläche des Hülsenabschnittes 14.2 gebildet ist.
An der anderen Seite der Dichtung 14 stützt sich eine Druckfeder 26 mit einem Ende
ab, die den im Außendurchmesser reduzierten Abschnitt 15.2 umschließt und sich an
einem am Übergang zwischen dem Abschnitt 15.2 und dem übrigen Stiftkörper 15 an diesem
gebildeten Bund 27 abstützt. Durch die Druckfeder 26 ist somit der Faserstift 2a in
eine zurückgezogene d. h. in die Nichtgebrauchsstellung vorgespannt, in der der ringförmige
Wulst 15.3 gegen den Dichtungsring 24 anliegt, welcher gleichzeitig auch durch die
Druckfeder 26 abgestützt ist, sodass der Raum 19 auch zu dem Innenraum der Hülse 14
dicht verschlossen ist.
[0034] Insbesondere die Schicht 17, die elastischen Materialeinsätze 21 sowie die an den
Rändern der Verschließelemente 18 vorgesehenen Dichtungsstreifen oder Randdichtungen
22 bzw. die diese Randdichtungen bildenden Materialstreifen 22' und die Ringdichtung
24 sind vorzugsweise in einem Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren zusammen mit dem
Hülsenabschnitt 14.2 hergestellt.
[0035] Aus der Nichtgebrauchsstellung (Figur 6) wird der Faserstift 2a durch Drücken auf
das Ende 15.1 gegen die Wirkung der Druckfeder 26 in die Gebrauchsstellung (Figur
7) bewegt. Um diese Gebrauchsstellung gegen die Wirkung der Druckfeder 26 aufrechtzuerhalten,
ist an dem Stiftkörper 25 oder an einem mit diesem Stiftkörper verbundenen federnden
Abschnitt 28 ein Zapfen 29 angeformt, der radial über die Außenseite des Abschnittes
28 wegsteht und mit einer an einem Halteklipp 30 vorgesehenen Steuerfläche derart
zusammenwirkt, daß der Zapfen 29 beim Vorschieben des Faserstiftes 2a an einer Rast
der Rast- und Steuerkurve einrastet und dieser eingerastete Zustand dann durch Anheben
des Halteklipps 30 aufgehoben werden kann. Die mit den Zapfen 29 zusammenwirkende
und an der der Hülse 14 zugewandten Seite vorgesehene Rast- und Steuerkurve kann aber
auch so ausgebildet sein, daß der Zapfen 29 beim Vorbewegen des Faserstiftes 2a zunächst
einrastet, um den Faserstift in der Gebrauchsstellung zu halten, daß dann bei einem
weiteren Vorbewegen oder Überdrücken der Gebrauchsstellung die Rastverbindung zwischen
Zapfen und Steuer- und Rastkurve aufgehoben und der Faserstift 2a durch die Wirkung
der Druckfeder 26 in den Nichtgebrauchszustand zurück bewegt wird.
[0036] Die Erfindung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht
sich, daß zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne daß dadurch
der der Erfindung zugrundeliegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1, 1a
- Schreibgerät
- 2, 2a
- Stift
- 3
- Schutzhülse für Stift 2
- 4
- Stiftkörper
- 5
- Verschlußelement
- 6
- Verschlußkappe
- 6.1, 6.2, 6.3
- Abschnitt der Verschlußkappe
- 7
- Schreib- oder Zeichenspitze
- 8
- Hülsenkörper der Schutzhülse
- 8.1
- Abschnitt des Hülsenkörpers
- 8.2
- Steg
- 9
- Öffnung
- 10
- Kappe aus einem gummielastischen Material
- 10.1
- Wandung der Kappe 10
- 10.2
- Boden der Kappe 10
- 11
- Öffnung
- 12
- Feder
- 13
- Rast- oder Verriegelungseinrichtung
- 14
- äußere Hülse oder Gehäuse
- 14.1, 14.2
- Hülsenabschnitt
- 15
- Faserstiftkörper
- 15.1
- Ende
- 15.2
- Abschnitt
- 15.3
- Ringwulst
- 16
- Schreibspitze
- 16.1, 16.2
- Ende der Schreib- und Zeichenspitze
- 17
- Schicht
- 18
- Verschlußelement
- 18.1
- Randbereich
- 19
- Raum
- 20
- Scharniert
- 21
- elastomeres Material
- 22
- Randdichtung
- 22'
- Materialstreifen
- 23
- Sollbruchlinie
- 24
- Ringdichtung
- 25
- Bund
- 26
- Druckfeder
- 27
- Bund
- 28
- blattfederartiger Abschnitt
- 29
- Rastzapfen
- 30
- Halteklipp
- L
- Längsachse des Zeichen- und/oder Schreibgerätes
1. Schreib- und/oder Zeichengerät mit einem innerem Schreib- und/oder Zeichenelement
oder Stift (2, 2a), der eine Schreib- und/oder Zeichenspitze (7, 16) an einem Stiftkörper
(4, 15) und ein die Schreib- und/oder Zeichenspitze (7, 16) mit einer Schreib- und/oder
Zeichenflüssigkeit, z. B. Tinte, versorgendes Reservoir im Stiftkörper (4, 15) aufweist,
mit einem äußeren Gehäuse (3, 14), in welchem der Stift (2, 2a) axial verschiebbar
vorgesehen ist, und welches an einem Ende einen Schutzraum (19) bildet, in welchem
der Stiftkörper (4, 15) mit einem die Schreibund/oder Zeichenspitze (7, 16) aufweisenden
Ende hineinreicht und der an einem Ende des äußeren Gehäuses (3, 14) durch einen Verschluß
(8.2, 10; 18) zur Außenseite des Gehäuses verschließbar ist, wobei der Verschluß beim
Verschieben des Stiftes (2, 2a) relativ zum Gehäuse (3, 14) aus einer Nichtgebrauchsstellung
in der die Schreib- und/oder Zeichenspitze (7, 16) und das diese Spitze aufweisende
Ende des Stiftkörpers (4, 15) in dem Raum (19) aufgenommen sind, in eine Gebrauchsstellung
der Veschluss öffnet und die Schreib- und/oder Zeichenspitze (7, 16) durch eine von
dem geöffneten Verschluß (8.2, 10, 18) frei gegebene Verschlußöffnung (11) aus dem
diese Verschlußöffnung aufweisenden Ende des Gehäuses (3, 14) vorsteht, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verschluß so ausgebildet ist, daß er durch Spreizen die Verschlußöffnung (11)
frei gibt, und daß das die Schreib- und/oder Zeichenspitze (7, 16) aufweisende Ende
des Stiftkörpers (4, 15) wenigstens eine erste Steuerfläche (15.3) bildet, die beim
Verschieben des Stiftes (2, 2a) aus der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung
zum Öffnen des Verschlusses durch Spreizen gegen die Innenflächen des Verschlusses
zur Anlage kommt.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das äußere Gehäuse (3, 14) eine Hülse ist,
und/oder
daß der Verschluß von einer Spreizeinrichtung (8.2, 18) gebildet ist,
und/oder
daß die Spreizeinrichtung (8.2) innen liegende Steuerflächen bildet, die zum Spreizen
des Spreizelementes und zum Öffnen der Verschlußöffnung (11) mit einem Abschnitt (6.4)
des Stiftes (2) außerhalb der Schreib- oder Zeichenspitze (7) zusammenwirken,
und/oder
daß die Steuerflächen der Spreizeinrichtung (8.2) mit der Achse (L) der Schutzhülse (3)
oder des Stiftes (2) einen spitzen Winkel einschließen bzw. auf einer gedachten Kegelfläche
um diese Achse (L) angeordnet sind.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlußöffnung (11) in einem aus einem gummielastischen Material gefertigten
und zum Öffnen der Verschlußöffnung (11) durch die Spreizeinrichtung (8.2) dehnbaren
Teil (10.2) des Verschlusses vorgesehen ist,
und/oder
daß die Verschlußöffnung (11) zumindest von einer Verschlußlippe begrenzt ist, die aus
einem gummielastischen Material gefertigt ist und über die Spreizeinrichtung (8.2)
zum Öffnen und Schließen der Verschlußöffnung (11) betätigt wird.
4. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spreizeinrichtung von mehreren Stegen (8.2) gebildet ist, die um die Längsachse
(L) der Schutzhülse (3) oder des Stiftes (2) verteilt vorgesehen sind und in einem
nicht gespreizten Zustand der Spreizeinrichtung jeweils mit der Längsachse (L) einen
Winkel kleiner als 90° einschließen und die mit ihren freien Enden bis in die Nähe
der Verschlußöffnung (11) reichen,
und/oder
daß die Spreizeinrichtung bzw. die dieses Spreizelement bildenden Stege (8.2) einstückig
mit der Schutzhülse (3) hergestellt sind, vorzugsweise aus Kunststoff. und/oder
daß die Verschlußöffnung (11) im Boden (10.2) einer an den Stegen (8.2) vorgesehenen
und die Schutzhülse (3) im Bereich dieser Stege (8.2) verschließenden Kappe (10) aus
einem gummielastischen Material vorgesehen ist,
und/oder
daß die Spreizeinrichtung (8.2) aus einem Material besteht, welches eine größere Materialhärte
aufweist als das die Verschlußöffnung (11) umschließende und/oder abdichtende dauerelastische
Material.
5. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stege (8.2) bzw. die von diesen Stegen gebildeten Steuerflächen innerhalb der
Kappe (10) aus dem gummielastischen Material frei liegend vorgesehen sind, und/oder
daß sich die Kappe (10) aus dem gummielastischen Material auf den Stegen (8.2) bzw. auf
radial außen liegenden Flächen dieser Stege abstützt.
6. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der die Verschlußöffnung (11) aufweisende Teil des Schutzhülsenverschlusses aus dem
gummielastischen Material an das Spreizelement oder an die dieses Spreizelement bildende
Stege (8.2) angespritzt ist,
und/oder
daß zwischen der Schutzhülse (3) und dem Stift (2) wirkende Federmittel (12) vorgesehen
sind, mit denen der Stift (2) in seine Nichtgebrauchsstellung vorgespannt ist,
und/oder
daß Mittel, vorzugsweise Rastmittel (13) zum Verriegeln des Stiftes (2) in seiner Gebrauchsstellung
vorgesehen sind.
7. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verschluß bzw. die diesen Verschluß bildenden Spreizeinrichtung von mehreren
Verschlußelementen (18) gebildet ist, die im geschlossenen Zustand das hauben- oder
kegelartige Gehäuseende bilden und die jeweils an dem äußeren Gehäuse (3, 14) oder
an einem Abschnitt (14.2) dieses Gehäuses gelenkig vorgesehen sind,
wobei beispielsweise die Verschlußelemente (18) einstückig mit dem äußeren Gehäuse
(14) oder dem Gehäuseabschnitt (14.2) hergestellt sind,
und/oder
wobei beispielsweise die Gelenke durch eine Reduzierung des das äußere Gehäuse (14)
oder den Gehäuseabschnitt (14.2) bildenden Materials gebildet sind und in dem jeweiligen,
durch die Reduzierung der Wanddicke erzeugten Raum ein Material (21) aufgenommen ist,
welches eine gegenüber dem Material des äußeren Gehäuses (14) höhere Elastizität aufweist.
8. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlußelemente (18) an ihren einander benachbarten Randbereichen mit einer
elastischen Randdichtung (22) versehen sind,
und/oder
daß die Randdichtungen (22) von einem die Verschlußelemente (18) an ihrem benachbarten
Randbereichen verbindenden Materialsteg oder -streifen (22') aus einem elastischen
Material mit einer parallel zu den benachbarten Randbereichen verlaufenden Sollbruchlinie
(23) gebildet sind, an der der Materialsteg (22') eine reduzierte Wandstärke aufweist,
und/oder
daß das äußere Gehäuse (14) in der Nähe des Verschlusses (18) außen liegend eine Grifffläche
(17) aus einem Material bildet, welches weicher ist als das Material des äußeren Gehäuses
(14).
9. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch wenigstens eine Dichtung (24), die das die Schreib- und/oder Zeichenspitze (16) aufweisende
Ende (15.2) des Stiftkörpers (15) sowohl in der Gebrauchsstellung als auch in der
Nichtgebrauchsstellung umschließt und den Raum (19) auch an der der Verschlußöffnung
gegenüberliegenden Seite, d. h. zum restlichen Innenraum des äußeren Gehäuses (14)
hin abschließt,
wobei beispielsweise eine den Stift (2a) in die Nichtgebrauchsstellung vorspannende
Rückstellfeder (26) vorgesehen ist, die sich mit einem Ende an dem Stift (2a) und
mit ihrem anderen Ende an der Ringdichtung (24) abstützt und diese gegen einen Bund
(25) an der Innenseite des äußeren Gehäuses (14) andrückt,
und/oder
gekennzeichnet durch einen Rastmechanismus (28, 29, 30) zum wieder lösbaren Verriegeln des Stiftes (2)
in der Gebrauchsstellung, wobei beispielsweise der Rastmechanismus von einer Steuerfläche
an einem Halteklipp (30) und von einem mit dieser Steuerfläche zusammen wirkenden
Rast- oder Steuerelement (29) an dem Stift (2a) oder an einem mit dem Stift verbundenen
Element (28) gebildet ist.
10. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stiftkörper (15) an seinem die Schreib- und/oder Zeichenspitze (16) aufweisenden
Ende einen im Außenquerschnitt vergrößerten Abschnitt (15.3) aufweist, der in der
Nichtgebrauchsstellung gegen die Ringdichtung (24) anliegt.
11. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das äußere Gehäuse mit der Grifffläche und/oder den elastischen Materialeinsätzen
(21) und/oder der wenigstens einen Ringdichtung (24) und/oder den Randdichtungen (22)
und/oder den diese Randdichtungen bildenden Materialstegen im Mehrkomponentenspritzgießverfahren
hergestellt ist.
12. Gehäuse oder Schutzhülse für ein Schreib- und/oder Zeichenelement oder Stift (2, 2a),
der eine Schreib- und/oder Zeichenspitze (7, 16) an einem Stiftkörper (4, 15) und
ein die Schreib- und/oder Zeichenspitze (7, 16) mit einer Schreib- und/oder Zeichenflüssigkeit,
z. B. Tinte, versorgendes Reservoir im Stiftkörper (4, 15) aufweist, mit einem äußeren
Gehäuse (3, 14), in welchem der Stift (2, 2a) axial verschiebbar vorgesehen ist, und
welches an einem Ende einen Schutzraum (19) bildet, in welchem der Stiftkörper (4,
15) mit einem die Schreib- und/oder Zeichenspitze (7, 16) aufweisenden Ende hineinreicht
und der an einem Ende des äußeren Gehäuses (3, 14) durch einen Verschluß (8.2, 10;
18) zur Außenseite des Gehäuses verschließbar ist, wobei der Verschluß beim Verschieben
des Stiftes (2, 2a) relativ zum Gehäuse (3, 14) aus einer Nichtgebrauchsstellung in
der die Schreibund/oder Zeichenspitze (7, 16) und das diese Spitze aufweisende Ende
des Stiftkörpers (4, 15) in dem Raum (19) aufgenommen sind, in eine Gebrauchsstellung
der Veschluss öffnet und die Schreib- und/oder Zeichenspitze (7, 16) durch eine von
dem geöffneten Verschluß (8.2, 10, 18) frei gegebene Verschlußöffnung (11) aus dem
diese Verschlußöffnung aufweisenden Ende des Gehäuses (3, 14) vorsteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verschluß so ausgebildet ist, daß er durch Spreizen die Verschlußöffnung (11)
frei gibt, und daß das die Schreib- und/oder Zeichenspitze (7, 16) aufweisende Ende
des Stiftkörpers (4, 15) wenigstens eine erste Steuerfläche (15.3) bildet, die beim
Verschieben des Stiftes (2, 2a) aus der Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung
zum Öffnen des Verschlusses durch Spreizen gegen die Innenflächen des Verschlusses
zur Anlage kommt.
13. Gehäuse oder Schutzhülse für einen Stift (2), der eine Schreib- oder Zeichenspitze
(7) an einem Stiftkörper (4) und ein die Schreib- oder Zeichenspitze (7) mit einer
Schreib- oder Zeichenflüssigkeit (z. B. Tinte) versorgendes Reservoir im Stiftkörper
aufweist, gekennzeichnet
durch einen den Stift (2) zumindest an seinem die Schreib- oder Zeichenspitze (7) aufweisenden
Ende (6) aufnehmende Schutzhülsenkörper (8), in dem der Stift (2) axial verschiebbar
vorgesehen ist und der an seinem der Schreib- oder Zeichenspitze (7) benachbarten
Ende einen Verschluß (8.2, 10) mit Verschlußöffnung (11) bildet, welche beim Verschieben
des Stiftes (2) relativ zum Schutzhülse (3) aus einer Nichtgebrauchsstellung, in der
die Schreib- und Zeichenspitze (7) innerhalb der Schutzhülse (3) aufgenommen ist,
in eine Gebrauchsstellung, in der die Schreib- oder Zeichenspitze aus der Schutzhülse
(3) vorsteht, selbsttätig für einen Durchtritt der Schreib- oder Zeichenspitze (7)
öffnet,
wobei der Verschluß von einer Spreizeinrichtung (8.2) gebildet ist, die die Verschlußöffnung
(11) im Nichtgebrauchszustand dicht verschließt und beim Bewegen des Stiftes (2) in
die Gebrauchsstellung durch Spreizen für den Durchtritt der Schreib- oder Zeichenspitze
(7) öffnet.