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(11) |
EP 1 489 034 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Beschreibung |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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19.05.2010 Patentblatt 2010/20 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.10.2009 Patentblatt 2009/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.06.2004 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Aufzug mit Rolle mit Beschichtung
Lift with pulley with coating
Ascenseur avec poulie avec revêtement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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| (30) |
Priorität: |
19.06.2003 EP 03405444
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.12.2004 Patentblatt 2004/52 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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06101117.7 / 1657208 |
| (73) |
Patentinhaber: Inventio AG |
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6052 Hergiswil NW (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Eichhorn, Roland
5727 Oberkulm (CH)
- Ach, Ernst
6030 Ebikon (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 096 176 US-A- 432 701 US-B1- 6 405 833
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CH-A- 641 254 US-A- 3 838 752 US-B1- 6 419 208
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- DATABASE WPI Section PQ, Week 198109 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class
Q38, AN 1981-B8433D XP002263646 -& SU 742 366 A (MOGIL TECH SUPPLY) 30. Juni 1980
(1980-06-30)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Aufzug zum Befördern mindestens einer Last mittels
mindestens eines bewegbaren Zugmittels nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1
und eine Rolle nach dem Oberbegriff des Anspruchs 13.
[0002] Als ein bekanntes Beispiel für einen derartigen Aufzug kann u.a. eine konventionelle
Aufzugsanlage betrachtet werden, in der eine Last, beispielsweise eine Aufzugskabine,
oder auch mehrere Lasten, beispielsweise eine Aufzugskabine und ein Gegengewicht zur
Kompensation des Gewichts der Aufzugskabine, an mindestens einem Tragmittel aufgehängt
sind. Als Tragmittel dienen in der Regel ein oder mehrere Seile und/oder ein oder
mehrere Riemen. Die jeweiligen Tragmittel stehen dabei mit den jeweiligen Lasten derart
in Verbindung, dass bei einer Bewegung der Tragmittel die jeweiligen Lasten befördert
werden, beispielsweise zwischen verschiedenen Stockwerken eines Gebäudes. Im vorliegenden
Fall hat ein Tragmittel auch die Funktion eines Zugmittels.
[0003] Im Folgenden wird - wenn nichts anderes spezifiziert ist - der Begriff Zugmittel
auch als Bezeichnung für ein Zugmittel, das als Trag- und Zugmittel für eine Last
ausgelegt ist, verwendet.
[0004] Bisher wurden eine Reihe von Anordnungen für Zugmittel zur Beförderung von Lasten
vorgeschlagen, in denen jedes Zugmittel in einen Kontakt gebracht ist mit mindestens
einem Körper, um das Zugmittel zu führen. Der Kontakt mit dem jeweiligen Körper begrenzt
den Bewegungsspielraum des Zugmittels und bewirkt somit eine Führung des Zugmittels.
Die Grenzfläche zwischen dem Zugmittel und dem Körper ist dabei von grosser Bedeutung
für die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Anordnung. Die Art der Grenzfläche beeinflusst
beispielsweise die Reibung zwischen dem Zugmittel und dem Körper und beeinflusst Verschleisserscheinungen,
die durch den Kontakt zwischen dem Zugmittel und dem Körper hervorgerufen werden können.
Es können Körper verwendet werden, die eine Beschichtung an Stellen aufweisen, an
denen das Zugmittel mit dem Körper in Kontakt steht. Der Kontakt zwischen dem Körper
und dem Zugmittel kann durch eine geeignete Wahl der Beschichtung optimiert werden.
[0005] In konventionellen Aufzugsanlagen werden beispielsweise die Zugmittel für Aufzugskabine
bzw. Gegengewichte in der Regel mit mindestens einer Rolle und/oder mindestens einem
Gleitelement in Kontakt gebracht. Die Rolle bzw. das Gleitelement hat dabei einen
Einfluss auf die momentane räumliche Anordnung des Zugmittels und insbesondere auf
eine Bewegung eines Längsabschnitts des Zugmittels sowohl in der Längsrichtung als
auch in der Querrichtung des Längsabschnitts.
[0006] In konventionellen Aufzugsanlagen werden Rollen in der Regel für verschiedene Zwecke
verwendet, beispielsweise als Treibrollen oder auch als Umlenkrollen für die jeweiligen
Zugmittel.
[0007] Eine Treibrolle ist mit einem Antrieb in eine Rotation versetzbar und hat in der
Regel die Aufgabe, ein Zugmittel zu bewegen. Zu diesem Zweck wird die Treibrolle derart
bezüglich des Zugmittels angeordnet, dass das Zugmittel mit einer Oberfläche der Treibrolle,
die bei einer Rotation der Treibrolle bewegt wird, in Kontakt steht und dass bei einer
Bewegung der Oberfläche Traktionskräfte auf das Zugmittel übertragen werden. In der
Regel wird die Treibrolle derart ausgerichtet, dass ein Längsabschnitt des Zugmittels
im wesentlichen parallel zu der Richtung, in der die Oberfläche bewegbar ist, ausgerichtet
ist. Unter dieser Bedingung ist die Kraftübertragung zwischen Treibrolle und Zugmittel
in der Längsrichtung des Zugmittels optimal. Diese Konfiguration ist offensichtlich
besonders gut geeignet, um eine Bewegung des Zugmittels in dessen Längsrichtung zu
erreichen. Um eine grosse Traktion zu erzielen, wird das Zugmittel in der Regel derart
angeordnet, dass es die Treibrolle längs einer kreisförmigen Umfangslinie um eine
Drehachse der Treibrolle teilweise oder sogar ganz oder mehr als einmal umschlingt.
Bei dieser Art der Führung des Zugmittels ändert sich demnach an der Treibrolle die
Richtung der Längserstreckung des Zugmittels.
[0008] Umlenkrollen sind im Gegensatz zu Treibrollen nicht mit einem Antrieb versehen und
deshalb nicht geeignet, ein Zugmittel anzutreiben. Vielmehr ist mit einem Zugmittel,
das mit einer Umlenkrolle längs einer Umfangslinie um die Drehachse der Umlenkrolle
in Kontakt gebracht ist, ein Drehmoment auf die Umlenkrolle übertragbar und somit
die Umlenkrolle in eine Rotation versetzbar, wenn das Zugmittel bewegt wird. In der
Regel werden Umlenkrollen derart mit einem Zugmittel in Kontakt gebracht, dass das
Zugmittel die Umlenkrolle längs einer kreisförmigen Umfangslinie um deren Drehachse
teilweise oder sogar ganz umschlingt.
[0009] Umlenkrollen werden in Aufzugsanlagen für unterschiedliche Zwecke verwendet. Bei
einer typischen Anwendung wird eine Umlenkrolle ortsfest bezüglich einer stationären
Tragstruktur der Aufzugsanlage installiert, um verschiedene Längsabschnitte eines
Zugmittels in unterschiedliche Richtungen zu lenken. Kräfte, die an dem Zugmittel
angreifen, werden dabei zumindest teilweise über das Lager der Drehachse der Umlenkrolle
in die Tragstruktur der Aufzugsanlage eingeleitet. Bei einer anderen typischen Anwendung
werden eine oder mehrere Umlenkrollen verwendet, um eine Last in einer durch einen
Längsabschnitt eines Zugmittels gebildeten Umschlingung der Umlenkrollen aufzuhängen.
In diesem Fall wird durch eine Bewegung des Zugmittels in dessen Längsrichtung eine
relative Bewegung zwischen Umlenkrollen und Zugmittel und somit eine Beförderung der
Last erreicht.
[0010] Es sind eine Reihe von Vorschlägen bekannt, die auf die Optimierung der Grenzflächen
zwischen einem Zugmittel und einer Rolle gerichtet sind. Die Optimierungen zielen
in der Regel auf eine Erhöhung der Traktion zwischen Zugmittel und Rolle.
[0011] Aus
US3838752 ist beispielsweise eine Aufzugsanlage bekannt, in der Seile, die eine Aufzugskabine
und ein Gegengewicht verbinden, durch Rillen einer Treibrolle geführt sind. An die
Grenzflächen zwischen den Seilen und der Treibrolle werden Schmiermittel gebracht,
die den Reibwert für den Kontakt zwischen einem der Seile und der Treibrolle erhöhen,
verglichen mit dem Reibwert für einen entsprechenden Kontakt ohne Schmiermittel. In
diesem Fall sorgt das Schmiermittel für eine Erhöhung der Traktionskräfte zwischen
der Treibrolle und den Seilen.
[0012] Die Patentanmeldung
WO 02/074677 offenbart eine Aufzugsanlage mit einer Treibrolle für Seile. Die Treibrolle umfasst
einen Rollenkörper, in dem längs einer Umfangslinie mehrere Rillen zur Führung der
Seile ausgeprägt sind, und eine auf den Rollenkörper aufgebrachte Beschichtung, beispielsweise
aus Gummi oder Polyurethan. Die Beschichtung bewirkt - im Vergleich zum Rollenkörper
- eine erhöhte Reibung zwischen der Treibrolle und den Seilen und somit eine Vergrösserung
der Traktionskräfte zwischen der Treibrolle und den Seilen.
[0013] Aus
EP 1 096 176 ist ein Aufzug und eine Rolle gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 13 bekannt.
[0014] Die
Patentanmeldung EP 1096176 A1 offenbart eine Treibrolle zum Antreiben von Kunstfaserseilen, vorzugsweise für einen
Seilantrieb einer Aufzugsanlage. Die Treibrolle weist Rillen auf, durch die Seile
geführt sind. Die Rillenflächen, die mit den Seile in Kontakt stehen, sind derart
präpariert sind, dass sie - entweder aufgrund einer mechanischen Bearbeitung oder
aufgrund des Aufbringens einer geeigneten Beschichtung - eine definierte Oberflächenrauigkeit
aufweisen. Die Oberflächenrauigkeit bewirkt eine Erhöhung des Reibwerts für einen
Kontakt zwischen den Seilen und der Treibscheibe, verglichen mit einer unbearbeiteten
bzw. unbeschichteten Treibrolle. Die zwischen der Treibrolle und den Seilen übertragbaren
Traktionskräfte werden somit erhöht.
[0015] Die
Patentschrift US 6419208 zeigt konvex geformte Umlenkrollen für die Führung von Riemen, die mit einer reibungsarmen
Beschichtung versehen sind.
[0016] Um hohe Traktionskräfte zwischen einer Rolle und einem an der Rolle anliegenden Zugmittel,
beispielsweise einem Seil oder einem Riemen, zu erreichen, stehen dem Fachmann mehrere
Möglichkeiten offen:
- (i) die jeweiligen Werkstoffe der Teile des Zugmittels und der Rolle, die miteinander
in Kontakt stehen, können geeignet gewählt werden, um eine möglichst hohe Reibung
zu erzielen und
- (ii) die Anpresskraft zwischen dem Zugmittel und der Rolle kann möglichst gross gewählt
werden.
[0017] Die Möglichkeiten (i) und (ii) können jeweils in einem gewissen Rahmen für Optimierung
genutzt werden.
[0018] Ist beispielsweise die Rolle aus Stahl und das Zugmittel ein Seil, dessen äussere
Oberfläche aus Stahldrähten gebildet ist, dann ist einem Kontakt zwischen dem Seil
und der Rolle ein relativ geringer Reibwert zuzuordnen. Da aber Drähte aus Stahl quer
zur Richtung ihrer Längserstreckung in hohem Masse belastbar sind, kann die Möglichkeit
genutzt werden, die Anpresskraft zwischen dem Seil und der Rolle besonders gross zu
wählen. Zu diesem Zweck kann beispielsweise das Seil an der Oberfläche der Rolle in
einer Rille geführt werden, die so dimensioniert ist, dass das Seil in der Querrichtung
eingeklemmt wird. Alternativ bzw. zusätzlich kann die Rille so ausgebildet sein, dass
das Seil am Grund der Rille auf einer möglichst kleinen, scharfkantigen Auflagefläche
aufliegt.
[0019] Abweichend von diesem Beispiel liegen wesentlich andere Bedingungen vor bei Zugmitteln,
die lasttragende Fasern aus synthetischem Material, beispielsweise Aramid, enthalten.
Während derartige Fasern von geringem Gewicht und in ihrer Längsrichtung hochbelastbar
sind, sind diese in ihrer Querrichtung weit geringer belastbar als Stahldrähte und
anfällig für Beschädigungen durch so genannte Querkräfte, d.h. Kräfte, die quer zur
Längsrichtung wirken. Da ein Zugmittel bei einem Kontakt mit einer Rolle und bei einer
Übertragung von Traktionskräften zwischen dem Zugmittel und der Rolle hohen Querkräften
ausgesetzt sein kann, haben sich als Zugmittel mit lasttragenden Fasern aus einem
synthetischen Material solche Zugmittel durchgesetzt, bei denen die Fasern durch eine
Umhüllung geschützt sind. Beispielsweise sind Seile aus Aramid bekannt, die aus einem
durch Verseilen von mehreren Litzen aus Aramidfasern gebildeten Kernseil und einem
das Kernseil als Ganzes umgebenden Seilmantel bestehen. Als Material für den Seilmantel
haben sich vor allem elastische Materialien, beispielsweise Elastomere wie Polyurethan
oder Gummi, bewährt. Als Alternative für derartige Seile sind Seile bekannt, die durch
Verseilen von mehreren aus Kunstfasern gebildeten Litzen entstanden sind, wobei die
Litzen jeweils einzeln eine schützende Umhüllung, beispielsweise aus Elastomeren wie
Polyurethan oder Gummi, aufweisen. Auch bei dieser Alternative sind die Litzen bei
einer geeigneten Dimensionierung der Umhüllung der einzelnen Litzen wirksam vor Schädigungen
durch Querkräfte geschützt.
[0020] Die genannten mit einer Umhüllung versehenen Kunstfaserseile haben die Eigenschaft,
dass die üblichen für eine Umhüllung geeigneten Materialien einen relativ grossen
Reibwert für einen Kontakt mit den üblichen Materialien, die für Rollen verwendet
werden (beispielsweise Stahl oder Gusseisen), haben. Dies kann in verschiedener Hinsicht
als Vorteil betrachtet werden. Beispielsweise können bei einem Kontakt zwischen einem
dieser Seile und einer konventionellen Treibrolle relativ grosse Traktionskräfte übertragen
werden, selbst wenn relativ kleine Anpresskräfte zwischen Seil und Rolle wirken. Auf
zusätzliche Massnahmen, die die Anpresskräfte zwischen Seil und Rolle erhöhen (beispielsweise
eine Auflage des Seils auf kleinen, scharfkantigen Auflageflächen oder eine Einklemmung
des Seils in einer engen Rille), kann deshalb gewöhnlich verzichtet werden. Wegen
des grossen Reibwerts für den Kontakt zwischen der Umhüllung und einer konventionellen
Treibrolle muss ein Seil eine konventionelle Treibrolle nur längs einer relativ kurzen
Strecke umschlingen, um ausreichend grosse Traktionskräfte zu übertragen. Deshalb
können ausreichend grosse Traktionskräfte mit Treibrollen erzielt werden, die einen
relativ kleinen Durchmesser aufweisen. Zum Antreiben derartiger Rollen müssen deshalb
relativ kleine Drehmomente aufgebracht werden. Als Antrieb solcher Rollen reichen
folglich relativ kleine Motoren aus. Dieser Vorteil kann bei einer Verwendung von
Kunstfaserseilen in einem hohen Masse ausgenutzt werden, da Kunstfaserseile meist
in hohem Masse biegsam sind und deshalb längs Bahnen mit relativ kleinem Krümmungsradius
geführt werden können.
[0021] Der Wunsch nach einer Miniaturisierung der verwendeten Komponenten ist eine wesentliche
treibende Kraft bei der Fortentwicklung von Aufzugsanlagen und anderer Vorrichtungen
zur Beförderung von Lasten, zumal die Miniaturisierung der einzelnen Komponenten die
Entwicklung immer leistungsfähigerer Vorrichtungen mit einem reduzierten Platzbedarf
ermöglicht und somit die Grundlage für Kostenreduktionen schafft.
[0022] Der Trend zur Miniaturisierung hat allerdings in der letzten Zeit zur Realisierung
extremer Betriebsbedingungen geführt, die problematische Begleiterscheinungen aufzeigen.
[0023] Anordnungen von Zugmittel, die zum Befördern einer Last bewegt werden, zeigen häufig
Instabilitäten, die mit Bewegungen eines Zugmittels quer zur Richtung seiner Längserstreckung
im Zusammenhang stehen.
[0024] Bei Aufzügen mit konventionellen Kunstfaserseilen als Zugmittel zeigt sich beispielsweise
eine grosse Schrägzugempfindlichkeit dieser Seile. Ist ein in seiner Längsrichtung
bewegtes Kunstfaserseil beispielsweise in Kontakt mit einer rotierenden Rolle und
ist das Seil so geführt, dass das Seil sich an der Oberfläche der Rollen nicht innerhalb
einer Ebene senkrecht zur Drehachse der Rolle, sondern vielmehr in einem Winkel zu
dieser Ebene, also unter "schrägem Zug" (Schrägzug) bewegt, dann treten im Betrieb
Verdrehungen des Seils um seine Längsrichtung auf. Häufig sind solche Verdrehungen
im Dauerbetrieb nicht reversibel. Eine Verdrehung eines Seils kann im Dauerbetrieb
derart anwachsen, dass die Litzen eines Seils geschädigt werden. Dieser Effekt kann
die Lebensdauer eines Seils drastisch reduzieren und zu einem vorzeitigen Ausfall
eines Aufzugs führen.
[0025] Dieser Effekt ist insbesondere bei Kunstfaserseilen häufig störend, da diese aufgrund
der mechanischen Eigenschaften der üblichen Kunstfasern keine grosse Steifigkeit gegen
Verdrehungen aufweisen.
[0026] Eine übermässige Schrägzugempfindlichkeit ist allerdings limitierend. Einerseits
setzt eine perfekte Vermeidung von Schrägzug hohe Anforderungen an die Einhaltung
von Toleranzen im Hinblick auf die Führung von Zugmitteln und die Anordnung der Flächen,
mit denen die Zugmittel in Kontakt sind, voraus. Andererseits gibt es beispielsweise
im Aufzugsbau Bestrebungen, Schrägzug von Zugmitteln gezielt in Kauf zu nehmen, um
durch eine spezielle Geometrie der Führung der Zugmittel die Raumnutzung in einem
Aufzugsschacht zu verbessern. Die Verwendung derartiger Design-Konzepte ist limitiert,
wenn die vorgesehenen Zugmittel eine grosse Empfindlichkeit gegen Schrägzug aufweisen.
[0027] Ausgehend von den vorstehend genannten Problemen liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, einen Aufzug bzw. Rolle zu schaffen, bei dem bzw. der die zur
Beförderung einer Last bewegten Zugmittel auf eine möglichst schonende Weise geführt
sind.
[0028] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch einen Aufzug gemäss der Kombination der
Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1 und eine Rolle gemäss der Kombination
der Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 13 gelöst.
[0029] Der erfindungsgemässe Aufzug weist mindestens ein bewegbares, mit einer Last verbundenes
Zugmittel auf, wobei mindestens ein Abschnitt des Zugmittels in einen Kontakt gebracht
ist mit mindestens einer Rolle, um das Zugmittel zu führen. Die Rolle umfasst eine
Beschichtung und einen drehbar gelagerten Rollenkörper, der als Träger der Beschichtung
dient, wobei das Zugmittel mit der Beschichtung in Kontakt bringbar ist. Erfindungsgemäss
ist die Beschichtung derart gewählt, dass ein Reibwert für einen Kontakt zwischen
dem Zugmittel und der Beschichtung geringer ist als der entsprechende Reibwert für
einen Kontakt zwischen dem Zugmittel und dem Träger.
[0030] Die Verwendung einer geeigneten Beschichtung erlaubt es, besonders geringe Reibwerte
für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel und der Rolle zu erzielen. Bei der Auswahl
von Materialien, die als Beschichtung geeignet sind, sind nämlich weniger Restriktionen
zu berücksichtigen, als bei der Auswahl des Trägers der Beschichtung. Beispielsweise
bestimmt der Träger der Beschichtung im wesentlichen die mechanische Festigkeit der
Rolle und somit die Grösse der maximalen Kraft, die von der Rolle aufgrund des Kontakts
mit dem Zugmittel aufgenommen werden kann. Die Beschichtung hingegeben muss keinen
substantiellen Beitrag zur mechanischen Stabilität der Rolle leisten und kann in erster
Linie im Hinblick auf den Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel und der
Beschichtung optimiert werde. Ausgehend von einem geeigneten Werkstoff für einen Träger
kann deshalb in der Regel eine geeignete Beschichtung für den Träger gefunden werden,
die im Vergleich mit dem unbeschichteten Träger eine reibungsvermindernde Wirkung
gewährleistet.
[0031] Die reibungsvermindernde Wirkung hat u.a. den Effekt, dass bei einem Kontakt eines
Zugmittels mit der Beschichtung solche Kräfte, die bei einer Bewegung des Zugmittels
quer zur Bewegungsrichtung des Zugmittels wirken, reduziert sind, verglichen mit einem
Kontakt zwischen dem Zugmittel und dem Träger. Wegen der Reduktion der quer zur Bewegungsrichtung
wirkenden Kräfte wird das Zugmittel auf eine schonendere Weise an dem Rolle geführt
als wenn keine Beschichtung vorhanden wäre. Die Reduktion ist umso grösser, je geringer
der Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel und der Beschichtung ist.
[0032] Bevorzugt ist der Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel und der Beschichtung
derart bemessen, dass bei einer Bewegung des Zugmittels relativ zur Rolle kein Torsionsmoment
des Zugmittels um seine Längsrichtung erzeugbar ist, welches einen vorgegebenen, für
eine Beschädigung des Zugmittels massgeblichen Grenzwert übersteigt. Dieses Kriterium
ist insbesondere anwendbar auf Fälle, bei denen Seile mit einem runden Querschnitt
als Zugmittel verwendet werden. Seile mit rundem Querschnitt können aufgrund ihrer
Form besonders leicht um ihre Längsrichtung verdreht und dabei beschädigt werden.
Ein Seil mit rundem Querschnitt ist an einer Rolle in der Regel nicht formschlüssig
geführt. Wird ein Seil mit rundem Querschnitt an der Oberfläche einer Rolle, beispielsweise
in einer Rille, unter einem Schrägzug geführt, dann kann das Seil an der Oberfläche
der Rolle quer zur Längsrichtung des Seils rollen, d.h. eine Drehbewegung um die Längsrichtung
ausführen. In der Regel sind in der Aufzugsanlage weitere Vorrichtungen vorhanden,
die die Bewegungsfreiheit des Seils in der Umgebung der Rolle einschränken, beispielsweise
Seilfixpunkte oder weitere Führungselemente, die die Bewegung des Seils in vorgegebenen
Bahnen halten. Da das Seil demnach bei einer Bewegung in seiner Längsrichtung vorgegebenen
Randbedingungen genügen muss, führt die genannte Drehbewegung an der Oberfläche der
Rolle zu einer Torsion des Seils um seine Längsrichtung. Die Torsion des Seils kann
unter Schrägzug bei einer Bewegung des Seils in seiner Längsrichtung stetig anwachsen,
sofern das Seil an der Oberfläche der Rolle quer zu seiner Längsrichtung abrollen
kann. Ist die Rolle erfindungsgemäss beschichtet und das Seil mit der Beschichtung
in Kontakt gebracht, so kann eine derartige Torsion verhindert oder zumindest auf
einen Maximalwert beschränkt werden, der umso geringer ist, je kleiner der Reibwert
für den Kontakt zwischen dem Seil und der Rolle ist. Eine geringe Reibung zwischen
dem Seil und Rolle verbessert die Möglichkeit, dass das Seil unter Schrägzug quer
zur Längsrichtung des Seils gleitet - anstatt abzurollen. Dies limitiert die Torsion
des Seils und wirkt einer Beschädigung des Seils aufgrund einer übermässigen Torsion
entgegen.
[0033] Auf diese Wiese wird erreicht, dass auf das Zugmittel kein oder ein verhältnismässig
geringes Torsionsmoment - bezogen auf die Längsrichtung des Zugmittels wirkt - wenn
das Zugmittel schräg über die Rolle läuft und dabei in Kontakt mit der Beschichtung
gebracht ist. Diese Konfiguration ist insbesondere vorteilhaft bei der Verwendung
von Seilen, die eine grosse Empfindlichkeit gegenüber einem Schrägzug aufweisen und
deshalb nicht durch grosse Torsionsmomente bezüglich ihrer Längsrichtung belastbar
sind.
[0034] Bevorzugt wird der Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel und der Beschichtung
derart gering bemessen, dass bei einer Bewegung des Zugmittels relativ zur Rolle keine
Deformation des Zugmittels quer zu dessen Bewegungsrichtung erzeugbar ist, welche
einen vorgegebenen, für eine Beschädigung des Zugmittels massgeblichen Grenzwert übersteigt.
Ein niedriger Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel und der Beschichtung
bietet die Voraussetzung dafür, dass bei einem Kontakt zwischen der Rolle und dem
Zugmittel besonders geringe Kräfte auf das Zugmittel quer zu dessen Bewegungsrichtung
wirken können. Dadurch sind Deformationen des Zugmittels quer zu dessen Bewegungsrichtung
limitiert. Dies wirkt sich insbesondere schonend auf das Zugmittel aus, wenn die Rolle
eine Rille aufweist, um das Zugmittel seitlich zu führen. Sind in diesem Fall die
Kräfte, die quer zur Bewegungsrichtung des Zugmittels wirken, durch eine geeignete
Beschichtung gemäss der Erfindung reduziert, dann sind auch die Anpresskräfte, die
bei einem Kontakt zwischen einer Flanke der Rille und dem Zugmittel auftreten, reduziert.
Dadurch werden Verschleisserscheinungen, die auf eine Wechselwirkung zwischen einer
Rillenflanke und einem Zugmittel zurückzuführen sind, reduziert oder sogar vermieden.
Die mechanische Wechselwirkung zwischen der Rillenflanke und dem Zugmittel kann an
sich reduziert werden, wenn die Rillenflanke mit einer reibungsreduzierenden Beschichtung
versehen wird.
[0035] Das vorstehend genannte Konzept kann insbesondere vorteilhaft umgesetzt werden bei
Umlenkrollen für das Zugmittel. Im Falle einer Umlenkrolle besteht keine Notwendigkeit,
grosse Traktionskräfte zwischen der Rolle und dem Zugmittel zu übertragen. Der Reibwert
für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel und der Rolle kann deshalb so gering wie
möglich gewählt werden.
[0036] Gemäss der Erfindung sind nur Teilbereiche eines Rollenkörpers mit einer reibungsvermindernden
Beschichtung zu bedecken. Abhängig von seiner momentanen Anordnung kann das Zugmittel
gegebenenfalls mit der Beschichtung oder mit dem Rollenkörper in Kontakt gebracht
werden. Alternativ können auch ein Teilabschnitt (oder mehrere Teilabschnitte) des
Zugmittels mit dem Rollenkörper und ein anderer Teilabschnitt (oder mehrere andere
Teilabschnitte) mit der Beschichtung in Kontakt gebracht werden. Auf diese Weise ist
es möglich, abhängig von der relativen Anordnung des Zugmittels und der Rolle die
Reibung zwischen dem Zugmittel und der Rolle gezielt zu variieren.
[0037] Bei einer Rolle, die eine Rille zur Führung eines Zugmittels aufweist, ist eine reibungsvermindernde
Beschichtung gemäss der Erfindung lediglich an den Flanken einer Rille, die in einem
Rollenkörper ausgebildet ist, angeordnet sein. In diesem Fall ist der Reibwert für
einen Kontakt zwischen dem Zugmittel und der Rolle maximal, wenn das Zugmittel am
Grund der Rille ausschliesslich mit dem Rollenkörper in Kontakt gebracht ist. Demgegenüber
ist der Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel und der Rolle reduziert,
wenn zumindest Teilabschnitte des Zugmittels - anstatt mit dem Rollenkörper in Kontakt
zu stehen - mit der reibungsvermindernden Beschichtung an der Rillenflanke in Kontakt
gebracht sind. Dieses Konzept der "selektiven Beschichtung" ist mit Vorteil insbesondere
in Hinblick auf die Konstruktion von Treibrollen anwendbar: Auf dieser Grundlage lassen
sich Treibrollen konstruieren, mit denen sich einerseits auf ein Zugmittel grosse
Traktionskräfte übertragen lassen, die andererseits aber keine oder nur geringe Torsionsmomente
auf das Zugmittel übertragen, wenn das Zugmittel schräg über die Rolle läuft. Dieses
Konzept ist insbesondere vorteilhaft anwendbar bei Zugmitteln, die eine hohe Empfindlichkeit
aufweisen gegenüber Verdrehungen um ihre Längsrichtung.
[0038] Erfindungsgemässe Beschichtungen sind auf verschiedene Weisen realisierbar. Beschichtungen,
die sich einerseits auf einem geeigneten Träger aufbringen lassen und ausserdem einen
Reibwert für einen Kontakt zwischen einem Zugmittel und der Beschichtung gewährleisten,
der geringer ist als der entsprechende Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel
und dem Träger, können beispielsweise Schmiermittel umfassen. Als Schmiermittel sind
beispielsweise verschiedene Trockenschmiermittel oder verschiedene Nassschmiermitteln
oder auch Mischungen dieser Schmiermittel verwendbar. Diese Schmiermittel können auch
in geeigneten Bindemitteln eingebettet sein. Im letzteren Fall können Schmiermittel
und Bindemittel gezielt so gewählt sein, dass das Bindemittel für eine ausreichende
Stabilität der Beschichtung sorgt, während das Schmiermittel so gewählt werden kann,
dass der Reibwert für einen Kontakt zwischen der Beschichtung und dem Zugmittel besonders
gering ist.
[0039] Die Erfindung bringt wesentliche Vorteile bei Zugmitteln mit lasttragenden Organen,
die eine Umhüllung aus einem Elastomer, beispielsweise Polyurethan oder Gummi, aufweisen.
Derartige Umhüllungen sind einerseits kostengünstig herstellbar, beispielsweise durch
Extrudieren im Falle von Polyurethan oder durch Vulkanisieren im Falle von Gummi.
Zugmittel mit eine derartigen Umhüllung haben allerdings einen extrem hohen Reibwert
für einen Kontakt mit Werkstoffen, aus denen gewöhnlich Rollen für Zugmittel für Aufzüge
gefertigt werden, beispielsweise Stahl, Gusseisen, Polytetrafluorethylen (PTFE bzw.
"Teflon") o.ä. Ein Zugmittel mit einem Mantel aus Polyurethan oder Gummi kann beispielsweise
einen Reibwert im Bereich von 0.4-0.9 für einen Kontakt mit einer Rolle aus Stahl,
Gusseisen, Polytetrafluorethylen (PTFE bzw. "Teflon") aufweisen. Wird die Rolle mit
einer Beschichtung gemäss der Erfindung versehen, so kann der entsprechende Reibwert
auf weniger als 0.2 reduziert werden. Dies kann beispielsweise erreicht werden mit
einer Beschichtung auf Grundlage von Polytetrafluorethylen (PTFE bzw. "Teflon"). Eine
derartige Verminderung des Reibwerts reduziert den Effekt eines Schrägzugs auf das
Zugmittel erheblich. Dies ist insbesondere nützlich bei Zugmitteln, die besonders
empfindlich bezüglich Schrägzug sind und unter einem Schrägzug besonders leicht beschädigt
werden können, beispielsweise Zugmittel mit lasttragenden Organen aus Kunstfasern
wie z.B. Aramid.
[0040] Im Folgenden werden weitere Einzelheiten der Erfindung und insbesondere vorteilhafte
Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert anhand schematischer Zeichnungen. Es
zeigen:
- Fig. 1:
- Einen Aufzug zum Befördern einer Aufzugskabine und eines Gegengewichts mittels eines
bewegbaren Zugmittels, mit einer Treibrolle und mehreren Umlenkrollen für das Zugmittel,
- Fig. 2A:
- die Treibrolle gemäss Fig. 1, in einer Ansicht in Richtung des Pfeils 2A in Fig. 1,
mit einem Seil als Zugmittel, wobei das Seil schräg über die Treibrolle läuft,
- Fig. 2B:
- die Treibrolle gemäss Fig. 2A, aus einer anderen Perspektive gesehen (gemäss Pfeil
2B in Fig. 2A),
- Fig. 3:
- einen Längsschnitt durch eine nicht beanspruchte Rolle mit einer Beschichtung und
einem um die Rolle laufenden Seil,
- Fig. 4:
- einen Längsschnitt durch eine Rolle, wie in Fig. 3, jedoch mit einer anderen Anordnung
einer Beschichtung gemäss der Erfindung,
[0041] Fig. 1 zeigt - als ein Beispiel für eine Vorrichtung zum Befördern mindestens einer
Last mit mindestens einem bewegbaren, mit der Last verbundenen Zugmittel - einen Aufzug
1. Der Aufzug 1 umfasst zwei mit einem Zugmittel 7 beförderbare Lasten: eine Aufzugskabine
3 und ein Gegengewicht 5. Zwei Enden 7', 7" des Zugmittels 7 sind an einer Deckenkonstruktion
2 befestigt. Das Zugmittel 7 ist über eine drehbar gelagerte Treibrolle 20 geführt,
welche an der Deckenkonstruktion 2 - zusammen mit einem (nicht dargestellten) Antrieb
für die Treibrolle 20 - angeordnet ist. Im vorliegenden Fall ist zwischen der Treibrolle
20 und jeweils einem der beiden Enden 7', 7" des Zugmittels 7 jeweils ein Längsabschnitt
des Zugmittels 7 definiert, wobei der eine der beiden Längsabschnitte mit der Aufzugskabine
3 und der andere dieser Längsabschnitte mit dem Gegengewicht 5 verbunden sind. Dabei
ist die Aufzugskabine 3 mittels zweier an der Aufzugskabine 3 drehbar angeordneten
Umlenkrollen 11 in einer so genannten 2:1 Aufhängung mit dem Zugmittel 7 verbunden,
während das Gegengewicht 5 mit einer am Gegengewicht 5 drehbar angeordneten Umlenkrolle
11 ebenfalls in einer 2:1 Aufhängung verbunden ist. Das Zugmittel 7 ist mit der Treibrolle
20 und den Umlenkrollen 11 so in Kontakt gebracht, dass verschiedene Abschnitte des
Zugmittels jeweils einen Teil der Treibrolle 20 und jeweils Teile der Umlenkrollen
11 umschlingen. Indem die Treibrolle 20 in eine Rotation um Ihre Drehachse versetzt
wird, sind Traktionskräfte auf das Zugmittel 7 übertragbar und das Zugmittel 7 in
seiner Längsrichtung bewegbar, derart, dass die Längen der Längsabschnitte des Zugmittels
7, die zu beiden Seiten der Treibrolle 7 ausgebildet sind, veränderbar sind. Da die
Aufzugskabine 3 und das Gegengewicht 5 an dem Zugmittel 7 mittels der Umlenkrollen
11 aufgehängt sind, bewirkt eine Rotation der Treibrolle 20, dass die Aufzugskabine
3 und das Gegengewicht 7 jeweils gegenläufig -je nach Drehrichtung der Treibrolle
11 - auf bzw. ab bewegt werden, wie in Fig. 1 durch Doppelpfeile angedeutet ist.
[0042] Das Zugmittel 7 ist bei einer Bewegung durch die Treibrolle 20 und die Umlenkrollen
11 geführt. Das Zugmittel 7 ist als Seil realisierbar. Alternativ können die Aufzugskabine
3 und das Gegengewicht 5 auch an mehreren Zugmitteln 7, die jeweils über die Treibrolle
20 und die Umlenkrollen 11 geführt sind, aufgehängt sein.
[0043] In Fig. 2A und 2B ist der Verlauf des Zugmittels 7 in der Umgebung der Treibrolle
20 detaillierter dargestellt. Fig. 2A zeigt dabei eine Ansicht in Richtung des Pfeils
2A in Fig. 1, d.h. in horizontaler Richtung, Fig. 2B hingegen zeigt eine Ansicht in
Richtung der Pfeile 2B in Fig. 2A, d.h. in vertikaler Richtung von unten nach oben.
Es ist angenommen, dass das Zugmittel 7 als ein Seil mit rundem Querschnitt ausgebildet
ist und dass die Treibrolle 20 an ihrer Oberfläche eine Rille 21 aufweist. Die Rille
ist symmetrisch zu einer Ebene 27, die senkrecht zur Drehachse 25 der Treibrolle 20
ausgerichtet ist, angeordnet. Die Position des Grundes der Rille 21 ist durch die
Schnittlinie zwischen der Ebene 27 und der Treibrolle 20 definiert.
[0044] Die Fig. 2A und 2B stellen die Treibrolle in einem Zustand einer Rotation um die
Achse 25 dar. Pfeile 26 geben die Richtung der Bewegung der jeweiligen dem Betrachter
zugewandten Oberfläche der Treibrolle 20 an. Weiterhin ist angenommen, dass das Zugmittel
7 durch die Rille 21 geführt ist. Aufgrund der Rotation der Treibrolle 20 wird das
Zugmittel 7 in seiner Längsrichtung, d.h. in Richtung der Pfeile 31 bewegt und entlang
der Oberfläche der Treibrolle 20 durch die Rille 21 geführt. Weiterhin ist angenommen,
dass das Zugmittel 7 - bedingt durch die relative Anordnung der Treibrolle 20 bzw.
der Rille 21 bezüglich der Umlenkrollen 11 an der Aufzugskabine 3 und dem Gegengewicht
5 - nicht exakt parallel zur Ebene 27 geführt ist. Unter dieser Voraussetzung steht
das Zugmittel 7 - beeinflusst durch die auf das Zugmittel 7 einwirkenden Zugkräfte
- mit der Treibrolle 20 längs einer Kurve in Kontakt, die schräg bezüglich der Ebene
27 verläuft. Mit anderen Worten: in der vorliegenden Konfiguration steht das Zugmittel
7 unter Schrägzug. In der in Fig. 2A und 2B dargestellten Situation verläuft das Zugmittel
7 am obersten Punkt seiner Bahn am Grund der Rille, d.h. in der Mitte zwischen den
angrenzenden Flanken der Rille, und durchkreuzt dort die Ebene 27 (siehe Fig. 2A).
Wie ferner Fig. 2A und 2B zu entnehmen ist, trifft der in Richtung auf die Deckenkonstruktion
2 (nach oben) laufende Teilabschnitt des Zugmittels 7 an einem Rand 21' der Rille
21 auf die Oberfläche der Treibrolle 20 und nähert sich der Ebene 27 auf einer Flanke
der Rille 21, wie durch den Pfeil 34 angedeutet ist. Der von der Deckenkonstruktion
2 weg (nach unten) laufende Teil des Zugmittels 7 entfernt sich von der Ebene 27 und
nähert sich auf der anderen Flanke der Rille 21 dem anderen Rand 21" der Rille 21
an, wie durch den Pfeil 35 angedeutet ist.
[0045] Bei dem in den Fig. 2A und 2B dargestellten Umlauf um die Treibrolle kann das Zugmittel
7 unter Umständen dadurch deformiert werden, dass das Zugmittel 7 beim Umlauf um die
Treibrolle 20 nicht nur eine Bewegung in Richtung seiner Längserstreckung ausführt,
sondern aufgrund der Führung des Zugmittels 7 gezwungenermassen auch eine Bewegung
in Richtung der Drehachse 25, d.h. quer zur Richtung der Längserstreckung des Zugmittels
7. Ob bzw. wie das Zugmittel 7 gegebenenfalls deformiert wird, hängt ausser von bestimmten
Eigenschaften des Zugmittels 7 selbst - beispielsweise der Form und der elastischen
Eigenschaften des Zugmittels 7 - insbesondere von der Reibung zwischen dem Zugmittel
7 und der Oberfläche, mit der das Zugmittel 7 in Kontakt steht, ab. Ist diese Reibung
beispielsweise gering, dann kann das Zugmittel 7 bei seiner Bewegung in Richtung der
Drehachse 25 gleiten, ohne dass das Zugmittel 7 quer zu seiner Längserstreckung wesentlich
deformiert wird. Ist die Reibung extrem gross, dann kann das Zugmittel 7 längs eines
Teilabschnitts an der Oberfläche der Treibrolle 20 haften und auf den vorliegenden
Schrägzug mit einer Deformation quer zur Längserstreckung des Zugmittels reagieren.
Diese Deformation ist in der Regel dadurch limitiert, dass übermässige elastische
Spannungen im Zugmittel 7 durch Bewegungen von Teilabschnitten des Zugmittels 7 relativ
zur Oberfläche der Treibrolle 20 abgebaut werden können - beispielsweise durch Gleitbewegungen
der jeweiligen Teilabschnitte oder auch Drehbewegungen dieser Teilabschnitte um ihre
jeweilige Längsrichtung.,
[0046] Im Beispiel gemäss Fig. 2A und 2B ist angenommen, dass der Reibwert für einen Kontakt
zwischen dem Zugmittel 7 und der Treibrolle 20 derart gross ist, dass das Zugmittel
7 nicht ohne Widerstand in Richtung der Drehachse 25 bzw. in Richtung der Pfeile 34
und 35 gleiten kann. Diese Annahme ist kompatibel mit dem Erfordernis, dass mit der
Treibrolle 20 - ihrer Funktion im Aufzug 1 entsprechend - grosse Traktionskräfte auf
das Zugmittel 7 übertragen werden sollen. Im vorliegenden Fall ist die Bewegung des
Zugmittels 7 längs der Pfeile 34 und 35 - je nach Grösse des Reibwerts für einen Kontakt
zwischen dem Zugmittel 7 und der Treibrolle 20 - mit einer Rollbewegung oder einer
Überlagerung einer Rollbewegung und einer Gleitbewegung verbunden. Die Rollbewegung
wird im vorliegenden Fall durch die runde Form des Querschnitts des Zugmittels 7 begünstigt.
Weiterhin wird die Rollbewegung dadurch begünstigt, dass das Zugmittel 7 am Grund
der Rille 21 nicht formschlüssig geführt ist. Aufgrund der Rollbewegung wird das Zugmittel
7 um seine Längsrichtung gedreht. Die Richtung der Drehung ist in Fig. 2A durch einen
Pfeil 32 angegeben.
[0047] Im vorliegenden Fall erstreckt sich eine Drehung des Zugmittels 7, die an der Treibrolle
20 während einer Rotation der Treibrolle 20 erzeugt wird, nicht gleichmässig über
die gesamte Länge des Zugmittels 7. Das Zugmittel 7 ist nämlich nicht über die gesamte
Länge frei drehbar, weil eine Drehung des Zugmittels 7 um seine Längsrichtung an mehreren
Stellen eingeschränkt bzw. verhindert ist, beispielsweise an den Enden 7', 7" des
Zugmittels 7 aufgrund der Befestigung des Zugmittels 7 an der Deckenkonstruktion 2
oder an den Umlenkrollen 11 aufgrund einer Reibung zwischen dem Zugmittel 7 und den
Umlenkrollen 11. Demzufolge verursacht eine Rotation der Treibrolle 20 eine Torsion
des Zugmittels um seine Längsrichtung.
[0048] Im Falle der in Fig. 2A und 2B dargestellten Situation ist die Drehung des Zugmittels
7 in Richtung des Pfeils 32 charakterisiert durch ein Torsionsmoment T, dessen Richtung
in Fig. 2A und 2B jeweils durch Pfeile angedeutet ist.
[0049] Im Falle der Fig. 2A und 2B ist der Effekt eines Schrägzugs auf das Zugmittel 7 beispielhaft
anhand der Treibrolle 20 dargestellt. Es sei darauf hingewiesen, dass die dargestellten
technischen Zusammenhänge analog übertragbar sind auf die Bewegung des Zugmittels
7 an den Umlenktrollen 11. Ferner sei darauf hingewiesen, dass für das Auftreten der
Verdrehung 32 das Vorhandensein der Rille 21 keine notwendige Voraussetzung ist. Eine
hinreichende Bedingung für das Auftreten einer Verdrehung des Zugmittels 7 ist das
Vorliegen von Schrägzug. Allgemein steht das Zugmittel 7 unter Schrägzug, wenn das
Zugmittel 7 im Aufzug 1 derart geführt ist, dass es bei einer Bewegung in seiner Längsrichtung
im Kontakt mit den Rollen 11 bzw. 20 wenigstens abschnittsweise in der Richtung einer
der Drehachsen der Rollen 11 bzw. 20 bewegt wird.
[0050] Die Torsion des Zugmittels 7 aufgrund der Wechselwirkung des Zugmittels 7 mit den
Rollen 11 und 20 hängt quantitativ von mehreren Faktoren a)-c) ab:
- a) von den jeweiligen Reibwerten für die Kontakte des Zugmittels 7 mit den Rollen
11 und 20,
- b) von der Torsionssteifigkeit des Zugmittels 7,
- c) von dem "Ausmass" des Schrägzuges an jeder einzelnen Rolle, beispielsweise charakterisiert
durch den Winkel zwischen der Drehachse der jeweiligen Rolle und dem Verlauf der Längsrichtung
des Zugmittels 7 längs der Oberfläche der Rolle (ist dieser Winkel an allen Stellen,
an denen das Zugmittel 7 mit der Rolle in Kontakt gebracht ist, gleich 90°, dann liegt
kein Schrägzug vor, d.h. das Zugmittel 7 bewegt sich an der Oberfläche der Rolle innerhalb
einer Ebene senkrecht zur Drehachse der Rolle; je grösser die Abweichung dieses Winkels
von 90° ist an einem ausgewählten Längsabschnitt des Zugmittels 7 an der Oberfläche
der Rolle, desto stärker ist der Schrägzug ausgeprägt).
[0051] Der obige Faktor b) ist häufig festgelegt durch Erfordernisse, die an das Zugmittel
7 selbst gerichtet sind (beispielsweise im Hinblick auf die Materialwahl, den Aufbau,
die mechanischen und thermischen Eigenschaften, etc.). Der obige Faktor c) ist häufig
festgelegt durch Parameter, die den Design des Aufzugs 1 betreffen (beispielsweise
durch die räumliche Anordnung der Komponenten des Aufzugs, die der Führung des Zugmittels
7 dienen, und durch die Genauigkeit, mit denen diese Komponenten gefertigt und/oder
installiert werden).
[0052] Die Erfindung setzt beim obigen Faktor a) an: Gemäss der Erfindung können Rollen,
mit denen ein Zugmittel in Kontakt gebracht ist, um das Zugmittel zu führen, mit einer
reibungsvermindernden Beschichtung versehen werden. Angewendet auf die Beispiele gemäss
der Fig. 1, 2A und 2B erlaubt es die Erfindung, die Reibwerte für die Kontakte des
Zugmittels 7 mit den Rollen 11 und 20 zu reduzieren. Dadurch ist es möglich, durch
Schrägzug verursachte Torsionsmomente zu reduzieren bzw. zu minimieren. Im besten
Fall kann eine Torsion des Zugmittels vermieden werden.
[0053] Die Fig. 3 und 4 zeigen Beispiele für Rollen, die eine Beschichtung gemäss der Erfindung
aufweisen, jeweils zusammen mit einem Zugmittel 50, das an einer Oberfläche der jeweiligen
Rolle geführt ist. Die gezeigten Rollen eignen sich für den Einsatz im Aufzug 1 als
Ersatz für die Rollen 11 bzw. 20.
[0054] Das Zugmittel 50 ist in den vorliegenden Beispielen ein Seil mit rundem Querschnitt.
Es umfasst mehrere lasttragende Organe 51, die miteinander verseilt sind und von einer
Umhüllung in Form eines Mantels 52 umgeben sind. Die lasttragenden Organe 51 können
auf verschiedene Weisen realisiert sein. Die lasttragenden Organe 51 können beispielsweise
Naturfasern und/oder Fasern aus einem synthetischen Material, beispielsweise aus Aramid,
und/oder mindestens einen metallischen Draht enthalten. Der Mantel 52 kann beispielsweise
aus einem Elastomer wie Polyurethan oder Natur- oder Kunstgummi (EPR) oder Silikongummi
gebildet sein. Es sei allerdings darauf verwiesen, dass die hier gezeigte Struktur
des Zugmittels 50 für die Ausführung der Erfindung keine Einschränkung dargestellt.
Das Zugmittel 50 könnte auch durch anderen Arten von Seilen ersetzt werden.
[0055] Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt einer nicht beanspruchten Rolle 40 entlang der (nicht
dargestellten) Drehachse dieser Rolle zusammen mit einem Querschnitt durch das Zugmittel
50. Die Rolle 40 umfasst einen Rollenkörper 41, der als Träger für eine Beschichtung
42 dient. Die Beschichtung 42 bildet eine Oberfläche der Rolle 40. An der Oberfläche
der Rolle 40 ist eine Rille 43 ausgebildet. Die Rille 43 verläuft entlang einer Ebene,
welche senkrecht zur Drehachse der Rolle 40 angeordnet ist, und weist einen Querschnitt
mit einer Abrundung am Grund 44 der Rille auf. Im vorliegenden Fall bildet die Beschichtung
42 eine geschlossene Bedeckung des Rollenkörpers 41 im Bereich der Rille 43, d.h.
die Oberfläche der Rolle 40 ist sowohl am Grund 44 der Rille 43 als auch an den Flanken
der Rille 43 durch die Beschichtung 42 gebildet. In Fig. 3 ist das Zugmittel 50 durch
die Rille 43 geführt. Im vorliegenden Fall ist das Zugmittel 50 in der Rille 43 ausschliesslich
in einen Kontakt mit der Beschichtung 42 bringbar. Ein Kontakt mit dem Rollenkörper
41 ist nicht möglich.
[0056] Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt einer Rolle 60 entlang der (nicht dargestellten)
Drehachse dieser Rolle zusammen mit einem Querschnitt durch das Zugmittel 50. Die
Rolle 60 umfasst einen Rollenkörper 61, der als Träger für eine Beschichtung 62 dient.
An der Oberfläche der Rolle 60 ist eine Rille 65 ausgebildet. Die Rille 65 verläuft
entlang einer Ebene, welche senkrecht zur Drehachse der Rolle 60 angeordnet ist, und
weist einen Querschnitt mit einer Abrundung am Grund 66 der Rille auf. Die Beschichtung
62 bildet eine Oberfläche der Rolle 60 an Flanken 67 der Rille 65. Die Oberfläche
der Rolle 60 ist am Grund 66 der Rille 65 durch den Rollenkörper 61 gebildet. In Fig.
4 ist das Zugmittel 50 durch die Rille 65 geführt. Im vorliegenden Fall ist das Zugmittel
50 am Grund 66 in Kontakt mit dem Rollenkörper 62 und an den Flanken 67 in Kontakt
mit der Beschichtung 62 bringbar.
[0057] Die Rollenkörper 41 und 61 können beispielsweise aus Stahl, Gusseisen, Polyamid,
Teflon, Aluminium, Magnesium, Buntmetallen, Polypropylen, Polyethylen, PVC, Polyimide,
Polyetherimide, EthylenPropylenDienMonomer (EPDM) oder Polyetheretherketon (PEEK)
gefertigt sein. Diese Materialien sind aufgrund ihrer Festigkeit geeignet als Werkstoffe
für Rollen, die für den Einsatz in Aufzugsanlagen oder anderen Vorrichtungen zur Beförderung
von Lasten vorgesehen sind.
[0058] Die Beschichtung 42 bzw. die Beschichtung 62 soll gemäss der Erfindung das Kriterium
erfüllen, dass ein Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel 50 und der Beschichtung
42 bzw. die Beschichtung 62 geringer ist als der entsprechende Reibwert für einen
Kontakt zwischen dem Zugmittel 50 und dem Rollenkörper 41 bzw. dem Rollenkörper 61.
[0059] Das vorstehend genannte Kriterium kann auf verschiedene Weisen erfüllt werden. Die
Beschichtung 42 bzw. die Beschichtung 62 kann aus einem geeigneten Schmiermittel gebildet
sein bzw. ein solches Schmiermittel als Bestandteil enthalten. Im vorliegenden Fall
sind als Schmiermittel verschiedene Trockenschmiermittel, Nassschmiermittel oder Mischungen
dieser Schmiermittel geeignet. Die Beschichtungen 42 und 62 können beispielsweise
aus Trockenschmiermitteln wie Talkum, Graphitpulver, Molybdändisulfid, Polytetrafluorethylen
(PTFE), Blei (Pb), Gold (Au), Silber (Ag), Bortrioxid (BO
3), Bleioxid (PbO), Zinkoxid (ZnO), Kupferoxid (Cu
2O), Molybdäntrioxid (MoO
3), Titandioxid (TiO
2) oder Mischungen dieser Substanzen gebildet sein. Diese Materialien lassen sich durch
bekannte Verfahren auf die Rollenkörper 41 bzw. 61 aufbringen, beispielsweise durch
Sputtern, Aufdampfen, mechanische Pressverfahren oder chemische Verfahren.
[0060] Die Beschichtungen 42 bzw. 62 können auch aus Nassschmiermitteln wie beispielsweise
tierisches- , pflanzliches-, petrochemisches- und/oder synthetisches Öl bzw. Fett,
Glyzerin, Polybuten, Polymeresther, Polyolefine, Polyglykole, Silikon, Seife, natürliche-
bzw. künstliche Wachse, Harze und/oder Teere zusammen mit Zusätzen von organischen
oder anorganischen Verdickungsstoffen wie z.B. Polymere, Polyharnstoff, Metallseifen,
Silikate, Metalloxide, Kieselsäure, organophile Bentonite oder Mischungen dieser Substanzen
gebildet sein. Es ist auch möglich, Trockenschmiermittel in der Form von Partikeln
und/oder Nassschmiermittel mit aushärtbaren Bindemitteln zu mischen und aus solchen
Mischungen die Beschichtungen 42 bzw. 62 zu bilden. Im letzteren Fall kann durch eine
geeignete Auswahl des jeweiligen Bindemittels die Beständigkeit der Beschichtung optimiert
werden, während die gewünschte reibungsreduzierende Wirkung durch eine geeignete Auswahl
der jeweiligen Schmiermittel gezielt herbeigeführt werden kann. Als Bindemittel sind
verschiedene bekannte Stoffe geeignet, beispielsweise Lacke auf der Basis von Kunstharz,
Acryl, Polyester, Vinylester, Polyurethan, Epoxid oder Ähnliches.
[0061] Das Zugmittel 50 hat - ausgestattet mit einem Mantel aus Polyurethan oder Gummi -
einen Reibwert im Bereich von 0.4-0.9 für einen Kontakt mit einem Rollenkörper aus
üblichen Materialien wie Stahl, Gusseisen, Polytetrafluorethylen (PTFE bzw. "Teflon").
Wird die Oberfläche der Rolle mit einer Beschichtung gemäss der Erfindung versehen,
so kann der entsprechende Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel 50 und
der Rolle auf weniger als 0.2 reduziert werden. Beispielsweise lässt sich mit einer
Beschichtung mit einem Trockenschmiermittel auf der Basis von Polytetrafluorethylen-Partikeln
und einem geeigneten Bindemittel (beispielsweise mit einer Schichtdicke im Bereich
zwischen 0.01 mm und 1 mm) eine Reduktion des Reibwerts auf 0.19 erzielen. Dies gilt
auch für einen Rollenkörper, der selbst aus Polytetrafluorethylen gefertigt ist. Das
Mass der Reduktion des Reibwerts kann variieren, beispielsweise abhängig von Materialparametern
der Polytetrafluorethylen-Partikel, die durch die Art und Weise der Herstellung der
Partikel beeinflusst werden (Grösse der Partikel, Länge der Polymerketten, etc.).
[0062] Im Fall der nicht beanspruchten Rolle 40 (Fig. 3) bewirkt die Beschichtung 42 eine
Reduktion des Reibwerts für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel 50 und der Rolle
40 an allen Stellen, an denen das Zugmittel in der Rille 43 mit der Rolle 40 in Kontakt
gebracht werden kann, verglichen mit einem entsprechenden Kontakt des Zugmittels 50
mit dem unbeschichteten Rollenkörper 41. Die Beschichtung 42 verbessert die Fähigkeit
des Zugmittels 50, innerhalb der Rille 43 in der Querrichtung der Rille 43 zu gleiten.
Dadurch ist die Gefahr reduziert, dass das Zugmittel bei einem Schrägzug durch die
Rille 43 an den Flanken der Rille 43 abrollt, anstatt zu gleiten. Demnach ist auch
die Gefahr, dass das Zugmittel 50 bei einem Schrägzug an der Rolle 40 durch eine Torsion
deformiert wird, reduziert. Eine Torsion des Zugmittels 50 kann auch vermieden werden,
vorausgesetzt, der Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel 50 und der Rolle
40 ist gering genug. Die Beschichtung 42 bewirkt allerdings auch eine Reduktion der
Traktionskräfte zwischen dem Zugmittel 50 und der Rolle 40, wenn das Zugmittel durch
die Rille 43 geführt ist. Die Rolle 40 ist deshalb bevorzugt als Umlenkrolle verwendbar.
[0063] Im Fall der Rolle 60 variiert der Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel
50 und der Rolle 60 innerhalb der Rille 65 in der Querrichtung der Rille 65. Der Reibwert
ist maximal, wenn das Zugmittel 50 am Grund 66 der Rille 65 mit dem Rollenkörper 61
in Kontakt gebracht ist. Die Beschichtung 62 verbessert die Fähigkeit des Zugmittels
50, innerhalb der Rille 65 in der Querrichtung der Rille 65 zu gleiten. Dadurch ist
die Gefahr reduziert, dass das Zugmittel bei einem Schrägzug durch die Rille 65 an
den Flanken 67 der Rille 65 abrollt, anstatt zu gleiten. Demnach ist auch die Gefahr,
dass das Zugmittel 50 bei einem Schrägzug an der Rolle 60 durch eine Torsion deformiert
wird, reduziert.
[0064] Eine Torsion des Zugmittels 50 kann auch vermieden werden, beispielsweise wenn der
Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel 50 und der Rolle 60 derart gering
ist, dass das Zugmittel 50 an den Flanken 67 ausschliesslich gleitet. Da der Reibwert
für den Kontakt zwischen dem Zugmittel 50 und der Rolle 60 dem Reibwert für den Kontakt
zwischen dem Zugmittel 50 und dem Rollenkörper 61 entspricht, wenn dass Zugmittel
50 entlang des Grundes 66 der Rille 65 geführt ist, ist es möglich, mit der Rolle
60 grosse Traktionskräfte zwischen der Rolle 60 und dem Zugmittel 50 zu übertragen.
Die Rolle 60 ist deshalb sowohl als Umlenkrolle als auch als Treibrolle verwendbar.
1. Aufzug (1) zum Befördern mindestens einer Last (3, 5) mit mindestens einem bewegbaren,
mit der Last verbundenen Zugmittel (7, 50), wobei mindestens ein Abschnitt des Zugmittels
in einen Kontakt gebracht ist mit mindestens einer Rolle (11, 20, 40, 60), um das
Zugmittel (7, 50) zu führen, und wobei die Rolle (11, 20, 40, 60) eine Beschichtung
(42, 62) und einen Träger (41, 61) der Beschichtung (42, 62) umfasst, und wobei das
Zugmittel (7, 50) einen runden Querschnitt aufweist und mit der Beschichtung in Kontakt
gebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel (7, 50) und der Beschichtung
(42, 62) geringer ist als der entsprechende Reibwert für einen Kontakt zwischen dem
Zugmittel (7, 50) und dem Träger (41, 61), dass der Träger (41, 61) eine Rille (43,
65) zur Führung des Zugmittels (7, 50) aufweist, dass wenigstens ein Teil der Beschichtung
(42, 62, 87, 97) an mindestens einer Flanke (67, 92, 93, 103, 104) der Rille (65,
90, 100) angeordnet ist, dass das Zugmittel (50, 80, 105) mit diesem Teil der Beschichtung
in Kontakt gebracht ist, und dass das Zugmittel (50) am Grund (66) der Rille (65)
mit dem Träger (61) in Kontakt steht.
2. Aufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (7, 50, 80, 105) an der Rolle (11, 20, 40, 60, 85, 95) derart geführt
ist, dass es unter einem Schrägzug steht.
3. Aufzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (42, 87, 97) derart angeordnet ist, dass das Zugmittel (7, 50, 80,
105) über die Beschichtung mit der Rolle (11, 20, 40, 60, 85, 95) in Kontakt steht.
4. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung derart angeordnet ist, dass das Zugmittel (50) in der Rille (65)
mit der Beschichtung (62) und/oder dem Träger (61) in Kontakt bringbar ist.
5. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (20, 60) als Treibrolle zur Förderung des Zugmittels (7, 50) ausgebildet
ist und mit einem Antrieb verbunden ist.
6. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (42, 62) ein Schmiermittel enthält.
7. Aufzug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel ein Trockenschmiermittel enthält, beispielsweise Talkum, Graphitpulver,
Molybdändisulfid, Polytetrafluorethylen (PTFE), Blei (Pb), Gold (Au), Silber (Ag),
Bortrioxid (BO3). Bleioxid (PbO), Zinkoxid (ZnO), Kupferoxid (Cu2O), Molybdäntrioxid (MoO3), Titandioxid (TiO2) oder Mischungen dieser Substanzen.
8. Aufzug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel ein Nassschmiermittel enthält, beispielsweise tierisches- , pflanzliches-,
petrochemischesund/oder synthetisches Öl bzw. Fett, Glyzerin, Polybuten, Polymeresther,
Polyolefine, Polyglykole, Silikon, Seife, natürliche- bzw. künstliche Wachse, Harze
und/oder Teere mit Zusätzen von organischen oder anorganischen Verdickungsstoffen
z.B. org. Polymere, Polyharnstoff, Metallseifen, Silikate, Metalloxide, Kieselsäure,
organophile Bentonite oder Mischungen dieser Substanzen.
9. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (7, 50, 80, 105) Naturfasern (51, 81) und/oder Fasern (51) aus einem
synthetischen Material, beispielsweise aus Aramid, und/oder mindestens einen metallischen
Draht (51, 81) enthält.
10. Aufzug nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberfläche des Zugmittels (7, 50, 80, 105) wenigstens abschnittsweise von einer
Umhüllung (52, 82, 107), welche eine oder mehrere der Fasern (51, 81) und/oder einen
oder mehrere der Drähte (51, 81) umgibt, gebildet ist.
11. Aufzug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung (52, 82, 107) aus einem Elastomer, beispielsweise aus Polyurethan oder
Natur- oder Kunstgummi (EPR) oder Silikongummi, gebildet ist.
12. Aufzug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Stahl, Gusseisen, Polyamid, Teflon (Polytetrafluorethylen), Aluminium,
Magnesium, Buntmetallen, Polypropylen, Polyethylen, PVC, Polyimide, Polyetherimide,
EthylenPropylenDienMonomer (EPDM) oder Polyetheretherketon (PEEK) gefertigt ist.
13. Rolle (11, 20, 40, 60) für den Einsatz in einem Aufzug (1) zum Befördern mindestens
einer Last (3, 5) mit mindestens einem bewegbaren, mit der Last verbundenen Zugmittel
(7, 50), wobei mindestens ein Abschnitt des Zugmittels in einen Kontakt bringbar ist
mit der Rolle (11, 20, 40, 60), um das Zugmittel (7, 50) zu führen, und wobei die
Rolle (11, 20, 40, 60) eine Beschichtung (42, 62) und einen Träger (41, 61) der Beschichtung
(42, 62) umfasst, und wobei das Zugmittel (7, 50) einen runden Querschnitt aufweist
und mit der Beschichtung in Kontakt bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Reibwert für einen Kontakt zwischen dem Zugmittel (7, 50) und der Beschichtung
(42, 62) geringer ist als der entsprechende Reibwert für einen Kontakt zwischen dem
Zugmittel (7, 50) und dem Träger (41, 61), dass der Träger (41, 61) eine Rille (43,
65) zur Führung des Zugmittels (7, 50) aufweist, dass wenigstens ein Teil der Beschichtung
(42, 62, 87, 97) an mindestens einer Flanke (67, 92, 93, 103, 104) der Rille (65,
90, 100) angeordnet ist, dass das Zugmittel (50, 80, 105) mit diesem Teil der Beschichtung
in Kontakt bringbar ist, und dass das Zugmittel (50) am Grund (66) der Rille (65)
mit dem Träger (61) in Kontakt bringbar ist.
1. Lift (1) for transporting at least one load (3, 5) by at least one movable traction
means (7, 50) connected with the load, wherein at least a section of the traction
means is brought into contact with at least one roller (11, 20, 40, 60) in order to
guide the traction means (7, 50) and wherein the roller (11, 20, 40, 60) comprises
a coating (42, 62) and a carrier (41, 61) of the coating (42, 62) and wherein the
traction means (7, 50) has a round cross-section and is brought into contact with
the coating, characterised in that a coefficient of friction for contact between the traction means (7, 50) and the
coating (42, 62) is less than the corresponding coefficient of friction for contact
between the traction means (7, 50) and the carrier (41, 61), that the carrier (41,
61) has a groove (43, 65) for guidance of the traction means (7, 50), that at least
a part of the coating (42, 62, 87, 97) is arranged at at least one flank (67, 92,
93, 103, 104) of the groove (65, 90, 100), that the traction means (50, 80, 105) can
be brought into contact with this part of the coating and that the traction means
(50) is in contact with the carrier (61) at the base (66) of the groove (65).
2. Lift according to claim 1, characterised in that the traction means (7, 50, 80, 105) is guided at the roller (11, 20, 40, 60, 85,
95) in such a manner that it is under diagonal tension.
3. Lift according to one of claims 1 - 2, characterised in that the coating (42, 87, 97) is arranged in such a manner that the traction means (7,
50, 80, 105) is disposed in contact with the roller (11, 20, 40, 60, 85, 95) by way
of the coating.
4. Lift according to one of claims 2 to 3, characterised in that the coating is arranged in such a manner that the traction means (50) can be brought
into contact in the groove (65) with the coating (62) and/or the carrier (61).
5. Lift according to one of claims 1 to 4, characterised in that the roller (20, 60) is constructed as a drive roller for conveying the traction means
(7, 50) and is connected with a drive.
6. Lift according to one of claims 1 to 5, characterised in that the coating (42, 62) contains a lubricant.
7. Lift according to claim 6, characterised in that the lubricant comprises a dry lubricant, for example talcum, graphite powder, molybdenum
disulfide, polytetrafluoroethylene (PTFE), lead (Pb), gold (Au), silver (Ag), boron
trioxide (BO3), lead oxide (PbO), zinc oxide (ZnO), copper oxide (Cu2O) molybdenum trioxide (MoO3), titanium dioxide (TiO2) or mixtures of these substances.
8. Lift according to claim 6, characterised in that the lubricant comprises a wet lubricant, for example animal, plant, petrochemical
and/or synthetic oil or grease, glycerol, polybutene, polymer esters, polyolefines,
polyglycols, silicone, soap, natural or synthetic wax, resin and/or tars with additives
of organic or inorganic thickeners, for example organic polymers, polycarbamide, metal
soaps, silicates, metal oxides, silicic acid, organophilic bentonites or mixtures
of these substances.
9. Lift according to one of claims 1 to 8, characterised in that the traction means (7, 50, 80, 105) contains natural fibres (51, 81) and/or fibres
(51) consisting of a synthetic material, for example of aramide, and/or at least one
metallic wire (51, 81).
10. Lift according to claim 9, characterised in that a surface of the traction means (7, 50 80, 105) is formed at least in sections by
a sheathing (52, 82, 107) which surrounds one or more of the fibres (51, 81) and/or
one or more of the wires (51, 81).
11. Lift according to claim 10, characterised in that the sheathing (52, 82, 107) is formed from an elastomer, for example from polyurethane
or natural or synthetic rubber (EPR) or silicon rubber.
12. Lift according to one of claims 1 to 11, characterised in that the carrier is made of steel, cast iron, polyamide, Teflon (polytetrafluoroethylene),
aluminium, magnesium, nonferrous metals, polypropylene, polyethylene, polyvinylchloride,
polyimide, polyetherimide, ethylenepropylenediene monomer (EPDM) or polyetheretherketone
(PEEK).
13. Roller (11, 20, 40, 60) for use in a lift (1) for transporting at least one load (3,
5) by at least one movable traction means (7, 50) connected with the load, wherein
at least a section of the traction means can be brought into contact with the roller
(11, 20, 40, 60) in order to guide the traction means (7, 50) and wherein the roller
(11, 20, 40, 60) comprises a coating (42, 62) and a carrier (41, 61) of the coating
(42, 62) and wherein the traction means (7, 50) has a round cross-section and can
be brought into contact with the coating, characterised in that a coefficient of friction for contact between the traction means (7, 50) and the
coating (42, 62) is less than the corresponding coefficient of friction for contact
between the traction means (7, 50) and the carrier (41, 61), that the carrier (41,
61) has a groove (43, 65) for guidance of the traction means (7, 50), that at least
a part of the coating (42, 62, 87, 97) is arranged at at least one flank (67, 92,
93, 103, 104) of the groove (65, 90, 100), that the traction means (50, 80, 105) can
be brought into contact with this part of the coating and that the traction means
(50) can be brought into contact with the carrier (61) at the base (66) of the groove
(65).
1. Ascenseur (1) pour transporter au moins une charge (3, 5) avec au moins un moyen de
traction (7, 50) mobile relié à la charge, une partie au moins du moyen de traction
étant mise en contact avec au moins une poulie (11, 20, 40, 60) en vue du guidage
dudit moyen de traction (7, 50), la poulie (11, 20, 40, 60) comprenant un revêtement
(42, 62) et un support (41, 61) du revêtement (42, 62), et le moyen de traction (7,
50) présentant une section transversale ronde et étant mis en contact avec le revêtement,
caractérisé en ce qu'un coefficient de friction pour un contact entre le moyen de traction (7, 50) et le
revêtement (42, 62) est inférieur au coefficient de friction correspondant pour un
contact entre le moyen de traction (7, 50) et le support (41, 61), en ce que le support (41, 61) présente une rainure (43, 65) pour guider le moyen de traction
(7, 50), en ce qu'une partie au moins du revêtement (42, 62, 87, 97) est disposée sur au moins un flanc
(67, 92, 93, 103, 104) de la rainure (65, 90, 100), en ce que le moyen de traction (50, 80, 105) est mis en contact avec cette partie du revêtement,
et en ce que le moyen de traction (50) est en contact avec le support (61) au fond (66) de la
rainure (65).
2. Ascenseur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen de traction (7, 50, 80, 105) passe sur la poulie (11, 20, 40, 60, 85, 95)
de telle sorte qu'il est incliné.
3. Ascenseur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le revêtement (42, 87, 97) est disposé de telle sorte que le moyen de traction (7,
50, 80, 105) est en contact avec la poulie (11, 20, 40, 60, 85, 95) par l'intermédiaire
du revêtement.
4. Ascenseur selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que le revêtement est disposé de telle sorte que le moyen de traction (50) est apte à
être mis en contact avec le revêtement (62) et/ou le support (61) dans la rainure
(65).
5. Ascenseur selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que la poulie (20, 60) est conçue comme une poulie motrice pour déplacer le moyen de
traction (7, 50), et est reliée à un entraînement.
6. Ascenseur selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le revêtement (42, 62) contient un lubrifiant.
7. Ascenseur selon la revendication 6, caractérisé en ce que le lubrifiant contient un lubrifiant sec, par exemple du talc, de la poudre de graphite,
du disulfure de molybdène, du polytétrafluoréthylène (PTFE), du plomb (Pb), de l'or
(Au), de l'argent (Ag), du trioxyde de bore (BO3), de l'oxyde de plomb (PbO), de l'oxyde de zinc (ZnO), de l'oxyde de cuivre (Cu2O), du trioxyde de molybdène (MoO3), du dioxyde de titane (TiO2) ou des mélanges de ces substances.
8. Ascenseur selon la revendication 6, caractérisé en ce que le lubrifiant contient un lubrifiant humide, par exemple une huile ou une graisse
animale, végétale, pétrochimique et/ou synthétique, de la glycérine, du polybutène,
un polymère ester, des polyoléfines, des polyglycols, une silicone, un savon, des
cires, des résines et/ou des goudrons naturels ou artificiels avec des additifs constitués
d'épaississants organiques ou inorganiques, par exemple des polymères organiques,
une polyurée, des savons métalliques, des silicates, des oxydes métalliques, de l'acide
silicique, des bentonites organophiles ou des mélanges de ces substances.
9. Ascenseur selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que le moyen de traction (7, 50, 80, 105) contient des fibres naturelles (51, 81) et/ou
des fibres (51) en matière synthétique, par exemple en aramide, et/ou au moins un
fil métallique (51, 81).
10. Ascenseur selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'une surface du moyen de traction (7, 50, 80, 105) est formée au moins par zones par
une gaine (52, 82, 107) qui entoure une ou plusieurs fibres (51, 81) et/ou un ou plusieurs
fils (51, 81).
11. Ascenseur selon la revendication 10, caractérisé en ce que la gaine (52, 82, 107) est formée d'un élastomère, par exemple un polyuréthanne ou
un caoutchouc naturel ou artificiel (EPR) ou un caoutchouc silicone.
12. Ascenseur selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que le support est fabriqué à partir d'acier, de fonte, de polyamide, de téflon (polytétrafluoréthylène),
d'aluminium, de magnésium, de métaux non ferreux, de polypropylène, de polyéthylène,
de PVC, de polyimides, de polyétherimides, d'éthylène propylène monomère diène (EPDM)
ou de polyétheréthercétone (PEEK).
13. Poulie (11, 20, 40, 60) pour une utilisation dans un ascenseur (1) pour le transport
d'au moins une charge (3, 5) avec au moins un moyen de traction (7, 50) mobile relié
à la charge, une partie au moins du moyen de traction étant mise en contact avec la
poulie (11, 20, 40, 60) en vue du guidage dudit moyen de traction (7, 50), la poulie
(11, 20, 40, 60) comprenant un revêtement (42, 62) et un support (41, 61) du revêtement
(42, 62), et le moyen de traction (7, 50) présentant une section transversale ronde
et étant apte à être mis en contact avec le revêtement,
caractérisé en ce qu'un coefficient de friction pour un contact entre le moyen de traction (7, 50) et le
revêtement (42, 62) est inférieur au coefficient de friction correspondant pour un
contact entre le moyen de traction (7, 50) et le support (41, 61), en ce que le support (41, 61) présente une rainure (43, 65) pour guider le moyen de traction
(7, 50), en ce qu'une partie au moins du revêtement (42, 62, 87, 97) est disposée sur au moins un flanc
(67, 92, 93, 103, 104) de la rainure (65, 90, 100), en ce que le moyen de traction (50, 80, 105) est apte à être mis en contact avec cette partie
du revêtement, et en ce que le moyen de traction (50) est apte à être mis en contact avec le support (61) au
fond (66) de la rainure (65).
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