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EP 1 489 231 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.02.2010 Patentblatt 2010/07 |
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Anmeldetag: 16.06.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Einrichtung zur Überquerung einer Fläche und Verwendung der Einrichtung und des Verfahrens
als Verkehrflächenquerung und als Sommerlanglaufloipe
Apparatusfor crossing a surface and use of the apparatus and method for crossing a
traffic surface and as a summer cross-country skiing piste
Dispositif pour traverser une surface et utilisation du dispositif et du procédé
pour traverser une surface de circulation comme une piste de ski de fond d'été
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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HR |
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Priorität: |
18.06.2003 AT 2003945
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.12.2004 Patentblatt 2004/52 |
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Patentinhaber: |
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- Postl, Thomas
3192 Hohenberg (AT)
- Seeböck, Jürgen
3192 Hohenberg (AT)
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| (72) |
Erfinder: |
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- Postl, Thomas
3192 Hohenberg (AT)
- Seeböck, Jürgen
3192 Hohenberg (AT)
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| (74) |
Vertreter: Itze, Peter |
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Patentanwälte
Wilhelm Casati & Peter Itze
Amerlingstrasse 8 1061 Wien 1061 Wien (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 214 669 DE-A- 2 648 916 DE-U- 7 336 610 GB-A- 1 418 668
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EP-A- 0 300 128 DE-A1- 3 937 712 DE-U- 20 004 251
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Schaffung einer oder mehrerer mit Gleiteinrichtungen
befahrbarer Spurrinnen in Fahrbahnen bzw. Geländeflächen gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches (vergleiche mit
DE - U - 2000 4251).
[0002] Das Queren von mit Kraftfahrzeugen befahrenen Verkehrsflächen bzw. von schneefreien
oder vom Schnee bewusst befreiten Geländeflächen durch Loipen oder Abfahrtstrassen
war seit je her ein Problem, da z.B. bei Verkehrsflächen ein sicheres Befahren durch
Kraftfahrzeuge gegeben sein muss, was eine gründliche Schneeräumung und auch Streuung
voraussetzt. Dies ist aber hinderlich für Langläufer bzw, Alpinschifahrer, die diese
Verkehrsfläche zu queren haben.
[0003] Die
DE 39 37 712 A1 und die
US 4 497 854 A zeigen künstliche Skipisten aus Rollen oder Matten, die abhängig vom gewählten System
eine Seitenführung erzeugen, durch die in Anlehnung an die klassische winterliche
Langlaufspur die Ski in Längsrichtung rollen oder gleiten können. Die
AT 327 768 B zeigt ein Skispurelement für das Skifahren auf Rollski. Die
DE 33 09 177 A1 und die
US 2 924 455 A offenbaren künstliche Beläge für Skipisten ohne spurgebende Elemente und sollen somit
ein Schwingen wie beim alpinen Skilauf ermöglichen.
[0004] Gemäß den angeführten Dokumenten sollen der Skilauf oder diesem ähnliche Bewegungsabläufe
zu Trainingszwecken in der schneefreien Jahreszeit ermöglicht werden. Keine der bekannten
Einrichtungen gemäß den vorgenannten Druckschriften ist in die Fläche integriert,
alle ragen mit ihrer Bauhöhe über die Geländeoberkante, so dass ein Queren mit Fahrzeugen
entweder diese behindert und/oder die Einrichtungen durch die Fahrzeuge beschädigt
werden. Somit sind mit den genannten Einrichtungen weder Fahrbahnquerungen noch eine
ungehinderte landwirtschaftliche oder sonstige Nutzung der betroffenen Flächen möglich.
Dem gegenüber betrifft die vorliegende Erfindung eine Einrichtung und ein Verfahren
zur Überquerung einer Fläche mit Gleitvorrichtungen, wie beispielsweise Schier, Langlaufschier,
Snowboards oder Rodeln, die ansonsten schneefrei oder für diese Gleitvorrichtungen
sonst wie ungeeignet ist.
[0005] Derzeit werden zur Überquerung von schneefreien Flächen Teppiche und Matten, Schneeaufschüttungen,
Über- oder Unterführungen verwendet. Teppiche und Matten verschmutzen durch Fahrzeuge,
chemische Streumittel, Streusplitt und dessen Abrieb, sind dem mechanischen Verschleiß
durch den Fahrzeugverkehr ausgesetzt und ein Hindernis für Räumfahrzeuge. Schneeaufschüttungen
sind auf frequentierten bzw. auf ansonsten schneefreien Flächen für beide Seiten unbefriedigend.
Über- oder Unterführungen sind aus Platz- und Kostengründen, sowie aus ästhetischen
Aspekten in den meisten Fällen auszuschließen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es unter anderem, diese Flächen, auch während der Nutzungszeit
durch die angeführten Sportler für den Fahrzeugverkehr ohne Einschränkungen nutzbar
zu erhalten.
[0007] Erreicht wird dies gemäß der Erfindung durch eine Einrichtung nach Anspruch 1. Die
in die Fahrbahnfläche eingelassene Rinne ist einerseits zur Aufnahme der Gleitelemente
und andererseits zur Abfuhr von von der Fahrbahn rinnenden Flüssigkeiten, wie Regen-
oder Schmelzwasser, vorgesehen. Die normale Schneeräumung wird durch die erfindungsgemäße
Querung nicht behindert.
[0008] Die Absenkung der Gleitebene gegenüber der Fläche ist mindestens so groß, dass die
Gleitebene bzw. die sie bildenden Gleitelemente von den Reifen der Fahrzeuge nicht
berührt werden. Die Breite der Spurrinnen ist geringfügig größer als die Breite der
jeweiligen Gleitvorrichtungen, die Zweckbestimmung der Fläche bleibt erhalten. Die
erfindungsgemäße Einrichtung gewährleisten gleichbleibende und gut kalkulierbare Bedingungen
für die Sportlerinnen und Sportler und somit ein Höchstmaß an Sicherheit. Die Konstruktion
verhindert ein Verschmutzen der Roll- und Gleitelemente und somit eine Beschädigung
des Belages der Gleitvorrichtung. Der Bewegungsablauf der Sportlerinnen und Sportler
wird nicht oder kaum unterbrochen, das An- und Abschnallen entfall.
[0009] Weiters können die Anschlüsse an die Loipen oder Pisten mit den üblichen Geräten,
wie Pistenraupen oder dergleichen ohne Zeitverlust hergestellt werden. Der modulare
Aufbau ermöglicht ein Anpassen an alle Einbausituationen. Die erfindungsgemäße Einrichtung
ist wartungsarm.
[0010] Es gibt - unterschiedlich zu Über- oder Unterführungen - keine Beeinträchtigung des
Orts- und Landschaftsbildes. Eine vorteilhafte Einrichtung besteht aus einer Rahmenkonstruktion,
die Roll- oder Gleitelemente enthält. Diese Einrichtung wird an schneefreien Flächen
angebracht Die Gleitvorrichtungen, wie beispielsweise Schi, Langlaufschi, Snowboard
oder Rodeln können dann ohne Beschädigung der Beschichtung die schneefreien Flächen
befahren bzw. überqueren.
[0011] Ein variabler Rollwiderstand dient zur Anpassung zum Beispiel an eine gewünschte
oder schon vorhandene Loipencharakteristik (leicht/mittel/schwer).
[0012] Die
DE 73 36 610 U beschreibt eine Einrichtung zum Erleichtern des Verschiebens von Gegenständen auf
Ladeböden von Lastkraftwagen, Sattelschlepperauflegem und Anhängern, wobei in den
auf dem Fahrgestell angeordneten Ladeboden mindestens zwei zueinander parallele Rinnen
eingesetzt sind, die sich in Längsrichtung des Ladebodens erstrecken und in die schmale
Rollenlaufbahnen eingesetzt sind, die mittels hydraulischer Motoren aus ihren versenkten
Stellungen in angehobene Stellungen überführbar sind, in denen die Rollen über die
Ladebodenflache mindestens teilweise vorstehen.
[0013] Die
EP-A-0 300 128 offenbart eine Rollenförderbahn mit einer Vielzahl von in Förderrichtung aufeinanderfolgend
im Abstand zueinander und mit ihren Drehachsen quer zur Förderrichtung angeordneten
freilaufenden und/oder elektromotorisch angetriebenen Rollen, wobei wenigstens die
freilaufenden Rollen mittels an ihren beiden Stirnflächen axial wegragenden Achsstummeln
drehbar in Öffnungen von im Abstand parallel zueinander sich in Förderrichtung erstreckenden
vertikalen Seitenwänden eines oben offenen Kanals einer tragenden Struktur lösbar
gehaltert sind. Die tragende Struktur besteht aus einem aus plattenförmigem Material
geformten Paneel, welches horizontale obere Deckplatten und wenigstens einen davon
ausgehend nach unten ragend geformten, zur Ebene der Deckplatten offenen Kanal umfasst.
Ausgehend vom oberen Bereich der Seitenwände des Kanals sind über die Verbindungskante
zur angrenzenden Deckplatte hinweg Halterungsausschnitte geformt, und es sind Schnapphalterungen
aus elastisch verformbarem Material vorgesehen, welche jeweils eine auf die Achsstummel
der Rolle passende horizontale Bohrung aufweisen und von oben her in die Halterungsausschnitte
einschnappend einsetzbar gestaltet sind.
[0014] Aus der
EP-A-0 214 669 ist eine Vorrichtung zum Transportieren von Stückgut, Paletten und dergleichen, mit
einer Ladefläche für die Auflage des zu transportierenden Guts bekannt geworden, bei
welcher wenigstens auf einem Teil der Ladefläche unter deren Ebene Transporteinrichtungen
angeordnet sind, die durch eine Relativbewegung zwischen Ladefläche und Transporteinrichtung
über die Ebene der Ladefläche vorstehend angeordnet werden können.
[0015] Aus der
DT 26 48 916 A1 geht eine übliche Rollenbahn für Paletten und dergleichen an einer Ladeplanke für
Fahrzeuge vor, wobei die Rollenbahn in eine wirksame Stellung angehoben und in eine
unwirksame Stellung abgesenkt werden kann.
[0016] Die
DE 200 04 251 U1 schließlich offenbart eine Transportvorrichtung zum Befördern von Lasten, bei welcher
ein Schlitten mit seinen Kufen auf Rollen von in den Boden einer Ladefläche eingelassener
Rollenbahnen gezogen werden kann.
[0017] Die Breite der Rahmenkonstruktion und der Roll- oder Gleitelemente wird der entsprechenden
Gleitvorrichtung angepasst Für Snowboards (siehe Rollelement Variante 7) wird beispielsweise
eine breite Konstruktion verwendet für paarweise verwendete Gleitvorrichtungen werden
zumindest zwei schmale Konstruktionen parallel geführt. Basis und Verankerungspunkt
für die Rahmenkonstruktion ist die in die Fahrbahn eingelassene Rinne, unter der eine
Leerverrohrung für eine optionale Begleitheizung eingelegt werden kann. Die Rinne
kann beispielsweise aus Beton, aus Beton mit Zusatzstoffen zur Verstärkung, aus Kunststoff
oder Metall bestehen. Die Rinnenform ermöglicht rasches Abfließen von Oberflächen-
und Schmelzwasser, sowie durch gerundete Kanten eine leichte Reinigung mit mechanischen
Geräten. Spezielle auf den Rahmen abgestimmte Nuten und Ausnehmungen ermöglichen dessen
Lagerung und Verankerung. Ein variabler Rollwiderstand dient zur Anpassung zum Beispiel
an eine gewünschte oder schon vorhandene Loipencharakteristik (leicht/mittel/schwer).
Die Rahmenkonstruktion besteht aus verwindungssteifem, temperaturunempfindlichem und
gegen äußere Einflüsse resistentem Material, vorzugsweise aus einer verzinkten Stahlkonstruktion
oder aus Gusseisen.
[0018] Einzelheiten der Erfindung werden anschließend anhand der Zeichnungen näher erläutert
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Einrichtung,
Fig. 2 ist ein Schnitt entlang der Linie B-B der Fig. 1,
Fig. 3 ist ein Schnitt entlang der Linie B-B durch eine gegenüber Fig. 2 abgeänderte
Einrichtung.
Fig. 4 zeigt einen Schnitt entlang der Linie A-A der Fig. 1, die
Fig. 5 bis 8 zeigen gegenüber Fig. 4 abgeänderte Varianten,
Fig. 9 ist ein Schnitt entlang der Linie C-C der Fig. 1 durch eine beispielhafte Schraubbefestigung
der Rahmenkonstruktion an der Rinne,
Fig. 10 ist ein Schnitt entlang der Linie C-C der Fig. 1 durch eine beispielhafte
Klemmbefestigung der Rahmenkonstruktion an der Rinne,
Fig. 11 ist ein Schnitt durch eine Ausfiihrungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung.
Fig. 12 ist ein Schnitt durch eine erfindungsgemäße Einrichtung für Gleitvorrichtungen,
die breiter sind als das eigentliche Gleitelement bzw. die Spurrinne, die
Fig. 13 bis 17 sind Beispiele für günstige Querschnitte für fixe oder bewegliche Gleitelemente.
[0019] Die in Fig. 1 dargestellte Rahmenkonstruktion 2 ist dem Rastermaß einer Rinne 1 angepasst,
wodurch beliebige Längen innerhalb des Rasters möglich und eine leichte und schnelle
Handhabung bei Montage und Austausch gewährleistet ist.
[0020] Außerhalb der Wintersportsaison kann die Rahmenkonstruktion 2 gegen einen Wassereinlaufrost
getauscht werden. Die Befestigung von Einlaufrost und Rahmenkonstruktion 2 erfolgt
in den in der Rinne 1 vorgesehenen Nuten mittels Schraubbefestigung 5 gemäß Fig. 9
oder mit Klemmbefestigung 6 gemäß Fig. 10.
[0021] Die Rahmenkonstruktion 2 nimmt die Roll- oder Gleitelemente 4 auf. Auf diesen rollen
oder gleiten die Gleitvorrichtungen 7, wie beispielsweise Schi, wie in Fig. 2 und
3 dargestellt, quer zur Fahrtrichtung des Fahrzeugverkehrs unterhalb der Fahrbahnoberkante
9, vorteilhaft sind 2-3 cm, in einem Schlitz, der geringfügig breiter als die entsprechende
Gleitvorrichtung 7 ist, im Falle von Langlaufschi ca. 7-10 cm. Diese Geometrie gewährleistet
zum einen die ausreichende Seitenführung der Gleitvorrichtungen 7 entlang des Rahmens
2 oder entlang einer am Rahmen 2 befestigten Führungsleiste aus für die Gleitvorrichtungen
7 unschädlichem Material, zum anderen ein Überqueren mit Fahrzeugen und Geräten aller
Art, ohne dass die Roll- oder Gleitelemente 4 von den Fahrzeugen berührt werden.
[0022] Der Abstand der Roll- oder Gleitelemente 4 voneinander ist so gewählt, daß einerseits
Schmutz und Schnee in die Rinne 1 fallen und dort mechanisch entfernt bzw. abgetaut
werden können, und andererseits ein entsprechendes Auflager für die Gleitvorrichtungen
7 wie z.B. Schi, gegeben ist, das zu hohe Durchbiegung oder ein Einfädeln der Gleitvorrichtung
in den Zwischenraum zwischen benachbarten Gleitelementen 4 verhindert. Günstig als
Abstand benachbarter Gleitelemente 4 sind ca. 15 cm. Die Roll- oder Gleitelemente
4 können bei ausgebauter Rahmenkonstruktion 2 einzeln getauscht und je nach Konstruktion
in ihrem Rollwiderstand variiert werden.
[0023] Wie in den Fig. 4 bis 8 gezeigt, bestehen die Gleitelemente 4 aus einer Achse mit
Lagerung, Trägerschicht und Verschleiß- bzw. Gleitschicht. Die Achse, vorzugsweise
aus Metall, trägt das Gewicht der Sportler und ist die Verbindung zu den Lagerungselementen
der jeweiligen Varianten. Auf den Achsen wird, beispielsweise durch Pressung, das
formgebende Element der Roll- oder Gleitelemente 4, vorzugsweise aus Kunststoff, fixiert.
Auf diesen Formkörper wird die erforderliche Verschleiß- bzw. Nutzschicht aus einem
für die Gleitvorrichtungen 7 unschädlichen Material, vorzugsweise ein rutschhemmender
Kunststoff, beispielsweise durch Schrumpfen oder Kleben appliziert, dessen Oberfläche
die Oberfläche der Gleitebene 10 bildet. Im folgenden werden vorteilhafte Varianten
im Detail beschrieben:
Variante 1: Rollelement 4 wie in Fig. 4 dargestellt, mit Lagerung in Lagerbuchsen
(Gleitlager).
Variante 2: Rollelement 4 gemäß Fig. 5, mit einstellbarem Rollwiderstand mittels Schrägkugellagern,
in welchen die Achse der Rolle gelagert ist.
Variante 3: Rollelement 4 wie in Fig. 6 dargestellt, mit einstellbarem Rollwiderstand
mittels Pressring.
Variante 4: Rollelement 4 wie in Fig. 7 dargestellt, mit einstellbarem Rollwiderstand
mittels Keilringen, deren Kegelflächen reibungsschlüssig ineinandergreifen, wobei
eine Kegelfläche auf der Achse des Rollelementes und die andere Kegelfläche (Innenkegel)
in der Lagerbohrung bevorzugt axial verstell- und feststellbar angeordnet ist.
Variante 5: Exzentrisch schwenkbar gelagertes, längliches in Fig. 8 dargestelltes
Gleitelement 4, das in Ruhestellung aufrecht steht, um Schmutzablagerungen auf seiner
Gleitfläche zu verhindern, und von dem darüber gleitenden Schi 7 in eine horizontale
Stellung gebracht wird (Fig. 2). Durch unterschiedliche Beschichtung der beiden Seiten
(Längsflächen) des Gleitelementes 4 wird ein bezüglich der Bewegungsrichtung der Gleitelemente
richtungsgebundenes System erzeugt, das auch für Steigungen des Geländes (Fläche 9)
geeignet ist. Eine Seite (Längsfläche) mit Gleiteigenschaften (d.h. niedrigem Reibungskoffizienten)
ermöglicht ein kontrolliertes Talwärtsgleiten, die rutschhemmend (mit höherem Reibungskoeffizienten)
ausgeführte andere Seite (Längsfläche) einen sicheren Aufstieg.
Variante 6: Unbewegliche Gleitelemente in geometrischen Formen wie in den Fig. 13
bis 16 dargestellt, beispielsweise Dreiecksprismen, die mit gerundeter Kante nach
oben angeordnet sind (Fig. 13), auf einer Ecke stehende quadratische Querschnitte
mit gerundeten Kanten Fig. 14, Rundstäbe Fig. 16, oder stehende elliptische Prismen,
die schibelagszerstörende Ablagerungen an den Berührungsflächen verhindern (Fig. 15).
Variante 7: Rollelement 4 gemäß Fig. 12, in Form zweier an der Deckfläche verbundener
Kegelstümpfe (Diaboloform), die ein stabilisiertes Darübergleiten mit breiter als
die Spurrinne gebauten Gleitvorrichtungen 7, wie beispielsweise Snowboards dergestalt
ermöglicht, dass eine Teilfläche (Lauffläche) der Gleitvorrichtung (Snowboard) in
Schräglage auf dem Rollelement (einem der beiden Kegelstümpfe) aufliegt und die restliche
Teilfläche (Lauffläche) in der vom Rollelement vorgegebenen Seitenneigung über die
zu querende Fläche hinausragt, was eine schmälere Rahmenkonstruktion und damit eine
bessere Querungsmöglichkeit für den Fahrzeugverkehr gewährleistet.
Variante 8: Rollelement 4 mit selbstregulierender Rotationsgeschwindigkeit mittels
Fliehkraftbremse (nicht dargestellt).
Variante 9: Rollelement, Konstruktionsprinzip wie in Querschnitt Fig. 17 dargestellt,
mit an den Berührungspunkten zum Belag der Gleitvorrichtungen mit für die Gleitvorrichtungen
unschädlichen Materialen versehenen Kanten.
[0024] Die erfindungsgemäße Einrichtung kann auf chemischem oder thermischem Weg eisfrei
gehalten werden.
[0025] In die erfindungsgemäße Einrichtung kann auch eine Leerverrohrung 3 integriert werden,
über welche der Einrichtung Wärme zugeführt werden kann, um die Rinne 1 und die Gleitelemente
4 funktionsfähig, insbesondere eisfrei, zu halten. Die Leerverrohrung 3 ist in den
dargestellten Ausführungsbeispielen an der Außenseite der Rinne 1 befestigt. In der
Leerverrohrung kann eine elektrische Heizung geführt werden, die von einem Netz oder
von einer netzunabhängigen Stromquelle, z.B. einem Akkumulator, gespeist wird.
[0026] Die erfindungsgemäße Einrichtung kann auch als Sommerlanglaufloipe verwendet werden,
wobei zur Bildung der Loipe die erfindungsgemäßen Einrichtungen aneinandergereiht
werden, wobei Bögen der Loipe durch bogenförmig gestaltete Rinnen 1, die ebenfalls
aneinandergereiht werden, bzw. durch polygonal aneinandergereihte gerade Rinnen erzielbar
sind.
1. Einrichtung zur Schaffung einer oder mehrerer mit Gleitvorrichtungen (7), insbesondere
Langlaufschi, Alpinschi, Snowboard oder Rodeln befahrbarer Spurrinnen in Fahrbahnen
bzw. Geländeflächen, wobei die zu befahrende Gleitebene (10) gegenüber der anschließenden
Gelände- bzw. Fahrbahnfläche (9) abgesenkt ist und Seitenführungen aufweist, wobei
die Gleitebene (10) durch mehrere Gleitelemente (4) gebildet ist, die in wenigstens
einem Rahmen (2) bzw. an zwei zueinander parallel angeordneten Holmen gelagert sind,
[dadurch gekennzeichnet, dass] der Rahmen (2) bzw. die zueinander parallel angeordneten Holme in in der Gelände-
bzw. Fahrbahnfläche (9) eingelassene Rinnen (1), vorzugsweise handelsübliche Fertigteilrinnen,
austauschbar eingesetzt sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für paarweise verwendete Gleitvorrichtungen (7), z.B. Skier, Rodeln, ein Doppeh-ahmen
(2) mit zwei zueinander parallelen Spurrinnen in einer einzigen Rinne (1) angeordnet
ist (Fig. 11).
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinne (1) mit Nuten versehen ist, in welchen die Rahmen (2) mit Schraub- (5)
und/oder Klemmbefestigungen (6) befestigt sind.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitelemente (4) als Rollen, Rundstäbe (Fig. 16), Stäbe mit elliptischem Querschnitt
(Fig. 15), Dreiecks- oder Vierecksprismen mit nach oben gerundeter Kante (Fig. 13,
Fig.14), oder als polygonale prismatische Elemente mit konkaven Einbuchtungen zwischen
den Kanten (Fig. 17), ausgebildet sind und wobei die Gleitelemente (4) im Rahmen (2)
befestigt oder dreh- bzw. schwenkbar gelagert sind.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitelemente (4) eine polygonale prismatische Form mit konkaven Einbuchtungen
zwischen den Berührungspunkten des Gleitelementes mit dem Belag der Gleitvorrichtung
(7) haben (Fig. 17), wobei an den exponierten Kanten gleitwiderstandsregulierende
Verschleißteile angebracht sind,
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitelemente (4) schräg gelagert sind.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitelemente (4) länglich ausgebildet und exzentrisch kippbar gelagert sind,
wobei die Gleitelemente unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten pro Gleitelement
(4) aufweisen und je nach Kipprichtung, eine in den Gleiteigenschaften richtungsabhängige
Gleitebene (10) bilden (Fig. 2).
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Gleitelemente (4) als Rollen
ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollwiderstand zumindest einer Rolle (4) mittels Schrägkugellagern, Pressringen,
Keilringen oder Fliehkraftbremsen veränderbar ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Gleitelemente (4) als Rollen
ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Gleitebene (10) mit einer für die Gleitvorrichtung (7) unschädlichen
Oberfläche, beispielsweise aus rutschhemmendem Kunststoff, ausgestattet ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Gleitelement (4) die Form zweier koaxialer, an den Deckfläche verbundener,
liegender Kegelstümpfe hat (Fig. 12).
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Rinne (1) eine Leerverrohrung (3) für eine optionale netzgebundene oder netzunabhängige
Begleitheizung integriert ist.
1. Apparatus for creating one or more track grooves, which can be travelled over by sliding
devices (7), in particular cross-country skis, alpine skis, snowboards or toboggans,
in roadways or areas of land, wherein the sliding plane (10) to be travelled over
is recessed relative to the adjoining surface of the land or roadway (9) and has lateral
guides, wherein the slide plane (10) is formed by a plurality of slide elements (4)
which are mounted in at least one frame (2) or on two spars disposed parallel to one
another, characterised in that the frame (2) or the spars disposed parallel to one another are inserted replaceably
into grooves (1), preferably commercially available prefabricated groove parts, in
the surface of the land or roadway (9).
2. Apparatus as claimed in Claim 1, characterised in that for sliding devices (7) used in pairs, e.g. skis, toboggans, a double frame (2) with
two track grooves parallel to one another is disposed in a single groove (Figure 11).
3. Apparatus as claimed in either Claims 1 or Claim 2, characterised in that the groove (1) is provided with notches in which the frames (2) are fixed with screwed
(5) and/or clamped fixings (6).
4. Apparatus as claimed in any one of Claims 1 to 3, characterised in that the slide elements (4) are constructed as rollers, round bars (Figure 16), bars with
an elliptical cross-section (Figure 15), triangular or quadrangular prisms with an
upwardly rounded edge (Figure 13, Figure 14), or as polygonal prismatic elements with
concave recesses between the edges (Figure 17), and wherein the slide elements (4)
are fixed in the frame (2) or are mounted so as to be rotatable or pivotable.
5. Apparatus as claimed in any one of Claims 1 to 3, characterised in that the slide elements (4) have a polygonal prismatic shape with concave recesses between
the points of contact of the slide element with the coating of the sliding device
(7), wherein wear parts which regulate the sliding resistance are attached to the
exposed edges.
6. Apparatus as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the slide elements (4) are mounted obliquely.
7. Apparatus as claimed in any one of Claims 1 to 3, characterised in that the slide elements (4) are of elongate construction and are mounted so that they
can tilt eccentrically, wherein the slide elements have a different surface finish
on each slide element (4) and each form a slide plane (10) with sliding properties
which are dependent upon the direction of tilting (Figure 2).
8. Apparatus as claimed in any one of Claims 1 to 3, wherein the slide elements (4) are
constructed as rollers, characterised in that the rolling resistance of at least one roller (4) is variable by means of angular
contact ball bearings, press rings, conical rings or centrifugal brakes.
9. Apparatus as claimed in any one of Claims 1 to 3, characterised in that the slide elements (4) are constructed as rollers, characterised in that the surface of the slide plane (10) is provided with a surface which is harmless
to the sliding device (7) and is made for example from slip-resistant plastics material.
10. Apparatus as claimed in Claim 1, characterised in that at least one slide element (4) has the shape of two coaxial horizontal truncated
cones which are joined to the cover surfaces (Figure 12).
11. Apparatus as claimed in any one of Claims 1 to 3, characterised in that empty pipework is integrated in the groove (1) for an optional trace heating means
connected to or independent from the mains.
1. Dispositif pour créer une ou plusieurs ornières de passage pouvant être empruntées
avec des dispositifs de glissement (7), en particulier ski de fond, ski alpin, snowboard
ou luges, dans des chaussées ou des surfaces de terrain, le plan de glissement (10)
à emprunter descendant en pente par rapport à la surface de terrain ou de chaussée
(9) contiguë et présentant des guidages latéraux, le plan de glissement (10) étant
formé de plusieurs éléments de glissement (4) qui sont logés dans au moins un cadre
(2) ou sur deux longerons disposés parallèlement l'un à l'autre, caractérisé en ce que le cadre (2) ou les longerons disposés parallèlement l'un à l'autre sont insérés
de manière interchangeable dans des ornières (1) encastrées dans la surface de terrain
ou de chaussée (9), de préférence des ornières préfabriquées usuelles.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour des dispositifs de glissement (7) utilisés par paire tels que des skis, des
luges, un double cadre (2) est disposé avec deux ornières de passage parallèles l'une
à l'autre dans une seule ornière (1) (figure 11).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'ornière (1) est pourvue de rainures, dans lesquelles les cadres (2) sont fixés
avec des vissages (5) et/ou des serrages (6).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les éléments de glissement (4) sont réalisés comme des rouleaux, des barres rondes
(figure 16), des barres avec une section elliptique (figure 15), des prismes triangulaires
ou carrés avec une arête arrondie vers le haut (figures 13 et 14) ou comme des éléments
prismatiques polygonaux avec des creux concaves entre les arêtes (figure 17) et les
éléments de glissement (4) étant fixés dans le cadre (2) ou étant logés de manière
rotative ou pivotante.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les éléments de glissement (4) présentent une forme prismatique polygonale avec des
creux concaves entre les points de contact de l'élément de glissement avec le revêtement
du dispositif de glissement (7) (figure 17), des pièces d'usure régulant la résistance
au glissement étant montées sur les arêtes exposées.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de glissement (4) sont logés en biais.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les éléments de glissement (4) sont réalisés de manière oblongue et sont logés de
manière à basculer excentriquement, les éléments de glissement présentant différentes
natures superficielles par élément de glissement (4) et selon le sens de basculement,
formant un plan de glissement (10) directionnel dans les propriétés de glissement.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, les éléments de glissement
(4) étant réalisés comme des rouleaux, caractérisé en ce que la résistance au roulement d'au moins un rouleau (4) peut être modifiée au moyen
de roulements à billes à portée oblique, d'anneaux de serrage, de bagues coniques
ou de freins centrifuges.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, les éléments de glissement
(4) étant réalisés comme des rouleaux, caractérisé en ce que la surface du plan de glissement (10) est dotée d'une surface inoffensive pour le
dispositif de glissement (7), par exemple en matière synthétique antidérapante.
10. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un élément de glissement (4) présente la forme de deux cônes tronqués coaxiaux,
se trouvant reliés sur les surfaces de recouvrement (figure 12).
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que dans l'ornière (1) est intégrée une tuyauterie vide (3) pour un chauffage de tuyauterie
par traçage optionnel, indépendant du secteur ou lié au secteur.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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