[0001] Die Erfindung betrifft eine Treiberschaltung für eine einem Zylinder eines Dieselmotors
zugeordnete Ionenmesseinrichtung zur Messung der Leitfähigkeit des im Zylinder befindlichen
Verbrennungases, mit der an eine dem Zylinder zugeordnete, als Sensor dienende Glühkerze
für eine jeweilige Ionenmessung eine negative Spannung anlegbar ist.
[0002] Zur Messung der Leitfähigkeit des in einem Zylinder eines Dieselmotors befindlichen
Verbrennungsgases kann als Sensor die Glühkerze des Zylinders verwendet werden, über
die dann eine jeweilige Ionenmessung erfolgen kann. Die Glühkerze des jeweiligen Zylinders
kann mit einem Mess- oder Referenzwiderstand in Reihe geschaltet und insbesondere
mit der Innenwand des Zylinders leitend verbunden sein. Zur Bestimmung der Leitfähigkeit
des Verbrennungsgases wird an die Glühkerze eine elektrische Spannung angelegt. Soll
die Leitfähigkeit des Verbrennungsgases auf der Basis der im Verbrennungsgas enthaltenen
positiv geladenen Teilchen bestimmt werden, kann an die Glühkerze beispielsweise während
eines Teils des Verdichtungshubes und eines Teils des Arbeitshubes des Kolbens des
betreffenden Zylinders eine negative Spannung angelegt werden. Durch die während des
Verbrennungsprozesses entstehenden positiv geladenen Teilchen ändert sich die Leitfähigkeit
des Verbrennungsgases zwischen der Glühkerze und der Innenwand des Zylinders, wodurch
sich die am Mess- bzw. Referenzwiderstand abfallende Spannung ändert, die gemessen
und als Messsignal ausgegeben wird.
[0003] In allen Fällen, in denen Ionenmessungen mit einer Spannung durchgeführt werden,
die verschieden von den im Steuergerät des betreffenden Fahrzeugs vorhandenen Spannungen
ist, ist eine zweite Spannungsversorgung erforderlich. Aus verschiedenen technischen
Gründen wird in vielen Fällen eine negative Spannung an die Glühkerze angelegt, um
eine jeweilige Ionenmessung durchzuführen. Dabei wird der Glühkerzenanschluss mit
negativem Potential und das masseseitige Kerzenende mit einem positiven Potential
beaufschlagt. Der Stromfluss zwischen der Kerzenspitze und dem Zylinderkopf bestimmt
Form und Amplitude des Ionenmesssignals während des Verbrennungsprozesses.
[0004] Bisher musste zur Bereitstellung der negativen Spannung stets eine zweite Spannungsversorgung
in das Steuergerät oder den Glühkerzen-Controller integriert werden. Dazu kann beispielsweise
ein Gleichspannungswandler oder eine Ladungspumpe eingesetzt werden. Derartige Lösungen
sind jedoch relativ aufwändig und teuer.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Treiberschaltung der eingangs
genannten Art zu schaffen, mit der die zuvor genannten Probleme beseitigt sind. Dabei
soll insbesondere ein relativ einfacher und entsprechend kostengünstiger Aufbau der
Treiberschaltung erreicht werden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die negative Spannung mittels
eines Kondensators erzeugt wird, der nach einem jeweiligen Abschalten der Glühkerze
über die in der internen Induktivität der Glühkerze gespeicherte magnetische Energie
entsprechend aufgeladen wird.
[0007] Vorteilhafterweise sind Mittel vorgesehen, durch die die am Kondensator erzeugte
negative Spannung auf einen vorgegebenen Wert begrenzt wird.
[0008] Bevorzugt sind auch Mittel vorgesehen, die verhindern, dass durch entsprechendes
Aufladen oder Umladen des Kondensators an diesem eine positive Spannung erzeugt wird.
[0009] Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Treiberschaltung
ist die als Sensor dienende Glühkerze mit einem Messwiderstand verbunden. Dabei ist
die mittels des Kondensators erzeugte negative Spannung vorzugsweise an eine die Glühkerze
sowie den Messwiderstand umfassende Reihenschaltung anlegbar.
[0010] Vorteilhafterweise sind auch Mittel vorgesehen, durch die der Messwiderstand beim
Abschalten der als Sensor dienenden Glühkerze überbrückt wird.
[0011] Im eingeschalteten Zustand ist die als Sensor dienende Glühkerze zweckmäßigerweise
mit einer Spannungsversorgung, insbesondere der Spannungsversorgung des betreffenden
Kraftfahrzeugs verbunden. Dabei kann über diese Spannungsversorgung insbesondere eine
positive Spannung an die Glühkerze angelegt werden.
[0012] Im abgeschalteten Zustand der als Sensor dienenden Glühkerze ist die Verbindung zur
Spannungsversorgung unterbrochen. In dieser Phase wird die Glühkerze zweckmäßigerweise
also nur von der negativen Spannung beaufschlagt.
[0013] Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Treiberschaltung
ist im eingeschalteten Zustand der als Sensor dienenden Glühkerze ein Kerzenende mit
der positiven Klemme und das andere Kerzenende mit der negativen Klemme (Masse) der
Spannungsversorgung verbunden.
[0014] Insbesondere das masseseitige Ende der als Sensor dienenden Glühkerze kann mit dem
Zylinderkopf bzw. der Zylinderinnenwand verbunden sein.
[0015] Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform ist ein Ende des Messwiderstandes
mit dem masseseitigen Ende der als Sensor dienenden Glühkerze und dessen anderes Ende
mit dem Kondensator verbunden, der andererseits mit dem nicht auf Masse liegenden
Ende der Glühkerze verbunden ist.
[0016] Die Mittel zur Begrenzung der am Kondensator erzeugten negativen Spannung umfassen
vorzugsweise wenigstens eine Zenerdiode. Dabei ist die betreffende Zenerdiode vorzugsweise
zum Kondensator parallel geschaltet.
[0017] Die Mittel zur Verhinderung einer positiven Spannung am Kondensator umfassen vorteilhafterweise
eine Diode. Dabei kann diese Diode beispielsweise gleichzeitig durch die Zenerdiode
zur Begrenzung der am Kondensator erzeugten negativen Spannung gebildet sein, die
somit sowohl der Begrenzung der negativen Spannung als auch der Verhinderung einer
positiven Spannung dient. Bevorzugt ist die Diode bzw. Zenerdiode zum Kondensator
parallel geschaltet.
[0018] Die Mittel zur Überbrückung des Messwiderstandes beim Abschalten der Glühkerze umfassen
vorteilhafterweise eine Diode, die vorzugsweise zum Messwiderstand parallel geschaltet
ist.
[0019] Der Messwiderstand besitzt bevorzugt einen relativ hohen Widerstandswert, der beispielsweise
in einem Bereich von etwa 500 kΩ liegen kann.
[0020] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert.
[0021] Die einzige Figur der Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Treiberschaltung 10 für eine einem Zylinder
eines Dieselmotors zugeordnete Ionenmesseinrichtung zur Messung der Leitfähigkeit
des im Zylinder befindlichen Verbrennungsgases. Wie sich aus dem folgenden ergibt,
kann mit einer solchen Treiberschaltung 10 an eine dem Zylinder zugeordnete, als Sensor
dienende Glühkerze 12 für eine jeweilige Ionenmessung eine negative Spannung angelegt
werden.
[0022] Wie anhand der Figur zu erkennen ist, umfasst die als Sensor für die Ionenmessung
dienende Glühkerze 12 einen internen Widerstand 14, eine interne Induktivität 16 sowie
eine interne Diode 18.
[0023] Die negative Spannung wird mittels eines Kondensators 20 erzeugt, der nach einem
jeweiligen Abschalten der Glühkerze 12, d.h. beispielsweise nach einem jeweiligen
Trennen der Glühkerze 12 von der Spannungsversorgung 22 des betreffenden Kraftfahrzeugs,
über die in der internen Induktivität 16 der Glühkerze 12 gespeicherte magnetische
Energie entsprechend aufgeladen wird.
[0024] Es sind Mittel vorgesehen, durch die die am Kondensator 20 erzeugte negative Spannung
auf einen vorgegebenen Wert begrenzt wird. Im vorliegenden Fall umfassen diese Mittel
beispielsweise eine Zenerdiode 24, die vorzugsweise zum Kondensator 20 parallel geschaltet
ist.
[0025] Überdies sind Mittel vorgesehen, die verhindern, dass durch entsprechendes Aufladen
des Kondensators 20 an diesem eine positive Spannung erzeugt wird. Diese Mittel umfassen
im vorliegenden Fall beispielsweise eine Diode, die beispielsweise durch die Zenerdiode
24 zur Begrenzung der der am Kondensator 20 erzeugten negativen Spannung gebildet
ist, die somit sowohl der Begrenzung der negativen Spannung als auch der Verhinderung
einer positiven Spannung dient.
[0026] Wie anhand der einzigen Figur zu erkennen ist, ist die als Sensor für die Ionenmessung
dienende Glühkerze 12 mit einem Messwiderstand 26 verbunden. Dabei ist die mittels
des Kondensators 20 erzeugte negative Spannung an eine die Glühkerze 12 sowie den
Messwiderstand 26 umfassende Reihenschaltung 12, 26 anlegbar.
[0027] Überdies sind Mittel vorgesehen, durch die der Messwiderstand 26 beim Abschalten
der als Sensor dienenden Glühkerze 12 überbrückt wird. Im vorliegenden Fall umfassen
diese Mittel beispielsweise eine Diode 28, die vorzugsweise zum Messwiderstand 26
parallel geschaltet ist.
[0028] Der Messwiderstand 26 umfasst vorzugsweise einen relativ hohen Widerstandswert, der
beispielsweise im Bereich von etwa 500 kΩ liegen kann.
[0029] Im eingeschalteten Zustand ist die als Sensor dienende Glühkerze 12 mit der Spannungsversorgung
22 verbunden. Wie anhand der Figur 1 zu erkennen ist, ist über diese Spannungsversorgung
22 eine positive Spannung an die Glühkerze 12 anlegbar. Dabei kann die betreffende
Spannung beispielsweise 12 V betragen. Grundsätzlich sind jedoch auch andere Spannungswerte
denkbar.
[0030] Im abgeschalteten Zustand der als Sensor dienenden Glühkerze 12 ist die Verbindung
zur Spannungsversorgung 22 unterbrochen. Die betreffende Verbindung kann beispielsweise
über einen entsprechenden Schalter 30 hergestellt bzw. unterbrochen werden.
[0031] Im eingeschalteten Zustand der als Sensor dienenden Glühkerze 12 ist beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel ein Kerzenende 32 mit der positiven Klemme 34 und das andere Kerzenende
36 mit der negativen Klemme der Spannungsversorgung 22 bzw. Masse 38 verbunden.
[0032] Das masseseitige Ende 36 der als Sensor dienenden Glühkerze kann insbesondere mit
dem Zylinderkopf bzw. der Zylinderinnenwand verbunden sein. Wie anhand der einzigen
Figur zu erkennen ist, ist das untere Ende des Messwiderstands 26 mit dem masseseitigen
Ende 36 der als Sensor dienenden Glühkerze 12 und dessen anderes Ende mit dem Kondensator
20 verbunden, der andererseits mit dem nicht auf Masse 38 liegenden Ende 32 der Glühkerze
12 verbunden ist.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 10
- Treiberschaltung
- 12
- Glühkerze, Sensor
- 14
- interner Widerstand
- 16
- interne Induktivität
- 18
- interne Diode
- 20
- Kondensator
- 22
- Spannungsversorgung
- 24
- Zenerdiode
- 26
- Messwiderstand
- 28
- Diode
- 30
- Schalter
- 32
- Kerzenende
- 34
- positive Klemme
- 36
- Kerzenende
- 38
- Masse
1. Treiberschaltung (10) für eine einem Zylinder eines Dieselmotors zugeordnete Ionenmesseinrichtung
zur Messung der Leitfähigkeit des im Zylinder befindlichen Verbrennungases, mit der
an eine dem Zylinder zugeordnete, als Sensor dienende Glühkerze (12) für eine jeweilige
Ionenmessung eine negative Spannung anlegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die negative Spannung mittels eines Kondensators (20) erzeugt wird, der nach einem
jeweiligen Abschalten der Glühkerze (12) über die in der internen Induktivität (16)
der Glühkerze (12) gespeicherte magnetische Energie entsprechend aufgeladen wird.
2. Treiberschaltung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel (24) vorgesehen sind, durch die die am Kondensator (20) erzeugte negative
Spannung auf einen vorgegebenen Wert begrenzt wird.
3. Treiberschaltung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel (24) vorgesehen sind, die verhindern, dass durch entsprechendes Aufladen des
Kondensators (20) an diesem eine positive Spannung erzeugt wird.
4. Treiberschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die als Sensor dienende Glühkerze (12) mit einem Messwiderstand (26) verbunden ist.
5. Treiberschaltung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mittels des Kondensators (20) erzeugte negative Spannung an eine die Glühkerze
(12) sowie den Messwiderstand (26) umfassende Reihenschaltung (12, 26) anlegbar ist.
6. Treiberschaltung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel (28) vorgesehen sind, durch die der Messwiderstand (26) beim Abschalten der
als Sensor dienenden Glühkerze (12) überbrückt wird.
7. Treiberschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die als Sensor dienende Glühkerze (12) im eingeschalteten Zustand mit einer Spannungsversorgung
(22), insbesondere der Spannungsversorgung des betreffenden Kraftfahrzeugs, verbunden
ist.
8. Treiberschaltung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass über die Spannungsversorgung (22) eine positive Spannung an die Glühkerze (12) anlegbar
ist.
9. Treiberschaltung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass im abgeschalteten Zustand der als Sensor dienenden Glühkerze (12) die Verbindung
zur Spannungsversorgung (22) unterbrochen ist.
10. Treiberschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im eingeschalteten Zustand der als Sensor dienenden Glühkerze ein Kerzenende (32)
mit der positiven Klemme (34) und das andere Kerzenende (36) mit der negativen Klemme
(Masse) der Spannungsversorgung (22) verbunden ist.
11. Treiberschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass insbesondere das masseseitige Ende (36) der als Sensor dienenden Glühkerze (12) mit
dem Zylinderkopf bzw. der Zylinderinnenwand verbunden ist.
12. Treiberschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Ende des Messwiderstandes (26) mit dem masseseitigen Ende der als Sensor dienenden
Glühkerze (12) und dessen anderes Ende mit dem Kondensator (20) verbunden ist, der
andererseits mit dem nicht auf Masse (38) liegenden Ende (32) der Glühkerze (12) verbunden
ist.
13. Treiberschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel zur Begrenzung der am Kondensator (20) erzeugten negativen Spannung wenigstens
eine Zenerdiode (24) umfassen.
14. Treiberschaltung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zenerdiode (24) zum Kondensator (20) parallel geschaltet ist.
15. Treiberschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Mittel zur Verhinderung einer positiven Spannung am Kondensator (20) wenigstens
eine Diode (24) umfassen.
16. Treiberschaltung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet t ,
dass die Diode durch die Zenerdiode (24) zur Begrenzung der am Kondensator (20) erzeugten
negativen Spannung gebildet ist, die somit sowohl der Begrenzung der negativen Spannung
als auch der Verhinderung einer positiven Spannung dient.
17. Treiberschaltung nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Diode bzw. Zenerdiode (24) zum Kondensator (20) parallel geschaltet ist.
18. Treiberschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel zur Überbrückung des Messwiderstandes (26) beim Abschalten der Glühkerze
(12) wenigstens eine Diode (28) umfassen.
19. Treiberschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Diode (28) zum Messwiderstand (26) parallel geschaltet ist.
20. Treiberschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Messwiderstand (26) einer Widerstandswert von etwa 500 kΩ besitzt.