[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennstoffverbrennungsvorrichtung zur Verbrennung von
Brennstoffen in einer exothermen chemischen Reaktion.
[0002] Die DE 1 274 781 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verbesserung des
Verbrennungswirkungsgrades bei Brennern. Die Verbrennungsvorrichtung weist eine Einrichtung
zum Zuführen von Brennstoffen sowie einen Verbrennungsraum zur Verbrennung der zugeführten
Brennstoffe bei einer Flamme auf. Dabei bilden die Flamme und die Spule einen Schwingkreis.
[0003] Die Verbrennung ist eine chemische Reaktion (Oxidation) von Brennstoffen mit Sauerstoff
der Luft unter Freisetzung von Wärme. Kohlenwasserstoffe reagieren zu Kohlendioxid
CO
2 und Wasserdampf H
2O. Die Verbrennung von festen Brennstoffen wird durch Erhitzen auf Entzündungstemperatur
eingeleitet während die Verbrennung bei flüssigen Brennstoffen über Zwischenvergasung
durch die momentane Überschreitung der Zündgrenze mittels eines Zündfunken hervorgerufen
wird. Bei gasförmigen Brennstoffen wird durch momentane Überschreitung der Zündgrenze
die Verbrennung mittels eines Zündfunken induziert. Bei der Verbrennung entstehen
Abgase. Aus der Zusammensetzung der Abgase kann man die Güte der Verbrennung beurteilen.
Eine Verbrennung ist im herkömmlichen Sinne eine plasmatisch anmutende exotherme Redoxreaktion,
die unter Abgabe elektromagnetischer Strahlung, wie Licht- und Wärmestrahlung vonstatten
geht. Unter Oxidation versteht man in der Chemie einen chemischen Vorgang bei dem
ein Teilchen Elektronen abgibt. Die abgegebenen Elektronen werden von anderen Teilchen,
beispielsweise von Sauerstoff- und Chloratomen aufgenommen. Dieser Vorgang wird als
Reduktion bezeichnet. Jeder Oxidationsvorgang ist mit einem Reduktionsvorgang gekoppelt.
Die Reaktio-Reaktionen, denen ein derartiger Elektronenübergang zu Grunde liegt, nennt
man Redoxreaktionen. Bei allen chemischen Reaktionen ist Energie beteiligt. Energiereichere
Systeme gehen unter Freisetzung von Energie in energieärmere Systeme über. Umgekehrt
werden energieärmere Systeme unter Energieaufwand in energiereichere Systeme überführt.
Wird bei einer Reaktion Wärmeenergie frei, so spricht man von einer exothermen Reaktion.
Wird umgekehrt Energie aufgenommen, so liegt eine endotherme Reaktion vor. Während
manche Stoffe, beispielsweise Holzkohle beim Verbrennen nur glühen, bilden andere
Brennstoffe, wie beispielsweise Holz, Benzin oder Gas eine Flamme.
[0004] Eine Kerzenflamme zeigt drei Helligkeitszonen. Die Flamme enthält innen einen dunklen
Kern, der von einem gelbleuchtenden Mantel umgeben ist. Der gelbleuchtende Mantel
wird in der Regel von einem bläulichen Flammensaum umschlossen. Der relativ kühle
Kern enthält die unverbrannten Dämpfe des festen Stoffes. Als Dampf bezeichnet man
allgemein die Gasphase eines Stoffes, der bei Zimmertemperatur fest oder flüssig ist.
Im Flammenmantel zersetzen sich diese Dämpfe in brennende Gase und feine Kohlenstoffteilchen,
die in helle Glut geraten und Licht aussenden. Diese Kohlenstoffteilchen verbrennen
erst bei ungehindertem Luftzutritt am äußersten Flammensaum. Der Flammensaum bildet
den heißesten Teil der Flamme. Eine Flamme ist somit ein brennender Gasstrom, wobei
das Leuchten der Flamme durch glühende Feststoffteilchen hervorgerufen wird. Durch
Flammen verbrennen daher alle brennbaren Gase sowie solche Flüssigkeiten und Feststoffe,
die oberhalb der Entzündungstemperatur brennbare Dämpfe bzw. gasförmige Zersetzungsprodukte
entwickeln. Flammen weisen an dem Flammenmantel einen anderen elektrischen Widerstand
auf als das umgebende Gas. Der Flammenmantel ist in der Lage elektrische Ladungen
zu transportieren. Bei einer herkömmlichen Flamme handelt es sich um eine thermische
Ionisationserscheinung, die aus der Braunschen Molekularbewegung ableitbar ist.
[0005] Die Fähigkeit von Flammen elektrische Ladungen zu transportieren wird bei den sogenannten
Flammenionisationsdetektoren (FID) zur Flammenüberwachung ausgenutzt. Die Ionisationsflammenüberwachung
beruht auf dem Effekt, dass die heißen Flammengase elektrisch geladene Atome oder
Moleküle bzw. Ionen enthalten, die einen elektrischen Strom leiten.
[0006] Figur 1 zeigt einen Flammenionisationsdetektor (FID) nach dem Stand der Technik.
Der Flammenionisationsdetektor (FID) weist eine Ringelektrode R und eine Spitzenelektrode
S auf. Die aus dem Flammenkern K und dem Flammenmantel M bestehende Flamme wird mit
Brennstoff versorgt. Zwischen der Ringelektrode R, die den Flammenkern K umschließt,
und der Spitzenelektrode S wird ein elektrisches Wechselfeld aufgebaut, indem durch
eine Spannungsquelle eine Wechselspannung zwischen den beiden Elektroden angelegt
wird. Durch Anlegen der Wechselspannung an die in die Flamme eingetauchte Spitzenelektrode
S wird ein Strom durch eine Strommesseinrichtung messbar. Der gemessene Strom ist
trotz der angelegten Wechselspannung kein Wechselstrom, sondern ein Gleichstrom. Mit
dem Strommesser kann festgestellt werden, ob eine Flamme brennt. Aufgrund des Gleichrichtereffektes
der Flamme kann auch bei Elektrodenkurzschluss nicht irrtümlich das Vorhandensein
einer Flamme festgestellt werden. Flammenionisationsdetektoren FID können auch zur
Konzentrationsmessung von Kohlenwasserstoffen in der Abluft und Raumluft eingesetzt
werden. Dabei wird als Messeffekt die Ionisation organisch gebundener Kohlenstoffatome
in einer Wasserstoffflamme ausgenutzt. Der bei dem elektrischen Feld auftretende Ionenstrom
wird elektrisch verstärkt und angezeigt. Der Ionenstrom ist proportional zu der Zahl
der in der Luftprobe vorhandenen organisch gebundenen Kohlenstoffatome. Man erhält
so die Konzentration für den Gesamtkohlenstoff in PPM. Die Nachweisgrenze liegt dabei
bei 0,1 - 0,2 PPM.
[0007] Figur 2a zeigt einen Plasma-Jet-Reaktor nach dem Stand der Technik. Bei dem dargestellten
Reaktor strömt ein Gasgemisch aus N
2 und O
2 über ein Rohr ein und gelangt in ein Mikrowellenfeld. Ein Generator erzeugt Mikrowellen,
die in einen Hohlleiter einspeist und am anderen Ende des Hohlleiters reflektiert
werden. Es kommt dabei zu einer Überlagerung der einlaufenden und auslaufenden Welle.
Der Plasma-Jet-Reaktor dient als Abgaskatalysator. Aufgrund der Verweilzeit des durchströmenden
Gasgemisches aus O
2 und N
2 in dem Überlagerungsfeld der Mikrowellen bilden sich ein thermisches Plasma mit Spitzentemperaturen
von bis zu 10.000 Kelvin aus. Wird die Mikrowelle dabei gepulst so entsteht ein kaltes
Plasma mit einer Temperatur von 1.000-2.000 Kelvin. Durch das in die Reaktionskammer
eingeführte Plasma wird die Konzentration der in dem Abgas enthaltenen Schadstoffe
gesenkt.
[0008] Unter Plasma versteht man allgemein ein ionisiertes Gas bzw. Gasgemisch. Führt man
diesen Gasen kontinuierlich Energie zu, beispielsweise in Form von elektrischem Strom,
so gehen sie in einen Zustand über, in dem neutrale Gasmoleküle angeregt sind und
bei weiterer Energiezufuhr häufig positiv geladene Ionen und negativ geladene Elektronen
entstehen. Dieses Gemisch aus neutralen, positiv und negativ geladenen Partikeln bezeichnet
man als Plasma.
[0009] Eine weitere Möglichkeit die Konzentration von Schadstoffen zu verringern besteht
darin, ein leichtionisierbares Edelgas, wie beispielsweise Argon, als Trägergas durch
ein elektrisches Feld mittels Mikrowellen in Plasma umzuwandeln.
[0010] Figur 2b zeigt eine Anordnung nach dem Stand der Technik zur Beseitigung von Schadstoffen.
Ein Mikrowellengenerator erzeugt ein elektromagnetisches Feld. Die erzeugten Mikrowellen
werden an einem Reflektor reflektiert und erzeugen ein Plasma, das über eine Öffnung
auf den zu beseitigenden Schadstoff trifft. Bei dem Schadstoff handelt es sich beispielsweise
um Dioxin. Hierdurch wird die Braunsche Molekularbewegung der Dioxinmoleküle stark
erhöht. Das Argonplasma führt zu einer Beseitigung der Dioxinmoleküle aufgrund der
hohen Temperatur in einer chemischen Reaktion. Ein Nachteil der in Figur 2b dargestellten
Anordnung besteht darin, dass der Generator zur Erzeugung der Mikrowelle einen sehr
hohen Energieverbrauch hat, wobei er typischerweise eine Leistung von 1-10 kW benötigt.
Bei der in Figur 2b dargestellten Anordnung wird zunächst ein Plasma generiert und
anschließend in einer getrennten Reaktionskammer das generierte Plasma mit dem zu
beseitigenden Schadstoff in Kontakt gebracht. Die Abbrandflamme und das durch den
Reflektor gebildete Plasmafeld sind lokal von einander getrennt. Der Wirkungsgrad
der in der Figur 2b dargestellten Anordnung zur Beseitigung von Schadstoffen ist aufgrund
des hohen Energiebedarfs sehr klein.
[0011] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Brennstoffverbrennungsvorrichtung
zur Verbrennung von Brennstoffen zu schaffen, bei der der Anteil der von der Verbrennung
entstehenden Schadstoffe mit geringem Energieaufwand minimiert wird.
[0012] Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe besteht darin, eine potentialdifferenzbildende
Wechselspannung zu erzeugen, d.h. ein Spannungsfeld in einer Flamme, dessen Spannungsform
eine Ladung von Kathode zur Anode fließen lässt, beispielsweise eine gepulste Gleichspannung
oder eine gleichspannungsüberlagerte Wechselspannung. Eine reine Wechselspannung ist
nicht funktionsfähig und eine reine Gleichspannung ist nur unzureichend funktionsfähig
die erfindungsgemäße Aufgabe zufriedenstellend zu lösen.
[0013] Die Flamme bildet mit der potentialdifferenzbildenden Wechselspannung ein Dispersionsspektrum
mit einem Flammwiderstand aus, der über den Frequenzbereich variiert.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Brennstoffverbrennungsvorrichtung mit
den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0015] Bei der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung wird der Flamme ein elektrisches
Feld überlagert. Das elektrische Feld erzeugt dabei ein Reaktionsplasma innerhalb
der Flamme. Durch dieses Reaktionsplasma wird der zugeführte Brennstoff effizient
verbrannt, so dass die Konzentrationen der bei der Verbrennung entstehenden Schadstoffe
minimal sind.
[0016] Die erfindungsgemäße Brennstoffverbrennungsvorrichtung zeichnet sich durch einen
Energieverbrauch aus, der unter 100 Watt bei einem 10kW Brenner liegt, d.h. der elektrische
Energieeintrag liegt bei lediglich 0,1 % des gesamten chemischen Energieeintrags.
[0017] Die zugeführten Brennstoffe werden nahezu 100%ig verbrannt, wobei unerwünschte Nebenprodukte
im Abgas, wie beispielsweise Stickoxide (NO
x) nur in sehr geringen Konzentrationen abgegeben werden.
[0018] Bei der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen als Brennstoff wird mittels der erfindungsgemäßen
Brennstoffverbrennungsvorrichtung der Anteil der unverbrannten Kohlenwasserstoffe,
die ebenfalls Schadstoffe darstellen, im Abgas ebenfalls auf einen Anteil von nahezu
Null abgesenkt.
[0019] Durch die Bildung eines Reaktionsplasmas innerhalb der Flamme wird die Energieausbeute
im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungseinrichtungen deutlich gesteigert. Die umweltschädlichen
Giftstoffe, wie beispielsweise Dioxine und Furane, werden durch die erfindungsgemäße
Brennstoffverbrennungsvorrichtung fast vollständig beseitigt.
[0020] Durch das in der Flamme hervorgerufene Reaktionsplasma werden die Reaktionsgeschwindigkeiten
innerhalb der Flamme gesteigert und somit die Verbrennungstemperaturen. Die bei der
ausgeführten Verbrennungsreaktion gewonnene Energie, die sogenannte Reaktionsenthalpie,
hängt davon ab, wie hoch die Reaktionsgeschwindigkeit ist. Mit der Brennstoffverbrennungsvorrichtung
werden beispielsweise Kohlenwasserstoff-Moleküle (C
xH
y) als Brennstoff zugeführt. Die durch die Brennstoffvorrichtung erzeugte Energie ist
umso größer je mehr Kohlenwasserstoff-Moleküle pro Zeiteinheit mit Sauerstoff (O
2) reagieren. Durch die Erzeugung des Plasmas wird die Verbrennungstemperatur und somit
die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht. Hierdurch wird aber nicht die Energieausbeute
bedeutend gesteigert, denn der Energiezugewinn der Verbrennung ist nur der Wärmeinhalt
der durch den Effekt restoxidierbarer Verbrennungsgase. Die Schadstoffbelastung wird
durch die erfindungsgemäße Brennstoffverbrennungsvorrichtung stark abgesenkt. Je nach
Brennstoff kann durch die erfindungsgemäße Brennstoffverbrennungsvorrichtung die Energieausbeute
um 1-3 % gesteigert werden.
[0021] Die erfindungsgemäße Brennstoffverbrennungsvorrichtung weist im Wesentlichen folgende
Vorteile auf:
[0022] Die Energieausbeute wird im Vergleich zu herkömmlichen Brennstoffverbrennungsvorrichtungen
gesteigert;
[0023] Der Anteil von Schadstoffen in den abgegebenen Abgasen wird minimiert. Bei diesen
Schadstoffen kann es sich beispielsweise um Stickstoffoxide oder unverbrannte Kohlenwasserstoffe
handeln.
[0024] Bauteile der Brennstoffverbrennungsvorrichtung können bei gleicher Leistung kleiner
dimensioniert werden.
[0025] Zusätzlich kann die Geräuschemission um etwa 10 Dezibel abgesenkt werden.
[0026] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung besteht
darin, dass die Form der Flamme durch das angelegte elektrische Feld beeinflussbar
ist. Hierdurch kann erreicht werden, dass die erzeugte Verbrennungsflamme den ganzen
Verbrennungsraum ausfüllt oder alternativ bestimmte Raumabschnitte des Verbrennungsraums
durch die Flamme erreicht werden.
[0027] Die erfindungsgemäße Brennstoffverbrennungsvorrichtung kann in allen Geräten eingesetzt
werden bei denen ein offenes Feuer bzw. eine offene Flamme vorkommt. Dies sind insbesondere:
- Anlagen zur Erzeugung von Dampf- und Prozesswärme in der Industrie;
- Heizungen;
- Gasturbinen;
- Müllverbrennungsanlagen;
- Düsentriebwerke;
- Hochtemperaturöfen;
- Verbrennungsmotoren.
[0028] Der Kern der Erfindung besteht darin, dass an die Verbrennungsflamme ein elektrisches
Feld zur Erzeugung eines Reaktionsplasmas in der Flamme angelegt wird. Dabei wird
das elektrische Feld mittels mindestens zweier Elektroden an die Flamme angelegt.
[0029] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
sind die Elektroden mit einem Spannungsgenerator verbunden.
[0030] Der Spannungsgenerator erzeugt dabei vorzugsweise eine Wechselspannung.
[0031] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Transformator zur Hochtransformation
der durch den Spannungsgenerator erzeugten Wechselspannung vorgesehen, wobei eine
Ladungsverschiebung im statistischen Mittel nur in eine Ladungstransportrichtung hin
erfolgt.
[0032] Die angelegte Wechselspannung kann unterschiedliche Signalformen aufweisen.
[0033] Bei einer ersten Ausführungsform ist die erzeugte Wechselspannung nahezu sinusförmig,
wobei die positiven Halbwellen eine größere Amplitude aufweisen als die negativen
Halbwellen oder umgekehrt.
[0034] Bei einer alternativen Ausführungsform ist die erzeugte Wechselspannung pulsförmig,
wobei ebenfalls eine Halbwellenabweichung in der Fläche der Spannungsfunktion zwischen
der positiven und den negativen Halbfunktion besteht.
[0035] Bei einer bevorzugten Ausführungsform erzeugt der Spannungsgenerator neben der Wechselspannung
zusätzlich eine Gleichspannung. Dabei kann es sich bei der Wechselspannung um eine
reine Sinuswechselspannung handeln.
[0036] In diesem Fall wird in dem Verbrennungsraum neben dem elektrischen Wechselfeld zusätzlich
ein elektrisches Gleichfeld überlagert.
[0037] Die Feldstärke des an die Flamme angelegten elektrischen Feldes beträgt vorzugsweise
zwischen 0,1 und 10 kV/cm.
[0038] Zu einer bevorzugten Ausführungsform liegt die Frequenz des an die Flamme angelegten
elektrischen Feldes zwischen 50 Hz und 2 GHz.
[0039] Der Verbrennungsraum kann offen oder geschlossen sein.
[0040] In dem Verbrennungsraum kann sich auch ein Verbrennungsmedium befinden ,in dem die
Flamme ausgebildet wird, beispielsweise ein Katalytbrennerkörper oder ein Porenbrennerkörper.
[0041] Bei einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
ist der Verbrennungsraum ein offener Raum.
[0042] Bei einer alternativen Ausführungsform ist der Verbrennungsraum eine geschlossene
Brennkammer.
[0043] Bei dem zugeführten Brennstoff kann es sich im Prinzip um einen beliebigen Brennstoff
handeln.
[0044] Bei einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem zugeführten Brennstoff
um ein Gasgemisch.
[0045] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das zugeführte Brennstoffgasgemisch
ein Kohlenwasserstoffgemisch.
[0046] An die Flamme wird über mindestens zwei Elektroden ein elektrisches Feld zur Erzeugung
eines Reaktionsplasmas angelegt.
[0047] An die Flamme wird über mindestens zwei Elektroden, zwischen denen bei einer möglichen
Ausführungsform mindestens eine Gitterelektrode zur Schwingungsbeeinflussung liegt,
ein elektrisches Feld zur Erzeugung eines Reaktionsplasmas angelegt.
[0048] Durch die beiden Elektroden wird ein elektrisches Gleichfeld durch die Gitterelektroden
wird ein elektrisches Wechselfeld angelegt Dieser Anordnung ist einer Röhrenanordnung,
beispielsweise einer Triode oder Penthode gleichzusetzen.
[0049] Die Gitterelektroden übernehmen dabei eine Ladungsflusssteuerung innerhalb der Flammverbrennung.
[0050] Dabei kann zwischen Anode und Kathode eine reine Gleichspannung liegen, wenn an den
Gitterelektroden wechselfrequente Steuerströme fließen.
[0051] Dabei weist vorzugsweise mindestens eine Elektrode eine Elektrodenspitze zur Erhöhung
der Feldstärke des elektrischen Feldes auf.
[0052] Bei der anderen Elektrode handelt es sich vorzugsweise um eine Ringelektrode.
[0053] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform bilden die beiden Elektroden mit
der Flamme einen Kondensator, der in einem elektrischen Schwingkreis verschaltet ist,
wobei die Flamme selbst ein RC-Glied bildet.
[0054] Bei einer bevorzugten Ausführungsform werden in der geschlossenen Brennkammer der
Brennstoffverbrennungsvorrichtung durch die Flamme Abfallstoffe ,wie beispielsweise
Müll, verbrannt.
[0055] Diese Abfallstoffe bilden den zugeführten Brennstoff.
[0056] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
ist die Form der Flamme in dem Verbrennungsraum durch Veränderungen der Feldstärke
und der Frequenz des an die Flamme angelegten elektrischen Feldes E einstellbar.
[0057] Dies bietet den besonderen Vorteil, dass man gezielt bestimmte Räume innerhalb des
Verbrennungsraums durch die Flamme erreichen kann. Man kann die Flamme so auf die
räumliche Dimensionierung des Verbrennungsraums abstimmen und die Feldstärke und Frequenz
des angelegten elektrischen Feldes vorzugsweise so einstellen, dass der Verbrennungsraum
vollständig ausgefüllt ist.
[0058] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Brennstoffverbrennungsvorrichtung
eine Mischeinrichtung zum Vormischen der zugeführten Brennstoffe auf.
[0059] In der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung erfolgt die Zündung vorzugsweise
durch das Anlegen des elektrischen Feldes.
[0060] Bei einer alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungseinrichtung
ist zusätzlich eine Zündungseinrichtung zum Zünden der zugeführten Brennstoffe vorgesehen.
Durch diese Zündeinrichtung wird beispielsweise ein Zündfunken zur Auslösung der Verbrennung
erzeugt.
[0061] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
besteht mindestens eine der beiden Elektroden aus einem katalytisch aktiven Material.
[0062] Dieses katalytisch aktive Material ist vorzugsweise Platin.
[0063] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
ist eine der beiden Elektroden als Injektorelektrode ausgebildet, durch die die Brennstoffe
in den Verbrennungsraum eingesprüht oder durch Ultraschallschwingungen eingenebelt
werden.
[0064] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
ist eine der beiden Elektroden als Sprühelektrode ausgebildet.
[0065] Durch die Sprühelektrode wird die Flamme vorzugsweise elektrostatisch aufgeladen.
[0066] In diese Flamme kann über ein Antennensystem, das aus der Ringelektrode besteht,
ein elektromagnetisches Wechselfeld in die Flamme eingekoppelt werden.
[0067] Die Erfindung schafft ferner ein Verfahren zur Verbrennung von Brennstoffen durch
eine Flamme in einer exothermen chemischen Reaktion mit den folgenden Schritten, nämlich
Zuführen der Brennstoffe in einen Verbrennungsraum zur Erzeugung der Flamme,
Anlegen eines elektrischen Feldes an die Flamme zur Erzeugung eines Reaktionsplasmas
mit einem hohen Ionisationsgrad innerhalb der Flamme .
[0068] Dabei wird an die Flamme vorzugsweise ein elektrisches Wechselfeld angelegt.
[0069] Das elektrische Wechselfeld kann auch über einen Hohlleiter in die Flamme eingekoppelt
werden.
[0070] Das elektrische Wechselfeld kann dabei von einem Mikrowellenerzeuger generiert werden.
[0071] Zusätzlich zu dem elektrischen Wechselfeld wird bei einer alternativen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens ein elektrisches Gleichfeld an die Flamme angelegt
werden.
[0072] Die Feldstärken des elektrischen Feldes liegen vorzugsweise zwischen 0,1 kV/cm und
10 kV/cm.
[0073] Das elektrische Feld wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren durch mindestens zwei
Elektroden an die Flamme angelegt.
[0074] Die Feldstärke des elektrischen, dem Gleichspannungsfeld überlagerten Wechselfeldes
ist im Zeitverlauf bei einer ersten Ausführungsform sinusförmig.
[0075] Bei einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Feldstärke
des elektrischen Wechselfeldes im Zeitverlauf pulsförmig.
[0076] Die Art der Pulsung einer Gleichspannung ist ebenso von Bedeutung, wie dessen Pulskurvenverlauf.
Auch die Frequenz und der Kurvenformverlauf einer Gleichspannung überlagernden Wechselspannung
ist von Bedeutung.
[0077] Sinkt die Pulsweite mit entsprechendem Pulsflankenanstieg von ab 1kV/ns unter 500
ms oder kleiner, ab, werden Festbrennstoffe innerhalb des Flammkörpers weiter pulverisiert.
Der Pulsflankenanstieg und die Pulsbreite sind ein Maß für die partikuläre Zerkleinerung
der Festbrennstoffe wie beispielsweise Kohlestaub.
[0078] Bei der Müllverbrennung vermindert man dadurch eine hohe Staubentwicklung, und ein
Anhaften unverbrannter Kohlenwasserstoffe.
[0079] Eine hochfrequente und von hoher Spannung hervorgerufene Verbrennungsreaktion ist
sehr wünschenswert, da eine Anzahl sich kurzzeitig und intensiv ausbildender Plasmaflammerscheinungen
gebildet werden, die zu einer kurzzeitigen, intensiven Entladung innerhalb der Flamme
führen. Es ist aber über den Flammwiderstand ein Gleichgewicht des Energieeintrages
berechenbar.
[0080] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird das Hochfrequenzfeld derart betrieben, dass sich das in dem Kraftstoff Luft-Gemisch
im Brennraum gebildete Plasma thermisch im Gleichgewicht befindet, obwohl der Energieeintrag
auch nur gepulst werden kann. Durch die erfindungsgemäße Regelung des Hochfrequenzfeldes
eines elektrisch gepulsten oder wechelfeldüberlagerten Gleichspannungsfeldes wird
erreicht, dass sich eine stationäre Plasmaverbrennung und dadurch eine gleichmäßige
Plasmaentladung hoher Intensität ausbildet, die nur eine geringe Entladungsneigung
aufweist. Statt dessen wird aufgrund der hohen Frequenz erfindungsgemäß erreicht,
dass sich kurzzeitige, hochohmige Plasmaentladungen innerhalb der Flamme in Form von
Plasmablitzen ausbilden, die intensiv Energie zur Radikalisierung des Kohlenwasserstoff
Luft-Gemisches hervorrufen. Zwar wirken diese Plasmaentladungen nur kurzzeitig, dafür
aber aufgrund ihrer Anzahl in dem der Elektrode benachbarten Bereich bei der hohen
Potentialdifferenzen besonders intensiv. Dadurch ist der niedrige Energieeintrag in
die Flamme zu erklären.
[0081] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung wird das Hochfrequenzfeld mit einer
Frequenz im MHz-Bereich betrieben. Eine derart hohe Frequenz trägt zur Bildung der
homogen stationären, sich im thermischen Gleichgewicht befindlichen Plasmaverbrennung
bei, bei der Ausgleichsvorgänge durch Entladungen in Form von hochohmigen Plasmaentladungen
erfolgen und damit eine intensiven Flammreaktion erfolgt.
[0082] Besonders günstig ist es, wenn das Plasma durch ein Hochfrequenzfeld mit einem steil
ansteigenden, impulsförmigen Verlauf erzeugt wird, bei dem in weiterer Ausgestaltung
der steil ansteigende impulsförmige Verlauf auf Werte kleiner oder gleich etwa 500
V/us begrenzt wird. Durch derartige Spannungsverläufe wird die Bildung von hochohmigen,
nur kurzzeitig brennenden Plasmaentladungen innerhalb der Flamme begünstigt.
[0083] In einer anderen Weiterbildung wird das Hochfrequenzfeld auf einen im Wesentlichen
sinusförmigen Verlauf ausgeregelt, der im Bereich der Flanken der Sinusfunktion einen
steil ansteigenden Verlauf aufweisen kann.
[0084] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Plasmaentladung aus Korona- und/oder Streamer-Entladungen
an der Elektrode gebildet werden, um einen sicheren Flammkontakt herzustellen und
den Elektrodenverschleiß zu reduzieren. Hierbei können sich in einer Weiterbildung
die Plasmafäden von der Elektrode büschelförmig divergierend zu der Flamme ausbreiten.
[0085] In einer vorteilhaften Ausgestaltung bilden sich die Entladungen zwischen einer einzelnen
Elektrode an der Flamme im Brennraum aus.
[0086] Dies hat den Vorteil, dass die Geometrie der mindestens einen Elektrode eine Feldstärkeüberhöhungen
des Hochfrequenzfeldes hervorruft, die zu Bildung kurzeitiger Plasmaentladungen in
die Flamme hinein führen. Eine derartige Konzentration der Wirkungen des Hochfrequenzfeldes
auf die Flamme erlaubt ein sicheres Zünden der Flamme als auch ein sicheres Betreiben
derselben.
[0087] Beispielhaft konstruktiv ist eine Elektrode in der Mitte des Reaktionsraumes der
technischen Flamme sinnvoll, die eine Spitzenzündentladung mittels einer Tesla-Transformatoranordnung
bei Reaktionsstart auslöst.
[0088] Die Abbrandkapazität ist ein dynamischer Flammsteuerungsfaktor und kann als regeldynamische
Flammoptimierungskonstante genutzt werden.
[0089] Flammen werden bei bestimmten Frequenzen zum Oszillieren in Eigenresonanz angeregt.
Die Oszillation der Flamme kann frequenzgesteuert werden.
[0090] Bei Anlegen von zwei Wechselspannungen an die Flamme entsteht nach dem Überlagerungsprinzip
eine Differenzfrequenz der Frequenzen beider Wechselspannungen, was bedeutend zur
Vermeidung von Flammabrissen oder der Unterdrückung von dynamischen Überschwingungen
der Flammen beiträgt.
[0091] Die Frequenz des elektrischen Wechselfeldes liegt vorzugsweise zwischen 50 Hz und
2 GHz.
[0092] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die
zugeführten Brennstoffe durch Anlegen des elektrischen Feldes gezündet, wobei die
exotherme chemische Reaktion ausgelöst wird.
[0093] Bei einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist zusätzlich
eine Zündeinrichtung vorgesehen, durch die die zugeführten Brennstoffe gezündet werden.
[0094] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden die Brennstoffe zunächst durch eine Mischeinrichtung stöchiometrisch gemischt
und anschließend dem Verbrennungsraum zugeführt.
[0095] Die Brennstoffe werden vorzugsweise in den Verbrennungsraum gesprüht.
[0096] Der Verbrennungsraum wird vorzugsweise durch einen Motorzylinder und einen darin beweglichen Motorkolben
zur Kraftübertragung gebildet.
[0097] Bei einer Ausführungsform ist der Verbrennungsraum ein Drehtrommelofen.
[0098] Bei einer weiteren Ausführungsform wird die erste Elektrode durch ein Nadelelektrodengitter
und die zweite Elektrode durch ein Rostfeuerungsgitter gebildet.
[0099] Bei der bevorzugten Ausführungsform weist der Verbrennungsraum eine erste Öffnung
zum Zuführen von Zuluft und eine zweite Öffnung zum Abführen von Abluft auf.
[0100] Im Weiteren werden bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung,
und des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verbrennung von Brennstoffen, unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Merkmale beschrieben.
[0101] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Flammenionisationsdetektor nach dem Stand der Technik;
- Figur 2a
- einen Plasma-Jet-Generator nach dem Stand der Technik;
- Figur 2b
- einen Schadstoffkatalysator nach dem Stand der Technik;
- Figur 3
- eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffvorrichtung;
- Figur 4a
- eine erste Ausführungsform der in der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
eingesetzten Spitzenelektrode;
- Figur 4b
- eine zweite Ausführungsform der in der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
eingesetzten Spitzenelektrode;
- Figur 5
- eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung;
- Figur 6a
- eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung;
- Figur 6b
- die in Figur 6a dargestellte dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
in einem Regelkreis;
- Figur 7
- eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung;
- Figur 8
- eine an die Elektroden angelegte Wechselspannung gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Brennstoffverbrennungsvorrichtung;
- Figur 9
- ein weiteres an die Elektroden angelegtes Wechselspannungssignal gemäß einer weiteren
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung;
- Figur 10
- ein weiteres an die Elektroden angelegtes Spannungssignal gemäß einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Brennstoffvorrichtung;
- Figur 11
- ein weiteres Wechselspannungssignal, das an die Elektroden der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
gemäß einer weiteren Ausführungsform angelegt wird;
- Figur 12
- die Anordnung der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung in einem Schwingkreis;
- Figur 13
- ein Ersatzschaltbild des in Figur 12 dargestellten Schwingkreises;
- Figur 14
- einen schadstoffarmen Verbrennungsmotor als Anwendungsbeispiel der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung;
- Figur 15a
- ein Pulssignal, welches in den Schwingkreis des Verbrennungsmotors gemäß Figur 14
eingekoppelt wird;
- Figur 15b
- ein an die Spitzenelektrode des Verbrennungsmotors angelegtes Wechselspannungssignals
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Verbrennungsmotors nach Figur 14;
- Figur 16
- eine Abfallverbrennungsvorrichtung als Anwendungsbeispiel der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung;
- Figur 17
- eine Abfallverbrennungsvorrichtung als Anwendungsbeispiel der erfindungsgemäßen Brennstoffvorrichtung;
[0102] Figur 3 zeigt die Grundanordnung der erfindungsgemäßen Verbrennungsvorrichtung 1.
Die Brennstoffverbrennungsvorrichtung 1 dient zur Verbrennung von Brennstoffen in
einer exothermen chemischen Reaktion. Die Brennstoffverbrennungsvorrichtung 1 weist
eine Einrichtung 2 zum Zuführen von Brennstoffen auf. Bei der in Figur 3 dargestellten
Ausführungsform handelt es sich bei den Brennstoffen um ein Gasgemisch. Dabei werden
die zuverbrennenden Gase einer Mischeinrichtung 3 zugeführt, die die zu verbrennenden
Gase durch stöchiometrisch vormischt und das Brennstoffgemisch über eine Gasleitung
2 abgibt. Die Gasleitung 2 weist eine Austrittsöffnung 4 auf, über die das Gasgemisch
ausströmt. Eine Ringelektrode 5 ist ringförmig um die Austrittsöffnung 4 angeordnet
und über eine Leitung 6 mit einem Spannungsgenerator 7 verbunden. Der Spannungsgenerator
7 ist über eine Leitung 8 an eine Spitzenelektrode 9 angeschlossen. Durch Anlegen
einer elektrischen Spannung U zwischen der Ringelektrode 5 und der Spitzenelektrode
9 entsteht ein elektrisches Feld E in dem offenen Verbrennungsraum zwischen den Elektroden
5, 9.
[0103] Das elektrische Feld E zündet das ausströmende Gasgemisch, das in einer Abbrandflamme
10 verbrennt. Die Flamme 10 weist einen Flammenkern 10a und einen Flammenmantel 10b
auf. Die Flamme 10 brennt in einem Verbrennungsraum. Bei der in der Figur 3 dargestellten
Ausführungsform ist der Verbrennungsraum offen. Bei einer alternativen Ausführungsform
ist der Verbrennungsraum eine geschlossene Brennkammer. Durch das an die Flamme 10
angelegte elektrische Feld E wird in der Flamme 10 ein Reaktionsplasma erzeugt, das
einen hohen Ionisationsgrad aufweist. Die an die beiden Elektroden 9, 5 angelegte
Wechselspannung weist vorzugsweise eine Frequenz f zwischen 50 Hz und 2 GHz auf. Dabei
kann die Wechselspannung sinusförmig oder pulsförmig sein. Zusätzlich erzeugt der
Spannungsgenerator 7 vorzugsweise zusätzlich eine Gleichspannung, so dass neben dem
elektrischen Wechselfeld auch ein elektrisches Gleichfeld an die Flamme 10 angelegt
ist. Die Feldstärke des angelegten elektrischen Feldes E beträgt dabei vorzugsweise
0,1 - 10 kV/cm.
[0104] In der Flamme 10 läuft eine ladungsbeschleunigte exotherme Reaktion ab. Durch das
angelegte elektrische Feld E, das aus einem elektrischen Gleichfeld und einem elektrischen
Wechselfeld besteht, entstehen Ionen und Elektronen in der Flamme.
[0105] Die wichtigsten Reaktionsphasen innerhalb des Verbrennungsprozesses redoxreaktiver
exothermer Reaktionen sind die thermische Radikalisierung, das Cracken und die redoxreaktive
Abbrandreaktion. Die thermische Radikalisierung und die Plasmabildung wird durch das
angelegte elektrische Feld E verstärkt. Die gebildeten Radikale erhalten ihren Energiezustand
aufrecht bis ein Redoxreaktionspartner die chemische Redoxreaktion auslöst. Die Reaktionszeit
der Redoxreaktion sinkt mit dem zunehmenden Radikalisierungsgrad der Redoxreaktionspartner.
Dies hat zur Folge, dass der exotherme Temperaturgradient steigt. Die Temperatur innerhalb
der Flamme 10 und somit der Verbrennungswirkungsgrad n werden ebenfalls erhöht.
[0106] Die zugeführten Brennstoffmoleküle werden thermisch gecrackt. Das angelegte elektrische
Feld E beschleunigt das Zusammenführen der radikalisierten und ionisierten Redoxreaktionspartner,
so dass die Reaktionsgeschwindigkeit stark zunimmt. Durch das elektrische Feld E verschiebt
sich das elektrochemische Gleichgewicht der Verbrennungsreaktion. Es werden die statischen,
elektrodynamischen und verbrennungskinetischen Parameter verändert. Die Abbrandzeiten
werden verkürzt. Das Reaktionsplasma der Flamme weist einen sehr hohen Ionisationsgrad
I auf. Der Flammenwiderstand R des erzeugten Plasmas ist niedriger als der elektrische
Widerstand einer gewöhnlichen Flamme. Der dabei auftretende Ionisationsgrad I innerhalb
des Plasmas hängt von der Frequenz, der Flankensteilheit und dem Pulsverhältnis der
angelegten elektrischen Wechselspannung U ab.
[0107] Das elektrische Wechselfeld wird bezüglich der Feldstärke und der Frequenz derart
ausgebildet, dass der Ionisationsgrad I innerhalb der Flamme optimal ist. Mit steigendem
Ionisationsgrad I sinkt der Schadstoffanteil, da die Verbrennungsstoffe vollständig
verbrennen. Der Ionisationsgrad I darf allerdings nicht zu sehr gesteigert werden,
damit nicht zuviel zugeführte elektrische Energie als Wärme verlorengeht. Durch die
Einstellung der Feldstärke und der Frequenz des angelegten elektrischen Feldes E lässt
sich das Verhältnis der Ausgangsprodukte der chemischen Redoxreaktion zueinander beeinflussen.
Reagieren beispielsweise zwei Stoffe A, B zu Ausgangsprodukten C, D, lässt sich durch
die Frequenz f und die Feldstärke des an die Flamme 10 angelegten elektrischen Feldes
E das Verhältnis der Ausgangsprodukte C, D beeinflussen. Mit der erfindungsgemäßen
Brennstoffvorrichtung 1 ist es daher möglich, gezielt den Anteil von schädlichen Brennstoffprodukten
zu reduzieren.
[0108] Die Figuren 4a, 4b zeigen verschiedene Ausführungsformen der Spitzenelektrode 9 innerhalb
der erfindungsgemäßen Brennstoffvorrichtung 1. Durch die Spitzenelektrode 9a bzw.
9b erfolgt eine Verdichtung der Feldlinien und somit eine lokale Erhöhung der Feldstärke.
Bei der in Figur 4a dargestellten Ausführungsform der Spitzenelektrode 9a ist ein
Draht 11a mit einem Durchmesser von 1/10 bis 1/100 mm in einem Mantel 12a untergebracht.
Die Ummantelung 12a besteht aus einem Isolationsmaterial bzw. einer Keramik, wie beispielsweise
Quarz. Dieser Draht 11a ist über die Leitung 8 an den Spannungsgenerator 7 angeschlossen.
Am Ende des Zuleitungsdrahtes 11a befindet sich eine Kugel 13a, deren Durchmesser
größer ist als der Durchmesser des Drahtes 11a. Der Draht 11a besteht herkömmlicherweise
aus einer Wolfram-Stahl-Legierung. Die Kugel 13a besteht ebenfalls vor dem Zünden
aus einer Wolfram-Stahl-Legierung. Nach dem Zünden bildet sich in der Kugel 13a eine
Schicht aus Wolfram-Carbid, die hochtemperaturbeständig ist.
[0109] Die Figur 4b zeigt eine alternative Ausführungsform der Spitzenelektrode 9. Bei der
in Figur 4b dargestellten Ausführungsform weist die Spitzenelektrode 9b eine kegelförmige
Spitze 13b auf. Aufgrund der kegelförmig zulaufenden Spitze 13b wird eine besonders
hohe Feldstärkendichte erreicht.
[0110] Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
1. Bei der in Figur 5 dargestellten Ausführungsform ist zusätzlich ein Transformator
14 vorgesehen, der eine erste Spule 14a und eine zweite Spule 14b enthält. Durch den
Transformator 14 wird die durch die Spannungsquelle 7 erzeugte Wechselspannung entsprechend
dem Windungsverhältnis der beiden Spulen 14a, 14b hochtransformiert. Die hochtransformierte
Wechselspannung wird über die Leitungen 6, 8 an die beiden Elektroden 5, 9 zur Erzeugung
eines elektrischen Wechselfeldes angelegt. Durch die in Figur 5 dargestellte Ausführungsform
können besonders hohe elektrische Feldstärken erreicht werden.
[0111] Die Figur 6a zeigt eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
1. Bei der in Figur 6a dargestellten Ausführungsform wird die Gegenelektrode 9 nicht
durch eine Spitzenelektrode gebildet, sondern durch eine Gegenelektrode 9, die einen
aus Isolationsmaterial bestehenden Glaszylinder umschließt. Der aus einem isolierenden
Material bestehende Zylinder 15 ist mit der Gegenelektrode 9 beschichtet. Der Innenraum
des Zylinders 15 bildet den Verbrennungsraum für die Flamme 10. Bei dem Zylinder 15
handelt es sich vorzugsweise um eine Quarzröhre. Die Flamme 10 nimmt über das Quarz
15 elektrische Ladung auf, sodass aufgrund des elektrischen Wechselfeldes ein kapazitiver
Blindstrom fließen kann. Wird zusätzlich durch den Spannungsgenerator 7 eine Gleichspannung
an die Elektroden 5 und 9 angelegt, fließt zusätzlich ein geringer Gleichstrom.
[0112] Figur 6b zeigt die in Figur 6a dargestellte dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Brennstoffverbrennungsvorrichtung 1 in einem Regelkreis. Die Flamme 10 verbrennt das
zugeführte Gasgemisch und gibt Abgase nach oben zu einem Abgasdetektor 16 ab. Der
Abgasdetektor 16 erfasst die chemische Zusammensetzung des Abgases und stellt den
Schadstoffanteil beispielsweise den Anteil von Stickoxid innerhalb des Abgases fest.
Der Abgasdetektor 16 liefert über eine Datenleitung 17 Daten an eine Steuerung 18,
wobei die zugeführten Daten den Anteil der zu beseitigenden Schadstoffe im Abgas anzeigen.
Die Steuerung 18 steuert über Steuerleitungen 19 die Amplitude (U) und die Frequenz
f der durch den Spannungsgenerator 7 erzeugten Spannung U. Hierdurch werden die Amplitude
|U| und die Frequenz f des an die Flamme 10 angelegten elektrischen Feldes E eingestellt.
Die in Figur 6b dargestellte Anordnung stellt einen Regelkreis 20 dar, mit dessen
Hilfe der Schadstoffanteil der Abgase, die durch die Abbrandflamme 10 hervorgerufen
werden, minimiert werden kann. Hierzu verändert die Steuerung 8 die Frequenz und die
Amplitude der Spannung solange, bis durch den Abgasdetektor 16 ein minimaler Schadstoffanteil
festgestellt wird. Durch die in Figur 6b dargestellte Regelung können besonders umweltfreundliche
Heizöfen realisiert werden. Durch die Erzeugung des Plasmas innerhalb der Flamme 10
wird der Schadstoffanteil minimiert. Dabei werden die Frequenz f und die Amplitude
des angelegten elektrischen Feldes E derart geregelt, dass die Konzentration der abgegebenen
Schadstoffe minimal ist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steuerung 18
für verschiedene durch den Mischer 3 zugeführte Brennstoffgasgemische programmierbar.
[0113] Figur 7 zeigt eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung
1. Bei der in Figur 7 dargestellten Ausführungsform wird die Gegenelektrode durch
die Erde bzw. Masse gebildet. Der Vorteil der in Figur 7 dargestellten Ausführungsform
besteht darin, dass eine Gegen- bzw. Spitzenelektrode nicht vorgesehen werden muss.
[0114] Die Figuren 8 bis 11 zeigen verschiedene Signalverläufe der an die Elektroden 5,
9 angelegten Spannung U. Bei dem in Figur 8 dargestellten Spannungsverlauf handelt
es sich um eine sinusförmige Wechselspannung, die mit einer Gleichspannung U
0 überlagt ist. Dabei beträgt das Verhältnis der Amplitude der Wechselspannung |Û|
zu der Gleichspannung U
0 vorzugsweise etwa eins, wie in Figur 9 dargestellt.
[0115] Figur 10 zeigt eine weitere mögliche Signalform des angelegten Wechselspannungssignals,
wobei die ansteigende Signalflanke steiler ist als die abfallende Signalflanke. Das
angelegte Wechselspannungssignal ist pulsförmig. Die ansteigende Signalflanke weist
beispielsweise eine Flankensteilheit von 2 kV/ms auf. Hierdurch lassen sich besonders
hohe Ionisationsgradienten innerhalb der Flamme erreichen.
[0116] Figur 11 zeigt eine weitere Variante eines an die Elektroden 5, 9 angelegten Wechselspannungssignals.
Das in Figur 11 dargestellte Wechselspannungssignal ist pulsförmig. Das Pulsverhältnis,
welches sich aus dem Verhältnis zwischen der Dauer des Pulses Δt
Puls und der Pulsfolgezeit Δt
Pause ist, ergibt, beträgt vorzugsweise etwa 1/3. Mit zunehmender Dauer der angelegten
Spannungsimpulse sinkt der Widerstand R der Flamme asymptotisch gegen einen Widerstand
R
0 ab. Die Flankensteilheit der Spannungsimpulse beträgt beispielsweise 2 kV/ms. Typische
Amplituden der Spannungsimpulse liegen bei 8 kV. Durch das Anlegen der pulsförmigen
Wechselspannung oszilliert die Flamme harmonisch.
[0117] Figur 12 zeigt die in Figur 6a dargestellte dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Brennstoffverbrennungsvorrichtung 1 in einem Schwingkreis. Die durch den Spannungsgenerator
7 erzeugte Spannung U wird über einen Kondensator 21 und einen Transformator 22, der
aus zwei gekoppelten Spulen 22a, 22b besteht, an den Sekundärkreis angelegt. Die Ringelektrode
5 ist über eine Leitung 23 mit der Sekundärspule 22b verbunden. Die Gegenelektrode
9 ist über eine Leitung 24 an eine Gleichspannungsquelle 25 angeschlossen. Der Flammenmantel
10b der Flamme 10 bildet eine Gegenelektrode zu der zylinderförmigen Elektrode 9.
Der Flammenmantel 10b bildet eine Kondensatoroberfläche. Über den Schwingkreis wird
Energie eingekoppelt. Der sekundäre Schwingkreis besteht aus der Koppelinduktivität
22b und einem Kondensator. Dieser Kondensator wird durch den Gegenelektrodenmantel
9, den Flammenmantel 10b sowie das Luftdielektrikum gebildet.
[0118] Figur 13 zeigt das Ersatzschaltbild für den in Figur 12 dargestellten Schwingkreis.
Die Elektrode 9 und der Flammenmantel 10b bilden einen Kondensator 26, zu dem der
Flammenwiderstand 27 parallel geschaltet ist. Durch die Gleichspannungsquelle 25 wird
eine Gleichvorspannung von 1 bis 10 kV angelegt. Durch den Schwingkreis wird die Flamme
bezüglich ihrer Form und ihres Abbrandverhaltens stabilisiert. Bei dem sekundären
Schwingkreis handelt es sich um einen RCL-Schwingkreis. Der Schwingkreis weist eine
Resonanzfrequenz f
R auf. Die Flamme kann als halboffener Resonanzkreis oder als geschlossener Resonanzkreis
fungieren. Die Flamme 10 wirkt als offener Resonanzkreis bzw. als Antenne, wobei der
Flammenkörper selbst als Energieabsorber fungiert.
[0119] Figur 14 ist eine bevorzugte Ausführungsform eines schadstoffarmen Verbrennungsmotors
als Anwendungsbeispiel für die erfindungsgemäße Brennstoffverbrennungsvorrichtung. Der Verbrennungsmotor weist eine nicht dargestellte Kraftstoffzuführeinrichtung zum
Zuführen von Kraftstoff auf. Der Kraftstoff wird in einer geschlossenen Brennkammer
28 als Verbrennungsraum zugeführt. Die Brennkammer 28 wird durch einen Motorzylinder
29 und einen darin beweglichen Motorkolben 20 gebildet, der zur Kraftübertragung vorgesehen
ist. Eine Spitzenelektrode 9 ragt in den Verbrennungsraum 28 hinein. Bevorzugte Ausführungsformen
einer derartigen Spitzenelektrode 9 sind in den Figuren 4a, 4b dargestellt. Der Kolben
30 ist bis zu einem oberen Totpunkt OT innerhalb des Motorzylinders 29 beweglich.
Die Spitzenelektrode 9 reicht bis zu einer Distanz L1 in den Verbrennungsraum 28 hinein.
Die Distanz zwischen der Oberseite des Verbrennungsraumes und dem oberen Totpunkt
OT beträgt L2. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Abstand L1 größer als
die Differenz zwischen L2 und L1. Sobald der Kolben 30 den oberen Totpunkt OT erreicht
hat, wird über einen Transformator 31, der zwei Spulen 31a, 31b umfasst, ein Spannungsimpuls
in die Schwingkreisspule 31b eingekoppelt. Ein Kondensator 32 ist parallel zu der
Schwingkreisspule 31b verschaltet. Zwischen der Spitzenelektrode 9 und der Schwingkreisspule
31b ist seriell eine Gleichspannungsquelle 32 verschaltet. Die Gegenelektrode zu der
Spitzenelektrode 9 wird vorzugsweise durch den geerdeten Motorzylinder 29 gebildet.
[0120] An der Spitzenelektrode 9 liegt das in Figur 15b dargestellte Spannungssignal an.
Durch den Transformator 31 wird die Spannung U1 in die Schwingkreisspule 31b eingekoppelt,
sodass der aus dem Kondensator 32 und der Spule 31 bestehende Schwingkreis zu schwingen
beginnt. Die erzeugte Schwingung ist gedämpft, sodass deren Amplitude abnimmt. Die
Amplitude der vom Spannungsgenerator erzeugten pulsförmigen Spannung beträgt beispielsweise
2 kV. Die Abstände zwischen den verschiedenen Spannungsimpulsen des Spannungssignals
U1 wird durch die Umdrehungszahl des Motors bestimmt. Durch den Schwingkreis 31b,
32 wird an die Spitzenelektrode 9 ein schwingendes, abklingendes sinusförmiges Wechselspannungssignal
angelegt, dem eine Gleichspannung U
0 überlagert ist. Das so gebildete Spannungssignal ist in Figur 15b dargestellt. Durch
den ersten Impuls einer Spannungspulsfolge wird das der Brennkammer zugeführte Kraftstoffgemisch
gezündet. Durch die nachfolgenden Spannungsimpulse der Pulsfolge wird das in der Explosionsflamme
gebildete Plasma aufrecht erhalten. Die Zündung erfolgt vorzugsweise kurz bevor der
Kolben 30 den oberen Totpunkt OT erreicht hat. Der erfindungsgemäße Verbrennungsmotor,
wie er in Figur 14 dargestellt ist, benötigt keine eigenständige Zündeinrichtung.
Diese kann optional zusätzlich vorgesehen werden. Bei dem erfindungsgemäßen Verbrennungsmotor
handelt es sich um einen Ottomotor oder um einen Dieselmotor. Die Frequenz f der durch
den Schwingkreis 31b, 32 erzeugten Spannungsimpulse kann in einem Bereich zwischen
50 Hz und 2 GHz liegen. Der in Figur 14 dargestellte Verbrennungsmotor gemäß der Erfindung
zeichnet sich durch einen besonders einfachen Aufbau aus. Eine herkömmliche Zündkerze
wird zur Zündung nicht benötigt. Die Zündung erfolgt durch die Spitzenelektrode 9.
Durch Erzeugung des Plasmas innerhalb der Explosionsflamme erfolgt die Verbrennung
innerhalb der Verbrennungskammer 28 besonders effektiv mit einem hohen Wirkungsgrad.
Der Anteil der dabei gebildeten Schadstoffe ist aufgrund des in der Explosionsflamme
gebildeten Plasmas besonders gering.
[0121] Figur 16 zeigt eine erste Ausführungsform einer Abfallverbrennungsvorrichtung 33
als Anwendungsbeispiel der erfindungsgemäßen Brennstoffverbrennungsvorrichtung. Die Abfallverbrennungsvorrichtung 33, wie sie in Figur 16 dargestellt ist, weist
einen Verbrennungsraum 34 auf, der bei der in Figur 16 dargestellten Ausführungsform
ein Drehtrommelofen 34 ist. Der Drehtrommelofen 34 wird durch Walzenantriebe 36, 37
kontinuierlich gedreht. An dem Boden des Drehtrommelofens 34 befindet sich der zu
verbrennende Abfallstoff 38. Der Abfallstoff 38 wird durch eine Öffnung innerhalb
des Drehtrommelofens 34 eingeführt. In den Drehtrommelofen 34 ragt eine Spitzenelektrode
9 hinein. Die Spitzenelektrode 9 ist über eine Leitung 8 mit dem Spannungsgenerator
7 verbunden. Der Spannungsgenerator 7 erzeugt eine Wechselspannung und eine Gleichspannung.
Die erzeugte Spannung wird über eine Leitung 6 an eine Ofenmantelelektrode 39 angelegt.
Die generierte Spannung U zur Müllverbrennung liegt beispielsweise zwischen 30 und
45 kV. Dadurch wird ein derart starkes elektrisches Feld E innerhalb des Verbrennungsraumes
34 erzeugt, dass der darin enthaltene Abfallstoff 38 zu brennen beginnt. Der Abfallstoff
38 brennt in einer Flamme 10 ab, die ein Reaktionsplasma beinhaltet. Typische Verbrennungstemperaturen
liegen bei 800 °C bis 900 °C.
[0122] Figur 17 zeigt eine alternative Ausführungsform einer Abfallverbrennungsvorrichtung
33. Bei dieser Ausführungsform wird die erste Elektrode durch ein Nadelelektrodengitter
40 und die zweite Elektrode durch ein Rostfeuerungsgitter, d. h. durch ein isoliertes
Netzband 41 gebildet. Der Verbrennungsraum 34 weist eine erste Öffnung 42 zum Zuführen
von Zuluft und eine zweite Öffnung 43 zum Abführen von Abluft aus.
[0123] Die erfindungsgemäße Verbrennungsvorrichtung 1, wie sie in Figur 3 dargestellt ist,
eignet sich auch zum Aufbau von Heizöfen. Dabei erhitzt die Flamme 10 die Umgebungsluft
als Energieübertragungsmedium. Die Umgebungsluft wird dann einem Wärmetauscher zugeführt.
1. Brennstoffverbrennungsvorrichtung (1) zur Verbrennung von Brennstoffen in einer exothermen
chemischen Reaktion mit:
(a) einer Einrichtung (2) zum Zuführen der Brennstoffe;
(b) einem Verbrennungsraum zur Verbrennung der zugeführten Brennstoffe in einer Flamme
(10);
(c) wobei die Flamme (10) und eine Spule (22b) einen sekundären Schwingkreis (10,
22b) ausbilden, dadurch gekennzeichnet, dass über eine Resonanzkopplung eines primären Schwingkreises (21, 22a) Energie in die
Flamme (10) eingekoppelt wird.
2. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der sekundäre Schwingkreis (10, 22b)
einen offenen Schwingkreis,
einen halboffenen Schwingkreis oder
einen geschlossenen Schwingkreis bildet.
3. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in den sekundären Schwingkreis (10, 22b) die Energie in die Flamme (10) durch einen
Hohlleiter eingekoppelt wird, wobei dem Schwingkreis (10, 22b) ein Gleichfeld oder
Gleichstrom überlagert ist.
4. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine Elektrode (5) und eine Gegenelektrode (9) vorgesehen sind, durch
die ein elektrischer Strom mit Gleichstrom- und Wechselstromanteil (I) durch die Flamme
(10) zur Erzeugung eines Reaktionsplasmas in der Flamme (10) angelegt wird, wobei
das erzeugte Reaktionsplasma einen hohen Ionisationsgrad aufweist.
5. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gegenelektrode (9) und ein Flammenmantel (10b) der Flamme (10) einen Kondensator
(26) bilden, der mit der Spule (22b) eines Transformators (22) zu dem Schwingkreis
verschaltet ist, in den Energie über eine weitere Spule (22a) des Transformators (22)
aus dem primären Schwingkreis (22a, 21) zur Stabilisierung der Flamme (10) eingekoppelt
wird.
6. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der primäre Schwingkreis (22a, 21) einen Kondensator (21) und die erste Spule (22a)
des Transformators (22) aufweist.
7. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der sekundäre Schwingkreis (22b, 26) den Kondensator
(26) und die zweite Koppelspule (22b) des Transformators (22) aufweist,
wobei ein Flammenwiderstand (27) der Flamme (10) parallel zu dem Kondensator (26)
geschaltet ist.
8. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem primären Schwingkreis (22a, 21) ein Spannungsgenerator (7) angeschlossen ist.
9. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass an die Gegenelektrode (9) eine Gleichspannungsquelle (25) angeschlossen ist.
10. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Transformator (22) ein Tesla-Transformator ist.
11. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine der beiden Elektroden (5, 9) eine Gitterelektrode ist.
12. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Spannungsgenerator (7) eine Wechselspannung erzeugt.
13. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Transformator (22) zur Hochtransformation der durch den Spannungsgenerator (7)
erzeugten Wechselspannung vorgesehen ist.
14. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erzeugte Wechselspannung nahezu sinusförmig ist, wobei eine Differenz in der
Fläche der Spannungsfunktion zwischen der positiven und den negativen Halbwelle besteht.
15. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine erzeugte Wechselspannung pulsförmig ist.
16. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Frequenz (f) des an die Flamme (10) angelegten elektrischen Feldes (E) zwischen
50 Hz und 2 GHz liegt.
17. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Elektrode (5) eine Ringelektrode ist.
18. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Form der Flamme in dem Verbrennungsraum durch Veränderung der Feldstärke und
der Frequenz (f) des an die Flamme (10) angelegten elektrischen Feldes (E) einstellbar
ist.
19. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine der Elektroden (5, 9) eine Sprühelektrode ist, durch die die Brennstoffe in
den Verbrennungsraum einsprühbar sind.
20. Brennstoffverbrennungsvorrichtung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Flamme (10) durch die Sprühelektrode elektrostatisch aufladbar ist.
21. Verfahren zur Verbrennung von Brennstoffen durch eine Flamme (10) in einer exothermen
chemischen Reaktion mit den folgenden Schritten:
(a) Zuführen der Brennstoffe in einem Verbrennungsraum zur Erzeugung der Flamme (10),
die einen Flammenkern (10a) und einen Flammenmantel (10b) aufweist;
(b) Anlegen einer potentialdifferenzbildenden Wechselspannung an eine Elektrode (5)
und an eine Gegenelektrode (9) zum Erzeugen eines elektrischen Gleichfeldes und eines
elektrischen Wechselfeldes an der Flamme (10), so dass ein Reaktionsplasma mit einem
hohen Ionisationsgrad in der Flamme (10) erzeugt wird;
(c) wobei die Gegenelektrode (9) und der Flammenmantel (10b) der Flamme (10) einen
Kondensator (26) bilden, der mit einer Koppelspule (22b) eines Transformators (22)
zu einem sekundären Schwingkreis (22b, 26) verschaltet ist;
(d) Einkoppeln von Energie über eine erste Koppelspule (22a) des Transformators (22)
aus einem primären Schwingkreis (22a, 21) in den sekundären Schwingkreis (22b, 26)
zur Stabilisierung der Flamme (10).
22. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Feldstärke des elektrischen Wechselfeldes (E) im Zeitverlauf sinusförmig ist.
23. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Feldstärke des elektrischen Wechselfeldes (E) im Zeitverlauf pulsförmig ist.
24. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Frequenz (f) des elektrischen Wechselfeldes (E) zwischen 50 Hz und 2 GHz liegt.
25. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zugeführten Brennstoffe durch Anlegen des elektrischen Feldes (E), welches gepulst,
oder gleichspannungsüberlagert wechselförmig ist, gezündet werden, wobei die exotherme
chemische Reaktion ausgelöst wird.
1. A fuel combustion apparatus (1) for the combustion of fuels in an exothermic chemical
reaction having:
(a) a device (2) for supplying the fuels;
(b) a combustion chamber for combustion of the supplied fuels in a flame (10);
(c) with the flame (10) and a coil (22b) forming a secondary resonant circuit (10,
22b), characterized in that energy is coupled into the flame (10) via a resonant coupling with a primary resonant
circuit (21, 22a).
2. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 1,
wherein
the secondary resonant circuit (10, 22b) forms an open resonant circuit, a half-open
resonant circuit or a closed resonant circuit.
3. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 1,
wherein
the energy is coupled into the flame (10) in the secondary resonant circuit (10, 22b)
through a waveguide, with a DC field or direct current being superimposed on the resonant
circuit (10, 22b).
4. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 1,
wherein
at least one electrode (5) and one opposing electrode (9) are provided, by means of
which an electric current with a DC component and an AC component (I) is applied through
the flame (10) in order to produce a reaction plasma in the flame (10) with the reaction
plasma that is produced having a high ionization degree.
5. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 4,
wherein
the opposing electrode (9) and a flame envelope (10b) of the flame (10) form a capacitor
(26) which is connected to the coil (22b) of a transformer (22) to form the resonant
circuit, into which energy is coupled via a further coil (22a) of the transformer
(22) from the primary resonant circuit (22a, 21) in order to stabilize the flame (10).
6. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 5,
wherein
the primary resonant circuit (22a, 21) comprises a capacitor (21) and the first coil
(22a) of the transformer (22).
7. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 1,
wherein
the secondary resonant circuit (22b, 26) has the capacitor (26) and the second coupling
coil (22b) of the transformer (22),
with the flame resistance (27) connecting the flame (10) in parallel with the capacitor
(26).
8. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 1,
wherein
a voltage generator (7) is connected to the primary resonant circuit (22a, 21).
9. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 5,
wherein
a DC voltage source (25) is connected to the opposing electrode (9).
10. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 5,
wherein
the transformer (22) is a Tesla transformer.
11. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 5,
wherein
one of the two electrodes (5, 9) is a grid electrode.
12. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 8,
wherein
the voltage generator (7) produces AC voltage.
13. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 12,
wherein
the transformer (22) is intended for step-up transformation of the AC voltage which
is produced by the voltage generator (7).
14. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 13,
wherein
the AC voltage which is produced is virtually sinusoidal, with there being a difference
in the area of the voltage function between the positive and the negative half-cycle.
15. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 13,
wherein
the AC voltage which is produced is pulsed.
16. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 4,
wherein
the frequency of the electrical field (E) which is applied to the flame (10) is between
50 Hz and 2 GHz.
17. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 1,
wherein
at least one electrode (5) is a ring electrode.
18. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 1,
wherein
the shape of the flame in the combustion chamber can be adjusted by variation of the
field strength and the frequency (f) of the electrical field (E) which is applied
to the flame (10).
19. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 1,
wherein
one of the electrodes (5, 9) is an injector electrode through which fuels are sprayed
in the combustion chamber.
20. The fuel combustion apparatus as claimed in claim 19,
wherein
the flame (10) can be electrostatically charged by the injection electrode.
21. A method for combustion of fuels by means of a flame (10) in an exothermic chemical
reaction comprising the following steps:
(a) supplying the fuels to a combustion chamber to generate the flame (10) which comprises
a flame core (10a) and a flame envelope (10b);
(b) applying an AC voltage forming a potential difference at an electrode (5) and
an opposing electrode (9) to generate an electrical DC field and an electrical AC
field at the flame (10) such that a reaction plasma with a high ionization degree
within the flame (10) is produced;
(c) wherein the opposing electrode (9) and the flame envelope (10b) of the flame (10)
form a capacitor (26) which is connected to a coupling coil (22b) of a transformer
(22) to form a secondary resonant circuit (22b, 26);
(d) coupling of energy via a first coupling coil (22a) of said transformer (22) from
a primary resonant circuit (22a, 21) into the secondary resonant circuit (22b, 26)
to stabilize said flame (10).
22. The method as claimed in claim 21,
wherein
the field strength of the electrical alternating field (E) has a sinusoidal waveform.
23. The method as claimed in claim 21,
wherein
the field strength of the electrical alternating field (E) has a pulsed waveform.
24. The method as claimed in claim 21,
wherein
the frequency (f) of the electrical alternating field (E) is between 50 Hz and 2 GHz.
25. The method as claimed in claim 21,
wherein
the supplied fuels are ignited by application of the electrical field (E), which is
pulsed or sinusoidal superimposed with a constant voltage, wherein the exothermic
chemical reaction is initiated.
1. Installation de combustion (1) pour la combustion de combustibles en une réaction
chimique exothermique, avec:
a) Un dispositif (2) pour l'alimentation des combustibles,
b) Une chambre de combustion pour la combustion en une flamme (10),
c) Par où la flamme (10) et une bobine (22b) forment un circuit oscillant secondaire
(10, 22b), caractérisé par l'énergie qui est induite dans la flamme (19) via le couplage d'un circuit oscillant
primaire (21, 22c).
2. Installation de combustion selon point 1, caractérisée par le fait que le circuit oscillant secondaire (10, 22b) représente un circuit oscillant ouvert,
semi-ouvert ou fermé.
3. Installation de combustion selon point 1, caractérisée par le fait que dans le circuit oscillant secondaire (10, 22b), l'énergie est induite dans la flamme
(10) via un guide d'onde, par où un champ continu est superposé au circuit oscillant
(10, 22b).
4. Installation de combustion selon point 1, caractérisée par le fait qu'au moins une électrode (5) et une contre-électrode (9) sont prévues, alimentées par
une composante de courant continu et alternatif (I) traversant la flamme (10) pour
produire un plasma de réaction dans la flamme (10), ce plasma de réaction ayant un
degré élevé de ionisation.
5. Installation de combustion selon point 4, caractérisée par le fait que la contre-.électrode (9) et l'enveloppe (10b) de la flamme (10) forment un condensateur
qui est connecté à une bobine (22b) d'un transformateur (22) résultant en un circuit
oscillant, dans lequel, et via une autre bobine (22a) du transformateur (22) et émanant
du circuit oscillant primaire (21, 22a) de l'énergie est emmagasinée pour la stabilisation
de la flamme (10) .
6. Installation de combustion selon point 5, caractérisée par le fait que le circuit oscillant primaire (21, 22a) présente un condensateur (21) et la première
bobine (22a) du transformateur (22).
7. Installation de combustion selon point 1, caractérisée par le fait que le circuit oscillant secondaire (22b, 26) présente le condensateur (26) et la deuxième
bobine de couplage (22b) du transformateur (22), par où une résistance de flamme (27)
de la flamme (10) est connectée en parallèle au condensateur (26).
8. Installation de combustion selon point 1, caractérisée par le fait qu'au circuit oscillant primaire (22a, 21) est connecté un générateur de tension.
9. Installation de combustion selon point 5, caractérisée par le fait qu'à la contre-électrode (9), une source de tension continue (25) est connectée.
10. Installation de combustion selon point 5, caractérisée par le fait que le transformateur (22) est un transformateur Tesla.
11. Installation de combustion selon point 5, caractérisée par le fait qu'une des deux électrodes (5, 9) est une électrode de grille.
12. Installation de combustion selon point 8, caractérisée par le fait que le générateur de tension (7) produit une tension alternative.
13. Installation de combustion selon point 12, caractérisée par le fait le transformateur (22) élève la tension alternative produite par le générateur
de tension (7).
14. Installation de combustion selon point 13, caractérisée par le fait que la tension alternative produite est presque sinusoïdale et qu'il existe une différence
entre les surfaces positives et négatives des demi-ondes de cette tension.
15. Installation de combustion selon point 13, caractérisée par le fait qu'une tension alternative est pulsée.
16. Installation de combustion selon point 4, caractérisée par le fait que la fréquence (f) du champ électrique (E) appliquée à la flamme (10) se situe entre
50 Hz et 2 GHz.
17. Installation de combustion selon point 1, caractérisée par le fait que l'électrode est une électrode circulaire.
18. Installation de combustion selon point 1, caractérisé par le fait que la forme de la flamme dans la chambre de combustion est réglable par la variation
de la force et de la fréquence (f) du champ électrique (E) appliquée à la flamme (10).
19. Installation de combustion selon point 1, caractérisé par le fait qu'une des électrodes (5, 9) est une électrode d'injection, par laquelle les combustibles
sont injectés dans la chambre de combustion.
20. Installation de combustion selon point 19, caractérisée par le fait que la flamme (10) peut être chargée électrostatiquement via l'électrode d'injection.
21. Procédé pour la combustion de combustibles par une flamme (10) dans une réaction chimique
exotherme selon les pas suivants :
a) Alimentation des combustibles dans une chambre de combustion pour la production
de la flamme (10) qui a un noyau de flamme (10a) et une enveloppe (10b) ;
b) Application d'une tension formant une différence de potentiel alternative, à une
électrode (5) et à une contre-électrode (9) pour la production d'un champ électrique
continu et champ électrique alternatif à la flamme (10), pour qu'un plasma de réaction
avec un degré de ionisation élevé soit produit dans la flamme (10) ;
c) Par où la contre-électrode (9) et l'enveloppe de flamme (10b) de la flamme (10)
forment un condensateur (26), qui, au moyen d'une bobine de couplage (22b) d'un transformateur
(22), est connecté à un circuit oscillant secondaire (22b, 26) ;
d) Couplage de l'énergie, via une première bobine de couplage (22a) du transformateur
(22), d'un circuit oscillant primaire (22b, 21) au circuit oscillant secondaire (22b,
26), pour la stabilisation de la flamme (10) .
22. Procédé selon point 21, caractérisé par le fait que le champ électrique du champ électrique alternatif (E) est un processus sinusoïdal
dans le temps.
23. Procédé selon point 21, caractérisé par le fait que le champ électrique du champ électrique alternatif (E) a un processus impulsionnel
dans le temps.
24. Procédé selon point 21, caractérisé par le fait que la fréquence (f) du champ électrique alternatif (E) se situe entre 50 Hz et 2 GHz.
25. Procédé selon point 21, caractérisé par le fait que les combustibles introduits sont mis à feu par l'application du champ électrique
(E) qui est pulsé ou alternatif (superposé à une tension continue) par où la réaction
chimique exotherme est déclenchée.