[0001] Die Erfindung betrifft ein Manöverpatronengerät mit
- einem Rahmen mit zwei Längsschenkeln und zwei Querschenkeln, wobei der vordere Querschenkel
eine Gewindehülse aufweist und der hintere Querschenkel eine seitlich offene Ausnehmung
aufweist, und
- einem rotationssymmetrischen Düsenkörper mit einem Außengewinde und einer von seinem
hinteren Ende ausgehenden Längs-Sackbohrung, in die eine querverlaufende Düsenbohrung
einmündet,
wobei der Rahmen seitlich auf den Mündungsfeuerdämpfer einer Selbstlade-Feuerwaffe
aufschiebbar ist und anschließend der Düsenkörper mit seinem Außengewinde in die Gewindehülse
einschraubbar und in den Mündungsfeuerdämpfer einführbar ist (Oberbegriff des Anspruchs
1). Ferner betrifft die Erfindung eine Selbstlade-Feuerwaffe, bevorzugt ein Schnellfeuergewehr,
die bzw. das mit einem Mündungsfeuerdämpfer und einem solchen Manöverpatronengerät
ausgestattet ist (Anspruch 13).
[0002] Ein Manöverpatronengerät der eingangs genannten Art ist durch die
US 3 744 370 seit längerem bekannt. Dieses bekannte Manöverpatronengerät besteht aus einem etwa
rechteckigen, länglichen Rahmen. Dieser Rahmen hat in seinem hinteren Querschenkel
("vorne" und "hinten" bezieht sich in den weiteren Erläuterungen immer auf die Schußrichtung)
eine seitlich offene Ausnehmung. Der Rahmen ist so bemessen, daß er von der Seite
her über den Mündungsfeuerdämpfer der Schußwaffe geschoben werden kann. Die Ausnehmung
im hinteren Querschenkel greift dabei seitlich in eine Außen-Ringnut am Mündungsfeuerdämpfer
ein.
[0003] In den vorderen Querschenkel ist eine Gewindehülse eingesetzt. Wenn der Rahmen in
der beschriebenen Weise auf den Mündungsfeuerdämpfer aufgesetzt ist, dann fluchtet
die Achse der Gewindehülse mit der Seelenachse des Laufes.
[0004] In diese Gewindehülse wird nun von vorne her der Düsenkörper eingeführt und mit seinem
Außengewinde in das Innengewinde der Gewindehülse soweit eingeschraubt, bis er mit
seinem hinteren Ende fest auf der Laufmündung aufsitzt. Ein abnehmbarer Querstift
im vorderen Ende des Düsenkörpers dient als Werkzeug zum Festziehen des Gewindes,
so daß das Manöverpatronengerät fest auf dem Mündungsfeuerdämpfer aufgeklemmt ist.
[0005] Die Sackbohrung schließt an die Laufbohrung unmittelbar an und endet etwa dort, wo
die Düsenbohrung die Wand des Düsenkörpers durchsetzt. Die Düsenbohrung liegt dann
innerhalb des Mündungsfeuerdämpfers, ist aber so angeordnet, daß sie ungehindert durch
die Schlitze des Mündungsfeuerdämpfers nach außen blasen kann.
[0006] Insgesamt soll der bekannte Mündungsfeuerdämpfer kräftig genug ausgeführt sein um
imstande zu sein, ein Geschoß aufzuhalten, wenn versehentlich eine scharfe Patrone
statt einer Manöverpatrone abgefeuert wird. Dabei können allerdings Splitter austreten;
wenn der Düsenkörper brechen sollte, können auch dessen Splitter durch die Schlitze
des Mündungsfeuerdämpfers austreten. Auch beim Schießen mit Manöverpatronen können
etwa feine Metallsplitter der Patronenhülse durch die Düsenbohrung geradewegs austreten
und im ungünstigen Falle jemanden verletzen.
[0007] Auch die Befestigung ist nicht ideal: es ist zum Festziehen des Gewindes ein gesondertes
Werkzeug erforderlich, das verlorengehen kann. Lockert sich aber der Düsenkörper beim
Schießen, dann strömen die Verbrennungsgase der abgeschossenen Manöverpatrone am Düsenkörper
vorbei, und es können Partikel ausgeschleudert werden. Gewisse Manöverpatronen (zum
Beispiel solche mit Holzgeschoß) neigen nämlich dazu, Splitter abzugeben, die kurz
vor der Mündung noch durchaus gefährlich sein können.
[0008] Jedenfalls kommt es zu einer Ladehemmung, denn zur ordnungsgemäßen Funktion der Schußwaffe
ist ein Gasrückstau erforderlich, auf den die Düsenbohrung abgestimmt ist. Ein lockeres
Manöverpatronengerät sorgt aber für den Austritt einer zu großen Gasmenge, als daß
die Schußwaffe noch einwandfrei durchladen könnte.
[0009] Viele dieser Nachteile sind durch ein Manöverpatronengerät ausgeräumt, wie es in
der
DE 197 29 565 beschrieben ist. Dieses verbesserte Manöverpatronengerät verursacht aber recht hohe
Herstellungskosten.
[0010] Ziel der Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Manöverpatronengerät vorzusehen, das
alle Partikel beim Abschuß einer Manöverpatrone und auch einer scharfen Patrone zurückhält,
und dabei ebenso kostengünstig herstellbar ist.
[0011] Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß
- eine mit der Gewindehülse verbundene Abdeckungshülse mit Spiel über dem eingeschraubten
Düsenkörper sitzt und
- die Sackbohrung über die Düsenbohrung hinaus soweit verlängert ist, daß der verlängerte
Abschnitt das Volumen mindestens eines Geschoßes hat.
[0012] Die
US 5 325 758, die eine Basis für den Oberbegriff des Anspruchs 1 bildet, zeigt ein solches Manöverpatronengerät,
bei dem lediglich die Sackbohrung über die Düsenbohrung hinaus nicht so weit verlängert
ist, daß sie das Volumen mindestens eines Geschosses hätte. Der Zweck dieser Sackbohrung
des Dokumentes ist es, die Stoßwelle eines Geschosses zu imitieren. Daher sind die
Länge und der Durchmesser dieser Sackbohrung auch mit enger Toleranz angegeben.
[0013] Der Düsenkörper ist gegenüber dem bekannten Düsenkörper nämlich verlängert, weil
auch die Sackbohrung, die den Düsenkörper axial durchsetzt, erfindungsgemäß verlängert
ist. Dies ist ein deutlicher Gegensatz zu den drei eingangs genannten Druckschriften.
[0014] Bevorzugt überdeckt die Abdeckhülse die äußere Mündung der Düsenbohrung, so daß die
Gase nicht geradlinig, sondern nur auf einem labyrinthartigen Weg entweichen können.
Dies gilt auch dann, wenn die Abdeckungshülse nicht innerhalb des Mündungsfeuerdämpfers
liegt, sondern vor diesem.
[0015] Wird versehentlich ein scharfer Schuß abgefeuert, so nimmt die Verlängerung der Sackbohrung
mindestens ein Geschoß auf. Die kinetische Energie der eventuell durch die Düsenbohrung
austretenden Splitter wird durch das Zurücklegen des oben beschriebenen Labyrinthweges
abgebaut.
[0016] Der verlängerte Abschnitt hat bevorzugt ein Volumen, das ausreicht, um mindestens
zwei Geschosse aufzunehmen, wenn etwa mehrere scharfe Patronen aufeinanderfolgend
ins Magazin geladen werden und im Dauerfeuer geschossen wird. Im übrigen unterscheidet
sich der Abschuß einer scharfen Patrone bei aufgesetztem Manöverpatronengerät derart
drastisch vom Abschuß einer Manöverpatrone, daß der Schütze seinen Fehler sofort bemerkt.
Auch ist damit zu rechnen, daß es wegen des erheblich verstärkten Gasdrucks in vielen
Fällen zu einer Ladehemmung kommt, weil die Geschwindigkeit des Verschlusses der Feuerwaffe
zu hoch ist, um noch ein sicheres Nachladen zu gewährleisten.
[0017] Bei dem gattungsgemäßen Manöverpatronengerät ist die Gewindehülse in den Rahmen eingesetzt,
so daß das Material jedes dieser Teile für sich alleine optimierbar ist. Erfindungsgemäß
wird es aber bevorzugt, daß die Gewindehülse einstückig mit dem Rahmen ausgebildet
ist (Anspruch 3). Somit ist eine stabilere Auführung möglich.
[0018] Besonders vorteilhaft ist es, daß sich die Gewindehülse vom vorderen Querschenkel
aus nach hinten erstreckt (Anspruch 4). Bei den auftretenden Belastungen wird die
Gewindehülse nämlich nach vorne gedrückt und somit gegen den vorderen Querschenkel
des Rahmens. Dies sorgt nicht nur für eine besonders gute Kraftübertragung, sondern
ermöglicht auch längere Längsschenkel des Rahmens. Auf den Vorzug dieses Merkmals
wird später noch eingegangen.
[0019] Der Mündungsfeuerdämpfer hat meist eine konische Bohrung, an der sich manchmal hinten
noch ein zylindrischer Bohrungsabschnitt anschließt. Beim gattungsbildenden Stand
der Technik stützt sich der Düsenkörper-unmittelbar auf der Mündung des Laufes ab,
durchsetzt also den Mündungsfeuerdämpfer, ohne mit diesem über eine gewisse Zentrierung
hinaus zusammenzuwirken. Deshalb ist die Gewindehülse auch als Dehnungshülse ausgebildet,
um bei wärmebedingten Längenänderungen von Lauf und Düsenkörper zu vermeiden, daß
sich das Gewinde lockert. Dagegen wird in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
vorgeschlagen, daß das hintere Ende des Düsenkörpers komplementär zur konischen Bohrung
im Mündungsfeuerdämpfer ebenfalls konisch ausgebildet ist, so daß das hintere Ende
des eingeschraubten Düsenkörpers sich mit Konussitz am Mündungsfeuerdämpfer abstützt
(Anspruch 5). Dieser Konus oder Kegelsitz wirkt als Drehsicherung, um ein ungewolltes
Lokkern während des Schießens zu verhindern, kann aber durch Drehung des Düsenkörpers
beim Herausschrauben ohne weiteres wieder gelockert werden. Ein erforderliches Sonderwerkzeug
wie beim Stand der Technik wird somit überflüssig.
[0020] Bei einer bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Manöverpatronengeräts ist nahe
der verkleinerten Sackbohrung eine Quer-Sackbohrung angeordnet. Der verbleibende Materialsteg
kann so belassen werden, daß er beim Verschiessen von Manöverpatronen in jedem Fall
unzerstört bleibt. Bei der Belastung eines scharfen Schusses bricht der Steg als Sollbruchstelle
jedoch auf (Anspruch 6) und die Abschußgase können durch die vergrößerte Bohrung austreten.
Die ebenfalls austretenden Splitter werden durch die Abdeckhülse so abgeschirmt, daß
ihre kinetische Energie stark abgebaut wird.
[0021] Eine zusätzliche oder alternative bevorzugte Ausbildung des erfindungsgemäßen Manöverpatronengeräts
besteht darin, daß die Längsschenkel des Rahmens gekröpft und streckbar sind (Anspruch
10). Je nach der Duktilität, Dicke und auch Länge der Längsschenkel können diese sich
mehr oder weniger strecken, wenn ein Geschoß in der Sackbohrung des Düsenkörpers zum
Stilstand kommt. Dabei werden weniger die Schenkel selbst gedehnt, sondern in erster
Linie wird die Kröpfung oder werden die Kröpfungen geradegebogen. Hierdurch wird der
Rahmen ein wenig länger. Soweit diese Dehnung erheblich ist, kann auf die obengenannte
Sollbruchstelle verzichtet werden, denn mit der Dehnung des Rahmens bewegt sich auch
der Düsenkörper nach vorne. Gas kann rund um die Konusstelle austreten. Ein dünnes
Rahmenmaterial unterstützt die Dehnung der Längsschenkel.
[0022] Das erfindungsgemäße Manöverpatronengerät kann in eine Umfangsnut des Mündungsfeuerdämpfers
eingreifen. Bevorzugt ist allerdings, daß der hintere Querschenkel des Rahmens den
Mündungsfeuerdämpfer hintergreift (Anspruch 11). Es kann somit das erfindungsgemäße
Manöverpatronengerät für bereits existente Schußwaffen, besonders Schnellfeuergewehre,
nachträglich eingerichtet werden, ohne daß es erforderlich wäre, den Mündungsfeuerdämpfer
zu modifizieren.
[0023] Wie schon oben erwähnt, benötigt das erfindungsgemäße Manöverpatronengerät kein zusätzliches,
gesondertes Spezialwerkzeug. Es genügt stattdessen z.B. ein Schraubenzieherschlitz
im vorderen Stirnende des Düsenkörpers. Besonders bevorzugt ist allerdings, daß der
Düsenkörper an vorderen Ende eine Handhabe aufweist, insbesondere eine Rändelung (Anspruch
12). Diese Rändelung befindet sich beim ordnungsgemäß aufgesetzten Mündungsfeuerdämpfer
vor dem vorderen Querschenkel des Rahmens. Diese Rändelung kann mühelos, notfalls
mit Hilfe eines Lappens, ergriffen werden. So ist ein Drehmoment auf den Düsenkörper
aufbringbar, das zu seinem Festziehen und Lösen ausreicht.
[0024] Wie schon oben erläutert, bezieht sich die Erfindung nicht nur auf ein Manöverpatronengerät,
sondern auch auf eine Selbstlade-Feuerwaffe mit Mündungsfeuerdämpfer und mit einem
Manöverpatronengerät, wie es oben beschrieben ist (Anspruch 13).
[0025] Der Gegenstand der Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnung beispielsweise
noch näher erläutert. In dieser zeigt:
- Fig. 1
- in Vergrößerung und schematisch eine Gewehrmündung mit aufgesetztem Mündungsfeuerdämpfer,
auf den ein erfindungsgemäßes Manöverpatronengerät aufgesetzt ist,
- Fig. 2
- eine Gewehrmündung mit Mündungsfeuerdämpfer und Manöverpatronengerät nach einer ersten
Ausführung, in Seitenansicht,
- Fig. 3
- die Anordnung der Fig. 2, geschnitten,
- Fig. 4
- die Anordnung der Fig. 2, in Draufsicht,
- Fig. 5
- einen Schnitt wie in Fig. 3, jedoch nach Abfeuern einer scharfen Patrone,
- Fig. 6
- eine Gewehrmündung mit Mündungsfeuerdämpfer und Manöverpatronengerät nach einer zweiten
Ausführung, in Seitenansicht und
- Fig. 7
- einen Schnitt durch die Ausführung der Fig. 6 nach Abfeuern einer scharfen Patrone.
[0026] In allen Zeichnungen sind durchgehend dieselben Bezugszeichen verwendet; wird ein
Bauelement einmal nicht mit einem Bezugszeichen bezeichnet, gilt auch für dieses Bauelement
das Bezugszeichen desselben oder entsprechenden Bauelements in irgendeiner anderen
Figur. So wurde vermieden, alle Figuren mit Bezugszeichen zu überladen.
[0027] Von einem Schnellfeuergewehr ist nur ein Lauf 2 zu sehen, auf dessen Mündung ein
Mündungsfeuerdämpfer 20 aufgeschraubt ist. Ein Querstift fixiert den Mündungsfeuerdämpfer
20, so daß dieser nicht vom Lauf 2 abgeschraubt werden kann. Dieser Mündungsfeuerdämpfer
20 weist, wie üblich, eine axiale Bohrung auf, die an ihrem hinteren Ende ein Innengewinde
aufweist, das auf ein Außengewinde des Laufes 2 geschraubt ist. Dann erfolgt ein Absatz,
an dem diese Bohrung bis auf ein Maß verengt ist, das nur geringfügig über der Kalibergröße
des Laufes 2 liegt. Der Absatz sitzt auf der Mündung des Laufes 2 auf. Von diesem
Absatz aus erstreckt sich ein konischer Bohrungsabschnitt 24, der sich nach vorne
erweitert. Zwischen diesem Konusabschnitt und der Außenseite des Mündungsfeuerdämpfers
20 erstrecken sich Gasaustrittsschlitze 22.
[0028] Das Manöverpatronengerät weist einen Rahmen 1 auf, der aus vier Schenkeln 12, 14,
16 gebildet ist, die insgeamt ein längliches Rechteck bilden. Diese Schenkel werden
von zwei gegenüberliegenden Längsschenkeln 12 gebildet, die an ihrer Vorderseite durch
einen vorderen Querschenkel 14 einstückig verbunden sind. Die hinteren Enden der Längsschenkel
12 sind durch einen hinteren Querschenkel 16 verbunden. Die beiden Längsschenkel 12
weisen je zwei Kröpfungen 10 auf, von denen jeweils die hintere nach auβen und die
vordere nach innen erfolgt. Infolge dieser Kröpfungen 10 ist der Rahmen 1 der Längs
nach dehnbar. Die Dehnbarkeit hängt vom Material der Längsschenkel 12 und besonders
von deren Dicke ab. Die gedehnten Längsschenkel 12 können zurückfedern. Sie dienen
in jedem Falle der Kraftbegrenzung, um zu vermeiden, daß eine Längskraft ausgeübt
wird, die das Gewinde beschädigt, das den Mündungsfeuerdämpfer 20 auf dem Lauf 2 hält.
Die dünneren Längsschenkel 12 können sich auch bleibend dehnen (Fig. 7) .
[0029] Der hintere Querschenkel 16 weist eine runde, zentrische Ausnehmung 18 auf, deren
Radius komplementär zu dem des Laufes 2 unmittelbar hinter dem Mündungsfeuerdämpfer
20 ist. Diese Ausnehmung 18 ist in der Durchmessergröße zur offenen Seite des Rahmens
1 hin offen. Der Rahmen 1 kann demnach seitlich über den Mündungsfeuerdämper 20 geschoben
werden, wobei die Ausnehmung 18 über den Lauf 2 geschoben wird.
[0030] Die Höhe der Längsschenkel 12, quer zur Schußrichtung gesehen, ist größer als der
Durchmesser des Mündungsfeuerdämpfers 20. Auf der einen Seite weisen die Längsschenkel
12 aber eine Aussparung auf, in der die Kontur des Mündungsfeuerdämpfers 20 sichtbar
wird, so daß man mühelos feststellen kann, ob der Rahmen 1 ordnungsgemäß uber dem
Mündungsfeuerdämpfer 20 aufgesetzt ist oder nicht. Die Seite der Aussparung entspricht
der Seite, auf der die Ausnehmung 18 offen ist. Auf dieser Seite ist auch das hintere
Ende der Längsschenkel 12 so weit nach hinten abgeschrägt, daß die genannte Ausnehmung
18 gerade noch den Lauf 2 umgreift. So ist das Aufsetzen des Rahmens 1 erleichtert
und eine mühelose Kontrolle des Sitzes des Rahmens 1 möglich.
[0031] In der Mitte des vorderen Querschenkels 14, senkrecht zu diesem und sich nach hinten
erstreckend ist eine Gewindehülse 100 angesetzt. Diese Gewindehülse 100 ist bevorzugt
mit dem vorderen Querschenkel 14 (und damit den beiden Längsschenkeln 12) einstückig
ausgebildet, kann aber auch aufgeschweißt sein. Gewindehülse 100 und vorderer Querschenkel
14 werden gemeinsam von einem Fein-Innengewinde durchsetzt. Dieses kann kurz vor dem
hinteren Ende der Gewindehülse 100 enden, so daß diese an ihrem hinteren Ende von
der Gewinde-Kernbohrung durchsetzt ist.
[0032] Am hinteren Ende der Gewindehülse 100 ist auf diese eine Abdeckungshülse 102 aufgesetzt.
Diese kann mit der Gewindehülse 100 einstückig ausgebildet sein oder auf diese hart
aufgelötet oder aufgeschweißt sein. Die Abdeckungshülse 102 ist von einer Bohrung
durchsetzt, die deutlich größer als die Gewinde-Kernbohrung der Gewindehülse 100 ist,
aber kleiner als deren Außendurchmesser.
[0033] So ist ein nach hinten offener Ringspalt geschaffen. Ist der Rahmen 1 auf den Mündungsfeuerdämpfer
20 aufgesetzt, dann erstreckt sich die Abdeckungshülse 102 nach hinten bevorzugt bis
kurz vor das vordere Ende des Mündungsfeuerdämpfers 20.
[0034] Die Gewindehülse 100 und die Abdeckungshülse 102 sind fest mit dem vorderen Quersteg
14 verbunden. Der hintere Quersteg 16 ist fest mit den Längsschenkeln 12 verbunden
und diese sind ihrerseits einstückig mit dem vorderen Quersteg 14 verbunden. Alle
diese Teile bilden demnach gemeinsam den Rahmen 1.
[0035] Nach dem Aufsetzen dieses Rahmens 1 über den Mündungsfeuerdämpfer 20 wird von vorne
her durch die Gewindebohrung ein Düsenkörper 3 eingeschoben und festgeschraubt. Diese
beiden Teile bilden gemeinsam das Manöverpatronengerät. Ein weiteres Teil ist nicht
erforderlich.
[0036] Der Düsenkörper 3 ist als längliche Schraube ausgebildet, mit einem Kopf 306, dessen
Außenumfang mit einer kräftigen Rändelung 304 als Handhabe versehen ist. An diesen
Kopf 306 schließt ein länglicher Schaft an der zunächst ein Außengewinde aufweist,
das nach Länge und Durchmesser zum Fein-Innengewinde in Gewindehülse 100 und vorderem
Quersteg 14 komplementär ist. Nach hinten schließt ein Schaft-Endabschnitt an, der
zunächst zylindrisch mit dem Kerndurchmesser des Gewindes verläuft und sich dann konisch
verjüngt. Hierbei entspricht der Konus des Schaftes des Düsenkörpers 3 dem konischen
Bohrungsabschnitt 24 des Mündungsfeuerdämpfers 20, und zwar so, daß dieser Schaft
bei korrekt aufmontiertem Manöverpatronengerät in einen klemmenden Kegelsitz im Mündungsfeuerdämpfer
eintritt. Dabei bildet das hintere Ende des Schaftes zur Mündung des Laufes 2 hin
einen Abstand 26, der gering ist und im wesentlichen den Toleranzen in Schußrichtung
entspricht.
[0037] Der Düsenkörper 3 ist von einer mittigen Sackbohrung 30 durchsetzt, die vom hinteren
Ende des Düsenkörpers 3 ausgeht und etwa auf Höhe des hinteren Endes des Kopfes 306
im Inneren des Düsenkörpers 3 endet. Von ihrer Mündung ausgehend, besitzt die Sackbohrung
30 zunächst einen hinteren Abschnitt 32, der etwas über Kalibergröße des Laufes 2
hat und nach dem Einbau infolge des beschriebenen Kegelsitzes im Mündungsfeuerdämpfer
20 konzentrisch auf die Seelenachse des Laufes 2 ausgerichtet ist. Der genannte hintere
Abschnitt 32 der Sackbohrung 30 endet an einem Absatz 34 und setzt sich dann mit deutlich
unter Kalibergröße verkleinertem Durchmesser nach vorne fort.
[0038] Eine quer verlaufende Düsenbohrung 36 mündet mit Abstand vor dem Absatz 34 in die
Sackbohrung 30 ein, kann aber auch nach hinten versetzt werden. Die Düsenbohrung 36
durchsetzt die Wandung des Düsenkörpers 3 und mündet nach außen an einer Stelle, die
sich bei aufgesetztem Manöverpatronengerät im Ringspalt zwischen der Außenoberfläche
des zylindrischen Abschnitts des Düsenkörpers 3 und der Innenoberfläche der Abdeckungshülse
102 unterhalb des Feuerdämpfers befindet. Der Abschnitt der Sackbohrung 30 zwischen
ihrem vorne liegenden Ende und der quer verlaufenden Düsenbohrung 36 wird hier als
"verlängerter Abschnitt" 300 bezeichnet. Dieser verlängerte Abschnitt 300 hat ein
Volumen, das mindestens dem Volumen eines Geschosses, besser mindestens dem Volumen
zweier Geschosse entspricht.
[0039] Bei der Benutzung des Manöverpatronengeräts wird der Rahmen 1 auf den Mündungsfeuerdämpfer
20 aufgesetzt. Dann wird der Düsenkörper 3 von vorne her in die Gewindebohrung eingeführt
und festgezogen. Der Kegelsitz im konischen Bohrungsabschnitt 24 des Mündungsfeuerdämpfers
20 wirkt dabei sichernd. Nun kann mit Manöverpatronen geschossen werden. Deren Pulvergase
(und gegebenenfalls Holzsplitter) gelangen in die Sackbohrung 30 und verlassen diese
durch die Düsenbohrung 36, deren äußere Mündung durch die Abdeckungshülse 102 abgedeckt
wird. Hier werden sie so scharf nach hinten abgelenkt, daß alle in ihnen enthaltenen
Feststoffpartikel im verlängerten Sackbohrungsabschnitt 300 oder unter der Abdeckungshülse
102 ausgetragen und zurückgehalten werden. Da der beschriebene Kegelsitz dicht ist,
können Gase seitlich nicht entweichen. Die Größe der Düsenbohrung 36 ist derart bemessen,
daß in den Pulverabgasen ein Druck verbleibt, der für die Durchladefunktion der zum
Lauf 1 gehörigen Selbstladewaffe erforderlich ist.
[0040] Wie schon beschrieben, ist es aber möglich, daß eine scharfe Patrone unter die Manöverpatronen
geraten kann, nicht erkannt und nun abgefeuert wird. Deren Geschoß 5 passiert zunächst
den über-kalibergroßen hinteren Abschnitt 32 der Sackbohrung unbehindert und prallt
auf den Absatz 34. Von diesem Absatz 34 an wird das Geschoß in der vorderen, unter-kalibergroßen
Sackbohrung 30 stark abgebremst und verformt. Da der nach der Düsenbohrung 36 folgende
verlängerte Abschnitt 300 verhältnismäßig lang ist, erfolgt eine wirksame Abbremsung
des Geschoßes 5. Dabei wird die Sackbohrung 30 stark aufgeweitet. Das Geschoß 5 prallt
dann auf das vordere Ende des verlängerten Abschnitts 300.
[0041] Bei der Ausführungsform der Fig. 2 bis 5 ist kurz vor dem Absatz 34 eine Sollbruchstelle
in Form einer Quer-Sackbohrung 38 vorgesehen, die von außen in den Düsenkörper 3 eingebracht
ist und deren Durchmesser den des verlängerten Abschnitts 300 der Sackbohrung 30 erreichen
oder übersteigen kann. Zwischen dieser Quer-Sackbohrung 38 und der Sackbohrung 30
verbleibt ein Materialsteg 302, der kräftig genug ist, um beim Verschießen von Manöverpatronen
unbeschadet zu bleiben. Die Quer-Sackbohrung 38 mündet noch unter der Abdeckungshülse
102 nach außen.
[0042] Wird bei dieser Ausführung ein scharfes Geschoß 5 abgefeuert (Fig. 5), dann reißt
der Materialsteg 302 auf und die vergrößerte Gasmenge (beim scharfen Schuß) kann durch
die jetzt geöffnete Bohrung abgeleitet werden. Dabei verbleibt die Form des Düsenkörpers
3 aber im allgemeinen geradlinig, weil er hinten durch den Kegelsitz und vorne durch
die Gewindeverbindung gehalten ist. Es könnte somit noch ein zweiter, scharfer Schuß
abgegeben werden. Die aufgebrochene Sollbruchstelle 50 sorgt aber für eine so große
Öffnung, daß der Gasdruck abrupt absinkt. Gegebenenfalls strecken sich dabei kurzzeitig
die Längsschenkel 12 des Rahmens 1, da diese infolge der Kröpfungen 10 federn können.
[0043] Eine zweite Ausführung ist in den Fig. 6 und 7 dargestellt; hier fehlt die Quer-Sackbohrung
38 oder eine sonstige Sollbruchstelle. Die Längsschenkel 1 sind dünnwandig. Wird bei
dieser Ausführung eine scharfe Patrone abgeschossen, dann passiert deren Geschoß 5
die Düsenbohrung 36 und gelangt in den verlängerten Abschnitt 300 der Sackbohrung
30. Durch den Stoß dehnen sich die Kröpfungen 10, so daß sich der Abstand 26 zwischen
dem Lauf 2 und dem hinteren Ende des Düsenkörpers 3 vergrößert und ein vergrößerter
Abstand 28 wird (Fig. 7). Bei diesem vergrößerten Abstand 28 ist der genannte Kegelsitz
zwischen dem konischen Bohrungsabschnitt 24 und der Konusfläche des Düsenkörpers 3
aufgehoben. Dort liegt ein Spiel vor, das einen Gasauslaß 52 bildet, aus dem die Pulvergase
austreten können.
1. Manöverpatronengerät mit
- einem Rahmen (1) mit zwei Längsschenkeln (12) und zwei Querschenkeln (14, 16), wobei
der vordere Querschenkel (14) eine Gewindehülse (100) aufweist und der hintere Querschenkel
(16) eine seitlich offene Ausnehmung (18) aufweist, und
- einem im wesentlichen rotationssymmetrischen Düsenkörper (3) mit einem Außengewinde
und einer von seinem hinteren Ende ausgehenden Längs-Sackbohrung (30), in die eine
quer verlaufende Düsenbohrung (36) einmündet,
wobei der Rahmen (1) seitlich auf den Mündungsfeuerdämpfer (20) einer Selbstlade-Feuerwaffe
aufschiebbar ist und anschließend der Düsenkörper (3) mit seinem Außengewinde in die
Gewindehülse (100) einschraubbar und dabei in den Mündungsfeuerdämpfer (20) einführbar
ist, und
wobei eine mit der Gewindehülse (100) verbundene Abdeckungshülse (102) mit Spiel über
dem eingeschraubten Düsenkörper (3) sitzt,
dadurch gekennzeichnet, daß
wobei die Sackbohrung (30) über die Düsenbohrung (36) hinaus soweit verlängert ist,
daß der verlängerte Abschnitt (300) das Volumen mindestens eines Geschosses (5) hat.
2. Manöverpatronengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckungshülse (102) die äußere Mündung der Düsenbohrung (36) überdeckt.
3. Manöverpatronengerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindehülse (100) einstückig mit dem vorderen Querschenkel (14) des Rahmens
(1) ausgebildet ist.
4. Manöverpatronengerät nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Gewindehülse (100) vom vorderen Querschenkel (14) des Rahmens (1) aus nach
hinten erstreckt.
5. Manöverpatronengerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche am hinteren Ende des Düsenkörpers (3) komplementär zur konischen
Bohrung (24) im Mündungsfeuerdämpfer (20) ebenfalls konisch ausgebildet ist, so daß
das hintere Ende des eingeschraubten Düsenkörpers (3) sich mit Kegelsitz am Mündungsfeuerdämpfer
(20) abstützt.
6. Manöverpatronengerät nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Sackbohrung (30) des Düsenkörpers (3) eine Sollbruchstelle (302) ausgebildet
ist.
7. Manöverpatronengerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sollbruchstelle (302) bei eingeschraubtem Düsenkörper (3) unter der Abdeckungshülse
(102), aber im wesentlichen vor dem verlängerten Abschnitt (300) der Sackbohrung (30)
sitzt.
8. Manöverpatronengerät nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Sollbruchstelle als Steg (302) ausgebildet ist, der eine Quer-Sackbohrung (38)
im Düsenkörper (3) verschließt.
9. Manöverpatronengerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Sackbohrung (30) nahe der Quer-Sackbohrung (38) verkleinert und/oder abgesetzt
ist.
10. Manöverpatronengerät nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsschenkel (12) des Rahmens (1) jeweils mindestens eine Kröpfung (10) aufweisen
und streckbar sind.
11. Manöverpatronengerät nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Querschenkel (16) des Rahmens (1) den Mündungsfeuerdämpfer (20) hintergreift.
12. Manöverpatronengerät nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenkörper (3) am vorderen Ende eine fest mit diesem verbundene Handhabe aufweist,
insbesondere eine Rändelung (304).
13. Selbstlade-Feuerwaffe mit Mündungsfeuerdämpfer und Manöverpatronengerät nach einem
der Ansprüche 2 bis 12.
1. A blank firing device having
- a frame (1) with two longitudinal limbs (12) and two transverse limbs (14, 16),
wherein the front transverse limb (14) comprises threaded sleeve (100) and the rear
transverse limb (16) comprises a laterally open recess (18), and
- a substantially rotationally symmetrical nozzle body (3) having a male screw thread
and a longitudinal blind hole (30) emanating from its rear end, into which a transversally
extending nozzle bore (36) opens, wherein the frame (1) can be slid laterally onto
the flash damper (20) of a semi-automatic firearm and subsequently the nozzle body
(3) can be screwed by its male screw thread into the threaded sleeve (100) and in
the process can be introduced into the flash damper (20), and wherein a cover sleeve
(102) connected to the threaded sleeve (100) is seated with play above the screwed-in
nozzle body,
characterised in that the blind hole (30) is lengthened beyond the nozzle bore (36) so that the lengthened
portion (300) has the volume of at least one bullet (5).
2. A blank firing device according to Claim 1,
characterised in that the cover sleeve (102) covers the outer opening of the spray nozzle bore (36).
3. A blank firing device according to Claim 2,
characterised in that the threaded sleeve (100) is integrally formed with the front transverse limb (14)
of the frame (1).
4. A blank firing device according to one of Claims 2 or 3,
characterised in that the threaded sleeve (100) extends rearwards from the front transverse limb (14) of
the frame (1).
5. A blank firing device according to one of Claims 2 to 4,
characterised in that the outer surface at the rear end of the nozzle body (3) is also designed conically
to complement the conical bore (24) in the flash damper (20) so that the rear end
of the screwed-in nozzle body (3) is supported with conical seat on the flash damper
(20).
6. A blank firing device according to one of Claims 2 to 5,
characterised in that a predetermined breaking point (302) is provided in the blind hole (30) of the nozzle
body (3).
7. A blank firing device according to Claim 6,
characterised in that when the nozzle body (3) is screwed in, the predetermined breaking point (302) is
located under the cover sleeve (102), but substantially in front of the lengthened
portion and the blind hole (30).
8. A blank firing device according to one of Claims 6 or 7,
characterised in that the predetermined breaking point is constructed as a web (302) that closes a transverse
blind hole (38) in the nozzle body (3).
9. A blank firing device according to Claim 8,
characterised in that the blind hole (30) is reduced and/or stepped close to the transverse blind hole
(38).
10. A blank firing device according to one of Claims 2 to 9,
characterised in that the longitudinal limbs (12) of the frame (1) each comprise at least one bend (10)
and are ductile.
11. A blank firing device according to one of Claims 2 to 10,
characterised in that the rear transverse limb (16) of the frame (1) extends behind the flash damper (20).
12. A blank firing device according to one of Claims 2 to 11,
characterised in that at the front end the nozzle body (3) comprises a handle securely connected thereto,
in particular a knurl (304).
13. A semi-automatic firearm with a flash damper and a blank firing device according to
one of Claims 2 to 12.
1. Appareil pour cartouche à balle, avec
➢ un cadre (1) avec deux longueurs (12) et deux largeurs (14, 16), la largeur avant
(14) présentant une douille filetée (100) et la largeur arrière (16) un évidement
(18) ouvert sur le côté, et
➢ un corps de buse (3) sensiblement à symétrie de rotation avec un filetage extérieur
et un trou borgne longitudinal (30) partant de son extrémité arrière, dans lequel
débouche un alésage de buse (36) à extension transversale,
➢ le cadre (1) étant repoussable latéralement sur le cache-flamme (20) d'une arme
à feu automatique, le corps de buse (3) étant ensuite vissable dans la douille filetée
(100) par son filetage extérieur, et est alors insérable dans le cache-flamme (20),
➢ et une douille de couverture (102) raccordée à la douille filetée (100) étant montée
avec jeu sur le corps de buse (3) vissé,
caractérisé en ce que le trou borgne (30) se prolonge au-delà de l'alésage de buse (36) jusqu'à ce que
la partie prolongée (300) ait le volume d'au moins une cartouche (5).
2. Appareil pour cartouche à balle selon la revendication 1, caractérisé en ce que la douille de couverture (102) recouvre le débouché extérieur de l'alésage de buse
(36).
3. Appareil pour cartouche à balle selon la revendication 2, caractérisé en ce que la douille filetée (100) est formée d'un seul tenant avec la largeur avant (14) du
cadre (1).
4. Appareil pour cartouche à balle selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que la douille filetée (100) s'étend vers l'arrière depuis la largeur avant (14) du cadre
(1).
5. Appareil pour cartouche à balle selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que, complémentairement à l'alésage conique (24) dans le cache-flamme (20), la surface
extérieure à l'extrémité arrière du corps de buse (3) est elle aussi de forme conique,
si bien que l'extrémité arrière du corps de buse (3) vissé s'appuie contre le cache-flamme
(20) avec un siège oblique.
6. Appareil pour cartouche à balle selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce qu'un point de cassure prédéterminé (302) est formé dans le trou borgne (30) du corps
de buse (3).
7. Appareil pour cartouche à balle selon la revendication 6, caractérisé en ce que le point de cassure prédéterminé (302) est situé sous la douille de couverture (102),
mais sensiblement devant la partie prolongée (300) du trou borgne (30), lorsque le
corps de buse (3) est vissé.
8. Appareil pour cartouche à balle selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que le point de cassure prédéterminé est réalisé comme une barrette (302) obturant un
trou borgne transversal (38) dans le corps de buse (3).
9. Appareil pour cartouche à balle selon la revendication 8, caractérisé en ce que le trou borgne (30) est rétréci et/ou étagé à proximité du trou borgne transversal
(38).
10. Appareil pour cartouche à balle selon l'une des revendications 2 à 9, caractérisé en ce que les longueurs (12) du cadre (1) présentent chacune au moins un coude (10) et sont
extensibles.
11. Appareil pour cartouche à balle selon l'une des revendications 2 à 10, caractérisé en ce que la largeur arrière (16) du cadre (1) est mise en prise sur l'arrière du cache-flamme
(20).
12. Appareil pour cartouche à balle selon l'une des revendications 2 à 11, caractérisé en ce que le corps de buse (3) présente à son extrémité avant une prise fixement raccordée
à celle-ci, en particulier un moletage (304).
13. Arme à feu automatique avec un cache-flamme et un appareil pour cartouche à balle
selon l'une des revendications 2 à 12.