[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Handwerkzeugmaschine mit einem innerhalb
eines Gehäuses angeordneten elektrischen Antrieb und einer ersten Kühleinrichtung
zum Kühlen des Antriebs durch einen ersten Kühlluft-Strom.
[0002] Derartige elektrische Handwerkzeugmaschinen können beispielsweise Schwingschleifer,
Rotationsschleifer, Stichsägen oder dergleichen sein. Die Kühleinrichtung enthält
beispielsweise ein Lüfterrad, das an einer Abtriebswelle des Antriebs angeordnet ist
und den Kühlluft-Strom erzeugt. Der Kühlluft-Strom verhindert eine Überhitzung des
Antriebs, insbesondere wenn dieser stark belastet ist.
[0003] Allerdings wird der Kühlluft-Strom durch den Antrieb stark erwärmt und führt zur
Erwärmung des Gehäuses. Das Gehäuse der Handwerkzeugmaschine kann stellenweise derart
heiß werden, dass es von einem Bediener nicht mehr angefasst werden kann. Zumindest
aber ist das Arbeiten mit einer sehr warmen, stellenweise heißen Handwerkzeugmaschine
unangenehm, was den Bediener beeinträchtigt und zu schlechteren Arbeitsergebnissen
führen kann.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, die thermischen Eigenschaften einer elektrischen
Handwerkzeugmaschine der eingangs genannten Art zu verbessern.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe wird für die elektrische Handwerkzeugmaschine vorgeschlagen,
dass sie eine zweite Kühleinrichtung zum Kühlen zumindest eines Bereichs der Gehäuse-Oberfläche
des Gehäuses durch einen zweiten Kühlluft-Strom aufweist, und dass innerhalb des Gehäuses
der erste Kühlluft-Strom von dem zweiten Kühlluft-Strom getrennt geführt ist.
[0006] Der zweite Kühlluft-Strom ist wesentlich kühler als der durch den Antrieb erwärmte
erste Kühlluft-Strom, so dass das Gehäuse durch den zweiten Kühlluft-Strom auf eine
angenehme Temperatur abkühlbar ist. Der zweite Kühlluft-Strom wird beispielsweise
durch ein Lüfterrad erzeugt. Es ist auch möglich, dass der zweite Kühlluft-Strom durch
eine Absaugvorrichtung zum Absaugen von Staub oder dergleichen erzeugt wird.
[0007] Bei der erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschine handelt es sich zweckmäßigerweise
um eine im Dauerbetrieb, d.h. in längeren Betriebsabschnitten, betriebene Handwerkzeugmaschine.
Die Handwerkzeugmaschine kann beispielsweise eine Handschleifmaschine, ein Fräsmaschine,
eine Stichsäge oder dergleichen sein. Bei Handschleifmaschinen sind mehrere Varianten
bevorzugt, beispielsweise eine Ausführungsform als Rotationsschleifer, als Schwingschleifer,
als Deltaschleifer mit einem Schleiffuß in dreieckiger Form, als Exzenterschleifer,
als Bandschleifer oder dergleichen. Auch eine Ausführungsform als Rotationspolierer
oder dergleichen ist möglich.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen
sowie aus der Beschreibung.
[0009] Der durch den zweiten Kühlluft-Strom gekühlte Bereich der Gehäuse-Oberfläche bildet
zweckmäßigerweise eine erste Handhabe zur Bedienung der Handwerkzeugmaschine. Beispielsweise
ist dieser Bereich als Griffoberfläche, als Handgriff oder dergleichen ausgestaltet.
Die Griffoberfläche dient z.B. zum Ausüben von Druck auf ein durch die Handwerkzeugmaschine
angetriebenes Werkzeug oder dergleichen. Das Werkzeug ist beispielsweise ein Schleifteller,
Schleifschuh, Bohrer, eine Säge oder dergleichen.
[0010] Die beiden Kühleinrichtungen enthalten zweckmäßigerweise Lüfterräder. Das Lüfterrad
der ersten und das Lüfterrad der zweiten Kühleinrichtung sind vorteilhafterweise an
einer Abtriebswelle des elektrischen Antriebs angeordnet. Es ist auch möglich, dass
nur eines der Lüfterräder an der Abtriebswelle angeordnet ist.
[0011] Die zweite Kühleinrichtung ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
zur Bildung eines Staubabsaugstromes zum Absaugen von Staub ausgestaltet. Beispielsweise
dient der zweite Kühlluftstrom zumindest teilweise zum Abführen von Staub. Der Staub
wird z.B. durch ein von dem elektrischen Antrieb angetriebenen Werkzeug verursacht.
[0012] Der Staubabsaugstrom kann auch ganz oder teilweise durch eine externe Einrichtung,
beispielsweise eine Staubabsaugvorrichtung oder dergleichen erzeugt werden. Eine bevorzugte
Variante der Erfindung sieht vor, dass der zweite Kühlluft-Strom mit dem Staubabsaugstrom
innerhalb des Gehäuses vereinigt zu einem Gehäuseauslass geführt ist. An diesem Gehäuseauslass
befindet sich beispielsweise ein Anschlussstück für eine Staubabsaugvorrichtung.
[0013] Ein durch die Staubabsaugvorrichtung erzeugter Staubabsaugstrom könnte prinzipiell
zu einem Festsaugen des Werkzeuges am bearbeiteten Werkstück führen. In einer solchen
Situation ist es bevorzugt, dass der zweite Kühlluft-Strom ein Festsaugen verhindert,
indem er die Ansaug-Wirkung des Staubabsaugstroms zumindest teilweise mindert.
[0014] Das vorgenannte Anschlussstück, zu dem der Staubabsaugstrom geführt ist, kann auch
zum Anschluss eines Filterbeutels dienen.
[0015] Der Staubabsaugstrom wird zweckmäßigerweise innerhalb einer Staubabsaughaube oder
Staubabsaugglocke geführt. Zweckmäßigerweise wird auch der zweite Kühlluft-Strom zumindest
teilweise innerhalb einer derartigen Staubabsaughaube geführt. Beispielsweise ist
an der Oberseite der Staubabsaughaube eine Einströmöffnung für den zweiten Kühlluft-Strom
vorhanden.
[0016] Die Staubabsaughaube steht zweckmäßigerweise mit Staub-Ansaugöffnungen eines durch
den elektrischen Antrieb antreibbaren Werkzeugs in Strömungsverbindung. Die Staub-Ansaugöffnungen
sind beispielsweise Durchtrittsöffnungen. Die Staubabsaughaube ist beispielsweise
oberhalb des Werkzeugs angeordnet.
[0017] Eine weitere bevorzugte Funktion der Staubabsaughaube ist ein Trennen des ersten
und des zweiten Kühlluft-Stroms. Der erste Kühlluft-Strom ist beispielsweise außen
an der Staubabsaughaube vorbeigeführt. Die Staubabsaughaube dient zweckmäßigerweise
als Kühlkörper zum Überführen von Abwärme an den zweiten Kühlluft-Strom. Die Staubabsaughaube
besteht beispielsweise aus einem Material mit großer Wärmekapazität, z.B. aus Aluminium
oder einem sonstigen Metall.
[0018] Die Handwerkzeugmaschine weist vorteilhafterweise ein durch den elektrischen Antrieb
antreibbares Getriebe auf. Das Getriebe kann beispielsweise das Drehzahlverhältnis
zwischen Abtriebswelle des Antriebs und dem angetriebenen Werkzeug verändern. Ferner
kann es eine Rotationsbewegung in eine exzentrische Bewegung umwandeln, einer Rotationsbewegung
eine exzentrische Bewegung überlagern oder dergleichen. Das Getriebe kann auch für
eine Drehrichtungsumkehr vorgesehen sein.
[0019] Der zweite Kühlluft-Strom dient zweckmäßigerweise zur Kühlung des Getriebes. Eine
bevorzugte Variante der Erfindung sieht vor, dass das Lüfterrad der zweiten Kühleinrichtung
durch das Getriebe antreibbar ist. Das Lüfterrad bildet beispielsweise ein Bestandteil
des Getriebes. Auch die vorgenannte Staubabsaughaube kann an dem Getriebe angeordnet
sein.
[0020] Zweckmäßigerweise kommt auch dem ersten Kühlluft-Strom zumindest abschnittsweise
eine Kühlfunktion für das Gehäuse zu. Der erste Kühlluft-Strom ist beispielsweise
zwischen einem zweiten Bereich der Gehäuse-Oberfläche und dem elektrischen Antrieb
geführt. Zumindest bis zur Erwärmung durch den Antrieb kann der erste Kühlluft-Strom
die Gehäuse-Oberfläche kühlen. Dieser zweite Bereich der Gehäuse-Oberfläche dient
vorzugsweise als eine zweite Handhabe zur Bedienung des Werkzeugs. Er ist beispielsweise
als Handgriff, als Grifffläche oder dergleichen ausgestaltet.
[0021] Die durch den ersten und den zweiten Kühlluft-Strom gekühlten Gehäuse-Bereiche der
Handwerkzeugmaschine sind zweckmäßigerweise winkelig zueinander angeordnet, beispielsweise
rechtwinkelig. Zum Beispiel ist die erste Handhabe einer Werkzeugachse und die zweite
Handhabe einer Antriebsachse zugeordnet, so dass der Bediener in unterschiedlichen
Richtungen Kräfte zur Führung der Handwerkzeugmaschine ausüben kann.
[0022] Für den ersten, durch den elektrischen Antrieb erwärmten Kühlluft-Strom sind vorzugsweise
Ausströmöffnungen an einem von Bedienereingriffen beim Betrieb der Handwerkzeugmaschine
abgewandten Bereich des Gehäuses vorhanden. Dadurch wird verhindert, dass erhitzte,
gegebenenfalls sogar heiße Luft an den Händen des Bedieners vorbei strömt, wenn dieser
die Handwerkzeugmaschine benützt.
[0023] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschine bei geöffnetem Gehäuse,
so dass ein erster und ein zweiter Kühlluft-Strom sichtbar sind,
- Figur 2
- die Handwerkzeugmaschine gemäß Figur 1 in geschlossenem Zustand, wobei nur der erste
Kühlluft-Strom gezeigt ist,
- Figur 3
- eine ähnliche Ansicht der Handwerkzeugmaschine wie in Figur 2 mit dem Unterschied,
dass der zweite Kühlluft-Strom gezeigt ist und Ausströmöffnungen für den ersten Kühlluft-Strom
nicht dargestellt sind,
- Figur 4
- die Handwerkzeugmaschine gemäß Figuren 1 bis 3 in geschlossenem Zustand mit einer
schraffierten Fläche zur Veranschaulichung besonders warmer Bereiche, und
- Figur 5
- eine Seitenansicht eines Getriebes der Handwerkzeugmaschine gemäß der Figuren 1 bis
4.
[0024] Eine in den Figuren 1 bis 4 gezeigte Handwerkzeugmaschine 10 ist auf die erfindungsgemäße
Weise durch einen ersten und einen zweiten Kühlluft-Strom 11, 12 gekühlt. Der erste
Kühlluft-Strom 11 ist in der Figur mit dünnen Pfeilen, der zweite Kühlluft-Strom 12
mit dicken Pfeilen dargestellt. Auch innerhalb eines Gehäuses 13 der Handwerkzeugmaschine
10 verlaufende Anteile der Kühlluft-Ströme 11, 12 sind aus Gründen der Veranschaulichung
teilweise mit durchgezogenen Linien dargestellt. Das Gehäuse 13 besteht beispielsweise
aus Kunststoff. Das Gehäuse 13 enthält z.B. zwei miteinander verschraubte und/oder
zusammengesteckte oder in sonstiger Weise miteinander verbundene Schalen. In der Darstellung
gemäß Figur 1 ist ein dem Betrachter zugewandtes Gehäuseteil abgenommen.
[0025] Bei der Handwerkzeugmaschine 10 handelt es sich beispielsweise um eine Rotationsschleifmaschine
mit einem Schleifteller 14. Der Schleifteller 14 wird durch einen elektrischen Antrieb
15, beispielsweise einen Universalmotor oder einen sonstigen Elektro-Motor, über ein
Getriebe 16 angetrieben. Das Getriebe 16 ist mittels eines Schalters 17 schaltbar.
Beispielsweise kann ein im wesentlichen rotatorischer Betrieb des Schleiftellers 14
oder ein Exzenterbetrieb eingestellt werden. Anstelle des Schleiftellers 14 könnte
auch ein Polierteller oder ein sonstiges Werkzeug an der Handwerkzeugmaschine 10 angeordnet
werden.
[0026] Die nachfolgende Beschreibung der erfindungsgemäßen Kühlung des Gehäuses 13 bezieht
sich zwar auf die Handwerkzeugmaschine 10. Prinzipiell könnten aber auch andere Handwerkzeugmaschinen
auf die erfindungsgemäße Weise gekühlt werden, beispielsweise Schwingschleifer oder
Stichsägen.
[0027] Die Handwerkzeugmaschine 10 hat eine hervorragende ergonomische Qualität. Ein wesentlicher
Gesichtspunkt dabei ist, dass sie auch im Dauerbetrieb angenehm anzufassen ist, weil
das Gehäuse 13 insbesondere in den Bereichen, in denen es durch einen Bediener berührt
wird, verhältnismäßig wenig erwärmt wird. Zum anderen sind große Bereich des Gehäuses
13 als Griffoberflächen bzw. Handgriffe ausgestaltet, so dass es bei der Bearbeitung
von Werkstücken, beispielsweise beim Abschleifen eines schematisch dargestellten Werkstücks
18, leicht zu führen ist.
[0028] In einer vorderen Partie 19 des Gehäuses 13, oberhalb des Schleiftellers 14, ist
das Getriebe 16 angeordnet. Der obere und der vordere Bereich der Partie 19 sind als
Griffoberfläche 20, d.h. als eine erste Handhabe zur Bedienung der Handwerkzeugmaschine
10 ausgestaltet. Eine Hand eines Bedieners liegt auf der Griffoberfläche 20 im wesentlichen
flächig auf. Die Hand findet im unteren Bereich der vorderen Partie 19, nahe dem Schleifteller
14 in einer Griffmulde 21 Halt.
[0029] An die vordere Partie 19 schließt sich eine obere Längspartie 22 des Gehäuses 13
an. Die Partien 19 und 22 sind winkelig zueinander, beispielsweise im wesentlichen
rechtwinkelig angeordnet. Die obere Längspartie 22 bildet einen Handgriff 23, also
eine zweite Handhabe zur Bedienung der Handwerkzeugmaschine 10. Der Handgriff 23 kann
von einer Hand eines Bedieners umgriffen werden.
[0030] Die Griffoberfläche 20 dient im wesentlichen dazu, eine Druckkraft in Richtung eines
zu bearbeitenden Werkstückes, beispielsweise des Werkstückes 18 auszuüben. Der Handgriff
23 hingegen eignet sich vorzugsweise zur Führung der Handwerkzeugmaschine 10 in Längs-
und Querrichtung, also zum Ausüben einer Kraft quer zur mittels der Griffoberfläche
20 auszuübenden Druckkraft auf den Schleifteller 14. Die Handwerkzeugmaschine 10 wird
zwar vorzugsweise beidhändig unter Nutzung der Griffoberfläche 20 und des Handgriffs
23 bedient. Eine einhändige Bedienung an der Griffoberfläche 20 oder dem Handgriff
23 ist jedoch auch möglich.
[0031] Gegenüber dem Handgriff 23 verläuft ein Abluftkanal 24 in einer Abluftkanal-Partie
26 des Gehäuses 13. Die Abluftkanal-Partie 26 schließt sich an die vordere Partie
19 an. Durch den Abluftkanal 24 kann staubbelastete Abluft aus dem vorderen Bereich
der Handwerkzeugmaschine 10 nach hinten zu einem Abluftauslass 25 strömen. Die Anordnung
der Abluftkanal-Partie 26 gegenüber dem Handgriff 23 hat die vorteilhafte Wirkung,
dass eine den Handgriff 23 umgreifende Hand zum zu bearbeitenden Werkstück 18 hin
geschützt ist.
[0032] Eine hintere Partie 27 des Gehäuses 13 verbindet die Abluftkanal-Partie 26 mit der
oberen Längspartie 22, was zur Stabilität des Gehäuses 13 beiträgt. Die Partien 19,
22, 26 und 27 umschließen in der Art eines Rings eine Durchgriffsöffnung 28, die beim
Umgreifen des Handgriffs 23 von einer Bediener-Hand durchgreifbar ist.
[0033] Eine erste Kühleinrichtung 30 dient zum Kühlen des Antriebs 15 mittels des ersten
Kühlluft-Stroms 11. Die Kühleinrichtung 30 enthält ein Lüfterrad 32, das durch eine
Antriebswelle 33 des Antriebs 15 angetrieben wird. Die Antriebswelle 33 durchdringt
das Lüfterrad 32 und treibt das Getriebe 16 an. Die erste Kühleinrichtung 30 enthält
ferner einen ersten Kühlkanal 34, der im Gehäuse 13 verläuft.
[0034] Der erste Kühlkanal 34 verläuft im wesentlichen in der oberen Längspartie 22 und
dem hinteren, der Durchgriffsöffnung 28 zugewandten Bereich der vorderen Partie 19
des Gehäuses 13. Trennwände 35, 36 im Innern des Gehäuses 13 begrenzen den Kühlkanal
34. Die Trennwand 35 trennt den Kühlkanal 34 von dem Abluftkanal 24. Die von der Antriebswelle
33 durchdrungene Trennwand 36 sowie eine später noch detailliert beschriebene Absaughaube
37 oberhalb des Schleiftellers 14 trennen den ersten Kühlkanal 34 von dem die Griffoberfläche
20 bildenden Bereich des Gehäuses 13. Somit erwärmt der durch den Antrieb 15 erwärmte
erste Kühlluft-Strom 11 weite Teile der vorderen Partie 19, insbesondere die Griffoberfläche
20 nicht.
[0035] Der Kühlluft-Strom 11 wird zumindest teilweise durch das Lüfterrad 32 erzeugt. Der
Kühlluft-Strom 11 strömt durch Einströmöffnungen 38, die man auch als Lüftungsschlitze
bezeichnen kann, an der hinteren Partie 27 in das Gehäuse 13 ein. Der Kühlluft-Strom
11 strömt am Antrieb 15 vorbei und/oder durchströmt den Antrieb 15, kühlt den Antrieb
15 und erwärmt sich dabei. Allerdings ist der Kühlluft-Strom 11 anströmseitig, d.h.
im hinteren, der Partie 27 zugewandten Bereich der Längspartie 22 noch so kühl, dass
er die Oberfläche des Gehäuses 13 im Bereich des Handgriffs 23 kühlt. Im Bereich des
Lüfterrades 32 jedoch ist der Kühlluft-Strom 11 bereits verhältnismäßig warm. Er kann
beispielsweise Temperaturen von etwa 50°C bis 60°C erreichen. Im Bereich des Lüfterrads
32 hat das Gehäuses 13 zweckmäßigerweise einen verengten Querschnitt, der im wesentlichen
durch das Lüfterrad 32 ausgefüllt ist, so dass das Lüfterrad 32 eine optimale Ansaugwirkung
entfaltet.
[0036] Das Lüfterrad 32 fördert den Kühlluft-Strom 11 zu Ausström-Öffnungen 39. Die Ausström-Öffnungen
39 sind unten an der Vorderpartie 19 des Gehäuses 13 angeordnet. Die Ausström-Öffnungen
39 befinden sich nahe beim Schleifteller 14, entfernt von den Händen eines Bedieners
beim Gebrauch der Handwerkzeugmaschine 10. Ein vorteilhafter Effekt des durch die
Ausström-Öffnungen 39 nahe beim Schleifteller 14 ausgeblasenen Kühlluft-Stromes 11
ist, dass eventuell auf dem Werkstück 18 befindlicher Staub weggeblasen wird. Die
Öffnungen 38, 39 können an einer Seite oder an beiden Seiten des Gehäuses 13 angeordnet
sein. Je nach gewünschter Kühlwirkung kann das Kühlrad 32 bzw. können die Öffnungen
38, 39 größer oder kleiner dimensioniert werden.
[0037] Eine zweite Kühleinrichtung 50 kühlt die Griffoberfläche 20. Sie trägt damit wesentlich
zum Bedienkomfort der Handwerkzeugmaschine 10 bei. Ein durch das Getriebe 16 angetriebenes
Lüfterrad 52 erzeugt teilweise den zweiten Kühlluft-Strom 12, der durch die Trennwände
35, 36 sowie die Absaughaube 37 von dem ersten Kühlluft-Strom 11 getrennt innerhalb
des Gehäuses 13 geführt ist. Das Lüfterrad 52 wird zweckmäßigerweise durch ein in
der Figur nicht sichtbares, vergleichsweise langsam drehendes Teil des Getriebes 16
angetrieben.
[0038] Der Kühlluft-Strom 12 wird von dem Lüfterrad 52 durch Einström-Öffnungen 53 angesaugt.
Die Einström-Öffnungen 53 sind beispielsweise seitlich am Gehäuse 13 angeordnet. Die
Einström-Öffnungen 53 befinden sich vorzugsweise außerhalb eines Bereiches der Griffoberfläche
20, der typischerweise von der Hand eines Bedieners bedeckt ist. Beispielsweise liegt
die Hand-Innenfläche einer Bediener-Hand oben auf Vorder-Partie 19 auf, so dass die
unterhalb gelegenen Einström-Öffnungen 53 frei bleiben und der Kühlluft-Strom 12 in
das Gehäuse 13 einströmen kann. Der Kühlluft-Strom 12 strömt an der der Griffoberfläche
20 entgegengesetzten Innenseite des Gehäuses 13 entlang und kühlt dieses ab.
[0039] Der Kühlluft-Strom wird vom Lüfterrad 52 durch eine Öffnung 37 an der Absaughaube
37 in diese hinein gefördert. Der Kühlluft-Strom 12 strömt durch eine Ausström-Öffnung
54 der Absaughaube 37 nach hinten in den Abluftkanal 24. Der Kühlluft-Strom 12 verlässt
den Abluftkanal 24 durch den Abluftauslass 25. Die Außenkontur der Ausström-Öffnung
54 sitzt vorzugsweise derart dicht im Abluftkanal 24, dass der erste Kühlkanal 34
vom Abluftkanal im wesentlichen getrennt ist. Optional kann eine Trennwand 55 des
Gehäuses 13 an der Ausström-Öffnung 54 außen anliegen. Insgesamt durchströmt der zweite
Kühlluft-Strom 12 von den Einström-Öffnungen 53 bis zum Abluftauslass 25 einen zweiten
Kühlkanal 56.
[0040] Wie bereits erwähnt, trägt die Absaughaube 37 zur Trennung des ersten Kühlkanals
34 vom zweiten Kühlkanal 56 bei. Der erste Kühlkanal 34 verläuft außerhalb der Absaughaube
37, der zweite Kühlkanal 56 teilweise innerhalb der Absaughaube 37. Der zweite Kühlluft-Strom
12 strömt durch die Öffnung 57 an der Oberseite der Absaughaube 37. Die Öffnung 57
ist den Einström-Öffnungen 53 am Gehäuse 13 zugewandt. Die Absaughaube 37 dient ferner
als Kühlkörper des Getriebes 16, um Abwärme des Getriebes 16 an den ersten und zweiten
Kühlluft-Strom 11, 12 abzugeben.
[0041] Im wesentlichen jedoch dient die Absaughaube 37 zur Absaugung von Staub von der Oberfläche
des Werkstückes 18. Durch das Abschleifen des Werkstückes 18 mit einem am Schleifteller
14 unterseitig angeordneten Schleifmittel entsteht Staub. Dieser Staub wird durch
Durchtrittsöffnungen 61 am Schleifmittel 60 bzw. Schleifteller 14 mit Hilfe eines
Staubabsaugstromes 62 von der Oberfläche des Werkstückes 18 abgesaugt. Zwischen der
Unterseite der Absaughaube 37 und der Oberseite des Schleiftellers 14 ist zweckmäßigerweise
eine umlaufende, ringförmige Dichtung 69 angeordnet. Der Staubabsaugstrom 62 wird
durch die Absaughaube 37 zur Ausströmöffnung 54 hin kanalisiert.
[0042] Zum Erzeugen des Staubabsaugstroms 62 ist eine mit der Handwerkzeugmaschine 10 verbindbare
Staubabsaugvorrichtung 63 vorgesehen, die beispielsweise mittels eines Schlauches
64 an ein den Abluft-Auslass 25 enthaltendes Anschlussstück 65 angeschlossen ist.
Am Anschlussstück 65 können außenseitig Rippen oder sonstige Haltevorrichtungen angeordnet
sein, um den Schlauch 64 zuverlässig befestigen zu können.
[0043] Der Staubabsaugstrom 62 vereinigt sich in der Absaughaube 37 mit dem zweiten Kühlluft-Strom
12 und strömt durch den Abluftkanal 24 zum Abluft-Auslass 25. Mithin trägt der Staubabsaugstrom
62 zur Kühlung der Handwerkzeugmaschine 10 bei. Es ist auch möglich, dass die Staubabsaugvorrichtung
63 den zweiten Kühlluft-Strom 12 vollständig oder zumindest teilweise erzeugt. Dementsprechend
könnte auch eine Ausführungsform der Handwerkzeugmaschine 10 vorgesehen sein, bei
der beispielsweise kein Lüfterrad 52 vorhanden ist.
[0044] Die oberseitige Öffnung 57 an der Absaughaube 37 verhindert, dass sich der Schleifteller
14 sozusagen am Werkstück 18 festsaugt. Der Unterdruck an der Unterseite des Schleiftellers
14 ist durch die Dimensionierung der Öffnung 57 beeinflussbar.
[0045] Der Antrieb 15 wird über eine hinten aus dem Gehäuse 13 herausgeführte Leitung 66
mit Strom versorgt. Es könnte auch eine Stromversorgung mittels Batterien, Akkumulatoren
oder dergleichen vorgesehen sein. Der Antrieb 15 kann durch einen Schalter 67, der
im Bereich der Griffoberfläche 20 angeordnet ist, ein- und ausgeschaltet werden.
[0046] In Figur 4 sind besonders stark erwärmte Zonen des Gehäuses 13 anhand einer schematisch
dargestellten, schraffierten Fläche 70 angedeutet. Anhand von Figur 4 wird erkennbar,
dass der Handgriff 23 und die Griffoberfläche 20 durch die optimierte Kühlluft-Führung
innerhalb des Gehäuses 13 in ergonomischer Weise kühl gehalten sind.
[0047] Die Trennwand 36 ist beispielsweise winkelig. Ein erster Schenkel verläuft in Längsrichtung
der Handwerkzeugmaschine 10, etwa oberhalb des Schleiftellers 14. Ein zweiter Schenkel,
der im oberen Bereich von der Antriebswelle 33 durchdrungen ist, verläuft schräg nach
oben hin orientiert. Der zweite Schenkel ist nahe der Durchgriffsöffnung 28 angeordnet,
so dass der erste Kühlkanal 34 verhältnismäßig schmal, die Griffoberfläche 20 hingegen
großflächig ist. Die Trennwand 36 liegt außenseitig an der Absaughaube 37 an.
[0048] Die Handwerkzeugmaschine 10 ist in den Figuren 1 bis 4 teilweise schematisiert dargestellt.
Insbesondere kann das Gehäuse 13 beispielsweise Stabilisierungsrippen, Haltevorrichtungen
für die innenliegenden Komponenten, beispielsweise den Antrieb 15 und das Getriebe
16 oder dergleichen aufweisen. Ferner kann beispielsweise der Stator des Antriebes
15 an der Wandung der oberen Längspartie 22 anliegen.
1. Elektrische Handwerkzeugmaschine (10) mit einem innerhalb eines Gehäuses (13) angeordneten
elektrischen Antrieb (15) und einer ersten Kühleinrichtung (30) zum Kühlen des Antriebs
(15) durch einen ersten Kühlluft-Strom (11), dadurch gekennzeichnet, dass sie eine zweite Kühleinrichtung (50) zum Kühlen zumindest eines Bereichs der Gehäuse-Oberfläche
des Gehäuses (13) durch einen zweiten Kühlluft-Strom (12) aufweist, und dass innerhalb
des Gehäuses (13) der erste Kühlluft-Strom (11) von dem zweiten Kühlluft-Strom (12)
getrennt geführt ist.
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der durch den zweiten Kühlluft-Strom (12) gekühlte Bereich der Gehäuse-Oberfläche
eine erste Handhabe (20) zur Bedienung der Handwerkzeugmaschine bildet.
3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kühleinrichtung (30) und/oder die zweite Kühleinrichtung (50) ein Lüfterrad
(32, 52) enthalten.
4. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüfterrad (32) der ersten Kühleinrichtung (30) und/oder das Lüfterrad (52) der
zweiten Kühleinrichtung (50) an einer Abtriebswelle (33) des elektrischen Antriebs
(15) angeordnet sind.
5. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kühleinrichtung (50) zur Bildung eines Staubabsaugstromes (62) zum Absaugen
von Staub ausgestaltet ist.
6. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kühlluft-Strom (12) mit dem Staubabsaugstrom (62) innerhalb des Gehäuses
(13) vereinigt zu einem Gehäuseauslass (25) geführt ist.
7. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kühlluft-Strom (12) zumindest teilweise innerhalb einer Staubabsaughaube
(37) geführt ist.
8. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubabsaughaube (37) mit Staub-Ansaugöffnungen eines durch den elektrischen
Antrieb (15) antreibbaren Werkzeugs (14) in Strömungsverbindung steht.
9. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubabsaughaube (37) zum Trennen des ersten und des zweiten Kühlluft-Stroms
(11, 12) vorgesehen ist.
10. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kühlluft-Strom (11) außen an der Staubabsaughaube (37) vorbeigeführt ist.
11. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubabsaughaube (37) als Kühlkörper zum Überführen von Abwärme an den zweiten
Kühlluft-Strom (12) dient.
12. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein durch den elektrischen Antrieb (15) antreibbares Getriebe (16) aufweist.
13. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kühlluft-Strom (12) zur Kühlung des Getriebes (16) dient.
14. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüfterrad (32, 52) der zweiten Kühleinrichtung (50) durch das Getriebe (16) antreibbar
ist.
15. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kühleinrichtung (50) ein Anschlussstück für eine Staubabsaugungseinrichtung
(63) und/oder einen Filterbeutel enthält.
16. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kühlluft-Strom (11) zwischen dem elektrischen Antrieb (15) und einem Bereich
der Gehäuse-Oberfläche geführt ist, der eine zweite Handhabe (23) zur Bedienung der
Handwerkzeugmaschine bildet.
17. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Handhabe (23) winkelig zueinander angeordnet sind.
18. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einem von Bedienereingriffen beim Betrieb der Handwerkzeugmaschine (10) abgewandten
Bereich des Gehäuses (13) Ausströmöffnungen (39) für den ersten, durch den elektrischen
Antrieb (15) erwärmten Kühlluft-Strom (11) vorhanden sind.
19. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als eine Handschleifmaschine oder als eine Fräsmaschine ausgestaltet ist.