Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Transportanlage zur Versorgung mehrerer in einer Reihe
angeordneter Rollenständer mit Papierrollen gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Anlagen werden in Rollenkellern von Druckereien eingesetzt.
Stand der Technik
[0002] Die in Druckereien, vor allem Zeitungsdruckereien eingesetzten Papierrollen enthalten
jeweils eine Hülse aus Karton, auf welche die Papierbahn aufgewickelt ist. Ist eine
Papierrolle aufgebraucht, so bleibt die von einem Rest der Papierbahn umwickelte Hülse
übrig, die dann vom Rollenständer abgeworfen wird. Die Hülsen müssen aus dem Bereich
der Rollenständer entfernt und in einem Hülsenbehälter gesammelt werden, mit dem sie
z.B. bei Druckende abtransportiert werden.
[0003] Für die Entsorgung der Hülsen aus dem Rollenständerbereich gibt es viele Möglichkeiten,
die jedoch alle mit bestimmten Nachteilen verbunden sind. In vielen Fällen sind zusätzliche
Transportmittel vorgesehen, welche nur der Entsorgung der Hülsen dienen. Die bekannten
Lösungen dieser Art benötigen jedoch meist viel Platz und beeinträchtigen u.U. die
Sicherheit des Personals.
[0004] Gemäss der gattungsgemässen DE 36 27 454 A1 etwa ist auf der der Zufuhrseite abgewandten
Seite der Reihe von Rollenständern ein weiteres zu derselben paralleles Abfuhrgeleise
vorgesehen, zu welchem von den Rollenständern Transfergeleise führen, die mit dem
Abfuhrgeleise über Drehscheiben verbunden sind. Die Hülsen werden über diese Geleise
jeweils einzeln von Transportwagen abtransportiert. Aehnliches zeigt die gattungsgemässe
DE 198 60 475 A1, wo allerdings auf den Transfergeleisen und dem Abfuhrgeleise Hülsenwagen
verkehren, welche jeweils zur Aufnahme einer grösseren Zahl von Hülsen geeignet sind.
In beiden Fällen ist der Platzbedarf beträchtlich und vor allem der Bereich, in dem
wegen der dort verkehrenden Fahrzeuge das Risiko erhöht ist und der daher aus Sicherheitsgründen
möglichst nicht betreten werden sollte, gross. Die Hülsenaufnahme des Hülsenwagens
ist nicht kippbar, so dass er für einen kombinierten Einsatz mit anderen Fördermitteln
nicht geeignet ist und zu seiner Entladung zusätzliche Mittel erforderlich sind, wenn
sie nicht manuell erfolgt. Ausserdem ist der Hülsenwagen nicht geeignet, die Hülsen
anders als in Längsrichtung des Hülsenwagens auszurichten, was die möglichen Einsatzweisen
beschränkt.
[0005] Gemäss DE 42 15 739 A1 ist ein Greifer vorgesehen, welcher längs einer unter der
Decke aufgehängten Schiene geführt ist und die Hülse jeweils aus einer neben einem
Geleiseabschnitt auf einer Schiebebühne am Rollenständer angeordneten Mulde aufnimmt
und zu einem Hülsenbehälter transportiert. Diese Lösung ist ziemlich aufwendig und
für grössere Anlagen mit einer Reihe von Rollenständern nicht unmittelbar geeignet.
[0006] JP 62 157 160 A zeigt eine separate Rollenbahn für die Hülsenentsorgung, die in Achsrichtung
vom Rollenständer wegführt. Diese Lösung eignet sich nicht für die Entsorgung von
Hülsen aus einer grösseren, eine Reihe von Rollenständern umfassenden Anlage.
[0007] Es ist auch bekannt, die Hülsen im wesentlichen auf den gleichen Wegen abzuführen,
auf denen die Anlieferung der Papierrollen erfolgt, doch ist dies logistisch ungünstig,
weil es dabei leicht zu gegenseitiger Behinderung der Papierrollenanlieferung und
der Hülsenentsorgung kommt. Insbesondere kreuzen sich die angelieferte Papierrolle
und die zu entsorgende Hülse fast zwangsläufig irgendwo, was verhältnismässig aufwendige
Lösungen erfordert.
[0008] So ist es etwa aus der DE 196 37 771 A1 bekannt, für den Verkehr auf einem zur Reihe
der Rollenständer parallelen Zubringgeleise einen Quertransportwagen vorzusehen, welcher
zwei querverlaufende Geleise trägt, von denen das eine einen mit einer Papierrolle
und das andere einen mit einer Hülse oder Restrolle beladenen Transportwagen aufnehmen
kann. Aus JP 04 164 760 A ist es bekannt, die Schiebebühne am Rollenständer mit einer
kippbaren Aufnahme für die Hülse zu versehen, auf welche die Hülse abgeworfen und
von welcher sie nach Abheben der angelieferten Papierrolle im Rollenständer auf den
frei gewordenen Transportwagen gekippt wird.
Darstellung der Erfindung
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine gattungsgemässe Transportanlage anzugeben,
bei welcher die Hülsenentsorgung auf platzsparende Weise so gelöst ist, dass sie die
Papierrollenzuführung nicht behindert. Die Lösung soll vor allem für grosse Anlagen
geeignet sein.
[0010] Bei der erfindungsgemässen Transportanlage, wie sie im Anspruch 1 gekennzeichnet
ist, ist der der Hülsenentsorgung dienende Teil von dem der Papierrollenzufuhr dienenden
Teil der Transportanlage fast vollständig getrennt. Der Entsorgungsteil ist auf engem
Raum realisierbar und benötigt vor allem überflur kaum zusätzlichen Platz, so dass
der hinsichtlich der Sicherheit problematische Bereich durch ihn wenig oder gar nicht
vergrössert wird. Er ist auch verhältnismässig einfach aufgebaut und kostengünstig,
schon weil nicht wie bei den bekannten gattungsgemässen Lösungen für den Transport
der leichten Hülsen Komponenten eingesetzt werden, die für schwere Papierrollen dimensioniert
sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren, welche lediglich Ausführungsbeispiele
darstellen, näher erläutert.
Es zeigen
- Fig. 1
- schematisch eine Draufsicht auf einen Ausschnitt aus einer Reihe von Rollenständern
mit erfindungsgemässer Transportanlage gemäss einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- einen Querschnitt längs II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch einen Teil einer Fördereinrichtung der erfindungsgemässen
Transportanlage,
- Fig. 4a
- einen Längsschnitt durch einen Abschnitt eines Transfergeleises der erfindungsgemässen
Transportanlage sowie eines Hülsenwagens mit einer Hülsenaufnahme in einer Aufnahmeposition,
entsprechend einem Schnitt längs A-A in Fig. 4b,
- Fig. 4b
- einen Querschnitt längs B-B in Fig. 4a,
- Fig. 4c
- einen Längsschnitt entsprechend Fig. 4a, aber mit der Hülsenaufnahme in einer Entladeposition,
- Fig. 5a
- schematisch einen Längsschnitt entsprechend Fig. 4a, wobei auch die Fördereinrichtung
erfasst ist, unmittelbar vor einer Entladung der Hülsenaufnahme am Ende einer Hülsenentsorgung,
- Fig. 5b
- einen Längsschnitt entsprechend Fig. 5a, nach einem ersten Schritt der Entladung,
- Fig. 5c
- einen Längsschnitt entsprechend Fig. 5a, nach einem zweiten Schritt der Entladung,
- Fig. 5d
- einen Längsschnitt entsprechend Fig. 5a, nach einem dritten Schritt der Entladung
- Fig. 5e
- einen Längsschnitt entsprechend Fig. 5a, nach der Entladung,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf einen Teil einer erfindungsgemässen Transportanlage gemäss einer
zweiten Ausführungsform,
- Fig. 7
- einen Querschnitt längs VII-VII in Fig. 6,
- Fig. 8a
- einen Schnitt durch einen Rollenständer unmittelbar vor einem Rollenwechsel,
- Fig. 8b
- einen Schnitt entsprechend Fig. 8a bei einem ersten Schritt des Rollenwechsels,
- Fig. 8c
- einen Schnitt entsprechend Fig. 8a nach einem zweiten Schritt des Rollenwechsels,
- Fig. 8d
- einen Schnitt entsprechend Fig. 8a nach dem Rollenwechsel,
- Fig. 9a
- eine Draufsicht entsprechend Fig. 6 bei einem ersten Schritt einer Hülsenentsorgung,
- Fig. 9b
- eine Draufsicht entsprechend Fig. 9a nach einem zweiten Schritt der Hülsenentsorgung,
- Fig. 9c
- eine Draufsicht entsprechend Fig. 9a nach einem dritten Schritt der Hülsenentsorgung,
- Fig. 9d
- eine Draufsicht entsprechend Fig. 9a bei der Entladung der Hülsenaufnahme als viertem
Schritt der Hülsenentsorgung und
- Fig. 9e
- eine Draufsicht entsprechend Fig. 9a nach der Entladung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0012] Ein Rollenkeller einer Druckerei weist mehrere Rollenständer auf, welche in einer
Reihe angeordnet sind. Drei dieser Rollenständer 1a,b,c sind in Fig. 1 dargestellt.
Jeder Rollenständer 1a,b,c - im folgenden wird als Beispiel einer davon als Rollenständer
1 (Fig. 2) beschrieben - umfasst ein Portal 2, in welchem eine Achse 3 drehbar gelagert
ist, welche zwei einander mit Abstand gegenüberliegende, längs der Achse 3 begrenzt
verschiebbare Arme 4a,b aufweist, an deren Enden an den Innenseiten Konen 5 drehbar
gelagert sind. Zwischen den einander gegenüberliegenden Konen 5 der Arme 4a,b kann
jeweils eine Hülse einer Papierrolle 6, auf welche eine Papierbahn 7 aufgewickelt
ist, eingespannt sein. Die Papierbahn 7 wird abgewickelt und nach oben über eine Führungsrolle
8 abgezogen, während die Papierrolle 6 um eine durch die Konen 5 gehende, zur Achse
3 parallele Abrollachse 9 rotiert. Die zwei Abrollachsen 9 jedes Rollenständers sind
somit normal zur Reihe der Rollenständer ausgerichtet.
[0013] Dem Rollenständer 1 ist eine Schiebebühne 10 mit einem zu den Abrollachsen 9 parallelen
Geleiseabschnitt 11 zugeordnet, welche längs einer Grube 12 quer zu den Abrollachsen
9 verschiebbar ist. Die Grube 12 liegt zum grösseren Teil unter dem Rollenständer
1, geht aber auf einer Seite über denselben hinaus. Aussen am Portal 2 des Rollenständers
1 sind als Teil einer Zutrittssicherung beidseits je drei Lichtschranken 13 übereinander
angeordnet, von denen die untere 40cm, die mittlere 90cm und die obere um etwas mehr
als den grössten Rollendurchmesser über dem Boden liegt.
[0014] Zur Versorgung der Rollenständer der Reihe mit Papierrollen 6 und zur Entsorgung
der nach dem Abwickeln der Papierbahn 7 jeweils übrigbleibenden Hülse ist eine Transportanlage
vorgesehen. Sie umfasst eine auf einer Zufuhrseite der Reihe von Rollenständern angeordnete,
der Zufuhr von Papierrollen dienende Zufuhreinrichtung mit jeweils einem zum Rollenständer
1 führenden Beschickungsgeleise 14 und Transportwagen 15. Das Beschickungsgeleise
14 ist jeweils parallel zu den Abrollachsen 9 des Rollenständers 1 und führt bis an
den seitlichen Rand der Grube 12. Befindet sich, wie in Fig. 1, 2 dargestellt, die
Schiebebühne 10 in einer Uebernahmeposition, so fluchtet der Geleiseabschnitt 11 mit
dem Beschickungsgeleise 14. Die Transportanlage kann weiter ein Zufuhrgeleise (nicht
dargestellt) umfassen, das zur Reihe der Rollenständer parallel angeordnet ist und
von dem die Beschickungsgeleise 14, mit ihm z.B. über Drehscheiben verbunden, ausgehen.
Auf dem Zufuhrgeleise und den Beschickungsgeleisen 14 verkehren Transportwagen 15.
Es ist aber auch möglich, parallel zur Reihe der Rollenständer ein Hochregallager
anzuordnen. In diesem Fall führen die Beschickungsgeleise 14 zu Uebergabestellen,
wo die Transportwagen 15 Papierrollen von einem Regalbediengerät übernehmen können.
[0015] Ausserdem umfasst die Transportanlage eine auf der entgegengesetzten Abfuhrseite
der Reihe von Rollenständern angeordnete Entsorgungseinrichtung zur Entsorgung von
Hülsen 17. Dabei ist jedem Rollenständer 1 eine Transfereinrichtung zugeordnet. Gemäss
einer ersten Ausführungsform der Transportanlage weist sie ein Transfergeleise 16
auf, welches vom Rand der Grube 12 zu einer Aufgabestelle 18 führt sowie eine knapp
an den Aufgabestellen 18 vorbei längs der Reihe von Rollenständern verlaufende Fördereinrichtung
19. Das Transfergeleise 16 fluchtet mit dem Geleiseabschnitt 11, wenn sich die Schiebebühne
10 in einer Transferposition befindet. Bei der dargestellten Transportanlage fluchtet
jeweils das Beschickungsgeleise 14 mit dem Transfergeleise 16, so dass die Uebernahmeposition
und die Transferposition der Schiebebühne 10 jeweils übereinstimmen.
[0016] Die Fördereinrichtung 19 umfasst ein längs der Reihe von Rollenständern in einem
Graben 20 angeordnetes Förderband 21 oder eine Reihe aneinander anschliessender derartiger
Förderbänder. Der Graben 20 ist von bodeneben angeordneten Deckplatten zugedeckt,
so dass er kein Hindernis für ein Begehen und Befahren des Bereichs darstellt. An
den Aufgabestellen 18 weist er jeweils einen mittels eines Antriebs, z.B. eines Elektromotors
auf- und zuklappbaren Deckel 22 auf, dessen Länge etwas grösser ist als die maximale
zu erwartende Länge einer Hülse 17. Er ist normalerweise geschlossen, so dass seine
Oberfläche ebenfalls bodeneben ist, kann aber zur Freigabe des Zugangs zur Fördereinrichtung
19 hochgeklappt werden.
[0017] Die Fördereinrichtung 19 weist (Fig. 3) am Ende der Reihe der Rollenständer einen
Endabschnitt auf, ein Förderband 21', welches aus dem Graben 20 über Bodenhöhe aufsteigend
durch eine Wand 23 in einen Nebenraum geführt ist, in welchem es über den Rand eines
oben offenen Hülsenbehälters 24, der als Abrollmulde von ca. 40m
3 ausgebildet ist, ragt.
[0018] Auf dem Transfergeleise 16 und dem Geleiseabschnitt 11 verkehrt ein Hülsenwagen 25.
Er weist (Fig. 4a-c) ein Fahrgestell 26 mit einer schmalen Grundplatte 27 auf, deren
Oberseite auf Bodenhöhe liegt und an deren Unterseite Räder 28 gelagert sind, die
auf dem Transfergeleise 16 laufen. Als Hülsenaufnahme ist eine längliche Mulde 29
kippbar auf einem Untersatz 30 gelagert, der seinerseits um eine vertikale Achse drehbar
in der Grundplatte 27 gelagert ist. Dazu weist der Untersatz 30 einen Träger 31 auf,
der an der Unterseite mit Stützrollen 32 versehen ist, welche auf einem auf der Grundplatte
27 abgestützten Teller 33 laufen und mit dem die Mulde 29 durch Scharniere 34 verbunden
ist. An der Unterseite des Trägers 31 ist eine durch den Teller 33 und die Grundplatte
27 geführte, in der letzteren drehbar gelagerte senkrechte Achse 35 angeformt, welche
über einen Hebel 36 mit einem exzentrisch angebrachten, nach unten abstehenden Finger
37 verbunden ist, der an seinem Ende eine um eine senkrechte Achse drehbare Eingriffsrolle
trägt. Die Gesamthöhe des beladenen Hülsenwagens 25 liegt knapp unter 40cm, so dass
er, auch wenn er mit einer Hülse beladen ist, die untere der Lichtschranken 13 nicht
auslöst und auf eine aufwendige Blindschaltung der Zutrittssicherung bei Durchfahrt
des Hülsenwagens 25 verzichtet werden kann.
[0019] Am Ende des Transfergeleises 16 ist als Anschlag ein Puffer 38 verankert, der den
Weg des Hülsenwagens 25 begrenzt und seine Position an der Aufgabestelle 18 definiert.
Vor dem Puffer 38 ist unter dem Transfergeleise 16 in einer Grube 39 eine Entladevorrichtung
mit einer Drehvorrichtung 40 angeordnet. Diese umfasst einen Motor 41, der über ein
Winkelgetriebe 42, das zugleich als Reduktionsgetriebe ausgebildet ist, mit einem
Antriebshebel 43 verbunden ist, welcher in einem in der Grube 39 befestigten Lager
um eine senkrechte Achse drehbar gelagert ist. Der Antriebshebel 43 weist eine Längsnut
44 auf, in welche der Finger 37 mit der Eingriffsrolle eingreift, so dass der Träger
31 des Hülsenwagens 25 mit der Mulde 29 mittels des Antriebshebels 43 gedreht werden
kann.
[0020] Eine Seite der Mulde 29 liegt (Fig. 4b) auf einer am Träger 31 angebrachten, als
Anschlag dienenden Stütze 45 auf, gegen welche sie von einer Zugfeder 46 gezogen wird,
so dass sie ohne äussere Einwirkung in einer durch die Stütze 45 bestimmten aufrechten
Stellung festgehalten wird, in welcher eine auf ihr abgelegte Hülse auf ihrem Grund
liegen bleibt. Zum Kippen und Leeren der Mulde 29 weist die Entladevorrichtung (Fig.
4c) eine neben dem Transfergeleise 16 eingebaute Kippvorrichtung 47 auf mit einem
schräg von unten gegen die Mulde 29 ausfahrbaren Stössel 48, der neben dem Transfergeleise
16 in der Grube 39 in einer ortsfesten Längsführung 49 verschiebbar gelagert ist.
Der Stössel 48 kann als Kolben eines fernauslösbaren Pneumatikzylinders ausgebildet
sein. Seine Spitze ist mit gleitfähigem Material überzogen. Die Oeffnung, durch die
er ausgefahren wird, ist von einem im geschlossenen Zustand bodenebenen Klappdeckel
50 bedeckt.
[0021] Zur Entsorgung einer Hülse 17 aus dem Rollenständer 1 wird die Schiebebühne 10 in
die Transferposition gefahren, worauf der auf dem Transfergeleise 16 z.B. an der Aufgabestelle
18 abgestellte Hülsenwagen 25 auf den Schienenabschnitt 11 der Schiebebühne 10 auffährt.
Diese wird dann verschoben, bis die Mulde 29 unter der Hülse, also unterhalb der durch
die Konen 5, welche die Hülse halten, definierten Abrollachse 9 liegt. Die Mulde 29
als Hülsenaufnahme ist in Aufnahmeposition, mit zu den Abrollachsen 9 paralleler Längsrichtung.
Dann werden die Arme 4a, 4b auseinandergezogen und zugleich die Hülse durch Abstreifer
von den Konen 5 geschoben, so dass sie in die Mulde 29 fällt.
[0022] Die Schiebebühne 10 wird nun zurück in die Transferposition gefahren, worauf der
Hülsenwagen 25 mit der Hülse 17 vom Schienenabschnitt 11 auf das Transfergeleise 16
und auf diesem zur Aufgabestelle 18 fährt, wo er an den Puffer 38 anstösst (Fig. 4a,
5a). Kurz bevor der Hülsenwagen 25 an der Aufgabestelle 18 anlangt, erreicht der Finger
37 das Ende des parallel zum Transfergeleise 16 ausgerichteten Hebels 43 und schiebt
sich, indem der Wagen den verbleibenden Wegabschnitt bis zur Aufgabestelle 18 zurücklegt,
in die Nut 44. Nun wird der Hebel 43 vom Motor 41 über das Winkelgetriebe 42 um 90°
gedreht, wobei der Finger 37 mitgenommen und dadurch der Untersatz 30 mit der Mulde
29 ebenfalls um 90° gedreht wird, so dass die letztere eine Entladeposition annimmt
(Fig. 4b, 5b), in der ihre Längsrichtung zum Förderband 21 parallel ist.
[0023] Anschliessend wird (Fig. 5c) der Deckel 22, der neben der Aufgabestelle 18 das Förderband
21 bedeckt, hochgeklappt und die Mulde 29 durch Oeffnen des Klappdeckels 50 und Ausfahren
des Stössels 48 gegen die Kraft der Zugfeder 46 (s. Fig. 4c) um die durch die Scharniere
34 definierte Achse gegen den Graben 20 gekippt, worauf (Fig. 5d) die Hülse 17 von
der Mulde 29 auf das Förderband 21 im Graben 20 rollt. Die Entsorgungsanlage wird
dabei so gesteuert, dass ein Ueberlappen von Hülsen auf dem Förderband 21 vermieden
wird. Dann wird der Deckel 22 wieder geschlossen, der Stössel 48 zurückgezogen, so
dass die Mulde 29 unter der Einwirkung der Zugfeder 46 wieder ihre aufrechte Stellung
annimmt (Fig. 5e). Der Klappdeckel 50 schliesst sich ebenfalls. Schliesslich wird
der Untersatz 30 mit der Mulde 29 wieder um 90° zurückgedreht, so dass die Längsrichtung
der letzteren wieder parallel zum Transfergeleise 16 und den Abrollachsen 9 ist. Der
Hülsenwagen 25 ist damit für einen neuen Einsatz bereit, während die Hülse 17 durch
die Förderbänder 21, 21' (Fig. 3) in den Hülsenbehälter 24 gefördert und so entsorgt
wird.
[0024] Es sind natürlich verschiedene Abwandlungen der beschriebenen Transportanlage denkbar.
So könnte das Kippen der Mulde auch durch eine geeignete, z.B. keilartige Zwangsführung
auf dem Hülsenwagen sichergestellt werden, die bewirkt, dass die Mulde während des
letzten Abschnitts der Drehbewegung eine Kippbewegung ausführt. Auch könnte die Drehung
des Untersatzes mit der Mulde etwa dadurch bewirkt werden, dass der Finger auf dem
letzten Stück des Weges in einer Kulisse geführt wird, die ihn zur Seite auslenkt.
Der Wagen könnte in diesem Fall eine vor der Aufgabestelle liegende Warteposition
anfahren und später das Anfahren der Aufgabestelle mit Drehung des Untersatzes und
Kippen der Mulde als separater Schritt ausgeführt werden.
[0025] Es ist auch denkbar, statt eines Hülsenwagens auf einem Transfergeleise als Transfereinrichtung
einen Schwenkarm mit einer Mulde vorzusehen, welche die Hülse unter der Abrollachse
aufnimmt und vom Schwenkarm zur Aufgabestelle geschwenkt und gekippt wird. Die Transfereinrichtung
kann auch unmittelbar im Bereich des Rollenständers angeordnet sein, in welchem Fall
das Förderband unter den Rollenständern durchlaufen kann. Die gezeigte Lösung hat
jedoch den Vorteil einer weitgehenden Entkopplung der Hülsenentsorgung, so dass die
der letzteren dienenden Vorrichtungsteile leicht mit anderen Teilen der Transportanlage
kombiniert und u.U. auch in eine schon bestehende Anlage nachträglich eingebaut werden
können.
[0026] Statt eines Hülsenbehälters kann eine andere Auffangeinrichtung vorgesehen sein,
z.B. eine Abwickelvorrichtung, die allfällige Restwicklungen von den Hülsen entfernt,
bevor diese in einem Hülsenbehälter gesammelt werden.
[0027] Gemäss einer zweiten Ausführungsform der im übrigen im wesentlichen derjenigen der
ersten Ausführungsform entsprechenden Transportanlage ist auch die Transfereinrichtung
unterflur angeordnet und liegt unter einer bodenebenen Abdeckung 51 (Fig. 7, in Fig.
6, 9a-e weggelassen), so dass durch die Entsorgungseinrichtung die Bewegungsfreiheit
von Personen nicht eingeschränkt ist. Sie umfasst einen in einem Graben 52 angeordneten
Transferförderer 53, der vom Seitenrand der Grube 12 zu einer Hülsenaufnahme führt,
die als Aufgabeförderer 54 ausgebildet und an einem Drehgestell 55 gehaltert ist,
das an der Aufgabestelle 18 um eine senkrechte Achse drehbar im Boden einer rechteckigen
Grube 56 gelagert ist. Der Transferförderer 53 und der Aufgabeförderer 54 sind als
ebene Förderbänder ausgebildet. Knapp vor dem einen Ende des Aufgabeförderers 54 sind,
in Längsrichtung versetzt, optische Sensoren 57, 58 angebracht. In einer Fig. 6, 7
entnehmbaren Aufnahmeposition schliesst der Aufgabeförderer 54 unmittelbar an den
Transferförderer 53 an und ragt mit dem die Sensoren 57, 58 tragenden Endabschnitt
über die Fördereinrichtung 19. Die Länge des Aufgabeförderers 54 ist deutlich grösser
als die der längsten zu erwartenden Hülse. Eine ebenfalls am Drehgestell 55 befestigte
Entladevorrichtung umfasst einen von der Seite über den Aufgabeförderer 54 vorschiebbaren
und zurückziehbaren Schieber 59. Am gegenüberliegenden Rand des Aufgabeförderers 54
ist eine nach aussen abfallende Rampe 60 ebenfalls am Drehgestell 55 befestigt.
[0028] Die Schiebebühne 10 ist als Schiebehebebühne ausgebildet mit einem Hubtisch 61, der
ausser dem Schienenabschnitt 11 auch an seinem dem Rollenständer 1 zugewandten Rand
eine längliche Auffangvorrichtung für eine Hülse 17 trägt. Sie umfasst eine Wanne
62 oder eine Mulde, die sich über die Breite des Hubtisches 61 erstreckt und deren
Boden mit einem gleitfähigen Material beschichtet ist sowie eine Uebergabevorrichtung
mit einem in die Wanne 62 ragenden Mitnehmer 63, der über die ganze Länge derselben
hin- und herverschiebbar ist. Die Uebergabevorrichtung kann z.B. ein antreibbares
geschlossenes Band umfassen, das den Mitnehmer 63 trägt oder einen kolbenstangenlosen
Pneumatikkolben.
[0029] Vor einem Rollenwechsel (s. Fig. 8a-d, in den Figuren 6, 7, 9a-e ist der Rollenständer
weggelassen) nimmt die Schiebebühne 10 die Uebernahmeposition ein, in der ein mit
einer Papierrolle 6 beladener Transportwagen 15 auf den Schienenabschnitt 11 auffährt
(Fig. 8a). Dann wird sie gegen den Rollenständer 1 verschoben, bis die Wanne 62 sich
unter der Abrollachse 9 befindet, welche die Hülse 17 trägt und darauf der Hubtisch
61 aus seiner Grundstellung angehoben, bis die Wanne 62 knapp unter der Hülse 17 liegt
(Fig. 8b) und dieselbe ohne Gefahr einer Beschädigung in die Wanne 62 abgeworfen.
Dies ist vor allem dann von Bedeutung, wenn es sich um eine mehrfach verwendbare Hülse
handelt. Dann wird der Hubtisch 61 wieder gesenkt und die Schiebebühne 10 weiter gegen
den Rollenständer 1 verschoben, derart, dass die Papierrolle 6 von den Armen 4a,b
aufgenommen werden kann (Fig. 8c) und die abgeworfene Hülse 17 ersetzt. Nach dem Rollenwechsel
wird die Papierrolle 6 vom Transportwagen 15 abgehoben, der Hubtisch 61 in seine Grundstellung
abgesenkt und die Schiebebühne 10 in die Uebernahmeposition zurückverschoben (Fig.
8d), so dass der Transportwagen 15 vom Schienenabschnitt 11 auf das Beschickungsgeleise
14 wechseln kann.
[0030] Die Schiebebühne 10 nimmt dann eine Transferposition an, die vorzugsweise wieder
mit der Uebernahmeposition übereinstimmt oder sonst angefahren wird, in der die Auffangvorrichtung,
insbesondere deren Wanne 62, mit dem Transferförderer 53 fluchtet. Zur Hülsenentsorgung
wird dann die Hülse 17 durch den Mitnehmer 63 der Uebergabevorrichtung auf den Transferförderer
53, der zugleich in Gang gesetzt wird, verschoben (Fig. 9a) und von demselben auf
den ebenfalls in Gang gesetzten Aufgabeförderer 54 weitertransportiert, der seine
Aufnahmeposition einnimmt. Wenn das vordere Ende der Hülse 17 eine bestimmte Lage
in der Nähe des Endes des Aufgabeförderers 54 erreicht, wird dies vom Sensor 57 festgestellt
und der Aufgabeförderer 54 angehalten (Fig. 9b). Der Sensor 58 ist redundant. Er spricht
an, wenn der Sensor 57 aus irgendeinem Grund versagt und bewirkt dann ein Anhalten
des Aufgabeförderers 54.
[0031] Schliesslich wird das Drehgestell 55 mit dem Aufgabeförderer 54 um 90° gedreht, so
dass der letztere seine Entladeposition einnimmt (Fig. 9c). Dann wird der Schieber
59 vorgeschoben und stösst die Hülse 17 vom Aufgabeförderer 54, so dass sie über die
Rampe 60 (Fig. 9d) auf das Förderband 21 der Fördereinrichtung 19 rollt und von derselben
weitertransportiert wird (Fig. 9e) bis zum Hülsenbehälter 24 (Fig. 3) oder einer sonstigen
Auffangeinrichtung.
[0032] Auch hier sind natürlich zahlreiche Abwandlungen möglich. So braucht die Schiebebühne
nicht als Schiebehebebühne ausgebildet zu sein, vor allem, wenn die Hülsen nicht wiederverwendet
werden sollen und es daher in Kauf genommen werden kann, dass sie beim Abwerfen beschädigt
werden. Die Auffangvorrichtung kann auch als beidseits von Seitenwänden begleitetes
ebenes Förderband ausgebildet sein. Umgekehrt können der Transferförderer und der
Aufgabeförderer ähnlich wie die beschriebene Auffangvorrichtung als Wannen mit gleitfähiger
Beschichtung ausgebildet sein, mit seitlichen Förderern o.dgl., welche mindestens
einen z.B. gegen Federkraft einklappbaren Mitnehmer tragen, der die Hülse über die
Bahn schiebt. Der Aufgabeförderer kann kippbar ausgebildet sein, in welchem Fall der
Schieber entfallen kann.
[0033] Der sonst wie auch immer ausgebildete Aufgabeförderer kann auch ortsfest sein und
am Ende einen Viertelkreis beschreiben, der zu einem zum Förderband der Fördereinrichtung
parallelen geraden Endabschnitt überleitet, welcher neben oder über dem Förderband
liegt, so dass die Hülse gedreht und dann von einem ortsfesten Schieber auf das Förderband
geschoben wird bzw. auf dasselbe abkippt und dann hinunterfällt. Denkbar ist auch
eine Drehung der Hülse durch passive Mittel bei geradem ortsfestem Aufgabeförderer,
etwa eine einen Viertelkreis beschreibende glatte Leitwand, die quer über den Endabschnitt
des Aufgabeförderers zum jenseitigen Rand des Förderbandes der Fördereinrichtung läuft,
so dass, wenn das vordere Ende der Hülse gegen die Leitwand stösst, die Hülse gedreht
wird und über den Seitenrand des Aufgabeförderers auf das Förderband kippt und von
demselben übernommen wird. Die Reibung zwischen der Hülse einerseits und dem Aufgabeförderer
und dem Förderband andererseits sollte dazu verhältnismässig gross sein, jedenfalls
deutlich grösser als diejenige zwischen der Hülse und der Leitwand. Falls erforderlich
kann die Uebergabe der Hülse auf das Förderband durch einen ortsfesten Schieber unterstützt
werden. Bei den zuletzt beschriebenen Lösungen kann der Aufgabeförderer auch weiter
zurück reichen, so dass der separate Transferförderer entfällt.
[0034] Schliesslich kann die Entsorgungseinrichtung auch auf der Zufuhrseite liegen, wobei
sie natürlich so ausgebildet und angeordnet sein muss, dass keine Kollisionen mit
der Zufuhreinrichtung auftreten, insbesondere muss die Fördereinrichtung unter den
Beschickungsgeleisen durchgeführt sein.
[0035] Die Hülsenentsorgung kann von einem Leitrechner der Gesamtanlage mitgesteuert werden.
Es ist dabei günstig, wenn die Steuerung so erfolgt, dass die Hülsenaufnahmen aller
Transfereinrichtungen, die gerade Hülsen zu entsorgen haben, jeweils gleichzeitig
ihre Hülsen an die Fördereinrichtung 19 übergeben und zwischen solchen Uebergaben
jeweils die Förderbänder 21, 21' mindestens so lange laufen, bis eine Hülse von der
vom Hülsenbehälter 24 entferntesten der Aufgabestellen bis über die demselben nächstgelegene
hinaus gefördert ist, da dadurch ein Ueberlappen von Hülsen auf der Fördereinrichtung
19, die zu Störungen führen könnte, ohne grossen Steuerungsaufwand zuverlässig vermieden
wird.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1, 1a,b,c
- Rollenständer
- 2
- Portal
- 3
- Achse
- 4a,b
- Arme
- 5
- Konen
- 6
- Papierrolle
- 7
- Papierbahn
- 8
- Führungsrolle
- 9
- Abrollachse
- 10
- Schiebebühne
- 11
- Schienenabschnitt
- 12
- Grube
- 13
- Lichtschranke
- 14
- Beschickungsgeleise
- 15
- Transportwagen
- 16
- Transfergeleise
- 17
- Hülse
- 18
- Aufgabestelle
- 19
- Fördereinrichtung
- 20
- Graben
- 21, 21'
- Förderband
- 22
- Deckel
- 23
- Wand
- 24
- Hülsenbehälter
- 25
- Hülsenwagen
- 26
- Fahrgestell
- 27
- Grundplatte
- 28
- Rad
- 29
- Mulde
- 30
- Untersatz
- 31
- Träger
- 32
- Stützrollen
- 33
- Teller
- 34
- Scharnier
- 35
- Achse
- 36
- Hebel
- 37
- Finger
- 38
- Puffer
- 39
- Grube
- 40
- Drehvorrichtung
- 41
- Motor
- 42
- Winkelgetriebe
- 43
- Antriebshebel
- 44
- Längsnut
- 45
- Stütze
- 46
- Zugfeder
- 47
- Kippvorrichtung
- 48
- Stössel
- 49
- Längsführung
- 50
- Klappdeckel
- 51
- Abdeckung
- 52
- Graben
- 53
- Transferförderer
- 54
- Aufgabeförderer
- 55
- Drehgestell
- 56
- Grube
- 57, 58
- Sensoren
- 59
- Schieber
- 60
- Rampe
- 61
- Hubtisch
- 62
- Wanne
- 63
- Mitnehmer
1. Transportanlage zur Versorgung mehrerer in einer Reihe angeordneter Rollenständer
(1, 1a, 1b, 1c), die jeweils mindestens zwei quer zur Reihe ausgerichtete Abrollachsen
(9) aufweisen, mit Papierrollen (6), welche eine Zufuhreinrichtung zur Zuführung der
Papierrollen (6) zu den Rollenständern (1, 1a, 1b, 1c) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausserdem eine Entsorgungseinrichtung zur Entsorgung von Hülsen (17) aufweist
mit einer unterflur verlaufenden kontinuierlichen Fördereinrichtung (19) zur Förderung
der Hülsen (17) in einer zur Reihe der Rollenständer (1, 1a, 1b, 1c) parallelen Förderrichtung
sowie zu jedem Rollenständer (1) einer Transfereinrichtung zum Transfer von Hülsen
(17) vom Rollenständer (1) zur Fördereinrichtung (19) unter Drehung derselben von
einer Ausrichtung parallel zu den Abrollachsen (9) des Rollenständers (1) in eine
Ausrichtung parallel zur Förderrichtung der Fördereinrichtung (19).
2. Transportanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhreinrichtung an einer Zufuhrseite und die Fördereinrichtung (19) auf einer
der Zufuhrseite entgegengesetzten Abfuhrseite der Reihe von Rollenständern (1, 1a,
1b, 1c) angeordnet ist.
3. Transportanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (19) in einem gedeckten Graben (20) angeordnet ist.
4. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Rollenständer (1) jeweils eine quer zu den Abrollachsen (9) bis unter dieselben
verschiebbare Schiebebühne (10) zugeordnet ist mit einem zu den Abrollachsen (9) parallelen
Geleiseabschnitt (11).
5. Transportanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhreinrichtung zu jedem Rollenständer (1) ein zu den Abrollachsen (9) paralleles
Beschickungsgeleise (14) aufweist, das von der Zufuhrseite zur Schiebebühne (10) führt,
wo es mit dem Geleiseabschnitt (11) fluchtet, wenn sich die Schiebebühne (10) in einer
Uebernahmeposition befindet sowie auf den Beschickungsgeleisen (14) verfahrbare Transportwagen
(15) für Papierrollen (6).
6. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (19) mindestens ein Förderband (21, 21') oder eine Rollenbahn
umfasst.
7. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Auffangeinrichtung, z.B. einen Hülsenbehälter (24) oder eine Abwickelvorrichtung
umfasst, welche an einem Ende der Fördereinrichtung (19) angeordnet ist.
8. Transportanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangeinrichtung oberirdisch angeordnet ist und die Fördereinrichtung (19)
einen über Bodenhöhe ansteigenden Endabschnitt aufweist, welcher seitlich über die
Auffangeinrichtung ragt.
9. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Transfereinrichtung zu jedem Rollenständer (1) jeweils eine längliche Hülsenaufnahme
zur Aufnahme einer Hülse (17) derart, dass dieselbe im wesentlichen über ihre ganze
Länge auf ihr aufliegt, umfasst, welche zwischen einer Aufnahmeposition, in welcher
ihre Längsrichtung zu den Abrollachsen (9) parallel ist und einer Entladeposition,
in der ihre Längsrichtung zur Förderrichtung parallel ist, umstellbar ist.
10. Transportanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsenaufnahme jeweils mindestens in der Entladeposition an einer Aufgabestelle
(18) unmittelbar an der Fördereinrichtung (19) liegt.
11. Transportanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Aufgabestelle (18) eine Entladevorrichtung zum Entladen der Hülsenaufnahme
angeordnet ist.
12. Transportanlage nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsenaufnahme in der Aufnahmeposition unter einer der Abrollachsen (9) liegt
und zur Aufgabestelle (18) verschiebbar ist.
13. Transportanlage nach den Ansprüchen 4 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Transfereinrichtung jeweils ein die Schiebebühne (10) mit der Aufgabestelle (18)
verbindendes Transfergeleise (16) umfasst, mit welchem der Geleiseabschnitt (11) fluchtet,
wenn sich die Schiebebühne (10) in einer Transferposition befindet sowie einen Hülsenwagen
(25), welcher die Hülsenaufnahme sowie ein auf dem Transfergeleise (16) und dem Geleiseabschnitt
(11) verfahrbares Fahrgestell (26), auf dem die Hülsenaufnahme um eine senkrechte
Achse (35) drehbar gelagert ist, umfasst.
14. Transportanlage nach den Ansprüchen 5 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschickungsgeleise (14) mit dem Transfergeleise (16) fluchtet, so dass die Uebernahmeposition
der Schiebebühne (10) mit der Transferposition derselben übereinstimmt.
15. Transportanlage nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladevorrichtung eine Drehvorrichtung (40) zum Umstellen der Hülsenaufnahme
von der Aufnahmeposition in die Entladeposition umfasst.
16. Transportanlage nach Anspruch 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsenaufnahme um eine zur Längsrichtung derselben parallele Achse kippbar ist.
17. Transportanlage nach einem der Ansprüche 12 bis 15 und Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladevorrichtung eine Kippvorrichtung (47) umfasst.
18. Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jede Transfereinrichtung einen unterflur angeordneten Transferförderer (53) umfasst,
welcher parallel zu den Abrollachsen (9) vom Rollenständer (1, 1a, 1b, 1c) gegen die
Fördereinrichtung (19) führt.
19. Transportanlage nach den Ansprüchen 10 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsenaufnahme um eine senkrechte Achse drehbar ortsfest an der Aufgabestelle
(18) angeordnet ist.
20. Transportanlage nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsenaufnahme als Aufgabeförderer (54) ausgebildet ist, welcher in der Aufnahmeposition
an den Transferförderer (53) anschliesst.
21. Transportanlage nach Anspruch 4 und einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Transferförderer (53) von einem Seitenrand der Schiebebühne (10) ausgeht und
dieselbe eine zu den Abrollachsen (9) parallele längliche Auffangvorrichtung zur Aufnahme
einer Hülse (17) trägt, welche mit dem Transferförderer (53) fluchtet, wenn sich die
Schiebebühne (10) in einer Transferposition befindet und zur Uebergabe der Hülse (17)
an denselben geeignet ist.
22. Transportanlage nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangvorrichtung eine Wanne (62) sowie eine Uebergabevorrichtung mit einem
in die Wanne (62) ragenden, längs derselben verschiebbaren Mitnehmer (63) umfasst.
23. Transportanlage nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebebühne (10) als Schiebehebebühne ausgebildet ist und die Auffangvorrichtung
derart an derselben befestigt ist, dass sie auch bei senkrechten Bewegungen mitgenommen
wird.
24. Transportanlage nach Anspruch 11 und einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladevorrichtung einen in der Entladeposition derselben über die Hülsenaufnahme
vorschiebbaren Schieber (59) umfasst.
25. Verfahren zum Betrieb einer Transportanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Entsorgung derart erfolgt, dass die jeweils zu entsorgenden Hülsen (17) von den
Rollenständern (1, 1a, 1b, 1c) mittels der Transfereinrichtungen zur Fördereinrichtung
(19) gebracht und gleichzeitig an dieselbe übergeben werden.