[0001] Die Erfindung betrifft eine Hubvorrichtung zum Anheben und Absenken einer Last, mit
a) einer Hubtrommel;
b) einem Antrieb, mit dem die Hubtrommel in beiden Richtungen in Drehung versetzt
werden kann;
c) mindestens zwei als Zugmittel dienenden Bändern, die mit einem Ende an der Hubtrommel
festgelegt sind und an dem anderen Ende eine Halteeinrichtung für die Last tragen;
wobei
d) die Bänder durch Drehen der Hubtrommel auf diese derart aufwickelbar sind, daß
eine Windung über der anderen zu liegen kommt.
[0002] Hubvorrichtungen, die mit einer Hubtrommel und mindestens einem auf diese Hubtrommel
aufwickelbaren flexiblen Zugmittel arbeiten, sind in unterschiedlichsten Ausgestaltungen
bekannt. Als Zugmittel werden insbesondere Seile, Ketten oder Bänder eingesetzt. Bänder
haben den Vorteil, daß sie sich in besonders gut definierter Weise auf die Hubtrommel
aufwickeln lassen und ihre Tragkraft verhältnismäßig groß ist, wobei sie jedoch ausreichend
flexibel bleiben. Aus diesem Grunde erfreuen sich mit Bändern als Zugmittel arbeitende
Hubvorrichtungen, mit denen sich auch die vorliegende Erfindung befasst, zunehmender
Beliebtheit.
[0003] Mehrere lasttragende Bänder werden im allgemeinen dort eingesetzt, wo die Tragkapazität
der Hubvorrichtung erhöht oder Lasten mit großen Abmessungen angehoben und abgesenkt
werden sollen. Bei vom Markt her bekannten derartigen Hubvorrichtungen wurden die
verschiedenen Bänder nebeneinander, also in unterschiedlichen axialen Bereichen, auf
der Hubtrommel aufgewickelt. Hierdurch ergeben sich jedoch, insbesondere bei einer
großen Anzahl von Bändern bzw. beengten Platzverhältnissen geometrische Probleme bei
der Bandführung.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Hubvorrichtung der eingangs genannten
Art so auszugestalten, daß bei präziser Führung der Bänder eine dem Bedarf angepasste,
hohe Zahl von Bändern eingesetzt werden kann, ohne für deren Führung viel Platz zu
benötigen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
e) mindestens zwei Bänder spurgetreu übereinander liegend auf die Hubtrommel aufwickelbar
sind.
[0006] Erfindungsgemäß werden also die mehreren Bänder nicht mehr nebeneinander, in axial
unterschiedlichen Bereichen, sondern übereinander in demselben axialen Bereich der
Hubtrommel aufgewickelt. Es liegen nunmehr nicht mehr Windungen ein und desselben
Bandes unmittelbar übereinander, sondern Windungen unterschiedlicher Bänder. Das Aufwickelverhalten
dieser übereinanderliegender Bänder ist sehr gut kontrollierbar. Darüber hinaus können
sie auf verhältnismäßig engem Raum geführt werden. Jedes der übereinanderliegenden
Bänder kann so dimensioniert sein, daß es im Notfall beim Riß eines anderen Bandes
den bisher von diesem getragenen Lastanteil übernehmen kann und auf diese Weise ein
Notbetrieb der Hubvorrichtung möglich ist. Dies trägt zu einer erhöhten Betriebssicherheit
der Hubvorrichtung bei.
[0007] Wickelt man in der erfingungsgemäßen Weise auf der Hubtrommel mehrere Bänder übereinander,
so ergibt sich das Problem, daß beim Abwickeln der Bänder von der Hubtrommel bei einer
bestimmten Winkelverdrehung unterschiedliche Längen der Bänder abgewickelt werden.
Dies ist Folge der Tatsache, daß die Windungen der Bänder, die gleichzeitig abgewickelt
werden, auf unterschiedlichen Radien liegen. Daher empfiehlt sich eine Ausgestaltung
der Erfindung, bei welcher die unteren Enden der Bänder mit einer Halteeinrichtung
für die Last verbunden sind, die als Ausgleichseinrichtung für die sich beim Auf-
und Abwickeln unterschiedlich verändernden Längen der abgewickelten Teile der auf
der Hubtrommel übereinanderliegenden Bänder ausgestaltet ist. Diese Ausgleichseinrichtung
macht es möglich, daß sich die unteren Enden der übereinanderliegenden Bänder beim
Abwickeln bzw. Aufwickeln mit etwas unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegen, ohne
daß die gleichmäßige Lastverteilung auf die verschiedenen Bänder verlorengeht.
[0008] Beispielsweise können zwei Bänder spurgetreu übereinanderliegend auf der Hubtrommel
aufwickelbar sein. In diesem Falle kann die Halteeinrichtung ein Wippenglied umfassen,
welches die unteren Enden der beiden Bänder miteinander verbindet, wobei das Wippenglied
zwischen den Stellen, an denen die Kraft von den Bändern eingleitet wird, eine Befestigungseinrichtung
für die Last aufweist. Den unterschiedlichen Vertikalbewegungen der unteren Enden
der übereinanderliegenden Bänder wird durch eine Verschwenkung des Wippengliedes Rechnung
getragen.
[0009] Dabei sind die unteren Enden der Bänder zweckmäßig in Klemmstücken festgelegt, die
in gegenüberliegenden Bändern des Wippengliedes angelenkt sind.
[0010] Sind drei Bänder spurgetreu übereinanderliegend auf der Hubtrommel aufwickelbar,
so ist folgende Bauweise möglich: Die unteren Enden der beiden äußeren Bänder sind
miteinander verbunden, wobei die Halteeinrichtung eine Umlenkrolle umfasst, die von
dem mittleren Band getragen ist und um welche die Verbindung zwischen den beiden äußeren
Bändern geführt ist. Die vertikale Lage der Halteeinrichtung wird dabei im wesentlichen
von dem mittleren Band bestimmt, während die vertiaklen Positionen der unteren Enden
der beiden äußeren Bänder sich beim Ab- und Aufwickeln gegensinnig gegenüber dem unteren
Ende des mittleren Bandes verschieben. Durch die kraftschlüssige Verbindung zwischen
den unteren Enden der äußeren Bänder herrscht in diesen stets dieselbe Spannung. Die
Länge des mittleren Bandes muß so bemessen werden, daß auch dieses im wesentlichen
denselben Anteil der Last trägt. Diese Konstrukrion setzt allerdings voraus, daß zumindest
die beiden äußeren Bänder dieselbe Dicke besitzen.
[0011] Die unteren Enden der beiden äußeren Bänder können grundsätzlich einstückig miteinander
verbunden sein, so daß im Ergebnis die beiden äußeren Bänder von einem einzigen, um
die Umlenkrolle gelegten Band gebildet werden. Günstiger ist jedoch diejenige Bauweise,
bei welcher die unteren Enden der beiden äußeren Bänder durch ein Seiloder Kettenstück
miteinander verbunden sind, das um die Umlenkrolle geführt ist. Auf diese Weise können
im Durchmesser kleinere, also platzsparende Umlenkrollen verwendet werden.
[0012] Es können auch vier Bänder spurgenau übereinanderliegend auf die Hubtrommel aufwickelbar
sein. In diesem Falle ist eine Konstruktion einsetzbar, bei der die unteren Enden
des ersten Paares benachbarter Bänder und die unteren Enden des zweiten Paares benachbarter
Bänder miteinander verbunden sind, wobei die Halteeinrichtung umfasst:
a) ein Wippenglied;
b) eine erste Umlenkrolle, um welche die Verbindung der unteren Enden des ersten Paares
von Bändern geführt ist und die in einem Endbereich des Wippengliedes gelagert ist;
c) eine zweite Umlenkrolle, um welche die Verbindung der unteren Enden des zweiten
Paares von Bändern geführt ist und die im gegenüberliegenden Endbereich des Wippengliedes
gelagert ist,
wobei
d) das Wippenglied an einer Stelle, die zwischen den Stellen liegt, an denen die Umlenkrollen
gelagert sind, eine Befestigungseinrichtung für die Last aufweist.
[0013] Bei dieser Konstruktion machen die beiden Umlenkrollen eine Vertikalbewegung, die
einen Mittelwert der Vertikalbewegung der beiden Bänder entspricht, denen diese Umlenkrolle
zugeordnet ist. Durch das Wippenglied wiederum findet eine weitere Mittelwertbildung
der vertikalen Positionen der beiden Umlenkrollen statt.
[0014] Auch bei dieser letztgenannten Konstruktion empfiehlt sich aus den oben schon erwähnten
Gründen, daß die Verbindungen der unteren Enden der beiden Paare von Bändern Seil-
oder Kettenstücke sind.
[0015] Das Auf- und Abwickeln der übereinanderliegenden Bänder ist mit einer Gleitbewegung
dieser Bänder gegeneinander verbunden. Es ist daher günstig, wenn die Bänder an mindestens
einer Seite mit einer reibungsvermindernden Schicht versehen sind, bei der es sich
um ein Graphitoder Teflonschicht oder dergleichen handeln kann.
[0016] Durch die auf der Umfangsfläche der Hubtrommel befestigten Enden der übereinanderliegenden
Bänder wird eine Stufe gebildet, welche das radial innenliegende Band nach der ersten
Windung überwinden muß. Um zu vermeiden, daß an dieser Stelle das Band geknickt wird,
ist es vorteilhaft, wenn auf der Umfangsfläche der Hubtrommel mindestens ein Distanzelement
vorgesehen ist, an welchem sich die erste Windung des radial innersten Bandes vor
Erreichen der durch die Enden der Bänder gebildeten Stufe anlegen kann.
[0017] Bevorzugt wird, wenn die Bänder aus Metall, insbesondere aus Stahl, bestehen.
[0018] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert; es zeigen
- Figur 1
- einen Schnitt durch die Hubtrommel und zwei lasttragende Bänder einer Hubvorrichtung;
- Figur 2
- eine Ausschnittvergrößerung aus Figur 1;
- Figur 3
- im Schnitt eine Halteeinrichtung, die bei mit drei Bändern arbeitenden Hubvorrichtungen
zum Einsatz kommt;
- Figur 4
- im Schnitt eine Halteeinrichtung, die bei mit vier Bändern arbeitenden Hubvorrichtungen
verwendet wird.
[0019] Zunächst wird auf Figur 1 Bezug genommen, die als sehr schematische Darstellung einer
einfachen Hubvorrichtung verstanden werden kann. Die Hubvorrichtung, die insgesamt
mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnet ist, umfasst als Hauptkomponente eine Hubtrommel
2, die in zwei auf einer Montageplatte 3 angebrachten Lagerböcken 4 (nur einer in
der Zeichnung angedeutet) drehbar angebracht ist. Die Hubtrommel 2 läßt sich von einem
nicht dargestellten Antriebsmotor in beiden Drehrichtungen verdrehen, der ebenfalls
auf der Montageplatte 3 montiert ist.
[0020] Die Montageplatte 3 ist in einer gewissen Höhe, beispielsweise mittels eines nicht
dargestellten Stahlbaues, über dem Raumboden angebracht.
[0021] Zum Anheben und Absenken der Last werden als Zugmittel zwei Stahlbänder 5a, 5b verwendet,
die auf der Hubtrommel 2 spurgetreu übereinanderliegend in mehreren, ebenfalls übereinanderliegenden
Windungen aufgewickelt werden können, wie dies den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist.
Dies bedeutet, daß radial von innen nach außen auf der Mantelfläche der Hubtrommel
2 zunächst eine Windung des in Figur 1 linken Stahlbandes 5a, sodann eine Windung
des in Figur 1 rechten Stahlbandes 5b und sodann entsprechend der Position der anzuhebenden
oder abzusenkenden Last weitere Windungen abwechselnd des Stahlbandes 5a und des Stahlbandes
5b aufeinander folgen.
[0022] Die Enden 6a, 6b der beiden Stahlbänder 5a, 5b sind, wie insbesondere der Figur 2
zu entnehmen ist, an der Mantelfläche der Hubtrommel 2 in geeigneter Weise festgelegt,
beispielsweise durch Kleben, Klemmen, Schweißen oder einfach auch durch die Reibung,
die durch darüberliegende Windungen der beiden Stahlbänder 5a, 5b erzeugt wird. Im
letzteren Falle dürfen selbstverständlich die Stahlbänder 5a, 5b im Normalbetrieb
nicht bis zur letzten Windung von der Hubtrommel 2 abgewickelt werden.
[0023] Durch die Enden 6a, 6b der beiden Stahlbänder 5a, 5b wird für die erste Windung des
in Figur 1 linken Stahlbandes 5a eine Stufe gebildet, die von dem Stahlband 5a überwunden
werden muß und deren Höhe gleich der Summe der Dicken der beiden Stahlbänder 5a und
5b ist. Auf diese Weise entsteht zwischen der ersten Windung des Stahlbandes 5a und
der Mantelfläche der Hubtrommel 2 ein Leerraum 7. Um zu verhindern, daß die erste
Windung des Stahlbandes 5a und damit in gewissem Umfange auch die darüberliegenden
weiteren Windungen beider Stahlbänder 5a, 5b in den Zwischenraum 7 hineingedrückt
und auf diese Weise an der von den Enden 6a, 6b gebildeten Stufe geknickt werden,
sind in diesem Leerraum 7 ingesamt drei Distanzelemente 8a, 8b und 8c in Form kreisbogenförmig
gekrümmter Bleche 8a, 8b, 8c angeordnet. Jedes dieser Bleche 8a, 8b und 8c hat konstante
Dicke. Die Dicke der Bleche 8a, 8b, 8c nimmt jedoch in Figur 2 im Uhrzeigersinn in
Richtung auf die durch die Enden 6a, 6b gebildeten Stufe zu. Allgemein ist die Richtung,
in welcher die Dicke der Distanzelemente 8a, 8b, 8c zunehmen soll, derjenigen Richtung
entgegengesetzt, in der sich die Hubtrommel 2 beim Anheben der Last verdreht.
[0024] Die Distanzelemente 8a, 8b, 8c bilden auf diese Weise Anlageflächen für die erste
Windung des Stahlbandes 5a, welches ein zu tiefes "Einfallen" dieser Windung radial
nach innen verhindert. Es ist also nicht unbedingt erforderlich, daß die Dicke der
Distanzelemente 8a, 8b, 8c stetig in der genannten Richtung zunimmt, um so exakt den
sich geometrisch bildenden Leerraum 7 auszufüllen. Auch brauchen die Distanzelemente
8a, 8b, 8c nicht aneinander zu stoßen. Sie können, in Umfangsrichtung gesehen, auch
einen Abstand aufweisen, der von dem Stahlband 5a überbrückt wird. Die Zahl der verwendeten
Distanzelemente 8a, 8b, 8c kann je nach Gegebenheit variieren. Im Ergebnis erfahren
jedoch die erste Windung des Stahlbandes 5a und damit auch die darüber liegenden Windungen
beider Stahlbänder 5a, 5b an der durch die Enden 6a, 6b gebildeten Stufe keinen oder
nur einen unbedeutenden Knick, so daß an dieser Stelle keine nennenswerte Wechselbeanspruchung
der Stahlbänder 5a, 5b auftritt.
[0025] An den unteren Enden der Stahlbänder 5a, 5b ist jeweils ein Klemmstück 9a, 9b angeklemmt.
Die unteren Bereiche der beiden Klemmstücke 9a, 9b sind jeweils mit Hilfe eines Lagerbolzens
10a, 10b an gegenüberliegenden Endbereichen eines Wippengliedes 11 angelenkt. Das
Wippenglied 11 weist im Mittelbereich eine Bohrung 12 auf, an welcher die nicht dargestellte
Last angehängt werden kann. Auf diese Weise bildet das Wippenglied 11 mit den Klemmstücken
9a, 9b eine Halteeinrichtung 50 für die Last.
[0026] Die Funktion der beschriebenen Hubvorrichtung 1 ist wie folgt:
[0027] Beim Absenken einer an dem Wippenglied 11 angebrachten Last wird die Hubtrommel 2
in den Figuren 1 und 2 im Uhrzeigersinn verdreht, wobei sich die beiden Stahlbänder
5a, 5b von der Hubtrommel 2 abwickeln. Da das Stahlband 5b auf der Hubtrommel 2 auf
einem größeren Radius als das Stahlband 5a aufgewickelt war, wird bei einer bestimmten
Winkelverdrehung der Hubtrommel 2 von dieser ein längeres Stück des Stahlbandes 5b
als von dem Stahlband 5a abgewickelt. Dieser Längenunterschied der beiden Stahlbänder
5a, 5b wird durch eine entsprechende Verkippung des Wippengliedes 11 um die durch
die Bohrung 12 vorgegebene Achse kompensiert. Die Spannungen innerhalb der Stahlbänder
5a, 5b bleiben dabei im wesentlichen gleich, so daß die Last auf die beiden Stahlbänder
5a, 5b gleichmäßig verteilt wird.
[0028] Um die gegenseitige Reibung beim Auf- und Abwickeln auf die Hubtrommel 2 zu verringern,
sind die beiden Stahlbänder 5a, 5b zumindest auf einer Seite, die beim Aufwickeln
an einem benachbarten Stahlband 5a, 5b zur Anlage kommen kann, mit einer reibungsarmen
Schicht oder Zwischenlage versehen. Dabei kann es sich um eine Graphitbeschichtung
oder ein Teflonband oder dgl. handeln.
[0029] Bei dem oben anhand der Figuren 1 und 2 beschriebenen Ausführungsbeispiel fanden
zwei Stahlbänder 5a, 5b zum Tragen der Last Verwendung. Sollen noch größere Lasten
gehoben und gesenkt werden, kann es erforderlich werden, die Zahl der übereinander
zu wickelnden Stahlbänder zu erhöhen. Da es offensichtlich ist, wie in einem solchen
Falle die Verhältnisse auf der Hubtrommel 2 aussehen, wurde hierfür auf eine gesonderte
Darstellung verzichtet. Interessant ist in diesen Fällen, wie die jeweils unteren
Enden der Stahlbänder miteinander verbunden sind.
[0030] Ein Ausführungsbeispiel einer Halteeeinrichtung 150, das bei drei Stahlbänder 105a,
105b und 105c zum Einsatz kommen kann, ist in Figur 3 dargestellt. Die unteren Enden
dieser Stahlbänder 105a, 105b, 105c sind wieder in Klemmstücken 109a, 109b, 109c verklemmt.
In den beiden außenliegenden Klemmstücken 109a, 109b, 109c sind außerdem in der in
Figur 3 dargestellten Weise die beiden Enden eines Seilstückes 120 festgelegt, welches
über eine Umlenkrolle 121 geführt ist. Die Umlenkrolle 121 ist im unteren Endbereich
des mittleren Klemmstückes 109b mittels eines Lagerzapfens 122 drehbar gelagert. Die
nicht dargestellte Last wird an dem mittleren Klemmstück 109b bzw. an dem Lagerzapfen
122 angehängt.
[0031] Beim Anheben und Absenken der Last wird deren Position durch die Lage des am unteren
Ende des mittleren Stahlbandes 105b angeklemmten Klemmstückes 109b bestimmt. Die Längenunterschiede,
die sich beim Abwickeln der beiden seitlichen Stahlbänder 105a, 105c ergeben, werden
dadurch ausgeglichen, daß sich die an ihren unteren Enden angebrachten Klemmstücke
109a, 109c gegensinnig nach oben und unten bewegen, wobei die in ihnen herrschende
Spannung über das Seil 120 übertragen wird. Auf diese Weise läßt sich eine gleichmäßige
Verteilung der Last auf alle drei Stahlbänder 105a, 105b, 105c erzielen. Dies setzt
allerdings voraus, daß zumindest die beiden außen liegenden Stahlbänder 105a, 105c
die gleiche Dicke haben.
[0032] Figur 4 zeigt schließlich, wie die unteren Enden von vier lasttragenden Stahlbändern
205a, 205b, 205c und 205d durch eine Halteeinrichtung 250 miteinander verbunden werden
können, um die unterschiedlichen Bewegungen der unteren Enden der Stahlbänder 205a
bis 205d unter gleichmäßiger Verteilung der Last kompensieren zu können. Die in Figur
4 dargestellte Halteeinrichtung 250 stellt gewissermaßen eine Kombination der oben
anhand der Figuren 1 und 3 beschriebenen Konstruktionen dar:
[0033] Die unteren Enden der Stahlbänder 205a bis 205d sind jeweils wieder in einem Klemmstück
209a, 209b, 209c und 209d eingeklemmt. In den benachbarten, den Stahlbändern 205a,
205b zugeordneten Klemmstücken 209a, 209b sind wiederum die gegenüberliegenden Enden
eines Seilstückes 220a festgelegt, das über eine erste Umlenkrolle 221a geführt ist.
In entsprechender Weise sind an den benachbarten, den Stahlbändern 205c, 205d zugeordneten
Klemmstücken 209c, 209d die gegenüberliegenden Enden eines zweiten Seilstückes 220b
verklemmt, das über eine zweite Umlenkrolle 221b geführt ist. Die beiden Umlenkrollen
221a, 221b sind jeweils mit Hilfe eines Lagerzapfens 222a, 222b in den gegenüberliegenden
Enden eines Wippengliedes 211 drehbar gelagert.
[0034] In der Mitte zwischen den beiden Drehzapfen 222a, 222b weist das Wippenglied 211
wiederum eine Bohrung 212 auf, an der die Last (nicht dargestellt) angehängt werden
kann und die die Drehachse für die Verkippung des Wippengliedes 211 bildet.
[0035] Mit Hilfe der Umlenkrolle 221a läßt sich der Längenunterschied kompensieren, der
sich beim Ab- oder Aufwickeln der benachbarten Stahlbänder 205a, 205b einstellt. Entsprechend
läßt sich der sich ergebende Längenunterschied zwischen den Stahlbändern 205c, 205d
durch die Umlenkrolle 221b kompensieren, jedes Mal unter Sicherstellung derselben
Spannung in den über die Seilstücke 220a, 220b verbundenen Stahlbändern 205a, 205b
bzw. 205c, 205d. Unterschiede zwischen den mittleren Längenveränderungen des Seilpaares
205a, 205b einerseits und des Seilpaares 205c, 205d andererseits werden durch Verkippen
des Wippengliedes 211 um die durch die Bohrung 212 vorgegebene Achse ausgeglichen.
1. Hubvorrichtung zum Anheben und Absenken einer Last mit
a) einer Hubtrommel;
b) einem Antrieb, mit dem die Hubtrommel in beiden Richtungen in Drehung versetzt
werden kann;
c) mindestens zwei als Zugmittel dienenden Bändern, die mit einem Ende an der Hubtrommel
festgelegt sind und an dem anderen Ende eine Halteeinrichtung für die Last tragen;
wobei
d) die Bänder durch Drehen der Hubtrommel auf diese derart aufwickelbar sind, daß
eine Windung über der anderen zu liegen kommt;
dadurch gekennzeichnet, daß
e) mindestens zwei Bänder (5a, 5b; 105a, 105b, 105c; 205a, 205b, 205c, 205d) spurgetreu
übereinanderliegend auf die Hubtrommel (2; 102; 202) aufwickelbar sind.
2. Hubvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Enden der Bänder (5a, 5b; 105a, 105b, 105c; 205a, 205b, 205c, 205d) mit
einer Halteeinrichtung (50; 150; 250) für die Last verbunden sind, die als Ausgleichseinrichtung
für die sich beim Auf- und Abwickeln unterschiedlich verändernde Länge des abgewikkelten
Teiles der auf der Hubtrommel (2; 102; 202) übereinanderliegenden Bänder (5a, 5b;
105a, 105b, 105c; 205a, 205b, 205c) ausgestaltet ist.
3. Hubvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Bänder (5a, 5b) spurgetreu übereinander liegend auf der Hubtrommel (2) aufwickelbar
sind und daß die Halteeinrichtung (50) ein Wippenglied (11) umfasst, welches die unteren
Enden der beiden Bänder (5a, 5b) miteinander verbindet, und daß das Wippenglied (11)
zwischen den Stellen, an denen die Kraft von den Bändern (5a, 5b) eingeleitet wird,
eine Befestigungseinrichtung (12) für die Last aufweist.
4. Hubvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Enden der Bänder (5a, 5b) in Klemmstücken (9a, 9b) festgelegt sind, die
in gegenüberliegenden Bereichen des Wippengliedes (11) angelenkt sind.
5. Hubvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß drei Bänder (105a, 105b, 105c) spurgetreu übereinander liegend auf der Hubtrommel
(102) aufwickelbar sind, daß die beiden äußeren Bänder (109a, 109c) miteinander verbunden
sind und die Halteeinrichtung (150) eine Umlenkrolle (121) umfasst, die von dem mittleren
Band (109b) getragen ist und um welche die Verbindung (120) zwischen den beiden äußeren
Bändern (109a, 109c) geführt ist.
6. Hubvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Enden der beiden äußeren Bänder (109a, 109c) durch ein Seil- oder Kettenstück
(120) miteinander verbunden sind, das um die Umlenkrolle (121) geführt ist.
7. Hubvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß vier Bänder (205a, 205b, 205c, 205d) spurgetreu übereinander liegend auf die Hubtrommel
(202) aufwickelbar sind, daß die unteren Enden des ersten Paares benachbarter Bänder
(205a, 205b) und die unteren Enden des zweiten Paares benachbarter Bänder (205c, 205d)
miteinander verbunden sind und daß die Halteeinrichtung (250) umfasst:
a) ein Wippenglied (211);
b) eine erste Umlenkrolle (221a), um welche die Verbindung (220a) der unteren Enden
des ersten Paares von Bändern (205a, 205b) geführt ist und die in einem Endbereich
des Wippengliedes (211) gelagert ist;
c) eine zweite Umlenkrolle (221b), um welche die Verbindung (220b) der unteren Enden
des zweiten Paares von Bändern (205c, 205d) geführt ist und die im gegenüberliegenden
Endbereich des Wippengliedes (211) gelagert ist;
wobei
d) das Wippenglied (211) an einer Stelle, die zwischen den Stellen liegt, an denen
die Umlenkrollen (221a, 221b) gelagert sind, eine Befestigungseinrichtung (212) für
die Last aufweist.
8. Hubvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen (220a, 220b) der unteren Enden der beiden Paare von Bändern (205a,
205b, 205c, 205d) Seil- oder Kettenstücke sind.
9. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder (5a, 5b; 105a, 105b, 105c; 205a, 205b, 205c, 205d) an mindestens einer
Seite mit einer reibungsvermindernden Schicht versehen sind.
10. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Umfangsfläche der Hubtrommel (7) mindestens ein Distanzelement (8a, 8b, 8c)
vorgesehen ist, an welchem sich die erste Windung des radial innersten Bandes (5a)
vor Erreichen der durch die Enden (6a, 6b) der Bänder (5a, 5b) gebildeten Stufe anlegen
kann.
11. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder (5a, 5b; 105a, 105b, 105c; 205a, 205b, 205c, 205d) aus Metall, insbesondere
aus Stahl bestehen.