1. Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung einer Materialbahn und insbesondere
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einfädeln einer Materialbahn.
2. Beschreibung der verwandten Technik
[0002] Es ist bekannt, während des Anfahrens und nach einem Bahnabriss eine Materialbahn
in eine Maschine zur Herstellung der Materialbahn einzufädeln. Zum Beispiel kann bei
einer Papierherstellungsmaschine eine Ablöseoder Hebedüse (oder ein Trennblasrohr)
dazu verwendet werden, einen Randstreifen (oder eine "Spitze") der hergestellten Papierbahn
zum Beispiel von einer Presswalze oder einem Trockenzylinder abzulösen. Es kann eine
Überführungsvorrichtung oder ein so genannter Minischaber zur Überführung des Randstreifens
zu einem folgenden Abschnitt der Papiermaschine verwendet werden. Im Allgemeinen wird
in einem ersten Schritt nur der Randstreifen (oder die "Spitze") der Bahn in die Maschine
gefädelt, wonach der Randstreifen auf die volle Breite der Bahn geweitet wird. In
einigen Fällen ist jedoch auch das Einfädeln der vollen Bahnbreite möglich.
[0003] Die US-PS 4,648,942 beschreibt eine Papiermaschine mit einem Paar von Endlosseilen,
die die Spitze von einem Empfangsbereich (zum Beispiel zwischen einem ersten und einem
zweiten Zylinder einer Trockengruppe) befördern, um eine Papierbahn in die Trockengruppe
der Papiermaschine einzufädeln. Die US-PS 5,987,777 offenbart ein "seilloses" Einfädelverfahren,
das mehrere Luftstrahlen zur Überführung der Spitze durch mindestens einen Abschnitt
einer Papiermaschine verwendet. Die US-PS 6,387,220 offenbart ein Saugband, das zur
Überführung der Spitze über eine Strecke verwendet werden kann.
[0004] Die oben genannten bekannten Verfahren sind mehr oder weniger erfolgreich ausgeübt
worden. Die Betriebsgeschwindigkeit einer modernen Papierherstellungs- oder -verarbeitungsmaschine
erhöht sich jedoch in einen Bereich von 2000 bis 2400 m/min. Die bekannten Einfädelverfahren
funktionieren bei diesen Betriebsgeschwindigkeiten nicht mehr zuverlässig und zufrieden
stellend.
[0005] Gemäß einer jüngeren Entwicklung beschreibt die US-PS 6,425,513 eine Vorrichtung
zum Überführen eines Einfädelstreifens und/oder einer Materialbahn von einem Übernahmebereich
in einen Übergabebereich entlang einem Bahnlaufweg zur Herstellung und/oder Verarbeitung
der Bahn. Die Vorrichtung enthält eine Aufnahmeeinrichtung zur Bewegung des Streifens
und/oder der Bahn entlang dem Bahnlaufweg durch die Maschine mit einer Beförderungsgeschwindigkeit.
Des Weiteren enthält die Vorrichtung mindestens eine Übernahmeeinheit zum Überführen
des Streifens und/oder der Bahn aus dem Übernahmebereich in den Übergabebereich mit
einer Verlagerungsgeschwindigkeit, die kleiner ist als die Beförderungsgeschwindigkeit.
Diese Vorrichtung ist mit dem Nachteil behaftet, dass sie relativ komplex ist.
[0006] In der Technik besteht Bedarf nach einem Einfädelverfahren und einer Einfädelvorrichtung,
das bzw. die: a) sich für moderne Papierherstellungs- oder - verarbeitungsmaschinen
eignet und mit hohen Betriebsgeschwindigkeiten und bei allen Papiersorten betrieben
werden kann, b) im Vergleich zu bekannten Verfahren einen erhöhten Wirkungsgrad und
eine höhere Zuverlässigkeit bei einer entsprechenden Verminderung der Komplexität
aufweist, c) so konzipiert ist, dass sie relativ leicht und unter geringen Wartungsanforderungen
zu bedienen ist und weniger hochqualifizierte Bedienpersonen und/oder weniger qualifizierte
Bedienpersonen erfordert, und d) in bestehende Maschinen ohne bedeutende Modifikation
der modifizierten Maschine nachgerüstet werden kann.
KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Die vorliegende Erfindung stellt eine Transporteinrichtung mit einer Klemme bereit,
die über einen Linearmotor auf einem Maschinenlaufweg betrieben wird, um die Spitze
und/oder die Bahn einzufädeln.
[0008] Die Erfindung umfasst gemäß einer Ausführung davon eine Vorrichtung zum Einfädeln
einer Materialbahn entlang einem Laufweg, die einen Linearmotor mit einer elektromagnetischen
Schiene, die sich zumindest teilweise entlang dem Laufweg erstreckt, und eine Transporteinrichtung,
die zum Bewegen entlang der elektromagnetischen Schiene ausgeführt ist, umfasst. Die
Transporteinrichtung enthält mindestens einen Magneten. Eine Klemme ist mit der Transporteinrichtung
verbunden; die Klemme ist bezüglich der Materialbahn sowohl beweglich als auch klemmbar.
[0009] Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass sie sich für moderne Papierherstellungs-
als auch - verarbeitungsmaschinen eignet und bei den hohen Betriebsgeschwindigkeiten
und allen Papiersorten betrieben werden kann.
[0010] Ein anderer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht in dem erhöhten Wirkungsgrad
und der erhöhten Zuverlässigkeit im Vergleich zu bekannten Verfahren bei einer entsprechenden
Verminderung der Komplexität.
[0011] Noch ein anderer Vorteil ist eine Ausführung, die relativ leicht und unter geringen
Wartungsanforderungen zu bedienen ist, weniger hochqualifizierte Bedienpersonen und/oder
weniger qualifizierte Bedienpersonen erfordert.
[0012] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass sie in bestehende
Maschinen ohne bedeutende Modifikation der modifizierten Maschine nachgerüstet werden
kann.
[0013] Noch ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Spitzenschiene der vorliegenden
Erfindung nur eine Minimalanzahl von sich bewegenden Elementen aufweist, nämlich die
Transporteinrichtung und die Klemme, wodurch eine höhere Zuverlässigkeit gestattet
wird.
[0014] Ein anderer Vorteil besteht darin, das die elektromagnetische Schiene der vorliegenden
Erfindung von den Maschinenrahmen festgelegt gestützt werden und sich entlang mehreren
Maschinenabschnitten erstrecken kann, wobei die Laufgeschwindigkeit der Transporteinrichtung
während ihrer Bewegung durch die verschiedenen Maschinenabschnitte gemäß den verschiedenen
Maschinengeschwindigkeiten variabel ist.
[0015] Ein anderer Vorteil besteht darin, dass herkömmliche Einfädelelemente, zum Beispiel
Seile, Seilscheiben, Seilspannvorrichtungen, Luftstrahlen, Vakuumbänder usw., nicht
erforderlich sind.
[0016] Ein anderer Vorteil der vorliegenden Erfindung sorgt für höhere Zuverlässigkeit beim
Einfädelvorgang, so dass die Maschinenausfallzeit nach einem Bahnabriss auf ein Minimum
reduziert ist.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0017] Die oben genannten und andere Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art
und Weise, wie sie erreicht werden können, gehen aus der folgenden Beschreibung von
Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen hervor
und werden dadurch verständlicher; in den Zeichnungen zeigen:
Figur 1 eine schematische Seitenansicht eines Maschinenabschnitts mit einer Ausführungsform
der Spitzenschiene der vorliegenden Erfindung;
Figur 2 eine Querschnittsansicht des Systems nach Figur 1 entlang der Schnittlinie
2-2, die eine Ausführungsform der Spitzenschiene der vorliegenden Erfindung in einer
ungeklemmten Position zeigt;
Figur 3 eine Querschnittsansicht des Systems nach Figur 1 entlang der Schnittlinie
3-3, die eine Ausführungsform der Spitzenschiene der vorliegenden Erfindung in einer
geklemmten Position zeigt;
Figur 4 eine Seitenansicht des Systems nach Figur 2 mit Blickrichtung von Linie 4-4;
Figur 5 eine Querschnittsansicht des Systems nach Figur 1 entlang der Schnittlinie
3-3, die eine alternative Ausführungsform der Spitzenschiene der vorliegenden Erfindung
unter Verwendung von Abstoßungsmagnetisierung zur Schwebe- und/oder Antriebwirkung
zeigt; und
Figur 6 eine Querschnittsansicht des Systems nach Figur 1 entlang der Schnittlinie
3-3, die eine alternative Ausführungsform der Spitzenschiene der vorliegenden Erfindung
unter Verwendung von Anziehungsmagnetisierung für Schwebe- und/oder Antriebswirkung
zeigt.
[0018] Einander entsprechende Bezugszeichen zeigen in den mehreren Ansichten durchweg entsprechende
Teile. Die hier angeführten Veranschaulichungen stellen eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung in einer Form dar, und solche Veranschaulichungen sollen nicht als den
Schutzbereich der Erfindung auf irgendeine Weise einschränkend ausgelegt werden.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0019] Nunmehr auf die Zeichnungen und insbesondere auf Figur 1 Bezug nehmend, wird eine
Endgruppe 10 einer Papierherstellungsmaschine gezeigt, die allgemein einen letzten
Zylinder 12 einer Trockengruppe, einen Greifbereich 14, einen Kalander 16, einen Bahnlaufweg
18, eine Rolle 20 des Zuführungsbereichs 22 und eine Spitzenschieneneinfädelvorrichtung
24 enthält. Die Spitze, der Randstreifen oder die Bahn 26 läuft entlang dem Bahnlaufweg
18.
[0020] Obgleich Figur 1 eine besondere Ausführungsform einer Papierherstellungsmaschine
zeigt, ist die vorliegende Erfindung nicht auf die Verwendung mit diesen Maschinenelementen
beschränkt. Die Einfädelvorrichtung 24 kann von einem vorhergehenden Abschnitt zu
einem nachfolgenden Abschnitt einer Papierherstellungsmaschine verwendet werden. Zum
Beispiel kann die vorliegende Erfindung an einer Trockengruppe zwischen einem ersten
und einem zweiten Trockenzylinder, durch die ganze Trockengruppe und/oder von den
letzten Zylindern einer Pressenpartie zum ersten Zylinder einer Trockengruppe verwendet
werden, ist aber nicht auf diese Anwendungsbeispiele beschränkt. Die Einfädelvorrichtung
24 kann mit einer Maschine zur Herstellung oder Verarbeitung einer Materialbahn verwendet
werden, wobei die Maschine mindestens eine sich bewegende Fläche, wie zum Beispiel
ein Trockensieb 68, sowohl zum Befördern als auch zum Definieren eines Laufwegs der
Materialbahn enthält. Die mindestens eine sich bewegende Fläche kann ein Band und/oder
ein Filz und/oder ein Draht und/oder ein Textilstoff und/oder ein Zylinder und/oder
eine Walze sein. Die Materialbahn 26 kann eine Faserbahn in einer Papierherstellungsmaschine
sein. Im Allgemeinen kann die vorliegende Erfindung dort, wo ein Einfädeln angemessen
ist, mit den oben erwähnten Vorteilen gegenüber dem Stand der Technik verwendet werden.
[0021] Die Einfädelvorrichtung 24 enthält einen Linearmotor 28 mit einer elektromagnetischen
Schiene 30, die sich entlang einem Abschnitt eines Bahnlaufwegs 18 erstreckt. Des
Weiteren enthält der Linearmotor 28 einen Wagen oder eine Transporteinrichtung 32
mit einem Magneten 34, bei dem es sich um einen Dauermagneten oder einen Elektromagneten
oder um eine Kombination daraus handeln kann. Eine Klemme 36 ist mit der Transporteinrichtung
32 verbunden.
[0022] Als Alternative dazu kann es sich bei dem Linearmotor 28 um einen Drehmotor handeln,
kann die elektromagnetische Schiene 30 eine Führung oder ein mit dem Drehmotor verbundenes
Rohr oder eine Führung oder ein Rohr mit einem mit dem Drehmotor und der Transporteinrichtung
32 verbundenen Kabel sein.
[0023] Die elektromagnetische Schiene 30 enthält mehrere Elektromagnete 38 (Figur 2), die
sich sequentiell entlang der elektromagnetischen Schiene 30 erstrecken. Als Alternative
dazu kann die elektromagnetische Schiene 30 mehrere Dauermagneten oder eine Kombination
aus Elektromagneten und Dauermagneten enthalten. Mehrere Stützen 40 sind mit der elektromagnetischen
Schiene 30 verbunden, um ihren Weg festzulegen. Die Stütze 40 kann an einem Ende mit
einer geeigneten Konstruktion 42 verbunden sein, bei der es sich um einen Maschinenrahmen
handeln kann, und an ihrem anderen Ende mit einem Schienenträger 46. Der Schienenträger
46 kann ein durchgehender Träger sein oder mehrere gerade und gekrümmte Abschnitte
enthalten. Die Elektromagnete 38 können vorübergehend und sequentiell erregt werden,
wobei die Geschwindigkeit der sequentiellen Erregung bis zur Maschinengeschwindigkeit
und darüber hinaus reicht. Die elektromagnetische Schiene 30 kann zwischen den Vorderseiten
der Walzen oder Zylinder der Maschine auf der Antriebsseite und/oder Bedienungsseite
der Maschine installiert sein. Des Weiteren kann die Einfädelvorrichtung 24, falls
erforderlich, zusätzlich zu einer existierenden herkömmlichen (nicht gezeigten) Einfädeleinrichtung
installiert sein.
[0024] Die Transporteinrichtung 32 ist zur Bewegung entlang der elektromagnetischen Schiene
30 ausgeführt. Die Transporteinrichtung 32 kann einen Rahmen 48 enthalten, mit dem
Räder 50 über Achsen 52 verbunden sind, wobei die Räder 50 mit mindestens einer Führungsfläche
51 der elektromagnetischen Schiene 30 zusammenwirken. Einige der Räder 50 können zur
Sicherheit und/oder zur Abstützung bei einem Stillstand vorgesehen sein. Als Alternative
dazu kann die Transporteinrichtung 32 durch Schwebemagnetpaare 54 geführt sein, wie
in Figur 5 (abstoßend) oder Figur 6 (anziehend) gezeigt, die auch zum Antrieb verwendet
werden können. Der Magnet 48 ist mit dem Rahmen 48 verbunden. Während die Elektromagneten
38 vorübergehend und sequentiell erregt werden, erzeugen sie eine auf den Magneten
34 wirkende Treibkraft, die zu einer Laufgeschwindigkeit führt, welche bis zur Maschinengeschwindigkeit
und darüber hinaus reichen kann. Die Transporteinrichtung 32 kann in Richtung des
Bahnlaufwegs 18 relativ klein sein (ca. 100 mm bis 200 mm, aber nicht auf diesen Bereich
beschränkt), oder in mindestens zwei (nicht gezeigte) Abschnitte unterteil sein, so
dass die Transporteinrichtung 32 die gekrümmten Teile der elektromagnetischen Schiene
(zum Beispiel am Umfang der Walzen oder Zylinder) überqueren kann.
[0025] Die Klemme 36 wird durch die Transporteinrichtung 32 gestützt und enthält ein festgelegtes
flexibles Klemmelement 56 und ein schwenkbares flexibles Klemmelement 58, die während
eines Einfädelvorgangs zusammen die Spitze, den Randstreifen oder die Bahn 26 zwischen
sich festhalten. Als Alternative dazu kann die Klemme 36 bei 56 einen Klebestreifen
enthalten, dank dessen auf das schwenkbare flexible Klemmelement 58 verzichtet werden
kann. Mindestens ein elastisches Glied 60 und eine Walze 62 wirken zusammen und sind
zum Halten der Spitze, des Randstreifens oder der Bahn 26 bezüglich der Transporteinrichtung
32 während eines Einfädelvorgangs, wie in Figur 3 gezeigt, oder zum Halten des schwenkbaren
flexiblen Klemmelements 58 in einer Außerbetriebsstellung, wie in Figur 2 gezeigt,
betätigbar. Das schwenkbare flexible Klemmelement 58 dreht sich um den Drehzapfen
64. Die Klemme 36 ist zum Ergreifen der Spitze, des Randstreifens oder der Bahn 26
im Greifbereich 14 und zum Zuführen der- bzw. desselben zum Zuführungsbereich 22 ausgeführt,
so dass die Transporteinrichtung 32 die Spitze, den Randstreifen oder die Bahn 26
entlang dem Bahnlaufweg 18 vom Greifbereich 14 zum Zuführungsbereich 22 überführt.
Der Überführungsvorgang kann nahe der oder bei Maschinengeschwindigkeit auftreten
und kann in sich von 0 m/min bis 2400 m/min und darüber hinaus reichen. Wie in Figur
4 gezeigt, gelangt bei Eintritt der Transporteinrichtung 32 in den Greifbereich 14
die Walze 62 mit dem stationären Keil 66 in Eingriff, der das schwenkbare flexible
Klemmelement 58 in eine geklemmte Position schwenkt, wie in Figur 3 gezeigt. Ein (nicht
gezeigter) entgegengesetzt gedrehter stationärer Keil kann im Zuführungsbereich 22
angeordnet sein, um die Klemme 36 in die in Figur 2 gezeigte Position freizugeben
und dadurch die Spitze, den Randstreifen oder die Bahn 26 freizugeben.
[0026] Die Klemme 36 kann sich in den Bereich der Breite der Bahn 26 erstrecken. Das festgelegte
flexible Klemmelement 56 und ein schwenkbares flexibles Klemmelement 58 sind dünne
und flexible Klemmelemente, die so ausgeführt sind, dass sie bei Eintritt oder Verlassen
eines gekrümmten Teils der elektromagnetischen Schiene 30 vorübergehend verformt werden.
Die Klemme 36 kann ein Messer oder einen Schwächungsrand (beide nicht gezeigt) enthalten,
um die Spitze zu durchtrennen und dadurch einen neuen Anfang der Spitze zu bilden.
[0027] Die Einfädelvorrichtung 24 ist mit Maschinenabschnitten kompatibel, in denen die
Spitze, der Randstreifen oder die Bahn 26 durch einen Draht, einen Filz oder einen
Textilstoff, wie zum Beispiel ein Trockensieb 68, gestützt wird. Eine Spitze, ein
Randstreifen oder eine Bahn 26, die/der festgeklemmt ist, kann unter Verwendung der
Einfädelvorrichtung 24 durch einen Draht-, Filz- oder Textilstoffnip oder eine Kombination
daraus geführt werden.
[0028] Die Geschwindigkeit der sequentiellen Erregung der elektromagnetischen Schiene 30
kann entlang des Bahnlaufwegs 18 gleichförmig oder variable sein, wie durch die Geschwindigkeits-
und die Positionssteuerung 70, die die sequentielle Erregung der elektromagnetischen
Schiene 30 steuern können, bestimmt. Die variable Geschwindigkeit kann dann nützlich
sein, wenn sich die elektromagnetische Schiene 30 über zwei oder mehr Maschinenabschnitte
erstreckt, die mit verschiedenen Geschwindigkeiten betrieben werden, wobei die elektromagnetische
Schiene 30 dann mindestens eine (nicht gezeigte) Trennstelle zwischen den beiden Maschinenabschnitten
überspannt.
[0029] Die elektromagnetische Schiene 30 kann einen Rückführabschnitt 72 enthalten, der
die Transporteinrichtung 32 vom Zuführungsbereich 22 zum Greifbereich 14 führt, wobei
die elektromagnetische Schiene 30 eine Endlosschlaufe bildet, wie in Figur 1 gezeigt.
Der Rückführabschnitt 72 kann einen Parkbereich 74 enthalten, der deaktiviert werden
kann, wobei mindestens eine Transporteinrichtung 32 geparkt sein kann und auf den
nächsten Einfädelvorgang wartet.
[0030] Die Einfädelvorrichtung 24 kann einen Startmechanismus 76 enthalten, der zum Starten
eines Einfädelvorgangs verwendet werden kann. Der Startmechanismus 76 beschleunigt
die Transporteinrichtung 32 und schiebt die Transporteinrichtung 32 während der gleichzeitigen
sequentiellen Erregung der elektromagnetischen Schiene 30 von dem Parkbereich 74 in
einen aktiven Teil der elektromagnetischen Schiene 30. Der Startmechanismus 76 kann
über Federlast, Druckluftbetätigung, hydraulische Betätigung und der gleichen betätigt
werden. Es kann eine Startsteuerung 77 verwendet werden, um den Startmechanismus 76
zu betätigen.
[0031] Der Parkbereich 74 kann mindestens einen Umgehungsteil 78 enthalten. Mindestens ein
Reinigungswagen 80 kann vom Umgehungsteil 78 auf die elektromagnetische Schiene 30
geschoben werden, um diese zu reinigen.
[0032] Eine Einfädelvorrichtung zum Einfädeln einer Bahn voller Breite in eine Maschine
kann zwei elektromagnetische Schienen 30, ähnlich der oben beschriebenen, enthalten,
wobei auf jeder Maschinenseite eine angeordnet ist und jede elektromagnetische Schiene
30 eine Transporteinrichtung 32, ebenfalls ähnlich der oben beschriebenen, führt.
[0033] Der Linearmotor 28 kann in Form eines Linearinduktionsmotors, eines Synchronlinearmotors,
eines Romag-Motors, eines Klauenpolmotors, eines Homopolarinduktormotors, eines Wechselpolmotors
oder eines Traklec-Motors oder dergleichen vorliegen. Der Betrieb kann auf Dreiphasenwechselstrom
basieren, wobei die Phasenwechselfrequenz die Geschwindigkeit der Transporteinrichtung
32 bestimmt. Es kann ein Umrichter mit variabler Frequenz zum Ändern der Betriebsfrequenz
verwendet werden.
[0034] Als Alternative dazu kann die Transporteinrichtung 32 mindestens einen Elektromagneten
mit oder ohne Magnet 34 enthalten, und die elektromagnetische Schiene 30 kann mindestens
einen Dauermagneten mit oder ohne Elektromagneten enthalten. Deshalb kann die elektromagnetische
Schiene 30 genauso wie die Transporteinrichtung 32 entweder erregt oder passiv sein.
Im Linearmotor 28 können supraleitende Materialien verwendet werden.
[0035] Unter Verwendung der grundlegenden Prinzipien des Elektromagnetismus werden Elektromagneten
oder Magneten vor der Transporteinrichtung 32 und an der elektromagnetischen Schiene
30 so erregt, dass sie die Transporteinrichtung 32 anziehen, während Elektromagneten
oder Magneten vor der Transporteinrichtung 32 und an der elektromagnetischen Schiene
30 so erregt werden, dass sie die Transporteinrichtung 32 abstoßen. Als Alternative
dazu kann der Antrieb der Transporteinrichtung 32 mit Anziehungs- oder Abstoßungskraft
allein funktionieren. Es sind basierend auf der besonderen Form des Linearmotors 28
auch andere Erregungssequenzen möglich.
[0036] Im Gebrauch ergreift die Einfädelvorrichtung 24 die Spitze, den Randstreifen oder
die Bahn 26 mit der mit der Transporteinrichtung 32 verbundenen Klemme 36, wobei die
Transporteinrichtung 32 mindestens einen Magneten aufweist. Die Transporteinrichtung
32 und eine Spitze, ein Randstreifen oder eine Materialbahn 26 bewegen sich entlang
der sich zumindest teilweise entlang des Bahnlaufwegs 18 erstreckenden elektromagnetischen
Schiene 30. Die Transporteinrichtung 32 und die elektromagnetische Schiene 30 umfassen
den Linearmotor 28. Die Spitze, der Randstreifen oder die Materialbahn 26 wird zum
Zuführungsbereich 22 überführt. Sowohl der Greifvorgang als auch der Überführungsvorgang
können ein Ineingriffbringen der Walze 62 mit dem stationären Keil 66 umfassen. Die
Transporteinrichtung 32 kann, falls erforderlich, durch den Startmechanismus 76 aus
dem Parkbereich 74 gestartet werden, um schnell die Maschinengeschwindigkeit zu erreichen.
Der Antrieb der Transporteinrichtung 32 mit der Spitze 26 kann eine sequentielle Erregung
der elektromagnetischen Schiene 30 umfassen.
[0037] Obgleich diese Erfindung als eine bevorzugte Ausführung aufweisend beschrieben worden
ist, lässt sich die vorliegende Erfindung innerhalb des Gedankens und des Schutzbereichs
dieser Offenbarung weiter modifizieren. Deshalb soll diese Anmeldung jegliche Variationen,
Verwendungen oder Anpassungen der Erfindung unter Verwendung ihrer allgemeinen Grundzüge
mit umfassen. Weiterhin soll diese Anmeldung solche Abweichungen von der derzeitigen
Offenbarung mit umfassen, die unter bekannter oder gewöhnlicher Praxis in der Technik
fallen, auf die sich diese Erfindung bezieht, und die innerhalb der Grenzen der angehängten
Ansprüche fallen.
1. Vorrichtung zum Einfädeln einer Materialbahn entlang einem Laufweg, die Folgendes
umfasst:
eine sich zumindest teilweise entlang dem Laufweg erstreckende Führung;
eine zum Bewegen entlang der Führung ausgeführte Transporteinrichtung;
einen mit der Transporteinrichtung und/oder der Führung verbundenen Motor; und
eine mit der Transporteinrichtung verbundene Klemme, die bezüglich der Materialbahn
sowohl beweglich als auch lösbar befestigbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Motor ein Linearmotor ist, der sowohl die
Führung als eine elektromagnetische Schiene als auch die Transporteinrichtung mit
mindestens einem Magneten enthält.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Materialbahn eine Faserbahn in einer Papierherstellungsmachine
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der der Linearmotor ein Linearinduktionsmotor, ein
Synchronlinearmotor, ein Romag-Motor, ein Klauenpolmotor, ein Homopolarinduktormotor,
ein Wechselpolmotor oder ein Traklec-Motor ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die elektromagnetische Schiene mehrere Elektromagnete
enthält.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die elektromagnetische Schiene mehrere Dauermagnete
enthält.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die elektromagnetische Schiene eine Endlosschlaufe
bildet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die elektromagnetische Schiene einen Parkbereich
für die Transporteinrichtung enthält.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, weiterhin mit einem Startmechanismus in dem Parkbereich.
10. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die elektromagnetische Schiene einen Umgehungsteil
für die Transporteinrichtung enthält.
11. Vorrichtung nach Anspruch 2, weiterhin mit mehreren sich entlang der elektromagnetischen
Schiene erstreckenden Stützen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei der die elektromagnetische Schiene mindestens einen
mit den mehreren Stützen verbundenen Schienenträger enthält.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der die Transporteinrichtung einen Transporteinrichtungsrahmen
enthält, der zur Bewegung entlang dem Schienenträger ausgeführt ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der die Transporteinrichtung mehrere mit dem Transporteinrichtungsrahmen
verbundene Räder enthält, die zum Rollen entlang dem Schienenträger ausgeführt sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, bei der der Transporteinrichtungsrahmen und der Schienenträger
mehrere Schwebemagnetpaare enthalten.
16. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Transporteinrichtung mindestens einen Elektromagneten
enthält.
17. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der der Magnet ein Elektromagnet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Klemme sowohl ein festgelegtes flexibles
Klemmelement als auch ein schwenkbares flexibles Klemmelement enthält.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, bei der die Klemme eine mit dem schwenkbaren flexiblen
Klemmelement verbundene Walze und die Transporteinrichtung einen Transporteinrichtungsrahmen
und ein elastisches Glied enthält, das mit dem schwenkbaren flexiblen Klemmelement
und dem Transporteinrichtungsrahmen verbunden ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, weiterhin mit mindestens einem stationären Keil, der
zum Eingriff mit der Walze konfiguriert ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 1, weiterhin mit einem sowohl mit dem Motor als auch mit
der Transporteinrichtung verbundenen Kabel.
22. Vorrichtung nach Anspruch 1, weiterhin mit einem mit der Transporteinrichtung verbundenen
Klebestreifen.
23. Maschine zur Herstellung einer Materialbahn, die Folgendes umfasst:
mindestens eine sich bewegende Fläche sowohl zum Befördern als auch zum Definieren
eines Laufwegs der Materialbahn;
einen Linearmotor mit
einer sich zumindest teilweise entlang dem Laufweg erstreckenden elektromagnetischen
Schiene;
einer Transporteinrichtung, die zum Bewegen entlang der elektromagnetischen Schiene
ausgeführt ist und mindestens einen Magneten enthält;
eine mit der Transporteinrichtung verbundene Klemme, die bezüglich der Materialbahn
sowohl beweglich als auch lösbar befestigbar ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, bei der die mindestens eine sich bewegende Fläche ein
Band und/oder ein Filz und/oder ein Draht und/oder ein Textilstoff und/oder ein Zylinder
und/oder eine Walze ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 23, bei der die Maschine eine Papierherstellungsmaschine
und die Materialbahn eine Faserbahn ist.
26. Maschine nach Anspruch 23, bei der der Linearmotor ein Linearinduktionsmotor, ein
Synchronlinearmotor, ein Romag-Motor, ein Klauenpolmotor, ein Homopolarinduktormotor,
ein Wechselpolmotor oder ein Traklec-Motor ist.
27. Maschine nach Anspruch 23, bei der die elektromagnetische Schiene mehrere Elektromagnete
enthält.
28. Maschine nach Anspruch 23, bei der die elektromagnetische Schiene mehrere Dauermagnete
enthält.
29. Maschine nach Anspruch 23, bei der die elektromagnetische Schiene eine Endlosschlaufe
bildet.
30. Maschine nach Anspruch 23, bei der die elektromagnetische Schiene einen Parkbereich
für die Transporteinrichtung enthält.
31. Maschine nach Anspruch 30, weiterhin mit einem Startmechanismus in dem Parkbereich.
32. Maschine nach Anspruch 23, bei der die elektromagnetische Schiene einen Umgehungsteil
für die Transporteinrichtung enthält.
33. Maschine nach Anspruch 23, weiterhin mit mehreren sich entlang der elektromagnetischen
Schiene erstreckenden Stützen.
34. Maschine nach Anspruch 33, bei der die elektromagnetische Schiene mindestens einen
mit den mehreren Stützen verbundenen Schienenträger enthält.
35. Maschine nach Anspruch 34, bei der die Transporteinrichtung einen Transporteinrichtungsrahmen
enthält, der zur Bewegung entlang dem Schienenträger ausgeführt ist.
36. Maschine nach Anspruch 35, bei der die Transporteinrichtung mehrere mit dem Transporteinrichtungsrahmen
verbundene Räder enthält, die zum Rollen entlang dem Schienenträger ausgeführt sind.
37. Maschine nach Anspruch 35, bei der der Transporteinrichtungsrahmen und der Schienenträger
mehrere Schwebemagnetpaare enthalten.
38. Maschine nach Anspruch 23, bei der die Transporteinrichtung mindestens einen Elektromagneten
enthält.
39. Maschine nach Anspruch 23, bei der der Magnet ein Elektromagnet ist.
40. Maschine nach Anspruch 23, bei der die Klemme sowohl ein festgelegtes flexibles Klemmelement
als auch ein schwenkbares flexibles Klemmelement enthält.
41. Maschine nach Anspruch 40, bei der die Klemme eine mit dem schwenkbaren flexiblen
Klemmelement verbundene Walze und die Transporteinrichtung einen Transporteinrichtungsrahmen
und ein elastisches Glied enthält, das mit dem schwenkbaren flexiblen Klemmelement
und dem Transporteinrichtungsrahmen verbunden ist.
42. Maschine nach Anspruch 41, weiterhin mit mindestens einem stationären Keil, der zum
Eingriff mit der Walze konfiguriert ist.
43. Maschine nach Anspruch 23, weiterhin mit einem mit der Transporteinrichtung verbundenen
Klebestreifen.
44. Verfahren zum Einfädeln einer Materialbahn, bei dem man:
einen Teil der Materialbahn mit einer Klemme ergreift;
die Klemme und den Teil der Materialbahn unter Verwendung eines Linearmotors zumindest
teilweise entlang dem Laufweg antreibt, wobei der Linearmotor eine elektromagnetische
Schiene und mindestens einen Magneten enthält; und
den Teil der Materialbahn zu einem Zuführungsbereich überführt.
45. Verfahren nach Anspruch 44, bei dem der Teil der Materialbahn eine Spitze, ein Randstreifen
oder die Materialbahn ist.
46. Verfahren nach Anspruch 44, bei dem die Materialbahn eine Faserbahn in einer Papierherstellungsmaschine
ist.
47. Verfahren nach Anspruch 44, bei dem man sowohl beim Schritt des Ergreifens als auch
beim Schritt des Überführens eine Walze der Transporteinrichtung mit einem stationären
Keil in Eingriff bringt.
48. Verfahren nach Anspruch 44, bei dem man weiterhin die Transporteinrichtung vor dem
Schritt des Ergreifens startet.
49. Verfahren nach Anspruch 44, bei dem man bei dem Antriebsschritt die elektromagnetische
Schiene sequentiell erregt.
50. Verfahren nach Anspruch 44, bei dem beim Schritt des Ergreifens ein Klebestreifen
die Materialbahn ergreift.