[0001] Die Erfindung betrifft eine Revisionsabdeckung zum Verschluss einer Revisionsöffnung
an Wänden, Decken, Schächten, Installations- oder Lüftungskanälen gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Nach der DIN 4102 - in dieser Norm ist das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen
geregelt - werden Baustoffe in die beiden Baustoffklassen A und B eingeteilt. Zur
Baustoffklasse A gehören die nicht brennbaren Baustoffe. Die brennbaren Baustoffe
werden in die Klasse B eingestuft. Die Klasse A wird weiter unterteilt. A1-Baustoffe
müssen in ihrer Zusammensetzung vollständig unbrennbar sein, während A2 Baustoffe
in geringem Maße brennbare Bestandteile enthalten dürfen. Hierzu gehören Bauteile,
die zwar nicht selbst entzündbar sind, aber in geringem Maße brennbare Anteile enthalten:
Gipskartonplatten nach DIN 18180 mit geschlossener Oberfläche oder auch Gipsfaserplatten
(siehe http://www.baumarkt.de, © pw-Internet-Solutions-GmbH). Im folgenden ist mit
"nicht brennbarem" Plattenmaterial stets mindestens ein Baustoff der Klasse A2 gemeint.
[0003] Aus der DE 40 05 128 A1 ist eine Revisionsabdeckung bekannt, die aus einer ebenen,
nicht brennbaren Platte besteht, die bis auf einen im Randbereich der Revisionsöffnung
verbleibenden Spalt passgenau zu dieser ausgebildet ist, wobei im Spalt ein im Brandfall
aufschäumender Dämmschichtbildner angeordnet ist. Derartige Revisionsöffnung für den
Wand- und Deckeneinbau werden beispielsweise in Verbindung mit der Abdeckung von hinter
einer Wand oder einer Decke eines Gebäudes befindlichen elektrischen oder sanitären
Installationen eingesetzt. Da die Installationen zumindest im Notfall frei zugänglich
sein müssen, werden üblicher Weise an der Wand- oder Deckenverkleidung Ausnehmungen
(sogenannte Revisionsöffnung) vorgesehen, die mit einer Revisionsabdeckung versehen
sind.
[0004] Genau wie die Wand- oder Deckenverkleidungen (siehe beispielsweise DE 201 03 972
U1) müssen die Revisionsabdeckungen eine ausreichende Feuerwiderstandsdauer aufweisen.
Diese Feuerwiderstandsdauer beträgt bei feuerhemmenden Konstruktionen mindestens 30
Minuten, bei feuerbeständigen sogar mindestens 90 Minuten. Im folgenden wird stets
davon ausgegangen, dass die vorgeschlagene Lösung mindestens feuerhemmend ausgebildet
ist, was aber logischer Weise feuerbeständige Konstruktionen mit einschließt.
[0005] Weiterer Stand der Technik ist im übrigen in der DE-AS 16 59 608, DE 35 17 836 A1,
DE 83 13 202 U1 und der DE 196 08 529 C2 offenbart.
[0006] Ausgehend von der eingangs genannten DE 40 05 128 A1, bei die Revisionsabdeckung
aufwendig mittels eines metallischen Rahmens in die Revisionsöffnung eingepasst ist,
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, unter Gewährleistung der geforderten Feuerwiderstandsdauer
den Installations- und Materialaufwand zu verringern.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einer Revisionsabdeckung der eingangs genannten Art durch
die im Kennzeichen des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
[0008] Nach der Erfindung ist also vorgesehen, dass an der nicht brennbaren Platte sichtseitig
eine den Spalt zwischen dem Revisionsöffnungsrand und der Platte überdeckende, vorgefertigte
Abdeckplatte angeordnet und die Platte rahmenlos in die Revisionsöffnung einsetz-
und mittels Befestigungselementen an deren Rand befestigbar ausgebildet ist.
[0009] Gemäß der Erfindung entfällt somit jeglicher Rahmen für die Fixierung der Revisionsabdeckung
in der Revisionsöffnung. Diese Funktion wird durch den Einsatz der erfindungsgemäß
vorgefertigen Platte einschließlich der vorzugsweise aus Metall bestehenden Abdeckplatte
sowie der vielfältig ausbildbaren Befestigungselemente (siehe weiter unten) realisiert,
wobei die Abdeckplatte darüber hinaus zur Abdeckung des Spaltes dient.
[0010] Ein weiterer wesentlicher Aspekt bei einer Weiterbildung der Erfindung besteht ferner
darin, dass die Revisionsabdeckung als vorgefertigtes Bauteil ausgebildet ist, d.
h. vor Ort wird beim Aufbau der feuerhemmenden bzw. feuerbeständigen Wand die entsprechende
Stelle gemäß den Maßen der erfindungsgemässen Revisionsabdeckung umbaut bzw. es wird
ein vorgefertigtes Trennwandelement mit Revisionsöffnung aufgestellt, das einerseits
genau zur ebenfalls vorzugsweise vorgefertigten Revisionsabdeckung passt und das andererseits
unmittelbar mit anderen Trennwandelementen umbaubar ist. Das Trennwandelement mit
Revisionsöffnung ist somit gleichzeitig Trennwand und Aufnahme für die Revisionsabdeckung.
Es muss bei dieser bevorzugten Ausführungsform weder nachträglich eine entsprechende
Öffnung mittels einer Säge eingebracht werden, noch muss ein Rahmen in der Öffnung
fixiert werden. Diese Montagemethode wird weiter unten nochmals näher erläutert.
[0011] Andere vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0012] Die erfindungsgemäße Revisionsabdeckung einschließlich ihrer vorteilhaften Weiterbildungen
wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung von mehreren Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0013] Es zeigt
- Figur 1
- im Schnitt die erfindungsgemäße Revisionsabdeckung als Bestandteil einer feuerbeständigen
Wand;
- Figur 2
- im Schnitt eine Detailansicht der Revisionsabdekkung montiert an einer gefliesten
Wand;
- Figur 3
- perspektivisch eine geflieste Wand mit der erfindungsgemäßen Revisionsabdeckung;
- Figur 4
- im Schnitt eine weitere Ausführungsform der Revisionsabdeckung;
- Figur 5
- im Schnitt eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Revisionabdeckung;
- Figur 6
- im Schnitt eine Ausführungsform mit einem Federelement zur Befestigung der Revisionsabdeckung;
- Figur 7
- im Schnitt eine Ausführungsform mit einem Spreizbügel zur Befestigung der Revisionsabdeckung;
- Figur 8
- im Schnitt eine Ausführungsform mit Riegelzungen zur Befestigung der Revisionsabdeckung;
- Figur 9
- im Schnitt eine Ausführungsform mit Klemmbacken zur Befestigung der Revisionsabdeckung;
- Figur 10
- im Schnitt eine Ausführungsform mit einem schaumartigen Element zur Befestigung der
Revisionsabdekkung;
- Figur 11
- in Rückansicht eine runde Revisionsabdeckung mit zweischichtiger Platte und Abdeckplatte;
- Figur 12
- im Schnitt eine Ausführungsform mit Bajonettverschluss zur Befestigung der Revisionsabdeckung;
- Figur 13
- in Draufsicht die Ausführungsform gemäß Figur 12;
- Figur 14
- im Schnitt eine Ausführungsform mit Riegelmechanismus zur Befestigung der Revisionsabdeckung;
und
- Figur 15
- in Draufsicht die Ausführungsform gemäß Figur 14.
[0014] Die jeweils in den Figuren 1 bis 15 dargestellte Revisionsabdeckung zum Verschluss
einer Revisionsöffnung 1 an Wänden und Decken besteht im allgemeinen aus einer ebenen,
nicht brennbare Platte 2, die bis auf einen im Randbereich der Revisionsöffnung 1
verbleibenden Spalt 3 passgenau zu dieser ausgebildet ist. Dabei ist vorzugsweise,
aber nicht zwingend, im Spalt 3 ein im Brandfall aufschäumender Dämmschichtbildner
4, vorzugsweise sogenanntes Blähgraphit oder ein anderes Intumeszenzmaterial, angeordnet.
Der Dämmschichtbildner 4 kann dabei wahlweise am Rand der Revisionsöffnung 1 oder
an der Revisionsabdeckung angeordnet sein (siehe insbesondere Figuren 1, 2 und 5).
[0015] Wesentlich für alle dargestellten Revisionsabdeckungen ist nun, dass an der bei einer
Ausführungsform bevorzugt als vorgefertigtes Bauteil ausgebildeten Platte 2 sichtseitig
(d. h. abgewandt vom abzutrennenden Revisionsraum) eine den Spalt 3 überdeckende,
vorgefertigte und vorzugsweise aus Metall oder Kunststoff bestehende Abdeckplatte
5 angeordnet und die Platte 2 rahmenlos in die Revisionsöffnung 1 einsetz- und mittels
der Befestigungselemente 14, vorzugsweise Schrauben 9, an deren Rand 6 befestigbar
ausgebildet ist.
[0016] Mit Bezug auf die Figuren 1, 2, 5 und 11 ist dabei vorteilhaft vorgesehen, dass die
Platte 2 mindestens aus zwei zueinander abgestuften Schichten 7, 8 besteht und dass
der Rand 6 der Revisionsöffnung 1 zum formschlüssigen Einsatz der Abdeckung entsprechend
stufig ausgebildet ist. Dem entsprechend weist auch der Spalt 3 bei zwei- oder mehrschichtiger
Ausbildung der Platte 2 einen stufigen Verlauf auf. Dies ist einerseits bezüglich
des Brandschutzes vorteilhaft (verbesserte Abdichtung), andererseits entspricht dies
vorteilhaft auch der üblichen Aufbauweise von feuerbeständigen Wänden, die nämlich
regelmäßig aus zwei zueinander versetzt montierten Schichten bestehen.
[0017] Ferner ist vorzugsweise, wie in Figur 5 dargestellt, vorgesehen, dass zwischen den
Schichten 7, 8 mehrere, vorzugsweise metallische Platten 19 angeordnet sind, die zum
kraftschlüssigen Verbund der Schichten 7, 8 beidseitig mit die Schichten 7, 8 durchdringenden
Schrauben 20 verbunden sind, wobei zur Abstützung der Schrauben 20 auf der der vorzugsweise
metallischen Abdeckplatte 5 abgewandten Seite der Revisionsabdeckung 1 weitere, vorzugsweise
ebenfalls metallische Platten 21 angeordnet sind.
[0018] Bezüglich der Platte 2 ist ferner vorteilhaft vorgesehen, dass diese aus nicht brennbarem
Material wie Kalziumsilikat und Kalziumsulfat besteht und mindestens 20 mm dick ausgebildet
ist. Der Spalt 3 weist in diesem Fall vorzugsweise eine Breite von etwa 1 bis 8 mm
auf. Wird die Revisionsöffnung vorort in die Trennwand eingebracht, kann dies beispielsweise
mit einer Stich- oder Kreissäge oder einem Kreisschneider (bei runden Revisionsabdeckungen)
geschehen. In diesem Fall wird der Rand der Revisionsöffnung regelmäßig nicht stufig
ausgebildet sein (siehe beispielsweise Figur 12 und 14).
[0019] Zur Befestigung der Revisionsabdeckung ist, wie besonders deutlich in Figur 2 dargestellt,
vorgesehen, dass die Platte 2 mit Schrauben 9 am Rand 6 der Revisionsöffnung 1 befestigt
ist. Dabei sind am Rand der Abdeckplatte 5 Durchgriffsöffnungen 13 für die Schrauben
9 eingebracht.
[0020] Ferner ist vorzugsweise vorgesehen (siehe Figur 5), dass die Befestigungselemente
bzw. Schrauben 9 mit am Rand der Revisionsöffnung 1 angeordneten Klammern 17 in Eingriff
bringbar sind, wobei die Klammern 17 den Rand der Revisionsöffnung 1 u-förmig umgreifen
und an diesem vorzugsweise mit Schrauben 18 befestigt sind.
[0021] Zur Berücksichtigung baulicher Toleranzen ist ferner vorteilhaft vorgesehen, dass
die Schrauben 9 zur Befestigung der Revisionsabdeckung lang genug ausgebildet sind,
um Distanzänderungen der Abdeckplatte 5 zum Rand 6 der Revisionsöffnung 1 beispielsweise
durch dort aufgebrachte Fliesen 10 ausgleichen zu können (siehe Figur 2).
[0022] Bezüglich der Abdeckplatte 5 ist vorteilhaft vorgesehen, dass diese den Spalt 3 mindestens
um 20 mm überragt und genau wie die Platte 2 eine rechteckige, vorzugsweise quadratische
Grundfläche mit den Maßen von 300 mm x 300 mm bis 900 mm x 900 mm aufweist. Alternativ
kann die Revisionsöffnung und -abdeckung aber auch rund ausgebildet sein (siehe hierzu
insbesondere die Figur 11, 13 und 15) und einen freien Eingriffsdurchmesser von 50
mm (steckdosenartig) bis 900 mm aufweisen. Aus Korrosionsgründen besteht die Abdeckplatte
5 dabei wahlweise vorzugsweise aus Metall (insbesondere Edelstahl) oder Kunststoff
(insbesondere bei Deckenrevisionsöffnungen, bei denen die Befestigungselemente nicht
direkt an der Abdeckplatte angreifen) und kann aus optischen Gründen, wie in Figur
4 dargestellt, an ihren Rändern einen zum Rand der Revisionsöffnung 1 hin abgekanteten
Bereich aufweisen.
[0023] Der technische Vorteil der erfindungsgemäßen Revisionsabdekkung wird besonders deutlich,
wenn man den Montagevorgang einer feuerbeständigen Trennwand mit Revisionsabdeckung
betrachtet:
[0024] Zur feuerhemmenden bzw. feuerbeständigen Abdeckung von Rohren und Leitungen 12 (siehe
Figur 1) werden zunächst vor einer Wand (oder Decke) u-förmige Schienen 11 senkrecht
aufgestellt (bzw. waagerecht aufgehängt). An diesen wird eine erste Lage nicht brennbarer
Platten befestigt.
[0025] Bei einer bevorzugten Ausführungsform mit vorgefertigem Rahmen 15, der in seinem
Aufbau genau wie die Trennwand selbst ausgebildet ist, wird dieser an der gewünschten
Stelle und in Fortsetzung der Trennwandplatten an den Schienen 11 befestigt. Nach
dieser ersten Aufbauphase besteht die Trennwand somit aus einer ersten Schicht mit
einer Revisionsöffnung, die aus einem vorgefertigen, zweischichtigen Rahmen 15 gebildet
ist. Da die zweite Schicht des vorzugsweise an die Ständerkonstruktion größenangepassten
Rahmens 15 stufig zur ersten angeordnet ist, kann nun die zweite Schicht der Trennwand
vorteilhaft mit Versatz aufgebracht werden. In die am vorgefertigen Rahmen 15 vorgesehene
Revisionsöffnung kann schließlich die ebenfalls vorzugsweise zweischichtige, abgestuft
ausgebildete Revisionsabdeckung eingesetzt werden.
[0026] Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform (siehe Figur 6 bis 15) wird zunächst
die zweite Trennwandschicht mit Versatz aufgebracht. Anschließend wird beispielsweise
mit einer Sticksäge oder Kreisschneider eine Öffnung in die Wand oder Decke eingebracht,
wobei der ausgeschnittene Teil um die Abdeckplatte 5 und geeignete Befestigungselemente
14 ergänzt als erfindungsgemäße Revisionsabdeckung Verwendung findet. In diesem Fall
ist der Rand der Revisionsöffnung aufgrund der Schneidebearbeitung zwar nicht stufig
ausgebildet, die erforderliche Abdichtfunktion wird aber auch mittels der Abdeckplatte
5 und im Spalt 3 angeordnetem Dämmschichtbildner 4 gewährleistet.
[0027] Die Ausführungsform gemäß Figur 6 zeichnet sich dadurch aus, dass ein an der Platte
2 angeordnetes Federelement 22, vorzugsweise eine ebene Stahlblattfeder, als Befestigungselement
14 vorgesehen ist (wahlweise - nicht dargestellt - auch ergänzend zu anderen Befestigungselementen
14), das den Rand der Revisionsöffnung 1 auf der der Abdeckplatte 5 abgewandten Seite
hintergreift und die Revisionsabdeckung auf diese Weise in der Revisionsöffnung 1
fixiert. Zum Fixieren und auch Lösen des Federelements 22 ist darüber hinaus vorgesehen,
dass dieses mittels mindestens eines Schraubenelements 23 (schematisch dargestellt)
an der Revisionsabdeckung befestigt und dieses die Platte 2 und die Abdeckplatte 5
durchgreifend zugangsseitig (d. h. sichtseitig bzw. abgewandt vom abgetrennten Raum)
betätig- und lösbar ausgebildet ist. Da das Federelement 22 bei einem Brand unter
Umständen seine Elastizität bzw. Haltekraft verlieren könnte, ist zu dessen Unterstützung
im Bereich des Randes 6 der Revisionsöffnung 1 der Dämmschichtbildner 4 zwischen dem
Federelement 22 und der Platte 2 angeordnet ist.
[0028] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 7 ist das Befestigungselement 14 als Spreizbügel
24 ausgebildet, der den Rand der Revisionsöffnung 1 auf der der Abdeckplatte 5 abgewandten
Seite hintergreift und die Revisionsabdeckung auf diese Weise in der Revisionsöffnung
1 fixiert. Dabei ist der Spreizbügel 24 mittels mindestens eines Schraubenelements
25 an der Revisionsabdeckung befestigt, wobei dieses die Platte 2 und die Abdeckplatte
5 durchgreifend zugangsseitig betätig- und lösbar ausgebildet ist.
[0029] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 8 sind die Befestigungselemente 14 als den der
Abdeckplatte 5 abgewandten Rand 6 der Revisionsöffnung 1 hintergreifende verdrehbare
Riegelzungen 26 ausgebildet, deren Drehachsen 30 als Stellglieder die Platte 2 und
die Abdeckplatte 5 durchgreifen und zugangsseitig betätig- und drehbar sind.
[0030] Eine weitere Ausführungsform ist in Figur 9 dargestellt. Bei dieser ist vorgesehen,
dass die Befestigungselemente 14 als mit dem Rand 6 der Revisionsöffnung 1 verklemmbare
Backen 27 ausgebildet und die Backen 27 über einen zugangsseitig bedienbaren Stellmechanismus
28 betätigbar sind.
[0031] Ferner ist bei einer weiteren Ausführungsform gemäß Figur 10 vorgesehen, dass das
Befestigungselement 14 als den der Abdeckplatte 5 abgewandten Rand 6 der Revisionsöffnung
1 hintergreifendes, weiches, nachgiebiges, schaumartiges Material 29, beispielsweise
Brandschutzschaum, ausgebildet ist, das einerseits stabil genug ist, die Abdeckung
in der Öffnung zu halten, andererseits aber auch genug Elastizität aufweist, um die
Abdeckung im Bedarfsfall aus der Öffnung herausnehmen zu können.
[0032] In den Figuren 12 bis 15 sind schließlich zwei weitere Ausführungsformen dargestellt,
nämlich runde Revisionsabdeckungen für beispielsweise an Decken vorgesehene Revisionsöffnungen.
Die erste Ausführungsform gemäß Figur 12 und 13 zeichnet sich dadurch aus, dass ein
drehbarer Bajonettverschluss 31 zur Fixierung der Revisionsabdeckung in der Revisionsöffnung
dient. Die Bauteile des Bajonettverschlusses 31 und die Abdeckplatte 5 werden vorort
an den ausgeschnittenen Plattenelementen fixiert.
[0033] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 14 und 15 ist ein Riegelmechanismus 32 mit axial
verschieblichen Riegelzungen vorgesehen, wie er beispielsweise von Kleiderschränken
bekannt ist. Die Betätigung erfolgt über ein nicht dargestelltes, abdeckplattenseitig
angeordnetes Stellglied. Die von den Riegelzungen hintergriffenen, zwischen zwei Plattenschichten
angeordneten Winkelbleche. 33 werden wie der gesamte Riegelmechanismus vorort montiert.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Revisionsöffnung
- 2
- Platte
- 3
- Spalt
- 4
- Dämmschichtbildner
- 5
- Abdeckplatte
- 6
- Rand
- 7
- Schicht
- 8
- Schicht
- 9
- Schraube
- 10
- Fliese
- 11
- Profilschiene
- 12
- Rohre, Leitungen
- 13
- Durchgriffsöffnung
- 14
- Befestigungselement
- 15
- Rahmen
- 16
- Versatz
- 17
- Klammer
- 18
- Schraube
- 19
- Platte
- 20
- Schraube
- 21
- Platte
- 22
- Federelement
- 23
- Schraubenelement
- 24
- Spreizbügel
- 25
- Schraubenelement
- 26
- Riegelzunge
- 27
- Backen
- 28
- Stellmechanismus
- 29
- schaumartiges Material
- 30
- Drehachse
- 31
- Bajonettverschluss
- 32
- Riegelmechanismus
- 33
- Winkelblech
1. Revisionsabdeckung zum Verschluss einer Revisionsöffnung (1) an Wänden, Decken, Schächten,
Installations- oder Lüftungskanälen, umfassend eine ebene, aus nicht brennbarem Material
bestehende Platte (2), die bis auf einen im Randbereich der Revisionsöffnung (1) verbleibenden
Spalt (3) passgenau zu dieser ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Platte (2) sichtseitig eine mindestens den Spalt (3) überdeckende, vorgefertigte
Abdeckplatte (5) angeordnet und die Platte (2) rahmenlos in die Revisionsöffnung (1)
einsetz- und mittels Befestigungselementen (14) an deren Rand (6) befestigbar ausgebildet
ist.
2. Revisionsabdeckung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckplatte (5) wahlweise aus Metall, vorzugsweise aus Edelstahl, oder Kunststoff
besteht,
wobei vorzugsweise die Platte (2) als vorgefertigtes Bauteil ausgebildet ist,
wobei vorzugsweise die Platte (2) und die Abdeckplatte (5) miteinander verklebt sind.
3. Revisionsabdeckung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Spalt (3) ein im Brandfall aufschäumender Dämmschichtbildner (4) angeordnet ist,
wobei vorzugsweise der Dämmschichtbildner (4) aus Blähgraphit bzw. einem Intumeszenzmaterial
besteht,
wobei vorzugsweise die Abdeckplatte (5) den Spalt (3) mindestens um 20 mm überragt,
wobei vorzugsweise die Abdeckplatte (5) an ihren Rändern einen zum Rand der Revisionsöffnung
(1) hin abgekanteten Bereich aufweist.
4. Revisionsabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Platte (2) mindestens aus zwei zueinander abgestuften Schichten (7, 8) besteht
und dass der Rand (6) der Revisionsöffnung (1) zum formschlüssigen Einsatz der Abdeckung
entsprechend stufig ausgebildet ist,
wobei vorzugsweise zwischen den Schichten (7, 8) mehrere, vorzugsweise metallische
Platten (19) angeordnet sind, die zum kraftschlüssigen Verbund der Schichten (7, 8)
beidseitig mit die Schichten (7, 8) durchdringenden Schrauben (20) verbunden sind,
wobei vorzugsweise zur Abstützung der Schrauben (20) auf der der Abdeckplatte (5)
abgewandten Seite der Revisionsabdeckung (1) weitere, vorzugsweise ebenfalls metallische
Platten (21) angeordnet sind,
wobei vorzugsweise bei zwei- oder mehrschichtiger Ausbildung der Platte (2) der Spalt
(3) einen stufigen Verlauf aufweist.
5. Revisionsabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Platte (2) mit Befestigungselementen (14), insbesondere Schrauben (9), am Rand
(6) der Revisionsöffnung (1) befestigbar ausgebildet ist,
wobei vorzugsweise am Rand der Abdeckplatte (5) Durchgriffsöffnungen (13) für die
Schrauben (9) vorgesehen sind,
wobei vorzugsweise die Schrauben (9) lang genug ausgebildet sind, um Distanzänderungen
der Abdeckplatte (5) zum Rand (6) der Revisionsöffnung (1) beispielsweise durch dort
aufgebrachte Fliesen ausgleichen zu können,
wobei vorzugsweise die Befestigungselemente (14) bzw. Schrauben (9) mit am Rand der
Revisionsöffnung (1) angeordneten Klammern (17) in Eingriff bringbar sind,
wobei vorzugsweise die Klammern (17) den Rand der Revisionsöffnung (1) u-förmig umgreifen
und an diesem vorzugsweise mit Schrauben (18) befestigt sind.
6. Revisionsabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Platte (2) aus nicht brennbarem Material wie Kalziumsilikat und Kalziumsulfat
(Gips) besteht,
wobei die Platte (2) vorzugsweise mindestens 20 mm dick und der Spalt (3) etwa 1 bis
8 mm breit ist.
7. Revisionsabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass sowohl die Platte (2) als auch die Abdeckplatte (5) eine rechteckige Grundfläche
aufweisen,
wobei vorzugsweise die Abdeckplatte (5) wahlweise eine Grundfläche von 300 mm x 300
mm bis 900 mm x 900 mm aufweist.
8. Revisionsabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Revisionsöffnung (1) einen freien Durchmesser von etwa 50 mm bis 900 mm aufweist,
wobei vorzugsweise die Revisionsöffnung (1) rund und die Revisionsabdeckung entsprechend
ausgebildet ist.
9. Revisionsabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Revisionsabdeckung in einer Revisionsöffnung (1) angeordnet ist, die als vorgefertigter,
trennwandgleicher Rahmen (15) mit umlaufendem Versatz (16) zum Anbau weiterer Wandelemente
ausgebildet ist,
wobei vorzugsweise der Rahmen (15) zu einer vorzugsweise aus Profilschinen (11) bestehenden
Ständerkonstruktion einer mindestens feuerhemmenden Trennwand größenangepasst ausgebildet
ist.
10. Revisionsabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Befestigungselement (14) als drehbarer Bajonettverschluss (31) ausgebildet ist,
oder
dass ein an der Platte (2) angeordnetes Federelement (22), vorzugsweise Stahlfeder, wahlweise
als oder auch ergänzend zum Befestigungselement (14) vorgesehen ist, das den Rand
der Revisionsöffnung (1) auf der der Abdeckplatte (5) abgewandten Seite hintergreift
und die Revisionsabdeckung auf diese Weise in der Revisionsöffnung (1) fixiert,
wobei vorzugsweise das Federelement (22) mittels mindestens eines Schraubenelements
(23) an der Revisionsabdeckung befestigt und dieses die Platte (2) und die Abdeckplatte
(5) durchgreifend zugangsseitig betätig- und lösbar ausgebildet ist,
wobei vorzugsweise im Bereich des Randes (6) der Revisionsöffnung (1) der Dämmschichtbildner
(4) zwischen dem Federelement (22) und der Platte (2) angeordnet ist,
oder
dass das Befestigungselement (14) als Spreizbügel (24) ausgebildet ist, der den Rand der
Revisionsöffnung (1) auf der der Abdeckplatte (5) abgewandten Seite hintergreift und
die Revisionsabdeckung auf diese Weise in der Revisionsöffnung (1) fixiert,
wobei vorzugsweise der Spreizbügel (24) mittels mindestens eines Schraubenelements
(25) an der Revisionsabdeckung befestigt und dieses die Platte (2) und die Abdeckplatte
(5) durchgreifend zugangsseitig betätig- und lösbar ausgebildet ist,
oder
dass die Befestigungselemente (14) als den der Abdeckplatte (5) abgewandten Rand (6) der
Revisionsöffnung (1) hintergreifende verdrehbare Riegelzungen (26) ausgebildet sind,
deren Drehachsen (30) als Stellglieder die Platte (2) und die Abdeckplatte (5) durchgreifen
und zugangsseitig betätig- und drehbar ausgebildet sind,
oder
dass die Befestigungselemente (14) als mit dem Rand (6) der Revisionsöffnung (1) verklemmbare
Backen (27) ausgebildet sind,
wobei vorzugsweise die Backen (27) über einen zugangsseitig bedienbaren Stellmechanismus
(28) betätigbar sind,
oder
dass das Befestigungselement (14) als den der Abdeckplatte (5) abgewandten Rand (6) der
Revisionsöffnung (1) hintergreifendes, weiches, nachgiebiges, schaumartiges Material
(29) ausgebildet ist,
oder
dass das Befestigungselement (14) als Riegelmechanismus (32) ausgebildet ist, dessen Riegelzungen
im Verschlusszustand zwischen Trennwandplatten angeordnete Winkelbleche (33) formschlüssig
hintergreifen.